2025/0061
Bildungszentrum Darmstadt: Ausarbeitung einer konkreten Umsetzungsvariante anhand des inhaltlichen Konzepts
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2025/0061
7591 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
06.03.2025
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnet enversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat IV
Amt: Dezernat V
Stadtbibliothek
Volkshochschule
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2025/0061
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 271080 272080
Kostenstelle: 043-000-0001 046-000-0001 Investitionsnummer:
Kostenträger: 2710-81 2720-81 Sachkonto: 6779000
Betreff: Bildungszentrum Darmstadt: Ausarbeitung einer konkreten Umsetzungsvariante
anhand des inhaltlichen Konzepts
Vorlage vom: 17.02.2025
Beschlussvorschlag :
1. Stadtbibliothek , Volkshochschule , Bildungsmanagemen t und DSE werden beauftragt,
anhand des vorliegenden Konzepts eine konkrete Umsetzungsvariante des
Bildungszentrums auszuarbeiten.
2. Die Einzelmaßnahmen der Konzeptbausteine sollen nach inhaltlichem M ehrwert, Kosten
sowie Flächenverbrauch priorisiert werden. Die Umsetzungsvariante soll ausweisen,
welche Maßnahmen inkludiert, abgeändert oder ggf. verworfen wurden.
3. Nach Festlegung eines Standortes wird durch die DSE ein Planungsbeschluss erstellt.
4. Im Rahmen einer über Fördermittel finanzierten Organisationsuntersuchung soll eine
effiziente Organisationsstruktur sowie ein Geschäftsmodell für das Bildungszentrum
- 2 -
erarbeitet werden. Konkret soll geprüft werden, welche Synergieeffekte durch die Fusion
von VHS und Stadtb ibliothek gehoben werden können, in welcher Organisationsform dies
umgesetzt werden kann, welche Digitalisierungs - und Automatisierungspotenziale bei den
Prozessen bestehen und welche konkreten Aufgabenbereiche im neuen Bildungszentrum
gebraucht werden. Da s Geschäftsmodell soll neue und vorhandene Einnahmenpotenziale,
Zielgruppen sowie Möglichkeiten zur kooperativen Finanzierung des Bildungszentrums
aufzeigen. Ziel ist es, den Kostendeckungsbeitrag des Bildungszentrums im Vergleich zum
Status Quo signifikant zu steigern. Zur fachlichen Unterstützung wird ein externes
Beratungsinstitut mit Hilfe bereits vorhandener Fördermittel beauftragt.
Anlagen: 250213_DABI_Konzept_Bildungszentrum Konzept Bildungszentrum Darmstadt
vom 13.02.2025
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 17.02.2025
Mit der Magistratsvorlage 2023/0188 wurden Stadtbibliothek, Volkshochschule und
Bildungsmanagement mit der Entwicklung eines Konzeptes für ein modernes Bildungszentrum
in der Innenstadt beauftragt. Ziel dabei war es, einen modernen, inspirierenden Bildungs - und
Begegnungsort zu erschaffen, der durch seine flexiblen Nutzungsmöglichkeiten, Menschen mit
unterschiedlichen Bedürfnissen hinsichtlich Lernen, Entdecken, Experimentieren, Austauschen,
Lesen und Kreativ werden gleichermaßen anspricht. Es sollte ein niedrigschwellig zugänglicher
"Dritter Ort" entstehen, der durch eine hohe Aufenthaltsqualität zum Verweilen einlädt und
Freude an Bildung und Begegnung fördert. Hierzu galt es, die bestehenden Angebote von
Stadtbibliothek und Volkshochschule geschickt zu verknüpfen, Synergien zu heben und
gemeinsam neue Angebote und innovative, attraktive Lernformen zu etablieren.
Mittel für die Konzepterstellung konnten über einen Änderungsantrag zum Förderprogramm
„Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ als von der GALERIA-Schließung betroffene
Kommune generiert werden. Die im Rahmen der Magistratsvorlage 2023/0188 bei
Volkshochschule und Stadtbibliothek eingeplanten Mittel konnten zur Finanzierung des dafür
erforderlichen Eigenanteils (10% der Fördersumme) genutzt werden. Mithilfe der Fördermittel
ist es gelungen, eine externe Agentur – die Arbeitsgemeinschaft Metris Architekten +
Stadtplaner und plan:kooperativ – für die Prozessbegleitung und partizipative
Konzeptentwicklung zu beauftragen. Im Rahmen des Prozesses wurden in 2024 mehrere
Workshops mit der Projektgruppe, teilweise auch mit Mitarbeitenden aus beiden Einrichtungen
und weiteren Akteuren der Stadtverwaltung, sowie Arbeitstermine mit unterschiedlicher
Besetzung, durchgeführt. Das daraus entstandene inhaltlich-räumliche Konzept liegt nun vor
und es ist ortsunabhängig konzipiert.
Das Konzept enthält Aussagen zur inhaltlichen Ausrichtung, zu Formaten, zu Raum- und
Ausstattungsbedarfen sowie einen Plan für die weitere Umsetzung. Kernelement des Konzepts
ist die Zusammenlegung von Stadtbibliothek und Volkshochschule zu einem Bildungszentrum,
was erhebliche Synergieeffekte verspricht und die Entwicklung innovativer, zeitgemäßer
Angebote ermöglicht. Das Bildungszentrum soll einen erweiterten Bildungsbegriff umsetzen,
der neben klassischen Lernformaten auch Raum für Information, Kultur, Mitgestaltung ,
Kreativität, Freizeit und zwischenmenschliche Begegnungen bietet. Ein Schwerpunkt liegt auf
der Schaffung einer hohen konsumfreien Aufenthaltsqualität und Nutzungsvielfalt, um
verschiedene Zielgruppen anzusprechen und neue Nutzerinnen und Nutzer zu gewinnen.
Durch eine zentrale Lage in der Darmstädter Innenstadt soll das Bildungszentrum als
Frequenzbringer fungieren.
Das Raumprogramm und ein möglicher Standort des Bildungszentrums soll nun in
Zusammenarbeit mit der Darmstädter Stadtentwicklungsgesellschaft (DSE) entwickelt werden.
Dazu sind Standorte zu prüfen, die eine Umsetzung des vorliegenden, ortsunabhängigen
Konzeptes weitestgehend ermöglichen. Die bauliche Planung und Umsetzung des Projekts wird
in Zusammenarbeit mit der DSE erfolgen.
Das ortsunabhängige Konzept verlangt in der Fortführung des Prozesses außerdem weitere
Differenzierungen hinsichtlich u. a interner und externer Kommunikationsstrukturen sowie
inhaltlicher Vertiefungen. Zur Prüfung der weiteren Machbarkeit und Festlegung von
erforderlichen Rahmenbedingungen werden weitere Maßnahmen auf der Prozessebene
(Strategieworkshops etc.) mit relevanten Akteuren notwendig. Aufgrund der amts- und
dezernatsübergreifenden Beteiligung ist eine externe Moderation angebracht.
Mit einer weiteren externen Begleitung soll durch eine Organisationsuntersuchung eine
effiziente Organisationsstruktur für das Bildungszentrum geprüft und erarbeitet werden. Im
Rahmen dieser Untersuchung sollen auch mögliche Geschäftsmodelle für das Bildungszentrum
geprüft werden. Die beiden zuletzt genannten Vorhaben mit externen Dienstleistern werden
weiterhin über die genannten Fördermittel finanziert.
…
- 4 -
Darmstadt, 17.2.2025
Dezernat I Dezernat IV Dezernat V
Hanno Benz André Schellenberg Holger Klötzner
Oberbürgermeister Stadtkämmerer Stadtrat
anlage 1
119057 Zeichen
Bildungszentrum Darmstadt
Konzeptentwicklung für einen modernen Bildungs-
und Begegnungsort als Dritten Ort für die
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Herausgeberin | Kontakt
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Der Magistrat
Dezernat V
Luisenplatz 5a
64283 Darmstadt
Telefon 06151 13-3875
Telefax 06151 13-2918
E-Mail: Bildungszentrum@darmstadt.de
Internet: www.darmstadt.de
Autorinnen und Autoren
Leonie Becker, M.Sc. | studio metris
Matthias Burgbacher, M.A. | PLAN:KOOPERATIV
Emilia Kühn, M.Sc. | studio metris
Gestaltung
metris studio für architektur, stadt und landschaft
Bartels, Erl, Nichtern Partnerschaft mbB
Architekt:innen und Stadtplaner:innen
PLAN:KOOPERATIV
Steffen Becker & Matthias Burgbacher GbR
Februar 2025
Impressum
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 4
Kurzüberblick - Schaffung eines modernen Bildungszentrums als
„Dritten Ort“ für die Wissenschaftsstadt Darmstadt 6
10 Argumente für ein Bildungszentrum in Darmstadt 7
1. Leitfragen des Konzepts 8
Was braucht Darmstadt? 10
Die Zielgruppen für das Bildungszentrum 11
2. Vision und Ziele für ein Bildungszentrum 12
3. Prozess und Grundlagen der Konzepterstellung 14
Bisherige Prozessschritte zur Konzeptentwicklung 16
Auf welchen Grundlagen baut das Konzept auf? 22
Status Quo – Stadtbibliothek und Volkshochschule 22
Standortübersicht 29
4. Konzeptbausteine für das Bildungszentrum 34
Was passiert im Bildungszentrum inhaltlich? 36
Wie funktioniert das Bildungszentrum räumlich? 44
Was sind die nächsten Umsetzungsschritte? 48
Raum und Inhalt 48
Organisation und Geschäftsmodell 48
Interne und externe Kommunikation 49
Abbildungsverzeichnis 52
Quellenverzeichnis 53
Hinweis für Leserinnen und Leser: Der Name „Bildungszentrum“ ist
zum jetzigen Zeitpunkt ein Arbeitstitel und ist daher im gesamten
Dokument kursiv gesetzt.
4 5
Vorwort
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Stadtbibliothek und die Volkshochschule Darmstadt stehen vor
einer wegweisenden Transformation.
Beide Einrichtungen sind zentrale Akteurinnen unserer Darm-
städter Bildungslandschaft mit einer langen Tradition und einem
klaren gesetzlichen Auftrag gemäß hessischem Weiterbildungs-
gesetz (HWBG) bzw. hessischem Bibliotheksgesetz (HessBiblG).
Sie genießen das Vertrauen einer über Jahrzehnte aufgebauten
Stammkundschaft und nehmen eine Schlüsselrolle in unserem
kommunalen Bildungsumfeld ein. Um auch zukünftig für die Stadt-
gesellschaft attraktiv und sichtbar zu sein und eine noch breitere
Bürgerschaft anzusprechen, müssen sie sich neu positionieren, ihr
Profil schärfen und neben den bewährten Angeboten auch neue,
zeitgemäße Formate entwickeln.
Für diese zukunftsorientierte, transformierende Profilschärfung
haben wir eine Vision entwickelt:
Unser Ziel ist es, beide Einrichtungen zu einem innovativen
Bildungszentrum zusammenzuführen – ein moderner, attraktiver
Ort in der Innenstadt, der sich durch seine flexiblen Nutzungsmög-
lichkeiten an die Bildungsbedarfe unserer Bürgerinnen und Bürger
anpasst. Dort werden Angebote geschaffen, vom individuellen Ler-
nen bis zum gemeinsamen Entdecken, vom klassischen Lesen bis
hin zum digitalen Experimentieren. An diesem niedrigschwelligen
Ort mit hoher Aufenthaltsqualität soll Lernen Spaß machen, Raum
für Begegnung und Austausch sein sowie Kreativität und Mitge-
staltung gefördert werden. Wir wollen Bildung neu und modern
denken und zu lebenslangem Lernen inspirieren. Die gemeinsame
Verortung der beiden Einrichtungen in der Innenstadt bietet dafür
bislang weitgehend ungenutzte Synergieeffekte.
Im vorliegenden Konzept präsentieren wir Ihnen die Ergebnisse
eines intensiven, über ein Jahr andauernden Entstehungsprozes-
ses und nehmen Sie mit auf die Reise zu unserer Vision eines
modernen Bildungsortes. Sie finden Aussagen zur inhaltlichen
Ausrichtung und zu Formaten, zu Raum- und Ausstattungsbedar-
fen sowie einen Plan für die weitere Umsetzung.
Dieses Konzept ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit
zwischen der Stadtbibliothek, der Volkshochschule und dem städ-
tischen Bildungsmanagement. Begleitet wurde der Prozess von
metris studio für architektur, stadt und landschaft und PLAN:KO-
OPERATIV.
An dieser Stelle möchte ich allen Beteiligten für Ihr überaus hohes
und außergewöhnliches Engagement danken. Besonders hervor-
heben möchte ich an dieser Stelle die Mitglieder der regelmäßig
tagenden Projektgruppe Frau Dr. Krutsch (Leitung der Volkshoch-
schule) und Frau Roth (Leitung der Stadtbibliothek) sowie Frau
Retzlaff und Frau Schücke aus dem Bildungsmanagement. Auch
den Mitarbeitenden beider Einrichtungen möchte ich meinen Dank
für Ihre Teilnahme an Workshops und Treffen im Rahmen der
Konzepterstellung aussprechen. Ebenso aus der Stadtbibliothek
Frau Busche (stellvertretende Leitung und Hauptstellenleitung)
sowie Frau Blum (Fachbereichsleitung Verwaltung) und aus der
Volkshochschule Herrn Spörl (Verwaltungsleitung) für Ihr Engage-
ment im Rahmen der erweiterten Projektgruppe.
Ihr
Holger Klötzner
6 7
Im Sommer 2023 wurden Stadtbibliothek, Volkshochschule und Bildungsmanagement
mit der Entwicklung eines Konzeptes für ein modernes Bildungszentrum in der Innen-
stadt beauftragt. Das vorliegende Konzept präsentiert die Ergebnisse des Entstehungs-
prozesses und veranschaulicht die Entwicklung eines innovativen Bildungszentrums für
die Stadt Darmstadt, das Stadtbibliothek und Volkshochschule vereint und als attraktiver
„Dritter Ort“ für lebenslanges Lernen, Begegnung und kulturellen Austausch dient. Das
Vorhaben zielt darauf ab, beide Einrichtungen zu modernisieren und ihre Attraktivität
für eine breitere Bürgerschaft zu steigern. Zielgruppe sollen alle Bevölkerungsgruppen,
unabhängig von Alter, Herkunft oder Bildungshintergrund sein.
Das Konzept enthält Aussagen zur inhaltlichen Ausrichtung, zu Formaten, zu Raum- und
Ausstattungsbedarfen sowie einen Plan für die weitere Umsetzung. Kernelement des
Konzepts ist die Zusammenlegung von Stadtbibliothek und Volkshochschule zu einem
Bildungszentrum, was erhebliche Synergieeffekte verspricht und die Entwicklung innova-
tiver, zeitgemäßer Angebote ermöglicht. Das Bildungszentrum soll einen erweiterten Bil-
dungsbegriff umsetzen, der neben klassischen Lernformaten auch Raum für Information,
Inspiration, Kultur, Freizeit und zwischenmenschliche Begegnungen bietet. Durch die
Schaffung eines multifunktionalen Gebäudes und flexibel nutzbaren Räumlichkeiten wer-
den Formate und Aktivitäten ermöglicht, die sich an zukünftige (Bildungs-) Bedürfnisse
anpassen können. Dabei wird eine Integration von physischen und digitalen Bildungsan-
geboten angestrebt, um den Anforderungen der modernen Wissensgesellschaft gerecht
zu werden. Das Bildungszentrum soll sich dauerhaft weiterentwickeln. Ein Schwerpunkt
liegt auf der Schaffung einer hohen Aufenthaltsqualität und Nutzungsvielfalt, um ver-
schiedene Zielgruppen anzusprechen und neue Nutzerinnen und Nutzer zu gewinnen.
Kooperationen mit stadtinternen, aber auch externen Partnerinnen und Partnern, lokalen
Unternehmen und Bildungseinrichtungen erweitern das Portfolio des Bildungszentrums.
Durch eine zentrale Lage in der Darmstädter Innenstadt soll das Bildungszentrum als
Frequenzbringer fungieren und gleichzeitig und einen Ort für Wissen und Lebenslanges
Lernen darstellen.
1. Synergien schaffen: Das Bildungszentrum verbindet die Stadtbibliothek
und die Volkshochschule und nutzt die Vorteile dieser Kombination. Das
Ergebnis ist ein umfassendes Bildungsangebot, das allen zugutekommt.
2. Ein neuer Treffpunkt: Hier entsteht ein „Dritter Ort“ – ein Ort ohne
Konsumzwang, der für alle da ist. Hier kann jede und jeder verweilen,
sich austauschen und ganz in Ruhe lesen und lernen.
3. Modern und flexibel: Das moderne und multifunktionale Gebäude des
Bildungszentrums, inklusive flexibel nutzbarer Räumlichkeiten, ermög-
licht, dass Flächen optimal genutzt werden und immer wieder neue
Formate und Aktivitäten entstehen können.
4. Wandel gestalten: Das Bildungszentrum versteht sich als Motor für ge-
sellschaftliche Veränderung und bietet Programme, die auf den aktuellen
Wandel reagieren und ihn mitgestalten.
5. Neue Zielgruppen ansprechen: Mit der Weiterentwicklung zum
Bildungszentrum sprechen Stadtbibliothek und Volkshochschule neue
Zielgruppen an, die bisher noch nicht im Fokus standen.
6. Vielfalt und Inklusion leben: Hier sind alle willkommen, unabhängig von
Alter, Herkunft oder Bildungshintergrund. Das Bildungszentrum fördert
eine Kultur der Teilhabe und des gegenseitigen Respekts.
7. Belebung der Innenstadt: Als Anziehungspunkt trägt das Bildungszent-
rum zur Belebung der Innenstadt bei und setzt Impulse für die städtebau-
liche Entwicklung.
8. Das Gute bewahren: Alles, was an der Stadtbibliothek und der Volks-
hochschule geschätzt wird, bleibt erhalten. Lesen, Lernen und die
Vermittlung von Informations- und Medienkompetenz bleiben zentrale
Bestandteile.
9. Bildung neu denken: Im Bildungszentrum geht es nicht nur ums Lernen,
sondern auch um Spaß, Austausch und Inspiration. Hier ist Platz für
gezieltes Lernen genauso wie für kreative, spielerische Entfaltung.
10. Lebenslanges Lernen: Das Zentrum fügt sich perfekt in die Bildungs-
landschaft von Darmstadt ein und bietet für Menschen jeden Alters
vielfältige Lernmöglichkeiten außerhalb der Schule.
Kurzüberblick - Schaffung eines modernen
Bildungszentrums als „Dritten Ort“ für die
Wissenschaftsstadt Darmstadt
10 Argumente für ein Bildungszentrum
in Darmstadt
8 9
1. Leitfragen des Konzepts
Die beiden Fragen „Was braucht Darmstadt“ und
„Für wen ein Bildungszentrum“ wurden während
der Konzepterstellung immer wieder diskutiert. Wie
kann das Bildungszentrum darauf die Antwort sein?
Diese übergeordneten Leitfragen sollen vor allem
mit der Vision, den Zielen und den erarbeiteten
Konzeptbausteinen beantwortet werden.
Um die Rahmenbedingungen für das Konzept des
Bildungszentrums zu identifizieren wurde eine
Bestandsaufnahme der verschiedenen Bildungs-
akteurinnen und -akteure durchgeführt. Während
des Prozesses begleitete die Heidelberger Büro-
gemeinschaft studio metris und PLAN:KOOPERATIV
die Projektgruppe. Sie brachten sowohl passende
Methoden für die verschiedenen Phasen der Kon-
zepterstellung als auch Beispiele mit.
