V/0554/2018
Jahresabschluss 2017 der AirportPark FMO GmbH
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Beschlussvorlage
4080 Zeichen
V/0554/2018 V/0554/2018 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Jahresabschluss 2017 der AirportPark FMO GmbH Beratungsfolge 04.07.2018 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Die Bilanz, die Gewinn - und Verlustrechnung sowie der Lagebericht der Geschäftsführung der AirportPark FMO GmbH für das Geschäftsjahr 2017 (Anlagen 1 – 3) werden zur Kenntnis g e- nommen. 2. Weiter wird zur Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss der AirportPark FMO GmbH für das Geschäftsjahr 2017 vom beauftragten Wirtschaftsprüfer am 30. März 2018 der uneing e- schränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. 3. Die Stadt Münster ermächtigt ihren Vertreter in der Gesellschafterversammlung der AirportPark FMO GmbH, folgende Entscheidungen zu treffen: a) Der Jahresabschluss der AirportPark FMO GmbH für das Geschäftsjahr 2017 a b- schließend in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit 7.110.419,50 € sowie einem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresüberschuss von 142.112,22 € wird festgestellt. b) Dem Aufsichtsrat wird für das Geschäftsjahr 2017 Entlastung erteilt. c) Der Jahresüberschuss in Höhe von 142.112,22 € wird mit dem Verlustvortrag von 5.909.724,77 € auf neue Rechnung vorgetragen. II. Finanzielle Auswirkungen: Keine Amt für Finanzen und Beteiligungen 26.06.2018 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Haubner Telefon: 492 20 32 HaubnerG@stadt- muenster.de - 2 - V/0554/2018 Begründung: Die Stadt Münster ist – wie auch die Stadt Greven und der Kreis Steinfurt – zu einem Drittel (100.000 €) am Stammkapital der 2004 gegründeten AirportPark FMO GmbH beteiligt. Wesentlicher Gegenstand des Unternehmens ist die Vorbereitung, Erreichung und Umsetzung aller planerischen Voraussetzungen für das regionale Gewer begebiet am Flughafen Münster/Osnabrück sowie die En t- wicklung, Erschließung und Vermarktung dieses Gewerbegebietes zur Stärkung der regionalen Wir t- schaftskraft. Gemäß § 11 Abs. 1 Buchstaben c) und e) des Gesellschaftsvertrages der AirportPark FMO GmbH fall en die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses sowie die Entlastung des Aufsichtsrates in den Entscheidungsbereich der Gesellschafterversam m- lung. Gesamtergebnis: Der Jahresabschluss wurde vom Wirtschaftsprüfer mit einem un eingeschränkten Bestätigungsve r- merk versehen. Die im Wirtschaftsplan prognostizierten Umsatzerlöse in Höhe von rund 908 T€ wurden deutlich über- troffen. Es konnte mit drei Grundstücksverkäufen ein Umsatzerlös von 3,4 Mio. € durch den Verkauf von 78.428 qm erzielt werden. Insgesamt weist der Jahresabschluss einen Überschuss in Höhe von rund 142 T€ - gegenüber einem in der Planung angenommenem Fehlbetrag von rund 414 T€ - aus. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag rund 532 T€. Ausblick: Es werden in 2018/2019 aus heutiger Sicht der Geschäftsführung alleine durch das Optionsgeschäft mit Schumacher Packaging und das Projekt ECE/Hermes Umsatzerlöse von rund 5,7 Mio. € erwartet. So können die weiteren Erschließungsmaßnahmen und Grundstücksankäufe aus Eige nmitteln reali- siert werden. Es wird ausgeführt, dass damit gleichzeitig das enge Gewerbeflächenangebot mit einer ersten Ausbaustufe in den zweiten Realisierungsabschnitt erweitert werden kann, um somit die b e- reits heute vorliegenden Ansiedlungsfragen bedienen zu können. Weitere Einzelheiten zum Jahresabschluss der Gesellschaft können den Anlagen entnommen wer- den. In den Gremien der Gesellschaft wurden die hier anstehenden Beschlüsse bereits am 30. Mai 2018 gefasst. Das Votum des Vertreters der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung stand dabei unter dem Vorbehalt entsprechender Beschlüsse im Haupt- und Finanzausschuss. gez. Reinkemeier Stadtkämmerer Anlagen: Anlage 1: Bilanz zum 31. Dezember 2017 Anlage 2: Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 Anlage 3: Lagebericht der AirportPark FMO GmbH für das Geschäftsjahr 2017
Anlagen zur Vorlage 554-2018
38244 Zeichen
Anlage A zur V/0554/2018
Kurzüberblick
Jahresabschluss 2017 der AirportPark FMO GmbH incl. der Ermächtigung des Vertreters in der
Gesellschafterversammlung
Ziele/Teilziele/Zielerreichung
Zustimmung des Gesellschafters Stadt Münster zum Jahresabschluss und damit Aufhebung des
Vorbehalts in der Gesellschafterversammlung der AirportPark FNO GmbH
Finanzierung
Produktgruppe: | 1501 | Anteile an verbundenen Unternehmen
Auswirkungen auf den Ergebnisplan I Ja ]x INein T
Auswirkungen auf den Finanzplan Ja |X |Nein
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan 2018 enthalten? Ja | X Nein teilw.
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan 2018 enthalten? Ja X _| Nein teilw. |
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja | X |Nein
Bereits veranschlagt? Ja |X |Nein
Pflichtigkeitsgrad
Die Maßnahmel/Leistung ist A rlenandi überwiegend | überwiegend |
vollständig fre
pflichtig pflichtig freiwillig willig
HGB, GO NRW, Satzung der Gesellschaft
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
keine
|
|
|
Auezje A tx Yoreyge 55 2o(8
Anlage 11.
AirportPark FMO GmbH
Bilanz zum 31. Dezember 2017
AKTIVA
Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I, Immaterielle Vermögens-
gegenstände
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie . ä
Lizenzen an solchen
Rechten und Werten 14.590,00 15.876,00
Il. Sachanlagen
\ 1. andere Anlagen, Betriebs- und .
Geschäftsausstattung ” 5.076,00 7.892,00
2. geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 950,00 +6.026,00 950,00
Ill. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 150,00 - 150,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. in Ausführung befindliche
Bauaufträge 6.480.568,63 8.783.516,65
2. fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 6.480.568,63 700,00
Il. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. sonstige Vermögensgegenstände 10.719,56 5.289,35
Il. -Kassenbestand, Bundesbank-
guthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks 570.605,87 225.989,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten ‚ j 27.759,44 30.873,14
7.110.419,50 9.071.236,78
i
AirportPark FMO GmbH
Bilanz zum 31. Dezember 2017
Anlage 11.
PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
Il. Kapitalrücklage
IH. Verlustvortrag
IV. Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) .
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen
c Verbindiichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Euro
Kreditinstituten 2.847.978,15
- davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
Euro 45,926,83
(Euro 44.988,31)
- davon mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr
Euro 2.802.051,32
(Euro 5.137.978,15)
2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
- davon gegenüber
Gesellschaftern
Euro 11.750,01
(Euro 23.199,99)
- davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
Euro 57.935,71
(Euro 29.358,74)
57.935,71
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.629.518,19
- davon gegenüber
Gesellschaftern
Euro 3.474.390,00
{Euro 3.576.390,00)
- davon aus Steuern
Euro-1.659,61 (Euro 1.371,40)
- davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
Euro 128.259,03
(Euro 127.772,35)
- davon mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr
Euro 3.501.259,16
{Euro 3.626.864,00)
Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
300.000,00 300.000,00
6.000.000,00 5.700.000,00
5.909.724,77- 5.069.232,16-
142.112,22 4840.492,61-
42.600,00 14.000,00
er 5.182.966,46
29.358,74
6.535.432,05 3.754.636,35
7.110.419,50 9.071.236,78
Rueese 2 an Vor eye SSL 208
- Anlage 2.
AirportPark FMO GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 3.414.399,50 5.175,00
2. Verminderung des Bestands
in Ausführung befindlicher
Bauaufträge 2.302.948,02 79.542,66-
3. Gesamtleistung . 1.111.451,48 84.717,66
4. sonstige betriebliche
Erträge
a) übrige sonstige betriebliche
Erträge , 3.456,75 „4.927,33
- 5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren 0,00 2.000,00
b) Aufwendungen für bezogene
"Leistungen “; 105.134,93 105.134,93 77.542,66
6. Personalaufwand .
a) Löhne und Gehälter 150.497,00 j 117.250,58
b) soziale Abgaben und
Aufwendungen für
Altersversorgung und
für Unterstützung 20.142,49 170.639,49 19.299,26
» davon für Altersversorgung
Euro 1.800,00 (Euro 1.800,00)
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögens-
gegenstände des Anlage-
vermögens und Sachanlagen 9.579,94 10.068,50
8. sonstige betriebliche
Aufwendungen
a) Raumkosten 17.353,89 16.791,14
b) Grundstücksaufwendungen . 5.685,50 6.450,00
c) Versicherungen, Beiträge
und Abgaben 17.983,93 17.640,48
d) Reparaturen und
Instandhaltungen 2.424,00 . 2.352,00
e) Fahrzeugkosten 18.612,06 16.966,79
f) Werbe- und Reisekosten 113.718,92 117.789,90
g) verschiedene betriebliche
Kosten 240.421,73 416.200,03 241.976,30
9. Erträge aus Beteiligungen 6,00 . 6,00
10. sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 0,00 13,15
413.359,84 556.463,47-
AirportPark FMO GmbH
Anlage I 2.
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
11.
13.
14.
15.
Zinsen und ähnliche
Aufwendungen
. Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag
Ergebnis nach Steuern
sonstige Steuern
Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-)
Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
413.359,84 556.463,47-
246.024,80 260.499,94
0,21- 0,12-
167.335,25 816.963,29-
25.223,03 23.529,32
142.112,22 840.492,61-
Bueaye % Zur Voregye 55 (2ol8
Anlage 14.
Lagebericht der AirportPark FMO GmbH für das Geschäftsjahr 2017
Grundiage
Die AirportPark FMO GmbH wurde durch die Stadt Greven, die Stadt Münster und den Kreis
Steinfurt in 2004 gegründet. Die gemeinsamen Planungsziele wurden seinerzeit in einem
mehrstufigen Entwicklungskonzept (Strukturkonzept, städtebauliche Rahmenplanung, Er-
schließungskonzept, vorbereitende und verbindliche Bauleitplanung) erarbeitet. Grundlage ist
der von der Region aufgestellte Gebietsentwicklungsplan Münsterland, der für den AirportPark
FMO eine Entwicklungsfläche von rund 200 Hektar ausweist. Diese Ausweisung ist 2014 in
dem aktuellen Regionalplan fortgeschrieben worden.
Mit dem Bebauungsplan Nr. 80 „AirportPark FMO" ist im August 2008 verbindliches Planungs-
recht für den 1. Realisierungsabschnitt in einer-Größenordnung von ca. 48 Hektar geschaffen
worden. Als übergeordnete Zielgruppe soll sogenanntes „Flughafenaffines Gewerbe“ angesie-
delt werden. Hierunter sind Betriebe und Unternehmen zu verstehen, die die Flughafeninfra-
. struktur nutzen und Kundenbeziehungen und/oder Warenströme über den Flugbetrieb unter-
halten, d.h. einen nutzungsstrukturellen Bezug zum Flughafen aufweisen. Das Konzept eines
hochwertigen Gewerbe- und Dienstleistungsstandortes soll mit den besonderen Standortvor-
teilen des Flughafens ein überregional ausgerichtetes Gewerbeflächenpotential bieten. Der
AirportPark FMO soll hierbei nicht als Konkurrenzstandort für die lokalen Gewerbestandorte in
der Region auftreten, sondern vielmehr eine Ergänzung der vorhandenen Angebote zur Stär- . \
kung der regionalen Wirtschaftskraft darstellen. \
Die ersten Vermarktungserfolge konnten in Verbindung mit planungsrechtlichen Änderungs-
‚festsetzungen zum Bebauungsplan Nr. 80 „AirportPark FMO — 1. Änderung“ in Bezug auf die
Ansiedlung der ADAC Rettungsstation „Christoph Westfalen“ in 2011 sowie mit den Vorha-
benbezogenen Bebauungsplänen „VEP SchuPa“ und „VEP SchuPa Il" in Bezug auf die An-
siedlung eines neuen Werksstandortes des Verpackungsherstellers Schumacher Packaging '
in 2012 bis 2014 realisiert werden. Mit dem in 2014 festgesetzten Bebauungsplan „VEP
SchuPa Il" vergrößerte sich die planungsrechtlich gesicherte Fläche des 1. Realisierungsab-
schnitts um ca. 8 Hektar auf ca. 56 Hektar.
