4071/2023
Freigabe und Verteilung rassismuskritischer Projektmittel 2024- 1. Schritt
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01 Anlage 1 Steckbriefe
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Titel Rassismuskritische Veranstaltungsreihe in der Bildungsarbeit Antragsteller*in Pamoja Afrika e.V. Köln Kurzbeschreibung Eine Veranstaltungsreihe in 3 Modulen mit unterschiedlichen methodisch-didaktischen Schwerpunkthemen zur rassismuskritischen Bildungsarbeit in Schulen und Kitas. Kinder und Jugendliche werden dabei aktiv partizipativ mit ihrer Expertise einbezogen. Die Förderung demokratischer Grundwerte und die Ausbildung von Multiplikator*innen sollen die Umsetzung nachhaltiger Ziele ermöglichen. Die Umsetzung einer möglichst diskriminierungsfreien Bildung, einschließlich des Zugangs dazu, erfordert auf der einen Seite, Critical White Awareness anzuregen. Dadurch können Strukturen gebildet werden, die Machtverhältnisse, Privilegien und Aneignungen abbauen. Auf der anderen Seite sollen rassismus-/diskriminierungserfahrene Kinder und Jugendliche sowohl vor der Reproduktion von Rassismen und anderen Grenzverletzungen geschützt als auch empowert werden. Pädagogische Fachkräfte, aber auch Entscheidungsträger*innen können sich über die Fortbildungsseminare über die Gefahren und Wirkungsweisen von Rassismus auf junge Menschen und deren entwicklungs- und sozialpsychologische Konsequenzen informieren, sensibilisieren und selbstreflektorisch Handlungskonzepte überdenken und erarbeiten. Zielgruppe Bildungseinrichtungen und deren Fachkräfte • Kinder und Jugendliche mit und ohne Rassismuserfahrungen • Eltern und Familien • Multiplikator*innen in der Kinder- und Jugendarbeit Format 2 Seminare zur rassismuskritischen Sensibilisierung und Awareness in Kita und Schule für pädagogische Fachkräfte und Träger- vertretungen 2 Schulungen zur Awareness-Ausbildung für Jugendliche Multiplikator*innen mit und ohne Rassismuserfahrungen „Kids & Teens gegen Rassismus“ Workshop von und für Kinder und Jugendliche zur Sensibilisierung demokratischer Grundwerte und Toleranz 1 Dokumentationsreihe zum Thema „Awareness in Schule und Kita von Kindern und Jugendlichen für einen rassismussensiblen Umgang in Bildungseinrichtungen“ Projektziele • Sensibilisierung zu den unterschiedlichen Formen von Rassismus und Diskriminierung sowie dessen historische Verortung und die heutigen Nachwirkungen • Kritische Reflexionsräume für w eiß gelesene Personen, um eigene Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten • Mehr Chancengleichheit und notwendige Rassismus- und diskriminierungssensible Lösungen in Bildungseinrichtungen • Empowerment von Kindern und Jugendlichen, um die Entwicklung eines positiven Selbstbildes zu bestärken • Die Entwicklung neuer Perspektiven und Handlungsstrategien durch das Pamoja Awareness Konzept Ggf. Kooperationen Soluton Center Cologne e.V. Projektzeitraum Ab Bewilligung - Juli 2024 Fördersumme 9.990,00 Euro Gesamtkosten 11.509,00 Euro Titel Veranstaltungsreihe des Kölner Forums gegen Rassismus und Diskriminierung zum Internationalen Tag gegen Rassismus 2024 Antragsteller*in Kölner Forum gegen Rassismus & Diskriminierung c/o Pamoja Afrika e.V. Köln Kurzbeschreibung Anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus 2024 plant das Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung Veranstaltungen zu diversen Themenschwerpunkten in Form von Workshops, Diskussionen, Aktionen und anderen Formaten in Präsenz und online. Diese spiegeln die große Bandbreite sowie Verwobenheit des Themas „Rassismus“ wider, beschäftigen sich mit intersektionalen Aspekten von Diskriminierung und suchen nach Wegen zum Abbau von Rassismus und Diskriminierung sowie deren schwerwiegenden Folgen. Das Vorhaben fördert eine macht- und privilegienkritische Aufklärung der Zivilgesellschaft über die vielschichtige, breitgefächerte Thematik Rassismus, über rassistische Denkmuster, Verhaltensweisen und Mechanismen. Ein weiteres Anliegen des Projekts ist die Förderung von Empowermentmöglichkeiten für rassismuserfahrene Personen. Zudem werden themenspezifische Fortbildungsmöglichkeiten für Fachkräfte und Multiplikator*innen angeboten. Zielgruppe Öffentlichkeit und Stadtgesellschaft Kölns • Rassismuserfahrene Personen, mehrfachdiskriminierte Personen • Fachkräfte der Antirassismusarbeit und fachähnlicher Arbeitsbereiche • Weiß-privilegierte Personen; potentielle „Allies“ Format Workshops/Fortbildungen, Diskussionsrunde, Stadttour, zielgruppenspezifische und öffentliche Aktionen Projektziele Informations-/Wissensvermittlung zu unterschiedlichen Formen und Wirkweisen von Rassismus und Diskriminierung sowie Intersektionalität und aktueller Entwicklungen angesichts einer vielseitigen Angebotspalette • Vermittlung von Unterstützungs-/Empowermentmöglichkeiten für rassismuserfahrene Personen sowie wertschätzende und achtsame Fokussierung auf die Expertise rassismuserfahrener Personen bei der inhaltlichen Diskussion • Fortbildung zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen für Fachkräfte und Multiplikator*innen • Förderung eines diskriminierungssensiblen Sprachgebrauchs • Förderung von Critical Whiteness, einer reflexiven Auseinandersetzung mit der eigenen Positionierung als w eiße Person • Bewusstseinsschaffung für gruppenspezifischen Rassismus am Beispiel des spezifischen Rassismus gegen Rom*nja und Sinti*zze und Ermöglichen eines Entgegenwirkens; Förderung eines besseren Verständnisses für die vielfältige(n) Geschichte(n) von Rom*nja und Sinti*zze in Köln • Sensibilisierung für die besondere asylrechtliche Situation von queeren geflüchteten Personen, Entgegenwirken von Rassismus und Diskriminierung gegenüber LSBTIQ*-geflüchteten Personen sowie Leisten eines positiven Beitrags zur sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt • Aufklärung über die Folgen von Kolonialismus und historisch gewachsenem Rassismus; Förderung eines vielperspektivischen Aufarbeitungsprozesses und Austauschs • Sensibilisierung für die Rassismuserfahrungen und Expertise von Kindern/Jugendlichen zu der Thematik; Notwendigkeit von Maßnahmen zum Abbau von Rassismus und Diskriminierung gegenüber und unter Kindern/Jugendlichen • Förderung und Veranschaulichung von Awareness mit Unterstützung eines projektbegleitenden Awareness-Teams Ggf. Kooperationen Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung mit 26 Mitgliedsorganisationen Projektzeitraum Vorbereitungs- und Durchführungsphase im 1. Quartal 2024 Auswertungsphase im 2. Quartal 2024 Fördersumme 10.000,00 Euro Gesamtkosten 16.600,00 Euro . Titel VielfaltStärken: Gemeinsam gegen Rassismus und Armut Antragsteller*in AK Interkulturelle Zentren der Stadt Köln, Integrationshaus Köln e.V. Kurzbeschreibung Menschen, die nach Deutschland migriert oder in Deutschland Schutz gesucht haben und suchen, sind hier überdurchschnittlich oft von Armut und Diskriminierung betroffen. Es besteht damit oft ein enger Zusammenhang zwischen Armut und Diskriminierung. Menschen können aufgrund verschiedener Merkmale, wie beispielsweise Geschlecht, ethnische Herkunft, Religion, Behinderung oder sexuelle Orientierung, diskriminiert werden. Diese Diskriminierung kann wiederum dazu führen, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen in vielen Aspekten ihres Lebens benachteiligt sind, einschließlich ihres Zugangs zu Bildung, Beschäftigung, Gesundheitsversorgung und anderen Ressourcen. Gleichzeitig werden in den gegenwärtigen Diskussionen Menschen aus verschiedenen prekären Schichten gegeneinander „ausgespielt“, in dem das Narrativ von vermeintlich zu wenigen Ressourcen für hier lebende Menschen aufgrund des Zuzugs von Schutzsuchenden aufrechterhalten wird. Ausgeblendet wird in diesen Diskursen die insgesamt ungerechte Verteilung von Ressourcen und Zugängen in unserer Gesellschaft. Es braucht Information und Sensibilisierung für diese Zusammenhänge. Außerdem ist es nach dem Empowermentkonzept wichtig, lokale Bedürfnisse und Kontexte zu berücksichtigen und die Zusammen- arbeit mit den betroffenen Gemeinschaften zu fördern. Das Projekt „VielfaltStärken: Gemeinsam gegen Rassismus und Armut“ will mit den angedachten Aktivitäten dazu beitragen, eine größere Sensibilisierung und ein Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Rassismus und Armut zu fördern und Angebote für die Entwicklung praktischer Handlungsstrategien vor Ort zu initiieren. Zielgruppe Besucher*innen der Interkulturellen Zentren der Stadt Köln Politisch Verantwortliche und Gestaltende Mitarbeitende aus der Verwaltung Format Bustour durch Kölner Stadtteile mit Stationen in verschiedenen Interkulturellen Zentren der Stadt Köln Workshops als Rahmenprogramm Öffentlichkeitsarbeit für die Themenschwerpunkte des Projektes Projektziele Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für die Zusammenhänge zwischen Rassismus, Diskriminierung und Armut Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für die Lebenslagen in verschiedenen Kölner Stadtteilen Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung der Stadtgesellschaft und der Verantwortlichen Entwicklung von praktischen Handlungsstrategien vor Ort Ggf. Kooperationen Kooperation innerhalb der 43 Interkulturellen Zentren der Stadt Köln Projektzeitraum 01.01.– 31.12.2024 Fördersumme 10.000,00 Euro Gesamtkosten 13.200,00 Euro Titel Rassismuskritische und diversitätssensible Arbeit in divers positionierten Teams Antragsteller*in Deutsch-Türkischer Verein Köln e. V. Kurzbeschreibung Personen, die Diskriminierungserfahrungen machen oder auch rassistische Diskriminierung erfahren, sind meistens intersektional von einer verwobenen Mehrfachdiskriminierung betroffen. Für den Umgang mit verschiedenen Positionen und Betroffenheiten, Unterdrückungsmechanismen, (welt-)politischen Themen und Kriegen, unterschiedlichen Wissensbeständen um Rassismuskritik, für die Arbeit mit Teilnehmer*innen/Klient*innen/Kolleg*innen/Multiplikator*innen, welche negativ von Rassismus betroffen sind sowie mit Machtstrukturen in der eigenen Organisation bedarf es Lernräume, in denen es einerseits um eine Sensibilisierung der Einzelnen und andererseits um die Entwicklung