2124/2017
Einsatz von Sprachmittlern bei der Verwaltung (Beantwortung der Anfrage AN/0772/2017, DIE LINKE vom 18.05.2017)
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Einsatz von Srach- und Kulturmittler*innen im Zeitraum Januar bis Dezember 2016
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b'^up BILDUNG • KULTUR • PARTIZIPATION o Projekt „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ Statistische Erfassung der Einsätze von Sprach- und Integrationsmittlerinnen für die Stadt Köln Im Zeitraum von Januar bis Dezember 2016 Stand 23.01.2017 Projektträger: Kommunales Integrationszentrum (Kl) Interkulturelles Maßnahmenprogramm der Stadt Köln Kooperationspartner: Sprachmittlerpool NRW der bikup gemeinnützige GmbH K Kommunales Integrationszentrum Köln Seite | 1 O b ^u p b'cup B IL D U N G • KULTUR ■ PA RTIZIPATION Inhaltsverzeichnis Projekt „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ 1. Einleitung Seite 3 2. Anzahl der Einsätze und Einsatzstunden von Sprach- und Integrationsmittlerinnen Seite 4 3. Einsatzstunden sortiert nach Trägern der Stadt Köln Seite 5 4. Einsätze und Einsatzstunden sortiert nach Bereichszuordnung nach Vorgaben der Stadt Köln Seite 6 5. Häufigste Auftragsgeber für das Projekt „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ Seite 7 6. Durchschnittliche Einsatzstunden Seite 8 7. Zahl der Einsätze nach Sprachen und Dialekte Seite 9 8. Einsätze von Sprach- und Integrationsmittlerinnen nach Geschlecht in Prozentzahl Seite 10 9. Status der Klientenlnnen „Sprachmittlerpool Stadt Köln“ Seite 10 10. Ausgaben bikup Sprachmittlerpool für die Stadt Köln für den Zeitraum Januar bis Dezember 2016 Seite 1 1 11. Erfahrungsberichte Seite 12 o Kommunales Integrationszentrum Köln X J b ^:up Seite | 2 BILDUNG • KULTUR • PARTICIPATION Im Rahmen des Projektes „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ wurde im Dezember 2015 eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Köln, vertreten durch die Oberbürgermeisterin - Diversity Kommunales Integrationszentrum (Kl) - und dem Sprachmittlerpool der bikup gemeinnützige GmbH geschlossen. Im Rahmen des Interkulturellen Maßnahmenprogramms der Stadt Köln zielt das Projekt „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ darauf ab, Gelder für die Finanzierung der Einsätze von Sprach- und Integrationsmittlerinnen für die Kölner Verwaltung und städtische Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Die Mitarbeiterinnen und Angestellten der Stadt Köln sollen bei ihrer fachlichen Arbeit mit neu zugewanderten Menschen durch den Einsatz von Sprach- und Integrationsmittlerinnen unterstützt werden. Durch kultursensibles Dolmetschen und soziokulturelles Vermitteln werden sprachliche Missverständnisse behoben und daraus möglicherweise resultierende Missverständnisse reduziert. Dadurch werden die Kölner Verwaltung und die städtischen Einrichtungen barrierefreier und effizienter gestaltet. Nicht zuletzt schafft die Stadt Köln mit diesem Angebot die Möglichkeit einer Begegnung auf Augenhöhe zwischen öffentlichen Trägern und neu zugewanderten Bürgern. Dies setzt ein wichtiges Signal für Chancengleichheit und die Verbesserung der gesellschaftlichen Partizipation von Kölnern mit Zuwanderungsgeschichte. Auch der interkulturellen Öffnung der Stadtverwaltung sowie der Schulen und Kindertagesstätten in Köln wird damit Ausdruck verliehen. Sprach- und Integrationsmittlerinnen können beauftragt werden von Mitarbeiterinnen städtischer Dienststellen, städtischer Kindertagesstätten und städtischer Schulen. Sie können eingesetzt oder beansprucht werden, wenn: • komplexe Sachverhalte zu klären • verbindliche Absprachen zu treffen • konfliktreiche und/oder besonders kultursensible Gespräche zu führen sind mit Kölnerlnnen, deren Deutschkenntnisse und Ihre eigenen Sprachkenntnisse für das zu