OVA/096/2025
Maßnahmen zur Optimierung des fließenden (MIV-)Verkehrs in Düsseldorf
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage 2 - Grüne Welle Tool
459 Zeichen
1 Amt für Verkehrsmanagement •Grüne-Welle-Band auf Grundlage realer Freigabezeiten•Geringfügige Unterbrechung der Koordinierung durch ÖV-EingriffeVTanalyzer – IV-Koordinierung (Südring) 2 Amt für Verkehrsmanagement •Grüne-Welle-Band auf Grundlage realer Freigabezeiten•Geringfügige Unterbrechung der Koordinierung durch ÖV-EingriffeVTanalyzer – IV-Koordinierung (Südring) 3 Amt für Verkehrsmanagement VTanalyzer – IV-Koordinierung (Kaiserstr. / Fischerstr.)
Anlage 1 - Benchmarksystem Vollsperrung B7
510 Zeichen
1 Amt für Verkehrsmanagement Verkehrsdatenanalyse – Baustelle Vollsperrung B7•08.07.2024 – 09/24: Sperrung B7•09.07.2024: Zusätzliche Baustelle auf der Umleitungsstrecke (Dreherstraße) mit eigener Baustellensignalisierung•10.07.2024: Anpassung der Lichtsignalanlage Dreherstraße / Torfbruchstraße•12.07.2024: Anpassung der Baustellensignalisierung 2 Amt für Verkehrsmanagement Verkehrsdatenanalyse – Baustelle Vollsperrung B7 06/2024 (Vergleich)08.07.202411.07.202409.07.2024 10.07.2024 15.07.2024 –19.07.2024
Informationsvorlage
12634 Zeichen
OVA/096/2025 X öffentlich nicht öffentlich Informationsvorlage Betrifft: Maßnahmen zur Optimierung des fließenden (MIV-)Verkehrs in Düsseldorf Fachbereich: 66 - Amt für Verkehrsmanagement Dezernentin / Dezernent: Beigeordneter Jochen Kral Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Ordnungs- und Verkehrsausschuss 18.06.2025 Kenntnisnahme Sachdarstellung: X öffentlich nicht öffentlich Informationsvorlage Betrifft: Maßnahmen zur Optimierung des fließenden (MIV-)Verkehrs in Düsseldorf Amt / Institut: 66 - Amt für Verkehrsmanagement Dezernentin / Dezernent: Beigeordneter Jochen Kral Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Ordnungs- und Verkehrsausschuss 18.06.2025 Kenntnisnahme Seite 2 Sachdarstellung: Als bedeutender Wirtschafts - und Arbeitsstandort stellt die Landeshauptstadt Düsseldorf hohe Anforderungen an eine schnelle Erreichbarkeit u.a. im motorisierten Individualverkehr (MIV). Für Unternehmen stellt dies einen zentralen Standortfaktor dar. Stockungen im Verkehrsfluss sind daher möglichst zu vermeiden. Zur Sicherstellung einer umweltfreundlichen Mobilität bei einem gleichberechtigten Miteinander aller Ver kehrsteilnehmer muss somit auch gewährleistet werden, dass der MIV fließt. Dies insbesondere vor dem Hintergrund einer hohen Luftqualität im Stadtgebiet. Das erklärte Ziel ist daher, Stockungen im Verkehrsfluss merkbar zu reduzieren. Hierzu wurden seitens des Amtes für Verkehrsmanagement unterschiedliche Maßnahmen zur Qualitätskontrolle des Verkehrsablaufs etabliert. Weiterhin wird mit neuen Projekten im Bereich „Künstliche Intelligenz“ (KI) und „ Kooperative Intelligente Verkehrssysteme“ (C-ITS) an erfolgr eich abgeschlossene Projekte wie KoMoD, KoMoDnext, VinDUS und KoKoSDUS angeschlossen, um mit smarten und intelligenten Lösungen weiterhin Vorbildcharakter für andere Kommunen zu entfalten. Kreislauf der Qualitätskontrollen Eine wichtige Maßnahme zur Ver meidung von Störungen im Verkehrsfluss ist die Identifizierung der Problemfelder. Diese können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Um möglichst alle verkehrlichen Beeinträchtigungen zu erkennen, wurde für die Qualitätsanalyse neue Software beschafft. Hie rzu zählt ein