AN/1062/2017
Erweiterungsbau Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud Aufhebung des Ratsbeschlusses Erweiterte Durchführung des Investorenwettbewerbs vom 16.12.2014 (Vorlagennummer 3670/2014) Beauftragung der Planung des Erweiterungsbaus mit Verbindungsbauwerk
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Linke Änderungsantrag nach § 13
4363 Zeichen
Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln An die Vorsitzende des Rates Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Historisches Rathaus Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221-27840 · Fax: 0221/221-27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 11.07.2017 AN/1062/2017 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 11.07.2017 Erweiterungsbau Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud Aufhebung des Ratsbeschlusses Erweiterte Durchführung des Investorenwettbewerbs vom 16.12.2014 (Vorlagennummer 3670/2014) Beauftragung der Planung des Erweiterungsbaus mit Verbindungsbauwerk Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, DIE LINKE Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie, folgenden Änderungsantrag auf die Tagesordnung des Rates am 11.07.2017 aufzunehmen: Geänderter Beschluss: Die vorliegende Verwaltungsvorlage DS 1832/2017 wird in der Form geändert, dass die folgenden „fett“ dargestellten Textpassagen ergänzt und die „durchgestrichenen“ gestrichen werden. Beschluss: Der Erweiterungsbau des Wallraf-Richartz Museum & Fondation Corboud mit Blockrandbebauung wird nicht durch einen Investor realisiert und das diesbezügliche Investoren-Vergabeverfahren ist aufzuheben. Der Rat beauftragt die Verwaltung, den Erweiterungsbau des Wallraf-Richartz Museums & Fondation Corboud mit Blockrandbebauung stattdessen in eigener Bauherrenschaft unter größtmöglicher Inanspruchnahme privater Planungs- und Bauleistungen zu realisieren. Die Verwaltung stellt vor Planungsaufnahme dar, a) wie sie zu der lediglich in der Begründung erwähnten Annahme kommt, dass sich zwischenzeitlich im Vergleich zu den bisherigen Planungen geänderte Bedarfe für Nutzflächen entwickelt hätten und stellt diese in den entsprechenden Gremien des Rates zur Diskussion und zur Beschlussfassung. b) Mit welchen Prioritäten, sie welche Bauvorhaben, durch welche verantwortliche Verwaltungseinheit verfolgt, wie deren zeitliche Realisierungsschritte gelegt sind und wie die Absprachen hierzu untereinander laufen. Begründung: Es ist nicht einzusehen, dass ein Beschluss herbeigeführt werden soll in welchem zwischen den Zeilen, genauer gesagt in der Begründung versteckt, eine Planung für eine angeblich „adäquate Unterbringung der Fraktionen in Rathausnähe“ mitbeschlossen werden sollen, da angeblich „die bisher genutzten Räumlichkeiten nach Größe, Zuschnitt und technischer Ausstattung nicht mehr ausreichen“. Die geänderten Bedarfe für Nutzflächen werden an eben dieser Stelle zwar behauptet, aber weder nachgewiesen, noch sind diese durch politischen Beschluss festgestellt worden. Warum beispielsweise der Ratssaal nicht repräsentativ genug zur Vermeldung wichtiger Neuigkeiten sein soll, bleibt ebenso ein Rätsel, wie die angeblich notwendige Nähe von Konferenzräumen zum Rathaus, während der größte Teil der Mitarbeiter*innen eben nicht dort, sondern im technischen Rathaus in Deutz beschäftigt ist oder wie die der Gebäudewirtschaft in anderen Deutzer Räumlichkeiten. Auch fünf der acht Dezernate sind im technischen Rathaus angesiedelt, während die übrigen drei lediglich in Rathausnähe, aber keineswegs im Rathaus zu finden sind. Bei der weiteren Vorgehensweise ist insbesondere zu beachten, dass der Erweiterungsbau des Wallraff-Richards-Museums nicht die einzige große Baustelle der Stadt Köln ist. Während die Stadt den Schulnotstand ausgerufen hat, händeringend nach KiTa-Grundstücken gefahndet wird, sich die Sanierung von Brücken und Stadtautobahnen ein ums andere Mal verzögert und verschiebt und Museen in Köln mit undichten Dächern und auslaufenden Betriebsgenehmigungen zu kämpfen haben, soll hier ein weiteres Projekt auf die Bahn gesetzt werden. Es wäre höchste Zeit für die Stadt Köln innezuhalten und rational zu entscheiden, was sie wann braucht, will und was sie leisten kann. Entsprechend wären die hierfür notwendigen Strukturen und Zusetzungen in der Verwaltung zu schaffen. Erst dann, sollte und darf sich eine Stadt wie Köln wieder um neue Großbauwünsche kümmern, egal ob Erweiterungsbau oder historische Mitte. gez. Michael Weisenstein Fraktionsgeschäftsführer DIE LINKE im Rat der Stadt Köln
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/1062/2017
- Typ
- Die Linke. Änderungsantrag nach § 13
- Datum
- 11.07.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27