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A-R/0026/2026

Jede Minute zählt – Ersthelfer App und kommunale Reanimationsstrategie

Antrag an den Rat 22.05.2026

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A-R-0026-2026

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A-R-0026-2026

3878 Zeichen

Ratsantrag  
 
Jede Minute zählt – Ersthelfer App und kommunale Reanimationsstrategie 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
 
Die Verwaltung wird dazu aufgefordert, 
 
1. eine Ersthelfer-App zur Alarmierung von Ersthelfern im Falle eines Herz-Kreislauf-
Stillstandes einzuführen; 
2. in enger Zusammenarbeit mit den relevanten Akteuren eine zentrale 
„Koordinationsstelle Reanimation“ zu bilden, um alle Aktivitäten in diesem Bereich zu 
vernetzen; 
3. die Aufklärung der Bevölkerung über Herz-Kreislauf-Stillstand durch Beteiligung an 
nationalen und internationalen Aktionstagen wie „Woche der Wiederbelebung“ und 
„World Restart a Heart Day“ sowie durch Umsetzung der Vorgaben von 
Kultusminister-Konferenz (KMK) und Ministerium für Schule und Bildung des Landes 
NRW (Schulministerium) zum regelmäßigen Training aller Schülerinnen und Schüler 
voranzutreiben; 
4. die Erfassung und Sicherstellung der Nutzbarkeit aller öffentlich zugänglichen 
Defibrillatoren (AED) sowie die Einführung eines AED-Registers, mit dem Ersthelfende 
zum nächstgelegenen AED geführt werden können; 
5. die Teilnahme der Stadt Münster an der „Resuscitation Academy Deutschland“, um 
Optimierungspotentiale zu analysieren und sich mit anderen Kommunen zum Thema 
Herz-Kreislauf-Stillstand zu vernetzen; 
6. die Wirksamkeit der Maßnahmen nach 2 Jahren zu evaluieren und den zuständigen 
Ausschüssen einen Bericht vorzulegen. 
Begründung: 
 
Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Ohne sofortige Hilfe sinkt die 
Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute um etwa 10%. Entscheidend ist deshalb, dass 
Menschen vor Ort schnell handeln, noch bevor der Rettungsdienst eintrifft. 
Digitale Ersthelfer-Systeme alarmieren qualifizierte Helferinnen und Helfer in unmittelbarer 
Nähe und können so Leben retten. Viele Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen setzen 
Antrag an den Rat Nr. A-R/0026/2026

bereits auf solche Systeme oder bereiten ihre Einführung vor. Münster sollte hier nicht die 
Ausnahme bleiben. 
Gleichzeitig braucht es eine bessere Vernetzung der bestehenden Aktivitäten: 
Hilfsorganisationen, Krankenhäuser, Schulen und Verwaltung leisten bereits wichtige Beiträge, 
bislang jedoch ohne zentrale Koordination. Eine kommunale Reanimationsstrategie kann diese 
Maßnahmen bündeln, sichtbarer machen und dadurch ihre Wirkung deutlich erhöhen. 
Auch die Bevölkerung muss stärker eingebunden werden. Wiederbelebung ist eine Fähigkeit, 
die Leben retten kann und die deshalb möglichst viele Menschen beherrschen sollten. Gerade 
die Ausbildung und Sensibilisierung junger Menschen an Schulen ist dafür ein wichtiger Schritt. 
Ebenso wichtig ist die schnelle Verfügbarkeit von Defibrillatoren. Öffentlich zugängliche 
Defibrillatoren müssen leicht auffindbar und digital erfassbar sein, damit Ersthelfende im 
Notfall unmittelbar zum nächstgelegenen Gerät geführt werden können. 
Verwiesen wird auch auf die Handlungsempfehlungen der Gesundheitskonferenz Münster 
(V/0163/2026) sowie auf die kürzlich vom Bund beschlossene Notfallreform, die am 
22.04.2026 vom Bundeskabinett beschlossen wurde und die Ersthelfer-Apps als neuen 
Standard definiert. Das Land Nordrhein-Westfalen, das Universitätsklinikum Münster (insbes. 
die die Stabsstelle „Vernetzte Medizin“) sowie weitere relevante Akteure in Münster 
unterstützen die Einführung einer Ersthelfer-App ausdrücklich und haben bereits technische 
sowie organisatorische Unterstützung signalisiert.  
Münster, 18. Mai 2026 
 
gez. 
Stefan Weber 
Mathias Kersting 
Carmen Greefrath 
Angela Stähler  
Marcus Bielefeld 
Olaf Bloch 
Andreas Bracht 
 
 
Meik Bruns 
Dr. Dietmar Erber 
Walter von Göwels 
Alf Rüdiger Kaßenbrock 
Stefan Leschniok 
Babette Lichtenstein van Lengerich 
Jutta Malik 
 
 
Martin Peitzmeier 
Dr. Britta Riederer Freifrau 
von Paar 
Carolin Schwarz 
Jolanta Vogelberg 
Thomas Werth 
Peter Wolfgarten

Beratungsverlauf (1)

01.07.2026 Rat
TOP 37.2 Antrag

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-R/0026/2026
Typ
Antrag an den Rat
Datum
22.05.2026
Erstellt
21.05.2026 17:19