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2025/0317

Konzeptpapier Wirtschaftsförderungsstrategie 2025 der Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH

Magistratsvorlage 12.01.2026

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2025/0317

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Konzeptpapier 
Wirtschaftsförderungsstrategie 
Darmstadt 2035

2 
 
 
 
 
 
 
 
 
Inhalt 
Einleitung ...................................................................................................................... 3 
1. Standortanalyse Darmstadt (SWOT) ............................................................................... 3 
2. Megatrends bis 2035 und deren Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Darmstadt..4 
3. Gewerbeflächen: Situation, Bedarf, Potenziale, Vorgehen für Darmstadts Wachstum……..5 
4. Arbeitsmarkt und Fachkräfte .......................................................................................... 5 
5. Strategische Handlungsfelder und Kernaufgaben der Wirtschaftsförderung Darmstadt.... 6 
6. Steuerung, KPIs und Roadmap ....................................................................................... 8 
7. Finanzierung und Ressourcen ......................................................................................... 9 
8. Governance und Beteiligung ........................................................................................... 9 
9. Erfolgsrisiken und Absicherung .................................................................................... 11 
10. Kommunikation und Change Management .................................................................... 11

3 
 
 
 
Einleitung  
 
Darmstadt zählt zu den innovationsstärksten und dynamischsten Standorten in Südhessen und 
der Metropolregion FrankfurtRheinMain. Als Oberzentrum im Rhein -Main-Gebiet mit 
internationaler Ausstrahlung vereint es Forschung, Wissenschaft und unternehmerische Stärke. 
Die Herausforderung für die kommenden  Jahre liegt darin, vorhandene Potenziale zu sichern, 
neue Wachstumspfade zu eröffnen und zugleich auf Megatrends wie z.B. Digitalisierung, 
Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit, Energie- und Mobilitätswende zu reagieren. 
 
Diese Strategie legt die Weichen für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Darm stadt bis 
2035 und enthält Maßnahmen zur Umsetzung der  Ziele. Diese bestehen darin, die Potenziale 
aus Wissenschaft, Industrie, Start -ups und  Dienstleistungen zu nutzen, Flächen- und 
Fachkräfteengpässe aktiv zu managen und Nachhaltigkeit als Wettbewerbsfaktor zu verankern. 
Vor diesem Hintergrund wird die städtische Wirtschaftsförderung neu organisiert. Künftig  soll 
der Aufgabenbereich „Wirtschaftsförderung und Standortmarketing“ des Amtes für Wirtschaft 
und Stadtentwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt durch  die Wissenschaftsstadt 
Darmstadt Marketing GmbH (DaMa) wahrgenommen werden. Dadurch werden die strategische 
Weiterentwicklung gebündelt, Synergien mit bestehenden Marketing - und Citymanagement -
strukturen genutzt und die Sichtbarkeit der Wirtschaftsförderung deutlich erhöht. 
 
 
1. Standortanalyse Darmstadt (SWOT) 
 
Darmstadt profitiert von seiner zentralen Lage im Rhein-Main-Gebiet und einer hohen Dichte an 
Forschungseinrichtungen. Mit rund 40 wissenschaftlichen Institutionen, den Profilbereichen der 
Technischen Universität  Darmstadt – Cybersicherheit, Internet &  Digitalisierung, 
Teilchenstrahlung & Materie, Thermo-Fluids & Interfaces, Energiesysteme der Zukunft sowie vom 
Material zur Produktinnovation – und dem Gründungszentrum HIGHEST verfügt die Stadt über 
ein außergewöhnliches Innovationsökosystem. Dieses gilt es strategisch zu aktivieren und 
international sichtbarer zu machen. 
Hinzu kommt eine starke Unternehmenslandschaft: die Merck KGaA als globales Wissenschafts- 
und Technologieunternehmen, die Deutsche Telekom AG als einer der weltweit größten 
Telekommunikationsanbieter, die Evonik Industries AG als Spezialchemiekonzern, die Wella/Coty 
Inc., führender Anbieter im Haarpflege- und Kosmetikmarkt, die Döhler GmbH, Produzent von 
Lebensmittelzutaten, CA Technologies Deutschland, ein IT -Management-Spezialist, Hottinger 
Baldwin Messtechnik (HBM), ein Anbieter von Messtechniklösungen, Schenck Process Europe, 
ein Marktführer in Mess- und Verfahrenstechnik, Kao Germany und die SCHENCK RoTec GmbH 
prägen Darmstadts wirtschaftliche Stärke. 
 
