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1035/2025

Beantwortung einer mündlichen Anfrage von Mai Grundmann (SCHLAU Köln e.V.) aus der Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik vom 20.02.2025

Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.) 24.04.2025

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Nächste Beratung: Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik, Sitzung am 23.05.2025, TOP 2.1

Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

3967 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/4520 
 
Vorlagen-Nummer 24.04.2025 
 1035/2025 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 08.05.2025 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 12.05.2025 
Jugendhilfeausschuss 20.05.2025 
Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik 23.05.2025 
 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage von Mai Grundmann (SCHLAU Köln e.V.) aus 
der Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik vom 20.02.2025 
1. Wie hoch ist die Anzahl der erfassten rechtsextremen Vorfälle an Kölner Schulen, 
und wie ist deren Entwicklung über die letzten Jahre?  
Das NS-Dokumentationszentrum verfügt nicht über die Ressourcen, um rechtsextreme Vor-
fälle an Kölner Schulen systematisch zu erfassen. Insofern gibt es keine belastbare Erhebung, 
die eine zahlenbasierte Aussage zulassen würde. Gleichwohl lässt sich durch Anfragen an 
4520 (bspw. im Rahmen von Buchungen von Workshops) erkennen, dass Lehrkräfte vermehrt 
von extrem rechten Vorfällen berichten. Dies betrifft insbesondere rassistische Aussagen im 
unterrichtlichen Geschehen sowie Vorfälle auf Social Media (bspw. „Witze“ bzw. Memes, die 
die NS-Verbrechen verherrlichen oder diese relativieren). 
 
2. Gibt es für Schüler*innen und Eltern eine Möglichkeit, rechtsextreme Vorfälle bei ei-
ner externen Stelle zu melden und so auf rechtsextremes Verhalten von Lehrkräften 
hinzuweisen? 
Am 17.04.2025 sind vier von der NRW-Landesregierung finanzierte Meldestellen mit ei-
nem gemeinsamen Meldeportal online gegangen (https://diskriminierung-melden.nrw/). 
Damit können Betroffene erlebte und beobachtete Fälle melden in den Bereichen: 
 Antiziganismus (Hass gegen Sinti und Roma) 
 Muslimfeindlichkeit 
 Hass gegen queere Menschen (beispielsweise Schwule, Lesben, Transpersonen) 
 Anti-Schwarze, antiasiatische und weitere Formen von Rassismus. 
 
Antisemitische Vorfälle in Köln können bei der Meldestelle im NS-DOK gemeldet werden un-
ter: https://antisemitismus-melden.koeln/, auch rechtsextreme Fälle an Kölner Schulen. Für 
Schüler*innen steht zudem die Beratungsstelle BANDAS (https://www.bandas-awo-mittel-
rhein.de/) zur Verfügung. 
 
Darüber hinaus verfügt Köln über unterschiedliche Antidiskriminierungsberatungsstellen, an 
die sich Betroffene von Diskriminierung wenden können. Zu nennen sind hier insbesondere 
das Antidiskriminierungsbüro von Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V. und Antidiskriminierungs-
büro & Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit im Caritasverband.

2 
 
  
3. Wie hoch ist die Anzahl queerfeindlicher, antisemitischer und rassistischer Vorfälle 
an Kölner Schulen? 
Von der Meldestelle Antisemitismus wurden 2024 im Kölner Stadtgebiet insgesamt 229 anti-
semitische Vorfälle erfasst. 172 Fälle (ca. 75%) wurden der Kategorie „verletzendes Verhal-
ten“ zugeordnet, darunter sind auch Vorfälle im Kontext Schule oder Arbeitsplatz. Für 2024 
wurden sieben Vorfälle an Schulen gemeldet. In einem Fall handelte es sich um eine Grund-
schule. 2023 waren es sechs und in 2022 acht Meldungen. Die Datenlage in diesem Teilbe-
reich lässt also keine belastbaren Rückschlüsse darüber zu, ob „das Problem wächst“ oder 
nicht. Die Erfahrungen der Meldestelle zeigen, dass hier von einem hohen Dunkelfeld ausge-
gangen werden muss.  
 
In Bezug auf queerfeindliche und rassistische Vorfälle kann die Stadt Köln keine Aussagen 
treffen; diese Fälle werden nicht erhoben. Hier sei auf BANDAS verwiesen, die für den ge-
samten Regierungsbezirk Köln zuständig ist. Die Zahlen sind daher nicht repräsentativ für 
Köln. Im Jahresbericht der Antidiskriminierungsberatung der Freien Wohlfahrtspflege NRW 
2023 wird aufgeführt, dass in Nordrhein-Westfalen 23,0 Prozent aller Antidiskriminierungsbe-
ratungsfälle im Bereich Bildung stattfanden und davon 70,2 Prozent an Schulen. Eine kleintei-
ligere Aussage über die Arten der Diskriminierung an Schulen ist nicht möglich.  
 
Gez. Charles

Beratungsverlauf (4)

08.05.2025 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 2.3.6 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
12.05.2025 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 1.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
20.05.2025 Jugendhilfeausschuss
TOP 8.5.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
23.05.2025 Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik
TOP 2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1035/2025
Typ
Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
Datum
24.04.2025
Erstellt
08.04.2025 09:04