2015/0031
Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr in der Heinrich-Fuhr-Straße und am Breslauer Platz
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Seite 1 von 2 Anregungen aus der Bürgerversammlung zur Fahrradstraße Heinrich-Fuhr-Straße Anregung Ergebnis der Prüfung (Stand: Mai 2014) 1 Heinrich -Fuhr -Straße / Grundsätzliches 1.1 Shared -Space statt Fahrradstraße Shared -Space in der Heinrich -Fuhr -Straße würde voraussichtlich am Verkehrsgeschehen und den Problemen nichts ändern. Das Shared-Space- Konzept ist in der deutschen Straßenverkehrsord- nung derzeit nicht vorgesehen und daher nicht um- setzbar (allenfalls als Modellversuch). 1.2 Für den Auto -Durchgangsverkehr baulich sperren (am Waldmühlenweg) Es ist kaum Kfz -Durchgangsverkehr erkennbar. D ie Fahrzeuge sind überwiegend Nutzer der Sportstät- ten oder Anlieger der Heinrich-Fuhr-Straße und der einmündenden Straßen. 1.3 Einbahnstraße West -Ost für Kfz Im östlichen Abschnitt ist eine Einbahnstraßenreg e- lung nicht sinnvoll, da der Verkehr aus der Gegen- richtung über sehr schmale Anliegerstraßen abge- wickelt werden müsste. Im westlichen Abschnitt ist eine Einbahnstraßenre- gelung machbar und soll auch in West-Ost-Richtung eingerichtet werden. 1.3 Verkehrs - und Parkregelungen bei Sportve r- anstaltungen + Badebetrieb? Die vorhandenen Regelungen (Halteverbote in b e- stimmten Abschnitten) sind ausreichend. Die Ein- haltung muss kontrolliert werden. 1.4 Kennzeichnen von Parkplätzen zur Verme i- dung von zugeparkten Einfahrten Eine Ausweisung ( Markierung ) von Parkplätzen ist nicht möglich, da die verbleibende Rest-Fahrbahn- breite nicht ganz den Anforderungen der Feuerwehr entspricht. 1.5 Rechts -vor -links -Regelung beibehalten zur Vermeidung von Fahrradrennstrecke Da Fahrräder im flachen Gelände kaum die G e- schwindigkeit von 30km/h überschreiten können, ist dies nicht erforderlich. 1.6 Konflikt mit TSG - und Trainingsbad -Verkehr entschärfen, eindeutige Vorfahrtsregeln schaffen Die Vorfahrt in der Kreuzung ist eindeutig (Rechts - vor-Links). Die Ausfahrt aus dem TSG-Gelände ist wartepflichtig und wird durch einen Bordstein ver- deutlicht. Auf dem Platz vor dem Trainingsbad kommen ver- schiedene Richtungen und Verkehrsarten (Kfz, Rad und Fuß) zusammen, hier ist gegenseitige Rück- sichtnahme gefordert. 2 Am Bota nischen Garten / Waldmühlenweg / Gundol fstraße 2 .1 Parkmarkierungen im Waldmühlenweg, um a) Gehwege freizuhalten und b) mehr Parkplätze bei Sportveranstaltun- gen zu haben Um den Gehweg auf der Ostseite freizuhalten, wird Parken auf der Fahrbahn markiert. 2 .2 Gefahr durch Radfahrende auf dem Fußweg Gundolfstraße für Anwohner Eine Beschilderung „Fußgänger“ für den bekiesten Gehweg ist bereits vorhanden, ein Zusatzschild wird zukünftig die Radfahrenden auf die asphaltier- te Fahrbahn verweisen. 3 Breslauer Platz 3.1 Entfernung der Altpapiercontainer Es ist im Zuge der Fahrrad straßenplanung vorges e- hen, die Container zu entfernen. 3.2 Planungen sehr gut Vielen Dank für diese Beurteilung . Seite 2 von 2 Anregung Ergebnis der Prüfung (Stand: Mai 2014) 4 Verbindung zur Innenstadt / Woogsdamm /Heinrich -Fuhr -Straße -West 4 .1 Woogsdamm als Fahrradstraße Dies ist auf dem Weg auf dem Woogsdamm au f- grund der Fußgänger nicht möglich und nicht sinn- voll. 4 .2 Woogsdamm besser befestigen Der Weg auf dem Woogsdamm wurde im August 2013 saniert. 4 .3 2. Rampe schnellstmöglich bauen Bestandteil der Planung. 4 .4 Gegenüber der Rampen Zugang zum G e- hweg sichern (Bordsteinabsenkung/Poller) Bestandteil der Planung . 4 .5 Einbahnstraße West -Ost für Kfz Eine Einbahnstraße in West -Ost -Richtung (nur für Kfz, Radfahrer dürfen in beiden Richtungen fahren) ist in der Planung vorgesehen und wird mit Aus- weichstellen kombiniert, da auch bei einer Ein- bahnstraßenregelung der Platz neben parkenden Fahrzeugen für die Begegnung von Kfz und Rad nicht ausreicht. 4 .6 Fahrbahnverbreiterung entlang der Grün - fläche Dies ist aufgrund der derzeitigen Randbedingungen (Festlegung als Grünfläche, Baumschutz) nicht möglich. 5 Weiterführung Richtung Innenstadt 5.1 Anschluss Jugendherberge – Mülleranlage einbeziehen Separates Projekt im Zusammenhang mit der U m- gestaltung der Landgraf-Georg-Straße. 5.2 Verbindung Ost -West (Lichtwiese – h_da) noch unklar, hierfür keine Verbesserung Separates Projekt (Gesamtstadt -Radroutennetz) . 5.3 Anbindung Innenstadt mangelhaft: Dar m- straße / Lindenhofstraße / Fußgängerzone Separates Projekt (Gesamtstadt -Radroutennetz) . 6 Verbindung Edelsteinviertel - Woogsviertel 6.1 Ausbau der Wegeverbindung für Elly -Heuss - Knapp-Schule und Kindergarten im Edel- steinviertel Dies wird für sinnvoll gehalten und in einem sep a- raten Projekt weiterverfolgt; im Rahmen der Fahr- radstraße werden die Bordsteine in der Einmün- dung des Weges abgesenkt. 6.2 Schulweg über Schnittspahnstraße führen Die Schulwegeplanung ist ein separates Thema, das mit den Schulen erarbeitet und abgestimmt wird. 6.3 Grünbrücke / Fahrradbrücke über Hanauer Landstraße Vielen Dank für diese Anregung.
