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0160/2026

Kleinräumige Analyse und Bewertung der Herausforderungen und Ziele der Sozialplanung für das Sozialraumgebiet Meschenich/Rondorf

Beschlussvorlage Bezirksvertretung 02.04.2026

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen), Sitzung am 27.04.2026, TOP 9.1.3

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

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Ansehen

Anlage_1_Sozialraumgebietsanalyse_Meschenich_Rondorf

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Ansehen

Anlage2_ISG_BBA_Abschlussbericht_250818

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Ansehen

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

8776 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/V/3 
 
Vorlagen-Nummer 
 0160/2026 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Kleinräumige Analyse und Bewertung der Herausforderungen und Ziele der 
Sozialplanung für das Sozialraumgebiet Meschenich/Rondorf  
Beschlussorgan 
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung  
(1) nimmt die Ergebnisse der Sozialraumanalyse (Anlage 1) und die Dokumentation des Be-
teiligungsprozesses (Anlage 2) zur Kenntnis und bestätigt die Herausforderungen und 
Strategischen Ziele der Sozialplanung für das Sozialraumgebiet Meschenich/Rondorf, 
(2) fordert die Fachverwaltungen auf, gemäß des Ratsbeschlusses vom 21.03.2024 zur Vor-
lage 4069/2022 „Strategische Sozialplanung - Herausforderungen und Ziele, Beschluss-
punkt 5, durch eine sozialraumorientierte, fachübergreifende Planung auf die angestrebten 
Ziele im Sozialraumgebiet Meschenich/Rondorf hinzuwirken, 
(3) fordert insbesondere die städtisch/staatlich finanzierten und/oder geförderten Akteure im 
Sozialraumgebiet Meschenich/Rondorf einschließlich der Regeleinrichtungen auf, an der 
Erreichung der Ziele mitzuwirken und Hinweise aus dem Beteiligungsprozess mit Ak-
teur*innen und Bürger*innen vor Ort zu berücksichtigen. 
 
 
  
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 27.04.2026

2

3 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Mit dem o.g. Beschluss zur Vorlage 4069/2022 hat der Rat die Verwaltung beauftragt, „im 
Rahmen des Programms Lebenswerte Veedel gemäß dem "Handbuch Bürger*innen- und So-
zialraumorientierung in Köln" die strategischen Ziele auf der Basis von Sozialraumgebietsana-
lysen und Sozialraumgebietsplanungen zügig kleinräumig umzusetzen, um die Lebensverhält-
nisse und Teilhabechancen in diesen Gebieten zu verbessern“ (siehe Beschlusspunkt 5). 
Demgemäß hat die Verwaltung zunächst eine kleinräumige, datengestützte Sozialraumge-
bietsanalyse für das Sozialraumgebiet Meschenich/Rondorf erarbeitet und mit den vom Rat 
beschlossenen strategischen Zielen in Bezug gesetzt (vgl. Sozialraumgebietsanalyse im An-
hang).  
Die Sozialraumgebietsanalyse wurde dann Fachverwaltungen, Akteur*innen und Bürger*innen 
vor Ort zur Bewertung vorgelegt (vgl. den Bericht zur Bürger*innenbeteiligung des Instituts für 
Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) im Anhang). Ihre qualitativen Einschätzungen 
und Hinweise wurden in der Sozialraumgebietsanalyse aufgenommen. 
Am 05.11.2025 haben Vertreter*innen der Fachverwaltung, Akteur*innen und Bürger*innen 
über die bisherigen Ergebnisse (Sozialraumgebietsanalyse und Hinweise aus den Beteili-
gungsformaten) beraten. Die Ergebnisse der Beratung wurden ebenfalls dokumentiert und in 
die Sozialraumgebietsanalyse aufgenommen.  
In der folgenden Übersicht 1 sind alle Herausforderungen und strategischen Ziele aufgelistet, 
die im Sozialraumgebiet in den nächsten fünf Jahren bearbeitet bzw. angestrebt werden sol-
len.  
Für die Bearbeitung der jeweiligen Herausforderungen sind die jeweils fachlich zuständigen 
Ämter und Dienststellen unter Berücksichtigung der personellen und finanziellen Ressourcen 
verantwortlich. Dazu gehört auch die Abstimmung mit bzw. zwischen den städtischen und 
staatlichen Dienststellen bzw. Behörden sowie den Angeboten, Einrichtungen und Diensten 
vor Ort.  
Übersicht 1: Herausforderungen und strategische Ziele  
Herausforderung Strategische Ziele 
Herausforderung 1: 
Demographischen Wandel gestalten 
(1) Wohlstand und Einkommen sind gesichert, 
Armutsrisiken bekämpft 
(2) Erwerbstätigkeit der erwerbsfähigen Bevöl-
kerung ist verbessert 
(3) Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist gesi-
chert 
Herausforderung 2: 
Startchancen verbessern – Gesundheit 
von Kindern und Jugendlichen aus ein-
kommensschwachen Familien fördern 
(1) Die Gesundheit von Kindern aus bildungs-
fernen und sozioökonomischen schwächeren 
Verhältnissen ist verbessert 
Herausforderung 3: 
Mehr Bildungsgerechtigkeit für Kinder und 
(1) Frühzeitige Förderung von Kindern aus be-
nachteiligten Familien ist gesichert

4 
Herausforderung Strategische Ziele 
Jugendliche aus einkommensschwachen, 
benachteiligten Familien 
(2) Sprache und deutsche Sprachkenntnisse 
insbesondere bei Kindern mit internationaler 
Familiengeschichte sind bedarfsgerecht geför-
dert 
(3) Kinder, Jugendliche und junge Erwachse-
nen mit internationaler Familiengeschichte zu 
(höheren) Bildungsabschlüsse führen 
Herausforderung 4: 
Berufliche Chancen insbesondere für 
junge Erwachsene mit internationaler Fa-
miliengeschichte verbessern  
(1) Nachholen und Erwerb von höheren Schul-
abschlüssen auf dem zweiten Bildungsweg ist 
gefördert 
(2) Junge Erwachsene mit internationaler Fami-
liengeschichte sind im Übergangssystem geför-
dert 
(3) Berufliche Ausbildung junger Erwachsener 
mit internationaler Familiengeschichte ist ver-
bessert 
(4) Unterbeschäftigung von jungen Erwachse-
nen mit internationaler Familiengeschichte ist 
abgebaut 
Herausforderung 5: 
Familien- und Kinderarmut abbauen - 
Mehrfach belastete Lebenslagen durch 
abgestimmte Hilfen gezielt verbessern  
(1) Teilhabechancen armutsgefährdeter Allein-
erziehendenhaushalte sind verbessert 
(2) Teilhabechancen armutsgefährdeter kinder-
reicher Familien sind verbessert 
(3) Teilhabechancen armutsgefährdeter Fami-
lien mit internationaler Familiengeschichte sind 
verbessert 
(4) Langzeitarbeitslosigkeit in Familien mit Kin-
dern ist gesenkt 
(5) Kulturelle Einbindung von Kindern und Ju-
gendlichen aus armutsgefährdeten Familien ist 
gefördert  
Herausforderung 6: 
Teilhabechancen von Menschen mit inter-
nationaler Familiengeschichte fördern - 
Mehrfach belastete Lebenslagen durch 
abgestimmte Hilfen gezielt verbessern 
(1) Armutsrisiken von Menschen mit internatio-
naler Familiengeschichte sind gemindert 
(2) Teilhabe der Menschen mit internationaler 
Familiengeschichte am Erwerbsleben ist ver-
bessert 
Herausforderung 7: 
Lebenslage älterer, insbesondere armuts-
gefährdeter, Menschen verbessern  
(1) Gesundheitszustand der Senior*innen ist 
verbessert 
(2) Altersarmut ist bekämpft  
(3) Soziale und kulturelle Teilhabe von Se-
nior*innen ist ermöglicht 
(4) Bedarf an kultur- und gendersensibler 
Pflege ist gedeckt 
Herausforderung 8: 
Kulturelle und politische Einbindung ver-
bessern - ehrenamtliches Engagement 
und politisches Interesse der Stadtgesell-
schaft fördern 
(1) Interesse an der Arbeit der Stadtverwaltung 
und Kommunalpolitik ist gefördert 
(2) Wahlbeteiligung ist erhöht 
(3) Ehrenamtliches Engagement ist erhöht

5 
Herausforderung Strategische Ziele 
Herausforderung 9: 
Wohnen – Bedarfsgerechtes Wohnungs-
angebot verbessern - Wohnen/Wohnum-
feld attraktiver gestalten 
(1) Bedarfsgerechtes, bezahlbares Wohnen für 
einkommensschwache Haushalte ist gefördert 
(2) Barrierefreiheit - Seniorengerechtes Woh-
nen fördern 
 
Die strategischen Ziele sollen zum einen durch die Fachplanungen bzw. Fachverwaltungen 
sowie zum anderen durch eine sozialraumorientierte Verwaltung angestrebt werden. Bei Her-
ausforderungen bzw. Zielen, für die keine eindeutige bzw. alleinige Zuständigkeit der Fachver-
waltung gegeben ist bzw. Verbesserungsmöglichkeiten durch eine bessere Vernetzung bzw. 
Abstimmung der Akteure vor Ort und der Verwaltung gesehen werden, soll die Sozialraumko-
ordination gemeinsam mit der Geschäftsstelle Lebenswerte Veedel als Bindeglied in die Ver-
waltung auf die Zielerreichung hinwirken. Dabei bleiben die originären und gesetzlichen Zu-
ständigkeiten der Ämter und Dienststellen unberührt.  
Das konkrete weitere Vorgehen wird in Planungskonferenzen entwickelt. Hierbei greift die So-
zialraumkoordination auf bestehende Gremien wie z. B. die Stadtteilkonferenzen mit Vertre-
ter*innen der Akteur*innen vor Ort und der Fachverwaltung zurück oder klärt das weitere Vor-
gehen mit der Fachverwaltung und den Akteur*innen vor Ort. Die Bearbeitung bzw. die Zieler-
reichung der beschriebenen Herausforderungen, die nach den Hinweisen häufig einherge-
hend wären mit dem Auf- und Ausbau zusätzlicher Angebote, steht ausdrücklich unter dem 
Vorbehalt einer gesicherten Finanzierung, adäquater personeller Ressourcen sowie notwendi-
ger Prioritätensetzungen auch bei der Fachverwaltung. Dies gilt auch für die Beteiligung der 
Fachverwaltung an der Planung.  
Wie im Handbuch „Lebenswerte Veedel – Handbuch Bürger*innen- und Sozialraumorientie-
rung in Köln“ vorgesehen, wird die Geschäftsstelle regelmäßig, nach 2,5 Jahren und nach 5 
Jahren über die Zielerreichung berichten, wobei auch diese Berichterstattung unter dem o. g. 
Ressourcen-Vorbehalt der Fachverwaltung steht. 
 
Anlagen

Anlage_1_Sozialraumgebietsanalyse_Meschenich_Rondorf

185168 Zeichen

Lebenswerte 
Veedel  
Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
Bearbeiter  Datum  Name der Quelldatei  Version  Seite 
Sozialplanung (V/3)  04 .03.202 6 SRGA_MeRo_aktuell_final  1.0 1 von 50 
 
Einleitung 
Mit dem Beschluss der Herausforderungen und Ziele der strategischen Sozialplanung (Vorlage  
4069/2022 ) hat der Rat die Verwaltung beauftragt, „im Rahmen des Programms Lebenswerte Veedel 
gemäß dem "Handbuch Bürger*innen- und Sozialraumorientierung in Köln" die strategischen Ziele auf 
der Basis von Sozialraumgebietsanalysen und Sozialraumgebietsplanungen zügig kleinräumig 
umzusetzen, um die Lebensverhältnisse und Teilhabechancen in diesen Gebieten zu verbessern“ 
(s. Beschlusspunkt 5). Demgemäß hat die Stabsstelle Sozialplanung/Sozialberichterstattung zunächst 
eine kleinräumige, datengestützte Sozialraumgebietsanalyse für das Sozialraumgebiet Meschenich / 
Rondorf erarbeitet und den vom Rat beschlossenen strategischen Zielen gegenübergestellt (vgl. 
Sozialraumgebietsanalyse im Anhang).  
Die Sozialraumgebietsanalyse wurde dann Fachverwaltungen sowie Akteur*innen und Bürger*innen 
vor Ort zur Bewertung vorgelegt. Ihre qualitativen Einschätzungen und Hinweise wurden in der 
Sozialraumgebietsanalyse aufgenommen. 
Am 05.11.2025 hat schließlich eine Sozialraumkonferenz mit Vertreter*innen der Fachverwaltung, 
Akteur*innen und Bürger*innen über die bisherigen Ergebnisse (Sozialraumgebietsanalyse und 
Hinweise aus den Beteiligungsformaten) beraten. Die Ergebnisse der Beratung wurden ebenfalls 
dokumentiert und in die Sozialraumgebietsanalyse aufgenommen. In den Unter-Kapiteln mit der 
Überschrift „Hinweise aus den Beteiligungsformaten“ handelt es sich um Zitate, die im Rahmen der 
Analyse nicht überprüft bzw. kommentiert wurden. Die Relevanz soll im Rahmen der 
Planungskonferenzen geprüft werden.  
In der folgenden Darstellung sind alle Herausforderungen und strategischen Ziele aufgeführt, es 
erfolgt jeweils eine kurze Einführung, die auf den Ausführungen zum 1. Kölner Lebenslagenbericht 
beruht. Zu den strategischen Zielen werden dann tabellarisch die Ist-Werte der Stadt den Ist-Werten 
des Sozialraumgebiets und - soweit verfügbar - seiner Teilgebiete dargestellt. Daraufhin erfolgt eine 
Einschätzung, wie und von wem die weitere Bearbeitung erfolgen soll. Schließlich werden die 
Hinweise aus den Beteiligungsformaten wiedergegeben.  
Für die Bearbeitung der jeweiligen Herausforderungen sind grundsätzlich die jeweils fachlich 
zuständigen Ämter und Dienststellen verantwortlich. Dazu gehört auch die Abstimmung mit bzw. 
zwischen den städtischen und staatlichen Dienststellen bzw. Behörden sowie den Angeboten, 
Einrichtungen und Diensten vor Ort. Wo sinnvoll und möglich kann dabei auf die Unterstützung der 
Sozialraumkoordination zurückgegriffen werden, die hier – gemeinsam mit der Geschäftsstelle 
Lebenswerte Veedel und der Sozialplanung – eine initiierende und moderierende Funktion 
übernehmen können.  
Das Vorgehen soll in den Planungskonferenzen abgestimmt werden, die von der 
Sozialraumkoordination im Sozialraumgebiet nach der Beschlussfassung initiiert werden.

Lebenswerte 
Veedel  
Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
Bearbeiter  Datum  Name der Quelldatei  Version  Seite 
Sozialplanung (V/3)  04 .03.202 6 SRGA_MeRo_aktuell_final  1.0 2 von 50 
 
Inhaltsverzeichnis 
Beschreibung des Sozialraumgebiets .................................................................................................5 
Sozialstatistische Daten zum Sozialraumgebiet im Überblick ............................................................. 8 
1 Demografische Entwicklung .......................................................................................................... 10  
1.1  Strategisches Ziel: Wohlstand und Einkommen sind gesichert, Armutsrisiken bekämpft ..... 12  
1.2  Strategisches Ziel: Erwerbstätigkeit der erwerbsfähigen Bevölkerung ist verbessert ........... 13  
1.3  Strategisches Ziel: Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist gesichert .................................. 13  
2 Herausforderung: Startchancen verbessern – Gesundheit von Kindern und Jugendlichen aus 
einkommensschwachen Familien fördern .................................................................................... 14  
2.1  Strategisches Ziel: Die Gesundheit von Kindern aus bildungsfernen und sozioökonomischen 
schwächeren Verhältnissen ist verbessert ........................................................................................ 14  
2.1.1  Exkurs: Bearbeitung des Jahresschwerpunktthemas Kinder- und 
Jugendgesundheit - Bestand soziale Infrastruktur .................................................................. 15  
2.1.2  Exkurs: sozialraumgebietsspezifische Projekte  ...................................................... 16  
2.1.3  Exkurs: stadtweit zu bearbeitende Projekte .................................................................. 16  
2.1.4  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 17  
3 Herausforderung: Mehr Bildungsgerechtigkeit für Kinder und Jugendliche aus 
einkommensschwachen, benachteiligten Familien ..................................................................... 18  
3.1  Strategisches Ziel: Frühzeitige Förderung von Kindern aus benachteiligten Familien ist 
gesichert ............................................................................................................................................ 18 
3.1.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 19  
3.1.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 20  
3.2  Strategisches Ziel: Sprache und deutsche Sprachkenntnisse insbesondere bei Kindern mit 
internationaler Familiengeschichte sind bedarfsgerecht gefördert.................................................... 20  
3.2.1  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 21  
3.3  Strategisches Ziel: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsenen mit internationaler 
Familiengeschichte zu (höheren) Bildungsabschlüsse führen .......................................................... 21  
3.3.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 22  
3.3.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 22  
4 Herausforderung: Berufliche Chancen insbesondere für junge Erwachsene mit 
internationaler Familiengeschichte verbessern ........................................................................... 22  
4.1  Strategisches Ziel: Nachholen und Erwerb von höheren Schulabschlüssen auf dem zweiten 
Bildungsweg ist gefördert .................................................................................................................. 23  
4.1.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 23  
4.1.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 23  
4.2  Strategisches Ziel: Junge Erwachsene mit internationaler Familiengeschichte sind im 
Übergangssystem gefördert .............................................................................................................. 24  
4.2.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 24  
4.2.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 24  
4.3  Strategisches Ziel: Berufliche Ausbildung junger Erwachsener mit internationaler 
Familiengeschichte ist verbessert ..................................................................................................... 25

Lebenswerte 
Veedel  
Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
Bearbeiter  Datum  Name der Quelldatei  Version  Seite 
Sozialplanung (V/3)  04 .03.202 6 SRGA_MeRo_aktuell_final  1.0 3 von 50 
 
4.3.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 25  
4.3.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 25  
4.4  Strategisches Ziel: Unterbeschäftigung von jungen Erwachsenen mit internationaler 
Familiengeschichte ist abgebaut ....................................................................................................... 25  
4.4.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 26  
4.4.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 26  
5 Herausforderung: Familien- und Kinderarmut abbauen - Mehrfach belastete Lebenslagen 
durch abgestimmte Hilfen gezielt verbessern .............................................................................. 26  
5.1  Strategisches Ziel: Teilhabechancen armutsgefährdeter Alleinerziehendenhaushalte sind 
verbessert .......................................................................................................................................... 27  
5.1.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 28  
5.1.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 28  
5.2  Strategisches Ziel: Teilhabechancen armutsgefährdeter kinderreicher Familien sind 
verbessert .......................................................................................................................................... 28  
5.2.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 28  
5.2.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 28  
5.3  Strategisches Ziel: Teilhabechancen armutsgefährdeter Familien mit internationaler 
Familiengeschichte sind verbessert .................................................................................................. 28  
5.3.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 29  
5.3.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 29  
5.4  Strategisches Ziel: Langzeitarbeitslosigkeit in Familien mit Kindern ist gesenkt .................. 29 
5.4.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 30  
5.4.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 30  
5.5  Strategisches Ziel: Kulturelle Einbindung von Kindern und Jugendlichen aus 
armutsgefährdeten Familien ist gefördert .......................................................................................... 30  
5.5.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 30  
5.5.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 31  
6 Herausforderung: Teilhabechancen von Menschen mit internationaler Familiengeschichte 
fördern - Mehrfach belastete Lebenslagen durch abgestimmte Hilfen gezielt verbessern ..... 31  
6.1  Strategisches Ziel: Armutsrisiken von Menschen mit internationaler Familiengeschichte sind 
gemindert ........................................................................................................................................... 31  
6.1.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 32  
6.1.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 32  
6.2  Strategisches Ziel: Teilhabe der Menschen mit internationaler Familiengeschichte am 
Erwerbsleben ist verbessert .............................................................................................................. 32  
6.2.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 33  
6.2.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 33  
7 Herausforderung: Lebenslage älterer, insbesondere armutsgefährdeter, Menschen 
verbessern........................................................................................................................................ 34  
7.1  Strategisches Ziel: Gesundheitszustand der Senior*innen ist verbessert............................. 35

Lebenswerte 
Veedel  
Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
Bearbeiter  Datum  Name der Quelldatei  Version  Seite 
Sozialplanung (V/3)  04 .03.202 6 SRGA_MeRo_aktuell_final  1.0 4 von 50 
 
7.1.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 36  
7.1.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 36  
7.2  Strategisches Ziel: Altersarmut ist bekämpft ......................................................................... 36  
7.2.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 37  
7.2.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 37  
7.3  Strategisches Ziel: Soziale und kulturelle Teilhabe von Senior*innen ist ermöglicht ............ 37  
7.3.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 38  
7.3.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 38  
7.4  Strategisches Ziel: Bedarf an kultur- und gendersensibler Pflege ist gedeckt ...................... 38 
7.4.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 39  
7.4.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 39  
8 Herausforderung: Gesellschaftliche und politische Einbindung verbessern - ehrenamtliches 
Engagement und politisches Interesse der Stadtgesellschaft fördern ..................................... 39  
8.1  Strategisches Ziel: Interesse an der Arbeit der Stadtverwaltung und Kommunalpolitik ist 
gefördert ............................................................................................................................................ 40 
8.1.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 40  
8.1.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 40  
8.2  Strategisches Ziel: Wahlbeteiligung ist erhöht ...................................................................... 40  
8.2.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 41  
8.2.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 41  
8.3  Strategisches Ziel: Ehrenamtliches Engagement ist erhöht .................................................. 42  
8.3.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 42  
8.3.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 42  
9 Wohnen – Bedarfsgerechtes Wohnungsangebot verbessern – Wohnen / Wohnumfeld 
attraktiver gestalten ........................................................................................................................ 43  
9.1  Bedarfsgerechtes, bezahlbares Wohnen für einkommensschwache Haushalte ist gefördert 
 44  
9.1.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 45  
9.1.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 45  
9.2  Barrierefreiheit – Senior*innengerechtes Wohnen fördern.................................................... 45  
9.2.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 46  
9.2.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 46  
9.3  Attraktivität des Wohnumfelds steigern ................................................................................. 46  
9.3.1  Bewertung der Herausforderung und Ziele ................................................................... 47  
9.3.2  Hinweise aus den Beteiligungsformaten ....................................................................... 48  
10  Zusammenfassung und weiteres Vorgehen ............................................................................. 48

Lebenswerte 
Veedel  
Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
Bearbeiter  Datum  Name der Quelldatei  Version  Seite 
Sozialplanung (V/3)  04 .03.202 6 SRGA_MeRo_aktuell_final  1.0 5 von 50 
 
Beschreibung des Sozialraumgebiets 
aus den integrierten Stadtentwicklungskonzepten 
Siedlungsentwicklung  Stadtteile der südlich linksrheinischen Peripherie  außerhalb des 
Autobahnrings, Meschenich: Entwicklung entlang der römischen 
Heeresstraße, dörfliche Entwicklung mit Hofanlagen und 
Landarbeiterhäusern, nach 1945 Wachstum durch diverse Siedlungen 
(Einfamilienhäuser), 1970er Jahren Errichtung der Großsiedlung „Auf 
dem Kölnberg“ im Bauherrenmodell, Hochhäuser mit bis zu 26 Etagen 
und circa 1.300 Wohneinheiten (Verdopplung der Einwohnerschaft). 
Rondorf: seit 1930er und vermehrt ab den 1990er Jahren 
Siedlungsentwicklung (Einfamilienhäuser), zuvor Höfe, Eingemeindung 
1975. 
Die Zahl der Zu- und Fortzüge pro 100 Einwohner*innen lag im Jahr 
2023 im Sozialraumgebiet Meschenich / Rondorf bei 18,9%; im Jahr 
2013 lag sie bei 20,7%. In der Stadt Köln lag sie im Jahr 2023 bei 
21,7% und im Jahr 2013 bei 24,7%. 
Nahversorgung  Nahversorgungszentrum Meschenich: Brühler Landstra ße, 
Potenzialfläche für fehlenden Vollsortimenter im Bereich Brühler 
Landstraße / Am Kölnberg vorhanden, zunehmende Leerstände. 
Nahversorgungszentrum Rondorf entlang der Rodenkirchener Straße 
und Rondorfer Hauptstraße, Vollsortimenter in leicht abseitiger Lage 
Anbindung ÖPNV, MIV  Öffentlicher Personennahverkehr: ausschließlich mi t Bussen erreichbar 
(Dauer Fahrt Meschenich - Hauptbahnhof Köln circa. 45 Minuten, 
Shuttlebusanbindung an den Bahnhof Hürth Kalscheuren (geplant), 
motorisierter Individualverkehr: Ortsumgehung Meschenich ist seit 
2025 in Betrieb, dadurch ergibt sich verkehrliches und städtebauliches 
Planungserfordernis für den Verlauf der den Ortskern durchquerenden 
B51.Rondorf: ausbaufähige Busanbindung mit langen Wartezeiten und 
überlastete Straßen in und um Rondorf durch Individualverkehr bei 
Stoßzeiten. 
Grün / Freizeit  Stadtteile als abgegrenzte Siedlungskörper in eine r von 
landwirtschaftlicher Nutzung geprägten Umgebung, benachbart 
Baggerseen und Kiesgruben (zum Teil Landschaftsschutzgebiete), 
öffentliche Grünfläche in Rondorf, Fußball-Rasenplatz des SC 
Meschenich und ab Herbst 2024 Vereinsheim und zwei neue 
Rasenplätze des SC Rondorf 
Gewerbe  Keine größeren Bereiche gewerblicher Nutzung, bena chbarte 
Landwirtschaft, Kiesabbau (zwischen Meschenich und Immendorf bis 
2029), Containerterminal Eifeltor benachbart 
soziale Akteur*innen  Diverse Träger von Beratungsangeboten in Meschenic h, räumlich 
unbefriedigende Unterbringung, Haus der Familie in Rondorf - ein 
Jugend- und Nachbarschaftshaus, bürgerschaftliches Engagement, 
diverse Bürgervereine in Meschenich und Rondorf, SüdArt 
(Künstlernetzwerk), ärztliche Versorgung besonders in Meschenich 
(etwa kein Zahnarzt, kinderärztliche Versorgung aktuell gefährdet) 
Kita / Schulen  Privatinternat St. George`s School in Rondorf, div erse Grundschulen 
und Kindertagesstätten, keine weiterführenden Schulen. Ab 2027/28 
Gymnasium Rondorf sowie Grundschulen im Neubaugebiet Rondorf-
Nordwest geplant 
Sozialraumkoordination  Kampshof Meschenich (Sozialraumkoordination, Träger Caritas 
Verband), Sozialraum seit 2007, Koordinierung von 
Präventionsmaßnahmen und Hilfeangeboten, Vernetzung von

Lebenswerte 
Veedel  
Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
Bearbeiter  Datum  Name der Quelldatei  Version  Seite 
Sozialplanung (V/3)  04 .03.202 6 SRGA_MeRo_aktuell_final  1.0 6 von 50 
 
unterschiedlichen Akteur*innen, Initiieren von Maßnahmen 
(Beispielweise Stadtteilmütter, Beratungsangebote, Feste) 
Städtische Maßnahmen  2009 Ratsbeschluss zur Einleitung der vorbereitend en Untersuchungen 
gemäß § 141 BauGB für Köln Meschenich, Reduktion der 
Geschwindigkeit auf 30 km / h (seit September 2013) und 
Nachtfahrverbot für LKW (seit Mai 2014), Sperrbezirk (seit 2010), 
Shuttlebus zum Bahnhof Kalscheuren ab 2015 geplant, (Beschluss im 
September 2013), Regionale 2010 Projekt Regio Grün tangiert 
Meschenich (Auskiesung), Anbindung neue Stadtbahnlinie Stadtbahn 
Süd in der 4. Baustufe bis Meschenich Süd über die Brühler 
Landstraße mit drei Haltestationen beschlossen und in Planung 
(Realisierung bis 2030). Update: Vorläufige Endhaltestelle Meschenich 
Nord und nur eine Haltestation auf der Brühler Landstr. bis 2030. 
Private Maßnahmen  Mangelnde Investitionen in der Großsiedlung „Auf d em Kölnberg“, viele 
Eigentümer*innen, oft wechselnd, mehrere große 
Wohnungsgesellschaften, prägend sind SHV und Grand City Property, 
diese auch mit Interesse an sozialen Themen und 
Wohnumfeldverbesserung (Mitarbeit in der städtischen AG Rattenplage 
von 53 und 32, in der Arbeitsgruppe mit 02-2 und JUGZ Meschenich, 
Caritas und Sozialraumkoordination im Wohnraumdialog 
Fazit   
Bemerkung   
 
 
SRG Meschenich / Rondorf: EW 17.170 (31.12.2023), Quelle: Stadt Köln (2024), Amt für Stadtentwicklung 
und Statistik

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Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Meschenich (Stadtteil): EW 7.790 (31.12.2023), Quelle: 
Stadt Köln (2024), Amt für Stadtentwicklung und 
Statistik

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Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Rondorf (Stadtteil): EW 9.380 (31.12.2023), Quelle: Stadt Köln (2024), Amt für Stadtentwicklung und 
Statistik  
Sozialstatistische Daten 1 zum Sozialraumgebiet im Überblick 
Im Folgenden werden Indikatoren berichtet, die im Rahmen der Lebenslagenberichterstattung als 
bedeutsam erachtet wurden, um Hinweise auf wesentliche Entwicklungen der Lebenslagen der 
Bevölkerung zu erhalten. Sie können damit als Einstiegspunkte für weitere differenziertere Analysen 
darstellen, bei denen dann weitere Kennzahlen bzw. Indikatoren sowie qualitative Einschätzungen zur 
Bewertung zusammengeführt werden. Nicht alle relevanten Daten liegen auf der Ebene des 
Sozialraumgebiets vor, da die Daten z.T. nicht so feingliedrig erhoben werden oder zuzuordnen sind. 
Dies führt dazu, dass die sehr herausfordernden Lebenslagen am Kölnberg durch die übrigen Teile 
des Sozialraumgebiets – insbesondere in Alt-Meschenich und Rondorf – nicht so deutlich werden. 
Dies wird jedoch in dieser Analyse, die auf die Gesamtbetrachtung des Sozialraumgebietes insgesamt 
ausgerichtet ist in Kauf genommen. Bei den weiteren Planungen sind insbesondere diese besonderen 
Lebenslagen am Kölnberg besonders zu berücksichtigen.  
 
1 Alle Daten stammen vom Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Köln, z. T. werden diese aber auch von IT-NRW bzw. der 
Bundesagentur für Arbeit bereitgestellt. Die Bewertungen sind dem 1. Kölner Lebenslagenbericht  entnommen.

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Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Abbildung 1: Vergleich Sozialraumgebiet und Gesamtstadt 2023  
 
Quelle: Stadt Köln (2024), Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Im Jahr 2023 zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen dem Sozialraumgebiet und der 
Gesamtstadt. Am deutlichsten sind diese bei den Anteilen der  
- Einwohner*innen mit Migrationshintergrund 2  
- Einwohner*innen unter 18 Jahren mit International er Familiengeschichte   
- Anteil der Grundschulempfehlungen für das Gymnasi um (schulstandortbezogen) 
- SGB II-Quote unter 25-jährige Ausländer*innen 
- Kinderarmutsquote (SGB-II-Bezug bei unter 14Jähri gen). 
 
2 Zu den Personen mit Migrationshintergrund zählen: nichtdeutsche Staatsangehörige, eingebürgerte Deutsche, 
Aussiedler*innen, deutsche Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre mit mindestens einem Elternteil mit Migrationshintergrund im 
Haushalt. Im Folgenden wird synonym von Menschen mit internationaler Familiengeschichte gesprochen. Die Kategorie "mit 
Migrationshintergrund" ist in Deutschland mit dem Mikrozensus von 2005 eingeführt worden. Sie erlaubt es, gesellschaftliche 
Integrationsprozesse nicht nur von ausländischen Staatsangehörigen, sondern auch von eingebürgerten Zugewanderten der 
ersten Generation und ihren Nachkommen zu beschreiben. Dadurch werden auch Benachteiligungen beobachtbar, die auf 
strukturelle Barrieren und gesellschaftliche Schließungsprozesse verweisen. Diese erschweren Mitgliedern einer bestimmten 
sozialen Gruppe den Zugang zu zentralen gesellschaftlichen Bereichen (z.B. zu Bildung oder bestimmten beruflichen 
Positionen), wodurch Möglichkeiten eines sozialen Aufstiegs verhindert werden. Die Verwendung des Begriffs "mit 
Migrationshintergrund" außerhalb statistischer Betrachtungen ist umstritten, da er auch in Deutschland geborene und 
aufgewachsene Kinder von Zugewanderten als "anders" und damit "nicht richtig zugehörig" kategorisiert.“ 
https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/glossar-migration-integration/270615/migrationshintergrund/ 
19,7 
5,5 
49,0 
68,7 
4,8 
19,0 
85,6 
80,8 
2,6 
2,3 
29,7 
91,1 
80,4 
35,4 
18,4 
14,6 
49,4 
30,9 
6,2 
18,9 
16,1 
5,8 
4…
60,4 
7,7 
22,5 
83,5 
79,2 
3,2 
1,8 
37,2 
99,8 
85,3 
43,8 
12,4 
11,8 
41,0 
20,3 
9,2 
21,7 
0,0 20,0 40,0 60,0 80,0 100,0 120,0 
Einwohner*innen unter 18 Jahre (in %) 
Anteil der Einwohner*innen über 80 Jahre 
Anteil der Einwohner*innen mit Migrationshintergrund
Anteil U-18-jähriger mit Migrationshintergrund 
Einwohnerdichte (Person pro Adresse) 
Alleinerziehendenhaushalte (in %) 
Lebenserwartung Frauen 
Lebenserwartung Männer 
Sterbefälle von Einwohnern im Alter von unter 70 Jahren je 1.000 
Einwohner im gleichen Alter (Männer) 
Sterbefälle von Einwohnerinnen im Alter von unter 70 Jahren je 1.000 
Einwohnerinnen im gleichen Alter (Frauen) 
Anteil der Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren an allen Kindern 
im gleichen Alter (Versorgungsquote U3) 
Anteil der Betreuungsplätze für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren an 
allen Kindern im gleichen Alter (Versorgungsquote Ü3) 
Anteil der OGTS-Schüler*innen in Grundschulen (räumliche Verortung 
nach Schulstandort) 
Anteil der Grundschulempfehlung für das Gymnasium an allen 
Grundschulempfehlungen (räumliche Verortung nach Schulstandort)… 
SGB-II-Quote 
SGB-II-Quote unter 25-jährige Deutsche (seit 2018) 
SGB-II-Quote unter 25-jährige Ausländer*innen (seit 2018) 
SGB II-Quote: Leistungsberechtigte 0-14 (seit 2018) 
Leistungen zur Grundsicherung im Alter 
Fluktuationsquote (Zu- und Fortzüge/100 Einw.) 
Stadt Köln 2023  Meschenich / Rondorf 2023

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Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Abbildung 2: Entwicklungen im Sozialraumgebiet 2013 bis 2023  
 
Quelle: Stadt Köln (2024), Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
Zwischen den Jahren 2013 und 2023 setzen sich Trends im Sozialraumgebiet fort. So nehmen die 
folgenden Anteile weiter zu:  
- Einwohner*innen mit internationaler Familiengesch ichte   
- Einwohner*innen unter 18 Jahren mit international er Familiengeschichte 
Positiv zu bewerten ist die Zunahme  
- des Anteils der Kinder unter 3 Jahren in Kita bzw . Tagespflege. 
Als herausfordernd wird dabei die weitere Zunahme der Anteile der  
- SGB II-Quote der 0 bis 14-Jährigen (Kinderarmut) angesehen. 
1 Demografische Entwicklung 
Gemäß der Bevölkerungsprognose wird die Kölner Bevölkerung bis zum Jahr 2040 weiterwachsen. 
Die verschiedenen (Bevölkerungs- und Alters-)Gruppen wachsen jedoch nicht gleich stark. Die Kölner 
Stadtgesellschaft verändert sich, die Anteile jüngerer Menschen und die Anteile älterer Menschen 
steigen, zugleich nimmt der Anteil der Menschen mit internationaler Familiengeschichte weiter zu. Die 
demografischen Veränderungen haben Auswirkungen auf die verschiedenen gesellschaftlichen 
Teilsysteme wie den Arbeitsmarkt, das Betreuungs- und Bildungssystem, das Gesundheitssystem und 
die Versorgung und Pflege älterer Menschen. Damit auch in Zukunft für möglichst viele Menschen 
19,7 
5,5 
49,0 
68,7 
4,8 
19,0 
85,6 
80,8 
2,6 
2,3 
29,7 
91,1 
80,4 
35,4 
18,4 
14,6 
49,4 
30,9 
6,2 
18,9 
19,3 
3,5 
40,7 
57,9 
4,8 
19,1 
84,8 
78,8 
5,2 
2,6 
26,6 
90,0 
62,9 
46,6 
15,3 
15,2 
44,1 
21,5 
6,0 
20,7 
0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0 60,0 70,0 80,0 90,0 100,0 
Einwohner*innen unter 18 Jahre (in %) 
Anteil der Einwohner*innen über 80 Jahre 
Anteil der Einwohner*innen mit Migrationshintergrund
Anteil U-18-jähriger mit Migrationshintergrund 
Einwohnerdichte (Person pro Adresse) 
Alleinerziehendenhaushalte (in %) 
Lebenserwartung Frauen 
Lebenserwartung Männer 
Sterbefälle von Einwohnern im Alter von unter 70 Jahren je 1.000 Einwohner 
im gleichen Alter (Männer) 
Sterbefälle von Einwohnerinnen im Alter von unter 70 Jahren je 1.000 
Einwohnerinnen im gleichen Alter (Frauen) 
Anteil der Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren an allen Kindern im 
gleichen Alter (Versorgungsquote U3) 
Anteil der Betreuungsplätze für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren an allen 
Kindern im gleichen Alter (Versorgungsquote Ü3) 
Anteil der OGTS-Schüler*innen in Grundschulen (räumliche Verortung nach 
Schulstandort) 
Anteil der Grundschulempfehlung für das Gymnasium an allen 
Grundschulempfehlungen (räumliche Verortung nach Schulstandort)… 
SGB-II-Quote 
SGB-II-Quote unter 25-jährige Deutsche (seit 2018) 
SGB-II-Quote unter 25-jährige Ausländer*innen (seit 2018) 
SGB II-Quote: Leistungsberechtigte 0-14 (seit 2018) 
Leistungen zur Grundsicherung im Alter 
Fluktuationsquote (Zu- und Fortzüge/100 Einw.) 
 Meschenich / Rondorf 2013  Meschenich / Rondorf 2023

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Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Teilhabe gesichert und der Zusammenhalt der Stadtgesellschaft gewährleistet wird, ist es wichtig, den 
demografischen Wandel der Stadtgesellschaft proaktiv zu gestalten.  
Bevölkerung im Sozialraumgebiet 
Im Sozialraumgebiet lebten im Jahr 2023 17.170 Menschen, damit ist die Bevölkerung seit dem Jahr 
2013 um 79 Personen gewachsen (0,5%). Die Veränderung ist geringer als im städtischen 
Durchschnitt (4,9%). 
Im Stadtteil Meschenich lebten im Jahr 2023 7.790 Menschen, damit ist die Bevölkerung seit dem Jahr 
2013 um 191 Personen gewachsen (2,5%). 
Im Stadtteil Rondorf lebten im Jahr 2023 9.380 Menschen, damit ist die Bevölkerung seit dem Jahr 
2013 um 112 Personen geschrumpft (-1,2%). 
Bisherige Bevölkerungsentwicklung jüngerer Menschen  
Die Zahl der unter 18-Jährigen hat sich im Sozialraumgebiet Meschenich / Rondorf seit dem Jahr 
2013 von 3.292 auf 3.379 um 2,6% erhöht. Die Veränderung ist geringer als im städtischen 
Durchschnitt (7,5%). 
Der Anteil der Bevölkerung unter 18 Jahre ist im Sozialraumgebiet mit 19,7% im Jahr 2023 größer als 
in der Gesamtstadt (16,1%) und hat sich in Meschenich / Rondorf seit dem Jahr 2013 um 0,42%-
Punkte erhöht. Die Veränderung ist größer als im städtischen Durchschnitt (0,39%). 
Die Zahl der unter 18-Jährigen hat sich im Stadtteil Meschenich seit dem Jahr 2013 von 1.644 auf 
1.775 und somit um 8% erhöht.  
Der Anteil der Bevölkerung unter 18 Jahre ist im Stadtteil Meschenich mit 22,8% im Jahr 2023 größer 
als in der Gesamtstadt (16,1%) und hat sich seit dem Jahr 2013 um 1,15%-Punkte erhöht. Die 
Veränderung ist größer als im städtischen Durchschnitt (0,39%). 
Die Zahl der unter 18-Jährigen hat sich im Stadtteil Rondorf seit dem Jahr 2013 von 1.648 auf 1.604 
und somit um 2,7% verringert.  
Der Anteil der Bevölkerung unter 18 Jahre ist im Stadtteil Rondorf mit 17,1% im Jahr 2023 größer als 
in der Gesamtstadt (16,1%) und hat sich seit dem Jahr 2013 um 0,26%-Punkte verringert. Die 
Veränderung ist geringer als im städtischen Durchschnitt (0,39%). 
Bisherige Bevölkerungsentwicklung älterer Menschen  
Die Anzahl der Menschen über 80 Jahre hat sich im Sozialraumgebiet seit dem Jahr 2013 von 603 auf 
947 im Jahr 2023 und somit um 57% erhöht. Die Veränderung ist größer als im städtischen 
Durchschnitt (37,2%). Der Anteil der Menschen über 80 Jahre ist im Sozialraumgebiet im Jahr 2023 
mit 5,5% größer als im Jahr 2013 (3,5%). Die Veränderung ist größer (bezogen auf die absoluten 
Prozentpunkte 2%) als im städtischen Durchschnitt (1,4%). 
Die Anzahl der Menschen über 80 Jahre hat sich im Stadtteil Meschenich seit dem Jahr 2013 von 198 
auf 294 im Jahr 2023 und somit um 48,5% erhöht. Der Anteil der Menschen über 80 Jahre ist im 
Stadtteil Meschenich im Jahr 2023 mit 3,8% größer als im Jahr 2013 (2,6%). 
Die Anzahl der Menschen über 80 Jahre hat sich im Stadtteil Rondorf seit dem Jahr 2013 von 405 auf 
653 im Jahr 2023 und somit um 61,2% erhöht. Der Anteil der Menschen über 80 Jahre ist im Stadtteil 
Rondorf im Jahr 2023 mit 7% größer als im Jahr 2013 (4,3%). 
Bevölkerungsprognose bis 2035  
Da die Bevölkerungsprognose 
3 nur auf Stadtteilebene vorliegt, kann diese hier nicht für das 
Sozialraumgebiet berichtet werden, sondern nur auf Stadtteilebene da nicht alle Quartiere der 
Stadtteile im Sozialraumgebiet liegen.  
 
3 Stadt Köln (2025): Bevölkerungsvorausberechnung für Köln 2025 bis 2045. Mit kleinräumigen Berechnungen bis 2035, Kölner 
Statistische Nachrichten 12/2025, Basisvariante,

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Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Im Stadtteil Meschenich wird sich die Bevölkerung bis zum Jahr 2035 um 203 auf dann insgesamt 
7.993 Personen erhöhen. In der Gesamtstadt wird die Bevölkerung sich um 22.453 Personen 
erhöhen. Die prozentuale Veränderung beträgt im Stadtteil Meschenich bis zum Jahr 2035 2,6%.  
Im Stadtteil Rondorf wird sich die Bevölkerung bis zum Jahr 2035 um 1.927 auf dann insgesamt 
11.307 Personen erhöhen. In der Gesamtstadt wird die Bevölkerung sich um 22.453 Personen 
erhöhen. Die prozentuale Veränderung beträgt im Stadtteil Rondorf bis zum Jahr 2035 20,5%.  
Der Jugendquotient 4 wird im Stadtteil Meschenich von 36,8 im Jahr 2021 bis zum Jahr 2035 auf 37,3 
ansteigen. Der Jugendquotient wird im Stadtteil Rondorf von 28,1 im Jahr 2021 bis zum Jahr 2035 auf 
35,4 ansteigen.  
Der Altenquotient 
5 wird im Stadtteil Meschenich von 22,6 im Jahr 2021 bis zum Jahr 2035 auf 25,6 
ansteigen. Der Altenquotient wird im Stadtteil Rondorf von 38,3 im Jahr 2021 bis zum Jahr 2035 auf 
44,6 ansteigen.  
Die demografischen Veränderungen haben Auswirkungen auf die verschiedenen gesellschaftlichen 
Teilsysteme wie den Arbeitsmarkt, das Betreuungs- und Bildungssystem, das Gesundheitssystem und 
die Versorgung und die Pflege älterer Menschen. Damit auch in Zukunft für möglichst viele Menschen 
Teilhabe gesichert und der Zusammenhalt der Stadtgesellschaft gewährleistet wird, ist es wichtig, den 
demografischen Wandel der Stadtgesellschaft proaktiv zu gestalten.  
1.1 Strategisches Ziel: Wohlstand und Einkommen sin d gesichert, Armutsrisiken bekämpft 
Köln ist ein starker Wirtschaftsstandort. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Kölns betrug im Jahr 2022 
74,263 Milliarden Euro, 2018 lag der Wert noch bei 59,738 Milliarden Euro. Damit zählt Köln zu den 
wirtschaftlich stärkeren Kommunen in NRW. Gleichzeitig beträgt das verfügbare Einkommen im Jahr 
2022 pro Kopf "nur" 25.657 Euro (knapp unterhalb des Bundesdurchschnitts und gleichzeitig über dem 
Landesdurchschnitt). Die Zahlen zeigen: Nicht alle Kölner*innen profitieren vom starken 
Wirtschaftsstandort. In den Zahlen spiegelt sich wider, dass die Wirtschaftsleistung am Standort Köln 
nicht nur von Kölner*innen, sondern auch von Menschen aus dem Umland Kölns erarbeitet wird.  
2023 waren 24% 
6 der Kölner Haushalte einem relativen Armutsrisiko ausgesetzt, das bedeutet, das 
Haushaltsäquivalenzeinkommen 7 lag unterhalb der Armutsrisikogrenze. Haushalte mit Personen mit 
internationaler Familiengeschichte haben ein höheres Armutsrisiko als Haushalte mit Personen ohne 
internationale Familiengeschichte (37% der Haushalte mit internationaler Familiengeschichte zu 18% 
der Haushalte ohne internationale Familiengeschichte).  
Für die Zukunft der Stadtgesellschaft ist es wichtig, den starken Wirtschaftsstandort zu erhalten und 
auszubauen und gleichzeitig Armutsrisiken zu bekämpfen, so dass mehr Kölner*innen am 
Wirtschaftsgeschehen teilhaben und bessere Einkommen erzielen können. 8 Die Zielsetzung wird 
detailliert im Kapitel 4 und Kapitel 6 aufgegriffen.  
 
4 Beim Jugendquotient werden Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren ins Verhältnis zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter 
zwischen 20 und 65 Jahren gesetzt. 
5 Der Altenquotient bildet das Verhältnis der Personen im Rentenalter (z. B. 65 Jahre und älter) zu 100 Personen im 
erwerbsfähigen Alter (z. B. von 20 bis unter 65 Jahren) ab. 
6 Stadt Köln (2024): Einkommensverteilung in Köln. Ergebnisse der Strukturdatenerhebung 2023 (Kölner Statistische 
Nachrichten1/2024). 
7 Das Haushaltsäquivalenzeinkommen (oft als bedarfsgewichtetes Nettoäquivalenzeinkommen bezeichnet) ist eine Messgröße, 
die das Haushaltsnettoeinkommen so berechnet, dass es die unterschiedliche Größe und Zusammensetzung von Haushalten 
berücksichtigt. Es ermöglicht, die Einkommensverhältnisse von Singles, Paaren und Familien vergleichbar zu machen. 
8 Das strategische Ziel 1.1 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) sowie des Masterplans 
des Dezernats V (MP): KP Ziel 2.1 Köln stärkt seinen breiten Wirtschaftsmix; KP Ziel 2.2 Köln baut seine Position als führende 
Wissenschaftsstadt aus; KP Ziel 2.3 Köln entwickelt gewerbliche und industrielle Standorte mit klarem inhaltlichen Profil; KP Ziel 
2.4 Köln entwickelt Räume und Strukturen für die Kultur und Kreativwirtschaft; KP Ziel 2.5 Köln optimiert die Flächennutzung 
der Industrie und Gewerbegebiete und verbessert ihre Erreichbarkeit; KP Ziel 2.6 Köln integriert Erwerbsfähige dauerhaft in den 
ersten Arbeitsmarkt; KP Ziel 3.3 Köln setzt sich aktiv für eine Inklusive Gesellschaft ein; MP Ziel B1 Erwerbsfähige sind 
dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt integriert.

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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1.2 Strategisches Ziel: Erwerbstätigkeit der erwerb sfähigen Bevölkerung ist verbessert 
Aufgrund der demografischen Entwicklung wird der Betreuungs-, Versorgungs- und Pflegebedarf 
Jüngerer und Älterer weiter steigen. Der Fachkräftebedarf in diesen Bereichen wird ebenfalls weiter 
steigen. Es ist davon auszugehen, dass der bereits jetzt bestehende Fachkräftemangel sich noch 
verschärfen wird. Umso wichtiger ist es, die Potenziale für eine Erwerbstätigkeit der erwerbsfähigen 
Bevölkerung zu fördern.  
Insgesamt waren im Jahr 2022 ca. 60% der Menschen im erwerbsfähigen Alter auch erwerbstätig 
(abhängig beschäftigt oder selbstständig). Von den Kölner*innen ohne internationale 
Familiengeschichte sind 63,3%, von denjenigen mit internationaler Familiengeschichte sind 50% 
erwerbstätig. 
9  
Die demografische Entwicklung führt dazu, dass der Anteil der Menschen im erwerbsfähigen Alter mit 
internationaler Familiengeschichte steigen wird. Wenn die berufliche Qualifikation dieser Gruppe nicht 
verbessert wird, besteht die Gefahr, dass die Erwerbstätigenquote sinkt. Eine sinkende 
Erwerbstätigenquote kann einen von Fachkräftemangel geprägten Arbeitsmarkt zusätzlich treffen.  
1.3 Strategisches Ziel: Vereinbarkeit von Familie u nd Beruf ist gesichert 
Aufgrund der demografischen Entwicklung wird der Betreuungs-, Versorgungs- und Pflegebedarf 
Jüngerer und Älterer weiter steigen. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. die Möglichkeit, 
erwerbstätig zu sein, weiter zu verbessern, sind Anpassungen bei der Betreuungs-, Versorgungs- und 
Pflegeinfrastruktur erforderlich. 
Der Ausbau der Kindertagesbetreuung und der Ausbau der schulischen Ganztagsbildung haben 
hohen bildungs- und gesellschaftspolitischen Stellenwert. Für Eltern spielt eine flexible und qualitativ 
hochwertige Kinderbetreuung eine zentrale Rolle (Betreuungsaspekt). Für die Kinder selbst werden 
dadurch verbesserte Bildungschancen erwartet, insbesondere, wenn sie aus benachteiligten Familien 
kommen (Bildungsaspekt, vgl. hierzu auch Herausforderung 3). 
Die stetige Erweiterung des schulischen Ganztagsangebotes in der Primarstufe wird bereits seit 
längerem als gesamtstädtisches Ziel verfolgt und das bisherige Ergebnis spiegelt sich in einer 
vergleichsweise hohen Versorgungsquote wider. Hinzugekommen ist nun der bundesgesetzlich 
beschlossene, stufenweise Eintritt eines Rechtsanspruchs auf ganztägige Betreuung. Beginnend mit 
den Schüler*innen der Klasse 1 im Schuljahr 2026/2027 werden alle Grundschulkinder ab dem 
Schuljahr 2029/2030 einen entsprechenden Anspruch haben. 
10   
Die Schaffung weiterer Plätze im Offenen Ganztag ist deshalb kontinuierlich voranzutreiben. Risiken in 
der Umsetzung bestehen durch den gravierenden Fachkräftemangel, steigende Schüler*innenzahlen 
und den Herausforderungen im Schulbau. Die Zielsetzung soll mittels der im Kapitel 3.1 
beschriebenen Zielsetzung angestrebt werden. 
Auch der Bedarf an Pflegeinfrastruktur 
11  steigt immens. Die Pflegeinfrastruktur ist entsprechend 
bedarfsgerecht auszubauen und insbesondere flexiblen Konzepten ist Raum zu bieten. 12  Diese 
Zielsetzung wird im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung nach dem Alten- und Pflegegesetz 
NRW (APG NRW) angestrebt.13   
 
9 Der Lebenslagenbericht zeigt, dass Menschen mit Internationaler Familiengeschichte im Durchschnitt weniger gute 
Teilhabechancen im Bereich schulische und berufliche Bildung und Ausbildung haben als die Gruppe ohne Internationale 
Familiengeschichte.  
10  https://www.ganztag-nrw.de/information/rechtsanspruch-
ganztagsbetreuung/#:~:text=Ganztagsf%C3%B6rderungsgesetz%20%E2%80%93%20GaF%C3%B6G%20vom%2002.%20Okt 
ober%202021&text=Der%20Anspruch%20soll%20in%20den,Anspruch%20auf%20ganzt%C3%A4gige%20Betreuung%20hat. 
11  Konkrete, differenzierte Daten wurden im „Bericht zur kommunalen Pflegeplanung der Stadt Köln“ vorgelegt. 
12  Das strategische Ziel 1.3 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) sowie des Masterplans 
des Dezernats V (MP): KP Ziel 3.4 Köln fördert die kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt; KP Ziel 3.5 Köln fördert den 
Zugang zu Bildung und Qualifikation als Schlüssel zur Teilhabe; KP Ziel 5.2 Köln sorgt für Zugang zur gesundheitlichen 
Versorgung, Gesundheitsförderung und Prävention für alle Lebenslagen; MP Ziel G5 Pflegerische Versorgung ist ausreichend 
und zugänglich;  
13  Engels, D.; Maur, C. (2024): Dritter Bericht zur Kommunalen Pflegeplanung der Stadt Köln, hrsg. vom Amt für Soziales, Arbeit 
und Senioren, Köln.

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Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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2 Herausforderung: Startchancen verbessern – Gesund heit von Kindern und Jugendlichen 
aus einkommensschwachen Familien fördern 
Die gesundheitliche Lage der Kinder und Jugendlichen ist nicht zufriedenstellend. Der 
Lebenslagenbericht sowie auch der Bericht 14 über die Kinder- und Jugendgesundheit in Köln zeigen: 
37% der Erstklässler haben kein naturgesundes Gebiss. 11% der Kinder sind übergewichtig. 
Schätzungsweise 22.000 Kinder und Jugendliche der Altersgruppe von sieben bis 17 Jahren weisen 
potenziell eine psychische Störung oder eine Verhaltensstörung auf. Geschätzt werden rd. 10.500 
Jugendliche mit riskantem Alkoholkonsumverhalten und 6.500 jugendliche „Rauschtrinker“. Die 
geschätzte Zahl der riskanten Cannabis-Konsument*innen steigt.  
Der Bildungstand, der Beruf und die Einkommenssituation der Eltern beeinflussen unmittelbar den 
Gesundheitszustand der Kinder, aber auch das Gesundheitsverhalten der Eltern wirkt sich aus. Kinder 
und Jugendliche aus Elternhäusern mit niedrigem sozioökonomischen Status weisen im Allgemeinen 
einen schlechteren Gesundheitszustand auf.  
Gesundheitliche Beeinträchtigungen von Kindern und Jugendlichen können Teilhabechancen in 
anderen Lebenslagenbereichen beeinträchtigen (z.B. Bildung oder soziale, kulturelle Teilhabe) und 
auch negative Folgen für Teilhabechancen im späteren Lebensverlauf haben. Es ist deshalb 
besonders wichtig für Kinder und Jugendliche gute gesundheitliche Voraussetzungen zu schaffen, die 
durch eine gute gesundheitliche Versorgung sicherzustellen ist. Wesentliches strategisches Ziel ist: 
2.1 Strategisches Ziel: Die Gesundheit von Kindern aus bildungsfernen und 
sozioökonomischen schwächeren Verhältnissen ist verbessert  
In den (Sozialraum-)Gebieten, in denen ein hoher Anteil von einkommensarmen Familien lebt, wird 
das Angebot der Früherkennungsuntersuchung U8 weniger wahrgenommen. Von den im Rahmen der 
Schuleingangsuntersuchung untersuchten Kindern legten 93,8% ein Untersuchungsheft vor. 95% 
hiervon wiederum hatten an der Früherkennungsuntersuchung U8 teilgenommen.  
Nicht gesunde Zähne können Schmerzen verursachen und das Sprechen erschweren, was wiederum 
zu Schwierigkeiten in der Schule führt. Kinder mit einer schlechten Zahngesundheit können in ihren 
Teilhabechancen eingeschränkt sein.  
Insbesondere bei Kindern hat Übergewicht nicht nur Auswirkungen auf ihre jetzige und zukünftige 
körperliche Gesundheit, sondern verstärkt auch das Risiko psychischer Belastungen und sozialer 
Ausgrenzung durch Gleichaltrige. Übergewicht erhöht das Risiko für viele andere Krankheiten wie 
Bluthochdruck, Herzleiden und Diabetes. Gleichzeitig korreliert Übergewicht hoch mit einem 
insgesamt schlechteren Gesundheitszustand. 
15 Das strategische Ziel 2.1 soll über die folgenden 
Teilziele angestrebt werden:  
Tabelle 1: Teilziele des strategischen Zieles „Die Gesundheit von Kindern aus bildungsfernen und 
sozioökonomischen schwächeren Verhältnissen ist verbessert “ 
Teilziele Indikator Ist-
Wert  
Jahr Strategischer 
Zielwert  
Jahr 
Früherkennung für Kinder 
aus bildungsfernen und 
sozioökonomisch 
schlechteren 
Verhältnissen ist 
verbessert 
Anteil der Kinder mit 
Untersuchungsheft, die im 
Sozialraumgebiet an der 
Früherkennungsuntersuchung 
U8 teilgenommen haben 
88,4% 
 
2024 größer 95% 2030 
 
14  Kinder und Jugendgesundheit in Köln – Bericht 2017/2018 
15  Das strategische Ziel 2.1 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) sowie des Masterplans 
des Dezernats V (MP): KP Ziel 5.1 Köln fördert Bewegung und Sport, KP Ziel 5.2 Köln sorgt für Zugang zur gesundheitlichen 
Versorgung, Gesundheitsförderung und Prävention für alle Lebenslagen, Masterplan Dezernat V Ziel G1 Eine hochwertige 
grundlegende medizinische (Grund-) Versorgung ist für alle Menschen erreichbar.

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Teilziele Indikator Ist-
Wert  
Jahr Strategischer 
Zielwert  
Jahr 
Zahngesundheit von 
Kindern aus 
bildungsfernen und 
sozioökonomischen 
schlechteren 
Verhältnissen ist 
verbessert 
Anteil der Kinder ohne 
naturgesundes Gebiss im 
Sozialraumgebiet  
61,3% 
 
2024 
16  kleiner 43,8% 2030 
Der Anteil an Kindern mit 
mindestens Übergewicht 
bzw. Adipositas aus 
bildungsfernen und 
sozioökonomischen 
schlechteren 
Verhältnissen ist gesenkt 
Quote der Kinder mit mind. 
Übergewicht im 
Sozialraumgebiet 
12,9% 
 
2024 kleiner 11% 
(städtischer 
Mittelwert) 
2030 
Quelle: Stadt Köln (2024), Gesundheitsamt 
2.1.1 Exkurs: Bearbeitung des Jahresschwerpunktthem as Kinder- und Jugendgesundheit - 
Bestand soziale Infrastruktur 
Die professionellen Akteur*innen vor Ort wurden zu den Herausforderungen im Sozialraumgebiet 
befragt. Die Ergebnisse dieser Befragung wurden Expert*innen aus dem Sozialraumgebiet vorgestellt 
und diskutiert. Daraus wurde deutlich, dass die Kinder- und Jugendgesundheit im Sozialraumgebiet 
verbesserungsbedürftig ist. Die Verbesserungen sollen mit den folgenden Strategien und Projekten 
angestrebt werden:  
Auf zwei stadtweiten Konferenzen im Jahr 2021 wurden die folgenden Strategien zur Verbesserung 
der Kinder- und Jugendgesundheit herausgearbeitet: 
1. Information / Vernetzung verbessern 
2. Zugänge und Übergänge verbessern 
3. Beteiligungsmöglichkeiten verbessern 
Die professionellen Akteur*innen vor Ort wurden zu den Herausforderungen und o.g. Strategien 
befragt. Nach Auswertung der Online-Umfragen und insbesondere den ca. 1.000 Bemerkungen der 
Befragten zu besonderen Herausforderungen, Zielgruppen und Unterstützungswünschen in der 
Befragung sowie in den Sozialraumgebieten durchgeführten Sozialraumkonferenzen wurden die 
folgenden Projekte vorgeschlagen und initiiert:  
1. Projekte auf Ebene der Sozialraumgebiete: 
a. adäquate Netzwerkstruktur 
b. Informations- und Aufklärungsarbeit multidiverse r Adressat*innengruppe im SRG 
verbessern 
c. Vernetzung durch Erfahrungsaustausch/Hospitation en 
d. Verbesserung der Zugangs- bzw. Übergangsgestaltu ng 
e. Zugangsbarrieren für spezielle Zielgruppen abbau en 
2. stadtweite Projekte:  
a. Informations- und Aufklärungsarbeit für gesundhe itliche Angebote stadtweit 
verbessern 
b. Klärung der Struktur und Strategie der Präventio nsaktivitäten der städtischen 
Dienststellen 
 
16  Leider konnten in der Zeit der Corona-Pandemie sowohl die Schuleingangsuntersuchungen als auch die 
Zahnreihenuntersuchungen nicht flächendeckend vorgenommen werden, weshalb für die Jahre 2021 und 2022 keine 
Ergebnisse berichtet werden können.