Der Frage „Was braucht Darmstadt“ näherte man
sich damit schrittweise. Wichtige Komponenten
dafür hängen eng mit den Aufträgen der beiden
Der Rote Faden des Konzepts Einrichtungen Stadtbibliothek und Volkshochschule
zusammen: einer breiten Bevölkerung Zugang
zu Information, Bildung und Meinungsbildung zu
ermöglichen. Dabei ist von einem erweiterten Bil-
dungsbegriff auszugehen: Begegnung, Austausch,
Inspiration, Spaß, Kultur, Literatur, Medien, Erleb-
nis, Veranstaltungen sollen im Bildungszentrum
Platz finden. Als Dritter Ort mit hoher Aufenthalts-
qualität wirkt das Bildungszentrum in den öffent-
lichen Raum. Das Konzept des Bildungszentrums
hat dem Anspruch gerecht zu werden, (ungeplante)
Bildungsgelegenheiten mit einfacher Zugänglich-
keit zu ermöglichen. Auch das bloße Verweilen, das
unbeabsichtigt zum Ausprobieren, zu Austausch
und Mitgestaltung führen kann, soll stattfinden
können.
An wen denken wir, wenn wir uns vorstellen, wer
ein Bildungszentrum in Zukunft nutzen wird? Diese
Frage haben sich die Projektgruppe - bestehend
aus Leitung Stadtbibliothek, Leitung Volkshoch-
schule und der städtischen Bildungsmanagerin
- sowie Mitarbeitende beider Einrichtungen im
Rahmen der erfolgten Workshopreihe zur Konzept-
erstellung gestellt.
Die zunächst einfach erscheinende Antwort
„ALLE!“ ist dennoch differenziert zu betrachten.
Im Folgenden sind die verschiedenen Rahmenbe-
dingungen sowie räumliche und organisatorische
Implikationen zusammengefasst.
10 11
Öffentliche Bibliotheken und Volkshochschulen sind zentrale Orte lebensbegleitenden Lernens. Bei-
de Institutionen spielen eine prominente Rolle bei der Ermöglichung einer demokratischen Teilhabe
an der politischen Willensbildung, bei der Integration von Menschen mit kulturellen oder sprachlichen
Barrieren und als Ort kulturellen Austausches, unabhängig von Weltanschauung oder Religion. Ihnen
kommt also vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse eine zentrale Rolle zu.
Ziel ist, dass die Angebote der beiden Einrichtungen von einem breiten Personenkreis in Anspruch
genommen werden können. Zurzeit bilden die bisherigen Besuchenden noch nicht die breite Vielfalt
der städtischen Bevölkerung ab. Um dies zu ändern, wird der Fokus auf hoher Aufenthaltsqualität
und Nutzungsvielfalt liegen, sodass eine höhere Frequenz erreicht werden kann. Die Erschließung
von neuen Zielgruppen ist für beide Institutionen vor dem Hintergrund des veränderten Bildungsver-
haltens, insbesondere durch die Vielzahl an Wissensquellen, anspruchsvoll. Hinzu kommt durch die
Verortung im Justus-Liebig-Haus zwar eine Lage nahe der Darmstädter Innenstadt, das Gebäude
und die entsprechenden Räumlichkeiten der Einrichtungen entsprechen aber nicht dem, was man
sich unter einem modernen Bildungsort vorstellt.
Darmstadt benötigt ein umfassendes und modernes Bildungszentrum, das die Stadtbibliothek und
die Volkshochschule vereint, um dem sich wandelnden Bildungsverhalten der Menschen gerecht
zu werden. Um neue Zielgruppen zu erreichen, sollte das Zentrum attraktiv, flexibel und mit leicht
zugänglichen Angeboten und Nutzungen gestaltet werden und sich mit einem klaren Profil in der
viel fältigen Darmstädter Bildungslandschaft positionieren. Neben bewährten Angeboten sollen neue,
zeitgemäße und attraktive Bildungsgelegenheiten entwickelt werden.
Ziel ist, dass Darmstadt die Potenziale der Synergieeffekte nutzt, die sich ergeben, wenn Stadt-
bibliothek und Volkshochschule nicht nur räumlich sondern auch konzeptionell als Einheit gedacht
werden. Stadtbibliothek und Volkshochschule gelänge mit einem derartigen Konzept die Gestaltung
eines sogenannten Dritten Ortes, in dem sich Menschen geplant oder absichtslos zum Austausch,
Vernetzen und Begegnen außerhalb von Privatem und Beruf (erster und zweiter Ort) aufhalten.
Dieser Ort integriert physische als auch digitale Bildungsangebote: Bildung in der digitalen Welt,
Wissensaustausch, Möglichkeiten sich auszuprobieren und der Freizeitgestaltung sind hier ebenso
zu finden, wie klassische Kursformate der Volkshochschule, die Medienausleihe, die Mediennutzung
vor Ort, Veranstaltungen zur Leseförderung und Bildungsberatungsangebote.
Das Bildungszentrum braucht ein modernes, einladendes und inspirierendes Zuhause, das eine
Vielzahl von Aktivitäten und Formaten ermöglicht oder auch einfach einen einladenden konsum-
freien Ort für Aufenthalt und Meinungsbildung bietet. Darmstadt braucht diesen zentralen Ort mit
guter Sichtbarkeit in seinem Zentrum. Vor dem Hintergrund des Strukturwandels der Innenstädte
in dem Konsum als treibender Motor zunehmend wegfällt, kann das Bildungszentrum gleichzeitig
Frequenzbringer für die Innenstadt, Ort des Wissens und zentraler Anlaufpunkt für alle Menschen in
Darmstadt sein, unabhängig von ihrer bisherigen Bildungserfahrung.
So dynamisch das Bildungsverhalten der Menschen ist, so flexibel muss auch das zukünftige
Bildungszentrum sein. Es muss immer wieder die Antwort auf die Frage sein: „Was braucht Darm-
stadt?“
Was braucht Darmstadt?
Ein Bildungszentrum „für alle“ bedeutet, einen Raum zu schaffen, der die Vielfalt der Darmstädter
Stadtgesellschaft anspricht und willkommen heißt. Es soll ein Ort sein, der Menschen aller Alters-
gruppen – von Kindern über Jugendliche und junge Erwachsene bis hin zu Seniorinnen und Senio-
ren – Möglichkeiten bietet, an Bildung teilzuhaben, in den Austausch zu gehen, sich zu vernetzen
und kreativ zu werden. Dabei ist es essenziell, dass der Ort allen, unabhängig von Alter, Herkunft,
Sprachkenntnissen oder Bildungshintergrund, offen steht und dieser vielfältige Teilhabemöglichkeiten
eröffnet. Dabei soll der Aufenthalt im Bildungszentrum Spaß machen, die Neugierde wecken und
neue, vielfältige Begegnungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten bieten.
Menschen mit unterschiedlichen Bildungsniveaus sollen in einem solchen Zentrum ihren Platz fin-
den, sei es für den Einstieg in eine neue Lernphase oder für die Vertiefung bestehender Kenntnisse.
Für Menschen, die formale Bildungswege nicht gegangen sind oder denen der Zugang bisher nicht
möglich war, könnte das Zentrum eine Brücke sein: von Grundbildungs- und Sprachkursen über
Angebote zur digitalen Teilhabe bis hin zu spezifischen Qualifikationen. Gleichzeitig sollen natürlich
auch bildungsaffine Menschen passende Angebote in einem Bildungszentrum finden.
Auch kulturelle Vielfalt braucht in einem Bildungszentrum ihren Platz. Das bedeutet, dass Menschen
mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen und Sprachkenntnissen willkommen sind. Dabei
soll ihnen bewusst die Teilhabe erleichtert werden. Mehrsprachige Informationen, kulturell vielfältige
Veranstaltungen und Kurse oder die Berücksichtigung vielfältiger Ernährungsgewohnheiten sind
Möglichkeiten, das interkulturelle Verständnis zu fördern. Die Stärke des Konzepts zeigt sich auch
darin, dass ein Miteinander verschiedenster Personengruppen möglich wird, anstelle von nebenein-
ander bestehenden Angeboten einzelner Zielgruppen.
Es ist darauf zu achten, dass Menschen mit Beeinträchtigungen einen barrierefreien Zugang zum
Bildungszentrum haben und dass dies in die Konzeptionierung der Angebot einfließt. Das umfasst
räumliche Barrierefreiheit ebenso wie eine technische Ausstattung, wie z. B. unterstützende Techno-
logien.
„Alle“ schließt aber nicht nur die Besuchenden ein, sondern auch die Menschen, die im Bildungs-
zentrum lehren und arbeiten. Kursleitende, Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Fachangestellte
für Medien- und Informationsdienste, Reinigungskräfte, Amtsleitende, Gebäudemanagement, und
Verwaltungsmitarbeitende haben ebenso verschiedene Hintergründe, Voraussetzungen und Bedürf-
nisse, die es zu berücksichtigen gilt. An ihrem Arbeitsplatz sollen sie sich wohlfühlen und gleicher-
maßen die Begegnung und Aufenthaltsmöglichkeiten in ihren Arbeitsalltag integrieren können.
Ein Bildungszentrum „für alle“ ist also weit mehr als ein Lernort. Es ist ein Raum, in dem Spaß an
Neuem und ein offener Austausch genauso erlebbar sind wie Begegnung und Integration. Dort
haben alle Menschen die Möglichkeit - unabhängig ihrer individuellen Voraussetzungen - sich auszu-
probieren und an einer neuen gemeinsamen (Lern-)Kultur teilzuhaben. So wird das Bildungszentrum
zu einem lebendigen, offenen „Dritten Ort“, an dem Vielfalt aktiv gelebt und gefördert wird.
Um ein Bildungszentrum „für alle“ zu realisieren ist im weiteren Verlauf der Konzepterstellung und
der Umsetzung auch das wichtige Thema der Kinderbetreuung zu betrachten.
Die Zielgruppen für das Bildungszentrum
12 13
2. Vision und Ziele für ein
Bildungszentrum
Vision – Wohin soll die Reise gehen?
Die folgenden Sätze zeigen die während des Prozesses formulierte Vision:
Das Bildungszentrum wird ein einzigartiger, moderner Ort
für Darmstadt, der Bildung nicht nur als Lernen, sondern als
Spaß und Austausch begreift.
Das Bildungszentrum als Ort der Inspiration soll mehr sein
als die Summe aus Stadtbibliothek und Volkshochschule.
Es soll ein offener und einladender Ort sein, in dem
Menschen sich treffen wollen und sich wohlfühlen. Das
Bildungszentrum soll so gestaltet sein, dass es sich immer
wieder an wandelnde Bildungsbedürfnisse anpassen kann.
Es ist ein dauerhafter Prozess, der immer wieder die Antwort
auf die Frage sein will, was Darmstadt braucht.
Als einer der ersten Schritte zur Aufstellung des inhaltlichen Konzeptes wurde gemeinsam mit Mit-
arbeitenden der Stadtbibliothek und der Volkshochschule im Rahmen eines Workshops eine Vision
erarbeitet. Dabei ging es noch nicht darum, konkrete Nutzungen und Funktionen des zukünftigen
Bildungszentrums festzulegen. Vielmehr ist eine solche Vision vergleichbar mit einem Fixstern in der
Navigation: Eventuell wird diese Vision nie erreicht werden, aber sie diente im Verlauf der Konzept-
erarbeitung immer wieder der Überprüfung, ob die Ideen noch „auf dem richtigen Kurs“ sind.
Somit ist die Vision eine Hilfestellung für alle im Prozess beteiligten Personen. Sie wurde während
der Prozessschritte als Arbeitsmaterial zur Verfügung gestellt, sodass die Ideen und Ziele immer in
die Überlegungen mit einbezogen werden konnten. Auch über den Beschluss des Konzeptes hinaus
kann sie für die weiteren Umsetzungsschritte als Orientierung dienen.
Ziele – Was ist der Fahrplan?
Das Bildungszentrum soll eine attraktive Aufenthaltsmöglichkeit bieten; einen
Ort, an dem verschiedene Informationen leicht zugänglich sind, und der „Bil-
dung“ in unterschiedlichen Angeboten und Formaten vereint und damit eine
breite Bevölkerung anspricht.
Das Bildungszentrum soll ein konsumfreier Dritter Ort für alle werden - für
diejenigen, die bisher schon Besuchende, Kursteilnehmende und Lesende
sind, aber auch für diejenigen, die es bisher noch nicht waren oder die in der
Innenstadt bisher keinen passenden Ort gefunden haben.
Das Bildungszentrum leistet einen Beitrag bei der Vermittlung von Bedarfen
und passenden Bildungsakteurinnen und -akteuren.
Die inhaltlichen Angebote des Bildungszentrums bieten ein breites Spektrum
an Themen. Sie orientieren sich dabei an aktuellen gesellschaftlichen und
inhaltlichen Bildungsbedarfen.
Das hier aufgestellte Konzept soll in Hinblick auf die Umsetzung weiter
konkretisiert und operationalisiert werden. In dem Zuge wird ein Prozess zur
Namensfindung angestoßen.
Das Konzept wird an folgenden fünf Dimensionen des Dritten Ortes auf-
bereitet: Begegnung, Aufenthalt, Mitgestalten, Ausprobieren/Kreativität und
Wohlfühlatmosphäre. Jedes Angebot hat dabei den Merkmalen Flexibilität,
Zugänglichkeit und Bildung (Lesen und Lernen) gerecht zu werden (vgl. Kon-
zeptionsmatrix auf Seite 37)
Die Ziele für das Bildungszentrum wurden während des Prozesses der Konzepterstellung durch die
Projektgruppe erarbeitet und immer weiter geschärft. Außerdem wird hier auch deutlich gemacht,
dass es sich bei der im Konzept verwendeten Bezeichnung Bildungszentrum um einen Arbeitstitel
handelt, der im Laufe der Weiterentwicklung und Umsetzung mit Leben gefüllt und in einen festen
Namen für das Bildungszentrum umgewandelt werden muss.
14 15
3. Prozess und Grundlagen
der Konzepterstellung
Im Zeitraum von April 2024 bis Januar 2025 be-
gleiteten die Büros studio metris und PLAN:KO-
OPERATIV aus Heidelberg die Wissenschaftsstadt
Darmstadt bei der Konzepterstellung. Immer wieder
„out of the box“ zu denken und die Projektgruppe
sowie auch die Workshopteilnehmenden dabei
mitzunehmen war eine der wesentlichen Aufgaben.
Unterschiedliche Formate und Methoden halfen
dabei, sich der zunächst abstrakten Idee eines
Bildungszentrums so weit zu nähern, dass ge-
meinsam über konkrete räumliche, inhaltliche und
organisatorische Fragen diskutiert werden konnte.
Um zu verstehen, aus welcher Perspektive die
Mitwirkenden denken und agieren, wurden ver-
schiedene Grundlagen betrachtet, unter anderem
die ansässigen Akteurinnen und Akteure verschie-
dener Bildungsbereiche sowie die Ausgangslage
der beiden Einrichtungen Stadtbibliothek und
Volkshochschule. Außerdem wurden gemeinsame
Ortsbegehungen durchgeführt und Gespräche ge-
führt. Eine wichtige Erkenntnis daraus: Die beiden
Einrichtungen haben schon heute die besten Vor-
aussetzungen, um ein modernes, attraktives Kon-
zept für einen neuen offenen und zum Austausch
einladenden Ort zu schaffen. Dieses Potenzial wird
im Folgenden aufgezeigt.
16 17
Beschluss des
„Entwicklungskonzept
Innenstadt“
Aufstellung eines
Strategieentwurfs
für mehr Präsenz
von Stadtbibliothek
und Volkshochschule
Beschluss der
StaVO für die
Beauftragung
zur Konzept-
entwicklung für
ein Bildungs-
zentrum in der
Innenstadt
Aufnahme der Innenstadt
ins Städtebau- Förder-
programm Zukunftsfähige
Innenstädte und Zentren
(ZIZ)
05 | 2023 07 | 202311 | 2021
Ideenphase
2022
Einrichtung der
Projektgruppe
Bildungszentrum
mit Bildungs-
management,
Stadtbibliothek
und Volkshochschule
Positionspapier des
Dezernat V (Holger
Klötzner) zur politischen
Vision für ein neues
Bildungszentrum
Bisherige Prozessschritte zur Konzeptentwicklung
Ideenphase
Die Ursprünge der Idee für ein Bildungszentrum entstanden in einem Strategiepapier für mehr Prä-
senz von Stadtbibliothek und Volkshochschule und einem politischen Positionspapier des Darmstäd-
ter Bildungsdezernenten Holger Klötzner. Rahmenbedingungen, die für die Erstellung des Konzeptes
wichtig sind, sind die Aufnahme der Innenstadt in das Förderprogramm Zukunftsfähige Innenstädte
und Zentren (ZIZ) und der Beschluss des Entwicklungskonzepts Innenstadt. Im Juli 2023 wurden
das Bildungsmanagement, die Stadtbibliothek und die Volkshochschule durch die Stadtverordneten-
versammlung beauftragt, ein Konzept für ein Bildungszentrum in der Innenstadt zu entwickeln. Um
das voranzubringen, wurde eine regelmäßig tagende Projektgruppe gebildet, bestehend aus den
beiden Leitungen der Einrichtungen und einer Projektleitung aus dem Bildungsmanagement. Unter-
stützend standen weitere Mitarbeitende aus beiden Einrichtungen in einer erweiterten Projektgruppe
Abb. 1: Prozessschritte zur Konzeptentwicklung, Teil 1 (Quelle: Darstellung studio metris | PLAN:KOOPERATIV)
20.03.2024
Auftakt mit
Mitarbeitenden
der Stadtbibliothek
und Volkshochschule
Sammlung von Ideen an
Pinnwänden in der Stadt-
bibliothek und Volkshochschule
zu verschiedenen Themen rund
um das Bildungszentrum
10 | 2023 01 | 2024 03 | 2024
Konzeptphase
15.01.2024
Workshop mit
Mitarbeitenden
der Volkshochschule
„Chancen eines Bildungs-
zentrums für die
Volkshochschule“
dem Prozess zur Seite. Die genannten Bausteine, insbesondere das politische Positionspapier aus
dem Jahr 2022, sind in die weiteren Bearbeitungsphasen mit eingeflossen.
Beginn der Konzeptphase
Ab Herbst 2023 wurde die Ideensammlung und die Partizipation der Mitarbeitenden in diesem Pro-
zess gestartet. Zunächst wurden in beiden Einrichtungen Ideen und Anregungen zu verschiedenen
Themen rund um das Thema Bildungszentrum gesammelt. Auch eine erste gemeinsame Ver-
anstaltung beider Einrichtungen fand im Frühjahr 2024 statt, welche den Auftakt zur gemeinsamen
Mitwirkung an der Konzepterstellung markierte.
18 19
Konzeptphase
13.05.2024
Visionsworkshop
05 | 2024 06 | 2024 07 | 2024
24.06.2024
öffentliche
Auftaktveranstaltung
24.06.2024 -
31.10.2024
Online-
Öffentlichkeits-
beteiligung
19.07.2024
1. Workshop
mit Mitarbeitenden
der Volkshochschule
und Stadtbibliothek
ab 07 | 2024
Partizipation
Mitarbeitende der
Stadtbibliothek und
Volkshochschule:
Offene Runden,
Meetups...
Ab April 2024 betreuten die beiden extern beauftragten Büros studio metris und PLAN:KOOPERATIV
aus Heidelberg den Prozess und stellten gemeinsam mit der Projektgruppe das Konzept auf.
Visionsworkshop
In einem Workshop entstanden Ideen, wie sich die Teilnehmenden das Bildungszentrum inhaltlich,
räumlich und organisatorisch vorstellen. Daraus wurden besonders relevante Themen abgeleitet,
die zur Formulierung für die Vision für das Bildungszentrum genutzt wurden. Teilgenommen haben
die Leitungen und eine Auswahl an Mitarbeitenden von Stadtbibliothek und Volkshochschule, das
Bildungsmanagement, die Digitalstadt GmbH und die Wirtschaftsförderung sowie der Bildungsdezer-
nent.
