1069/2024
EHAP Plus Projekt INKA - In Köln Ankommen - Sachstandsbericht für den Zeitraum 01.10.2022 bis 31.12.2023
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Anlage 3_Flyer EhAP Plus Projekt ViaPonto
1898 Zeichen
Das Projekt "ViaPonto" ist ein Vorhabenverbund
zwischen agisra e. V. und Looks e. V. und wird in
Kooperation mit der Stadt Köln und im Rahmen des
Programms "EhAP Plus", durch das Bundesministerium
für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über
den Europäischen Sozialfonds Plus (EFS Plus) gefördert.
Neuzugewanderte EU-Frauen* sowie
ihre Kinder in Notsituationen
Neuzugewanderte EU-Frauen* in der
Notlagenprostitution
ViaPonto ist eines der vielen Projekte von
agisra e. V. Das Unterstüzungsangebot
von ViaPonto richtet sich an:
agisra e. V.
Tel.: 0221 124019
0221 1390392
Fax: 0221 9727492
info@agisra.org
www.agisra.org
Telefonische Sprechzeiten:
Montag, Dienstag,
Donnerstag von 10 - 15 Uhr
eine autonome Informations- und Beratungsstelle
von und für Migrantinnen* und geflüchtete Frauen*
gegen jede Form von Diskriminierung, z.B.
Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Antiziganismus,
Rassismus, Sexismus und Ableismus
ein transkulturelles Team
kommunal, landes- und bundesweit mit anderen
Organisationen vernetzt
Mitglied bei „der Paritätische“ und „KOK“
(Koordinierungskreis gegen Menschenhandel)
agisra e.V. ist: Das bieten wir an:
Empowerment, psychosoziale und
ressourcenaktivierdende Beratung
Krisenintervention
Aufsuchende Arbeit (insb. bei Zielgruppen in
Prostitutionszusammenhängen)
Sicherstellung des Zugangs zur Deckung der
Grundbedürfnisse (Wohnen, Essen, Schlafen,
Kleidung, Gesundheitsversorgung, Bildung, etc.)
Vermittlung zu niedrigschwelligen,
lebensweltlichen oder genderspezifischen
Angeboten
Niedrigschwellige Verweisberatung bei Job- oder
Wohnungssuche
Heranführung an Bildungs- und Freizeitangebote
nach individuellem Bedarf
Sie kommen aus einem EU-Land und
sind erst seit kurzer Zeit in
Deutschland?
Sie brauchen Hilfe und Beratung zu
Themen wie: Gewalt,
Diskriminierung, Geld, Wohnen,
Arbeiten, Krankenversorgung uvw.?
Dann melden Sie sich bei uns.
Anlage 1_EhAP Plus Projekt INKA-Sachbericht 01.10.22 bis 31.12.23
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Seite 1 von 9 Anlage 1 Sachstandsbericht für den Zeitraum 01.10.2022 bis 31.12.2023 für das EhAP Plus Projekt INKA – In Köln Ankommen (INKA) 1. Projektbeschreibung 1.1. Ziel, Inhalt und Struktur Das Projekt INKA richtet sich inhaltlich am Einzelziel 1 des EhAP Plus Programms aus: Ansprache, (Verweis-) Beratung und Begleitung von besonders benachteiligten neuzugewan- derten Unionsbürgerinnen und -bürgern und deren Kinder unter 18 Jahren sowie Angehörige von Minderheiten (u.a. marginalisierte Gemeinschaften wie etwa Roma) zu weiterführenden Hilfsangeboten. Räumlich fokussiert sich INKA auf die drei Kölner Stadtbezirke mit den höchsten EU-Zuwande- rungsquoten insbesondere aus Südosteuropa: Mülheim, Kalk und Rodenkirchen-Meschenich. Die Stadt Köln als INKA-Projektträgerin hat gemäß der Förderrichtlinie einen Projektverbund mit maximal drei sozialen Träger*innen als Teilvorhabenpartner*innen gegründet: Caritasverband für die Stadt Köln e.V. / Rodenkirchen-Meschenich Lernende Region-Netzwerk Köln e.V. / Mülheim förderungs- & bildungsgemeinschaft jugend- und altenarbeit vingst/ostheim e.V. / Kalk Die Träger wurden aufgrund ihrer langjährigen fachlichen Qualifikationen und Erfahrungen in der Arbeit mit der Zielgruppe ausgewählt. Sie sind in der Kölner Sozial- und Beratungslandschaft fest etabliert sowie gut vernetzt und haben ihren Sitz jeweils in den o.g. Stadtbezirken. Die Träger bilden im Projektverlauf mit ihrer niedrigschwelligen gender- und kultursensiblen Ansprache, (Verweis-) Beratung und Begleitung durch die Beratungsfachkräfte (Streetwork) die notwendige, fehlende Verbindungsbrücke zwischen