A-R/0033/2006
Landesgartenschau Münster 2014
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Originalantrag
7036 Zeichen
SPD-Fraktion Antrag Nr.: A-R/0033/2006 im Rat der Stadt Münster 1 Antrag 15.08.2006 SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Münzstr. 15 48143 Münster Telefon: 0251/ 45 314 Fax: 0251/ 511 750 mail: spdfrak@muenster.de Internet: www.spd-muenster.de Landesgartenschau Münster 2014 Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 1. Die Stadt Münster bewirbt sich um die Durchführu ng der Landesgartenschau NRW im Jahre 2014 und lässt zu diesem Zweck eine Ma chbarkeitsstudie erstellen. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Finanzierung skonzept zu erarbeiten, das auch private Investoren und Sponsoren in erhebliche m Umfang an der Finanzierung beteiligt. 3. Der Rat beauftragt die Verwaltung, unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen für eine Erfolg versprechende Bewerbung f ür die Landesgartenschau Münster 2014 termingerecht vorzub ereiten (Bewerbungsschluss ist am 01.03.2007). 4. Es wird ein Fachbeirat für das ehrgeizige Projek t gebildet, damit die Beteiligung der Bürgerschaft gut durchgeführt werden kann. Begründung: Mit der Durchführung einer Landesgartenschau auf de m vorgeschlagenen Areal westlich der Aawiesen und des Aasees könnte Münster gleich mehrere Ziele verwirklichen. Der für eine Landesgartenschau erfor derliche Raum ist vorhanden. Neben der Verknüpfung von Elementen des Natur- und Landschaftsschutzes sowie der Grünflächen- und Parkgestaltung, ließe sich für den Bereich Aasee und Aawiesen die oft geforderte, aber noch nicht verwir klichte städtebauliche Konzeption erarbeiten, die außer dem bereits artikulierten Wun sch nach einer attraktiven Bebauung das ökologische und stadtklimatologische W irkgefüge berücksichtigt und nachhaltig sichert. Dabei ist zu beachten, dass Nat urschutz und Grünanlagen keine Gegensätze darstellen, sondern vielfältig miteinander zu kombinieren sind. Ein nicht zu vernachlässigender Vorteil des Areals besteht in der schon vorhandenen Infrastruktur (Wege, Gastronomie) wie auch in der h ohen Attraktivität durch die fußläufige Nähe zu Innenstadt, Botanischem Garten, Zoo, Pferdemuseum, Naturkundemuseum und Freilichtmuseum. Die Ausrichtung einer Landesgartenschau 2 in der anvisierten Umgebung ermöglicht einen eindru cksvollen Blick auf die Stadtsilhouette und stellt ein immenses Marketingpo tential dar. Die Kombination des zentralen Teils der Landesgartenschau mit dezentral en Bereichen in Münsters Stadtgebiet ist möglich und aus städtebaulicher Sic ht wie auch aufgrund der Zielkonzeptionen einer Landesgartenschau wünschenswert. Über die Durchführung einer Landesgartenschau lasse n sich die finanziellen Rahmenbedingungen zur Verwirklichung der städtebaul ichen Ziele gewährleisten, die im Sinne der öffentlichen Ausschreibung für Lan desgartenschauen in Nordrhein- Westfalen in den Jahren 2008 bis 2017 auf Basis des Runderlasses des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verb raucherschutz – II 5-2303.2.7- beantragt werden können. Die Bewerbung muss bis zum 01.03.2007 erfolgt sein. Die langfristige Planung einer Landesgartenschau Mü nster im Jahre 2014 bietet zudem die Chance, den Eigenanteil der Stadt Münster – neben den erheblichen finanziellen Mitteln aus der Landeskasse – durch de n Aufbau von Rücklagen ab 2010 zu bilden. Münster rückt in den entsprechenden Fördertöpfen des Landes auf der Prioritätenliste weit nach oben und baut seine Funktion als Oberzentrum des Münsterlandes weiter aus. Wichtig ist: Auch nach einer