Im März 2016 ist dann der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 80 „AirportPark FMO
-— 2. Änderung“ gefasst worden, Zielsetzung dieser weiteren Änderung ist es, die mit den Ge-
sellschaftern, dem Aufsichtsrat und dem Beirat abgestimmten Konzeptüberlegungen auf die
aktuellen Marktrealitäten und Nachfrageinteressen anzupassen, ohne dass die nutzungsstruk-
turelle Grundausrichtung sowie die repräsentative Ansiedlungsstrategie verändert wird. Die
erfolgten Anpassungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Grundstücke nördlich und öst-
lich des Unternehmens Schumacher Packaging, d.h. auf zwei Teilbereiche entlang der Elly-
Beinhorn-Straße sowie auf zwei Teilbereiche zwischen Airportallee und Strumps Damm. Mit
Inkraftsetzung dieses Bebauungsplanes sind bereits erschlossene Teilbereiche von rd.
115.000 m? zusätzlich für gewerblich-logistische Ansiedlungen nutzbar geworden.
Als weitere Geschäftsgrundlage für die Aktivitäten der AirportPark FMO GmbH ist der Zwi-
schen der Stadt Greven und der Gesellschaft in 2008 geschlossene Erschließungs- und Städ-
tebauliche Vertrag maßgeblich, in welchem die Erschließung des Gebietes auf die Gesell-
Anlage I 4.
schaft übertragen worden ist. Damit hat die AirportPark FMO GmbH die Erstellung der Er-
schließungsanlagen und der Grünbereiche in eigenem Namen und aufeigene Rechnung über-
nommen. Die Erschließungskosten finden im Grundstückskaufpreis Berücksichtigung. Nach
Fertigstellung von wesentlichen bzw. zusammenhängenden Teilen werden die Anlagen suk-
zessive kostenfrei in das Vermögen der Stadt Greven übertragen. Eine erste Übernahme von
Teilen eines Gewässers und eines Kanalisationsabschnittes für Regen- und Schmutzwasser
ist durch die Technischen Betriebe Greven zum 01.01.2015 erfolgt.
Vermarktung
Das Berichtsjahr 2017 ist mit drei Ansiediungen und Grundstücksverkäufen von insgesamt
rund 78.000 m? außerordentlich erfolgreich verlaufen. Hierfür gibt es mehrere Gründe, die sich
aus der in den Vorjahren getätigten Entwicklungs- und Vermarktungstätigkeit ableiten lassen.
4
Nach der Ansiedlung der ADAC Rettungsstation „Christoph Westfalen“ mit dem Hubschrau-
berlandeplatz in 2011 hat sich im darauffolgenden Jahr das fränkische Familienunternehmen
Schumacher Packaging, ein führender mittelständischer Hersteller von maßgeschneiderten
Verpackungslösungen aus Well- und Vollpappe, bei der Standortsuche für seine Expansion
nach Nordwestdeutschland unter mehr als 30 Standorten für den AirportPark FMO entschie-
den. Ende 2012 wurde der Kaufvertrag über fast 110.000 m? und rund 34.000 m? Reserveflä-
che beurkundet. Im Nachgang erfolgte noch die Reservierung von weiteren rund 8.000 m?
Grundstücksfläche für die spätere Vergrößerung des Mitarbeiterparkplatzes. Diese Ansiedlung
erzeugte damals und erzeugt heute noch sehr viel positive Aufmerksamkeit für den AirportPark
FMO.
Ausschlaggebend für diese bedeutende Ansiedlung waren die Bereitstellung eines zusam-
menhängenden Grundstücks von bis zu 150.000 m? Größe, die Erfüllung der vorgegebenen
Zeitschiene zur Inbetriebnahme des neuen Werksstandortes zum 01.07.2014 und die vorhan-
dene duale Verkehrsinfrastruktur von Autobahn und Flughafen. In Bezug auf die unmittelbare
Nähe zum Flughafen Münster/Osnabrück ist der Standortvorteil für die Schumacher Group
insbesondere darin zu sehen, dass bei einem Maschinenausfall die gesamte Logistik hinsicht-
lich des schnellen Transports von Ersatzteilen aus dem Zentrallager im fränkischen Ebersdorf
bei Coburg und von internen Monteurspezlalisten mittels eigenem Fluggerät sehr zeit- und
kostensparend abgewickelt werden kann. Darüber hinaus bietet der direkte Autobahnan-
schluss optimale Voraussetzungen zur Erreichung des von dem Unternehmen angestrebten
Ausbaus der Absatzmärkte in Nordwest-Deutschland, im Ruhrgebiet, in Belgien und in den
Niederlanden sowie in den skandinavischen Ländern.
Im Sommer 2014 ist dann das Werk mit seinem 1. Bauabschnitt planmäßig in Betrieb gegan-
gen. Mit einer Investitionssumme von rund 50 Mio. Euro in eine Maschinen- und Fertigungs-
halle mit Bürotrakt, in die hochkomplexe und innovative Maschinenausstattung sowie in ein
Hochregallager sind etwa 120 neue und vielschichtig strukturierte Arbeitsplätze geschaffen
worden. Aufgrund der sehr guten Auftragslage hat sich die Schumacher Group entschlossen,
im. Berichtsjahr 2017 — und damit ein Jahr früher als geplant — den 2. Bauabschnitt mit einer
weiteren Fertigungshalle und dem Ausbau der Hochregallagerkapazitäten mit einem Investiti-
onsvolumen von zusätzlich rund 30 Mio. EUR zu realisieren. Ende 2017 sind die Arbeiten an
den Gebäuden planmäßig abgeschlossen und weitere neue Maschinen in Betrieb genommen
Anlage 14.
worden. Die Mitarbeiterzahl ist mit den weiteren Kapazitäten im Werk Greven auf rund 200
gestiegen.