Die Stadt punktet zugleich mit hoher Innovationskraft sowie einer positiven Bevölkerungs- und 
Beschäftigtenentwicklung. Zu ihren Stärken zählen ihre internationale Sichtbarkeit, 
leistungsfähige Clusterstrukturen und die exzellente Anbindung an den Flughafen Frankfurt. 
Darüber hinaus  wird der Darmstädter Hauptbahnhof künftig an das ICE -
Hochgeschwindigkeitsnetz Frankfurt-Mannheim angebunden. Schwächen zeigen sich hingegen in 
einem begrenzten Flächenangebot, hohen Wohn- und Grundstückskosten sowie zunehmenden 
Fachkräfteengpässen. Chancen ergeben sich aus Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz, 
GreenTech und interkommunaler Zusammenarbeit. Risiken liegen in den Folgen der 
Deglobalisierung sowie , insbesondere für die international agierenden Unternehmen am 
Standort, der US-amerikanischen Zollpolitik und den aktuell hohen Energiepreisen, in Engpässen 
bei der Infrastruktur sowie im anhaltenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum.

4 
 
 
 
2. Megatrends bis 2035 und deren Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort 
Darmstadt 
 
Die kommenden Jahre bis 2035 werden von tiefgreifenden wirtschaftlichen, technologischen und 
gesellschaftlichen Megatrends geprägt. Für Deutschland sehen Experten die "4Ds" als 
Herausforderungen: Digitalisierung, Dekarbonisierung, Demografie und Deglobalisierung1. 
Diese Trends – ergänzt um den Bereich  der Künstlichen  Intelligenz (KI),  die weiterhin starke 
Urbanisierung und veränderte  Werte in der Gesellschaft – werden etablierte Geschäftsmodelle 
transformieren und neue schaffen. 
Zusätzlich steht Darmstadt, wie viele deutsche Kommunen, in den kommenden Jahren vor 
zentralen Standortfragen: 
 
▪ Flächenknappheit & Nutzungskonflikte (u. a. Wohnen vs. Gewerbe) bei gleichzeitigem Druck 
auf schnellere Genehmigungen 
▪ Innenstadtwandel & Retail-Transformation (Frequenz, Funktionsmix, neue Aufenthaltslogiken) 
▪ Fachkräftemangel & Demografie, insbesondere in IT, Pflege, Bildung und Logistik 
▪ Energiepreise, Netzausbau & Dekarbonisierung der industriellen Wertschöpfung 
▪ Hohe Bürokratie & Förderkomplexität bei knappen Verwaltungskapazitäten 
▪ Datenkompetenz & IT-Souveränität (Datenschutz, KI-Einsatz) 
▪ Akzeptanz & Partizipation bei großen Projekten (Verkehr (u.a. ICE-Streckenausbau, 
Flächenverbrauch, Klima)) 
▪ Enge kommunale Finanzen und Erwartungsmanagement zwischen Politik und Wirtschaft. 
 
1 u.a. Institut der deutschen Wirtschaft (IW) 2021

5 
 
 
 
 
 
Die zukünftige Gewerbeflächenentwicklung bzw. -verfügbarkeit sowie der Fach- und 
Arbeitskräftebedarf stehen im Fokus, denn sie sind die zentralen Stellschrauben für die 
Zukunftsfähigkeit der Stadt. 
 
 
3. Gewerbeflächen: Situation, Bedarf, Potenziale, Vorgehen für Darmstadts Wachstum 
 
Der Bruttobedarf an Gewerbeflächen wird laut GEFEK 20212 bis 2035 auf rund 110 bis 150 
Hektar veranschlagt. Auf Darmstädter Gemeindegebiet/Innerhalb der eigenen Stadtgrenzen 
stehen etwa 62 Hektar Potenzial in Bestandsgebieten und im Flächennutzun gsplan (FNP) zur 
Verfügung. Dieses  Potenzial befindet sich überwiegend in privater Hand  und kann durch 
Revitalisierung, Nachverdichtung und Umnutzung gehoben werden. 
Zugleich gewinnen interkommunale Lösungen an Bedeutung: Mit der Stadt Weiterstadt soll ein 
gemeinsames Gewerbegebiet mit einer Größe von etwa 98 Hektar geplant werden, das als 
Pilotprojekt für eine moderne, nachhaltige Flächenentwicklung dienen kann. 
 