der Zielgruppe und den vorhandenen lokalen sozialen Hilfsangeboten im jeweiligen Sozialraum. Das EhAP Plus Projekt INKA ergänzt somit auch die bestehenden städtischen Programme für die neuzugewanderten Unionsbürger*innen und trägt dafür Sorge, dass diese von der Ziel- gruppe genutzt werden, wie z.B. das Maßnahmenpaket ‚Humanitäre Hilfen für Menschen aus den Staaten der EU-Osterweiterung‘ (3432/2018), die Clearingstelle für Migration und Gesund- heit in Köln und die Maßnahme Willkommen und Ankommen in Köln (WAK) (2603/2021). Seite 2 von 9 Kernstück des Projektes INKA ist die niedrigschwellige gender- und kultursensible aufsuchende Erstberatung (Streetwork), Kontaktaufnahme, Orientierungsberatung und Priorisierung der Handlungsbedarfe, intensive Begleitung und Heranführung an bestehende soziale Hilfsangebote, Entwicklung von flankierenden niedrigschwelligen bedarfsorientierten (Grund-) Bildungs- und Gruppenangeboten. Hinzu kommt Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel der Sensibilisierung hinsichtlich der Lebenslagen und Bedürfnisse der Zielgruppe, sowie zu Antidiskriminierung und Antiziganismus. In der letzten Phase der Projektlaufzeit soll eine Transfertagung durchgeführt werden mit Experten*innen aus südosteuropäischen Ländern zur EU-Zuwanderung für Multiplikator*innen, Fachpublikum, Bürger*innen und Politik. Eine materielle Unterstützung der Menschen sowie eine Qualifizierung oder direkte Vermittlung in Arbeit ist gemäß der Förderrichtlinie ausgeschlossen und daher nicht Bestandteil des Projektes. Der Verwaltung obliegt die zentrale Projektleitung. Daneben nimmt sie die projektbezogenen finanztechnischen Verwaltungstätigkeiten wahr, wie finanztechnische Abwicklung, Monitoring, Evaluation, Erstellung der Verwendungsnachweise und Sachberichte. 1.2. Projektvolumen und Finanzierung Die Förderquote liegt beim EhAP Plus laut Förderrichtlinie bei 90% der bewilligten Projekt- kosten. Diese stockt der Bund um weitere 5% auf. Es verbleibt ein städtischer Eigenanteil von 5%, der durch die Personalgestellung für die Projektleitung und –Koordination abgedeckt wird. Das bewilligte Projektvolumen beträgt insgesamt 1.996.333,54 € (01.10.2022 bis 30.09.2026). 2. Umsetzung des Projektes Die Stadt Köln als Projektträgerin erhielt mit Bescheid des Fördermittelgebers vom 15.12.2022 die Bewilligung für die Durchführung des vierjährigen Projektes INKA. Der Rat hatte zuvor in seiner Sitzung am 10.11.2022 die Verwaltung mit der Durchführung des EhAP Plus Projektes INKA ab 01.10.2022 beauftragt, vorbehaltlich eines positiven Bewilligungsbescheides (2924/2022). Der vorliegende Sachstandsbericht bezieht sich auf den Berichtszeitraum 01.10.2022 bis 31.12.2023. Die Besetzung der Stellen mit den notwendigen Beratungskräften bei den Teilvorhabenpartner*innen konnte sukzessive ab Anfang 2023 erfolgen, da der offizielle Seite 3 von 9 Bewilligungsbescheid des Fördermittelgebers erst am 19.12.2022 einging. Die Stellenbesetzungen gestalteten sich zum Teil langwierig, zum einen aufgrund des vom Fördermittelgeber vorgegebenen fachlichen Profils wie Sprachkompetenzen und Berufserfahrung, zum anderen aufgrund des Fachkräftemangels im sozialen Bereich. Die wichtigsten Elemente bzw. Angebote des Projektes: • Niedrigschwellige, zugehende, kultur-, gender- und sprachsensible Kontaktaufnahme an den Aufenthaltsorten sowie Treffpunkten der Zielgruppe • Orientierungsberatung und Priorisierung der Handlungsbedarfe der Menschen • (Verweis-) Beratung und Begleitung der Menschen hin zu den bestehenden lokalen sozialen Regelangeboten • Niedrigschwellige inhaltliche arbeitsmarktbezogene Verweisberatung und Begleitung zu Jobcenter und Agentur für Arbeit • Entwicklung und Durchführung neuer niedrigschwelliger bedarfsorientierter Gruppenangebote • Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung hinsichtlich der Lebenslagen