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Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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c. Angemessenheit von Angeboten 
d. Beteiligungsmöglichkeiten ausloten. 
e. Bedarfsgerechtigkeit von Angeboten aus Nutzenden -Sicht 
f. Inklusivität, Armuts-, Kultur- und Rassismus-Sen sibilität von Angeboten/ 
Einrichtungen / Behörden erkennen und bearbeiten  
g. Vernetzung  
2.1.2 Exkurs: sozialraumgebietsspezifische Projekte   
Für das Sozialraumgebiet wurden folgende Projekte mit den folgenden Zielsetzungen vereinbart:  
Projekte, Ziele und Arbeitspakete zur Verbesserung der Kinder- und Jugendgesundheit Zielerreichung / 
Projektstand 
1. Informations- und Aufklärungsarbeit multidiverse r Adressat*innengruppe im SRG 
verbessern 
Ziel:  gesundheitliche Aufklärungsarbeit ist verbessert 
Arbeitspaket (für alle Sozialraumgebiete):  
• Sammlung aller relevanter Materialien und Methoden 
 
 
 
 
100% 
Arbeitspakete im Sozialraumgebiet:  
• AP1: Sammlung aller Materialien wie Flyer etc. sind vorhanden und werden durch den 
Newsletter regelmäßig veröffentlicht 
• AP2: Vernetzung und Austausch untereinander; Niedrigschwellige gemeinsame Aktionen im 
Sozialraum; Persönliche Sichtbarkeit im Sozialraum (Beziehungsarbeit) finden regelmäßig 
durch Trägervertreter*innen statt 
 
 
100% 
100%  
2. adäquate Netzwerkstruktur (im Sozialraumgebiet)  
Ziel:  Gremienstruktur ist geklärt und ggf. optimiert 
Arbeitspaket (für alle Sozialraumgebiete):  
• Übersicht aller Netzwerke / Gremien / AKs ist erstellt bzw. aktualisiert 
 
 
 
100% 
Arbeitspaket im Sozialraumgebiet: 
• AP1: Durch die regelmäßig stattfindenden Arbeitskreise wie Frühe Hilfen, Kinder- und 
Jugendgesundheit ist eine adäquate Netzwerkstruktur geklärt  
 
 
100% 
3. Vernetzung durch Erfahrungsaustausch/Hospitation en  
Ziel : Wissen über andere Angebote / Dienste / Einrichtungen sind verbessert. Erste Erfahrungen 
und Hinweise zur Möglichkeit der Verstetigung sind erprobt 
Arbeitspaket (für alle Sozialraumgebiete):  
• Kenntnis und Unterstützungsmöglichkeiten durch die Datenbank in.koeln verbreitern durch 
Information in Gremien  
 
 
 
 
 
100% 
4. Verbesserung der Zugangs- bzw. Übergangsgestaltu ng  
Ziel:  (fallbezogener) Informationsfluss zwischen Einrichtungen und Diensten ist verbessert 
Arbeitspaket (für alle Sozialraumgebiete):  
• Analyse der aktuellen Situation mit Blick auf best-practice und Schwierigkeiten  
 
 
 
100% 
Arbeitspakete im Sozialraumgebiet: 
• AP1: Direkte Anbindung an Arztpraxen, Kitas, Familiengrundschulzentren und Schulen  
• AP2: Analyse der aktuellen Situation im Sozialraum 
100% 
100% 
5. Zugangsbarrieren für spezielle Zielgruppen abbau en  
Ziel:  Zugangsbarrieren für spezielle Zielgruppen sind minimiert 
Arbeitspaket (für alle Sozialraumgebiete):  
• Zugangsbarrieren sind sozialräumlich identifiziert und dokumentiert 
AP1: Gemeinsame Auswertung (zwischen SRK und GSt. im Jahr 2024) der bisherigen Daten 
aus den anderen Strategien, um Zugangsbarrieren zu identifizieren 
 
 
 
 
100% 
Arbeitspakete im Sozialraumgebiet: 
• AP1: Multiplikator*innen und mehrsprachige Beratungsangebote im Stadtteil besser bekannt 
machen  
100% 
2.1.3 Exkurs: stadtweit zu bearbeitende Projekte  
Neben den Projekten in den Sozialraumgebieten, die die Sozialraumkoordinator*innen bearbeitet 
haben, wurden die folgende Projekte für eine stadtweite Bearbeitung entwickelt:

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Projekte, Ziele und Phasen der Bearbeitung zur Verbesserung der Kinder- und Jugendgesundheit Zielerreichung 
/ Projektstand 
1. Informations- und Aufklärungsarbeit für gesundheitliche Angebote verbessern 
Ziel:  Die gesundheitliche Aufklärungsarbeit ist verbessert. Informationen über Angebote und 
Leistungen von Einrichtungen sind allen zugänglich und werden für die Arbeit genutzt. 
Phasen:  
Phase 1: Bestandserfassung, worüber wird wie informiert? Worüber sollte informiert werden? Klärung 
der Inhalte und Zielgruppen, die erreicht werden sollten. 
Phase 2: Bewertung der vorliegenden Informationsmaterialien und ggf. Ergänzung/Erarbeitung 
weiterer zielgruppengerechter Informationsmaterialien. Klärung, wo und wie diese eingesetzt werden 
können und Überlegungen, wie die Nutzung bewertet werden kann. 
10% 
2. Klärung der Struktur und der Strategie der Präve ntionsaktivitäten der städtischen 
Dienststellen 
Ziel:  Die Struktur und die Strategien der Präventionsaktivitäten der städtischen Dienststellen ist 
geklärt, Schnittstellen bzw. Verbindungslinien sind benannt.  
Phasen: 
Phase 1: Bestehende Strategien und Maßnahmen bezogen auf die Präventionsbereiche 
dokumentieren und bewerten. 
Phase 2: Handlungsbedarfe identifizieren  
10% 
3. Angemessenheit von Angeboten 
Ziel: Inhalte und Umfang von Primär- und Sekundärprävention sind geklärt. Zielgrößen und Ist-Werte 
liegen vor 
Phasen:   
Phase 1: Instrumente zur Prüfung der Bedarfsangemessenheit in Bezug auf den Bedarf im Bereich 
Primär- und Sekundärprävention benennen und pilothaft erproben.  
Phase 2: Der Bestand / Umfang der Angebote im Bereich der Primär- und Sekundärprävention 
systematisch erfassen, im Hinblick auf die Bedarfe bewerten. Zielgrößen und Ist-Werte erarbeiten.  
10% 
4. Beteiligungsmöglichkeiten ausloten 
Ziel: Beteiligungsmöglichkeiten sind für die unterschiedlichen Einrichtungen und Dienste ausgelotet 
und erprobt.  
Phasen:  
Phase 1: Umgesetzte Beteiligungsprojekte und weitere Möglichkeiten zur Beteiligung bekannt 
machen und weitere erproben.  
Phase 2: Vorschläge erarbeiten, wie die o.g. Möglichkeiten möglichst gut im Rahmen der Prozesse 
der Einrichtungen und Dienste breiter angewendet werden können.  
10% 
5. Bedarfsgerechtigkeit von Angeboten aus Nutzenden -Sicht 
Ziel: Möglichkeiten zur Erhebung der Bedarfsgerechtigkeit von Angeboten aus Nutzenden- Sicht sind 
erprobt 
Phasen:   
Phase 1: Ideen für die zukünftige Bewertung der Bedarfsgerechtigkeit von Angeboten entwickeln und 
in die ggf. vorliegenden Fachplanungen / Controlling geben.   
10% 6. Inklusivität, Armuts-, Kultur- und Rassismus-Sen sibilität von Angeboten / Einrichtungen / 
Behörden erkennen und bearbeiten 
Ziel: Inklusivität, Armuts-, Kultur- und Rassismus-Sensibilität von Angeboten / Einrichtungen / 
Behörden ist bewertbar, ggf. bestehender struktureller Rassismus ist abgebaut. 
Phasen:  
Phase 1: Entwicklung eines Rasters zu Bewertung von Angeboten / Einrichtungen und pilothafte 
Erprobung . 
10% 
7. Vernetzung 
Ziel: Struktur für gesamtstädtische Netzwerke im Bereich der Kinder- und Jugendgesundheit ist 
entwickelt. 
Phasen:   
Phase 1: Bestandsaufnahme und der vorhandenen Netzwerke und Sortierung / Gliederung im 
Hinblick auf ihre Ziele 
Phase 2: Evaluierung der Netzwerke  
10% 
Die stadtweit zu bearbeitenden Projekte werden aktuell im Rahmen der Sammlung und Bewertung der 
städtischen Strategien zur Erreichung der strategischen Ziele der Sozialplanung bearbeitet.  
2.1.4 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden:

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- es werden mehr Hebammen medizinische Betreuung un d Therapieangebote benötigt 
- Ausbau der sozialen Infrastruktur notwendig z.B. Schwimmbad, Spielplätze 
- Kinderarztpraxis in Meschenich wird dringend benö tigt 
 
Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- viele Kinder gehen nicht in die Kita 
- Angebote sollten allgemein bekannter gemacht werd en 
- Willkommensbegleitung „Patenschaft“ einrichten 
- Reaktivierung der Stadtteilmütter wäre sehr hilfr eich 
- mobilen Kinderarztbus einrichten 
- Bestandsaufnahme zum Thema häusliche Gewalt, um z u sammeln und herauszufinden, was 
wir anbieten können (in kleiner Arbeitsgruppe mit IKD)  
- Thema häusliche Gewalt in Familien kann bei der i nternationalen Familienberatung der 
Caritas platziert werden 
 
Zusätzliche Hinweise aus dem AK Kindergesundheit: 
- Wegfall/Überlastung kinderärztlicher Versorgung i n Meschenich 
- dadurch Auswirkungen auf Familien u.a.: lange Weg e zu neuen Kinderärzten, verzögerte 
Arztkontakte, Bußgeldrisiken wegen Attestpflicht, verzögerte Entwicklungsdiagnostik, weniger 
Frühförderung, späte Sprach-/ Kindergartenbewilligung 
- dadurch zukünftige Risiken u.a.: lückenhafte U-Un tersuchungen, fehlende Impfungen und 
Verlaufskontrollen. Kindeswohlgefährdungen können schwieriger nachvollzogen bzw. 
nachgewiesen werden 
3 Herausforderung: Mehr Bildungsgerechtigkeit für K inder und Jugendliche aus 
einkommensschwachen, benachteiligten Familien 
Bildung hat in der Kindheit und Jugend einen hohen Stellenwert und ist sowohl für die 
Persönlichkeitsbildung als auch für die Vorbereitung auf das spätere Berufsleben prägend. Im 
Bildungswesen werden Schlüsselqualifikationen erworben, die in verschiedenen Bereichen der 
gesellschaftlichen Teilhabe vorausgesetzt werden. Unzureichende Bildungsqualifikationen erschweren 
den Zugang zu gut vergüteten Formen der Erwerbsarbeit, aber auch zu gesellschaftlicher und 
politischer Partizipation. Verstärkend wirkt, dass die fachlichen und sozialen Ansprüche an 
Arbeitnehmer*innen gestiegen sind. Bildung gewinnt einerseits durch den Trend zu steigender 
Bildungsbeteiligung und höheren schulischen und beruflichen Abschlüssen und andererseits aufgrund 
der steigenden Qualifikationsanforderungen der Wirtschaft an Bedeutung. Dies führt dazu, dass 
Personen, die diesen Bildungsansprüchen nicht genügen, einem stärkeren Risiko von Armut und 
sozialer Exklusion unterliegen. So liegt die Armutsrisikoquote der Haushalte mit 18 bis 34-Jährigen 
ohne beruflichen Abschluss bei 49%.  
Eine gelungene Integration und gesellschaftliche Teilhabe im Kinder- und Jugendalter ist prägend für 
den gesamten Lebensverlauf. Besonders an kritischen Übergängen beim Durchlaufen des 
Bildungssystems ist für diejenigen, die individuelle Problemlagen haben, eine passgenaue 
Unterstützung erforderlich. Je früher kulturelle Teilhabe bzw. kulturelle Bildung als Mittel zur 
Integration, zur Sprachförderung, zum sozialen Lernen u.a. ermöglicht wird, desto besser sind 
Voraussetzungen für eine gelingende Teilhabe im weiteren Lebensverlauf. Kulturelle Bildung in Kitas 
ist ein wichtiger Teil der frühzeitigen Förderung. Wesentliche Strategische Ziele sind: 
3.1 Strategisches Ziel: Frühzeitige Förderung von K indern aus benachteiligten Familien ist 
gesichert 
Während praktisch allen Kindern zwischen drei und sechs Jahren im Jahr 2023 ein Kita- oder 
Tagespflegeplatz zur Verfügung steht (99,6% im Jahr 2023), lag die Betreuungsquote der unter 
Dreijährigen bei 50,3%. Damit ist die Betreuungsquote der drei- bis sechsjährigen Kinder in Köln auf 
dem gleichen Niveau wie im Land Nordrhein-Westfalen, die der unter Dreijährigen liegt deutlich 
darüber (NRW 31%).

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Es sind teils erhebliche Unterschiede 17  in der Versorgungssituation je nach Stadtteil zu konstatieren. 
Teilweise ist die Nachfrage besonders in Stadtteilen mit hohen Armuts- und Bildungsrisiken 
unterentwickelt und es bestehen vielfältige Zugangsbarrieren, die mit Hilfe unterschiedlicher 
Strategien abgebaut werden sollen. 18  Eine bedarfs- und nachfrageangemessene Verteilung der Plätze 
und der Abbau struktureller Zugangsbarrieren werden angestrebt.  
Die Anzahl der Plätze im Offenen Ganztag in der Primarstufe ist in Stadtteilen, welche Wohnbereiche 
mit besonderem Jugendhilfebedarf umfassen, teilweise geringer als in anderen Stadtteilen. Gerade 
hier muss im Sinne der Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit eine Priorisierung hinsichtlich 
der Schaffung zusätzlicher Plätze vorgenommen werden. 19  Das strategische Ziel 3.1 soll mittels des 
im Folgenden aufgeführten Teilzieles (vgl. Tabelle 2) angestrebt und bewertet werden:  
Tabelle 2: Teilziel des strategischen Zieles "Frühzeitige Förderung von Kindern aus benachteiligten 
Familien ist gesichert" 
Teilziel Indikator Ist-
Wert  
Jahr Strategischer 
Zielwert  
Jahr 
Betreuungsinfrastruktur 
in Stadtteilen in 
Sozialraumgebieten 
bedarfsgerecht 
ausbauen  
Betreuungsquote 
20  der 3 bis 6-
Jährigen (in Stadteilten) im 
Stadtteil Meschenich  
98,3% 2023 100% 2029/2030 
21  
im Stadtteil Rondorf 93,4% 
Versorgungsquote offener 
Ganztag in Grundschulen im 
Sozialraumgebiet (Betrachtung 
nach Schulstandort)  
76,9% 2023 100% 2029/2030 
22  
im Stadtteil Meschenich 71,8% 
im Stadtteil Rondorf 82,8% 
Quelle: Stadt Köln (2024), Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
3.1.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Im Hinblick auf die Betreuungsquote der drei bis sechs-Jährigen ist die angestrebte Zielquote von 
100% im Jahr 2029/2030 im Stadtteil wahrscheinlich erreichbar. Was das Ziel der Betreuungsquoten 
im offenen Ganztag angeht, ist diese mit 85,3% im Jahr 2022/2023 noch weiter von den angestrebten 
100% in 2029/2030 entfernt. An der Erreichung dieser Zielsetzung arbeitet die Fachverwaltung. 
Zusätzlich wurden Unterstützungsmöglichkeiten durch die Sozialraumkoordination gesehen, z.B. wenn 
es um die Zusammenarbeit verschiedener Behörden (Stadt, LVR) und / oder den Angeboten bzw. 
Einrichtungen vor Ort geht. Wie die Arbeit an der Zielerreichung konkret aussehen kann, ist in den 
Planungskonferenzen und mit der bzw. den städtisch zuständigen Dienststelle(n) abzustimmen. 
 
17  Die Verwaltung ist sich dieser Unterschiede sehr bewusst und prüft zwei sich wechselseitig ergänzende Ansätze, die 
Versorgungsangebote in weiteren Ausbauschritten stärker einander anzunähern. Erstens wird geprüft, wie die Realisierung 
neuer Kindertageseinrichtungen und neuer (Groß-)Tagespflegeangebote weiter verstärkt in die Stadtteile gelenkt werden kann, 
die eine unterdurchschnittliche Betreuungsquote aufweisen. Zweitens ist zu fragen, wie gezielt neue Betreuungsangebote 
etabliert werden können, die einen niedrigschwelligen Zugang ermöglichen. 
18  Für Lösungen ist hier beispielsweise an spezifischen Großtagespflegestellen analog des LENA-Modells in Mönchengladbach 
oder des Modells Kinderstuben in Dortmund zu denken. Des Weiteren sieht die Verwaltung eine Evaluation des seitens des 
Bundesfamilienministeriums geförderten Programms „Kita-Einstieg“ vor, an dem sich auch die Stadt Köln mit mehreren 
Einrichtungen in freier Trägerschaft beteiligt.  
19  Das  strategische Ziel 3.1 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+: KP Ziel 3.4 Köln fördert die 
kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt; KP Ziel 3.5 Köln fördert den Zugang zu Bildung und Qualifikation als Schlüssel 
zur Teilhabe.  
20  Anteil der Betreuungsplätze für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren an allen Kindern im gleichen Alter (Betreuungsquote Ü3) 
21  Fachplanung wird von IV/2 2023 fortgeschrieben. 
22  Fachplanung wird von IV/2 2023 fortgeschrieben.

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Sozialplanung (V/3)  04 .03.202 6 SRGA_MeRo_aktuell_final  1.0 20  von 50 
 
3.1.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- Einrichtung eines „Kinderhaus“ für Eltern und Kin der (vgl. Jugendzentrum) 
- Abbau von Hürden z.B. Problematischer Schulweg (u .a. Zebrastreifen, Busfrequenz) 
- Bücherbus Meschenich besser nutzbar machen 
- Sorge um unbesetzte Stellen in Einrichtungen vor Ort durch schlechte Erreichbarkeit von 
außerhalb (z.B. Fachkräfte in Kitas, Beratungsangebote) 
 
Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- Wie erhält man von denen, die Schwierigkeiten hab en, Rückmeldungen zu ihren Bedarfen? 
- Bildungsgerechtigkeit startet in den Familien. Hi er sind Mütter und Väter gleichermaßen 
mitzudenken. 
- Kitaplätze werden oft nur unregelmäßig besucht; w er kümmert sich darum? 
komplizierte Anmeldeverfahren vereinfachen, z.B. Little Bird 
- viele Eltern sind sehr schlecht alphabetisiert un d literarisiert (passende Formate entwickeln)  
- die kulturellen Unterschiede sind groß und müssen  zunächst überwunden werden, z.B. fällt es 
Müttern mit internationaler Familiengeschichte teils schwer ihre Kinder ohne Begleitung in 
Angebote zu geben 
- die Förderangebote sind voll, Bedarf und Angebot sind noch nicht ausgeglichen, es gibt zu 
wenig Raum und Personal 
- bestimmte Communities sind gut vernetzt (oft klei nere Gruppen), andere wiederum teilen 
Angebote nicht untereinander (meist größere Gruppen) 
3.2 Strategisches Ziel: Sprache und deutsche Sprach kenntnisse insbesondere bei Kindern 
mit internationaler Familiengeschichte sind bedarfsgerecht gefördert 
Gemäß den Ergebnissen der Schuleingangsuntersuchung für das Einschulungsjahr 2024 sprechen 
rund 42% der Kölner Kinder, die eine andere Erstsprache als Deutsch haben, fehlerfrei bzw. flüssig 
und nur mit leichten Fehlern Deutsch rund 33% der Kinder sprechen flüssig, aber mit erheblichen 
Fehlern Deutsch, 18% sprechen nur radebrechendes Deutsch und 7% sprechen zum Zeitpunkt der 
Einschulung kein Deutsch. Gemäß diesen Zahlen ist davon auszugehen, dass bis zu 58% der Kinder, 
die zu Hause eine andere Sprache als Deutsch sprechen, einen Sprachförderbedarf haben könnten. 
Von den Kindern mit Deutsch als Erstsprache wird einem Anteil von 4,3% eine Sprachförderung 
empfohlen.  
Gute Sprachkenntnisse 
23  sind eine wesentliche Voraussetzung für Bildungsteilhabe. Jedes Kind sollte 
deshalb bei Einschulung über so gute Deutschkenntnisse verfügen, dass es dem Unterricht von 
Beginn an folgen kann. 24  Das strategische Ziel 3.2 soll mittels des im Folgenden aufgeführten 
Teilzieles (vgl. Tabelle 3) angestrebt und bewertet werden:  
 
23  Sprachliche Förderung wie auch die Förderung von Mehrsprachigkeit sind in NRW gesetzlich geregelt im Gesetz zur frühen 
Förderung und Bildung von Kindern (§ 19 KiBiz). Demnach ist die sprachliche Entwicklung eines Kindes zu beobachten und zu 
dokumentieren. Wenn ein Förderbedarf festgestellt wird, ist eine individuelle Förderung und Lernanregung zu gewährleisten (§ 
19 (2) KiBiz). Gleichzeitig hat der Integrationsrat und in der Folge auch der Rat in 2022 das Positionspapier zur Förderung der 
natürlichen Mehrsprachigkeit verabschiedet und damit anerkannt, dass die Förderung dieser eine wichtige Ressource für die 
Gesellschaft und auch für das erfolgreiche Sprachenlernen der Kinder ist. 
24  Wie der Sprachstand der Kinder in ihrer Erstsprache ist und damit auch, inwieweit sprachliche Entwicklungsverzögerungen 
vorhanden sind, wird im Rahmen dieser Untersuchung nicht untersucht. Das strategische Ziel 3.2 korrespondiert mit den 
folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+: KP Ziel 3.4 Köln fördert die kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt; KP 
Ziel 3.5 Köln fördert den Zugang zu Bildung und Qualifikation als Schlüssel zur Teilhabe.

Lebenswerte 
Veedel  
Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
Bearbeiter  Datum  Name der Quelldatei  Version  Seite 
Sozialplanung (V/3)  04 .03.202 6 SRGA_MeRo_aktuell_final  1.0 21  von 50 
 
Tabelle 3: Teilziel des strategischen Zieles "Sprache und deutsche Sprachkenntnisse insbesondere 
bei Kindern mit internationaler Familiengeschichte sind bedarfsgerecht gefördert" 
Teilziele Indikator Ist-Wert  Jahr Strategischer 
Zielwert  
Jahr 
Jedes Kind verfügt bei 
Einschulung über gute 
Sprachkenntnisse 
Anteil der Kinder mit 
anderer Erstsprache 
als Deutsch mit 
Förderbedarf 
58% 2024 Wert wird 
beobachtet 
2030 
Quelle: Stadt Köln (2024), Gesundheitsamt 
Damit ist der Anteil der Kinder mit anderer Erstsprache als Deutsch und förderbedürftigen 
Deutschkenntnissen zwischen 2018 und 2024 um ca. 18 Prozentpunkte angestiegen. Bewertung der 
Herausforderung und Ziele 
Da keine kleinräumigen Daten vorliegen soll das Thema (weiterhin) stadtweit im Rahmen der 
Fachplanungen bearbeitet werden. In der Sozialraumkonferenz wurden Unterstützungsmöglichkeiten 
durch die Sozialraumkoordination gesehen, z.B. wenn es um die Zusammenarbeit verschiedener 
Behörden und / oder den Angeboten bzw. Einrichtungen vor Ort geht. Wie die Arbeit an der 
Zielerreichung konkret aussehen kann, ist in den Planungskonferenzen und mit der bzw. den städtisch 
zuständigen Dienststelle(n) abzustimmen. 
3.2.1 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- Jugendzentren sind hilfreich 
- Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- es gibt sehr viele Kinder und Jugendliche mit sch lechten Sprachkenntnissen 
- es braucht mehr Bildungsgerechtigkeit für Frauen,  z.B. Sprachkurse an Familienzentren 
anbinden 
- Kursangebot sollte bedürfnisorientiert sein und s ichergestellt werden 
3.3 Strategisches Ziel: Kinder, Jugendliche und jun ge Erwachsenen mit internationaler 
Familiengeschichte zu (höheren) Bildungsabschlüsse führen 
Kinder mit internationaler Familiengeschichte haben geringere Bildungschancen. Das wird an der 
Gymnasialempfehlungsquote bzw. der Gymnasialübergangsquote deutlich: Nach Abschluss der 
Grundschule wechselten im Schuljahr 2023/2024 49% der Kölner Schülerinnen und Schüler an ein 
Gymnasium. Im Schuljahr 2018/2019 hatten 43% der Schüler*innen eine Gymnasialempfehlung. 
Werden die Anteile der deutschen und ausländischen Schüler*innen verglichen (Daten zur 
internationalen Familiengeschichte 
25  wurden in der Schulstatistik erhoben, aber nicht ausgewertet) 
zeigt sich, dass 54% der deutschen Schüler*innen nach der Grundschule ein Gymnasium besuchen, 
während es von den ausländischen Schüler*innen nur 25% sind (Schuljahr 2023/2024). Zu 
berücksichtigen ist, dass auch an Gesamtschulen das Abitur als höchster Abschluss erreicht werden 
kann; allerdings steht diese Absicht mit der Schulwahl Gesamtschule nicht unbedingt fest. Insofern 
sind die Gymnasialempfehlungsquote und die tatsächliche Schulwahl zu relativieren. Dabei ist zu 
berücksichtigen, dass die Quote zwischen den einzelnen Jahren stark schwankt. Das strategische Ziel 
3.3 26  soll mittels der im Folgenden aufgeführten strategischen Teilziele (vgl. Tabelle 4) angestrebt und 
bewertet werden: 
 
25  Da das statistische Merkmal „Internationale Familiengeschichte“ nicht vorlag, wurde das Merkmal „Ausländer*in“ verwendet. 
Die Anteile der beiden Gruppen verhalten sich in etwa gleich.  
26  Das strategische Ziel 3.3 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+: KP Ziel 3.4 Köln fördert die 
kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt; KP Ziel 3.5 Köln fördert den Zugang zu Bildung und Qualifikation als Schlüssel 
zur Teilhabe.

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Tabelle 4: Teilziel des strategischen Zieles "Kinder, Jugendliche und junge Erwachsenen mit 
internationaler Familiengeschichte zu (höheren) Bildungsabschlüsse führen" 
Teilziele Indikator Ist-Wert  Jahr Strategischer 
Zielwert  
Jahr 
Mehr Kinder aus 
bildungsfernen 
Familien sind gefördert 
Gymnasial-
Empfehlungsquote in 
Stadtteilen im 
Sozialraumgebiet 
30,6% 2022 54,2% 
27  2030 
im Stadtteil Meschenich 9,8% 
im Stadtteil Rondorf 57,7% 
Quelle: Stadt Köln (2024), Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
3.3.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Die Ist-Werte liegen im Sozialraumgebiet weit unter den städtischen Zielwerten. Dabei ist zu 
berücksichtigen, dass die Ist-Werte von Jahr zu Jahr z.T. stark schwanken. Die Herausforderung und 
Ziele sollen weiterhin u.a. durch die städtische Verwaltung und in Abstimmung mit den zuständigen 
Akteur*innen und Netzwerkpartner*innen im Sozialraum bearbeitet werden.  
3.3.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- Abendschule vor Ort einrichten (Schulabschluss na chholen)  
 
Hinweise aus den Sozialraumkonferenz: 
- Warum fahren so viele Einwohner*innen mit dem Bus  statt Fahrrad? (z.B. sind es aus Rondorf 
nur 20 Minuten mit dem Rad zur Gesamtschule und zum Gymnasium) 
4 Herausforderung: Berufliche Chancen insbesondere für junge Erwachsene mit 
internationaler Familiengeschichte verbessern  
Ein gelungener Übergang in die Arbeitswelt ist von großer Bedeutung für die Lebenslage im 
Erwachsenenalter. Erwerbstätigkeit bedeutet aus ökonomischer Sicht den Erwerb eines Einkommens 
zum Lebensunterhalt und eines bestimmten Lebensstandards. Die Qualität der Erwerbsbeteiligung 
drückt sich u.a. in einer angemessenen Vergütung aus. Der mögliche Lebensstandard wird 
maßgeblich durch das Erwerbseinkommen definiert, und materielle Notlagen werden dadurch 
abgewendet.  
Zum Jahresende 2023 lebten in Köln 115.806 Personen zwischen 15 und unter 25 Jahren.  7,8% der 
Altersgruppe sind unterbeschäftigt (arbeitslos gemeldet oder in einer Maßnahme der 
Arbeitsförderung). 2.817 der jungen Erwachsenen (2%) beziehen ergänzende SGB II-Leistungen 
(Ergänzer).  
Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge schwankt seit dem Jahr 2018 deutlich. Im Jahr 
2018 lag sie bei 7.503 abgeschlossenen Verträgen, im Jahr 2020 bei 6.531 Verträgen und im Jahr 
2023 wieder bei 7.071 neu abgeschlossenen Verträgen. Knapp 40% der neuen Verträge wurden mit 
weiblichen Auszubildenden abgeschlossen, 13% mit ausländischen Auszubildenden. Gleichzeitig gibt 
es einen Bewerbermarkt. Die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen liegt im Jahr 2023 mit 
5.770 Stellen etwas unter dem Vorjahreswert (-4%). Die Zahl der gemeldeten Bewerber*innen hat 
hingegen leicht zugenommen und umfasst 5.700 Personen (+15% seit Vorjahr). Zum Ende 2023 
waren noch rund 1.300 Personen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz (+29% seit Vorjahr). 
 
27  Gymnasial-Empfehlungsquote in den übrigen Stadtteilen

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Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Von den Bewerbenden haben 29,5% eine ausländische Staatsangehörigkeit, darunter haben 11% 
einen Fluchthintergrund.  
Junge Erwachsene ohne Ausbildung bzw. mit geringer Qualifikation sowie junge Erwachsene 
ausländischer Herkunft sind häufiger prekär beschäftigt (14% vs. 28% bei Ausländer*innen). Sie 
weisen ein höheres Armutsrisiko auf (62%) als diejenigen mit abgeschlossener Berufsausbildung 
(28%).  
Das bedeutet: Insbesondere junge Ausländer*innen benötigen mehr Unterstützung beim Übergang in 
eine Ausbildung und auf dem Weg zum Ausbildungserfolg. Je früher in der Bildungskette die 
Unterstützung ansetzt (Sprachkenntnisse, Schulbildung, ausbildungsbegleitende Hilfen) desto besser 
sind die Chancen für einen guten späteren beruflichen Einstieg.  
4.1 Strategisches Ziel: Nachholen und Erwerb von hö heren Schulabschlüssen auf dem 
zweiten Bildungsweg ist gefördert 
Die Art des erreichten Schulabschlusses entscheidet in besonderer Weise darüber, welche hieran 
anschließenden schulischen und beruflichen Bildungsmöglichkeiten offenstehen und somit, welche 
weiteren Qualifikationen erworben werden können. Für einen Teil derer, die keinen qualifizierten 
Bildungsabschluss auf direktem Wege erlangen, bietet der zweite Bildungsweg eine weitere Chance 
auf einen höheren Schulabschluss. 
Von 2010/11 stieg der Anteil der Ausländer*innen mit einer (Fach)Hochschulreife von 20% auf 28%, 
sank dann 2023/2024 auf 22%. Bei den Deutschen waren die Anteile fast durchgehend mehr als 
doppelt so hoch (Deutsche: 2010/11: 45%, 2018/19: 51%, 2023/24: 51%). 
28   
Um Ausländer*innen wieder vermehrt zu höheren Bildungsabschlüssen zu führen, muss auf die 
bedarfsgerechte Schaffung von Bildungsangeboten eingewirkt werden. Hierfür müssen ausreichend 
Schulplätze an Ausbildungsvorbereitungsklassen, Sprachförderung und internationale Förderklassen 
zur Verfügung stehen. Die nicht bestehende Schulpflicht darf dabei kein Ausschlusskriterium für den 
weiteren Bildungserfolg sein. Zudem sollten Beratungsangebote geschaffen werden, die die 
Durchlässigkeit des Bildungssystems kommunizieren und somit den Zugang erleichtern. 29   
4.1.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Die Herausforderung und Ziele sollen weiterhin u.a. durch die städtische Verwaltung und in 
Abstimmung mit den zuständigen Akteur*innen und Netzwerkpartner*innen im Sozialraum bearbeitet 
werden.  
4.1.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- mehr (Weiter-)Bildungsangebote (auch Sprachkurse) , Ausbildung und Weiterqualifizierung für 
Erwachsene und Ältere 
- Sprachkurse, wie B2-Kurs (auch berufsbezogen), En glisch-Kurs wird benötigt 
- Hinweis auf Konzept der „4 Bs“ (vgl. Haus der Fam ilie Rondorf): Bildung, Beratung, 
Betreuung, Begegnung 
 
Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- der Sozialraum braucht eine Gesamtschule 
 
28  Stadt Köln (2024): Amt für Stadtentwicklung und Statistik. Eine mögliche Erklärung dieser Verschiebung ist, dass unter den 
Ausländerinnen und Ausländern, die im Schuljahr 2018/19 einen Schulabschluss gemacht haben, ein hoher Anteil von 
Geflüchteten war, die auf dem zweiten Bildungsweg einen Schulabschluss erworben haben. 
29  Das strategische Ziel 4.1 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) sowie des 
Masterplans des Dezernats V (MP): KP Ziel 3.3 Köln setzt sich aktiv für eine inklusive Gesellschaft ein; KP Ziel 3.5 Köln fördert 
den Zugang zu Bildung und Qualifikation als Schlüssel zur Teilhabe; MP Ziel B5 Berufliche Perspektiven sind verbessert.

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4.2 Strategisches Ziel: Junge Erwachsene mit intern ationaler Familiengeschichte sind im 
Übergangssystem gefördert 
Jungen Erwachsenen, die den Übergang von der Schule zu Ausbildung, Beruf oder Studium nicht aus 
eigener Kraft erreichen, wird im Rahmen des Übergangssystems eine Möglichkeit geboten, die 
Qualifikation zu steigern, ohne dass ein anerkannter Berufsabschluss erlangt werden könnte. So wird 
bei der Aufnahme einer Beschäftigung oder Ausbildung unterstützt und die Chance geboten, 
allgemeine Schulabschlüsse nachzuholen.  
Im Schuljahr 2023/24 befanden sich 3.119 Personen in Köln im Übergangssystem. Dies entspricht 
8,1% aller im Berufsbildungsteilsystem registrierten Personen. 
30   
Jede fünfte ausländische Person im System der beruflichen Bildung wurde im Übergangssystem 
gefördert, während es bei Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft nur fünf Prozent waren. Dies 
ist auch auf den Zuzug geflüchteter Personen in den vergangenen Jahren zurückzuführen, die z.T. 
eine geringere Qualifizierung sowie sprachliche Schwierigkeiten aufweisen und das Übergangssystem 
zur Berufsvorbereitung nutzen. 
- Es ist erwiesen, dass das Übergangssystem wichtig  ist für den Zugang in das Bildungs- und 
Arbeitssystem für diese Zielgruppe, d.h., das Übergangssystem sollte die jeweils bestehenden 
Bedarfe der Zugewanderten decken können. 31   
4.2.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Die Herausforderung und Ziele sollen weiterhin u.a. durch die städtische Verwaltung und in 
Abstimmung mit den zuständigen Akteur*innen und Netzwerkpartner*innen im Sozialraum bearbeitet 
werden.  
4.2.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- mobile Beratungsangebote sind wichtig 
- Unterstützung für Jugendliche bei der Ausbildungs suche notwendig 
- fehlende bzw. falsche Vorbilder für Jugendliche b ezüglich Berufswahl / Ausbildung 
 
Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- Ehrenamtler*innen gewinnen zwecks Unterstützung i m Übergang Schule & Beruf 
- Geplante Ausflüge mit Jugendlichen zu Berufsmesse n (z.B. durch Jugendzentrum) 
- Schnuppertage (z.B. vor einem Praktikum) 
- Schulen abends öffnen für Bildungsangebote 
- Es braucht feste Ansprechpersonen in der Schule f ür Bewerbungen etc., insbesondere im 
letzten Schuljahr, Idee: Patenschaften anbieten für Schüler*innen, die kurz vor dem Abschluss 
stehen (mit Schülervertretung, Schulsozialarbeit), Hinweis auf Angebot „VerAplus“ für Azubis 
- ist-Stand einholen: Wie viele Jugendliche gibt es  mit und ohne Schulabschluss und wie viele 
mit und ohne Ausbildungsplatz? 
- Netzwerk von Unternehmen schaffen (Vermittlung, P raktikumsplätze) 
- viele Beratungsangebote sind bereits vorhanden (i nsbesondere in Meschenich), sogar teils 
doppelt, doch es ist fraglich, ob der der Bedarf überhaupt gedeckt werden kann 
 
30  Quelle: Landesbetrieb Information und Technik NRW 
31  Das strategische Ziel 4.2 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) sowie des Masterplans 
des Dezernats V (MP): KP Ziel 3.3 Köln setzt sich aktiv für eine inklusive Gesellschaft ein; KP Ziel 3.5 Köln fördert den Zugang 
zu Bildung und Qualifikation als Schlüssel zur Teilhabe; MP Ziel B5 Berufliche Perspektiven sind verbessert.

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4.3 Strategisches Ziel: Berufliche Ausbildung junge r Erwachsener mit internationaler 
Familiengeschichte ist verbessert 
Das Verhältnis der Zahl der Bewerber*innen zu den angebotenen Ausbildungsplätzen ist von großer 
Bedeutung. In Köln kommen im Jahr 2022/23 auf 100 Stellen 81 Bewerber*innen. Insgesamt gibt es in 
Köln über die Jahre gesehen Schwankungen der Relation von Ausbildungsplätzen und Bewerbenden, 
wobei die Veränderungen sowohl mit dem konjunkturellen Faktor einer erhöhten Zahl an Stellen als 
auch mit dem demografischen Faktor einer gesunkenen Zahl von Bewerber*innen 
zusammenhängen. 32   
4.3.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Die Herausforderung und Ziele sollen weiterhin u.a. durch die städtische Verwaltung und in 
Abstimmung mit den zuständigen Akteur*innen und Netzwerkpartner*innen im Sozialraum bearbeitet 
werden.  
4.3.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- Mobilität spielt eine ausschlaggebende Rolle 
- viele Handwerksbetriebe in Meschenich und Rondorf  haben Potenzial gegenseitig im 
Netzwerk einen positiven Impact zu erzeugen 
- Netzwerkarbeit über Sportvereine, zusätzliche Mög lichkeit für Trainerschein etc.  
4.4 Strategisches Ziel: Unterbeschäftigung von jung en Erwachsenen mit internationaler 
Familiengeschichte ist abgebaut 
43% der Unterbeschäftigten im jüngeren Erwachsenenalter haben eine ausländische Staats-
bürgerschaft. Dem Trend der Arbeitslosenzahlen folgend, ist auch die Anzahl der Unterbeschäftigten 
im jungen Erwachsenenalter von 2010 bis 2018 gesunken (-20%). Einzig der Anteil der Bevölkerung 
mit ausländischer Staatsangehörigkeit an allen Unterbeschäftigten ist seit 2010 gestiegen, wobei 
dieser zunächst konstant bei 32-33% lag und erst ab dem Jahr 2015 im Zuge der Einwanderung von 
Geflüchteten auf 43% angestiegen ist. 
33  Das strategische Ziel 4.4 soll mittels der im Folgenden 
aufgeführten Teilziele (vgl. Tabelle 5) angestrebt und bewertet werden: 
Tabelle 5: Teilziele zum strategischen Ziel "Unterbeschäftigung junger Erwachsener mit internationaler 
Familiengeschichte ist ausgebaut“ 
Teilziele Indikator Ist-
Wert  
Jahr Strategischer 
Zielwert  
Jahr  
Unterbeschäftigung in der 
Gruppe der jungen 
Erwachsenen ist gesenkt. 
Anteil der 18 bis 34-Jährigen, die 
arbeitslos gemeldet sind bzw. sich in 
einer Maßnahme zur Arbeitsförderung 
befinden. 
7% 
 
2018 kleiner 7% 2030 
Unterbeschäftigung der 
jungen ausländischen 
Erwachsenen ist gesenkt. 
Anzahl der ausländischen 
unterbeschäftigten 18 bis 34-Jährigen 
/ Anzahl der Unterbeschäftigten im 
Alter von 18 bis 34 Jahre  
43% 2018 kleiner 43% 2030 
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit 
 
32  Das strategische Ziel 4.3 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) sowie des Masterplans 
des Dezernats V (MP): KP Ziel 2.6 Köln integriert Erwerbsfähige dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt; KP Ziel 3.3 Köln setzt 
sich aktiv für eine inklusive Gesellschaft ein; MP Ziel B4 Berufliche Qualifizierung ist verbessert; MP Ziel B5 Berufliche 
Perspektiven sind verbessert.  
33  aktuelle Zahlen liegen leider für diese Altersgruppen nicht mehr vor.

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4.4.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Die Herausforderung und Ziele sollen weiterhin u.a. durch die städtische Verwaltung und in 
Abstimmung mit den zuständigen Akteur*innen und Netzwerkpartner*innen im Sozialraum bearbeitet 
werden.  
4.4.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- Sprachkurse, wie B2-Kurs (auch berufsbezogen) und  Englisch-Kurs werden benötigt 
 
Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- es herrscht eine Benachteiligung aufgrund der Adr esse „Am Kölnberg“ 
- Angebot aufbauen mit Fahrrad-Repair-Café & Fahrra dkursen 
- Nebenverdienst (z.B. Gartenarbeit, Bring- und Hol dienst etc.) 
- „Jugendbauhütten“ innerhalb kleinerer Orte einric hten zwecks Umsetzung handwerklicher 
Projekte 
5 Herausforderung: Familien- und Kinderarmut abbaue n - Mehrfach belastete Lebenslagen 
durch abgestimmte Hilfen gezielt verbessern  
Das Armutsrisiko und die Haushaltsform von Familien haben einen erheblichen Einfluss auf die 
Teilhabechancen von Kindern. Familiäre Armut stellt ein zentrales Entwicklungsrisiko dar. 
Untersuchungen belegen: Je früher die Armut beginnt und je länger sie anhält, desto eher sind 
negative Folgen in allen Lebensbereichen der Kinder und Jugendlichen zu beobachten. Wichtig ist die 
Erkenntnis, dass im Laufe der Kindheit die Lebenswelten der armen und nicht armen Kinder immer 
weiter auseinanderdrifteten.  
In Köln leben in ca. 103.000 Haushalten (2023) Familien mit insgesamt 176.034 Kindern (2023). Dies 
sind 18% der Kölner Haushalte (bundesweit sind es 29%). 
34   
Kinder aus Alleinerziehendenhaushalten, kinderreichen Familien sowie Familien mit internationaler 
Familiengeschichte 35  haben ein höheres Armutsrisiko.36  Die höchste Armutsrisikoquote wird bei 
Alleinerziehendenhaushalten (43%), kinderreichen Haushalten (66%37 ) sowie Haushalten mit 
Personen mit internationaler Familiengeschichte (37%) nachgewiesen.  
Das Armutsrisiko spiegelt sich auch im SGB II Leistungsbezug wider: 38.320 Kölner Kinder und 
Jugendliche (22%) leben in SGB II-Bedarfsgemeinschaften (Dez. 2022), davon 45% in 
Alleinerziehendenhaushalten, 42% in SGB II-Bedarfsgemeinschaften mit drei und mehr Kindern. 41% 
der Kinder haben eine ausländische Staatsangehörigkeit.  
Doch nicht nur transferleistungsbeziehende Familien leiden unter finanziellen Grenzen, sondern auch 
diejenigen Familien, die über ein Einkommen knapp über der Grundsicherungsschwelle verfügen.  
Auffällig ist die ungleiche Verteilung von SGB II-Bedarfsgemeinschaften mit Kindern in den einzelnen 
Stadtteilen. In dem Stadtteil mit dem niedrigsten Wert (Hahnwald) leben nur 0,5% der Kinder in Armut. 
In dem Stadtteil mit dem höchsten Wert (Finkenberg) sind es 59% (Dez. 2022).38   
 
34  Stadt Köln (2024), Amt für Stadtentwicklung und Statistik sowie die Daten zu Arbeitslosen- und Bürgergeld-Empfänger*innen: 
Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Berechnungen Stadt Köln (2024), Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
35  Vgl. hierzu auch Kapitel 7  
36  Alle Daten zum Armutsrisiko: Stadt Köln (2024): Einkommensverteilung in Köln. Ergebnisse der Strukturdatenerhebung 2023 
(Kölner Statistische Nachrichten1/2024) 
37  Hier werden Haushalte mit vier und mehr Kindern berücksichtigt. Zu beachten ist, dass die Fallzahl in der 
Strukturdatenerhebung, auf die dieses Merkmal zutrifft mit 61 Haushalten, recht gering ist. 
38  Vgl. hierzu auch Kapitel 11

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Sozialplanung (V/3)  04 .03.202 6 SRGA_MeRo_aktuell_final  1.0 27  von 50 
 
Kinder aus armutsgefährdeten Haushalten haben ein höheres Teilhaberisiko mit Folgen für ihr 
späteres Leben. Die Bekämpfung von Familien- und Kinderarmut ist deshalb ein wichtiges 
strategisches Ziel. 39  
Von den Kindern und Jugendlichen zwischen 0 und 14 Jahren erhielten in Meschenich / Rondorf 
30,9% im Jahr 2023 Leistungen nach dem SGB II, in der Gesamtstadt betrug der Anteil 20,3%. Die 
Veränderung zwischen 2013 und 2023 ist im Sozialraumgebiet mit 9,5 Prozentpunkten größer als im 
städtischen Durchschnitt (-1,2 Prozentpunkte). 
Von den Kindern und Jugendlichen zwischen 0 und 14 Jahren erhielten in Meschenich 47,7% im Jahr 
2023 Leistungen nach dem SGB II, in der Gesamtstadt betrug der Anteil 20,3%. Die Veränderung 
zwischen 2013 und 2023 ist im Stadtteil mit 26,2 Prozentpunkten größer als im städtischen 
Durchschnitt (-1,2 Prozentpunkte). 
Von den Kindern und Jugendlichen zwischen 0 und 14 Jahren erhielten in Rondorf 12% im Jahr 2023 
Leistungen nach dem SGB II, in der Gesamtstadt betrug der Anteil 20,3%. Die Veränderung zwischen 
2013 und 2023 ist im Stadtteil mit -9,4 Prozentpunkten kleiner als im städtischen Durchschnitt (-1,2 
Prozentpunkte). 
5.1 Strategisches Ziel: Teilhabechancen armutsgefäh rdeter Alleinerziehendenhaushalte sind 
verbessert 
Für Paarhaushalte ist Familie ist eine wichtige Ressource, wenn es darum geht, sich im Alltag 
gegenseitig zu unterstützen. Ein Paarhaushalt hat eher das Potenzial, schwierige Lebensphasen zu 
überwinden, die Familienarbeit wie Kinderbetreuung oder die Pflege von älteren oder beeinträchtigten 
Familienmitgliedern aufzuteilen und ggf. fehlendes Einkommen - durch Arbeitslosigkeit oder eine 
geringe Rente verursacht – auszugleichen als Alleinerziehende. 
Für Alleinerziehende insbesondere mit kleinen Kindern ist es ungleich schwieriger trotz vorhandener 
beruflicher Qualifikation einer (bedarfsdeckenden) Erwerbstätigkeit nachzugehen und Familien- und 
Erwerbsarbeit miteinander zu vereinbaren. Dies spiegelt sich in dem erhöhten Armutsrisiko 
Alleinerziehender wider (43%). Alleinerziehendenhaushalte zu unterstützen und zu entlasten sollte 
auch im Sinne der Kinder eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe sein. 
40   
Der Anteil der Alleinerziehendenhaushalte lag im Jahr 2023 im Sozialraumgebiet Meschenich / 
Rondorf bei 19% (im Jahr 2013 bei 19,1), in der Gesamtstadt betrug er 22,5% (im Jahr 2013 24,1%). 
Der Anteil hat sich im Sozialraumgebiet nicht verändert.  
Der Anteil der Alleinerziehendenhaushalte lag im Jahr 2023 im Stadtteil Meschenich bei 17,8% (im 
Jahr 2013 bei 17,8%). Der Anteil hat sich im Stadtteil nicht verändert.  
Der Anteil der Alleinerziehendenhaushalte lag im Jahr 2023 im Stadtteil Rondorf bei 20,3% (im Jahr 
2013 bei 20,1%). Der Anteil hat sich mit 0,2 Prozentpunkten im Stadtteil nur leicht verändert (in der 
Gesamtstadt -1,6 Prozentpunkte). 
 
39  Der Rat der Stadt Köln hat am 12.12.2019 die Gesamtstrategie „Kölner Kinder stärken!“ beschlossen. Es handelt sich um ein 
strategisches Konzept zur (weiter verbesserten) Verwirklichung der Teilhabe- und Entwicklungschancen aller Kinder und 
Jugendlichen in Köln und enthält ein Leitbild, strategische Handlungsfelder und Ziele, ein Präventionsmonitoring sowie Struktur- 
und Praxismaßnahmen (Session 3437/2019). „Kölner Kinder stärken!“ ist wichtiger Bestandteil der Stadtstrategie „Kölner 
Perspektiven 2030+“ und zahlt hier insbesondere auf Leitsatz 3 „Köln sorgt für Bildung, Chancengerechtigkeit und Teilhabe“ 
und Handlungsempfehlung 7 „Vorfahrt Bildung“ ein. 
Nach Einschätzung der Verwaltung müssen strategische Konzepte zwingend und regelmäßig in einem Steuerungs- bzw. 
Qualitätskreislauf auf den Prüfstand gestellt und bei Bedarf nachjustiert werden. Ein solcher Weiterentwicklungsprozess wird in 
2023 für die Gesamtstrategie „Kölner Kinder stärken“ gestartet und dabei freundlicherweise durch den Landschaftsverband 
Rheinland intensiv begleitet und unterstützt werden. 
40  Das strategische Ziel 5.1 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) sowie des Masterplans 
des Dezernats V (MP): KP Ziel 2.6 Köln integriert Erwerbsfähige dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt; KP Ziel 3.4 Köln fördert 
die kinder, jugend und familienfreundliche Stadt; MP Ziel B1 Erwerbsfähige sind dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt integriert; 
MP Ziel B2 Drehtüreffekte werden vermieden; MP Ziel B5 Berufliche Perspektiven sind verbessert.

Lebenswerte 
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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
Bearbeiter  Datum  Name der Quelldatei  Version  Seite 
Sozialplanung (V/3)  04 .03.202 6 SRGA_MeRo_aktuell_final  1.0 28  von 50 
 
5.1.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Die Herausforderungen und das strategische Ziel sollen weiterhin u.a. durch die Verwaltung bearbeitet 
werden. Es wurden Unterstützungsmöglichkeiten durch die Sozialraumkoordination gesehen, z.B. 
wenn es um die Zusammenarbeit verschiedener Behörden (Stadt, LVR) und / oder den Angeboten 
bzw. Einrichtungen vor Ort geht. Wie die Arbeit an der Zielerreichung konkret aussehen kann, ist in 
den Planungskonferenzen und mit der bzw. den städtisch zuständigen Dienststelle(n) abzustimmen. 
5.1.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- mehr Teilzeit-Arbeitsplätze (Berücksichtigung Car e-Arbeit) 
- Frauen benötigen bezüglich einer Erwerbstätigkeit  mehr Unterstützung als Männer (z.B. bei 
der Jobsuche) 
- Nachhilfeangebote für Mütter schaffen (u.a. betre ffend Bewerbungen und Lebenslauf) 
- Arbeitsbedingungen sind oft eine Hürde aufgrund U ngleichbehandlung von Frauen 
5.2 Strategisches Ziel: Teilhabechancen armutsgefäh rdeter kinderreicher Familien sind 
verbessert 
Auch kinderreiche Familien sind häufig(er) von Armut betroffen. Über 15.000 Kinder, die in SGB II-
Bedarfsgemeinschaften leben (41%), leben in kinderreichen Familien. Kinderreiche Familien zu 
unterstützen und zu entlasten sollte auch im Sinne der Kinder eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe 
sein. 
41   
5.2.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Die Herausforderungen und das strategische Ziel sollen weiterhin u.a. durch die städtische Verwaltung 
bearbeitet werden. Es wurden Unterstützungsmöglichkeiten durch die Sozialraumkoordination 
gesehen, z.B. wenn es um die Zusammenarbeit verschiedener Behörden (Stadt, LVR) und/oder den 
Angeboten bzw. Einrichtungen vor Ort geht. Wie die Arbeit an der Zielerreichung konkret aussehen 
kann, ist in den Planungskonferenzen und mit der bzw. den städtisch zuständigen Dienststelle(n) 
abzustimmen. 
5.2.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- teure Fahrtickets stellen Barriere dar 
- Ausgleichsangebote für Frauen einführen 
5.3 Strategisches Ziel: Teilhabechancen armutsgefäh rdeter Familien mit internationaler 
Familiengeschichte sind verbessert 
Familien ohne internationale Familiengeschichte waren zu 15% armutsgefährdet, bei jenen mit 
internationaler Familiengeschichte ist der Anteil mit rund 41% fast dreimal so hoch. Armutsgefährdete 
Familien mit internationaler Familiengeschichte besser zu integrieren sollte auch im Sinne der Kinder 
eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe sein. 
42   
 
41  Das strategische Ziel 5.2 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) sowie des Masterplans 
des Dezernats V (MP): KP Ziel 2.6 Köln integriert Erwerbsfähige dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt; KP Ziel 3.4 Köln fördert 
die kinder, jugend und familienfreundliche Stadt; MP Ziel B1 Erwerbsfähige sind dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt integriert; 
MP Ziel B2 Drehtüreffekte werden vermieden; MP Ziel B5 Berufliche Perspektiven sind verbessert. 
42  Das strategische Ziel 5.3 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) sowie des Masterplans 
des Dezernats V (MP): KP Ziel 2.6 Köln integriert Erwerbsfähige dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt; KP Ziel 3.4 Köln fördert

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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5.3.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Die Herausforderungen und das strategische Ziel sollen weiterhin u.a. durch die Verwaltung bearbeitet 
werden. Es wurden Unterstützungsmöglichkeiten durch die Sozialraumkoordination gesehen, z.B. 
wenn es um die Zusammenarbeit verschiedener Behörden (Stadt, LVR) und / oder den Angeboten 
bzw. Einrichtungen vor Ort geht. Wie die Arbeit an der Zielerreichung konkret aussehen kann, ist in 
den Planungskonferenzen und mit der bzw. den städtisch zuständigen Dienststelle(n) abzustimmen. 
5.3.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- es gibt ein umfassendes, an den Bedarfen orientie rtes Hilfesystem in Meschenich 
- mehr Aktivitäten und Ausflüge für Frauen / Famili en (z.B. Freizeitpark) 
- Fahrrad-Kurse (viele Menschen können kein Fahrrad  fahren) und Einrichtung einer 
Fahrradspende-Stelle 
- Repair-Café einrichten 
- Sprachbarrieren abbauen 
- mehr mobile Angebote (z.B. mobiler Spielebus der Stadt Köln) 
- ÖPNV-Anbindung verbessern (z.B. auch für Bildungs angebote wie Schwimmkurse in Brühl 
relevant; Frequenz verbessern, zusätzliche Haltestelle zwischen Meschenich und Brühl 
einrichten, ggf. on-demand-System) 
- Ausbau Rad- und Fußwegverbindung nach Rondorf und  Immendorf 
- zentrale stadtteilübergreifende Anlaufstelle für Angebote in Meschenich und Rondorf) wäre 
sinnvoll 
 
Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- Hindernisse, die dazu beitragen, dass Menschen nu r in ihrem Stadtteil bleiben, müssen 
abgebaut werden 
- Wie gelingt die Vernetzung unter den Stadtteilen Meschenich / Rondorf / Immendorf etc.? 
Angebote sind vorhanden und könnten erweitert werden 
- Wie transparent sind die Angebote aus Sicht der B ürger*innen? Ggf. Wege der 
Kommunikation und Erreichbarkeit verbessern 
- Perlenfischen: individuelle Förderung z.B. durch ehrenamtliche Helfer*innen 
5.4 Strategisches Ziel: Langzeitarbeitslosigkeit in  Familien mit Kindern ist gesenkt 
Untersuchungen belegen, dass Kinder und Jugendliche, deren Eltern nicht arbeiten, ein höheres 
Risiko haben, selbst im späteren Lebensverlauf arbeitslos zu sein oder berufsvorbereitende 
Maßnahmen in Anspruch zu nehmen. 
Im Jahr 2022 gab es 59.906 SGB II-Bedarfsgemeinschaften, darunter 20.256 SGB II-
Bedarfsgemeinschaften mit Kindern. 
43  2018 waren es noch 59.343 SGB II-Bedarfsgemeinschaften. In 
76% aller Bedarfsgemeinschaften lebte 2018 mindestens ein Erwachsener, der von 
Langzeitarbeitslosigkeit betroffen ist. 44  In den SGB II-Bedarfsgemeinschaften mit Kindern wohnte in 
80% mindestens ein erwachsener Langzeitleistungsbeziehender. 30.418 der Kinder (ca. 80% der 
Kinder in SGB II-Bedarfsgemeinschaften) leben seit einem Jahr oder länger von Transferleistungen. 45   
 
die kinder, jugend und familienfreundliche Stadt; MP Ziel B1 Erwerbsfähige sind dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt integriert; 
MP Ziel B2 Drehtüreffekte werden vermieden; MP Ziel B5 Berufliche Perspektiven sind verbessert. 
43  Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Berechnungen Stadt Köln (2024), Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
44  vgl. LLB, S. 140 
45  Das strategische Ziel 5.4 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) sowie des Masterplans 
des Dezernats V (MP): KP Ziel 2.6 Köln integriert Erwerbsfähige dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt; KP Ziel 3.4 Köln fördert 
die kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt; MP Ziel B1 Erwerbsfähige sind dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt 
integriert; MP Ziel B2 Drehtüreffekte werden vermieden; MP Ziel B5 Berufliche Perspektiven sind verbessert.

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Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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5.4.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Die Herausforderung und Ziele sollen weiterhin u.a. durch die städtische Verwaltung und in 
Abstimmung mit den zuständigen Akteur*innen und Netzwerkpartner*innen im Sozialraum bearbeitet 
werden.  
5.4.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- Grundfrage: Wie erreichen wir die Eltern? 
- Wie transparent sind die Angebote aus Sicht der B ürger*innen? Ggf. Wege der 
Kommunikation und Erreichbarkeit verbessern 
5.5 Strategisches Ziel: Kulturelle Einbindung von K indern und Jugendlichen aus 
armutsgefährdeten Familien ist gefördert  
Sport und kulturelle Teilhabe gehören untrennbar zusammen. Denn der Sport gestaltet sich allein 
durch Kommunikation, Entwicklung und Festlegung von allgemein gültigen Spielregeln, durch das 
Miteinander in zweckfreier und fairer Konkurrenz der Menschen untereinander, durch die Vermittlung 
zwischen Menschen untereinander, zwischen Mensch und Natur sowie durch das Engagement und 
die Beteiligung aller bürgerschaftlicher Gruppen. Mehr als 640 gemeinwohlorientierte Sportvereine 
kümmern sich in Köln um sportlich-integrative Angebote und sorgen dafür, dass Menschen mit Sport 
in Berührung kommen, lernen, trainieren, Gemeinschaft erleben und Solidarität erfahren können. 
Dieser Erlebnis- und Erfahrungsbereich ist gerade für Menschen aus sozial benachteiligten Stadtteilen 
besonders wichtig. Deshalb ist die Erhaltung der sozialen Infrastruktur im Vereinsleben sowie das 
sportliche Angebot insbesondere für die Sozialraumgebiete zu erhalten und zu fördern. 
46  Die Art und 
Weise, wie Kinder und Jugendliche ihre Freizeit verbringen, ist ebenfalls ein Indikator für ihre kulturelle 
und politische Einbindung. In der Freizeit können sie ihre kognitiven Fähigkeiten stärken, ihre sozialen 
Kompetenzen und Beziehungen ausbauen und ihre Selbstständigkeit steigern. Manche Autor*innen 
gehen sogar davon aus, dass eine ausgewogene Freizeit zu mehr Lernbereitschaft in der Schule führt 
(Hurrelmann 2010). 47  Aber auch hier gilt: Kinder und Jugendliche aus sozial schlechter gestellten 
Familien nehmen an anderen Aktivitäten teil als Kinder und Jugendliche aus sozial besser gestellten 
Elternhäusern. Dies ist in erster Linie auf die unterschiedlichen Erziehungspräferenzen der Eltern 
zurückzuführen. Ob sich jemand fürs Musizieren, für Bücher, Religion oder für die Natur begeistern 
kann, hängt oft damit zusammen, ob ihm dies in der Kindheit nahegelegt wurde (BMAS 2016: S. 
102). 48  Welchen Freizeitaktivitäten Jugendliche nachgehen, hängt zum Teil auch mit ihren finanziellen 
Möglichkeiten zusammen (Schmidt und Wilhelm 2010). 
5.5.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Die Herausforderungen und die Teilziele sollen weiterhin u.a. durch die städtische Verwaltung 
bearbeitet werden. Es wurden Unterstützungsmöglichkeiten durch die Sozialraumkoordination 
gesehen, z.B. wenn es um die Zusammenarbeit verschiedener Behörden (Stadt, LVR) und / oder den 
 
46  vgl. Gutachten zur Sportentwicklungsplanung der Stadt Köln. S.16. Die Stadt Köln tut dies unter anderem durch 
Förderprogramme wie Kids und Senioren in die Clubs, Förderung von Angeboten für Kinder und Jugendliche mit Flucht- oder 
Internationaler Geschichte sowie Sport in Metropolen oder Pro Veedel. 
Das strategische Ziel 5.5 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) sowie des Masterplans 
des Dezernats V (MP): KP Ziel 3.1 Köln fördert die Vielfalt in den Stadtteilen; KP Ziel 3.3 Köln setzt sich aktiv für eine inklusive 
Gesellschaft ein; KP Ziel 5.1 Köln fördert Bewegung und Sport; MP Ziel W5 Segregation ist gemildert. 
47  Hurrelmann, K.; Andresen, S.; Schneekloth, U. 2010: Ungleiche Kindheiten in Deutschland - Politische Herausforderungen. In 
Hurrelmann, K.; Andresen, S.; TNS Infratest Sozialforschung: 2. World Vision Kinderstudie 2010. Frankfurt a.M.: Fischer 
Taschenbuch. 
48  Bundesministerium für Arbeit und Soziales 2016: Lebenslagen in Deutschland. Der vierte Armuts- und Reichtumsbericht der 
Bundesregierung. Online-Dokument: https://www.armuts-und-reichtumsbericht.de/SharedDocs/Downloads/Berichte/vierter-
armuts-und-reichtumsbericht.pdf? blob=publicationFile&v=3.

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Angeboten bzw. Einrichtungen vor Ort geht. Wie die Arbeit an der Zielerreichung konkret aussehen 
kann, ist in den Planungskonferenzen und mit der bzw. den städtisch zuständigen Dienststelle(n) 
abzustimmen. 
5.5.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- Angebote für Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahre s ausbauen (z.B. legale Spraywände bei 
Schutzhütte am Bolzplatz) 
- Verbesserung der sozialen Infrastruktur, insbeson dere Freizeitangebote (z.B. 
Wasserspielplatz, Sportangebote (u.a. Schwimmbad, Kampfsport), Pump-Track; bessere 
Sauberkeit der bestehenden Spielplätze und Schutzhütte am Bolzplatz) 
 
Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- Wir brauchen Menschen, die sich ausführlich und u mfassend um die einzelnen Familien 
kümmern können. Idee: Installierung von Familienpat*innen 
- Willkommensstruktur auch bei Neugeborenen ausbaue n (KiWi) 
6 Herausforderung: Teilhabechancen von Menschen mit  internationaler Familiengeschichte 
fördern - Mehrfach belastete Lebenslagen durch abgestimmte Hilfen gezielt verbessern 
In Köln leben zum Jahresende 2023 rd. 464.000 Personen mit internationaler Familiengeschichte. 
Dies sind 42,4% der Gesamtbevölkerung; unter den Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren 
beträgt der Anteil 60,4%. 
49  Die Bevölkerung mit internationaler Familiengeschichte ist demnach im 
Durchschnitt jünger als die Bevölkerung ohne internationale Geschichte. 
Für viele Zugewanderte, die im Rahmen früherer Arbeitsmigration nach Köln gezogen sind, war die 
Integration teilweise durch anfängliche, oft aber auch fortdauernde Sprachschwierigkeiten erschwert. 50  
Diese Schwierigkeiten setzen sich oft in den nachfolgenden Generationen fort, so dass auch die 
Kinder in ihrer schulischen und beruflichen Laufbahn weniger erfolgreich sind (vgl. Herausforderungen 
3 und 4). 
Die Auswertung des statistischen Merkmals "internationale Familiengeschichte" zeigt, dass die 
Teilhabechancen von Menschen mit internationaler Familiengeschichte in allen Lebensphasen 
schlechter sind als in der Vergleichsgruppe ohne internationale Familiengeschichte. Sie haben ein 
deutlich höheres Armutsrisiko, aufgrund eines niedrigeren Bildungs-, Ausbildungs- und 
Einkommensniveaus leben sie häufiger in belasteten Lebenslagen. Einer Verfestigung von 
Mehrfachbelastungen, wie sie bei Personen mit internationaler Familiengeschichte schon ab dem 
Kindesalter entsteht, ist frühzeitig entgegenzuwirken. Die Integration von Menschen mit internationaler 
Familiengeschichte in die verschiedenen gesellschaftlichen Teilsysteme ist zu verbessern.  
6.1 Strategisches Ziel: Armutsrisiken von Menschen mit internationaler Familiengeschichte 
sind gemindert 
Das Armutsrisiko von Haushalten mit internationaler Geschichte ist ungefähr doppelt so groß (37%) 
wie das von Haushalten ohne internationale Familiengeschichte (18%).
51  
Wesentliche Gründe für das höhere Armutsrisiko von Haushalten mit internationaler 
Familiengeschichte liegen in der häufig geringeren schulischen und beruflichen Qualifikation (s. hierzu 
 
49  Die Gruppe besteht je zur Hälfte aus Personen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit und aus Deutschen mit 
Internationaler Familiengeschichte. Zu den Deutschen mit Internationaler Familiengeschichte zählen 152.859 Eingebürgerte, 
46.806 Aussiedlerinnen und Aussiedler sowie 35.746 Personen, die in Deutschland geboren sind. 
50  Die Auswertung des Merkmals „Internationaler Geschichte“ wird hier als nicht ausreichend angesehen. Wünschenswert wäre, 
innerhalb der Zuwanderungsgruppen bezüglich der unterschiedlichen Motive und persönlichen Voraussetzungen (Bildung etc.) 
sowie des Zeitpunkts der Zuwanderung zu differenzieren, auch um Stigmatisierungen auszuschließen.  
51  Stadt Köln (2024): Einkommensverteilung in Köln. Ergebnisse der Strukturdatenerhebung 2023 (Kölner Statistische 
Nachrichten1/2024).

