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Erziehung und Unterricht in Köln

Mitteilung Ausschuss 3425/2020 vom 03.12.2020

Stand: Am 04.03.2021 im Ausschuss Klima, Umwelt und Grün endgültig zurückgezogen.

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    Pegel Köln 5/2020 Erziehung und Unterricht in Köln Beschäftigungsentwicklung im Regionalvergleich 2010 bis 2019 Pegel Köln – 5/2020 Erziehung und Unterricht in Köln– Beschäftigungsentwicklung im Regionalvergleich 2010 bis 2019 Seite 2 Zusammenfassung In Folge des Bevölkerungswachstums wächst auch die Branche Erziehung und Unterricht: Ihre Beschäftigtenzahl ist zwischen 2010 und 2019 um mehr als ein Drittel gestiegen. Mit rund 26 000 Beschäftigten war 2019 etwa jede(r) Zwanzigste in dieser Dienstleistungsbranche tätig. Und die Beschäftigung wird hier auch in Zukunft weiter steigen. Bis Ende 2020 ist die Schaffung von 1 000 zusätzlichen Kinderbetreuungsplätzen geplant. Spätestens bis 2025/2026 soll die Versorgungsquote bei der Kinderbetreuung von 50 Prozent im U3- und annähernd 100 Prozent im Ü3-Bereich erreicht sein. Die Schülerzahlen werden kurz- bis mittelfristig weiter steigen. Zudem werden sich auch die Studierendenzahlen an den bestehenden Kölner Hochschulen langfristig auf hohem Niveau stabilisieren. Vor allem im Bereich der Kindertagesstätten, der Hochschulen und der Weiterbildungseinrichtungen gab es seit 2010 die höchsten Beschäftigungszuwächse: Bei Kindertagesstätten und Vorschulen stieg die Zahl der Arbeitsplätze um rund die Hälfte (+2 700, +50%). Mit 92 Prozent liegt hier auch der größte Frauenanteil sowie der höchste Anteil an hochqualifizierten Frauen mit akademischem Abschluss (80%). Mit einem Zuwachs von rund 1 900 Arbeitsplätzen (+27%) verzeichneten die Universitäten, Fachhochschulen, Berufs- und Fachakademien die zweithöchste absolute Beschäftigungszunahme. In diesem Bereich arbeiten mit einem Anteil von 71 Prozent erwartungsgemäß ebenfalls viele Menschen mit einem akademischen Berufs- abschluss, wobei hochqualifizierte Frauen (22%) gegenüber Männern (72%) weit unterrepräsentiert sind und mit mehr als die Hälfte der Beschäftigten (56%) in Teilzeit die höchste Teilzeit-Quote innerhalb der Branche Erziehung und Unterricht erreicht wird. Absolut und relativ ist die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich der Weiterbildung ebenfalls stark gewachsen, wobei 1 700 neue Arbeitsplätze entstanden sind (+71%). Hier belegt Köln im Regionalvergleich den ersten Platz. Was die Qualität der Ausstattung im Bildungsbereich betrifft: Besonders in der Corona-Krise werden Defizite bei der Digitalisierung insbesondere durch die unzureichende Ausstattung mit Hard- und Software sichtbar. Problematisch ist in diesem Zusammenhang die Bildungsungerechtigkeit: Schülerinnen und Schüler der ausbildungsfernen Schichten verfügen häufig nicht über die technische Ausstattung zur gleichberechtigten Teilnahme am digitalen Unterricht (e-learning). Pegel Köln – 5/2020 Erziehung und Unterricht in Köln– Beschäftigungsentwicklung im Regionalvergleich 2010 bis 2019 Seite 3 Bedeutung der Branche Erziehung und Unterricht für den Standort Köln Die Branche „Erziehung und Unterricht“ umfasst mit rund 26 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Köln 2019 sowohl das öffentliche als auch das private Bildungswesen von der Kindertagesstätte über Schulen und Hochschulen bis hin zu Weiterbildungseinrichtungen. Wie sich hier die Beschäftigtenzahlen innerhalb der einzelnen Teilbereiche in den rund letzten zehn Jahren entwickelt haben und wie dort die Beschäftigung strukturiert ist, ist Inhalt dieser Publikation. Köln ist in dieser Branche gut aufgestellt und bietet attraktive Bildungsmöglichkeiten für seine Bevölkerung und ebenso für Unternehmen, die sich hier ansiedeln möchten. Ausschlaggebend für die Standortentscheidung eines Unternehmens sind auch die sogenannten „weichen Standortfaktoren“: Dabei sind Kinderbetreuungs- möglichkeiten oder die Schul- und Hochschulausbildung für den Nachwuchs der Mitarbeitenden ebenso wichtig, wie die Möglichkeit der Unternehmen, qualifizierte Arbeitskräfte direkt am Standort zu rekrutieren. Bevölkerung wächst in den relevanten Altersgruppen Insbesondere seit 2010 verzeichnet Köln durch Zuwanderung und Geburtenplus ein stetiges Bevölkerungswachstum: Ende 2019 lag die Zahl der wohnberechtigten Personen (Haupt- oder Nebenwohnsitz) bei 1 091 819.1 Damit erhöhte sie sich im Vergleich zu 2010 um 64 000 Personen beziehungsweise um 6,3 Prozent. Die für den Bereich der Kinderbetreuung relevante Altersgruppe der jungen Einwohner von einem bis zu sechs Jahren erhöhte sich dabei um rund 9 100 (+16,4%) und die für weiterführenden Schulen relevante Altersgruppe der Personen von 6 bis 18 Jahren stieg um 8 100 (+7,9%). Für den Hochschulbereich ist die relevante Altersgruppe 18-24 Jahre dagegen moderater gewachsen (+3 900 oder +4,4%). Die Einwohner- zuwächse in den für den Bereich Erziehung und Unterricht