Die strategische Linie für Darmstadt lautet daher: 
▪ Innenentwicklung vor Neuausweisung (Qualitätsausbau im Bestand), 
▪ wo möglich, mehrgeschossige Gewerbebauten statt Flächenverbrauch, 
▪ zügige digitale Genehmigungsverfahren mit klaren Service-Leveln, 
▪ zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Verwaltung, 
▪ Kontaktaufnahme zu Eigentümerinnen und Eigentümern und Veranstaltung regelmäßiger 
Eigentümerdialoge, 
▪ eine aktive Flächenbörse mit Matching zwischen Unternehmen, Eigentümerinnen und 
Eigentümern sowie 
▪ Qualitätsstandards für nachhaltige Gewerbegebiete (Glasfaser/5G, ÖPNV-Anschluss, 
Ladeinfrastruktur, Grün- und Blauflächen, Photovoltaik, Abwärmenutzung). 
▪ Parallele Ausweitung der sozialen Infrastruktur. 
 
Auf diese Weise entsteht eine qualitative Flächenbasis, die Ansiedlungen und Bestands -
entwicklungen ermöglicht, ohne die ökologischen Grenzen zu überschreiten. 
 
 
4. Arbeitsmarkt und Fachkräfte 
 
Die Wissenschaftsstadt weist eine positive Bevölkerungs- und Beschäftigtenentwicklung auf und 
profitiert von einer jungen, internationalen Talente -Basis. Gleichwohl verschärft die 
Verrentungswelle den Bedarf an Fachkräften in IT/MINT, Bau/Handwerk, Gesundheit/Pflege, 
Erziehung und Logistik deutlich. 
 
Eine Gegenstrategie mit Hilfe der Wirtschaftsförderung Darmstadt kombiniert Talentbindung und 
Talentgewinnung: 
 
 
 
2 Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat die GEFEK-Aktualisierung ausgeschrieben. Damit werden 
die Daten bis Jahresende validiert.

6 
 
 
 
 
▪ Absolventinnen/Absolventen der TU und h_da (Hochschule Darmstadt) werden über Career -
Services, Matching -Formate und Start -up-Pfade (u.a. mi t den Angeboten des 
Gründungszentrums HIGHEST) gezielt am Standort gehalten. 
▪ Duale Ausbildung und Weiterbildung heben inländische Potenziale (inklusive Frauen, Älterer 
und Geringqualifizierter) und verkürzen Besetzungszeiten. 
▪ Ein Welcome -Center, z.B. nach dem Vorbild des International Welcome Center Heidelberg 
(IWCH)3, bündelt Visa-, Anerkennungs- und Sprachservices für internationale Fachkräfte und 
unterstützt Arbeitgeber bei der Relocation. 
▪ Durch die Einrichtung/Ausweitung von Betriebs -Kitas oder Belegplätze n, Ganztagsschulen, 
Pflege-Guides und Etablierung von sog. Versorgungsquartiere n wird die Vereinbarkeit von 
Beruf und Familie gezielt gefördert. 
▪ Moderne Arbeitsmodelle erhöhen die Arbeitgeberattraktivität und wirken als Magnet für 
Talente in einem intensiven Standortwettbewerb. 
 
 
5. Strategische Handlungsfelder und Kernaufgaben der Wirtschaftsförderung 
Darmstadt 
 
Daher sind für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Darmstadt und damit  auch für die 
Wirtschaftsförderung folgende Handlungsfelder relevant: 
 
▪ Die digitale Kompetenz in Verwaltung und Unternehmen muss durchgängig gestärkt und mit 
angewandter KI in Produktion, Dienstleistungen und öffentlichen Prozessen verankert werden. 
▪ Die grüne und nachhaltige Transformation erfordert energieeffiziente, klimaneutrale Gewerbe- 
und Forschungsquartiere samt moderner Mobilität und resilienter Infrastrukturen. 
▪ Die Nachfrage nach hochwertigen, schnell aktivierbaren Gewerbeflächen mit exzellenter 
digitaler und verkehrlicher  Anbindung wird durch robustere Lieferketten und Reshoring-
Tendenzen erhöht. Darmstadt ist hierfür gut positioniert, muss aber Flächen - und 
Personalengpässe systematisch angehen, um Wachstum zu sichern. 
▪ Der demografische Wandel in Deutschland verstärkt den Fachkräftemangel trotz starker 
Hochschulen. Talentgewinnung, Weiterbildung u nd internationale Zuwanderung werden zu 
Kernaufgaben. 
 
