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V/0397/2021

Jahresabschluss 2020 der Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH (WPM)

Vorlagen 11.05.2021

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Nächste Beratung: Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft, Sitzung am 22.06.2021, TOP 7.21

Beschlussvorlage

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Anlage A

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Beschlussvorlage

3648 Zeichen

V/0397/2021 
V/0397/2021 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Jahresabschluss 2020 der Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH (WPM) 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   22.06.2021 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
Die Vertretung der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Westfälisches 
Pferdemuseum Münster gGmbH ( WPM) wird ermächtigt für das Geschäftsjahr 2020 folgen-
de Entscheidungen zu treffen: 
 
a) Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss der WPM für das Geschäfts-
jahr 2020, abschließend 
 
in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit     1.623.555,72 € 
 
sowie einem in der GuV ausgewiesenen 
Jahresüberschuss von          103.165,39 € 
 
wird festgestellt. 
 
b) Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2020 Entlastung erteilt. 
 
c) Der Bilanzgewinn in Höhe von 53.576,78 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. 
 
d) Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 wird die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 
HLB Schumacher GmbH in Münster bestellt. 
 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Der städtische Haushalt wird durch die Sachentscheidung nicht betroffen. 
 
 
Amt für Finanzen und 
Beteiligungen 
 
09.06.2021 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Frau Sterna 
Telefon: 492-2011 
Sterna@stadt-muenster.de

- 2 - 
V/0397/2021 
 
Begründung: 
 
Die Stadt Münster ist mit 1 % (500 €) am Stammkapital der WPM beteiligt. Nach Ziffer 13.2 des Ge-
sellschaftsvertrages der WPM i.V.m. § 45 GmbHG fällt die Beschlussfassung über den Jahresab-
schluss in den Entscheidungsbereich  der Gesellschafterversammlung, die gem. Ziffer 13.1 des Ge-
sellschaftsvertrages auch den Abschlussprüfer bestimmt. 
 
Der Umsatz der WPM verringert sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 152 
T€ auf 590 T€. Insbesondere ergibt sich die Verringerung durch die Auswirkungen der Corona Pan-
demie. Durch die Schließung des Zoos und das Pferdemuseum sind die Erlöse um 120 T€ zurückge-
gangen. Auch die Erlöse aus dem Museumsshop und der Cafeteria sind aus diesem Grund um 15 T€ 
gesunken. 
Dagegen hat sich bei den sonstigen betrieblichen Erträgen eine Steigerung von insgesamt 172 T€ 
ergeben. Ursächlich hierfür sind u.a. ein erhöhtes Spendenaufkommen (+12 T€) sowie Erträge aus 
Zuschüssen zur Bewältigung der Corona Pandemie (+160 T€).  
 
Der Jahresüberschuss in Höhe von 103 T€ wird mit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 
49,5 T€ verrechnet. Der Restbetrag von 53,5 T€ wird auf neue Rechnung vorgetragen. 
 
Nach Prüfung des Jahresabschlusses durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLB Schumacher 
GmbH haben sich aus Sicht des Beteiligungsmanagements keine Einwendungen gegen oder zusätz-
lichen Hinweise zum Jahresabschluss der WPM ergeben. Nach Durchsicht des vorgelegten und mit 
einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschlussberichtes erscheint der 
Jahresabschluss als plausibel und vermittelt ein hinreichend nachvollziehbares Bild der Vermögens-, 
Finanz- und Ertragslage der WPM zum Bilanzstichtag 
 
Die Gesellschafterversammlung der WMP zum Jahresabschluss 2020 hat – coronabedingt als Video-
konferenz – bereits am 14.04.2021 stattgefunden. Dabei hat der Vertreter der Stadt Münster – unter 
dem ausdrücklichen Vorbehalt einer späteren Ermächtigung durch den Haupt- und Finanzausschuss 
– den entsprechenden Beschlusspunkten nach Ziffer 3 des o.a. Beschlussvorschlages zugestimmt. 
 