von möglichen Modellen und Schutzkonzepten geht. Anlehnend an eine positive Fehler- und Feedbackkultur können Räume entstehen, in denen Unsicherheiten besprechbar gemacht werden, allerdings nicht zum Nachteil von Personen, die negativ von Rassismus betroffen sind. Dafür braucht es ggf. zunächst ein Basiswissen über Rassismuskritik, die Bereitschaft, die eigenen Positionen zu reflektieren, um eine antirassistische Bewusstseinsbildung zu entwickeln. Für Personen mit Rassismuserfahrungen kann der Bedarf sein, dass in geschützten Settings ein empowernder Erfahrungsaustausch und Strategien zu Self- und Communitycare im Fokus stehen. Ziel des Projekts ist es, in eine reflexive Auseinandersetzung mit eigenen Positionierungen und darauf aufbauend in Handlungsmöglichkeiten zu gelangen. Zielgruppe Team aus Multiplikator*innen und Fachkräften sozialer Einrichtungen Format Workshopreihe: Einstiegsmodule zu Formen von Rassismus und Diskriminierung Aufbaumodule zur Entwicklung von Strategien, z.B. Empowerment, Verbündetenarbeit und Awarenesskonzepte Projektziele Förderung der Selbstwahrnehmung sowie Förderung und Erweiterung von Handlungskompetenzen/Spielräumen Entwicklung von Strategien für eine machtkritische und diversitätssensible Zusammenarbeit Wissen über Ansätze der Empowermentarbeit sowie Verbündetetenarbeit Antirassismusarbeit als Querschnittsaufgabe wahrnehmen Vernetzungsarbeit und Zurückgreifen auf Expertise von Organisationen, die politische Bildungsarbeit leisten Ggf. Kooperationen Antidiskriminierungsbüros, Anlaufstellen/Organisationen für politische Bildungsarbeit in Köln und NRW Projektzeitraum 01.03.2024-31.12.2024 Fördersumme 3.150,00 Euro Gesamtkosten 3.700,00 Euro Titel Empowerment Retreat Camp für von Rassismus betroffene Fachkräfte und Multiplikator*innen Antragsteller*in Coach e.V. – Kölner Initiative für Bildungs- und Chancengerechtigkeit Kurzbeschreibung Viele Fachkräfte und Multiplikator*innen in sozialen Berufen erleben Rassismus und Diskriminierung (auch im Beruf) und haben im Berufsalltag kaum Ressourcen und Möglichkeiten, sich im Sinne von Selfcare, Safer Spaces, Empowerment und Resilienz mit anderen betroffenen Fachkräften auszutauschen und sich selbst zu stärken. Das Empowerment Retreat Camp ist ein Safer Space für Menschen, die Rassismus erfahren und mental – durch die Kraft der Community und der Natur – aufladen wollen. Ein Wochenende im Gut-Alte Heide in Wermelskirchen bietet Platz für Gemeinschaft, Reflexion, Achtsamkeit, kollegialen Austausch und hilfreiche Erholung in der Natur. Das Rahmenprogramm bilden Themen wie mentale und physische Gesundheit, Selbstfürsorge, Rassismuskritik, Empowerment, Burnout-Prophylaxe sowie Kunst und Kultur. Das dreitägige Retreat-Camp schafft einen besonderen Begegnungs- und Reflexionsraum für 40 rassismuserfahrene Multiplikator*innen aus unterschiedlichen sozialen Berufen (und ihre Kinder). Das Retreat wird so gestaltet, dass Empowerment, Resilienz und solidarisches Handeln als Themen im Fokus stehen und alle Angebote und Abläufe partizipativ mit den Teilnehmenden mitgestaltet wurden. Das Rahmenprogramm bilden Sessions zu mentaler Gesundheit, Stressregulation und Selfcare sowie Kunst, Lesung, Barcamp, Open Sessions, Musik, Yoga sowie inhaltliche Workshops zu den Themen Powersharing, Empowerment und Resilienz sowie Möglichkeiten für Supervision und kollegialen Austausch. Zielgruppe 40 rassismuserfahrene Multiplikator*innen aus unterschiedlichen sozialen Berufen Format Workshop- und Netzwerktreffen Das Empowerment-Retreat-Camp ist eine dreitägige, ganzheitliche Bildungsveranstaltung/ Wochenend-Seminar mit diversen Workshops & Sessions + Thematische Vor- & Nachbereitungstreffen + Awareness-Gruppe Projektziele Förderung von Resilienz & Austausch über Umgangsstrategien mit Diskriminierungserfahrungen im beruflichen Kontext Unterstützung von Akteur*innen der rassismus- & diskriminierungskritischen Bildungsarbeit Empowerment- & Antidiskriminierungsarbeit Ggf. Kooperationen Das Projekt wird mit diversen Trainer*innen von verschiedenen Vereinen und Initiativen umgesetzt: In-Haus e.V., Caritas, Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V., IDA NRW. Für die Umsetzung wird es einen Aufruf zur Beteiligung geben. Projektzeitraum 1.01.2024. - 31.12.2024 Fördersumme 9.720 Euro Gesamtkosten 17.160Euro Titel PROUD Event Antragsteller*in PROUD e.V. Kurzbeschreibung Mit der Veranstaltung "PROUD Pop-Up Market & More" vom 8. bis 9. Juni 2024 in Köln möchte PROUD e.V. einen Beitrag dazu leisten, Kultur und Kunst aus der Eigenperspektive von Schwarzen Menschen zu präsentieren. 