Ein zentraler Baustein dieser strategischen Neuausrichtung ist die Wahrnehmung der Aufgabe 
der Wirtschaftsförderung durch die DaMa. Damit wird die Chance genutzt, Synergien mit 
bestehenden Strukturen zu heben und neue Impulse für Standortentwicklung und 
Innovationskraft zu setzen. Im Mittelpunkt stehen dabei: 
 
▪ Die Nutzung des guten Standings und der etablierten Arbeitsweise von DaMa, 
▪ eine optimierte Vernetzung und Kooperation in der lokalen Ökonomie, 
▪ die Erhöhung der Sichtbarkeit der Wirtschaftsförderung, 
▪ Aufbau und Pflege von Kontakten zu bestehenden Unternehmen sowie Akquise neuer Unternehmen, 
▪ die Neupositionierung und Erweiterung des Marketingbeirats 
▪ sowie die Generierung von Impulsen für eine visionäre Stadtentwicklung und Innovationsförderung. 
 
 
3 Vgl. https://www.heidelberg.de/HD/Leben/International+Welcome+Center+Heidelberg.html

7 
 
 
 
 
Vor diesem Hintergrund positioniert sich die Wirtschaftsförderung künftig noch klarer als 
Impulsgeberin, Koordinatorin und Dienstleisterin. Sie bündelt operative Services und 
strategische Entwicklungsaufgaben in folgenden Handlungsfeldern: 
 
▪ Flächen & Immobilien: Gewerbeflächenstrategie „Innen vor Außen“, Brownfield -Recycling, 
Leerstands- & Zwischennutzungsmanagement, nachhaltige Gewerbegebiete. 
Institutionalisierung einer interkommunalen Steuerungsgruppe für Gewerbeflächen, Wohnen 
und Mobilität, Einrichtung eines Flächenbeirats mit Wirtschaftsförderung, IDA, Stadtplanung 
und Bauaufsicht, Nutzung überregionaler Standortmarketingstrukturen (FRM, HTAI) zur 
Vermarktung von Ansiedlungsflächen. 
▪ Bestandspflege & Unternehmensservice: One-Stop-Shop, beschleunigte Genehmigungen, 
Fördermittel-Lotsen, Nachfolgebegleitung im Mittelstand, Krisenhilfe. 
▪ Innovation & Gründung: Transfer mit Hochschulen, Reallabore, Inkubatoren, Cluster - und 
Netzwerkarbeit (GreenTech, Health, Digital).  Ausbau und Positionierung des HUB31, unter 
Beteiligung des Landkreises Darmstadt -Dieburg für eine regionale Skalierung und gezielte 
Erweiterung des HEAG-Gründerfonds zur Förderung von Gründungen. 
▪ Innenstadt, Standort-& Tourismusmarketing: Branchenmix steuern, Pop -ups, Feierabend -
märkte, Aufenthaltsqualität, datenbasiertes City-Management, MICE/Tourismus. 
▪ Fachkräfte & Internationalisierung: Welcome-Center, Anerkennungs - und Visa -Fast-Lanes, 
Matching mit Bildungsträgern, Wohn - und Childcare -Angebote. Aufbau einer Allianz für 
Fachkräfte Darmstadt (Hochschulen, Wi rtschaft, Verwaltung), Entwicklung eines digitalen 
Matching-Systems für Ausbildung, Praktika und Fachkräftevermittlung, Modernisierung der 
Ausländerbehörde zur Beschleunigung von Integrationsverfahren.  
▪ Nachhaltigkeit & Dekarbonisierung: Energieeffizienz-Checks, Transformationsberatung, 
Kreislaufwirtschaft, Klimaanpassung. 
▪ Ausweitung des bestehenden Digitalisierungs - & Datenpool (Ressortübergreifend): 
Standort-Dashboard ( Stadtinfos, Leerstand, Gründungen, Frequenzen, CO₂-Bilanz), KI -
gestützte Services, Open-Data-Kooperation. 
▪ Finanzierung & Fördermittel: Fortführung/Ausweitung bereits vorhandener Beratungen, 
Projektentwicklung, Kofinanzierung mit EU/Bund/Land, Wirkungsketten dokumentieren.  
▪ Governance, Stakeholdermanagement & Kooperation: IHK, Handwerk, Hochschulen, Region 
und Immobilienakteure koordinieren, Beteiligung und Akzeptanz sichern. 
▪ Clustermanagement Überprüfung der aktuellen Cluster anhand der S WOT-Analyse und 
Weiterentwicklung zu  einem Innovationsökosystem und einer Innovations plattform, 
branchenübergreifend, dynamisch und international anschlussfähig. 
▪ Innovationsmanagement: Ausbau der Vernetzung mit regionalen und internationalen 
Innovationsnetzwerken (FRM, HTAI, ESA BIC) und Bildung temporärer Innovationsallianzen 
zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zur Beschleunigung von Transfer und Markteinführung. 
 