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Heinrich-Fuhr-Straße und Breslauer Platz im Radroutennetz Wegweiser am Woog / Froschweg Wegweiser am Breslauer Platz Vivarium 15 15 13 13 R 8 Woog Sportanlagen Botanischer Garten TUD Lichtwiese TUD Innenstadt Paulusviertel Martinsviertel City Oberfeld Roßdorf R 8 Radverkehrsnetz Radhauptroute Radverkehrsgrundnetz Freizeit-/ Radwanderroute geplante Fahrradstraße
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-Fuhr-Straße\Magistratsvorlage\Anlagen+Pläne\Pläne MV gez.Heinrich-FUhr-Straße.dwg @i\\ | Freibad Anlage a) miele > oderstr, 9] Rd 1 Ic URN Am Judente & Ar 4 H Share UHofgu &h „es (5 Oberfeld Str — cvin Kalkr, ‚dörfer , Ge | 90 €: Kiesstt.— M berg", een stiht II ei SS A = | Institute I ö ahulibs-küh — Institut für © & =) S m 5 > >, Seren N Yivarium Schnitt B-B Übersichtsplan M. ca. 1:10.000 Fahrbahn $ “ Tiefbord Gehweg Legende Bordstein (vorhanden / geplant) Bordsteinabsenkung (vorhanden / geplant) Übergangs-Bordstein (geplant) Markierung (vorhanden / geplant) Radfurt Fußgängerfurt Fahrbahnbegrenzung Schachbrettmarkierung (0,50m x 0,50m) Grundstückszufahrt Grünmarkierung Fahrradstraße Poller (vorhanden / geplant / entfernen) Gehwegbefestigung, Betonsteinpflaster Gehwegplatten Fahrbahn oder Gehweg, Asphalt Rückbau von Wegen / Raseneinsaat Straßenablauf (vorhanden / geplant) 4: Verbindung zwischen Gundolfstraße und Breslauer Platz Kabelkanal zlı vorhanderiem Schacht PeU ll LLELUULLUULI LUUTEETTIIETTTIETTPEETFe 2 Beton-Poller Mast und ausbauen Signalgeber für den Radverkehr 4.06 + ni Tiefbord 7 = efbord ge [Eros Signalgeber für den Radverkehr Art Bearbeitet Geprüft Änderungen Zur Ausführung freigegeben Planung abgeschlossen Darmstadt... Wissenschaftsstadt Darmstadt der Magistrat Straßenverkehrs- und Tiefbauamt Radverkehrsverbindung Woogsdamm / Heinrich-Fuhr- Anlage Plan-Nr. 2.2 Planart Straße / Breslauer Platz Lageplan Detail 4+5 Radfurt 1:\Abt_66_2\66_2_S\_PROJEKTE\0302_Fahrradstraßen\Fahrradstraßen_Darmstadt\Fahrradstraße Heinrich. 1:250 Darmstadt, Januar 2015 Dezernat Ill gez. Zuschke Cornelia Zuschke Stadträtin Straßenverkehrs- und Tiefbauamt . Boß „.Ing.(TH) D. Boß Amtsleiter I11-66/2-S TB-1170 Gezeichnet: Weber 20.11.2014 Datum: gez. Brockhoff |gez. Mertens sB SGL gez. Ranly ABL. 5: Kreuzung Breslauer Platz / Heinrichstraße / Eugen-Kogon-Sraße (früher: Petersenstraße) 66.4 Z. Mitzeichnung gez. Stoll gez. Fath 67 gez. Pilz gez. Groos gez. Kuhn
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Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
04.02.2015
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III Dezernat IV an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Straßenverkehrs-
und Tiefbauamt
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
III 66
IV 20
Stvv
Vorlage-Nr. 2015/0031
Magistratsbeschluss-Nr.
41
Produkt-Nr.: 541010
Kostenstelle: 066-100-1000 Investitionsnummer: 08066-6091
Kostenträger: 5410-11 Sachkonto: 0952010
Betreff: Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr in der Heinrich-Fuhr-Straße und am
Breslauer Platz
Vorlage vom: 28.01.2015
Beschlussvorschlag :
1. Den Maßnahmen zu Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr in der Heinrich-Fuhr-
Straße mit einem Kostenaufwand von insgesamt ca. 65.000 Euro wird zugestimmt.
2. Den Maßnahmen zu Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr am Breslauer Platz mit
einem Kostenaufwand von insgesamt ca. 106.000 Euro wird zugestimmt.
3. Der Finanzierung aus Haushaltsausgaberesten aus der Kostenstelle 066-100-1000,
Investitionsnummer 08066-6091 – Ausbau von Radwegen – wird zugestimmt.
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Anlagen: Streckenübersicht im Radroutennetz
Lageplan Fahrradstraße Heinrich-Fuhr-Straße
Lageplan Detail Heinrich-Fuhr-Straße
Lageplan Detail Breslauer Platz
Tabelle Anregungen Bürgerversammlung Heinrich-Fuhr-Straße
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 11.02.2015
Der Vorlage wird zugestimmt.
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Begründung zur Magistratsvorlage vom 28. Januar 2015
Verfahren zur Planung von Fahrradstraßen
Am „Runden Tisch Radverkehr“ wurde Ende 2010 vereinbart, sich mit den Möglichkeiten von
Fahrradstraßen zur Förderung des Radverkehrs zu befassen. Hierzu wurde ein begleitender
„Sondertermin Fahrradstraßen“ ins Leben gerufen. Dieser hat das Auswahlverfahren, die
Planung und die Bürgerbeteiligung intensiv begleitet. Teilnehmende waren Vertreter der
Fraktionen, von Verkehrsverbänden, lokalen Umwelt- und Bürgerinitiativen sowie der
Verwaltung.
Die ersten Planungsschritte und –ergebnisse wurden mit der Magistratsvorlage Nr. 2012/0261
„Planung von Fahrradstraßen für Darmstadt“ zur Kenntnis genommen und beschlossen, die
Planungen zu den Fahrradstraßen weiter zu betreiben und die Bürgerbeteiligungen
durchzuführen. In einer ersten Prioritätsstufe für die Umsetzung waren die Wilhelminenstraße,
die Heinrich-Fuhr-Straße, die Pankratiusstraße, der Straßenzug Greinstraße – Im Erlich, der
Schreberweg und der Straßenzug Im Harras – Rabenaustraße ausgewählt worden.
Für diese Straßen wurde nach einer gründlichen Analyse der Rahmenbedingungen für den
Radverkehr jeweils ein Konzept erstellt und Maßnahmen (Vorplanung) definiert. Dabei wurden
folgende Aspekte berücksichtigt:
• Einbindung in das vorhandene Radverkehrsnetz, die Fahrradroutenführung und
Radverkehrs-Wegweisung,
• Anschlüsse an weiterführende Strecken in den anschließenden Knotenpunkten,
• Minimierung von Konflikten mit anderen Verkehrsteilnehmern (Kraftfahrzeugfahrer oder
Fußgänger),
• Raumbedarf für die Begegnungsfälle der verschiedenen Fahrzeuge,
• straßenverkehrsrechtliche Ausweisung als Fahrradstraße (Beschilderung),
• Fahrbahnmarkierungen zur Verdeutlichung der Fahrradstraße,
• Zustand der Fahrbahn-Oberflächen.
Umfassende Informationen (Planungen, Bürgerbeteiligung, häufige Fragen, Runder Tisch
Radverkehr, Pressespiegel etc.) zu den geplanten Fahrradstraßen sind im städtischen Internet
veröffentlicht unter:
http://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/mobilitaet-und-verkehr/fahrradstrassen-
fuer-darmstadt/index.htm.
Die Heinrich-Fuhr-Straße soll nach der Wilhelminen- und Pankratiusstraße als dritte Fahrrad-
straße in Darmstadt eingerichtet werden.
Planung für die Heinrich-Fuhr-Straße
Bereits in der Analyse- und Konzeptphase hat sich gezeigt, dass in der Heinrich-Fuhr-Straße
neben den Radfahrern vor allem die Fußgänger keine guten Bedingungen vorfinden. Daher
wurden von Anfang an – neben dem Radverkehr – auch den Themen Gehwege,
Überquerbarkeit, Konfliktminimierung zwischen Fuß- und Radverkehr sowie Sicherheit und
Erkennbarkeit bei der Führung des Fuß- und Radverkehrs große Aufmerksamkeit geschenkt.
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Es wurden Verkehrszählungen und -beobachtungen durchgeführt und ausgewertet sowie die
Radverkehrsführung am Breslauer Platz analysiert. Darauf aufbauend wurden Vorplanungen
erstellt und mit betroffenen Fachämtern, Eigenbetrieben, Dienststellen und Gremien
abgestimmt. Die Bürger wurden im Rahmen einer Bürgerversammlung an der Vorplanung
beteiligt.
Die Ergebnisse der Diskussionen beim Runden Tisch, der Bürgerbeteiligung, der
Abstimmungsprozesse und der Zählungs-Auswertungen sind weitmöglich in die Planung
eingeflossen.
Lage und Bedeutung für den Fuß- und Radverkehr
Die Heinrich-Fuhr-Straße ist Teil eines Straßenzugs, der sich im Süden entlang des Grünzugs
am Darmbach (Rudolf-Mueller-Anlage, Woog, Sportgelände, Botanischen Garten und Vivarium)
erstreckt (siehe Anlage 1).