Für die weitere Expansion hat sich das Unternehmen im Kaufvertrag optional westlich angren-
zend eine Fläche von 33.759 m? und später zusätzlich in Form einer Reservierungsvereinba-
rung ein ca. 8.319 m? großes Nachbargrundstück östlich angrenzend an den vorhandenen
Parkplatz zur erforderlichen Vergrößerung des Mitarbeiterparkplatzes gesichert. Inklusive die-
ser Grundstücke wird sich das gesamte Betriebsgrundstück auf über 150.000 m? ausdehnen
und damit die Flächengröße erreichen, die ursprünglich mit der Standortanfrage als Vorgabe
seitens Schumacher Packaging gefordert worden ist. Zwei bis drei weitere Bauabschnitte und
die Schaffung von zusätzlich 300 vielseitigen und teilweise hochqualifizierten neuen Arbeits-
plätzen, d.h. von rund 500 Arbeitsplätzen insgesamt, sollen hiermit einhergehen. Die Reser-
vierungen für diese beiden, rund 42.000 m? großen Grundstücke sind noch bis Ende 2018
befristet, sodass für die AirportPark FMO GmbH in 2018/19 allein aus diesem Grundstücksge-
schäft hohe Einnahmen zu erwarten sind. \ a
In den vermarktungsseitig eher schwierigen Jahren 2014 bis 2016, hervorgerufen durch ein
Grundstücksangebot für eine weniger nachfragende Klientel aus dem Dienstleistungssegment
einhergehend mit anhaltend negativen Pressemeldungen zu den Finanzproblemen und eher
schlechten Aussichten zum weiteren Flugbetrieb am Flughafen Münster/Osnabrück, sind im-
merhin zwei weitere Ansiedlungen gelungen. Nach einer Bauzeit von etwa sieben Monaten
hat das Unternehmen Regio-Logistik Deutschland GmbH & Co. KG Anfang Mai 2016 den Be-
trieb im AirportPark FMO aufgenommen. Der auf das Konzept „same day delivery“ speziali-
sierte Paketexpress-Dienstleister arbeitet erfolgreich für rund 1.000 Gewerbekunden in der
Region Münster-Osnabrück. Die Unternehmensführung beabsichtigt, mit neuen Partnern das
Konzept „regio-logistik“ bundesweit vom AirportPark FMO aus in anderen Regionen zu etab-
lieren. Der neue Firmensitz auf dem rund 5.000 m? großen Grundstück umfasst etwa 110 m?
Büro- und 1.200 m? Lagerfläche. Für eine spätere Erweiterung ist Platz für zusätzlich rund
160 m? Büro- und 1.400 m? agertläche, Mittelfristig sollen bis zu 30 Arbeitsplätze geschaffen
werden.
In unmittelbarer Nachbarschaft hat der Projektentwickler Dream Tec GmbH Anfang März 2016
mit den Bauarbeiten auf einem ca. 4.900 m? großen Grundstück begonnen. Der 1. Bauab-
schnitt umfasst ein attraktives 3-geschossiges Bürogebäude mit ca. 735 m? und eine Lager-
halle mit ca. 1.200 m? Nutzfläche. Im Berichtsjahr 2017 sind dann im Mai als Mieter die Firmen
Trade X-Networking GmbH (IT-Komponenten-Handel) aus München und die cibX GmbH (Me-
dizintechnik) aus Münster in den Neubau eingezogen. Für die geplante Erweiterung auf bis zu
2.100 m? Büro- und 2.400 m? Hallenfläche hat sich das Unternehmen ein ca. 3.100 m? großes
Optionsgrundstück für maximal fünf Jahre kaufvertraglich reservieren lassen. Bis Ende 2017
sind schon etwa 30 neue Arbeitsplätze geschaffen worden.
Vor dem Hintergrund der strategischen Anpassung des Planungsrechts mit der 2. Änderung
des Bebauungsplanes Nr. 80 hinsichtlich zusätzlicher gewerblich-logistischer Nutzungen und
deren systematische Bewerbung auf Veranstaltungen, Messen, in Printmedien sowie im Inter-
net mit dem Homepage-Relaunch konnten im zweiten Halbjahr 2016 verschiedene neue Pro-
jekte mit konkreten Realisierungschancen akquiriert werden. Förderlich hierfür waren darüber
hinaus die inzwischen wieder positiven Nachrichten zum Flughafenbetrieb gewesen. Zudem
trifft die rege Grundstücksnachfrage von Dienstleistungs- und Gewerbebetrieben in der Region
u
Anlage I 4.
Münsterland auf ein zunehmend enges Flächenangebot, insbesondere bei Grundstücksgesu-
chen von über 25.000 m? Größe. Der AirportPark FMO kann diese Nachfrage demgegenüber
optimal bedienen.
Am 29.08.2017 ist zunächst der Grundstückskaufvertrag mit der Firma Beresa GmbH & Co.
KG, Münster, beurkundet worden. Das neue BERESA Administrations- und Logistikzentrum
soll als zentraler Standort im AirportPark FMO das Fahrzeugmanagement der BERESA-
Gruppe und den Ausbau der Online-Vertriebsaktivitäten des Unternehmens unterstützen. Das
von BERESA erworbene rund 42.000 m? große Grundstück liegt westlich direkt an der Airpor-
tallee mit Zufahrt von der Haupterschließung Otto-Lilienthal-Straße. Die Investitionssumme für
das Projekt mit Büro-, Ausstellungs-, Hallen- und Parkplatzflächen beziffert BERESA auf rund
12-13 Mio. Euro. Auf dem Grundstück sind weitere bauliche Verdichtungsmöglichkeiten gege-
ben. Das Unternehmen plant anfänglich mit etwa 60 neuen Arbeitsplätzen. Eine Verdopplung
der Arbeitsplatzzahl wird in Aussicht gestellt. Der Baustart soll im 2. Quartal 2018 erfolgen, die
Fertigstellung ist bis Ende 2019 geplant. Die Geschäftsführung von BERESA sieht in der un-
mittelbaren Nähe des neuen Standorts am Flughafen FMO entscheidende Wettbewerbsvor-
teile im Segment des Wiederverkaufs von Leasingfahrzeugen. Rund 15.000 Fahrzeuge sollen
dann im AirportPark FMO pro Jahr nach zentralen Qualitätsvorgaben für den deutschland- und
europaweiten Online-Vertrieb aufbereitet werden.