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Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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auch die Herausforderungen 3 und 4), aber auch Sprachbarrieren und ein eingeschränkter Zugang 
zum Arbeitsmarkt. 52  Das strategische Ziel 6.1 soll mittels der im Folgenden aufgeführten Teilziele (vgl. 
Tabelle 6) angestrebt und bewertet werden: 
Tabelle 6: Teilziele zum strategischen Ziel „Armutsrisiken von Menschen mit internationaler 
Familiengeschichte sind gemindert“ 
Teilziele Indikator Ist-Wert  Jahr Strategischer 
Zielwert  
Jahr 
Der Anteil von Menschen 
ohne internationale 
Familiengeschichte mit 
Armutsrisiko ist gesenkt. 
Armutsrisikoquote von 
Menschen ohne 
internationale 
Familiengeschichte 
18% 2023 kleiner 17% 2030 
Der Anteil von Menschen mit 
internationaler 
Familiengeschichte und 
Armutsrisiko ist gesenkt. 
Armutsrisikoquote von 
Menschen mit internationaler 
Familiengeschichte 
37% 2023 kleiner 30% 2030 
Quelle: Stadt Köln (2024): Einkommensverteilung in Köln. Ergebnisse der Strukturdatenerhebung 2023 (Kölner Statistische 
Nachrichten1/2024). 
6.1.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Die Herausforderung und Ziele sollen weiterhin u.a. durch die städtische Verwaltung und in 
Abstimmung mit den zuständigen Akteur*innen und Netzwerkpartner*innen im Sozialraum bearbeitet 
werden.  
6.1.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- Ausbau sozialer Infrastruktur (z.B. Geschäfte, Dr ogerie, Vollversorger, öffentlicher Grillplatz, 
Freizeiteinrichtungen, Treffpunkt für Essen und Gemeinschaft in Meschenich (vgl. Lifetime-
House Rondorf), Sportangebote (z.B. Schwimmkurse für Frauen, Öffnungszeiten von 
Turnhallen und Fitnessraum erweitern, internationaler Gruppentanz, Lauftreff, mehr 
Fitnesskurse, Fitnesscenter)) 
- Beratungsangebote in Rondorf einrichten 
 
Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- Zugang zu Bildungs- und Teilhabepaket erleichtern , das u.a. Schülerticket, Nachhilfe, 
Musikunterricht, Vereinsmitgliedschaft beinhaltet, durch z.B. Abbau bürokratischer Hürden, 
vereinfachte Antragsstellung und Infoveranstaltungen für Fachkräfte zum Paket 
6.2 Strategisches Ziel: Teilhabe der Menschen mit i nternationaler Familiengeschichte am 
Erwerbsleben ist verbessert 
Menschen mit internationaler Familiengeschichte sind weniger gut im Arbeitsmarkt integriert. Sie 
arbeiten häufiger in prekären Arbeitsverhältnissen. Angesichtes des demografischen Wandels und der 
Folgen auf dem Arbeitsmarkt ist es wichtig, Menschen mit internationaler Familiengeschichte bessere 
Teilhabechancen am Arbeitsmarkt zu ermöglichen. 
53  Das strategische Ziel 6.2 soll mittels der im 
Folgenden aufgeführten strategischen Teilziele (vgl. Tabelle 7) angestrebt und bewertet werden 
 
52  Das strategische Ziel 6.1 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) sowie des Masterplans 
des Dezernats V (MP): KP Ziel 3.3 Köln setzt sich aktiv für eine inklusive Gesellschaft ein; MP Ziel E1 Unterstützungsbedürftige 
sind bedarfsgerecht im richtigen Sozialsystem 
53  Das strategische Ziel 6.2 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) sowie des 
Masterplans des Dezernats V (MP): KP Ziel 2.6 Köln integriert Erwerbsfähige dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt; KP Ziel 3.3 
Köln setzt sich aktiv für eine inklusive Gesellschaft ein; KP Ziel 3.4 Köln fördert die kinder, jugend und familienfreundliche Stadt;

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Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Tabelle 7: Teilziele zum strategischen Ziel "Teilhabe der Menschen mit internationaler 
Familiengeschichte am Erwerbsleben ist verbessert" 
Teilziele Indikator Ist-
Wert  
Jahr Strategischer 
Zielwert  
Jahr 
Anteil der SVP-Beschäftigten im 
Alter von 15 – 65 Jahre mit 
deutscher Staatsangehörigkeit 
ist gesteigert. 
Anteil der SVP-Beschäftigten im 
Alter von 15 – 65 Jahre mit 
deutscher Staatsangehörigkeit 
59% 2018 größer 59% 2030 
Anteil der SVP-Beschäftigten im 
Alter von 15 – 65 Jahre mit 
ausländischer 
Staatsangehörigkeit ist 
gesteigert. 
Anteil der SVP-Beschäftigten im 
Alter von 15 – 65 Jahre mit 
ausländischer 
Staatsangehörigkeit 
44% 2018 größer 44% 2030 
Anteil der 
Niedriglohnbeschäftigten an den 
SVP-Vollzeitbeschäftigten im 
Alter von 35-64 Jahren mit 
deutscher Staatsangehörigkeit 
ist gesenkt 
Anteil der 
Niedriglohnbeschäftigten an 
den SVP-Vollzeitbeschäftigten 
im Alter von 35-64 Jahren mit 
deutscher Staatsangehörigkeit 
12% 2018 kleiner 12% 2030 
Anteil der 
Niedriglohnbeschäftigten an den 
SVP-Vollzeitbeschäftigten im 
Alter von 35-64 Jahren mit 
ausländischer 
Staatsangehörigkeit ist gesenkt 
Anteil der 
Niedriglohnbeschäftigten an 
den SVP-Vollzeitbeschäftigten 
im Alter von 35-64 Jahren mit 
ausländischer Staats-
angehörigkeit 
28% 2018 kleiner 28% 2030 
Anteil der geringfügig entlohnten 
Beschäftigen im Alter von 35 bis 
64 Jahren mit deutscher Staats-
angehörigkeit ist gesenkt 
Anteil der geringfügig 
entlohnten Beschäftigen im 
Alter von 35 bis 64 Jahren mit 
deutscher Staats-angehörigkeit 
14% 2018 kleiner 14% 2030 
Anteil der geringfügig entlohnten 
Beschäftigen im Alter von 35 bis 
64 Jahren mit ausländischer 
Staatsangehörigkeit ist gesenkt 
Anteil der geringfügig 
entlohnten Beschäftigen im 
Alter von 35 bis 64 Jahren mit 
ausländischer 
Staatsangehörigkeit 
22% 2018 kleiner 22% 2030 
Arbeitslosigkeit von Personen im 
Alter von 15 bis 64 Jahren 
insgesamt ist gesenkt 
Arbeitslosigkeit von Personen 
im Alter von 15 bis 64 Jahren 
insgesamt 
8,8% Dez. 
2024 
kleiner 7% 2030 
Arbeitslosigkeit von Personen im 
Alter von 15 bis 64 Jahren mit 
ausländischer 
Staatsangehörigkeit ist gesenkt 
Arbeitslosigkeit von Personen 
im Alter von 15 bis 64 Jahren 
mit ausländischer 
Staatsangehörigkeit  
18,0% Dez. 
2024 
kleiner 19% 2030 
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Berechnungen Stadt Köln (2024), Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
6.2.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Die Herausforderung und Ziele sollen weiterhin u.a. durch die städtische Verwaltung und in 
Abstimmung mit den zuständigen Akteur*innen und Netzwerkpartner*innen im Sozialraum bearbeitet 
werden.  
6.2.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
 
MP Ziel B1 Erwerbsfähige sind dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt integriert; MP Ziel B2 Drehtüreffekte werden vermieden; 
MP Ziel B5 Berufliche Perspektiven sind verbessert

Lebenswerte 
Veedel  
Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Hinweise der Akteur*innen: 
- hoher Anteil arbeitssuchender, arbeitsloser, geri ngverdienenden Menschen und dem illegalen 
Tagelöhnermarkt stellt ein großes Problem vor Ort dar 
- illegale Beschäftigung und Scheinselbstständigkei t führt zu unübersichtlicher Wohnstrukturen 
am Kölnberg (nicht formelle Untervermietverhältnisse, hohe Verschuldungen) 
- arbeitsmarktbezogene Diskriminierung insbesondere  im Kontext osteuropäischer 
Zuwanderung 
- Stigmatisierung insbesondere von Jugendlichen und  jungen Erwachsenen aufgrund des 
Wohnortes und erschwerter Zugang zu Arbeit und Ausbildung 
- Arbeitsmarktintegration, Vermittlung, Stabilisier ung als Schwerpunkt der Arbeit vor Ort 
(Maßnahmen etabliert und erfolgreich) 
- integrierte und einzelfallbezogene Arbeit mit Org anen der Arbeitsverwaltung ausbaufähig  
- „Beratungsstelle Arbeit“ fehlt (Schnittstelle Soz ial-, Schulden-, Erwerbslosenberatung) 
 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- ÖPNV-Anbindung verbessern, auch am Wochenende (Mo bilität ist besonders wichtig, da 
wenige Arbeitsplätze vor Ort sind 
- z.B. auch eine große Buskehre an S-Bahn-Haltestel le Hürth-Kalscheuren einrichten, damit 
Linienbusse halten können 
- zuverlässigere Hinweise bei Busausfällen sind ext rem wichtig, insbesondere da Menschen auf 
den ÖPNV angewiesen sind 
- mehr Teilzeit-Arbeitsplätze (aufgrund gesundheitl icher Aspekte, psychischer Belastung, Care-
Arbeit) 
- Sprachkurse, wie B2-Kurs (auch berufsbezogen), En glisch-Kurs 
- Diskriminierung und Stigmatisierung von Bewohner* innen des Kölnberg abbauen 
 
Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- Wunsch nach Jobcenter Beratungsstelle vor Ort (in  Meschenich) 
- Idee vom Jobcenter: anstelle eines direkten Berat ungsangebots Aufbau eines 
niedrigschwelligen Bildungsangebots ggf. in Kooperation mit anderen Akteur*innen vor Ort 
- Busverbindung Meschenich bis Hürth-Kalscheuren so llte ganztägig über das 
Güterverkehrszentrum und Zollstock (Linie 12) führen und ein Bus Richtung Brühl alle 20 
Minuten fahren 
- wichtige Perspektive: Bahnlinie 5 soll zukünftig von Meschenich Nord innerhalb von 20 
Minuten am Dom sein 
- Sprachkurse in Kooperation mit Jugendzentren anbi eten, um eine parallele Betreuung der 
Kinder zu ermöglichen 
7 Herausforderung: Lebenslage älterer, insbesondere  armutsgefährdeter, Menschen 
verbessern  
Die Lebensstile der mittleren Lebensphase werden im Seniorenalter meist beibehalten, und der dort 
erreichte sozioökonomische Status bleibt bestehen. Ein besonderes Gewicht erhalten in dieser Phase 
die Lebensbereiche, die sich im Falle einer Einschränkung nachhaltig auf die Lebensqualität 
auswirken würden. Zentral sind dabei folgende Faktoren; der Fortbestand der Gesundheit, die mit 
zunehmendem Alter instabiler wird, die Veränderung der Familienstrukturen, die sich zu den Formen 
„Paar ohne Kind“ und „Alleinlebend“ entwickeln, die Kontinuität der materiellen Sicherung, von der die 
Wohnqualität und die Möglichkeiten der gesellschaftlichen Partizipation abhängen.  
Wie bereits in Kapitel 1 dargelegt, weist die Bevölkerungsprognose einen Zuwachs der älteren 
Bevölkerung Kölns bis zum Jahr 2040 von 27% aus: Von 190.490 Senior*innen im Jahr 2018 auf 
241.500 Senior*innen im Jahr 2040. Die Zahl der über 80-Jährigen ist bereits in den letzten zehn 
Jahren um ca. 25% um rd. 11.500 Personen gestiegen (von rd. 45.200 Personen auf rd. 56.700 
Personen). Bis zum Jahr 2040 wird ihre Zahl nochmals um rd. 18.600 Personen auf dann rd. 75.300 
Personen ansteigen (+33%). 
54   
 
54  Stadt Köln (2025): Bevölkerungsvorausberechnung für Köln 2025 bis 2045. Mit kleinräumigen Berechnungen bis 2035, Kölner 
Statistische Nachrichten 12/2025, Basisvariante,

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
Bearbeiter  Datum  Name der Quelldatei  Version  Seite 
Sozialplanung (V/3)  04 .03.202 6 SRGA_MeRo_aktuell_final  1.0 35  von 50 
 
Die Anzahl der Menschen über 80 Jahre hat sich im Sozialraumgebiet seit dem Jahr 2013 von 603 auf 
947 im Jahr 2023 um 57% erhöht. Die Veränderung ist größer als im städtischen Durchschnitt (37,2%) 
Die Anzahl der Menschen über 80 Jahre hat sich im Stadtteil Meschenich seit dem Jahr 2013 von 198 
auf 294 im Jahr 2023 und somit um 48,5% erhöht. 
Die Anzahl der Menschen über 80 Jahre hat sich im Stadtteil Rondorf seit dem Jahr 2013 von 405 auf 
653 im Jahr 2023 und somit um 61,2% erhöht. 
Der Anteil der Menschen über 80 Jahre ist im Sozialraumgebiet im Jahr 2023 mit 5,5% größer als im 
Jahr 2013 (3,5%). Die Veränderung ist größer (bezogen auf die absoluten Prozentpunkte 2%) als im 
städtischen Durchschnitt (1,4%). 
Der Anteil der Menschen über 80 Jahre ist im Stadtteil Meschenich im Jahr 2023 mit 3,8% größer als 
im Jahr 2013 (2,6%). 
Der Anteil der Menschen über 80 Jahre ist im Stadtteil Rondorf im Jahr 2023 mit 7% größer als im 
Jahr 2013 (4,3%). 
Durch den demografischen Wandel wird die Anzahl der älteren Menschen mit eingeschränkten 
Teilhabemöglichkeiten steigen. Steigen wird auch die Zahl älterer Menschen mit internationaler 
Familiengeschichte. Eine spezielle Herausforderung ist die soziale und materielle Einbindung älterer 
Migrant*innen sowie deren gesundheitliche und pflegerische Versorgung.  
7.1 Strategisches Ziel: Gesundheitszustand der Seni or*innen ist verbessert 
Viele Krankheiten sind nicht angeboren und werden erst im Lebensverlauf erworben oder treten erst 
im höheren Alter auf. Diesen Krankheiten kann häufig durch präventives Verhalten entgegengewirkt 
werden. 
Eines der zentralen Ziele der Gesundheitsförderung im hohen Alter ist es, die Gesundheit der 
Menschen durch personale, materielle und soziale Ressourcen zu erhalten. Gesundheitsressourcen 
und Widerstandskräfte können aufgebaut und gestärkt werden durch geistige, emotionale und 
körperliche Aktivität, durch das Erleben von Autonomie, Sinnhaftigkeit und Leistungsfähigkeit sowie 
durch soziale Einbindung. Im Vordergrund stehen daher die Unterstützung und Befähigung der 
Menschen, ihre eigene Gesundheit mit Hilfe von gesundheitsfördernden Verhaltensweisen zu 
bewahren oder zu verbessern. 
55  Das strategische Ziel 7.1 soll mittels der im Folgenden aufgeführten 
strategischen Teilziele (vgl. Tabelle 8) angestrebt und bewertet werden:  
Tabelle 8: Teilziele zum strategischen Ziel "Gesundheitszustand der Senior*innen ist verbessert" 
Teilziele Indikator Ist-
Wert  
Jahr Strategischer 
Zielwert  
Jahr 
Subjektives Gesundheits-
empfinden der Senior*innen 
ist verbessert  
Anteil älterer Menschen mit 
subjektiv als schlecht 
eingeschätztem Gesundheits-
zustand insgesamt 
12% 2016 
56  kleiner 12% 2030 
Subjektives Gesundheits-
empfinden der Senior*innen 
mit internationaler 
Familiengeschichte ist 
verbessert 
Anteil älterer Menschen mit 
internationaler Familiengeschichte 
und subjektiv als schlecht 
eingeschätztem Gesundheits-
zustand 
18%  2016 kleiner 12% 2030 
 
55  Das strategische Ziel 7.1 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) sowie des Masterplans 
des Dezernats V (MP): KP Ziel 3.3 Köln setzt sich aktiv für eine inklusive Gesellschaft ein; KP Ziel 5.1 Köln fördert Bewegung 
und Sport; KP Ziel 5.2 Köln sorgt für Zugang zur gesundheitlichen Versorgung, Gesundheitsförderung und Prävention für alle 
Lebenslagen; MP Ziel G1 Eine hochwertige grundlegende medizinische (Grund-) Versorgung ist für alle Menschen erreichbar 
56  Stadt Köln (2018), Kölner Statistische Nachrichten 5/2018, Wohnen in Köln, Ergebnisse der „Leben in Köln“ -Umfrage 2016.

Lebenswerte 
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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Teilziele Indikator Ist-
Wert  
Jahr Strategischer 
Zielwert  
Jahr 
Subjektives Gesundheits-
empfinden der Senior*innen 
mit Armutsrisiko ist verbessert 
Anteil armutsgefährdeter älterer 
Menschen mit subjektiv als 
schlecht eingeschätztem 
Gesundheitszustand 
27% 2016 kleiner 27% 2030 
Subjektives Gesundheits-
empfinden der Senior*innen 
mit Schwerbehinderung ist 
verbessert 
Anteil älterer Menschen mit 
subjektiv als schlecht 
eingeschätztem Gesundheits-
zustand mit Schwerbehinderung 
31% 2016 kleiner 31% 2030 
7.1.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Die Herausforderung und Ziele sollen weiterhin u.a. durch die städtische Verwaltung und in 
Abstimmung mit den zuständigen Akteur*innen und Netzwerkpartner*innen im Sozialraum bearbeitet 
werden.  
7.1.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- Mittagstisch für Senior*innen wäre sinnvoll 
7.2 Strategisches Ziel: Altersarmut ist bekämpft  
Gut jeder vierte Haushalt mit Erwachsenen im Senior*innenalter (26%) hat ein Armutsrisiko. 
57  Das 
entspricht etwa der durchschnittlichen Armutsrisikoquote über alle Altersgruppen. Ein erhöhtes 
Armutsrisiko haben insbesondere ältere Menschen mit einer Schwerbehinderung sowie ältere 
Menschen mit internationaler Familiengeschichte (38% der Haushalte). 
Die Anzahl und der Anteil der Menschen, die auf Grundsicherung im Alter angewiesen sind, steigt: Im 
Dezember 2023 bezogen 16.906 Personen diese Leistungen (9,2% der Bevölkerung ab 65 Jahren), 
im Jahr 2013 waren es noch 13.052 Personen (7%); relativ stieg die Zahl um 31,2%. 
Im Dezember 2023 bezogen 16.906 Personen (9,2% der Bevölkerung ab 65 Jahren, im Jahr 2013 
waren es noch 13.052 (7,0%); relativ liegt der Anstieg bei 31,2%. 
Von den älteren Bewohner*innen (über 65 Jahre) im Sozialraumgebiet Meschenich / Rondorf erhielten 
im Jahr 2023 6,2% Grundsicherungsleistungen (vs. 6% im Jahr 2013), in der Gesamtstadt betrug der 
Anteil 9,2% (vs. 7% im Jahr 2013). Die Veränderung ist in Meschenich / Rondorf mit 0,18 
Prozentpunkten niedriger als im städtischen Durchschnitt (2,2 Prozentpunkte). 
Von den älteren Bewohner*innen (über 65 Jahre) im Stadtteil Meschenich erhielten im Jahr 2023 
11,5% Grundsicherungsleistungen (vs. 11,9% in 2013). Die Veränderung ist in Meschenich mit -0,4 
Prozentpunkten niedriger als im städtischen Durchschnitt (2,2 Prozentpunkte). 
Von den älteren Bewohner*innen (über 65 Jahre) im Stadtteil Rondorf erhielten im Jahr 2023 3,4% 
Grundsicherungsleistungen (vs. 3% in 2013). Die Veränderung ist in Rondorf mit 0,4 Prozentpunkten 
niedriger als im städtischen Durchschnitt (2,2 Prozentpunkte). 
Die Entwicklung der zunehmenden Altersarmut hat Auswirkungen auf Teilhabechancen in den 
anderen Lebenslagenbereichen. 58  Das strategische Ziel 7.2 soll mittels der im Folgenden aufgeführten 
Teilziele (vgl. Tabelle 9) angestrebt und bewertet werden: 
 
57  Stadt Köln (2024): Einkommensverteilung in Köln. Ergebnisse der Strukturdatenerhebung 2023 (Kölner Statistische 
Nachrichten1/2024). 
58  Das strategische Ziel 7.2 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) sowie des Masterplans 
des Dezernats V (MP): KP Ziel 3.3 Köln setzt sich aktiv für eine inklusive Gesellschaft ein; MP Ziel E1 Unterstützungsbedürftige 
sind bedarfsgerecht im richtigen Sozialsystem

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Tabelle 9: Teilziele zum strategischen Ziel „Altersarmut ist bekämpft“" 
Teilziele Indikator Ist-
Wert  
Jahr Strategischer 
Zielwert  
Jahr 
Das Armutsrisiko älterer 
Menschen ist gemindert. 
Armutsrisikoquote älterer 
Menschen 
26% 2023 kleiner 23% 2030 
Das Armutsrisiko älterer 
Menschen mit 
internationaler 
Familiengeschichte ist 
gemindert 
Armutsrisikoquote älterer 
Menschen mit 
internationaler 
Familiengeschichte  
48% 2023 kleiner 38% 2030 
Anspruchsberechtigte 
ältere Menschen beziehen 
SGB-Leistungen 
Grundsicherungsquote 
(SGB XII) ältere Menschen 
im Sozialraumgebiet 
6,2% 2023  Wert wird 
beobachtet 
2030 
im Stadtteil Meschenich  11,5% 
im Stadtteil Rondorf 3,4% 
7.2.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Die Herausforderungen und das strategische Ziel sollen weiterhin u.a. über die städtische Verwaltung 
bearbeitet werden.  
7.2.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- Lifetime House Rondorf bietet einen preiswerten M ittagstisch, doch hat wenige Gäste. Wie 
können die Menschen mit Bedarf erreicht werden? 
- bezahltes Ehrenamt bietet Möglichkeiten 
7.3 Strategisches Ziel: Soziale und kulturelle Teil habe von Senior*innen ist ermöglicht 
In Köln gibt es im Jahr 2023 142.120 Senior*innenhaushalte, von denen 49% Einpersonenhaushalte 
sind. Mit 70.179 Frauen zwischen dem 80. und 85. Lebensjahr bilden sie fast drei Viertel aller 
Einpersonenhaushalte. Ab dem 85. Lebensjahr sind es 79%. 
59  
Die soziale und kulturelle Einbindung ist ein wichtiger Bestand der Lebensgestaltung, sie stabilisiert 
die soziale Einbindung und kann aktiv die körperliche und geistige Gesundheit fördern. Eine 
gelingende soziale und kulturelle Einbindung ist deshalb insbesondere für alleinlebende Ältere wichtig. 
Vor dem Hintergrund zunehmender Altersarmut ist es wichtig, soziale und kulturelle Teilhabe zu 
ermöglichen. 60   
Die Zufriedenheit der Befragten der Leben in Köln-Umfrage 2016 61  und der Strukturdatenerhebung 
2023 62  mit Freizeitangeboten für Senior*innen hat sich stadtweit von 56,2% auf 56,6% um 0,4% 
 
59  Stadt Köln (2024), Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
60  Das strategische Ziel 7.3 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) sowie des Masterplans 
des Dezernats V (MP): KP Ziel 1.3 Köln sichert und entwickelt seine Veedel zu Zentren des gemeinschaftlichen Lebens; KP Ziel 
1.4 Köln sorgt für attraktive Parks, Plätze, Straßen und sichere öffentliche Räume; KP Ziel 3.3 Köln setzt sich aktiv für eine 
inklusive Gesellschaft ein; MP Ziel SPG 2 Menschen können Kultur und Freizeitangebote im Lebensumfeld inklusiv nutzen. 
61  Stadt Köln (2018), Kölner Statistische Nachrichten 5/2018, Wohnen in Köln, Ergebnisse der „Leben in Köln“ -Umfrage 2016.  
62  Stadt Köln (2024): Einkommensverteilung in Köln. Ergebnisse der Strukturdatenerhebung 2023 (Kölner Statistische 
Nachrichten1/2024).

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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verändert. Im Sozialraumgebiet Meschenich / Rondorf hat sich der Anteil der sehr und eher 
zufriedenen Befragten von 34,7% auf 45,3% erhöht. 
Die Zufriedenheit der Befragten der Leben in Köln-Umfrage 2016 und der Strukturdatenerhebung 
2023 mit dem Angebot an sozialen Einrichtungen und Diensten hat sich stadtweit von 57,9% auf 
59,6% um 1,7% verändert. Im Sozialraumgebiet Meschenich / Rondorf hat sich der Anteil der sehr und 
eher zufriedenen Befragten von 37,7% auf 41,6% erhöht. 
7.3.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Die Herausforderungen und das strategische Ziel sollen weiterhin u.a. über die städtische Verwaltung 
bearbeitet werden.  
7.3.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- „Helfende Hände“ (Senior*innennetzwerk) in Mesche nich für sonstige Hilfen im Haushalt, 
Reparaturen, Besuchsdienste 
- mehr Angebote / Plätze für Sport (z.B. Boule, Yog a, Fitness) 
- digitale Hilfsangebote schaffen (z.B. Computerkur s für Senior*innen, Hausbesuche bei 
technischen Problemen) 
- Einrichtung von Beratungsangeboten in Rondorf 
- zukünftiger Quartiersplatz und geplantes Mehrgene rationenhaus in Rondorf bieten Potential 
als Begegnungsorte 
- Verschönerung des Kirmesplatzes in Meschenich 
- Kegelbahn in Alter Post Meschenich ist ungenutzt 
- zentrale Anlaufstelle für Angebote in Meschenich und Rondorf (stadtteilübergreifend) sinnvoll 
 
Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- Angebote werden teils nicht in Anspruch genommen 
- Angebotssammlung in Rondorf fehlt 
- aufsuchende / zugehende Angebote sind wichtig 
- ehrenamtlichen Hol- und Bringdienst einrichten. H ierfür braucht es die Bereitschaft für 
ehrenamtliches Engagement 
- Senior*innen mit internationaler Familiengeschich te sind unterrepräsentiert  
- Wie können insbesondere Männer erreicht und aktiv iert werden? Idee: Bouleplatz in Rondorf 
- Musik verbindet. Idee: Angebote zum gemeinsamen S ingen / Tanzen 
- zusätzliche niedrigschwellige Sportangebote sind benötigt 
- Senior*innensport: TuS Rondorf funktioniert, die Teilnehmer*innen sind im Alter zwischen 70-
90 Jahre, allerdings sind es fast nur Frauen; Wie können Männer erreicht werden? Ein 
solches Angebot ist auch für Meschenich gewünscht. 
7.4 Strategisches Ziel: Bedarf an kultur- und gende rsensibler Pflege ist gedeckt 
Eine spezielle Herausforderung ist die soziale und materielle Einbindung älterer Migrant*innen sowie 
deren gesundheitliche und pflegerische Versorgung. Am Jahresende 2023 lebten in Köln 58.421 
Senior*innen mit internationaler Familiengeschichte, dies entspricht 30% der älteren Bevölkerung. 
63  
Darunter waren rund 28.300 Senior*innen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, diese Zahl betrug im 
Jahr 1990 noch 7.000 Personen und hat sich seitdem vervierfacht. Der Anteil wird voraussichtlich in 
den kommenden Jahren weiter steigen. Zu beachten ist, dass die Pflegebedürftigkeit bei Menschen 
mit internationaler Familiengeschichte aufgrund besonders belastender Lebensgeschichten etwa zehn 
Jahre früher einsetzt als bei der Gruppe ohne internationale Familiengeschichte. Daraus folgt, dass 
ein erhöhter Bedarf an Angeboten für Senior*innen besteht, die mit interkultureller Kompetenz 
 
63  Stadt Köln (2024), Amt für Stadtentwicklung und Statistik

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Sozialplanung (V/3)  04 .03.202 6 SRGA_MeRo_aktuell_final  1.0 39  von 50 
 
ausgestattet sind. Besonders betroffen sind dabei Stadtteile einem hohen Anteil an älteren Personen 
mit internationaler Familiengeschichte. 64   
7.4.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Da keine kleinräumigen Daten vorliegen, soll das Thema stadtweit im Rahmen der Pflegeplanung 
bearbeitet werden.  
7.4.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- Mehr-Generationen-Projekte in Kooperation mit den  Senior*innen-Netzwerken aufbauen 
- Gibt es eine Bedarfsermittlung? Gezielte Fortbild ung für Pflegedienste und für pflegende 
Angehörige anbieten 
- ein kultur- und gendersensibles Informations- und  Vernetzungsangebot für alle aufbauen, d.h. 
Senior*innen, Angehörige, Nachbar*innen 
8 Herausforderung: Gesellschaftliche und politische  Einbindung verbessern - 
ehrenamtliches Engagement und politisches Interesse der Stadtgesellschaft fördern 
Eine demokratische Gesellschaft hat das Ziel, alle Bürgerinnen und Bürger in die Gestaltung der 
gesellschaftlichen Lebensverhältnisse einzubeziehen. Wie gut dies gelingt, wird an den Merkmalen 
„Interesse an Politik“, „Wahlbeteiligung“ sowie „ehrenamtliches Engagement“ bewertet. 
Die Intensität des politischen Interesses der Bevölkerung steht mit dem Bildungsgrad und weiteren 
soziodemografischen Faktoren in Zusammenhang. Während die Berufstätigkeit einer Person nur 
bedingt mit ihrem politischen Interesse zusammenhängt und per se eine geringe Erklärungskraft 
besitzt, scheint das politische Interesse mit Arbeitslosigkeit und deren zunehmender Dauer 
abzunehmen.  
Die Beteiligung an einer Wahl bedeutet die Möglichkeit, die politischen Lebensverhältnisse 
mitzugestalten. Untersuchungen zufolge steht der Grad der politischen Partizipation von Personen 
häufig im Zusammenhang mit ihrer sozioökonomischen Lage. So verzichten Menschen mit einem 
niedrigeren Bildungs- und Einkommensniveau häufiger darauf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu 
machen, als Menschen mit einem höheren Bildungs- und Einkommensniveau. Zumeist ist die 
Wahlbeteiligung besonders in den Stadtteilen niedrig, in denen ein hoher Bevölkerungsanteil von 
Transferleistungen lebt. Teilhabe am Erwerbsleben und politische Teilhabe hängen zusammen. Das 
Interesse an der Bundespolitik ist stärker als das Interesse an der Kommunalpolitik. 
Durch bürgerschaftliches bzw. ehrenamtliches Engagement erfolgen Mitgestaltung und Partizipation 
auch außerhalb der Politik in weiteren gesellschaftlichen Bereichen. Personen, die sich 
bürgerschaftlich engagieren, fühlen sich stärker gebraucht und eher integriert. Dies gilt insbesondere 
auch für ältere Menschen. Engagement kann sinnstiftend sein und zum Wohlbefinden der 
Ehrenamtlichen beitragen. Darüber hinaus ermöglicht das Ehrenamt die Aufrechterhaltung sowie 
Pflege sozialer Kontakte und gewährleistet nachweislich ein besseres subjektives Empfinden der 
eigenen Gesundheit sowie Zufriedenheit mit dem eigenen Leben. Mangelnde soziale Teilhabe kann 
sich auch darin zeigen, dass bestimmte Personengruppen in diese Formen der gesellschaftlichen 
Mitgestaltung weniger eingebunden sind als andere.  
 
64  Das strategische Ziel 7.4 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) sowie des Masterplans 
des Dezernats V (MP): KP Ziel 3.3 Köln setzt sich aktiv für eine inklusive Gesellschaft ein; KP Ziel 5.2 Köln sorgt für Zugang zur 
gesundheitlichen Versorgung, Gesundheitsförderung und Prävention für alle Lebenslagen; MP Ziel G5 Die Angebote der 
ambulanten und stationären Versorgung sind quantitativ ausgebaut und qualitativ weiterentwickelt

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Sozialplanung (V/3)  04 .03.202 6 SRGA_MeRo_aktuell_final  1.0 40  von 50 
 
8.1 Strategisches Ziel: Interesse an der Arbeit der  Stadtverwaltung und Kommunalpolitik ist 
gefördert 
Aktuelle Zahlen zum Interesse an der Arbeit der Stadtverwaltung und der Kommunalpolitik liegen 
leider für Köln nicht vor. 65   
8.1.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Die Herausforderungen und das strategische Ziel sollen weiterhin u.a. über die städtische Verwaltung 
bearbeitet werden. Es wurden Unterstützungsmöglichkeiten durch die Sozialraumkoordination 
gesehen, z.B. wenn es um die Multiplikator*innenarbeit geht. Wie die Arbeit an der Zielerreichung 
konkret aussehen kann, ist in den Planungskonferenzen und mit der bzw. den städtisch zuständigen 
Dienststelle(n) abzustimmen. 
8.1.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise der Akteur*innen: 
- Bewohnerschaft des Kölnbergs aufgrund Sanierungss tau, überregionalem schlechten Ruf, 
hoher Fluktuation von Teilhabe angeschnitten; führt zu Resignation 
- politische Teilhabe aufgrund fehlender Wahlberech tigung eingeschränkt 
- Förderung selbstorganisierten Handels als Herausf orderung (Vernetzung der Mieter*innen 
anhand deren Interessen durch Gemeinwesenarbeit) 
- Stärkung der Mieterschaft, um Maßnahmen voranzutr eiben 
- positive Beispiele betreffend Selbstorganisation bereits erprobt (geordnete Müllentsorgung, 
gepflegte Fassaden und Gärten, geringerer Ratten- und Müllbefall) 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- Verbesserung des Informationsflusses aus der Bezi rksvertretung (z.B. durch regelmäßige BV-
Politik-Sprechstunde vor Ort) 
- „Politikprominenz“ für Termine / Foren vor Ort ge winnen 
- Beteiligungsformate werden positiv aufgenommen (z .B. Bürger*innenkonferenz) 
 
Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- die Menschen „abholen“ ist die Grundlage 
- verkürzte Prozesse wären hilfreich 
- Es fehlt Bewusstsein dafür, dass die Kommunalpoli tik die „direkteste“ Politik ist. Es braucht 
mehr Information und Aufklärung zu lokalpolitischen und Verwaltungsprozessen. 
- Politiker*innen müssen zu den Menschen kommen. Ei ne Bürgersprechstunde vor Ort wäre 
sinnvoll. 
- Formate der direkten Demokratie für alle Sesshaft en sind wünschenswert (z.B. direkte 
Abstimmung „deine Stimme zählt“) 
8.2 Strategisches Ziel: Wahlbeteiligung ist erhöht 
Die Wahlbeteiligung ist in der Stadt sehr unterschiedlich ausgeprägt und ist seit der letzten 
Bundestagswahl 2025 erfreulicherweise 5,3 Prozentpunkte höher als 2021. In den Stadtteilen in den 
Sozialraumgebieten lag sie jedoch mit 75,3% 10 Prozentpunkte unter den Stadtteilen außerhalb von 
Sozialraumgebieten mit 85,8%. 
66   
Der Anteil der Ratsmitglieder mit internationaler Familiengeschichte in der Wahlperiode 2009-2014 
betrug knapp 7%. Zahlen zum Geschlechterverhältnis stehen für das Jahr 2018 zur Verfügung. In der 
 
65  Die letzte Erhebung zum Thema fand im Jahr 2016 statt. In der Strukturdatenerhebung im Jahr 2023 wurden keine Fragen zu 
diesem Thema gestellt. Das strategische Ziel 8.1 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) 
sowie des Masterplans des Dezernats V (MP): KP Ziel 3.3 Köln setzt sich aktiv für eine inklusive Gesellschaft ein; KP Ziel 3.6 
Köln unterstützt das bürgerschaftliche Engagement und setzt auf breite Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger in der 
Stadtentwicklung;  
66  Stadt Köln (2025), Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Lebenswerte 
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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Sozialplanung (V/3)  04 .03.202 6 SRGA_MeRo_aktuell_final  1.0 41  von 50 
 
aktuellen Wahlperiode sind nur 34 der insgesamt 91 Ratssitze mit Frauen besetzt (37%). Hinsichtlich 
der politischen Repräsentation von Frauen sowie von Menschen mit internationaler 
Familiengeschichte in politischen Gremien besteht ein weiterer Angleichungsbedarf. 67  Das 
strategische Ziel 8.2 soll mittels der im Folgenden aufgeführten Teilziele angestrebt und bewertet 
werden: 
Tabelle 10: Teilziele zum strategischen Ziel "Wahlbeteiligung ist erhöht“ 
Teilziele  Indikator Ist-
Wert  
Jahr Strategischer 
Zielwert  
Jahr 
Die Wahlbeteiligung an der 
Bundestagswahl in 
benachteiligten Stadtteilen 
mit stark 
unterdurchschnittlicher 
Wahlbeteiligung ist erhöht.  
Wahlbeteiligung in der 
Gesamtstadt 
83,1%
68  2025 gleich oder 
größer 75,8% 69  
2032 
in Stadtteilen außerhalb von 
Sozialraumgebieten 
85,8% 2025 
in Stadtteilen in 
Sozialraumgebieten 
75,3% 2025 
im Stadtteil Meschenich 73,2% 2025 
im Stadtteil Rondorf 86,5% 2025 
Beteiligung der 
Wähler*innen an der 
Integrationsratswahl ist 
erhöht 
Beteiligung der Wähler*innen an 
den Integrationsratswahlen (im 
Bezirk) 
13,4%
70  2020 > 15% (städt. 
Mittelwert) 
2030 
8.2.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Das strategische Ziel soll weiterhin u.a. über die städtische Verwaltung bearbeitet werden. Es 
Sozialraumkonferenz wurden Unterstützungsmöglichkeiten durch die Sozialraumkoordination 
gesehen, z.B. wenn es um Demokratieförderung geht. Wie die Arbeit an der Zielerreichung konkret 
aussehen kann, ist in den Planungskonferenzen und mit der bzw. den städtisch zuständigen 
Dienststelle(n) abzustimmen (Das Thema soll stadtweit aber auch durch die Förderung 
ehrenamtlichen Engagements im Sozialraumgebiet (vgl. 8.3) bearbeitet werden).  
8.2.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise der Akteur*innen: 
- Wohngebiet „Am Kölnberg“ stellt keine attraktive Präsentationsfläche für Parteien dar; 
Interesse von Parteien besteht 
- Ergebnisse sozialpolitischen Handelns, von denen der Sozialraum profitiert, sollte vor Ort hör- 
und sichtbar kommuniziert werden 
- Ratsvertreter*innen, die mindestens mit den Leben sumständen im Sozialraum vertraut sind, 
sind notwendig 
- migrantische Vertreter*innen aus dem Kölnberg im Integrationsrat wünschenswert 
 
67  Das strategische Ziel 8.2 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) sowie des Masterplans 
des Dezernats V (MP): KP Ziel 3.3 Köln setzt sich aktiv für eine inklusive Gesellschaft ein; KP Ziel 3.6 Köln unterstützt das 
bürgerschaftliche Engagement und setzt auf breite Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger in der Stadtentwicklung. 
68  Stadt Köln (2025), Amt für Stadtentwicklung und Statistik 
69  Der Zielwert bezieht sich auf die Wahlbeteiligung in der Gesamtstadt im Jahr 2017 und müsste ggf. in einer Fortschreibung 
angepasst werden.  
70  Daten liegen nur für den Bezirk vor.

Lebenswerte 
Veedel  
Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
Bearbeiter  Datum  Name der Quelldatei  Version  Seite 
Sozialplanung (V/3)  04 .03.202 6 SRGA_MeRo_aktuell_final  1.0 42  von 50 
 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- Bürger*innen aus dem Stadtteil motivieren in die Lokalpolitik zu gehen 
8.3 Strategisches Ziel: Ehrenamtliches Engagement i st erhöht 
24% der Kölner*innen waren 2016 ehrenamtlich engagiert.71   
Angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen kommt dem ehrenamtlichen Engagement eine 
stetig wachsende Bedeutung zu. Die gemeinnützigen Organisationen benötigen in vielen Bereichen 
ehrenamtliche Unterstützung. Es ist daher wünschenswert und sinnvoll, das Engagement der 
Kölner*innen weiter zu fördern, brachliegende „Ressourcen“ mit geeigneten Mitteln und Anreizen zu 
aktivieren, neue Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement zu schaffen und auf die 
veränderten Bedarfe zu reagieren. Diese Dynamik bietet die Chance Menschen zu erreichen, die sich 
bisher kaum oder gar nicht ehrenamtlich engagiert haben. 72  Das strategische Ziel 8.3 soll mittels des 
im Folgenden aufgeführten Indikators angestrebt und bewertet werden: 
Tabelle 11: Indikator für das strategische Ziel "Ehrenamtliches Engagement ist erhöht“ 
strategisches Ziel Indikator Ist-
Wert  
Jahr Strategischer 
Zielwert  
Jahr 
Ehrenamtliches 
Engagement ist erhöht 
Anteil der Menschen, die sich 
ehrenamtlich engagieren 
24% 2016 größer 24% 2030 
8.3.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Das strategische Ziel soll weiterhin u.a. über die städtische Verwaltung bearbeitet werden. Es wurden 
Unterstützungsmöglichkeiten durch die Sozialraumkoordination gesehen, z.B. wenn es um 
Demokratieförderung geht. Wie die Arbeit an der Zielerreichung konkret aussehen kann, ist in den 
Planungskonferenzen und mit der bzw. den städtisch zuständigen Dienststelle(n) abzustimmen. 
8.3.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise der Akteur*innen: 
- Belebung und Sicherung des Ehrenamts als große He rausforderung 
- fehlende funktionierende Ehrenamtsstrukturen, ins besondere zwischen Meschenich und 
Rondorf bzw. Neu- und Alt-Meschenich 
- Öffnung und Neugenerierung klientelbezogener ehre namtlicher Angebote auch für andere 
Personengruppen als gemeinsamer Anspruch der Akteur*innen 
- vielfältiges Vereinsleben, zahlreiche ehrenamtlic he Initiativen (oft mit Fokus auf singuläre 
Interessen) 
- Ansatzpunkt „Begegnungsstätte Thomas“ (Entwicklun g Angebote) 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- Übersicht für Mitmachangebote (auch für Berufstät ige) 
- vorhandene „Man-hilft-sich-Mentalität“ bei Mensch en mit gemeinsamem Herkunftsland nutzen 
- Ausbau kultureller Angebote vor Ort (z.B. Literat urkreis, Spieleabende) 
- mehr Anlaufstellen für gutes Zusammenleben am Kölnberg (z.B. große mietbare Küche) 
- Vielfalt der Kulturen mehr nutzen (z.B. bestehend e Tanzkreise bündeln) 
- Angebots-Kommunikation verbessern (z.B. durch zen trale Anlaufstelle für Angebote in 
Meschenich und Rondorf (Schaukasten), Terminkalender, „Dorfzeitung“ / Newsletter in Print 
per Briefkasteneinwurf 
 
71  Stadt Köln (2018), Kölner Statistische Nachrichten 5/2018, Wohnen in Köln, Ergebnisse der „Leben in Köln“ -Umfrage 2016.  
72  Das strategische Ziel 8.3 korrespondiert mit den folgenden Zielen der Kölner Perspektiven 2030+ (KP) sowie des Masterplans 
des Dezernats V (MP): KP Ziel 3.6 Köln unterstützt das bürgerschaftliche Engagement und setzt auf breite Einbeziehung der 
Bürgerinnen und Bürger in der Stadtentwicklung

Lebenswerte 
Veedel  
Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
Bearbeiter  Datum  Name der Quelldatei  Version  Seite 
Sozialplanung (V/3)  04 .03.202 6 SRGA_MeRo_aktuell_final  1.0 43  von 50 
 
- Verbesserung der Nachbarschaftskultur: Willkommen skultur, Begegnung ermöglichen durch 
offenen Treffpunkt in Meschenich und Rondorf 
- Barrieren durch Abwehrhaltung bzw. Desinteresse v on Ortsansässigen, teils mangelnde 
Identifikation mit Wohnort 
- Mangel an kostenfreien Räumlichkeiten (wie Pfarrh eim), um Angebote zu gestalten, 
notwendige Hilfe bei Finanzierung von Angeboten (Idee eines Stadtteil-Bürger*innen-Fond 
o.ä.) 
- Bewohner*innenrat für AK „Wohnraum Dialog“ instal lieren 
- Verbesserung des Images durch mehr positive öffen tliche Berichterstattung (z.B. über 
Bürger*innenbeteiligung) 
- Potentiale nutzen („Es gibt viele Institutionen, bei denen man mitmachen kann bzw. könnte.“, 
Dorfgemeinschaft als Anlaufstelle, Selbstwirksamkeit erfahren) 
- mehr Austausch zwischen Vereinen und „Profis“, d. h. Einrichtungen sowie Trägern vor Ort 
sowie stadtteilübergreifend, Meschenich und Rondorf bietet Potential  
 
Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- Ehrenämter brauchen eine Anbindung an städtische Strukturen / Koordination 
- Ehrenamt bildet eine wichtige Säule, darf jedoch Fachkräfte nicht ersetzen. Das Hauptamt 
muss die Kontinuität abdecken. Für das Ehrenamt braucht es eine finanzielle Ausstattung. 
- Es besteht eine mangelnde Verantwortungsübernahme  von Anwohnenden. 
9 Wohnen – Bedarfsgerechtes Wohnungsangebot verbess ern – Wohnen / Wohnumfeld 
attraktiver gestalten 
Belastungen der Wohnsituation bemessen sich an Indikatoren wie beengtem Wohnraum, einer hohen 
Mietbelastung, der Entwicklung der Wohnungslosigkeit und einer bedarfsgerechten (z.B. 
barrierefreien) Bauweise. Derartige Belastungen auszugleichen, gehört zu den Herausforderungen 
der städtischen Wohnungspolitik. Einkommensschwache Haushalte leben oftmals in günstigeren 
Wohnungen mit kleinerer Wohnfläche, haben aber trotzdem eine relativ große ökonomische 
Belastung. Die Alleinerziehenden weisen mit 41,6% den höchsten Mietbelastungswert auf. Ihnen steht 
ein geringeres Einkommen zur Verfügung als etwa Haushalten von zwei Erwachsenen mit Kind(ern). 
Auch Menschen im Senior*innenalter haben aufgrund geringerer finanzieller Bezüge im Vergleich zu 
Erwerbstätigen eine hohe Mietkostenbelastung (37,2%). 
73   
Die Zahl der Zu- und Fortzüge pro 100 Einwohner*innen lag im Jahr 2023 im Sozialraumgebiet 
Meschenich / Rondorf bei 18,9%; im Jahr 2013 lag sie bei 20,7%. In der Stadt Köln lag sie im Jahr 
2023 bei 21,7% und im Jahr 2013 bei 24,7% 
Die Zahl der Zu- und Fortzüge pro 100 Einwohner*innen lag im Jahr 2023 im Stadtteil Meschenich bei 
21%; im Jahr 2013 lag sie bei 27%. 
Die Zahl der Zu- und Fortzüge pro 100 Einwohner*innen lag im Jahr 2023 im Stadtteil Rondorf bei 
17,1%; im Jahr 2013 lag sie bei 15,6%. 
Der Anteil der geförderten Mietwohnungen lag im Jahr 2023 in Meschenich / Rondorf bei 4,3% und 
damit niedriger als in der Gesamtstadt (6,6%). 
Der Anteil der geförderten Mietwohnungen lag im Jahr 2023 im Stadtteil Meschenich bei 2,2% und 
damit niedriger als der Durchschnitt der Stadt Köln (6,6%). Der Bestand hat im Vergleichszeitraum 
etwas zugenommen (im Stadtteil = 1,2 Prozentpunkte, im Stadtgebiet um -0,8 Prozentpunkte). 
Der Anteil der geförderten Mietwohnungen lag im Jahr 2023 im Stadtteil Rondorf bei 6,3% und damit 
niedriger als der Durchschnitt der Stadt Köln (6,6%). Der Bestand hat im Vergleichszeitraum etwas 
zugenommen (im Stadtteil = 0 Prozentpunkte, im Stadtgebiet um -0,8 Prozentpunkte). 
 
73  Stadt Köln (2024): Einkommensverteilung in Köln. Ergebnisse der Strukturdatenerhebung 2023 (Kölner Statistische 
Nachrichten1/2024).

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Die Zahlen zeigen, dass die Mobilität zwischen den betrachteten Jahren abgenommen hat; insgesamt 
war die Fluktuationsquote in den Sozialraumgebieten niedriger als in der Stadt insgesamt, was dem 
angespannten Wohnungsmarkt geschuldet sein kann.  
9.1 Bedarfsgerechtes, bezahlbares Wohnen für einkom mensschwache Haushalte ist 
gefördert 
Im Stadtentwicklungsausschuss hat die Verwaltung am 20.06.2024 u.a. das folgende mitgeteilt (vgl. 
1568/2024 ):  
„Im Februar 2014 wurde das Stadtentwicklungskonzept (StEK) Wohnen als Gesamtrahmen für die 
Ausrichtung der kommunalen Wohnungspolitik beschlossen. Aufgrund des prognostizierten 
Bevölkerungswachstums liegt seitdem die Zielvorgabe der Kölner Wohnungspolitik darin, 
bedarfsgerecht Standorte für den Wohnungsbau zu mobilisieren, um so die zu erwartende Nachfrage 
befriedigen zu können. Den Kölner Statistischen Nachrichten 3/2023 (Mitteilung Nr. 1800/2023) ist zu 
entnehmen, dass die Zielzahl bei den Baufertigstellungen in den letzten Jahren nicht erreicht wurde. 
Beim Amt für Stadtentwicklung und Statistik wird eine Übersicht der planbedürftigen 
Wohnbaupotenzialflächen (mit Mischnutzungen) im Wohnungsbauprogramm geführt. Derzeit 
beinhaltet das Wohnungsbauprogramm 139 Flächen (~ 600 ha). Von den 139 Flächen besitzen 26 
Flächen einen Satzungsbeschluss für rund 4.500 Wohneinheiten und sind somit kurzfristig umsetzbar. 
Hiervon befinden sich bereits 14 Flächen für rund 2.800 Wohneinheiten in der Realisierung. Mit der 
Neuaufstellung des Regionalplans für den Regierungsbezirk Köln werden sich neue 
Siedlungspotenziale für Wohnen und Mischnutzungen auf dem Kölner Stadtgebiet ergeben (siehe 
hierzu auch Stellungnahme des Rates der Stadt Köln vom 22.06.2022 zum Regionalplanentwurf, 
Vorlage-Nr. 1159/2022). Über die Neufestlegung von Allgemeinen Siedlungsbereichen (ASB) im 
Regionalplan stehen mittel- bis langfristig neue Flächen zur Weiterentwicklung der Stadt zur 
Verfügung. Der für Anfang 2025 erwartete Feststellungsbeschluss zum Regionalplan wird aktuell zum 
Anlass genommen das Wohnungsbauprogramm zu aktualisieren und weiter zu entwickeln. Eine 
Information zum Wohnungsbauprogramm ist für 2025 geplant. Der Wohnungsbau in Köln wird anteilig 
auch durch die kleinteilige Innenentwicklung getragen. Hierzu zählen vor allem Entwicklungen auf 
Grundlage von § 34 BauGB, z.B. Baulückenschließung, Umnutzung von Büro-/Gewerbeimmobilien in 
Wohnnutzung, Aufstockung. Dieses Innenentwicklungspotenzial hat in den letzten Jahren teilweise 
über 1.000 Wohneinheiten pro Jahr zu den Wohnbautätigkeiten beigesteuert. Die jährlichen 
Baufertigstellungszahlen sind seit Einführung des StEK Wohnen im Jahr 2014 im Durchschnitt 
konstant. Im Zeitraum 2014 - 2023 wurden durchschnittlich 2.870 Wohnungen neu errichtet. Der 
Vergleich zum Zeitraum 2004 – 2013, in dem im Durchschnitt ebenfalls 2.870 Wohnungen neu 
geschaffen wurden zeigt, dass diese Zahl – trotz jährlicher Schwankungen - über einen längeren 
Zeitraum betrachtet konstant ist. Seit Einführung des StEK Wohnen ist allerdings eine Steigerung der 
Baugenehmigungstätigkeit festzustellen. Wurden zwischen 2004 und 2013 noch für durchschnittlich 
3.080 Wohnungen Baugenehmigungen pro Jahr erteilt, waren es zwischen 2014 und 2023 3.340 
Baugenehmigungen. Dies resultierte in einem stetigen Anstieg des Bauüberhangs. Dieser beträgt zum 
31.12.2023 9.415 Wohnungen. 
Das Thema (kleinteilige) Innenentwicklung bzw. Nachverdichtung wird über eine Kombination 
mehrerer aktivierender Instrumente umgesetzt. Hierzu zählen das Baulückenprogramm oder die mit 
Partner*innen der Wohnungswirtschaft durchgeführte Weiterentwicklung von Siedlungsbeständen der 
1950/60er Jahre (vgl. Sachstandsbericht StEK Wohnen, Vorl.-Nr. 3307/2018). Beispielhaft sei hier auf 
die Modernisierung von rund 800 Wohnungen und den Neubau von ca. 200 Wohnungen in der 
Kannebäckersiedlung durch die GAG Immobilien AG hingewiesen. Inwieweit die neuen Instrumente 
der Baulandmobilisierung, die mit einer Novelle des Baugesetzbuches (BauGB) sowie der 
(Baunutzungsverordnung) BauNVO Mitte 2021 in Kraft getreten sind, erfolgversprechend sind, kann 
zum aktuellen Zeitpunkt nicht bewertet werden, da es noch keine umgesetzten Anwendungsbeispiele 
gibt. Eine wichtige Grundlage für die Anwendung der Instrumente des Baulandmobilisierungsgesetzes 
stellt die im Januar 2023 in Kraft getretene Verordnung zur Bestimmung von Gebieten im Land 
Nordrhein-Westfalen mit einem angespannten Wohnungsmarkt nach §201a des Baugesetzbuches 
dar. Erst diese Grundlage lässt zum Beispiel die Befreiung von Festsetzung eines Bebauungsplanes

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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(§31 Abs. 3 BauGB) zu. Demnach können in einem angespannten Wohnungsmarkt, wie Köln, eine 
Befreiung von Festsetzungen eines Bebauungsplanes zugunsten des Wohnungsbaus im Einzelfall 
erteilt werden, auch wenn die Grundzüge der Planung berührt sind. Es gibt keine Anwendungspflicht 
dieses Instrumentes, die Wohnungsbauleitstelle hat hier einen verwaltungsinternen 
Abstimmungsprozess initiiert, um die Möglichkeiten zur Stärkung des Wohnungsbaus in diesem 
Rahmen weiter auszuschöpfen. Zu den neuen Instrumenten zur Mobilisierung und Aktivierung von 
Baurechten zählen neben der Befreiung von Festsetzungen des Bebauungsplans (Befreiungen nach 
§31 Abs. 2 und 3 BauGB) auch z.B. die erweiterte Zulässigkeit von Vorhaben im Innenbereich 
(Erweiterter Zulässigkeitsrahmen nach §34 Abs. 3a BauGB), die Nutzung des kommunalen 
Vorkaufsrechts oder auch die konzeptionelle Erstellung von städtebaulichen Entwicklungskonzepten 
zur Stärkung der Innenentwicklung nach §176 a BauGB. Für 2025 bereitet das Amt für 
Stadtentwicklung und Statistik die Bearbeitung eines Innenentwicklungskonzeptes nach §176 a vor, in 
diesem Rahmen wird auch die konkrete Anwendung der o.g. Instrumente überprüft.“ 
9.1.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Die Herausforderungen und das strategische Ziel sollen weiterhin u.a. über die städtische Verwaltung 
bearbeitet werden. 
9.1.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- neue moderne Wohnungen schaffen 
- mehr Unterstützung für Kölnberg mit Sozialarbeite r*innen (u.a. wegen Problemen mit Lärm, 
Aufzügen, Ratten) 
- Wohnungsaufsicht der Stadt Köln sollte stärker du rchgreifen bezüglich Überbelegung und 
Vermüllung 
- Kölnberg menschenwürdig renovieren vs. abreißen ( „Was wäre, wenn der Kölnberg nicht da 
wäre?“) 
 
Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- Viele Häuser in Rondorf werden nur noch von 1-2 P ersonen bewohnt. Einige Menschen 
suchen vergeblich eine Wohnung in Rondorf. Ihre Häuser wären ideal für Familien mit Kindern 
geeignet. Was tun?  
- niedrigschwellige Mieterberatung vor Ort wäre sin nvoll 
- vorhandene Angebote sollten sichtbarer werden 
9.2 Barrierefreiheit – Senior*innengerechtes Wohnen  fördern 
Im Ausschuss für Soziales und Senior*innen hat die Verwaltung in Bezug auf die „Datengrundlagen 
für altersgerechtes / barrierearmes Wohnen in Köln“ am 23.01.2025 u.a. das folgende mitgeteilt (vgl. 
4003/2024 ): 
„Die umfassendste Quelle zum kommunalen Gebäude- und Wohnungsbestand ist die im Rahmen der 
Zensus-Erhebungen (zuletzt 2022) durchgeführte Gebäude- und Wohnungszählung. Hieraus können 
Informationen zum Kölner Wohnungsbestand differenziert nach Gebäudetyp, Wohnungsgröße, 
Wohnform (Miete / Eigentum) und Beheizung nach Baualtersklassen (ab1945 auch jährlich) aggregiert 
ausgewertet werden. Darüber hinaus gehende Informationen zur Ausstattung der Wohnungen und 
Gebäude wurden im Zensus nicht erhoben und liegen auch in anderen Datenquellen – wie zum 
Beispiel in der Bautätigkeitsstatistik nach dem Hochbaustatistikgesetz – nicht vor. 
Angaben zur Barrierefreiheit und zur Ausstattung mit Aufzügen sind weder Erhebungsmerkmale in der 
Gebäude- und Wohnungszählung noch in der Bautätigkeitsstatistik nach dem Hochbaustatistikgesetz. 
Insofern liegen hierzu keine Daten für den gesamten Wohnungsbestand vor.

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Im Bereich des öffentlich geförderten Wohnungsbestandes geben bereits seit 1998 die 
Förderrichtlinien des Landes Nordrhein-Westfalen vor, dass Mietwohnungen barrierefrei gebaut 
werden. Demnach müssen der Hauseingangsbereich sowie die Erdgeschosswohnungen stufenlos 
von der Straße erreichbar sein. Dies gilt auch für Aufzugsanlagen. Zudem ist vorgeschrieben, dass in 
allen Wohnungen weder Stufen noch Schwellen bestehen. Die Bäder müssen mit bodengleichen 
Duschen ausgestattet sein. Alle Türbreiten sowie Bewegungsflächen müssen den Bestimmungen für 
barrierefreies Bauen entsprechen. Mit Stand Januar 2024 waren im Bestand der 42.417 geförderten 
Wohnungen 13.148 als barrierefrei registriert. In 2023 wurden 622 geförderte Neubau-Wohnungen 
fertiggestellt, welche gemäß den Wohnraumförderbestimmungen barrierefrei errichtet worden sind. 
Hiervon sind alle Wohnungen ohne Barrieren im Erdgeschoss oder über einen Aufzug erschlossen.“  
Dementsprechend kann lediglich über einen kleinen Teil des Wohnungsbestands eine Aussage zur 
Barrierefreiheit getroffen werden. Bezogen auf den o.g. Bestand an geförderten Wohnungen liegt der 
Anteil an barrierefreien Wohnungen bei ca. 31%. Bezogen auf alle ca. 572.100 Wohnungen in der 
Stadt Köln (Stand 2023) kann damit aber lediglich zu ca. 7,4% der Wohnungen eine Aussage zur 
Barrierefreiheit getroffen werden.  
Barrieren in der Wohnung und Wohnumgebung können die selbstständige Lebensführung in einer 
Privatwohnung erschweren. Aussagen über das Angebot an barrierefreien Privatwohnungen sind 
allerdings kaum möglich. Zuletzt wurde in der „Leben in Köln“-Umfrage 2016 näherungsweise mit der 
Frage nach „altengerechtem Wohnraum“ erhoben, inwieweit die Wohnungen und Häuser älterer 
Menschen in der Stadt Köln barrierefrei oder barrierearm sind: Von den Befragten im Alter ab 65 
Jahren gaben 48% die Einschätzung, dass sie in einer altengerechten Wohnung oder einem 
altengerechten Haus wohnen.  
9.2.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Die Herausforderungen und das strategische Ziel sollen weiterhin u.a. über die städtische Verwaltung 
bearbeitet werden.  
9.2.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- überall nutzbare Gehwege erforderlich, auch für K inderwagen und Rollator 
 
Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- Stadtteilspaziergang zum Start des Senior*innen-N etzwerks Rondorf (ab Januar 2026) 
anbieten, u.a. um Stolperfallen, dunkle Ecken zu identifizieren 
- Beleuchtete Radwege fehlen 
- Senior*innen-Netzwerke: Ein positiver Nebeneffekt  wird im Quartiersmanagement gesehen 
9.3 Attraktivität des Wohnumfelds steigern 
Sowohl die Wohnqualität als auch die eigene Wohnsituation beeinflussen die Lebensqualität und 
somit gesellschaftliche Teilhabe der Bewohnerinnen und Bewohner einer Stadt. Bund und Land 
leisten Unterstützung in Form von Zuschüssen / Darlehen, um angemessenen Wohnraum finanzieren 
zu können. Die Stadt wirkt als Akteurin auf den sozialen Wohnungsbau und auf die Stadtplanung ein. 
Sozialpolitisch sind die Wohnversorgung und das Wohnumfeld innerhalb einer Stadt insofern relevant, 
als Bevölkerungsgruppen mit geringen materiellen Ressourcen aus gut gelegenen Stadtteilen mit 
guter Infrastruktur in Randlagen mit schlechter Infrastruktur und belasteten öffentlichen Räumen 
verdrängt werden könnten. Kinder und junge Erwachsene, die in Stadtteilen leben, die keine 
hinreichenden Möglichkeiten der Freizeitgestaltung anbieten und in denen es an Treffpunkten und 
Angeboten zur kulturellen und persönlichen Entwicklung mangelt, sind in ihren Teilhabechancen 
eingeschränkt. Andere Einschränkungen betreffen die Gesundheitsversorgung von älteren und 
pflegebedürftigen Menschen, die abhängig von den medizinischen und pflegerischen Angeboten im

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Sozialplanung (V/3)  04 .03.202 6 SRGA_MeRo_aktuell_final  1.0 47  von 50 
 
Wohnumfeld sind. Wenn in einem Wohngebiet ökonomische, soziale und Umweltbelastungen 
zusammentreffen, kann sich soziale Ungleichheit in räumlicher Segregation 74 widerspiegeln 
(Friedrichs 2011: S. 50). Das Aufwachsen in einer solchen Wohnlage kann wiederum für Kinder und 
Jugendliche prägend sein für ihre weitere Entwicklung. 
Die Zufriedenheit der Befragten der Leben in Köln-Umfrage 2016 75  und der Strukturdatenerhebung 
2023 76  mit Freizeit- und Sportangeboten hat sich stadtweit von 67,8% auf 74,4% um 6,6% verändert.  
Im Sozialraumgebiet Meschenich / Rondorf hat sich der Anteil der sehr und eher zufriedenen 
Befragten von 45,6% auf 63% erhöht. 
Die Zufriedenheit der Befragten der Leben in Köln-Umfrage 2016 und der Strukturdatenerhebung 
2023 mit dem Angebot an sozialen Einrichtungen und Diensten hat sich stadtweit von 57,9% auf 
59,6% um 1,7% verändert. Im Sozialraumgebiet Meschenich / Rondorf hat sich der Anteil der sehr und 
eher zufriedenen Befragten von 37,7% auf 41,6% erhöht. 
Die Zufriedenheit der Befragten der Leben in Köln-Umfrage 2016 und der Strukturdatenerhebung 
2023 mit der medizinischen Versorgung hat sich stadtweit von 83,9% auf 86,1% um 2,2% verändert.  
Im Sozialraumgebiet Meschenich / Rondorf hat sich der Anteil der sehr und eher zufriedenen 
Befragten von 73,7% auf 84,3% erhöht. 
Neben der Lärm-, Luft- und Hitzebelastung ist für die Einschätzung der Umweltgerechtigkeit in 
urbanen Gebieten von zentraler Bedeutung, inwiefern die Menschen mit den Umweltressourcen in 
ihrer Stadt zufrieden sind. Hierzu zählen Mobilitätsangebote, aber auch Angebote an Parks und 
Grünflächen. Bei den Mobilitätsangeboten zeigt sich ein gemischtes Bild.  
Die Zufriedenheit der Befragten der Leben in Köln-Umfrage 2016 und der Strukturdatenerhebung 
2023 mit Parks und Grünflächen hat sich stadtweit von 80,5% auf 82,3% um 1,8% verändert.  Im 
Sozialraumgebiet Meschenich / Rondorf hat sich der Anteil der sehr und eher zufriedenen Befragten 
von 56,7% auf 72,6% erhöht. 
Die Zufriedenheit der Befragten der Leben in Köln-Umfrage 2016 und der Strukturdatenerhebung 
2023 mit der fußläufigen Erreichbarkeit von Bussen und Bahnen hat sich stadtweit von 91,9% auf 
93,9% um 2% verändert. Im Sozialraumgebiet Meschenich / Rondorf hat sich der Anteil der sehr und 
eher zufriedenen Befragten von 79,3% auf 83,2% erhöht. 
Die Zufriedenheit der Befragten der Leben in Köln-Umfrage 2016 und der Strukturdatenerhebung 
2023 mit der Fahrradfreundlichkeit hat sich stadtweit von 65,8% auf 59,7% um -6,1% verändert. Im 
Sozialraumgebiet Meschenich / Rondorf hat sich der Anteil der sehr und eher zufriedenen Befragten 
von 44,8% auf 51,8% erhöht. 
9.3.1 Bewertung der Herausforderung und Ziele 
Das Teilziel soll (weiterhin) u.a. über die städtischen Prozesse bearbeitet werden.  
Es bestehen diverse Handlungsbedarfe im Quartier Kölnberg und im Stadtteil Meschenich z.B. im 
Bereich der Infrastruktur (Nahversorgung, Ortsumgehung, Radwege, Kiesabbau, Verkehrskonzept 
Kölnberg, Leerstand Ladenlokale, öffentlicher Personennahverkehr, Versammlungsraum am Kölnberg 
und weiteres). Das Quartier Kölnberg dient u.a. als Ankommensstadtteil für Neu-EU Bürger*innen. 
Armut und Gesundheit (z.B. Angebote im Bereich Suchterkrankungen) sind daher herausfordernd. 
Auch die Kinder- und Jugendgesundheit (u.a. Adipositas, Zahngesundheit) stellt eine wichtige 
Aufgabe dar. Ernährung, Verschuldung, Altersarmut und Steigerung der Beteiligung und Teilhabe, 
eine schwach ausgeprägte Selbstorganisation der Bewohnerschaft (fehlende Mieterräte, 
Bewohnerräte, Wohnumfeldverbesserung), Arbeit und Beschäftigung, Angebote für Kinder und 
Jugendliche (z.B. ein aufsuchendes Angebot für Jugendliche) sind ebenfalls als Herausforderungen 
vor Ort zu benennen.  
 
74  Vgl. Kap 4.2 
75  Stadt Köln (2018), Kölner Statistische Nachrichten 5/2018, Wohnen in Köln, Ergebnisse der „Leben in Köln“ -Umfrage 2016.  
76  Stadt Köln (2024): Einkommensverteilung in Köln. Ergebnisse der Strukturdatenerhebung 2023 (Kölner Statistische 
Nachrichten1/2024).