Landesgartenschau stünde Münster ein attraktives Areal für die Sport- und Kurzzeiterholung, für Natur- und Landschaftsschutzziele sowie anderen Events und Veranstaltungen zur Verfügung. E s böte sich hierfür das Gebiet westlich der Aawiesen und des Aasees als möglicher zentraler Standort einer Landesgartenschau an. Der positive Erfolg bei dem Wettbewerb „Entente Flo rale“ ist hierfür eine gute Basis. Münster kann auf diesem Weg anspruchsvolle städteba uliche Ziele realisieren und sich gleichzeitig als erstrangiges Tourismusziel fü r Erholungssuchende sowie als attraktives Kongressziel weiter profilieren. Auf de r Landesgartenschau bieten sich Flächen für die Realisierung von Theater- und Musik veranstaltungen als ein attraktives Rahmenprogramm an. Die Landesgartenscha u ist auch eine gute Plattform, auf der sich Vereine, Verbände und Organisationen präsentieren können. Es ist hierbei selbstverständlich: Nur mit Hilfe de r Bürgerschaft und namhafter Unternehmen unserer Stadt ist diese Kraftanstrengun g gemeinsam gut zu schaffen, damit Münster eine Landesgartenschau 2014 durchführ en kann und auch in Zukunft die lebenswerteste Stadt der Welt bleibt. Begründung für den Standortvorschlag: 1. Verknüpfung der Münsterländer Parklandschaft zum parkähnlichen Grünflächenmanagement zur grünen Gestaltung der Inn enstadt (Auslauf Aasee) über ein vielgestaltiges Gewässer (Schaffung eines blühenden Entrees); 2. starkes bauliches Interesse am Areal muss in geo rdnete Bahnen gelenkt werden, die bereits definierte Zielkonzeptionen nic ht gefährden (Barrierewirkung für klimatologischen Luftaustausch und Sichtbarrieren durch ungeeignete Bebauung gilt es zu verhindern); 3 3. Unterstützung der Maßnahmen zur Sanierung des Aa sees durch Flächenerwerb landwirtschaftlich genutzter Flächen bzw. dauerhafte Überführung in extensiv genutzte Flächen entlang der Aa; 4. Unterstützung der Ziele des Landschaftsplans Rox eler Riedel durch Gestaltung eines „landschaftstypischen“ Übergangs z u den städtischen Freiflächen; 5. langfristige Aufwertung der Aaseewiesen im Stadt gebiet durch ergänzende parkähnliche Entwicklungen; 6. Synergieeffekte durch Botanischer Garten, Zoo un d Pferdemuseum, Naturkunde- und Freilichtmuseum, Haus Kump und nahe gelegene Hotels; 7. Nutzung der bereits vorhandenen Infrastruktur so wie Neubau der Pflanzengewächshäuser mit späterer Nutzung, beispie lsweise für den Botanischen Garten als Areal für die Hallenschauen (z.B. das grüne Klassenzimmer) während der Landesgartenschau; 8. Schaffung eines attraktiven Areals für Freizeita ktivitäten auch im Sinne des Antrags der SPD-Fraktion auf Schaffung eines Reitwegenetzes für Münster; 9. Erhalt der stadtklimatologisch unabdingbaren „Fr ischluftschneise“ für Münsters Innenstadt (vgl. Kiese-Gutachten aus den 80er Jahren). Die Landesgartenschau Münster 2014 ist eine gute Pe rspektive, um die Lebensqualität in der Stadt weiter zu verbessern so wie positive Signale für den Tourismus und die wirtschaftliche Zukunft Münsters zu geben. Holger Wigger Marianne Hopmann Karsten Rahn Wolfgang Heuer Ralf Hubert Udo Reiter Alexander Bercht Dr. Michael Jung Moritz von Sch meling Anika Bergner Marianne Koch Anne Schulze Wintzle r Philipp Gabriel Gaby Kubig-Steltig Joachim Tonn Beanka Ganser Kurt Pölling Beate Vilhjalmsson Anne Hakenes
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Münzstraße 15
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Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0033/2006
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 16.08.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37