SV-2022/0043
Antrag der FDP-Fraktion vom 10. Juli 2022 betr. Wärmewende voranbringen
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SV-2022/0043
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Vorlage-Nr. SV-2022/0043 Antrag der FDP-Fraktion vom 10. Juli 2022 betr. Wärmewende voranbringen FDP-Stadtverordnetenfraktion Darmstadt, Rheinstr. 22, 64283 Darmstadt An die Stadtverordnetenversammlung Darmstadt, 10. Juli 2022 Die Wärmewende voranbringen – eine kommunale Wärmeleitplanung für Darmstadt Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: 1. Der Magistrat wird beauftragt gemeinsam mit den relevanten Fachämtern der Kernverwaltung sowie den notwendigen Akteuren der kommunalen Eigenbetriebe und des Stadtwirtschaftskonzerns eine kommunale Wärmeleitplanung zu erarbeiten. 2. Die zu erstellende Wärmeleitplanung soll als Steuerungsinstrument zur formellen Bauleitplanung und städtebaulichen Entwicklung in der Zukunft und somit der Umsetzung von Einzelmaßnahmen für die Wa rmewende dienen. 3. Der Magistrat soll dabei nach einem Stufenkonzept vorgehen, dass mit einer Erhebung und Analyse der Ist-Situation sowie der lokalen Potentiale beginnt, auf dieser Grundlage ein Versorgungskonzept entwickelt und darauf aufsetzend die Umsetzungsschritte definiert und angeht. Dabei sollen ausdrücklich zum jetzigen Zeitpunkt keine Technologieoptionen ausgeschlossen werden. Begründung: Derzeit entfallen rund 30 Prozent des Endenergieverbrauchs auf Heizung, Beleuchtung und Warmwasserversorgung des Gebäudebestandes. Dieser Anteil lässt sich mit modernen Technologien, mehr Energieeffizienz, einer höheren Sanierungsrate und -tiefe, einem geringeren Energiebedarf sowie einer stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien und grüner Gase an Stelle der fossilen Brennstoffe drastisch reduzieren. Dies erfordert jedoch einen tiefgreifenden Strukturwandel in der Wa rmeversorgung entlang der gesamten Wa rmeinfrastruktur. Den Kommunen kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Kommunale Wa rmepla ne sind eine Möglichkeit, die örtliche Wa rmeversorgung in Zusammenarbeit mit Unternehmen und lokalem Handwerk zukunftsfa hig aufzustellen. Hierbei kommt einer intelligenten Kombination von energetischer Sanierung und Infrastrukturlo sungen eine zentrale Bedeutung zu. Die Kommune hat dabei die Aufgabe die Wa rmeplanung zu koordinieren und zu überprüfen, lokale Akteure für Maßnahmen zu vernetzen und den Rahmen in der Bauleitplanung und Wirtschaftsförderung zu setzen. Die Wärmewende ist auch deshalb lokal gesteuert, weil je nach lokaler Ausgangssituation ein Technologiemix mit Wasserstoff, Wärmepumpen und Wärmenetzen als Hauptkomponenten entstehen wird. Dies dient auch der Sicherung der vorhandenen Gasverteilnetzinfrastruktur und damit dem kommunalen Vermögen. Denn zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine belastbare 2 Begründung dafür, die Option der Umnutzung von Gasverteilnetzen zur Wasserstoffnutzung für die Beheizung von Einzelgebäuden generell und für alle gegebenen Einzelfälle auszuschließen. Alle wesentlichen Technologien - sowohl Wärmepumpen, Fernwärme, Geothermie, Solarthermie, Biomasse und nicht vermeidbare Abwärme, Wasser-/Abwasserwärme, als auch wasserstoffbasierte Strom- und Wärmeerzeuger – sind als mögliche Lösungsoption in den Blick zu nehmen. Die Wärmewende ist eine der größten Herausforderungen auf dem Weg zur Klimaneutralität. Es muss daher darum gehen, effiziente und nachhaltige Lösungen zu schaffen, die gleichzeitig auch sozial fair sind. Ursula Blaum Julia von Buttlar Leif Blum Sven Beißwenger Stadtverordnete Stadtverordnete Stadtverordneter Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Rheinstraße 22
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Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2022/0043
- Typ
- Antrag
- Datum
- 11.07.2022
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00