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V/0790/2020

Gemeinsamer Antrag der CDU-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL an den Rat A-R/0010/2020: Münster tritt dem Globalen Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte und Gemeinden bei

Vorlagen 07.08.2020

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Nächste Beratung: Haupt- und Finanzausschuss, Sitzung am 26.08.2020, TOP 14

Beschlussvorlage

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Anlage A

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A-R-0010-2020

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Beschlussvorlage

4160 Zeichen

V/0790/2020 
V/0790/2020 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Gemeinsamer Antrag der CDU-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL an den Rat 
A-R/0010/2020: Münster tritt dem Globalen Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte und 
Gemeinden bei 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   26.08.2020 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
Die Verwaltung wird beauftragt, zum Antrag der CDU-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die 
Grünen/GAL Nr. A-R/0790/2020 die Rahmenbedingungen und Erfordernisse für einen Beitritt zum 
WHO-Netzwerk „Age Friendly Cities“ hin zu prüfen, ggf. entsprechende Vorbereitungen zu treffen 
und dem Rat nach Vorberatung in den zu beteiligenden politischen Gremien im 3. Quartal 2021 ei-
nen Bericht mit Beschlussvorschlag vorzulegen. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
keine 
 
 
Begründung: 
Mit Antrag A-R/0010/2020 der Ratsfraktionen Bündnis 90/GAL/Die Grünen und CDU wird angeregt, 
dass die Stadt Münster dem Globalen Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte und Gemein-
den (WHO Global Network for Age-friendly Cities and Communities) beitritt. Der Antrag schlägt vor, 
die Verwaltung zu beauftragen, die Voraussetzungen einer Mitgliedschaft Münsters im „Globalen 
Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte und Gemeinden“ zu klären und einen Beitritt einzulei-
ten. 
 
Für den Netzwerkbeitritt ist ein Beschluss der Stadt oder Gemeinde erforderlich, mit dem ein konkre-
tes Maßnahmenprogramm für die kommenden drei Jahre benannt wird, welches fortlaufend zu aktua-
lisieren ist. Hierfür steht eine umfassende Checkliste zu den Themenfeldern öffentlicher und bebauter 
Raum, Verkehr, Wohnen, soziale Beteiligung, Respekt und soziale Integration, zivilgesellschaftliche 
Beteiligung und Beschäftigung, Kommunikation und Information sowie öffentliche und Gesundheits-
dienstleistungen zur Verfügung. Die gemachten Erfahrungen der dann durchgeführten Maßnahmen 
werden mit den anderen Mitgliedsstädten ausgetauscht.  
 
 
Sozialamt 
 
17.08.2020 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Frau Menke 
Telefon: 492-5025 
MenkeChristine@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0790/2020 
Mit der Mitgliedschaft wird der Zugriff auf ein weltweites Netzwerk mit Informationen und Erfahrungen, 
Austausch mit Fachleuten aus  Wissenschaft und Praxis sowie mit Personen und Institutionen ermög-
licht, die sich für eine Förderung der altersfreundlichen Städte und Gemeinden engagieren. Auch das 
eigene Engagement wird auf der WHO-Website „Age-friendly World“ dargestellt.  
 
Für die Mitgliedschaft wird kein finanzieller Beitrag erwartet. Jedoch erfordert eine Mitarbeit im Netz-
werk Zeit und Ressourcen für das Engagement für eine altersfreundliche Umgebung in der Stadt, 
ebenso für das Einbringen der eigenen Aktivitäten und Erfahrungen und den Austausch mit den 
Netzwerk-Mitgliedern. Hierfür muss eine Ansprechperson benannt werden. 
 
In Deutschland gibt es mit Radevormwald bisher erst ein Mitglied, in den Niederlanden 2, Dänemark 
1, Belgien 10, Norwegen 3, Schweden 4, Polen 6, Italien 2, Slowenien 6 Mitglieder; sehr viele Mitglie-
der gibt es in Großbritannien, Irland, Frankreich, Spanien und Portugal. Weltweit sind derzeit über 
1.000 Städte und Gemeinden aus 41 Ländern Mitglied im Netzwerk. Neben diesem Netzwerk gibt es 
auch die Healthy Cities der WHO, zu dem sich 1989 in Deutschland das „Gesunde Städte-Netzwerk“ 
mit inzwischen 87 Mitgliedern gebildet hat, in dem Münster auch Mitglied ist. 
 
