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2012/0331

Finanzcontrolling-Bericht Januar bis Juni 2012 zum Haushalt 2012

Magistratsvorlage 03.09.2012

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2012/0331

1698 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
05.09.2012 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat IV  an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Finanzverwaltung 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. Beschluss-
fassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2012/0331 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:       Investitionsnummer:       
Kostenträger:       Sachkonto:       
 
Betreff: Finanzcont rolling-Bericht Januar bis Juni 2012 zum Haushalt 2012 
 
Vorlage vom: 03.09.2012 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Der Magistrat nimmt den beigefügten Finanzcontrolling-Bericht zur Kenntnis und leitet ihn an die Stadtver-
ordnetenversammlung weiter. 
 
 
Anlagen: Finanzcontrolling-Bericht Januar bis Juni 2012 zum Haushalt 2012 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
 
 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 3. September 2012
 
 
 
 
 
Nach § 28 Absatz 1 der Verordnung über die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans der 
Gemeinde ist die Stadtverordnetenversammlung mehrmals jährlich über den Stand des Haushaltsvoll-
zugs zu unterrichten. 
 
Dem als Anlage beigefügten „Finanzcontrolling-Bericht Januar bis Juni 2012“ kann der Stand der Aus-
führung des Haushalts 2012 zum 30. Juni 2012 entnommen werden.  
 
 
 
Darmstadt, 3. September 2012 
 
 
 
Der Dezernent IV 
 
 
 
 
André Schellenberg 
Stadtkämmerer

anlage 1

17770 Zeichen

Haushalt 2012 Finanzcontrolling-Bericht Januar bis Juni 2012

1 
Inhaltsverzeichnis 
 
 
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht   2 
 
2 Überblick Ergebnishaushalt   3 
2.1 Gesamtergebnisrechnung zum Stand 30.06.2012  3 
2.2 Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen   5 
 
3 Kreditaufnahme und Schuldenstand   8 
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und der Eigenbetriebe   8 
3.2 Stand der Bürgschaften   8 
 
4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen  
 9 
4.1 Aufwandsdeckungsgrad   9 
4.2 Steuerertragsquote   9 
4.3 Personalquote   10 
4.4 Zuschuss- und Förderquote   10 
4.5 Transferaufwandsquote   11 
4.6 Transferdeckungsquote   11 
4.7 Zinslastintensität   12

2 
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht 
 
Der vorliegende Bericht informiert über den Stand des Haushaltsvollzugs bis zum 30.06.2012. 
 
Der Stand des Ergebnishaushalts 
 wird tabellarisch dargestellt und die wesentlichen Positionen / Veränderungen erläutert. 
 
Die Auswertung der Buchhaltung hierfür erfolgte am 22.08.2012. D. h. dieser Stichtag ist im Hinblick auf das „Ist-Ergebnis“ die Grundlage des 
Berichtes. Weitere ergebnisrelevante Buchungen können seither erfolgt, jedoch nicht in den Bericht eingeflossen sein. 
 
Grundlage der Daten „Haushaltsansatz“ sind die Planwerte des Haushaltsplans 2012, teilweise wird eine Anpassung der Ansätze mit dem Nach- 
tragshaushalt 2012 erfolgen. 
 
Die Tabelle enthält neben der Spalte „Haushaltsansatz“ die Spalte „Budget“. Das „Budget“ zeigt die Summe der jeweiligen Haushaltsansätze zu- 
züglich eventueller über- und außerplanmäßiger Mittel, abzüglich der durch eine Haushaltssperre gesperrten Mittel und Mittelverschiebungen, zu- 
züglich eventueller Haushaltsausgabereste, bezogen auf den Berichtszeitraum. Die Spalte „Budget“ stellt also den tatsächlichen Rahmen für die 
Bewirtschaftung der Haushaltsmittel durch die Ämter und Verwaltungsstellen dar. 
 