und Bedürfnisse der Zielgruppe, sowie zu Antidiskriminierung und Antiziganismus • Organisation und Durchführung einer Transfertagung mit Fachleuten zum Thema EU- Zuwanderung für Multiplikatoren, Fachpublikum, Bürgerschaft und Politik. Die Teilvorhabenpartner*innen bieten in ihren Beratungsräumen in den Sozialräumen Mülheim, Kalk und Meschenich offene Sprechstunden zu festen Beratungszeiten an. Aufgrund der multiplen sozialen Problemlagen sprechen die Menschen häufig mehrfach vor, somit erstrecken sich viele Beratungen auf einen längeren Zeitraum bis zu einem Jahr. U.a. aufgrund der unzureichenden deutschen Sprachkompetenzen der Zielgruppe erweisen sich Vermittlungen an weitergehende Hilfsangebote teilweise als schwierig. Auch stellt die zunehmende Digitalisierung eine Hürde für nichtalphabetisierte Menschen dar, wenn sie sich um staatliche Leistungen bemühen möchten. Daher stellt neben den Sprach- und Kulturkenntnissen der Beratungskräfte vor allem die Begleitung der Menschen zu bestehenden Angeboten des Regelsystems einen Schlüssel zum Erfolg dar. Seite 4 von 9 Hervorzuheben sind die hauseigenen Beratungsstrukturen der Teilvorhabenpartner*innen, in welche die INKA-Beratungskräfte eingebunden sind. Dies ermöglicht oftmals eine direkte Weitervermittlung der Zielgruppe in hausinterne Strukturen und die Nutzung von weiteren Sprachkompetenzen und Fachdiensten. Ein weiterer Vorteil ist die räumliche Nähe zur städtischen Maßnahme WAK. WAK führt als solitäre kommunale Maßnahme für Menschen, die als Arbeitssuchende keine Ansprüche auf Regelleistungen z.B. des SGB II haben, im Gegensatz zu INKA ganz konkrete Maßnahmen wie Kompetenzfeststellung oder Bewerbungstraining durch und vermittelt Klient*innen direkt in Beschäftigungsverhältnisse. Bei gefestigten Kunden kann durch die INKA-Verweisung zu WAK eine bedarfsgerechte Hilfskette angeboten werden. Gemeinsam mit der Clearingstelle im Gesundheitsamt und den städtischen Humanitären Hilfen bilden die Arbeitsmarktmaßnahme WAK und das EhAP Plus Projekt INKA eine Beratungskette der städtischen Integrationsarbeit bezogen auf Neuzugewanderte aus den Staaten der Europäischen Union. Hierdurch werden die Menschen in prekären Situationen unterstützt, die Zugänge zur Gesundheitsversorgung wo es geht ermöglicht (s. a. Mobiler Medizinischer Dienst und anonymer Krankenschein), Eltern und Kinder bei der sozialen Integration unterstützt und in geeigneten Fällen Perspektiven zur Arbeitsmarktintegration entwickelt einschließlich einer Vermittlung in Arbeitsverhältnisse. 3. Ergebnisse für den Projektzeitraum 01.10.2022 bis 31.12.2023 Die Daten aller drei INKA-Teilvorhabenpartner*innen werden zusammengefasst dargestellt. Die Evaluation erfolgt mittels des vom Fördergebers verpflichtend zu verwendenden Beratungsbogens und anhand eigener erhobener Daten, die von den Teilvorhabenpartner*innen in einem halbjährlichen Sachbericht zur Auswertung an die Projektleitung übermittelt werden. 3.1. Anzahl der beratenen Personen (Outputindikator) Insgesamt wurden 424 Menschen beraten, davon 175 Männlich und 249 Weiblich. 3.2. Anzahl der durchgeführten Beratungsgespräche Im Berichtszeitraum wurden mit 424 Personen insgesamt 931 Beratungsgespräche geführt. Diese finden in den INKA Beratungsstellen persönlich und telefonisch statt. Seite 5 von 9 3.3. Altersstruktur der beratenen Personen Aufgrund der Erfassung in den Beratungsbögen können Daten für fünf Altersstufen ausgewertet werden. Die meisten Beratenen kommen aus der Altersstufe „30 bis 64 Jahre“ (rd. 57 %). 