Öffentliche Auftaktveranstaltung
Im Juni 2024 fand die öffentliche Auftaktveranstaltung zum Konzept des Bildungszentrums im
Justus-Liebig-Haus statt. Die interessierte Öffentlichkeit wurde über die bisherigen und geplanten
Abb. 2: Prozessschritte zur Konzeptentwicklung, Teil 2 (Quelle: Darstellung studio metris | PLAN:KOOPERATIV)
11.09.2024
2. Workshop
mit Mitarbeitenden
der Stadtbibliothek
und Volkshochschule
09 | 2024 10 | 2024 06 | 2025
Umsetzungsphase
ab 06 | 2025
Beschluss des
Konzeptes in
der StaVO
30.10.2024
Vorstellung der
Zwischenergebnisse
im Ausschuss für
Bildung, Schule
und Digitales
09.10.2024
3. Workshop
mit Politik,
Stadtbibliothek,
Volkshochschule,
und Verwaltung
Prozesschritte sowie die Mitwirkungsmöglichkeit in der Online-Beteiligung informiert. Außerdem
konnten die Teilnehmenden in einem Open-Space-Format ihre Meinung zu den aktuellen Angeboten
und Räumlichkeiten von Stadtbibliothek und Volkshochschule abgeben sowie Ideen für den weiteren
Prozess festhalten. Die Ergebnisse wurden ausgewertet und die Erkenntnisse für die Vorbereitung
der Workshops sowie die inhaltliche Konzeptentwicklung genutzt.
Online Öffentlichkeitsbeteiligung
Die Stadtbibliothek hat sich an der europaweiten Publikumsumfrage des Anbieters Sentobib beteiligt.
Neben einem umfassenden Fragenkatalog zu Angeboten, Medien und Räumen der Bibliothek wur-
den auch fünf individuelle Fragen rund um Stadtbibliothek, Volkshochschule und Bildungszentrum
gestellt. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt durch Sentobib und lag zum Zeitpunkt der Erstellung
dieser Dokumentation noch nicht vor.
20 21
1. Workshop mit Mitarbeitenden der Stadtbibliothek und Volkshochschule
Im ersten Workshop beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Frage „Welche Räume braucht
das Bildungszentrum?“ Ziel des Workshops war es, ausgehend von den täglichen Aktivitäten, erste
Varianten für ein Raumprogramm des zukünftigen Bildungszentrums zu entwickeln. Teilgenommen
haben die Leitungen und eine Auswahl an Mitarbeitenden von Stadtbibliothek und Volkshochschule,
das Bildungsmanagement, die Digitalstadt GmbH und eine Person aus dem Amt für Vielfalt. Die
Ergebnisse sind in die Entwicklung des räumlichen und des inhaltlichen Konzeptes eingeflossen.
2. Workshop mit Mitarbeitenden der Stadtbibliothek und Volkshochschule
Der zweite Workshop hatte als Leitthema: „Das Raumgefüge wird konkreter...“ Ziel des Workshops
war es, das Raumgefüge maßstabsgetreu in beispielhafte Räume zu übersetzen, funktionale
Zusammenhänge zu überprüfen und nutzungsspezifische Belegungen der Räume zu ergänzen.
Teilgenommen haben ebenfalls wieder die Leitungen und eine Auswahl an Mitarbeitenden von
Stadtbibliothek und Volkshochschule, das Bildungsmanagement, die Digitalstadt GmbH, eine Person
aus dem Amt für Vielfalt sowie eine Person aus dem Büro der Bürgerbeauftragten. Die Ergebnisse
bauten auf dem ersten Workshop auf und vertieften die Aussagen zum räumlichen und inhaltlichen
Konzept.
3. Workshop mit Politik, Stadtbibliothek, Volkshochschule und Verwaltung
Für den dritten Workshop wurde die Frage „Wie kommen wir in eine Umsetzungsstrategie?“ an die
Teilnehmenden gerichtet, um erste Strategien zu den Themen räumliche und inhaltliche Planung,
Organisationsstruktur und Kommunikation aufzustellen. Teilgenommen haben die Leitungen und
Verwaltungsleitungen von Stadtbibliothek und Volkshochschule, die Hauptstellenleitung der Stadtbib-
liothek, der Bildungsdezernent und sein Referent, das Bildungsmanagement, die Leitung der Orga-
nisationsabteilung, die Geschäftsführung der DSE sowie die stellvertretende Leitung des Amts für
Wirtschaft und Stadtentwicklung. Aus den Ergebnissen wurde das Umsetzungskonzept abgeleitet.
Partizipation Mitarbeitende der Stadtbibliothek und Volkshochschule
Parallel zu den Workshops, die durch die externen Büros durchgeführt wurden, wurde die Partizi-
pation der Mitarbeitenden mit regelmäßig stattfindenden Meet-ups und offenen Runden verstärkt.
Insbesondere, da nicht immer alle Mitarbeitenden an den Workshops teilnehmen konnten, wurde
hier über den aktuellen Stand der Konzepterstellung und nächste Schritte informiert. Außerdem
wurde der Austausch der beiden Einrichtungen untereinander angeregt, indem ein gegenseitiger
Besuch organisiert und gemeinsam durchgeführt wurde. Die Erkenntnisse aus diesen Runden sind
in die Erstellung des Umsetzungskonzeptes eingeflossen.
Während des Prozesses wurden insgesamt zehn Arbeitsgruppen, besetzt mit Mitarbeitenden aus
Stadtbibliothek und Volkshochschule, gebildet. Diese erarbeiteten im Anschluss an den zweiten
Workshop jeweils Ergebnisse zu ihrem Themenfeld, die ebenfalls in die Konzeptentwicklung ein-
geflossen sind.
Abb. 3: Eindrücke aus den verschiedenen Formaten und Workshops
Visionsworkshop, 13.05.24
Öffentlicher Auftakt, 24.06.24 Öffentlicher Auftakt, 24.06.24 1. Workshop, 19.07.24
1. Workshop, 19.07.24 2. Workshop, 11.09.24
2. Workshop, 11.09.24
(Quelle: studio metris | PLAN:KOOPERATIV)
3. Workshop, 09.10.24 3. Workshop, 09.10.24
Visionsworkshop, 13.05.24
22 23
Grundlage des vorliegenden Konzeptes bildet die Analyse verschiedener Rahmenbedingungen.
Es wird insbesondere der Status Quo der beiden aktiv mitwirkenden Einrichtungen Stadtbibliothek
und Volkshochschule erläutert. Eine Standortübersicht gibt Aufschluss darüber, wo in der Stadt die
beiden Einrichtungen aktuell verortet sind.
Status Quo – Stadtbibliothek und Volkshochschule
Zu Beginn der Untersuchungen wurde die derzeitige Ausgangslage genauer betrachtet. Grund-
gedanke der Entwicklung eines Bildungszentrums ist die Entwicklung eines neuen Konzepts, für das
die beiden Einrichtungen die besten Voraussetzungen haben. Daher werden sowohl die aktuellen
Angebote und deren Nutzung als auch die Organisationsstruktur und räumlichen Gegebenheiten als
Grundlage für die Konzepterstellung genutzt.
Vorstellung der Einrichtung Stadtbibliothek
Als öffentliche Bibliothek fungiert die Stadtbibliothek als Bildungs-, Informations- und Kulturein-
richtung für die gesamte Bevölkerung. Die Stadtbibliothek ist eine öffentlich-rechtliche Einrichtung
der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dient der allgemeinen Bildung und Information, der Aus-,
Fort- und Weiterbildung, der Vermittlung von Medien- und Informationskompetenz, der kulturellen
Daseinsvorsorge, der Pflege von Sprache und Literatur sowie der Freizeitgestaltung. Die Stadtbiblio-
thek ist ein niedrigschwelliger und konsumfreier Ort für alle Bürgerinnen und Bürger.
Eine maßgebliche und zentrale Aufgabe, die die Stadtbibliothek insbesondere in der Kooperation mit
Kindertagesstätten und Schulen übernimmt, ist die Leseförderung.
Die Stadtbibliothek besteht aus der Hauptstelle im Justus-Liebig-Haus, den zwei Stadtteilbibliothe-
ken Eberstadt und Kranichstein sowie der Fahrbibliothek.
Das Angebot der Stadtbibliothek umfasst (Berichtsjahr 2023):
• Ca. 140.600 Medien in analoger Form (Romane, Hörbücher, Sachliteratur, Kinder- und Jugend-
literatur, Brettspiele und Konsolen, Musik-CDs und Filme)
• Rund 150 Zeitschriftenabonnements
• 8 Tageszeitungen
• Ca. 356.000 digitale Medien (Ebooks, EAudios, Emagazins, ELearning-Angebote) im Onleihe-
Verbund Hessen zum Download
• Zahlreiche digitale Portale (z.B. filmfriend, Munzinger Archiv, Tigerbooks, Sofatutor, Polylino,
Pressreader, Genios Presseportal, Digibib-Bibliotheken Rhein Main)
Auf welchen Grundlagen baut das Konzept auf?
• Zielgruppenorientierte Angebote zur Vermittlung und Nutzung des digitalen Medienbestands
• Handlungsorientierte und praxisnahe Einführungsformate für Kinder, Jugendliche, Erwachsene
in der Aus- und Weiterbildung, Alphabetisierungskurse und interessierte Gruppen zur Nutzung
der Bibliothek und des analogen Medienbestands
• Lebendige Veranstaltungsformate für Kinder und Erwachsene zum Spracherwerb, zur Medien-
kompetenz und Literaturvermittlung (Vorlesen, Bücherspatzen, Vorlesehund, Dialog in Deutsch,
Lesekreis)
• Zahlreiche Lese-, Lern- und Arbeitsplätze für Einzelpersonen und Gruppen
• WLAN und Internet
• Aufsuchende Bibliotheksarbeit für mobil eingeschränkte Menschen wird mit dem Bibliotheks-
kurier abgedeckt
Dank dieses Bibliothekssystems mit einer zentralen Hauptstelle, den 2 Stadtteilbibliotheken und der
Fahrbibliothek mit Bücherbus können sich Bürgerinnen und Bürger auf kurzen Wegen mit Literatur
und Medien versorgen. Dank der dezentralen Standorte können sich Bürgerinnen und Bürger auf
kurzen Wegen mit Literatur und Medien versorgen. Digitale Medien werden 24/7 bereitgestellt.
Für eine zeitgemäße und nachhaltige Vermittlung von Medienkompetenz und Leseförderung stößt
das derzeitige räumliche Angebot sowie die technische Ausstattung und Infrastruktur der Räume,
insbesondere in der Hauptstelle im Justus-Liebig-Haus, an ihre Grenzen. Dies schränkt die Qualität
und Reichweite einer modernen Bildungs- und Bibliotheksarbeit und der dazugehörigen Angebote
ein.
Vorstellung der Einrichtung Volkshochschule
Die Volkshochschule Darmstadt übernimmt wichtige Funktionen für die Weiterbildung und das le-
bensbegleitende Lernen für die gesamte Bevölkerung. Sie ist zentrale Akteurin bei der Bereitstellung
von vielfältigen Bildungsangeboten und dem Schaffen von Teilhabemöglichkeiten und ist damit die
städtische Erwachsenenbildungseinrichtung der Wissenschaftsstadt Darmstadt, wie es für die Größe
einer Stadt wie Darmstadt im hessischen Weiterbildungsgesetz (HWBG) grundgelegt ist. Die Ange-
bote richten sich an Erwachsene und sind in sieben Themenfelder gegliedert: Sprachen, Gesundheit
und Persönlichkeit, Politik und Gesellschaft, Kunst und Kreativität, Beruf und Digitales, Grundbildung
sowie Schulabschlüsse. Für den Bereich Deutsch als Zweitsprache besteht eine Trägervereinbarung
mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).
24 25
Das Angebot der Volkshochschule umfasst:
• Einzelveranstaltungen, Wochenkurse, Tageskurse, Angebote an Wochenenden sowie Intensiv-
kurse aus allen sieben Fachbereichen an 46 Standorten im Stadtgebiet
• Bildungsurlaube aus den Fachbereichen Gesundheit, Sprache, Beruf und Digitales
• ein Vorbereitungskurs zum nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses
• Integrations- und Berufssprachkurse aller Sprachniveaus
• Alphabetisierungskurse und Deutschkurse mit Kinderbetreuung für Frauen
• Deutschkurse ohne staatliche Förderung von A1 bis C2
• die Abnahme von Deutschprüfungen: Deutschtest für Zuwanderer, Deutschtest für den Beruf
• die Durchführung von Einbürgerungstests und Tests Leben in Deutschland
• Angebote der jungen vhs für Kinder und Jugendliche
• offene Treffs und Veranstaltungen (u.a. zu Verbraucherfragen) in der offenen Lernwerkstatt am
Standort M²
• Bildungsberatung über den Verbund Hessencampus Darmstadt
• Kurseinstiegsberatungen in den sieben Fachbereichen
• Sozialberatung für Teilnehmende von Berufssprachkursen
Die Volkshochschule Darmstadt ist eine zertifizierte Bildungseinrichtung und Einsatzstelle des
Bundesfreiwilligendiensts. Der Auftrag der Volkshochschule ist grundgelegt im Hessischen Weiterbil-
dungsgesetz. Zudem stellt die Volkshochschule die Geschäftsstelle des Hessencampus Darmstadt.
Im Rahmen dieses Verbunds von beruflichen Schulen, den Abendschulen und der Volkshochschule
wirkt die Volkshochschule und der Hessencampus am Bildungspunkt der Agentur für Arbeit mit, der
sich am Standort M² befindet.
Nutzung der Angebote
Regelmäßig werden statistische Erhebungen durchgeführt. Damit wird die Nutzung der Angebote der
Stadtbibliothek und der Volkshochschule ausgewertet. Aus den Erhebungen des Jahres 2023 lassen
sich für beide Einrichtungen grundsätzliche Rückschlüsse ziehen, die für die Weiterentwicklung der
Angebote im Bildungszentrum nützlich sind.
Erkenntnisse für die Anzahl und Art der nutzenden Personen der Stadtbibliothek:
Die Stadtbibliothek und ihre Zweigstellen erfreuten sich im Jahr 2023 großer Beliebtheit, wie die
aktuellen Nutzungszahlen eindrucksvoll belegen. Mit insgesamt 171.431 Besuchenden ist die Biblio-
thek ein zentraler Anlaufpunkt für Bildung und Kultur in der Stadt. Am häufigsten nutzen Kinder und
Jugendliche bis 18 Jahre die Bibliothek. Dies unterstreicht die wichtige Rolle der Bibliothek in der
Förderung von Lesekompetenz und Bildung bei jungen Menschen (s. Abb. 4)
Bei der Geschlechterverteilung zeigt sich ein deutlicher Trend bei den Nutzenden von Bibliotheks-
ausweisen, 61,6% weiblich, 38,3% männlich und 0,1% divers.
Abb. 4: Statistik: Anzahl Ausleihen 2023 nach Alter
Abb. 5: Statistik: Anzahl Ausleihen nach Mediengruppen
Anzahl Ausleihen 2023 nach Alter
Alter 2022 2023
0-unter 18 204.166 240.642
18- unter 25 11.859 10.430
25-unter 35 26.386 29.977
35- bis unter 50 116.070 116.579
50 bis unter 65 94.664 93.466
65 bis unter 75 42.089 44.024
75 und älter 19.265 19.803
Gesamtergebnis 514.499 554.921
Mediengruppe Anzahl Ausleihen in 2023
Gesamtergebnis 0 0
?? 1.143 0
Lesehilfen 3 0
Medienpkakete 182 0
Handbibliothek 25 1
Strommessgeräte 3 14
Medienboxen 4 16
Karten 58 100
CD-Roms 124 105
Bestseller 123 627
Sachfilme 1.194 2.393
Spiele 417 3.609
Konsolenspiele 776 4.698
Spielfilme Erwachsene 2.229 5.610
Jugendsachbuch 3.174 9.817
Jugendbuch 2.760 10.276
CD Musik 2.917 10.600
Spielfilme Kinder 1.101 10.608
Hörbuch Erwachsene 4.528 13.650
Jugendliteratur 5.629 24.258
Hörbuch Kinder (inkl Tonies) 3.057 29.263
BelletrisWk 16.107 62.697 *Bei der Auswertung werden die Mediengruppen, die ausschließlich der internen Bearbeitung dienen und für die Ausleihe nicht herangezogen werden, nicht berücksichWgt. Die Mediengruppen Jugendliteratur und Jugendbuch sind in Jugendliteratur zusammengefasst worden.
Sachbuch 39.366 91.202
Kinderbuch 13.611 102.228
0
62.500
125.000
187.500
250.000
0-unter 18 25-unter 35 50 bis unter 65 75 und älter
19.803
44.024
93.466
116.579
29.977
10.430
240.642
Anzahl Ausleihen nach einer Mediengruppen* in 2023
Kinderbuch
Sachbuch
BelletrisWk
Hörbuch Kinder (inkl Tonies)
Jugendliteratur
Hörbuch Erwachsene
Spielfilme Kinder
CD Musik
Spielfilme Erwachsene
Konsolenspiele
Spiele
Sachfilme
Bestseller
0 30.000 60.000 90.000 120.000
1
Anzahl Ausleihen 2023 nach Alter
Alter 2022 2023
0-unter 18 204.166 240.642
18- unter 25 11.859 10.430
25-unter 35 26.386 29.977
35- bis unter 50 116.070 116.579
50 bis unter 65 94.664 93.466
65 bis unter 75 42.089 44.024
75 und älter 19.265 19.803
Gesamtergebnis 514.499 554.921
Mediengruppe Anzahl Ausleihen in 2023
Gesamtergebnis 0 0
?? 1.143 0
Lesehilfen 3 0
Medienpkakete 182 0
Handbibliothek 25 1
Strommessgeräte 3 14
Medienboxen 4 16
Karten 58 100
CD-Roms 124 105
Bestseller 123 627
Sachfilme 1.194 2.393
Spiele 417 3.609
Konsolenspiele 776 4.698
Spielfilme Erwachsene 2.229 5.610
Jugendsachbuch 3.174 9.817
Jugendbuch 2.760 10.276
CD Musik 2.917 10.600
Spielfilme Kinder 1.101 10.608
Hörbuch Erwachsene 4.528 13.650
Jugendliteratur 5.629 24.258
Hörbuch Kinder (inkl Tonies) 3.057 29.263
BelletrisWk 16.107 62.697 *Bei der Auswertung werden die Mediengruppen, die ausschließlich der internen Bearbeitung dienen und für die Ausleihe nicht herangezogen werden, nicht berücksichWgt. Die Mediengruppen Jugendliteratur und Jugendbuch sind in Jugendliteratur zusammengefasst worden.
Sachbuch 39.366 91.202
Kinderbuch 13.611 102.228
0
62.500
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187.500
250.000
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19.803
44.024
93.466
116.579
29.977
10.430
240.642
Anzahl Ausleihen nach einer Mediengruppen* in 2023
Kinderbuch
Sachbuch
BelletrisWk
Hörbuch Kinder (inkl Tonies)
Jugendliteratur
Hörbuch Erwachsene
Spielfilme Kinder
CD Musik
Spielfilme Erwachsene
Konsolenspiele
Spiele
Sachfilme
Bestseller
0 30.000 60.000 90.000 120.000
1
Anzahl Ausleihen 2023 nach Alter
Alter 2022 2023
0-unter 18 204.166 240.642
18- unter 25 11.859 10.430
25-unter 35 26.386 29.977
35- bis unter 50 116.070 116.579
50 bis unter 65 94.664 93.466
65 bis unter 75 42.089 44.024
75 und älter 19.265 19.803
Gesamtergebnis 514.499 554.921
Mediengruppe Anzahl Ausleihen in 2023
Gesamtergebnis 0 0
?? 1.143 0
Lesehilfen 3 0
Medienpkakete 182 0
Handbibliothek 25 1
Strommessgeräte 3 14
Medienboxen 4 16
Karten 58 100
CD-Roms 124 105
Bestseller 123 627
Sachfilme 1.194 2.393
Spiele 417 3.609
Konsolenspiele 776 4.698
Spielfilme Erwachsene 2.229 5.610
Jugendsachbuch 3.174 9.817
Jugendbuch 2.760 10.276
CD Musik 2.917 10.600
Spielfilme Kinder 1.101 10.608
Hörbuch Erwachsene 4.528 13.650
Jugendliteratur 5.629 24.258
Hörbuch Kinder (inkl Tonies) 3.057 29.263
BelletrisWk 16.107 62.697 *Bei der Auswertung werden die Mediengruppen, die ausschließlich der internen Bearbeitung dienen und für die Ausleihe nicht herangezogen werden, nicht berücksichWgt. Die Mediengruppen Jugendliteratur und Jugendbuch sind in Jugendliteratur zusammengefasst worden.