Budget = (HH-Ansatz 2012 + ÜPL + APL +/- MVS + HAR 2011 – Sperre) / 2 
 
Die Spalte „Ist“ zeigt die erfolgte Sollstellung der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum, die Spalte „Abweichung Budget / Ist“ die Diffe- 
renz zwischen den tatsächlichen Aufwendungen und Erträgen und den tatsächlich zur Verfügung stehenden Mitteln. Diese Abweichung wird zusätz- 
lich in der Spalte „Ist in %“ als Prozentwert dargestellt. 
 
Der nächste Abschnitt dieses Finanzcontrolling-Berichtes informiert über den Stand der Schulden 
. Hier wird die Höhe der Schulden des städtischen 
Haushaltes und der Eigenbetriebe, jeweils unterteilt in Investitionskredite und Kassenkredite zum Ende des Berichtszeitraumes abgebildet. 
Nachrichtlich wird außerdem der Stand der insgesamt zu diesem Zeitpunkt vergebenen Ausfallbürgschaften mitgeteilt. 
 
Erstmals ist der Bericht nun auch ergänzt um verschiedene finanzwirtschaftliche Kennzahlen 
, die einen besseren und schnelleren Überblick über 
die jeweilige Haushaltslage ermöglichen sollen und für die weitere Entwicklung als Vergleichsdaten zur Verfügung stehen.

3 
 
2 Überblick Ergebnishaushalt 
 
2.1  Gesamtergebnisrechnung zum Stand 30. Juni 2012 
 
 
Die Genehmigung des Haushalts 2012 wurde am 17.04.2012 – verbunden mit erheblichen Auflagen und Einsparvorgaben – vom Regierungspräsi- 
denten erteilt. Bis dahin galten die Grundsätze der vorläufigen Haushaltsführung. 
 
Die Entwicklung im Ergebnishaushalt stellt sich bis zum 30.06.2012 mit einer Übererfüllung der geplanten ordentlichen Erträge (125%) und einer 
Unterschreitung der geplanten ordentlichen Aufwendungen (97%) durchaus positiv dar. 
 
 
Beschreibung HH-Ansatz 
2012  
Budget bis 
30.06.2012  
Ist bis 
30.06.2012  ÜPL  APL  MVS  HAR 
2011  Sperre  Abweichung 
Budget / Ist  
Ist in 
%  
privatrechtliche Leistungsentgelte -5.803.670  -2.901.835  -2.486.992       -414.843  86%  
öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte -44.988.550 -22.494.275  -20.163.764       -2.330.511  90%  
Kostenersatzleistungen und Kostenerstattungen -16.071.010  -8.035.505  -7.892.540       -142.965  98%  
Bestandsveränderungen, aktiv. Eigenleistungen           
Steuern und Steuerähnliche Erträge  -209.742.300  -104.871.150  -151.686.096       46.814.946  145%  
   davon Gewerbesteuer -105.000.000  -52.500.000  -97.822.658       45.322.658  186%  
   davon Gemeindeanteil an der Einkommensteuer -62.500.000  -31.250.000  -33.893.660       2.643.660  108%  
   davon Grundsteuer B -28.784.000  -14.392.000  -12.552.537       -1.839.463  87%  
   davon Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer -11.150.000  -5.575.000  -6.034.929       459.929  108%  
Erträge aus Transferleistungen -17.701.700  -8.850.850  -12.677.891       3.827.041  143%  
   davon SGB II / Hartz IV -11.365.000  -5.682.500  -5.362.832       -319.668  94%  
Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen -78.667.400  -39.333.700  -37.323.555       -2.010.145  95%  
   davon Schlüsselzuweisungen -56.889.890  -28.444.945  -28.444.950       5  100%  
   davon Gemeindeanteil an der Grunderwerbssteuer           
Erträge aus der Auflösung von SoPos -6.500.640  -3.250.320  -4.877.590       1.627.270  150%  
sonstige ordentliche Erträge -10.196.050  -5.099.049  -6.230.898  -247  -1.800     1.131.849  122%  
Summe der ordentlichen Erträge -389.671.320  -194.836.684  -243.339.326  -247  -1.800     48.502.642,50  125%