1. Workshops geleitet von Schwarzen, afrodiasporischen und afrikanischen Expert*innen zu Themen rund um Empowerment und Selbstverwirklichung 2. Schwarze Künstler*innen stellen ihre Kunstwerke vor (Kunstausstellung, Musikauftritte) 3. Marktplatz mit lokalen Schwarzen Kleinunternehmer*innen Zielgruppe Die Veranstaltung ist offen für alle Menschen in Köln und Umgebung, die sich für die Themen „Schwarze Kultur in Deutschland“ und "Vielfalt" interessieren. Insbesondere junge Schwarze Menschen sollen durch die Veranstaltung mit Schwarzen Vorbildern bekannt gemacht werden und Empowerment erfahren. Format Workshops, Kunstausstellung, Musikauftritte und Marktplatz Projektziele Ort der Begegnung für die Vielfalt in unserer Gesellschaft schaffen Sichtbarkeit von Schwarzen, afrodiasporischen und afrikanischen Menschen in ihrer Mehrdimensionalität erhöhen Barrieren und Rassismus abbauen und dadurch eine gemeinschaftliche Teilhabe am kulturellen Geschehen ermöglichen Innovationen und das Wissen Schwarzer, afrodiasporischer und afrikanischer Menschen und ihren Beitrag zur Entwicklung der Gesellschaft hervorheben Vorbildfunktion und Empowerment für Schwarze, afrodiasporische und afrikanische Kinder und Jugendliche Ggf. Kooperationen Sonnenblumen Community Development Group e.V., ISD Köln, Köln Business, Afro Plus, IHK, My Afro City, AiDiA Pitch Projektzeitraum Januar 2024 - Juli 2024 Fördersumme 4.495 Euro Gesamtkosten 23.055 Euro Titel Raum für Alle an der Keupstraße – Veranstaltungsprogramm gegen Rassismus und Antisemitismus im ersten Halbjahr 2024 Antragsteller*in Lückenlos e.V. Kurzbeschreibung Der Verein Lückenlos e.V. hat am 1. April 2023 an der Ecke Keupstraße/Genovevastraße einen Veranstaltungsraum, den „Raum für Alle“ angemietet - direkt gegenüber der Stelle, an der das Mahnmal entstehen wird, das an die rassistischen Anschläge des NSU in Köln erinnern soll. Die Initiative „Herkesin Meydanı - Platz für Alle“, deren Träger der Verein ist, hat dort einen Ort der Begegnung, Erinnerung, Kunst und Kultur geschaffen und bringt Menschen aus der Keupstraße, dem Viertel und der Stadt zusammen. Der Raum soll Betroffene rassistischer und antisemitischer Diskriminierung und Gewalt zusammenbringen, ihren Perspektiven mehr Sichtbarkeit in der Gesellschaft verschaffen und ein Ort gegen Rassismus und Antisemitismus sein. 20 Jahre nach dem Anschlag der NSU in der Keupstraße soll ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm mit einem Konzert, Workshops, Lesungen und Gedenkveranstaltungen angeboten werden. Zielgruppe Kölner Bürger*innen, Betroffene rassistischer und antisemitischer Gewalt Format Konzert, Workshops, Lesungen, Gedenkveranstaltung Projektziele Das Veranstaltungsprogramm gegen Rassismus und Antisemitismus im ersten Halbjahr 2024 soll die Erinnerung an die Anschläge des NSU in der Keupstraße 2004 und in der Probsteigasse 2001 wachhalten sowie Betroffene rassistischer und antisemitischer Gewalt zusammenbringen. Sie sollen empowert und sichtbarer werden. Die Öffentlichkeit soll für Rassismus und Antisemitismus sensibilisiert werden. Ggf. Kooperationen Initiative Tag der Solidarität Dortmund, Initiative Duisburg 1984, Schule gegen Rassismus, AWO-Mittelrhein Projektzeitraum Ende Januar bis Ende Juni 2024 Fördersumme 10.000 Euro Gesamtkosten 11.200 Euro Titel PixieAllies Antragsteller*in The Beautiful Minds e.V. Kurzbeschreibung Es handelt sich um ein partizipatives künstlerisches Projekt für Jugendliche mit und ohne Flucht- oder Migrationserfahrung zu den Themen digitale Zivilcourage und künstlerische Strategien gegen Hatespeech gemeinsam mit den bundesweit renommierten Vereinen ichbinhier e.V. und HateAid gGmbH. Zielgruppe Erwachsene zwischen 12 und 18 Jahren mit und ohne Flucht- oder Migrationserfahrung in Köln. Format Regelmäßige Workshops Projektziele Sensibilisierung für den Stellenwert von digitaler Zivilcourage und Stärkung der Handlungssicherheit in Hinblick auf Hassrede Empowerment der Teilnehmer*innen durch die künstlerische Verarbeitung von persönlichen Diskriminierungserfahrungen und individuellen kreativen Ausdruck Ggf. Kooperationen Die HateAid gGmbH stärkt mit ihrem Beratungsangebot seit Jahren die Demokratie und Meinungsvielfalt und klärt die Öffentlichkeit und die Politik über digitale Gewalt auf. Auch hier ist bereits ein großes bundesweites Netzwerk von Schulen und Bildungseinrichtungen entstanden, über das Teilnehmer*innen erreicht werden können. ichbinhier e.V stärkt mit seinem Workshop- und Vortragsangebot seit über fünf Jahren die digitale Zivilcourage. Das Wissen über Counter Speech, Online-Moderation und Community Building gibt ichbinhier e.V. in seinem Bildungsprogramm vielfältig weiter. Projektzeitraum 01.02.24 – 01.07.24 Fördersumme 8.000 Euro Gesamtkosten 22.500Euro Titel E dejaki chib zurarel – Muttersprache stärkt Antragsteller*in Rom e.V. Kurzbeschreibung Viele junge Rom*nja sind bezogen auf ihre eigene Identität verunsichert: Auf der einen Seite sind Prägungen durch die Herkunftsgesellschaften der Eltern, auf der anderen Seite Erfahrungen in einer vielfältigen Millionenstadt, die dennoch diskriminiert. Neuere Untersuchungen zeigen, wie wichtig in diesem Prozess die Sprache Romanes ist. Die eigene Sprache ist vor allem im Sinne der Demokratiebildung und des gesellschaftlichen Empowerments unverzichtbar für die Stärkung der eigenen Identität und damit Motivation, sich aktiv in die (Stadt-)Gesellschaft einzubringen. Die Jugendlichen werden damit zudem selber zu Aktivist*innen im Kampf gegen Antiziganismus und Rassismus. Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene aus den in Köln ansässigen Rom*nja-Communities, Erweiterung der Zielgruppe auf Eltern/Familienangehörige nach Bedarf. Format Außerschulisches Unterrichtsangebot, verbunden mit alltagspraktischen Exkursionen und Projektarbeit (Mitgestaltung von Veranstaltungen) Projektziele Empowerment junger Rom*nja Förderung des Bewusstseins für die eigene Kultur und Geschichte Stärkung der eigenen Identität Politische Willensbildung Ggf. Kooperationen ./. Projektzeitraum Januar bis Dezember 2024 Fördersumme 3.000 Euro Gesamtkosten 11.500,00 Titel Melodien der Mut Antragsteller*in Alevitisches Kulturzentrum Köln-Porz u.U. e.V. Kurzbeschreibung Mit einem Theaterstück und einer Podiumsdiskussion soll das Thema der Arbeitsmigration nach Deutschland aufgegriffen werden. Seit nun mehr als 60 Jahren sind die ersten Gastarbeiter*innen nach Deutschland gekommen, um ihre Arbeitskraft effizient hier einzubringen. Allein an der Effizienz der neuen Mitbürger*innen war man interessiert, nicht aber an ihren Bedürfnissen oder Interessen. Doch wo Menschen sind, ist Kultur nicht weit. Auch heute ist es nicht anders. Deutschland ruft nach Fachkräften. Doch es werden wieder Menschen kommen, mit eigenen Bedürfnissen und Interessen. Das Theaterstück handelt von den ersten türkeistämmigen Gastarbeiter*innen, die in den 60er Jahren nach Deutschland gekommen sind. Ihre Entwicklung von Gastarbeiter*innen zu Migrant*innen und den danach folgenden Generationen. Anhand der Lieder und Dichtungen von Ruhi Su sollen die Arbeitsmigration und die Sehnsucht und die Schwierigkeiten, denen sich die Gastarbeiter*innen stellen mussten, erklärt werden. Seit der vierten Generation in Deutschland hat sich ein Wandel vollzogen. Die erste und zweite Generation haben sich noch deutlich als türkisch bezeichnet. Die dritte Generation ist davon schon so abgeschottet und hat einen noch größeren Konflikt in der Identitätsfindung, weil sie sich weder als deutsch noch als türkisch einordnen kann. Die Identitätsfindung wird durch äußere Einflüsse rassistischer oder diskriminierender Art weiter erschwert. Das Theaterstück dient dazu, einerseits das gesamte Thema der Arbeitsmigration kritisch aufzuarbeiten, aber auch dazu, aus Fehlern zu lernen, damit diese bei den Fachkräften nicht wiederholt werden. In einer Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen von Migrant*innenselbstorganisationen sollen die Erfahrungen aus der Gastarbeiter*innenzeit und die Weiterentwicklung dieser migrantischen Gruppen in Deutschland thematisiert werden. Insbesondere wird hier das Thema Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung aus der Sicht der einzelnen Migrant*innengruppen angesprochen. Hat die Fremdenfeindlichkeit tatsächlich zugenommen oder wird uns dies durch die Medien und insbesondere die Sozialen Medien nur so dargestellt? Oder durchläuft die Gesellschaft aktuell einen Wandel, durch den das Anderssein wieder auf stärkeren Gegenwind stößt? Zielgruppe Stadtbevölkerung Format Theateraufführung und Podiumsdiskussion Projektziele Rassismus und Diskriminierung der Arbeitsmigration der 60er Jahre sichtbar machen Sensibilisierung hinsichtlich aktueller gesamtgesellschaftlicher Diskussionen: Wer gehört dazu? Empowerment durch Sichtbarmachung der Verdienste der vierten Generation Ggf. Kooperationen Migrant*innenselbstorganisationen angefragt Projektzeitraum 01.02.2024 bis 31.10.2024 Fördersumme 8.000 Euro Gesamtkosten 11.500 Euro Titel ROMA MOBIL Museum Antragsteller*in EU-ROM e.V. Kurzbeschreibung Antiziganistische Denk -und Handlungsmuster, die seit Jahrhunderten in der Gesellschaft existieren, Stereotype in der Gesellschaft (Kriminalität etc.) werden von Rom*nja selbst, insbesondere von Kindern und Jugendlichen internalisiert. Hier setzt das Projekt an. Kinder, Jugendliche und Erwachsene setzen sich mit den Biographien berühmter Rom*nja auseinander und wollen solche Persönlichkeiten als Rom*nja sichtbarer machen. Auch ihre eigene Identität als Rom*nja - verbunden mit der Kultur und Sprache - soll verdeutlicht werden. Das Roma Mobil-Museum ist eine Erweiterung des Roma Museums, das zuletzt im Jahr 2022 durchgeführt wurde. Im Roma Mobil-Museum werden weitere Rom*nja-Persönlichkeiten und ihre Biographien recherchiert, aufgearbeitet und in einer ansprechenden Präsentationsform für die Öffentlichkeit dargestellt. Es wird eine umfangreiche Wanderausstellung und Präsentation produziert und überall dort präsentiert, wo Interesse dafür vorhanden ist. Das Projekt soll an drei verschiedenen Schulen in den Blick genommen werden. Ziel ist es, positive Bilder über eine Ethnie zu vermitteln. Es soll der Ablehnung, Ausgrenzung und Abwertung gegenüber einer gesamten Ethnie etwas entgegenhalten werden. Diese Präsentation der Biographien von Persönlichkeiten sollen als Vorbilder dienen, die das Selbstwertgefühl steigern und Mut geben sollen, sich zu behaupten und die Integration im Alltagsleben - in der Gesellschaft - voranbringen. Zielgruppe Kinder und Jugendliche Format Biographiearbeit und entsprechende Gesprächskreise