Sie hat in diesem Zusammenhang eine hohe Bedeutung
• für den Freizeitverkehr zu Fuß und mit dem Rad: von der Innenstadt, dem Kapellplatzviertel
und dem Woogsviertel zu den o.g. Einrichtungen oder weiter in Richtung Lichtwiese,
Roßdorf oder Traisa. Der hessische Fernradweg Nr. 8 und der Radwanderweg 13 des
Odenwaldclubs führen über den östlichen Abschnitt.
• für den Alltagsverkehr mit dem Rad zu den TU-Standorten Botanischer Garten und
Lichtwiese.
• für die Nahraummobilität der angrenzenden Wohnviertel: Spielplätze, Freibad und
Sportstätten werden hierüber erschlossen.
Die Heinrich-Fuhr-Straße wird von zwei weiteren wichtigen Fuß- und Radverbindung gekreuzt:
• in Höhe Heidenreichstraße/ Froschweg: ausgeschilderte Radwanderwege in Richtung
Mathildenhöhe, Rosenhöhe und Oberfeld, Stadtteilverbindung Woogsviertel
• am Botanischen Garten: Verbindung Edelsteinviertel – Woogsviertel (Nahversorgung und
Schulweg zur Elly-Heuss-Knapp-Schule)
Verkehrsaufkommen
Im Zeitraum von April bis Juni 2012 wurden Verkehrszählungen am Knotenpunkt Heinrich-
Fuhr-Straße / Heidenreichstraße / Froschweg durchgeführt: eine Ganztageszählung mit
Videobeobachtung an einem repräsentativen Werktag, sowie eine ergänzende Kurzzeit-Zählung
an einem Samstagnachmittag. Außerdem lagen Daten einer Verkehrszählung vom Nov. 2011
(außerhalb der Radverkehrssaison) am Breslauer Platz vor. Danach setzt sich der Verkehr
werktags folgendermaßen zusammen:
Straße
Gesamt
(Fahrzeuge/24h)
davon
Kfz
Anteil
davon
Fahrrad
Anteil
Heinrich-Fuhr-Straße West 1.330 820 62 % 510 38 %
Weg Woogsdamm/ Grünanlage 660 6 1 % 650 99 %
Heinrich-Fuhr-Straße Ost 1.790 360 20 % 1.430 80 %
Breslauer Platz (Nov.) 4.190 3.220 77 % 970 23 %
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In der Heinrich-Fuhr-Straße ist das Kraftfahrzeug-Aufkommen mit weniger als 1.000 Kfz in 24
h sehr gering. Im westlichen Abschnitt wird es durch die Zufahrt zu den Sportanlagen
(Trainingsbad und TSG 1846) geprägt, östlich davon sind mit 360 Kraftfahrzeugen fast nur
noch Anlieger unterwegs. Der Radverkehrsanteil im gesamten Knotenpunkt vor dem
Trainingsbad beträgt werktags rund 60 % und samstags fast 70 %. Der Radverkehrsanteil auf
der Heinrich-Fuhr-Straße beträgt 38 % im Westabschnitt (weil viele Radfahrende hier statt der
Straße den gemeinsamen Fuß- und Radweg in der Grünanlage auf dem Woogsdamm nutzen)
und 80 % im Ostabschnitt.
Die straßenverkehrsrechtliche Voraussetzung laut StVO-VwV2009 (Verwaltungsvorschrift zur
Straßenverkehrsordnung) für eine Fahrradstraße, dass der Radverkehr „die vorherrschende
Verkehrsart ist oder dies alsbald zu erwarten ist“, ist somit zumindest für die östlichen
Abschnitte der Heinrich-Fuhr-Straße erfüllt. Für den Westabschnitt bleibt abzuwarten, inwieweit
sich der Radverkehr zukünftig von der Grünanlage auf die Straße verlagern wird.
Circa ein halbes Jahr nach der Umgestaltungsmaßnahme soll anhand erneuter
stichprobenartiger Verkehrszählungen festgestellt werden, inwieweit sich die Quantität von
Rad- und Kraftfahrzeug-Verkehr in den beiden Abschnitten der Heinrich-Fuhr-Straße verändert
haben.
Bürgerbeteiligung
Für die Heinrich-Fuhr-Straße wurde am 20.06.2012 im neuen TU-Hörsaal am Botanischen
Garten eine Veranstaltung zur Bürgerinformation und -beteiligung durchgeführt. Neben den
Einladungen über die örtliche Presse und den Internetauftritt der Stadt Darmstadt wurde auch
mittels Plakaten in den Straßen und in Einrichtungen mit Publikumsverkehr sowie mittels
öffentlich ausgelegten Einladungskarten auf die Veranstaltung hingewiesen. Die Anlieger der
Heinrich-Fuhr-Straße und einmündender Straßen bekamen die Einladung zusätzlich in den
Briefkasten. Den ca. 50 Besuchern der Veranstaltung wurden Analyse, Konzept und Vorplanung
für den gesamten Streckenverlauf (Heinrich-Fuhr-Straße, Am Botanischen Garten, östliche
Gundolfstraße bis zum Breslauer Platz bzw. zur Überquerung der Heinrichstraße in Richtung
Lichtwiese / Vivarium) vorgestellt.
Bei den Diskussionen gab es neben allgemeiner Zustimmung oder Kritik auch eine Fülle von
konstruktiven Fragen und Anregungen seitens der Bürger. Diese wurden gesammelt und
fachlich geprüft. Einige Vorschläge der Bürgerbeteiligung erwiesen sich bei der Prüfung als
nicht gesetzes- oder regelkonform oder waren aus anderen Gründen nicht umsetzbar. Eine
Tabelle mit allen angesprochenen Punkten und dem jeweiligen Prüfungsergebnis ist als Anlage
beigefügt.
In die Planung eingeflossen sind unter anderem:
• Einbahnstraße in Ost-Richtung in der Heinrich-Fuhr-Straße im Abschnitt zwischen
Beckstraße und Trainingsbad,
• Entfernung der Altpapiercontainer am Breslauer Platz,
• neue Standorte für die Glas-, Textil- und Kleinelektrogeräte-Container,
• Sicherung des Zugangs zum Gehweg gegenüber der bestehenden Rampe vom Woogsdamm.
Weitere Punkte werden in andere Planungen oder Projekte aufgenommen:
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• Einbeziehung des Anschlusses Jugendherberge – Rudolf-Mueller-Anlage (im Zusammenhang
mit der Umgestaltung der Landgraf-Georg-Straße),
• Weiterführung der Route zur Innenstadt bzw. zum TU-Standort Stadtmitte (im
Zusammenhang mit dem Gesamtstadt-Radroutennetz),
• Ausbau der Wegeverbindung Am Botanischen Garten (Verbindung zwischen Edelstein- und
Woogsviertel / Schulwegeplan).
Eine Dokumentation des Bürgerinformationstermins mit allen gezeigten Vorträgen und
weiteren Materialien ist im Internet veröffentlicht:
http://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/mobilitaet-und-verkehr/fahrradstrassen-fuer-
darmstadt/fahrradstrassen-veranstaltung-heinrich-fuhr-strasse/index.htm.
Verbesserungen für den Rad- und Fußverkehr im westlichen Abschnitt der Heinrich-Fuhr-Straße
Die heutige ausgeschilderte Radverkehrsroute von der Innenstadt zur Lichtwiese führt von der
Landgraf-Georg-Straße aus über den Woogsdamm. Daher nutzen fast zwei Drittel der
Radfahrenden diesen gemeinsamen Fuß- und Radweg und nicht die Fahrbahn. Das führt
insbesondere an den beiden Spielplätzen zwischen Woog und Heinrich-Fuhr-Straße zu
Konflikten mit Fußgängern und spielenden Kindern. An Werktagen sind hier ca. 600
Radfahrende pro Tag unterwegs, davon viele Studierende mit Ziel Universitätsstandorte
Lichtwiese und Botanischer Garten. Sie sollen mit einer weiteren Rampe zur Heinrich-Fuhr-
Straße die Möglichkeit zum Umfahren des Spielplatzbereichs erhalten. Diese soll mit einem
kunstharzgebundenen Drainagebelag befestigt werden. Die vorhandene Rampe wird auf 2,50 m
Breite zurückgebaut und dient zukünftig überwiegend dem Fußverkehr.