Sachbuch 39.366 91.202
Kinderbuch 13.611 102.228
0
62.500
125.000
187.500
250.000
0-unter 18 25-unter 35 50 bis unter 65 75 und älter
19.803
44.024
93.466
116.579
29.977
10.430
240.642
Anzahl Ausleihen nach einer Mediengruppen* in 2023
Kinderbuch
Sachbuch
BelletrisWk
Hörbuch Kinder (inkl Tonies)
Jugendliteratur
Hörbuch Erwachsene
Spielfilme Kinder
CD Musik
Spielfilme Erwachsene
Konsolenspiele
Spiele
Sachfilme
Bestseller
0 30.000 60.000 90.000 120.000
1
Anzahl Ausleihen 2023 nach Alter
Alter 2022 2023
0-unter 18 204.166 240.642
18- unter 25 11.859 10.430
25-unter 35 26.386 29.977
35- bis unter 50 116.070 116.579
50 bis unter 65 94.664 93.466
65 bis unter 75 42.089 44.024
75 und älter 19.265 19.803
Gesamtergebnis 514.499 554.921
Mediengruppe Anzahl Ausleihen in 2023
Gesamtergebnis 0 0
?? 1.143 0
Lesehilfen 3 0
Medienpkakete 182 0
Handbibliothek 25 1
Strommessgeräte 3 14
Medienboxen 4 16
Karten 58 100
CD-Roms 124 105
Bestseller 123 627
Sachfilme 1.194 2.393
Spiele 417 3.609
Konsolenspiele 776 4.698
Spielfilme Erwachsene 2.229 5.610
Jugendsachbuch 3.174 9.817
Jugendbuch 2.760 10.276
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Spielfilme Kinder 1.101 10.608
Hörbuch Erwachsene 4.528 13.650
Jugendliteratur 5.629 24.258
Hörbuch Kinder (inkl Tonies) 3.057 29.263
BelletrisWk 16.107 62.697 *Bei der Auswertung werden die Mediengruppen, die ausschließlich der internen Bearbeitung dienen und für die Ausleihe nicht herangezogen werden, nicht berücksichWgt. Die Mediengruppen Jugendliteratur und Jugendbuch sind in Jugendliteratur zusammengefasst worden.
Sachbuch 39.366 91.202
Kinderbuch 13.611 102.228
0
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Anzahl Ausleihen nach einer Mediengruppen* in 2023
Kinderbuch
Sachbuch
BelletrisWk
Hörbuch Kinder (inkl Tonies)
Jugendliteratur
Hörbuch Erwachsene
Spielfilme Kinder
CD Musik
Spielfilme Erwachsene
Konsolenspiele
Spiele
Sachfilme
Bestseller
0 30.000 60.000 90.000 120.000
1
Anzahl Ausleihen 2023 nach Alter
Alter 2022 2023
0-unter 18 204.166 240.642
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35- bis unter 50 116.070 116.579
50 bis unter 65 94.664 93.466
65 bis unter 75 42.089 44.024
75 und älter 19.265 19.803
Gesamtergebnis 514.499 554.921
Mediengruppe Anzahl Ausleihen in 2023
Gesamtergebnis 0 0
?? 1.143 0
Lesehilfen 3 0
Medienpkakete 182 0
Handbibliothek 25 1
Strommessgeräte 3 14
Medienboxen 4 16
Karten 58 100
CD-Roms 124 105
Bestseller 123 627
Sachfilme 1.194 2.393
Spiele 417 3.609
Konsolenspiele 776 4.698
Spielfilme Erwachsene 2.229 5.610
Jugendsachbuch 3.174 9.817
Jugendbuch 2.760 10.276
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Spielfilme Kinder 1.101 10.608
Hörbuch Erwachsene 4.528 13.650
Jugendliteratur 5.629 24.258
Hörbuch Kinder (inkl Tonies) 3.057 29.263
BelletrisWk 16.107 62.697 *Bei der Auswertung werden die Mediengruppen, die ausschließlich der internen Bearbeitung dienen und für die Ausleihe nicht herangezogen werden, nicht berücksichWgt. Die Mediengruppen Jugendliteratur und Jugendbuch sind in Jugendliteratur zusammengefasst worden.
Sachbuch 39.366 91.202
Kinderbuch 13.611 102.228
0
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19.803
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116.579
29.977
10.430
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Anzahl Ausleihen nach einer Mediengruppen* in 2023
Kinderbuch
Sachbuch
BelletrisWk
Hörbuch Kinder (inkl Tonies)
Jugendliteratur
Hörbuch Erwachsene
Spielfilme Kinder
CD Musik
Spielfilme Erwachsene
Konsolenspiele
Spiele
Sachfilme
Bestseller
0 30.000 60.000 90.000 120.000
1
(Bei der Auswertung werden die Mediengruppen, die ausschließlich der internen Bearbeitung dienen und für die
Ausleihe nicht herangezogen werden, nicht berücksichtigt. Die Mediengruppen Jugendliteratur und Jugendbuch sind
in Jugendliteratur zusammengefasst worden.
Die Gesamtausleihe von rund 700.100 Entleihungen unterstreicht die intensive Nutzung des Medien-
bestands. Dabei erweist sich die Kinder- und Jugendliteratur als besonders beliebt. Im Bereich der
Sachliteratur sind vor allem Reiseführer, Bücher zur Selbstorganisation (z.B. zu Themen wie Finan-
zen, Erziehung, Gesundheit und Ernährung) sowie Lehrwerke für „Deutsch als Zweitsprache“ stark
nachgefragt (s. Abb. 5). Ein positiver Trend zeichnet sich bei der Nutzung digitaler Angebote ab. Hier
zeigt sich eine kontinuierlich steigende Nutzung von eMedien.
Anzahl Ausleihen 2023 nach Alter
Alter 2022 2023
0-unter 18 204.166 240.642
18- unter 25 11.859 10.430
25-unter 35 26.386 29.977
35- bis unter 50 116.070 116.579
50 bis unter 65 94.664 93.466
65 bis unter 75 42.089 44.024
75 und älter 19.265 19.803
Gesamtergebnis 514.499 554.921
Mediengruppe Anzahl Ausleihen in 2023
Gesamtergebnis 0 0
?? 1.143 0
Lesehilfen 3 0
Medienpkakete 182 0
Handbibliothek 25 1
Strommessgeräte 3 14
Medienboxen 4 16
Karten 58 100
CD-Roms 124 105
Bestseller 123 627
Sachfilme 1.194 2.393
Spiele 417 3.609
Konsolenspiele 776 4.698
Spielfilme Erwachsene 2.229 5.610
Jugendsachbuch 3.174 9.817
Jugendbuch 2.760 10.276
CD Musik 2.917 10.600
Spielfilme Kinder 1.101 10.608
Hörbuch Erwachsene 4.528 13.650
Jugendliteratur 5.629 24.258
Hörbuch Kinder (inkl Tonies) 3.057 29.263
BelletrisWk 16.107 62.697 *Bei der Auswertung werden die Mediengruppen, die ausschließlich der internen Bearbeitung dienen und für die Ausleihe nicht herangezogen werden, nicht berücksichWgt. Die Mediengruppen Jugendliteratur und Jugendbuch sind in Jugendliteratur zusammengefasst worden.
Sachbuch 39.366 91.202
Kinderbuch 13.611 102.228
0
62.500
125.000
187.500
250.000
0-unter 18 25-unter 35 50 bis unter 65 75 und älter
19.803
44.024
93.466
116.579
29.977
10.430
240.642
Anzahl Ausleihen nach einer Mediengruppen* in 2023
Kinderbuch
Sachbuch
BelletrisWk
Hörbuch Kinder (inkl Tonies)
Jugendliteratur
Hörbuch Erwachsene
Spielfilme Kinder
CD Musik
Spielfilme Erwachsene
Konsolenspiele
Spiele
Sachfilme
Bestseller
0 30.000 60.000 90.000 120.000
1
Anzahl Ausleihen 2023 nach Alter
Alter 2022 2023
0-unter 18 204.166 240.642
18- unter 25 11.859 10.430
25-unter 35 26.386 29.977
35- bis unter 50 116.070 116.579
50 bis unter 65 94.664 93.466
65 bis unter 75 42.089 44.024
75 und älter 19.265 19.803
Gesamtergebnis 514.499 554.921
Mediengruppe Anzahl Ausleihen in 2023
Gesamtergebnis 0 0
?? 1.143 0
Lesehilfen 3 0
Medienpkakete 182 0
Handbibliothek 25 1
Strommessgeräte 3 14
Medienboxen 4 16
Karten 58 100
CD-Roms 124 105
Bestseller 123 627
Sachfilme 1.194 2.393
Spiele 417 3.609
Konsolenspiele 776 4.698
Spielfilme Erwachsene 2.229 5.610
Jugendsachbuch 3.174 9.817
Jugendbuch 2.760 10.276
CD Musik 2.917 10.600
Spielfilme Kinder 1.101 10.608
Hörbuch Erwachsene 4.528 13.650
Jugendliteratur 5.629 24.258
Hörbuch Kinder (inkl Tonies) 3.057 29.263
BelletrisWk 16.107 62.697 *Bei der Auswertung werden die Mediengruppen, die ausschließlich der internen Bearbeitung dienen und für die Ausleihe nicht herangezogen werden, nicht berücksichWgt. Die Mediengruppen Jugendliteratur und Jugendbuch sind in Jugendliteratur zusammengefasst worden.
Sachbuch 39.366 91.202
Kinderbuch 13.611 102.228
0
62.500
125.000
187.500
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0-unter 18 25-unter 35 50 bis unter 65 75 und älter
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29.977
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Anzahl Ausleihen nach einer Mediengruppen* in 2023
Kinderbuch
Sachbuch
BelletrisWk
Hörbuch Kinder (inkl Tonies)
Jugendliteratur
Hörbuch Erwachsene
Spielfilme Kinder
CD Musik
Spielfilme Erwachsene
Konsolenspiele
Spiele
Sachfilme
Bestseller
0 30.000 60.000 90.000 120.000
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Anzahl Ausleihen 2023 nach Alter
Alter 2022 2023
0-unter 18 204.166 240.642
18- unter 25 11.859 10.430
25-unter 35 26.386 29.977
35- bis unter 50 116.070 116.579
50 bis unter 65 94.664 93.466
65 bis unter 75 42.089 44.024
75 und älter 19.265 19.803
Gesamtergebnis 514.499 554.921
Mediengruppe Anzahl Ausleihen in 2023
Gesamtergebnis 0 0
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Medienpkakete 182 0
Handbibliothek 25 1
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Karten 58 100
CD-Roms 124 105
Bestseller 123 627
Sachfilme 1.194 2.393
Spiele 417 3.609
Konsolenspiele 776 4.698
Spielfilme Erwachsene 2.229 5.610
Jugendsachbuch 3.174 9.817
Jugendbuch 2.760 10.276
CD Musik 2.917 10.600
Spielfilme Kinder 1.101 10.608
Hörbuch Erwachsene 4.528 13.650
Jugendliteratur 5.629 24.258
Hörbuch Kinder (inkl Tonies) 3.057 29.263
BelletrisWk 16.107 62.697 *Bei der Auswertung werden die Mediengruppen, die ausschließlich der internen Bearbeitung dienen und für die Ausleihe nicht herangezogen werden, nicht berücksichWgt. Die Mediengruppen Jugendliteratur und Jugendbuch sind in Jugendliteratur zusammengefasst worden.
Sachbuch 39.366 91.202
Kinderbuch 13.611 102.228
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Anzahl Ausleihen nach einer Mediengruppen* in 2023
Kinderbuch
Sachbuch
BelletrisWk
Hörbuch Kinder (inkl Tonies)
Jugendliteratur
Hörbuch Erwachsene
Spielfilme Kinder
CD Musik
Spielfilme Erwachsene
Konsolenspiele
Spiele
Sachfilme
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0 30.000 60.000 90.000 120.000
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Anzahl Ausleihen 2023 nach Alter
Alter 2022 2023
0-unter 18 204.166 240.642
18- unter 25 11.859 10.430
25-unter 35 26.386 29.977
35- bis unter 50 116.070 116.579
50 bis unter 65 94.664 93.466
65 bis unter 75 42.089 44.024
75 und älter 19.265 19.803
Gesamtergebnis 514.499 554.921
Mediengruppe Anzahl Ausleihen in 2023
Gesamtergebnis 0 0
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CD-Roms 124 105
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Sachfilme 1.194 2.393
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Konsolenspiele 776 4.698
Spielfilme Erwachsene 2.229 5.610
Jugendsachbuch 3.174 9.817
Jugendbuch 2.760 10.276
CD Musik 2.917 10.600
Spielfilme Kinder 1.101 10.608
Hörbuch Erwachsene 4.528 13.650
Jugendliteratur 5.629 24.258
Hörbuch Kinder (inkl Tonies) 3.057 29.263
BelletrisWk 16.107 62.697 *Bei der Auswertung werden die Mediengruppen, die ausschließlich der internen Bearbeitung dienen und für die Ausleihe nicht herangezogen werden, nicht berücksichWgt. Die Mediengruppen Jugendliteratur und Jugendbuch sind in Jugendliteratur zusammengefasst worden.
Sachbuch 39.366 91.202
Kinderbuch 13.611 102.228
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Anzahl Ausleihen nach einer Mediengruppen* in 2023
Kinderbuch
Sachbuch
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Hörbuch Kinder (inkl Tonies)
Jugendliteratur
Hörbuch Erwachsene
Spielfilme Kinder
CD Musik
Spielfilme Erwachsene
Konsolenspiele
Spiele
Sachfilme
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Anzahl Ausleihen 2023 nach Alter
Alter 2022 2023
0-unter 18 204.166 240.642
18- unter 25 11.859 10.430
25-unter 35 26.386 29.977
35- bis unter 50 116.070 116.579
50 bis unter 65 94.664 93.466
65 bis unter 75 42.089 44.024
75 und älter 19.265 19.803
Gesamtergebnis 514.499 554.921
Mediengruppe Anzahl Ausleihen in 2023
Gesamtergebnis 0 0
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Medienpkakete 182 0
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Strommessgeräte 3 14
Medienboxen 4 16
Karten 58 100
CD-Roms 124 105
Bestseller 123 627
Sachfilme 1.194 2.393
Spiele 417 3.609
Konsolenspiele 776 4.698
Spielfilme Erwachsene 2.229 5.610
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Jugendbuch 2.760 10.276
CD Musik 2.917 10.600
Spielfilme Kinder 1.101 10.608
Hörbuch Erwachsene 4.528 13.650
Jugendliteratur 5.629 24.258
Hörbuch Kinder (inkl Tonies) 3.057 29.263
BelletrisWk 16.107 62.697 *Bei der Auswertung werden die Mediengruppen, die ausschließlich der internen Bearbeitung dienen und für die Ausleihe nicht herangezogen werden, nicht berücksichWgt. Die Mediengruppen Jugendliteratur und Jugendbuch sind in Jugendliteratur zusammengefasst worden.
Sachbuch 39.366 91.202
Kinderbuch 13.611 102.228
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Anzahl Ausleihen nach einer Mediengruppen* in 2023
Kinderbuch
Sachbuch
BelletrisWk
Hörbuch Kinder (inkl Tonies)
Jugendliteratur
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CD Musik
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Spiele
Sachfilme
Bestseller
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Anzahl Ausleihen 2023 nach Alter
Alter 2022 2023
0-unter 18 204.166 240.642
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25-unter 35 26.386 29.977
35- bis unter 50 116.070 116.579
50 bis unter 65 94.664 93.466
65 bis unter 75 42.089 44.024
75 und älter 19.265 19.803
Gesamtergebnis 514.499 554.921
Mediengruppe Anzahl Ausleihen in 2023
Gesamtergebnis 0 0
?? 1.143 0
Lesehilfen 3 0
Medienpkakete 182 0
Handbibliothek 25 1
Strommessgeräte 3 14
Medienboxen 4 16
Karten 58 100
CD-Roms 124 105
Bestseller 123 627
Sachfilme 1.194 2.393
Spiele 417 3.609
Konsolenspiele 776 4.698
Spielfilme Erwachsene 2.229 5.610
Jugendsachbuch 3.174 9.817
Jugendbuch 2.760 10.276
CD Musik 2.917 10.600
Spielfilme Kinder 1.101 10.608
Hörbuch Erwachsene 4.528 13.650
Jugendliteratur 5.629 24.258
Hörbuch Kinder (inkl Tonies) 3.057 29.263
BelletrisWk 16.107 62.697 *Bei der Auswertung werden die Mediengruppen, die ausschließlich der internen Bearbeitung dienen und für die Ausleihe nicht herangezogen werden, nicht berücksichWgt. Die Mediengruppen Jugendliteratur und Jugendbuch sind in Jugendliteratur zusammengefasst worden.
Sachbuch 39.366 91.202
Kinderbuch 13.611 102.228
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62.500
125.000
187.500
250.000
0-unter 18 25-unter 35 50 bis unter 65 75 und älter
19.803
44.024
93.466
116.579
29.977
10.430
240.642
Anzahl Ausleihen nach einer Mediengruppen* in 2023
Kinderbuch
Sachbuch
BelletrisWk
Hörbuch Kinder (inkl Tonies)
Jugendliteratur
Hörbuch Erwachsene
Spielfilme Kinder
CD Musik
Spielfilme Erwachsene
Konsolenspiele
Spiele
Sachfilme
Bestseller
0 30.000 60.000 90.000 120.000
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(Quelle: Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Abteilung
Statistik und Stadtforschung, Wissenschaftsstadt Darmstadt)
(Quelle: Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Abteilung Statistik und Stadtforschung, Wissenschaftsstadt Darmstadt)
26 27
Erkenntnisse für die Anzahl und Art der nutzenden Personen der Volkshochschule:
• Die Volkshochschule hat im Jahr 2023 mit 870 Formaten 9.338 Teilnehmende erreicht
und leistete mit ihren Angeboten insgesamt 26.398 Unterrichtseinheiten (à 45 min).
• Etwa 2,2 % der Gesamtbevölkerung sind Nutzende der Volkshochschule .
• Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl nutzen die Altersgruppen von 35- bis unter 75
Jahren die Angebote der Volkshochschule am meisten, junge Erwachsene nutzen sie
am wenigsten.
• In absoluten Zahlen sind die Hauptnutzenden zwischen 35 und 65 Jahre alt.
• Die Mehrheit der Teilnehmenden ist weiblich (69,5 %), etwas weniger als ein Drittel sind
männlich (30,5 %).
Abb. 6: Statistik: Altersverteilung der Teilnehmenden in Kursen 2023
Abb. 8: Organisationsstruktur Stadtbibliothek
Amtsleitung
Kundenservice, Ausleih-
dienst, Formalerschließung
Buchtechnik
Integrierter Geschäftsgang
Bestandsmanagement
Hauptstellenleitung
Hauptstelle
Justus-Liebig-Haus
Fachbereichsleitung
Fachbereich
Verwaltung
Stadtteilbibliothek
Eberstadt
Stadtteilbibliothek
Kranichstein
Fahrbibliothek
3x fachliche Leitung
Zweigstellen &
Fahrbibliothek
(Quelle: Darstellung studio metris | PLAN:KOOPERATIV)
Organisation der beiden Einrichtungen
Sowohl die Stadtbibliothek als auch die Volkshochschule sind städtische Ämter, sie sind dem De-
zernat V mit den Themen Digitalisierung und Bildung zugeordnet. Die Organisationsstruktur beider
Ämter unterscheidet sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Aufgabenbereiche.