 
 
In Vertretung 
 
 
Gez. 
Christine Zeller 
Stadtkämmerin 
 
 
Anlagen: 
 
 Bilanz zum 31.12.2020 
 GuV 2020 
 Lagebericht der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2020

JA 2020_Anlagen_zu_0397aus2021

15479 Zeichen

Anlage 1
Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH, Münster
Bilanz zum 31. Dezember 2020
AKTIVA
31.12.2020
€
31.12.2019
€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte 1.803,00 7.215,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.203.137,00 1.375.955,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 59.639,17 53.874,17
1.262.776,17 1.429.829,17
1.264.579,17 1.437.044,17
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 15.378,84 19.414,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 48.605,34 8.813,00
2. Sonstige Vermögensgegenstände 83.207,34 137,25
131.812,68 8.950,25
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 210.506,53 202.385,58
357.698,05 230.750,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.278,50 1.100,00
1.623.555,72 1.668.894,20
PASSIVA
31.12.2020
€
31.12.2019
€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Bilanzgewinn/-verlust 53.576,78 -49.588,61
103.576,78 411,39
B. Sonderposten aus Zuweisungen und Zuwendungen zur
Finanzierung des Sachanlagevermögens
Sonderposten aus Zuwendungen der öffentlichen Hand 662.444,13 757.279,98
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 39.500,00 20.700,00
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 800.740,80 862.819,44
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.016,27 23.874,32
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.277,74 3.809,07
- davon aus Steuern: € 1.209,76 (i.Vj.: € 2.561,85)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 871,85 (i.Vj.: € 843,95)
818.034,81 890.502,83
1.623.555,72 1.668.894,20

Anlage 2
Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH, Münster
Gewinn- und Verlustrechnung 2020
2020
€
2019
€
1. Umsatzerlöse 590.304,29 741.576,30
2. Sonstige betriebliche Erträge 296.000,95 124.220,08
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene
Waren -25.031,35 -36.781,96
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -243.521,52 -260.316,74
b) Soziale Abgaben und
Aufwendungen für
Altersversorgung und für
Unterstützung -64.625,42 -65.920,47
- Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für
Unterstützung: € 1.982,64
(i.Vj. € 1.982,64)
-308.146,94 -326.237,21
5. Abschreibungen
auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen -196.214,13 -196.740,86
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -242.482,79 -258.261,27
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11.264,64 -12.322,76
8. Jahresüberschuss 103.165,39 35.452,32
9. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -49.588,61 -85.040,93
10. Bilanzgewinn/-verlust 53.576,78 -49.588,61

Anlage 4
Seite 1
Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH, Münster
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020
A. Darstellung des Geschäftsverlaufs
1. Allgemeine Geschäftstätigkeit
"Die Corona-Pandemie führte in Deutschland zum stärksten Einbruch der Wirtschaftsleistung
in einem Quartal seit Beginn der vierteljährlichen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung im
Jahr 1970. Aufgrund der kräftigen Erholung im Sommer dürfte das reale Bruttoinlands-
produkt (BIP) mit einer Zuwachsrate von -5,1 % auf das gesamte Jahr 2020 gesehen
ungefähr so stark zurückgehen wie im Jahr 2009 während der globalen Finanzkrise. Es ist
zu erwarten, dass sich die Erholung mit einem Wachstum von 3,7 % im kommenden Jahr
verlangsamt fortsetzen wird. Das Vorkrisenniveau des 4. Quartals 2019 dürfte allerdings
nicht vor Anfang des Jahres 2022 erreicht werden. Für die weitere Entwicklung bleiben
das Infektionsgeschehen und die daraufhin getroffenen Einschränkungen entscheidend. In
der Prognose geht der Sachverständigenrat davon aus, dass das Infektionsgeschehen mit
begrenzten Eingriffen unter Kontrolle gehalten werden kann, dafür kein umfangreicher Shut-
down wie im Frühjahr 2020 notwendig ist und die internationalen Lieferketten nicht wesentlich
gestört werden."
(zitiert aus: Kurzfassung des Jahresgutachtens 2020/21 vom 11.11.2020 des Sachver-
ständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.)
Die "Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH" mit Sitz in Münster wurde durch
notariellen Vertrag vom 17. Oktober 2000 gegründet.
Unternehmensgegenstand der Gesellschaft ist die Förderung, die Einrichtung und der
Betrieb des Westfälischen Pferdemuseums in Münster.
Nachdem im Jahr 2002 die Fertigstellung des Museums und der Einrichtung erfolgte, wurde
die operative Tätigkeit des Museumsbetriebes im Rahmen einer feierlichen Eröffnungs-
veranstaltung am 27.10.2002 aufgenommen.