besprechende Anliegen nicht ausreichen. Sie brauchen zertifizierte Sprach- und Integrationsmittlerinnen, da diese: • fachspezifisch dolmetschen • bei Bedarf soziokulturelles Hintergrundwissen vermitteln • länderspezifische Unterschiede erläutern • angemessen bei Kommunikationsstörungen intervenieren • neutral und transparent übersetzen • Gegebenheiten in städtischen Dienststellen und Einrichtungen kennen • der Schweigepflicht unterliegen Die Thematik beinhaltet komplexe Sachverhalte, verbindliche Absprachen oder konfliktreiche und/oder besonders kultursensible Gespräche. Aus der Situation muss sich ergeben, dass es nicht hilfreich oder sogar hinderlich wäre, hierfür Verwandte, Bekannte oder ehrenamtliche Unterstützung wie z.B. auch Integrationslotsen zu beteiligen. Kommunales Integrationszentrum Köln Seite | 3 b'^up BILDUNG • KULTUR • PARTIZIPATION Während der Einführungsphase des Projektes „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ beliefen sich, in der Zeit von Januar bis März 2016, die Einsätze auf maximal 19 Einsätzen im Monat. Erst durch die Bekanntmachung des Projektes und Öffentlichkeitsarbeit des Kommunalen Integrationszentrum (Kl) der Stadt Köln im April 2016, stiegen die Aufträge für die Sprach- und Integrationsmittlerinnen sukzessive. In dem Zeitraum Januar bis Dezember 2016 wurden insgesamt 701 Einsatzstunden bei 460 Einsätzen von Sprach- und Integrationsmittlerinnen wahrgenommen. Der einsatzstärkste Monat November 2016 belief sich auf 130 Einsätze mit 78 Einsatzstunden. Im Monat Juli, August und Oktober 2016 sank die Zahl der Einsätze aufgrund der Sommer- und Herbstferien in Nordrhein-Westfalen. Zu berücksichtigen ist, dass die Abrechnungsnachweise der Sprach- und Integrationsmittlerinnen noch nicht vollständig für das Jahr 2016 vorliegen und somit in den Monaten Oktober bis Dezember mit mehr Einsätzen zu rechnen ist. Zugrunde gelegt wurden die zum Stand 17.01.2017 dem Sprachmittlerpool der bikup gGmbH vorliegenden Abrechnungsdaten. c Zahl der Einsätze und Einsatzstunden der Sprach- und Integrationsm ittler/Innen 140 130 100 120 40 80 60 20 4 0 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember ■ Einsatzstunden ■ Einsätze Kommunales Integrationszentrum Köln Seite | 4 b '-o ip BILDUNG • KULTUR • PARTIZIPATION Das Projekt „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ wird in vier statistische Trägerbereiche unterteilt: Ämter, Schulen, Kindertagesstätte und sonstiges. Nach dieser Unterteilung fallen 343,5 Stunden von insgesamt 701 Stunden der Sprach- und Integrationsmittlerlnnen- Einsätze auf den Träger „Ämter“. Dies entspricht einem Prozentsatz von 49 %. Auf den Träger Schulen sind 39,23 % zuzuordnen und den Kindertagesstätten 4,49 % von den Gesamteinsatzstunden. Unter dem Träger sonstiges sind z.B. Flüchtlingsunterkünfte, Justizvollzugsanstalt, Standesamt und Jugendhilfen mit 7,28 % zugeordnet. Einsatzstunden fü r den S prachm ittlerpool fü r die Stadt Köln nach statischen Einrichtungen C Ä m ter 343,5 s Schulerr 275 0 50 100 150 200 250 300 350 Stunden ■ Jugend «Sonstiges «Schulen « Ä m te r c Kommunales Integrationszentrum Köln Seite | 5 b '-a ip BILDUNG • KULTUR • PARTIZIPATION Das folgende Diagramm illustriert die Verteilung der Buchungen auf die einzelnen Bereiche in absoluten Zahlen, sowie die tatsächlich getätigten Einsatzstunden, die aus den Buchungen resultieren. Die Unterteilung der Einsatzbereiche ist vom Kommunalen integrationszentrum (Kl) der Stadt Köln wie folgt vorgegeben: Einsätze und Einsatzstunden pro Arbeitsbereichen Jugend ■ EinsatzstundenBildung Sonstiges Unter dem Arbeitsbereich Jugend fallen unter anderem Jugendämter, Jugendhilfen und Kindertagestätten. Der Bildungsbereich ist den Schulen zuzuordnen und in dem Bereich sonstiges sind Sozialämter oder Wohnungsämter eingeordnet. c Kommunales Integrationszentrum Köln