Gegenüber der bestehenden Rampe ist eine Gehwegaufweitung auf der Südseite der Heinrich-
Fuhr-Straße geplant, um den Fußgängern eine sichere und barrierefreie Querung anzubieten.
Das war bereits im Zusammenhang mit Bordsteinabsenkungen (Magistratsvorlage Nr.
2009/0341) beschlossen worden und wird bezogen auf diese Querungsstelle mit dieser
Magistratsvorlage konkretisiert.
An der Einmündung Heinrich-Fuhr-Straße / Schlosserstraße ist eine Ergänzung des
Gehwegplattenbelags erforderlich, um den gegenüberliegenden Weg zwischen den beiden
Spielplätzen in der Grünanlage am Woogsdamm besser erreichen zu können.
Die baulich verbesserten Querungsstellen auf der Fahrbahn werden mit Fußgänger- bzw.
Kindersymbol gekennzeichnet.
Auf der Südseite der Heinrich-Fuhr-Straße wird Parken am Fahrbahnrand heute geduldet. Die
verbleibende Fahrbahnbreite reicht nicht für die Begegnung von zwei Fahrzeugen aus, es
kommt häufiger zu kritischen Situationen beim Rangieren oder Ausweichen. Daher ist
vorgesehen, die westliche Heinrich-Fuhr-Straße zu einer Einbahnstraße für Kfz in West-Ost-
Richtung zu machen. Dies wurde auf der Bürgerversammlung von vielen Teilnehmern
gewünscht.
Radfahrende dürfen die Straße weiterhin in beide Richtungen benutzen. Damit eine gefahrlose
Begegnung zwischen Radfahrenden und Kraftzeugen möglich ist, sind Ausweichstellen
erforderlich. Die vorhandenen Grundstückszufahrten liegen für diesen Zweck relativ günstig,
lediglich kurz vor dem Gebäude Heinrich-Fuhr-Straße Nr. 7 muss über eine sogenannte
Grenzmarkierung eine zusätzliche Ausweichstelle freigehalten werden.
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Mit der geplanten Verlagerung des Radverkehrs vom Woogsdamm auf die Fahrbahn wird der
Radverkehr auf der Fahrbahn voraussichtlich zunehmen – eine Ausweisung als Fahrradstraße
wird zu einem späteren Zeitpunkt erneut geprüft.
Fahrradstraße Heinrich-Fuhr-Straße / Gundolfstraße
Im östlichen Abschnitt der Heinrich-Fuhr-Straße, zwischen der Kreuzung am Trainingsbad und
dem Botanischem Garten, wird eine Fahrradstraße eingerichtet. Sie wird für den Kfz-Verkehr
freigegeben, damit Bewohner und Besucher der Heinrich-Fuhr-Straße sowie der Sportanlagen
sie auch mit Kraftfahrzeugen weiterhin nutzen können. Radfahrer haben jedoch Vorrang und
dürfen beispielsweise nebeneinander fahren. In einer Fahrradstraße gilt 30 km/h als
Höchstgeschwindigkeit.
Im Abschnitt zwischen Hicklerstraße und Botanischem Garten wurde schon im November 2013
die schadhafte Asphaltdecke erneuert, sodass keine weiteren baulichen Verbesserungen
notwendig sind.
Die Fahrradstraße wird durch Verkehrszeichen und grüne Fahrbahnmarkierungen zu Beginn
der Streckenabschnitte und in Kreuzungsbereichen gekennzeichnet. Gerade in einer der ersten
Fahrradstraßen Darmstadts ist eine mehrfache und auffällige Kennzeichnung wichtig, da viele
Verkehrsteilnehmer dieses vor mehr als 20 Jahren eingeführte Element der
Straßenverkehrsordnung noch nicht kennen.
Die Fahrradstraße soll gegenüber einmündenden Straßen mit einem sehr geringeren
Verkehrsaufkommen (Wilhelm-Jäger- und Hicklerstraße) Vorfahrt erhalten. Am östlichen Ende
der Heinrich-Fuhr-Straße, wo der für Radfahrer freigegebene Fußweg „Am Botanischen Garten“
einmündet, sind eine Absenkung der Bordsteine sowie die Oberflächenbefestigung von zu
querenden Teilen eines Grünstreifens vorgesehen.
Östliche Gundolfstraße
Im östlichen Abschnitt der Gundolfstraße (zwischen Waldmühlweg und Roßdörfer Straße /
Breslauer Platz) wird die derzeitige Verkehrsführung und Verkehrsregelung für Kraftfahrzeuge
als Sackgasse für drei anliegende Grundstücke beibehalten. Die Fahrbahn der Gundolfstraße,
die derzeit am südlichen Ende zur Roßdörfer Straße hin verschwenkt, wird auf der Linie der
heutigen Trampelpfade bis zum Breslauer Platz verlängert.
Breslauer Platz
Die Fuß- und Radverkehrsführung am Breslauer Platz wird neu geordnet, da die heutige
Situation viele für den Fuß- und Radverkehr ungünstige Aspekte aufweist: inakzeptabler
Zustand auf der Ostseite des Breslauer Platzes und eine teilweise umständliche und nicht
mehr regelkonforme Radverkehrsführung und –wegweisung im gesamten Platzbereich.
Am Breslauer Platz stehen mittelfristig eine Neuordnung der Verkehrsflächen, der Freiflächen
(Darmbachrenaturierung) und der Bebauung an. Auch die Technische Universität Darmstadt
überplant derzeit den gesamtem Bereich des Standorts Lichtwiese, was sicherlich auch
Auswirkungen auf die Radverkehrserschließung über die Eugen-Kogon-Straße (ehemalige
Petersenstraße) haben wird. Diese Rahmenplanungen und Konzepte sind noch nicht konkret
genug, um sie bei der jetzigen Planung für den Breslauer Platz berücksichtigen zu können.
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Daher beschränkt sich die vorliegende Planung auf einfache und kostengünstige, aber effektive
Maßnahmen zur kurzfristigen Verbesserung der Situation für den Fuß- und Radverkehr:
• Der Radverkehr wird innerhalb der Tempo-30-Zone Breslauer Platz / Roßdörfer Straße
grundsätzlich auf der Fahrbahn abgewickelt und mit möglichst wenig Fahrbahnquerungen
und Zwischenstopps über die Kreuzung geleitet. Der Seitenraum bleibt den Fußgängern
vorbehalten.
• Ausnahmen von diesem Prinzip bilden der benutzungspflichtige Zwei-Richtungs-Radweg an
der Heinrichstraße stadtauswärts in Richtung Roßdorf und der nicht benutzungspflichtige
Weg entlang der Eugen-Kogon-Straße.
• Auf der Ostseite des Breslauer Platzes entsteht eine in beide Richtungen zu benutzende
Fahrradstraße. Seitlich der Fahrradstraße wird ein Gehstreifen markiert, um auch dem
Fußverkehr einen barrierefreien Weg auf der Ostseite des Breslauer Platzes anbieten zu
können. Am südlichen Ende, wo sich die Radroute querende Fußgänger konzentrieren, wird
mittels einer Schachbrettmarkierung eine Mischfläche gekennzeichnet.
• Die vorhandene Radroutenbeschilderung bzw. Radwegweisung am gesamten Breslauer
Platz wird entsprechend der neu konzipierten Radverkehrsführung angepasst.
• Die Papiercontainer entfallen an diesem Standort. Für alle anderen Container wurden in
Abstimmung mit dem EAD im Bereich des Breslauer Platzes Ersatzstandorte festgelegt.