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Rondorf bietet insgesamt eine hohe Lebensqualität. Handlungsbedarfe finden sich schwerpunktmäßig 
in folgenden Bereichen: Mobilität, Erreichbarkeit, Bildungseinrichtungen. Verbesserungen hinsichtlich 
der Anbindung an den ÖPNV (insbesondere Busverbindungen) sowie der Entlastung der Straßen 
wegen des immensen Individualverkehrs bei Stoßzeiten sind erforderlich. Neue Bildungseinrichtungen 
(wie Kitas, Grundschule, Gymnasium) entstehen im kommenden Neubaugebiet. Die Entwicklung des 
Wohngebiets stellt insgesamt einen vielversprechenden Schritt für die Zukunft Rondorfs dar, 
wenngleich sie auch Herausforderungen mit sich bringen könnte, insbesondere in Bezug auf die 
Mobilität. Die notwendige Verbesserung der Verkehrsanbindung gewinnt hier weiter an Bedeutung, 
um sicherzustellen, dass die neuen Bewohner*innen gut in die bestehende Infrastruktur integriert 
werden.  
9.3.2 Hinweise aus den Beteiligungsformaten 
Die folgenden Hinweise der Akteur*innen vor Ort, der Bürger*innenbefragung, der 
Bürger*innenkonferenz und aus der Sozialraumkonferenz sollten berücksichtigt werden: 
Hinweise aus der Bürger*innenkonferenz: 
- Aufwertung des Wohnumfeldes durch mehr Bäume, die  Schatten spenden, einen großen Park 
(Vision Grüngürtel um Meschenich) 
- Aufklärung über Müllproblematik (mehr Mülleimer u nd Hundekotbeutel, illegale 
Müllentsorgung verhindern) 
- weniger Durchfahrtsverkehr in Meschenich dank Umg ehungsstraße, daher Ampeln durch 
Zebrastreifen ersetzen 
- am Aldi in Meschenich die Ampel durch einen Kreis verkehr ersetzen 
- Geschwindigkeitskontrollen wegen „jungen Rasern“ in Meschenich 
- langsamer Straßenbahnbau schränkt ein 
- stärkeres Vorgehen bei unangemeldeten Fahrzeugen und illegalem Parken 
 
Hinweise aus der Sozialraumkonferenz: 
- Potenzial in Meschenich: Gestaltung des Ortskerns , insbesondere Hauptstraße, Umgestaltung 
von abgesperrtem Straßenstück Brühler Landstr. zu Treffpunkt / Sport / Bühne 
- Orte der Begegnung schaffen 
- Ratten bekämpfen in Meschenich 
- Putzmunter Aktionen verstärken 
10 Zusammenfassung und weiteres Vorgehen 
Die Sozialraumgebietsanalyse wurde dann Fachverwaltungen, Akteur*innen und Bürger*innen vor Ort 
zur Bewertung vorgelegt. Ihre qualitativen Einschätzungen und Hinweise wurden in der 
Sozialraumgebietsanalyse aufgenommen. 
Am 05.11.2025 hat schließlich eine Sozialraumkonferenz mit Vertreter*innen der Fachverwaltung, 
Akteur*innen und Bürger*innen über die bisherigen Ergebnisse (Sozialraumgebietsanalyse und 
Hinweise aus den Beteiligungsformaten) beraten. Die Ergebnisse der Beratung wurden ebenfalls 
dokumentiert und in die Sozialraumgebietsanalyse aufgenommen.  
In der folgenden Übersicht 1 sind alle Herausforderungen und strategischen Ziele aufgelistet, die im 
Sozialraumgebiet in den nächsten fünf Jahren bearbeitet bzw. angestrebt werden sollen.  
Für die Bearbeitung der jeweiligen Herausforderungen sind die jeweils fachlich zuständigen Ämter und 
Dienststellen verantwortlich. Dazu gehört auch die Abstimmung mit bzw. zwischen den städtischen 
und staatlichen Dienststellen bzw. Behörden sowie den Angeboten, Einrichtungen und Diensten vor 
Ort.  
Übersicht 1: Herausforderungen und strategische Ziele

Lebenswerte 
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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
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Sozialplanung (V/3)  04 .03.202 6 SRGA_MeRo_aktuell_final  1.0 49  von 50 
 
Herausforderung Strategische Ziele Bearbeitung 
u.a. durch 
städtische 
Planungen / 
Verwaltung 
Unterstützung 
durch die 
Sozialraum-
koordination und 
Akteur*innen vor 
Ort  
Herausforderung 1: 
Demografischen Wandel 
gestalten 
(1) Wohlstand und Einkommen sind 
gesichert, Armutsrisiken bekämpft 
  
(2) Erwerbstätigkeit der erwerbsfähigen 
Bevölkerung ist verbessert 
  
(3) Vereinbarkeit von Familie und Beruf 
ist gesichert 
  
Herausforderung 2: 
Startchancen 
verbessern – 
Gesundheit von Kindern 
und Jugendlichen aus 
einkommensschwachen 
Familien fördern 
(1) Die Gesundheit von Kindern aus 
bildungsfernen und sozioökonomischen 
schwächeren Verhältnissen ist 
verbessert 
X X 
Herausforderung 3: 
Mehr 
Bildungsgerechtigkeit für 
Kinder und Jugendliche 
aus 
einkommensschwachen, 
benachteiligten Familien 
(1) Frühzeitige Förderung von Kindern 
aus benachteiligten Familien ist 
gesichert 
X X 
(2) Sprache und deutsche 
Sprachkenntnisse insbesondere bei 
Kindern mit internationaler 
Familiengeschichte sind bedarfsgerecht 
gefördert 
X X 
(3) Kinder, Jugendliche und junge 
Erwachsenen mit internationaler 
Familiengeschichte zu (höheren) 
Bildungsabschlüsse führen 
X X 
Herausforderung 4: 
Berufliche Chancen 
insbesondere für junge 
Erwachsene mit 
internationaler 
Familiengeschichte 
verbessern  
(1) Nachholen und Erwerb von höheren 
Schulabschlüssen auf dem zweiten 
Bildungsweg ist gefördert 
X X 
(2) Junge Erwachsene mit 
internationaler Familiengeschichte sind 
im Übergangssystem gefördert 
X X 
(3) Berufliche Ausbildung junger 
Erwachsener mit internationaler 
Familiengeschichte ist verbessert 
X X 
(4) Unterbeschäftigung von jungen 
Erwachsenen mit internationaler 
Familiengeschichte ist abgebaut 
X X 
Herausforderung 5: 
Familien- und 
Kinderarmut abbauen - 
Mehrfach belastete 
Lebenslagen durch 
abgestimmte Hilfen 
gezielt verbessern  
(1) Teilhabechancen armutsgefährdeter 
Alleinerziehendenhaushalte sind 
verbessert 
X X 
(2) Teilhabechancen armutsgefährdeter 
kinderreicher Familien sind verbessert 
X X 
(3) Teilhabechancen armutsgefährdeter 
Familien mit internationaler 
Familiengeschichte sind verbessert 
X X 
(4) Langzeitarbeitslosigkeit in Familien 
mit Kindern ist gesenkt 
X X

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Sozialraumgebietsanalyse:  
Herausforderungen und Ziele  Meschenich / Rondorf 
 
 
Bearbeiter  Datum  Name der Quelldatei  Version  Seite 
Sozialplanung (V/3)  04 .03.202 6 SRGA_MeRo_aktuell_final  1.0 50  von 50 
 
Herausforderung Strategische Ziele Bearbeitung 
u.a. durch 
städtische 
Planungen / 
Verwaltung 
Unterstützung 
durch die 
Sozialraum-
koordination und 
Akteur*innen vor 
Ort  
(5) Kulturelle Einbindung von Kindern 
und Jugendlichen aus 
armutsgefährdeten Familien ist gefördert 
 
X X 
Herausforderung 6: 
Teilhabechancen von 
Menschen mit 
internationaler 
Familiengeschichte 
fördern - Mehrfach 
belastete Lebenslagen 
durch abgestimmte 
Hilfen gezielt verbessern 
(1) Armutsrisiken von Menschen mit 
internationaler Familiengeschichte sind 
gemindert 
X X 
(2) Teilhabe der Menschen mit 
internationaler Familiengeschichte am 
Erwerbsleben ist verbessert 
X X 
Herausforderung 7: 
Lebenslage älterer, 
insbesondere 
armutsgefährdeter, 
Menschen verbessern  
(1) Gesundheitszustand der 
Senior*innen ist verbessert 
X X 
(2) Altersarmut ist bekämpft  X  
(3) Soziale und kulturelle Teilhabe von 
Senior*innen ist ermöglicht 
X  
(4) Bedarf an kultur- und 
gendersensibler Pflege ist gedeckt 
X  
Herausforderung 8: 
Kulturelle und politische 
Einbindung verbessern - 
ehrenamtliches 
Engagement und 
politisches Interesse der 
Stadtgesellschaft 
fördern 
(1) Interesse an der Arbeit der 
Stadtverwaltung und Kommunalpolitik ist 
gefördert 
X X 
(2) Wahlbeteiligung ist erhöht X X 
(3) Ehrenamtliches Engagement ist 
erhöht 
X X 
Herausforderung 9: 
Wohnen – 
Bedarfsgerechtes 
Wohnungsangebot 
verbessern – Wohnen / 
Wohnumfeld attraktiver 
gestalten 
(1) Bedarfsgerechtes, bezahlbares 
Wohnen für einkommensschwache 
Haushalte ist gefördert 
X  
(2) Barrierefreiheit – 
Senior*innengerechtes Wohnen fördern 
X  
(3) Attraktivität des Wohnumfelds 
steigern 
X 
 
Die strategischen Ziele sollen zum einen durch die Fachplanungen bzw. Fachverwaltungen sowie zum 
anderen durch eine sozialraumorientierte Verwaltung angestrebt werden. Bei Herausforderungen bzw. 
Zielen, für die keine eindeutige bzw. alleinige Zuständigkeit der Fachverwaltung gegeben ist bzw. 
Verbesserungsmöglichkeiten durch eine bessere Vernetzung bzw. Abstimmung der Akteur*innen vor 
Ort und der Verwaltung gesehen werden, soll die Sozialraumkoordination gemeinsam mit der 
Geschäftsstelle Lebenswerte Veedel, als Bindeglied in die Verwaltung, auf die Zielerreichung 
hinwirken. Dabei bleiben die originären und gesetzlichen Zuständigkeiten der Ämter und Dienststellen 
unberührt.  
Das konkrete weitere Vorgehen wird in Planungskonferenzen entwickelt. Hierbei greift die 
Sozialraumkoordination auf bestehende Gremien wie z.B. die Stadtteilkonferenzen mit Vertreter*innen 
der Akteur*innen vor Ort und der Fachverwaltung zurück.

Anlage2_ISG_BBA_Abschlussbericht_250818

281733 Zeichen

ISG INSTITUT FÜR SOZIALFORSCHUNG   
UND GESELLSCHAFTSPOLITIK  GMBH 
Weinsbergstraße  190, 50825 Köln 
www.isg-institut.de 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“ im 
Programm „Lebenswerte Veedel – Bürger*innen- und 
Sozialraumorientierung in Köln“ - 2024 
 
Abschlussbericht im August 2025 
 
 
 
 
 
 
 
Autorinnen: 
Christine Maur und Seren Muratdagi

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
2 
Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“ 
Inhalt 
Vorbemerkung .............................................................................................................. 3 
1. Konzept des Förderprogramms Bürger*innenbeteiligung und Aktivierung.............. 3 
1.1 Hintergrund und Zielsetzung des Förderprogramms ................................................... 3 
1.2 Methoden ..................................................................................................................... 4 
2. Bedeutung der Steuerungsgruppe als Begleitgremium .......................................... 5 
3. Fokusgruppen ........................................................................................................ 6 
3.1 Akquise der Teilnehmenden ........................................................................................ 7 
3.2 Rahmenbedingungen ................................................................................................... 8 
3.3 Bewertung des Erhebungsschrittes ............................................................................. 8 
4. Qualitative Interviews ........................................................................................... 10 
4.1 Akquise der Teilnehmenden ...................................................................................... 11 
4.2 Rahmenbedingungen ................................................................................................. 13 
4.3 Erhebungsinstrument ................................................................................................. 16 
5. Onlinebefragung .................................................................................................. 20 
5.1 Zugang zur Zielgruppe ............................................................................................... 21 
5.2 Rahmenbedingungen ................................................................................................. 27 
5.3 Erhebungsinstrument ................................................................................................. 28 
6. Kurzzusammenfassung der Ergebnisse ............................................................... 31 
6.1 Sozialraumgebiet Höhenhaus/Dünnwald ................................................................... 31 
6.2 Sozialraumgebiet Meschenich/Rondorf ..................................................................... 36 
7. Anhang ................................................................................................................ 43 
7.1 Auswertung Fokusgruppen ........................................................................................ 43 
7.1 Auswertung Qualitative Interviews ............................................................................. 58 
7.2 Auswertung Onlinebefragung .................................................................................... 91

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
3 
Vorbemerkung 
Die Stadt Köln hat im August 2024 im Rahmen des Programms „ Lebenswerte Veedel“ 
das Förderprogramm zur „Bürger*innenbeteiligung und –aktivierung“ innerhalb der So-
zialraumgebiete Meschenich/Rondorf und Höhenhaus/Dünnwald veröffentlicht. Das ISG 
Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH hat hierzu ein Konzept einge-
reicht, das im September 2024 bewilligt wurde.  
Hiermit legt das ISG den Abschlussbericht zu den Ergebnissen der durchgeführten Maß-
nahme vor. Im Folgenden werden zunächst der Hintergrund sowie die Zielsetzung des 
Förderprogramms „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“ skizziert. Im Anschluss da-
ran werden die durchgeführten Untersuchungsschritte beschrieben und bewertet. Es sol-
len Erkenntnisse gewonnen werden, welche Anpassungen bei der Umsetzung vergleich-
barerer Förderprogramme in anderen Sozialraumgebieten empfehlenswert wären. Ab-
schließend werden die zentralen Ergebnisse zur Lebenssituation der Bürger*innen in 
den Sozialraumgebieten Meschenich/Rondorf und Höhenhaus/Dünnwald sowie zu ihren 
Hürden bezüglich einer gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe und  zu individu-
ellen Verbesserungswünschen in einer Kurzzusammenfassung dargestellt. 
1. Konzept des Förderprogramms Bürger*innenbeteiligung und Aktivie-
rung 
1.1 Hintergrund und Zielsetzung des Förderprogramms 
Im Jahr 2006 wurde das Modellprojekt „Sozialraumorientierte Hilfsangebote in Köln“ ein-
geführt. Es umfasste die Finanzierung von Sozialraumkoordinator*innen, mit deren Be-
mühungen zentrale Akteur*innen vernetzt und bedarfsgerechte Angebote für die Bür-
ger*innen Kölns entwickelt wurden. Aufgrund des Erfolgs wurde das Projekt auf weitere 
Stadtregionen ausgedehnt, bis es im Jahr 2013 unter dem Namen „Lebenswerte Veedel 
– Bürger*innen- und Sozialraumorientierung in Köln" in ein zeitlich unbegrenztes Pro-
gramm überführt wurde. Mit Ratsbeschluss zum Haushalt 2019 vom 08.11.2018 wurde 
das Projekt konzeptionell weiterentwickelt , indem es auf  15 städtische Sozialraumge-
biete ausgeweitet wurde.  
Mit der Umsetzung des Förderprogramms „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“, 
das im Programm „Lebenswerte Veedel“ verankert ist, verfolgte die Stadt Köln verschie-
dene Ziele: Es sollten Erkenntnisse gewonnen werden über die Lebenssituationen der 
Bürger*innen in den Sozialraumgebieten Meschenich/Rondorf und Höhenhaus/Dünn-
wald. Insbesondere sollte erarbeitet werden, welche Chancen und Barrieren einer 
gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe in den verschiedenen Lebenslagenberei-
chen Gesundheit, Bildung, Erwerbstätigkeit und Einkommen für einzelne Bevölkerungs-
gruppen bestehen und wie deren soziale, kulturelle und politische Einbindung gestaltet 
ist. Des Weiteren sollten die Voraussetzungen zur Verbesserung der Teilhabechancen,

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
4 
einschließlich der Hilfs- und Unterstützungswünsche, sowie die Möglichkeiten zur För-
derung von Engagement erörtert werden. Vor diesem Hintergrund sollte den Bürger*in-
nen die Möglichkeit gegeben werden, wahrgenommene Schwierigkeiten sowie individu-
elle Wünsche und Anliegen zu äußern . Damit sollten ihre Erfahrungen und Meinungen 
in der kommunalen Arbeit Berücksichtigung finden. 
Anhand der Ziele des Förderprogramms wurden die folgenden Forschungsfragen abge-
leitet: 
• Welche Chancen haben verschiedene Personengruppen der Sozialraumgebiete 
Meschenich/Rondorf und Höhenhaus/Dünnwald hinsichtlich ihrer Lebenssituation?  
Welchen Herausforderungen und Barrieren begegnen sie? 
• Welche Personengruppen sind von bestimmten Herausforderungen, wie z. B. Armut 
und finanziellen Einschränkungen, stärker betroffen als andere?  
• Welche Wechselwirkungen lassen sich zwischen den Belastungen in den unter-
schiedlichen Lebensbereichen feststellen, und wie wirken sich kumulierte Herausfor-
derungen aus? 
• Welche Handlungsempfehlungen lassen sich ableiten, um die Lebensqualität und 
Teilhabechancen von Personengruppen in herausfordernden Lebensphasen zu ver-
bessern? 
1.2 Methoden 
Für die Umsetzung des Vorhabens wurde ein Mixed-Methods-Ansatz gewählt, bei dem 
qualitative und quantitative Methoden miteinander kombiniert werden . Um neben den 
zentralen individuellen Sichtweisen der Bürger*innen (qualitative Interviews und Online-
befragung) auch Außensichtweisen einbeziehen zu können und gegebenenfalls weitere 
strukturelle Hürden für die Teilhabe der Einwohner*innen der ausgewählten Sozialräume 
zu identifizieren, wurden neben der Befragung der Zielgruppe auch Fokusgruppen mit 
Akteur*innen aus den Sozialraumgebieten durchgeführt (siehe Abbildung 1). 
Abbildung 1: Untersuchungsschritte im Förderprogramm 
 
Im Folgenden wird die Umsetzung der einzelnen Untersuchungsschritte beschrieben 
und bewertet. 
2 Fokusgruppen mit Akteur*innen aus dem SRG
13 Qualitative Interviews mit Bürger*innen in herausfordernden Lebenslagen
Online-Bürger*innenbefragung (insgesamt 97 Teilnehmende)

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
5 
2. Bedeutung der Steuerungsgruppe als Begleitgremium 
Das Konzept des Förderprogramms „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“ sah die 
Begleitung durch eine Steuerungsgruppe vor. Diese setzte sich aus der Geschäftsstelle 
„Lebenswerte Veedel“, der Stabsstelle Sozialplanung / Sozialberichterstattung sowie 
den in den beiden Sozialraumgebieten aktiven Sozialraumkoordinator*innen zusammen. 
Sie begleitete das ISG bei der Umsetzung des Förderprogramms. Die Steuerungs-
gruppe besitzt Wissen über die Lebenssituation der Bürger*innen, vor Ort bestehende 
Problemlagen, laufende Aktivitäten und Netzwerke sowie über sozialräumliche Einfluss-
möglichkeiten durch Akteur*innen vor Ort. 
Am 07.11.2024 fand zum Projektstart ein gemeinsamer Austausch mit der Steuerungs-
gruppe zur Abstimmung des Projektverlaufs und der Konzeption statt. Die zu untersu-
chenden Themenbereiche wurden eingegrenzt, Zielgruppen konkretisiert und Rückfra-
gen seitens der beteiligten Akteur*innen zum Projektablauf beantwortet.  
Darauf aufbauend erstellte das ISG die verschiedenen Erhebungsinstrumente, die in 
weiteren Abstimmungsprozessen asynchron per E -Mail und synchron per Videokonfe-
renz diskutiert wurden. Bei der Abstimmung komplexerer Erhebungsinstrumente be-
währte sich die asynchrone Kommunikation, die detaillierte Rückmeldungen seitens der 
Steuerungsgruppe ermöglichte. 
Außerdem unterstützten die Sozialraumkoordinator*innen die Akquise von Teilnehmen-
den an Fokusgruppen, Interviews und der Onlinebefragung. Aufgrund ihrer guten Ver-
netzung vor Ort konnte auf bestehende Kontakte und Vertrauensverhältnisse zu Fach-
kräften und Klient*innen zurückgegriffen werden, so dass eine schnelle Akquise möglich 
war. 
Auf Basis der Einschätzungen der Sozialraumkoordinator*innen zu den zentralen Prob-
lemlagen in den Sozialraumgebieten erfolgte eine Selektion von Ergebnissen, die im 
Zuge der Bürger*innenkonferenzen in Höhenhaus/Dünnwald und Meschenich/Rondorf 
präsentiert wurden.  
Insgesamt wird die Begleitung durch die Steuerungsgruppe für die Programmumsetzung 
als sehr kooperativ und hilfreich bewertet. Die Einbindung der Steuerungsgruppe stellte 
sich als beschleunigender Erfolgsfaktor für die Durchführung des Förderprogramms her-
aus.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
6 
3. Fokusgruppen 
In beiden Sozialraumgebieten fand eine Fokusgruppe zum Thema „Herausforderungen 
und Bedarfe von Bürger*innen im Sozialraumgebiet“ statt. Eine Fokusgruppe ist eine 
Form der moderierten Gruppendiskussion, zu der verschiedene Fachpersonen zusam-
menkommen, die alle Berührungspunkte mit dem untersuchten Themenkomplex haben. 
Im Rahmen der Konzepterstellung und des gemeinsamen Austauschs mit der Steue-
rungsgruppe wurde vereinbart, den thematischen Schwerpunkt der Fokusgruppen auf 
„Familien und Kinder in herausfordernden Lebenslagen“ zu legen. 
Das Kapitel im Überblick 
Akquise der Teilnehmenden:  Die Fokusgruppe im Sozialraumgebiet Höhen-
haus/Dünnwald fand am 18.12.2024 mit neun Fachkräften in digitaler Form statt. Im 
Sozialraumgebiet Meschenich/Rondorf fand sie am 28.01.2025 mit 17 Fachkräften 
in Präsenz statt. Die Benennung relevanter Einrichtungen, Träger und Akteur*innen 
für den Themenbereich sowie die Kontaktvermittlung durch die Sozialraumkoordina-
tion war sehr gewinnbringend. In beiden Sozialraumgebieten liegt die „Beteiligungs-
quote“ bei knapp einem Drittel, was als Orientierungswert für die Umsetzung weiterer 
Fokusgruppen herangezogen werden kann. 
Rahmenbedingungen: Die Terminfindung gestaltete sich für das Sozialraumgebiet 
Meschenich/Rondorf im Monat Dezember schwierig. Jedoch äußerten die Fach-
kräfte Interesse an der Teilnahme, sodass der Termin verschoben wurde. Mit Hilfe 
der Unterstützung der Sozialraumkoordination wurden ein ausreichend großer Raum 
sowie Verpflegung organisiert. Die unterschiedlichen Veranstaltungsformate funkti-
onierten beide gut, das Format einer Videokonferenz war den Fachkräften bekannt. 
Bewertung des Erhebungsschritts: Mit der Steuerungsgruppe wurde das Thema 
eingegrenzt. Nach dieser Konkretisierung wurde ein Leitfaden entwickelt. Zu den 
Fragestellungen zählten: die Teilhabemöglichkeiten, die wahrgenommenen Heraus-
forderungen und strukturellen Zugangsbarrieren sowie die Bedarfe von Familien und 
ihren Kindern in belasteten Lebenslagen. Ziel war auch, Strategien im Sozialraum-
gebiet zu entwickeln, um die Teilhabechancen zu erhöhen. In beiden Fokusgruppen 
haben sich die Teilnehmenden ausgewogen an der Diskussion beteiligt und kon-
struktiv mitgewirkt. Aufgrund der Vorauswahl der angeschriebenen Akteur*innen gab 
es Bezüge zwischen ihren Arbeitsbereichen und den Fragestellungen. Durch die 
Vielfalt der vertretenen Arbeitsbereiche konnten verschiedene Perspektiven und Er-
fahrungen berücksichtigt werden. Die Erkenntnisse wurden auch für die (Weiter -) 
Entwicklung der Gesprächsleitfäden für die qualitativen Interviews sowie für die Ent-
wicklung des Fragebogens für die Onlinebefragung genutzt.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
7 
3.1 Akquise der Teilnehmenden 
Neben der Konzeption erfolgte auch die Organisation der Fokusgruppen in enger Ab-
stimmung mit den Sozialraumkoordinator*innen. Gemeinsam mit ihnen wurden potenzi-
elle Teilnehmende ausgewählt, über das Vorhaben informiert und eingeladen. 
Die Fokusgruppe im Sozialraumgebiet Höhenhaus/Dünnwald fand am 18.12.2024 in di-
gitaler Form statt. Teilgenommen haben neun Fachkräfte des Sozialraumgebiets, deren 
Arbeitsbereiche sich überwiegend auf die Lebenslage von Kindern und Familien bezie-
hen. Neben der Sozialraumkoordination waren die Gemeinwesenarbeit, die offene Ju-
gendarbeit (Jugend- und Nachbarschaftshaus) und die Schulsozialarbeit vertreten. Wei-
terhin nahmen an der Fokusgruppe Vertreter*innen einer Arbeitsberatungsstelle, der 
ambulanten Hilfen für Erziehung, des interkulturellen Dienstes der Stadt Köln sowie der 
Engagementförderung einer katholischen Kirchengemeinde teil. 
An der Fokusgruppe im Sozialraumgebiet Meschenich/Rondorf, die am 28.01.2025 vor 
Ort in Präsenz stattfand, nahmen 17 Fachkräfte aus dem Sozialraumgebiet teil. Neben 
den beiden Sozialraumkoordinatorinnen beteiligten sich Schulsozialarbeiter*innen und  
Leitungskräfte von Kindertagesstätten (auch Familienzentrum). Außerdem nahmen 
Fachkräfte der internationalen Familienberatung, der Frauenberatung, der allgemeinen 
Sozialberatung, der Gemeinwesenarbeit und des interkulturellen Dienstes der Stadt Köln 
teil. Auch waren ein Zentrum für Frühbehandlung und Frühförderung sowie ein Verein 
vertreten, der als Träger einer Kindertageseinrichtung und weiterer Angebote für Ju-
gendliche und Geflüchtete agiert. Darüber hinaus beteiligte sich der Bürgerverein „Aktiv 
für Meschenich“ (ehrenamtliche Bürgerinitiative).  
Auch hier war die enge Zusammenarbeit mit den Sozialraumkoordinator*innen sehr ge-
winnbringend: Zum einen konnten sie die für den Themenbereich relevanten Einrichtun-
gen, Träger und Akteur*innen im Sozialraumgebiet benennen und die Kontakt e vermit-
teln. Zum anderen haben sie mit einer Vorab-Information die entsprechenden Akteur*in-
nen bereits über das Förderprogramm und das Vorhaben informiert. 
In Dünnwald/Höhenhaus wurden 29 Akteur*innen und in Meschenich/Rondorf 53 Ak-
teur*innen eingeladen; in beiden Sozialraumgebieten liegt die „Beteiligungsquote“ somit 
bei knapp einem Drittel. Dies kann als Orientierungswert für die Umsetzung weiterer 
Fokusgruppen herangezogen werden. Auch in anderen Projekten macht das ISG zuneh-
mend die Erfahrung, dass die zeitlichen und personellen Ressourcen der Institutionen 
begrenzt sind. Eine Mitwirkung an solchen Formaten, wie z. B. Workshops, Fokusgrup-
pen und Experteninterviews, ist für viele nur schwer möglich. Dies gilt insbesondere für 
diejenigen, die sich ehrenamtlich engagieren. So ist es nachvollziehbar, dass sich keine 
der eingeladenen Vertreter*innen der Sport - und Freizeitvereine oder Nachbarschafts-
hilfen an den Fokusgruppen beteiligt haben.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
8 
3.2 Rahmenbedingungen 
Die Terminfindung im Monat Dezember gestaltete sich erwartungsgemäß als schwierig. 
In Höhenhaus/Dünnwald gelang es, genug Teilnehmende für einen Online- Termin zu 
gewinnen; in Meschenich/Rondorf gelang dies nicht. Da jedoch die angeschriebenen 
Multiplikator*innen eine generelle Mitwirkungsbereitschaft und ein Interesse an der Fo-
kusgruppe äußerten, wurde ein neuer Termin im Januar vorgeschlagen. Diese Fokus-
gruppe fand in Präsenz in Räumlichkeiten im Sozialraumgebiet statt. Hinsichtlich der 
Organisation wurde das ISG von der Sozialraumkoordination unterstützt. So konnte ein 
für die Teilnehmerzahl passender Raum ausgewählt sowie Getränke und Snacks ange-
boten werden.  
Die unterschiedlichen Veranstaltungsformate (digital und in Präsenz) hatten keine Aus-
wirkungen auf den Erkenntnisgewinn; beide Formate weisen generell Vor- und Nachteile 
auf. Zu den Vorteilen der digitalen Durchführung gehören die räumliche Flexibilität un d 
der geringere zeitliche Aufwand für die Teilnehmenden. Die Durchführung der Fokus-
gruppe in Höhenhaus/Dünnwald wäre in Präsenz im Dezember vermutlich nicht mehr 
möglich gewesen. Ein Nachteil ist, dass die nonverbale Kommunikation, wie Mimik und 
Gestik, online schwerer wahrnehmbar und die spontane Interaktion eingeschränkt sein 
kann. Jedoch konzentrieren sich manche Diskussionsteilnehmende im Online- Format 
eher auf die wesentlichen Inhalte und fassen sich in ihren Beiträgen kürzer. 
Im Rahmen der Umsetzung des Förderprogramms funktionierten beide Formate der Fo-
kusgruppen gut. Die Teilnehmenden der digitalen Fokusgruppe hatten keine Probleme 
bei der technischen Umsetzung, das Format einer Videokonferenz war ihnen bekannt. 
3.3 Bewertung des Erhebungsschrittes 
In Abstimmung mit der Steuerungsgruppe wurde der thematische Schwerpunkt der Fo-
kusgruppe auf die Lebenslage von Kindern und Familien gelegt. Eine Eingrenzung des 
Themas war wichtig, um ausreichend Zeit für die einzelnen Diskussionsfragen zu haben. 
Für die Umsetzung der Fokusgruppen wurde ein Leitfaden mit den wesentlichen Fragen 
entwickelt. Nach einer kurzen Vorstellung des Konzepts des Förderprogramms „Bür-
ger*innenbeteiligung und -aktivierung“ wurden im ersten Teil der Fokusgruppe die Insti-
tutionen und Angebote der teilnehmenden Akteur*innen vorgestellt. Des Weiteren fand 
ein Austausch über die Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Zielgruppe und die 
Bewertung ihrer Lebenssituation statt. Die Teilhabemöglichkeiten von Familien und Kin-
dern in belasteten Lebenslagen, die wahrgenommenen Herausforderungen und struktu-
rellen Zugangsbarrieren für Familien in belasteten Lebenslagen innerhalb de r Sozial-
raumgebiete wurden beleuchtet. Im zweiten Teil wurde gemeinsam erörtert, welche Be-
darfe die Familien und ihre Kinder haben und in welcher Form Strategien im Sozialraum-
gebiet entwickelt werden können, um die Teilhabechancen zu erhöhen. Von besonde-
rem Interesse waren Erkenntnisse darüber, welche Hilfs- und Unterstützungsangebote 
bekannt sind, welche Hilfs - und Unterstützungsangebote benötigt werden und welche

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
9 
Anpassungen dieser Angebote erfolgen müssen. Weiterhin wurde die Stärkung der Be-
teiligung und der Aktivierung der Bürger*innen thematisiert. 
In beiden Fokusgruppen haben sich die Teilnehmenden aktiv an der Diskussion beteiligt 
und konstruktiv mitgewirkt. Die Beteiligung war ausgewogen, es gab keine „dominieren-
den“ Teilnehmenden mit unverhältnismäßig höherem Redeanteil.  
Aufgrund der Vorauswahl der angeschriebenen Akteur*innen anhand des Themen-
schwerpunkts waren die Inhalte für alle Beteiligten relevant, so dass bei allen Teilneh-
menden Zusammenhänge zu ihren Arbeitsbereichen bestanden. Durch die Vielfalt der 
vertretenen Arbeitsbereiche konnten verschiedene Perspektiven und Erfahrungen be-
rücksichtigt werden. Die teilnehmenden Akteur*innen haben aufgrund ihrer Arbeit und 
ihres Kontakts zur Zielgruppe Einblicke in viele Bereiche der Lebenslage der Familien 
und Kinder im Sozialraumgebiet – auch in Bereiche, die nicht direkt ihre Arbeit betreffen. 
Aufgrund dessen war es für den Diskussionsverlauf unproblematisch, dass z. B. Ak-
teur*innen aus dem Freizeitbereich nicht vertreten waren. 
Die in einer Dokumentation zusammengefassten Ergebnisse wurden auch den beteilig-
ten Akteur*innen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurden die gewonnenen Er-
kenntnisse auch für die (Weiter-) Entwicklung der Gesprächsleitfäden für die qualitativen 
Interviews sowie für die Entwicklung des Fragebogens für die Onlinebefragung genutzt.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
10 
4. Qualitative Interviews 
Im Rahmen des Projekts wurden 13 qualitative Einzelinterviews mit Bürger*innen der 
Sozialraumgebiete Höhenhaus/Dünnwald und Meschenich/Rondorf durchgeführt. Zur 
Zielgruppe gehörten nach Abstimmung mit der Steuerungsgruppe Menschen in belaste-
ten Lebenssituationen und mit geringeren Teilhabechancen wie z. B.  einkommens-
schwache Familien mit mehr als 3 Kindern, Alleinerziehende oder ein Teil der Menschen 
mit internationaler Familiengeschichte. 
Das Kapitel im Überblick 
Akquise der Teilnehmenden: Die Akquise erfolgte vorrangig über die Sozialraum-
koordinator*innen, die mit Institutionen und lokalen Akteur*innen und der Zielgruppe 
zusammenarbeiten; über Flyer, die per E -Mail weitergeleitet und in den Räumlich-
keiten verschiedener Institutionen ausgelegt wurden und über das Schneeballver-
fahren. Die Feldphase erstreckte sich über  den Zeitraum vom 08. Januar bis zum 
18. März 2025. Die adressierte Zielgruppe konnte erreicht werden. Zur Optimierung 
der Erreichbarkeit werden die Au frechthaltung der primären Akquise über lokale 
Fachkräfte, eine Adaption des Schneeballsystems sowie eine gestalterische Anpas-
sung des Flyers empfohlen. 
Rahmenbedingungen: Die Zuverlässigkeit der Interviewpersonen war  sehr hoch. 
Mit Hilfe der Sozialraumkoordinator*innen und Fachkräfte wurden sieben Interviews 
wohnortnah durchgeführt. Bei digitalen Gesprächen gab es keine Barrieren. Die freie 
Wahl der Gesprächsform wird weiterhin empfohlen. Im Durchschnitt dauerten die 
Interviews 82 Minuten, dies ist länger als geplant und lässt auf eine hohe Auskunfts-
bereitschaft schließen. Niemand nahm das Angebot einer begleitenden Übersetzung 
in Anspruch. Stattdessen könnten zukünftig die Themenbereiche und Fragen vorab 
genannt oder Hilfsmittel wie etwa Übersetzerapps verwendet werden. 
Bewertung des Erhebungsschritts: Zur Durchführung der qualitativen Interviews 
wurden semi-strukturierte Leitfäden eingesetzt. Die Themenschwerpunkte des Leit-
fadens wurden mit der Steuerungsgruppe abgestimmt. Zu den gut beantwortbaren 
Themenbereichen zählen: Frühkindliche Betreuung und schulische Bildung, berufli-
che Bildung und Situation (sofern sie biografisch waren), materielle Lebenslage, Ge-
sundheit und Wohnen. Schwierigkeiten zeigten sich bei den Bereichen Freizeit, 
Sport und Kultur, Pflege sowie Politik und Engagement. Besonders involviert schie-
nen Interviewpersonen bei Fragen in Bezug auf ihre Kinder ; hypothetische Fragen 
waren eher schwierig zu beantworten. Dimensionszentrierte Fragen könnten die Ge-
sprächsdauer verkürzen und das Risiko von Ermüdungseffekten senken. Einzelne 
Fragen könnten in ihrer Verständlichkeit optimiert werden.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
11 
4.1 Akquise der Teilnehmenden 
Der Zugang zu den Interviewpersonen erfolgte vorrangig über die Sozialraumkoordina-
tor*innen. Diese sind mit Institutionen und Akteur*innen vernetzt, die mit der Zielgruppe 
zusammenarbeiten; ggf. stehen sie selbst im Kontakt zur Zielgruppe. Es wurde ein Flyer 
erstellt, der an die Institutionen per E-Mail weitergeleitet und in den Räumlichkeiten ver-
schiedener Institutionen ausgelegt werden konnte (siehe Abbildung 3). Des Weiteren 
wurden einzelne Gesprächspartner*innen über das Schneeballverfahren gewonnen. Da-
bei werden Interviewpersonen gebeten, die Bereitschaft, an einem Interview teilzuneh-
men, in ihrem Netzwerk ( z. B. Freundeskreis) abzufragen. Um weitere Interviewperso-
nen zu akquirieren, erfolgte eine erneute Kontaktaufnahme zu den Teilnehmenden der 
Fokusgruppen. Im Folgenden soll das Akquise-Verfahren hinsichtlich der Erreichbarkeit 
von Bürger*innen in herausfordernden Lebenslagen bewertet werden, um Empfehlun-
gen für künftige Ak quise-Wege liefern zu können. Insgesamt stellt sich heraus, dass 
Bürger*innen in herausfordernden Lebenssituationen nur schwer zu erreichen sind. 
Abbildung 2: Flyer für die Akquise von Interviewpersonen 
 
Quelle: ISG

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
12 
Die Feldphase erstreckte sich über den Zeitraum vom 08. Januar bis zum 18. März 2025. 
Neun von 13 Interviews wurden bereits innerhalb der ersten fünf Wochen durchgeführt. 
Dies ist auf die gute V ernetzung der Sozialraumkoordinator*innen zurückzuführen, da 
viele Interessent*innen bereits unmittelbar nach Beginn der Akquise genannt werden 
konnten.  
Auffällig ist, dass sich sowohl die Teilhabe als auch die Problemlagen  zwischen den 
Interviewpersonen unterscheiden: Ein niedriger Anteil der Interviewpersonen zeigt eine 
eher starke Teilhabe in verschiedenen Bereichen wie Engagement, Freizeit und – wenn-
gleich seltener – Kultur. Durch ihre Einbindung in soziale Netzwerke und Angebote sind 
sie gut über die Belange der Bür ger*innen informiert. Ein zentraler Grund für die gute 
Einbindung einiger Interviewpersonen ist wahrscheinlich der Effekt einer Selbstselektion: 
Zum einen erfahren gut eingebundene Bürger*innen mit größerer Tendenz von kommu-
nalpolitischen Beteiligungsformaten. Zum anderen zeigen sie ein größeres Interesse an 
der Teilnahme an entsprechenden Beteiligungsformaten. Obwohl eine Einbindung in so-
ziale Netzwerke oder in Hilfsangebote besteht, befindet sich die Mehrheit der  Inter-
viewpersonen in einer herausfordernden Lebenslage. Die herausfordernden Lebensum-
stände betreffen insbesondere die Bereiche Wohnen, Arbeit, Bildung und Finanzen, wo-
bei Informationsdefizite über lokale Angebote eine zentrale Rolle spiel en. Insgesamt 
kann daher bestätigt werden, die adressierte Zielgruppe erreicht zu haben. Es stellt sich 
die Frage, wie die Erreichbarkeit von Bürger*innen in herausfordernden Lebenssituatio-
nen optimiert werden kann. Anstatt andere Akquise-Wege einzuschlagen, sollten viel-
mehr zusätzliche Akquise-Wege bestritten werden. Zu den Vorschlägen für künftige Un-
tersuchungen zählen: 
- Aufrechthaltung primärer Akquise mit Hilfe von lokalen Fachkräften mit Bezug 
zur Zielgruppe: Der Zugang über lokale Fachkräfte wird als „wertvoller Türöffner“ 
bezeichnet (Orthmann, 2017, S. 19), der den Vorteil eines Rückgriffs auf Vertrau-
ensverhältnisse zu Bürger*innen in herausfordernden Lebenslagen bietet. Hier-
durch können die Mitwirkungsbereitschaft erhöht und Hemmschwellen, wie z. B. 
Misstrauen, verringert werden. Etwaige Fragen können unmittelbar beantwortet 
werden. Außerdem kann so sichergestellt werden, dass die vermittelten Ge-
sprächspartner*innen zur Zielgruppe gehören. 
- Adaption des Schneeballsystems: Um Interviewpersonen zur Vermittlung weite-
rer Bürger*innen mit vergleichbaren Lebensbedingungen anzuregen, kann die 
Möglichkeit einer weiteren Incentivierung beispielsweise in Höhe von fünf Euro 
je erfolgreicher Vermittlung geprüft werden. Um starke Überschneidungen von 
Lebensbedingungen und damit eine zu hohe Homogenität der Teilnehmenden  
auszuschließen, sollte die Vermittlung von Familienangehörigen ausgeschlossen 
werden.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
13 
- Gestaltung des Flyers: Die Flyer sollten ausschließlich einfache Sprache verwen-
den und durch positiv konnotierte, selbst erklärende Grafiken aufgewertet wer-
den, um positive Erwartungshaltungen gegenüber den Interviewgesprächen zu 
erzeugen. 
4.2 Rahmenbedingungen 
Neben der zielgruppengerechten Ansprache sind die Rahmenbedingungen der Durch-
führung der Interviews ausschlaggebend, um die Zielgruppe zu erreichen und zur  Teil-
nahme zu motivieren. Darüber hinaus können sie die Gesprächsatmosphäre und damit 
die Offenheit der Teilnehmenden während der Gesprächsführung beeinflussen.  
Die Terminvereinbarung erfolgte entweder über Dritte – über die Sozialräumkoordina-
tor*innen oder Multiplikator*innen  – oder nach Präferenz der Teilnehmenden auch im 
direkten Kontakt telefonisch oder per E-Mail. Die Terminvereinbarungen erfolgten ohne 
Schwierigkeiten. Nur einer der vereinbarten Termine wurde nicht wahrgenommen, er 
wurde aufgrund gesundheitlicher Gründe abgesagt. Daher wird die Zuverlässigkeit der 
Interviewpersonen als sehr gut bewertet.  
Hinsichtlich der zeitlichen Rahmenbedingungen zeigte sich das ISG flexibel. Interview-
termine wurden auch außerhalb der regulären Arbeitstage und Arbeitszeiten angeboten. 
Dadurch sollten zeitliche Einschränkungen durch zum Beispiel Betreuung und Beruf 
überwunden werden. Dennoch fanden alle Gespräche werktags zwischen 09:00 und 
17:00 Uhr statt. Um eine möglichst hohe Teilnehmendenzahl zu ermöglichen, wird den-
noch zu einer entsprechend hohen Flexibilität geraten. 
Die Interviewpersonen konnten nach ihren Präferenzen zwischen  persönlichen Inter-
views bzw. face-to-face-Gesprächen und Interviews per Videochat oder per Telefon  
wählen. Sieben Interviews wurden persönlich und drei Interviews wurden telefonisch ge-
führt; ein Interview erfolgte per Videochat. Dies ist womöglich auf eine geringere Ver-
trautheit mit Videokonferenzen als Gesprächsmedium und die Präferenz eines möglichst 
natürlichen Gesprächskontexts zurückzuführen. Wenn persönliche Gespräche priorisiert 
wurden, wurden diese auf Wunsch der Interviewpersonen wohnortnah durchgeführt. 
Dies wurde insbesondere durch die Sozialraumkoordinator*innen und die Fachkräfte der 
lokalen Angebote ermöglicht, die Zeitslots einrichteten, zu denen sie ihre Büros als stö-
rungsfreie und vertraute Umgebung zur Verfügung stellten. Somit konnten persönliche 
Interviews geführt werden in Nachbarschafstreffs, Beratungsstellen, Räumlichkeiten ei-
ner Kirche, Kinder- und Jugendzentren und den Räumlichkeiten der Sozialraumkoordi-
nation. Darüber hinaus wurde ein Interview bei einer Interviewperson zu Hause geführt. 
Die Wohnortnähe ist mit Blick auf die Zielgruppe wichtig, die häufig vor Herausforderun-
gen wie begrenzter Zeit wegen Betreuungsverpflichtungen und finanziellen Engpässen 
steht. Wenn ein Gespräch per Telefon oder Videochat durchgeführt wurde, kamen keine 
technischen Schwierigkeiten oder gesprächsformbedingte Missverständnisse vor. Vor 
dem Hintergrund wird empfohlen, den Interviewpersonen auch zukünftig freizustellen, in 
welcher Form sie an dem Interview teilnehmen möchten.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
14 
Zu Beginn des Gesprächs wurden die Teilnehmenden über Ziel des Förderprogramms, 
Zweck und Vertraulichkeit des Gesprächs sowie Datenschutzaspekte aufgeklärt. Wurde 
die Erlaubnis erteilt, wurde das Gespräch aufgezeichnet, dem zwölf der dreizehn Inter-
viewpersonen zustimmten. Pausen, Unterbrechungen oder Abbrüche kamen nicht vor. 
Daher werden die Fragen als inhaltlich unproblematisch beurteilt. Geplant waren Inter-
views mit einer Dauer von rund 60 Minuten. Im Durchschnitt dauerten die Interviews 82 
Minuten. Dies lässt auf eine hohe Auskunftsbereitschaft der Interviewpersonen schlie-
ßen. 
Keine der Interviewpersonen nahm das Angebot einer begleitenden Übersetzung des 
Gesprächs durch eine*n Dolmetscher*in in Anspruch. Während der Interviews zeigte 
sich jedoch vereinzelt, dass begrenzte sprachliche Kompetenzen die Beantwortung ein-
zelner Fragen erschwerten. Hier könnten zukünftig Hilfsmittel wie beispielsweise Über-
setzerapps verwendet werden. Darüber hinaus könnten die Themenbereiche und Fra-
gen bereits vor dem Gespräch genannt werden, sodass sich alle Interviewpersonen Ge-
danken über die für sie wichtigen Themen im Sozialraumgebiet machen können.  
Tabelle 1 fasst die Rahmenbedingungen der Interviews zusammen. In der ersten Spalte 
sind potenzielle Hürden enthalten, die die Einwilligung zur Teilnahme hemmen können. 
Die zweite Spalte zeigt auf, welche Maßnahmen getroffen wurden, um diese zu über-
winden. Spalte drei enthält Empfehlungen für künftige Förderprogramme.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
15 
Tabelle 1: Potenzielle Hürden, Maßnahmen des ISG und Empfehlungen für künftige Förderprogramme 
Potenzielle Hürden Maßnahmen des ISG Empfehlungen  
Technische Hürden: Menschen ohne Zu-
gang zu digitalen Medien oder solchen, 
die mit diesen nicht vertraut sind, können 
über digitale Terminvereinbarungen 
schlechter erreicht werden. 
Verschiedene Kommunikationskanäle: Ansprache vor Ort über Multipli-
kator*innen. Terminvereinbarung über Multiplikator*innen. Verfügbarkeit 
von Handzetteln. 
Kommunikationskanäle beibehalten 
Zeitliche Einschränkungen und Mobilitäts-
einschränkungen (Zum Beispiel haben Al-
leinerziehende oft wenig Zeit für zusätzli-
che Aktivitäten.) 
Flexible Zeiten: Verfügbarkeit zwischen 09:00 – 20:00 Uhr. Flexible In-
terviewform: Interviews können telefonisch, per Videokonferenz oder 
persönlich und wohnortnah durchgeführt werden. 
Flexibilität beibehalten 
Geringe Motivation zur Teilnahme Incentives: Aufwandsentschädigung in Höhe von 25 Euro je Teilnahme. Aufwandsentschädigung beibehalten 
Misstrauen gegenüber Institutionen: Dies 
betrifft häufig bildungsferne Menschen 
und Menschen, die sich von der Politik 
nicht berücksichtigt fühlen. 
Zugang über Multiplikator*innen: Bestehende Vertrauensverhältnisse zu 
Fachkräften, die als Multiplikator*innen mitwirkten, wurden genutzt, um 
Misstrauen zu senken und die Teilnahmebereitschaft zu erhöhen. Hin-
weis auf die Vertraulichkeit im Umgang mit persönlichen Daten. Einsatz 
von geschulten Interviewer*innen 
Zugangswege beibehalten 
Sprachbarrieren: Menschen, die Deutsch 
als Fremdsprache sprechen, könnten 
Schwierigkeiten haben, die Informationen 
zu verstehen und sich zu beteiligen. 
Dolmetscher*innen: Es wurde angeboten, ein*e Dolmetscher*in zur Ver-
fügung zu stellen. Dieses Angebot wurde nicht in Anspruch genommen.  
Ggf. erweitern um: Weitergabe von 
Fragen und Themen im Vorfeld; bei 
Bedarf Nutzung von Übersetzerapp.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
16 
4.3 Erhebungsinstrument 
Zur Durchführung der qualitativen Interviews wurden semi-strukturierte Leitfäden einge-
setzt. Diese eignen sich besonders, um individuelle Erfahrungen, Einstellungen, Motive 
und Hintergründe zu untersuchen. Der Einsatz offener Fragen mit Erzählaufforderungen 
ermöglicht Flexibilität und Anpassbarkeit der Gesprächsführung; Rückfragen können ge-
stellt werden. Dadurch wird eine uneingeschränkt höhere Informationsbreite und -tiefe 
erzielt, während die systematisierte Struktur des Leitfadens einen Orientierungsrahmen 
für das Gespräch bietet und die Vergleichbarkeit von Sichtweisen ermöglicht.  
Die Themenschwerpunkte des Leitfadens wurden mit der Steuerungsgruppe abge-
stimmt. Sie orientieren sich einerseits an den Herausforderungen und strategischen Zie-
len der integrierten, strategischen Sozialplanung 2023 1, und andererseits an verschie-
denen Dimensionen des Lebenslagenansatzes, der im Rahmen des Zweiten Lebensla-
genberichts berücksichtigt wird, den das ISG zurzeit im Auftrag der Stadt Köln erstellt . 
Im nächsten Abschnitt soll der Leitfaden unter den folgenden Gesichtspunkten bewertet 
werden: Thematische Relevanz für die Lebenswelt der Interviewpersonen, inhaltliche 
Beantwortbarkeit der Fragen,  Umfang und thematische Dichte sowie Verständlichkeit 
und sprachliche Gestaltung. 
Der Leitfaden bestand aus verschiedenen Themenblöcken, die die unterschiedlichen 
Bereiche der Lebenslage betreffen. Einigen Themenblöcken oder Fragen waren  Filter-
fragen vorangestellt. Sie ermöglichen die Anpassung der  Fragen an Subgruppen und 
Lebenssituationen, zum Beispiel Eltern jüngerer Kinder oder Senior*innen.  
Hinsichtlich des Themenbereichs frühkindliche Betreuung und schulische Bildung be-
richteten die Elternteile mehrheitlich detailliert über ihre Erfahrungen mit Kindergärten 
und Schulen, einschließlich der Betreuungssituation, der Erreichbarkeit, der Qualität des 
Unterrichts und der Unterstützung durch Lehrer*innen und Erzieher*innen. Während der 
Beantwortung der Fragen schienen die Elternteile emotional involviert zu sein. Konkrete 
Fragen zu einzelnen Aspekten der Kinderbetreuung und des Schulsystems sowie Rück-
fragen konnten durch die überwiegende Mehrheit gut beantwortet werden.  
Die Fragen zur beruflichen Bildung und beruflichen Situation waren für die meisten In-
terviewpersonen gut beantwortbar, wenn sie sich auf ihre Biografien oder persönliche 
Erfahrungen bezogen. Interviewpersonen mit einer aktuellen oder früheren Erwerbstä-
tigkeit konnten detailliert über ihre berufliche Laufbahn, ihre Ausbildung und ihre Arbeits-
bedingungen berichten. Nicht erwerbstätige Interviewpersonen konnten Gründe wie 
auch Wünsche und Anliegen nachvollziehbar erläutern. Viele Interviewpersonen nann-
ten Schwierigkeiten und Lösungsansätze, wenn Fragen in Bezug auf Jugendliche und 
 
1 Siehe Stadt Köln: Strategische Sozialplanung – Herausforderungen und Ziele

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
17 
junge Erwachsene mit erschwertem Zugang zu Bildung und Arbeit gestellt wurden. Ge-
naue Schilderungen erfolgten allerdings durch bildungsnähere Interviewpersonen.. 
Die Fragen zur materiellen Lebenslage waren für die Interviewpersonen ebenfalls gut 
beantwortbar. Die Interviewpersonen nannten Einkommensquellen, einschließlich ihrer 
in Anspruch genommenen Transferleistungen , ihrer Auskömmlichkeit und ihrer Zufrie-
denheit mit ihrer finanziellen Situation. Trotz der hohen Sensibilität des Themenbereichs 
zeigten sich die Interviewpersonen diesbezüglich offen. Schwierigkeiten traten bei Fra-
gen nach konkreten Unterstützungsangeboten und deren Wirksamkeit auf, da einzelne 
Interviewpersonen dazu nur begrenzte Kenntnisse hatten. Allerdings gilt dies als Er-
kenntnis der Studie: Vermutlich weisen einige Bürger*innen ein Informationsdefizit be-
züglich der niederschwelligen Beratungsangebote vor Ort auf.  
Die größte Differenz zwischen Themenrelevanz und Beantwortbarkeit ist wahrscheinlich 
innerhalb des Kultur-, Sport- und Freizeitbereichs festzustellen. Erneut waren die Fragen 
leicht zu beantworten, wenn sie sich auf den Alltag der Interviewpersonen bezogen. 
Schwieriger wurde es für Interviewpersonen mit erschwertem Zugang zur deutschen 
Sprache, wenn Beschreibungen gewünschter Angebote gefragt waren. Ähnlich verhielt 
es sich mit dem Kulturbegriff, der im Vergleich zu anderen Begriffen weniger konkret 
erfasst werden kann. Wurden einige Beispiele zu dessen Erläuterung genannt, wurden 
diese als Ankerheuristik zur Beantwortung der Frage verwendet. Die Interviewpersonen 
lieferten Hinweise auf lokale Kultur-, Sport- und / oder Freizeitangebote. Wünsche wirk-
ten dringlich, was auf eine hohe Präsenz der Anliegen deutet. Daher sollten alle Subthe-
men – einschließlich der kulturellen Angebote – auch künftig beleuchtet werden. 
Der Themenbereich Politik und Engagement wird als komplexester Themenbereich be-
wertet, zieht man die Reaktionen der Interviewpersonen heran. Für einige Interviewper-
sonen war der Themenbereich wichtig. Sie nannten politische Themen, die ihnen „ am 
Herzen“ lagen und gaben lösungsorientierte Antworten, wenn sie nach der Interessens-
förderung gefragt wurden. Allerdings waren auch für Interessierte bzw. Engagierte Fra-
gen dieses Themenbereichs komplexer, vergleicht man sie mit solchen aus den Berei-
chen Freizeit und Wohnen. Für Interviewpersonen mit nichtdeutscher Staatsbürger-
schaft waren die Fragen bezüglich ihrer Wahlbeteiligung nicht relevant, wenngleich die 
Bereitschaft oder der Wunsch nach einer Wahlbeteiligung existieren kann, so ging es 
aus einem Interview hervor. Fragen danach, warum kein Interesse an der (Kommunal-) 
Politik vorhanden ist oder was benötigt wird, um es zu wecken, scheinen nur schwer 
beantwortbar zu sein. Mögliche Begründungen können tatsächliches Desinteresse,  er-
schöpfende Lebenssituationen, Unklarheit über den politischen Gehalt alltäglicher The-
men oder eine zu offene Frageformulierung sein. Da vor allem Nichtinteressierte valide 
Hinweise über die Möglichkeiten ihrer Interessenförderung liefern können und der The-
menbereich für einige Bürger*innen abstrakt zu sein scheint,  sollten künftige Studien 
diesen Themenbereich differenzierter untersuchen. Um den Rahmen der Interviews 
nicht zu sprengen, sollte dann jedoch der Forschungsgegenstand eingegrenzt  werden

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
18 
(z. B. Förderung der politischen Teilhabe anstelle von Förderung der sozialen Teilhabe 
insgesamt).  
Ursprünglich an Senior*innen adressiert, wurden die Fragen zum Thema Gesundheit 
nach Empfehlungen der Fokusgruppenteilnehmenden in Meschenich/Rondorf im Verlauf 
der Feldphase auch an Personen in jüngeren Altersgruppen gestellt. Insgesamt waren 
Fragen zum eigenen Gesundheitszustand gut beantwortbar. Fragen in Bezug auf die 
Pflege im Alter variierten in ihrer Beantwortbarkeit, da sich nicht alle Senior*innen zuvor 
mit diesem Thema befasst hatten. Da der gesundheitliche Zustand maßgeblich für die 
Teilhabe in anderen Lebensbereichen ist – dies wurde auch im Zuge der Interviews ver-
deutlicht – sollte dieser Themenbereich in künftigen Untersuchungen beleuchtet werden. 
Die Fragen des Themenbereichs Wohnen hatten für die überwiegende Mehrheit der In-
terviewpersonen eine hohe Relevanz. Dies zeigt sich in detaillierten, ausführlichen und 
oft emotional geprägten Antworten, zum Beispiel in Bezug auf Themen wie Infrastruktur, 
Wohnungssuche oder Sicherheitsgefühl im Wohngebiet.  
Die Interviewleitfäden beleuchten wesentliche Dimensionen der Lebenslage, entspre-
chend enthalten die Interviews eine hohe thematische Dichte. Eine offene und flexible 
Gesprächsführung ermöglichte es den Interviewpersonen, ausführlich über ihre Erfah-
rungen zu berichten und ihnen wichtige oder komplexe Themen zu vertiefen, wie bei-
spielsweise die wahrgenommenen Herausforderungen bei der Kinderbetreuung und 
Kitaplatzsuche sowie Erfahrungen mit Diskriminierung am Arbeitsplatz. Der Einbezug 
verschiedener Personengruppen ermöglicht verschiedene Perspektiven auf die Situation 
in den Sozialraumgebieten.  
Da gesellschaftliche Teilhabe verschiedene Lebensbereiche umfasst, ist die Berücksich-
tigung aller relevanten Dimensionen notwendig. Jedoch kann eine zu lange Gesprächs-
dauer zu Ermüdungseffekten führen. Eine mögliche Lösung könnten dimensions-
zentrierte Interviews sein. Ein solches Vorgehen wurde zum Beispiel im Rahmen der 
Untersuchung der kulturellen Teilhabe von und mit Menschen mit Behinderungen in Köln 
im Rahmen des Zweiten Kölner Lebenslagenberichts angewandt. 
Sind Fragen unklar oder sprachlich schwer verständlich, können sie womöglich nicht 
vollständig erfasst werden. Dies führt zu nichtgewünschten Informationen, was die Vali-
dität der Erhebung senkt und die Dauer der Erhebung erhöht. Eine zu akademische oder 
abstrakte Sprache kann abschreckend wirken, wohingegen niederschwellige Formulie-
rungen die Inklusivität im Forschungsprozess erhöhen. Letztlich ist Sprache zentral im 
Hinblick auf die Gesprächsatmosphäre. Sie beeinflusst, wie viel Offenheit und Vertrauen 
Interviewpersonen den Interviewer*innen entgegenbringen können. Obwohl die Inter-
viewfragen größtenteils in einfacher und alltagsnaher Sprache formuliert waren, zeigen 
sich in manchen Interviews Hinweise darauf, dass die Wortwahl und Frageform optimiert 
werden kann.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
19 
Einige Interviewpersonen baten darum, Fragen zu wiederholen oder umzuformulieren.  
Dies deutet auf Verständnisschwierigkeiten hin, die nur selten explizit geäußert wurden. 
In Einzelfällen konnten Fragen auch nach wiederholten Rückfragen nicht beantwortet 
werden. Dies betrifft die Fragen danach, wie das politische Interesse der Bürger*innen 
gestärkt werden kann, ob eine Vereinsmitgliedschaft besteht, welche Unterstützung Ju-
gendliche bei der Suche nach Arbeit bräuchten und ob Unterstützungsangebote im Be-
reich Bildung oder Finanzen in Anspruch genommen werden.  
Hypothetische Fragen, zum Beispiel, in welchen Bereichen sich die Interviewpersonen 
vorstellen könnten, sich zu engagieren, warfen bei einigen Interviewten Unsicherheiten 
auf, was auf zu abstrakte Fragestellungen zurückzuführen sein könnte. Dies betrifft auch 
eine Interviewperson mit sehr guten Deutschkenntnissen, was daher nicht (ausschließ-
lich) auf Sprachkenntnisse zurückzuführen ist. 
Insgesamt ist daher zu empfehlen, Fragen möglichst kurz und präzise zu formulieren, 
hypothetische Fragen zu vermeiden und stattdessen solche Fragen zu stellen, die die 
Biografien und Erfahrungen der Interviewpersonen adressieren. Wird die Komplexität 
der Fragen wesentlich gesenkt, ist jedoch mit Informationsverlusten zu rechnen. Daher  
sind Nutzen und Kosten komplexerer Fragen abzuwägen, da Verständnisschwierigkei-
ten nur vereinzelt auftraten.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
20 
5. Onlinebefragung 
Das Kapitel im Überblick 
Akquise der Teilnehmenden: Alle Bürger*innen der Sozialraumgebiete hatten  im 
Zeitraum vom 14.04.2024 bis zum 28.05.2025  Zugriff auf die Onlinebefragung. Zu 
den Akquise-Wegen zählten die Bewerbung der Befragung über Sozialraumkoordi-
nator*innen und Multiplikator*innen. Zusätzlich wurden Flyer und Plakate in den So-
zialraumgebieten verteilt und über Instagram und die Webseite der Sozialraumkoor-
dinator*innen geteilt. In Höhenhaus/Dünnwald waren Flyer -Einwürfe erfolgreich, in 
Meschenich/Rondorf ein begleitetes Ausfüllen der Onlineb efragung. Die Akquise 
über Sozialraumkoordinator*innen und Multiplikator*innen war in dieser Studie der 
erfolgreichste Akquise-Weg. Die Auslage der Flyer und Plakate an Orten des alltäg-
lichen Lebens könnte die Erreichbarkeit erhöhen . Personalisierte Einladungen und 
die persönliche Übergabe von Flyern oder Einladungen könnten diesbezüglich ziel-
führend, allerdings auch sehr aufwändig sein.  
Rahmenbedingungen: Die Onlinebefragung konnte auf Deutsch, Englisch, Franzö-
sisch, Rumänisch, Arabisch und Türkisch durchgeführt werden . Von einer fremd-
sprachlichen Befragungsversion machten insgesamt acht Personen Gebrauch. Wer-
den Nutzen und Kosten abgewogen, wird empfohlen, die Sprachen auf Deutsch, 
Französisch, Türkisch und Arabisch zu reduzieren. Die Teilnahme über das Smart-
phone wurde bevorzugt. Im Mittel benötigten die Teilnehmenden rund 23 Minuten 
für die Beantwortung der Fragen, was der angestrebten Teilnahmedauer entspricht. 
Die Mehrheit gab ihre Daten für die Teilnahme an einer Verlosung bekannt. Für sie 
war die Incentivierung wahrscheinlich ein wichtiger Anreiz für die Teilnahme an der 
Befragung, was künftig berücksichtigt werden sollte. 
Bewertung des Erhebungsschritts: 59 Teilnehmende wohnen im Sozialraumge-
biet Höhenhaus/Dünnwald, 38 Personen wohnen in Meschenich/Rondorf. Überre-
präsentiert waren Frauen, höhere Bildungsniveaus, Einwohner*innen ohne interna-
tionale Familiengeschichte, deutsche Staatsbürger*innen und Haushalte mit Kin-
dern. Die Themenbereiche umfassten den Bereich Wohnen und die Haushaltsstruk-
tur; Sport, Kultur und Freizeit; Unterstützung und Beratung; Betreuung und Bildung 
der Kinder; Schulische und berufliche Bildung; Arbeit und wirtschaftliche Situation; 
Gesundheit; Hilfe- und Pflegebedarf; Engagement und Partizipation sowie Schutz 
der Persönlichkeit: Diskriminierung. 70 Prozent der Fragen wurden von mindestens 
80 Prozent der Teilnehmenden beantwortet. Mit einer Ausnahme wurden alle ge-
schlossenen Fragen von mindestens 50Prozent  der Teilnehmenden beantwortet. 
Die am häufigsten übersprungenen Fragen bezogen sich auf Beratung und Engage-
ment. Die Auskunftsbereitschaft war auch bei sensiblen Fragen hoch, Abbrüche ka-
men tendenziell eher zu Beginn der Befragung vor. Insgesamt wird das Erhebungs-
instrument als gut anwendbar bewertet.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
21 
5.1 Zugang zur Zielgruppe 
Die quantitative Befragung wurde als anonyme Onlineb efragung angelegt, auf die im 
Zeitraum vom 14.04.2024 bis zum 28.05.2025 zugegriffen werden konnte.  Dies ent-
spricht einer Feldzeit von etwa sechs Wochen. Zielgruppe der Befragung waren alle Bür-
ger*innen der Sozialraumgebiete Höhenhaus/Dünnwald und Meschenich/Rondorf . 
Diese wurden über verschiedene Wege erreicht. Im Folgenden werden die Akquise-Stra-
tegien beschrieben und reflektiert, um Rückschlüsse über den Erfolg der Strategien für 
künftige Untersuchungen zu ziehen. 
Zu den Strategien der Ansprache zähl ten die digitale und analoge Bewerbung der Be-
fragung über Sozialraumkoordinator*innen und Multiplikator*innen aus dem Sozialraum-
gebiet. Die Sozialraumkoordinator*innen nutzten Netzwerktreffen und bilaterale Gesprä-
che, um die Bekanntheit der Bürgerbefragung zu erhöhen. Mit einem vom ISG verfassten 
E-Mail-Entwurf baten die Sozialraumkoordinator*innen weitere Multiplikator*innen, die 
Onlinebefragung zu bewerben. Die Gruppe der Multiplikator*innen war sehr heterogen 
aufgestellt. Zu ihnen zählten beispielsweise Fach kräfte der Familienzentren, Kinderta-
gesstätten, religiösen Gemeinden, Jugendzentren und -hilfen, interkulturellen Dienste 
bzw. Zentren, Bürger*innenzentren, Schulen, Senior*innenvertretungen, Stadtteilcafés 
und Engagementbereiche.  
Als weitere Akquise- Strategie ist die Ansprache über deutsch- und englischsprachige 
Flyer und Plakate zu nennen, die das ISG gestaltete. Um den Zugang zur Onlinebefra-
gung zu erleichtern, wurde neben dem Link der Website auch ein QR-Code platziert, der 
bei dessen Einscannen mit dem Smartphone direkt zur Befragungsseite führte. Auf der 
Rückseite des Flyers waren weitere Informationen über den Teilnahmeschluss, Kontakt-
daten für etwaige Fragen, die angebotenen Sprachen sowie Informationen über die Ver-
losung der Incentives enthalten. Der Flyer und das Plakat wurden digital und analog 
verbreitet. Zum einen wurden sie als Beitrag (siehe Abbildung 5) und über die Story -
Funktion auf Instagram geteilt sowie auf der Webseite der Sozialraumkoordinator*innen 
veröffentlicht. Zum anderen wurden 1.750 Flyer sowie 20 Plakate
 gedruckt und innerhalb 
der Sozialraumgebiete verteilt. In Höhenhaus/Dünnwald erfolgte ergänzend ein Brief-
kasteneinwurf von 500 Flyer durch die Sozialraumkoordination. In Meschenich/Rondorf 
erfolgte ergänzend ein Briefkasteneinwurf von 250 Flyer durch das ISG. Die verbleiben-
den Flyer wurden durch die Sozialraumkoordinator*innen auf Veranstaltungen ausgelegt 
und an Multiplikator*innen überreicht, die das ISG bei der Bekanntmachung der Studie 
unterstützten. 
Schließlich wurden Incentives eingesetzt, um den Anreiz zur Teilnahme zu erhöhen. Ins-
gesamt wurden 50 Einkaufsgutscheine von Aldi, Netto, DM -Markt oder MediaMarkt mit 
einem Wert von jeweils 20 Euro verlost. Die Gewinner*innen der Verlosung durften 
selbst entscheiden, welchen Einkaufsgutschein sie erhalten wollten.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
22 
Abbildung 3: Instagram-Beitrag zur Onlinebefragung der Sozialraumkoordination 
Höhenhaus/Dünnwald 
 
Quelle: Sozialraumkoordination Höhenhaus/Dünnwald 
Bewertung der Akquise-Strategien 
Die Anzahl der Teilnehmenden, deren Fragebögen aufgrund einer ausreichenden Be-
antwortung berücksichtigt werden konnten, beträgt 161 Teilnehmende. Darunter nah-
men 97 Einwohner*innen aus den Sozialraumgebieten Höhenhaus/Dünnwald und 
Meschenich/Rondorf teil. Im Folgenden sollen die Akquise-Strategien analysiert werden, 
um künftig mehr Teilnehmende zu erreichen.  
Am 09. Mai wurden 250 Flyer am Kölnberg verteilt. Laut Fokusgruppenteilnehmenden 
und einigen Bürger*innen der Einzelinterviews leben insbesondere am Kölnberg ver-
mehrt Menschen, die in ihrem Alltag häufig mit Herausforderungen konfrontiert sind. Ent-
sprechend war der Flyer-Einwurf wenig erfolgreich, was auf die Lebenssituation der Bür-
ger*innen zurückzuführen sein könnte, die häufig mit der Sicherung ihrer Grundbedürf-
nisse zu kämpfen haben. Auch Institutionenferne und damit verbundene Skepsis gegen-
über einer von der Stadt Köln und einem Forschungsinstitut initiierten Befragung können 
hier eine Rolle gespielt haben.  
Am 15. April wurden Flyer im Sozialraumgebiet Höhenhaus/Dünnwald verteilt. Abbildung 
7 ist zu entnehmen, dass die Teilnehmendenzahl insbesondere an diesem Tag und an 
den beiden Folgetagen anstieg. Weitere Flyer wurden der Sozialraumkoordination am

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
23 
15. Mai zugestellt. In Folge konnte aber kein erneuter Anstieg der Teilnehmendenzahl 
beobachtet werden, der auf die Briefkasteneinwürfe zurückzuführen ist.  
Die Akquise über Multiplikator*innen wird in dieser Studie als der vermutlich erfolg-
reichste Akquise-Weg beurteilt. Nach Rücksprache mit den Sozialraumkoordinator*in-
nen sind die in Abbildung 7 erkennbaren Teilnahme-Peaks auf die folgenden Interven-
tionen zurückzuführen: Erstens bat en die Sozialraumkoordinator*innen ihre zentralen 
Einrichtungen im Sozialraumgebiet in einer Rundmail um die Bewerbung der Umfrage. 
Dies führte unter anderem dazu, dass eine Schulleitung die Umfrage über einen Verteiler 
an rund 250 Familien weiterleitete. Aber auch andere Einrichtungen werden laut Sozial-
raumkoordination vermutlich erneut ihre Adressat*innen auf die Umfrage hingewiesen 
haben. Zweitens veröffentlichte eine Sozialraumkoordination an diesem Tag ihren regel-
mäßig erscheinenden Newsletter, in dem die Umfrage mit einer Verlinkung enthalten 
war. Drittens fand ein durch die Sozialraumkoordination begleitetes Ausfüllen der On-
linebefragung mit Senior*innen statt. Berichten zufolge könne dies den Teilnahmean-
stieg gegen Ende April erklären. Viertens  wurden erneut Flyer verteilt. In Höhenhaus 
wurden diese beispielsweise in einer Unterkunft an Menschen mit Fluchterfahrung ver-
teilt.  
Die Bewerbung der Onlineb efragung über Instagram scheint erfolgreich zu sein: Rund 
10 Prozent der Follower*innen beantworteten die Befragung. Das Teilen der Flyer über 
Online-Webseiten kann nicht objektiv bewertet werden. Um den Erfolg zu messen, 
könnte zukünftig das Klickverhalten analysiert werden. 
Abbildung 4: Anzahl der Teilnahmen im Zeitverlauf 
  
Quelle: ISG 
Damit sich Bürger*innen stärker angesprochen fühlen, könnten personalisierte Einladun-
gen zielführend sein. Dies wurde beispielsweise im Rahmen der Strukturdatenerhebung 
der Stadt Köln (2023) umgesetzt, wo 127.000 Befragungspersonen im Rahmen einer 
Zufallsstichprobe gezogen wurden und via postalischen  Einladungsschreiben gebeten 
0
5
10
15
20
25
30
14.4
16.4
18.4
20.4
22.4
24.4
26.4
28.4
30.4
2.5
4.5
6.5
8.5
10.5
12.5
14.5
16.5
18.5
20.5
22.5
24.5
26.5
28.5

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
24 
wurden, an der freiwilligen Online- Umfrage teilzunehmen. Allerdings ist der Zugriff auf 
Adressdaten aus Gründen des Datenschutzes eingeschränkt und erfordert die Mitwir-
kungen verschiedener Ämter und Institutionen. Eine Alternative könnte die persönliche 
Übergabe des Flyers oder einer Einladung sein, was Stein et al. (2025) im Rahmen eines 
Workshops mit Akteur*innen als Akquise-Strategie von Bürger*innen mit niedrigem Bil-
dungsniveau als potenziell erfolgreich identifizierten. Allerdings sind auch hiermit hohe 
zeitliche und personelle Kosten verbunden, was die Praktikabilität beeinträchtigen kann. 
Tabelle 2 zeigt eine Zusammenfassung der Akquise -Wege (Spalte 1), eine Bewertung 
der Akquise-Wege (Spalte 2) und Empfehlungen für künftige Erhebungen (Spalte 3).