PI« Seite | 6 O b '^ u p BILDUNG • KULTUR • PARTIZIPATION Zu den häufigsten Auftraggeberlnnen des Projektes „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ gehört mit insgesamt 126 Einsatzstunden, das entspricht 17,97 % der gesamten Einsätze, das Bezirksjugendamt Köln Chorweiler. Davon gefolgt mit 16,54 % und 116 Einsatzstunden das Bezirksjugendamt Köln Ehrenfeld. Das Schiller Gymnasium und das Jugendamt Köln Nippes haben zusammen 53 Einsatzstunden in dem Zeitraum Januar bis Dezember 2016 gebucht. Das sind jeweils etwa 7,56 % des gesamten Auftragsvolumens für die Stadt Köln. Die restlichen 57,91 % verteilen sich auf unterschiedlichen Einrichtung z.B. Schulen mit 35,23 %, Jugendämter mit 10,91 %, Kindertagesstätten mit 4,49 %. 57,9 1% Schulen, Jugendämter etc. 17,97 % Bezirksjugendamt Köln Chorweiler 16,54 % Bezirksjugendamt 156 % Schiller Gymnasium Köln Nippes Kommunales Integrationszentrum Köln Seite | 7 bm p BILDUNG • KULTUR • PARTIZIPATION Die Einsätze der Sprach- und Integrationsmittlerinnen im Rahmen des Projektes „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ betrugen Durchschnittlich 1,71 Stunden. Wie dem nachfolgenden Diagramm entnommen werden kann, liegen die höchsten Durchschnittsstunden im Monat November 2016 mit 2,10 Stunden. Einsatzdauer von Sprach- und integrationsm ittier/lnnen im Durchschnitt März Apr» Mai SeP Okt 1,60 Nov Dez 2016 Kommunales Integrationszentrum £ V Köln f.[« Seite I 8 b'^up BILDUNG • KULTUR • PARTI2IPATI0N Die Stadt Köln konnte in dem Zeitraum Januar bis Dezember 2016 für das Projekt „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ auf 30 Sprachen und Dialekte zurückgreifen. Der größte Bedarf bestand mit insgesamt 231 Einsätzen bei den Sprachen Arabisch, Farsi, Dari, Kurdisch und Russisch. Mehr als die Hälfte (55,74 %) aller im genannten Zeitraum gebuchten Einsätze entfällt damit auf diese Sprachen gefolgt von Türkisch, Serbisch, Albanisch und Bulgarisch. Kisuaheli, Urdu, Chinesisch, Portugiesisch, Tigrinya, Spanisch, Lingala oder Rumänisch wurden weniger in Anspruch genommen. Bei der Sprache Somali konnte die Hohe Nachfrage von zertifizierten Sprach- und Integrationsmittlerinnen derzeit nicht gedeckt werden. Der Sprachmittlerpool der bikup gGmbH qualifiziert derzeit Personen mit diesem Migrationshintergrund zu Sprach- und Integrationsmittlerinnen, um auf den hohen Bedarf zeitnah reagieren zu können. ( Einsätze nach Sprachen & Dialekte 100 so SCI Kommunales Integrationszentrum Köln tu« Seite | 9 bm p BILDUNG • KULTUf; • PARTIZIPATION Bei den Einsätzen der Sprach- und Integrationsmittlerinnen wurden insgesamt 234 Einsätze (56,30 %) von Männern ausgeführt. 181 Einsätze (43,7 %) übernahmen weibliche Sprach- und Integrationsmittlerinnen. Einsatz von Sprach- und Integrationsmittler/Innen nach Geschlecht w eiblich 43,70% M ännlich 56,30% Weiterhin unterscheiden wir für das Projekt „Sprachmittlerpool der Stadt Köln“ nach dem Status der Klientenlnnen. Hier wurden von 322 Einsätzen 78 % Geflüchtete aufgesucht, bei 21 % handelte es sich um Menschen mit Migrationshintergrund. Status der Klienten/Innen w nicht erschienen H Menschen m it Migrationshintergrund H Geflüchtete Kl Kommunales Integrationszentrum Köln O b ^ :u p Seite | 10 b'^up BILDUNG • KULTUR • PARTIZIPATION Im Rahmen des Projektes „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ stand ein Betrag in Höhe von 58.300€ für Sprach- und Integrationsmittlerlnnen-Einsätze innerhalb der Stadt Köln zur Verfügung. Beansprucht wurden bis zum 31.12.2016 insgesamt 57.810,00€, davon entfallen 20.207,36€ auf die Fahrzeit und Fahrkosten der Sprach- und Integrationsmittlerinnen. Die durchschnittlichen Kosten pro Einsatz (Einsatzstunde + Fahrtzeit + Fahrtkosten) betragen demnach 125,67€. Somit ist das vorhandene Budget im Rahmen des Projektes bereits ausgeschöpft. Zu berücksichtigen