Benchmarksystem, welches seit ca. 1 Jahr im Einsatz ist, ein Grüne -Welle-Tool, was seit Anfang 2025 täglich Anwendung findet sowie ein Mikrosimulationstool, ebenfalls seit Anfang des Jahres im Einsatz. So wird auf den unterschiedlichsten Eben en das Stauaufkommen und deren Ursachen untersucht. Das Benchmarksystem erstellt auf Grundlage von TomTom -Daten einen Reisezeitenvergleich. Mit Hilfe von historischen Daten, welche seit ca. 1,5 Jahren der Stadt zur Verfügung stehen, können Veränderungen i m Stauaufkommen besser erkannt werden. Seit ca. 1 Jahr werden Auswertungen durchgeführt und Problemlagen identifiziert. Vor allem können die Auswirkungen von baulichen Änderungen und Baustellen kurzfristig analysiert werden. So erst kürzlich bei der Analyse der Auswirkungen durch die Sperrung der BAB 59 im Süden Düsseldorfs (siehe Abbildung 1). Die Anlage 1 zeigt die Auswirkungen der Vollsperrung Ludenberger Straße aufgrund des Haltestellenumbaus Pöhlenweg sowie die Wirksamkeit der Gegenmaßnahmen grafisch. Als zweites Werkzeug wurde ein Grüne-Welle-Tool beschafft. Mit dessen Hilfe werden die Auswirkungen der ÖV -Priorisierung auf die Koordinierung der Streckenzüge des MIV untersucht und überwacht. Hierbei werden die Daten analysiert und das Verhalten der L ichtsignalanlagen (LSA) bei ÖV -Anmeldungen ausgewertet. Die Ergebnisse sind Teil des Abwägungsprozesses in der LSA -Planung zwischen ÖV - Beschleunigung und den Bedarfen des Kfz-Verkehrs. Bei zu starken Einschränkungen des Kfz -Verkehrs werden die ÖV -Priorisierung angepasst, um die Eingriffe in die Grüne-Welle zu minimieren. Seite 3 Abbildung 1: Analyse der Auswirkungen der A59 -Sperrung auf die Ausweichroute Frankfurter Straße mit Hilfe des Benchmarksystems In der Anlage 2 sind beispielhafte Auswertungen dargestellt. Auf Seite 1 und 2 sind ÖV-Eingriffe im realen „Grüne -Welle-Band“ auf dem Südring dargestellt. Auf Seite 3 ist eine Auswertung für den Streckenzug Kaiserstraße / Fischerstraße als Säulendiagramm und in der Bewertungsmatrix dargestellt. Mit dem Mikros imulationstool Vissim wurden die Möglichkeiten der Analyse komplettiert. Nun können auch Simulationen einzelner oder auch mehrerer Knotenpunkte durchgeführt und die Planung samt Leistungsfähigkeit für alle Verkehrsarten untersucht werden. Die Ergebnisse der verschiedenen Analysetools fließen in die neuen LSA -Planungen ein. Im Sinne einer integrierten Verkehrsplanung werden bei der Stadt Düsseldorf in der LSA -Planung die Belange aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigt. Zu diesem Zweck wird die Verkehrslage genau überprüft, um die Steuerung der örtlichen Lichtsignalanlagen zu optimieren und den bestmöglichsten Kompromiss zwischen den konträren Nutzungsansprüchen aller Verkehrsteilnehmer zu finden. Mit dem bereits 2022 angeschafften Versorgungsdatenserver, welcher zur Realisierung einer sogenannten „Durchgängigen Versorgungskette“ bzw. „Anwenderversorgung“ dient, werden die Anpassungen in der LSA -Steuerung schneller und kostengünstiger in die Steuerg eräte der LSA versorgt. Durch die kurzen Reaktionszeiten kann somit zeitnäher auf das sich ändernde Verkehrsaufkommen reagiert und der Verkehrsfluss optimiert werden. Für die Durchführung der genannten Qualitätskontrollen einschließlich der Anwenderversorgung für die Lichtsignalanlagen wurde 2024 neues Personal eingestellt. Mit Besetzung der neu geschaffenen Stelle wird ein wichtiger Beitrag zur