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Satzung über die Festsetzung der Steuersätze für die Grundsteuer A und B - Hebesatzsatzung -
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2011/0470
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Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 16.11.2011 an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat IV Dezernat IV Rechtsamt an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Amt: Finanzverwaltung Abt. Steuern, Gebühren, Beiträge Behandlung in öffentl. Sitzung Ja Nein OBW bei abschl. Beschluss- fassung Magistrat Ja Nein Internetfähig Verteiler: Vorlage-Nr. 2011/0470 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Satzung über die Festsetzung der Steuersätze für die Grundsteuer A und B - Hebesatzsatzung - Vorlage vom: 14.11.2011 Beschlussvorschlag: 1. Dem anliegenden Entwurf einer Satzung über die Festsetzung der Steuersätze für die Grundsteuer -Hebesatzsatzung- wird zugestimmt. 2. Die Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung ist einzuholen. Anlagen: Hebesatzsatzung Datenschutzrelevante Anlage: Beschluss des Magistrats vom 2 ... Begründung zur Magistratsvorlage vom 14.11.2011 Nachdem die Stadtverordnetenversammlung bereits am 27.05.2010 dem Haushaltssicherungskon- zept (HSK) - in der Fassung des Beschlusses durch den Haupt- und Finanzausschuss - zugestimmt hat, müssen die Maßnahmen des HSK nunmehr umgesetzt werden. Gemäß der Hess. Leitlinie zur Konsolidierung der kommunalen Haushalte und Handhabung der kom- munalen Finanzaufsicht über Landkreise, kreisfreie und kreisangehörige Städte und Gemeinden (ver- öffentlicht im Staatsanzeiger 2010 Nr. 21, S. 1470 ff.) müssen bei Kommunen mit anhaltend defizitärer Haushaltswirtschaft die Steuerhebesätze, insbesondere für die Grundsteuer B, deutlich über dem Landesdurchschnitt in der jeweiligen Gemeindegrößenklasse liegen. Der Hebesatz für die Grundsteuer A ist derzeit in Darmstadt auf 252 % festgesetzt. Der durchschnittli- che Hebesatz für diese Grundsteuer der fünf Hessischen Großstädte liegt hingegen bei 280 % (Frank- furt a. M. 175 %, Wiesbaden 275 %, Kassel 450 %, Darmstadt 252 %, Offenbach 250 %). Eine Anhe- bung des städtischen Hebesatzes um 38 Prozentpunkte auf 290% ist damit geboten. Der Landesdurchschnitt der Grundsteuer B in der Gemeindegrößenklasse der Wissenschaftsstadt Darmstadt liegt derzeit bei 445 % (Frankfurt a. M. 460 %, Wiesbaden 475 %, Kassel 490 %, Darm- stadt 370 %, Offenbach 430 %). Da der Hebesatz für Grundsteuer B in der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit 370% deutlich unter diesem Durchschnitt liegt und der o. g. Leitlinie Rechnung getragen werden soll, ist es geboten, den Hebesatz um 90 Prozentpunkte auf 460 % anzuheben. Ausgehend von einem Haushaltsansatz für Grundsteuer B für das Haushaltsjahr 2011 in Höhe von 23.154.000 € bedeutet diese Anhebung eine sollmäßige Ertragssteigerung von rd. 5,63 Mio. € pro Jahr. Die Ertragssteigerung durch die Anhebung des Hebesatzes für die Grundsteuer A dürfte mit ca. 6.300 € im Jahr zu beziffern sein. In der Vergangenheit wurden Hebesätze bzw. deren Veränderungen grundsätzlich im Rahmen der Haushaltssatzung oder der Nachtragssatzung zur Haushaltssatzung festgesetzt. Dies stellt sich in der Praxis als unproblematisch dar, so lange die Beschlussfassung und Bekanntma- chung der Haushaltssatzung rechtzeitig (bis Dezember des Vorjahres) erfolgt oder die Anhebung des Hebesatzes nicht beabsichtigt ist, da im Rahmen der vorläufigen Haushaltsführung die Steuer nach dem Hebesatz des Vorjahres erhoben werden kann. Ist jedoch eine Erhöhung des Hebesatzes – wie hier – für den 01.01.2012 vorgesehen und kann eine Beschlussfassung, Genehmigung durch den Regierungspräsidenten und Bekanntmachung der Haus- haltssatzung bis zu diesem Zeitpunkt nicht garantiert werden (wie für das Haushaltsjahr 2011), müsste die Anhebung des Hebesatzes gemäß § 25 Abs. 3 Grundsteuergesetz bis zum 30.06.2012 rückwir- kend beschlossen werden. Das führt allerdings zu einem erhöhten Verwaltungsaufwand und zu Zins- verlusten, da die Steuerfestsetzung zum 01.01.2012 zunächst mit dem bisherigen Hebesatz erfolgen muss und erst nach Vollendung der Bekanntmachung der Haushaltssatzung (öffentliche Bekanntma- chung einschließlich Auslegung des Haushaltsplans) der erhöhte Hebesatz angewendet und die Steuer rückwirkend zum 01.01.2012 mit Änderungsbescheiden erhoben werden muss. Um diesen zusätzlichen Verwaltungsaufwand und Zinsverluste für die Stadt im kommenden Haus- haltsjahr zu verhindern, besteht die Möglichkeit gemäß § 25 Grundsteuergesetz eine Hebesatzsat- zung zu erlassen. Mit der hier in Aussicht genommenen Hebesatzsatzung wird von dieser Rechtslage Gebrauch gemacht. 3 ... Darmstadt, 14.11.2011 20.3 ne-al Der Dezernent IV: André Schellenberg Stadtkämmerer
Beratungsverlauf (3)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2011/0470
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 14.11.2011
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00