SV-2021/0040
Antrag der Fraktion UFFBASSE vom 5. Juli 2021 betr. Gewerbegebiet Arheilgen
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SV-2021/0040
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Vorlage-Nr. SV-2021/0040 Antrag der Fraktion UFFBASSE vom 5. Juli 2021 betr. Gewerbegebiet Arheilgen Pützerstraße 6 64287 Darmstadt www.uffbasse-darmstadt.de Darmstadt, 05.07.2021 Antrag Stopp und Abplanung der vorbereitenden Untersuchungen/städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Arheilgen West und Wixhausen Ost (Darmstadt Nord) Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen, Der Magistrat wird aufgefordert, die 2020 beschlossene Magistratsvorlage 2020/0367 zurückzunehmen und die darin genannten Planungen und Analysen zur Erschließung der Flächen In Arheilgen West und Wixhausen Ost als prioritäre Gewerbeflächen sowie als potenziellen Depot-Standort der Heag Mobilo einzustellen. Stattdessen sollen erneut stadtweite Untersuchung erfolgen, um Entwicklungsflächen für Gewerbe auf bereits erschlossenen, versiegelten Flächen zu benennen. Vorrangig sollen sich diese Untersuchungen insbesondere auf das Kuhnwaldtgeländes nördlich der Starkenburg-Kaserne und auf das Areal der Starkenburg-Kaserne sowie das Goebel- Gelände konzentrieren. Bereits betrachtete Flächen sollen einer erneuten Betrachtung nach einheitlichen Kriterien unterzogen werden. Weiterhin ist zu prüfen, ob im Rahmen des verstärkten mobilen Arbeitens und Arbeiten von zu Hause aus größere Bürokomplexe (teilweise) frei geworden sind, die in Gewerbeflächen umgewandelt werden könnten. Der Magistrat wird weiterhin gebeten, die Eigentumsverhältnisse der frei gewordenen Gewerbeflächen zwischen Messplatz und Martin Luther King Ring zu klären und in Verhandlungen mit den Eigentümern zu treten, um die nicht mehr genutzten Grundstücke als Ausweichflächen für das geplante Gewerbegebiet in Arheilgen zu erwerben. Für die HEAG mobilo ist eine Fläche von ca. 11ha auf dem Gebiet der Starkenburgkaserne und/oder dem sogenannten Kuhnwaldtgelände zur Errichtung eines Depots zu sichern. Dies sind die einzigen Flächen im Darmstädter Stadtgebiet die eine solche Entwicklung erlauben. 2 Begründung: In den genannten Gemarkungen wurden 230 Hektar Boden als Untersuchungsgebiet abgesteckt, um deren städtebauliche Entwicklungspotentiale zu analysieren. Das Ziel: neue Flächen für Gewerbe schaffen, vornehmlich für die Logistik-Branche und ein neues Depot der Heag Mobilo. Eine solche Umwandlung zwischen Wald, Wiesen und Frischluftschneisen, in bestehenden Naherholungsgebieten, auf fruchtbarem Boden der örtlichen Landwirtschaft und in Frischluftschneisen ist abzulehnen. Um im Kampf gegen den Klimawandel, eine Wende herbeizuführen, dürfen neue, versiegelte Flächen nicht auf Kosten von Wald, Grün und ökologischer Vielfalt geschaffen werden. Für den Erhalt von Flora, Fauna, Natur, Lebensraum und Lebensqualität für Mensch und Tier reicht es nicht, nur Mobilität in den Blick zu nehmen. Konsequenterweise hat die Stadtverordnetenversammlung daher den Klimavorbehalt beschlossen. Dieser bewertet die Auswirkung städtischer Vorhaben auf das Klima. Eine Flächenversieglung als zwangsläufige Folge einer Erschließung kann dabei unmöglich als „positiv auf das Klima“ wirkender Faktor qualifiziert werden. Potentielle Gewerbeflächen können zwar möglichst biodivers geplant werden, Beton bleibt jedoch auch trotz begrüntem Dach Beton. Die Untersuchungen oder gar die Umsetzung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme in Arheilgen