Qualitätssicherung des gesamten Verkehrssystems im Sinne der Marke „Wege für alle“ und damit auch für den motorisierten Individualverkehr geleistet. Stellenneuschaffungen Die Qualitätssicherung des Verkehrsablaufs für anstehende Baumaßnahmen soll zukünftig verstärkt im Rahmen der Baustellenkoordinierung innerhalb der Planungs - und Anordnungsphase erfolgen. Hierbei soll eine neu eingerichtete Stelle Seite 4 „Qualitätsmanager Baustellenkoordinierung“ die anstehenden Maßnahmen zielgerichteter koordinieren. Eine zweite Stelle wird als „Verkehrsfluss -Manager“ im operativen Bereich der Verkehrs - und Tunnelleitzentrale (VT LZ) angesiedelt. Die Stelle wird die Operatoren in der VTLZ im operativen Betrieb unterstützen, den Betrieb analysieren und ggf. koordinierend eingreifen. Beide Stellen werden noch in 2025 ausgeschrieben. Aufbau und Weiterentwicklung intelligenter Verkehrssysteme Das Projekt „KI für eine Stadtverträgliche Signalsteuerung in Düsseldorf (KISSiD)“ (OVA/150/2024) wird mittels einer intelligenten, bedarfsorientierten Signalschaltung zur Verbesserung des Verkehrsflusses beitragen und dabei den gewachsenen Anforderungen an Fuß - und Rad stärker gerecht werden ohne den MIV weiter zu beeinträchtigen. Mit neuer KI -unterstützter Kameratechnik sollen Fahrzeugpulks des MIV erkannt, durch die Vernetzung der Signalanlagen bedarfsgerecht erfasst und durch die projektierten Streckenabschnitte geleitet werden. Die ebenfalls KI - unterstützte „Netzadaptive Signalsteuerung“ kann so exakt auf die aktuellen Anforderungen der einzelnen Verkehrsarten reagieren, die Verkehrsabläufe im betrachteten Teilnetz optimieren und die Verkehrsq ualität für alle Verkehrsarten verbessern. Das Projekt wird auf 3 Streckenzügen mit insgesamt 18 LSA umgesetzt. Die Frankfurter Straße mit 9 LSA, die Wannheimer Straße mit 5 LSA und die Heidelberger/Deutzer Straße mit 4 LSA sollen als Pilotstrecke dienen. Je nach Ausstattung der Bestandsanlagen erfolgt eine Teilaufrüstung oder eine Erneuerung der LSA. Folgende LSA liegen auf den Pilotstrecken: Frankfurter Str. / Am Kapeller Feld Frankfurter Str. / Rostocker Str. Frankfurter Str. / C.-Fr.-Goerdeler-Str. Frankfurter Str. / Koblenzer Str. / Matth.- Erzberger-Str. Frankfurter Str. / BAB-A59-Nord / Auffahrt Köln Frankfurter Str. / Hellerhofweg Frankfurter Str. / Dresdener Str. Frankfurter Str. / Goslaer Str. / Eichsfelder Str. Frankfurter Str./ BAB-A59-Süd / Auffahrt Wuppertal Wanheimer Str. / Volkardeyer Str. Wanheimer Str. / Heltorfer Str. Wanheimer Str. / Frachtzentrum / Gewerbegebiet Wanheimer Str. / Tiefenbroicher Weg Wanheimer Str. / Erschließungsstraße Kaufring (Nord) Am Schönenkamp / Deutzer Str. / BAB46 Heidelberger Str. / Schloßallee Heidelberger Str. / Deutzer Str. / Kikweg Deutzer Str. / In der Elb Mit der bereits durchgeführten Marktrecherche erfolgte der erste Schritt in Richtung Umsetzung. Hierbei wurden zwei potentielle Steuerungsverfahren i dentifiziert. Für die Streckenzüge Wannheimer Straße und Heidelberg/Deutzer Straße soll jeweils ein lokales „Netzadaptives Steuerungsverfahren“ zum Einsatz kommen. Für die Frankfurter Straße wird ein zentralenseitiges Steuerungsverfahren, welches auf dem bereits vorhandenen Verkehrssystemmanagement -System aufbaut, eingesetzt. Aktuell werden die Rahmenbedingungen festgelegt und die Vergabeunterlagen vorbereitet. Die Ausschreibung und Vergabe soll bis Ende Juni 2025 abgeschlossen sein. Seite 5 Ziel der