4 
Beschreibung HH-Ansatz 
2012  
Budget bis 
30.06.2012  
Ist bis 
30.06.2012  ÜPL  APL  MVS  HAR 
2011  Sperre  Abweichung 
Budget / Ist  
Ist in 
%  
Personalaufwendungen 80.731.535  40.365.768  37.593.953       2.771.814,50  93%  
Versorgungsaufwendungen 19.013.055  9.506.528  6.311.785       3.194.742,50  66%  
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 72.921.100  34.719.572  33.602.867  247   347.620  -26.997  -3.802.827  1.116.704,50  97%  
Abschreibungen 16.536.560  8.268.280  8.371.864       -103.584  101%  
Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse 129.270.796  54.571.986  49.528.714    -367.682   -19.759.143  5.043.271,50  91%  
   davon Zuweisung Staatstheater 14.495.700  7.247.850  7.247.850        100%  
   davon Zuschuss DADINA 3.326.000  1.663.000  1.600.000       63.000  96%  
   davon Zuschuss HEAG für ÖPNV 10.712.000  4.284.800       -2.142.400  4.284.800   
   davon Zuschuss Darmstadtium 3.163.920  1.265.568  2.000.000      -632.784  -734.432  158%  
   davon Kita-Zuschuss kirchliche Träger 11.803.550 4.804.420  5.566.900      -2.194.710  -762.480  116%  
   davon Kita-Zuschuss freie Träger 13.533.700  5.619.480  5.366.770      -2.294.740  252.710  96%  
   davon Erstattung HSE Betriebskosten Kläranlagen 22.635.000  9.054.000  11.317.352      -4.527.000  -2.263.352  125%  
   davon Verlustabdeckung EB Kultur 8.970.820  3.588.328  5.000.000      -1.794.164  -1.411.672  139%  
   davon Verlustabdeckung EB Bäder 4.620.440  1.848.176  1.000.000      -924.088  848.176  54%  
   davon Verlustabdeckung EB Bürgerh. und Märkte 2.067.360  826.944       -413.472  826.944   
   davon Verlustabdeckung EB IDA (Kostenerstattung) 6.284.140  2.513.656       -1.256.828  2.513.656   
Steueraufwendungen einschl. Umlagen 51.885.950  24.748.456  31.610.327    -340.102   -2.048.936  -6.861.871  128%  
   davon LWV-Umlage 31.396.590  15.698.295  14.532.370       1.165.925  93%  
   davon Gewerbesteuerumlage 17.047.100  7.671.195  15.458.070      -1.704.710  -7.786.875  202%  
Transferaufwendungen 88.126.969  43.491.207  42.126.315      -1.144.555  1.364.892  97%  
   davon SGB II / Hartz IV 36.640.000  17.816.250  13.999.505      -1.007.500  3.816.745  79%  
   davon Jugendhilfe 17.273.600  8.615.443  8.925.528      -42.714  -310.085  104%  
sonstige ordentliche Aufwendungen 28.850  12.983  7.223      -2.885  5.759,50  56%  
Summe der ordentlichen Aufwendungen 458.514.815  215.684.777  209.153.049  247   -360.165  -26.997  -26.758.346  6.531.728  97%  
Verwaltungsergebnis 68.843.495  20.848.094  -34.186.277    -1.800  -360.165  -26.997  -26.758.346  55.034.370,50  -164%  
Finanzerträge -6.877.650  -3.438.825  -3.378.391       -60.434  98%  
Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 17.893.710  8.946.855  7.200.604       1.746.251  80%  
   davon für Kassenkredite 5.000.000  2.500.000  1.118.139       1.381.861  45%  
Finanzergebnis 11.016.060  5.508.030  3.822.213            1.685.817  69%  
Ordentliches Ergebnis 79.859.555  26.356.124  -30.364.064    -1.800  -360.165  -26.997  -26.758.346  56.720.187,50  -115%

