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SV-2026/0054

Antrag Fraktionen CDU, SPD und UFFBASSE vom 07.08.2026 Pilotprojekt HydroSKIN - innovative Fassadenkühlung in Darmstadt erproben

Antrag 07.08.2026

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SV-2026/0054

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SV-2026/0054

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Vorlage-Nr. SV-2026/0054 
 
 
Antrag Fraktion UFFBASSE vom 07.08.2026 
Pilotprojekt HydroSKIN - innovative Fassadenkühlung in Darmstadt erproben 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Darmstadt, 07.08.2026 
 
Antrag: Pilotprojekt HydroSKIN – innovative Fassadenkühlung in Darmstadt erproben 
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: 
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: 
Der Magistrat wird gebeten zu prüfen, 
1. welches Gebäude in Darmstadt für die Erprobung des an der TU Darmstadt 
entwickelten Fassadenkühlsystems „HydroSKIN“ im Rahmen eines Pilot- bzw. 
Demonstrationsprojekts geeignet ist, 
2. unter welchen technischen, baulichen, finanziellen und organisatorischen 
Voraussetzungen ein solches Pilotprojekt gemeinsam mit der TU Darmstadt umgesetzt 
und wissenschaftlich begleitet werden kann, 
3. welche Fördermöglichkeiten für die Umsetzung eines solchen Projekts in Anspruch 
genommen werden können. 
Dabei sollen insbesondere Gebäude bzw. Standorte berücksichtigt werden, an denen sowohl 
die Kühlwirkung auf das Gebäude als auch mögliche positive Auswirkungen auf das 
unmittelbare städtische Umfeld untersucht werden können. 
Als mögliche Standorte sollen unter anderem das darmstadtium, das Luisencenter sowie ein 
geeigneter Gebäudeteil des Klinikums Darmstadt in die Prüfung einbezogen werden. Bei nicht 
in städtischem Eigentum befindlichen Gebäuden soll hierzu das Gespräch mit dem jeweiligen 
Eigentümer bzw. Betreiber gesucht und deren Interesse an einer Beteiligung an dem 
Pilotprojekt geprüft werden. 
Über das Ergebnis der Prüfung und die möglichen weiteren Schritte ist der 
Stadtverordnetenversammlung zu berichten. 
Begründung: 
Hitzeperioden mit tropischen Nächten und Tagestemperaturen von mehr als 35 Grad stellen 
Städte vor immer größere Herausforderungen. Maßnahmen zur Klimaanpassung und 
insbesondere zum Hitzeschutz gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung.  
Konventionelle Klimageräte können Innenräume wirksam kühlen, benötigen jedo ch erhebliche 
Mengen an Energie und geben gleichzeitig Abwärme an ihre Umgebung ab. Gerade in dicht 
bebauten urbanen Räumen kann dies die sommerliche Aufheizung zusätzlich verstärken. Ein 
steigender Strombedarf für Gebäudekühlung kann darüber hinaus die Energieversorgung in 
Hitzeperioden erheblich belasten. 
Vorrangig sollten deshalb möglichst energiearme Maßnahmen zur Kühlung von Gebäuden und 
Stadträumen genutzt und weiterentwickelt werden. Dazu gehören unter anderem Verschattung,

2 
Entsiegelung und Begrünung, Wasserflächen sowie bauliche Maßnahmen wie Wärmedämmung 
und eine klimaangepasste Gestaltung von Gebäuden. 
Einen innovativen Ansatz verfolgt das von der Darmstädter Architekturprofessorin Christina 
Eisenbarth entwickelte Fassadensystem „HydroSKIN“, das am 29. Juni 2026 im Darmstädter 
Echo vorgestellt wurde. 
Das textile Fassadenmodul kann Regenwasser aufnehmen und speichern. Bei Trockenheit und 
hohen Temperaturen wird das gespeicherte Wasser in einen mehrlagigen Textil- und 
Folienaufbau geleitet. Durch die große Oberfläche entsteht Verdunstungskälte. Dadurch kann 
die dahinterliegende Fassade gekühlt und zugleich die Wärmeabstrahlung des Gebäudes in den 
umgebenden Stadtraum reduziert werden. 
Für die weitere Erprobung des Systems wird derzeit ein geeignetes Demonstrationsgebäude in 
Darmstadt gesucht. Besonders interessant können dabei unterschiedliche Gebäudetypen und 
städtebauliche Situationen sein. 
Das darmstadtium befindet sich in einem stark hitzebelasteten Bereich der Innenstadt und 
bietet die Möglichkeit, die Wirkung eines solchen Systems an einem exponierten Gebäude zu 
untersuchen. 
Das Luisencenter bietet insbesondere mit seiner Fassade zum Luisenplatz die Möglichkeit, 
neben den Auswirkungen auf das Gebäude auch mögliche Effekte auf einen stark frequentie rten 
und hitzebelasteten innerstädtischen Platz zu untersuchen. Da sich das Luisencenter nicht in 
städtischem Eigentum befindet, wäre hierfür die Bereitschaft der Eigentümer bzw. Betreiber zu 
einer Beteiligung an einem Pilotprojekt erforderlich. Im Rahmen der Prüfung sollte daher auch 
ausgelotet werden, ob grundsätzlich Interesse an einer gemeinsamen Umsetzung mit der Stadt 
und der TU Darmstadt besteht. 
Auch ein geeigneter Gebäudeteil des Klinikums Darmstadt könnte aufgrund der besonderen 
Anforderungen an den sommerlichen Hitzeschutz ein interessanter Erprobungsstandort sein.  
Als Wissenschaftsstadt und Standort einer international renommierten Technischen Universität 
sollte Darmstadt innovative Lösungen zur Klimaanpassung nicht nur erforschen, sondern nach 
Möglichkeit auch vor Ort erproben. 
Ein gemeinsam mit der TU Darmstadt realisiertes Pilotprojekt könnte wichtige Erkenntnisse 
über die praktische Anwendbarkeit und Wirksamkeit einer energiearmen Fassadenkühlung 
liefern und zugleich ein sichtbares Beispiel dafür setzen, wie Wissenschaft, Stadtentwicklung 
und Klimaanpassung miteinander verbunden werden können. 
 
Wir bitten um wohlwollende Prüfung unseres Antrags. Vielen Dank.

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Details

Vorlagen-Nr.
SV-2026/0054
Typ
Antrag
Datum
07.08.2026
Erstellt
29.09.2026 00:00