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2016/0359

Umgestaltung Frankfurter Straße Bereich Hauptzugang Merck

Magistratsvorlage 26.08.2016

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2016/0359

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2016/0359

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
26.08.2016 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
 
Amt: Straßenverkehrs - 
und Tiefbauamt   OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2016/0359 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 541010 
Kostenstelle:  066-100-1000 Investitionsnummer:  170066-6303 
Kostenträger:  5410-11 Sachkonto: 0952010 
 
Betreff: Umgestaltung Frankfurter Straße Bereich Hauptzugang Merck  
 
Vorlage vom: 26.08.2016  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Der straßenbautec hnischen Erschließung der Baumaßnahme „Frankfurter Straße 250, 
Bereich Hauptzugang Merck“ wird auf der Basis der beiliegenden Planunterlagen 
zugestimmt. 
2. Die Kosten für die Planung und den Bau der Maßnahme „Frankfurter Straße 205, Bereich 
Hauptzugang Merck“  werden von der Merck KGaA übernommen. Nach 
Magistratsbeschluss kann mit der Erstellung des Bau - und Finanzierungsvertrags 
begonnen werden.  
3. Der Durchführung einer ökologischen Baubegleitung wird zugestimmt. Sollten bei der 
ökologischen Baubegleitung vom Ba umsachverständigen festgestellt werden, dass auf 
Grund der Baumaßnahmen keine ausreichende Standsicherheit einzelner Bäume mehr 
gegeben ist, wird einer Fällung zugestimmt. Die Kosten für die ökologische Baubegleitung 
und für optimale Fällung werden durch d ie Merck KGaA getragen.  
 
Nach Magistratsbeschluss kann mit den Arbeiten begonnen werden.

- 2 - 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
 
Begründung zur Ma gistratsvorlage vom 19 . August 2016 
 
Historie / Beteiligung / Parallele Verfahren  
Der Anlass und Inhalt der Umgestaltung der Frankfurter Straße 250 im Bereich des 
Hauptzuganges der Merck KGaA wurde bereits ausführlich in der Magistratsvorlage 
2015/0478 vom 02.11.2015 dargestellt. Aufbauend darauf wurde der von der 
Stadtverordnetenversam mlung vorgelegte Fragenkatalog zur Magistratsvorlage 2015/0478 
mit der Magistrats vorlage 2016/0235 vom 07.07.2016 ausführlich beantwort et. Neben 
Fragestellungen zur Planung der Frankfurter Straße 250 im Bereich des Hauptzuganges der 
Merck KGaA selbst wurden hier auch Fragen zu den angrenzenden Netzabschnitten der 
Frankfurter Straße berücksic htigt und beantwortet (u.a. Knotenpunkt Martin -Luther-King-
Ring, Nordbahnhof, Maulbeerallee und Virchowstraße). Darüber hinaus wurden in der 
Vorplanung die sicherheitsrelevanten A spekte der Planung durch einen unabhängigen 
Gutachter im Zuge eines Sicherheitsaudits übergeprüft.  
Für die weitere Fortschrei bung der Planung wurde neben den Prüfaufträgen der 
Stadtverordnetenversammlung auch den Fragenstellungen aus der Bürgerschaft 
nachgegangen. Hierzu hat es umfangreiche Beteiligungsformate gegeben. Nach dem ersten 
Bürgergespräch im „Löwen“ wurden alle Aspekt e, Argumente und die Ergebnisse der 
Prüfaufträge in einem zwe iten Bürgergespräch am 9. Juni 2016 vorgestellt und erläutert.  
Parallel zur Planung der Frankfurter Straße wird aktuell der Bebauungsplan A  17.2 in einem 
separaten Verfahren bearbeitet. Eine Diff erenzierung der Straßenverkehrsfläche nach 
Nutzergruppen ist nicht Gegenstand des Bebauungsplanverfahrens und steht somit in 
keinem direkten inhaltlichen Zusammenhang zu den Umgestaltungsplanungen in der 
Frankfurter Straße. Da die öffentlichen Verkehrsfläc hen (Fahrbahn inkl. der Geh - und 
Radwege) mit dem Bestand deckungsgleich sind, ergeben sich aus dem Bebauungsplan 
keine Konsequenzen für die Planung.  
Für die neue Haltestelle „Merck“ wurden die Planfeststellungsunterlagen beim RP Darmstadt 
von der Heag mob ilo eingereicht. Die Planung der Haltestellen wurde intensiv mit der Stadt 
abgestimmt. Der beplante Bereich wird im Lageplan (Anlage 2, Plan Nr. 1) nachrichtlich 
dargestellt. Schnittstellen mit der hier dargestellten Straßenplanung wurden berücksichtigt.  
Planung der Frankfurter Straße 250, Bereich Hauptzugang Merck / Barrierefreiheit  
In enger Abstimmung mit den städtischen Ämtern wurde eine Entwurfsplanung für die 
Frankfurter Straße auf Basis der bereits vorgestellten Vorplanung (vgl. MV 2015/0478) 
entwickelt, die eng mit den angrenzenden Planungen und Vorhaben verzahnt ist und die die 
entwurfstechnische Machbarkeit (vgl. MV 2016/02359) des Gestaltungskonzeptes für die 
Frankfurter Straße nachgewiesen hat.  
Der zentrale Abschnitt der Frankfurter Straße 250 im Bereich des Hauptzugangs der Merck 
KGaA soll zukünftig für alle Verkehrsteilnehmer adäquat ausgebaut werden sowie 
städtebaulich und gestalterisch hohen Ansprüchen genügen. Verkehrlich zielt die Planung auf 
eine Erhöhung der Verkehrssicherheit für alle Verk ehrsteilnehmer ab, ohne dabei den 
flüssigen Verkehrsablauf zu gefährden. Die Pl anung umfasst den Um - und Neubau von 
Fahrbahn, Geh - und Radwegen, die Herstellung der Straßenentwässerung und die 
erforderlichen Anpassu ngen der Nebenanlagen und sonstigen Einri chtungen einschließlich 
aller maßnahmenbedin gten Verlegungen von Ver - und Entsorgungsleitungen.