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
25 
Tabelle 2 
Akquise-Strategie 
Bewertung  
Akquise-Weg Empfehlung für künftige Förderprogramme 
Bewerbung der Studie über Multiplikator*innen… 
…darunter Rundmails an zentrale  
Einrichtungen im Sozialraumgebiet  
Sehr erfolgreich - Bei Möglichkeit: Erweiterung der Empfänger*innen 
…darunter Teilen über Newsletter Sehr erfolgreich - Bei Möglichkeit: Erweiterung der Empfänger*innen 
…darunter direkte Übergabe von Flyern an Be-
wohner*innen von Unterkünften 
Eher erfolgreich - Erhöhung der Frequenz 
- Erweiterung auf weitere Unterkünfte und Angebote (z. B. Kurse) 
– hier scheint das Vertrauensverhältnis zwischen Bewohner*in 
bzw. Teilnehmende und Fachkraft von Vorteil zu sein 
…darunter Auslage der Flyer auf kulturellen Ver-
anstaltungen, hier: Konzert 
Erfolg eher  
gering 
- Auslage der Flyer und Plakate an Orten des alltäglichen Le-
bens, zum Beispiel Supermärkte, Discounter, Bäckereien, War-
tezimmer von Arztpraxen, Kitas, Schulen, Jugendzentren, Be-
ratungsstellen sowie Aushänge in und / oder an öffentlichen 
Verkehrsmitteln 
…darunter bilaterale Gespräche Erfolg unklar - Auch für künftige Förderprogramme empfohlen, da im bilatera-
len Gespräch Informationen detailliert vermittelt und Fragen di-
rekt beantwortet werden können

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
26 
Akquise-Strategie Bewertung  
Akquise-Weg Empfehlung für künftige Förderprogramme 
Flyer und Plakate Die Gestaltung 
der Flyer und 
Plakate ist an-
sprechend 
- Einfachheit der Sprache berücksichtigen 
- Einsatz von Grafiken und Farben 
- Incentive möglichst konkretisieren 
Briefkasteneinwürfe Erfolg abhängig 
vom Wohnge-
biet 
- Einwürfe unter der Woche 
- Personalisierte Einladungen, zum Beispiel mit Hilfe des Ein-
wohnermelderegisters 
- Persönliche Übergabe des Flyers oder einer Einladung 
Storys und Beitrag auf Instagram 
10 Prozent der 
Follower*innen 
nahmen teil 
- Direkt anklickbarer Link in die Postings

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
27 
5.2 Rahmenbedingungen 
Neben der zielgruppengerechten Ansprache sind gute Rahmenbedingungen nötig, um 
die Zielgruppe zu erreichen, sie zur Teilnahme zu motivieren und Abbrüche zu vermei-
den. Aus diesem Grund werden die Rahmenbedingungen der Onlinebefragung in die-
sem Kapitel reflektiert, sodass Rückschlüsse für künftige Untersuchungen gezogen wer-
den können. 
Riefen die erreichten Bürger*innen den Link oder QR -Code zur Onlinebefragung auf, 
konnten sie auf der ersten Seite der Onlinebefragung wählen, in welcher Sprache sie die 
diese durchführen wollten. Auf Empfehlung der Fokusgruppenteilnehmenden und Sozi-
alraumkoordinator*innen hin wurden neben Deutsch auch Englisch, Französisch, Rumä-
nisch, Arabisch und Türkisch angeboten. Sollten Teilnahmeinteressierte ihre Sprache 
nicht wiederfinden, konnten sie angeben, welche Sprache sie wünschten . Die Verfüg-
barkeit verschiedener Sprachen war wichtig, um den Zugang zur Befragung nieder-
schwellig zu gestalten. Allerdings machten davon nur acht  Personen Gebrauch: Eine 
Person führte die Onlinebefragung auf Französisch durch, eine auf Türkisch und sechs 
Personen auf Arabisch. Zwar ist die Anzahl der Personen gering, die eine nichtdeutsche 
Befragung vorzogen, allerdings könnte es sich hierbei um eine Gruppe von Bürger*innen 
handeln, die einen erschwerten Zugang zu verschiedenen Teilsystemen haben. Gerade 
für diese Bürger*innen sollte der Zugang zur Befragung erst recht vereinfacht werden. 
Werden Nutzen (Inklusivität , Niedrigschwelligkeit) und Kosten (hoher personeller Auf-
wand) abgewogen, wird daher empfohlen, die Sprachen auf die hier genutzten Sprachen 
zu reduzieren: Deutsch, Französisch, Türkisch und Arabisch.  
Um den Zugang zur Onlinebefragung auch für ältere Personen und solche mit einer ge-
ringen Medienkompetenz zu ermöglichen, konnte der Fragebogen auch in analoger 
Form angefordert werden. Dieses Angebot wurde nicht genutzt, alle Teilnehmenden 
nahmen online an der Befragung teil.  Darüber hinaus boten die Sozialraumkoordina-
tor*innen ein begleitetes Ausfüllen der Onlinebefragung in Meschenich/Rondorf an. Den 
Berichten zufolge war das Angebot erfolgreich. Sofern entsprechende Ressourcen vor-
handen sind, wird ein be gleitetes Ausfüllen der Onlinebefragung auch für künftige För-
derprogramme in Sozialraumgebieten empfohlen. 
Zu den Rahmenbedingungen zählt auch das verwendete Endgerät zur Teilnahme an der 
Onlinebefragung. In dieser Studie wurde die Teilnahme über das Smartphone bevorzugt 
(87 Prozent). Ein nur sehr geringer Anteil entschied sich für die Teilnahme über den 
Computer (13 Prozent). Dies sollte bei der Erstellung und Testung der Nutzerfreundlich-
keit von Onlinebefragungen dringend berücksichtigt werden. 
Im Mittel benötigten die Teilnehmenden rund 23 Minuten für die Beantwortung der Fra-
gen. Insgesamt lässt sich somit sagen, dass die angestrebte Teilnahmedauer von rund 
20 bis 25 Minuten erreicht werden konnte. Da der Fragebogen eine hohe Anzahl von

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
28 
Fragen aufweist, impliziert dies eine gute Beantwortbarkeit der Fragen insgesamt. Eine 
differenzierte Betrachtung der Fragen erfolgt im nächsten Kapitel (siehe Kapitel 5.3). 
Unter den 135 vollständigen Teilnahmen haben 74 Prozent der Teilnehmenden ihre Da-
ten für die Teilnahme an einer Verlosung bekanntgegeben. Für sie war die Incentivierung 
wahrscheinlich ein wichtiger Anreiz für die Teilnahme an der Befragung. Damit wird die 
Relevanz einer Incentivierung der Teilnahme an einer Onlinebefragung bestätigt, was 
auch in künftigen Befragungen Anwendung finden sollte, um die Teilnahmebereitschaft 
der Bürger*innen zu fördern. 
5.3 Erhebungsinstrument 
Insgesamt wurde die Befragung 565-mal aufgerufen. Von den 161 Teilnehmenden, die 
berücksichtigt werden konnten,  wohnen 59 Personen im Sozialraumgebiet Höhen-
haus/Dünnwald, was 0,5 Prozent der Einwohner*innen entspricht. Weitere 38 Personen 
wohnen in Meschenich/Rondorf, was 0,2 Prozent der Einwohner*innen entspricht. Diese 
setzen sich wie folgt zusammen : In beiden Gebieten war rund ein Drittel der Teilneh-
menden Frauen. Das Bildungsniveau war tendenziell hoch, beides ist typisch für Online-
befragungen. Einwohner*innen ohne internationale Familiengeschichte und deutsche 
Staatsbürger*innen waren überrepräsentiert. Einpersonenhaushalte waren unterreprä-
sentiert, wohingegen Haushalte mit Kindern stark überrepräsentiert waren. Die Quote 
der alleinerziehenden Teilnehmenden aus dem Sozialraumgebiet Höhenhaus/Dünnwald 
entsprach etwa der Quote der dort lebenden Alleinerziehenden . Alleinerziehende, die in 
Meschenich/Rondorf wohnen, waren hingegen überrepräsentiert. Dies wird im Hinblick 
auf die eingegrenzten Themenbereiche positiv bewertet, da den Lebenssituationen von 
Familien mit Kindern ein besonderes Erkenntnisinteresse galt . Auch wenn die Ergeb-
nisse dieser Studie nicht repräsentativ für die Bevölkerung der Sozialraumgebiete sind, 
liefern sie wertvolle Einblicke in die Sichtweisen und Erfahrungen einer Teilgruppe. 
Im Folgenden wird das eingesetzte Erhebungsinstrument der Onlinebefragung beschrie-
ben und anhand des Antwortverhaltens der Teilnehmenden hinsichtlich seiner Verständ-
lichkeit und seines Umfangs bewertet. Ziel ist es, Hinweise darüber zu gewinnen, welche 
Befragungsinhalte vorkommen sollten und wie die Weiterentwicklung des Erhebungsin-
struments erfolgen kann. So können die Erreichbarkeit der Zielgruppe erhöht, Abbruch-
quoten verringert und ein günstigeres Verhältnis von Bearbeitungsaufwand und Erkennt-
nisgewinn erreicht werden. 
Zu Beginn wurden die erreichten Bürger*innen gebeten, die von ihnen bevorzugte Spra-
che zur Bearbeitung der Onlinebefragung zu wählen. Nach einer knappen Begrüßung 
und Hinweisen über die Ziele der Onlinebefragung sowie die Vertraulichkeit ihrer Daten 
wurden Einstiegsfragen präsentiert. Hierzu zählten Fragen zum bewohnten Stadtteil und 
Wohngebiet sowie dem Geburtsjahr. Im Anschluss wurden Fragen zur Haushaltsstruktur 
gestellt. Der Reihenfolge nach folgten Fragen zu den Themenbereichen Freizeit, Sport 
und Kultur, Unterstützung und Beratung, Betreuung und Bildung der Kinder, schulische

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
29 
Bildung, berufliche Bildung, Arbeit und wirtschaftliche Situation, Gesundheit, Hilf e- und 
Pflegebedarf, Engagement und Partizipation sowie Schutz der Persönlichkeit: Diskrimi-
nierung. Zum Ende wurden soziodemografische Angaben zur Person erfasst.  
Um das Antwortverhalten zu analysieren, wurden die Antworten der 565 erreichten Bür-
ger*innen umkodiert: Wenn diese (mindestens) eine Antwort wählten oder offene Fragen 
beantworteten, wurde die Antwort als „ Frage beantwortet“ kodiert . Wurde ihnen die 
Frage aufgrund eines vorzeitigen Abbruchs oder der Filterführung nicht angezeigt, wurde 
die Antwort als „ Frage nicht gesehen“ kodiert und aus der Analyse ausgeschlossen . 
Wurde die Frage präsentiert, jedoch nicht beantwortet, wurde sie als „Frage übersprun-
gen“ kodiert. Je Frage wurde das Verhältnis der Anzahl der Antworten ins Verhältnis zur 
Anzahl der Enthaltungen gesetzt. Rund 70 Prozent der Fragen wurden von mindestens 
80 Prozent der Teilnehmenden beantwortet. Da sich das Antwortverhalten bei geschlos-
senen und offenen Fragen typischerweise unterscheidet, folgt im Weiteren eine differen-
zierte Bewertung. 
Werden nur geschlossene Fragen berücksichtigt, wurden 82 Prozent der entsprechen-
den Fragen beantwortet. Mit einer Ausnahme wurden alle geschlossenen Fragen von 
mindestens 50 Prozent der Teilnehmenden beantwortet. Die niedrigsten Antwortquoten 
verzeichnen Fragen in Bezug auf die Bildungs - und Erwerbsbiografien. Da teilweise 
Gründe für z. B.  Abbrüche und Unterstützungswünsche erfragt wurden, könnten diese  
Fragen schwer beantwortbar gewesen sein. Allerdings sind die Fallzahlen sehr niedrig, 
weshalb dies zufall sbedingt sein könnte. Die (absolut) am häufigsten übersprungenen 
Fragen bezogen sich auf die Bereiche, in denen die Teilnehmenden bereits Beratung in 
Anspruch genommen hatten, Bereiche, zu denen sie sich Unterstützung wünschten und 
Bereiche, in denen sie ein Engagement ausführ ten oder sich vorstellen könnten, eines 
auszuführen. Die Itemauswahl dieser Fragen war vielfältig und im Vergleich lang. Die im 
Vergleich hohe Lesedauer hat  womöglich dazu geführt, dass diese Fragen häufiger 
übersprungen wurden. Ein weiterer Erklärungsansatz könnte in einer geringer en Rele-
vanz für die Lebenswelten der Teilnehmenden liegen.  
Offene Fragen sind gute Indikatoren, um die Auskunft sbereitschaft der Teilnehmenden 
zu bewerten. Diese ist innerhalb dieser Stichprobe insgesamt eher hoch: Die Hälfte der 
offenen Fragen wurde von mindestens der Hälfte der Teilnehmenden beantwortet, de-
nen die jeweiligen Fragen präsentiert wurden. Einige Fragen fallen durch besonders 
häufige Rückmeldungen auf. Erfragt wurden in ihnen der Stadtteil, das Geburtsjahr, und 
die Haushaltsgröße. Diese Fragen haben gemeinsam, dass nur kurze Antworten erfor-
derlich waren. Auch Fragen, die die Möglichkeit für längere Antworten offen ließen, wur-
den häufig beantwortet. Diese bezogen sich darauf, wie die Stadt Köln die Teilnehmen-
den unterstützen könnt e, um ihr Leben und ihre Situation im Laufe des Jahres sowie 
kurzfristig zu verbessern, welche Sport-, Kultur- und anderen Angebote im Stadtteil ihrer 
Ansicht nach fehlen und für welche Themen sich die Teilnehmenden gemeinsam mit den 
Nachbarn einsetzen würden. Künftige Onlinebefragungen sollten diese Fragen aufneh-
men.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
30 
Die Frage nach der selbstzugeschriebenen Communityzugehörigkeit wurde am häufigs-
ten übersprungen, wobei immerhin etwa jede zehne Person eine Angabe tätigte.  Die 
verbleibenden Teilnehmenden fühlten sich womöglich zu keiner Community zugehörig, 
da offene Folgefragen teils häufig und teils ausführlich beantwortet wurden. „Sonstiges“-
Angaben wurden relativ selten getätigt. Letztere könnten in künftigen Onlinebefragungen 
reduziert werden. 
Positiv hervorzuheben ist die hohe Auskunft sbereitschaft der Teilnehmenden bezogen 
auf sensible Fragen. Fragen nach den soziodemografischen Hintergründen sowie etwa-
igen Diskriminierungserfahrungen führten zu nahezu keinen Befragungsabbrüchen, wo-
mit sie auch in künftigen Befragungen an entsprechender Position gut anwendbar sind.  
Die Mehrheit der Befragungsabbrüche ist innerhalb der ersten Fragen erfolgt . Techni-
sche Hürden wie lange Ladezeiten könnten je nach Zugang zum Netzwerk  einen Ab-
bruch herbeigeführt haben.  Möglicherweise riefen einige Bürger*innen die Befragung 
auch lediglich aus Neugierde auf. Möglich ist, dass Verständniss chwierigkeiten zu Be-
fragungsabbrüchen am Anfang geführt haben könnten. Allerdings wurden der Inhalt und 
die Wortwahl mehrfach geprüft, sonstige Hinweise auf  Verständnisprobleme sind nicht 
zu erkennen. Um dies zu prüfen, könnte vor Befragungsstart ein Pretest mit Personen 
durchgeführt werden, die einen niedrigen Bildungsstand haben und eine nichtdeutsche 
Erstsprache erlernten. 
Insgesamt scheint das Erhebungsinstrument gut geeignet zu sein, um Wünsche und 
Sichtweisen der Bürger*innen hinsichtlich der Problemlagen im Sozialraumgebiet zu er-
fassen. Die Fragen scheinen verständlich und relevant für die Lebenssituationen der 
Bürger*innen zu sein. Dies geht hervor aus guten bis sehr guten Antwortquoten auf ge-
schlossene sowie offene Fragen und aus einer hohen Bereitschaft, Angaben zu sensib-
len Themen zu tätigen.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
31 
6. Kurzzusammenfassung der Ergebnisse 
6.1 Sozialraumgebiet Höhenhaus/Dünnwald 
Lebenssituation im Sozialraumgebiet 
Die Stadtteile Höhenhaus und Dünnwald befinden sich im Bezirk Mülheim. Die Beson-
derheit dieses Sozialraumgebiets ist, dass es nur einen Teil der beiden Stadtteile um-
fasst. Im Sozialraumgebiet lebten im Jahr 2022 11.540 Personen. Der Anteil der Kinder 
und Jugendlichen ist im Sozialraumgebiet mit 23 Prozenthöher als im gesamtstädtischen 
Durchschnitt (16%; 2022), der Anteil der älteren Menschen ab 80 Jahren ist vergleichbar 
(6%). Mehr als die Hälfte der Bevölkerung des Sozialraumgebiets weist eine internatio-
nale Familiengeschichte auf, in der gesamten Stadt K öln sind es 42  Prozent. Bei den 
Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren liegt der Anteil mit internationaler Familien-
geschichte bei 66%, im stadtweiten Durchschnitt bei 60 Prozent. Die Familienstrukturen 
zeigen einen erhöhten Anteil von Alleinerziehendenhaushalten (SRG: 31%, Stadt Köln: 
23%). Die SGB II-Quote ist mit 26 Prozent doppelt so hoch als die der Stadt Köln insge-
samt (13%). Dementsprechend ist auch die SGB II -Quote unter den Kindern (0 bis 14 
Jahre) mit knapp 40 Prozent  weitaus höher als im gesamtstädtischen Durchschnitt 
(21%). Auch der Anteil der Personen, die Leistungen zur Grundsicherung im Alter bezie-
hen, ist im Sozialraumgebiet etwas höher als in der gesamten Stadt (SRG: 12%, Stadt 
Köln 9%). 
Die in den soziodemografischen Daten erkennbaren Herausforderungen werden auch 
durch die teilnehmenden Akteur*innen der Fokusgruppe beschrieben: Als häufige Be-
lastungen nennen sie Armut, psychische Erkrankungen, Arbeitslosigkeit, Fluchterfah-
rung, Rassismus und das Alleinerziehen. 
Aus den Interviews wird ersichtlich, dass finanzielle Hürden häufig ein Problem darstel-
len. Hohe Miet - und Lebenshaltungskosten sowie die Finanzierung von Ausbildungen 
werden als Belastungen genannt. Dies kann auch zur eingeschränkten Teilhabe an ver-
schiedenen Angeboten führen.  
Die Ergebnisse der verschiedenen Erhebungsschritte werden im Folgenden den in der 
Sozialraumgebietsanalyse herausgearbeiteten Herausforderungen zugeordnet. 
Herausforderung: Mehr Bildungsgerechtigkeit für Kinder und Jugendliche 
aus einkommensschwachen, benachteiligten Familien 
Frühkindliche Bildung in der Kita 
Den Kindertageseinrichtungen kommt als erste außerfamiliale Bildungsinstitution eine 
wesentliche Rolle zu. Zum einen sind positive Effekte auf die kindliche Entwicklung fest-
zustellen, zum anderen ermöglicht die Kinderbetreuung, einer Erwerbstätigkeit nachzu-
gehen. In der Fokusgruppe wurde ein Mangel an Kita-Plätzen im Sozialraumgebiet fest-
gestellt. Daraus resultieren Schwierigkeiten für Frauen bei der Vereinbarkeit von Familie

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
32 
und Beruf. Auch die Interviewpersonen sehen einen Platzmangel und heben die indivi-
duellen Auswirkungen auf den Familienalltag hervor. In der Onlinebefragung zeigt sich 
jedoch eine hohe Zufriedenheit mit dem Angebot an Kitas. 
Offene Ganztagsschule 
Nach Ansicht der Akteur*innen im Sozialraumgebiet fehlen auch weitere Plätze der of-
fenen Ganztagsbetreuung. Einige Interviewpersonen wünschen eine stärkere individu-
elle Förderung der Kinder in der Schule und zusätzliche Hausaufgabenbetreuung. Die 
Bedeutung von Sprachförderung für Kinder wird von den Interviewten hervorgehoben, 
ebenso wie die Notwendigkeit, die Eltern in den Sprachunterricht einzubeziehen.  
Niedrigschwellige Bildungsangebote 
Auch nach Einschätzung einiger Teilnehmenden der Fokusgruppe herrscht ein Mangel 
an niedrigschwelligen Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche, darunter fallen 
Hausaufgabenhilfe und Nachhilfe. Auch wenn es in Höhenhaus und Dünnwald Jugend-
zentren gebe, reichten deren Kapazitäten oft nicht aus, um alle Kinder und Jugendliche 
mit Hilfebedarfen im Sozialraumgebiet zu erreichen. 
Herausforderung: Berufliche Chancen insbesondere für junge Erwach-
sene mit internationaler Familiengeschichte verbessern 
Ergebnisse der Interviews machen die Schwierigkeiten junger Erwachsener beim Be-
rufseinstieg deutlich. Eine prekäre finanzielle Situation kann dazu führen, dass ein 
schneller Berufseinstieg einem längeren Bildungsweg vorgezogen wird.  Fehlende Be-
rufsorientierung, Angst vor Misserfolg und Diskriminierungserfahrungen werden als zu-
sätzliche Hürden genannt . Der Bedarf an niedrigschwelliger Berufsberatung, Bewer-
bungscoachings und Praktika wird deutlich. In der Onlinebefragung wurde angegeben, 
dass die durch die Schule erhaltene Unterstützung nicht als hilfreich bei der Suche nach 
einer Ausbildung empfunden wurde.  Hilfreich war eher informelle Unterstützung durch 
Freund*innen und Familie. Auch die Unterstützung durch Jobcenter und Agentur für Ar-
beit wurde teilweise positiv bewertet.2  
Einzelne Interviewpersonen sind überqualifiziert oder haben Schwierigkeiten bei der An-
erkennung ausländischer Abschlüsse. Die Teilnehmenden der Fokusgruppe weisen 
auch auf die bedeutende Rolle von verlässlicher Kinderbetreuung im Hinblick auf die 
Arbeitsmarktintegration hin. 
  
 
2  Hier handelt es sich um sehr geringe Fallzahlen, da die entsprechende Frage nur eine 
Teilgruppe betraf.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
33 
Herausforderungen:  
Familien- und Kinderarmut abbauen – Mehrfach belastete Lebenslagen 
durch abgestimmte Hilfen gezielt verbessern 
Teilhabechancen von Menschen mit internationaler Familiengeschichte 
fördern – Mehrfach belastete Lebenslagen durch abgestimmte Hilfen ge-
zielt verbessern 
Um Menschen in herausfordernden Lebenslagen zu unterstützen, sind zielgruppenge-
rechte und aufeinander abgestimmte Hilfen wichtig. Im Rahmen der Untersuchung wur-
den Hinweise auf einen Mangel an niederschwelligen Beratungsangeboten im Sozial-
raumgebiet sichtbar.  
Von den Akteur*innen aus dem Sozialraumgebiet wird die Bedeutung von möglichen 
Treffpunkten hervorgehoben. Zwar gebe es punktuell Möglichkeiten, wie beispielsweise 
den Nachbarschaftstreff und die Gemeinwesenarbeit, jedoch fehle es an Räumen zur 
Begegnung sowie zum Ausleben und zur Weiterentwicklung von Potenzialen.  Begeg-
nungsangebote, an denen verschiedenen Bevölkerungsgruppen zusammenkommen 
und sich austauschen können, seien wichtig. Hier wird der Bedarf an einem interkultu-
rellen Zentrum im Sozialraumgebiet gesehen. 
Die Jugendzentren werden als zentrales Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche 
beschrieben, das kostenlos zugänglich ist und insbesondere für Kinder aus Familien mit 
geringen finanziellen Mitteln attraktiv ist. Hier würden auch Jugendliche mit internationa-
ler Familiengeschichte erreicht. Allerdings gelinge es nicht, den Kontakt zu den Eltern 
aufzubauen. 
Nach Aussage der Teilnehmenden der Fokusgruppe gibt es neben dem arbeitsmarktak-
tivierenden Beratungsangebot des ABC -Höhenhaus kaum Beratungsstrukturen vor 
Ort. Zu den Beratungsangeboten, die von den Akteur*innen als sinnvoll erachtet werden, 
zählen: ein interkulturelles Zentrum, Migrationsberatung, Sozialberatung, Schuldnerbe-
ratung und Seniorenberatung. Die Fachkräfte stellen fest, dass sich die Familien häufig 
an die bereits bekannten Beratungsstellen wenden – auch wenn deren Beratungsauftrag 
keine Unterstützung zu den Themen vorsieht, zu denen die Familien Beratung benöti-
gen. Dies führe zu einer hohen Anfrage bei den ortsansässigen Beratungsstellen wie 
dem ABC Höhenhaus. Zwar bemühten sich die Beratungskräfte, die Anfragen zu bear-
beiten, jedoch könnten nicht alle Familien vollständig aufgefangen werden. Aus Gründen 
der Zuständigkeit werden diese Klient*innen an die thematisch passenden Beratungs-
stellen in anderen Stadtbezirken weiterverwiesen. Besonders bei Mobilitätsproblemen 
führe dies allerdings dazu, dass die Suche nach Hilfe häufig abgebrochen werde und 
keine Inanspruchnahme erfolge. Hierdurch verschärften sich belastete Lebenslagen. 
Die Interviews zeigen, dass zumindest ein Teil der Befragten bereits Zugang zu beste-
henden Angeboten hat . Im Rahmen der Onlinebefragung wurde deutlich, dass insbe-
sondere zu den Themenbereichen Familie und Erziehung sowie Schule und Betreuung

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
34 
bereits Beratung in Anspruch genommen wurde. Aber auch zum Thema Sozialleistun-
gen haben Befragte Informationsangebote genutzt. Ebenso wurden an dritter Stelle Be-
ratungs- und Unterstützungsangebote bei psychischen Problemen genannt. Aus den In-
terviews geht insbesondere ein Bedarf an Finanz - und Schuldnerberatung hervor. Die 
Teilnehmenden der Onlinebefragung wünschen sich darüber hinaus Unterstützung und 
Beratung bei psychischen Problemen und zum Themenbereich Pflege. 
Vielen Bürger*innen seien nach Einschätzung der Akteur*innen im Sozialraumgebiet die 
vorhandenen Unterstützungsangebote nicht bekannt. Besonders jene, die wirklich drin-
gend Hilfe benötigten, hätten große Schwierigkeiten, diese Angebote zu nutzen. Hinder-
nisse wie Sprachbarrieren und Kosten für den öffentlichen Nahverkehr erschwerten den 
Zugang zu den Beratungsstellen zusätzlich. 
Die Teilnehmenden der Fokusgruppe berichten, dass viele Angebote und Projekte nur 
zeitlich begrenzt finanziert sind. Wenn diese Förderungen dann ausliefen, müssten die 
Angebote wieder eingestellt oder neu aufgebaut werden. Das führe dazu, dass die Bür-
ger*innen keine Verlässlichkeit und Kontinuität in den Unterstützungsstrukturen erlebten. 
Zudem erschwere es den Aufbau von Vertrauen und Beziehungen zwischen Fachkräften 
und Zielgruppen, wenn die Ansprechpartner*innen ständig wechselten. Die Teilnehmen-
den betonen daher, dass eine nachhaltige Finanzierung der Beratungs - und Unterstüt-
zungsangebote wichtig sei, um den Bürger*innen dauerhafte Anlaufstellen bieten zu 
können. 
Herausforderung: Lebenslage älterer, insbesondere armutsgefährdeter, 
Menschen verbessern 
Die Gruppe der Senior*innen (mit internationaler Familiengeschichte) wird von den Ak-
teur*innen aus dem Sozialraumgebiet als besonders schwer erreichbar beschrieben, so-
wohl im Bereich der Sportangebote als auch in Begegnungsangeboten. Auch wenn es 
bereits Strukturen wie Begegnungs -Cafés gebe, sei es schwierig, Senior*innen regel-
mäßig anzusprechen und für Projekte zu gewinnen. Der Zugang zu Informationen und 
die Teilnahme an Angeboten stellten eine große Herausforderung dar. Dies betreffe je-
doch nicht nur Senior*innen mit internationaler Familiengeschichte, allgemein wüssten 
Senior*innen oft nicht, wie sie Hilfsangebote in Anspruch nehmen könnten. Der Zugang 
gelinge meist nur, wenn sie sich selbst engagierten. 
Herausforderung: Gesellschaftliche und politische Einbindung verbessern 
- ehrenamtliches Engagement und politisches Interesse der Stadtgesell-
schaft fördern 
Die Interviews zeigen ein bereits vorhandenes hohes Maß an ehrenamtlichem Enga-
gement bei einigen Befragten. Gleichzeitig werden aber auch Hürden angesprochen, 
die eine stärkere Beteiligung erschweren:  Mangel an Angeboten, fehlende finanzielle 
Mittel, unzureichende Bekanntheit der Angebote, Zeitmangel und mangelnde Motivation

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
35 
werden als Gründe genannt. Die Fokusgruppe betont die Notwendigkeit, das ehrenamt-
liche Engagement zu stärken, und schlägt Anreize, wie z. B. eine soziale Wertschätzung 
und eine stärkere Anerkennung vor. Ehrenamtliches Engagement sei besonders dann 
attraktiv, wenn die Beteiligten einen persönlichen Nutzen daraus ziehen könnten.  Die 
bereits engagierten Interviewpersonen sehen den positiven Nutzen insbesondere im 
Aufbau sozialer Kontakte und im Austausch mit Mitmenschen, in der Abwechslung vom 
Alltag und in der positiven Resonanz in Form von Dankbarkeit und Zufriedenheit der 
Teilnehmenden. Wichtig ist es aus Sicht der Akteur*innen im Sozialraumgebiet, bürokra-
tische Hürden  und starre Strukturen  abzubauen und niederschwellige Angebote zu 
schaffen. Es sollte leichter sein, sich punktuell und unbürokratisch zu engagieren, etwa 
durch spontane und flexible Beteiligungsmöglichkeiten. Ergebnisse der Onlinebefragung 
zeigen, dass die Bürger*innen sich insbesondere ein Engagement im sozialen Bereich 
vorstellen können. Hier  wird auch die Unterstützung von älteren Menschen genannt. 
Ebenso wäre für sie eine freiwillige Tätigkeit im Kindergarten oder in der Schule denkbar.  
Aus der Fokusgruppe geht hervor, dass zunächst Voraussetzungen geschaffen werden 
müssten, um das Interesse der Einwohner*innen an politischen und kommunalpo-
litischen Themen hervorrufen zu können. In den letzten Jahren seien nur wenige An-
gebote geschaffen worden, die die politische Bildung oder Mitbestimmung der Bevölke-
rung gefördert haben. Es mangele an offenen und zielgruppenübergreifenden Räumen, 
in denen die Bevölkerung ihre Interessen und Anliegen zu Lebenslage, Wohnumfeld und 
sozialem Zusammenleben einbringen könnte. Solche Räume könnten auch helfen, 
nachbarschaftliche Konflikte zu lösen und das Zusammenleben im Quartier zu stärken.  
Viele Bürger*innen kennen nach Einschätzung der Akteur*innen aus dem Sozialraum-
gebiet ihre Rechte (z. B. Arbeitsrecht, Anspruch auf Kinderbetreuung) und Pflichten 
nicht. Dieses Wissen sei jedoch notwendig, um sich aktiv in demokratische Prozesse 
oder kommunale Themen einzubringen.  Es fehlten Angebote, die die entsprechenden 
Informationen vermitteln. Aufgrund dessen wird eine stärkere politische Bildung, auch 
durch informelle Angebote, wie z. B. im Jugendzentrum, von verschiedenen Seiten an-
geregt. Informations- und Beteiligungsangebote sollten ausgebaut werden. Wenn Men-
schen ihre Rechte und Pflichten kennenlernen und umsetzen könnten, stärke das wie-
derum ihr Gefühl der Selbstwirksamkeit. Die Stärkung der Selbstwirksamkeit sei beson-
ders wichtig, denn oft fühlten sich die Menschen lediglich als Belastung wahrgenommen, 
anstatt als wertvoller Teil der Gemeinschaft. Dies schwäche wiederum ihr Interesse an 
politischer oder kommunaler Teilhabe. Insgesamt sehen die Akteur*innen die Möglich-
keiten der Mitwirkung und der Mitgestaltung als Querschnittsthema. Bereits bei den be-
stehenden Angeboten werden die Nutzer*innen in die Gestaltung eingebunden. 
Die überwiegende Mehrheit der Befragten der Onlinebefragung fühl t sich mit ihrem 
Stadtteil (sehr stark) verbunden. Nur einzelne Personen geben an, dass dies auf sie 
nicht zutrifft. Die Hälfte der Befragten könnte sich vorstellen, sich an Netzwerken in der 
Nachbarschaft zu beteiligen.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
36 
Herausforderung: Wohnen – Bedarfsgerechtes Wohnungsangebot verbes-
sern – Wohnen/Wohnumfeld attraktiver gestalten 
Mit der Wohngegend sind die meisten Befragten zufrieden. Große Unzufriedenheit zeigt 
sich hingegen bezüglich des Aussehens und der Sauberkeit der Wohngegend. Hier wün-
schen sich die Bürger*innen zum einen Unterstützung durch die Stadt Köln, zum ande-
ren sind sie bereit, sich mit Nachbar*innen hierfür z. B. bei Müllsammel-Aktionen ge-
meinsam einzusetzen. 
Im Rahmen der Fokusgruppe wurde deutlich, dass bezahlbarer Wohnraum im Sozial-
raumgebiet fehlt. In einigen Wohngebieten bestehe Renovierungsbedarf, während mo-
dernisierter Wohnraum häufig für Menschen in herausfordernden Lebenslagen nicht zu-
gänglich sei. Die befragten Bürger*innen sind mehrheitlich mit ihrer Wohnung zufrieden, 
bei einigen zeigt sich Unzufriedenheit z. B. aufgrund von hohen Mietkosten, Renovie-
rungsbedarf oder Lärmbelästigung. 
Deutlich wird die positive Bewertung der Nähe zur Natur und der große Anteil an Grün-
flächen im Wohngebiet.  
6.2 Sozialraumgebiet Meschenich/Rondorf 
Das Sozialraumgebiet Meschenich/Rondorf gehört zum Stadtbezirk Rodenkirchen. Die 
Wohngebiete des Sozialraumgebiets unterscheiden sich deutlich: Rondorf ist ein Stadt-
teil mit einem „dörflichen Charakter“. Auch Teile von Meschenich lassen einen „dörfli-
chen Charakter“ erkennen. Im starken Kontrast dazu steht die Hochhaussiedlung „Am 
Kölnberg“, hier leben viele Bürger*innen in herausfordernden Lebenslagen. 
Im Sozialraumgebiet wohnen insgesamt 17.082 Menschen (2022) In Rondorf leben et-
was mehr Personen ab 80 Jahren (7%), während in Meschenich weniger Menschen die-
ses Alters leben (4%) als im Kölner Durchschnitt (6%). Der Anteil der Einwohner*innen 
mit internationaler Familiengeschichte ist in Meschenich mit 66% deutlich höher und in 
Rondorf mit 32  Prozent deutlich niedriger als auf Stadtebene (42%). Besonders unter 
den unter 18-Jährigen fällt dieser Anteil mit über 80 Prozent in Meschenich überdurch-
schnittlich hoch und in Rondorf mit 50 Prozent niedriger aus als der Kölner Durchschnitt 
(60%). 
Der Anteil der Haushalte mit Kindern liegt in Meschenich mit knapp 30 Prozent deutlich 
über dem Durchschnitt der gesamten Stadt (18%); der Anteil an Alleinerziehendenhaus-
halten ist mit knapp 20 Prozent jedoch etwas geringer (Rondorf: 22%; Stadt Köln: 23%).  
Die Arbeitslosigkeit in Meschenich ist mit einem Anteil von 18 Prozent mehr als doppelt 
so hoch als in Köln insgesamt (8%). In Rondorf liegt sie bei lediglich 5 Prozent. Auch die 
SGB II-Bezugsquote fällt in Meschenich mit 32  Prozent weitaus höher aus als in der 
Stadt insgesamt (13%), in Rondorf ist sie hingegen deutlich niedriger (6%). Dementspre-
chend ist der Anteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in einem SGB II -
Leistungen beziehenden Haushalt leben, in Meschenich mit 41  Prozent deutlich höher

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
37 
als im Kölner Durchschnitt (17%) und in Rondorf mit 9 Prozent geringer. Der Anteil an 
Senior*innen, die Leistungen zur Grundsicherung im Alter beziehen, liegt in Meschenich 
mit 11 Prozent über dem Kölner Durchschnitt von 9 Prozent, während er in Rondorf mit 
4 Prozent deutlich darunter liegt. 
Die Herausforderungen und Belastungen, auf die die statistischen Zahlen bereits hin-
weisen, wurden auch im Rahmen der Umsetzung des Förderprogramms erkennbar: Her-
ausforderungen, die sich für Alleinerziehende und Familien mit sehr vielen Kindern er-
geben, werden deutlich. Weitere Probleme, die die Lebenslage der Menschen im Sozi-
alraumgebiet betreffen, sind Erwerbslosigkeit, ein zu geringes Einkommen, sprachliche 
Barrieren sowie traumatische Erfahrungen durch Flucht und Migration. Außerdem wer-
den die Wohnverhältnisse im Wohnquartier am Kölnberg als sehr schlecht beschrieben. 
Teilweise sind die Wohnungen zu klein und weisen einen hohen Renovierungsbedarf 
auf. Bei der Wohnungssuche haben die Einwohner*innen aus Meschenich mit Vorurtei-
len und Diskriminierung zu kämpfen und werden bei der Suche benachteiligt. Nach Aus-
sage der Akteur*innen ist bei den Menschen in herausfordernden Lebenslagen aufgrund 
der beschriebenen Probleme eine besonders hohe Stressbelastung festzustellen, die 
sich auch auf die Kinder überträgt. Zu beachten ist, dass die genannten Herausforde-
rungen insbesondere die Lebenslage von Menschen im Wohngebiet am Kölnberg be-
treffen, die sich stark von der Lebenssituation der restlichen Bevölkerung im Sozialraum-
gebiet unterscheidet. 
Herausforderung: Startchancen verbessern – Gesundheit von Kindern 
und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien fördern 
Im Rahmen der Umsetzung des Förderprogramms wurde immer wieder auf die fehlende 
kinderärztliche Versorgung hingewiesen.
3 Der Mangel an dieser Versorgung hat gravie-
rende Folgen für die Familien und die Entwicklung der Kinder. Zum einen sind andere 
kinderärztliche Praxen ausgelastet und nehmen keine neuen Patient*innen auf (insbe-
sondere kinderreiche Familien), zum anderen gibt es Familien, die die Organisation einer 
neuen Kinderarztpraxis oder die weitere Anfahrt nicht bewältigen können. Vorsorgeun-
tersuchungen und Impfungen werden teilweise nicht mehr wahrgenommen, der Bedarf 
an weiterer Unterstützung oder Frühförderung kann so im Bedarfsfall nicht festgestellt 
werden, Rezepte für andere therapeutische Maßnahmen, wie Logopädie oder Ergothe-
rapie, werden nicht mehr ausgestellt. Des Weiteren ist es für die Familien belastend, in 
Krankheitsfällen keine*n Ansprechpartner*in zu haben. Auch in der Onlinebefragung 
wurde zum Ausdruck gebracht, dass die medizinische Versorgung nicht zufriedenstel-
lend ist und Allgemeinmediziner*innen und Fachärzt*innen im Sozialraumgebiet fehlen. 
 
3  Mittlerweile wurde ein Angebot in der THOMAS Begegnungsstätte eingerichtet. Hier bietet 
eine Kinderärztin einmal wöchentlich eine 3-stündige Sprechzeit an.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
38 
Herausforderung: Mehr Bildungsgerechtigkeit für Kinder und Jugendliche 
aus einkommensschwachen, benachteiligten Familien 
Frühkindliche Bildung in der Kita 
Wird keine Kindertagesstätte besucht, kann dies Auswirkungen auf die kindliche Ent-
wicklung und somit auf die Bildungsgerechtigkeit haben. Fehlende Kita- Plätze im Sozi-
alraumgebiet wurden von verschiedenen Beteiligten thematisiert. Zwar stünden nach 
Einschätzung der Akteur*innen im Sozialraumgebiet eigentlich mehr Betreuungsplätze 
in den Kindertagesstätten zur Verfügung, aber es fehle Personal, sodass nicht alle Plätze 
vergeben werden könnten. Die geschilderten Probleme führen dazu, dass Familien teil-
weise keine Möglichkeit haben, einen Betreuungsplatz für ihre Kinder zu erhalten, was 
Einfluss sowohl auf die Integration der Eltern in den Arbeitsmarkt aber auch auf die so-
ziale Integration der Kinder habe. Besonders bei zugezogenen Familien sei es schwierig, 
für Kinder im letzten Vorschuljahr einen Platz zu erhalten. Es komme häufig vor, dass 
Kinder eingeschult werden, die zuvor keine Kita besucht haben und kein Deutsch spre-
chen können. Die Teilnehmenden haben den Eindruck, dass besonders die Familien 
davon betroffen sind, die wenig integriert sind. 
Bildung in der Grundschule 
Die Teilnehmenden der Fokusgruppe berichten, dass es schon in der Grundschule häu-
fig zu Schulabsentismus kommt. Ein Grund liege in den oftmals fehlenden schulischen 
Erfahrungen der Eltern; es fehle ein grundlegendes Verständnis der bestehenden Schul-
pflicht und der Bildungsnotwendigkeit. Die Schulsozialarbeit informiert und sensibilisiert 
die Familien durch Elterngespräche. 
Offene Ganztagsschule 
Nach Einschätzung der Akteur*innen fehlen im Sozialraumgebiet Plätze der offenen 
Ganztagsschule. Eine Verbesserung der Situation sei nicht absehbar; eine Ausweitung 
des Platzangebots sei aufgrund von fehlenden Räumlichkeiten nicht möglich. Ausweich-
möglichkeiten, sofern Eltern keine Zusage einer OGS erhalten, bieten Jugendzentren 
und das Angebot „Satt & Schlau“, allerdings seien auch hier die Plätze begr enzt und 
schnell vergeben. Auch hier zeige sich die Problematik, dass besonders Kinder aus Fa-
milien in herausfordernden Lebenslagen keine Versorgung und Unterstützung erhalten, 
da sie nicht die Ressourcen aufweisen, um sich um einen Platz zu kümmern. 
Der Mangel an Kita- und OGS-Plätzen ist eine zentrale Herausforderung, die sich nicht 
nur negativ auf die kindliche Entwicklung und Bildung auswirken kann, sondern auch die 
Teilhabe am Arbeitsmarkt beeinträchtigt. Interviewpersonen berichten, dass ihnen be-
kannt ist, dass Frauen aufgrund fehlender Kinderbetreuung nicht an Deutschkursen teil-
nehmen können.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
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Herausforderung: Berufliche Chancen insbesondere für junge Erwach-
sene mit internationaler Familiengeschichte verbessern 
In den Interviews wurde angesprochen, dass die Angebote zur Berufsorientierung für 
Jugendliche und junge Erwachsene nicht ausreichend seien. Viele junge Menschen 
seien unsicher, was sie nach der Schule machen sollen, und würden sich daher wahllos 
auf Ausbildungen oder Jobs bewerben, ohne ihre Interessen und Fähigkeiten wirklich zu 
kennen. Darüber hinaus fehle es an Unterstützung beim Bewerbungsverfahren. Die vor-
handenen Unterstützungsangebote werden als sehr gut bewertet, seien jedoch ausge-
lastet. Der Aufbau einer frühzeitigen, umfassenden Berufsberatung, die niedrigschwellig 
gestaltet ist, wird von den Beteiligten gewünscht. 
Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass es in Meschenich selbst kaum Ausbil-
dungs- und Arbeitsplätze gebe. Aufgrund der nicht ausreichenden Verkehrsanbindung 
sei auch die Mobilität in andere Stadtbezirke für diejenigen ohne Führerschein oder Auto 
eingeschränkt. 
Herausforderungen:  
Familien- und Kinderarmut abbauen – Mehrfach belastete Lebenslagen 
durch abgestimmte Hilfen gezielt verbessern 
Teilhabechancen von Menschen mit internationaler Familiengeschichte 
fördern - Mehrfach belastete Lebenslagen durch abgestimmte Hilfen ge-
zielt verbessern 
Sprachförderung 
Es wird immer wieder thematisiert, wie wichtig das Erlernen der deutschen Sprache ist. 
Die an der Studie Beteiligten sehen bei vielen Einwohner*innen Sprachbarrieren und 
äußern den Wunsch nach mehr Sprachförderung. Dies betreffe sowohl Kinder und Ju-
gendliche als auch Erwachsene. Ein gutes Angebot an Freizeitaktivitäten und ausrei-
chende OGS-Plätze könnten dabei helfen, die Deutschkenntnisse zu verbessern.  
Allerdings sei es für manche Familien in herausfordernden Lebenslagen schwer, auch 
noch eine Fremdsprache zu erlernen, da die kognitiven Ressourcen oftmals für die Lö-
sung der täglichen Probleme benötigt werden. Von einigen wird auch ein Mangel an 
Angeboten für Integrations- oder Sprachkurse gesehen, da beispielsweise nicht allen 
Zielgruppen bedarfsgerechte Sprachkurse angeboten werden können (z. B. junge Müt-
ter). Selbst für freiwillige Ehrenamtliche, die niedrigschwellige Sprachangebote anbieten 
möchten, ergebe sich das Problem, dass kaum Räume zur Verfügung stehen, die ge-
nutzt werden könnten.  
Ein Ausbau der Angebote in diesem Bereich ist wichtig, da Sprachbarrieren die soziale 
Teilhabe und den Zugang zu Angeboten in verschiedenen Bereichen der Lebenslage 
erschweren.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
40 
Unterstützungs- und Beratungsangebote 
Nach Einschätzung der Akteur*innen im Sozialraumgebiet gibt es in Meschenich/Ron-
dorf ausreichend Beratungsangebote. Ein Problem wird eher dahingehend gesehen, 
dass die Menschen nicht wissen, dass eine differenzierte Beratungsstruktur existiert, in 
dem für verschiedene Problematiken unterschiedliche Stellen aufgesucht werden müs-
sen. Oftmals gingen die Betroffenen zu der beratenden Fachkraft, die sie bereits kennen 
und der sie vertrauen, um dort themenübergreifend alle Probleme zu klären. Die Bera-
ter*innen berichten, dass sie sich oftmals auch den anderen Themen annehmen, da sie 
feststellen, dass bei Verweis an andere Stellen die Ratsuchenden ihre Motivation verlie-
ren und die weiteren Stellen nicht mehr kontaktieren. 
Aus den Interviews und der Onlinebefragung geht hervor, dass den Einwohner*innen die 
Beratungsangebote vor Ort bekannt sind. Diese werden genutzt und auch geschätzt. Am 
häufigsten wurde angegeben, dass Beratung und Unterstützung zum Thema Familie 
und Erziehung sowie zur Inanspruchnahme von Sozialleistungen genutzt wurden. Zu-
sätzlich wünschen sich die befragten Bürger*innen weitere Angebote zur Berufswahl und 
Arbeitssuche, Angebote der Finanz- und Schuldnerberatung sowie Angebote zur Unter-
stützung bei der Wohnungssuche.  
Die Akteur*innen sind der Ansicht, dass ein niedrigschwelliges Angebot zur Bewältigung 
von Traumata aufgebaut werden sollte. Viele Bürger*innen müssen ihre gemachten Er-
fahrungen verarbeiten und benötigen Unterstützung bei der Bewältigung der Traumata. 
Die Traumata führen dazu, dass die Betroffenen nicht in der Lage sind, Lösungen für 
andere Probleme zu finden oder sich mit neuen Themen zu beschäftigen. 
Zusammenarbeit und Erreichbarkeit von Jobcenter und anderen Behörden 
Da die Bearbeitung der Anträge von Behörden oftmals ein Thema in den Beratungsstel-
len ist, wünschen sich die Teilnehmenden der Fokusgruppe, dass es wenigstens eine 
Beratungsstelle vom Jobcenter im Sozialraumgebiet geben würde, die dieses Thema 
abdeckt. Die Erreichbarkeit und Zugänge der Behörden (Jobcenter, Schulamt, Woh-
nungsamt etc.) habe sich generell verschlechtert. Diese Erfahrung machten die Ak-
teur*innen selbst auch in ihrer praktischen Unterstützungsarbeit mit den Menschen vor 
Ort. Regelmäßige Sprechzeiten der jeweiligen Ämter im Stadtteil seien wünschenswert 
und könnten eine deutliche Entlastung darstellen. 
Herausforderung: Lebenslage älterer, insbesondere armutsgefährdeter, 
Menschen verbessern 
Die interviewten Senior*innen wünschen sich mehr und speziell auf die Bedürfnisse äl-
terer Menschen zugeschnittene Angebote, beispielsweise angepasste Gesundheits- und 
Sportangebote. Diese sollten niedrigschwellig sein und die Senior*innen ihren Fähigkei-
ten entsprechend ansprechen.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
41 
Im Hinblick auf die Mobilität – insbesondere im Alter – wird ein Ausbau des öffentlichen 
Nahverkehrs gefordert; hier sei auch auf Barrierefreiheit zu achten. Die Barrierefreiheit 
müsse auch im öffentlichen Raum im Sozialraumgebiet ausgebaut werden, um den Zu-
gang von Personen mit Beeinträchtigungen zu allen wichtigen Einrichtungen zu ermög-
lichen.  
Herausforderung: Gesellschaftliche und politische Einbindung verbessern 
- ehrenamtliches Engagement und politisches Interesse der Stadtgesell-
schaft fördern 
Neben all den geschilderten Herausforderungen berichten die Akteur*innen der Fokus-
gruppe auch, dass es innerhalb mancher Nachbarschaften einen großen gesellschaftli-
chen Zusammenhalt gibt, der für die Menschen einen Grund darstellt, dort wohnen zu 
bleiben. Communitys, die sich über Jahre gebildet haben oder verwandtschaftliche 
Strukturen aufweisen, gäben den Menschen Sicherheit. Die kulturelle Vielfalt und die 
hohe Zahl von Kindern leisten nach Einschätzung der Akteur*innen einen Beitrag dazu, 
dass sich die Menschen wohlfühlen. Es gebe viele Möglichkeiten, Kontakte untereinan-
der zu knüpfen; aufgrund der zahlreichen Nationalitäten gebe es Anschlussmöglichkei-
ten an die eigene Community. Ein Projekt, das dieses Potential zur Verbesserung der 
beschriebenen Problemlagen genutzt hat, war das Projekt „Stadtteilmütter und - väter“. 
Dies verlief zwar erfolgreich, musste aus finanziellen Gründen jedoch eingestellt werden. 
Die Akteur*innen seien jederzeit bereit, wieder mitzuwirken und sprechen sich für eine 
Wiederaufnahme des Projekts aus. Dies wird auch im Rahmen der Interviews bestätigt. 
Auch in der Onlinebefragung zeigt sich eine große Zufriedenheit mit den Kontakten in 
der Nachbarschaft. Die gegenseitige Hilfe und Unterstützung werden positiv bewertet, 
ein Gefühl der Verbundenheit sowohl mit der Nachbarschaft als auch mit dem Stadtteil 
besteht. Die Hälfte der Teilnehmenden der Onlinebefragung würden sich gerne an Netz-
werken in der Nachbarschaft beteiligen, einzelne tun dies bereits. Themen, für die sie 
sich gemeinsam einsetzen würden, betreffen insbesondere das Aussehen des Wohnge-
biets und die Sauberkeit des Stadtteils. 
Sowohl die Akteur*innen im Sozialraumgebiet als auch die Interviewpersonen sehen ei-
nen Rückgang des regelmäßigen Engagements in der Gemeinschaft. Sprachbarrieren, 
herausfordernde Lebenssituationen, fehlende zeitliche Kapazitäten und Resignation ge-
genüber der Politik werden als Gründe genannt. In der Onlinebefragung geben die Bür-
ger*innen an, dass sie sich vorstellen könnten, sich ehrenamtlich im Kultur- und Musik-
bereich zu engagieren. Ebenso werden häufig die Bereiche Sport und Bewegung sowie 
der soziale Bereich angegeben. Dies trifft auch auf die interviewten Bürger*innen zu.  
Sowohl die Akteur*innen als auch die befragten Bürger*innen machen deutlich, dass das 
politische Interesse der Bevölkerung sowie ihre Mitwirkungsbereitschaft gestärkt werden 
könnte, wenn das Interesse der Politiker*innen am Sozialraumgebiet steigen würde. 
Wenn Bürger*innen sehen, dass ihre Anliegen aufgegriffen werden und Projekte zügig

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
42 
umgesetzt werden, erhöht dies ihr Interesse an Politik. Eine Verbesserung der Umge-
bung sei daher zentral, um das Vertrauen und die Motivation der Bürger*innen zu stär-
ken.  
Herausforderung: Wohnen – Bedarfsgerechtes Wohnungsangebot verbes-
sern – Wohnen/Wohnumfeld attraktiver gestalten 
Aufgrund der unterschiedlichen Wohngebiete im Sozialraumgebiet Meschenich/Rondorf 
ist hier zu differenzieren: Im Wohnquartier am Kölnberg sind die Wohnverhältnisse we-
niger gut als in den anderen Wohngebieten. Hier wohnt die Bevölkerung häufig in zu 
kleinen Wohnungen mit Renovierungsbedarf. Auch Schimmelbefall und Ungeziefer wer-
den thematisiert. Darüber hinaus werden Lärmbelästigung, Vandalismus und Diebstähle 
angesprochen. Auch in den Interviews und der Onlinebefragung bewerten die Befragten 
aus dem Kölnberg ihre Wohnung schlechter als die Einwohner*innen aus den anderen 
Wohngebieten.
4 In den anderen Wohngebieten zeigt sich eine recht hohe Zufriedenheit 
mit der eigenen Wohnung. Insgesamt ist ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum festzu-
stellen. Die Zufriedenheit mit der Wohngegend fällt geringer aus: Mehr als die Hälfte ist 
mit der Wohngegend nur teilweise zufrieden oder unzufrieden . Auch hier sind Unter-
schiede zwischen den Wohngebieten erkennbar. Unzufrieden sind die Befragten mit 
dem Aussehen und der Sauberkeit des Wohngebiets. 
Der öffentliche Nahverkehr wird von allen an der Studie Beteiligten als unzureichend 
empfunden: Es sei wichtig, dass die Anbindung an die Stadtbahn schnell umgesetzt 
werde. Des Weiteren gebe es zu wenige Busverbindungen, die eingesetzten Busse wür-
den zu selten fahren und seien somit häufig überfüllt. Dieses Thema ist relevant, da ein 
unzureichender öffentlicher Nahverkehr den Zugang zu Bildung, Arbeit und sozialen An-
geboten erschwert.  
An verschiedenen Stellen der Umsetzung des Förderprogramms wurde auf die Notwen-
digkeit hingewiesen, das negative Image des Sozialraumgebiets und insbesondere von 
Meschenich zu verbessern. Dabei sei es wichtig, dass die Bevölkerung im Stadtteil nicht 
dieses Image annehme, sondern ihr Wohngebiet positiv erlebe. 
 
