2014/0446
Interessenvertretung für ältere Menschen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
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2014/0446
5649 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
12.11.2014
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V Dezernat I
Dezernat II
Dezernat IV
an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Dezernat V
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2014/0446
Magistratsbeschluss-Nr.
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Interessenvertretung für ältere Menschen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Vorlage vom: 12.11.2014
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat beschließt im Grundsatz, eine Vertretung im Sinne des § 8c der Hessischen
Gemeindeordnung (HGO) einzurichten, die Interessenvertretung für ältere Menschen genannt
wird.
2. Wahlberechtigt sind Einwohnerinnen und Einwohner Darmstadts, die am Wahltag das 60.
Lebensjahr vollendet haben.
3. Die Wahl wird als Briefwahl erstmalig im Jahr 2015 durchgeführt.
4. Der Magistrat beauftragt die Verwaltung eine Satzung und eine Wahlordnung zu erarbeiten und
mit der Dialogrunde fachlich zu erörtern.
5. Die Verwaltung wird beauftragt, die für Wahl und die Einrichtung einer Interessensvertretung
erforderlichen Kosten zu ermitteln.
6. Diese Magistratsvorlage ersetzt die Vorlagen Nr. 2007/0719, 2011/0484 sowie die Vorlage
2011/0513.
Anlagen:
- 2 -
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 12.11.2014
Beteiligung von Bürgerinnen und Bürger ist ein zentrales Anliegen der Stadtregierung.
Eine große Gruppe der zu Beteiligenden in der Stadt sind die älteren Menschen. In
Darmstadt leben mit 34.384 Personen mit 60 Jahren (Stichtag 31.12.2013) und älter, das
entspricht einer Bevölkerungszahl von 22,63 %.
Insofern wird für Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren die Interessenvertretung für ältere
Menschen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt eingerichtet.
Aufgabe einer Interessenvertretung ist die Beratung, Unterstützung und Information
städtischer Gremien und sonstiger Organisationen in Angelegenheiten, die ältere Menschen in
der Wissenschaftsstadt Darmstadt betreffen, die Übermittlung von Bedürfnissen, Interessen
und Bedarfen der älteren Menschen in den Stadtteilen und gesamtstädtisch an die städtischen
Gremien sowie die Einbringung von Ideen und Vorschlägen bei Planungen von Maßnahmen der
Altenhilfe der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Im Rahmen einer Anhörung im Sozialausschuss am 22.5.2012 wurden verschiedene
Vorstellungen zur Partizipation von Seniorinnen und Senioren in Darmstadt vorgetragen.
Der Sozialausschuss einigte sich abschließend auf folgenden Beschluss:
„Der Ausschuss bittet den Magistrat, eine Vorlage vorzubereiten, die möglichst viele der
vorgetragenen Aspekte bei der Installierung einer Seniorenvertretung in Darmstadt
berücksichtigt. Dieser Prozess sollte partizipativ entwickelt werden mit den Expertinnen und
Experten der Anhörung. Hieraus sind die Prämissen Sozialraumorientierung, Partizipation
sowie möglichst wenig bürokratischer Aufwand des Verfahrens die politische Vorgabe.“
Auf der Basis dieses Beschlusses nahm die so genannte Dialogrunde unter Beteiligung
folgender Institutionen die Arbeit auf (alphabetische Reihenfolge):
Evangelisches und Katholisches Dekanat Darmstadt
Initiative Gewählter Seniorenbeirat
Magnolya e.V. für die MigrantInnenselbstorganisationen
Seniorenrat e.V.
Sozialdezernentin der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Vorsitz)
Vorsitzender des Sozialausschusses
Vorstand Fachkonferenz Altenhilfe
Von Seiten der Verwaltung:
Bürgerbeauftragte der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Amt für Soziales und Prävention – Amtsleitung und Altenhilfeplanung
Amt für Interkulturelles und Internationales
Die Dialogrunde hat in einem zweijährigen Prozess verschiedene Modelle fachlich erarbeitet
und diskutiert.