Anlage 4
Seite 2
Das Museum wird auf einer Teilfläche des Geländes des Westfälischen Zoologischen
Gartens in Münster (Zoo) betrieben. Zu diesem Zweck wurde mit der Westfälischer Zoo-
logischer Garten Münster gGmbH im Jahr 2000 ein Erbbaurechtsbestellungsvertrag
geschlossen. 
Der laufende Museumsbetrieb wird vor allem durch die anteilige Weiterleitung von durch den
Zoo vereinnahmten Eintrittsgeldern der Zoobesucher an die Gesellschaft gesichert. Der Zoo
in Münster und die Gesellschaft erwarten durch einen aufeinander abgestimmten Betrieb ein
steigendes Besucherinteresse und damit steigende Besucherzahlen. Das Westfälische
Pferdemuseum ist dazu an dem Projekt "Pferdepark" des Zoos beteiligt. Voraussetzung für
den gemeinsamen Erfolg ist eine enge Zusammenarbeit der Partner, die in einem
Kooperations- und Zusammenarbeitsvertrag im Jahre 2000 geregelt wurde. Dieser Vertrag
wurde im März 2017 um einen Nachtrag und eine Zusatzvereinbarung ergänzt. 
Das Projekt Pferdemuseum umfasste in der ersten Baustufe ein Ausstellungsgebäude mit
Foyer, Museumsshop und Magazin/Versorgung sowie einen Verwaltungsteil. In einer an-
schließenden zweiten Baustufe ist eine Manegenhalle zunächst ohne vollständigen Innen-
ausbau mit zugehörigen Ställen errichtet worden.
Die erste Baustufe wurde im Wesentlichen durch Zuschüsse des Landes Nordrhein West-
falen, der Nordrhein-Westfalen-Stiftung und des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
finanziert.
Des Weiteren wurden Teilbeträge über langfristige Darlehen finanziert. Die vorgezogenen
Bautätigkeiten der Manegenhalle wurden ebenfalls über ein langfristiges Darlehen finanziert.
Restbeträge wurden durch Spenden von Wirtschaftsunternehmen und anderen Förderern
erbracht.

Anlage 4
Seite 3
Nach dem zuletzt vorliegenden Körperschaftsteuerbescheid fördert die Gesellschaft
besonders förderungswürdig anerkannte gemeinnützige Zwecke und ist daher grundsätzlich
von der Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit. Die Steuerbefreiung gilt nicht für wirt-
schaftliche Geschäftsbetriebe. Damit ist die Gesellschaft berechtigt für Spenden, die ihr zur
Verwendung für diese Zwecke zugewendet werden, förmliche Zuwendungsbestätigungen
auszustellen. 
2. Umsatzentwicklung
Der Umsatz 2020 ist im Vergleich zum Vorjahr um 152 T€ auf 590 T€ zurückgegangen.
3. Investitionen
Im Geschäftsjahr 2020 wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 24 T€
getätigt, die auf Betriebsausstattung, Ausstellungsobjekte, Geschäftsausstattung, gering-
wertige Wirtschaftsgüter entfallen.
4. Personal- und Sozialbereich
Die Gesellschaft beschäftigte in 2020 im Durchschnitt 15 Angestellte (hiervon durchschnitt-
lich 3 Vollzeitkräfte, 2 Teilzeitkräfte sowie 10 geringfügig Beschäftigte).
Der Personalbestand zum Stichtag des Geschäftsjahres umgerechnet auf Vollzeitkräfte hat
sich im Vergleich zum Vorjahr um 1 Angestellte verändert.
Insgesamt haben sich die Kosten für den Personalaufwand um 18 T€ vermindert. Dies resul-
tiert im Wesentlichen aus den um 10 T€ geringeren Aushilfslöhnen sowie der Einführung von
Kurzarbeit aufgrund der Schließung des Museums.
Eine Tarifbindung besteht nicht.