- 4 - 
Im Wesentlichen sind die folgenden charakteristischen Gestaltungselemente zu nennen  
(vgl Anlage 2, Blatt Nr. 1 und Anlage 5, Blatt 1 -3): 
 Reduzierung von 4 auf 2 durchgehende Kfz -Fahrstreifen (1 pro Richtung) zuzüglich Ein - 
und Abbiegefahrstreifen im Einmündungsbereich  
 Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h zur besseren Verträglich keit des Kfz-
Verkehrs mit querenden Fußgängern und Radfahrern  
 Anordnung von Mitt elauftritten (Inseln) zur Querung der Fahr bahn 
 Überfahrbarkeit der Mittelauftritte auf der gesamten Länge für den Kfz -Verkehr bei 
Verkehrsstörungen und Wartungen  
 Herstellung von gesicherten Querungsstellen über die Straßenbahntrasse (Rot -dunkel-
Schaltung) 
 Anrampung der Fahrstreifen im Platzbereich (Niveauanhebung zur 
Geschwindigkeit sdämpfung) 
 Aufweitung der Seitenräume und Ausweisung als gemeinsamer Geh - und Zweirichtungs -
Radweg zur Erhöhung der Verkehrsqualität  
 Berücksichtigung der Anforderungen mobilit ätseingeschränkter Verkehrteilnehmer  
Im Bereich der Frankfurter Straße 250 werden insgesamt neun Grüninseln mit erhöhten 
Borden eingefasst und mit einer Bewässerungsanlage ausgestattet (vgl. Anlage 2, Blatt Nr. 1, 
dunkelgrüne Schraffur).  
Um allen Verkehrs teilnehmenden im Bereich der Frankfurter Straße 250, Bereich 
Hauptzugang Merck, die unterschiedlichen funktionalen Flächen kenntlich zu machen, 
werden diese gestalterisch von einander abgegrenzt. Die Grenze zwischen öffentlichem Raum 
und den daran anschließenden privaten Flächen der Merck KGaA wird auf beiden Seiten 
ebenfalls durch einen Materialwechsel deutlich gemacht.  
Sowohl zur Lage der taktilen Elemente als auch zu den geplanten Materialqualitäten haben 
bereits Abstimmungen zwischen den städtischen Äm tern und dem Behinderten beauftragten 
der Stadt Darmstadt und der Merk KGaA stattgefunden. Das Vorhaben wird auch im weiteren 
Verfahren mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt Darmstadt abgestimmt.  
Straßenbau / Oberbau / Entwässerung / Baudurchführung  
Der Oberbau wird nach den Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von 
Verkehrsflächen (RStO 12) bemessen. Der Deckenaufbau der Fahrbahn ist der 
Belastungsklasse 10 zugeordnet. Der vorhandene Straßenunterbau ist in die 
Frostempfindlichkeitsklasse F 2 nach ZTV-StB-2009 einzustufen. Im Zuge des Neubaus wird 
die Oberflächenentwässerung neu geordnet. Das Oberflächen wasser wird über 
Straßenabläufe und Kastenrinnen gesammelt und an den neuen Mischwasserkanal der Stadt 
Darmstadt angeschlossen.  
Die Durchführung der Baumaßnahme soll unter Verkehr erfolgen. Die Verkehrsführung ist mit 
der Stadt Darmstadt, Untere Verkehrsbehörde, abzustimmen. Die Bauzeit wird derzeit mit 
rund 10 bis 12 Monaten veranschlagt.  
In Abstimmung mit dem Grünflächenamt ist eine ökologis che Baubegleitung der Ba u-
maßnahme vorgesehen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass der Baumschutz an -
gemessene Beachtung findet, andererseits aber bei Gefährdung der Standsicherheit 
einzelner Bäume und damit der Verkehrss icherheit schnell gehandelt we rden kann. 
Sollte bei der ökologischen Baubegleitung vom Baumsachverständ igen festgestellt werden, 
dass auf Grund der Baumaßnahmen, zum Beispiel nach Auskoff erung der alten Trag -
schichten, im Falle von Wurzelkappungen, der Entfernung von Haltewurzeln oder Ähnlichem 
keine ausreichende Standsicherheit einzelner Bäume mehr g egeben ist, sind die betroffenen