Die bestehenden Clus ter in den Branchen Chemie/Pharma/Biotech, IT/Software, 
Maschinenbau/Elektrotechnik, Haarkosmetik sowie Weltraum - und Satellitentechnik, ergänzt um 
die Bereiche Energie -/Umwelttechnik/Nachhaltigkeit werden fortgeschrieben und um neue 
Teilcluster ergänzt. Ein Augenmerk gilt dem Aufbau eines Teilclusters Sensorik, insbesondere mit 
Bezug zu Maschinenbau und Elektrotechnik. Weitere Teilcluster bestehen im Bereich 
Informations- und Kommunikationstechnologie. Die wirtschaftlichen und wissenschaftlichen 
Ansiedlungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit am Standort bieten eine 
sehr gute Grundlage für den weitere n Ausbau in Darmstadt. Das schon bestehende Cluster 
Tourismus, Hotellerie und Gastronomie erfährt durch das geplante Besucherzentrum des ESOC 
zusätzliche Impulse und wird gezielt weiterentwickelt.

8 
 
 
6. Steuerung, KPIs und Roadmap 
 
Die Umsetzung folgt der Logik der Balanced Scorecard: Die Strategie wird nicht nur als Vision 
oder Maßnahmenliste formuliert, sondern in ein Steuerungs- und Umsetzungsmodell überführt. 
Dieses ve rknüpft die vier folgenden Perspektiven miteinander, entsprechend dem klassischen 
Balanced-Scorecard-Ansatz. 
 
▪ In der Kundenperspektive stehen hohe Zufriedenheit und kurze Verfahren im Fokus; in der 
Finanzperspektive eine steigende Förder- und Investitionsquote. 
▪ In der Prozessperspektive die gesicherte Verfügbarkeit und Qualität von Flächen sowie der 
digitale Durchstich der Verfahren. 
▪ In der Lern- und Wachstumsperspektive die spürbare Entschärfung des Fachkräftemangels. 
 
Bis Ende 202 6: Verstetigung der Fachkräfte -Allianz, d er Flächenoffensive (inklusive 
interkommunaler Kooperation mit Weiterstadt ) sowie Start eines Revitalisierungs-Pilotprojekts, 
flankiert von der „DA staunst du.“-Kampagne, die zur Standortmarketingkampagne fortentwickelt 
wird. 
2026 bis 2027 : Weiterentwicklung und Neuaufstellung der Cluster zu einem 
Innovationsökosystem und einer digitalen Innovationsplattform.  
2027 bis 2029 werden ein digitales Matching für Jobs und Flächen in den Regelbetrieb gehen und 
das Welcome-Center und die Kinderbetreuungs-Offensive auf den Weg gebracht.  
2030 bis  2035 werden erste interkommunale Teilflächen erschlossen und ein 
Bestandsgewerbegebiet wird klimafit modernisiert , die jährliche Flächenbilanz erreicht das 
Zielkorridor-Niveau und die durchschnittliche Besetzungsdauer offener Stellen ist gesunken. Zu-
gleich erfolgt ein Strategie -Review. Weiterhin ist  die qualitative Flächenbasis gesichert, die 
FachkräfteAllianz zeigt spürbare Effekte bei der Fachkräftegewinnung  und Darmstadt ist als 
führender Wissenschafts-, Digital- und Green-Standort etabliert. 
 