Unmittelbar nachfolgend ist am 30.08.2017 der Grundstückskaufvertrag mit der HB Halle
GmbH, Ostbevern, beurkundet worden. Nutzer der Liegenschaft wird die Hubertus Bäumer
GmbH sein. Die Firma ist der deutsche Generalvertreter der Marken „HECHT made for gar-
den“ aus Tschechien und der eigenen Marke „zooprimus“. Zum Sortiment gehören rund 1.000
. Produkte an Gartengeräten und Gartenartikeln, von Bewässerungstechnik über Hand- und
Aufsitzrasenmäher sowie Gartenmöbel bis hin zu diversen Zooartikeln. Das wachsende On-
line-Exklusivvertriebsgeschäft für Deutschland führt nun zur Expansion der Hubertus Bäumer
GmbH in den AirportPark FMO. Hierfür sind außer den langfristigen Erweiterungsmöglichkei-
ten auf dem neuen Betriebsstandort insbesondere die Flughafennähe für die vielfältigen Ge-
schäftsbeziehungen nach Tschechien, die Möglichkeiten der Warenversorgung per Luftfracht
sowie die deutschlandweiten Kundenbeziehungen im Großhandel maßgeblich gewesen.
Das Unternehmen plant, das Projekt in drei Bauabschnitten innerhalb der nächsten fünf Jahre
durchzuführen. Insofern ist im Grundstückskaufvertrag die Teilung des rund 15.700 m? großen
Gesamtgrundstücks in ein Kaufgrundstück von ca. 8.500 m? Größe für den Bau eines Büro-
und Ausstellungsgebäudes (ca. 350 m? Nutzfläche) und eines Lagers mit Werkstatt (ca.
2.500 m?) sowie in ein auf fünf Jahre befristetes Verkaufsangebot für das Reservierungsgrund-
stück von ca. 7.200 m? Größe zur Erweiterung mit zwei zusätzlichen Lagergebäuden (insge-
samt ca. 3.700 m?) vereinbart worden. Der Baubeginn wird für das 2. Quartal 2018 angestrebt,
die Inbetriebnahme soll Mitte 2019 erfolgen. Die Firma plant zunächst mit 20 Arbeitsplätzen,
wovon etwa die Hälfte neu geschaffen werden soll.
Schließlich ist am 07.11.2017 noch der Grundstückskaufvertrag mit der FIEGE Systemzentrale
Besitzgesellschaft mbH & Co. KG beurkundet worden. Das in.der fünften Generation inhaber-
geführte Familienunternehmen aus Greven bewirtschaftet an 160 Standorten rund 2,7 Mio. m?
Lager- und Logistikflächen in 15 Ländern. FIEGE ist damit zu einem der zehn stärksten Kon-
traktlogistikdienstleister im Kernmarkt Europa geworden. Für. FIEGE ist es optimal, dass sich
das Vorhaben direkt an die Liegenschaft der Systemzentrale anschließt, von wo aus die Un-
ternehmensgruppe insgesamt gesteuert wird. Konkret ist der Bau einer ca. 20.000 m? großen
4
Anlage 14.
Logistikhalle an der Otto-Lilienthal-Straße zzgl. Büroflächen an der Airportallee geplant. Bis zu
120 neue Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Für die notwendige, rund 40.000 m? große
Grundstücksfläche, sollen ein bereits im FIEGE-Eigentum befindliches Grundstück sowie die
zwei aus dem Bestand der AirportPark FMO GmbH erworbenen Grundstücke mit einer Größe
von zusammen rund 28.000 m? arrondiert werden. Das unter dem Projektnamen „FIEGE In-
novation Center“ geplante Vorhaben soll als hochmodernes Forschungs- und Entwicklungs-
zentrum betrieben werden. So sollen hier neue Logistiktrends in Verbindung mit Industrie 4.0
“und Robot-Technik erarbeitet, erprobt, weiterentwickelt und angewandt werden. Am neuen
Standort möchte FIEGE den Geschäftspartnern und Kunden unter realen Bedingungen im
laufenden Betrieb diese neuen Trends dann präsentieren und vorführen. Das FIEGE-Projekt
stellt damit eine weitere bedeutsame Ansiedlung im AirportPark FMO dar.
Die oben genannten Vermarktungserfolge haben mitentscheidend dazu beigetragen, den Air-
portPark FMO inzwischen nicht nur im Münsterland, sondern auch überregional-als bevorzug-
ten Gewerbestandort bekannt zu machen. Vor diesem Hintergrund und mit den besofideren
Standortvorzügen, u.a. hinsichtlich des weiteren Grundstücksangebots und der Möglichkeit
des 24-Stunden-Betriebs über die gesamte Woche, ist es gelungen, eine beachtenswerte Pro-
_ jektentwicklung aus dem Logistikgewerbe zu akquirieren. Am 28.09.2017 ist dann mit dem
Investor ECE Projektmanagement GmbH und Co. KG aus Hamburg für das Projekt „Hermes
Logistik-Center Münster/Osnabrück“ ein Grundstückskaufvertrag beurkundet worden, der al-
lerdings erst mit der Planungs- und Baurechtschaffung für das Projekt, voraussichtlich frühes-
tens im Herbst 2018 bzw. spätestens im 1. Quartal 2019, mit der Zahlung des Kaufpreises
ergebniswirksam wird. Der für die Projektentwicklung erforderliche. Vorhabenbezogene Be-
bauungsplan „VEP Hermes“ ist für das etwa 63.100 m? große Projektgrundstück bereits im Juli
2017 mit dem Aufstellungsbeschluss von der Stadt Greven auf den Weg gebracht worden. Die
Planungsmaßnahmen zum Baugenehmigungsverfahren von dem Investor ECE wie auch zu
den noch erforderlichen Erschließungsmaßnahmen von der AirportPark FMO GmbH sind pa-
rallel eingeleitet worden.
Hermes Germany GmbH wird .als Paket-Express-Dienstleister das neue Logistik-Center im
AirportPark FMO langfristig nutzen und an dem Standort mit dem Investor ECE zusammen
rund 40 Mio. Euro investieren. ECE wird eine nachhaltige, mit DGNB-Gold zertifizierte Immo-
bilie errichten. Hermes wird in das neue Logistik-Center modernste Fördertechnik einbauen
und hiermit täglich rund 100.000 Pakete umschlagen. Für den Expressdienst stellen die Mög-
lichkeiten eines teilweise abzuwickelnden Warenumschlags über den Flughafen einen mitent-
scheidenden Standortfaktor dar. Hermes wird auf dem Betriebsgelände rund 110 neue Ar-
beitsplätze gewerblicher, technischer und kaufmännischer Ausrichtung (Lageristen, Mechat-
roniker, Elektroingenieure, IT-Spezialisten und Bürokaufleute) sowie jeweilige Ausbildungs-
plätze schaffen. Es handelt sich überwiegend um Vollzeit-Arbeitsplätze, deren finanzielle Aus-
stattung mindestens nach NRW-Tarif (Bereich Logistik) erfolgt.