ist, dass einige Einsätze der Sprach- und Integrationsmittlerinnen noch nicht im Sprachmittlerpool eingereicht wurden und somit seitens der bikup gGmbH abgerechnet werden konnten. Wir schätzen, dass ein Betrag von ungefähr 11.500€ für das Jahr 2016 noch aussteht. Das Kommunale Integrationszentrum (Kl) der Stadt Köln hat zeitnah und kulant darauf reagiert und im Rahmen des Projektes „Sprachmittlerpool für die Stadt Köln“ weitere Projektgelder in Höhe von 11.660€ zur Verfügung gestellt. Kosten Sprach- und In te g ra tio n s m ittle r/In n e n ] Fahrtkosten 1 Aufwand I Kommunales integrationszentrum Köln ^ u p Seite | 11 b ' m p BILD UN G • KULTUR • PARTIZIPATION Für das Jahr 2016 konnten viele positive Rückmeldungen und Erfahrungen, für Einsätze der Sprach- und Integrationsmillterlnnen im Rahmen des Projektes „Sprachmittlerpoo! für die Stadt Köln“ festgehalten werden. Die Auftraggeberl nnen haben ihre Rückmeldungen auch unabhängig der Nachfassung des Sprachmittlerpool an den Sprachmittlerpool NRW herangetragen. Hier führen wir einige Aussagen von Auftraggeber!nnen auf: „Der Sprach- und Integrationsmittler zeigte Offenheit und eine hohe Qualität. Die Tatsache, dass er Kenntnisse im Sozialwesen besitzt, half mit Sicherheit bei der Herbeiführung der Lösung. Auch die Auftragsabwicklung über den Sprachmittlerpool NRW war super einfach und schnell - gut, dass es eine Ansprechpartnerin gibt, die die Institutionen kennt, die anrufen und passgenau vermittelt. “ Ralf Rost, Jugendamt Köln „Vielen Dank für die tolle Organisation und dieses hilfreiche Angebot“ Frau Jutta Thamke, Stadt Köln-Die Oberbürgermeisterin, Amt für Schulentwicklung, 404/62 Schulsozialarbeit „Ich sowie Schulleiter und das Lehrerkollegium sind sehr zufrieden und geben unsere positive Bewertung selbstverständlich ab und empfehlen Sie auch weiter. “ Frau Tugba Cat, Schulsozialarbeiterin M.A. OGTS/Godorf „Ich möchte Ihnen an dieser Stelle eine sehr positive Rückmeldung geben. Die Vermittler waren sehr professionell und menschlich zugleich. Es hat mir sehr viel gebracht und den Eltern hoffentlich auch. Ich hoffe es wird diese Möglichkeit noch sehr lange geben. “ Frau C. Weber, GGS Weimarer Str. 28, 51103 Köln :< Kommunales Integrationszentrum Köln Seite | 12 b'^up BILDUNG • K U lfUR • PARTIZIPATION Statistische Erfassung der Einsätze von Sprach- und Integrationsmittlerinnen für die Stadt Köln Erstellt von Sylvia Stimke, Sprachmittlerpool NRW dev bikup gemeinnützigen GmbH Stand: 23.01.2017 Kommunales Integrationszentrum Köln fU « Seite | 13 k . ) b ^ : u p
Beantwortung einer Anfrage (Rat)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/5001 06.07.2017 Vorlagen-Nummer 2124/2017 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Rat 11.07.2017 Einsatz von Sprachmittlern bei der Verwaltung (Beantwortung der Anfrage AN/0772/2017, DIE LINKE vom 18.05.2017) Auf Anfrage der Fraktion Die Linke. in der Sitzung des Rates der Stadt Köln am 18.05.2017 teilt die Verwaltung mit, dass es für die Maßnahmen GA 5 (Sprachmittlung im Gesundheitsbereich) und SoSe 13 (gesamtstädtischer Einsatz von Sprach- und Integrationsmittler*innen) unterschiedliche Abwick- lungsverfahren gibt. Frage 1: Wie viele Mittel sind aus den betreffenden Haushaltsstellen schon abgeflossen? Bitte Summen getrennt aufführen. Beim Gesundheitsamt (53) sind im Jahr 2016 insgesamt 23.125 € für Sprachmittlung im Gesund- heitsbereich ausgezahlt worden. Beim Kommunalen Integrationszentrum (5001) wurden im Jahr 2016 insgesamt 69.960 € für den Ein- satz von Sprach- und Integrationsmittler*innen ausgezahlt. Frage 2: Wie viele Anträge wurden abgelehnt und wieso? 53 setzt Sprachmittlung für eigene Aufgaben (Sprechstunden und Untersuchungen) ein und arbeitet daher antragsunabhängig. 