abschließenden Evaluation der Verfahren untereinander und gegenüber der klassischen LSA-Steuerung ist es, Erkenntnisse für zukünftige Projektierungen von LSA-Steuerungen zu erhalten. Das Projekt hat eine Laufzeit von 26 Monaten bis zum 31.12.2026 mit einem geschätzten Gesamtvolumen von 1,8 Mio. €, wovon 65% vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert werden. Bereits in den Förderprojekten KoMoD und KoMoDnext wurde zusammen mit der Rheinbahn die digitale Kommunikation zwischen Fahrzeugen und der I nfrastruktur (Vehicel to Infrastructure) getestet. Es ist beabsichtigt, in den nächsten 10 -15 Jahren die analoge Kommunikation vollständig abzulösen und für das gesamte Verkehrssystem (LSA und Verkehrsrechner auf Seiten der Stadt sowie Fahrzeuge, Netz-und Zentral-Infrastruktur auf Seiten der Rheinbahn ), den C -ITS-Standard (Cooperative Intelligent Transport System) zu etablieren. Die Optimierung der Anmeldesysteme im Verkehr durch innovative kooperative Systeme (C-ITS) ist entscheidend für einen effiziente ren öffentlichen Verkehr (ÖV). Die Umstellung vom teilweise analogen Anmeldesystem des ÖPNV über Funk -Bake birgt erhebliche Vorteile. Im analogen System können Störungen und Verzögerungen zwischen vordefinierten Anmeldepunkten nicht erkannt werden, was zu späten Reaktionen der Signalsteuerung bei unvorhergesehenen Ereignissen führt. Mit C -ITS erfolgt eine sekündliche Positionsdatenübermittlung, was die Signalsteuerung deutlich effizienter macht. So können ÖV -Fahrzeuge z.B. bei Verspätungen, im Stau oder abhängig von der Fahrgastzahl besser priorisiert werden. Daraus resultierend können die Eingriffe in die LSA -Steuerung optimierter geplant und die Auswirkungen für den MIV auf ein Minimum reduziert werden. Häufige Wellenbrüche, Phasenverschiebungen oder auch Grünzeitverlängerungen können durch den C -ITS- Dienst vermieden werden. Zusammen mit der Rheinbahn prüft das Amt für Verkehrsmanagement derzeit verschiedene Fördermöglichkeiten, erste Förderanträge wurden eingereicht. Unabhängig von deren Ausgang wurde par allel die Leistungsbeschreibung für eine Ausschreibung erstellt. Hierbei wird durch ein Ingenieurbüro eine Marktrecherche, eine Machbarkeitsstudie sowie anschließend ein Umsetzungskonzept erstellt. Auf dieser Grundlage soll sukzessiv der C -ITS-Standard ein geführt werden. Aktuell werden die vertraglichen Bedingungen für eine Zusammenarbeit zwischen der Rheinbahn und der Stadt ausgearbeitet. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass stetig an der Verbesserung des Verkehrsflusses gearbeitet wird. Mit der Anschaffung der verschiedenen Analysetools, der schnellen Versorgung mittels VD -Server und der Stellenbesetzung ist der erste Schritt für eine kontinuierliche Qualitätskontrolle erfolgt. Sukzessiv werden nun bestehende Probleme identifiziert, die Planunge n optimiert und die daraus resultierenden neuen Steuerungen an die LSA übertragen. Mit dem Projekt KISSiD und dem Umsetzungskonzept im Bereich C -ITS stellt die Stadt die Weichen für eine zukunftsgerichtete und bedarfsgerechte Steuerung des Verkehrssystems. Das technische Potenzial wird weiter ausgeschöpft und führt somit auch zu einer weiteren Optimierung des MIV. Anlagen: Anlage 1 - Benchmarksystem Vollsperrung B7 Anlage 2 - Grüne Welle Tool
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- OVA/096/2025
- Typ
- Informationsvorlage
- Datum
- 03.06.2025
- Erstellt
- 03.06.2025 11:17