Zum Ende des Berichtsjahres 2017 zeichnen sich weitere konkrete Ansiediungen ab. So hat
das Bauunternehmen Depenbrock aus Stemwede bereits eine Bauvoranfrage für einen Ver-
waltungs- und Schulungskomplex gestellt. Das für das attraktive Bauprojekt vorgesehene, ca.
8.000 m? große Grundstück liegt direkt am zentralen Kreisverkehr an der Airportallee. Das
familiengeführte Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten plant angrenzend noch rund
5.000 m? für die Erweiterung des Verwaltungsstandortes im AirportPark FMO zu reservieren.
Anlage | 4.
Im Zuge der in 2017 durchgeführten Erweiterung von Schumacher Packaging sowie der An-
siedlungen von BERESA und FIEGE sowie vor allem auch von HERMES hat ein Investor und
Betreiber von kostengünstigen Automatentankstellen ein betriebswirtschaftlich ausreichendes
Potential für die Errichtung einer solchen Tankstelle im AirportPark FMO ermittelt. In Europa
verfügt das Tankstellennetz bereits über 800 Stationen vornehmlich in Gewerbe- und Indust-
riegebieten. Da sich die Größe einer Automatentankstelle auf die Zapfsäulen mit Rangierflä-
chen beschränkt, ist ein Grundstück von maximal ca. 2.500 m? erforderlich. Der AirportPark
FMO erhält hiermit einen weiteren Mehrwert für die angesiedelten Unternehmen.
Weit fortgeschritten ist ebenfalls die Planung eines Investors und gleichermaßen Betreibers
für ein Flughafen-Hotel im AirportPark FMO. Das „Park, Sleep & Fly'-Konzept sieht zunächst
einen ersten Bauabschnitt mit 54 Zimmern vor. Der 4-geschossige Hotelkörper soll in attrakti-
ver Lage direkt an der Airportallee auf dem am nächsten zum Terminal gelegenen Grundstück
der AirportPark FMO GmbH nördlich des Gewässers errichtet werden. In einem zweiten Bau-
abschnitt sind dann 52 Zimmer vorgesehen, wobei auch Familienzimmer und Tagungsräume
- konzeptionell umsetzbar wären, sofern sich künftig hierfür eine Nachfrage ergeben sollte. An-
sonsten plant der Hotelbetreiber Kooperationen mit dem Tagungs- und Gastronomiebereich
des Flughafens.
Vor dem Hintergrund der weiteren anstehenden Grundstücksverkäufe und der damit dann.ein-
“ hergehenden Angebotsengpässe im AirportPark FMO, insbesondere bei größeren und stark
nachgefragten Grundstückszuschnitten von über 25.000 m? Größe,,sind die erforderlichen
Schritte zur Erweiterung des Flughafen-Businessparks im Berichtsjahr 2017 intensiviert wor-
den. Zudem beansprucht das Hermes Logistik-Center zusätzlich zu entwickelnde Grundstü-
cke, sodass bereits konkrete Ankaufsverhandlungen für den Ausbau des AirportPark FMO-
Gebietes in einen 2. Realisierungsabschnitt angelaufen sind. Diese erste Ausbaustufe der Er-
weiterung könnte rund 15 bis 20 Hektar neue Gewerbeflächen umfassen.
Insgesamt zeigen die im Berichtsjahr 2017 durchgeführten Ansiedlungen sowie die anstehen-
den Projekte und weiteren Vermarktungsgespräche deutlich, dass der AirportPark FMO inzwi-
schen als etablierter Gewerbestandort im Münsterland und über die Region hinaus angesehen
ist. Von rund 321.000 m? Verkaufsfläche im 1. Realisierungsabschnitt sind inklusive des für
das Hermes-Projekt veräußerten Grundstücksanteils bis Ende 2017 rund 231.000 m? verkauft
und zusätzlich rund 44.000 m? in Kaufverträgen reserviert. Somit bleiben lediglich noch rund
46.000 m? zur Vermarktung übrig, wovon sich wiederum mehr als die Hälfte der Grundstücke
bereits in konkreten Verkaufsverhandlungen befinden. Vor dem Hintergrund der andauernden
wirtschaftlichen Stabilität und Wachstumsaussichten sowie-der Flächenengpässe bei zahlrei-
chen Unternehmen einerseits und des mittlerweile recht eingeschränkten Vermarktungsange-
bots im Gewerbepark andererseits hält es die Geschäftsführung der AirportPark FMO GmbH
für gerechtfertigt, die von der Gebietsentwicklungsplanung zur Verfügung gestellte Flächen-
entwicklung von insgesamt rund 200 Hektar nachfrageorientiert mit einem 2. Realisierungsab-
schnitt voranzutreiben und damit das mittlerweile eingeschränkte Grundstücksangebot be-
darfsgerecht zu erweitern.
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Anlage 14.
Infrastruktur
Im Berichtsjahr 2017 erfolgten keine größeren Investitionen im Straßen- und Kanalisationsbau.
Hergestellt wurde lediglich die Zufahrt für das Unternehmen Dream Tec, die oberste Asphalt-
schicht für den südlichen Teil der Elly-Beinhorn-Straße sowie der Rad- und Gehweg entlang
der Otto-Lilienthal-Straße zwischen Strumps Damm und Eliy-Beinhorn-Straße. Zudem fielen
im geringen Maße Kosten für Planungsleistungen und Aufwendungen für die Naturschutzstif-
tung des Kreises Steinfurt an. Das Gesamtinvestitionsvolumen betrug in 2017 rund 105,1 TE.
Für den Zeitraum 2018 — 2022 sind im Investitionsplan der Gesellschaft Kosten für Erschlie-
Rungsmaßnahmen in Höhe von rund 2,5 Mio. €, für Planungsleistungen von rund 51,5 T€ und
für Aufwendungen für die Naturschutzstiftung von rund 124,9 T€ eingestellt. In 2018 sind hier-
von voraussichtlich rund 600,0 T€ für Erschließungsmaßnahmen, die veranschlagten Pla-
nungskosten von etwa 50,0 T€ und der größte Teil der Kosten für die Naturschutzstiftung in
Höhe von rund 100,0 T€ aufzuwenden. Die Erschließungs- und Planungskosten sind überwie-
gend im Zusammenhang mit der Projektentwicklung für das Hermes Logistik-Center geplant.