Projektziele Sichtbarmachung von Rom*nja Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung Empowerment von Kindern und Jugendlichen Ggf. Kooperationen 3 Schulen Projektzeitraum 1.2-5.07.2024 (2.Halbjahr vom Schuljahr 2023/2024) Fördersumme 3.866,00 Euro Gesamtkosten 7.355,00 Euro Titel Menschenrechte, statt rechte Menschen! Antragsteller*in Forum Colonia für kulturelle Vielfalt e.V. Kurzbeschreibung Aktive Bekämpfung von Rassismus und Förderung von Menschenrechten: Durch Wissensvermittlung, Diskussionen und den Aufbau eines Netzwerks soll aktiv gegen Rassismus in verschiedenen Formen vorgegangen und die Sensibilisierung für Menschenrechte und Vielfalt gefördert werden. Die Exkursion zum EL-DE Haus erweitert diesen Rahmen durch die Vertiefung des Verständnisses für die Auswirkungen von Menschenfeindlichkeit und historische Hintergründe. Zielgruppe Jugendlichen und jungen Erwachsenen (Schüler*innen, Studierende, die sich für soziale und kulturelle Themen interessieren), interessierte Bürgern*innen (Personen aus verschiedenen Altersgruppen und beruflichen Hintergründen, die an einer aufgeklärten und inklusiven Gesellschaft interessiert sind) Format 45-minütige Seminare mit anschließenden moderierten Gruppengesprächen und eine Exkursio ins EL-DE Haus Projektziele Sensibilisierung und Aufklärung: Vermittlung von Wissen über Rassismus, Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus, um das Bewusstsein für diese Probleme zu schärfen. Reflexion und Diskussion: Ermöglichung von offenen Diskussionen und Reflexionen über Vorurteile, Stereotypen und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Bildung eines Netzwerks: Aufbau eines Netzwerks von Menschen, die sich für Menschenrechte und gegen Rassismus engagieren. Schaffung eines inklusiven Umfelds: Förderung eines Umfelds, in dem sich Menschen verschiedener Hintergründe wohl und akzeptiert fühlen. Erweitertes Verständnis durch die Exkursion zum EL-DE Haus in Köln, um den Teilnehmenden ein vertieftes Verständnis für die Auswirkungen von Menschenfeindlichkeit und historische Hintergründe zu vermitteln. Ggf. Kooperationen Partnerschaften und Kooperationen mit jüdischen und islamischen Gemeinden für unser Projekt. Die Entscheidung darüber wird jedoch erst in der Vorbereitungsphase getroffen, um die optimale Zusammenarbeit und Beteiligung aller Beteiligten sicherzustellen. Projektzeitraum 1.2-15.12.2024 Fördersumme 8.190,00 Euro Gesamtkosten 9.100,00 Euro Titel Wurzeln der Vielfalt – Empowerment-Festival für Machteilung & communityübergreifende Solidarität Antragsteller*in Freie Initiative: Sarah Tsehaye, Lisa Schulze, Christine-Joahn Meier Kurzbeschreibung Das "Empowerment Festival" vom 9. bis 12. Mai 2024 schafft Empowerment Spaces für "alle" durch intersektionale und interkommunale Solidarität. Im Zentrum des Festivals soll das Wohlbefinden und die Chance auf ganzheitliche Auszeit für strukturell mehrfachmarginalisierte und dadurch multikomplex belastete Menschen stehen. Ziel ist, niederschwelligen Zugang zu Wohlbefinden zu schaffen für Menschen, die aufgrund ihrer Mehrfachbetroffenheit oft nur sehr schwer oder sogar keinen Zugang dazu haben. Es umfasst sichere Räume (Safer Spaces), fördert mutige Dialoge (Brave Spaces) und setzt sich kritisch mit Weißsein als M achtsystem (Critical Whiteness) auseinander. Zusätzlich stärkt es die Gemeinschaft (Kompliz*innenschaft) als Plattform für inklusive Begegnungen mit dem nachhaltigen Ziel, Awareness-Konzepte weiterzuentwickeln und im Sinne eines Reallabors ganzheitlicher zu erproben. Die Veranstaltung betont Sichtbarkeit, Vernetzung und Nachhaltigkeit communityübergreifend von Kölner Akteur*innen. Lokale Initiativen und Expert*innen aus diversen Communities und Verbündete werden eingebunden, um multiplikatorische Auswirkungen in der Gemeinschaft zu erzielen. Das Festival fördert nicht nur Netzwerke, sondern betont in Zeiten zunehmender Frontenbildung die Kraft gemeinsamer Ziele und die Stärkung des Wir-Gefühls und Zusammenhalts. Zielgruppe • Von Rassismus und intersektionaler Diskriminierung/ Mehrfachdiskriminierung betroffene Menschen und Multiplikator*innen o In den Betroffenheitsdimensionen Colorism, Religion, Geschlecht, Sexualität, mit eigener Flucht- und Migrationserfahrung (vor und nach Einbürgerung), mit Beeinträchtigungen/Neurodivergenz, Körpervielfalt, Mütter of Color • Verbündete & Kompliz*innen / Weiße Eltern von Kindern of Color Format • 4-tägiges Festival mit mindestens 10 Empowerment Spaces, die in ganzheitlichen Formaten Köper (Körperarbeit/Sport), Seele (Healing/Wellness) und Geist (Reflexion/Bildung/Vernetzung/neue Konzepte denken) adressieren + Zwei Spaces zum Thema Critical Whiteness • Abschluss-Tag in Form eines Open Convention Space zur Vernetzung, Verbündeten-Arbeit sowie Initiation selbstorganisierter weiterführender Formate Projektziele Stärkung von Demokratie, Akzeptanz und gesellschaftlichem Zusammenhalt durch: Förderung des Bewusstseins für vielfältige Zugänge im Gesundheitskontext: Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Perspektive des "Wohlbefindens". Ziel