5001 hat die Vermittlung von Sprach- und Integrationsmittler*innen dem Kooperationspartner „Sprachmittlerpool NRW der bikup gemeinnützige GmbH“ übertragen. Bikup gGmbH erhält Aufträge zum Einsatz von Sprach- und Integrationsmittler*innen von den anfor- dernden städtischen Dienststellen nach vorgegebenen Kriterien. Diese werden im Rahmen des Ge- samtvertrages abgearbeitet. Insofern gibt es kein Antragsverfahren. Frage 3: Wer prüft, ob der geforderte Einsatz die Kriterien erfüllt, und bewilligt diesen gegebe- nenfalls? Die Entscheidung über den Einsatz von Sprachmittlung wird bei 53 von den Ärzten / Ärztinnen oder Sozialarbeitern / Sozialarbeiterinnen im Einzelfall getroffen. Sollte ein konkreter Bedarf erkennbar sein, wird diesem Rechnung getragen. Eine Ausnahme von der Einzelfallentscheidung gilt für die im Gesundheitsamt angebotenen offenen Sprechstunden bei der Beratungsstelle für Familienplanung und dem Fachdienst STI. Hier entsteht wöchentlich zu planbaren Zeitpunkten ein Bedarf, weshalb eine generelle Entscheidung durch die Amtsleitung getroffen wurde. Die Entscheidung über den Einsatz von Sprach- und Integrationsmittler*innen (5001/1) wird von den 2 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der städtischen Dienststellen sowie den Lehrerinnen und Lehrern für jeden Einzelfall getroffen. Frage 4: Wie viele Einsätze der Sprachmittler haben die einzelnen Ämter angefordert? Bitte nach Ämtern aufschlüsseln. Im Jahr 2016 wurden folgende Stundenzahlen für Sprachmittlung in den offenen Sprechstunden bei der Beratungsstelle für Familienplanung und beim Fachdienst STI der Gesundheitsverwaltung verein- bart: Beratungsstelle für Familienpla- nung Fachdienst STI und sexuelle Gesundheit Bulgarisch 2016 max. 8,0 Wochenstunden max. 12,0 Wochenstunden Rumänisch 2016 max. 6,0 Wochenstunden max. 12,0 Wochenstunden Zu den Sprachmittlungsstunden kommen seit Dezember 2016 65 abgerufene Einsätze für Videodol- metscher (Stand: Ende April 2017). Für 2017 können folgende Stundenzahlen für Sprachmittlung (53) in den offenen Sprechstunden bei der Beratungsstelle für Familienplanung und beim Fachdienst STI der Gesundheitsverwaltung ge- nannt werden: Beratungsstelle für Familienpla- nung Fachdienst STI und sexuelle Gesundheit Bulgarisch 2017 max. 3,3 Wochenstunden max. 7,0 Wochenstunden Rumänisch 2017 max. 2,5 Wochenstunden max. 3,5 Wochenstunden Die genannten Wochenstunden für 2017 beziehen sich auf den unter Antwort 1 genannten und auf drei Monate befristeten Vertrag. Die gesamtstädtischen Einsätze der Sprach- und Integrationsmittler*innen (5001/1) im Zeitraum Ja- nuar bis Dezember 2016 sind in der Anlage ausführlich aufgeschlüsselt. Ein Bericht für das erste Halbjahr 2017 wird vom Kooperationspartner Bikup aktuell gefertigt und an- schließend den beteiligten Ratsgremien als Mitteilung zur Kenntnis gegeben. Frage 5: Glaubt die Verwaltung, dass die eingestellten Summen auskömmlich sind? Aufgrund der begrenzten Ressourcen und der im Vorhinein nicht bekannten Bedarfsentwicklung er- folgt ein eher restriktiver Einsatz sowie ein engmaschiges Controlling bei 53. Das Problem – nicht nur in Köln – ist die fehlende Finanzierung von Sprachmittlung bei Versorgung im medizinischen Regel- system. Aktuell werden die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel für den Einsatz von Sprach- und Integra- tionsmittler*innen als auskömmlich betrachtet, allerdings unterliegen die Bedarfe einem ständigen Veränderungsprozess. Aufgrund der Dynamik im Bereich Zuwanderung ist die belastbare und ab- schließende Einschätzung von Fallzahlen bzw. Finanzbedarfen leider nicht möglich. Anlage gez. Reker
Beratungsverlauf (1)
Orte (2)
- Weimarer Straße 28
- Straße 28
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Details
- Aktenzeichen
- 2124/2017
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Rat bzw. HA)
- Datum
- 06.07.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27