Die Stadtbibliothek ist in folgende Bereiche gegliedert: den Fachbereich Verwaltung, die Hauptstelle
im Justus-Liebig-Haus sowie die Zweigstellen und Fahrbibliothek. Insgesamt sind inklusive Amtslei-
tung, stellvertretender Amtsleitung, Fachbereichsleitung und fachlichen Leitungen 39 Mitarbeitende
mit unterschiedlichen Stellenanteilen in der Stadtbibliothek beschäftigt (Stand 2023). Zusätzlich
engagiert sich ehrenamtliches Personal bei den zahlreichen Angeboten in der Stadtbibliothek.
(2023: 32,45 Stellen, 29,14 VZÄ).
Struktur Seite 42
Standortübersicht
[Text Stadtbibliothek]
Standorte vhs
Die Angebote der Volkshochschule sind an insgesamt 46 verschiedenen Standorten im Stadtgebiet
verteilt. Neben der Zentrale im Justus-Liebig-Haus, dem Deutsch-Standort in der Hilpertstraße 31 ist
das M² am Bürgerpark der neueste Standort für Erwachsenenbildungsangebote der Volkshochschule.
Mit zwei weiteren Abendstandorten an den Schulen Lichtenbergschule und Berufsschulzentrum Nord
hat die vhs das überwiegende Angebot am Abend an drei Standorten gebündelt (Justus-Liebig-Haus,
Lichtenbergschule, Berufsschulzentrum Nord). Aufgrund eines fehlenden großen Bewegungsraums an
den Standorten der vhs verteilen sich die Angebote im Fachbereich Gesundheit auf 18 Orte im
Stadtgebiet.
Zentrale am Justus-Liebig-Haus
Am Standort Justus-Liebig-Haus verfügt die vhs über sechs Kursräume, davon wird ein Kursraum als
Bewegungsraum genutzt, ein weiterer ist mit 15 PC-Arbeitsplätzen ausgestattet. Ebenso sind an
diesem Standort das allgemeine Servicebüro sowie das Servicebüro Deutschlernen. Darüber hinaus
befinden sich im Justus-Liebig-Haus die Büroräume der 19 Beschäftigten. Am Standort Justus-Liebig-
Haus wurde im Jahr 2023 45 % des Kursbetriebs (Anzahl Angebote) durchgeführt, Justus-Liebig-Haus
(393 Angebote, 5617 Unterrichtseinheiten, 940 Teilnehmende).
Standort Hilpertstraße
Die durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderten Deutschkurse werden
überwiegend in den acht Klassenräumen am Standort Hilpertstraße 31 angeboten. 30% der
Unterrichtseinheiten im Jahr 2023 wurden an diesem Standort angeboten (88 Angebote, 7947
Unterrichtseinheiten, 229 Teilnehmende). Aufgrund von Kapazitätsgrenzen in der Hilpertstraße finden
vier Integrationskurse an vier weiteren Kursorten im Stadtgebiet statt.
Standort M² am Bürgerpark
Das M² ist das modernste und jüngste Gebäude, in dem die vhs über zwei Büroräume als auch zwei
Kursräume verfügt. In der dort bestehenden Mediathek mit 140m² Fläche betreibt die vhs eine offene
Lernwerkstatt. Ebenso werden die Bildungsberatung des Hessencampus Darmstadt sowie der
Altersverteilung der Teilnehmenden in Kursen 2023
Grundbildung
Schulabschlüsse
Beruf - Digitales
Sprachen
Gesundheit
Kultur - Gestalten
Poli;k - Gesellscha=
0 % 25 % 50 % 75 % 100 %
unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 35 35 bis unter 50
50 bis unter 65 65 bis unter 75 75 und älter
Erkenntnisse für die Anzahl und Art der Nutzer*innen der vhs sind:
Die vhs hat im Jahr 2023 mit 870 Formaten 9.338 Teilnehmende erreicht und leistete mit ihren
Angeboten insgesamt 26.398 Unterrichtseinheiten (à 45 min).
etwa 2,2 % der Gesamtbevölkerung sind Nutzende der Volkshochschule
• im Verhältnis zur Bevölkerungszahl nutzen die Altersgruppen von 35- bis unter 75 Jahren die
Angebote der Volkshochschule am meisten, jungen Erwachsene nutzen sie am wenigsten
in absoluten Zahlen sind die Hauptnutzenden zwischen 35 und 65 Jahre alt
• die Mehrheit der Teilnehmenden ist weiblich (69,5 %), etwas weniger als ein Drittel sind
männlich (30,5 %).
Im Detail können über die Nutzung der vhs-Angebote folgende Aussagen getroffen werden:
• 46% der durchgeführten Unterrichtseinheiten entfallen auf das vom Bundesamt für Migration
und Flüchtlinge geförderten Integrations- und Berufssprachangebot.
• Mit Abstand die meisten Kursteilnahmen sind im Bereich Sprachen. 37% aller Teilnehmenden
haben im Jahr 2023 an einem Sprachangebot teilgenommen. Dabei sind die Teilnehmenden
aus dem geförderten Deutschbereich nicht berücksichtigt. Am zweithäufigsten werden die
Kurse im Bereich Gesundheit besucht.
• Im Jahr 2023 haben insgesamt 573 Personen Prüfungen teilgenommen, wovon 329 Personen
den Einbürgerungstest absolviert haben.
• Die Verteilung nach Programmbereichen und Alter ist bei den Fachbereichen Sprachen,
Gesundheit und Beruf vergleichbar. Der Anteil an jüngeren Teilnehmenden bis 25 Jahren ist in
den Fachbereichen Schulabschlüsse und Kunst höher als in den anderen Fachbereichen.
Verteilung der Teilnehmenden nach Angebotsformaten 2023:
40
275
359
573
750
1435
2122
4347
Teilnehmende Kurse Fachbereich Sprachen (4.237)
Teilnehmende an Einzelveranstaltungen alle Fachbereiche (2.122)
Teilnehmende Kurse Fachbereich Gesundheit (1.435)
Teilnehmende Kurse Fachbereich Kunst (750)
Teilnehmende an Prüfungen (573)
Teilnehmende Kurse Fachbereich Beruf (359)
Teilnehmende Kurse Fachbereich Politik (275)
Teilnehmende Kurse Fachbereich Schulabschlüsse Grundbildung (40)
Im Detail können über die Nutzung der Volkshochschul- Angebote folgende Aussagen getroffen
werden:
• 46% der durchgeführten Unterrichtseinheiten entfallen auf das vom Bundesamt für
Migration und Flüchtlinge geförderten Integrations- und Berufssprachangebot.
• Mit Abstand die meisten Kursteilnahmen sind im Bereich Sprachen. 37% aller Teilneh-
menden haben im Jahr 2023 an einem Sprachangebot teilgenommen. Dabei sind die
Teilnehmenden aus dem geförderten Deutschbereich nicht berücksichtigt. Am zweit-
häufigsten werden die Kurse im Bereich Gesundheit besucht.
• Im Jahr 2023 haben insgesamt 573 Personen Prüfungen teilgenommen, wovon 329
Personen den Einbürgerungstest absolviert haben.
• Die Verteilung nach Programmbereichen und Alter ist bei den Fachbereichen Sprachen,
Gesundheit und Beruf vergleichbar. Der Anteil an jüngeren Teilnehmenden bis 25
Jahren ist in den Fachbereichen Schulabschlüsse Grundbildung und Kunst höher als in
den anderen Fachbereichen.
Abb. 7: Statistik: Verteilung der Teilnehmenden nach Angebotsformaten 2023
Erkenntnisse für die Anzahl und Art der Nutzer*innen der vhs sind:
Die vhs hat im Jahr 2023 mit 870 Formaten 9.338 Teilnehmende erreicht und leistete mit ihren
Angeboten insgesamt 26.398 Unterrichtseinheiten (à 45 min).
etwa 2,2 % der Gesamtbevölkerung sind Nutzende der Volkshochschule
• im Verhältnis zur Bevölkerungszahl nutzen die Altersgruppen von 35- bis unter 75 Jahren die
Angebote der Volkshochschule am meisten, jungen Erwachsene nutzen sie am wenigsten
in absoluten Zahlen sind die Hauptnutzenden zwischen 35 und 65 Jahre alt
• die Mehrheit der Teilnehmenden ist weiblich (69,5 %), etwas weniger als ein Drittel sind
männlich (30,5 %).
Im Detail können über die Nutzung der vhs-Angebote folgende Aussagen getroffen werden:
• 46% der durchgeführten Unterrichtseinheiten entfallen auf das vom Bundesamt für Migration
und Flüchtlinge geförderten Integrations- und Berufssprachangebot.
• Mit Abstand die meisten Kursteilnahmen sind im Bereich Sprachen. 37% aller Teilnehmenden
haben im Jahr 2023 an einem Sprachangebot teilgenommen. Dabei sind die Teilnehmenden
aus dem geförderten Deutschbereich nicht berücksichtigt. Am zweithäufigsten werden die
Kurse im Bereich Gesundheit besucht.
• Im Jahr 2023 haben insgesamt 573 Personen Prüfungen teilgenommen, wovon 329 Personen
den Einbürgerungstest absolviert haben.
• Die Verteilung nach Programmbereichen und Alter ist bei den Fachbereichen Sprachen,
Gesundheit und Beruf vergleichbar. Der Anteil an jüngeren Teilnehmenden bis 25 Jahren ist in
den Fachbereichen Schulabschlüsse und Kunst höher als in den anderen Fachbereichen.
Verteilung der Teilnehmenden nach Angebotsformaten 2023:
40
275
359
573
750
1435
2122
4347
Teilnehmende Kurse Fachbereich Sprachen (4.237)
Teilnehmende an Einzelveranstaltungen alle Fachbereiche (2.122)
Teilnehmende Kurse Fachbereich Gesundheit (1.435)
Teilnehmende Kurse Fachbereich Kunst (750)
Teilnehmende an Prüfungen (573)
Teilnehmende Kurse Fachbereich Beruf (359)
Teilnehmende Kurse Fachbereich Politik (275)
Teilnehmende Kurse Fachbereich Schulabschlüsse Grundbildung (40)
Erkenntnisse für die Anzahl und Art der Nutzer*innen der vhs sind:
Die vhs hat im Jahr 2023 mit 870 Formaten 9.338 Teilnehmende erreicht und leistete mit ihren
Angeboten insgesamt 26.398 Unterrichtseinheiten (à 45 min).
etwa 2,2 % der Gesamtbevölkerung sind Nutzende der Volkshochschule
• im Verhältnis zur Bevölkerungszahl nutzen die Altersgruppen von 35- bis unter 75 Jahren die
Angebote der Volkshochschule am meisten, jungen Erwachsene nutzen sie am wenigsten
in absoluten Zahlen sind die Hauptnutzenden zwischen 35 und 65 Jahre alt
• die Mehrheit der Teilnehmenden ist weiblich (69,5 %), etwas weniger als ein Drittel sind
männlich (30,5 %).
Im Detail können über die Nutzung der vhs-Angebote folgende Aussagen getroffen werden:
• 46% der durchgeführten Unterrichtseinheiten entfallen auf das vom Bundesamt für Migration
und Flüchtlinge geförderten Integrations- und Berufssprachangebot.
• Mit Abstand die meisten Kursteilnahmen sind im Bereich Sprachen. 37% aller Teilnehmenden
haben im Jahr 2023 an einem Sprachangebot teilgenommen. Dabei sind die Teilnehmenden
aus dem geförderten Deutschbereich nicht berücksichtigt. Am zweithäufigsten werden die
Kurse im Bereich Gesundheit besucht.
• Im Jahr 2023 haben insgesamt 573 Personen Prüfungen teilgenommen, wovon 329 Personen
den Einbürgerungstest absolviert haben.
• Die Verteilung nach Programmbereichen und Alter ist bei den Fachbereichen Sprachen,
Gesundheit und Beruf vergleichbar. Der Anteil an jüngeren Teilnehmenden bis 25 Jahren ist in
den Fachbereichen Schulabschlüsse und Kunst höher als in den anderen Fachbereichen.
Verteilung der Teilnehmenden nach Angebotsformaten 2023:
40
275
359
573
750
1435
2122
4347
Teilnehmende Kurse Fachbereich Sprachen (4.237)
Teilnehmende an Einzelveranstaltungen alle Fachbereiche (2.122)
Teilnehmende Kurse Fachbereich Gesundheit (1.435)
Teilnehmende Kurse Fachbereich Kunst (750)
Teilnehmende an Prüfungen (573)
Teilnehmende Kurse Fachbereich Beruf (359)
Teilnehmende Kurse Fachbereich Politik (275)
Teilnehmende Kurse Fachbereich Schulabschlüsse Grundbildung (40)
(Quelle: Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Abteilung Statistik und Stadtforschung, Wissenschaftsstadt Darmstadt)
(Quelle: Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Abteilung Statistik und Stadtforschung, Wissenschaftsstadt Darmstadt)
28 29
Abb. 10: Eingangsbereich des Justus-Liebig-Hauses
(Quelle: Centralstation Darmstadt; https://www.centralstation-darmstadt.de/buergerhaeuser/justus-liebig-haus/)
Standortübersicht
Das Justus-Liebig-Haus
Der Hauptsitz von Stadtbibliothek und Volkshochschule ist jeweils in der Innenstadt, im Justus-Lie-
big-Haus. Darüber hinaus sind die beiden Einrichtungen durch weitere dezentrale Standorte im
gesamten Stadtgebiet verortet und präsent.
Das Justus-Liebig-Haus wird von der Centralstation/ darmstadtium GmbH betrieben. Reinigungs-
kräfte und Hausmeister werden von anderen Eigenbetrieben gestellt und sind nicht in den Organi-
grammen der beiden Ämter enthalten.
Das Justus-Liebig-Haus wurde 1964 als neuer Sitz für die Volkshochschule und die Stadtbibliothek
eröffnet und ersetzte deren alte Räumlichkeiten, die 1944 zerstört worden waren. Außerdem enthält
das Gebäude einen neuen Versammlungssaal für die Stadtverordnetenversammlung, den heutigen
Dr. Günter-Ziegler-Saal. Die Stadtbibliothek erhielt im Oktober 1994 einen mit dem alten Gebäude
verbundenen modernen Erweiterungsbau. Die beiden Einrichtungen sind jedoch viel älter als ihr
jetziger Sitz. Die Stadtbibliothek geht auf die Bibliothek des Volksbildungsvereins zurück, die dieser
1879 gegründet hatte, die aber noch nicht frei zugänglich war. 1897 wandelte der Verein diese
Bibliothek in eine „Öffentliche Lese- und Bücherhalle“, die 1901 von der Stadt Darmstadt übernom-
men wurde. Die Volkshochschule wurde 1919 gegründet. Erst im Jahr 1946 übernahm die Stadt die
Trägerschaft der Volkshochschule.
Innerhalb des Justus-Liebig-Hauses belegen Stadtbibliothek und Volkshochschule jeweils unter-
schiedliche Räumlichkeiten und nutzen separate Eingänge.
Fachbereichsleitung
Servicebüro Servicebüro
Deutsch
Assistenz Deutsch
MedienwartungSystem-
administration
Buchhaltung
Amtsleitung
Raumplanung /
Prüfungen
Kursangebotsplanung
Öffentlichkeitsarbeit
Pädagogischer FachbereichFachbereich Verwaltung
Abb. 9: Organisationsstruktur Volkshochschule (Quelle: Darstellung studio metris | PLAN:KOOPERATIV)
Geschäftsführung
Hessencampus
Politik und Gesellschaft
Kunst und Kultur
Gesundheit
Deutsch als Zweitsprache
Sprachen
Die Volkshochschule ist in zwei Bereiche gegliedert. Es gibt insgesamt 19 Mitarbeitende mit
unterschiedlichen Stellenanteilen inklusive der Leitung sowie zusätzlich eine Person im Bundes-
freiwilligendienst (2023: 14 VZÄ - davon 6,9 Verwaltung, 6,1 HPM/ Projektstellen, 1,0 Leitung). Die
Kursleitungen sind nicht im Amt eingegliedert sondern sind freiberuflich tätige Honorarkräfte. Zurzeit
sind etwa 270 Kursleitungen im Betrieb der Volkshochschule aktiv.
Arbeit und Beruf
Grundbildung/Abschlüsse
30 31
Einen Überblick über die aktuellen Standorte der beiden Einrichtungen Stadtbibliothek und Volks-
hochschule zu haben, ist vor allem in Bezug auf die strategische Entwicklung dieser Standorte
wichtig. Wie bereits erläutert, gibt es neben den Hauptstellen im Justus-Liebig-Haus noch mehrere
dezentrale Anlaufstellen und Standorte.
Standorte Stadtbibliothek
Die Stadtbibliothek Darmstadt umfasst mehrere Einrichtungen/Standorte, die den Bürgerinnen
und Bürgern der Stadt vielfältige Möglichkeiten zur Mediennutzung und zum Aufenthalt bieten. Der
digitale Medienbestand steht den Nutzenden zusätzlich rund um die Uhr zur Verfügung.
Hauptstelle der Stadtbibliothek im Justus-Liebig-Haus
Die Hauptstelle der Stadtbibliothek befindet sich im Justus-Liebig-Haus, einem zentralen Standort
in der Innenstadt. Hier steht den Besucherinnen und Besuchern ein umfangreiches, aktuelles und
vielfältiges Medienangebot zur Verfügung, darunter Bücher, Zeitschriften, Spiele und verschiedene
digitale Angebote. Die Publikumsfläche mit ca. 2.500 m² ist aufgeteilt in Bereiche für die Sachme-
dien, für Zeitschriften und Zeitungen, für die Belletristik sowie für die Kinder- und Jugendbibliothek
mit Bilderbuchpool. Es gibt zahlreiche Lern- und Leseplätze, dazu einen Lesegarten im Belletristik-
Bereich.
Öffnungszeiten der Hauptstelle:
Dienstag 9 - 19 Uhr
Mittwoch + Freitag 10 - 17 Uhr
Donnerstag 10 - 19 Uhr
Samstag 10 - 16 Uhr
Zusätzlich zur Hauptstelle gibt es zwei Stadtteilbibliotheken. Das Medienangebot richtet sich
schwerpunktmäßig an Kinder und Familien.
• Stadtteilbibliothek Kranichstein (Bartningstraße 33, 64289 Darmstadt;
Dienstag + Donnerstag 10 - 12 Uhr und 14 - 17 Uhr, Mittwoch 14 - 19 Uhr)
• Stadtteilbibliothek Eberstadt (Oberstraße 11a, 64297 Darmstadt;
Dienstag + Donnerstag 14 - 18 Uhr, Freitag 9 - 13 Uhr)
Ein weiteres wichtiges Angebot ist die Fahrbibliothek mit Bücherbus und Magazin. Der Bücherbus
fährt wöchentlich Haltepunkte im Stadtgebiet an und stellt dort Medien zur Verfügung. Der Bücher-
bus wird besonders gerne von Familien mit Kleinkindern und Kindern im Vor- und Grundschulalter
besucht, entsprechend liegt hier der Schwerpunkt beim Medienangebot.