4  Bei der Differenzierung nach Wohngebieten ist zu beachten, dass es sich um niedrige Fall-
zahlen handelt.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
43 
7. Anhang 
7.1 Auswertung Fokusgruppen 
Ergebnisse der Fokusgruppe zum Thema „Herausforderungen und Be-
darfe von Bürger*innen im Sozialraumgebiet Höhenhaus/Dünnwald“  
Die Stadt Köln hat das ISG Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH 
mit der Umsetzung des Förderprogramms „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“ im 
Rahmen des Programms „Lebenswerte Veedel“ beauftragt. Hier sollen tiefergehende 
Erkenntnisse hinsichtlich der Lebensbedingungen sowie Chancen und Barrieren einer 
gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe von Bürger*innen in den beiden Sozial-
raumgebieten Meschenich/Rondorf und Höhenhaus/Dünnwald gewonnen werden. In 
diesem Zuge fand am 28. Dezember 2024 die Fokusgruppe „Herausforderungen und 
Bedarfe von Bürger*innen im Sozialraumgebiet Höhenhaus/Dünnwald“ mit dem The-
menschwerpunkt Kinder und Familien im digitalen Format statt. Zu den Teilnehmenden 
zählten Fachkräfte, die im Sozialraumgebiet aktiv sind und Expertise zu den Fragestel-
lungen besitzen, die im Rahmen der Fokusgruppe erörtert werden sollten.  
Teilnehmende 
An der Diskussion beteiligten  sich neun Fachkräfte des Sozialraumgebiets Höhen-
haus/Dünnwald, deren Arbeitsbereiche sich überwiegend auf die Lebenslagen von Kin-
dern und Familien beziehen. Neben der Sozialraumkoordination waren die Gemeinwe-
senarbeit, die offene Jugendarbeit (Jugend- und Nachbarschaftshaus) und die Schulso-
zialarbeit vertreten. Weit erhin nahmen an der Fokusgruppe Vertreter*innen einer Ar-
beitsberatungsstelle, der ambulanten Hilfen für Erziehung, des Interkulturellen Dienstes 
der Stadt Köln sowie der Engagementförderung einer katholischen Kirchengemeinde 
teil.  
Lebensrealität (mehrfach-)belasteter Familien und Kinder 
Häufige Belastungen im Sozialraumgebiet 
Die Teilnehmenden beschreiben, die Lebenssituationen von den Familien und Kindern 
im Sozialraumgebiet, die sich in belasteten Lebenslagen befinden. Es geht um die Frage, 
welche Belastungen im Sozialraumgebiet besonders häufig auftreten und welche Kom-
binationen von Erschwernissen sich besonders bemerkbar machen (bspw. Alleinerzie-
hende, hohe Erwerbslosigkeit oder kinderreiche Familien). Als häufige Belastungen nen-
nen die Teilnehmenden Armut, psychische Erkrankungen, Arbeitslosigkeit, Fluchterfah-
rung, Rassismus und das Alleinerziehen. Zu einer Verstärkung bestehender Problema-
tiken führten weitere Diskriminierungsformen sowie die nachfolgend dargestellten Her-
ausforderungen.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
44 
Kita-Kapazitäten 
Als großes Problem werden fehlende Kita-Plätze und eine unzureichende OGS-Versor-
gung aufgeführt, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschwer ten. Besonders 
Frauen stießen in diesem Zusammenhang auf große Probleme: Viele Frauen, die von 
den Jobcentern unter Druck gesetzt werden, schnell eine Arbeit aufzunehmen, scheiter-
ten daran, dass es nicht genügend Betreuungs plätze für ihre Kinder gebe . Dies könne 
zu Existenzängsten führen, wenn der Aufenthalt in Deutschland an die Aufnahme einer 
Beschäftigung geknüpft ist. Obwohl diese Frauen durchaus Potenzial hätten, um in den 
Arbeitsmarkt integriert zu werden, könnten sie kein Stellenangebot annehmen, solange 
ihre Kinder nicht betreut seien.  
Erreichbarkeit der Kitas 
Für viele Frauen bestehe ein zusätzliches Problem in der Mobilität. Ohne Führerschein 
oder eigenes Auto seien viele Kitas für sie nur schwer erreichbar, besonders wenn sie 
weit entfernt liegen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln (z. B. mit mehrfachen Umstie-
gen) erreicht werden müssen. Diese langen Pendelwege mach ten es schwierig, eine 
Beschäftigung anzunehmen, da auch der öffentliche Nahverkehr unzuverlässig sei. Häu-
fige Ausfälle der Linien verschärfen die Situation. Vor allem Menschen, die in randstän-
digen Gebieten wohnen, hätten längere Wege und damit schlechtere Zugangsmöglich-
keiten. 
Wohnsituation 
Darüber hinaus gebe es einen Mangel an bezahlbarem Wohnraum. In bestimmten 
Wohngebieten wie in der Oststraßensiedlung gebe es zudem einen hohen Renovie-
rungsbedarf, während modernisierter Wohnraum häufig für diese Zielgruppen nicht zu-
gänglich sei. Insbesondere in der Donewald-Siedlung sei die Nahversorgung verbesse-
rungswürdig. Auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr wird hier als unzu-
reichend bewertet. 
Kulturelle Angebote und Vereinsstrukturen 
Das „Ferien zuhause“-Programm sei ein offenes Angebot in den Sommerferien für Kin-
der. Hier würden diverse kulturelle Aktivitäten und Ausflüge angeboten, um die Teilhabe 
zu fördern. Besonders Familien, die nicht in den Urlaub fahren können, ermöglicht en 
ihren Kindern durch die Inanspruchnahme des Angebots eine schöne Sommerferienzeit. 
Jedoch sei die dauerhafte Finanzierung ein Problem. Zwar werde ein kleiner Teil der 
Kosten von den Eltern getragen, hierbei handele es sich jedoch um einen symbolischen 
Beitrag, der nicht für ein nachhaltiges Angebot genüge. Aufgrund der Kürzung von För-
dermitteln drohe eine potenzielle Reduzierung der Angebote auf Kosten der Partizipati-
onsmöglichkeiten.  
Darüber hinaus fehle es an weiteren kulturellen Angeboten und Vereinsstrukturen. Dies 
betreffe bestimmte Zielgruppen wie Menschen mit internationaler Familiengeschichte, 
Menschen mit Fluchthintergrund und Senior*innen (etwas) mehr als andere Zielgruppen

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
45 
und sei insbesondere auf die neueren Wohngebiete von Höhenhaus/Dünnwald zutref-
fend. Von Turn- und Sportvereinen werde zum Beispiel mitgeteilt, den Zugang zu spezi-
fischen Gruppen wie Menschen mit Fluchthintergrund und Senior*innen ausbauen zu 
müssen. Letzteren fehle es an Rehasport-Angeboten. 
Zugang zu kulturellen und gemeinschaftlichen Angeboten / Begegnungsangeboten 
In der Donewald-Siedlung sei ein Gemeinschaftsgarten etabliert worden, in dem Feste 
und kulturelle Veranstaltungen auf großes Interesse stießen.  Schwieriger sei es, neue 
Teilnehmende für Angebote wie Nachbarschaftstreffen zu gewinnen, insbesondere äl-
tere oder alleinstehende Menschen. Familien mit Kindern seien hingegen leichter zu er-
reichen. Der Zugang erfolge über die Kinder, die in der Regel sehr aufgeschlossen seien, 
was die Teilnahme an Gemeinschaftsangeboten fördere. 
Niederschwellige Beratungsangebote 
Ein weiteres Problem sei das fehlende Angebot von unterstützenden Strukturen in Hö-
henhaus und Dünnwald. Neben dem arbeitsmarktaktivierenden Beratungsangebot des 
ABC-Höhenhaus gebe es kaum Beratungsstrukturen vor Ort. Zu den Beratungsangebo-
ten, die gewünscht werden, zählen: ein interkulturelles Zentrum, Migrationsberatung, So-
zialberatung, Schuldnerberatung und die Seniorenberatung. Häufig wendeten sich die 
Familien an Beratungsstellen, deren Beratungsaufträge keine Unterstützung zu den 
Themen vorsehen, zu denen die Familien Beratung benötigten. Dies führe zu einer ho-
hen Anfrage bei den ortsansässigen Beratungsstellen wie dem ABC Höhenhaus. Zwar 
bemühten sich die Beratungskräfte, die Anfragen zu bearbeiten, jedoch könnten nicht 
alle Familien vollständig aufgef angen werden. Aus Gründen der Zuständigkeit werden 
diese Klient*innen an die thematisch passenden Beratungsstellen in anderen Stadtbe-
zirken weiterverwiesen. Besonders bei Mobilitätsproblemen führe dies allerdings dazu, 
dass die Suche nach Hilfe häufig abgebrochen werde und keine Inanspruchnahme er-
folge. Hierdurch verschärften sich belastete Lebenslagen. Werde beispielsweise nicht 
die benötigte Hilfe bei der Antragstellung für staatliche Leistungen oder bei der Unter-
stützung im Umgang mit Behördenschreiben i n Anspruch genommen, wirke sich dies 
wiederum auf die soziale Teilhabe aus, da finanzielle Mittel nicht zur Verfügung stehen. 
In diesem Zusammenhang wird herausgestellt, dass Behördenschreiben zu hoch-
schwellig sind. 
Bildungsangebote 
Neben den niederschwelligen Beratungsangeboten herrscht laut Teilnehmenden der Fo-
kusgruppe ein Mangel an Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche, darunter 
Hausaufgabenhilfe und Nachhilfe. Auch wenn es in Höhenhaus und Dünnwald jeweils 
zwei Jugendzentren gebe, reichten deren Kapazität oft nicht aus, um alle Kinder und 
Jugendliche mit Hilfebedarfen im Sozialraumgebiet zu erreichen. In einigen Fällen könn-
ten daher zusätzliche Bildungsangebote und -strukturen erforderlich sein, um die Ver-
sorgung zu verbessern.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
46 
Zugang zu unterstützenden Strukturen  
Den vorhandenen Unterstützungsangeboten seien sich viele Familien nicht bewusst. 
Einzelne Menschen nähmen Beratungsangebote wahr, aber besonders jene, die wirklich 
dringend Hilfe benötigten, hätten große Schwierigkeiten, diese Angebote zu nutzen. Hin-
dernisse wie Sprachbarrieren und Kosten für den öffentlichen Nahverkehr erschwerten 
den Zugang zu den Beratungsstellen zusätzlich. Je mehr Barrieren (z. B. sprachlich oder 
mobilitätsbedingt) bestünden, desto seltener f änden diese Menschen den Weg zu den 
entsprechenden Angeboten.  
Nachhaltigkeit der Unterstützungsangebote 
Die Teilnehmenden berichten, dass viele Angebote und Projekte nur zeitlich begrenzt 
finanziert sind, oft nur für ein Jahr oder wenige Jahre. Wenn diese Förderungen dann 
ausliefen, müssten die Angebote wieder eingestellt oder neu aufgebaut werden. Das 
führe dazu, dass die Bürger*innen keine Verlässlichkeit und Kontinuität in den Unterstüt-
zungsstrukturen erlebten. Zudem erschwere es den Aufbau von Vertrauen und Bezie-
hungen zwischen Fachkräften und Zielgruppen, wenn die Ansprechpartner *innen stän-
dig wechselten. Die Teilnehmenden betonen daher, dass eine nachhaltige Finanzierung 
der Beratungs- und Unterstützungsangebote wichtig sei, um den B ürger*innen dauer-
hafte Anlaufstellen bieten zu können. 
Fehlende Anerkennung und Wertschätzung 
Ein weiterer Aspekt, der von mehreren Teilnehmenden als Herausforderung erachtet 
wird, sind die fehlende Anerkennung und Wertschätzung von Potenzialen wie zum Bei-
spiel Mehrsprachigkeit. Die fehlende Anerkennung und Wertschätzung von Potenzialen 
führe zur E ntwicklung eines geringeren Selbstbewusstseins sowie einer geringeren 
Selbstwirksamkeit, was zu einer Abwärtsspirale der Lebenssituationen beitrage. Benö-
tigt würden daher interkulturelle Zentren, in denen Menschen ihre Potenziale entfalten 
könnten. Zwar gebe es punktuell Möglichkeiten, wie beispielsweise den Nachbarschafts-
treff und die Gemeinwesenarbeit, jedoch fehle es an Räumen zur Begegnung sowie zum 
Ausleben und Unterstützen von Potenzialen, was im Vergleich zu Stadtteilen wie Kalk, 
Mülheim-Nord und weiteren als Nachteil erachtet wird. 
Isolation von Personengruppen 
In bestimmten Bereichen wie der Donewald-Siedlung und dem Leimbachweg gibt es laut 
einer Fachkraft Hinweise auf eine gewisse soziale Isolation, besonders innerhalb der 
türkischstämmigen Community. Diese hätte eine geringere Bereitschaft, sich in offene 
Angebote wie Kitas oder kulturelle Veranstaltungen einzubringen. Jedoch wird darauf 
hingewiesen, dass zumeist existenzsichernde Themen im Vordergrund stünden (z. B. 
Wohnberechtigungsschein). Die Herausforderungen lägen häufig in der begrenzten Mo-
bilität, in f ehlenden Informationen oder einem mangelnden Vertrauen in Institutionen. 
Auch hier wird der Bedarf an Beratungsangeboten betont. Die Vernetzung innerhalb der 
Community sei aber auch positiv zu werten. Gerade in der Donewald- Siedlung seien

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
47 
„Schlüsselpersonen“ häufig türkischstämmig. Zudem wird eine starke gegenseitige Un-
terstützung gesehen, was bei (mehrfach- )belasteten Lebenslagen als nützliche Res-
source erachtet wird.  
Verbesserung der Teilhabe durch die Entwicklung bedarfsgerechter Ange-
bote 
Anpassung von und Entwicklung neuer Hilfs- und Unterstützungsangebote 
Die Teilnehmenden diskutieren verschiedene Aspekte für die Ausgestaltung von Unter-
stützungs- und Hilfsangeboten. Zu diesen Aspekten zählt zunächst die Niederschwellig-
keit: Beratungsangebote sollten leicht zugänglich sein und nicht in Verwaltungsgebäu-
den stattfinden, um Misstrauen zu vermeiden, insbesondere  bei Angeboten für Men-
schen mit internationaler Familiengeschichte.  
Darüber hinaus sollten sie vor Ort und zu flexiblen Zeiten verfügbar sein. Empfohlen 
werden offene Sprechstunden und Telefonberatung. Sprechzeiten zu verschiedenen Ta-
geszeiten und flexible Sprechstunden, die keine Terminvereinbarung erfordern, seien 
wichtig, da viele Menschen, besonders Alleinerziehende, Schwierigkeiten hätten, feste 
Termine wahrzunehmen. Telefonische Beratung sei ebenfalls hilfreich, um Ängste bei 
der Bearbeitung von Behördenangelegenheiten zu reduzieren. 
Ein weiterer Vorschlag bezieht sich auf die Verwendung von einfacher Sprache:  Eine 
verständliche, einfache Sprache sei entscheidend, da komplizierte Terminologie oder 
Fachsprache eine Barriere darstellten, da Nicht-Verstehen oft zu Scham führe. Dies be-
treffe nicht nur Personen mit internationaler Familiengeschichte, sondern auch weitere 
Bürger*innen, die Schwierigkeiten mit dem Verständnis der bürokratischen Sprache ha-
ben. Es wird eine Mischung aus mehrsprachigen und deutschen Angeboten empfohlen. 
Zwar benötigten viele Klient*innen sprachliche Unterstützung, aber aus Sicht der Teil-
nehmenden sollten sie auch das entsprechende Vokabular lernen, um sich mit den deut-
schen Behörden und Ämtern austauschen zu können.  
Thematisiert werden auch Hürden aufgrund der Digitalisierung: Digitale Angebote seien 
für viele eine Barriere, insbesondere für Menschen ohne Zugang zu Technik oder mit 
mangelnden digitalen Fähigkeiten. Dies betreffe auch den Umgang mit komplexen An-
wendungen wie der BundID, die selbst für digital affine Menschen nur schwer zu hand-
haben seien. Andererseits würden sich manche Zielgruppen durch digitale Formate eher 
angesprochen fühlen. Mit Blick auf die verbesserungswürdige Infrastruktur durch ÖPNV 
sowie die begrenzten zeitlichen Kapazitäten von Familien mit Kindern, denen es an Be-
ratungsstrukturen fehlt, seien Angebote in verschiedenen Formaten, z. B. in Form von 
digitalen Veranstaltungen, eine Möglichkeit, mehr Menschen zu erreichen.  
Angebote sollten zudem nachhaltig sein. Das heißt, Projekte sollten langfristig angelegt 
sein, da es lange dauere, Vertrauen bei den Bürger*innen aufzubauen. Die ständige 
Teilnahme an kurzzeitigen Projekten führe zu „Projektmüdigkeit“ und vermindere die Be-

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
48 
reitschaft, an neuen Angeboten teilzunehmen. Kontinuität und Verlässlichkeit der Struk-
turen seien auch für die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wie Sprach - und 
Nachhilfeschulen wichtig. Wichtig seien zudem Multiplikator*innenenschulungen: Schu-
lungen, bei denen die Zielgruppe selbst als Multiplikator in agiert, seien ein sinnvolles 
Modell, um Wissen weiterzugeben. Allerdings wird die langfristige Finanzierung dieser 
Angebote als problematisch wahrgenommen. 
Erreichbarkeit der Zielgruppe 
Die Teilnehmenden diskutieren, welche Personengruppen besser oder schlechter von 
den bestehenden Hilfs- und Unterstützungsangeboten erreicht werden und wie die Er-
reichbarkeit der Zielgruppen verbessert werden könnte. Die Gruppe der Senior*innen 
(mit internationaler Familiengeschichte) wird als besonders schwer erreichbar beschrie-
ben, sowohl im Bereich der Sportangebote als auch in Begegnungsangeboten, wie z. B. 
den Senior*innennetzwerken. Auch wenn es bereits Strukturen wie Begegnungs-Cafés 
gebe, sei es schwierig, Senior*innen regelmäßig anzusprechen und für Projekte zu ge-
winnen. Der Zugang zu Informationen und die Teilnahme an Angeboten stellten eine 
große Herausforderung dar. Dies betreffe jedoch nicht nur Senior*innen mit internatio-
naler Familiengeschichte, allgemein wüssten Senior*innen oft nicht, wie sie Hilfsange-
bote in Anspruch nehmen könnten. Der Zugang gelingt meist nur, wenn sie sich selbst 
engagierten. Eine hohe Fluktuation in Projekten erschwere den langfristigen Erfolg von 
den Angeboten.  
Als weitere Zielgruppe werden Eltern von Kindern mit internationaler Familiengeschichte 
genannt. Besonders in Jugendzentren würden oft Kinder aus Familien mit internationaler 
Familiengeschichte erreicht, darunter auch viele Rom*nja und Sinti*zze. Jedoch seien 
deren Eltern oft nur schwer erreichbar, was die Einbindung in das Unterstützungsnetz-
werk erschwere. 
In diesem Zusammenhang werden auch Möglichkeiten zur besseren Ansprache disku-
tiert. Eine Möglichkeit, die Zielgruppen zu erreichen, sei der direkte Flyer-Einwurf in Brief-
kästen, um einen Überblick über die vorhandenen Angebote zu schaffen. Das Sprach-
verständnis und Textverständnis stellten hier jedoch eine weitere Hürde dar. Ein Ansatz, 
der für das nächste Jahr geplant sei, ist die Entwicklung einer Broschüre, die Unterstüt-
zungsangebote im Stadtteil in einfacher Sprache darstellt, um die Zugänglichkeit u.a. für 
Senior*innen zu erhöhen. 
Freizeitangebote 
In der Diskussion über die Verbesserung der Freizeitangebote für Kinder, Jugendliche 
und Familien in Höhenhaus und Dünnwald wurden mehrere Themen und Herausforde-
rungen angesprochen. Das Jugendzentrum wird als zentrales Freizeitangebot für Kinder 
und Jugendliche beschrieben, das kostenlos zugänglich ist und insbesondere für Kinder 
aus Familien mit geringen finanziellen Mitteln attraktiv ist. Hier würden auch Jugendliche 
mit internationaler Familiengeschichte erreicht. Allerdings gelinge es nicht, den Kontakt 
zu den Eltern aufzubauen. Der Dünnwalder Turnverein und der Höhenhauser Turnverein

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
49 
böten zahlreiche Sportarten an. Diese Angebote deckten vor allem den Bereich des Brei-
tensports ab. Darüber hinaus gebe es viele öffentliche Frei- und Grünflächen sowie Fuß-
ballfelder, die genutzt werden könnten. Jedoch werde festgestellt, dass noch mehr auf-
suchende Jugendarbeit benötigt w erde, um Kinder und Jugendliche zusätzlich anzu-
sprechen (zum Beispiel feste Outdoor-Angebote auf den freien Flächen). Streetwork und 
ähnliche Angebote im öffentlichen Raum könnten hier helfen, den Zugang zu Freizeitan-
geboten zu erleichtern. 
Es wird betont, dass Frauen oft Angebote benötigten, die ihren Alltag entlasten und ihnen 
Raum für Erholung und Entspannung bieten. Ein Problem sei  jedoch die fehlende Kin-
derbetreuung, die es den Frauen erschwere, diese Angebote wahrzunehmen. Mehr An-
gebote für Frauen, kombiniert mit entsprechender Kinderbetreuung, könnten laut Teil-
nehmende zu einer besseren Vernetzung und einer höheren Teilnahme führen. Beson-
ders Senior*innen, Menschen mit Armutshintergrund, internationaler Familienge-
schichte, alleinerziehende Eltern und Menschen mit körperlichen oder psychischen Ein-
schränkungen hätten oft größere Schwierigkeiten, Freizeitangebote wahrzunehmen. Die 
persönliche Ansprache und Mundpropaganda seien in diesen Fällen oft wirksamer als 
schriftliche Einladungen. 
Darüber hinaus wird angeregt, dass mehr Freizeit- und Begegnungsangebote in Koope-
ration mit Trägern aus anderen Stadtteilen und in Zusammenarbeit mit etablierten Ak-
teur*innen angeboten werden sollten. Dies könnte insbesondere den Zugang zu multi-
kulturellen und mehrsprachigen Angeboten verbessern. 
Beteiligung und Aktivierung der Zielgruppe 
Stärkung der politischen Interessen 
Aus der Fokusgruppe geht hervor, dass zunächst Voraussetzungen geschaffen werden 
müssten, um das Interesse der Bevölkerung an politischen und kommunalpolitischen 
Themen hervorrufen zu können. In den letzten Jahren seien nur wenige Angebote ge-
schaffen worden, die die politische Bildung oder Mitbestimmung der Einwohner*innen 
gefördert haben. Es mangele an offenen und zielgruppenübergreifenden Räumen, in 
denen die Menschen ihre Interessen und Anliegen zu Lebenslage, Wohnumfeld und so-
zialem Zusammenleben einbringen könnten. Solche Räume könnten auch helfen, nach-
barschaftliche Konflikte zu lösen und das Zusammenleben im Quartier zu stärken. Woh-
nortnahe Möglichkeiten, wie z. B. ein interkulturelles Zentrum, müssten aufgebaut wer-
den. 
Viele Bürger*innen kenn nach Einschätzung der Diskussionsteilnehmenden ihre Rechte 
(z. B. Arbeitsrecht, Anspruch auf Kinderbetreuung) und Pflichten nicht. Dieses Wissen 
sei jedoch notwendig, um sich aktiv in demokratische Prozesse oder kommunale The-
men einzubringen. Es fehlten Angebote, die die entsprechenden Informationen v ermit-
teln. Beratung, die oft durch Sozialarbeit geleistet werde, könne dies nicht zu Genüge 
auffangen. Wenn Menschen ihre Rechte und Pflichten kennenlernten und umsetzen

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
50 
könnten, stärke das wiederum ihr Gefühl der Selbstwirksamkeit. Die Stärkung der Selbst-
wirksamkeit sei besonders wichtig, denn oft fühlten sich Menschen lediglich als Belas-
tung wahrgenommen, anstatt als wertvoller Teil der Gemeinschaft. Dies schwäche wie-
derum ihr Interesse an politischer oder kommunaler Teilhabe. 
Die Verantwortung dafür, dass viele Bürger*innen kaum  Bezug zur Lokalpolitik haben, 
wird insbesondere bei der Politik gesehen, die sich aktiver in die Sozialraumgebiete und 
Lebenswelten der Bürger*innen begeben sollte. Politiker*innen sollten verstärkt vor Ort 
präsent sein und niedrigschwellige Formate wie Bürger*innen-Sprechstunden im Sozial-
raumgebiet anbieten, um die Interessen der Bevölkerung besser aufzugreifen. 
Beteiligungsformen 
Insgesamt werden Möglichkeiten der Mitwirkung und der Mitgestaltung als Querschnitts-
thema gesehen. Bereits bei den bestehenden Angeboten werden die Nutzer*innen in die 
Gestaltung eingebunden. 
Zu den vorhandenen Beteiligungsangeboten zählten Mieter*innenräte, Jugendzentren, 
Nachbarschaftstreffs und Gemeinwesenarbeit sowie Begegnungsorte wie Cafés. Diese 
böten bereits Möglichkeiten zur Beteiligung. Allerdings werde hier noch viel Raum für 
Verbesserungen und für eine stärkere Nutzung durch die Einwohner*innen gesehen. 
Geplante Initiativen mit neuen Konzepten sollen laut Teilnehmende im kommenden Jahr 
neue Impulse setzen und Synergien zwischen bestehenden Akteuren schaffen.  
Zu den weiterhin benötigten Angeboten zählten sprachsensible Angebote oder sprach-
frei gestaltete Angebote, um Zugangsbarrieren zu reduzieren. Empowerment-Angebote 
und Safe Spaces, die intersektionale Perspektiven berücksichtigen, könnten die Teil-
habe fördern. Dabei sollten Beteiligungsformate darauf abzielen, den Adressat*innen 
Vertrauen und möglichst viel Autonomie zu überlassen. Konzepte wie „Power Sharing“ 
förderten die eigenständige Gestaltung von Angeboten durch die Teilnehmenden, wäh-
rend sich Fachkräfte bewusst zurückzögen, sofern keine Konflikte aufträten. 
Stärkung der Interessen an (ehrenamtlichem) Engagement 
Um das (ehrenamtliche) Engagement der Bürger*innen im Sozialraumgebiet Höhen-
haus/Dünnwald zu stärken, schlagen die Teilnehmenden verschiedene Ansätze vor. Zu 
ihnen zählt die Schaffung von Anreizen. Ehrenamtliches Engagement sei besonders 
dann attraktiv, wenn die Beteiligten einen persönlichen Nutzen daraus ziehen könnten, 
wie soziale Wertschätzung und Anerkennung oder den Zugang zu Ressourcen und An-
geboten. Als Anreize wurden Beispiele aufgeführt: Engagement bei der Tafel verbunden 
mit der Möglichkeit, Lebensmittel zu erhalten, Zertifizierungen für Bewerbungen oder fi-
nanzielle Vergütungen aus Fördergeldern. Dieser Aspekt findet vielfach Zustimmung. 
Darüber hinaus sollten bürokratische Hürden gesenkt und starre Strukturen abgeschafft 
werden, die den Zugang zu (ehrenamtlichem) Engagement, insbesondere für Menschen 
mit internationaler Familiengeschichte oder in prekären Verhältnissen erschwerten.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
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Die Teilnehmenden sind einstimmig dahingehend, dass Ehrenamt kein Ersatz für be-
zahlte Arbeit sein dürfte. Es wurde erläutert, dass manchmal durch das Jobcenter „ins 
Ehrenamt hinein beraten“ werde, mit dem Hinweis auf die Möglichkeit, erste Erfahrungen 
zu sammeln. Hiervon wird jedoch deutlich abgeraten. Angebote für Engagement sollten 
darüber hinaus niederschwellig gestaltet sein. Es solle leichter gemacht werden, sich 
punktuell und unbürokratisch zu engagieren, etwa durch spontane und flexible Beteili-
gungsmöglichkeiten. Interessierten müssten Räumlichkeiten für ihr Engagement gebo-
ten werden. Zudem beobachteten die Teilnehmenden eine Veränderung in der Engage-
mentkultur. Die Motivation und Art des Ehrenamts hätten sich in den letzten Jahren ver-
ändert. Klassische Ansätze, etwa die Bewerbung auf Ehrenämter über regionale Zeitun-
gen, seien nicht mehr für alle Zielgruppen passend, die nun vor allem Social Media nutz-
ten. Neue und niederschwellige Konzepte und Plattformen zur Ansprache würden benö-
tigt. Anfragen von Menschen mit internationaler Familiengeschichte seien laut einer Ein-
schätzung seltener. Vermutet wird hier ein Informationsdefizit über den Gewinn eines 
Engagements. Lösungsvorschläge beinhalten daher Kommunikationsarbeit, die Losl ö-
sung von dem klassischen Engagement und das Aufzeigen der Vorzüge (z. B. Anerken-
nung, Zugang zu Angeboten). Voraussetzung sei jedoch, dass zunächst die Grundbe-
dürfnisse der Zielgruppe befriedigt seien, nur so sei ein Engagement überhaupt realis-
tisch. 
Abschluss 
Lebensqualität in Höhenhaus/Dünnwald für Familien und Kinder 
Zuletzt werden die Teilnehmenden gefragt, was das Leben aus ihrer Sicht in Höhen-
haus/Dünnwald für Familien und Kinder lebenswert macht. Die Teilnehmenden schätzen 
die folgenden Aspekte der Stadtteile: Nähe zum Wald, Tierpark, Baggersee und weiteren 
Seen, die leicht zugänglich sind. Diese werden besonders im Sommer stark genutzt.  
Sowohl städtische als auch naturnahe Freizeitmöglichkeiten für unterschiedliche Alters-
gruppen und Zielgruppen zählen zu den weiteren Angeboten, die die Teilnehmenden als 
wertvoll erachten. Darüber hinaus gebe es viel Platz. In bestimmten Gebieten sei die 
Nahversorgung bereits gut. Als positiv wird auch die Vielfalt der Einwohnerschaft erach-
tet. Hervorgehoben wird die starke Vernetzung innerhalb der Communitys, die ihre eige-
nen Strukturen geschaffen hätten, um mit den vorhandenen Ressourcen gut leben zu 
können. Schließlich werden die gute Zusammenarbeit der Fachkräfte und ein unterstüt-
zendes Netzwerk als Vorzüge genannt, die die Lebensqualität in Höhenhaus/Dünnwald 
für Familien und Kinder erhöhten. 
Ergebnisse der Fokusgruppe zum Thema „Herausforderungen und Be-
darfe von Bürger*innen im Sozialraumgebiet Meschenich/Rondorf“  
Die Stadt Köln hat das ISG Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH 
mit der Umsetzung des Förderprogramms „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“ im 
Rahmen des Programms „Lebenswerte Veedel“ beauftragt. Hier sollen tiefergehende

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
52 
Erkenntnisse hinsichtlich der Lebensbedingungen sowie Chancen und Barrieren einer 
gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe von Bürger*innen in den zwei Sozial-
raumgebieten Meschenich/Rondorf und Höhenhaus/Dünnwald gewonnen werden. In 
diesem Zuge fand am 28. Januar 2025 die Fokusgruppe „Herausforderungen und Be-
darfe von Bürger*innen im Sozialraumgebiet Meschenich/Rondorf“ mit dem Themen-
schwerpunkt Kinder und Familien im Pfarrheim St. Blasius, Meschenich statt. Zu den 
Teilnehmenden zählen Fachkräfte, die im Sozialraumgebiet aktiv sind und Expertise zu 
den Fragestellungen besitzen, die im Rahmen der Fokusgruppe erörtert werden sollten.  
Teilnehmende 
An der Diskussion nahmen 17 Fachkräfte aus dem Sozialraumgebiet Meschenich/Ron-
dorf teil. Neben den beiden Sozialraumkoordinatorinnen beteiligten sich Schulsozialar-
beiter*innen und Leitungskräfte von Kindertagesstätten (auch Familienzentrum). Außer-
dem nahmen Fachkräfte der internationalen Familienberatung, der Frauenberatung, der 
allgemeinen Sozialberatung, der Gemeinwesenarbeit und des interkulturellen Dienstes 
der Stadt Köln teil. Auch war ein Zentrum für Frühbehandlung und Frühförderung sowie 
ein Verein, der als Träger einer Kita agiert und verschiedene Angebote für Jugendliche 
und Geflüchtete anbietet, vertreten. Darüber hinaus beteiligte sich der Bürgerverein „Ak-
tiv für Meschenich“ (ehrenamtliche Bürgerinitiative).  
Lebensrealität (mehrfach-)belasteter Familien und Kinder 
Häufige Belastungen im Sozialraumgebiet 
Die Teilnehmenden beschreiben die Lebenssituationen von den Familien und Kindern 
im Sozialraumgebiet, die sich in belasteten Lebenslagen befinden. Es geht um die Frage, 
welche Belastungen im Sozialraumgebiet besonders häufig auftreten und welche Kom-
binationen von Erschwernissen sich besonders bemerkbar machen (bspw. Alleinerzie-
hende, hohe Erwerbslosigkeit oder kinderreiche Familien).  
Soziostrukturelle Merkmale 
Die Teilnehmenden erläutern, dass es viele Alleinerziehende in Meschenich und Ron-
dorf gibt. Zudem gebe es verhältnismäßig viele Familien mit sehr vielen Kindern (mehr 
als fünf, bis zu neun Kindern). Auch Erwerbslosigkeit oder ein zu geringes Einkommen, 
das kaum zum Leben ausreicht, seien weitere Probleme. Zudem stelle sich der Behör-
denkontakt aufgrund sprachlicher oder kognitiver Barrieren ohne Unterstützung oftmals 
als sehr schwierig dar. Darüber hinaus müsse Kontakt zu vielen verschiedenen Behör-
den gehalten werden, was oftmals zu Verwirrungen führe oder nicht verstanden werde. 
Wohnungssituation 
Hinzu komme, dass sich oft viele Menschen einen zu kleinen Wohnraum teilen. Somit 
seien überbelegte Wohnungen keine Seltenheit. Wohnungen würden durch Vermie-
ter*innen oftmals nicht in Stand gehalten. Daher seien viele Wohnungen sanierungsbe-
dürftig (z. B. Wasserrohrbrüche, Schimmelbefall). Die Stadt Köln sei hier nur bedingt

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
53 
handlungsfähig, weil es sich durch die unterschiedliche Struktur der Vermietung (kein 
einheitlicher Eigentümer, viele Privatvermietungen) als sehr schwierig erweise, Gesprä-
che zu führen. Einige Vermieter*innen hätten nicht die Expertise, um korrekte Mietve r-
träge oder Abrechnungen zu erstellen. Dies falle bei Mietbescheinigungen und Neben-
kostenabrechnungen auf, die in den Beratungsstellen vorgelegt werden, oder an den 
Mietangeboten, die dann von den Behörden mit entsprechender Begründung abgelehnt 
werden. 
Belastete Lebensgeschichte 
Die geschilderten Probleme führen nach Einschätzung der Akteur*innen zu einer hohen 
Stressbelastung innerhalb der Familien. Aufgrund der eigenen Erfahrungen oder der be-
lasteten Familiengeschichte der Eltern (Fluchterfahrung oder Kriegserlebnisse) komme 
es vor, dass einige auch in der Nacht z. B.  aufgrund (unbehandelter) Traumata keine 
Erholung finden, was sich auf die Kinder überträgt (transgenerationale Weitergabe). 
Manche Kinder leiden selbst unter unbehandelten Traumata, sodass sie tagsüber in Kita 
und Schulen keine Konzentrationsfähigkeit mehr aufweisen können.  
Gesundheitsversorgung 
Die Teilnehmenden berichten, dass es im Ort Meschenich keine*n Kinderärzt*in mehr 
gibt und der Ärztemangel im Allgemeinen ein sehr großes Problem sei. Sie schätzen, 
dass die kinderärztliche Versorgung von etwa 800 Kindern weggebrochen sei. Es sei 
auch sehr schwer, für die kinderärztliche Versorgung auf andere Stadtteile / Orte auszu-
weichen, da auch hier die Kapazitäten erschöpft seien. In Meschenich seien die Eltern 
mit kranken Kindern auf sich allein gestellt. Es gebe einige Familien, die es geschafft 
haben, sich im Umland ärztlich zu organisieren, jedoch hätten besonders die kinderrei-
chen Familien Probleme, eine aufnehmende Kinderarztpraxis zu finden. Hinzu komme, 
dass die Mobilität durch den öffentlichen Nahverkehr nicht ausreichend gegeben und die 
(schnelle) Erreichbarkeit von alternativen Kinderärzt*innen mit Hürden verbunden sei. 
Themen wie beispielsweise Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen und Kindeswohl wür-
den somit vernachlässigt. Im Zentrum für Frühbehandlung und Frühförderung merke 
man bereits jetzt, dass die Zahl der Anfragen für Säuglinge abgenommen habe. In die-
sem Alter erfolge die Vermittlung hauptsächlich über die Kinderärzt*innen. Das bedeute, 
dass erst später interveniert werde und die Förderung der Kinder erst später starten 
könne. Außerdem habe die fehlende kinderärztliche Versorgung auch Auswirkungen auf 
die Inanspruchnahme von anderen Therapien, wie z. B.  Logopädie und Ergotherapie. 
Wer solle hier Verordnungen ausstellen? 
Kita-Kapazitäten und Kitabesuch 
Es herrsche ein Mangel an Betreuungsplätzen in den Kindertagesstätten, sowohl in 
Meschenich als auch in Rondorf. Zwar stünden potenziell mehr Plätze in den Einrichtun-
gen zur Verfügung, aber es fehle Personal, sodass nicht alle Plätze vergeben werden 
könnten. Aktuell würden in einer beispielhaften Kita im Sozialraumgebiet drei bis vier 
Gruppen betreut, bei ausreichendem Personal könnten hier aber fünf Gruppen betreut

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
54 
werden. Die geschilderten Probleme führen dazu, dass Familien teilweise keine Mög-
lichkeit haben, einen Betreuungsplatz für ihre Kinder zu erhalten, was Einfluss sowohl 
auf die Integration der Eltern in den Arbeitsmarkt aber auch auf die soziale Integration  
der Kinder habe. Besonders bei zugezogenen Familien sei es schwierig, für Kinder im 
letzten Vorschuljahr einen Platz zu erhalten. Es komme häufig vor, dass Kinder einge-
schult werden, die zuvor keine Kita besucht haben und kein Deutsch sprechen können. 
Die Teilnehmenden haben den Eindruck, dass besonders die Familien davon betroffen 
sind, die wenig integriert sind. Des Weiteren gebe es teilweise kulturelle Hindernisse 
(bspw. kulturell bedingte Betreuung zu Hause), sodass Bemühungen um einen Kita-
Platz seitens der Eltern kaum vorhanden sind.  
Auch die Witterungsverhältnisse haben laut Aussagen der Teilnehmenden der Fokus-
gruppe Auswirkungen darauf, ob Eltern ihre Kinder in die Kita bringen. Bei regnerischem 
oder kaltem Wetter würden manche Kinder regelmäßig zu Hause bleiben. Dies sei auch 
bei Schüler*innen zu beobachten.  
Kita-Anmeldeverfahren 
Ein weiteres Problem sei die Anmeldung der Kinder in einer Kita über das Online-Portal 
„Little Bird“. Dies wird auf die fehlenden digitalen Fähigkeiten zurückgeführt und auf das 
Unverständnis, dass ein Anmeldebogen, der in der Kita abgegeben wird, für die Anmel-
dung nicht ausreicht. Doch auch bei angebotener Hilfe zu einem vereinbarten Termin 
würden manche Eltern gar nicht mehr erscheinen, weil sie glauben, dass die Abgabe 
eines Anmeldebogens ausreichen würde. Es wird ergänzt, dass „Little Bird“ jedoch auch 
für kompetente Nutzer*innen eine Herausforderung darstelle, da unerwartete Abbrüche 
seitens des Portals manchmal dazu führen, dass alle Eingaben wiederholen werden 
müssen.  
Schulabsentismus  
Die Teilnehmenden berichten, dass es schon in der Grundschule häufig zu Schulabsen-
tismus kommt. Ein Grund liege in den oftmals fehlenden schulischen Erfahrungen der 
Eltern selbst, so vermuten es die Teilnehmenden. Es fehle ein grundlegendes Verständ-
nis der bestehenden Schulpflicht und der Bildungsnotwendigkeit. Die drohenden Ord-
nungsmaßnahmen werden im Verhältnis zum täglichen existenziellen Stress im Hinblick 
auf die Lebensumstände oftmals als kleineres Problem wahrgenommen und dann igno-
riert oder verdrängt. Dies spitze sich teilweise bis zu voraussichtlichen Ersatzfreiheits-
strafen zu. An diesem Punkt werden die Familien dann aktiv, um sich das Geld für die 
Strafgebühren zu beschaffen.  
Oftmals gebe es keinen regelmäßigen Wochenablauf in den betroffenen Familien. Durch 
Hausbesuche wurde in der Vergangenheit deutlich, dass sich Familien teilweise auch 
außerhalb von Ferienzeiten einige Wochen anderorts aufhalten und daher nicht zu 
Hause anz utreffen waren. In extremen Fällen werde das Jugendamt informiert. Die

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
55 
Schulsozialarbeit möchte durch Elterngespräche die Familien informieren und sensibili-
sieren, damit solche Situationen vermieden werden können. Zwar besuchen die Kinder 
dann wieder für einige Wochen die Schule, aber das bleibe nicht dauerhaft so. 
Offene Ganztagsschule 
Im Sozialraumgebiet fehlten Plätze der offenen Ganztagsschule. Eine Verbesserung der 
Situation sei nicht absehbar. Eine Ausweitung des Platzangebots sei aufgrund von feh-
lenden Räumlichkeiten nicht möglich. So wird auch berichtet, dass die Küche in einer 
vorhandenen OGS umgebaut werden müsste, um die Essenszubereitung für mehr Kin-
der sicherzustellen. Durch Änderungen in der Finanzierung wurden die Kosten für offene 
Ganztagsschulen vom Land NRW auf die Kommunen übertragen. Dies führte dazu, dass 
Kosten an Träger weitergegeben wurden und es zu finanziellen Kürzungen kam, die 
letzten Endes in Köln auch zu Personalabbau führen werden. Ausweichmöglichkeiten, 
sofern Eltern keine Zusage einer OGS erhalten, bieten Jugendzentren und das Angebot 
„Satt & Schlau“, allerdings seien auch hier die Plätze begrenzt und schnell vergeben. 
Auch hier zeige sich die Problematik, dass besonders Kinder aus belasteten Familien 
keine Versorgung und Unterstützung erhielten. In der Beratung werde zwar darauf hin-
gewiesen, sich bei der Anmeldung zu beeilen, aber das gelinge den Familien nicht. Ins-
besondere den Familien, für die eine Inanspruchnahme dieses Angebots wichtig wäre, 
falle dies schwer. 
Freizeitangebote 
Freizeitangebote für Familien gebe es im Sozialraumgebiet Meschenich/Rondorf nur be-
grenzt. Zwar gebe es Spiel- und Bolzplätze, jedoch komme es hier oftmals zu Spannun-
gen, die sich dann in Konflikten unter den Anwesenden äußerten. Dies führe dazu, dass 
sich andere Eltern dort nicht mit den eigenen Kindern aufhalten möchten oder die Kinder 
nicht allein zum Spielplatz gehen dürften und zu Hause in einer zu kleinen Wohnung 
bleiben müssten. Zudem gibt es ein Jugendzentrum, Fußball - und Sportvereine sowie 
Kinderturnangebote. Ein Musikinstrument zu lernen oder das Schwimmbad in Brühl zu 
besuchen, können sich nach Einschätzung der Teilnehmenden viele Familien nicht leis-
ten. Zudem erschwere das geringe Angebot an öffentlichen Nahverkehr eine Inan-
spruchnahme dieser Angebote.  
Kinderreiche Familien 
Kinderreiche Familien sehen sich oftmals mit einer aufwändigen Alltagsorganisation kon-
frontiert. Da die Kinder teilweise unterschiedlichen Schulen zugewiesen werden (Ge-
schwisterkinder bekämen nicht unbedingt an der gleichen Schule einen Platz), müssten 
im Alltag die Schulwege teilweise gleichzeitig in verschiedene Richtungen angetreten 
werden. Bei Erwerbstätigkeit der Eltern verschärfe sich dieses Problem. Die mangelnde 
Erreichbarkeit durch den ÖPNV spiele hier eine große Rolle.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
56 
Fluktuation und Stigmatisierung 
Es wird berichtet, dass Menschen, die versuchen, eine andere Wohnung in einem ande-
ren Stadtteil zu mieten, aufgrund ihres Namens oder durch die bestehende Adresse „Am 
Kölnberg“ oftmals nur Absagen erhalten. Dies stelle sich für einige als Barriere am Woh-
nungsmarkt dar.  
Generell wird angemerkt, dass es sich bei den oben geschilderten Problematiken im 
großen Maße um den Sozialraum „Kölnberg“ handelt. Eine separate Betrachtung der 
angrenzenden Bereiche Meschenichs und Rondorf sei durchaus sinnvoll. Die geschil-
derten Probleme gebe es zwar auch über den Kölnberg hinaus, jedoch in weitaus gerin-
gerem Ausmaß. Auch in der Praxis und im Arbeitsalltag der beteiligten Akteure sei eine 
gebietsübergreifende Betrachtung schwierig. 
Verbesserung der Teilhabe durch die Entwicklung bedarfsgerechter Ange-
bote 
Sprachförderung 
Es wird von einigen Teilnehmenden darauf hingewiesen, wie wichtig das Erlernen der 
deutschen Sprache ist. Ein gutes Angebot an Freizeitaktivitäten oder ausreichenden 
OGS-Plätzen könnte dabei helfen, die Zweitsprachfähigkeiten zu verbessern. Allerdings 
sei es schwer für belastete Familien auch noch eine Fremdsprache zu erlernen, da die 
kognitiven Ressourcen oftmals für die Lösung der täglichen Probleme benötigt werden. 
Grundsätzlich sehen die Teilnehmenden auch einen Mangel an Angeboten für Integrati-
ons- oder Sprachkurse, da beispielsweise nicht allen Zielgruppen Sprachkurse angebo-
ten werden ( z. B.  junge Mütter). Selbst für bereitwillige Ehrenamtler*innen, die nied-
rigschwellige Sprachangebote anbieten möchten, ergebe sich das Problem, dass kaum 
Räume zur Verfügung stehen, die genutzt werden könnten (bspw. Schulen).  
Niedrigschwellige Traumatherapie 
Ein weiterer Aspekt sei die Behandlung von traumatisierten Menschen im Sozialraum-
gebiet. Es gebe viele traumatisierte Frauen und Kinder, deren Traumata dazu führten, 
dass sie weniger in der Lage sind, Lösungen für andere Probleme zu finden oder sich 
mit neuen Themen zu beschäftigen (wie beispielsweise das Erlernen von Sprache). Hier 
wären niedrigschwellige, zielgruppengerechte Angebote zur Traumabewältigung wün-
schenswert. 
Begegnungscafés und Patenschaften 
Einige Familien mit internationaler Familiengeschichte berichteten, dass es sehr schwer 
sei, Kontakt zu deutschen Familien herzustellen. Eine Möglichkeit wird hier in dem be-
reits bestehenden Angebot des Begegnungscafés gesehen, hier könnten sich die Fami-
lien begegnen. Allerdings werden auch in der Nutzung der Begegnungscafés sprachli-
che Hürden gesehen. In einem anderen Stadtgebiet gebe es eine Ehrenamtlerin, die es

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
57 
sich zur Aufgabe gemacht hat, bereitwillige Ehrenamtler*innen zu finden und sie mit in-
teressierten Familien zusammenzubringen. Die Aktivierung von Ehrenamtler*innen in 
Meschenich/Rondorf gestalte sich jedoch vermutlich als herausfordernd. An dieser Stelle 
wird auf das Projekt „Stadtteilmütter“ der Stadt Köln verweisen, das sehr erfolgreich ver-
lief, dessen Finanzierung jedoch eingestellt worden sei. 
Beratungsangebote 
Nach Einschätzung der Teilnehmenden der Fokusgruppe gibt es in Meschenich/Rondorf 
genügend Beratungsangebote. Ein Problem wird eher dahingehend gesehen, dass die 
Menschen nicht wissen, dass eine differenzierte Beratungsstruktur existiert, in dem für 
verschiedene Problematiken unterschiedliche Stellen aufgesucht werden müssen. Oft-
mals gingen die Betroffenen zu einer Beratungsstelle bzw. beratenden Fachkraft, die sie 
bereits kennen und der sie vertrauen, um dort themenübergreifend alle Probleme zu 
klären. Die Berater*innen berichten, dass sie sich oftmals auch den anderen Themen 
annehmen, da sie feststellen mussten, dass die Menschen bei einer Weiterleitung den 
Willen verlieren, ihre Probleme zu klären, und die weiteren Stellen dann nicht mehr kon-
taktieren. 
Zusammenarbeit und Erreichbarkeit von Jobcenter und anderen Behörden 
Da die Bearbeitung der Anträge von Behörden oftmals ein Thema in den Beratungsstel-
len ist, wünschen sich die Teilnehmenden, dass es wenigstens eine Beratungsstelle vom 
Jobcenter im Sozialraumgebiet geben würde, die dieses Thema abdeckt. Die Erreich-
barkeit und Zugänge der Behörden (Jobcenter, Schulamt, Wohnungsamt etc.) habe sich 
generell verschlechtert. Diese Erfahrung machten die Akteur*innen auch in ihrer prakti-
schen Unterstützungsarbeit mit den Menschen vor Ort selbst, da auch sie in Warteschlei-
fen festhingen oder Kontaktformulare nicht zugestellt würden. Zudem dürften E -Mails 
aus Datenschutzgründen nicht durch die Beratungskräfte versandt werden. Regelmä-
ßige Sprechzeiten der jeweiligen Ämter im Stadtteil seien wünschenswert und könnten 
eine deutliche Entlastung darstellen. 
Beteiligung und Aktivierung der Zielgruppe 
Gesellschaftlicher Zusammenhalt 
Neben all den geschilderten Problemen berichten die Teilnehmer*innen der Fokus-
gruppe auch, dass es innerhalb der Hausgemeinschaften (hausspezifisch/ abhängig von 
der bewohnten Etage) speziell im Bereich „Kölnberg“ auch einen großen gesellschaftli-
chen Zusammenhalt gibt, der für die Menschen einen Grund darstellt, dort wohnen zu 
bleiben. Communitys, die sich über Jahre gebildet haben , oder verwandtschaftliche 
Strukturen gäben den Menschen Sicherheit. Ein Projekt, das dieses Potential zur Ver-
besserung der besc hriebenen Problemlagen genutzt hatte, war das Projekt „Stadtteil-
mütter und -väter“. Dies lief laut Teilnehmende sehr erfolgreich, musste aus finanziellen

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
58 
Gründen jedoch beendet werden. Die Akteur*innen seien jederzeit bereit, wieder mitzu-
machen. Die Teilnehmenden der Fokusgruppe sprechen sich einheitlich für eine Wie-
deraufnahme des Projekts aus.  
Abschluss 
Lebensqualität in Meschenich/Rondorf für Familien und Kinder 
Zum Abschluss werden die Teilnehmenden der Fokusgruppe gefragt, welche Aspekte 
das Leben im Sozialraumgebiet Menschenich / Rondorf für Familien und Kinder lebens-
wert machen. Hierzu berichten die Teilnehmenden, dass die kulturelle Vielfalt und die 
hohe Zahl von Kindern einen Beitrag dazu leisten, dass sich die Menschen wohlfühlen. 
Es gebe viele Möglichkeiten Kontakte untereinander zu knüpfen. Aufgrund der zahlrei-
chen Nationalitäten gebe es Anschlussmöglichkeiten an die eigene Community. Die 
ländliche Struktur der Umgebung biete prinzipiell eine schöne Umgebung für Kinder. 
Wenn Feste organisiert werden, nähmen zahlreiche Familien teil. Es gebe viele Men-
schen, die sich untereinander helfen (sowohl engagierte Fachkräfte als auch Einwoh-
ner*innen). So entstünden Zusammenhalt und positive Erlebnisse.  
7.1 Auswertung Qualitative Interviews 
Ergebnisse aus den Einzelinterviews im Sozialraumgebiet  
Höhenhaus/Dünnwald 
Die Ergebnisse stammen aus sechs Interviews, es wurde mit fünf Frauen und einem 
Mann gesprochen. Eine Person war jünger als 35 Jahre, vier Personen waren zwischen 
35 und 64 Jahre alt, und eine Person war 65 Jahre oder älter. Die Ergebnisse sind sor-
tiert nach den Herausforderungen der kleinräumigen Sozialraumgebietsanalysen, die 
sich in einigen Fällen besonders auf die Förderung von Bürger*innen mit internationaler 
Familiengeschichte beziehen. In dieser Studie standen allerdings Bürger*innen in her-
ausfordernden Lebenssituationen im Fokus, was auch Bürger*innen ohne internationale 
Familiengeschichte betrifft. 
Herausforderung: Mehr Bildungsgerechtigkeit für Kinder und Jugendliche 
aus einkommensschwachen, benachteiligten Familien 
Betreuung in Kita und OGS 
Anmeldeverfahren 
Einige Interviewpersonen berichten von Schwierigkeiten hinsichtlich der Anmeldung und 
Platzvergabe sowie der Ausstattung der Kindertagesstätten. Das Online- Anmeldever-
fahren über "Little Bird" wird teilweise als sehr kompliziert empfunden. Die „vielen An-
gaben“, die bei der Anmeldung zu tätigen sind, führten zur Überforderung vereinzelter 
Elternteile („Ich habe kläglich versagt.“). Die Christliche Sozialhilfe Köln ist einzelnen In-

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
59 
terviewpersonen als Anlaufstelle für Personen, die bei der Kita- Anmeldung Unterstüt-
zung benötigen, bekannt und sollte ihrer Einschätzung nach insbesondere für Menschen 
sichtbarer werden, die eine geringe gesellschaftliche Teilhabe und kaum Kontakt zu In-
stitutionen haben. Hierzu würden sich laut einer Interviewperson beispielsweise Schau-
kästen in Kinderarztpraxen eignen, da man hier viele Familien erreiche. Schaukästen in 
Kindertagesstätten werden hingegen als weniger geeignet bewertet, da nicht alle Eltern 
eine Kita-Betreuung in Anspruch nehmen. Eine weitere Möglichkeit biete aufsuchende 
Hilfe wie beispielsweise Willkommensbesuche, bei denen auf niederschwellige Sprache 
und Gespräche auf Augenhöhe zu achten sei. 
Platzangebot 
Eine weitere Schwierigkeit sei der Mangel an ausreichenden Plätzen in den Kinderta-
gesstätten vor Ort. Eine Interviewperson berichtet, dass ihr Kind in einer sanierungsbe-
dürftigen Kindertagesstätte betreut werde, weshalb sie versuchte, es in einer anderen 
Kita anzumelden. Dies sei ihr wegen Platzmangels nicht gelungen, was ihrer Erfahrung 
nach auf weitere Eltern in Dünnwald zutreffe. Teilweise müssten Eltern bis zu einem Jahr 
auf einen Kitaplatz warten, was von den Interviewpersonen als lang empfunden wird. 
Eine Interviewperson beschreibt die Auswirkungen auf ihren Alltag, keinen Kita- Platz 
zeitnah erhalten zu haben: Sie bemühte sich, ihr Kind zu beschäftigen. Trotz der Bemü-
hungen langweilte sich das Kind, was sehr anstrengend gewesen sei. Aktivitäten wie 
Basteln und Malen konnten zwar zuhause ausgeübt werden, das Fehlen sozialer Kon-
takte zu anderen Kindern sei hingegen ein großer Nachteil. Termine mussten häufig auf 
den Nachmittag verlegt werden, wenn das andere Elternteil zu Hause war. Insgesamt 
wird die Bewältigung des Alltags ohne Betreuungsmöglichkeiten als Spannungsfeld be-
schrieben, das sich vor allem bei Alleinerziehenden verstärken kann. Eine Kita-Betreu-
ung wird als sehr hilfreich und unterstützend empfunden, wogegen häufige Personalaus-
fälle, die die Betreuung des Kindes zuhause zur Folge haben, als großes Problem wahr-
genommen werden. 
Ein Mangel an Plätzen in den offenen Ganztagsschulen geht aus den Interviews zum 
Sozialraumgebiet Höhenhaus/Dünnwald nicht direkt hervor. Vier von fünf Interviewper-
sonen mit Kindern berichten, die Betreuung in Anspruch zu nehmen, wobei sich die 
fünfte Person bewusst gegen die Betreuung ihres Kindes im offenen Ganztag entschied, 
weil sie die Möglichkeit und den Wunsch habe, ihre Kinder selbst zu betreuen und die 
Qualität der Betreuung im offenen Ganztag in Frage stelle. Vereinzelt werden die Haus-
aufgabenbetreuung als nicht ausreichend und die Zeitplanung als zu starr wahrge-
nommen. Letzteres führe dazu, dass man den individuellen Bedürfnissen der Kinder 
nicht gerecht werde. 
Schulischer Erfolg 
Interviewpersonen mit Kindern nennen Aspekte, die ihnen dabei helfen könnten, den 
schulischen Erfolg ihrer Kinder zu sichern. Dazu zählen die Verbesserung ihrer Deutsch-
kenntnisse und die Verbesserung der Deutschkenntnisse ihrer Kinder (siehe unten),

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
60 
Unterstützung bei den Hausaufgaben und eine individuelle Förderung. Anstatt einzel-
nen Kindern generell schlechte Leistungen zu unterstellen, wenn Schwächen in be-
stimmten Bereichen vorhanden sind, sollten Stärken gezielt gefördert werden. Der Blick 
soll weg von einer Defizitorientierung und hin zu einer Potenzialorientierung gerichtet 
werden, wie eine Interviewperson anmerkt.  
Vereinzelt habe es Schwierigkeiten gegeben, eine weiterführende Schule im Wohnge-
biet zu finden. Trotz der Bemühungen besuche ein Kind eine weiterführende Schule in 
Sülz. Die Bahnen der Kölner Verkehrsbetriebe haben laut dieser Interviewperson häufig 
Verspätung, was Probleme mit Lehrer*innen in der Schule verursache. Der weite Schul-
weg von über einer Stunde veranlasse das Kind, vorzutäuschen, krank zu sein, um nicht 
zur Schule gehen zu müssen. Dies spiegelt die Relevanz ausreichender Schulplätze in 
Wohnortnähe sowie eines zuverlässigen öffentlichen Nahverkehrs wider. 
Sprachförderung 
Mehrere Interviewte betonen die Relevanz von Deutschkenntnissen der Eltern für den 
Schulerfolg ihrer Kinder. Zum Beispiel habe eine Interviewperson aufgrund von Sprach-
barrieren Schwierigkeiten, ihrem Kind bei den Hausaufgaben zu helfen. Eine mögliche 
Lösung sei es, die Eltern in den Spracherwerb ihrer Kinder einzubinden. Als mögliche 
Orte, um solch ein Angebot umzusetzen, werden Grundschulen und das Jugendzentrum 
aufgeführt. Für Kinder sei eine spielerische oder musikalische Gestaltung der Sprach-
förderung ideal. So könnten Hemmungen abgebaut und ein positives Lernerlebnis ge-
schaffen werden.  
Herausforderung: Berufliche Chancen insbesondere für junge Erwach-
sene mit internationaler Familiengeschichte verbessern 
Berufliche Chancen junger Erwachsener 
Wahrgenommene Schwierigkeiten 
Die Interviews liefern Hinweise darauf, dass ein schneller Berufseinstieg einem höhe-
ren Bildungsabschluss vorgezogen werden kann, wenn prekäre finanzielle Situationen 
in den Familien vorhanden sind. Der Fokus liege dann auf dem unmittelbaren finanziel-
len Bedarf, der gedeckt werden muss , anstatt auf langfristigen Perspektiven durch Bil-
dung. Zusätzlich spielten weitere Faktoren im Hinblick auf einen erfolgreichen Bil-
dungsverlauf eine Rolle : Fehlende emotionale Unterstützung innerhalb der Familie, 
zum Beispiel , wenn Eltern Substanzmittel konsumieren, könne Ausbildungsabbrüche 
begünstigen. Darüber hinaus wüssten Jugendliche oft nicht, welchen Beruf sie anstre-
ben sollen. Die fehlende Berufsorientierung erschwere die Entscheidung für einen län-
geren Bildungsweg. Sollten sich Jugendliche und junge Erwachsene, ohne eine konkrete 
Vorstellung vom Beruf zu haben, auf Ausbildungen bewerben, könnten unerfüllte Erwar-
tungen einen Ausbildungsabbruch herbeiführen. Darüber hinaus könne auch Angst vor 
Misserfolg dazu führen, dass Jugendliche ihre Ausbildung abbrechen und sich für einen 
schnelleren Weg ins Berufsleben entscheiden. Negative Erfahrungen mit Rassismus im

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
61 
Bildungssystem können die Motivation für einen höheren Bildungsabschluss deutlich 
senken. Eine Interviewperson hat diese Erfahrung gemacht. Sie erläutert: „Ich denke, es 
hat ein bisschen […] mit [dem] Kopftuch zu tun, weil – also ich habe das Gefühl gehabt, 
alle Bewerbungen, die kamen mit einer negativen Antwort zurück. Und dann habe ich 
irgendwann aufgegeben und dann mir immer so Nebenjobs gesucht.” 
Lösungsideen 
Den Interviewpersonen fehlten nach der Schule eine bedürfnis- und chancenorientierte 
Berufsberatung, Unterstützung bei der Bewältigung von Rassismus -Erfahrungen und 
Zugang zu passenden Ausbildungsplätzen. Um Unterbeschäftigung von jungen Erwach-
senen abzubauen, sollten ihre individuellen Stärken und Interessen aufgegriffen und ge-
stärkt werden. Mehrfach wurde der Hinweis über die Notwendigkeit von Angeboten für 
die Berufsorientierung und -vorbereitung geäußert, zum Beispiel im Rahmen von Be-
werbungscoachings, wobei klassische Beratungsangebote für Jugendliche womöglich 
nicht greifbar genug seien. Die Angebote sollten zum Beispiel fehlende Kenntnisse über 
Bewerbungsplattformen und die Gestaltung von Bewerbungen vermitteln, bei der Suche 
nach Arbeit unterstützen und bei Motivationsproblemen helfen. Um die Berufsorientie-
rung zu fördern, werden mehr Angebote im Jugendzentrum und mehr personelle Res-
sourcen von Sozialpädagog*innen und Schulsozialarbeiter*innen vorgeschlagen. Dar-
über hinaus wird die Durchführung divers er Praktika empfohlen, die realistische Einbli-
cke in Arbeitsbereiche bieten und damit Abbruchquoten bei Auszubildenden senken 
könnten. Als besonders wichtig empfinden die Interviewpersonen aus eigener Erfahrung 
beim Übergang von Schule und Beruf Fachkräfte, die motivieren, Möglichkeiten aufzei-
gen und emphatisch mit den Jugendlichen umgehen. 
Kurse zu digitalen Medien  
Verschiedene Interviewpersonen äußern Interesse an Kursen zum Umgang mit digita-
len Medien. Diese würden zur Verbesserung der Medienkompetenzen jüngerer Men-
schen, insbesondere bezüglich des Umgangs mit Cybermobbing und Betrug, zu berufs-
qualifizierenden Zwecken, aber auch zu Zwecken der Selbsthilfe benötigt. Eine Inter-
viewperson möchte die Nutzung von KI-basierten Chatbots erlernen, um bei Finanzfra-
gen schnelle Antworten zu erhalten. Hinsichtlich des Kursformats wird geäußert, dass 
für Erwachsene Nachmittagskurse, zum Beispiel in Gruppenform, wünschenswert seien. 
Herausforderung: Familien- und Kinderarmut abbauen - Mehrfach belas-
tete Lebenslagen durch abgestimmte Hilfen gezielt verbessern 
Familien mit erhöhtem Risiko einer geringen Teilhabe 
Teilhabechancen Alleinerziehender 
Die Ergebnisse der Interviews liefern Hinweise, dass bei Reduzierung der Kita-Öffnungs-
zeiten aufgrund fehlenden Personals Kinder zu Hause betreut werden müssen. Die All-

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
62 
tagsorganisation und Teilhabe an Freizeitaktivitäten sind durch die gemeinsame Betreu-
ung mit dem anderen Elternteil möglich. Bei alleinerziehenden Elternteilen ist dies jedoch 
nur bedingt möglich, so dass sich diese Schwierigkeiten bei ihnen verschärfen. Daher 
ist eine ausreichende Verfügbarkeit von Betreuungsplätzen und die Verlässlichkeit 
der Betreuung umso wichtiger, wenn (alleinerziehenden) Elternteilen eine Vereinbarkeit 
von Familie und Beruf sowie Familie und Freizeit ermöglicht werden soll. 
Teilhabe kinderreicher Familien 
Zwei Interviewpersonen haben drei oder mehr Kinder (kinderreiche Familien). Hinsicht-
lich ihrer Chancen auf Bildung und Beruf äußert eine Interviewperson den Wunsch nach 
Sprachkursen am Nachmittag und in Gruppenform sowie Unterstützung bei der Nutzung 
von Computern. Weiterhin wird der Wunsch nach Unterstützung bei der Suche nach 
einer Ausbildung und dem Schreiben von Bewerbungen genannt. Diese könne jedoch 
nur bei verlässlicher Kinderbetreuung umgesetzt werden. Eine Verbesserung der Kin-
derbetreuung könne durch die Einrichtung von Notfallbetreuungsplätzen oder durch die 
Erweiterung der Öffnungszeiten erzielt werden. 
Freizeitangebote 
Angebote für Kinder und Jugendliche 
Zu den Freizeitaktivitäten der Kinder in Höhenhaus/Dünnwald zählen gemeinsame 
Ausflüge mit der Familie, z. B. in den Märchenwald, auf den Gertruden Hof oder in den 
Affen- und Vogelpark, Besuche des Zoos und des Wildparks, des Leverkusener Neu-
landparks und Kinobesuche. Im Winter spielen die Kinder mit anderen Kindern zuhause 
und auf Indoor -Spielplätzen, während si e im Sommer Schwimmbäder besuchen. Na-
hezu alle Aktivitäten werden in anderen Stadtteilen oder Städten wahrgenommen. Vor 
Ort würden lediglich gemeinsame Fahrradtouren und Pic knicks mit Kindern aus der 
Nachbarschaft stattfinden.  
Im Sozialraumgebiet Höhenhaus/Dünnwald gebe es nur wenige Treffpunkte für Kinder. 
Vorhandene Treffpunkte wie der Dünnwalder Spiel - oder Fußballplatz seien verdreckt. 
Die Eltern räumten laut einer Interviewperson zwar von Zeit zu Zeit den  Müll weg, die 
Treffpunkte seien jedoch in kurzer Zeit wieder verdreckt. Eine Interviewperson äußert 
Sicherheitsbedenken wegen öffentlichen Drogenkonsums, der jedoch ein Problem auf 
Stadtebene sei (siehe auch Sicherheitsgefühl). 
Die Eltern äußern Wünsche hinsichtlich der Freizeitaktivitäten für Kinder: Dazu zählen 
ein Schwimmbad, kostengünstige Schwimmkurse mit genügend Plätzen in nahegelege-
nen Schwimmbädern, mehr Spielplätze mit vielfältigen Möglichkeiten wie Schaukeln und 
Rutschen, ein Kino und Tanzkurse. Es werden kostengünstige Angebote für verschie-
dene Wetterlagen gewünscht. Eine Interviewperson wünscht sich allgemein mehr Akti-
vitäten und Angebote, an denen die Kinder aktiv teilnehmen können und kritisiert, dass 
es zu wenig Engagement für die vielen Kinder in der Umgebung gebe. Insgesamt solle 
das soziale Miteinander innerhalb der Wohnumgebung gestärkt werden. Wichtig sei

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
63 
eine geringe Schwelle zur Teilnahme, um möglichst viele Kinder und Jugendliche zu 
erreichen. Ebenso wird der Wunsch geäußert, ein niedrigschwelliges Streetwork-Ange-
bot aufzubauen, um mit den Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu kommen und ihnen 
verschiedene Aktivitäten anzubieten. Insbesondere für Kinder aus schwierigen familiä-
ren Verhältnissen seien solche Anlaufstellen wichtig, um ihnen positive Erfahrungen zu 
ermöglichen und Perspektiven aufzuzeigen: „In Dünnwald gibt es ja die Möglichkeit, also 
da gibt es ja dieses Henry's Hope Jugendzentrum. Das ist so das Einzige eigentlich, was 
es […] hier in Dünnwald gibt. Die Kinder sind sonst alle auf der Straße, also die Jugend-
lichen. Die Jugendlichen, die auch bei uns an der Förderschule sind, die sind alle auf der 
Straße und die machen keine schönen Sachen. Also das ist schon richtig kriminell teil-
weise. Und ich hatte irgendwie so die Idee, wie es wäre, wenn es so wie an manchen 
Orten, zum Beispiel auch in Berlin auch, so Streetworker [gäbe]. Wirklich, die die Kinder 
so ein bisschen aufleben [lassen].“ Angebote wie „Erzählcafés" könnten dazu dienen, 
den Zugang zu Informationen über mögliche Freizeitangebote vor Ort, aber auch in Köln 
insgesamt, zu erleichtern. 
Jugendzentrum 
Aus den Interviews geht hervor, dass das Jugendzentrum Dünnwald eine zentrale An-
laufstelle für Familien und Kinder in der Nachbarschaft ist und wichtige Funktionen 
erfüllt. Es bietet den Kindern vielfältige Unterstützung und Förderung, wie Nachmittags-
betreuung, Hausaufgabenhilfe, Berufsorientierung, Freizeitaktivitäten und Ausflüge, 
warmes Essen und politische Bildung. Diese Angebote tragen dazu bei, die Teilhabe der 
Kinder zu fördern und einige ihrer Grundbedürfnisse zu erfüllen.  
Die Interviewpersonen sehen noch weiteres  Potenzial im Jugendzentrum. Es wird ein 
vielfältigeres Ferienangebot gewünscht. Diesbezüglich seien die Möglichkeiten des Ju-
gendzentrums jedoch begrenzt, da Personalmangel und hohe Kosten hinderlich seien. 
Der Wunsch nach mehr Personal wird mehrfach betont, um den K indern und Jugendli-
chen mehr individuelle Betreuung und Unterstützung bieten zu können. Insbesondere 
bei Themen wie Bewerbungen, Ausbildungsplatzsuche und Hausaufgaben wird von ver-
schiedenen Interviewpersonen ein erweitertes Angebot gewünscht. Auch eine stärkere 
Kommunikation und Begleitung der Jugendlichen, um ihre individuellen Stärken und In-
teressen besser kennenzulernen und zu fördern, werden als wichtig erachtet. Darüber 
hinaus sei das Jugendzentrum bei stärkerer Einbindung von Pädagog*innen eine gute 
Möglichkeit, das politische Interesse der Kinder noch gezielter zu stärken, sodass ein 
Grundverständnis für politische Prozesse entwickelt und ein spielerisches Heranführen 
an Wahlen ermöglicht werden könne. Um fortwährend warme Mahlzeiten für alle hung-
rigen Kinder anbieten zu können und die Vielfalt der Freizeitangebote stärken zu können, 
werde eine stärkere finanzielle Unterstützung benötigt. Zudem sei das Jugendzentrum 
Anlaufstelle für Menschen mit Beratungsanliegen zu Leistungen des Jobcenters gewe-
sen. Das Angebot sei weggefallen, die Anliegen hingegen bestünden immer noch.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
64 
Allerdings zeigen die Interviews auch, dass sich einige der interviewten Eltern über den 
Umgang mit dem sozialen Verhalten („Disziplinprobleme“) und über die Sicherheit ihrer 
Kinder im Jugendzentrum Gedanken machen. Einige Kinder würden das Zentrum mei-
den, da sie sich vom Verhalten anderer Kinder abgeschreckt fühlten. Außerdem gebe 
es Probleme mit Drogenkonsum und - handel in der näheren Umgebung des Jugend-
zentrums. In Bezug auf den Drogenkonsum sehen die Interviewpersonen Handlungspo-
tenzial. Lösungsideen betreffen die Schaffung von Betreuungsangeboten, Drogenprä-
vention und (mehr) aufsuchende Sozialarbeit.  
Angebote für Erwachsene 
Zu den Freizeitaktivitäten der Interviewpersonen zählen insbesondere informelle Tref-
fen im Freundeskreis sowie die Teilnahme am Dünnwalder Nachbarschaftstreff. Seltener 
werden Konzertbesuche, Musikhören, eine regelmäßige Teilnahme an gemeinsamem 
Musizieren in einem türkischen Chor,  Sport, Filmesehen und das Lesen von Büchern 
genannt.  
Zu den gewünschten Kultur- und Freizeitangeboten zählen Treffpunkte und Cafés für 
den Austausch von Familien mit Kindern, Frauencafés und Schwimmkurse, speziell 
auch für Männer. Wichtig sei jedoch vor allem, bereits vorhandene Angebote bekannter 
zu machen, so verschiedene Interviewpersonen. Darüber hinaus sollten die Angebote 
inklusiv gestaltet werden, sodass sie für alle Bevölkerungsgruppen zugänglich sind. Der 
Nachbarschaftstreff werde zwar wertgeschätzt, jedoch sei die Motivation anderer Ein-
wohner*innen an der Teilnahme bislang limitiert, was eine Interviewperson kritisiert. 
Alle Interviewpersonen, die jüngere Kinder haben, nehmen Betreuung in einer Kinderta-
gesstätte in Anspruch. Mit einer Ausnahme werden alle Kinder im offenen Ganztag be-
treut. Trotzdem berichten nahezu alle Interviewpersonen, aufgrund der Betreuung ihres 
Kindes bei der Wahrnehmung von Angeboten oder der Teilnahme an Aktivitäten 
eingeschränkt zu sein. Die meisten Interviewpersonen haben (auch) wegen des Fami-
lienalltags nur begrenzt bis gar keine Zeit für Vereinsmitgliedschaften, die Teilnahme an 
kulturellen Angeboten oder sonstige Freizeitangebote. Mehrere Interviewpersonen wün-
schen sich daher zusätzliche Betreuungsangebote. Eine Interviewperson wünscht 
sich integrierte Freizeitangebote mit Betreuungsmöglichkeiten, die vor allem alleinerzie-
hende Eltern entlasten könnten. 
Teilhabe in Vereinen 
Einige Interviewpersonen äußern, dass ihnen Sportvereine bekannt seien. Hierzu zählen 
der Dünnwalder Turnverein und der nahegelegene MTV Köln in Köln-Holweide. Die 
Sportvereine bieten laut Interviewpersonen viele Möglichkeiten zur sportlichen Betäti-
gung, darunter Fußball, Basketball, Tennis, Boxen, Turnen, Tanzen und Kampfsport. Die 
Interviewpersonen berichten, sich an den Bedürfnissen ihrer Kinder zu orientier en und 
diese zur Ausübung einer Sportart zu ermutigen. Allerdings ist dies bislang nur teilweise 
gelungen: Nur ein Kind der befragten Personen ist Mitglied in einem Sportverein. Wobei