Ziel der Dialogrunde war, möglichst alle Beteiligten in die entwickelte Struktur einzubeziehen
und einen Konsens herzustellen. Der abschließend diskutierte Vorschlag wurde nicht von
allen Beteiligten getragen.
Von daher wurde am 10. November 2014 durch die Sozialdezernentin der politische
Kompromissvorschlag eingebracht, das Wahlverfahren als Briefwahl durchzuführen.
Dieser Vorschlag wurde von der Dialogrunde mitgetragen.
Die Verwaltung wird nun beauftragt, die Wahlordnung zu erarbeiten und mit der Dialogrunde
fachlich zu erörtern.
Weiterhin wird ein Satzungsentwurf durch die Verwaltung erarbeitet, der ebenfalls mit der
Dialogrunde fachlich erörtert wird.
- 4 -
In die Satzung sollen die Punkte Sozialraumorientierung sowie Delegation von
Personengruppen, die sich nicht oder nur eingeschränkt selbst vertreten können, Einklang
finden.
Die Wahlordnung und die Satzung sowie das Wahldatum werden dem Magistrat und der
Stadtverordnetenversammlung in einer gesonderten Vorlage zur Abstimmung vorgelegt.
Die Arbeit der Dialogrunde, deren erste Sitzung am 11.9.2012 stattfand, wird nochmals
ausdrücklich gewürdigt, die fachlich erarbeiteten Inhalte werden in die Arbeit der
Interessensvertretung für ältere Menschen einfließen.
Darmstadt, den 12.11.2014
Dezernat I Dezernat II Dezernat IV Dezernat V
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadtkämmerer Stadträtin
anlage 3
228 Zeichen
Punkt 63: Interessenvertretung für ältere Menschen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (V-Nr. 2014/0446) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Enthaltung: Fraktion Die Linke.
anlage 2
234 Zeichen
Punkt 15: Interessenvertretung für ältere Menschen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt (V-Nr. 2014/0446) Bei Stimmenthaltung der Fraktion PIRATEN empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.
anlage 1
5726 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
12.11.2014
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V Dezernat I
Dezernat II
Dezernat IV
an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Dezernat V
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
I II IV V
30 32 20 50
Stvv
Vorlage-Nr. 2014/0446
Magistratsbeschluss-Nr.
520
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Interessenvertretung für ältere Menschen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Vorlage vom: 12.11.2014
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat beschließt im Grundsatz, eine Vertretung im Sinne des § 8c der Hessischen
Gemeindeordnung (HGO) einzurichten, die Interessenvertretung für ältere Menschen genannt
wird.
2. Wahlberechtigt sind Einwohnerinnen und Einwohner Darmstadts, die am Wahltag das 60.
Lebensjahr vollendet haben.
3. Die Wahl wird als Briefwahl erstmalig im Jahr 2015 durchgeführt.
4. Der Magistrat beauftragt die Verwaltung eine Satzung und eine Wahlordnung zu erarbeiten und
mit der Dialogrunde fachlich zu erörtern.
5. Die Verwaltung wird beauftragt, die für Wahl und die Einrichtung einer Interessensvertretung
erforderlichen Kosten zu ermitteln.
6. Diese Magistratsvorlage ersetzt die Vorlagen Nr. 2007/0719, 2011/0484 sowie die Vorlage
2011/0513.
- 3 -
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 19.11.2014
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 12.11.2014
Beteiligung von Bürgerinnen und Bürger ist ein zentrales Anliegen der Stadtregierung.
Eine große Gruppe der zu Beteiligenden in der Stadt sind die älteren Menschen. In
Darmstadt leben mit 34.384 Personen mit 60 Jahren (Stichtag 31.12.2013) und älter, das
entspricht einer Bevölkerungszahl von 22,63 %.
Insofern wird für Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren die Interessenvertretung für ältere
Menschen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt eingerichtet.