West und Wixhausen Ost stehen sind daher mit dem Klimavorbehalt unvereinbar. In einem sich zunehmenden erhitzendem urbanen Raum gilt es vielmehr bestehende Frischluftschneisen, Naherholungsgebiete und fruchtbare Böden der örtlichen Landwirtschaft, die mit ihren Erträgen eine regional-lokale Versorgung mit Lebensmitteln sichern, entschlossen zu schützen. Nur so bleibt unserer Stadt auch in Zukunft noch Luft zum Atmen. Die Bedarfe von Gewerbe sind stets im Wandel. Die noch gegenwärtige globale Corona - Pandemie hat auch in Darmstadt Umbruchsprozesse verstärkt und beschleunigt. Bereits jetzt verzeichnet zum Beispiel die Darmstädter Innenstadt einen erhöhten Leerstand. Im weiteren Radius der Darmstädter Kernstand offenbart sich zudem vermehrt der Wegzug klassischer Industrie (Fertigung, Autohäuser …). Zielführender ist es deshalb, bereits erschlossenen Flächen innerhalb der Stadt für Gewerbegebiete sowie für das neuen Depot der Heag Mobilo, ggf. erneut - zu untersuchen. Die HEAG mobilo braucht als starker Partner der Verkehrswende und somit auch der Klimawende ein neues größeres Depot. Die einzige Fläche im Darmstädter Stadtgebiet die eine solche Entwicklung erlaubt, ist die Starkenburgkaserne und das angrenzende “Kuhnwaldtgelände”. Auch wenn dieses Gebiet derzeit als Wohnbebauung erschlossen werden soll, ist es richtig hier das Depot zu bauen. Denn zum einen liegt es dann relativ zentral in der Stadt, womit lange Ein- und Ausrückfahrten vermieden werden. Zum anderen liegt es dann an der geplanten Trasse nach Weiterstadt womit weitere Synergieeffekte entstehen. Somit entsteht eine Win Win Win Situation, für Stadt, Mobilo und Umwelt. Wir danken für die wohlwollende Prüfung unseres Antrags. Vielen Dank. Kerstin Lau, Marc Arnold, Sebastian Schmitt, Carmen Stockert, Till Mootz
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Punkt 34.4: Antrag der Fraktion UFFBASSE vom 5. Juli 2021 betr. Gewerbegebiet Arheilgen (V-Nr. SV-2021/0040) Die Fraktion SPD stellt folgenden Änderungsantrag: 1. Ersetze im ersten Absatz „potenziellen“ durch „priorisierten“ 2. Streiche: Im zweiten Absatz „und auf das Areal der Starkenburg Kaserne“ 3. Streiche Absatz 4 und ersetze ihn durch: Der Magistrat wird zu einer ergebnisoffenen Evaluation und Prüfung aller möglichen Depotstandorte für die HEAG mobilo GmbH beauftragt. Die Untersuchungen evaluieren neben der Verlegung des zentralen Depots vom Böllenfalltor auch die Möglichkeiten dezentraler Lösungen und ihrer Effizienz für den Betriebsablauf. Die erforderlichen Machbarkeitsstudien und Fachgutachten werden der Stadtverordnetenversammlung sowie den zuständigen Fachausschüssen zur Beratung vorgelegt. Die Fraktion UFFBASSE übernimmt Punkt 1 aus dem Antrag der SPD. Der Vorsitzende lässt daher über den verbliebenen Antrag der SPD-Fraktion abstimmen. Der Antrag wird abgelehnt. Gegen die Ablehnung: SPD, FDP, Die Linke. UWIGA/WGD, AfD, Stadtve. Dietrich (FW) und Stadtve. Neumann (Die Partei) und 1 Stimme aus UFFBASSE Stimmenthaltung: 4 Stimmen aus UFFBASSE Es folgt die Abstimmung über den geänderten Antrag der Fraktion UFFBASSE. Der Antrag wird abgelehnt. Gegen die Ablehnung: SPD, UFFBASSE, FDP, Die Linke. UWIGA/WGD, AfD, Stadtve. Neumann (Die Partei) und Stadtve. Dietrich (FW)
Beratungsverlauf (1)
Orte (2)
- Pützerstraße 6
- Martin-Luther-King-Ring
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Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2021/0040
- Typ
- Antrag
- Datum
- 06.07.2021
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00