ist eine Angleichung des Verständnisses der politischen Dimension von Zugängen zu Wohlbefinden (Critical Whiteness Gruppe). Betroffenen Personen wird Zugang zu „sicheren“ Räumen für Wohlbefinden geschaffen. Die Betrachtung auf den Ebenen – persönlich, strukturell und politisch – wird dabei vertieft und reflektiert. Förderung von intersektionaler und interkommunaler Solidarität zwischen „Communities of Color“ und „Weißen Verbündeten und Kompliz*innen“ durch Empowerment und offene Vernetzungsräume. Das Verständnis für Vielfalt und unterschiedliche Perspektiven stärken, um demokratische Werte zu festigen. Dies geschieht durch neue Räume und communityübergreifende Angebote. Förderung neuer Dimensionen von Awareness-Konzepten: Die Entwicklung und Förderung neuer Dimensionen von Awareness- Konzepten soll zu einem tieferen Verständnis für gesellschaftliche Herausforderungen beitragen, um aktiv an demokratischen Prozessen teilzunehmen und diese zu stärken. Nachhaltige Vernetzung und Impulse für selbstorganisierte Initiativen: Durch die Einbindung communityübergreifender selbstorganisierter Initiativen soll die Grundlage für eine engagierte und demokratische Gemeinschaft in Köln gestärkt werden, in der die Beteiligung von Verbündeten gefördert wird. Ggf. Kooperationen Migrant*innenselbstorganisationen, Vereine, Interkulturelle Zentren sowie freiberufliche BIPoC Professionals unterschiedlicher Branchen. Denkbare Partner*innen aus dem vorhandenen Netzwerk: In-Haus e.V., Coach e.V., Afrotreff, Free Food Wednesday/Vibes Day, Rice & Roots Kollektiv, Halo Halo Netwerk, Anyway Köln, agisra e.V., das Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V., rubicon e.V., die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. sowie PoC-owned Businesses. Projektzeitraum Februar bis Juni 2024 Fördersumme 10.000 Euro Gesamtkosten 11.200 Euro
Beschlussvorlage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle OB/16/162 Vorlagen-Nummer 4071/2023 Freigabedatum 15.01.2024 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Freigabe und Verteilung rassismuskritischer Projektmittel 2024- 1. Schritt Beschlussorgan Integrationsrat Gremium Datum Beschluss: Der Integrationsrat Köln beschließt – im ersten Schritt für das Jahr 2024 – die Verteilung von 98.411 Euro zur Förderung von Projekten der rassismuskritischen und antirassistischen Arbeit wie folgt: Nr. Antragsteller*in Projekttitel Fördersumme in Euro 1. Pamoja Afrika e.V. Rassismuskritische Veranstal- tungsreihe in der Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen 9.990 2. Kölner Forum gegen Rassismus & Diskri- minierung c/o Pamoja Afrika e.V. Köln Veranstaltungsreihe des Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung zum Internatio- nalen Tag gegen Rassismus 2024 10.000 3. Integrationshaus e.V. (AK Interkulturelle Zentren) VielfaltStärken: Gemeinsam ge- gen Rassismus und Armut 10.000 4. DTVK e.V. Rassimuskritische und diversi- tätssensible Arbeit in divers posi- tionierten Teams 3.150 5. Coach e.V.- Kölner Initiative für Bil- dungs- und Chan- cengerechtigkeit Empowerment Retreat Camp für von Rassismus betroffene Fach- kräfte und Multiplikator*innen 2024 9.720 6. Proud e.V. Proud Pop-Up Market und More 4.495 7. Lückenlos e.V. Raum für Alle an der Keupstr.- Veranstaltungsprogramm gegen Rassismus und Antisemitismus im ersten Halbjahr 2024 10.000 8. The Beautiful Minds e.V. PixieAllies 8.000 9. Rom e.V. E dejaki chib zurarel – Mutter- sprache stärkt 3.000 Integrationsrat 16.01.2024 2 10. Alevitisches Kultur- zentrum Köln-Porz u.U. e.V. "Melodien der Mut" 8.000 11. Aladin Sejdic Roma Mobil Museum 3.866 12. Forum Colonia für kulturelle Vielfalt e.V. Menschenrechte, statt rechte Menschen! 8.190 13. Sarah Tsehaye u.a. "Wurzeln der Vielfalt" – Em- powerment-Festival 10.000 Gesamt- summe 98.411 Der Projektzeitraum liegt zwischen Januar und Ende Dezember 2024. Zur Finanzierung der Maßnahme beschließt der Integrationsrat gleichzeitig die Freigabe der im Haushaltsplan 2023/2024 im Rahmen des Finanzauschussbeschlusses (AN/1726/2023) vom 30.09.2022 zugesetzten Mittel „Fördertopf Antirassismus-/Antidiskriminierungsarbeit“ i.H.v. 48.411 Euro für das Haushaltsjahr 2024 im Teilergebnisplan des Amtes für Integration und Viel-falt in der Produktgruppe 0504 – Freiwillige Sozialleistungen und Diversity, in der Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen. Die darüber hinaus erforderlichen Aufwandser- mächtigungen i.H.v. 50.000 Euro stehen im selbigen Teilergebnisplan zur Verfügung. 