Anlage 4
Seite 4
B. Darstellung der Lage
Aufgrund von Rundungen können sich geringfügige Differenzen in Höhe von 1 T€ ergeben.
1. Vermögenslage
a) Bilanzvergleich
Die Aktivseite der Bilanz (1.624 T€) besteht aus lang- und mittelfristig gebundenem Ver-
mögen (Anlagevermögen 1.265 T€) sowie kurzfristig gebundenem Vermögen (Vorräte 15 T€,
Forderungen und RAP 133 T€ und liquide Mittel 211 T€).
Die Passivseite der Bilanz umfasst eigene Mittel (765 T€), die mittel- und langfristigen Bank-
verbindlichkeiten (707 T€) und kurzfristige Fremdmittel (151 T€).
Die eigenen Mittel (765 T€) setzen sich hierbei aus dem Eigenkapital (103 T€) und dem
Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (662 T€) zusammen.
Demnach wird zum 31.12.2020 ein Eigenkapital von 104 T€ (Vj. 0 T€) ausgewiesen. Zu be-
achten ist, dass die im gesonderten Posten passivierten Zuschüsse zum Anlagevermögen
(662 T€) ebenfalls zum überwiegenden Teil Eigenkapitalcharakter haben, da aufgrund der
vorliegenden Steuerbefreiung die Auflösung des Postens in Folgejahren grundsätzlich keine
Steuerbelastung hervorruft.
Die Bankverbindlichkeiten betragen zum 31.12.2020 801 T€ (863 T€). Coronabedingt wurden
die Tilgungen für die Monate April, Mai, Juni und November 2020 ausgesetzt.
b) Bilanzkennziffern
Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 6,4 % (Vj. 0,0 %).
Der Anteil der eigenen Mittel (Eigenkapital + Sonderposten für Investitionszuschüsse zum
Anlagevermögen) an der Bilanzsumme beträgt 47,2 % gegenüber 45,3 % im Vorjahr.

Anlage 4
Seite 5
Die Deckungsverhältnisse bezüglich des Anlagevermögens betragen:
(1) Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital: 8,2 % (Vj. 0,0 %)
(2) Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital und passivierte Sonderposten
(Zuschüsse): 60,6 % (Vj. 52,7 %)
(3) Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital, passive Sonderposten
(Zuschüsse) sowie mittel- bis langfristige Fremdmittel: 116,4 % (Vj. 106,3 %).
Der Liquiditätsgrad ist definiert als Differenz zwischen den kurzfristig realisierbaren Ver-
mögenswerten und den kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten. 
2020 2019 2018 2017 2016
Kurzfristig
realisierbare
Vermögenswerte 343 211 169 131 125
Kurzfristig fällige
Schuldposten -151 -141 -135 -132 -180
Liquidität I. Grades 192 70 34 -1 -55
Vorräte 15 20 19 17 18
Liquidität II. Grades 207 90 53 16 -37
Die Liquidität I. Grades zum Stichtag 31.12.2020 hat sich gegenüber dem Vorjahr von 70 T€
um 122 T€ auf 192 T€ verbessert. 
Die Liquidität II. Grades beträgt nach Hinzurechnung der Vorräte zum 31.12.2020 207 T€
(90 T€).
2. Finanzlage
Der cash-flow der Gesellschaft, der sich aus dem Jahresüberschuss (103 T€), erhöht um die
Abschreibungen (196 T€), gemindert um die Erträge aus der Auflösung von Sonderposten
(95 T€), ermittelt, beträgt im Geschäftsjahr 204 T€ gegenüber 137 T€ im Vorjahr.
Der cash-flow ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 67 T€ gestiegen.

Anlage 4
Seite 6
Das am 08.07.2016 aufgenommene Darlehen bei der Sparkasse Münsterland Ost wurde mit
nachstehender Ausnahme im Geschäftsjahr planmäßig getilgt. 
Coronabedingt wurde die Tilgung für die Monate April, Mai, Juni und November 2020 aus-
gesetzt.
Unter Berücksichtigung des unverändert zur Verfügung stehenden Kontokorrentrahmens
wird die Gesellschaft auch zukünftig in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzu-
kommen.
Zahlungsausfallrisiken aus der anteiligen Weiterleitung von durch den Zoo vereinnahmten
Eintrittsgeldern an die Gesellschaft werden im Wesentlichen durch monatliche Abschlags-
zahlungen vermieden.
3. Ertragslage
Im Berichtsjahr wurde ein im Vergleich zum Vorjahr um 68 T€ höheres Jahresergebnis in
Höhe eines Überschusses von 103 T€ erwirtschaftet.
Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 152 T€ gesunken.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Coronahilfen in Höhe von 160 T€ enthalten.
Der Personalaufwand verminderte sich um 19 T€.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um 16 T€ auf 242 T€ abgebaut werden.
Im Wesentlichen verminderten sich hier die Kosten für Sonderausstellungen von 43 T€ auf
26 T€ und die Kosten für Vorstellungen und Aufführungen um 5 T€ . Coronabedingt konnten
die Sonderausstellungen und Vorstellungen nicht wie gewohnt stattfinden.