3.4. Herkunftsländer der beratenen Personen Im Berichtszeitraum, wurden Beratungen für Personen aus verschiedenen EU-Herkunftsländern durchgeführt. Die meisten Beratenen kamen aus Bulgarien (46,5 % aller Beratenen), gefolgt von Rumänien (41,3 % aller Beratenen). Dies wurde bei der Projektplanung aufgrund von statistischen Einwohnerzahlen und Erfahrungen aus den vorherigen EhAP-Projekten bereits berücksichtigt. Die erforderlichen Sprachkompetenzen für die Beratung dieser Zugewanderten werden in den INKA-Beratungsstrukturen abgedeckt. Diagramm TOP TEN der Herkunftsländer: Alter Anzahl beratene PersonenKinder bis 7 Jahre378 bis 17 Jahre5018 bis 29 Jahre8530 bis 64 Jahre24365 Jahre und älter9Summe424Herkunftsland Anzahl beratene Personen Bulgarien197 Rumänien175 Kroatien21 Ungarn7 Griechenland5 Italien5 Polen4 Spanien2 Frankreich2 Schweden2 Seite 6 von 9 3.5. Anzahl der beratenen Personen mit Behinderung, mit Zugehörigkeit zu einer marginalisierten Gemeinschaft oder mit Wohnungslosigkeitsproblematik Die Angaben zu diesen Themenfeldern im Beratungsbogen sind freiwillig. Sofern sie aber Gegenstand der Beratung oder offensichtlich waren, wurden die Informationen erfasst. Daher geben die nachfolgenden Fallzahlen kein vollständiges Bild ab: 13 Personen hatten eine Behinderung 223 Personen gehören zu einer in Deutschland anerkannten Minderheit (u.a. marginalisierte Gemeinschaften wie etwa die Roma) 14 Personen sind wohnungslos, aber durch Kommune oder Träger untergebracht 7 Personen sind obdachlos auf der Straße lebend bzw. verdeckt obdachlos ist (z. B. bei Freunden lebend) 51 Personen sind von Wohnungslosigkeit bedroht Das Thema Wohnen ist bekanntermaßen ein massives Problem mit weitreichenden Konse- quenzen: ohne Wohnung und meldebehördliche Anmeldung ist z. B. eine Anmeldung bei der Krankenkasse oder der Abschluss eines Arbeitsvertrages nicht möglich. Tatsächlich schlafen viele der EU-Zugewanderten bei Verwandten und Bekannten, auf der Straße, unter Brücken oder in Wohnungen mit Matratzenlagern. Auf dem Wohnungsmarkt ist für diese Menschen kaum finanzierbarer Wohnraum zu finden. Vorurteile und Stereotype gegenüber der Zielgruppe, insbesondere den marginalisierten Gemeinschaften wie Roma und Sinti, erschweren die Wohnungssuche zusätzlich. Insbesondere im Stadtgebiet Mülheim sind zum Teil prekäre Wohnstrukturen seitens der Vermieter vorzufinden. Ausbeuterische Wohnverhältnisse werden selten zur Anzeige gebracht, weil die Menschen Angst vor Verlust des Wohnraums haben. Diese prekären Wohnsituationen wirken sich zudem negativ auf die Hygiene und die Gesundheit der Beratenen aus. 3.6. In welche Angebote werden die beratenen Personen vermittelt? Eine Vielzahl von Klient*innen benötigt langfristige Beratung und Begleitung, insbesondere in den nachfolgend dargestellten Bereichen: Seite 7 von 9 TOP TEN der weiterführenden Beratungs- und Unterstützungsangebote, in die vermittelt wurde: 3.7. Erfolg der Beratung (Ergebnisindikator) Ziele des EHAP Plus sind die soziale Stabilisierung und eine Verbesserung der individuellen Lebenssituation der Neuzugewanderten durch die Inanspruchnahme von lokal vorhandenen Hilfsangeboten. Im Berichtszeitraum haben von den 424 beratenen Personen insgesamt 356 Personen (entspricht 84 %) ein Vermittlungsangebot infolge einer Beratung und Begleitung angenommen. Das Aufsuchen der Beratungseinrichtung und die Vermittlung in ein passendes weiterführendes Angebot ist ein erster Schritt zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschen. Eine nachhaltige Integration ist nur möglich, wenn die Menschen langfristig beraten und begleitet werden. Ein Teil der beratenen Personen hat das Vermittlungsangebot nicht angenommen. Teilweise nahmen die Menschen die Beratung einmal wahr, ohne dass es zu einer Vermittlung kam. Ein weiterer Grund sind oftmals fehlende passende Angebote im Regelsystem. Die Beratungs- leistung endet trotz qualifizierter Beratung ohne Vermittlung wegen fehlender Angebote im Regelsystem. Die Ursache liegt in den oft fehlenden Sprachkompetenzen der Zielgruppe sowie häufig in gesetzlichen Vorgaben und entsprechenden Zugangsbeschränkungen. 