relevanten Altersgruppen erfordern eine entsprechende, ausbaufähige und qualitativ hochwertige Bildungsinfrastruktur. Aufgrund des guten Rufs Kölner Hochschulen kommen dann wieder mehr Studierende nach Köln, die nicht unbedingt in Köln gemeldet sein müssen und aus dem näheren Umland einpendeln. Mit dem Bevölkerungswachstum wächst auch die Erziehungs- und Bildungsbranche In Köln gab es 2019 insgesamt rund 46 000 Betreuungsplätze in Kindertagesstätten und in der Tagespflege, davon rund ein Drittel für Kinder unter drei Jahren. Seit 20122 wurde in Köln das Angebot an Betreuungsplätzen erheblich ausgebaut und die Versorgungsquote im Ganztagsbereich gesteigert: Insgesamt stieg seitdem die Zahl der Kinderbetreuungsplätze um rund 10 000 (+27%) und die Versorgungsquote erhöhte sich in den Bereichen Kinderbetreuung unter drei Jahren in Kindertagesstätten und in der Tagespflege von 32 auf 42 Prozent sowie in der Betreuung von Kindern von drei bis sechs Jahren in Kindertagesstätten von 90 auf 95 Prozent.3 Auch wenn ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren besteht, sind oftmals nicht genügend Kapazitäten in entsprechenden Kindertagesstätten vorhanden, so dass die Inanspruchnahme der individuellen Tagespflege in letzter Zeit zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Insgesamt gingen 2019 rund 108 500 Kölner Schülerinnen und Schüler in 270 allgemeinbildende Schulen (Grundschulen, Haupt- und Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen), wobei die Schülerzahl seit 2010 insgesamt um vier Prozent nur leicht gestiegen ist. Während die Zahl der Schüler bei den klassischen Schulformen mit unterem Bildungsabschluss seit 2010 zurückgegangen ist (Hauptschulen: -37%), sind die Schülerzahlen bei den mittleren und höheren Bildungsabschlüssen entweder gleich geblieben (Gymnasien: +2% und Realschule: -2%) oder haben sich zum Teil deutlich erhöht (Gesamtschulen: +37%). 1 Einwohnerentwicklung 2019: Leichtes Wachstum in Köln - Geburtenplus übertrifft Wanderungsgewinne; Siehe auch unter: https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/bevoelkerung-und-haushalte, aufgerufen am 12.08.2020 2 Zahlen für die Kinderbetreuung in der Tagespflege liegen erst seit 2012 vor. Daher bezieht sich die Entwicklung der Plätze für die gesamte Kinderbetreuung auf den Zeitraum 2012-2019 3 Landesbetrieb Information und Technik IT.NRW – Statistiken zu Kinderbetreuung, allgemeinbildenden sowie weiterführenden Schulen (Berufs(fach-)schulen und (Fach-)Hochschulen) Pegel Köln – 5/2020 Erziehung und Unterricht in Köln– Beschäftigungsentwicklung im Regionalvergleich 2010 bis 2019 Seite 4 Mit 106 000 Studierenden an Kölner Hochschulen ist Köln hinter Berlin und München die drittgrößte Studierendenstadt in Deutschland4 und ein bedeutender Wissenschaftsstandort. Die Universität zu Köln war 2019 mit rund 51 000 Studierenden eine der größten Universitäten Deutschlands5. Hinzu kommen die größte staatliche und die größte private Fachhochschule, zwei Kunsthochschulen sowie weitere staatlich anerkannte Hochschulen: Die Technische Universität Köln (20 000 Studierende), die private Rheinische Fachhochschule Köln (6 100 Studierende), die Deutsche Sporthochschule Köln als größte europäische Sporthochschule (5 200 Studierende), die Hochschule für Polizei und Verwaltung NRW (2 700 Studierende) und die Katholische Fachhochschule Köln (2 000 Studierende). Seit 2010 ist die Zahl der Studierenden in Köln insgesamt um 39 Prozent gestiegen: Überdurchschnittliche Zuwächse verzeichneten hierbei die Katholische Fachhochschule Köln (+80%) und die Fachhochschule für Polizei und Verwaltung NRW (+59%). Dagegen stieg die Zahl der Studierenden an der Universität zu Köln (+26%) und der Deutschen Sporthochschule (+13%) nur unterdurchschnittlich, absolut betrachtet jedoch aufgrund ihrer Größe am stärksten. Zudem besuchten 2019 rund 41 000 Schüler und Auszubildende eine der 27 Kölner Berufs- und Berufsfachschulen. Dies entspricht gegenüber 2010 einem Rückgang um rund 5 000 Berufs(fach-)schüler/-innen oder 11 Prozent. Im dualen Bildungssystem verringerte sich die Zahl der Auszubildenden, die eine Berufsschule besuchen, im Vergleichszeitraum um 4 300 auf 26 400 (-14%). Im Rahmen von Weiterbildungsmaßnahmen gab es 2019 rund 90 000 Kursteilnehmer/innen an der Kölner Volkshochschule VHS, eine Zunahme um 11 500 Personen oder 15 Prozent gegenüber 2010.6 Dieser Zuwachs ist auch auf den Trend des „lebenslangen Lernens“, dem immer mehr auch Personen aus älteren Alterskohorten folgen, zurückzuführen. Positive Wachstumsperspektiven im Kölner Erziehungs- und Bildungssektor Zusammen genommen haben die Ausweitung der Kinderbetreuung sowie steigende Schüler/innen- und Studierendenzahlen im Branchenkomplex Erziehung und Unterricht in den letzten rund zehn Jahren erhebliche positive Beschäftigungseffekte ausgelöst: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Bereich Erziehung und Unterricht ist um mehr als ein Drittel auf mehr als 26 000 Beschäftigte deutlich angestiegen und sie wird in Zukunft weiter zunehmen. Nach der aktuellen städtischen Bevölkerungsprognose wird die Gesamtbevölkerung in Köln auf voraussichtlich 1,15 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner in 2040 moderat steigen. Gegenüber 2017, dem Ausgangsjahr der aktuellen Prognose, entspräche dies einem Zuwachs um rund 70 000. 