Anlage 4
Seite 7
Das Betriebsergebnis hat sich um 67 T€ auf 114 T€ (Vj. 47 T€) verbessert.
2020
T€
2019
T€
Umsatzerlöse 590 741
Sonstige betriebliche Erträge (inkl. Spenden) 200 125
790 866
Materialeinsatz/Bestandsveränderungen -25 -37
Personalaufwand -308 -327
Nettoabschreibung -101 -197
Sonstige betriebliche Aufwendungen -242 -258
Betriebsergebnis 114 47
Das Finanzergebnis blieb konstant bei -11 T€ (-12 T€).
C. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Durch monatlich erstellte betriebswirtschaftliche Auswertungen können insbesondere Preis-
änderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken frühzeitig erkannt sowie ggfs. geeignete Maß-
nahmen ergriffen werden. 
Da im laufenden Betrieb die Einnahmen wesentlich von der jährlichen Gesamtbesucherzahl
des Zoos in Münster abhängen, liegt ein grundsätzliches Risiko in abnehmenden Besucher-
zahlen. Vorbehaltlich der aktuellen Coronamaßnahmen ist es derzeit aber nicht abzusehen,
dass die den Kalkulationen zu Grunde liegenden Besucherzahlen dauerhaft unterschritten
werden. Steigende Besucherzahlen würden entsprechend zu höheren Einnahmen führen. 
Die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie ist nicht abzusehen. Auch im Jahr 2021
dauern die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie weiterhin an. Insbesondere
durch den Lockdown und die damit verbundene Schließung des Pferdemuseums können bis
auf Weiteres keine Umsatzerlöse erzielt werden. Die Inanspruchnahme von Corona-Hilfs-
maßnahmen soll zur Abmilderung der wirtschaftlichen Einbußen beitragen.

Anlage 4
Seite 8
Aufgrund des positiven Eigenkapitals und der guten Liquiditätslage sieht die Geschäfts-
führung aber gute Chancen, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie stabil zu über-
stehen. 
Zum 31.12.2019 betrug das Eigenkapital 0 T€, nachdem es in den Jahren vorher als Folge
der notwendigen Dachsanierung in 2016 negativ gewesen ist. Durch den Jahresüberschuss
des Jahres 2020 in Höhe von 103 T€ konnte wieder ein positives Eigenkapital bilanziert
werden.
Die Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH unterhält seit Eröffnung am 27.10.2002
einen steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (Museumsshop / Kaffee- und Eis-
automat). Verluste im steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb sind grundsätzlich
gemeinnützigkeitsschädlich. Solche Verluste sind innerhalb des Folgejahres auszugleichen. 
Innerhalb der nächsten Jahre muss die Lüftungsanlage im gesamten Pferdemuseum ausge-
tauscht werden. Der Investitionsrahmen wird ausweislich eines vorliegenden Angebots rund
140 T€ betragen. Aufgrund neuer Bestimmungen bzw. Verschleißerscheinungen werden
außerdem eine neue Brandmeldeanlage (28 T€) und neue Monitore in der Ausstellung (5 T€)
benötigt. Um die Energiekosten zu senken, ist die Umstellung der Beleuchtung auf LED
geplant. Die Kosten würden für die Dauerausstellung ca. 75 T€  und für das Foyer bzw. den
Shop ca. 8 T€ betragen.

Anlage 4
Seite 9
D. Sonstige Angaben
1. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft wird grundsätzlich positiv gesehen.
Im Rahmen einer Fortführungsprognose rechnet die Geschäftsführung in den kommenden
Jahren mit folgender Entwicklung:
2021
T€
Umsatzerlöse 676
Jahresüberschuss 7
2. Forschung und Entwicklung sowie bestehende Zweigniederlassungen
Auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung finden keine Aktivitäten statt, Zweignieder-
lassungen werden nicht unterhalten.
Münster, den 15. Februar 2021
   gez. Sybill Ebers    gez.  Peter Weeke
 (Geschäftsführerin)                (Geschäftsführer)

Anlage A

518 Zeichen

Anlage A zur V/0397/2021 
 
Kurzüberblick 
Jahresabschluss 2020 der Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH 
 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Mit der Vorlage kommt die Stadt Münster als Mitgesellschafterin der GmbH handels- und gesell-
schaftsrechtlichen Vorschriften nach. 
Finanzierung 
Der städtische Haushalt wird durch die Sachentscheidung nicht betroffen. 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung 
ist 
x vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig

Beratungsverlauf (1)

22.06.2021 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 7.21 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0397/2021
Typ
Vorlagen
Datum
11.05.2021
Erstellt
11.05.2021 10:20