• Zur Überquerung der Heinrichstraße werden für den Radverkehr neue Furten angelegt, die
den direkten Fahrlinien der jeweils stärksten Radverkehrsströme entsprechen. Die
Signalisierung der östlichen Furt wird ergänzt.
• Zwischen der Haltestelle „Botanischer Garten / Vivarium“ in Fahrtrichtung stadtauswärts
und der Lichtsignalanlage an der Kreuzung Heinrichstraße wird der Gehweg ergänzt.
Kosten
Die Kosten (Bruttobeträge, gerundet) für die beschriebenen Maßnahmen, Planungen,
Voruntersuchungen und Beteiligungsverfahren betragen:
Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr in der Heinrich-Fuhr-Straße
Konzept 2.000 Euro
Verkehrszählungen und Auswertung (anteilig) 2.000 Euro
Bürgerinformation und –beteiligung und Öffentlichkeitsarbeit (anteilig) 4.000 Euro
Baumaßnahmen 31.000 Euro
Markierung und Beschilderung 12.000 Euro
Planung und Bauleitung 10.000 Euro
Unvorhersehbares 4.000 Euro
Summe 65.000 Euro
Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr am Breslauer Platz
Konzept 2.000 Euro
Verkehrszählungen und Auswertung (anteilig) 2.000 Euro
Bürgerinformation und –beteiligung und Öffentlichkeitsarbeit (anteilig) 4.000 Euro
Baumaßnahmen 49.000 Euro
Markierung und Beschilderung 13.000 Euro
Planung und Bauleitung 15.000 Euro
Unvorhersehbares 6.000 Euro
Lichtsignalanlage (Planung, Umbau, Steuergerät, Programmierung) 15.000 Euro
Summe 106.000 Euro
- 10 -
Die Maßnahmen sind nicht beitragspflichtig.
Nach Beschluss der Magistratsvorlage wird die Planung der Öffentlichkeit über die Medien und
den städtischen Internetauftritt sowie den Anliegern über Informationsblätter vorgestellt.
Darmstadt, 28.01.2015
III-66/2 S- Tb 1170-Bro-Wg
Nst. 2156
Die Dezernentin III Der Dezernent IV
Cornelia Zuschke André Schellenberg
Stadtbaurätin Stadtkämmerer
2015/0031
19848 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Straßenverkehrs -
und Tiefbauamt OBW bei abschl. Be-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2015/0031
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 541010
Kostenstelle: 066-100-1000 Investitionsnummer: 08066-6091
Kostenträger: 5410-11 Sachkonto: 0952010
Betreff: Verbesserungen für den Fuß - und Radverkehr in der Heinrich -Fuhr-Straße und am
Breslauer Platz
Vorlage vom: 28.01.2015
Beschlussvorschlag :
1. Den Maßnahmen zu Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr in der Heinrich-Fuhr-
Straße mit einem Kostenaufwand von insgesamt ca. 65.000 Euro wird zugestimmt.
2. Den Maßnahmen zu Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr am Breslauer Platz mit
einem Kostenaufwand von insgesamt ca. 106.000 Euro wird zugestimmt.
3. Der Finanzierung aus Haushaltsausgaberesten aus der Kostenstelle 066-100-1000, Investi-
tionsnummer 08066-6091 – Ausbau von Radwegen – wird zugestimmt.
- 2 -
Anlagen: Streckenübersicht im Radroutennetz
Lageplan Fahrradstraße Heinrich -Fuhr-Straße
Lageplan Detail Heinrich -Fuhr-Straße
Lageplan Detail Breslauer Platz
Tabelle Anregungen Bürgerversammlung Heinrich -Fuhr-Straße
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 28. Januar 2015
Verfahren zur Planung von Fahrradstraßen
Am „Runden Tisch Radverkehr“ wurde Ende 2010 vereinbart, sich mit den Möglichkeiten von
Fahrradstraßen zur Förderung des Radverkehrs zu befassen. Hierzu wurde ein begleitender
„Sondertermin Fahrradstraßen“ ins Leben gerufen. Dieser hat das Auswahlverfahren, die Pl a-
nung und die Bürgerbeteiligung intensiv begleitet. Teilnehmende waren Vertreter der Frakti o-
nen, von Verkehrsverbänden, lokalen Umwelt- und Bürgerinitiativen sowie der Verwaltung.
Die ersten Planungsschritte und –ergebnisse wurden mit der Magistratsvorlage Nr. 2012/0261
„Planung von Fahrradstraßen für Darmstadt“ zur Kenntnis genommen und beschlossen, die
Planungen zu den Fahrradstraßen weiter zu betreiben und die Bürgerbeteiligungen durchzu-
führen. In einer ersten Prioritätsstufe für die Umsetzung waren die Wilhelminenstraße, die
Heinrich-Fuhr-Straße, die Pankratiusstraße, der Straßenzug Greinstraße – Im Erlich, der
Schreberweg und der Straßenzug Im Harras – Rabenaustraße ausgewählt worden.
Für diese Straßen wurde nach einer gründlichen Analyse der Rahmenbedingungen für den Ra d-
verkehr jeweils ein Konzept erstellt und Maßnahmen (Vorplanung) definiert. Dabei wurden fo l-
gende Aspekte berücksichtigt:
Einbindung in das vorhandene Radverkehrsnetz, die Fahrradroutenführung und Radve r-
kehrs-Wegweisung,
Anschlüsse an weiterführende Strecken in den anschließenden Knotenpunkten,
Minimierung von Konflikten mit anderen Verkehrsteilnehmern (Kraftfahrzeugfahrer oder
Fußgänger),
Raumbedarf für die Begegnungsfälle der verschiedenen Fahrzeuge,
straßenverkehrsrechtliche Ausweisung als Fahrradstraße (Beschilderung),
Fahrbahnmarkierungen zur Verdeutlichung der Fahrradstraße,
Zustand der Fahrbahn-Oberflächen.
Umfassende Informationen (Planungen, Bürgerbeteiligung, häufige Fragen, Runder Tisch Ra d-
verkehr, Pressespiegel etc.) zu den geplanten Fahrradstraßen sind im städtischen Internet ve r-
öffentlicht unter: http://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/mobilitaet-und-
verkehr/fahrradstrassen-fuer-darmstadt/index.htm.
Die Heinrich-Fuhr-Straße soll nach der Wilhelminen- und Pankratiusstraße als dritte Fahrrad-
straße in Darmstadt eingerichtet werden.
Planung für die Heinrich-Fuhr-Straße
Bereits in der Analyse- und Konzeptphase hat sich gezeigt, dass in der Heinrich-Fuhr-Straße
neben den Radfahrern vor allem die Fußgänger keine guten Bedingungen vorfinden. Daher
wurden von Anfang an – neben dem Radverkehr – auch den Themen Gehwege, Überquerbar-
keit, Konfliktminimierung zwischen Fuß- und Radverkehr sowie Sicherheit und Erkennbarkeit
bei der Führung des Fuß- und Radverkehrs große Aufmerksamkeit geschenkt.
- 4 -
Es wurden Verkehrszählungen und -beobachtungen durchgeführt und ausgewertet sowie die
Radverkehrsführung am Breslauer Platz analysiert. Darauf aufbauend wurden Vorplanungen
erstellt und mit betroffenen Fachämtern, Eigenbetrieben, Dienststellen und Gremien abge-
stimmt. Die Bürger wurden im Rahmen einer Bürgerversammlung an der Vorplanung beteiligt.
Die Ergebnisse der Diskussionen beim Runden Tisch, der Bürgerbeteiligung, der Abstim-
mungsprozesse und der Zählungs-Auswertungen sind weitmöglich in die Planung eingeflossen.