7 Dabei werden für die in der Branche Erziehung und Unterricht relevanten Bevölkerungsgruppen zum Teil erhebliche Zuwächse erwartet: Die Zahl der Kinder unter 3-Jahren bleibt zwar bis zum Jahr 2040 nahezu stabil. Allerdings ist das größte absolute Wachstum bis zum Jahr 2030 für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II (10 bis unter 18 Jahre) zu erwarten (+8 400). Danach reduziert sich ihre Zahl wieder langsam. Während die Zahl der 18- bis 30-Jährigen bis 2030 konstant bleibt, wird sie allerdings bis 2040 um 5 900 Personen zunehmen. Demnach werden die Kinder- und Schülerzahlen kurz- bis mittelfristig steigen. Langfristig könnten die Schülerzahlen leicht zurückgehen. 4 Studis Online; siehe auch unter: https://www.studis-online.de/Studieren/studentenstatistik.php#studentenstaedte-absolut, aufgerufen am 11.08.2020 5 Kölner Wissenschaftsrunde: Wachstumstreiber Wissenschaft; Siehe auch unter: https://koelner-wissenschaftsrunde.de/wissenschaft- wirtschaftsbericht/, aufgerufen am 23.6.2020 6 Stadt Köln – Amt für Weiterbildung 7 Bevölkerungsprognose für Köln 2018 bis 2040, Siehe auch unter: https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/statistik- einwohner-und-haushalte/bev%C3%B6lkerungsprognose_f%C3%BCr_k%C3%B6ln_2018_bis_2040_- _mit_kleinr%C3%A4umigen_berechnungen_bis_2030_ew_ksn_4_2019.pdf, aufgerufen am 12.8.2020 Pegel Köln – 5/2020 Erziehung und Unterricht in Köln– Beschäftigungsentwicklung im Regionalvergleich 2010 bis 2019 Seite 5 Weiterer Ausbau der Kinderbetreuung und Erhöhung der Versorgungsquote Seit Jahren wird das Angebot an Kita-Plätzen in Köln sukzessive ausgebaut: Für das laufende Jahr 2020 ist die Schaffung von 1 000 zusätzlichen Betreuungsplätzen geplant.8 Mit der Eröffnung neuer Kitas werden am Ende des Kindergartenjahrs 2019/2020 insgesamt 14 700 Plätze für unter 3-jährige Kinder zur Verfügung stehen. Darunter sind 4 000 Plätze in der Kindertagespflege, 200 Plätze in privat-gewerblichen Kitas und 10 500 Plätze in öffentlich geförderten Kitas. Dies entspricht einer Versorgungsquote von 43 Prozent. Gleichzeitig sollen bei den 3- bis 6-jährigen Kindern in öffentlich geförderten sowie privat-gewerblichen Kitas 32 300 Plätze zur Verfügung stehen, wobei die Versorgungsquote 97 Prozent betragen würde. Spätestens zum Jahr 2025/2026 soll die Quote von 50 Prozent im U3- und annähernd 100 Prozent im Ü3-Bereich erreicht sein. Die Erschließung zusätzlicher Standorte ist hierbei maßgeblich. Kölner Schulentwicklungsplanung 2020 – Stabilisierung auf hohem Niveau Neben Erweiterungen bestehender Schulen besteht in Köln ein Bedarf von mindestens 54 neuen Schulen oder Schulgebäuden bis 2030. Die Schulentwicklungsplanung 2020 beziffert den Bedarf auf 30 Grundschulen, weiterhin 21 weiterführenden Schulen, zwei Berufskollegs und eine Förderschule. Um den Schulbau in Köln weiter zu forcieren, plant die Kölner Stadtverwaltung ein konkretes Schulbauprogramm. 9 Attraktivität des Hochschulstandorts führt zu steigenden Studierendenzahlen Köln ist als Studienstandort sehr attraktiv: Öffentliche und private Hochschulen verzeichnen ein Vielfaches an Bewerbungszahlen gegenüber den verfügbaren Studienplätzen. Selbst bei rückläufigen Bewerberzahlen wären die Studierendenzahlen an den bestehenden Hochschulen in Köln langfristig stabil.10 Die allgemeine und bundesweite Entwicklung deutet aber noch einen ganz anderen Trend an: Die wachsende Zahl an Abiturienten sowie die zunehmende Akademisierung von Arbeitsplätzen wird zu einem weiteren Anstieg der Studierenden- zahlen in Deutschland führen. Damit korrespondiert die steigende Anzahl staatlicher oder staatlich anerkannter Hochschulen in Deutschland. Die Zahl der Studienplätze wird nicht nur dauerhaft stabil sein, sondern voraus- sichtlich weiter zunehmen11. Defizite bei der Digitalisierung im Bildungssektor Der aktuelle Bildungsbericht der Bundesregierung „Bildung in Deutschland 2020“ bescheinigt dem deutschen Bildungswesen eine zunehmende Bildungsbeteiligung, den quantitativen Ausbau des Bildungspersonals, kontinuierlich steigende Bildungsausgaben und einen höheren Bildungsstand der Bevölkerung.12 Auch wenn die Branche Erziehung und Unterricht im Gegensatz zu anderen Branchen vergleichsweise wenig von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen ist, werden in der Krise Defizite in der Bildungsinfrastruktur sichtbar. In der andauernden Corona-Pandemie ist digitales Lernen besonderes aktuell. Während der Einsatz digitaler Medien zum informellen Lernen im Alltag selbstverständlich ist, ist dies innerhalb von Bildungseinrichtungen seltener der Fall. Dabei bestehen