- 5 - 
Bäume sofort zu fällen. Bestehen Zweifel an der Standsicherheit einze lner Bäume, wird die 
Standsicherheit z.B. mittels Zugversuch den Baumsachverständigen ü berprüft. Sollten 
Fällungen erforderlich werden, sind diese in Abstimmung mit dem Grünflächen und dem 
Umweltamt unverzüglich durchzuführen.  
Für alle im Zuge der Baumaßnahme gefällten Bäume sind Ersatzpfl anzungen zu veranl assen, 
wobei auf eine Verbesserung der Standortsituation der neuen Bäume beso nders geachtet 
wird. Hierzu zählen insbesondere die Anlage einer 6 m³ großen Baumgrube incl. Substra t-
austausch für jeden Baum. Die Baumgruben sind gleich im Zuge der Baumaßnahme in 
Abstimmung mit dem Grünflächenam t herzustellen.  
Bau- und Erschließungsvertrag / Kosten / Grundstücksangelegenheiten  
In einem Bau- und Erschließungsvertrag zwischen der Merck KGaA und der Wissenschafts -
stadt Darmstadt wird die Finanzierung, die Kostenübernahme für den Bau und die 
Unterhaltung der Maßnahmen im öffentlichen Raum geregelt.  
Die Baukosten sowie die Kosten für die Freimessung des Baufeldes werden von der Merck 
KGaA übernommen.  
Die Betriebskosten und Instandhaltungskosten der Bewässerung für die Grüninseln werden 
von der Merck KG aA getragen. 
Für die Abfalltechnische Beurteilung wurden im Zuge der Planung Untersuchungen der 
vorhandenen Verkehrsflächen durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass ein Teil der 
Rückbaumassen (Schotter und Auffüllungen) einer Entsorgung gemäß den Vorga ben der 
LAGA zugeführt werden muss.  Die Kosten für die Entsorgung kontaminierter Böden und 
Baustoffe trägt ebenfalls die Merck KGaA. 
Erforderliche Grundstücke für die Baudurchführung werden zwischen der Stadt Darmstadt 
und Merck KGaA getauscht.  
Nach Zustimmung durch den Magistrat kann der Bau - und Erschließungsvertrag zwischen 
der Merck KGaA und der Wissenschaftsstadt Darmstadt abgeschlossen we rden. 
 
Darmstadt, 26.08.2016 
III-66/2S RK-Si 
Nst. 2700 
 
 
Dezernent III     Der Dezernent IV     
In Vertretung          
 
 
 
 
 
Jochen Partsch    André Schellenberg    
Oberbürgermeister    Stadtkämmerer

Beratungsverlauf (5)

TOP 12
TOP 23
TOP 15
TOP 16
TOP 414 beschließend

Orte (4)

  • Frankfurter Straße 250
  • Martin-Luther-King-Ring
  • Maulbeerallee
  • Virchowstraße

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Details

Vorlagen-Nr.
2016/0359
Typ
Magistratsvorlage
Datum
26.08.2016
Erstellt
29.09.2026 00:00