Lage und Bedeutung für den Fuß- und Radverkehr
Die Heinrich-Fuhr-Straße ist Teil eines Straßenzugs, der sich im Süden entlang des Grünzugs
am Darmbach (Rudolf-Mueller-Anlage, Woog, Sportgelände, Botanischen Garten und Vivarium)
erstreckt (siehe Anlage 1).
Sie hat in diesem Zusammenhang eine hohe Bedeutung
für den Freizeitverkehr zu Fuß und mit dem Rad: von der Innenstadt, dem Kapellplatzviertel
und dem Woogsviertel zu den o.g. Einrichtungen oder weiter in Richtung Lichtwiese, Roß-
dorf oder Traisa. Der hessische Fernradweg Nr. 8 und der Radwanderweg 13 des Ode n-
waldclubs führen über den östlichen Abschnitt.
für den Alltagsverkehr mit dem Rad zu den TU-Standorten Botanischer Garten und Licht-
wiese.
für die Nahraummobilität der angrenzenden Wohnviertel: Spielplätze, Freibad und Sport-
stätten werden hierüber erschlossen.
Die Heinrich-Fuhr-Straße wird von zwei weiteren wichtigen Fuß- und Radverbindung gekreuzt:
in Höhe Heidenreichstraße/ Froschweg: ausgeschilderte Radwanderwege in Richtung Mat-
hildenhöhe, Rosenhöhe und Oberfeld, Stadtteilverbindung Woogsviertel
am Botanischen Garten: Verbindung Edelsteinviertel – Woogsviertel (Nahversorgung und
Schulweg zur Elly-Heuss-Knapp-Schule)
Verkehrsaufkommen
Im Zeitraum von April bis Juni 2012 wurden Verkehrszählungen am Knotenpunkt Heinrich-
Fuhr-Straße / Heidenreichstraße / Froschweg durchgeführt: eine Ganztageszählung mit
Videobeobachtung an einem repräsentativen Werktag, sowie eine ergänzende Kurzzeit -Zählung
an einem Samstagnachmittag. Außerdem lagen Daten einer Verkehrszählung vom Nov. 2011
(außerhalb der Radverkehrssaison) am Breslauer Platz vor. Danach setzt sich der Verkehr
werktags folgendermaßen zusammen:
Straße
Gesamt
(Fahrzeuge/24h)
davon
Kfz
Anteil
davon
Fahrrad
Anteil
Heinrich-Fuhr-Straße West 1.330 820 62 % 510 38 %
Weg Woogsdamm/ Grünanlage 660 6 1 % 650 99 %
Heinrich-Fuhr-Straße Ost 1.790 360 20 % 1.430 80 %
Breslauer Platz (Nov.) 4.190 3.220 77 % 970 23 %
- 5 -
In der Heinrich-Fuhr-Straße ist das Kraftfahrzeug-Aufkommen mit weniger als 1.000 Kfz in 24
h sehr gering. Im westlichen Abschnitt wird es durch die Zufahrt zu den Sportanlagen (Trai-
ningsbad und TSG 1846) geprägt, östlich davon sind mit 360 Kraftfahrzeugen fast nur noch
Anlieger unterwegs. Der Radverkehrsanteil im gesamten Knotenpunkt vor dem Trainingsbad
beträgt werktags rund 60 % und samstags fast 70 %. Der Radverkehrsanteil auf der Heinrich-
Fuhr-Straße beträgt 38 % im Westabschnitt (weil viele Radfahrende hier statt der Straße den
gemeinsamen Fuß- und Radweg in der Grünanlage auf dem Woogsdamm nutzen) und 80 % im
Ostabschnitt.
Die straßenverkehrsrechtliche Voraussetzung laut StVO-VwV2009 (Verwaltungsvorschrift zur
Straßenverkehrsordnung) für eine Fahrradstraße, dass der Radverkehr „die vorherrschende
Verkehrsart ist oder dies alsbald zu erwarten ist“, ist somit zumindest für die östlichen Ab-
schnitte der Heinrich-Fuhr-Straße erfüllt. Für den Westabschnitt bleibt abzuwarten, inwieweit
sich der Radverkehr zukünftig von der Grünanlage auf die Straße verlagern wird.
Circa ein halbes Jahr nach der Umgestaltungsmaßnahme soll anhand erneuter stichprobena r-
tiger Verkehrszählungen festgestellt werden, inwieweit sich die Quantität von Rad- und Kraft-
fahrzeug-Verkehr in den beiden Abschnitten der Heinrich-Fuhr-Straße verändert haben.
Bürgerbeteiligung
Für die Heinrich-Fuhr-Straße wurde am 20.06.2012 im neuen TU-Hörsaal am Botanischen Gar-
ten eine Veranstaltung zur Bürgerinformation und -beteiligung durchgeführt. Neben den Einla-
dungen über die örtliche Presse und den Internetauftritt der Stadt Darmstadt wurde auch mit-
tels Plakaten in den Straßen und in Einrichtungen mit Publikumsverkehr sowie mittels öffen t-
lich ausgelegten Einladungskarten auf die Veranstaltung hingewiesen. Die Anlieger der Hei n-
rich-Fuhr-Straße und einmündender Straßen bekamen die Einladung zusätzlich in den Brief-
kasten. Den ca. 50 Besuchern der Veranstaltung wurden Analyse, Konzept und Vorplanung für
den gesamten Streckenverlauf (Heinrich-Fuhr-Straße, Am Botanischen Garten, östliche Gund-
olfstraße bis zum Breslauer Platz bzw. zur Überquerung der Heinrichstraße in Richtung Licht-
wiese / Vivarium) vorgestellt.
Bei den Diskussionen gab es neben allgemeiner Zustimmung oder Kritik auch eine Fülle von
konstruktiven Fragen und Anregungen seitens der Bürger. Diese wurden gesamme lt und fach-
lich geprüft. Einige Vorschläge der Bürgerbeteiligung erwiesen sich bei der Prüfung als nicht
gesetzes- oder regelkonform oder waren aus anderen Gründen nicht umsetzbar. Eine Tabelle
mit allen angesprochenen Punkten und dem jeweiligen Prüfungsergebnis ist als Anlage beige-
fügt.
In die Planung eingeflossen sind unter anderem:
Einbahnstraße in Ost-Richtung in der Heinrich-Fuhr-Straße im Abschnitt zwischen Beckstra-
ße und Trainingsbad,
Entfernung der Altpapiercontainer am Breslauer Platz,
neue Standorte für die Glas-, Textil- und Kleinelektrogeräte-Container,
Sicherung des Zugangs zum Gehweg gegenüber der bestehenden Rampe vom Woogsdamm .
Weitere Punkte werden in andere Planungen oder Projekte aufgenommen:
Einbeziehung des Anschlusses Jugendherberge – Rudolf-Mueller-Anlage (im Zusammenhang
mit der Umgestaltung der Landgraf-Georg-Straße),
- 6 -
Weiterführung der Route zur Innenstadt bzw. zum TU-Standort Stadtmitte (im Zusammen-
hang mit dem Gesamtstadt-Radroutennetz),
Ausbau der Wegeverbindung Am Botanischen Garten (Verbindung zwischen Edelstein- und
Woogsviertel / Schulwegeplan).
Eine Dokumentation des Bürgerinformationstermins mit allen gezeigten Vorträgen und weit e-
ren Materialien ist im Internet veröffentlicht:
http://www.darmstadt.de/leben-in-darmstadt/mobilitaet-und-verkehr/fahrradstrassen-fuer-
darmstadt/fahrradstrassen-veranstaltung-heinrich-fuhr-strasse/index.htm.