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
65 
einige Interviewpersonen Bemühungen zeigen, das Interesse ihrer Kinder für eine Sport-
art zu wecken. Eine Interviewperson nimmt regelmäßig an einem türkischen Chor in Le-
verkusen teil. In der Vergangenheit bestand in einem Fall eine Mitgliedschaft in einem 
Volleyballverein, was rückblickend sehr positiv bewertet wird, so dass sich die Inter-
viewperson vorstellen kann, die Mitgliedschaft möglicherweise wieder aufzunehmen.  
Auf die Frage, aus welchen Gründen sie  kein Mitglied in einem (Sport -)Verein sind, 
geben die Interviewpersonen unterschiedliche Antworten. Geäußert wird beispielsweise, 
dass auch aufgrund der Kinderbetreuung keine Zeit und teils kein Interesse bestehe, 
sportlich aktiv zu sein. Stattdessen wolle man auch inaktive Zeit genießen. So schildert 
eine Interviewperson, dass der Haushalt und die Kinderbetreuung hauptsächlich ihre 
Aufgabe seien, was sie sehr belastet: „Ja, ne, also sie [die Tochter] schimpft auch echt 
und dann sage ich auch immer: „Aber ich habe keine Zeit." Ich habe wirklich keine Zeit. 
Also, es ist so für mich – für mich ist es eine kostbare Zeit, wenn ich mal einfach nur 
sitzen kann und mein Gehirn abschalten kann.“ Bei den Interviewpersonen scheinen vor 
allem fehlende zeitliche Ressourcen und fehlendes Interesse Gründe dafür zu sein, wa-
rum sie bzw. ihre Kinder kein Mitglied in einem Verein sind. Hohe Vereinskosten und die 
Unkenntnis von Angeboten sind weitere Hürden.  
Darüber hinaus werden sprachliche Hürden und mangelnde Inklusivität als Barrieren 
für die Inanspruchnahme von Vereinsaktivitäten  genannt. Eine Interviewperson be-
schreibt, ihr Lebenspartner ziehe sich vor der Teilnahme an Gruppenaktivitäten zurück, 
in denen ausschließlich deutsch gesprochen wird, da er glaube, nicht schnell genug ant-
worten zu können. Zusätzlich gebe es „manchmal diese Untertöne“ seitens der Gruppen. 
Offenbar können sprachliche Unsicherheiten sowie ausgrenzendes Verhalten die Teil-
habe an Freizeit, Kultur und Sport verringern, sollten entsprechende Angebote nicht aus-
reichend sprachsensibel und inklusiv gestaltet sein. 
Eine Interviewperson wünscht sich Angebote mit integrierten Betreuungsmöglich-
keiten für Kinder, die vor allem alleinerziehende Eltern entlasten würden: „Aber es ist so 
[…] dieses ganze Gesamtpaket, dass man einfach diese Sicherheit auch haben muss 
als Elternteil, mein Kind dann dort abgeben zu können. Aber wenn es für mich jetzt in 
den Vereinen, wenn es solche Möglichkeiten gibt, sage ich mal, für eine halbe Stunde 
[…], die dauern ja 45 Minuten oder eine Stunde, wie zum Beispiel mit dem Schwimm-
kurs. Es gibt ja auch viele Mütter, die noch nicht schwimmen können, dass sie dann mal 
sagen: „Hey, ich mache meinen Schwimmkurs und mein Kind ist aber in der Zwischen-
zeit betreut. Aber […] wenn ich wollte, könnte ich hingehen und gucken. […] Also, dass 
es nicht so eine riesengroße Distanz ist, zwischen Mutter und Kind, ne? “ 
Infrastruktur an Hilfs- und Unterstützungsangeboten 
Mehrere Interviewpersonen äußern den Wunsch nach niederschwelligen Beratungs-
angeboten im Wohnumfeld. Die Themen, zu denen sie diese benötigen, lauten: Anmel-

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
66 
dung in der Kindertagesstätte, Unterstützung bei der Berufsorientierung und Arbeitssu-
che, Finanz- und Schuldnerberatung, Unterstützung beim Umgang mit den Behörden 
und Pflege- und Altersvorsorge. 
Darüber hinaus würden die Vernetzung und Kooperation zwischen den verschiedenen 
sozialen Trägern und Einrichtungen wie Schulen, Sozialarbeit und Vereinen fehlen. Das 
Bestreben, die Bekanntheit der Angebote zu erhöhen und die Angebote aufeinander ab-
zustimmen, sei bislang nicht ausreichend. Dies führe dazu, dass viele Bürger*innen über 
die vorhandenen Unterstützungsmöglichkeiten nicht informiert seien.  
Information über bestehende Angebote 
Da alle Interviewpersonen bereits Beratungsangebote vor Ort in Anspruch genommen 
haben – dies ist zurückzuführen auf die Akquise- Wege dieser Studie –  besteht bereits 
Kontakt zu lokalen Unterstützungsstrukturen und damit Zugang zu Informationen über 
Beratungsangebote, die häufig aufeinander verweisen. Ein auffallend hoher Informati-
onsmangel über Beratungsangebote geht daher nicht direkt aus den Gesprächen hervor. 
Allerdings könnten Bürger*innen, mit denen nicht gesprochen wurde, Informationen über 
lokale Beratungsangebote benötigen. 
Fehlende Informationen über bestehende Angebote gebe im Freizeit - und Gesund-
heitsbereich. So wird sich ein „Erzählcafé“ mit näheren Informationen zu kostengünsti-
gen Freizeitmöglichkeiten und anderen Angeboten gewünscht. Einige Einwohner*innen 
scheinen laut Aussagen von Interviewpersonen nicht über vorhandene Gesundheitsan-
gebote, -projekte und -einrichtungen informiert zu sein. Dazu gehören beispielsweise 
Angebote wie Seniorengymnastik oder ganzjährige Gesundheitsangebote. Dabei wer-
den vorhandene Angebote durchaus wertgeschätzt, so zum Beispiel eine Gesundheits-
woche. Eine bessere Kommunikation und Bewerbung dieser Angebote sei wichtig, um 
die Versorgung der Bürger*innen zu verbessern. Eine Möglichkeit, diese zu bewerben, 
sei der Einsatz von Flyern und Plakaten. 
Herausforderung: Teilhabechancen von Menschen mit internationaler Fa-
miliengeschichte fördern - Mehrfach belastete Lebenslagen durch abge-
stimmte Hilfen gezielt verbessern 
Finanzielle Situation 
Die Mehrheit der Interviewpersonen bestreitet ihr Haushaltseinkommen durch Erwerbs-
tätigkeit. Bei etwa der Hälfte dieser Interviewpersonen sind mehrere Haushaltsmitglieder 
erwerbstätig. Bei der anderen Hälfte dieser Interviewpersonen gibt es eine Alleinverdie-
nerin bzw. einen Alleinverdiener. Alle Interviewpersonen berichten von finanziellen Hür-
den, mit denen sie in unterschiedlichem Maße konfrontiert sind. Zu diesen zählen: Die 
Finanzierung der Ausbildung eines Kindes, Kosten für Schulutensilien, finanzielle 
Knappheit aufgrund hoher Miet- und Lebenshaltungskosten, die auch die Möglichkeiten 
einschränkt, an kulturellen, Vereins- und Freizeitaktivitäten teilzunehmen. Weil das Ein-
kommen trotz Erwerbstätigkeit nicht reiche, nehme eine Familie zusätzlich Wohngeld

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
67 
und Kinderzuschlag in Anspruch. Einer anderen Familie werden diese Leistungen nicht 
bewilligt, obwohl sie wegen Selbstständigkeit und nichtgezahlter Gehälter durch den Ar-
beitgeber finanziell belastet seien.  
Um finanzielle Notlagen abzufedern, nehme eine Interviewperson im hohen Alter die 
Unterstützung der Tafel in Anspruch. Diese wird zwar als gut bewertet, allerdings decke 
sie nicht ihre gesamten Bedürfnisse. Daher habe sie sich zusätzlich Beratung bei der 
Caritas eingeholt, was sie als große Hilfe erachtet.  Als weitere Interviewpersonen da-
nach gefragt wurden, welche Unterstützung sie in Bezug auf ihre Finanzen zusätzlich 
bräuchten, äußerte eine Interviewperson, sich Beratungsangebote im Bereich Finanz - 
und Schuldnerberatung vor Ort zu wünschen, um weite Fahrtwege zu vermeiden. Das 
ABC-Höhenhaus hat eine andere Interviewperson bereits zu Schulden beraten. Womög-
lich könnte eine Steigerung dessen Bekanntheitsgrades für einige Einwohner*innen des 
Sozialraumgebiets Höhenhaus/Dünnwald hilfreich sein.  
Erwerbstätigkeit 
Die beruflichen Situationen der Interviewpersonen sind vielfältig: Einige sind arbeitslos 
oder im Rentenalter, andere sind erwerbstätig – teilweise in mehreren Anstellungen 
gleichzeitig.  
Bezüglich der Unterstützung im Berufsleben scheinen insbesondere folgende Aspekte 
relevant zu sein: Bei der Suche nach Arbeit seien positive Erfahrungen mit Sozialbera-
ter*innen vor Ort gemacht worden, weshalb eine höhere Verfügbarkeit des nieder-
schwelligen Angebots gewünscht werde. Positiv wird in diesem Zusammenhang auch 
das Angebot der Caritas hervorgehoben, dessen Personal schnell auf Anfragen reagiere 
und Termine anbiete. Einzelne Interviewpersonen  berichten keine Anlaufstelle zu ken-
nen, bei der sie Vorfälle melden und Hilfe erhalten könnten, falls Sie Diskriminierungs-
erfahrungen machen sollten. Teilweise bestünde die Präferenz, bei Rassismus mit Per-
sonen zu sprechen, die eine internationale Familiengeschichte haben, teilweise sei der 
Hintergrund auch irrelevant, sofern die*der Gesprächspartner*in das Anliegen der auf-
suchenden Person ernst nehme.  
Diskrepanz zwischen Beruf und Qualifikation 
Unter den Interviewpersonen gibt es zwei Fälle von Überqualifikation . So arbeitete 
ein*e Ingenieur*in mit Berufserfahrung und in Deutschland anerkanntem Abschluss in 
der Vergangenheit als Sicherheitsfachkraft. Eine ausgebildete Krankenpflegerin arbeite 
derzeit in einer Zeitarbeitsfirma, hauptsächlich in Altenheimen und der  Demenzpflege. 
Patient*innen mit Medikamenten versorgen, dürfte sie beispielsweise nicht, was jedoch 
ihrer Qualifikation entspreche. Dies sei auf eine ausstehende Anerkennung der Qualifi-
kation zurückzuführen, die vor neun Monaten beantragt wurde. Beide Interviewpersonen 
fühlten sich in ihren Tätigkeiten unterfordert und wünschten eine Anstellung, die ihren 
Interessen und Qualifikationen entspreche. Es werden bereits Versuche unternommen, 
eine passende Teilzeitstelle zu finden, allerdings bislang ohne Erfolg. Dies führt die In-
terviewperson auf ihr hohes Alter und den gesuchten Beschäftigungsumfang zurück.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
68 
Bedeutung der Kinderbetreuung für die Erwerbstätigkeit 
Keine der in dem Sozialraumgebiet Höhenhaus/Dünnwald lebenden Interviewpersonen 
hat zurzeit Schwierigkeiten, an arbeitsbezogenen Angeboten teilzunehmen. Eine Schil-
derung verdeutlicht jedoch die Relevanz der Kinderbetreuung für die Teilnahme an einer 
(Weiter-)Bildung. So ist die Entscheidung für eine Kindertagesstätte unter anderem 
durch den Wunsch motiviert, einen Schulabschluss zu erwerben, um eine Berufsausbil-
dung zu absolvieren und später einer Erwerbstätigkeit nachgehen zu können: „Ich wollte 
auch etwas machen. Schule, Arbeit oder so.“ 
(Langzeit-) Arbeitslosigkeit 
Zu den Gründen für (Langzeit -) Arbeitslosigkeit, die im Rahmen der Interviews identifi-
ziert werden können, zählen ein fehlender Schulabschluss und eine fehlende berufliche 
Qualifikation, Wirtschaftskrisen, Rassismus und Mobbing. Mobbing führte in einem Fal l 
zum Verlust des Arbeitsplatzes, in einem anderen Fall –  gepaart mit Rassismus – zum 
Abbruch der Ausbildung und in Folge zu Resignation. Faktoren, die die (Wieder -)Auf-
nahme eines Berufs negativ beeinflussten, seien eine unzureichende Unterstützung bei 
der Jobsuche sowie die Schwierigkeit, ausländische Abschlüsse anerkennen zu lassen. 
Andere Nicht-Erwerbstätige leisten zurzeit Care-Arbeit; sie betreuen ihre Kinder und ste-
hen dem Arbeitsmarkt deshalb zurzeit nicht zur Verfügung. Eine weitere Interviewperson 
möchte hingegen eine Ausbildung zur pädagogischen Fachkraft machen. Hierfür benö-
tige sie zunächst einen Schulabschluss, für w elchen sie wiederum einen Sprachkurs 
besuchen müsse. 
Herausforderung: Lebenslage älterer, insbesondere armutsgefährdeter, 
Menschen verbessern 
Gesundheit 
Eine Interviewperson ist Senior*in. Sie schätzt ihren gesundheitlichen Zustand zwar als 
gut ein, berichtet allerdings von Schwierigkeiten, Fachärzt*innen wie Orthopäd*innen, 
Chirurg*innen und Hautärzt*innen zu erreichen. Sie bekomme oft erst nach mehreren 
Monaten Termine, was Sie in der Vergangenheit dazu veranlasste, ein akutes Problem 
selbst zu behandeln. Eine höhere Zahl von Fachärzt*innen könnte den gesundheitlichen 
Zustand aller Bürger*innen verbessern. 
In Bezug auf präventive Gesundheitsangebote erwähnt die Interviewperson, eine „Ge-
sundheitswoche" mit verschiedenen Angeboten wie Yoga und Vorträgen zu kennen. 
Diese habe zeitlich begrenzt stattgefunden, eine Wiederholung wird vorgeschlagen. Um 
mehr Einwohner*innen zu erreichen, wird mehr Werbung in Form von Flyern und Plaka-
ten mit ausreichenden Informationen empfohlen. Die Interviewperson betont, dass ähn-
liche Angebote, wie zum Beispiel Kurse für Rückengymnastik zwar ganzjährig vorhan-
den seien, aber vielen Einwohner*innen unbekannt seien. Die dauerhafte Bereitstellung 
von Informationsmaterial über vorhandene Gesundheitsangebote wird daher als notwen-
dig erachtet.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
69 
Pflege im Alter 
Darüber hinaus fehlten Informationen über Pflegeangebote im Alter. Kenntnisse be-
stünden lediglich über das Angebot eines Altersheims in Dünnwald. Daher bestehe der 
Wunsch nach einer besseren Aufklärung und Beratung für Pflegeangebote vor Ort.  
Formularhilfe 
Um Senior*innen in finanziellen Notlagen besser zu unterstützen, werde laut einer Inter-
viewperson im Erwachsenenalter  eine Formularhilfe benötigt. Eine solche Hilfe bietet 
das ABC-Höhenhaus an. Dieses Angebot ist womöglich nicht bekannt oder für Senior*in-
nen aus Dünnwald nicht gut erreichbar. Eine Interviewperson schildert, dass es in ihrem 
Wohnumfeld früher ein Beratungsangebot im Dünnwalder Jugendzentrum gab, das 
Empfänger*innen von Leistungen vom Jobcenter unterstützte. Dieses Angebot sei 
weggefallen, seitdem die zuständige Person in Rente gegangen sei. Die Interviewperson 
betont, dass es für viele Menschen, insbesondere Ältere, sehr schwierig sei, sich selbst-
ständig im Jobcenter zurechtzufinden und die (richtigen) Anträge zu stellen. Sie wünscht 
sich, dass es solch ein niedrigschwelliges Angebot vor Ort wieder geben würde. 
Freizeitangebote für Senior*innen 
Die Interviewperson im Seniorenalter berichtet davon, viele soziale Kontakte zu haben, 
mit denen sie sich zum Schachspielen im Nachbarschaftshaus treffe. Dieses Angebot  
wüssten Senior*innen sehr zu schätzen. Hier habe eine andere Interviewperson an ei-
nem Seniorenprojekt mitgewirkt; sie habe für Senior*innen gekocht und Waffeln geba-
cken. Außerdem habe sie sich mit Senior*innen unterhalten. Die Beteiligten begeisterten 
sich zwar für das Angebot, wegen auslaufender Finanzierung habe man das Projekt je-
doch einstellen müssen. Die Interviewperson berichtet : „Also die sind hier, die haben 
sogar nachgefragt, wann das Angebot ist. Ich habe das [dann] einmal im Monat gemacht, 
weil das Finanzielle nicht [mehr] kam. Dann wurde von mehreren Senioren auch gesagt, 
„Ja, warum macht man das nicht zweimal oder dreimal [im Monat] oder jede Woche? Ja, 
wir brauchen das. Wir müssen aus unserem Haus rauskommen, um sozial zu werden.“ 
Eine Interviewperson im höheren Alter wünscht sich Tischtennis für ältere Einwohner*in-
nen; ein Angebot, das es für jüngere Menschen im Jugendzentrum bereits gebe. 
Herausforderung: Gesellschaftliche und politische Einbindung verbessern 
– ehrenamtliches Engagement und politisches Interesse der Stadtgesell-
schaft fördern 
Freiwilliges Engagement  
Die Interviewpersonen aus dem Sozialraumgebiet Höhenhaus/Dünnwald zeigen bereits 
ein hohes Maß an Engagement in und in der Nähe ihres Wohnortes. Sie engagieren 
sich im Rahmen von Aktivitäten im Buchforster Gartentreff, wo eine Zusammenarbeit mit 
Jugendlichen, Kindern und Eltern stattfindet, bei der Tafel, in einem Schachclub des 
Nachbarschaftstreffs, wo Schachtraining für ältere Menschen zum Schutz vor Demenz

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
70 
und gegen Isolation angeboten wird, durch die Leitung eines wöchentlich stattfindenden 
Mädchentags und einer Kochgruppe im Jugendzentrum sowie bei der Organisation von 
Ausflügen für Kinder.  
Hürden 
Die Interviewpersonen nennen Gründe für ein ausbleibendes Engagement anderer 
Bürger*innen und Hürden, auf die sie selbst gestoßen seien. Zunächst gebe es keine 
konkreten Angebote vor Ort, die die Bürger*innen zum Mitmachen motivieren. Inte-
resse habe es zum Beispiel an Bastelprojekten oder Basteltagen, Strick - oder Nähkur-
sen gegeben. Die Nachfrage zur Teilnahme sei sehr hoch: „Da fragen die Leute, „Warum 
kann man nicht diesen Kurs machen?“, „Warum gibt es keinen Sprachkurs?“, „Warum 
wird nicht geholfen?“ Dies und das. Also es ist einfach. Die Nachfrage ist einfach richtig 
groß." Potenziellen Ehrenamtlichen, die diese Kurse anbieten möchten, fehle es jedoch 
an finanziellen Mitteln, um das Angebot umzusetzen. Materialkosten müssten von den 
Engagierten häufig selbst übernommen werden, was eine Hürde sei. Zudem würden fi-
nanzielle Mittel gekürzt, was die Möglichkeiten laut der Interviewpersonen zusätzlich 
einschränkt. Weiterhin seien die Angebote unter den Bürger*innen häufig nicht be-
kannt. Eine Steigerung des Bekanntheitsgrades würde die Teilnahme erhöhen und bei 
hoher Nachfrage eine Schaffung zusätzlicher Angebote durch interessierte Einwoh-
ner*innen bewirken können. Möglichkeiten der Steigerung des Bekanntheitsgrades 
seien: Werbung machen bei bestehenden Angeboten, wie bei der Tafel, Kontakte zu 
Schulen, dem Jugendheim und Nachbar*innen aufnehmen, Werbung in die Briefkästen 
einwerfen und die Menschen vor Ort auf der Straße ansprechen.  
Einigen Einwohner*innen fehle auch schlichtweg die Motivation, sich zu engagieren, 
sich in der Nachbarschaft zu beteiligen und gemeinsame Aktivitäten wahrzunehmen. Ei-
nige Einwohner*innen lebten eher in ihren eigenen „Communitys" und hätten wenig In-
teresse an einem Austausch über die Grenzen ihrer Community hinweg. Als weiteres 
Problem wird mangelnde Zeit, insbesondere durch Arbeit  aufgeführt. Es wird bei-
spielsweise Interesse an einem Angebot der Caritas gezeigt, aber aufgrund von Zeit-
mangel sei eine Beteiligung schwierig. Seltener könnten rechtliche Beschränkungen 
das Engagement von Bürger*innen hemmen. So sei der Versuch unternommen worden, 
einen Kinderclub in Dünnwald zu etablieren, in dem auch Kinderfilme gezeigt werden 
sollten. Dies sei jedoch an rechtlichen Beschränkungen gescheitert, da man keine Wer-
bung für Filme machen und keine Konkurrenz zum Kino aufbauen dürfe. Schließlich gibt 
es Hinweise darauf, dass manchen Familien mit internationaler Familiengeschichte in 
ihren Nachbarschaften kein Gefühl des Willkommenseins vermittelt werde und man 
ihnen eher verschlossen oder voreingenommen begegne.  
Politische Veranstaltungen 
Es wird angedeutet, dass es Einwohner*innen gibt, die sich einsam und von der Politik 
vergessen fühlten. Es mangele an Kontakt und Austausch mit Lokalpolitiker*innen,

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
71 
was das Engagement der Bürger*innen bremse. Viele Kinder und Jugendliche aus Ge-
bieten mit erhöhten Herausforderungen lernen laut einer Aussage nicht, dass ihr Han-
deln Konsequenzen habe. Daher müsse man zunächst an der Vermittlung von Verant-
wortungsbewusstsein und sozialen Kompetenzen arbeiten, bevor freiwilliges Enga-
gement gefördert (und gefordert) werden könne. Zuletzt bestehe eine wahrgenommene 
Handlungserfordernis in Bezug auf die Zusammenarbeit und Vernetzung der verschie-
denen Träger und Einrichtungen in der Nachbarschaft. Daher werde viel E-Mail-Verkehr 
und Koordination durch eine engagierte Interviewperson betrieben, damit sich etwas be-
wegt. 
Attraktivität des Engagements erhöhen  
Einige Interviewpersonen berichten davon, welchen positiven Nutzen sie durch ihr En-
gagement erzielten. Hierzu zählen ihrer Einschätzung nach der Aufbau sozialer Kontakte 
und der Austausch mit Mitmenschen, die Abwechslung vom Alltag, die Freude am Hel-
fen, die positive Resonanz in Form von Dankbarkeit, Freude und Zufriedenheit der Teil-
nehmenden und die Förderung der eigenen kognitiven Gesundheit. Weitere A nreize 
könnten die Übernahme von Materialkosten sowie eine Bezahlung für das Engagement 
der Bürger*innen sein. Im Rahmen der Interviews wird auf die Notwendigkeit verwiesen, 
finanzielle Mittel für das Engagement zur Verfügung zu stellen. 
Eine Attraktivitätssteigerung könne aber auch durch verbesserte Rahmenbedingungen 
für die Teilnahme an Angeboten geschaffen werden. So erläutert eine Interviewperson, 
dass der Nachbarschaftstreff ein geeigneter Raum für Angebote sei, um im Rahmen 
eines freiwilligen Engagements Freizeitangebote für Einwohner*innen zu schaffen. 
Diese sollten vor allem vormittags stattfinden, wenn die Kinder der Familien betreut wer-
den oder in der Schule sind. Für berufstätige Einwohner*innen sind mutmaßlich Ange-
bote am Nachmittag geeigneter. 
Politisches Interesse  
Das politische Interesse der Interviewpersonen reicht von keinem Interesse bis hin zu 
einem sehr breiten Interesse an der Politik auf kommunaler Ebene und Bundesebene. 
Insgesamt sind die Interviewpersonen politisch eher interessiert. Die Themen, mit denen 
sie sich befassen, sind das aktuelle politische Klima, aktuelle politische Nachrichten, po-
litische Entscheidungen und Gesetzesänderungen auf EU- und Bundesebene sowie die 
vertretenen Positionen und Aussagen von Politiker*innen. Folgende Themenbereiche 
werden genannt: das Schulsystem, Geschichtsvermittlung in Schulen, der Einfluss von 
Medien auf die Meinungsbildung in Bezug auf Religionen und Kulturen, insbesondere 
von Kindersendungen, der Umgang mit Religionen, der Erfolg der AfD sowie gesetzliche 
Regelungen und Maßnahmen im Umgang mit Rassismus. Politik auf Bundesebene stößt 
dabei auf größeres Interesse als auf kommunaler Ebene. Eine Interviewperson begrün-
det dies darin, dass sie vor Ort keine Abgeordneten sehe. Nur eine Interviewperson habe 
„keine Lust auf Politik“, was sie nicht zu begründen weiß.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
72 
Förderung des politischen Interesses 
Die Interviewpersonen sehen jedoch auch Chancen zur Stärkung des politischen Inte-
resses. Als mögliche Orte zu dessen Förderung werden der Seniorentreff und das Ju-
gendzentrum genannt, wo bereits ein Austausch zu politischen Themen stattfinde, wel-
cher ausgebaut werden könnte. Das Interesse erwachsener und älterer Bür ger*innen 
könnte durch die Einführung eines informellen, politischen Diskussionsclubs in einer 
Kneipe gefördert werden. Dort könnten sich Bürger*innen austauschen und Politiker*in-
nen eingeladen werden, um mehr über aktuelle Themen und Probleme im Wohngebiet 
zu erfahren. Kindern und Jugendlichen könnte das Jugendzentrum einen Einblick in die 
Bedeutung von Politik vermitteln, womit kürzlich begonnen worden sei. Hier könnten sie 
spielerisch an Wahlen herangeführt werden. So könnten sie ein grundlegendes Ver-
ständnis für politische Prozesse entwickeln, wobei eine verstärkte Einbindung von Pä-
dagog*innen hilfreich wäre. Um junge Menschen in die Lage zu versetzen, sich eine 
politische Meinung zu bilden und sich kritisch mit Werbung und Medieninhalten ausei-
nanderzusetzen, sei eine bessere Aufklärung über politische Konzepte und Parteien er-
forderlich, vorzugsweise durch neutrale, detaillierte Informationen in den Schulen. All 
diese Maßnahmen seien Möglichkeiten, das Interesse an der Politik der Bürger*innen 
vor Ort zu fördern. 
Sprechstunden von Politiker*innen vor Ort 
Im Rahmen der Interviews wird berichtet, dass sich die Bürger*innen politisch gerne 
mehr einbringen und über politische Themen austauschen würden, aber dafür keine 
Möglichkeit gesehen werde: „Wäre nicht schlecht, wenn diese Parteien hierherkom-
men. Das war auch interessant zu hören, was die anbieten können für Verbesserung 
des Lebens." Es wird kritisiert, dass das Sozialraumgebiet bislang nicht von Ratsmitglie-
dern der Stadt Köln aufgesucht wurde, um sich vor Ort mit den Bürger*innen auszutau-
schen: „Wir sehen die nicht. 25 Jahre. Ich habe keinen Abgeordneten gesehen.". Viele 
Bürger*innen gehen nach einer Einschätzung nicht wählen, weil sie die Einstellung ha-
ben, es „bringt doch eh nichts“. Es entsteht der Eindruck, dass im Wohngebiet kaum 
Angebote bekannt sind, die die politische Beteiligung und Mitbestimmung der Bürger*in-
nen fördern. 
Herausforderung: Bedarfsgerechtes Wohnungsangebot verbessern – 
Wohnen/Wohnumfeld attraktiver gestalten 
Wohnen 
Wohnsituation 
Die Zufriedenheit mit der Wohnsituation  unterschiedet sich zwischen den Inter-
viewpersonen. Knapp die Hälfte der Interviewpersonen ist weitestgehend zufrieden. Kri-
tik bezieht sich innerhalb dieser Personengruppe auf die hohen Mietkosten, die Hellhö-
rigkeit der Wohnungen und die Nachbarschaft, die teils als verschlossen gegenüber Fa-
milien mit internationaler Familiengeschichte empfunden wird. Einige Interviewpersonen

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73 
sind eher unzufrieden. Sie wünschen sich eine Wohnung mit einer größeren Zimmerzahl 
und sorgen sich um ihre Sicherheit.  
Frei- und Grünflächen 
Auf die Frage, inwiefern Höhenhaus bzw. Dünnwald ein guter Wohnort für Familien mit 
Kindern bzw. Senior*innen ist, heben die Interviewpersonen die Frei- und Grünflächen 
sowie die Nähe zur Natur positiv hervor. Geschätzt werden auch der Diergardt-See zum 
Schwimmen im Sommer (alle Altersgruppen), der Wildpark, die großen Flächen und die 
Ruhe, die sich von vielen anderen Stadtteilen Kölns unterscheide. Mehrfach negativ er-
wähnt wird hingegen Hundekot, der von Hundebesitzer*innen nicht konsequent beseitigt 
werde. 
Sicherheitsgefühl 
Einige Interviewpersonen nehmen offenen Drogenkonsum  in Höhenhaus und Dünn-
wald wahr, den sie als hochproblematisch bewerten. Sie berichten, ihre Kinder über die 
Gefahren aufzuklären, doch trotz dieser Aufklärung blieben Sorgen bestehen, die sich 
auf den Alltag der Familien und Kinder auswirken. Die Interviewpersonen äußern Sicher-
heitsbedenken hinsichtlich der Schulwege und des Alleinspielens in der Nachbarschaft. 
Spielplätze und Sitzbänke würden zum Treffpunkt „komischer Cliquen“ und „dubioser“ 
Menschen, die die öffentlichen Orte zweckentfremdeten: „Ich sehe ganz viele Jugendli-
che hier, die hängen dann hier auf der Straße und sind dann hier mit Drogen und allem 
drum und dran.“ Daher vermeiden sie es, ihre Kinder an diesen Orten spielen zu lassen. 
Die Problematik bestehe laut Interviewpersonen auch um das Jugendzentrum herum, 
beispielsweise in den umliegenden „Büschen“, wo Jugendliche Drogen erwerben und 
konsumieren. Die Schaffung von Angeboten und Betreuungsmöglichkeiten im Jugend-
zentrum, eine stärkere Polizeipräsenz sowie Drogenprävention und aufsuchende Sozi-
alarbeit wie beispielsweise Streetwork seien nach ihren Einschätzungen notwendig, um 
die Sicherheit vor Ort zu erhöhen, Konsument*innen zu erreichen und substanzmittelab-
hängigen Jugendlichen eine Perspektive zu bieten. 
Infrastruktur 
Anbindung an den ÖPNV 
Die Linie 4 verbindet die Stadtteile Höhenhaus und Dünnwald direkt mit der Kölner In-
nenstadt (z. B. Neumarkt, Dom/Hauptbahnhof) sowie mit Leverkusen -Schlebusch. Die 
S11 bietet eine schnelle Verbindung zum Kölner Hauptbahnhof und nach Bergisch Gla-
dbach. Mehrere Buslinien bedienen Höhenhaus und Dünnwald und stellen Verbindun-
gen zu umliegenden Stadtteilen her.  
Eine in Höhenhaus ansässige Interviewperson bewertet den  öffentlichen Personen-
nahverkehr in Höhenhaus positiv. In Dünnwald wohnende Interviewpersonen bewerten 
die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr unterschiedlich. Eine Inter-
viewperson im höheren Alter erreiche die Kölner Innenstadt mit Bus und Bahn innerhalb 
von 40 Minuten, was sie als sehr gut beurteilt. Weitere Interviewpersonen beurteilen die

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
74 
Anbindung insbesondere in der Donewald-Siedlung als ungenügend. Eine Interviewper-
son empfindet vor allem den langen Schulweg ihres Kindes als problematisch: Lange 
Strecken, häufiges Umsteigen, insbesondere bei schlechtem Wetter und Umbaumaß-
nahmen an der Mülheimer Brücke führten dazu, dass ihr Kind bereits um 06:30 Uhr das 
Haus verlassen muss. Selbst bei pünktlichem Verlassen des Hauses bereiten Ver-
spätungen laut Interviewperson Probleme in der Schule. 
Infrastruktur für den täglichen Bedarf 
Die Interviewpersonen bewerten die Nahversorgung in Dünnwald einheitlich als ver-
besserungswürdig. Vor allem in der Siedlung am Donewald gebe es nur einen Kiosk. 
Für größere Haushaltseinkäufe müssten die Bürger*innen weitere Fußwege in Kauf neh-
men oder mit dem Bus fahren. Im „Zentrum“ Dünnwalds erreichten sie so einen Lidl oder 
Edeka. Jedoch werden auch hier Drogeriemärkte wie DM und Rossmann vermisst. Trotz 
des Versuchs, einen kleinen Laden in Donewald anzusiedeln, konnte die Nahversorgung 
nicht verbessert werden. Dies erklärt eine Interviewperson anhand der geringen Einwoh-
nerzahl Dünnwalds. 
In Höhenhaus werden die Einkaufsmöglichkeiten von einer Interviewperson aufgrund 
fehlender Bekleidungsgeschäfte als eher mangelhaft beschrieben, während eine andere 
Interviewperson mit dem Angebot zufrieden ist.  
Eine Interviewperson kritisiert den Mangel an barrierefreier Infrastruktur im Wohngebiet 
für gehbeeinträchtigte Senior*innen, die auf einen Rollator angewiesen sind und häufig 
auf Barrieren beim Einstieg in die Busse stoßen. Die Interviewperson spezifiziert, es 
werden eine Bäckerei oder ein Büdchen benötigt, die fußläufig erreichbar sind. Dies deu-
tet darauf hin, dass gehbeeinträchtigte Personen Schwierigkeiten bei der Inanspruch-
nahme von Angeboten haben könnten, wenn diese nicht unmittelbar erreichbar sind.  
Ergebnisse aus den Einzelinterviews im Sozialraumgebiet  
Meschenich/Rondorf 
Die Ergebnisse stammen aus sieben Interviews, es wurde mit zwei Frauen und fünf 
Männern gesprochen. Zwei Personen waren jünger als 35 Jahre, eine Person war zwi-
schen 35 und 64 Jahren alt und vier Personen waren 65 Jahre alt oder älter. Die Ergeb-
nisse sind sortiert nach den Herausforderungen der kleinräumigen Sozialraumge-
bietsanalysen, die sich in einigen Fällen besonders auf die Förderung von Bürger*innen 
mit internationaler Familiengeschichte beziehen. In dieser Studie standen allerdings Bür-
ger*innen in herausfordernden Lebenssituationen im Fokus, was auch Bürger*innen 
ohne internationale Familiengeschichte betrifft. Zudem äußerten die Fachkräfte der Fo-
kusgruppe, dass eine Schwerpunktsetzung auf den Stadtteil Meschenich ratsam sei. 
Daher wurden die Interviews ausschließlich mit Bürger*innen geführt, die in Meschenich 
wohnen.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
75 
Herausforderung: Mehr Bildungsgerechtigkeit für Kinder und Jugendliche 
aus einkommensschwachen, benachteiligten Familien 
Betreuung in Kita und OGS 
Zwei Interviewpersonen haben insgesamt acht Kinder, darunter sind vier Kinder im Alter 
von 6 Jahren und jünger. Alle jüngeren Kinder werden in einer Kindertagesstätte betreut, 
alle älteren Kinder wurden in einer Kindertagesstätte betreut, sodass beide Interviewper-
sonen sprechfähig bezüglich der Betreuung von Kindern in der Kita waren. Betreuung 
im offenen Ganztag wird hingegen nicht in Anspruch genommen. Während eine Inter-
viewperson erläutert, dass ihre Kinder im Grundschulalter  in der OGS betreut wurden,  
jetzt jedoch nicht mehr, erklärt die andere Interviewperson, dass ihr Kind sich zunächst 
an die Schule gewöhnen solle und im Folgejahr dann im offenen Ganztag betreut werde. 
Plätze 
Im Verhältnis zur Anzahl der Kinder sei nach Einschätzung der Interviewpersonen die 
Anzahl der Betreuungsplätze in Kindertagesstätten in Meschenich zu gering. Daher 
kämen manche Kinder mit ihren Eltern stattdessen ins interkulturelle Zentrum der Cari-
tas. Die Wartezeiten für einen Kita-Platz seien sehr unterschiedlich, manchmal betragen 
diese laut Interviewperson nur wenige Wochen, manchmal aber auch mehrere Monate. 
Eine Interviewperson berichtet davon, dass ihre Nachbarin drei Jahre lang auf einen 
Betreuungsplatz in der Kita warten musste, weshalb das Kind erst im Alter von 5 Jahren 
betreut werden konnte. Die verbleibende Betreuungszeit von nur einem Jahr bis zur Ein-
schulung des Kindes erachtet sie als zu kurz. Die Interviewperson berichtet, wie sich 
eine mangelnde Zahl von Kita- Plätzen auf die Situation von Müttern mit geringen 
Deutschkenntnissen auswirkt: Diese könnten aufgrund der Betreuung ihrer Kinder nicht 
an Deutschkursen teilnehmen, für die sie zum Teil ins Zentrum Kölns fahren müssten.  
Schulischer Erfolg 
Erreichbarkeit 
Die Interviewpersonen sind nur teilweise zufrieden mit den Schulen, die ihre Kinder be-
suchen. Beide Elternteile nehmen die Schulwege aufgrund des ausbaufähigen öffentli-
chen Nahverkehrs als problematisch wahr. Die Busse, die die Kinder zur Schule bringen, 
seien häufig überfüllt und führen nur unregelmäßig. Dies führe manchmal dazu, dass die 
Kinder nicht einsteigen könnten und warten müssten, bis der nächste Bus kommt. Eines 
der Kinder wolle daher manchmal nicht zur Schule gehen. Zusätzlich sorgt  sich eine 
Interviewperson um die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Schulweg. Besonders wenn es 
dunkel ist, wolle sie ihre jüngere Tochter den Schulweg nicht alleine bestreiten lassen. 
Unterstützung 
Beide Interviewpersonen berichten, ihren Kindern bei den Hausaufgaben nicht immer 
helfen zu können, da Sprachbarrieren das vollständige Verständnis der Lerninhalte er-

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
76 
schwerten. In einem Falle führe dies zur Frustration des Schulkindes, da es die Haus-
aufgaben nicht immer selbstständig bearbeiten könne. Es werde geplant, die Hausauf-
gabenhilfe des Jugendzentrums in Anspruch zu nehmen, was auch den Erwerb der deut-
schen Sprache fördere. Darüber hinaus wird berichtet, dass der wöchentliche Förderun-
terricht hilfreich sei. Die Verfügbarkeit von Nachhilfeunterricht wird als wichtig erachtet, 
insbesondere in Fächern wie Englisch und Mathematik. Dies könne den schulischen Er-
folg der Kinder sichern. 
Herausforderung: Berufliche Chancen insbesondere für junge Erwach-
sene mit internationaler Familiengeschichte verbessern 
Berufliche Chancen junger Erwachsener 
Schwierigkeiten 
In den Interviews wurden Schwierigkeiten hinsichtlich erfolgreicher Bildungsverläufe und 
des Übergangs in eine Erwerbstätigkeit genannt. Zu den Nennungen zählen Sprachbar-
rieren: Diese erschwerten den Zugang zu Bildungsinhalten. Eine zentrale Herausfor-
derung, die in den Interviews angesprochen wird, ist die fehlende Berufsorientierung 
für Jugendliche und junge Erwachsene. Viele junge Menschen seien unsicher, was sie 
nach der Schule machen sollen, und würden sich daher wahllos auf Ausbildungen oder 
Jobs bewerben, ohne ihre Interessen und Fähigkeiten wirklich zu kennen. Darüber hin-
aus fehle es an Unterstützung, zum Beispiel beim Schreiben von Bewerbungen. Einige 
junge Erwachsene hätten nicht die Möglichkeit, Freunde und Familie um Hilfe zu bitten, 
zum Beispiel weil diese selbst nicht über das nötige Wissen verfügten oder weil ihnen 
zeitliche Ressourcen fehlten. Zwar gebe es laut eines Schulabsolventen Unterstützungs-
angebote, die für gut befunden werden – genannt wird die Arbeit der Caritas und die der 
Streetworker*innen vor Ort – allerdings seien diese Angebote teilweise überlaufen, so-
dass nicht immer kurzfristig Termine verfügbar seien. Vorurteile gegenüber Bewer-
ber*innen aus Meschenich und gegenüber Menschen mit internationaler Familienge-
schichte seitens der Betriebe könnten zusätzliche Hürden darstellen, die den Zugang zur 
Ausbildung und Arbeit für einige Einwohner*innen erschwerten. Eine Intervi ewperson 
führt auf, dass es zu wenige Arbeitsplätze in Meschenich gebe. Dies könne eine Hürde 
für die Aufnahme einer Beschäftigung darstellen, wenn lange Fahrtwege in Kauf genom-
men werden müssten. 
Zudem werden Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen  laut einer Inter-
viewperson von bestehenden Angeboten nicht ausreichend aufgefangen. Dies er-
schwere einen erfolgreichen Übergang von Schule zu Beruf. Zwar sei eine Außenstelle 
der Drogenhilfe bekannt, die sich mit den Schwierigkeiten von Jugendlichen und jungen 
Erwachsenen beim Übergang von Schule zu Beruf befasst. Jedoch könne die Inter-
viewperson nicht beurteilen, wie effektiv das Angebot ist, da sie es selbst nie in Anspruch 
genommen habe.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
77 
Lösungsideen  
Um Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen aufzufangen, wird die Öffnung der 
Jugendzentren für den Abend empfohlen. So könnten Jugendliche gefördert werden, 
anstatt ihre Zeit auf den Straßen zu verbringen. Darüber hinaus wird eine frühzeitige, 
umfassende Berufsberatung empfohlen, damit Jugendliche und junge Erwachsene 
schon früher herausfinden könnten, welcher Beruf zu ihnen passt. Positiv hervorzuheben 
sind die bereits bestehenden Angebote wie die des Sozialdienstes katholischer Frauen 
und „Campus: Ar beit“ der Jugendhilfe Köln e. V., die Unterstützung bei der Erstellung 
von Bewerbungsschreiben bieten. Auch das Jugendbüro und die Streetworker*innen, 
die mit dem Caritasverband zusammenarbeiten, werden als sehr hilfreich beschrieben. 
Darüber hinaus könnten (weitere) Maßnahmen gegen die Stigmatisierung von Men-
schen mit internationaler Familiengeschichte und solchen, die in Meschenich leben, ge-
troffen werden, um deren Chancengleichheit zu erhöhen und die Zugangsschwelle zur 
Teilhabe an Bildung und Beruf zu senken. 
Herausforderung: Familien- und Kinderarmut abbauen – Mehrfach belas-
tete Lebenslagen durch abgestimmte Hilfen gezielt verbessern 
Familien mit erhöhtem Risiko einer geringen Teilhabe 
Teilhabechancen Alleinerziehender 
Da keine Interviews mit alleinerziehenden Bürger*innen geführt wurden, werden ba-
sierend auf den geführten Interviews mit anderen Eltern Rückschlüsse auf die Lebens-
situationen der Zielgruppe in Meschenich gezogen. Interviewpersonen mit Kindern be-
richteten von großen Schwierigkeiten wegen der nicht ausreichend guten Verkehrsan-
bindung, die zu langen Fahrtzeiten zu Kindergärten und Schulen führten. Das zeitauf-
wändige Bringen und Abholen von der Schule und Kita könnte  es Alleinerziehenden 
erschweren, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen,, wenn diese kein eigenes Auto besit-
zen. Die begrenzte Verfügbarkeit von Betreuungsplätzen in Kindergärten stellt in diesem 
Zusammenhang eine weitere Hürde dar. Darüber hinaus könnte der Mangel an Einkaufs-
möglichkeiten und anderen wichtigen Dienstleistungen in Meschenich die Lebenslage  
von Alleinerziehenden zusätzlich belasten. Lange Wege zu Ärzt*innen, Behörden und 
anderen wichtigen Einrichtungen könnten den Zeitaufwand und anfallende Kosten erhö-
hen, wobei Alleinerziehende die Lebenshaltungskosten häufig allein bestreiten. Um 
diese Elternteile zu entlasten, wird daher eine ausreichende Anzahl an Betreuungsplät-
zen sowie die Verbesserung der Anbindung durch den öffentlichen Nahverkehr empfoh-
len. 
Teilhabechancen kinderreicher Familien 
Innerhalb der Interviews berichtet eine Familie mit zwei Kindergarten - und zwei Grund-
schulkindern über erhebliche Schwierigkeiten in ihrem Alltag.  Trotz Bürgergeld und 
Kindergeld reiche das Geld oft nicht für Kleidung, Schuhe, Schul - und Malutensilien, 
Fahrkarten und Essen. Die Konsequenzen seien Strafen aufgrund Fahrens ohne gültige

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
78 
Fahrkarten sowie Hunger, was die Familie belaste. Hinzu kämen organisatorische Her-
ausforderungen: Fehlende Kinderarztpraxen in Meschenich erforderten ein Ausweichen 
auf Hausärzt*innen oder weite Fahrten nach Rodenkirchen, Hürth oder Brühl. Auch der 
Einkauf von Kleidung und Schulmaterialien müsse in anderen Stadtteilen erfolgen. Die 
Wohnsituation am Kölnberg sei beengt, ein weiteres Zimmer werde benötigt. Die Betreu-
ungssituation aufgrund von sechs Kindern verringere die Möglichkeit, an Freizeitaktivi-
täten teilzunehmen. 
Zu den Angeboten, die den Alltag der kinderreichen Familie entlasten könnten, zählten 
die Einrichtung einer Kinderarztpraxis, Geschäfte wie Drogeriemärkte und Discounter 
sowie Geld- und Serviceautomaten, sodass Rechnungen wohnortnah überwiesen wer-
den könnten; längere Betreuungszeiten; die Schaffung neuer, kostengünstiger Freizeit-
angebote und eine kostengünstige Tagesmutter, die die Kinder betreuen kann, sobald 
die Interviewperson eine Ausbildung beginnt. 
Freizeitangebote 
Angebote für Kinder und Jugendliche 
Zu den Freizeitaktivitäten der Kinder zählen Spielen auf Spielplätzen, Rennen und To-
ben, Fahrradfahren im Wohngebiet, gemeinsame Ausflüge in die Innenstadt, Rollen-
spiele („Hunde und Katzen und so"), Malen und Zeichnen, Lesen, Kartenspielen und 
teilweise kulturelle Aktivitäten wie Kino- und Museumsbesuche. 
Die Interviewpersonen wünschen sich allgemein mehr Kultur - und Freizeitaktivitä-
ten. Konkrete Nennungen lauten: ein Schwimmbad, Flächen mit Möglichkeiten zum Gril-
len mit der Familie, ein Tanzkurs für Kinder, insbesondere Ballettkurse sowie mehr 
Sportangebote und eine Bücherei.  
In Meschenich gebe es Treffpunkte für Kinder und Jugendliche, wie Spielplätze und ein 
Jugendzentrum. Die Spielplätze scheinen ein wichtiger Ort der Begegnung für Kinder zu 
sein. Allerdings könnte die Ausstattung der Spielplätze verbessert werden, zum Beispiel 
indem die Anzahl der Schaukeln erhöht wird. Das Jugendzentrum wird positiv bewertet, 
da es kreative Beschäftigungsmöglichkeiten und Ausflüge anbietet. Allerdings wird kriti-
siert, dass die Öffnungszeiten zu kurz sind, da Jugendliche in schwierigen Lebenssitua-
tionen von den Angeboten vor Ort nicht ausreichend aufgefangen würden. Zudem sei 
das Jugendzentrum aufgrund fehlender Alternativen oft überfüllt. Es wird ein offener Kre-
ativraum gewünscht, in dem sich die Kinder anderweitig als mit digitalen Medien be-
schäftigen können. Insgesamt wünschen sich die Interviewpersonen mehr Treffpunkte 
für Kinder und Jugendliche.  
Angebote für Erwachsene 
Zu den Freizeitaktivitäten der erwachsenen Interviewpersonen zählen kochen, backen, 
sportliche Betätigung im Fitnessstudio, Zeit mit Freund*innen aus der Nachbarschaft ver-
bringen, Spazierengehen und Aktivitäten mit der Familie. Die Teilhabe am kulturellen

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
79 
Leben ist in dieser Gruppe gegenüber den Senior*innen gering. Nur eine der am Köln-
berg lebenden Interviewpersonen nimmt an kulturellen Aktivitäten, wie z. B. Kino - und 
Museumbesuche, teil. 
Auf die Frage nach den bekannten Freizeit-, Sport- und Kulturangeboten vor Ort nen-
nen erwachsene Interviewpersonen ein Fitnessstudio, einen Fußballplatz und Parks. 
Den Interviewpersonen scheinen kaum Angebote für Erwachsene bekannt zu sein. 
Zu den Wünschen zählen gastronomische Angebote, wie Kneipen und Bars, sowie Be-
gegnungsangebote für Frauen und Kinder („Ruhezimmer“), die Entspannung und Ge-
spräche mit anderen Frauen ermöglichen. Darüber hinaus seien viele Frauen talentiert, 
jedoch gebe es nur wenig Möglichkeiten, diese Talente zum Ausdruck zu bringen. Kre-
ative Angebote in den Bereichen malen, kreatives Schreiben und lesen wären dement-
sprechend wünschenswert. Um der Zielgruppe am Kölnberg die Teilhabe an Freizeit, 
Kultur und Sport zu ermöglichen, sollten entsprechende Angebote aus Sicht einer Inter-
viewperson am besten kostenfrei sein, da dort eher finanziell schwächere Bürger*innen 
wohnten. 
Vereinsmitgliedschaft  
Ältere Interviewpersonen sind Mitglied in verschiedenen Seniorengruppen, darunter in 
einer, die monatlich Ausflüge macht, und in einer, die unter anderem ein „Dienstagscafé“ 
für Senior*innen anbietet. Hier beteiligt  sich eine Interviewperson an der Organisation 
und Durchführung. Weder die Erwachsenen im mittleren Alter noch die Kinder der Inter-
viewpersonen sind Mitglied in einem Verein. Allerdings wünscht sich eine Interviewper-
son insbesondere für ihre Tochter Vereinsangebote. Dazu zählt ein Yogaangebot, da die 
Tochter derzeit mit Hilfe von YouTube-Videos Yoga in der Wohnung mache, obwohl nur 
wenig Platz vorhanden sei.  
Die Kenntnis über Angebote von Vereinen in Meschenich ist über die Interviewpersonen 
hinweg sehr unterschiedlich. Diejenigen mit Kindern, die am Kölnberg wohnen, berich-
ten, keine wohnortnahen Vereine zu kennen. Dies entspricht der Einschätzung einer äl-
teren Interviewperson, dass es zwar Vereinsangebote und -aktivitäten gibt, diese aber 
nicht ausreichend bekannt sind. Aus diesem Grund versuchte eine Interviewperson, ei-
nen Jahreskalender mit den Vereinsaktivitäten zu erstellen, was aber an der fehlenden 
Beteiligung der Vereine scheiterte. Zwar werden die Informationen zu den Angeboten 
teilweise über den VdK-Verband verbreitet, die Bürger*innen werden laut Aussage der 
Interviewperson jedoch nicht umfassend erreicht. Eigentlich gebe es ein recht solides 
Vereinsleben, auch wenn es weniger Vereine und weniger verbindliches Engagement 
gebe als früher, so verschiedene Interviewpersonen. Damit alle Bürger*innen informiert 
und Doppelungen vermieden werden können, schlägt eine Interviewperson vor, die be-
stehenden Angebote besser zu vernetzen und zu koordinieren. Konkrete Ideen sind die 
Umsetzung des Jahreskalenders mit allen Angeboten sowie eine zentrale Anlaufstelle, 
die die Kommunikation und Abstimmung zwischen den Vereinen fördert, wenn auch

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
80 
Menschen über andere Wege erreicht werden müssten. Hier könnten Handzettel mehr 
Aufmerksamkeit erzielen, die in die Briefkästen der Bürger*innen eingeworfen werden. 
Insgesamt sei ein starker Rückgang von Vereinsaktivitäten  in Meschenich zu be-
obachten, so mehrere Interviewpersonen. Hierzu zählen beispielsweise ein Männerge-
sangsverein, ein Junggesellenverein und Radverein, Computer - und Wandergruppen, 
ein Karnevalsverein sowie die Bürger- und Vereinsgemeinschaft, die „kaputt gegangen“ 
sei. Neben geringen Kenntnissen Zugezogener über Vereinsangebote vor Ort werden 
weitere mögliche Ursachen für den Rückgang der Vereinsaktivitäten aufgeführt : Dazu 
zählen der Zuzug vieler Menschen mit teils verschiedenen Nationalitäten, was das Zu-
sammengehörigkeitsgefühl laut einer Interviewperson senken könnte, außerdem seien 
in anderen Kulturen  Vereinsleben und Vereinsaktivitäten teilweise unbekannt. Außer-
dem fehle es an Personen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, dies sei ein gro-
ßes Problem.  
Infrastruktur an Hilfs- und Unterstützungsangeboten 
Die Interviewpersonen nehmen die soziale Infrastruktur  im Stadtteil Meschenich in 
mehreren Bereichen als begrenzt wahr. Zu diesen Bereichen zählen Betreuungsange-
bote, Hausaufgabenhilfe, Sprachkurse (siehe Sprachkurse), Gesundheitsangebote, ins-
besondere die kinderärztliche Versorgung, Bewegungsangebote für Senior*innen, Bera-
tungsangebote (siehe N iedrigschwellige Beratungsangebote im Wohnumfeld), mobile 
Jugendarbeit bzw. Streetwork, Freizeitangebote und Treffpunkte für Kinder und Jugend-
liche, kulturelle Angebote für alle Altersgruppen, Sportangebote sowie Angebote, die das 
Engagement in der Gemeinschaft stärken.  
Eine Interviewperson äußert den Wunsch nach einer besseren Vernetzung und Koor-
dination einiger Vereine und Akteur*innen im Stadtteil Meschenich. Eine zentrale An-
laufstelle und ein Jahreskalender könnten die Kommunikation und Abstimmung zwi-
schen den Gruppen fördern, Informationen bündeln und Synergien schaffen.  
Niedrigschwellige Beratungsangebote 
Aus den Interviews mit Einwohner*innen Meschenichs geht hervor, dass es in Mesche-
nich einige niedrigschwellige Beratungsangebote gibt, die genutzt und geschätzt wer-
den. Die Interviewpersonen äußern auch, wie Angebote aus ihrer Sicht verbessert wer-
den könnten und welche Angebote sie zusätzlich bräuchten. Hierzu zählen eine höhere 
Verfügbarkeit der Beratungsangebote, die bei der Jobsuche und im Bewerbungspro-
zess unterstützen, Finanz- und Schuldnerberatung und ein Beratungsangebot zur 
Wohnungssuche. 
Darüber hinaus wäre psychosoziale Unterstützung für Frauen hilfreich, denen Gewalt 
widerfährt. Eine Interviewperson berichtet, sich mit Müttern aus der Nachbarschaft auf 
Spielplätzen über schwierige Lebenssituationen auszutauschen, die durch häusliche 
Gewalt geprägt sind. Wünschenswert sei daher ein Unterstützungsangebot zum Schutz 
von Frauen. Vorhandene Beratungsangebote, wie das Café Auszeit des Sozialdienstes

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
81 
katholischer Frauen e.V., das in Meschenich Beratung zum Thema Gewalt anbietet, 
scheinen einigen Frauen womöglich nicht auszureichend bekannt zu sein.  
Sollten Kolleg*innen und / oder Arbeitgeber*innen rassistisch gegenüber den Einwoh-
ner*innen auftreten, sei schließlich eine offene Beschwerdestelle wünschenswert. Diese 
biete im Idealfall verschiedene Möglichkeiten zur Beschwerdeeinreichung, sowohl per-
sönlich als auch anonym an. Wichtig sei weniger, ob die beratende Person selbst eine 
internationale Familiengeschichte habe, sondern, dass das Anliegen ernst genommen 
und offen angehört werde. 
Sprachkurse 
Viele Einwohner*innen Meschenichs haben laut der Interviewpersonen Sprachbarrieren, 
was den Zugang zu relevanten Lebensbereichen erschwere. Daher gebe es den 
Wunsch nach mehr Sprachförderung . Dieser betreffe Erwachsene sowie Kinder und 
Jugendliche. Erwachsene benötigten insbesondere weiterführende Deutschkurse auf 
B2-Niveau und höher, da es bislang nur „sehr wenige" Angebote gebe. Ideal seien 
Abendkurse, um tagsüber arbeiten und abends Deutsch lernen zu können. Für den 
Spracherwerb von Kindern seien Lesepat en-Angebote im schulischen Rahmen erfolg-
reich gewesen, jedoch sei das Angebot aufgrund eines Mangels an freiwilligen Helfer*in-
nen und der Unterbrechung des Schulunterrichts eingestellt worden. Aufgrund des Er-
folgs befürworten die Interviewpersonen die Wiedereinführung eines solchen Angebots. 
Als hilfreich werde auch die Sprachförderung von Schüler*innen in entsprechenden För-
derklassen bewertet. Eine Interviewperson empfiehlt das Förderkonzept aufgrund posi-
tiver Erfahrungen. 
Herausforderung: Teilhabechancen von Menschen mit internationaler Fa-
miliengeschichte fördern – Mehrfach belastete Lebenslagen durch abge-
stimmte Hilfen gezielt verbessern 
Finanzielle Situation 
Die Mehrheit der Interviewpersonen bestreitet ihr Haushaltseinkommen über eine Pen-
sion oder eine (Betriebs-)Rente. Darüber hinaus gibt es Einkommen aus einer geringfü-
gig entlohnten Beschäftigung und Transferleistungen. Keine Interviewperson bezieht 
Einkünfte aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.  
Hinsichtlich der finanziellen Situation lässt sich eine Zweiteilung zwischen den Inter-
viewpersonen feststellen: Zwischen denjenigen, die am Kölnberg leben, und denjenigen 
aus den anderen Gebieten Meschenichs. In den ländlicheren Gebieten wohnen die Rent-
ner*innen bzw. Pensionär*innen aus der qualitativen Einzelbefragung. Alle Senior*innen 
bewohnen Eigentum. Sie liefern keine Hinweise auf monetäre Armut. Eine Person im 
Seniorenalter bedauert, dass sie wegen ihrer jahrelangen Selbstständigkeit und fehlen-
den Rücklagen nur eine geringe Rente zur Verfügung habe. Mit der Betriebsrente 
der*des Lebenspartner*in sei die finanzielle Situation der Familie jedoch „in Ordnung“. 
Die Empfänger*innen von Transferleistungen sind finanziell schlechter aufgestellt. Sie

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
82 
haben nach eigenen Angaben Schwierigkeiten, die steigenden Lebenshaltungskosten, 
die Kosten für Transportmittel sowie ausreichend Essen für ihre Kinder zu finanzieren. 
Entsprechend gibt es einen Wunsch nach Beratungsangeboten zu Finanzen und Be-
hördenangelegenheiten. Eine Interviewperson nutzt die Hilfe der Gemeinwesenarbeit 
in Meschenich, wenn sie Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen benötigt. Zwar ver-
muten Interviewpersonen, dass die Caritas Beratung zum Thema Finanzen anbietet, je-
doch sind sie sich diesbezüglich unsicher.  
Erwerbstätigkeit 
Die Erwerbssituationen der Interviewpersonen sind verschieden. Einige sind im Ruhe-
stand, eine Interviewperson arbeitet im Rahmen einer geringfügig entlohnten Beschäfti-
gung in einem Hotel, eine Interviewperson ist  zwar arbeitslos, plane aber zu studieren, 
eine Interviewperson ist arbeitslos, hat allerdings einen Berufswunsch.  
Hürden und Chancenungleichheiten 
Die Interviewpersonen seien mit Herausforderungen im Erwerbsleben konfrontiert. 
Hierzu zählten gesundheitliche Einschränkungen, die eine derzeitige Beschäftigung 
im Hotel nur auf geringfügiger Basis ermöglichten, die Betreuungssituation von Kin-
dern, die die Teilnahme an Schule, Ausbildung und Arbeit erschwerten sowie Sprach-
barrieren, die das Risiko für Kündigungen erhöhten, sofern Anweisungen nicht vollstän-
dig verstanden und ausgeführt werden könnten. Weiterhin hätten einige Arbeitgeber*in-
nen Vorurteile gegenüber Menschen mit internationaler Familiengeschichte und Men-
schen, die in Meschenich wohnen, was den Zugang zur Arbeit vermutlich erschwere. 
Darüber hinaus gebe es Unsicherheiten dahingehend, welcher Beruf angestrebt wer-
den solle. Schließlich führten schwierige Lebenslagen zu Fluktuationen, da sie sich auf 
die Arbeitsfähigkeit der Bürger*innen auswirkten.  
Diskrepanz zwischen Beruf und Qualifikation 
In dieser Studie lassen sich keine Hinweise über Diskrepanzen zwischen Beruf und 
Qualifikation der Bürger*innen Meschenichs feststellen. Unter den Interviewpersonen 
im mittleren Erwachsenenalter und jünger ist eine Interviewperson erwerbstätig, die ei-
ner geringfügigen Beschäftigung in einem Hotel nachgehe. Da sie weder über einen 
Schulabschluss noch über eine formale berufliche Qualifikation verfügt, lässt sich nicht 
eindeutig beurteilen, ob sie über informelle Kompetenzen verfügt, die über die Anforde-
rungen ihrer derzeitigen Tätigkeit hinausgehen. Alle Rentner*innen und Pensionär*innen 
hielten verschiedene Stellen inne, die ihrer beruflichen Qualifikation entsprachen. Zu die-
sen zählten beispielsweise Stellen als Architekt*in bei öffentlichen Arbeitgeber*innen, als 
Berater*in bei der Agentur für Arbeit sowie im Außendienst bei der Rundschau.  
Bedeutung der Kinderbetreuung für Erwerbstätigkeit 
Eine langzeitarbeitslose Interviewperson äußert den Wunsch nach einer Tagesmutter 
oder einer Betreuung ihrer jüngeren Kinder bis 17 Uhr in der Kindertagesstätte. Dies sei

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
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wichtig, um einen Deutschkurs besuchen und einen Schulabschluss nachholen zu kön-
nen. Ziel sei es, eine Ausbildung zu machen, um einer Arbeit nachzugehen. Derzeit 
müsse sie ihre Kinder zu wichtigen Terminen mitnehmen, zum Beispiel wenn eines ihrer 
Kinder ins Krankenhaus müsse und ihr*e Lebenspartner*in terminlich verhindert sei. 
Herausforderung: Lebenslage älterer, insbesondere armutsgefährdeter, 
Menschen verbessern 
Gesundheit 
Die selbsteingeschätzte Gesundheit der Senior*innen ist unterschiedlich. Eine Inter-
viewperson beschreibt ihren Gesundheitszustand als „altersgerecht“, eine andere als 
„für das Alter gut“. Dies zeigt, dass die Senior*innen ihre Gesundheit im Kontext ihres 
Alters betrachten. 
Medizinische Versorgung 
Die gesundheitliche Versorgung in Meschenich wird von den befragten Senior*innen 
zwiespältig bewertet. Die Hausarztversorgung wird im Allgemeinen positiv beurteilt. Al-
lerdings stelle vor allem ein Mangel an Kinderärzt*innen und Fachärzt*innen vor Ort ein 
großes Problem dar, das die Notwendigkeit von längeren Fahrten zu anderen Stadtteilen 
und lange Wartezeiten zur Konsequenz habe. Daher wird die Ansiedlung von mehr 
Fach- und Kinderärzt*innen in Meschenich oder in der unmittelbaren Umgebung emp-
fohlen. Solange dies ausstehe, sei eine Verbesserung der Mobilität durch den öffentli-
chen Nahverkehr unerlässlich, um den Zugang zu Ärzt*innen und Gesundheitsangebo-
ten zu gewährleisten. Schließlich müsse die Barrierefreiheit in Gebäuden und der Um-
gebung verbessert werden, um die Erreichbarkeit aller wichtigen Einrichtungen zu erhö-
hen. Die Interviewpersonen seien zwar noch mobil, allerdings erwarteten sie Schwierig-
keiten in der Zukunft, sofern keine Veränderungen einträten. 
Gesundheitsangebote 
Das Angebot an Gesundheitsförderung für Senior*innen wird teilweise als nicht aus-
reichend wahrgenommen. Vorträge zu Gesundheitsthemen, zum Beispiel Demenz und 
Herz-Kreislauf-Erkrankungen seien vor rund zehn Jahren sehr gut angekommen. Vor 
Ausbruch der Corona-Pandemie habe es zum Beispiel im Bürgerhaus ein Sportangebot 
für Senior*innen gegeben, das nach dem Ausbruch der Corona -Pandemie eingestellt 
worden sei. Es sei nach der Pandemie nicht wieder aufgenommen worden, was eine 
Interviewperson bedauere. Derzeit gebe es eine Gymnastikgruppe, die montagvormit-
tags in der alten Dorfschule stattfinde und von der Arbeiterwohlfahrt angemietet werde. 
Die Gruppe funktioniere "hervorragend", allerdings nähmen nur rund 15 Seniorinnen des 
„Stamms“ daran teil.  
Die Senior*innen äußerten auch, welche zusätzlichen Gesundheitsangebote für Se-
nior*innen erfolgreich sein könnten. Es gebe den Wunsch an mehr und speziell auf die 
Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnittenen Angebote, beispielsweise angepasste