große Unterschiede zwischen Bildungseinrichtungen und -bereichen: In Hochschulen und bei der Weiterbildung werden digitale Medien weit häufiger genutzt als in Schulen, wo digitale Kompetenzen etwa bei Schülerinnen und Schülern noch ausbaufähig sind. Gerade in der Corona-Krise werden Defizite bei der Digitalisierung im Bildungsbereich deutlich: Die Ausstattung mit Hard- und Software sowie schnellem W-LAN als Grundvoraussetzung für e-learning ist eine Herausforderung, 8 Stadt Köln Pressemitteilung: Köln stellt sein Arbeitsprogramm 2020 vor, Siehe auch unter: https://www.stadt-koeln.de/politik-und- verwaltung/presse/mitteilungen/21343/index.html, aufgerufen am 14.7.2020 9 Schulentwicklungsplanung 2020, Siehe auch unter: https://www.stadt-koeln.de/politik-und- verwaltung/presse/mitteilungen/21538/index.html, aufgerufen am 14.7.2020 10 Kölner Wissenschaftsrunde: Wachstumstreiber Wissenschaft; Siehe auch unter: https://koelner-wissenschaftsrunde.de/wissenschaft- wirtschaftsbericht/, aufgerufen am 15.7.2020 11 Zentrum für Hochschulentwicklung: Modellrechnungen zur Entwicklung der Studienanfängerzahlen bis zum Jahr 2050; Siehe auch un ter: https://www.che.de/wp-content/uploads/upload/CHE_AP_203_Prognose_Studienanfaengerzahlen_bis_2050.pdf, Aufgerufen am 15.7.2020 12 Bildung in Deutschland 2020; Siehe auch unter: https://www.bildungsbericht.de/static_pdfs/bildungsbericht -2020.pdf, aufgerufen am 15.7.2020 Pegel Köln – 5/2020 Erziehung und Unterricht in Köln– Beschäftigungsentwicklung im Regionalvergleich 2010 bis 2019 Seite 6 die pädagogisch sinnvoll eingesetzt werden muss. Beim „DigitalPakt Schule“ sollte daher von Beginn an darauf geachtet werden, dass die Förderung digitaler Infrastrukturen und die Entwicklung pädagogischer Konzepte im Einklang erfolgen. Dabei darf die Bildungsungerechtigkeit nicht verschärft werden: Schülerinnen und Schüler der ausbildungsfernen Schichten, die weniger Unterstützung durch ihre Eltern erfahren, verfügen zudem häufig nicht über die technische Ausstattung, um gleichberechtigt am digitalen Unterricht teilzunehmen. Deutliche Beschäftigungszunahme in der Branche Erziehung und Unterricht Von 2010 bis 2019 ist in Köln die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Bereich Erziehung und Unterricht von rund 19 500 um 6 700 auf 26 200 Beschäftigte um mehr als ein Drittel deutlich angestiegen (+34,3%). Gleichzeitig erhöhte sich das Beschäftigungsvolumen im gesamten Dienstleistungssektor (+30,7%) und der Kölner Wirtschaft insgesamt (+25,7%) weniger stark. Der Beschäftigtenanteil der Erziehungs- und Unterrichtsbranche an allen Branchen stieg von 4,2 auf 4,5 Prozent (Tabelle 1). Tabelle 1: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Branche Erziehung und Unterricht 2010 bis 2019 Quelle: Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem Jeweils ein Drittel der Beschäftigten arbeitet in Hochschulen und in der Kinderbetreuung Innerhalb der Gesamtbranche waren zur Jahresmitte 2019 rund 9 100 Personen in Universitäten, Fachhoch- schulen, Berufs- und Fachakademien sowie rund 8 200 Personen in Kindertagesstätten und Vorschulen sozial- versicherungspflichtig beschäftigt (Tabelle 1). Damit sind rund zwei Drittel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Bereich Erziehung und Unterricht in diesen beiden Branchensegmenten tätig. Rund 4 700 Personen arbeiten in weiterführenden Schulen der Sekundarstufen I und II sowie in berufsbildenden Schulen (18%). absolut in % Kindertagesstätten und Vorschulen 5 493 6 317 6 977 7 77 4 8 116 8 217 2 724 49,6 Grundschulen 53 51 100 105 121 120 67 126,4 Weiterführende Schulen (SEK I u. II; Berufsbildende Schulen) 4 364 4 641 5 158 4 425 4 57 6 4 700 336 7,7 Universitäten, Fachhochschulen Berufs- und Fachakademien 7 192 7 504 8 352 9 010 9 28 2 9 114 1 922 26,7 Weiterbildung 2 351 2 142 2 395 3 263 3 680 4 017 1 666 70,9 davon: Sport- und Freizeitunterricht 123 113 108 125 163 173 50 40,7 Kulturunterricht 36 73 106 123 113 107 71 197,2 Fahr- und Flugschulen 159 177 166 190 207 222 63 39,6 Allgemeine und politische Erwachsenenbildung 300 217 561 641 686 735 435 145,0 Be rufliche Erwachsenenbildung 899 805 683 1 310 1 511 1 644 745 82,9 Sonstiger Unterricht 834 757 771 874 1 000 1 136 302 36,2 Dienstleistungen für den Unterricht 55 20 24 32 35 38 - 17 -30,9 Erziehung und Unterricht insgesamt 19 508 20 675 23 006 24 609 25 810 26 206 6 698 34,3 Dienstleistungssektor insgesamt 382 141 407 013 431 316 457 480 486 266 499 614 117 473 30,7 Alle Branchen 463 323 488 107 512 224 538 112 568 635 582 613 119 290 25,7 Anteil Dienstleistungssektor 5,1 5,1 5,3 5,4 5,3 5,2 0,1 2,7 Anteil an allen Branchen 4,2 4,2 4,5 4,6 4,5 4,5 0,3 6,8 2018 2019 Veränderung 2010-2019Erziehung und Unterricht 2010 2012 2014 2016 Pegel Köln – 5/2020 Erziehung und Unterricht in Köln– Beschäftigungsentwicklung im Regionalvergleich 2010 bis 2019 Seite 7 Höchster absoluter Beschäftigungszuwachs in der Kinderbetreuung Den höchsten absoluten Beschäftigungszuwachs