Verbesserungen für den Rad- und Fußverkehr im westlichen Abschnitt der Heinrich-Fuhr-Straße
Die heutige ausgeschilderte Radverkehrsroute von der Innenstadt zur Lichtwiese führt von der
Landgraf-Georg-Straße aus über den Woogsdamm. Daher nutzen fast zwei Drittel der Radfah-
renden diesen gemeinsamen Fuß- und Radweg und nicht die Fahrbahn. Das führt insbesondere
an den beiden Spielplätzen zwischen Woog und Heinrich-Fuhr-Straße zu Konflikten mit Fuß-
gängern und spielenden Kindern. An Werktagen sind hier ca. 600 Radfahrende pro Tag unter-
wegs, davon viele Studierende mit Ziel Universitätsstandorte Lichtwiese und Botanischer Ga r-
ten. Sie sollen mit einer weiteren Rampe zur Heinrich-Fuhr-Straße die Möglichkeit zum Umfah-
ren des Spielplatzbereichs erhalten. Diese soll mit einem kunstharzgebundenen Drainagebelag
befestigt werden. Die vorhandene Rampe wird auf 2,50 m Breite zurückgebaut und dient zu-
künftig überwiegend dem Fußverkehr.
Gegenüber der bestehenden Rampe ist eine Gehwegaufweitung auf der Südseite der Heinrich-
Fuhr-Straße geplant, um den Fußgängern eine sichere und barrierefreie Querung anzubieten.
Das war bereits im Zusammenhang mit Bordsteinabsenkungen (Magistratsvorlage Nr.
2009/0341) beschlossen worden und wird bezogen auf diese Querungsstelle mit dieser M a-
gistratsvorlage konkretisiert.
An der Einmündung Heinrich-Fuhr-Straße / Schlosserstraße ist eine Ergänzung des Gehweg-
plattenbelags erforderlich, um den gegenüberliegenden Weg zwischen den beiden Spielplätzen
in der Grünanlage am Woogsdamm besser erreichen zu können.
Die baulich verbesserten Querungsstellen auf der Fahrbahn werden mit Fußgänger- bzw. Kin-
dersymbol gekennzeichnet.
Auf der Südseite der Heinrich-Fuhr-Straße wird Parken am Fahrbahnrand heute geduldet. Die
verbleibende Fahrbahnbreite reicht nicht für die Begegnung von zwei Fahrzeugen aus, es
kommt häufiger zu kritischen Situationen beim Rangieren oder Ausweichen. Daher ist vorgese-
hen, die westliche Heinrich-Fuhr-Straße zu einer Einbahnstraße für Kfz in West-Ost-Richtung zu
machen. Dies wurde auf der Bürgerversammlung von vielen Teilnehmern gewünscht.
Radfahrende dürfen die Straße weiterhin in beide Richtungen benutzen. Damit eine gefahrlose
Begegnung zwischen Radfahrenden und Kraftzeugen möglich ist, sind Ausweichstellen erfor-
derlich. Die vorhandenen Grundstückszufahrten liegen für diesen Zweck relativ günstig, ledig-
lich kurz vor dem Gebäude Heinrich-Fuhr-Straße Nr. 7 muss über eine sogenannte Grenzmar-
kierung eine zusätzliche Ausweichstelle freigehalten werden.
Mit der geplanten Verlagerung des Radverkehrs vom Woogsdamm auf die Fahrbahn wird der
Radverkehr auf der Fahrbahn voraussichtlich zunehmen – eine Ausweisung als Fahrradstraße
wird zu einem späteren Zeitpunkt erneut geprüft.
- 7 -
Fahrradstraße Heinrich-Fuhr-Straße / Gundolfstraße
Im östlichen Abschnitt der Heinrich-Fuhr-Straße, zwischen der Kreuzung am Trainingsbad und
dem Botanischem Garten, wird eine Fahrradstraße eingerichtet. Sie wird für den Kfz-Verkehr
freigegeben, damit Bewohner und Besucher der Heinrich-Fuhr-Straße sowie der Sportanlagen
sie auch mit Kraftfahrzeugen weiterhin nutzen können. Radfahrer haben jedoch Vorrang und
dürfen beispielsweise nebeneinander fahren. In einer Fahrradstraße gilt 30 km/h als Höchstge-
schwindigkeit.
Im Abschnitt zwischen Hicklerstraße und Botanischem Garten wurde schon im November 2013
die schadhafte Asphaltdecke erneuert, sodass keine weiteren baulichen Verbesserungen not-
wendig sind.
Die Fahrradstraße wird durch Verkehrszeichen und grüne Fahrbahnmarkierungen zu Beginn
der Streckenabschnitte und in Kreuzungsbereichen gekennzeichnet. Gerade in einer der ersten
Fahrradstraßen Darmstadts ist eine mehrfache und auffällige Kennzeichnung wichtig, da viele
Verkehrsteilnehmer dieses vor mehr als 20 Jahren eingeführte Element der Straßenverkehrs-
ordnung noch nicht kennen.
Die Fahrradstraße soll gegenüber einmündenden Straßen mit einem sehr geringeren Verkehrs-
aufkommen (Wilhelm-Jäger- und Hicklerstraße) Vorfahrt erhalten. Am östlichen Ende der Hein-
rich-Fuhr-Straße, wo der für Radfahrer freigegebene Fußweg „Am Botanischen Garten“ ein-
mündet, sind eine Absenkung der Bordsteine sowie die Oberflächenbefestigung von zu que-
renden Teilen eines Grünstreifens vorgesehen.
Östliche Gundolfstraße
Im östlichen Abschnitt der Gundolfstraße (zwischen Waldmühlweg und Roßdörfer Straße /
Breslauer Platz) wird die derzeitige Verkehrsführung und Verkehrsregelung für Kraftfahrzeuge
als Sackgasse für drei anliegende Grundstücke beibehalten. Die Fahrbahn der Gundolfstraße,
die derzeit am südlichen Ende zur Roßdörfer Straße hin verschwenkt, wird auf der Linie der
heutigen Trampelpfade bis zum Breslauer Platz verlängert.
Breslauer Platz
Die Fuß- und Radverkehrsführung am Breslauer Platz wird neu geordnet, da die heutige Situ a-
tion viele für den Fuß- und Radverkehr ungünstige Aspekte aufweist: inakzeptabler Zustand auf
der Ostseite des Breslauer Platzes und eine teilweise umständliche und nicht mehr regelkon-
forme Radverkehrsführung und –wegweisung im gesamten Platzbereich.
Am Breslauer Platz stehen mittelfristig eine Neuordnung der Verkehrsflächen, der Freiflächen
(Darmbachrenaturierung) und der Bebauung an. Auch die Technische Universität Darmstadt
überplant derzeit den gesamtem Bereich des Standorts Lichtwiese, was sicherlich auch Au s-
wirkungen auf die Radverkehrserschließung über die Eugen-Kogon-Straße (ehemalige Pe-
tersenstraße) haben wird. Diese Rahmenplanungen und Konzepte sind noch nicht konkret ge-
nug, um sie bei der jetzigen Planung für den Breslauer Platz berücksichtigen zu können.
Daher beschränkt sich die vorliegende Planung auf einfache und kostengünstige, aber effektive
Maßnahmen zur kurzfristigen Verbesserung der Situation für den Fuß- und Radverkehr:
Der Radverkehr wird innerhalb der Tempo-30-Zone Breslauer Platz / Roßdörfer Straße
grundsätzlich auf der Fahrbahn abgewickelt und mit möglichst wenig Fahrbahnquerungen
- 8 -
und Zwischenstopps über die Kreuzung geleitet. Der Seitenraum bleibt den Fußgängern
vorbehalten.
Ausnahmen von diesem Prinzip bilden der benutzungspflichtige Zwei-Richtungs-Radweg an
der Heinrichstraße stadtauswärts in Richtung Roßdorf und der nicht benutzungspflichtige
Weg entlang der Eugen-Kogon-Straße.
Auf der Ostseite des Breslauer Platzes entsteht eine in beide Richtungen zu benutzende
Fahrradstraße. Seitlich der Fahrradstraße wird ein Gehstreifen markiert, um auch dem Fuß-
verkehr einen barrierefreien Weg auf der Ostseite des Breslauer Platzes anbieten zu können.