4. Fazit des Berichtszeitraums • Aufbau der Beratungsressourcen Im Laufe des Jahres 2023 konnten die INKA-Teilvorhabenpartner*innen nach und nach die notwendigen Beratungsfachkräfte einstellen, so dass (erst) zum Jahresende alle Stellen besetzt waren. Weiterführendes Hilfsangebot Anzahl vermittelte Personen Jobcenter115 Familienkasse71 Krankenkasse40 Sprach-/Integrationskurs38 Agentur für Arbeit37 Sozialamt36 Arzt30 Bürgeramt26 Wohnungsnotfallhilfe25 Versorger Strom/Wasser24 Seite 8 von 9 Trotzdem gelang es aufgrund der guten Vernetzungsstrukturen die Zielgruppe gut zu erreichen und die oben dargestellten Erfolgsindikatoren zu erzielen. • Teilnehmenden-Akquise INKA wurde und wird intensiv beworben: - in den Sozialräumen wird die Zielgruppe im Rahmen der aufsuchenden Arbeit an zentralen, einschlägigen Orten aufgesucht, um den Kontakt herzustellen - Angebot von Außensprechstunden bei anderen Fachdiensten - Werbung in einschlägigen Arbeitskreisen, sozialen Netzwerken/Verteilern und Medien Durch den zunehmenden Bekanntheitsgrad ergeben sich viele Beratungskontakte auch in Kooperation und durch direkte Verweisberatung von anderen Beratungsdiensten und –stellen. • Nachhaltigkeit bzw. Verstetigungsansätze des Projektes INKA strebt eine verbesserte dauerhafte Zugangsmöglichkeit der Zielgruppe in das landes- geförderte Programm KIM (Kommunales Integrationsmanagement) sowie den Aufbau einer engen Kooperation mit KIM an, damit den EU-Zugewanderten im Bedarfsfall die Möglichkeit der Nutzung des KIM-Casemanagements offensteht. Dies u.a. um künftig eine (teilweise) Verstetigung der Beratungsstrukturen für die EhAP Plus Zielgruppe zu erreichen. INKA steht außerdem in regelmäßigem konstruktivem Austausch mit seinen Kooperations- partnern Jobcenter und Arbeitsagentur Köln. Ziel ist hierbei die Vereinfachung und Transparenz der Zugänge der EhAP Plus Zielgruppe sowie der Beratungskräfte zu den beiden Institutionen, auch nach Beendigung des Projektes. Daneben ist INKA Mitglied des im Herbst 2023 neu gegründeten Netzwerkes der NRW-EhAP Plus Projekte. Ziel ist, die während der Projektlaufzeit aufgebauten niedrigschwelligen Angebots- strukturen nach dem 01.10.2026 fortzuführen und generell auf die auch zukünftig bestehenden Integrationsbedarfe der EU-Zugewanderten hinzuweisen (Politik, EhAP Plus Begleitausschuss, BMAS etc.) • EhAP Plus Kooperationsprojekte ViaPonto und Zukunft gestalten Alle drei Kölner EhAP Plus Projekte - INKA, ViaPonto und Zukunft gestalten - stehen im intensiven fachlichen Austausch miteinander und profitieren von Synergie-Effekten, wie z.B. Seite 9 von 9 gemeinsame Fortbildungen für die Beratungsfachkräfte sowie Nutzung von träger- und fachspezifischer Expertise. Sie stellen zusammen mit den städtischen humanitären und medizinischen Versorgungs- angeboten und arbeitsmarktaktivierenden Maßnahmen eine wichtige spezialisierte Ergänzung der allgemein bestehenden Beratungsangebote dar und tragen auch zu deren Entlastung bei, wie z.B. Jobcenter, Sozialamt, Jugendamt, MBE/JMD. • Herausforderungen Der durch die EhAP Plus Projektstrukturen dauerhaft sichergestellte Zugang zur Zielgruppe ist die Voraussetzung für eine erfolgsversprechende Anbindung der Menschen an das Regel- system und der damit einhergehenden sozialen Integration in die Gesellschaft. Die EhAP Plus Projekte sind besonders effektiv und wirkungsvoll, wenn sie die Zielgruppe zeitnah an passende und weiterführende Hilfsangebote des Regelsystems vermitteln können. Hier fehlt es allerdings zum Teil an ausreichenden Angeboten, was sich in einer längeren Verweildauer sowie dem Wahrnehmen mehrfacher Beratungstermine durch die Menschen in der EhAP Plus Beratung wiederspiegelt. Die an sich häufig sinnvolle persönliche Begleitung der Hilfesuchenden zu den weiterführenden Hilfsangeboten kann aufgrund des Zeitaufwandes und der begrenzten Ressourcen der Projektberatungskräfte derzeit nur begrenzt erfolgen.
Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle OB/16/163 Vorlagen-Nummer 26.03.2024 1069/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 16.04.2024 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 18.04.2024 Jugendhilfeausschuss 30.04.2024 EHAP Plus Projekt INKA - In Köln Ankommen - Sachstandsbericht für den Zeitraum 01.10.2022 bis 31.12.2023 Zusammenfassung in einfacher Sprache Viele Menschen aus europäischen Nachbarländern kommen nach Köln. Der Start in einem neuen Land mit anderen Regeln und Gesetzen kann schwer sein. Sie suchen hier Arbeit und eine Wohnung. Die Kinder brauchen Betreuung oder einen Schulplatz. Wenn die Menschen keine Arbeit finden, bekommen sie meistens keine Leistungen, das bedeutet kein Geld, für den Lebensunterhalt und auch sonst kaum Hilfe. So ist es in unse- ren Gesetzen für Menschen aus anderen Ländern der Europäischen Union geregelt. Das Projekt INKA – In Köln Ankommen (INKA) ist ein Projekt der Stadt Köln und unterstützt diese Menschen seit 01.10.2022. Die drei INKA-Beratungsstellen in Mülheim, Kalk und Meschenich beraten viele Menschen bei ihrem Start in Deutschland. Es gibt noch zwei weitere Projekte in Köln. Die heißen Via Ponto von den Vereinen agisra e.V. und Looks e.V. in Ehrenfeld und der Innenstadt und Zukunft gestalten vom Solibund e.V. in Porz. Alle drei Projekte arbeiten zusammen, um die hilfebedürftigen Menschen zu unterstützen. Die drei Projekte haben im Jahr 2023 zusammen 726 Menschen beraten. Davon haben 606 Menschen ein Hilfsangebot angenommen. Für das Projekt der Stadt Köln INKA ist ein Bericht über die erste Zeit des Projektes in der Anlage 1 beigefügt. Der Sachstandsbericht (Stichtag 31.12.2023) für das Projekt „In Köln Ankommen (INKA)“ wird zur Kenntnisnahme vorgelegt (Anlage 1). Der Rat hat in seiner Sitzung am 10.11.2022 die Verwaltung mit der Durchführung dieses Projektes beauftragt (2964/2022). Das Projekt wird von der Europäische Union gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ar- beit und Soziales im Rahmen des ESF-Programms „EhAP Plus – Eingliederung hilft gegen 2 Ausgrenzung der am stärksten benachteiligten Personen“ gefördert. Im Sinne der Förderricht- linie ist das Projekt auf die Verbesserung der Lebenssituation und die soziale Eingliederung von besonders benachteiligten neuzugewanderten Unionsbürgern*innen und deren Kindern ausgerichtet. Insbesondere die Menschen, die zwar grundsätzlich freizügigkeitsberechtigt sind, aber von vielen gesetzlichen Leistungsansprüchen ausgeschlossen sind, wenn sie keine Arbeitneh- mer*innen sind und Arbeit suchen, sind sehr schnell über alle Lebenslagen hinweg einem ho- hen Armutsrisiko ausgesetzt. Das Förderprojekt ermöglicht die zusätzliche Schaffung von auf- suchenden, zugehenden und beratenden Strukturen mit dem Ziel, insbesondere die unver- sorgten und anspruchslosen Menschen an die bestehenden Angebote des Regelsystems her- anzuführen. Die Stadt Köln ist Projektträgerin und setzt INKA gemeinsam mit drei sozialen Trägern mit Be- ratungsstandorten in den jeweiligen Sozialräumen um: - Caritasverband für die Stadt Köln e.V. / Rodenkirchen-Meschenich - Lernende Region-Netzwerk Köln e.V. / Mülheim - förderungs- & bildungsgemeinschaft jugend- und altenarbeit vingst/ostheim e.V. / Kalk. Zudem fungiert die Stadt Köln als Kooperationspartnerin für zwei weitere Kölner EhAP Plus Projekte: - ViaPonto (Trägerschaft: agisra e.V. und Looks e.V. , Beratungsstellen in Ehrenfeld u. Innenstadt) mit stadtweitem