innerhalb der Branche Erziehung und Unterricht gab es von Mitte 2010 bis Mitte 2019 im Bereich Kindertagesstätten und Vorschulen, und zwar um rund 2 700 Arbeitsplätze oder 50 Prozent (Tabelle 1). Hier liegt auch der größte Frauenanteil (92%) sowie der höchste Anteil an hochqualifizierten Frauen: Etwa 80 Prozent der Frauen und lediglich 17 Prozent der Männer verfügen in der Kinderbetreuung über einen Hochschulabschluss (Grafiken 1 und 3). Mehr als ein Drittel (36%) der dort tätigen Personen ist teilzeitbeschäftigt, davon 37 Prozent der Frauen und 22 Prozent der Männer (Grafik 2). Durch den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren und gleichzeitig fehlende Kapazitäten in entsprechenden Kindertagesstätten nimmt die Inanspruchnahme der Kindertagespflege zu. Problematisch ist in diesem Zusammenhang einerseits der Fachkräftemangel, aber auch die niedrige Bezahlung im Bereich der Kinderbetreuung, in dem besonders viele Frauen arbeiten (Gender Pay Gap).13 Der relativ betrachtet hohe Anstieg der Beschäftigtenzahl im Grundschulbereich (+126%) ist vor allem system- bedingt: Seit 2010 ist die Zahl der (Grundschul-) Lehrer/-innen mit Beamtenstatus sukzessive zurückgegangen. Dies hat gleichzeitig zu einem Anstieg im Bereich der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse geführt. Die zweithöchste absolute Beschäftigungszunahme verzeichneten die Universitäten, Fachhochschulen, Berufs- und Fachakademien mit einem Plus von rund 1 900 Arbeitsplätzen (+26,7%). Dieser Bereich besitzt bei ausgeglichenem Geschlechterverhältnis auch den höchsten Anteil an hochqualifizierten Arbeitskräften: 71 Prozent der Frauen und Männer besitzen dort einen akademischen Berufsabschluss, wobei hochqualifizierte Frauen (22%) gegenüber Männern (72%) weit unterrepräsentiert sind (Grafik 3). Problematisch sind allerdings - bedingt durch das Wissenschaftszeitvertragsgesetz und über Drittmittel finanzierte Projektarbeit – die hohen Zahlen an befristeten Beschäftigungsverhältnissen sowie an Teilzeitbeschäftigten, was im akademischen Bereich zu einem hohen Anteil an prekären Beschäftigungsverhältnissen führt.14 Auch im Bereich Weiterbildung ist die Zahl der Arbeitsplätze absolut und relativ stark gewachsen, wobei dort 1 700 neue Arbeitsplätze entstanden sind (+71%). Diese Branche umfasst Sport- und Freizeitunterricht, Kulturunterricht, Fahr- und Flugschulen sowie allgemeine, berufliche und politische Erwachsenenbildung. Innerhalb der Weiterbildungsbranche sind traditionell atypische Beschäftigungsverhältnisse weit verbreitet: Viele Dozentinnen und Dozenten arbeiten hier zum Teil als Quereinsteiger freiberuflich als Honorarkräfte.15 Hoher Frauenanteil in den Bereichen Kinderbetreuung und Schulen Der Bereich Erziehung und Unterricht ist eine Frauendomäne: Hier arbeiten rund zwei Drittel Frauen und ein Drittel Männer (Grafik 1). Im Vergleich hierzu liegen die Beschäftigtenanteile von Frauen und Männern im Durchschnitt aller Branchen bei 46 beziehungsweise 54 Prozent. Innerhalb der Branche sind die Beschäftigtenanteile von Frauen in den Bereichen Kindertagesstätten und Vorschulen (92%), Kulturunterricht (71%), Grundschulen (70%) und Weiterführende Schulen (65%) am höchsten. 13 Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft: Ergebnisse der Kita-Studie der GEW; Siehe auch unter: https://www.gew.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=20669&token=b9b97b74fa72a2bbf86c6ae77c4d1dc6e6993d2d&sdownload=&n=Wi e_gehts_im_Job_Ergebnisse_der_Kita_Studie_der_GEW.pdf, aufgerufen am 19.8.2020 14 Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft: Wissenschaftszeitvertragsgesetz; Siehe auch unter: https://www.gew.de/wissenschaft/wissenschaftszeitvertragsgesetz/, , aufgerufen am 12.8.2020 15 WSI Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut: Erwerbsarbeit in der Weiterbildungsbranche – prekäre Beschäftigung in einem polarisierten Arbeitsmarkt; Siehe auch unter: https://www.wsi.de/de/wsi-mitteilungen-erwerbsarbeit-in-der-weiterbildungsbranche- prekaere-beschaeftigung-in-einem-polarisierten-13280.htm, aufgerufen am: 12.8.2020 Pegel Köln – 5/2020 Erziehung und Unterricht in Köln– Beschäftigungsentwicklung im Regionalvergleich 2010 bis 2019 Seite 8 Grafik 1: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Branche Erziehung und Unterricht - Anteil Frauen in Prozent 2019 Quelle: Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem Überdurchschnittliche Teilzeitquote im Hochschulbereich vor allem bei Frauen Mit 45 Prozent liegt der Teilzeitanteil an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Branche Erziehung und Unterricht im Vergleich zur Gesamtwirtschaft (28%) wesentlich höher (Grafik 2). Dabei ist jede zweite Frau und auch mehr als jeder dritte Mann teilzeitbeschäftigt, ein hoher Wert mit Blick auf die Gesamtwirtschaft. Dementsprechend bewegen sich die Frauenanteile in den meisten Teilbereichen zwischen rund ein und zwei Dritteln und liegen damit über den jeweiligen Anteilen der männlichen Beschäftigten (21 bis 49%). Die höchsten Anteile von Teilzeitbeschäftigten im Bereich Erziehung und Unterricht gibt es bei Universitäten, Fachhochschulen, Berufs- und Fachakademien (56%), im Sport- und Freizeitunterricht (53%) sowie im Sonstigen Unterricht16 (48%): Etwa jede(r) Zweite ist hier teilzeitbeschäftigt. 