Insgesamt gibt es sieben feste Bücherbus-Haltepunkte:
• Mozartweg, Komponistenviertel (Dienstag, 15:15 - 16:30 Uhr)
• Europaplatz, Europaviertel (Dienstag, 17:00 - 18:45 Uhr)
• Untere Mühlstraße, Arheilgen (Mittwoch, 14:30 - 17:30 Uhr)
• Leuchtturm am Freiberger Platz, Bessungen (Donnerstag, 14:45 - 16:15 Uhr)
• Heimstättenweg, Heimstättensiedlung (Donnerstag, 16:30 - 18:45 Uhr)
• Verdistraße, Wixhausen (Freitag, 14:00 - 15:00 Uhr)
• Bahnhof, Wixhausen (Freitag, 15:15 - 16:45 Uhr)
Abb. 11: Hauptstelle der Stadtbibliothek Darmstadt im Justus-Liebig-Haus (Quelle: Stadtbibliothek Darmstadt)
32 33
Stadtatlas Darmstadt
Stadtatlas Darmstadt
Stadtatlas Darmstadt
Stadtatlas Darmstadt
Stadtatlas Darmstadt
Stadtatlas Darmstadt
Stadtatlas Darmstadt
Stadtatlas Darmstadt
Legende
Umgriff Innenstadt
Standorte Stadtteilbibliotheken
Haltestellen Bücherbus
mäßig genutzter Standort VHS
intensiv genutzter Standort VHS
sehr intensiv genutzter Standort VHS
Haupstellen im JLH
Stadtteilbibliothek
Kranichstein
Stadtteilbibliothek
Eberstadt
JLH
Abb. 12: Standortübersicht Stadtbibliothek und Volkshochschule (Quelle: Darstellung studio metris | PLAN:KOOPERATIV)
Standorte der Volkshochschule
Die Angebote der Volkshochschule sind an insgesamt 46 verschiedenen Standorten im Stadtgebiet
verteilt. Neben der Zentrale im Justus-Liebig-Haus und dem Deutsch-Standort in der Hilpertstraße
31 gibt es das M² am Bürgerpark, welches der neueste Standort für Erwachsenenbildungsangebote
der Volkshochschule ist. Mit zwei weiteren Abendstandorten, zusätzlich zum Justus-Liebig-Haus,
an den Schulen Lichtenbergschule und Berufsschulzentrum Nord hat die Volkshochschule den
überwiegenden Teil ihrer Abendangebote an drei Standorten gebündelt. Aufgrund eines fehlenden
großen Bewegungsraums an den Standorten der Volkshochschule verteilen sich die Angebote im
Fachbereich Gesundheit auf 18 Orte im Stadtgebiet.
Zentrale am Justus-Liebig-Haus
Am Standort Justus-Liebig-Haus verfügt die Volkshochschule über sechs Kursräume, davon wird
ein Kursraum als Bewegungsraum genutzt, ein weiterer ist mit 15 PC-Arbeitsplätzen ausgestattet.
Ebenso sind an diesem Standort das allgemeine Servicebüro sowie das Servicebüro Deutsch-
lernen. Darüber hinaus befinden sich im Justus-Liebig-Haus die Büroräume der 19 Beschäftigten.
Am Standort Justus-Liebig-Haus wurde im Jahr 2023 45 % des Kursbetriebs (Anzahl der Angebote)
durchgeführt (gemessen an der Anzahl der Angebote (393), was 5617 Unterrichtseinheiten mit 940
Teilnehmenden entspricht).
Standort Hilpertstraße
Die durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderten Deutschkurse werden
überwiegend in den acht Klassenräumen am Standort Hilpertstraße 31 angeboten. 30% der Unter-
richtseinheiten im Jahr 2023 wurden an diesem Standort angeboten (88 Angebote, 7947 Unter-
richtseinheiten, 229 Teilnehmende). Aufgrund von Kapazitätsgrenzen in der Hilpertstraße finden vier
Integrationskurse an vier weiteren Kursorten im Stadtgebiet statt.
Standort M² am Bürgerpark
Das M² ist das modernste und jüngste Gebäude, in dem die Volkshochschule über zwei Büroräume
als auch zwei Kursräume verfügt. In der dort bestehenden Mediathek mit 140m² Fläche betreibt die
Volkshochschule eine offene Lernwerkstatt. Ebenso werden die Bildungsberatung des Hessencam-
pus Darmstadt sowie der Bildungspunkt (Kooperationsprojekt der Agentur für Arbeit zur beruflichen
Bildung) im M² angeboten. Das M² befindet sich in unmittelbarer Nähe des Berufsschulzentrum Nord
(Abendstandort der Volkshochschule).
Abendstandorte an Schulen
Besonders für die Angebote am Abend nutzt die Volkshochschule die vorgehaltenen Klassenräume
in Schulen. Zu den zentralen Abendstandorten zählen neben dem Justus-Liebig-Haus die Lichten-
bergschule sowie das Berufsschulzentrum Nord.
Überblick aller Standorte
Die folgende Karte zeigt alle Standorte beider Einrichtungen im Überblick, wobei die Größe der
Punkte der Volkshochschule- Standorte dabei verhältnismäßig symbolisiert, wie intensiv ein Standort
aktuell genutzt wird. Beispielsweise ist eine Sporthalle, in der einmal pro Woche ein Kurs stattfindet
kleiner dargestellt als der Standort in der Hilpertstraße mit acht Kursräumen, in denen täglich bis zu
vierzehn Deutschkurse stattfinden.
34 35
Die drei Konzeptbausteine Inhalt, Räume und Um-
setzung sind eine Zusammenfassung aus allen
Ergebnissen und Ideen des Konzeptionsprozesses.
Das inhaltliche Konzept beinhaltet die möglichen
Angebote und Nutzungen für das Bildungszentrum.
Außerdem werden potenzielle Akteurinnen und
Akteure für das Bildungszentrum vorgestellt, die
neben den beiden Einrichtungen Stadtbibliothek
und Volkshochschule im Bildungszentrum Platz
finden sollen.
Das räumliche Konzept wurde auf einer abstrakten
Ebene erstellt, ohne einen festen Ort für das neue
Bildungszentrum zugrunde zu legen. Ein Raum-
organigramm veranschaulicht die räumlichen und
inhaltlichen Zusammenhänge der verschiedenen
Nutzungen und Aktivitäten.
4. Konzeptbausteine für
das Bildungszentrum
Inhalt – Räume – Umsetzung
Sobald ein Standort gefunden ist, wird das Konzept
geprüft und darauf angepasst.
Dieses Konzept formuliert eine inhaltliche Vision
und eine räumliche Funktion eines möglichen Bil-
dungszentrums. Der dritte Baustein skizziert einen
möglichen weiteren Umsetzungsprozess.
36 37
Was passiert im Bildungszentrum inhaltlich?
Der inhaltliche Konzeptbaustein bildet alle wesentlichen Merkmale des Konzepts ab, die die Funktion
des Bildungszentrums beschreiben. Was sind Themen und Kernaufgaben des Bildungszentrums?
Welche Angebote und Nutzungen sind besonders wichtig, um den Gedanken des neuen Konzepts
nach Innen und nach Außen zu tragen? Wer sind mögliche Beteiligte, die neben den beiden Einrich-
tungen Stadtbibliothek und Volkshochschule das Bildungszentrum nach der Umsetzung mit Leben
füllen sollen? Diese Bestandteile des inhaltlichen Konzeptes bedürfen im weiteren Prozessverlauf
immer wieder einer Weiterentwicklung und wenn nötig auch Priorisierung. Dies wird im dritten
Konzeptbaustein zur Umsetzungsstrategie deutlich.
Themen und Kernaufgaben
Anknüpfend an die Leitfragen des Konzeptes kristallisierten sich folgende Themen und Kernaufga-
ben des Bildungszentrums im Laufe der Konzepterstellung heraus:
Das Bildungszentrum versteht sich als „Dritter Ort“ – ein Raum mit hoher Aufenthaltsqualität, der
allen für informelle Begegnungen und Austausch, Mitmachen und Sich-Ausprobieren offen steht.
Eine dynamische Anpassung des Konzeptes in verschiedener Hinsicht – räumlich, inhaltlich und
organisatorisch – an neue Rahmenbedingungen, wie gesellschaftliche und technologische Entwick-
lungen, soll möglich sein.
In allen Facetten soll vor allem auf eine niederschwellige Gestaltung der Angebote geachtet werden,
um allen Interessierten – unabhängig von Vorkenntnissen oder formalen Zugängen – die Möglichkeit
zur Teilhabe zu bieten. Ein zentrales Ziel ist, das Bildungszentrum so attraktiv zu gestalten, dass
Menschen nicht nur aus einer Notwendigkeit heraus kommen, sondern aus Spaß und Interesse
an verschiedenen Aktivitäten und am Austausch. Auch absichtsloses Dasein, Entspannung, das
Sich-Treffen und das Entdecken von Neuem sollen den Ort zu einem gut sichtbaren und bekannten
Anlaufpunkt in der Innenstadt Darmstadts machen.
Wichtige Kernaufgaben, die die Stadtbibliothek und Volkshochschule bereits heute innehaben, sollen
auch im Bildungszentrum erfüllt werden. Zum einen soll das Bildungszentrum die Hauptstelle der
Stadtbibliothek aufnehmen, sodass die Funktionen der Bibliothek als Bildungs-, Kultur- und Freizeit-
einrichtung, im Sinne eines Lese- und Begegnungsraums, in das Bildungszentrum eingebettet wird.
Zum anderen sollen die Funktionen der Volkshochschule im Bildungszentrum integriert werden. Es
soll ein Ort entstehen, an dem Grundbildung, Integration und gemeinschaftliches Zusammenkom-
men gefördert werden. Neben der Funktion als Lernort wird es auch eine wichtige Anlaufstelle für
Orientierung und Beratung sein.
Von dem Konzept werden positive Effekte erwartet, wie eine Erleichterung in der Fördermittel-
akquise, eine einheitliche Marke und eine gezielte und gemeinsame Marketingstrategie. Auch die
Digitalisierung des Angebots wird konsequent vorangetrieben, um eine flexible und zeitgemäße
Plattform zu schaffen, die interaktive Teilnahmemöglichkeiten bietet.
Angebote und Nutzungen
Das Bildungszentrum integriert die Stadtbibliothek und die Volkshochschule. Die Stadtbibliothek als
Ort der Medienvielfalt und Leseförderung wird ihre Zweigstellen und den Bücherbus entsprechend
weiterentwickeln und in das Gesamtkonzept des Bildungszentrums einfügen. In der Hauptstelle im
Bildungszentrum sollen bestehende Angebote fortgeführt werden sowie neue Angebote eingerichtet
werden. So bleibt die Bibliothek dezentral und nah an den Menschen, während das Bildungszentrum
als zentrale Anlaufstelle dient und zusätzlich zu den bestehenden auch neue Zielgruppen anspricht.
Die Volkshochschule wird die Möglichkeiten abwägen, an welcher Stelle es sinnvoll sein kann, einige
ihrer Standorte zu bündeln, wobei die Anzahl der Kurse beibehalten werden soll. Mit einer teilweise
Verlagerung ins Bildungszentrum können Effizienzsteigerungen einhergehen, da Miete und laufende
Kosten gesenkt werden können. Gleichzeitig verbessert die Konzentration eines Teils der Angebote
an einem Standort voraussichtlich die Vernetzung und den Austausch unter den Kursteilnehmenden
und Lehrenden.
Im Laufe des Prozesses haben sich zehn Arbeitsgruppen aus Mitarbeitenden der Stadtbibliothek und
Volkshochschule zusammengeschlossen, um zu verschiedenen Themen Konzeptbestandteile zu de-
finieren und festzuhalten. Die Ergebnisse wurden gesammelt, aufbereitet und werden im Folgenden
anhand der neun Themenbereiche vorgestellt. Die Matrix zeigt, welche Dimensionen eines Dritten
Ortes von den Themenfelden bedient werden sollten.
Dimensionen 3. Ort
Querschnittsthemen* Zugänglichkeit, Flexibilität, Bildung: Lesen, Lernen
* alle gelisteten Arbeitsfelder haben den drei Querschnittsthemen leichte Zugänglichkeit, hohe
Flexibilität und Bildungsgelegenheiten gerecht zu werden.
Makerspace x x x
Bibliothek der Dinge x x x
Publikumsarbeitsplätze x x
Deutsch als
Zweitsprache x x x
Service & Auskunft x x x
Kinderbereich x x x x x
Jugendbereich x x x x x
Erwachsenenbereich x x x x x
Raumplanung x x x x x
Begegnung Aufenthalt Mitgestalten Ausprobieren /
Kreativität
Wohlfühl-
atmosphäre
Abb. 13: Fünf Dimensionen des Dritten Ortes (Quelle: Projektgruppe, Darstellung studio metris | PLAN:KOOPERATIV)
38 39
1. Service und Auskunft
Service und (Erst-) Auskunft stellen im Bildungszentrum den zentralen, gemeinsamen Anlaufpunkt
für alle Fragen der Besucherinnen und Besucher dar, weshalb für diesen Bereich ausreichend Raum
einzuplanen ist. Dieser dient als Wegweiser und Empfang für erste Auskünfte. Zur effizienten Betreu-
ung der Anliegen sind an zentraler Stelle digitale Anzeigen (bspw. für Raumplan, Ansprechpersonen,
Veranstaltungen) erforderlich. Ein gemeinsamer Kassenautomat, der Bibliotheks-Online-Katalog und
ein leicht verständliches Leitsystem sind wichtige Bestandteile für ein sicheres und möglichst barrie-
refreies Aufhalten im Gebäude. Eine ausreichend große Empfangstheke mit in der Nähe gelegenen
Büros (z.B. für Konfliktgespräche) bilden das Kernelement für Service und (Erst-)-Auskünfte. In den
Publikumsbereichen werden weitere Informationspunkte und Serviceplätze für unterschiedliche
Anliegen der verschiedenen Zielgruppen zur Verfügung stehen. Ein besonders kundenfreundliches
Angebot stellt die 24/7-Außenrückgabe für Medien dar. Selbstständige Anmeldungen zu Kursen
oder für einen Bibliotheksausweis sollten an verschiedenen Orten möglich sein. Einzuplanen ist ein
entsprechend ausgestatteter Wartebereich, der die Anliegen der verschiedenen Zielgruppen be-
rücksichtigt. Je nach räumlichen Gegebenheiten ist zu prüfen, an welchen Stellen die Ausleih- und
Rückgabestationen zur Selbstverbuchung von Medien sowie Infoplätze platziert werden.
2. Raumplanung
Als Ort des Lernens und Lesens stehen im Bildungszentrum sämtliche Räumlichkeiten und offenen
Bereiche allen Besucherinnen und Besuchern sowie Partnerinnen und Partnern zur Verfügung.
Dabei sind die unterschiedlichen Bedarfe von Gruppen und Einzelpersonen mit den verschiedenen
vorgehaltenen Nutzungsmöglichkeiten in Einklang zu bringen. Hierfür ist eine transparente Raum-
planung für den internen Bereich, externe Kooperationspartner und Besuchende erforderlich. Die
entsprechenden Raumnutzungskonditionen sind für Externe in einer Nutzungsvereinbarung ge-
sondert festzulegen. Unterschiedliche Funktionsräume (z.B. Makerspace, Übungsräume, (Gruppen-)
Arbeitsräume, Veranstaltungsräume etc.) mit vorgehaltener Ausstattung erfordern klare Ausleih- und
Nutzungsregeln. Die Chance in dem gemeinschaftlich betriebenen Bildungszentrum liegt darin, dass
alle vorgehaltenen Räumlichkeiten und offenen Bereiche ganztägig synergetisch genutzt werden
können. Die unterschiedlichen Interessen und Nutzungen sind zum Wohle aller Nutzenden zu
koordinieren. Ein Lesecafé und eine Cafeteria tragen zum gleichzeitigen Dasein von verschiedenen
Nutzungsgruppen bei. Für eine funktionierende Raumplanung ist eine bedienfreundliche Buchungs-
plattform notwendig, bei der die Termine online sowie vor Ort für interne und externe Nutzende
ersichtlich sind. Die räumliche Ausstattung hat die größtmögliche Flexibilität für unterschiedlichste
Nutzungsbedarfe zu bieten. Mobiliar und Raumgestaltung sollen einladend sein.
3. Kinderbereich
Der Kinderbereich im Bildungszentrum ist ein heller, freundlicher, gut klimatisierter Ort, der in Einrich-
tung und Ausstattung speziell auf die Bedürfnisse von Kindern und Eltern ausgerichtet ist. In Frage
kommen dafür ein schallisolierter Raum für Veranstaltungen, eine Vesperecke, eine kindergerechte
Toilette, Wickel- und Stillbereiche, Stellplätze für Kinderwagen sowie Flächen zum Spielen, Basteln
und für Hausaufgaben. Die Gestaltung soll kindgerecht sein, mit niedriger Möblierung, flexiblen Sitz-
gelegenheiten, farbenfroher Dekoration und einfacher Beschilderung. Der Kinderbereich sollte nicht
in der Nähe von Lern- und Arbeitsplätzen sein und keinen direkten Ausgang nach draußen haben.
Der Kinderbereich bietet ein vielfältiges und aktuelles Angebot an analogen und digitalen Medien für
Kinder von 0 – 10 Jahren. Hauptziele sind, Kinder spielerisch zum Lesen zu animieren, ihre Neu-
gierde zu wecken und ihnen Medienkompetenzen zu vermitteln. Der Kinderbereich soll ein Ort der
Begegnung sein. Kooperationen mit regionalen und überregionalen Partnerinnen und Partnern aus
Bildung, Kultur und sozialen Einrichtungen spielen eine zentrale Rolle. Geplant ist eine enge Verzah-
nung mit Angeboten der Volkshochschule, beispielsweise durch Vorstellungen der Kinderbibliothek
in Volkshochschulkursen für Eltern (Sachkurse, Deutschkurse etc). Zusätzliche optimale Synergie-
effekte entstehen, wenn Angebote in der Kinderbibliothek während der Elternkurse stattfinden.
4. Jugendbereich
Der Jugendbereich soll im Bildungszentrum einen leicht zugänglichen, konsumfreien „Dritten Ort“ für
Jugendliche (ca. 10-/13- bis 18-Jährige) und junge Erwachsene (18- bis ca. 25-Jährige) schaffen.
Dazu gehören reservierbare Räume zum Arbeiten und Lernen, gemütlich eingerichtete Bereiche
im Loungestil und Räume für Freizeitaktivitäten wie bpsw. gemeinsames Musizieren, Podcasts
entwickeln etc.. Optimalerweise sind die dafür notwendigen Materialien in der Bibliothek der Dinge
ausleihbar. Wichtige inhaltliche Themen für Angebote sind z. B. Berufsorientierung und Medienkom-
petenz. Zusätzlich soll das Bildungszentrum die Flexibilität liefern, schnell auf sich ändernde Trends
zu reagieren. Ideen für Angebote sind u.a. Buchclubs, Social-Media-Workshops und praktische
Kurse zur Vorbereitung auf eine selbstständige Alltagsführung. Ein zentraler Aspekt ist die aktive Ein-
beziehung von Jugendlichen in die Gestaltung der Angebote. Das Bildungszentrum soll auch ein Ort
sein, an dem sie ihre eigenen Ideen einbringen können ohne eine Intervention durch Erwachsene.
Die Raumgestaltung ist modern und attraktiv und es gibt eine klare Trennung zwischen Arbeits- und
Freizeitbereich. Der Jugendbereich ist klar separiert vom Kinderbereich. Die Medienausstattung
passt sich an moderne Nutzungsgewohnheiten im Hinblick auf digitale und physische Medien an.
Um Nutzende anzusprechen, müssen Prozesse digitalisiert sein (Onlineanmeldung, Onlineraum-
buchung etc.). Ein stabiles W-Lan ist ebenfalls unabdingbar.
5. Erwachsenenbereich
„Gemeinsam sind wir vielfältiger“ ist der Leitspruch der Zusammenlegung von Erwachsenenbiblio-
thek und thematisch passenden Angeboten der Volkshochschule. Im Bildungszentrum profitieren
Nutzerinnen und Nutzer von einer besseren Nutzung räumlicher und personeller Ressourcen, neuen
Veranstaltungsformaten und einer einheitlichen Öffentlichkeitsarbeit. Ein weiterer Gewinn sind die
kurzen Wege zwischen Theorie und Praxis: die Medien für Erwachsene werden in räumlicher Nähe
zu den Kursräumen platziert. Durch eine multifunktionale Raumgestaltung soll maximale Flexibilität
erreicht werden – so können die Bedürfnisse von unterschiedlich großen Kursen und Gruppen ge-
stillt werden. Räume sollen durch mobile Raumteiler und ein durchgängiges Farb- und Lichtkonzept
variabel nutzbar sein. Verschiedene Arbeits- und Sitzmöglichkeiten ermöglichen dabei zusätzlich
individuelle Nutzungen. Durch Kooperationen mit externen Partnerinnen und Partnern kann das
Angebot noch erweitert werden.