Im zeitlichen Zusammenhang mit weiteren Verkäufen ist dann der Endausbau der August-
Euler-Straße vom Parkhaus A bis zur Otto-Lilienthal-Straße und weiter bis zum Kreisverkehr
an der Airportallee vorgesehen. Ebenso ist ein möglicher Endausbau der Joan-Joseph-Fiege-
Straße und der Eily-Beinhom-Straße bis zum Anschluss an die Otto-Lilienthal-Straße in die
mittelfristige Investitionsplanung eingeflossen. Zudem ist die sukzessive Ausstattung des er-
schlossenen Areals mit einer LED-Straßenbeleuchtung in den Planungen enthalten. Die
Vergabe von Erschließungsmaßnahmen wird sich weiterhin konsequent an den Notwendig-
keiten im Zusammenhang mit künftigen Grundstücksverkäufen und den hierbei vereinbarten
Kaufvertragsregelungen ausrichten.
Jahresergebnis und Liquidität
. Die im Wirtschaftsplan 2017 eingeplanten Grundstücksverkaufserlöse in Höhe von 907,5 TE
sind im Berichtsjahr deutlich übertroffen worden. Die Umsatzerlöse für die drei Grundstücks-
verkäufe an Beresa, Hubertus Bäumer und Fiege belaufen sich auf insgesamt rund 3,4 Mio. €.
Die Gesamtaufwendungen fallen mit-867,7 T€ etwas höher aus als im Vorjahr (850,6 T€). Ur-
sächlich hierfür ist bei den Personalkosten die Berücksichtigung der Bonusregelung für das
Geschäftsführergehalt, da der Bonus für das Berichtsjahr 2017 anzurechnen ist (Auszahlung
in 2018). Ansonsten entspricht die Kostenstruktur im Wesentlichen den Werten des Vorjahres.
Vor dem Hintergrund, dass die Gesamtaufwendungen in den vergangenen Jahren durch ent-
sprechende Controlling- und Steuerungsmaßnahmen auf ein Volumen verstetigt worden sind,
das die zwingend notwendigen Kosten widerspiegelt, wird die Aufwandsseite auch in den kom-
menden Jahren keine signifikanten Veränderungen aufweisen. Im Zusammenhang mit den
Grundstücksverkäufen sind schließlich noch die Bestandsveränderungen in Höhe von
2,4 Mio. € in Abzug zu bringen. Unter Berücksichtigung dieser Parameter weist das. Jahreser-
gebnis 2017 einen Gewinn von 142,1 T€ aus. Im Wirtschaftsplan ist demgegenüber ein Jah-
resfehlbetrag in Höhe von 414,1 T€ geplant gewesen.
Der Gesellschaftsvertrag der AirportPark FMO GmbH sieht vor, dass Aufwendungen der Ge-
sellschaft, soweit sie nicht aus den Erträgen gedeckt werden können, bis zu einer Höhe von
100,0 T€ je Gesellschafter und Geschäftsjahr von den Gesellschaftern zu übernehmen sind.
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Anlage I 4.
Auf der Grundlage eines Beschlusses der Gesellschafterversammlung im Mai 2017 wurde
deshalb ein Betrag von 300,0 T€ der Kapitalrücklage der Gesellschaft zugeführt. Die Kapital-
rücklage hat sich damit in 2017 auf 6,0 Mio. € erhöht.
Unter Einbeziehung des Jahresgewinns im Berichtsjahr 2017 in Höhe von 142,1 TE, des
Stammkapitals von 300,0 TE und der Kapitalrücklage von 6,0 Mio. € einerseits sowie eines
Verlustvortrages von 5,9 Mio. € andererseits beläuft sich das Eigenkapital der GmbH zum
31.12.2017 auf 532,4 TE.
Für den Planungszeitraum 2018 — 2022 zeichnen sich aus heutiger Sicht überwiegend Jah-
resfehlbeträge aber auch ein signifikanter Jahresgewinn für 2019 ab. Für das Jahr 2018 wird
bei vorsichtiger Planung mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 417,4 TE gerechnet. Ursäch-
lich hierfür ist, dass die in 2018 und in den Jahren ab 2020 geplanten Verkaufserlöse unter
Berücksichtigung der Bestandsveränderungen wohl nicht die notwendigen Deckungsbeiträge
bilanzwirksam erbringen werden. Deshalb wurde auch in der Finanzplanung für dies& Jahre
eine weitere jährliche Zuführung zur Kapitalrücklage eingeplant. In 2019 ist demgegenüber mit
einem außerordentlichen Jahresgewinn von rund 1,4 Mio. € zu rechnen, da dann das bereits
in 2017 beurkundete Grundstücksverkaufsgeschäft für das Hermes Logistik-Center nach er-
olgreicher Projektentwicklung ergebniswirksam werden dürfte. .
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Aus heutiger Sicht erwartet die Gesellschaft in den Jahren 2018/19 allein aus den Optionsge-
schäften mit Schumacher Packaging aus der Übernahme der reservierten Grundstücke sowie
mit ECE in Bezug auf die Projektentwicklung nach dem noch zu schaffenden Baurecht für das
Hermes Logistik-Center Umsatzerlöse von rund 5,7 Mio. €. Damit wird die Gesellschaft für die
Zukünft nicht nur in die Lage versetzt, die weiteren Erschließungsmaßnahmen zu finanzieren,
sondern auch den geplanten, mit dem Aufsichtsrat und der Gesellschafterversammlung be-
schlossenen Grundstücksankauf von rund 130.000 m? aus Eigenmitteln zu realisieren. Aus-
schlaggebend hierfür sind der zusätzliche Grundstücksbedarf und die baurechtlichen Erforder-
nisse im Zusammenhang mit der Auflösung von benachbarter Wohnbebauung für das Her-
mes-Projekt. Gleichzeitig wird.es der Gesellschaft dadurch ermöglicht, das zunehmend enge
Gewerbeflächenangebot mit einer ersten Ausbaustufe in den 2. Realisierungsabschnitt zu er-
weitern und die bereits heute vorliegenden Ansiedlungsanfragen bedienen zu können. Die für
die drei Liegenschaften veranschlagten Kaufpreise von insgesamt rund 2,4 Mio. € sind im In-
vestitionsplan für das Jahr 2018 enthalten.
Grundsätzlich ist bezüglich der Risiken für die Gesellschaft nach wie vor darauf hinzuweisen,
dass Grundstücke nicht in dem geplanten Zeitfenster und Umfang vermarktet werden könnten.