3 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 98.411 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Zusammenfassung in einfacher Sprache: Rassismus ist in unserer Stadt ein tagtägliches Alltagsproblem. Wenn Menschen z.B. wegen ihrer Hautfarbe oder Herkunft beleidigt oder angegriffen werden, dann nennen wir das Rassismus. Wir wollen keinen Rassismus in unserer weltoffenen, toleranten und vielfältigen Stadt. Daher unterstützt die Stadt Köln Projekte, Workshops und Ver- anstaltungen, die helfen, dass sich Menschen gegen Rassismus wehren und sich stark machen gegen Rassismus und Ausgrenzung. Die Stadt Köln setzt sich so für das vielfältige, friedliche Miteinander der Menschen in Köln ein. Es sind viele Anträge eingereicht worden. Für alle reicht das vorhandene Geld nicht aus. Daher wurden 13 Anträge ausgewählt. Sie sind inhaltlich gut und wenden unterschiedliche Methoden an. Was die Projekte machen, kann man in der beigefügten Übersicht nachlesen. Begründung: In den letzten Jahren hat sich ein zunehmend offen gezeigter Rassismus zu einer massiven Belastung des friedlichen Miteinanders sowie des Zusammenhalts in der 4 Gesellschaft entwickelt, was sich in den aktuellen Diskursen sowie in den medialen Berichten und Diskussionen deutlich zeigt. Daher ist – auch in Köln – der Bedarf an Präventions-, Sensibilisierungs - und Empowerment - Angeboten sehr hoch. Die Stadt Köln setzt sich bereits seit Jahren dafür ein, dieser Entwicklung entgegenzu- wirken und fördert neben der Arbeit der beiden nichtstädtischen Antidiskriminierungs- büros - Caritasverband für die Stadt Köln e.V. und Öffentlichkeit gegen Gewalt (Köln) e.V. - auch Maßnahmen aus Mitteln des „Antirassismus-Trainings“ im Rahmen des „Aktionsprogramms für ein friedliches Miteinander und gegen Intoleranz und Rechtsra- dikalismus“. Die klare Haltung der Stadt Köln stärkt damit das vielfältige, gewaltfreie und demokratische Miteinander. Gemäß § 22 Absatz 7 der Hauptsatzung der Stadt Köln weist der Rat dem Integrati- onsrat Mittel zu, über deren Verteilung der Integrationsrat nach einer vom Rat be- schlossenen Richtlinie entscheidet. Im Haushaltsjahr 2024 stehen 50.000 Euro aus dem laufenden Budget für die Förde- rung antirassistischer und rassismuskritischer Projekte („Mittel für Rassismustrai- ning“), zusätzlich 100.000 Euro aus dem politischen Veränderungsnachweis zum Haushaltsplan 2023/2024 aus dem „Fördertopf Antirassismuss-/Antidiskriminierungs- arbeit“ und somit also insgesamt 150.000 Euro zur Verfügung. Die über den politi- schen Veränderungsnachweis zugesetzten Mittel stehen unter dem Freigabevorbehalt des Fachausschusses. Der Bedarf und das Interesse den unterschiedlichsten Formen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vorzubeugen, sie zu thematisieren, Menschen zu sensibilisieren und zu empowern, zeigt sich sowohl in der Anzahl als auch in der Diversität der ge- stellten Anträge. Für die erste Förderperiode 2024 sind 16 Anträge eingegangen, mit einer Fördersumme von 136.000 Euro. Es werden nunmehr 13 Anträge eine Förde- rung erhalten mit einer Fördersumme von 98.411 Euro. Die Verwaltung wird eine weitere Beschlussvorlage zur zweiten Förderperiode in 2024 etwa zur Mitte des Jahres vorlegen. Für die zweite Förderperiode stehen – nach Be- willigung der vorgeschlagenen Förderungen - noch Restmittel von 51.589 Euro zur Verfügung. Von diesem Betrag müssen noch 22.500 € abgezogen werden, die mit Vorlage 0307/2023 in der Ratssitzung am 09.02.2023 für die „Filmproduktion ‚ Zeit- zeug*innen der NSU-Anschläge in Köln‘ inkl. Technikkosten etc.“ zur Verfügung ge- stellt wurden. https://buergerinfo.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=914830&type=do&#se- arch=%22verteilung%22 Demnach verbleiben für zusätzliche Anträge in der zweiten Förderperiode noch 29.089 €. Die ausgewählten Anträge werden vorgeschlagen, da sie den dringenden Bedarf auf- greifen, ihre Projekte an der Förderrichtlinie orientiert sind und mit einem gut nachvoll- ziehbaren Finanzplan eingereicht wurden. Zudem wird die Zielgruppe durch unter- schiedliche Methoden und Formate angesprochen. Sie umfassen eine Veranstal- tungsreihe zum Internationalen Tag gegen Rassismus, den 21.3., sowie Großveran- staltungen mit dem Schwerpunkt Empowerment, Workshops, Multiplikator*innen- Schulungen, Theaterworkshops und die Auseinandersetzungen mit digitalem Hass. Wie in der Vergangenheit wird es erneut Angebote für Kinder, Jugendliche und Er- wachsene mit und ohne eigene Rassismuserfahrung geben. Die Kurzbeschreibungen und Zielsetzungen zu jedem vorgeschlagenen Projekt sind im Anhang anhand kurzer Steckbriefe dargestellt. 5 Finanzierung: Die entsprechende Aufwandsermächtigung steht im Teilergebnisplan des Amtes für Integration und Vielfalt in der Produktgruppe 0504 – Freiwillige Sozialleistungen und Diversity, in der Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen im Haushaltsjahr 2024 im Haushaltsplan 2023/2024 zur Verfügung. Begründung der Dringlichkeit: Für Planung inkl. Anfragen und Buchungen von Referent*innen sowie der Durchfüh- rung von Maßnahmen ab Mitte Januar ist eine Entscheidung des Integrationsrates in seiner nächsten Sitzung am 16.01.2024 zwingend erforderlich. Aufgrund der umfang- reichen Prüfung der eingegangenen Anträge und Auswahl der förderfähigen Projekte kann die Vorlage erst verfristet vorgelegt werden.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (4)
- Keupstraße 2004
- Probsteigasse 2001
- Genovevastraße
- Alte Heide
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 4071/2023
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 15.01.2024
- Erstellt
- 12.12.2023 12:24