6. Deutsch als Zweitsprache
Die Verbindung von Deutschkursen und Medien zum Deutsch Lernen bieten den Lernenden eine
breite, multimodale Unterstützung, um Sprachkenntnisse zu entwickeln und zu festigen. Die Angebo-
te für Deutsch als Zweitsprache schließen alle Personengruppen ein: junge Erwachsene, Familien,
Berufstätige sowie Geflüchtete und Personen mit geringen Deutschkenntnissen und Alphabetisie-
rungsbedarf. Durch den Zugang zu unterschiedlichen Lernmaterialien (weitere Kursbücher und
40 41
Lernhilfen, Online-Angebote wie Lernvideos auf YouTube oder spezielle Sprach-Apps, freier WLAN-
Zugang) und kursergänzende (Gruppen-) Angebote wie „Deutsch-Treffs“ oder „Lerntandembörse“
können Lernende eigenständig und flexibel lernen. Mit der räumlichen und konzeptionellen Verzah-
nung von Deutschkursangeboten und Medien zum Deutsch Lernen ist davon auszugehen, dass sich
die Einstiegshürde zur Bibliothek und Volkshochschule für die Zielgruppe „Deutsch als Zweitsprache“
senkt. Bestehen Möglichkeiten der Kinderbetreuung, können Menschen in Betreuungsverantwortung
besser erreicht werden, die von den bisher bestehenden Angeboten in der Stadt ausgeschlossen
sind (U3 Kinder der Kursteilnehmenden zu den Unterrichtszeiten am Vormittag, Hausaufgabenbe-
treuung und Unterstützung der älteren Kinder der Kursteilnehmenden zu den Unterrichtszeiten am
Nachmittag). Um sich eigenständig im Bildungszentrum aufzuhalten, ist bei den Informationen und
dem Wegeleitsystem größtmögliche Barrierefreiheit sicherzustellen (einfache Sprache, mehrsprachi-
ge Beschilderung, Farbleitsystem sowie Berücksichtigung von Geh-, Seh- und Hörbeeinträchtigun-
gen). Die Angebote des Bildungszentrums zeichnen sich durch kulturelle Sensibilität aus und tragen
zur Förderung von Dialog bei.
7. Publikumsarbeitsplätze
Mit den angebotenen (Internet-)Arbeitsplätzen dient das Bildungszentrum der Förderung und Unter-
stützung des Lebenslangen Lernens und der Chancengleichheit. Das Bildungszentrum ist ein Ort der
Begegnung und ermöglicht den Nutzenden verschiedene Lern- und Zusammenarbeitsformen. Die
Arbeitsplätze sind ergonomisch, barrierefrei, flexibel, (multi-)funktional und ausreichend. Sie entspre-
chen den technischen Anforderungen sowie den unterschiedlichen Bedarfen, z.B. Gruppenarbeits-
plätze mit Möglichkeiten zum Gespräch, Stillarbeitsplätze, „gemütliche“ Arbeitsplätze (in Form von
z.B. Arbeits- oder Lesesessel) sowie geschlossene Gruppen- oder Einzelarbeitsräume/ -kabinen.
Das Angebot umfasst frei zur Verfügung stehende Arbeitsplätze als auch fest buchbare Arbeitsplät-
ze, sowohl offen im Raum verteilt als auch in speziellen Bereichen. Der unmittelbare Zugang zu den
Lernressourcen (z.B. Medien) muss gewährleistet sein und auch die Möglichkeit, bei Bedarf perso-
nelle Unterstützung zu bekommen. Basisausstattung ist eine stabile Internetverbindung, entleihbare
Laptops/Tablets für Personen, die keinen eigenen mitbringen können, ausreichend Stromanschlüs-
se, gute Beleuchtung, Druck- und Scan-Möglichkeit sowie z.T. höhenverstellbare Tische und Stühle.
Gutes Raumklima, angenehme Lichtverhältnisse, ausreichende Lüftung, Schallschutz, Grünpflan-
zen, bequemes und ansprechendes Mobiliar sorgen für eine Wohlfühl- und Aufenthaltsqualität, die
zum Lernen und Lesen einlädt. Der Zugang zum Lesecafé sollte nicht zu weit entfernt sein.
8. Makerspace
Der Makerspace im Bildungszentrum soll als offener Treffpunkt für alle Interessierten dienen und
richtet sich an die gesamte Stadtgesellschaft. Er zielt darauf ab, Kreativität, Innovation, praktische
Fähigkeiten und projektbasiertes Lernen zu fördern sowie Menschen verschiedener Fähigkeiten
zusammenzubringen. Hier wird Bildungsgerechtigkeit möglich. Beispiele für Angebote können
sein: Programming, Nähen/Schneidern, Technik-Studio (Videobearbeitung, Musikbearbeitung
etc.), Digital Makerspace (KI, Internetnutzung, Softwarekompetenzen am besten in Begleitung von
Medienpädagogen), kreative Angebote (künstlerische Tätigkeiten, Pen and Paper Rollenspiele, etc.)
sowie Legotechnik. Die Angebote sollen niedrigschwellig und mit klaren Nutzungskonzept erfolgen,
soweit möglich ohne Anmeldung. Eine multifunktionale Raumgestaltung mit heller und einladender
Atmosphäre, die flexibel entlang der jeweiligen Angebote angepasst werden kann, ist notwendig.
Raumgröße von 70-90 qm für Gruppen bis zu 25 Personen sind anzunehmen. Wichtig sind gute
Belüftung, Verschattungsoptionen, ausreichende Stromversorgung und Lagerungsmöglichkeiten.
Die Basisausstattung umfasst Werkbänke, grundlegende Handwerkzeuge, Computer-Arbeitsplätze
sowie spezielle Geräte wie 3D-Drucker, Lasercutter und CNC-Fräsen und Kreativwerkzeuge wie
Nähmaschinen. Der Makerspace lebt von Kooperation und Austausch. Es ist wichtig, gute Koopera-
tionspartnerinnen und -partner wie Schulen, Kammern, Universitäten, Vereine und Unternehmen zu
finden, die finanziell und mit Expertise unterstützen.
9. Bibliothek der Dinge
Die Bibliothek der Dinge im Bildungszentrum verkörpert das Konzept der „Sharing Economy“, bei
dem Nutzende Dinge ausprobieren oder selten benötigte Gegenstände leihen können. Das Angebot
soll barrierefrei zur Verfügung stehen. Es sollte keine Gegenstände geben, die bereits andernorts in
Darmstadt entleihbar oder hygienisch bedenklich sind. In der Bibliothek der Dinge sind zwei Schwer-
punkte angedacht: Kreativität und Technik. Im Themenbereich Kreativität gibt es zum Basteln, Hand-
arbeiten, Schneidern und Nähen das passende Zubehör. In der Kategorie Musik können Instrumente
ausgeliehen werden. Beim Themenbereich Technik stehen technische Nutzungselemente zur
Verfügung. Anschaffungsvorschläge der Nutzenden sollen berücksichtigt werden. Für Kursangebote
im Bildungszentrum können Medien- oder Materialboxen zusammengestellt werden. Raumbedarfe,
Ausleihmodalitäten sind bei der Planung einer Bibliothek der Dinge zu berücksichtigen.
Außerdem gehören folgende Angebote und Nutzungen zu den Bestandteilen des Bildungszentrums:
• Ein Lesegarten und eine gestaltete Außenanlage, die als inspirierender Rückzugsort für Lesen,
Lernen und Erholung dienen.
• Freier Internetzugang, um den Zugang zu digitalen Inhalten und Lernressourcen für alle sicher-
zustellen.
• Wiederkehrende Veranstaltungen zu verschiedenen Themen, beispielsweise aus Bildung, Kultur
und Digitalisierung, die regelmäßig Austausch und Weiterbildung fördern.
• Eine Bildungsberatung, die Orientierung und Unterstützung für alle bietet, die individuelle Lern-
wege und Bildungsziele verfolgen.
• Ein Café sowie konsumfreie Bereiche schaffen Aufenthaltsorte, die zum Verweilen, Austausch
und Treffen einladen, auch ohne eine Konsumverpflichtung.
42 43
Dauerhafte Partnerinnen und Partner gewinnen
Als dauerhafte Partnerinnen und Partner für das Bildungs-
zentrum werden die bestehenden Einrichtungen bzw.
Angebote sowohl räumlich als auch organisatorisch in das
Konzept des Bildungszentrums integriert. Sie wirken im Er-
stellungsprozess des Konzeptes mit.
Synergien bilden
Eine Kooperation mit bestehenden Angeboten oder Einrich-
tungen soll einen wesentlichen Mehrwert für das Bildungs-
zentrum und die Vielfalt der Angebote schaffen. Bestehende
Synergien und etablierte Kooperationen werden genutzt, für
weitere besteht der Wunsch zum Aufbau einer Zusammen-
arbeit.
Potenzielle dauerhafte
Partnerinnen und
Partner
Potenzielle weitere
Partnerinnen und
Partner
Räume
anbieten
Punktuelle
Veranstaltungen
und gemeinsame
Aktionen
Dauerhafte
Kooperations-
formate
• Städtische Akteurinnen bzw. Akteure
und Initiativen
• Kammern und Verbände
• Vereine und Gesellschaften
• Freie Bildungsträgerinnen und -träger
• Buchhandlungen
• (Makerspace des) Medienzentrums
Darmstadt
• Partnerinnen und Partner aus der
digitalen Bildung
• (Hoch-) Schulbibliotheken oder andere
Bibliotheken
• Städtische Ämter und Einrichtungen
• (Unternehmens-) Stiftungen
• ...
• Literaturhaus Darmstadt
• Familienzentrum Darmstadt
• Akademie für Tonkunst Darmstadt
Abb. 14: Mögliche Akteurinnen und Akteure für das Bildungszentrum (Quelle: Darstellung studio metris | PLAN:KOOPERATIV)
Auswahl an potenziellen Beteiligten
Mit welchen Akteurinnen und Akteuren kann und soll das Bildungszentrum in Zukunft zusammen-
arbeiten? Sind dauerhafte räumliche und inhaltliche Kooperationen denkbar? Wichtig zu beachten
ist, dass diese Einordnung einen Zwischenstand abbildet. Sie referenziert auf den Zeitpunkt vor der
Umsetzung des Konzeptes, es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit. Weitere Synergien und Ko-
operationen, auch zu bisher nicht benannten oder neu hinzukommenden Akteurinnen und Akteuren
können aufgebaut werden.
Die dauerhaften Partnerinnen und Partner wurden einerseits aufgrund der inhaltlichen Schnittmenge
und andererseits aus organisatorischen Gründen gewählt.
Die DOLE (Darmstadts offene Lernwerkstatt für Erwachsene) ist ein Angebot der Volkshochschule
im M² im Bürgerpark, das von 2022 bis Ende 2024 aus Landesmitteln gefördert wurde. Aktuell führt
die Volkshochschule sie weiter. Die Erfahrungen und aufgebauten Strukturen werden in das Projekt
Bildungszentrum eingebunden. Die DOLE ist besonders passend aufgrund des offenen und indivi-
duell anpassbaren Lernkonzeptes für Erwachsene. Durch Einbezug von weiteren Partnerinnen und
Partnern aus der digitalen Bildung soll auch dieses Thema im Bildungszentrum Platz finden.
Potenzielle weitere dauerhafte Partnerinnen und Partner sind ebenfalls benannt. Die genaue Ausge-
staltung ist von der weiteren Prozessgestaltung und Kommunikation mit den Institutionen abhängig.
Der Makerspace ist eine Nutzung, die in anderen Bibliotheken bzw. Bildungszentren bereits erfolg-
reich funktioniert und sich mit weiteren Angeboten z.B. im Bereich MINT sowie Kunst und Kultur
sehr gut ergänzen kann. Der Makerspace des Medienzentrums hat in Darmstadt noch keinen
langfristigen Standort. Bislang wird ein Teil des Makerspaces im Schulamt in der Mina-Rees-Straße
12 ausgestellt (Coding & Robotik, Greenscreen), ein anderer Teil (3D-Druck, VR, Lasercutter) im
Lab³. Synergien, die sich aus einer Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum ergeben können, ins-
besondere für die Mitarbeitenden, liegen im Erfahrungsaustausch und in der gemeinsamen Nutzung
medienpädagogischen Know-hows.
Das Familienzentrum, die Akademie für Tonkunst und das Literaturhaus sind ebenfalls mögliche
Partnerinnen und Partner für eine enge Kooperation in der Zukunft.
Es gibt darüber hinaus sehr viele Angebote und Einrichtungen, mit denen auch im Bildungszentrum
Synergien gut vorstellbar sind. Einige davon bestehen bereits, andere sollen aufgebaut und lang-
fristig gefestigt werden. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, solche Kooperationen aufzubauen
und zu entwickeln: beispielsweise ist es möglich, im Bildungszentrum Räume für die zeitweise Be-
spielung und Nutzung durch die Akteurinnen und Akteuren bereitzustellen. Sie bleiben aber inhaltlich
unabhängig. Mit anderen hingegen können gemeinsame Veranstaltungen oder Aktionen organisiert
werden, die punktuell einen beidseitigen Mehrwert und Austausch fördern. Eine regelmäßige Koope-
ration ist ebenfalls vorstellbar, z. B. in Form von Reihen oder mehrmals stattfindenden Formaten.
Durch diese Einordnung wird schon jetzt deutlich: Das Bildungszentrum wird ein Ort des Zusammen-
kommens und der Vernetzung. Ein Netzwerk aus verschiedenen Nutzungen und Akteurinnen und
Akteuren entsteht, das weiter wachsen kann und veränderbar ist.
44 45
Wie funktioniert das Bildungszentrum räumlich?
Räumlich lassen sich beim neuen Bildungszentrum zwei Bereiche unterscheiden: Der Bereich vor
den Kulissen, der den Besuchenden und den Mitarbeitenden zugänglich ist, und der Bereich hinter
den Kulissen, der nur den Mitarbeitenden zur Verfügung steht. Die zentrale Neuerung im Vergleich
zum aktuellen Justus-Liebig-Haus liegt sowohl vor als auch hinter den Kulissen darin, die Räume
nicht mehr nach Stadtbibliothek und Volkshochschule zu trennen, sondern als eine Einheit zu
denken.
Vor den Kulissen - Der öffentliche Teil des Bildungszentrums
Der Bereich vor den Kulissen soll eine freundliche, offene Atmosphäre ausstrahlen und zum Ver-
weilen einladen. Menschen können sich hier aufhalten und entspannen, sich mit anderen treffen und
zufällig begegnen. Auch wer nicht mit einem konkreten Ziel, zum Beispiel zum Lesen, Kaffee trinken
oder als Kursteilnehmerin oder -teilnehmer ins Bildungszentrum kommt, soll durch die hohe Auf-
enthaltsqualität und einfache Teilnahmemöglichkeiten einen Ort vorfinden, der zu unterschiedlichen
Aktivitäten inspiriert. Dabei ist das absichtsvolle geplante Lernen nur die eine Seite. Die andere
besteht in der Beteiligung am gesellschaftlichen Leben, dem interessengeleiteten oder sogar unbe-
absichtigten Lernen.
Anstatt wie bisher räumlich nach den Einrichtungen zu trennen, soll das zukünftige Bildungszen-
trum thematisch gegliedert werden. Wenn in einem Teil die Sachmedien für Erwachsene stehen,
schließen sich dort beispielsweise auch die Kursräume für thematisch passende Kurse an. In dem
Bereich, in dem sich Kreativräume und Makerspace befinden, sind auch die entsprechenden Medien
zu finden. Literatur für Jugendliche und junge Erwachsene sind in räumlicher Nähe zu Arbeitsräumen
von Lerngruppen für Schülerinnen, Schüler und Studierende. Ziel dieses Vorgehens ist es, dass
Menschen durch die räumliche Nähe auf Angebote aufmerksam werden, die sie interessieren könn-
ten. Grundsätzlich ist zu erproben, welche Angebote (Kurse, Einzelveranstaltungen, offene Treffs) in
den offenen Bereichen anstatt in Kursräumen oder geschlossenen Veranstaltungsräumen stattfinden
können, damit Angebote und Aufenthalte ineinander fließen.
Zwischen diesen thematischen Clustern befinden sich Angebote, mit allgemeinem Charakter: Lese-
und Einzelarbeitsplätze, teilweise im Lounge-Stil gestaltet, Service-/Infotheken mit Informationen für
Besuchende sowie Ruhe- und Bewegungsräume. Insgesamt soll so eine hohe Aufenthaltsqualität
und Wohlfühlatmosphäre und vor allem Austauschgelegenheiten im offenen Bereich geschaffen
werden.
Um das Bildungszentrum als Dritten Ort in Darmstadt zu etablieren, sind ein Café und ein multifunk-
tional nutzbares Foyer, welche beide mit einem großzügigen und einladenden Außenbereich inter-
agieren, zentrale Elemente des neuen Zentrums. Diese Bereiche zeichnen sich besonders durch
ihre offene und freundliche Atmosphäre aus. Besuchende aber auch Mitarbeitende halten sich gerne
hier auf, gehen individuell oder gemeinsam verschiedenen Aktivitäten nach. Hier sollen informelle
Orte des Austausches und der Begegnung entstehen.
Um dem Anspruch eines sich beständig weiterentwickelnden Konzepts gerecht zu werden, ist zu
beachten und im besten Fall darauf zu reagieren, dass sich die Gesellschaft, ihr (Bildungs-)Ver-
halten und ihre Bedürfnisse verändern. Es muss also auf höchste Flexibilität und Modularität wert
gelegt werden, damit sich das Konzept bzw. die Leistungen des Bildungszentrums immer wieder an
neue Gegebenheiten anpassen können. Gleichzeitig bedeutet „für alle“ auch zu berücksichtigen,
dass unterschiedliche Menschen unterschiedliche räumliche Bedürfnisse haben: Kinder halten
sich beispielsweise nicht immer an Lautstärkeregelungen während andere in Ruhe lesen möchten.
Menschen, die sensible Beratungsangebote in Anspruch nehmen, benötigen von der Öffentlichkeit
getrennte Räume und Zugänge, während grundsätzlich ein offenes und transparentes Haus ange-
strebt wird. Bei der Operationalisierung dieses Konzeptes wird also auf eine Reihe von Zielkonflikten
zu achten sein, die gegeneinander abgewogen werden müssen.
Hinter den Kulissen - Die Arbeits- und Sozialbereiche der Mitarbeitenden
Der Bereich hinter den Kulissen soll den Mitarbeitenden des Bildungszentrums ein gutes und ange-
nehmes Arbeiten ermöglichen. Wie auch vor den Kulissen werden hier verschiedene Begegnungs-,
Aufenthalts- und Funktionsflächen angeboten. Durch eine sinnvolle Anordnung zueinander besteht
sowohl die Möglichkeit der geplanten und ungeplanten Interaktion der Mitarbeitenden, als auch eine
heterogene Arbeitsumgebung für das individuelle Arbeiten.
Die Mitarbeitenden beider Einrichtungen sollen sich zukünftig einen Arbeitsbereich teilen. Die Vision
für das Bildungszentrum, es solle mehr werden, als die Summe aus Stadtbibliothek und Volkshoch-
schule, kann nur funktionieren, wenn es einen ständigen Austausch zwischen den Mitarbeitenden
gibt und so Ideen für Projekte und Angebote entstehen können, die es ohne diesen Austausch nicht
gegeben hätte.
Hinsichtlich der Räumlichkeiten ermöglicht eine moderne Arbeitsumgebung effektive Abläufe und
eine angenehme Atmosphäre: Ausreichend große Besprechungsräume und Sozialbereiche, kleine
Einheiten, bspw. für datenschutzrelevante Tätigkeiten oder die Fachbereichsleitungen, und größere
Einheiten, die einen Austausch unter den Angestellten ermöglichen, sollen die neue Einheit im
Bildungszentrum widerspiegeln.