16 Diese Gruppe umfasst die allgemeine und berufliche Weiterbildung für alle Berufe, als Hobby oder zur Persönlichkeitsentfaltung, die nicht von den übrigen Bereichen der Branche erfasst wird. Eingeschlossen sind Ferienlager und Schulen, die Gruppen oder Einzelpersonen Unterricht in sportlichen Aktivitäten, Fremdsprachenunterricht, Kunst-, Schauspiel- oder Musikunterricht oder sonstigen Unterricht oder andere Spezialausbildung erteilen. 69 38 47 53 63 63 64 65 70 71 92 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Erziehung und Unterricht insgesamt Fahr- und Flugschulen Sport- und Freizeitunterricht Universitäten, Fachhochschulen, Berufs- und Fachakademien Allgemeine und politische Erwachsenenbildung Sonstiger Unterricht Berufliche Erwachsenenbildung Weiterführende Schulen (Sekundarstufen I und II; Berufschulen) Grundschulen Kulturunterricht Kindertagesstätten und Vorschulen Pegel Köln – 5/2020 Erziehung und Unterricht in Köln– Beschäftigungsentwicklung im Regionalvergleich 2010 bis 2019 Seite 9 Grafik 2: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Branche Erziehung und Unterricht - Anteil Teilzeitbeschäftigte in Prozent 2019 Quelle: Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem Hohe Akademikeranteile bei Männern in Hochschulen Hochqualifizierte sind in der Erziehungs- und Unterrichtsbranche stärker vertreten als in anderen Branchen. Von den rund 26 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die derzeit hier arbeiten, haben rund 12 000 einen akademischen Abschluss, das ist nahezu jede/r zweite Arbeitnehmer/-in. In der gesamten Kölner Wirtschaft liegt der Anteil akademischer Abschlüsse bei rund einem Viertel. Den höchsten Anteil an hochqualifizierten Arbeitskräften gibt es wie bereits erwähnt bei Universitäten, Fachhochschulen, Berufs- und Fachakademien (Grafik 3). Am zweithöchsten sind die Anteile an Hochqualifizierten in Weiterführenden Schulen der Sekundarstufen I und II sowie Berufsschulen: Knapp zwei Drittel der Frauen und Männer verfügen hier über einen Hochschulabschluss. Im Hochschulbereich (72%) wie auch bei den Weiterführenden Schulen (63%) sind Männer hinsichtlich einer hohen Qualifikation allerdings deutlich überrepräsentiert. Darüber hinaus bietet die Branche zahlreiche Berufsbilder für Nicht-Akademiker/-innen: Von einfachen Verwaltungstätigkeiten bis hin zu kaufmännischen Aufgaben. So besitzen im Hochschulbereich lediglich 22 Prozent und bei den Weiterführenden Schulen nur 21 Prozent der weiblichen Beschäftigten einen akademischen Abschluss. 48 43 35 37 47 51 48 51 60 65 61 39 21 28 22 26 24 31 29 27 43 49 45 29 33 36 41 41 42 44 48 53 56 0 10 20 30 40 50 60 70 Erziehung und Unterricht insgesamt Fahr- und Flugschulen Grundschulen Kindertagesstätten und Vorschulen Kulturunterricht Berufliche Erwachsenenbildung Allgemeine und politische Erwachsenenbildung Weiterführende Schulen (Sekundarstufen I und II; Berufschulen) Sonstiger Unterricht Sport- und Freizeitunterricht Universitäten, Fachhochschulen, Berufs- und Fachakademien Insgesamt Männer Frauen Pegel Köln – 5/2020 Erziehung und Unterricht in Köln– Beschäftigungsentwicklung im Regionalvergleich 2010 bis 2019 Seite 10 Grafik 3: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Branche Erziehung und Unterricht – Anteil Hochqualifizierte in Prozent 2019 Quelle: Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem Regionalvergleich: Köln mit dritthöchstem Branchenanteil und positiver Beschäftigungsdynamik Im Regionalvergleich belegt Köln mit 26 200 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Bereich Erziehung und Unterricht zur Jahresmitte 2019 den vierten Platz hinter Berlin (104 500 Beschäftigte), Hamburg (37 100 Beschäftigte) und München (33 400 Beschäftigte). Gemessen am Beschäftigtenanteil der Branche an allen Branchen (Branchenanteil) steht Köln (4,5%) hinter dem Spitzenreiter Berlin (6,8%) und Leipzig (6,7%) an dritter Stelle der Vergleichsstädte (Tabelle 2, Grafik 4). Damit liegt die Domstadt sowohl über dem Beschäftigtenanteil von NRW (3,8%) als auch dem Bundes- durchschnitt (3,9%). 