5 
Beschreibung HH-Ansatz 
2012  
Budget bis 
30.06.2012  
Ist bis        
30.06.12  ÜPL  APL  MVS  HAR 
Vorjahr  Sperre  Abweichung 
Budget / Ist  
Ist in 
%  
Außerordentliche Erträge -434.000  -217.000  -2.002.683       1.785.683  923%  
Außerordentliche Aufwendungen           
Außerordentliches Ergebnis -434.000  -217.000  -2.002.683            1.785.683  923%  
Jahresergebnis 79.425.555  26.139.124  -32.366.747    -1.800  -360.165  -26.997  -26.758.346  58.505.870,50  -124%  
 
 
2.2  Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen 
 
Ordentliche Erträge 
 
Die ordentlichen Erträge liegen in Summe um 48,5 Mio. € über dem Budget, das bis zum 30.06. erreicht werden soll, was einem Erfüllungsgrad 
von 125% entspricht. 
 
Die prozentual und auch betragsmäßig größte Abweichung der tatsächlichen Werte vom geplanten Budget wird durch die positive Entwicklung der 
Gewerbesteuer im ersten Halbjahr verursacht. Die Gewerbesteuererträge liegen um 45,3 Mio. € über dem geplanten Wert, der damit zu 186% er- 
füllt ist. Diese Entwicklung wird sich im 2. Halbjahr abschwächen, da hier teilweise bereits Vorauszahlungen für das ganze Jahr enthalten sind. 
Außerdem muss zum Jahresende geprüft werden, ob die voraus gezahlten Beträge tatsächlich realistisch sind oder ob ggf. Rückstellungen für dro- 
hende Rückzahlungen gebildet werden müssen. 
 
Weiterhin hat sich die Anhebung der Schlüsselzahl auf den Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer, an der Umsatzsteuer und am Familienleis- 
tungsausgleich positiv im Rechnungsergebnis des Bewirtschaftungszeitraums niedergeschlagen (zusammen +3,8 Mio. €). 
 
Ergebnisneutral, allerdings nicht unbedeutend ist eine Verschiebung von Zuweisungen des Landes zu den Belastungen aus der Grundsicherung für 
Arbeitssuchende (§ 23a FAG). Das Ist findet sich in den Erträgen aus Transferleistungen, während der Ansatz in Höhe von 3,5 Mio. € in den Kos- 
tenersatzleistungen und Kostenerstattungen geplant ist. Dieser wird mit dem Nachtrag 2012 umgeplant. 
 
Unter Berücksichtigung dieses Aspektes ist die Position „Kostenersatzleistungen und Kostenerstattungen“ zu 126% erfüllt. Hier sind jedoch Leis- 
tungen enthalten, die nur einmal für das ganze Jahr abgerechnet werden, wie z. B. die Gastschulbeiträge. 
 
Umgekehrt fehlen in den Positionen „privatrechtliche Leistungsentgelte“ und „öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte“ noch Erträge, die erst zum 
Jahresende abgerechnet werden.

6  
 
Ordentliche Aufwendungen 
 
Die Summe der ordentlichen Aufwendungen beläuft sich im Bewirtschaftungszeitraum auf 209,15 Mio. € und somit um 6,5 Mio. € niedriger als 
geplant. 
 
In Abhängigkeit zu den hohen Erträgen aus Gewerbesteuer liegen auch die Aufwendungen zur Gewerbesteuerumlage mit insgesamt 15,5 Mio. € um 
6,86 Mio. € deutlich über dem Budget (202%). 
 
Es sind Haushaltssperren in Höhe von insgesamt 26,76 Mio. € bei der Berechnung des Budgets berücksichtigt und trotz der genannten Mehrauf- 
wendungen erreicht das Rechnungsergebnis nur 97% des Budgets. Dadurch kann damit gerechnet werden, dass die Vorgabe des RP, 14,8 Mio. € 
Aufwendungen einzusparen, über das Rechnungsergebnis erreicht werden kann. 
 
