2015/0224
Sozialpädagogische Betreuung und Koordination Ehrenamt für Asylsuchende durch den SKA e.V.
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2015/0224
6822 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
10.06.2015
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Amt für Soziales
und Prävention OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2015/0224
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 313100
Kostenstelle: 050-002-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 3131-10 Sachkonto: 7128000
Betreff: Sozialpädagogische Betreuung und Koordination Ehrenamt für Asylsuchende durch
den SKA e.V.
Vorlage vom: 10.06.2015
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung st immen der Erweiterung des unter
Vorlage- Nr. 2013/0416 beschlossenen Pilotprojektes Sozialpädagogische Betreuung und
Beratung von Asylsuchenden in den Bereichen sozialpädagogische Betreuung und Koordination
Ehrenamt zu.
2. Die hierfür notwendigen zusätzli chen Haushaltsmittel sollen unter der Kostenstelle 050 -002-
1000, SK 7128000, KT 3131 -10 in Höhe von weiteren 40.000 Euro im Nachtragshaushalt 2015
etatisiert werden, so dass insgesamt 90.000 Euro für das Jahr 2015 zur Verfügung stehen.
Entsprechend der Aufplanung stehen im Nachtragshaushalt 2015 unter der Kostenstelle 050 -002-
1000, SK 5421000, KT 3131 -10 Mittel in voller Höhe aus der Kostenerstattung des Landes zur
Verfügung.
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3. Die benötigten Haushaltsmittel werden bis zur Genehmigung des NTHH 2015 im Vorgriff
bereitgestellt.
4. Für die Weiterführung der Beratungs - und Clearingstelle, der Sozialpädagogischen Betreuung,
sowie der Koordination der Ehrenamtlichen im Bereich der Asylsuchenden werden ab 2016
zusätzlich zu den bereits beantragten 50.000 Euro weitere 84.000 Euro unter der Kostenstelle
050-002-1000, SK 7128000, KT 3131 -10 angemeldet. Entsprechend der Aufplanung stehen im
Nachtragshaushalt 2015 unter der Kostenstelle 050 -002-1000, SK 5421000, KT 3131 -10 Mittel
in voller Höhe aus der Kostenerstat tung des Landes zur Verfügung.
5. Die Übernahme der unter 4. dargestellten Leistung erfolgt im Rahmen der Vergaberichtlinien.
Im Vorgriff auf den Haushalt 2016 wird der Durchführung eines Vergabeverfahrens zugestimmt.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
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Begründung zur Magistratsvorlage vom 10.06.2015
Mit Beschluss vom 04.12.2013 , Vorlage-Nr. 2013/0416 wurde der Umsetzung des
Pilotprojektes Sozialpädagogischen Beratung und Betreuung von Asylbewerberinnen und
Asylbewerbern zugestimmt und hiermit der Grundstein für eine wichtige
Unterstützungsstruktur gelegt.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich mit der Einrichtung der Asylberatungs- und
Clearingstelle , die durch den Sozialkritischen Arbeitskreis e.V. seit Juli 2014 betrieben wird,
ihrer integrations - und sozialpolitischen Verantwortung gestellt und einen weiteren Schritt zu
mehr Teilhabegerechtigkeit umge setzt.
In Darmstadt werden Asylsuchende aktuell dezentral in Wohnungen untergebracht. Damit
wird eine Integration in die Sozialräume, sowie die Teilhabe an der Gesellschaft gefördert
und der sozialpolitische Auftrag umgesetzt . Dies gestaltet sich jedoch i n der
sozialpädagogischen Betreuung der Einzelfälle aufwändiger, als dies in
Gemeinschaftsunterkünften der Fall ist .
Integrationsfördernde Angebote des Bunds oder Landes stehen Asylsuchenden nicht offen, so
dass hier darüber hinaus Alternativen als Ergän zung zu professionellen Hilfen notwendig
sind, um möglichst frühzeitig anzusetzen. Insbesondere zu den Themen Sprache, Arbeit und
Bildung und Wohnen wird Unterstützungsbedarf benötigt - dabei spielt das Ehrenamt eine
wichtige Rolle.
Die Beratungsstelle de s Sozialkritischen Arbeitskreises e.V. für Asylsuchende arbeitet im
Rahmen ihrer Aufgaben unmittelbar mit allen städtischen Dienststellen zusammen.
Federführend hinsichtlich der regelmäßigen Abstimmung und Auswertung der Arbeitsinhalte
ist das Amt für Sozi ales und Prävention als die für die Umsetzung des
Asylbewerberleistungsgesetzes zuständige Behörde.
Entsprechend der Aufgabenstellung besteht in der Asylberatungsstelle die Möglichkeit der
Beratung und Information zu den Themen Sprache, Wohnen, Arbeit, Bi ldung, Gesundheit,
Kultur und Soziales. Darüber hinaus wird bei Behördengängen, Schul - und
Kindergartenanmeldungen, sowie Wohnungsangelegenheiten Begleitung und Unterstützung
angeboten. Die Clearingstelle ermittelt die Bedarfe, vernetzt die Hilfsangebote u nd das
Ehrenamt und ist auch Anlaufstelle für Fachkräfte und Institutionen.
Durch die Asylberatungsstelle wurden bis zum 30.05.2015 rund 200 Personen beraten, und
es haben sich rund 100 Ehrenamtliche bereit erklärt Asylsuchende in verschiedenen Themen ,
wie zum Beispiel
Sprachförderung
Bildung/Ausbildung
Sport/Freizeit/Kultur
Beschaffung Spenden
Dolmetscherdienste
Patenschaften
Begleitung
Wohnungssuche
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zu unterstützen. Aufgrund der hohen Anzahl an Interessierten und der mehrschichtigen
Problemlagen der Zielgruppe ist die professionelle Koordination der Ehrenamtlichen
einerseits und die passgenaue Vermittlung zu den jeweiligen Asylsuchenden (matching)
andererseits notwendig. Dies erfordert insbesondere vor dem Hintergrund, dass die
Menschen dezentra l in eigenen Wohnungen leben, eine enge Vernetzung und Anbindung an
die Asylberatungsstelle.
Nach nahezu einem Jahr ist deutlich geworden, dass die Ressourcen aus dem Pilotprojekt
erweitert werden müssen, um die Aufgaben im Bereich der sozialpädagogisch en Betreuung
der Einzelfälle und der Koordination des Ehrenamtes sicherstellen zu können.
Die zunächst mit 50.000 Euro finanzierte Beratungs -/und Clearingstelle ist daher im Jahr
2015 um weitere 40.000 Euro auf 90.000 Euro zu erweitern, um den vereinbarte n
Arbeitsauftrag erfüllen und den steigenden Asylzahlen ab dem zweiten Quartal 2015 gerecht
werden zu können.
Für die weiterhin benötigten Leistungen der Beratungs -/und Clearingstelle für Asylsuchende
werden ab 2016 jährlich 134.000 Euro im Haushalt etatisiert und eine Vergabe der Leistung
durchgeführt.
Für die über die bisherige Etatisierung hinausgehenden Aufwendungen stehen
Deckungsmittel aus der Landeserstattung (Anteil für die Betreuung) für Asylsuchende in
voller Höhe zur Verfügung.
Darmstadt, 10.06.2015
Dezernat IV Dezernat V
André Schellenberg Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Stadträtin
Beratungsverlauf (4)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2015/0224
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 10.06.2015
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00