47 6 80 30 10 43 42 46 46 21 22 58 7 17 31 32 32 47 42 45 63 72 46 6 11 31 38 39 43 44 46 64 71 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 Erziehung und Unterricht insgesamt Fahr- und Flugschulen Kindertagesstätten und Vorschulen Sport- und Freizeitunterricht Sonstiger Unterricht Berufliche Erwachsenenbildung Grundschulen Allgemeine und politische Erwachsenenbildung Kulturunterricht Weiterführende Schulen (Sekundarstufen I und II; Berufschulen) Universitäten, Fachhochschulen, Berufs- und Fachakademien Insgesamt Männer Frauen Pegel Köln – 5/2020 Erziehung und Unterricht in Köln– Beschäftigungsentwicklung im Regionalvergleich 2010 bis 2019 Seite 11 Tabelle 2: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Branche Erziehung und Unterricht 2019 – Regionalvergleich Quelle: Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem In Köln ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Branche Erziehung und Unterricht zwischen 2010 und 2019 um 34,3 Prozent gestiegen (Grafik 5). Damit liegt die Beschäftigungsentwicklung in Köln sowohl vor der von NRW (+22,6%) und Bund (+19,7%) sowie gleichauf mit Düsseldorf (34,3%) an dritter Stelle der Vergleichsstädte. Höhere Beschäftigungszuwächse verzeichneten lediglich Berlin (+48,3%) und Hamburg (+47,2%). Grafik 4: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Branche Erziehung und Unterricht - Regionalvergleich: Anteile am gesamten Beschäftigungsvolumen in Prozent 2019 Quelle: Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem Kindertagesstätten uund Vorschulen 8 217 1 717 4 963 28 372 17 602 7 659 2 076 2 591 82 927 410 687 Gr undschulen 120 * * * 258 * * 2 520 9 298 77 356 Weiterführende Schulen (Sekundarstufen I und II; Be rufsbildende Schulen) 4 700 1 613 2 696 22 920 3 490 6 477 2 910 4 792 54 347 293 854 Universitäten, Fachhochschulen, Berufs- und Fachakademien 9 114 4 090 7 349 25 816 9 176 13 879 8 466 6 357 75 416 329 566 We iterbildung 4 017 1 660 2 359 11 711 6 439 4 617 2 368 * 43 727 192 820 Dienstleistungen für den Unterricht 38 * * * 88 * * * 415 1 271 Erziehung und Unterricht insgesamt 26 206 9 809 17 906 104 520 37 053 33 439 15 894 18 342 266 130 1 305 554 Alle Branchen 582 613 424 470 602 428 1 527 912 996 031 897 140 426 014 272 873 6 976 079 33 407 262 Anteil an allen Branchen 4,5 2,3 3,0 6,8 3,7 3,7 3,7 6,7 3,8 3,9 *Werte werden aus Datenschutzgründen (Dominanzprinzip) nicht ausgewiesen; Geschätzter Wert für Köln Köln Düssel- dorf Berlin Ham- burg München NRW Deutsch- land Frank- furt/M Stutt- gart LeipzigErziehung und Unterricht 3,8 (266 130) 3,9 (1 305 554) 2,3 (9 809) 3,0 (17 906) 3,7 (37 053) 3,7 (33 439) 3,7 (15 894) 4,5 (26 206) 6,7 (18 342) 6,8 (104 520) 0,0 1,0 2,0 3,0 4,0 5,0 6,0 7,0 8,0 Nordrhein-Westfalen Deutschland Düsseldorf Frankfurt/Main Hamburg München Stuttgart Köln Leipzig Berlin Pegel Köln – 5/2020 Erziehung und Unterricht in Köln– Beschäftigungsentwicklung im Regionalvergleich 2010 bis 2019 Seite 12 Grafik 5: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Branche Erziehung und Unterricht - Regionalvergleich: Veränderungen 2010 bis 2019 in Prozent Quelle: Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem Köln belegt Spitzenplatz im Bereich Weiterbildung Mit einem Beschäftigungsplus von 70,9 Prozent seit 2010 belegt Köln im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten mit Abstand die Spitzenposition im Bereich Weiterbildung. Dahinter folgen München (+36,8%) und Düsseldorf (+27,0%) mit großem Abstand (Grafik 6). Die Beschäftigungsentwicklung in Berlin (-16,4%) und Frankfurt/M. (-9,9%) verlief dagegen negativ. Grafik 6: Sozialversicherungspflichtig Beschäftige im Bereich Weiterbildung - Regionalvergleich: Veränderungen 2010 bis 2019 in Prozent Quelle: Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem Bei weiterführenden Schulen liegt Köln mit leichtem Beschäftigungszuwachs im Mittelfeld Im Bereich der weiterführenden Schulen lag die Beschäftigungsentwicklung in Köln mit einem leichten Beschäftigungsplus von 7,7 Prozent sowohl über der stagnierenden Bundesentwicklung (-0,5%) wie auch über der leichten Negativentwicklung von NRW (-3,3%). Während sich die Beschäftigtenzahlen in Frankfurt/M. (+121,3%) und Berlin (+102,6%) praktisch verdoppelt haben, verzeichneten Leipzig (-27,7%), Düsseldorf (-21,0%) und Hamburg (-14,7%) zum Teil deutliche Beschäftigungsrückgänge. 48,3 (34 022) 47,2 (11 889) 34,3 (6 698) 34,3 (2 507) 31,2 (4 262) 24,8 (3 641) 15,7 (2 157) 14,7 (4 281) 22,6 (49 052) 19,7 (215 301) 0,0 5,0 10,0 15,0 20,0 25,0 30,0 35,0 40,0 45,0 50,0 55,0 Berlin Hamburg Köln Düsseldorf Frankfurt/Main Leipzig Stuttgart München NRW Deutschland 70,9 (1 666) 36,8 (1 242) 27,0 (353) 24,0 (1 248) 14,2 (295) -9,9 (-258) -16,4 (-2 290) 4,2 (1 781) (-8.351) -30 -20 -10 0 10 20 30 40 50 60 70 80 Köln München Düsseldorf Hamburg Stuttgart Frankfurt/Main Berlin NRW Deutschland Pegel Köln – 5/2020 Erziehung und Unterricht in Köln– Beschäftigungsentwicklung im Regionalvergleich 2010 bis 2019 Seite 13 Grafik 7: Sozialversicherungspflichtig Beschäftige im Bereich Weiterführende Schulen- Regionalvergleich: Veränderungen 2010 bis 2019 in Prozent Quelle: Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem In Köln durchschnittliche Beschäftigungszunahme im Bereich Kinderbetreuung Bei den Kindertagesstätten und Vorschulen verzeichnete Köln im Betrachtungszeitraum einen Beschäftigten- zuwachs von rund 50 Prozent und lag damit etwa im Bundes- und NRW-Durchschnitt. Höhere Beschäftigungs- zunahmen gab es in Hamburg (+90,8%), Berlin (+80,7%), Stuttgart (+65,3%) und Düsseldorf (+55,8%). Lediglich in München (-18,3%) ging die Beschäftigung zurück. Grafik 8: Sozialversicherungspflichtig Beschäftige im Bereich Kindertagesstätten und Vorschulen - Regionalvergleich: Veränderungen 2010 bis 2019 in Prozent Quelle: Bundesagentur für Arbeit; Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem 121,3 (1 478) 102,6 (11 609) 30,9 (1 530) 22,0 (524) 7,7 (336) -14,7 (-601) -21,0 (-429) -27,7 (-1 840) -3,3 (-1 835) -0,5 (-1 602) -50 -40 -30 -20 -10 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 110 120 130 140 Frankfurt/Main Berlin München Stuttgart Köln Hamburg Düsseldorf Leipzig NRW Deutschland 90,8 (8 378) 80,7 (12 669) 65,3 (820) 55,8 (615) 49,6 (2 724) 20,9 (858) -18,3 (-1 721) 51,9 (28 334) 52,9 (142 012) -30,0 -20,0 -10,0 0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 70,0 80,0 90,0 100,0 Hamburg Berlin Stuttgart Düsseldorf Köln Frankfurt/Main München NRW Deutschland Amt für Stadtentwicklung und Statistik Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln Tel: 02 21 / 221-21882 Fax: 02 21 / 221-21900 oder 28493 E-Mail: statistik@stadt-koeln.de Internet: http://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik Die Oberbürgermeisterin Amt für Stadtentwicklung und Statistik Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ISSN 1869-070x (Online) ISSN 1869-0718 (Print)  Nachdruck (auch auszugsweise) nur mit Quellenangabe 13/15/0/12.20
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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/15/153 153/1 Vorlagen-Nummer 03.12.2020 3425/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Wirtschaftsausschuss 14.01.2021 Erziehung und Unterricht in Köln Beschäftigungsentwicklung im Regionalvergleich 2010 bis 2019 Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik legt einen statistischen Bericht zur Beschäftigungsstruktur und -entwicklung in der Kölner Bildungsbranche vor. Der Pegel 5/2020 beinhaltet außerdem einen Vergleich zu anderen deutschen Großstädten. In Folge des Bevölkerungswachstums wächst auch die Branche Erziehung und Unterricht: Ihre Be- schäftigtenzahl ist zwischen 2010 und 2019 um mehr als ein Drittel gestiegen. Mit rund 26 000 Be- schäftigten war 2019 etwa jede(r) Zwanzigste in dieser Dienst leistungsbranche tätig. Und die Be- schäftigung wird hier auch in Zukunft weiter steigen. Bis Ende 2020 ist die Schaffung von 1 000 zusätzlichen Kinderbetreuungsplätzen geplant. Spätes- tens bis 2025/2026 soll die Versorgungsquote bei der Kinderbetreuung von 5 0 Prozent im U3 - und annähernd 100 Prozent im Ü3-Bereich erreicht sein. Die Schülerzahlen werden kurz- bis mittelfristig weiter steigen. Zudem werden sich auch die Studierendenzahlen an den bestehenden Kölner Hoch- schulen langfristig auf hohem Niveau stabilisieren. Vor allem im Bereich der Kindertagesstätten, der Hochschulen und der Weiterbildungseinrichtungen gab es seit 2010 die höchsten Beschäftigungszuwächse: Bei Kindertagesstätten und Vorschulen stieg die Zahl der Arbeitsplätze um rund die Hälfte (+2 700, +50%). Mit 92 Prozent liegen hier auch der größte Frauenanteil sowie der höchste Anteil an hochqua- lifizierten Frauen mit akademischen Abschluss (80%). Mit einem Zuwachs von rund 1 900 Arbeitsplätzen (+27%) verzeichneten die Universitäten, Fach- hochschulen, Berufs - und Fachakademien die zweithöchste absolute Beschäftigungszunahme. In diesem Bereich arbeiten mit einem Anteil von 71 Prozent erwartungsgemäß ebenfalls viele Menschen mit einem akademischen Berufsabschluss, wobei hochqualifizierte Frauen (22%) gegenüber Männern (72%) weit unterrepräsentiert sind und mit mehr als die Hälfte der Beschäftigten (56%) in Teilzeit die höchste Teilzeit-Quote innerhalb der Branche Erziehung und Unterricht erreicht wird. Absolut und relativ ist die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich der Weiterbildung ebenfalls stark ge- wachsen, wobei 1 700 neue Arbeitsplätze entstanden sind (+71%). Hier belegt Köln im Regionalver- gleich den ersten Platz. Was die Qualität der Ausstattung im Bildungsbereich betrifft: Besonders in der Corona-Krise werden Defizite bei der Digitalisierung insbesondere durch die unzureichende Ausstattung mit Hard - und Software sichtbar. Problematisch ist in diesem Zusammenhang die Bildungsungerechtigkeit: Schüle- rinnen und Schüler der ausbildungsfernen Schichten verfügen häufig nicht über die technische Aus- stattung zur gleichberechtigten Teilnahme am digitalen Unterricht (e-learning). gez. Greitemann Anlage

Beratungsverlauf

  1. 25.02.2021

    Wirtschaftsausschuss

    TOP 11.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 02.03.2021

    Verkehrsausschuss

    TOP 7.2.16, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: endgültig zurückgezogen
  3. 04.03.2021 zuletzt

    Ausschuss Klima, Umwelt und Grün

    TOP 7.9, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: endgültig zurückgezogen

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