Unterschiedlich große und unterschiedliche ausgestattete Besprechungsräume können an die
Bedürfnisse der jeweiligen Besprechungssituation angepasst werden: Ein Besprechungsraum für
mehrere Personen bietet Teammeetings einen geeigneten Raum, während „zwangloser“ gestaltete
Sitzarrangements für informellen Austausch oder kleineren Besprechungen zur Verfügung stehen.
Auch unterschiedliche Formen des individuellen Arbeitens werden so ermöglicht.
Ruhe-, Sozial- und Bewegungsräume ermöglichen, genau wie ein eigener Außenbereich und eine
Küche, angenehme Pausen während der Arbeit.
Ein besonderer Fokus muss bei einer Einrichtung wie dem Bildungszentrum auf der funktionalen
Anordnung der Räume liegen. Hier muss vor allem der Tatsache Rechnung getragen werden,
dass viele Mitarbeitende aber auch Kursleitungen immer wieder zwischen dem internen und dem
öffentlichen Bereich wechseln müssen, weshalb es hier sinnvoller Übergangsbereiche bedarf. Diese
werden umso wichtiger, weil den Mitarbeitenden alle Bereiche im öffentlichen Teil zur Verfügung
stehen, wodurch beispielsweise freie Kursräume ebenfalls für größere Besprechungen genutzt
werden können.
Selbstverständlich stehen darüber hinaus funktionale Räume wie Lager für unterschiedliche Bedarfe,
Registratur oder Kopierräume in ausreichender Zahl und Größe zur Verfügung.
46 47
Abb. 15: Raumorganigramm für das Bildungszentrum (Quelle: Darstellung studio metris | PLAN:KOOPERATIV)
Hinweis: die Größenverhältnisse
der Flächen sind nicht maßstäb-
lich sondern rein schematisch zu
verstehen.
Die Darstellung zeigt räumliche
und inhaltliche Zusammenhänge,
die in den gemeinsamen Work-
shops herausgearbeitet wurden.
FOYER
AUSLEIHE
INFOTHEKEN
junge vhs
Kurs-/
Beratungs-
räume
Kunst /
Kreativ
Kurs-/
Beratungs-
räume
Kunst /
Kreativ
Kinder-
betreuung
Angebote
für Kinder
Angebote
für Kinder
Angebote
für Kinder
Kurse
Kurse
Kurse
Kurse
Kurse
Kurse
Kurse
Kurse
Bibliotheksbereiche
Definierte Angebote
Bereiche zur allgemeinen Nutzung
Interne Arbeitsbereiche
Interne Pausenbereiche
Nebenflächen,
Flächenbedarf noch zu ermmitteln
Gaming
Pausen-
raum
Veranstaltungen
Deutsch-
Beratung
Küche
Außenbereich
Cafeteria
Haus-
meister
Nebenflächen/
Sanitäranlagen/
Lager
Nebenflächen/
Sanitäranlagen/
Lager
Nebenflächen/
Sanitäranlagen/
Lager
Bewegung
Raum der
Stille
Bewegung
Werkstatt
Maker-
space
Bibliothek
der Dinge
Datenschutz-
relevante
Arbeitsplätze
Politik und Gesellschaft
Kunst und Kultur
Sprachkurse
Gesundheit und Persönlichkeit
Grundbildung und Schulabschluss
Karriere und Digitales
Medien, u. a. zu Musik, Recht,
Geschichte, Gesundheit, Wirtschaft,
Kunst, Naturwissenschaften
Deutsch als Fremdsprache
JUGEND-
BEREICH
KINDER-
BEREICH
ERWACHSENEN-
BEREICH/
BELLETRISTIK
ERWACHSENEN-
BEREICH/
SACHMEDIEN
SOZIALBEREICH
INTERN
Küche
Mitarbeitenden
Arbeitsbereich
Arbeits-
plätze
Fachbereichs-
leitungen
Zeitungen
Zeitschriften
Lern-
werkstatt
MULTIMEDIA
Arbeits-
plätze
Service-
theken
Beratung/
Besprechung
Lounges
Informelle
Sitzarrange-
ments
Ruhe-
raum
Bewegung
Ausstel-
lung
Lesecafé
Lager/
Funktions-
räume
Besprechungs-
räume
24/7
Rück-
gabe
48 49
Was sind die nächsten Umsetzungsschritte?
Im Gesamtprozess sind unterschiedliche organisatorische und planerische Schritte nötig, die sich
in drei Teilprozesse gliedern lassen: Raum und Inhalt, Organisation und Geschäftsmodell sowie
Kommunikation.
Raum und Inhalt
Nach Beschluss des hier vorliegenden ortsunabhängigen Konzeptes erfolgt für die weitere Um-
setzung des räumlichen und inhaltlichen Teilprozesses die Standortsuche und -prüfung im Bereich
der Darmstädter Innenstadt. Ist endgültig ein Standort festgelegt, wird das Erschließungskonzept
erarbeitet. Daran schließt sich die Umsetzungsphase an, in der ein Planungsbeschluss gefasst wird,
bevor die Vorentwurfs- und mit dem Baubeschluss die Entwurfsphase beginnen können. Auf Grund-
lage der dann zu erfolgenden Ausführungsplanung wird die Baugenehmigung erteilt, bevor die (Um-)
Bauphase beginnt.
Das inhaltliche Konzept kann weiter differenziert werden, wenn äußere Rahmenbedingungen wie
zum Beispiel ein Standort festgelegt sind. Die Bestandteile des inhaltlichen Konzeptes bedürfen im
weiteren Prozessverlauf immer wieder einer Weiterentwicklung und wenn nötig auch Priorisierung.
Organisation und Geschäftsmodell
In diesem Teilprozess ist in den weiteren Schritten zu klären, wie eine effektive und verwaltungs-
kompatible Organisationsstruktur inklusive möglicher Geschäftsmodelle für das Bildungszentrum
aussehen kann. Antworten auf diese Frage soll eine Organisationsuntersuchung durch einen
externen Dienstleister bringen. Hierbei werden Veränderungen bei den beteiligten Organisationsein-
heiten hinsichtlich der Aufbau- und Ablauforganisation sowie des Personaleinsatzes festgelegt. Die
Entwicklung von Geschäftsmodellen soll innovative Finanzierungsquellen für das Bildungszentrum
erschließen. Durch strategische Planung soll es möglich werden, vorhandene Mittel effizient zu
nutzen und gleichzeitig neue Wege zur nachhaltigen finanziellen Absicherung zu identifizieren.
Interne und externe Kommunikation
Intern wird der bereits begonnene Kommunikationsprozess fortgeführt und intensiviert. Die Organisa-
tionsuntersuchung soll bei den Mitarbeitenden transparent angekündigt werden und es braucht einen
guten Informationsfluss darüber, was ein Change-Prozess auf der organisatorischen Ebene bedeutet
und mit welchen Veränderungen die Mitarbeitenden rechnen können. Ein solcher Change-Prozess
produziert neben Hoffnungen immer auch Unsicherheiten. Daher ist es von zentraler Wichtigkeit,
diese Sorgen wahrzunehmen und adäquat darauf zu reagieren. Die städtische Bevölkerung wurde
bereits im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung sowie einer Online-Befragung informiert und
ein erstes Meinungsbild abgefragt. Dieser Informationsstrang kann nach Beschluss des Konzeptes
fortgeführt werden. Anschließend soll mit externer Unterstützung eine Marketing- und Kommunika-
tionsstrategie sowie ein gemeinsames Kommunikationsdesign erarbeitet werden. Dabei gilt es auch
frühzeitig einen Prozess zur Namensfindung für das Bildungszentrum anzustoßen. Am Ende dieses
Prozesses sollen ein gemeinsames Logo und eine gemeinsame Webseite veröffentlicht werden.
50 51
Abb. 16: Übersicht des Umsetzungskonzepts für das Bildungszentrum (Quelle: Darstellung studio metris | PLAN:KOOPERATIV)
Zeitraum
Meilensteine
Raum und Inhalt
Organisation und
Geschäftsmodell
Interne und externe
Kommunikation
Ausschreibung
Organisations-
untersuchung
Beschluss Planungs-
beschluss
Namen
festlegen
Personalrats-
beschluss
Planungsphase
• Profilbeschreibung in mehreren Stufen
• Erstellung des Sollkonzepts
Definition von
Varianten
Gremienlauf
• Magistrat
• Ausschuss
• Beschlussvorlage
• Stadtverordneten-
versammlung
Organisationsuntersuchung
(ext. Dienstleistung)
• Aufnahme d. IST- Zustandes
• Vorschlag SOLL- Zustand
• Ablaufstruktur
• Aufbaustruktur (Organigramm)
• Finanzierung/ Entwicklung
eines Geschäftsmodells
Vorbereitung
Ausschreibung
Vorbereitende Maßnahmen Marketingstrategie
Entwicklung des konkreten Namens
Standortsuche
• Prüfung mög-
licher Standorte
• Erarbeitung des
Erschließungs-
konzepts
EröffnungGrundstück /
Gebäude Baubeschluss Bau-
genehmigung
Logo /
Slogan
gemeinsame
Website
OB
Entscheidung
Umsetzungs-
phase
• Standort
Testentwürfe
• Vergabeverfahren
Vorentwurfsphase Entwurfsphase
Aus-
führungs-
planung
Baustelle
Prozesswebsite
Externe Unterstützung
• Welche Kanäle müssen was leisten?
• Gemeinsames Kommunikationsdesign (CD)
• Marketingstrategie festlegen
Change Prozess Personelle Umstrukturierung
Operationalisierung
Interne + externe Kommunikation
Beschluss des
KonzeptsKonzeptpapier
2025 20262024 2027 ab 2028...
52 53
Abb. 1: Prozessschritte zur Konzeptentwicklung, Teil 1 16
Abb. 2: Prozessschritte zur Konzeptentwicklung, Teil 2 18
Abb. 3: Eindrücke aus den verschiedenen Formaten und Workshops 21
Abb. 4: Statistik: Anzahl Ausleihen 2023 nach Alter 25
Abb. 5: Statistik: Anzahl Ausleihen nach Mediengruppen 25
Abb. 6: Statistik: Altersverteilung der Teilnehmenden in Kursen 2023 26
Abb. 7: Statistik: Verteilung der Teilnehmenden nach Angebotsformaten 2023 26
Abb. 8: Organisationsstruktur Stadtbibliothek 27
Abb. 9: Organisationsstruktur Volkshochschule 28
Abb. 10: Eingangsbereich des Justus-Liebig-Hauses 29
Abb. 11: Hauptstelle der Stadtbibliothek Darmstadt im Justus-Liebig-Haus 30
Abb. 12: Standortübersicht Stadtbibliothek und Volkshochschule 33
Abb. 13: Fünf Dimensionen des Dritten Ortes 37
Abb. 14: Mögliche Akteurinnen und Akteure für das Bildungszentrum 43
Abb. 15: Raumorganigramm für das Bildungszentrum 46
Abb. 16: Übersicht des Umsetzungskonzepts für das Bildungszentrum 50
Abbildungsverzeichnis Quellenverzeichnis
Abb. 1 - 3:
Abb. 4 - 7:
Abb. 8 + 9:
Abb. 10:
Abb. 11:
Abb. 12:
Abb. 13:
Abb. 14 + 15:
Darstellung studio metris | PLAN:KOOPERATIV
Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Abteilung Statistik und Stadtforschung,
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Darstellung studio metris | PLAN:KOOPERATIV
Centralstation Darmstadt; https://www.centralstation-darmstadt.de/buergerhaeuser/
justus-liebig-haus/
Stadtbibliothek Darmstadt
Darstellung studio metris | PLAN:KOOPERATIV
Projektgruppe; Darstellung studio metris | PLAN:KOOPERATIV
Darstellung studio metris | PLAN:KOOPERATIV
anlage 3
252 Zeichen
Punkt 18: Bildungszentrum Darmstadt: Ausarbeitung einer konkreten Umsetzungsvariante anhand des inhaltlichen Konzepts (V-Nr. 2025/0061) Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung einstimmig, der Vorlage zuzustimmen.
anlage 2
7650 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
06.03.2025
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnet enversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat IV
Amt: Dezernat V
Stadtbibliothek
Volkshochschule
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I
IV
V 43 46
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2025/0061
Magistratsbeschluss -Nr.
96
Internetfähig
Produkt-Nr.: 271080 272080
Kostenstelle: 043-000-0001 046-000-0001 Investitionsnummer:
Kostenträger: 2710-81 2720-81 Sachkonto: 6779000
Betreff: Bildungszentrum Darmstadt: Ausarbeitung einer konkreten Umsetzungsvariante
anhand des inhaltlichen Konzepts
Vorlage vom: 17.02.2025
Beschlussvorschlag :
1. Stadtbibliothek, Volkshochschule, Bildungsmanagement und DSE werden beauftragt,
anhand des vorliegenden Konzepts eine konkrete Umsetzungsvariante des
Bildungszentrums auszuarbeiten.
2. Die Einzelmaßnahmen der Konzeptbausteine sollen nach inhaltlichem Mehrwert, Kosten
sowie Flächenverbrauch priorisiert werden. Die Umsetzungsvariante soll ausweisen,
welche Maßnahmen inkludiert, abgeändert oder ggf. verworfen wurden.
3. Nach Festlegung eines Standortes wird durch die DSE ein Planungsbeschluss erstellt.
- 3 -
4. Im Rahmen einer über Fördermittel finanzierten Organisationsuntersuchung soll eine
effiziente Organisationsstruktur sowie ein Geschäftsmodell für das Bildungszentrum
erarbeitet werden. Konkret soll geprüft werden, welche Synergieeffekte durch die Fusion
von VHS und Stadtbibliothek gehoben werden können, in welcher Organisationsform dies
umgesetzt werden kann, welche Digitalisierungs - und Automatisierungspotenziale bei den
Prozessen bestehen und welche konkreten Aufgabenbereiche im neuen Bildungszentrum
gebraucht werden. Das Geschäftsmodell soll neue und vorhandene Einnahmenpotenziale,
Zielgruppen sowie Möglichkeiten zur kooperativen Finanzierung des Bildungszentrums
aufzeigen. Ziel ist es, den Kostendeckungsbeitrag des Bildungszentrums im Vergleich zum
Status Quo signifikant zu steigern. Zur fachlichen Unterstützung wird ein externes
Beratungsinstitut mit Hilfe bereits vorhandener Fördermittel beauftragt.
Anlagen: 250213_DABI_Konzept_BildungszentrumKonzept Bildungszentrum Darmstadt
vom 13.02.2025
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom 12.03.2025
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 17.02.2025
Mit der Magistratsvorlage 2023/0188 wurden Stadtbibliothek, Volkshochschule und
Bildungsmanagement mit der Entwicklung eines Konzeptes für ein modernes Bildungszentrum
in der Innenstadt beauftragt. Ziel dabei war es, einen modernen, inspirierenden Bildungs - und
Begegnungsort zu erschaffen, der durch seine flexiblen Nutzungsmöglichkeiten, Menschen mit
unterschiedlichen Bedürfnissen hinsichtlich Lernen, Entdecken, Experimentieren, Austauschen,
Lesen und Kreativ werden gleichermaßen anspricht. Es sollte ein niedrigschwellig zugänglicher
"Dritter Ort" entstehen, der durch eine hohe Aufenthaltsqualität zum Verweilen einlädt und
Freude an Bildung und Begegnung fördert. Hierzu galt es, die bestehenden Angebote von
Stadtbibliothek und Volkshochschule geschickt zu verknüpfen, Synergien zu heben und
gemeinsam neue Angebote und innovative, attraktive Lernformen zu etablieren.
Mittel für die Konzepterstellung konnten über einen Änderungsantrag zum Förderprogramm
„Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ als von der GALERIA-Schließung betroffene
Kommune generiert werden. Die im Rahmen der Magistratsvorlage 2023/0188 bei
Volkshochschule und Stadtbibliothek eingeplanten Mittel konnten zur Finanzierung des dafür
erforderlichen Eigenanteils (10% der Fördersumme) genutzt werden. Mithilfe der Fördermittel
ist es gelungen, eine externe Agentur – die Arbeitsgemeinschaft Metris Architekten +
Stadtplaner und plan:kooperativ – für die Prozessbegleitung und partizipative
Konzeptentwicklung zu beauftragen. Im Rahmen des Prozesses wurden in 2024 mehrere
Workshops mit der Projektgruppe, teilweise auch mit Mitarbeitenden aus beiden Einrichtungen
und weiteren Akteuren der Stadtverwaltung, sowie Arbeitstermine mit unterschiedlicher
Besetzung, durchgeführt. Das daraus entstandene inhaltlich-räumliche Konzept liegt nun vor
und es ist ortsunabhängig konzipiert.
Das Konzept enthält Aussagen zur inhaltlichen Ausrichtung, zu Formaten, zu Raum- und
Ausstattungsbedarfen sowie einen Plan für die weitere Umsetzung. Kernelement des Konzepts
ist die Zusammenlegung von Stadtbibliothek und Volkshochschule zu einem Bildungszentrum,
was erhebliche Synergieeffekte verspricht und die Entwicklung innovativer, zeitgemäßer
Angebote ermöglicht. Das Bildungszentrum soll einen erweiterten Bildungsbegriff umsetzen,
der neben klassischen Lernformaten auch Raum für Information, Kultur, Mitgestaltung ,
Kreativität, Freizeit und zwischenmenschliche Begegnungen bietet. Ein Schwerpunkt liegt auf
der Schaffung einer hohen konsumfreien Aufenthaltsqualität und Nutzungsvielfalt, um
verschiedene Zielgruppen anzusprechen und neue Nutzerinnen und Nutzer zu gewinnen.
Durch eine zentrale Lage in der Darmstädter Innenstadt soll das Bildungszentrum als
Frequenzbringer fungieren.
Das Raumprogramm und ein möglicher Standort des Bildungszentrums soll nun in
Zusammenarbeit mit der Darmstädter Stadtentwicklungsgesellschaft (DSE) entwickelt werden.
Dazu sind Standorte zu prüfen, die eine Umsetzung des vorliegenden, ortsunabhängigen
Konzeptes weitestgehend ermöglichen. Die bauliche Planung und Umsetzung des Projekts wird
in Zusammenarbeit mit der DSE erfolgen.
Das ortsunabhängige Konzept verlangt in der Fortführung des Prozesses außerdem weitere
Differenzierungen hinsichtlich u. a interner und externer Kommunikationsstrukturen sowie
inhaltlicher Vertiefungen. Zur Prüfung der weiteren Machbarkeit und Festlegung von
erforderlichen Rahmenbedingungen werden weitere Maßnahmen auf der Prozessebene
(Strategieworkshops etc.) mit relevanten Akteuren notwendig. Aufgrund der amts- und
dezernatsübergreifenden Beteiligung ist eine externe Moderation angebracht.
Mit einer weiteren externen Begleitung soll durch eine Organisationsuntersuchung eine
effiziente Organisationsstruktur für das Bildungszentrum geprüft und erarbeitet werden. Im
Rahmen dieser Untersuchung sollen auch mögliche Geschäftsmodelle für das Bildungszentrum
geprüft werden. Die beiden zuletzt genannten Vorhaben mit externen Dienstleistern werden
weiterhin über die genannten Fördermittel finanziert.
…
Darmstadt, 17.2.2025
Dezernat I Dezernat IV Dezernat V
Hanno Benz André Schellenberg Holger Klötzner
Oberbürgermeister Stadtkämmerer Stadtrat
anlage 4
195 Zeichen
Punkt 22: Bildungszentrum Darmstadt: Ausarbeitung einer konkreten Umsetzungsvariante anhand des inhaltlichen Konzepts (V-Nr. 2025/0061) Der Vorlage wird zugestimmt. Stimmenthaltung: AfD
Beratungsverlauf (4)
Orte (10)
- Hilpertstraße 31
- Bartningstraße 33
- Oberstraße 11a
- Untere Mühlstraße
- Verdistraße
- Luisenplatz 5a
- Mozartweg
- Europaplatz
- Heimstättenweg
- Mina-Rees-Straße 12
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2025/0061
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 17.02.2025
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00