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2011/0470

Satzung über die Festsetzung der Steuersätze für die Grundsteuer A und B - Hebesatzsatzung -

Magistratsvorlage 14.11.2011

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-Hebesatzsatzung-

Vom…..



Aufgrund der §§ 5 und 51 der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) in der Fassung vom 07. März 2005 (GVBl. I S.142), zuletzt geändert durch Gesetz vom 24. März 2010 (GVBl. I S.119) des § 25 des Grundsteuergesetzes (GrStG) vom 07. August 1973 (BGBl. I S.965), zuletzt geändert durch Gesetz vom 19. Dezember 2008 (BGBl. I S.2794) wird gemäß Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom……… folgende Satzung erlassen:


§ 1

(1) Die Wissenschaftsstadt Darmstadt erhebt Grundsteuern nach den Vorschriften des Grundsteuergesetzes. Sie bestimmt, mit welchem Hundertsatz des Steuermeßbetrags oder des Zerlegungsanteils die Grundsteuer zu erheben ist (Hebesatz).

(2) Der Hebesatz für die Betriebe der Land- und Forstwirtschaft (Grundsteuer A) wird auf 290 von Hundert (v.H.) festgesetzt.

(3) Der Hebesatz für die Grundstücke (Grundsteuer B) wird auf 460 von Hundert (v.H) festgesetzt.

(4) Die Hebesätze gelten für das Haushaltsjahr 2012.


§ 2

Diese Satzung tritt zum 01.01.2012 in Kraft und mit Ablauf des 31.12.2012 außer Kraft.


Darmstadt, den

Der Magistrat
der Wissenschaftsstadt Darmstadt



André Schellenberg
Stadtkämmerer
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2011/0470

4880 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
16.11.2011 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat IV Dezernat IV 
Rechtsamt an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Finanzverwaltung 
Abt. Steuern, Gebühren, 
Beiträge 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. Beschluss-
fassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2011/0470 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Satzung über die Festsetzung der Steuersätze für die Grundsteuer A und B  
- Hebesatzsatzung - 
 
Vorlage vom: 14.11.2011 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Dem anliegenden Entwurf einer Satzung über die Festsetzung der Steuersätze für die           
Grundsteuer -Hebesatzsatzung- wird zugestimmt. 
 
2. Die Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung ist einzuholen. 
 
 
Anlagen: Hebesatzsatzung 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 14.11.2011  
 
Nachdem die Stadtverordnetenversammlung bereits am 27.05.2010 dem Haushaltssicherungskon-
zept (HSK) - in der Fassung des Beschlusses durch den Haupt- und Finanzausschuss - zugestimmt 
hat, müssen die Maßnahmen des HSK nunmehr umgesetzt werden. 
 
Gemäß der Hess. Leitlinie zur Konsolidierung der kommunalen Haushalte und Handhabung der kom-
munalen Finanzaufsicht über Landkreise, kreisfreie und kreisangehörige Städte und Gemeinden (ver-
öffentlicht im Staatsanzeiger 2010 Nr. 21, S. 1470 ff.) müssen bei Kommunen mit anhaltend defizitärer 
Haushaltswirtschaft die Steuerhebesätze, insbesondere für die Grundsteuer B, deutlich über dem 
Landesdurchschnitt in der jeweiligen Gemeindegrößenklasse liegen. 
 
Der Hebesatz für die Grundsteuer A ist derzeit in Darmstadt auf 252 % festgesetzt. Der durchschnittli-
che Hebesatz für diese Grundsteuer der fünf Hessischen Großstädte liegt hingegen bei 280 % (Frank-
furt a. M. 175 %, Wiesbaden 275 %, Kassel 450 %, Darmstadt 252 %, Offenbach 250 %). Eine Anhe-
bung des städtischen Hebesatzes um 38 Prozentpunkte auf 290% ist damit geboten. 
 
Der Landesdurchschnitt der Grundsteuer B in der Gemeindegrößenklasse der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt liegt derzeit bei 445 % (Frankfurt a. M. 460 %, Wiesbaden 475 %, Kassel 490 %, Darm-
stadt 370 %, Offenbach 430 %). 
 
Da der Hebesatz für Grundsteuer B in der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit 370% deutlich unter 
diesem Durchschnitt liegt und der o. g. Leitlinie Rechnung getragen werden soll, ist es geboten, den 
Hebesatz um 90 Prozentpunkte auf 460 % anzuheben. 
 
Ausgehend von einem Haushaltsansatz für Grundsteuer B für das Haushaltsjahr 2011 in Höhe von 
23.154.000 € bedeutet diese Anhebung eine sollmäßige Ertragssteigerung von rd. 5,63 Mio. € pro 
Jahr. Die Ertragssteigerung durch die Anhebung des Hebesatzes für die Grundsteuer A dürfte mit ca. 
6.300 € im Jahr zu beziffern sein. 
 
In der Vergangenheit wurden Hebesätze bzw. deren Veränderungen grundsätzlich im Rahmen der 
Haushaltssatzung oder der Nachtragssatzung zur Haushaltssatzung festgesetzt.  
 
Dies stellt sich in der Praxis als unproblematisch dar, so lange die Beschlussfassung und Bekanntma-
chung der Haushaltssatzung rechtzeitig (bis Dezember des Vorjahres) erfolgt oder die Anhebung des 
Hebesatzes nicht beabsichtigt ist, da im Rahmen der vorläufigen Haushaltsführung die Steuer nach 
dem Hebesatz des Vorjahres erhoben werden kann. 
 
Ist jedoch eine Erhöhung des Hebesatzes – wie hier – für den 01.01.2012 vorgesehen und kann eine 
Beschlussfassung, Genehmigung durch den Regierungspräsidenten und Bekanntmachung der Haus-
haltssatzung bis zu diesem Zeitpunkt nicht garantiert werden (wie für das Haushaltsjahr 2011), müsste 
die Anhebung des Hebesatzes gemäß § 25 Abs. 3 Grundsteuergesetz bis zum 30.06.2012 rückwir-
kend beschlossen werden. Das führt allerdings zu einem erhöhten Verwaltungsaufwand und zu Zins-
verlusten, da die Steuerfestsetzung zum 01.01.2012 zunächst mit dem bisherigen Hebesatz erfolgen 
muss und erst nach Vollendung der Bekanntmachung der Haushaltssatzung (öffentliche Bekanntma-
chung einschließlich Auslegung des Haushaltsplans) der erhöhte Hebesatz angewendet und die 
Steuer rückwirkend
 zum 01.01.2012 mit Änderungsbescheiden erhoben werden muss. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Um diesen zusätzlichen Verwaltungsaufwand und Zinsverluste für die Stadt im kommenden Haus-
haltsjahr zu verhindern, besteht die Möglichkeit gemäß § 25 Grundsteuergesetz eine Hebesatzsat-
zung zu erlassen. Mit der hier in Aussicht genommenen Hebesatzsatzung wird von dieser Rechtslage 
Gebrauch gemacht.

3 
... 
 
 
Darmstadt, 14.11.2011 
20.3 ne-al 
 
 
 
 
Der Dezernent IV:      
 
 
 
 
André Schellenberg      
Stadtkämmerer

Beratungsverlauf (3)

TOP 8.a
TOP 13.b
TOP 591

Details

Vorlagen-Nr.
2011/0470
Typ
Magistratsvorlage
Datum
14.11.2011
Erstellt
29.09.2026 00:00