Einzugsgebiet, Beratung für weibliche, männliche sowie trans* EU-Personen, die der Notlagen-prostitution nachgehen. - Zukunft gestalten (Trägerschaft: Solibund e.V. / Porz), Einzugsgebiet Sozialraum Porz- Mitte, Beratungsstelle insbesondere für wohnungslose/von Wohnungslosigkeit be- drohte EU-Bürger*innen. Zusammenfassung der Projektergebnisse zum Stichtag 31.12.2023: Bis zum 31.12.2023 wurden im Projekt INKA insgesamt 424 Personen bei 931 Gesprächs- terminen beraten. Von den insgesamt Beratenen haben 356 Personen ein weiterführendes Hilfsangebot angenommen. Die Vermittlungen in die Angebote des Kölner Hilfesystems um- fassen u.a. die allgemeine Migrationsberatung, Sozialamt, Jobcenter, Agentur für Arbeit, An- gebote für Kinder und Familien, Gesundheitsversorgung, Angebote der humanitären Hilfen, Hilfen für Wohnungsnotfälle, Sprach- u. Integrationskurse sowie Angebote zur Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt. INKA ist mit allen Akteuren des Hilfesystems entspre- chend gut vernetzt. In den Projekten Via Ponto und Zukunft gestalten wurden bis zum 31.12.2023 insgesamt 302 Personen bei 647 Gesprächsterminen beraten. Von den insgesamt Beratenen haben 250 Personen ein weitergehendes Hilfsangebot (s. Aufzählung in der Zusammenfassung der Pro- jektergebnisse zu INKA) angenommen. Gez. i.V. Blome
Anlage 2_Flyer EhAP Plus Projekt INKA
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INKA – In Köln Ankommen Kölner Kooperationsprojekt mit verschiedenen Trägern zur Ver besserung der individuellen Lebenssituation von neuzu gewanderten Menschen aus der Europäischen Union INKA – In Köln Ankommen „INKA – In Köln Ankommen“ ist ein Projekt zur Integration von neuzugewanderten Menschen aus der Europäischen Union. INKA • Richtet sich an die Zielgruppe der besonders benachteiligten neuzuge wanderten Menschen aus der Euro päischen Union und deren Kinder unter 18 Jahren, darunter auch Angehörige von Minderheiten wie zum Beispiel Roma und Sinti • Dient der Verbesserung der individuellen Lebenssituation und der sozialen Eingliederung • Ermöglicht dies durch die Unterstützung der Zielgruppe bei der Inanspruchnahme von lokalen Angeboten des regulären sozialen Hilfesystems • Wird im Rahmen des ESFPlusP rogramms „EhAP Plus – Eingliederung hilft gegen Ausgrenzung der am stärksten benach teiligten Personen“ realisiert Projektdurchführung • Räumlich fokussiert sich INKA auf die drei Kölner Stadtbezirke mit den höchsten EUZuwanderungsquoten aus Südosteuropa: RodenkirchenMeschenich, Mülheim und Kalk • Die Stadt Köln hat für das Projekt einen Vorhabenverbund mit drei erfahrenen sozialen Trägern gegründet, die ihren Sitz im jeweiligen Stadtbezirk haben. Caritasverband für die Stadt Köln e. V. : RodenkirchenMeschenich Lernende Region-Netzwerk Köln e. V.: Mülheim förderungs- & bildungsgemeinschaft jugend- und altenarbeit vingst/ostheim e. V.: Kalk • Die Träger bilden mit ihren Beratungs fachkräften im jeweiligen Stadtbezirk die notwendige Verbindungsbrücke zwischen der Zielgruppe und den vorhandenen sozialen Regelangeboten. Die wichtigsten Elemente beziehungsweise Angebote • Niedrigschwellige, zugehende, kultur, gender und sprachsensible Kontaktauf nahme an den Aufenthaltsorten sowie Treffpunkten der Zielgruppe • Orientierungsberatung und Priorisierung der Handlungsbedarfe der Menschen • (Verweis) Beratung und Begleitung der Menschen hin zu den bestehenden lokalen sozialen Regelangeboten • Niedrigschwellige inhaltliche arbeits marktbezogene Verweisberatung