Die Verwaltung wird unter Beteiligung unterschiedlicher Expertinnen und Experten auch im Austausch 
mit Radevomwald und weiteren interessierten Städten in Deutschland, ggf. auch aus den Nachbar-
ländern, die Vor- und Nachteile erörtern, den zu erwartenden Aufwand ermitteln und zusammenstel-
len als Entscheidungsgrundlage für einen möglichen Beitritt zum WHO-Netzwerk Age-friendly Cities. 
Auf der Grundlage dieser Informationen wird die Verwaltung dem Rat nach Vorberatung in den zu 
beteiligenden Gremien im 3. Quartal 2021 einen Entscheidungsvorschlag präsentieren. 
 
 
In Vertretung 
 
gez. 
 
Cornelia Wilkens 
Stadträtin 
 
 
Anlagen: 
Anlage A 
Antrag A-R/0010/2020

Anlage A

2074 Zeichen

Anlage A zur V/0790/2020 
Kurzüberblick 
Die Verwaltung wird beauftragt,  die Rahmenbedingungen und Erfordernisse für einen Beitritt zum 
WHO-Netzwerk „Age-friendly Cities“ zu prüfen und einen Bericht mit Beschlussvorschlag im 3. 
Quartal 2021 dem Rat vorzulegen. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Mit der Vorlage wird das Ziel 
 Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwi-
ckeln: 
 mit hoher Umwelt- und Naturqualität 
 mit breitem Freizeit- und Sportangebot 
 mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft 
Teilziel: Überprüfung, ob Münster die Rahmenbedingungen und Erfordernisse einer Age-friendly 
City erfüllt. 
Zielerreichung: Beschlussvorschlag zum Beitritt in das WHO-Netzwerk „Age-friendly Cities“. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 0503 Sicherung besonderer sozialer Bedarfe 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja X Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja X Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja X Nein   
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
X vollständig 
freiwillig 
Die Verwaltung wird durch den Rat beauftragt zu überprüfen, ob Münster die Rahmenbedingun-
gen und Erfordernisse für einen Beitritt in das WHO-Netzwerk „Age-friendly Cities“ erfüllt. 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Auswirkungen auf 
 Unterschiedliche Bedarfe unter dem Aspekt Geschlechtergerechtigkeit, 
 Inklusion im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention, 
 migrationspolitische Aussagen, 
 Aspekte der Demografie im Sinne des im VV verabschiedeten Fragenkatalogs, 
 klimaschutzrelevante Aspekte, 
werden im Rahmen der Überprüfung der Anforderungen für eine Age-friendly City erfasst und 
überprüft.

A-R-0010-2020

4504 Zeichen

Antrag an den Rat A-R/0010/2020 
 
 
 
 
 
 
03.04.2020 
Ratsantrag 
Münster tritt dem Globalen Netzwerk der WHO für altersfreundliche 
Städte und Gemeinden (WHO Global Network for Age-friendly Cities 
and Communities) bei 
 
Der Rat möge beschließen: 
1.  Die Stadt Münster tritt dem „Globalen Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte 
und Gemeinden“ bei.  
2.  Die Verwaltung wird beauftragt, die Voraussetzungen einer Mitgliedschaft Münsters 
im „Globalen Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte und Gemeinden “ zu 
klären und einen Beitritt einzuleiten. 
3.  Die Verwaltung wird gebeten, hierzu zeitnah zu berichten.   
 