Im Bereich der Personal- und Versorgungsaufwendungen fehlen noch die anteiligen Rückstellungsbeträge, die stets erst zum Jahresabschluss zu 
buchen sind und auch bei den vertraglich festgelegten Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse richten sich die Zahlungen nicht nach fixen 
Fälligkeiten, sondern nach konkretem Finanzbedarf. In beiden Fällen ist davon auszugehen, dass bis zum Ende des Haushaltsjahres die Budgets 
ausgeschöpft werden. 
 
Finanzergebnis  
 
Das Budget der Finanzerträge wurde zu 98% erreicht, während die geplanten Finanzaufwendungen nur zu 80% in Anspruch genommen werden 
mussten. Großen Anteil daran haben die niedrigeren Zinsaufwendungen für Kassenkredite (-1,38 Mio. €), da das Zinsniveau seit Jahresbeginn auf 
historischem Tiefstand liegt. 
 
Im Ergebnis ergibt sich eine Unterschreitung des angesetzten Fehlbetrages von 5,5 Mio. € um 1,68 Mio. € 
 
Außerordentliches Ergebnis  
 
Im außerordentlichen Ergebnis finden sich bisher nur außerordentliche Erträge. Dies sind in aller Regel zweckgebundene Erträge aus Spenden, 
Nachlässen und Schenkungen sowie Sponsoring. Da es sich oft um besondere Einmaleffekte handelt, ist eine Planung in diesem Bereich nicht be- 
sonders aussagekräftig. So ist auch das Budget von 217 T€ mit tatsächlichen Erträgen von 2 Mio. € weit übererfüllt.

7  
 
Jahresergebnis  
 
Im Saldo der Erträge und Aufwendungen konnte statt dem geplanten Fehlbetrag in Höhe von 26,14 Mio. € ein Überschuss in Höhe von 32,37 Mio. € 
erwirtschaftet werden. 
 
Der Nachtragshaushalt 2012 wird diese positive Entwicklung aufgreifen. Dennoch sind auch die Sparvorgaben aus der Haushaltsgenehmigung wei- 
terhin zu erfüllen und die Konsolidierungsmaßnahmen weiter voran zu treiben. 
 
Der Einmaleffekt der hohen Gewerbesteuereinnahmen in diesem Jahr kann die Folgen der Einbrüche aus der Vergangenheit etwas abmildern, ist 
jedoch nicht geeignet, um strukturelle Defizite im städtischen Haushalt über lange Sicht abzufangen.

8  
3 Kreditaufnahme und Schulden 
 
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und der Eigenbetriebe zum 31.06.2012 
 
 Investitionskredite  Kassenkredite  Gesamt  
Kernhaushalt 261.506.014,85 € 350.000.000,00 € 611.506.014,85 € 
EB Kulturinstitute 15.116.663,53 € 0,00 € 15.116.663,53 € 
EB Bäder 13.893.729,07 € 0,00 € 13.893.729,07 € 
EB Bürgerhäuser und Märkte 7.375.297,64 €  0,00 € 7.375.297,64 € 
EB EAD 27.462.210,75 € 0,00 € 27.462.210,75 € 
EB DWuW 689.992,55 € 0,00 € 689.992,55 € 
EB IDA 102.137.959,77 € 3.000.000,00 € 105.137.959,77 € 
Summe 428.181.868,16 € 353.000.000,00 € 781.181.868,16 € 
 
In diesen Summen sind zwei innere Darlehen (Vivarium an EB Bäder über 767.593 € und Kernhaushalt an IDA über 2.427.246 €) enthalten. 
 
3.2 Stand der Bürgschaften 
 
Die Summe der übernommenen Bürgschaften betrug zum 31.12.2011 110,3  Mio. €. 
Bis zum Stichtag 30.06.2012 sind 5 weitere Bürgschaften mit einer Summe von 235,55 Mio. € hinzugekommen, so dass der Gesamtbetrag nun bei 
345,85 Mio. € liegt.