und Begleitung zu Jobcenter und Agentur für Arbeit • Entwicklung neuer niedrigschwelliger bedarfsorientierter Gruppenangebote • Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung hinsichtlich der Lebenslagen und Bedürfnisse der Zielgruppe, sowie zu Antidiskriminierung und Antiziganismus • Transfertagung mit Fachleuten zum Thema EUZuwanderung für Fach publikum, Bürgerschaft und Politik. Laufzeit des Projekts Oktober 2022 bis September 2026 Beratungsstellen in den Stadtbezirken Rodenkirchen-Meschenich CaritasZ entrum Meschenich Fachdienst für Integration und Migration Brühler Landstraße 425 50997 Köln T: 0178 9609319 oder 01 78 9094559 FIMBeratung@caritaskoeln.de www.caritaskoeln.de/hilfe beratung/migration/beratung fuer erwachsene Mülheim Lernende Region – Netzwerk Köln Bezirksrathaus Mülheim/Raum V203 Wiener Platz 2a 51065 Köln T: 0177 5988434 inka@bildung.koeln.de www.bildung.koeln.de/beratung/ inka/ Kalk Bürgerzentrum Vingst/Vingster Treff Ostheimer Straße 125 51107 Köln T: 0221 78807600 ehapinka@sozialeskoeln.de www.buergerzentrumvings t.de/ inka Projektverantwortliche Projektleitung Stadt Köln Amt für Integration und Vielfalt Fachkordination EUZuwanderung Kleine Sandkaul 5 50667 Köln Birgit Büttgen T: 0221 22129163 Christiane JägerDoerr T: 0221 22123345 ehapinka@stadtkoeln.de www.stadt.koeln Die Träger des Vorhabenverbundes Rodenkirchen-Meschenich Caritasverband für die Stadt Köln e. V. Bertramstraße 12 – 22 51103 Köln Svenja Mattes T: 0221 98577417 Svenja.mattes@caritaskoeln.de www.caritaskoeln.de/ hilfe beratung/migration/beratung fuer erwachsene Mülheim Lernende Region – Netzwerk Köln e. V. JuliusBauStraße 2 51063 Köln Kai Sterzenbach T: 0221 99082912 kai.sterzenbach@bildung.koeln.de www.bildung.koeln.de/beratung/ inka/ Kalk förderungs & bildungsgemeinschaft jugend und altenarbeit vingst/ostheim e. V. Heßhofstraße 43 51107 Köln Beate Mages T: 0221 8705090 b.mages@sozialeskoeln.de www.buergerzentrumvingst. de/ inka Die Oberbürgermeisterin Amt für Integration und Vielfalt Amt für Presse und Öffentlichkeitsarbeit Gestaltung und Druck Zentrale Dienste der Stadt Köln Bildnachweis Titel: Bundesministerium für Arbeit und Soziales 13CS/17623/1 6/1.000/06.2023 Das Projekt „INKA – In Köln Ankommen“ wird im Rahmen des Programmes „EhAP Plus“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert. Gefördert durch:
Anlage 4_Flyer EhAP Plus Projekt Zukunft gestalten
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Neuzugewanderte Menschen aus allen EU- Ländern Beratung für Büro: 02203 980 911 25 Leitung: 0151 431 55 342 zukunft@solibund.de Kontakt & Kooperation Solibund e.V. Interkulturelles Zentrum Friedrichstr. 39-41 51143 Köln-Porz KVB: Porz Markt flexibel, mobil, vernetzt, kreativ mehrsprachig, gendersensibel, transkulturell online & offline Besonders benachteiligte Menschen an vorhandene Hilfestrukturen heranführen – behutsam, hilfreich, individuell. Das ist unser Auftrag im EhAP Plus Projekt "Zukunft gestalten". Anna Kass, Beratung Ibrahim Ugurpala, Beratung Lisa Schürmann, Leitung & Beratung zukunft.solibund.de Das Projekt „Zukunft gestalten“ wird in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln, Amt für Integration und Vielfalt, im Rahmen des Programms „EhAP Plus“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert: WWW.ESFPLUS.DE/EHAP-PLUS ZUKUNFT GESTALTEN
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1069/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 26.03.2024
- Erstellt
- 21.03.2024 12:43