Aufgrund des erfolgreichen Geschäftsjahres 2017 und der zu erwartenden Verkaufserlöse ver-
fügt die Gesellschaft für die Folgejahre allerdings über eine ausreichende Liquidität.
Seit 2014 hat die Gesellschaft mit der Tilgung der Gesellschafterdarlehen begonnen. Damit
erfolgt die Umsetzung der Intention der vereinbarten Tilgungsregelung, nach der ein Teil der
Verkaufserlöse zur Tilgung der Gesellschafterdarlehen Verwendung finden soll. Entsprechend
ist im Wirtschaftsplan 2018 — 2022 hierfür kalenderjährlich ein Betrag von 102,0 T€ eingestellt
worden. Die Darlehen valutierten zum 31.12.2017 noch mit insgesamt 3.474,4 T€.
Das Vermögen der Gesellschaft besteht im Wesentlichen mit einem Betrag von 6,48 Mio. €
aus dem Wert der zu vermarktenden Grundstücke. Die Kapitalstruktur besteht vornehmlich
Anlage I 4.
aus Eigenkapital und Gesellschafterdarlehen sowie langfristigen Bankverbindlichkeiten. Letz-
tere sind durch Bürgschaften der Gesellschafter abgesichert.
Ausblick
Die Geschäftsführung ist aufgrund der erfolgreichen Grundstücksverkaufsgeschäfte im Be-
richtsjahr 2017 und weiterer konkreter. Interessenbekundungen davon überzeugt, dass sich
der AirportPark FMO schon heute zu einem Premiumstandort für das gesamte Münsterland
und die angrenzenden Regionen entwickelt hat. Die in 2016 erfolgte Ausrichtung des Bebau-
ungsplans in geeigneten Teilbereichen an die Nachfragesituation und die sich abzeichnende
Konkretisierung des 2. Realisierungsabschnittes mit einem weiteren nachfrageorientierten An-
gebot an größeren Grundstücken bestärken diese Ansicht.
Die erfolgreiche Vermarktungstätigkeit im Berichtsjahr 2017 ermöglicht der Gesellschäft, das
geplante Preisniveau von durchschnittlich 55 EUR/m? zunehmend durchzusetzen. Für die
Folgejahre sind je nach Lage und Zuschnitt der Grundstücke im AirportPark FMO auch deutlich
höhere Einzelverkaufspreise von 60 EUR/m? und mehr zu erwarten.
Derzeitige Investorengespräche lassen erfreulicherweise erhoffen, dass die noch vorhande-
nen Grundstücke mit Planungsrecht zeitnah veräußert werden können. So ist es nicht nur be-
triebswirtschaftlich sondern auch nachfrageorientiert sinnvoll, potentiellen Flächenengpässen
heute schon strategisch mit einem entsprechenden Angebot an planungsrechtlich gesicherten
Grundstücken zu begegnen, was durch die Gremienbeschlüsse zum Ankauf weiterer Liegen-
schaften bereits im Berichtsjahr 2017 eingeleitet worden ist.
Bei der Vermarktung des AirportPark FMO kommen die besonderen Standortvorzüge zuneh-
mend zum Tragen. Die sehr guten Verkehrsbedingungen mit dem direkten Autobahnanschluss
an die A1 sowie die Lage vor dem Flughafen Münster/Osnabrück bieten beste Voraussetzun-
gen für die angesiedelten Unternehmen und deren Expansion in neue Absatzmärkte, insbe-
sondere nach Westeuropa. Effiziente Grundstückszuschnitte und langfristige Reservierungs-
möglichkeiten kommen den Wünschen .der Unternehmen ziel- und expansionsorientiert ent-
gegen. Das in der Gesamtheit sehr attraktive Standortpaket bietet darüber hinaus weitere Vor-
teile für den Nutzer. So kann z.B. ein leistungsstarker Breitbandanschluss via Glasfaser opti-
onal bezogen werden. Ebenso bietet neben dem Gasanschluss der Anschluss an das Fern-
wärmenetz eines Biomasseheizkraftwerkes die Möglichkeit einer lukrativen Energiekostenein-
sparung. Schließlich ermöglicht die 24/7-Betriebsmöglichkeit eine oft notwendige und vielfach
gewünschte Flexibilität für die jeweiligen Betriebsprozesse.
“Der Geschäftsführung ist bewusst, dass Entscheidungsprozesse einer Unternehmensansied-
lung von unterschiedlich bewertbaren harten und weichen Standortfaktoren, unternehmensin-
ternen Wachstumsstrategien und von externen Einflüssen sowie vor allem von allgemeinen
Wirtschafts- und Finanzierungsbedingungen abhängig sind. In diesem Zusammenhang darf
der Stellenwert der öffentlichen Diskussion um den Flughafen Münster/Osnabrück in seiner
gesamten Bandbreite nicht unterbewertet werden. Ein breiter regionaler Konsens bei der Fort-
entwicklung des AirportPark FMO und bei der Sicherung und Erweiterung des Flughafenbe-
triebs mit attraktiven internationalen Flugzielen wird auch zukünftig ein unverzichtbarer Be-
standteil für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des AirportPark FMO zu einem exzellenten
Markenstandort sein. So haben die wieder ansteigenden Passagierzahlen in 2017 und die
Anlage 14.
damit einhergehenden positiven Pressemeldungen zum Flughafen FMO das Standortimage
deutlich verbessert.
Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht einge-
treten. ö
Greven, 30. März 2018
Udo Schröer
Geschäftsführer
Anlage A
1090 Zeichen
Anlage A zur V/0554/2018 Kurzüberblick Jahresabschluss 2017 der AirportPark FMO GmbH incl. der Ermächtigung des Vertreters in der Gesellschafterversammlung Ziele/Teilziele/Zielerreichung Zustimmung des Gesellschafters Stadt Münster zum Jahresabschluss und damit Aufhebung des Vorbehalts in der Gesellschafterversammlung der AirportPark FMO GmbH Finanzierung Produktgruppe: 1501 Anteile an verbundenen Unternehmen Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan 2018 enthalten? Ja X Nein teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan 2018 enthalten? Ja X Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja X Nein Bereits veranschlagt? Ja X Nein Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist X vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig frei- willig HGB, GO NRW, Satzung der Gesellschaft Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) keine
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0554/2018
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 14.06.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37