9  
4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen 
 
4.1 Aufwandsdeckungsgrad 
 
Der Aufwandsdeckungsgrad zeigt an, zu welchem Anteil die ordentlichen Aufwendungen (inkl. Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen) durch die 
ordentlichen Erträge (inkl. Zinserträge) gedeckt werden können. Mehr als 100% bedeuten ein positives ordentliches Ergebnis. 
 
ordentliche Erträge + Finanzerträge Formel: ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen 
   
246.717.717 €  Berechnung (Ist): 216.353.653 €  
   
Wert zum 30.06.12: 114,03%  
 
 
4.2 Steuerertragsquote 
 
Die Steuerertragsquote zeigt den Anteil der Steuererträge an den ordentlichen Erträgen des Ergebnishaushaltes. Je höher der Anteil der Steuerer- 
träge, umso höher ist die Unabhängigkeit gegenüber Zuweisungen des Bundes oder Landes. 
 
Steuererträge Formel: ordentliche Erträge + Finanzerträge 
   
151.686.096 €  Berechnung (Ist): 246.717.717 €  
   
Wert zum 30.06.12: 61,48%

10  
4.3 Personalquote 
 
Die Personalquote gibt Aufschluss darüber, welcher Teil der Aufwendungen auf den Personalbereich entfällt; insbesondere im Hinblick auf den in- 
terkommunalen Vergleich. Zielwerte liegen für Kommunen allerdings noch nicht vor. 
 
Personal- und Versorgungsaufwendungen Formel: ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen 
   
43.905.738 €  Berechnung (Ist): 216.353.653 €  
   
Wert zum 30.06.12: 20,29%  
 
 
4.4 Zuschuss- und Förderquote 
 
Die Zuschuss- und Förderquote zeigt den Teil der Aufwendungen, der an Vereine, verbundene Unternehmen, Träger von Kindertageseinrichtungen 
usw. als Zuweisung und Zuschuss gezahlt wird. In Zeiten unausgeglichener Haushalte ist diese Quote möglichst niedrig zu halten. Die in den Zu- 
schüssen enthaltenen freiwilligen Leistungen sind einzuschränken. 
 
Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse Formel: ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen 
   
49.528.714 €  Berechnung (Ist): 216.353.653 €  
   
Wert zum 30.06.12: 22,89%

11  
4.5 Transferaufwandsquote 
 
Mit der Transferaufwandsquote lässt sich beurteilen, in welchem Umfang kommunale Zahlungen an Leistungsempfänger erfolgen (Sozialtransfer). 
Das Ziel sollte sein, die Quote möglichst zu halten, bzw. im Laufe der Jahre zu senken. 
 
Transferaufwendungen Formel: ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen 
   
42.126.315 €  Berechnung (Ist): 216.353.653 €  
   
Wert zum 30.06.12: 19,47%  
 
 
4.6 Transferdeckungsquote 
 
Die Transferdeckungsquote zeigt an, zu welchem Anteil die Transferaufwendungen durch Erträge aus Transferleistungen gedeckt sind 
 
Erträge aus Transferleistungen Formel: Transferaufwendungen 
   
12.677.891 €  Berechnung (Ist): 42.126.315 €  
   
Wert zum 30.06.12: 30,09%

12  
4.7 Zinslastintensität 
 
Die Zinslastintensität setzt die Finanzaufwendungen zu den ordentlichen Erträgen (inkl. Finanzerträgen) ins Verhältnis. Sie zeigt an, welcher Teil 
der Erträge für Zinszahlungen gebunden ist. Je höher die Quote ausfällt, umso mehr Erträge sind durch Zinszahlungen gebunden. Eine niedrige 
Quote ist daher anzustreben. 
 
Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen Formel: ordentliche Erträge + Finanzerträge 
   
7.200.604 €  Berechnung (Ist): 246.717.717 €  
   
Wert zum 30.06.12: 2,92%  
 
 
 
 
Darmstadt, 31.08.2012 
 
 
 
 
André Schellenberg 
Stadtkämmerer

Beratungsverlauf (3)

TOP 15
TOP 393 zur Kenntnis
TOP 17

Details

Vorlagen-Nr.
2012/0331
Typ
Magistratsvorlage
Datum
03.09.2012
Erstellt
29.09.2026 00:00