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
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Sportkurse. Diese sollten niederschwellig sein und den Fähigkeiten der Senior*innen 
entsprechend. Als Beispiele werden eine Yogagruppe oder andere sportliche Aktivitäten 
für die mittlere und ältere Generation aufgeführt. Darüber hinaus könnten ein "Gesund-
heitsreferat“ oder vergleichbare Angebote Anklang finden. Einige Senior*innen nähmen 
solche Angebote in anderen Stadtteilen in Anspruch. Wünschenswert sei auch die Wie-
deraufnahme früherer Angebote, die gut funktionierten. Ein Rundschreiben mit einer per-
sönlichen Ansprache der Senior*innen könne womöglich zur Teilnahme motivieren. Al-
lerdings wird in einem Fall auch der Eindruck vermittelt, dass es eigentlich genug Ange-
bote gebe, die Bereitschaft zur Teilnahme allerdings nicht ausreichend vorhanden sei. 
Pflege 
Die Interviews zeigen unterschiedliche Kenntnisstände und Präferenzen bezüglich 
der Pflege im Alter. Drei Interviewpersonen bevorzugen die Pflege im häuslichen Um-
feld. Darunter sei einer Interviewperson keine Pflegeeinrichtung bekannt. Zwei Inter-
viewpersonen kannten ambulante Pflegedienste. Eine Interviewperson sei gegenüber 
dem künftigen Umzug in eine Pflegeeinrichtungen nicht abgeneigt.  
Freizeitangebote 
Zu den Freizeitaktivitäten der Senior*innen zählten Fahrradfahren, Gartenarbeit, Wan-
dern, Spazierengehen und Aktivitäten mit der Familie. Im Kontrast zu den Erwachsenen, 
die am Kölnberg leben, scheinen die Senior*innen eine starke Teilhabe am kulturellen 
Leben zu haben. Zu den Aktivitäten zählten Besuche der Philharmonie, von Veranstal-
tungen und Vorträgen, Vernissagen, Konzerten und Theateraufführungen, in einem Fall 
bestünden Abonnements. Eine Interviewperson schaffe selbst kulturelle Angebote, etwa 
durch die Organisation von Karnevalsveranstaltungen.  
Auf die Frage nach den bekannten Freizeit-, Sport- und Kulturangeboten vor Ort nen-
nen die älteren Interviewpersonen den Sportverein SC Meschenich, der Sportangebote 
wie zum Beispiel Fußball, Tennis und Volleyball bereitstelle. Darüber hinaus gebe es 
"von verschiedenen Trägern Angebote, die sich auch ausdrücklich auf Senior*innen fo-
kussieren", wozu Freizeitangebote einer Frauengemeinschaft, des Ortsverbands VdK 
und Begegnungsangebote zählen, die zum Beispiel monatliche Frühstückstreffen und 
einen Karnevalsnachmittag organisierten. Eine der älteren Interviewpersonen äußert, 
dass es „kaum Angebote“ für Senior*innen gebe. In Rondorf sei das Angebot größer, 
was eine Interviewperson auf die "andere Einwohnerstruktur" zurückführt. 
Gewünscht werden gastronomische Angebote, zum Beispiel Restaurants und Cafés, 
Aktivitäten, die auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten älterer Menschen ausgerichtet sind, 
informelle Treffpunkte zum Kaffeetrinken und Spielen als auch strukturierte Angebote 
wie ein "Repair Café", zum Beispiel in der Johanneskirche. Die Reparaturen der elektro-
nischen Geräte könnten laut einer Interviewperson das Bewusstsein für Nachhaltigkeit 
fördern.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
85 
Herausforderung: Gesellschaftliche und politische Einbindung verbessern 
- ehrenamtliches Engagement und politisches Interesse der Stadtgesell-
schaft fördern 
Freiwilliges Engagement  
Einige Interviewpersonen zeigen ein vielfältiges und langjähriges Engagement , teil-
weise auch in ihrer Gemeinde Meschenich. Hierzu zählen Engagement im Bürgerverein 
"Aktiv für Meschenich", im Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschafts-
schutz, im Förderverein Rheinpark, in einer Seniorengruppe, in einem Berufsverband 
und im kirchlichen katholischen Bereich, insbesondere in der Kolpingsfamilie. Andere 
Interviewpersonen engagierten sich in der Vergangenheit, zum Beispiel im Rahmen des 
"Stadtteilmutter-Projekts", ein Angebot der Caritas und verschiedenen Vereinen, wie 
dem SC Meschenich, einem Karnevalsverein und der Bürger- und Vereinsgemeinschaft. 
Insgesamt weisen die Interviewpersonen dieser Studie ein hohes Maß an Engagement 
auf. Dabei könnte ein Selbstselektionsbias eine Rolle spielen: Bürger*innen mit ausge-
prägtem Engagement nehmen tendenziell eher an Studien teil, die sich mit sozialpoliti-
schen Fragestellungen befassen. 
Potenziale 
Angesprochen wurden auch unterschiedliche Themen, hinsichtlich derer sich die Inter-
viewpersonen entweder ein eigenes Engagement vorstellen könnten oder sie eine Not-
wendigkeit für Engagement durch ihre Mitbürger*innen sehen. Ein zentraler Bereich, in 
dem sich die Interviewpersonen ein Engagement vorstellen könnten, ist die Unterstüt-
zung von Menschen mit Sprachbarrieren im Alltag. Konkret nennen sie drei Schwer-
punkte: Zum einen leisteten die Stadtteilmütter  des Caritas-Projekts bereits wertvolle 
Hilfe für Frauen ohne Deutschkenntnisse. Sie unterstützten diese bei Behördengängen, 
Arztbesuchen oder Anmeldungen ihrer Kinder, etwa in Kindertagesstätten. Darüber hin-
aus vermittelten sie den Frauen den Zugang zu Beratungsstellen und Jobbörsen, um 
ihnen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Die fortwährend hohe Nachfrage 
nach der geleisteten Unterstützung zeigt, dass es weiterhin ein großes Bedürfnis nach 
der Unterstützung durch die Stadtteilmütter gibt. Zum anderen sehen die Interviewper-
sonen Potenzial, Übersetzungshilfen im telefonischen Format anzubieten. Viele Ein-
wohner*innen Meschenichs haben laut einer Interviewperson Schwierigkeiten mit der 
deutschen (Behörden-)Sprache und sind auf die Hilfe von Verwandten und Bekannten 
angewiesen. Die Interviewperson könne sich daher vorstellen, andere Einwohner*innen 
beim Übersetzen und Telefonieren zu unterstützen. Darüber hinaus könnten themenun-
gebundene Telefongespräche Geflüchtete beim Deutschlernen unterstützen, indem 
man ihnen Möglichkeiten zur Sprachpraxis biete und den Lernprozess der Geflüchteten 
aktiv fördere. Darüber hinaus nehmen die Interviewpersonen vereinzelt wahr, dass Un-
terstützung für ältere, insbesondere alleinstehende ältere Menschen im Haushalt, beim 
Einkaufen oder durch Begleitung und Gespräche, benötigt werde. Sie zeigen die Bereit-

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
86 
schaft, solche Alltagshilfen anzubieten. Weitere Engagementfelder seien die Mitgestal-
tung der Stadtteilentwicklung für ein ökologisch zukunftsfähiges Meschenich, wohin-
gegen der Bau eines „zweiten Kölnbergs“ verhindert und eine Imagebesserung erzielt 
werden solle; die Beteiligung an der Organisation von Freizeitangeboten wie bei-
spielsweise Fußballturniere und Ausflüge für jüngere Menschen sowie die Förderung 
des Zusammenhalts und Austauschs unter den Nachbar*innen, z. B. durch die Or-
ganisation von Nachbarschaftstreffen. 
Hürden 
Die Interviewpersonen nennen Gründe für ein ausbleibendes Engagement anderer Bür-
ger*innen und Hürden, auf die sie selbst diesbezüglich stoßen oder gestoßen sind. Zu 
den individuellen Hürden zählen ein hohes Alter und begrenzte Energieressourcen, 
Frustration über das Verhältnis von Aufwand und Ertrag sowie mangelnde zeitliche Res-
sourcen: „Ja, aber wegen Zeit. Wenn ich jetzt arbeiten gehe? Ich hoffe, es wäre. Es wäre 
ein bisschen so eng und schwer zurzeit zu finden.“ Eine Interviewperson berichtet, Pläne 
mit weiteren Bürger*innen zur Verschönerung des Stadtteils entwickelt zu haben, die an 
den Bau der Umgehungsstraße und Stadtbahn gekoppelt waren. Sie berichtet, dass sie 
diese Pläne durch zeitliche Verschiebungen verworfen werden mussten: "Aber wie das 
dann so ist, dann heißt es dann nee, die Stadtbahn kommt nicht aus finanziellen Grün-
den usw., dann kann man das wieder in die Tonne packen."  
Zusätzlich werden Gründe genannt, die nach Einschätzung der Interviewpersonen bei 
anderen Bürger*innen  Meschenichs zu geringem Engagement führen. Zum einen 
scheinen Sprachbarrieren eine Hürde darzustellen. Viele Einwohner*innen, insbeson-
dere Neuzugezogene, verfügen laut einer Interviewperson nicht über ausreichende 
Deutschkenntnisse, um sich aktiv einzubri ngen. Dies erschwere auch die Vernetzung 
innerhalb des Stadtteils. Darüber hinaus seien belastete Lebenssituationen, etwa auf-
grund von Krankheit, für manche Bürger*innen hinderlich, sich zu engagieren.  
Auch eine gewisse Resignation und Hoffnungslosigkeit in Bezug auf Verbesserungen im 
Stadtteil scheinen eine Rolle zu spielen. Viele Einwohner*innen hätten den Eindruck, 
dass sich die Stadt Köln und die Politiker*innen nicht für Meschenich interessieren und  
dass zu wenig verbessert wird, so eine Interviewperson. Darüber hinaus beobachtet eine 
Interviewperson, dass einige Bürger*innen es bevorzugen, innerhalb ihrer Community 
zu bleiben und das Interesse an engerem Kontakt und Engagement in der Gemeinschaft 
eher gering ist. Mehrere Interviewpersonen weisen darauf hin, dass es einen Rückgang 
hinsichtlich des Zusammenhalts in der Gemeinschaft gebe. Weitere Herausforderungen 
seien die fehlende Motivation einiger Bürger*innen sowie das Einstellen von Projekten, 
die hauptamtlich getragen werden. Eine Interviewperson rät deshalb, Initiativen auf ei-
nem stabilen Fundament von Ehrenamtlichen aufzubauen, um Kontinuität zu gewähr-
leisten.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
87 
Möglichkeiten der Stärkung des Engagements  
Anhand der Interviews lassen sich Ansätze ableiten, um das Engagement der Bürger*in-
nen im Stadtteil Meschenich zu stärken: Um Menschen mit Sprachbarrieren zu errei-
chen, sollten Ansprechpartner*innen und Vermittler*innen aus den verschiedenen 
Sprachgemeinschaften gewonnen werden, die als Brücke zwischen Verwaltung, Verei-
nen und Bevölkerung wirken könnten. Ehrenamtliches Engagement könnte hier eine 
wichtige Rolle spielen, allerdings müssten dafür die richtigen Rahmenbedingungen ge-
schaffen werden, sodass ein l angfristiges Engagement ermöglicht werden kann. Dar-
über hinaus wünschen vereinzelte Einwohner*innen eine bessere Vernetzung und Ko-
ordination der verschiedenen Vereine und Akteur*innen im Stadtteil. Neben digitalen 
Lösungen seien auch analoge Formate mit allen Angeboten wichtig, da nicht alle Bür-
ger*innen digital affin seien. Darüber hinaus wurde auch die Idee einer Wiedereinführung 
der Bürger- und Vereinsgemeinschaft mit einem regelmäßigen Informationsheft  als 
gutes Modell genannt, um die Vernetzung und Kom munikation der verschiedenen Ak-
teur*innen wiederzubeleben. Zusätzlich könnten Anreize wie Gemeinschaftserlebnisse 
oder Wertschätzung durch Politiker*innen das Engagement der Einwohner*innen stär-
ken. Schließlich haben die Einwohner*innen laut einer Interviewperson den Eindruck, 
dass Anliegen wie der Bau einer Umgehungsstraße oder einer Stadtbahnanbindung zu 
lange dauerten oder dass gar nichts passiere. Eine Verbesserung der Umgebung sei 
daher zentral, um das Vertrauen und die Motivation der Bürger*innen zu stärken.  
Politisches Interesse  
Die Mehrheit der Interviewpersonen zeigt sich interessiert an bundes- und kommunal-
politischen Themen. Zu diesen zählen: Die Zuwanderung nach Deutschland und deren 
Auswirkungen, Kriminalität, ökologische Nachhaltigkeit, politische Wahlen, das Milliar-
denpaket der Bundesregierung, wie auch der Ausbau des ÖPNV, der B au der Umge-
hungsstraße, Entwicklungen am Kölnberg, Segregation und der Rückgang des Zusam-
menhalts in der Nachbarschaft, die Vermüllung des öffentlichen Raums, und weitere lo-
kalpolitische Themen, in denen es um Veränderungen im Stadtteil geht. 
Erhöhung des politischen Interesses 
Auf die Frage, wie das politische Interesse der Bürger*innen Meschenichs gestärkt wer-
den könnte, liefert ein geringer Anteil der Interviewpersonen Vorschläge: Das Interesse 
der Bürger*innen könne potenziell durch konkrete Erfolge und Umsetzungen der Politik 
gestärkt werden. Wenn Bürger*innen sähen, dass ihre Anliegen aufgegriffen und Pro-
jekte zügig umgesetzt würden, erhöhe dies mutmaßlich ihr Interesse an der Politik. Au-
ßerdem könnten Veranstaltungen mit Politiker*innen, in denen diese Rede und Ant-
wort stünden, hilfreich sein, so verschiedene Meinungen. Zum Beispiel könnten Informa-
tionen über geplante Vorhaben auf positive Resonanz stoßen, in denen es um die Ver-
besserung der Lebenssituationen der Bürger*innen in Meschenich gehe.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
88 
Herausforderung: Bedarfsgerechtes Wohnungsangebot verbessern – 
Wohnen/Wohnumfeld attraktiver gestalten 
Wohnen 
Wohnsituation 
Die Wohnsituation der Interviewpersonen ist unterschiedlich und spiegelt die soziale und 
wirtschaftliche Vielfalt in Meschenich wider. Mehrere Interviewpersonen, insbesondere 
Senior*innen, leben in Eigentumswohnungen oder -häusern. Diese Personen sind im 
Allgemeinen mit ihrer Wohnsituation zufrieden, obwohl sie auch Probleme mit Lärm oder 
der Infrastruktur benennen. Die Größe der Wohnungen im Verhältnis zur Haushalts-
größe wird als ausreichend beschrieben. Ein Interviewperson lebe i n einem Haus mit 
einem großen Garten und sei mit der Nachbarschaft sehr zufrieden. Allerdings werde 
die Lage des Hauses in Bezug auf die Umgehungsstraße problematisch gesehen. 
Einige Interviewpersonen leben in Hochhäusern am Kölnberg. Die Zufriedenheit mit 
der Wohnsituation ist hier deutlich niedriger. Die Wohnungen werden als zu klein be-
schrieben, der Aufzug sei häufig defekt, und es gebe Probleme mit Schimmel und 
Schädlingen. Die Sicherheit sei insbesondere für kleine Kinder nicht ausreichend, wenn 
sie in höheren Stockwerken leben. Daher bemühe sich eine Interviewperson seit Jahren 
um einen Umzug in eine andere Wohnung, allerdings vergeblich. 
Suche nach Wohnung 
Vereinzelt suchen Interviewpersonen eine bezahlbare Wohnung mit einer höheren 
Wohnqualität. Das Unterstützungsangebot der Caritas werde bei der Antragstellung in 
Anspruch genommen, allerdings sei die Suche bislang erfolglos gewesen. Hohe Miet-
preise und die Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt erschwerten die Wohnungssuche, 
insbesondere für Familien mit geringem Einkommen. Außerdem wird geäußert, dass 
Bewerber*innen aus Meschenich, insbesondere vom Kölnberg, aufgrund von Vorurteilen 
benachteiligt werden könnten. In diesem Zusammenhang werde sich eine Image- Ver-
besserung des Stadtteils Meschenich gewünscht.  
Frei- und Grünflächen 
Die Bewertung der Frei- und Grünflächen in Meschenich ist eher positiv. Es gibt Parks 
und Grünflächen, was von den Einwohner*innen positiv bewertet wird. Diese werden für 
Spaziergänge, Treffen mit Freunden und als Spielflächen für Kinder genutzt. Allerdings 
wird die Pflege der Grünflächen als unzureichend empfunden. Eine Interviewperson er-
wähnt das Problem der Vermüllung, die sich jedoch auf den gesamten Stadtteil beziehe.  
Sicherheitsgefühl 
Das Sicherheitsgefühl der Einwohner*innen Meschenichs ist unterschiedlich und hängt 
stark vom jeweiligen Wohnort ab. Die Hier Einwohner*innen der Hochhäuser berichten 
von Vandalismus, Diebstählen, Gewalt. Der häufige Ausfall der Aufzüge verstärke das

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
89 
Gefühl der Unsicherheit. Ein Elternteil berichtet, dass ihr Kind nahezu vom Balkon ge-
stürzt sei, was sie dazu veranlasst habe, nach einer Wohnung in den unteren Etagen zu 
suchen. Auch das achtlose Wegwerfen von Müll aus den Fenstern der Hochhäuser wird 
als störend und unhygienisch empfunden. Insgesamt wird der Wunsch nach einem hö-
heren Sicherheitsgefühl deutlich. 
Infrastruktur 
Anbindung ÖPNV 
Der Stadtteil Meschenich ist über mehrere Buslinien an das Kölner Stadtzentrum ange-
bunden. Die Linie 132 verbindet Meschenich mit der Kölner Innenstadt, die Linie 135 
fährt nach Rodenkirchen, die Linie 183 verbindet Meschenich mit Immendorf, die Linie 
935 fährt von Meschenich nach Brühl und Hermülheim, die Linie 192 verbindet Mesche-
nich mit Hürth-Kalscheuren, wo eine Anbindung zum Regionalverkehr der Bahn vorhan-
den ist.  
Die Anbindung über den öffentlichen Nahverkehr wird negativ bewertet. Kritisiert wird 
die Taktung und die Zuverlässigkeit der Busverbindungen. Außerdem seien Busse oft 
überfüllt, insbesondere zu Stoßzeiten. Positiv sei die Buslinie, die den Hauptbahnhof 
anfährt. Allerdings werden lange Fahrzeiten, insbesondere in die Kölner Innenstadt, ver-
einzelt kritisiert. Die Fahrten nach Brühl seien zu teuer für einkommensschwächere Fa-
milien.  
Es gibt keine direkte Bahnverbindung nach Meschenich. Die geplante Straßenbahn -
verlängerung wird zwar positiv gesehen, aber es gibt Bedenken hinsichtlich der geplan-
ten Endhaltestelle am Kölnberg. Einwohner*innen des alten Ortsteils könnten von der 
Straßenbahn nicht ausreichend profitieren. 
Darüber hinaus wird die Barrierefreiheit  im öffentlichen Nahverkehr als unzureichend 
bewertet. Enge Gänge und Treppen senkten die Nutzbarkeit von Bussen für ältere Men-
schen und Menschen mit Gehbehinderungen. Allerdings könnte dies ein Problem sein, 
das auch in anderen relevant ist. 
Infrastruktur für den täglichen Bedarf 
Die Interviewpersonen sind mit der Infrastruktur für den täglichen Bedarf in Mesche-
nich eher unzufrieden. Die Mehrheit bestätigt zwar, dass die Grundversorgung mit Su-
permärkten (Aldi, Netto, türkische Läden) und einer Apotheke sowie Hausarztpraxen ge-
sichert sei. Allerdings fehlten Kinderärzt*innen und Fachärzt*innen sowie Einkaufsmög-
lichkeiten für den täglichen Bedarf: "Wir hatten damals sechs Lebensmittelgeschäfte, 
zwei Bäckereien, Metzgereien, Schuster und zwei Getränkelieferanten und, und, und. 
Alles nichts mehr." Gewünscht werden Discount -Kaufhäuser wie Woolworth, Drogerie-
märkte und Bekleidungsgeschäfte. Die Notwendigkeit, für solche Einkäufe in andere 
Stadtteile fahren zu müssen, stellt besonders für ältere Menschen und Familien mit Kin-
dern eine Herausf orderung dar. Darüber hinaus wird die Schließung von Bankfilialen 
über verschiedene Altersgruppen hinweg als problematisch empfunden. Insgesamt

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
90 
scheint eine Verbesserung der Infrastruktur die Lebensqualität der Bürger*innen 
Meschenichs erhöhen zu können.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
91 
7.2 Auswertung Onlinebefragung 
Ergebnisse der Onlinebefragung 
Demografischen Wandel gestalten 
Abbildung 5: Meschenich/Rondorf – Soziodemografische Merkmale der Teilneh-
menden im Vergleich zur Wohnbevölkerung 
 
*Alleinerziehende Haushalte: Haushalte, in denen Kinder unter 18 Jahren leben, aber kein Ehepartner*in / 
Lebenspartner*in. 
Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Anzahl Einwohner*innen insgesamt 17.170 Teilnehmende 38 0,2%
darunter
unter 18 Jahre 3.379 20% unter 18 Jahre 2 0,1%
18 bis unter 28 Jahre 1.896 11% 18 bis unter 28 Jahre 6 0,3%
28 Jahre bis unter 60 Jahre 7.332 43% 28 Jahre bis unter 60 Jahre 25 0,3%
60 bis unter 65 Jahre 1.282 7% 60 bis unter 65 Jahre 0 0,0%
65 bis unter 70 Jahre 1.021 6% 65 bis unter 70 Jahre 1 0,1%
70 bis unter 80 Jahre 1.313 8% 70 Jahre und älter 4 0,2%
ab 80 Jahre 947 6%
Durchschnittsalter in Jahren 42,7 40,7
Geschlecht
männlich 9 26%
weiblich 25 74%
divers 0
Internationale Familiengeschichte
nein 8.754 51% 20 59%
ja 8.416 49% 14 41%
Staatsbürgerschaft
deutsch 12.076 70% 29 94%
nicht deutsch 5.094 30% 2 6%
Schulabschluss
keinen Schulabschluss 1
Hauptschulabschluss 2
Realschulabschluss 13
Abitur 17
Haushalte
Anzahl gesamt 7.705
darunter
Einpersonenhaushalte 2.907 38% Einpersonenhaushalte 2 5%
mit Kindern 1.850 24% mit Kindern 25 66%
darunter Alleinerziehende Haushalte 352 19% darunter Alleinerziehende Haushalte 6 24%
durchschnittliche Haushaltsgröße 3,8
Arbeitslosigkeit
Arbeitslose (SGB II + SGB III) 998 11,0 arbeitssuchend / arbeitslos 1
SGB II-Bezug 2
Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur 0
SRG Meschenich / Rondorf
Bevölkerung im SRG (Grundgesamtheit)
(Bezugsjahr 2023, Quelle Stadt Köln) Bürgerbefragung (Stichprobe)

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
92 
Abbildung 6: Höhenhaus/Dünnwald – Soziodemografische Merkmale der Teilneh-
menden im Vergleich zur Wohnbevölkerung 
 
*Alleinerziehende Haushalte: Haushalte, in denen Kinder unter 18 Jahren leben, aber kein Ehepartner*in / 
Lebenspartner*in. 
 
Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Anzahl Einwohner*innen insgesamt 11.521 Teilnehmende 59 0,5%
darunter
unter 18 Jahre 2.595 23% unter 18 Jahre 5 0,2%
18 bis unter 28 Jahre 1.374 12% 18 bis unter 28 Jahre 4 0,3%
28 Jahre bis unter 60 Jahre 4.814 42% 28 Jahre bis unter 60 Jahre 45 0,9%
60 bis unter 65 Jahre 758 7% 60 bis unter 65 Jahre 0 0,0%
65 bis unter 70 Jahre 578 5% 65 bis unter 70 Jahre 0 0,0%
70 bis unter 80 Jahre 776 7% 70 Jahre und älter 3 0,4%
ab 80 Jahre 626 5%
Durchschnittsalter in Jahren 40,7 39,4
Geschlecht
männlich 13 25%
weiblich 37 73%
divers 0 0%
möchte keine Angabe machen 1 2%
Internationale Familiengeschichte
nein 5.590 49% 31 62%
ja 5.931 51% 19 38%
Staatsbürgerschaft
deutsch 8.813 76% 38 84%
nicht deutsch 2.708 24% 7 16%
Schulabschluss
keinen Schulabschluss 0
Hauptschulabschluss 6
Realschulabschluss 8
Abitur 28
Haushalte
Anzahl gesamt 5.008
darunter
Einpersonenhaushalte 1.903 38% Einpersonenhaushalte 7 12%
mit Kindern 1.369 27% mit Kindern 41 69%
darunter Alleinerziehende Haushalte 423 31% darunter Alleinerziehende Haushalte 12 29%
durchschnittliche Haushaltsgröße 3,7
Arbeitslosigkeit
Arbeitslose (SGB II + SGB III) 887 14,6 arbeitssuchend / arbeitslos 4
SGB II-Bezug 12
Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur 1
SRG Höhenhaus / Dünnwald
Bevölkerung im SRG (Grundgesamtheit)
(Bezugsjahr 2023, Quelle Stadt Köln) Bürgerbefragung (Stichprobe)

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
93 
Tabelle 3: Frage 3: Seit wann wohnen Sie in Ihrem Stadtteil? 
 
 
Tabelle 4: Frage 11: Wenn Sie sich selbst mitzählen, wie viele Personen wohnen 
in Ihrem Haushalt? 
 
 
 
Tabelle 5: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 13: Mit wem wohnen Sie zusammen? 
 
Anmerk: differenziert nach Altersgruppen; Mehrfachantworten möglich 
 
Tabelle 6: Meschenich/Rondorf: Frage 13: Mit wem wohnen Sie zusammen? 
 
Anmerk: differenziert nach Altersgruppen; Mehrfachantworten möglich 
Schon 
immer 
(seit 
meiner 
Geburt)
ich bin 
zugezog
en
Dünnwald/Höhenha Anzahl 7 52 59
Meschenich/Rondorf Anzahl 9 29 38
 
Gesamt
SRG
1 2 3 4 5 6 7 8 9
Anzahl 7 9 9 15 11 2 1 1 2 57
Meschenich/Rondorf Anzahl 2 8 5 12 4 5 0 1 0 37
 
Haushaltsgröße
Gesamt
SRG Dünnwald/Höhenhaus
SRG Mittelwert N
Dünnwald/Höhenhaus 3,72 57
Meschenich/Rondorf 3,76 37
unter 18 
Jahre
18 bis unter 
28 Jahre
28 bis unter 
60 Jahre
70 Jahre und 
älter
Lebenspartner/Lebenspartnerin; 
Ehepartner/ Ehepartnerin
Anzahl 0 2 29 2 33
Sohn / Tochter (leibliches Kind, Stief- oder 
Pflegekind)
Anzahl 0 3 33 1 37
Elternteil / Stiefelternteil / Schwiegerelternteil Anzahl 4 1 1 0 6
Bruder / Schwester Anzahl 2 1 1 0 4
Mitbewohner*in unserer 
Wohnungsgemeinschaft
Anzahl 1 0 1 0 2
 
Altergr
Gesamt
unter 18 
Jahre
18 bis unter 
28 Jahre
28 bis unter 
60 Jahre
65 bis unter 
70 Jahre
70 Jahre und 
älter
Lebenspartner/Lebenspartnerin; 
Ehepartner/ Ehepartnerin
Anzahl 0 0 21 1 3 25
Sohn / Tochter (leibliches Kind, Stief- oder 
Pflegekind)
Anzahl 0 0 21 0 0 21
Elternteil / Stiefelternteil / Schwiegerelternteil Anzahl 2 6 2 0 0 10
Bruder / Schwester Anzahl 1 4 0 0 0 5
Anzahl 2 6 23 1 3 35Gesamt
 
Altergr
Gesamt

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94 
Tabelle 7: Frage 74: Gehören Sie einer der folgenden Religionsgemeinschaften 
an? 
 
 
Tabelle 8: Frage 14: Welche Sprachen sprechen Sie zu Hause? 
 
 
Tabelle 9: Frage 76: Welche Staatsangehörigkeit haben Sie: 
 
Anmerk: Höhenhaus/Dünnwald: Angaben von 49 Personen, Meschenich/Rondorf: Angaben von 33 
Personen 
 
Tabelle 10: Jahr der Einbürgerung (Frage 76) 
 
Nein Christentum Islam Judentum Anderes
Möchte ich 
nicht sagen.
Dünnwald/ 
Höhenhaus
Anzahl 11 26 10 0 0 4 51
Meschenich/
Rondorf
Anzahl 3 24 5 1 1 0 34
Religion
Gesamt
nur deutsch
meistens 
deutsch
beide 
Sprachen 
gleich oft
meistens eine 
andere 
Sprache
nur eine 
andere 
Sprache
Dünnwald/Höhenhaus Anzahl 38 4 14 1 1 58
Meschenich/Rondorf Anzahl 25 2 8 1 2 38
 
Sprache
Gesamt
SRG
deutsch 
seit Geburt
deutsch seit (bitte 
Jahr nennen):
Nichtdeutsche 
Staatsangehörig-
keit, und zwar (bitte 
Land aufschreiben)
Doppelte 
Staatsangehörig-
keit, und zwar 
deutsch und (bitte 
Land aufschreiben)
Staatenlos
Höhenhaus / Dünnwald 35 3 7 4 0
Meschenich / Rondorf 22 7 2 2 0
Jahr Anzahl Jahr Anzahl
2000 1 1989 1
2003 1 1990 1
2015 1 2011 1
2013 1
2015 1
2016 1
2018 1
Höhehaus/Dünnwald Meschenich/Rondorf
deutsch seit…

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95 
Tabelle 11: Andere Staatsangehörigkeit (Frage 76) 
 
Andere Staatsangehörigkeit bei doppelter Staatsangehörigkeit in Höhenhaus/Dünnwald: 
Französisch, Luxemburgisch, Polnisch und Türkisch in Meschenich/Rondorf Italienisch 
und Polnisch 
 
Tabelle 12: Frage 77: Sind Sie selbst oder Ihre Eltern aus einem anderen Land nach 
Deutschland eingewandert? 
 
Anmerk: Mehrfachantworten möglich; Höhenhaus/Dünnwald: Angaben von 50 Personen; Mesche-
nich/Rondorf: Angaben von 34 Personen 
 
Tabelle 13: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 80: Aus welchem Land sind Sie nach 
Deutschland gekommen? (Filter: TN selbst eingewandert) 
 
 
Iran 1 Italienisch 1
Kosovarisch 1 Serbisch 1
Roma 1 Gesamt 2
Syrien 1
Türkei 3
Gesamt 7
Höhehaus/Dünnwald Meschenich/Rondorf
Staatsangehörigkeit
Nein Ja, ich selbst. Ja, beide 
Elternteile
Ja, ein 
Elternteil
Höhenhaus / 
Dünnwald
31 5 8 6
Meschenich / 
Rondorf
20 8 10 1
Belgien 1
Iran 1
Kosovo 1
Syri en 1
Eigenes 
Einwanderungsland

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96 
Tabelle 14: Höhenhaus/Dünnwald: Jahr der eigenen Einwanderung (Frage 80) 
 
 
Tabelle 15: Meschenich/Rondorf: Frage 80: Aus welchem Land sind Sie nach 
Deutschland gekommen? (Filter: TN selbst eingewandert) 
 
 
Tabelle 16: Meschenich/Rondorf: Jahr der eigenen Einwanderung (Frage 80) 
 
 
Tabelle 17: Wie lautet Ihr Aufenthaltsstatus in Deutschland? (Filter: TN selbst ein-
gewandert und keine deutsche Staatsangehörigkeit) 
 
1992 1
2010 1
2011 1
2015 1
Einwanderungsjahr
Afghanistan 2
Gruechenland 1
Italien 1
Kamerun 1
Kirgistan 1
Serbien 1
Eigenes 
Einwanderungsland
1990 1
2000 1
2004 1
2011 1
2016 1
Einwanderungsjahr
Unbefristete 
Aufenthaltserlaubnis 
(z.B. Niederlassungs-
erlaubnis)
Befristete 
Aufenthaltserlaubnis 
(z.B. Aufenthalts-
erlaubnis für Arbeit, 
Studium oder Familie)
Asyl- oder 
Flüchtlingsschutz Gesamt
Dünnwald/ 
Höhenhaus
0 1 2 3
Meschenich/ 
Rondorf
1 1 0 2

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97 
Abbildung 7: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 52: Von welchem Einkommen lebt Ihr 
Haushalt? 
 
 
Abbildung 8: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 53: Wie gut kommen Sie / Ihr Haushalt 
mit dem Geld zurecht, das Sie haben?

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
98 
Abbildung 9:Höhenhaus/Dünnwald: Frage 54: Haben Sie am Ende des Monats 
Geld übrig? 
 
 
Abbildung 10: Meschenich/Rondorf: Frage 52: Von welchem Einkommen lebt Ihr 
Haushalt?

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
99 
Abbildung 11: Meschenich/Rondorf: Frage 53: Wie gut kommen Sie / Ihr Haushalt 
mit dem Geld zurecht, das Sie haben? 
 
 
Abbildung 12: Meschenich/Rondorf: Frage 54: Haben Sie am Ende des Monats 
Geld übrig?

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
100 
Herausforderung: Startchancen verbessern – Gesundheit von Kindern 
und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien fördern 
Tabelle 18: Frage 55: Wie gut ist Ihr Gesundheitszustand jetzt gerade? 
 
 
Abbildung 13: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 56: Haben Sie oder Ihre Kinder in den 
letzten 12 Monaten dringend medizinische Hilfe oder Behandlung 
gebraucht, diese aber nicht bekommen? 
 
 
Sehr gut Gut Teils/teils Schlecht Sehr schlecht
Dünnwald/ 
Höhenhaus
Anzahl 10 23 14 5 0 52
Meschenich/
Rondorf
Anzahl 4 20 8 1 1 34
 
Gesundheitszustand
Gesamt
SRG

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
101 
Abbildung 14: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 57: Warum haben Sie oder Ihre Kinder 
keine medizinische Untersuchung oder Behandlung bekommen?  
(Filter: Frage 56: ja)

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
102 
Abbildung 15: Meschenich/Rondorf: Frage 56: Haben Sie oder Ihre Kinder in den 
letzten 12 Monaten dringend medizinische Hilfe oder Behandlung 
gebraucht, diese aber nicht bekommen? 
 
 
Abbildung 16: Meschenich/Rondorf: Frage 57: Warum haben Sie oder Ihre Kinder 
keine medizinische Untersuchung oder Behandlung bekommen?  
(Filter: Frage 56: ja)

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
103 
Herausforderung: Mehr Bildungsgerechtigkeit für Kinder und Jugendliche 
aus einkommensschwachen, benachteiligten Familien 
Tabelle 19: Frage 27: Wird Ihr Kind regelmäßig betreut? (Filter: Kinder unter 6 
Jahre) 
 
 
Abbildung 17: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 28: Warum wird Ihr Kind nicht in der 
Kita betreut? (Filter: keine regelmäßige Betreuung) 
 
 
Kind 1 Kind 2
Anzahl Anzahl
in Kita / Tagespflege betreut 10 2
Großeltern 1
nicht betreut* 2 3
Kind 1 Kind 2
Anzahl Anzahl
in Kita / Tagespflege betreut 13 4
Großeltern 0
nicht betreut 0
Höhenhaus / Dünnwald
Meschenich / Rondorf
* alle nicht betreuten Kinder sind 1 Jahr alt oder jünger

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
104 
Abbildung 18: Meschenich/Rondorf: Frage 28: Warum wird Ihr Kind nicht in der 
Kita betreut? (Filter: keine regelmäßige Betreuung) 
 
 
Tabelle 20: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 29: Gehen Ihre Kinder nach der Schule 
in eine Einrichtung, in der sie essen und Hausaufgaben machen 
können? (Filter: Kinder unter 12 Jahren) 
 
 
Kind 1 Kind 2
Ganztagsschule 12 1
andere Einrichtung 2 2
andere Betreuung 1 0
keine Betreuung 10 9

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
105 
Abbildung 19: Höhenhaus/Dünnwald: Warum wird Ihr Kind nach der Schule nicht 
betreut? (Filter: unter 12 Jahre und keine Nachmittagsbetreuung) 
 
 
Abbildung 20: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 31: In welchen Bereichen wünschen 
Sie sich Unterstützung für Ihr Kind? (Filter: keine Nachmittagsbe-
treuung)

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
106 
Tabelle 21: Meschenich/Rondorf: Frage 29: Gehen Ihre Kinder nach der Schule in 
eine Einrichtung, in der sie essen und Hausaufgaben machen kön-
nen? (Filter: Kinder unter 12 Jahren) 
 
 
Abbildung 21: Meschenich/Rondorf: Warum wird Ihr Kind nach der Schule nicht 
betreut? (Filter: unter 12 Jahre und keine Nachmittagsbetreuung) 
 
 
Kind 1 Kind 2 Kind 3 Kind 4
Ganztagsschule 8 2 2 0
andere Einrichtung 2 1 1 0
keine Betreuung 4 3 1 1

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
107 
Abbildung 22: Meschenich/Rondorf: Frage 31: In welchen Bereichen wünschen 
Sie sich Unterstützung für Ihr Kind? (Filter: keine Nachmittagsbe-
treuung) 
 
 
Herausforderung: Berufliche Chancen insbesondere für junge Erwach-
sene mit internationaler Familiengeschichte verbessern 
Tabelle 22: Frage 32: Haben Sie einen Schulabschluss? 
 
Anmerk: Hinweis: Kategorie Ich habe die Schule abgebrochen wurde nicht angegeben. 
 
Dünnwald/ 
Höhenhaus
Meschenich/ 
Rondorf
Ja, in Deutschland 
gemacht
42 32
Ja, im Ausland 
gemacht
5 2
Ich gehe noch zur 
Schule.
4 2
Ich habe keinen 
Schulabschluss.
0 1
51 37
Haben Sie einen 
Schulabschluss?
Gesamt
 
SRG

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
108 
Tabelle 23: Welchen höchsten Schulabschluss besitzen Sie? (Filter: Schulab-
schluss in Deutschland) 
 
 
Tabelle 24: Frage 33: Wurde Ihr Schulabschluss in Deutschland anerkannt? (Filter: 
Schulabschluss nicht in Deutschland) 
 
Tabelle 25: Frage 36: Welchen höchsten Berufsabschluss haben Sie? 
 
Hauptschul-
abschluss, 
Volksschul-
abschluss
Realschulab
schluss / 
Mittlere Reife
(Fach)Hochs
chulreife oder 
Abitur
Dünnwald/Höhenhaus Anzahl 6 8 28 42
Meschenich/Rondorf Anzahl 2 13 17 32
 
Schulabschluss
Gesamt
SRG
Dünnwald/ 
Höhenhaus
Meschenich/ 
Rondorf
Nein 2 2
Ja 1 0
Ich warte noch auf 
eine Antwort.
2 0
5 2
Anerkennung in 
Deutschland
Gesamt
 SRG
Dünnwald/ 
Höhenhaus
Meschenich/
Rondorf
Ich bin noch in einer Ausbildung. 0 2
Ich studiere noch. 1 0
Ich habe keine Berufsausbildung 
angefangen.
6 4
Ich habe meine Berufsausbildung 
abgebrochen.
2 0
Berufsausbildung, duale Ausbildung / 
Lehre
19 13
Meister*in oder Techniker*in 1 2
Fachschulabschluss 1 2
Bachelor 7 5
Master, Magister, Diplom 7 2
Promotion 1 1
Gesamt 45 31
Berufsabschluss

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
109 
Frage 46: Filter: Wenn nie Ausbildung angetreten oder abgebrochen: Falls Sie gerne 
eine Ausbildung machen würden: Worin bräuchten Sie Unterstützung? 
Höhenhaus/Dünnwald: Hilfe bei der Berufswahl, Stärkung des Selbstvertrauens (je 1 
Nennung) 
Meschenich/Rondorf: stärkeres Eingehen auf psychische Einschränkungen (1 Nennung) 
 
Tabelle 26: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 47: Sind Sie zurzeit erwerbstätig? 
 
Anmerk: Angaben von 50 Personen 
 
Ja, in Vollzeit 15
Ja, in Teilzeit 9
Ja, in geringfügiger Beschäftigung, mit wenigen 
Stunden / manchmal
1
Ja, aber zurzeit in Mutterschutz, Elternzeit oder 
anderer Beurlaubung
1
Schüler*in, Student*in 5
im Ruhestand / Vorruhestand 3
suche eine Arbeit / arbeitslos 4
Hausmann / Hausfrau / kümmere mich um 
meine Kinder, pflege Verwandte (Care-Arbeit)
10
Anderes: 
Erwerbsminderungsrente (1 Nennung), 
erwerbsunfähig (1 Nennung),
krank gemeldet (1 Nennung) psychische 
Erkrankung (1 Nennung)
4
Erwerbs-
tätigkeit
Erwerbstätigkeit

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
110 
Tabelle 27: Meschenich/Rondorf: Frage 47: Sind Sie zurzeit erwerbstätig? 
 
Anmerk: Angaben von 35 Personen 
 
Tabelle 28: Wie ist Ihre berufliche Stellung (Filter: Wenn erwerbstätig) 
 
 
Tabelle 29: Frage 49: Seit wann sind Sie arbeitslos? (Filter: Arbeitslos) 
 
Anmerk: In Meschenich/Rondorf ist das auf eine Person zutreffend, hat keine Angaben gemacht 
 
Ja, in Vollzeit 10
Ja, in Teilzeit 11
Ja, in geringfügiger Beschäftigung, mit wenigen 
Stunden / manchmal
3
Schüler*in, Student*in 3
im Ruhestand / Vorruhestand 5
suche eine Arbeit / arbeitslos 1
Hausmann / Hausfrau / kümmere mich um 
meine Kinder, pflege Verwandte (Care-Arbeit)
2
Erwerbs-
tätigkeit
Erwerbstätigkeit
Angestellte/r Selbstständig
Beamtin/Beam
ter, Richter/in, 
Berufssoldat/in
In Ausbildung
Dünnwald/Höhenhaus Anzahl 22 1 2 0 25
Meschenich/Rondorf Anzahl 20 1 2 1 24
berufliche Stellung
Gesamt
2016 2017 2019
Dünnwald/ 
Höhenhaus
1 1 1
Jahr

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
111 
Abbildung 23: Frage 50: Warum sind Sie arbeitslos? (Filter: Arbeitslos) 
 
Anmerk: In Meschenich/Rondorf ist das auf eine Person zutreffend, diese hat keine Angaben ge-
macht 
 
Abbildung 24: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 51: Was würden Sie brauchen, um 
eine Arbeit zu finden? (Filter arbeitslos) 
 
 
Abbildung 25: Meschenich/Rondorf: Frage 51: Was würden Sie brauchen, um eine 
Arbeit zu finden? (Filter arbeitslos)

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
112 
Tabelle 30: Frage 38: Wie gut sprechen Sie Deutsch? 
 
 
Herausforderungen:  
Familien- und Kinderarmut abbauen – Mehrfach belastete Lebenslagen 
durch abgestimmte Hilfen gezielt verbessern 
Teilhabechancen von Menschen mit internationaler Familiengeschichte 
fördern - Mehrfach belastete Lebenslagen durch abgestimmte Hilfen ge-
zielt verbessern 
Vereinsmitgliedschaft: 
Frage 18: Sind Sie Mitglied in einem Sport-, Kultur- oder Freizeitverein? 
Frage 19: Ist Ihr Kind Mitglied in einem Sport-, Kultur- oder Freizeitverein? 
Frage 20: Warum sind Sie kein Mitglied in einem Sport-, Kultur- oder Freizeitverein? 
 
Abbildung 26: Höhenhaus/Dünnwald: Vereinsmitgliedschaft 
 
 
Ich kann sehr gut / 
gut Deutsch 
sprechen und 
verstehen.
Mein Deutsch reicht 
gerade so für das 
Verstehen und 
Sprechen im Alltag.
Dünnwald/Höhenhaus Anzahl 49 2 51
Meschenich/Rondorf Anzahl 34 1 35
Sprachkenntnisse
Gesamt

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
113 
Abbildung 27: Höhenhaus/Dünnwald: Gründe für Nicht-Mitgliedschaft 
 
 
Abbildung 28: Meschenich/Rondorf: Vereinsmitgliedschaft

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
114 
Abbildung 29: Meschenich/Rondorf: Gründe für Nicht-Mitgliedschaft 
 
 
Abbildung 30: Frage 22: Nutzen Sie folgende Angebote in Ihrem Stadtteil? 
 
 
Ja Nein Gesamt
Dünnwald/Höhenhaus Anzahl 16 39 55
Meschenich/Rondorf Anzahl 12 25 37
Ja Nein Gesamt
Dünnwald/Höhenhaus Anzahl 18 38 56
Meschenich/Rondorf Anzahl 6 30 36
Ja Nein Gesamt
Dünnwald/Höhenhaus Anzahl 12 42 54
Meschenich/Rondorf Anzahl 5 29 34
SRG
Sportangebote
SRG
Kulturelle Angebote (z.B. Konzerte, Bücherausleihe, Kino, Theater, Tanzclubs)
Andere Freizeitangebote (z.B. Jugendhaus, Jugendeinrichtung, Bike-Park) 
SRG

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
115 
Frage 23: Welche Angebote fehlen in Ihrem Stadtteil? (Offene Frage) 
Abbildung 31: Höhenhaus/Dünnwald: Fehlende Sportangebote 
 
Anmerk: Offene Frage

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
116 
Abbildung 32: Höhenhaus/Dünnwald: Fehlende Kultur-Angebote 
 
Anmerk: Offene Frage

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
117 
Abbildung 33: Höhenhaus/Dünnwald: Andere fehlende Angebote 
 
Anmerk: Offene Frage

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
118 
Abbildung 34: Meschenich/Rondorf: Fehlende Sportangebote 
 
Anmerk: Offene Frage

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
119 
Abbildung 35: Meschenich/Rondorf: Fehlende Kultur-Angebote 
 
Anmerk: Offene Frage 
 
Abbildung 36: Meschenich/Rondorf: Andere fehlende Angebote 
 
Anmerk: Offene Frage

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
120 
Tabelle 31: Frage 24: Haben Sie den Köln-Pass? 
 
 
Abbildung 37: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 25: Haben Sie schon einmal Angebote 
zur Beratung und Unterstützung genutzt? Wenn ja: zu welchen 
Themen? 
 
 
Nein Ja
Dünnwald/Höhenhaus Anzahl 39 18 57
Meschenich/Rondorf Anzahl 31 7 38
 Köln-Pass
Gesamt
SRG

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
121 
Abbildung 38: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 26: Zu welchen Themen möchten Sie 
gern eine Beratung bekommen?

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
122 
Abbildung 39: Meschenich/Rondorf: Frage 25: Haben Sie schon einmal Angebote 
zur Beratung und Unterstützung genutzt? Wenn ja: zu welchen 
Themen?

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
123 
Abbildung 40: Meschenich/Rondorf: Frage 26: Zu welchen Themen möchten Sie 
gern eine Beratung bekommen?

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
124 
Abbildung 41: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 39: Wie finden Sie das Angebot an 
Integrations- und Sprachkursen? (Filter: Falls zu Hause (auch) an-
dere Sprache gesprochen wird) 
 
 
Abbildung 42: Meschenich/Rondorf: Frage 39: Wie finden Sie das Angebot an In-
tegrations- und Sprachkursen? (Filter: Falls zu Hause (auch) an-
dere Sprache gesprochen wird)

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
125 
Tabelle 32: Frage 40: Haben Sie einen Ausbildungsplatz gesucht? (Filter: Perso-
nen ohne abgeschlossene Berufsausbildung) 
 
 
Abbildung 43: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 41: Was machte es schwer, eine Aus-
bildung zu finden / zu machen? (Filter: keine abgeschlossene Be-
rufsausbildung, keinen Ausbildungsplatz gesucht) 
 
 
Nein Ja
Ich wollte 
lieber 
studieren.
Gesamt
Dünnwald/Höhenhaus Anzahl 5 2 1 8
Meschenich/Rondorf Anzahl 3 1 0 4
Haben Sie einen Ausbildungsplatz gesucht?

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
126 
Abbildung 44: Meschenich/Rondorf: Frage 41: Was machte es schwer, eine Aus-
bildung zu finden / zu machen? (Filter: keine abgeschlossene Be-
rufsausbildung, keinen Ausbildungsplatz gesucht) 
 
 
Tabelle 33: Frage 42: Wie einfach war es für Sie, einen Ausbildungsplatz zu be-
kommen? (Filter: Auszubildende und Berufsausbildungsabbre-
chende) 
 
 
Abbildung 45: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 43: Was war schwer bei der Suche 
nach einer Ausbildung? 
 
Anmerk: Filter: Auszubildende und Berufsausbildungsabbrechende und Frage 42 teils/teils bis 
sehr schwer 
 
Sehr einfach Einfach Teils/teils Schwer
Dünnwald/ 
Höhenhaus
Anzahl 1 1 2 1 5
Meschenich/
Rondorf
Anzahl 2 0 1 0 3
 Bewertung Suche Ausbildungsplatz
Gesamt
SRG

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
127 
Abbildung 46: Höhenhaus/Dünnwald: Haben Sie Unterstützung bei der Suche 
nach einer Ausbildung bekommen? Wie hilfreich war diese? 
 
Anmerk: Filter: Auszubildende und Berufsausbildungsabbrechende

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
128 
Abbildung 47: Meschenich/Rondorf: Haben Sie Unterstützung bei der Suche nach 
einer Ausbildung bekommen? Wie hilfreich war diese? 
 
Anmerk: Filter: Auszubildende und Berufsausbildungsabbrechende

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
129 
Abbildung 48: Höhenhaus/Dünnwald: Was würden Sie brauchen, um eine Arbeit 
zu finden? (Filter: arbeitslos) 
 
 
Abbildung 49: Meschenich/Rondorf: Was würden Sie brauchen, um eine Arbeit zu 
finden? (Filter: arbeitslos)

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
130 
Herausforderung: Lebenslage älterer, insbesondere armutsgefährdeter, 
Menschen verbessern 
Frage 6: Haben Sie oder jemand, mit dem Sie zusammenleben, eine Beeinträchtigung, eine Behinderung 
oder eine bleibende Krankheit? 
Frage 7: Filter: TN hat Beeinträchtigung: Haben Sie eine Behinderung, die offiziell bestätigt wurde? 
Frage 8: Filter: TN hat Beeinträchtigung: Wie sehr macht Ihnen Ihre Beeinträchtigung im Alltag manche 
Dinge schwerer? 
 
Abbildung 50: Höhenhaus/Dünnwald: Teilnehmende mit Beeinträchtigung 
 
Anmerk: gültige Teilnehmende: 57

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
131 
Abbildung 51: Meschenich/Rondorf: Teilnehmende mit Beeinträchtigung 
 
Anmerk: gültige Teilnehmende: 38 
 
Tabelle 34: Frage 9: Brauchen Sie wegen Ihrer Beeinträchtigung eine barrierefreie 
Wohnung? 
 
Anmerk: Filter: Personen, die selbst beeinträchtigt sind, mit einer beeinträchtigten Person zusam-
menleben oder über 60 Jahre alt sind. 
 
Nein Ja
Anzahl 15 2 17
Anzahl 14 0 14
SRG Dünnwald/Höhenhaus
Meschenich/Rondorf
 
Brauchen Sie wegen Ihrer 
Beeinträchtigung eine 
barrierefreie Wohnung?
Gesamt

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
132 
Abbildung 52: Höhenhaus/Dünnwald: Bedarf an barrierefreiem Wohnraum 
 
 
Tabelle 35: Frage 58: Brauchen Sie oder eine Person in Ihrem Haushalt Pflege oder 
Hilfe im Haushalt? (Mehrfachantworten möglich) 
 
 
Nein
Ja, ich oder 
jemand, der mit 
mir wohnt, braucht 
Hilfe im Haushalt
Ja, ich bin 
pflegebedürftig mit 
anerkanntem 
Pflegegrad
Ja, jemand der mit 
mit wohnt, ist 
pflegebedürftig mit 
anerkanntem 
Pflegegrad
Höhenhaus/
Dünnwald
42 3 2 5
Meschenich/
Rondorf
28 3 1 4
Brauchen Sie oder eine Person in Ihrem Haushalt Pflege oder Hilfe im Haushalt?
(Mehrfachantworten mögich)

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
133 
Abbildung 53: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 59: Welche Angebote im Bereich 
Pflege und Gesundheit fehlen Ihnen in Ihrem Stadtteil? (Filter: 
wenn Pflegebedarf) 
 
 
Abbildung 54: Meschenich/Rondorf: Frage 59: Welche Angebote im Bereich Pflege 
und Gesundheit fehlen Ihnen in Ihrem Stadtteil? (Filter: wenn Pfle-
gebedarf)

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
134 
Herausforderung: Gesellschaftliche und politische Einbindung verbessern 
- ehrenamtliches Engagement und politisches Interesse der Stadtgesell-
schaft fördern 
Abbildung 55: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 60: Wie oft passiert das in Ihrer Nach-
barschaft?

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
135 
Abbildung 56: Meschenich/Rondorf: Frage 60: Wie oft passiert das in Ihrer Nach-
barschaft? 
 
 
Tabelle 36: Frage 61: Engagieren Sie sich zurzeit ehrenamtlich? 
 
 
Ja, 
regelmäßig
Ja, hin und 
wieder
Nein, aber 
ich war früher 
ehrenamtlich 
tätig
Nein, ich bin 
nicht 
ehrenamtlich 
tätig
Dünnwald/ 
Höhenhaus
Anzahl 12 2 7 29 50
Meschenich/
Rondorf
Anzahl 9 5 3 18 35
Gesamt
Engagement

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
136 
Abbildung 57: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 63: Sagen Sie uns bitte für die folgen-
den Bereiche, ob Sie dort ehrenamtlich tätig sind oder sich vorstel-
len können, hierfür ehrenamtlich tätig zu werden.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
137 
Abbildung 58: Meschenich/Rondorf: Frage 63: Sagen Sie uns bitte für die folgen-
den Bereiche, ob Sie dort ehrenamtlich tätig sind oder sich vorstel-
len können, hierfür ehrenamtlich tätig zu werden.

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
138 
Tabelle 37: Frage 75: Fühlen Sie sich einer bestimmten Gruppe von Menschen / 
einer Community zugehörig? 
 
In Höhenhaus/Dünnwald werden genannt: AFD, Cosplay/Punk, katholische Kirche, Ge-
meindemitgliedern, Konvertierte, LGBTQ / Postmigrantin, Partei Sinti und Roma (je 1 
Nennung) 
In Meschenich/Rondorf werden genannt: Afghanische (1 Nennung) 
 
Abbildung 59: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 64: Gehen Sie wählen? Frage 65: Wa-
rum gehen Sie nicht wählen? (Filter: wenn nicht wählen) 
 
 
Nein Ja
Dünnwald/ 
Höhenhaus
Anzahl 37 9 46
Meschenich/
Rondorf
Anzahl 29 4 33
 Community
Gesamt
SRG

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
139 
Abbildung 60: Meschenich/Rondorf: Frage 64: Gehen Sie wählen? Frage 65: Wa-
rum gehen Sie nicht wählen? (Filter: wenn nicht wählen)

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
140 
Tabelle 38: Frage 67: Was trifft auf Sie zu? 
 
 
 
 
Tue ich.
Daran habe 
ich kein 
Interesse.
Würde ich 
gerne tun.
Dünnwald/ 
Höhenhaus
Anzahl 35 12 1 48
Meschenich/
Rondorf
Anzahl 25 5 3 33
 
Über politische Themen nachdenken
Gesamt
SRG
Tue ich.
Daran habe 
ich kein 
Interesse.
Würde ich 
gerne tun.
Dünnwald/ 
Höhenhaus
Anzahl 30 13 3 46
Meschenich/
Rondorf
Anzahl 23 7 4 34
SRG
 
Eigene politische Meinung sagen
Gesamt
Tue ich.
Daran habe 
ich kein 
Interesse.
Würde ich 
gerne tun.
Dünnwald/ 
Höhenhaus
Anzahl 3 22 17 42
Meschenich/
Rondorf
Anzahl 5 14 12 31
 
Mitwirkung über das Beteiligungsportal der 
Stadt Köln ^Meinung für Köln^
Gesamt
SRG
Tue ich.
Daran habe 
ich kein 
Interesse.
Würde ich 
gerne tun.
Dünnwald/ 
Höhenhaus
Anzahl 6 30 8 44
Meschenich/
Rondorf
Anzahl 3 24 4 31
 
Teilnahme an politischen Veranstaltungen
Gesamt
SRG

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
141 
 
 
Abbildung 61: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 68: Für welche Themen würden Sie 
sich mit Ihren Nachbarn gemeinsam einsetzen, um das Zusammen-
leben in Ihrem Wohngebiet zu verbessern? 
 
Tue ich.
Daran habe 
ich kein 
Interesse.
Würde ich 
gerne tun.
Dünnwald/ 
Höhenhaus
Anzahl 5 16 21 42
Meschenich/
Rondorf
Anzahl 11 11 8 30
 
Beteiligung an Netzwerken in der 
Nachbarschaft (z. B. Nachbarschaftshilfe, 
Bürgerverein)
Gesamt
SRG

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
142 
Abbildung 62: Meschenich/Rondorf: Frage 68: Für welche Themen würden Sie 
sich mit Ihren Nachbarn gemeinsam einsetzen, um das Zusammen-
leben in Ihrem Wohngebiet zu verbessern?

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
143 
Abbildung 63: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 66: Wie stark fühlen Sie sich mit Ihrem 
Stadtteil verbunden? 
 
 
Abbildung 64: Meschenich/Rondorf: Frage 66: Wie stark fühlen Sie sich mit Ihrem 
Stadtteil verbunden?

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
144 
Herausforderung: Wohnen – Bedarfsgerechtes Wohnungsangebot verbes-
sern – Wohnen/Wohnumfeld attraktiver gestalten 
Abbildung 65: Dünnwald/Höhenhaus: Frage 4: Insgesamt: Wie gut finden Sie das 
Leben in Ihrem Stadtteil? 
 
 
Abbildung 66: Meschenich/Rondorf: Frage 4: Insgesamt: Wie gut finden Sie das 
Leben in Ihrem Stadtteil?

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
145 
Tabelle 39: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 15: Wie zufrieden sind Sie mit den fol-
genden Aspekten in Ihrem Stadtteil? 
 
 
Abbildung 67: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 15: Wie zufrieden sind Sie mit den fol-
genden Aspekten in Ihrem Stadtteil? 
 
Sehr 
zufrieden Zufrieden Teils/teils Unzufrieden
Sehr 
unzufrieden
Wohngegend 7 23 15 9 3
Eigene Wohnung 19 27 6 5 1
Aussehen / Sauberkeit der Wohngegend 6 6 24 11 11
Kontakte in der Nachbarschaft 9 19 21 2 6
Medizinische Versorgung 4 20 23 4 3
Freizeitangebote / Sportangebote 2 20 17 7 7
Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf 14 21 16 3 3
Angebot an Kitas* 7 23 5 1 1
Angebot an Schulen* 11 14 9 2 1
Angebot an OGS* 9 13 7 3 1
Angebot an sozialen Einrichtungen und Beratungsstellen 3 10 13 9 3
Parks und Grünflächen 14 20 14 5 3
fußläufge Erreichbarkeit von Bus, Bahn etc. 18 26 6 3 4

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
146 
Abbildung 68: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 16: Warum finden Sie Ihre Wohnung 
nicht gut? 
 
Anmerk: Filter: Wenn mit Wohnung unzufrieden oder sehr unzufrieden; gültige Teilnehmende: 6 
 
Tabelle 40: Meschenich/Rondorf: Frage 15: Wie zufrieden sind Sie mit den folgen-
den Aspekten in Ihrem Stadtteil? 
 
 
Sehr 
zufrieden Zufrieden Teils/teils Unzufrieden
Sehr 
unzufrieden
Wohngegend 2 15 16 3 2
Eigene Wohnung 13 20 4 1 0
Aussehen / Sauberkeit der Wohngegend 0 7 12 11 8
Kontakte in der Nachbarschaft 7 22 6 1 1
Medizinische Versorgung 1 11 13 12 0
Freizeitangebote / Sportangebote 1 8 8 12 7
Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf 6 10 13 7 2
Angebot an Kitas* 10 10 3 0 0
Angebot an Schulen* 2 5 7 8 1
Angebot an OGS* 1 8 5 4 2
Angebot an sozialen Einrichtungen und Beratungsstellen 3 6 6 7 1
Parks und Grünflächen 3 5 13 9 7
fußläufge Erreichbarkeit von Bus, Bahn etc. 9 12 6 7 3

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
147 
Abbildung 69: Meschenich/Rondorf: Frage 15: Wie zufrieden sind Sie mit den fol-
genden Aspekten in Ihrem Stadtteil? 
 
 
Abbildung 70: Meschenich/Rondorf: Frage 16: Warum finden Sie Ihre Wohnung 
nicht gut?

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
148 
Abbildung 71: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 17: Welche Angebote und Einrichtun-
gen fehlen Ihnen am meisten in Ihrem Stadtteil? 
 
 
Abbildung 72: Höhenhaus/Dünnwald: Weitere Nennungen zu fehlenden Angebo-
ten (Frage 17)

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
149 
Abbildung 73: Meschenich/Rondorf: Frage 17: Welche Angebote und Einrichtun-
gen fehlen Ihnen am meisten in Ihrem Stadtteil? 
 
 
Abbildung 74: Meschenich/Rondorf: Weitere Nennungen zu fehlenden Angeboten 
(Frage 17)

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
150 
Abbildung 75: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 69: Haben Sie sich in den letzten 24 
Monaten von anderen schlecht behandelt oder diskriminiert ge-
fühlt?

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
151 
Abbildung 76: Höhenhaus/Dünnwald: Wenn ja: In Bezug auf welche Merkmale wur-
den Sie diskriminiert? (

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
152 
Abbildung 77: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 71: Wo / in welchen Bereichen ist das 
passiert? (Filter: Person fühlte sich diskriminiert) 
 
 
Abbildung 78: Meschenich/Rondorf: Frage 69: Haben Sie sich in den letzten 24 
Monaten von anderen schlecht behandelt oder diskriminiert ge-
fühlt?

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
153 
Abbildung 79: Meschenich/Rondorf: Frage 70: Wenn ja: In Bezug auf welche Merk-
male wurden Sie diskriminiert? 
 
 
Abbildung 80: Meschenich/Rondorf: Frage 71: Wo / in welchen Bereichen ist das 
passiert? (Filter: Person fühlte sich diskriminiert)

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
154 
Tabelle 41: Höhenhaus/Dünnwald: Frage 82: Womit könnte die Stadt Köln Ihnen 
helfen, Ihr Leben und Ihre Situation zu verbessern? 
 
Kurzfristig in den nächsten Wochen
Sauberkeit im Stadtteil 2
Grünpflege im Stadtteil (Bäume stutzen) 1
mehr Polizeipräsenz (z.B. Raserszene) 2
Geschwindigkeitskontrolle Berliner Straße und in 30-Zonen 2
mehr Parkplätze 1
mehr Radwege 1
mehr Therapieplätze 1
finanzielle Unterstützung für Familien 2
Unterstützung Familie und Kinder 1
Küche der Schule zum Portzenacker ausbauen, damit alle Kinder die 
Möglichkeit auf einen OGS Platz haben. 1
Wahrnehmung Gruppe der psychisch Erkrankten mit 
Erwerbsminderungsrente 1
Benutzungsgebühr in Flüchtlingsunterkünften senken 1
mehr kulturelle Angebote 1
bessere Erreichbarkeit der Behörden (insbesondere Ausländeramt) 1
Toleranz und Verständnis anderen Kulturen 
und Religionen gegenüber 1
Behörden / Ämter
Aussehen Stadtteil
Verkehrssituation
Gesundheit
Ausgewählte Zielgruppen
Freizeit

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
155 
 
Im Laufe eines Jahres
günstigerer Wohnraum / sozialer Wohnungsbau 4
Verbesserung der Verkehrssituation 2
Autoverkehr reduzieren 1
Fußgänger-Übergang an Bushaltestelle Weißer Mönch / 
Dünnwalder Kommunalweg 2
bessere Radwege 1
mehr Parkplätze 1
Zebrastreifen Holzweg/Prämonsatenserstr 1
Pünktlichkeit KVB 1
Entspannung bei der Platzvergabe bei den weiterführenden 
Schulen schaffen 1
Modernisierung von Schulen 1
kürzere Wartezeiten bei Schulbegleitung und Autismus-
Therapie 1
Unterstützung der Schulen bei Ausflügen (z.B. KVB-Tickets) 1
Sauberkeit im Stadtteil / Müllentsorgung / schöneres 
Aussehen 3
Sozialberatung in Dünnwald 1
Schuldnerberatung 1
mehr Einkaufsmöglichkeiten 1
attraktive Begegnunsstellen (Cafés) schaffen 1
mehr Grünflächen zur öffentlichen Nutzung 1
mehr Spielplätze 1
mehr öffentliche Treffpunkte (z.B. Sitzbänke, Bolzplätze) 1
Terminvergabe bei Fachärzten verbessern 1
Gesundheit
Wohnen
Verkehrssituation
Schulen
Wohnumfeld und Infrastuktur

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
156 
Tabelle 42: Meschenich/Rondorf: Frage 82: Womit könnte die Stadt Köln Ihnen 
helfen, Ihr Leben und Ihre Situation zu verbessern? 
 
 
Kurzfristig in den nächsten Wochen
Sauberkeit im Stadtteil 8
Öffnung des Ortszugangs für Anwohner 1
Geschwindigkeitskontrolle / Kontrolle von Falschparkern 3
Verbesserung der Straßen 1
finanzielle Unterstützung bei Besuch der Fahrschule / Führerschein 1
Kinderarztpraxis in Meschenich 1
mehr Feste / Veranstaltungen für Gemeinschaft 1
verbesserte Kommunikation zwischen Ämtern 1
bessere Auskünfte der Behörden / Ämter 1
größeres Interesse an Meschenich zeigen 1
Verkehrssituation
Aussehen Stadtteil
Behörden / Ämter
Freizeit
Gesundheit

Förderprogramm „Bürger*innenbeteiligung und -aktivierung“  
157 
 
 
Im Laufe eines Jahres
Sauberkeit im Stadtteil / Müllentsorgung / schöneres 
Aussehen 6
Umstrukturierung Kölnberg 4
Bekämpfung Kriminalität / sträkere Polizeipräsenz 4
mehr Feste / Veranstaltungen für Gemeinschaft 1
mehr Grünflächen zur öffentlichen Nutzung 1
mehr öffentliche Treffpunkte (z.B. Sitzbänke, Bolzplätze) 1
Wohnen
Grundbesitzabgaben senken 1
günstigerer Wohnraum 1
Verkehrssituation
Ausbau ÖPNV (Stadtbahn, Bus), auch in den Rhein-Erft-Kreis 3
Ausbau Radwegnetz 1
Instandsetzung Straßen 1
Familie
mehr kostenlose Angebote für Kinder und Familien 1
günstigere Kita-Beiträge 1
Schulen
Modernisierung von Schulen 1
Gesundheit
Gesundheitsversorgung verbessern 1
Wohnumfeld und Infrastuktur

Beratungsverlauf (1)

27.04.2026 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 9.1.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

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Details

Aktenzeichen
0160/2026
Typ
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
Datum
02.04.2026
Erstellt
19.01.2026 08:56