Aufgabe einer Interessenvertretung ist die Beratung, Unterstützung und Information
städtischer Gremien und sonstiger Organisationen in Angelegenheiten, die ältere Menschen in
der Wissenschaftsstadt Darmstadt betreffen, die Übermittlung von Bedürfnissen, Interessen
und Bedarfen der älteren Menschen in den Stadtteilen und gesamtstädtisch an die städtischen
Gremien sowie die Einbringung von Ideen und Vorschlägen bei Planungen von Maßnahmen der
Altenhilfe der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Im Rahmen einer Anhörung im Sozialausschuss am 22.5.2012 wurden verschiedene
Vorstellungen zur Partizipation von Seniorinnen und Senioren in Darmstadt vorgetragen.
Der Sozialausschuss einigte sich abschließend auf folgenden Beschluss:
„Der Ausschuss bittet den Magistrat, eine Vorlage vorzubereiten, die möglichst viele der
vorgetragenen Aspekte bei der Installierung einer Seniorenvertretung in Darmstadt
berücksichtigt. Dieser Prozess sollte partizipativ entwickelt werden mit den Expertinnen und
Experten der Anhörung. Hieraus sind die Prämissen Sozialraumorientierung, Partizipation
sowie möglichst wenig bürokratischer Aufwand des Verfahrens die politische Vorgabe.“
Auf der Basis dieses Beschlusses nahm die so genannte Dialogrunde unter Beteiligung
folgender Institutionen die Arbeit auf (alphabetische Reihenfolge):
Evangelisches und Katholisches Dekanat Darmstadt
Initiative Gewählter Seniorenbeirat
Magnolya e.V. für die MigrantInnenselbstorganisationen
Seniorenrat e.V.
Sozialdezernentin der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Vorsitz)
Vorsitzender des Sozialausschusses
Vorstand Fachkonferenz Altenhilfe
Von Seiten der Verwaltung:
Bürgerbeauftragte der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Amt für Soziales und Prävention – Amtsleitung und Altenhilfeplanung
Amt für Interkulturelles und Internationales
Die Dialogrunde hat in einem zweijährigen Prozess verschiedene Modelle fachlich erarbeitet
und diskutiert.
Ziel der Dialogrunde war, möglichst alle Beteiligten in die entwickelte Struktur einzubeziehen
und einen Konsens herzustellen. Der abschließend diskutierte Vorschlag wurde nicht von
allen Beteiligten getragen.
Von daher wurde am 10. November 2014 durch die Sozialdezernentin der politische
Kompromissvorschlag eingebracht, das Wahlverfahren als Briefwahl durchzuführen.
Dieser Vorschlag wurde von der Dialogrunde mitgetragen.
Die Verwaltung wird nun beauftragt, die Wahlordnung zu erarbeiten und mit der Dialogrunde
fachlich zu erörtern.
Weiterhin wird ein Satzungsentwurf durch die Verwaltung erarbeitet, der ebenfalls mit der
Dialogrunde fachlich erörtert wird.
In die Satzung sollen die Punkte Sozialraumorientierung sowie Delegation von
Personengruppen, die sich nicht oder nur eingeschränkt selbst vertreten können, Einklang
finden.
Die Wahlordnung und die Satzung sowie das Wahldatum werden dem Magistrat und der
Stadtverordnetenversammlung in einer gesonderten Vorlage zur Abstimmung vorgelegt.
Die Arbeit der Dialogrunde, deren erste Sitzung am 11.9.2012 stattfand, wird nochmals
ausdrücklich gewürdigt, die fachlich erarbeiteten Inhalte werden in die Arbeit der
Interessensvertretung für ältere Menschen einfließen.
Darmstadt, den 12.11.2014
Dezernat I Dezernat II Dezernat IV Dezernat V
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadtkämmerer Stadträtin
Beratungsverlauf (4)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2014/0446
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 12.11.2014
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00