Am südlichen Ende, wo sich die Radroute querende Fußgänger konzentrieren, wird mittels
einer Schachbrettmarkierung eine Mischfläche gekennzeichnet.
Die vorhandene Radroutenbeschilderung bzw. Radwegweisung am gesamten Breslauer
Platz wird entsprechend der neu konzipierten Radverkehrsführung angepasst.
Die Papiercontainer entfallen an diesem Standort. Für alle anderen Container wurden in
Abstimmung mit dem EAD im Bereich des Breslauer Platzes Ersatzstandorte festgelegt.
Zur Überquerung der Heinrichstraße werden für den Radverkehr neue Furten angelegt, die
den direkten Fahrlinien der jeweils stärksten Radverkehrsströme entsprechen. Die Signal i-
sierung der östlichen Furt wird ergänzt.
Zwischen der Haltestelle „Botanischer Garten / Vivarium“ in Fahrtrichtung stadtauswärts
und der Lichtsignalanlage an der Kreuzung Heinrichstraße wird der Gehweg ergänzt.
Kosten
Die Kosten (Bruttobeträge, gerundet) für die beschriebenen Maßnahmen, Planungen, Voru n-
tersuchungen und Beteiligungsverfahren betragen:
Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr in der Heinrich-Fuhr-Straße
Konzept 2.000 Euro
Verkehrszählungen und Auswertung (anteilig) 2.000 Euro
Bürgerinformation und –beteiligung und Öffentlichkeitsarbeit (anteilig) 4.000 Euro
Baumaßnahmen 31.000 Euro
Markierung und Beschilderung 12.000 Euro
Planung und Bauleitung 10.000 Euro
Unvorhersehbares 4.000 Euro
Summe 65.000 Euro
Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr am Breslauer Platz
Konzept 2.000 Euro
Verkehrszählungen und Auswertung (anteilig) 2.000 Euro
Bürgerinformation und –beteiligung und Öffentlichkeitsarbeit (anteilig) 4.000 Euro
Baumaßnahmen 49.000 Euro
Markierung und Beschilderung 13.000 Euro
Planung und Bauleitung 15.000 Euro
Unvorhersehbares 6.000 Euro
Lichtsignalanlage (Planung, Umbau, Steuergerät, Programmierung) 15.000 Euro
Summe 106.000 Euro
- 9 -
Die Maßnahmen sind nicht beitragspflichtig.
Nach Beschluss der Magistratsvorlage wird die Planung der Öffentlichkeit über die Medien und
den städtischen Internetauftritt sowie den Anliegern über Informationsblätter vorgestellt.
Darmstadt, 28.01.2015
III-66/2 S- Tb 1170-Bro-Wg
Nst. 2156
Die Dezernentin III Der Dezernent IV
Cornelia Zuschke André Schellenberg
Stadtbaurätin Stadtkämmerer
anlage 3
1977 Zeichen
-Fuhr-Straße\Magistratsvorlage\Anlagen+Pläne\Pläne MV gez.Heinrich-FUhr-Straße.dwg 1:\Abt_66_2\66_2_S\_PROJEKTE\0302_Fahrradstraßen\Fahrradstraßen_Darmstadt\Fahrradstraße Heinrich Sms „weg |& Oberfeld I a 3=& cn Ko ee aphır- & 729, SHofgut © Katıl enerstr. IN FE] 2 „Wi E Bedkstr su /rk Sir ng 0 | ‚Kiesstr. — = 37 ) ‚il ——g 5 Diltheyweg Sidgat- Gasbet9 Mr, Ne weder Inge gen Be + \ = © © BN- FaN® EN + all Institut für Wfalturpflanzenl Vivarium Schnitt A-A Übersichtsplan M. ca. 1:10.000 9 Heinric Fuss- und h-Fuhr-Straße dem Woogsd © gsdamm Zwischenwegwei: iser für den Radverkehr Rückbau der vorhandenen Rampe auf 2,50m Breite Bordstein (vorhanden / geplant) Bordsteinabsenkung (vorhanden / geplant) Übergangs-Bordstein (geplant) Parkstandsmarkierung (vorhanden / geplant) Grundstückszufahrt Poller (vorhanden / geplant) Gehwegbefestigung, Betonsteinpflaster Gehwegplatten Fahrbahn oder Gehweg, Asphalt Fuß- und Radweg, Kunstharzgebundener Drainagebelag Rückbau von Wegen / Raseneinsaat Straßenablauf (vorhanden / geplant) Art Bearbeitet Geprüft Änderungen 1: Fußgängerquerung / Rampe für den Radverkehr Zur Ausführung freigegeben Spielplatz Heinrich-Fuhr.Stra Be 27 | Brogyaı Spielplatz Ka Zufahrt Botanischer Garten Planung abgeschlossen Darmstadt Wissenschaftsstadt Darmstadt der Magistrat Straßenverkehrs- und Tiefbauamt Radverkehrsverbindung Woogsdamm / Heinrich-Fuhr- Straße / Breslauer Platz Anlage Plan-Nr. 2.1 Planart Lageplan Detail 1-3 M. = 1:200 Darmstadt, Januar 2015 Dezernat Ill gez. Zuschke Cornelia Zuschke Stadträtin Straßenverkehrs- und Tiefbauamt . Boß ..Ing.(TH) D. Boß Amtsleiter III-66/2-5 TB-1170 Gezeichnet: Weber Datum: 17.12.2014 gez. Brockhoff SB gez. Mertens SGL gez. Ranly ABL. 2: Fußgängerquerung am Spielplatz 3: Bordsteinabsenkungen und Gehwegerweiterung Am Botanischen Garten 66.4 Z. Mitzeichnung gez. Stoll gez. Fath 67 gez. Pilz gez. Groos gez. Kuhn
anlage 8
763 Zeichen
Punkt 4: Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr in der Heinrich-Fuhr-Straße und am Breslauer Platz (V-Nr. 2015/0031) Stadtv. Bergmann (FDP) beantragt getrennte Abstimmung der Punkte 1 bis 3. Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, dem Punkt 1 des Beschlussvorschlages zuzustimmen. Gegenstimmen: Fraktionen SPD und FDP Stimmenthaltung: Fraktion Die Linke. Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, dem Punkt 2 des Beschlussvorschlages zuzustimmen. Gegenstimmen: SPD-Fraktion Stimmenthaltung: FDP-Fraktion Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, dem Punkt 3 des Beschlussvorschlages zuzustimmen. Gegenstimmen: SPD-Fraktion Stimmenthaltung: Fraktion Die Linke. und FDP-Fraktion
anlage 7
655 Zeichen
Punkt 3: Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr in der Heinrich-Fuhr-Straße und am Breslauer Platz (V-Nr. 2015/0031) Stadtv. Huß (SPD-Fraktion) bittet um getrennte Abstimmung der Punkte 1, 2 und 3. Gegen die Stimmen der Fraktionen SPD und FDP empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, dem Punkt 1 der Vorlage zuzustimmen. Bei Stimmenthaltung der Fraktionen Die Linke. und FDP empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, dem Punkt 2 der Vorlage zuzustimmen. Bei Stimmenthaltung der Fraktionen Die Linke. und FDP empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, dem Punkt 3 der Vorlage zuzustimmen.
Beratungsverlauf (4)
Orte (26)
- Heinrich-Fuhr-Straße
- Wilhelminenstraße
- Pankratiusstraße
- Rabenaustraße
- Heidenreichstraße
- Landgraf-Georg-Straße
- Schlosserstraße
- Gundolfstraße
- Hicklerstraße
- Roßdörfer Straße
- Eugen-Kogon-Straße
- Heinrichstraße
- Beckstraße
- Kiesstraße
- Lindenhofstraße
- Schnittspahnstraße
- Breslauer Platz 3
- Schreberweg
- Froschweg
- Diltheyweg
- Waldmühlenweg
- Am Botanischen Garten 66
- Greinstraße
- Im Erlich
- Im Harras
- Sackgasse
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2015/0031
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 28.01.2015
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00