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1893/2026

Schutz vor heimlichen Aufnahmen: Smart Glasses in Schwimmbädern wie Potsdam verbieten

Stellungnahme zu e. Antrag (Ausschuss) 26.06.2026

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Nächste Beratung: Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Sitzung am 29.06.2026

Stellungnahme zu einem Antrag (Ausschuss)

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Stellungnahme zu einem Antrag (Ausschuss)

4132 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IV/52/520 
 
Vorlagen-Nummer 26.06.2026 
 1893/2026 
Stellungnahme zu einem Antrag 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 29.06.2026 
 
Schutz vor heimlichen Aufnahmen: Smart Glasses in Schwimmbädern wie Potsdam 
verbieten 
Für die Sitzung des Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern vom 
29.06.2026 ließen die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Rat der Stadt Köln / die SPD-Frak-
tion im Rat der Stadt Köln / DIE LINKE Fraktion im Rat der Stadt Köln sowie die Volt-Fraktion 
im Rat der Stadt Köln folgenden Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates auf die Ta-
gesordnung setzen (AN/1065/2026): 
 
 
Beschluss: 
1. Die Verwaltung wird gebeten, sich gegenüber der KölnBäder GmbH dafür einzusetzen, die 
Haus- und Nutzungsordnung der KölnBäder GmbH dahingehend anzupassen, dass das 
Mitführen von Smart Glasses sowie vergleichbaren tragbaren oder getarnten Endgeräten 
mit integrierter Kamera-, Foto-, Video- oder Aufnahmefunktion in den Schwimmbädern un-
tersagt wird. Die Nutzung von Smartphones bleibt von dieser Regelung unberührt; für sie 
gelten weiterhin die bestehenden Bestimmungen der Haus- und Nutzungsordnung der 
KölnBäder GmbH. 
2. Zudem wird die Verwaltung gebeten, gemeinsam mit der KölnBäder GmbH zu prüfen, wel-
che Maßnahmen zur Information der Badegäste sowie zur Sensibilisierung und Schulung 
des Personals erforderlich sind, um die Einhaltung entsprechender Regelungen sicherzu-
stellen. 
 
Begründung:  
Smart Glasses und vergleichbare tragbare Endgeräte mit integrierter Kamera- oder Aufnah-
mefunktion verbreiten sich zunehmend. Diese Geräte ermöglichen das unauffällige Anfertigen 
von Bild- und Videoaufnahmen, ohne dass betroffene Personen dies unmittelbar erkennen 
können. Derzeit werden Aufnahmen zunehmend in sozialen Medien veröffentlicht, ohne dass 
die Betroffenen davon wissen oder ihre Zustimmung erteilt haben. Dies stellt einen schwer-
wiegenden Eingriff in die Privatsphäre dar. Insbesondere in Schwimmbädern, Saunen und 
vergleichbaren Einrichtungen besteht ein erhöhtes Schutzbedürfnis der Privatsphäre. Bade-
gäste befinden sich dort in einer besonders sensiblen Situation, da sie typischerweise Bade-
bekleidung tragen und ein berechtigtes Interesse an einem geschützten und unbeobachteten 
Aufenthalt haben. Dies betrifft insbesondere Frauen, Mädchen, Kinder und Jugendliche. Aktu-
ell hat die Stadt Potsdam aus diesen Gründen angekündigt, Smart Glasses mit Kamerafunk-
tion in ihren Badeeinrichtungen ausdrücklich zu untersagen.

2 
 
Die Haus- und Nutzungsordnung der KölnBäder GmbH wird laufend an gesellschaftliche und 
technische Entwicklungen angepasst. Die neue Anpassung passt auch gut zur Initiative „Ich 
sag’s“, die von der KölnBäder GmbH zusammen mit Organisationen wie Zartbitter e. V. ins 
Leben gerufen wurde, um Kinder und Jugendliche in Schwimmbädern vor sexueller Belästi-
gung und Grenzverletzungen zu schützen. 
 
 
Stellungnahme der Verwaltung: 
 
Die Verwaltung hat die KölnBäder GmbH um Stellungnahme gebeten, die wie folgt lautet:  
 
„In unseren Einrichtungen gilt grundsätzlich ein Verbot von Foto- und Videoaufnahmen. Die-
ses schließt auch Smart Glasses mit Kamera- oder Aufnahmefunktion ein. 
 
Die Haus- und Nutzungsordnung der KölnBäder wird derzeit überarbeitet. In diesem Zuge ist 
bereits vorgesehen auch das Thema Smart Glasses ausdrücklich aufzunehmen. 
 
In diesem Zusammenhang möchten wir darauf hinweisen, dass sobald unsere Mitarbeitenden 
oder Badegäste Hinweise auf unerlaubte Aufnahmen erhalten oder entsprechende Verstöße 
feststellen, die üblichen Maßnahmen der KölnBäder greifen. Je nach Einzelfall reicht dies von 
einem Hinweis oder einer Ermahnung bis hin zum Verweis aus der Einrichtung. 
 
Wie in der Anfrage bereits erwähnt, führen wir erfolgreich unsere Kampagne „Ich sag’s!“. 
Gäste, die sich unwohl fühlen oder eine mögliche Belästigung beobachten, können sich jeder-
zeit vertrauensvoll an unser Personal wenden. Unsere Mitarbeitenden sind geschult, solchen 
Hinweisen nachzugehen und entsprechend zu handeln.“ 
 
Gez. Voigtsberger

Beratungsverlauf (1)

29.06.2026 Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern
Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1893/2026
Typ
Stellungnahme zu e. Antrag (Ausschuss)
Datum
26.06.2026
Erstellt
22.06.2026 15:37