Begründung: 
Das „Globale Netzwerk der WHO für altersfreundliche Städte und Gemeinden“ ist ein 
globales Netzwerk und eine Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die 
Mitgliederstädte verpflichten sich, den Bedürfnissen älterer Menschen erhöhte 
Aufmerksamkeit zu schenken. Es wurde 2010 gegründet.  Die Basis bildet das Konzept 
„Aktiv Altern“ der WHO, mit dem die Rahmenbedingungen und Vorschläge für politisches 
Handeln definiert werden. 
https://extranet.who.int/agefriendlyworld/   
Ziele ist die Schaffung eines weltweiten Netzwerkes von Städten und Gemeinden, die 
eine altersfreundliche Gestaltung anstreben, einen weltweiten Austausch von Ideen, 
Fragen und Beispielen aus der Praxis u.a. zur Gestaltung des direkten Wohnumfelds der 
Bürgerinnen und Bürger vor dem Hintergrund demografischer Herausforderungen.  
Die Städte und Regionen können ihre Maßnahmen und Initiativen hierzu im Rahmen des 
Netzwerkes darstellen und hierdurch auch Anregungen für die Gestaltung und 
Weiterentwicklung auch für andere Städte geben. Die Infos werden im „Global Database 
of Age-friendly Practices“ bereitgestellt. 
Aktuell sind 1000 Städte und Gemeinden in 41 Ländern Mitglied im Netzwerk 
(http://apps.who.int/agefriendlycitiesmap/ ).

2 
 
In Europa sind bereits weit über 100 Städte unterschiedlicher Größe dem WHO-
Netzwerk beigetreten: von Stockholm, Göteborg, Oslo, Reykjavik, Amsterdam, Den 
Haag, Paris, London, Glasgow, Dublin, Straßburg, Brüssel, Bern, bis hin zu sehr vielen 
kleineren und mittelgroßen Städten gerade in Frankreich, Spanien, Portugal, Irland, 
Belgien, Skandinavien oder Polen. Dabei stehen in vielen Städten altengerechte und 
barrierefreie Stadt- und Quartiersgestaltung, Mobilität und Verweilmöglichkeiten, 
Unterstützungssysteme für Wohnung und Alltag, Gesundheitsprävention, 
selbstbestimmte Wohn- und Pflegeformen bis hin zu Begegnungs-, Teilhabe- und 
Beteiligungsmöglichkeiten im Fokus. 
Während in Europa bereits eine Vielzahl von Kommunen diesem Netzwerk beigetreten 
sind, ist die Beachtung in Deutschland für eine Beteiligung an dem WHO-Netzwerk 
bisher leider noch gering ausgeprägt. In Deutschland stehen wir somit noch am Anfang 
dieser Entwicklung. Bislang ist nur die Stadt Radevormwald Mitglied des weltweiten 
Netzwerkes „Altersgerechter Städte“.  Das sollte sich ändern. Hamburg hat seinerseits 
schon Interesse signalisiert beizutreten. 
Münster wäre sicher besonders prädestiniert, sich dem „Globalen Netzwerk der WHO für 
altersfreundliche Städte und Gemeinden“ anzuschließen. Mitglied im nationalen 
„Gesunde Städte“- Netzwerk (GSN) ist Münster bereits und kann auf seine Erfahrungen 
in Städtenetzwerken zurückgreifen. 
Münster erfüllt bereits viele Anforderungen, die an eine altersgerechte Kommune zu 
stellen sind. So hat Münster bereits als erste Kommune in Deutschland einen Masterplan 
„Altersgerechte Quartiere inklusiv“ beschlossen, ein Konzept zur Mobilität im Alter ist in 
Arbeit. Zudem haben wir in Münster eine verbindliche Pflegebedarfsplanung eingeführt. 
Schließlich wurde der Ausbau von ambulanten Wohn- und Pflegeformen wie 
Pflegewohngemeinschaften und Mehrgenerationenwohnen vorangebracht und als ein 
Baustein für eine altersgerechte Stadt- und Quartiersentwicklung verankert.  
Mit dem Ziel, möglichst lange selbstverantwortliche Lebensführung von älteren und 
pflegebedürftigen Menschen zu sichern, einer verbindlichen Pflegebedarfsplanung, 
einem flächendeckenden Ausbau von Quartiersstützpunkten in den nächsten Jahren und 
der Gestaltung altersgerechter Quartiere hat die Stadt Münster die Benchmarks gesetzt. 
Das hat auch die Gemeindeprüfungsanstalt NRW (GPA) in ihrem jüngsten Prüfbericht 
herausgestellt und angekündigt zukünftig auch anderen Städten Münster als Vorbild bei 
der kommunalen Pflegeplanung zu empfehlen.  
 
Stefan Weber Otto Reiners 
und Fraktion und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

26.08.2020 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 14 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0790/2020
Typ
Vorlagen
Datum
07.08.2020
Erstellt
06.10.2020 14:37