Die Wirkung der Wirtschaftsförderung Darmstadt bemisst sich künftig an klaren Kennzahlen: 
▪ Wirtschaftliche Vitalität: Anzahl der Unternehmen, Gründungs- & Übernahmeraten, 
Beschäftigungszahlen insbesondere  in Zukunftsbranchen, Ge werbesteuerbasis, 
Arbeitslosenquote/Erwerbstätigenquote 
▪ Flächeneffizienz: m² reaktiviert, Leerstandsquote, Anteil Innenentwicklung 
▪ Innenstadt-Performance: Frequenz, Verweildauer, Aktivitätsmix 
▪ Anzahl der Unternehmenskontakte/Beratungsgespräche 
▪ Zahl der geförderten Projekte des Verfügungsfonds für die Innenstadt (bis 2028) 
▪ Fachkräfte: Time -to-Hire, Anteil internationaler Fachkräfte, Zahl abgeschlossener 
Qualifizierungen 
 
90-Tage-Impulsplan für Darmstadt für schnelle Quick Wins: 
 
Um schnelle Wirkung und Sichtbarkeit zu erzielen, setzt die Wirtschaftsförderung in den ersten 
drei Monaten auf eine Reihe von Quick Wins wie z.B.: 
 
▪ Unternehmens-Check-ins: Gespräche mit den 5 größten Betrieben und je 5 kleinen und 
mittelgroßen Unternehmen; Aufbau einer Heatmap zu akuten Pain Points. 
▪ Qualitätsvereinbarung zur Bearbeitung von Anfragen von Gewerbeflächen oder Immobilien 
▪ Verfügungsfonds (CityStarter und CityPaten): Start von mindestens 5 temporären Nutzungen 
in der Innenstadt. 
▪ Live-Dashboard: Veröffentlichung von 10 Kern-KPIs zu Wirtschaft, Flächen, Fachkräften und 
Transformation, monatlich aktualisiert.

9 
 
 
 
7. Finanzierung und Ressourcen 
 
Die dauerhafte Leistungsfähigkeit der neuen Wirtschaftsförderungsstruktur sowie die Erfüllung 
der strategischen Ziele setzen eine verlässliche Finanzierung und ausreichende Ressourcen 
voraus. Die Grundfinanzierung erfolgt über städtische Zuwendungen, die die Kernaufgaben  
sichern. Ergänzend werden gezielt Förderprogramme von Bund, Land und EU (z.B., Zukunft 
Innenstadt, EFRE) genutzt, um innovative  Projekte anzuschieben. Eigenerträge  aus 
Veranstaltungen, Dienstleistungen und Kooperationsprojekten tragen zu einer diversifizi erten 
Finanzierungsbasis bei. 
 
Neben der finanziellen Ausstattung ist die Sicherung qualifizierter Fachkräfte  von zentraler 
Bedeutung. Attraktive Arbeitsbedingungen, klare Aufgabenprofile und Weiterentwicklungs -
möglichkeiten gewährleisten, dass die Wirtschaftsförderung auch in Zukunft als kompetente 
Ansprechpartnerin und Impulsgeberin agiert. 
 
8. Governance und Beteiligung 
 
Die Wirtschaftsförderungsstrategie wird in einem fortlaufenden Stakeholder-Prozess gesteuert 
und überwacht: Im Rahmen eines jährlichen Strategiedialogs mit Vertretern aus Wirtschaft, 
Wissenschaft, Verwaltung  und Zivilgesellschaft werden Ziele, Maßnahmen und Kennzahlen 
überprüft, transparente Berichte veröffentlicht und Anpassungen vorgenommen. 
Verantwortlichkeiten und Budgets sind pro Handlungsfeld klar benannt. Die Wirtschaftsförderung 
führt als Knotenpunkt die Prozesse faktenbasiert, kooperativ und umsetzungsorientiert 
zusammen. 
 
Damit die Wahrnehmung des Aufgabenbereiches „Wirtschaftsförderung und Standortmarketing“ 
durch die DaMa nachhaltig Wirkung entfaltet, sind klare Leitlinien für die Arbeitsweise der neuen 
Einheit erforderlich. Diese muss den Transformationsprozess von Gewerbe und Innenstadt aktiv 
gestalten, agil, kommunikativ und kooperativ agieren und dabei sowohl operative als auch 
strategische Managementkompetenz einbringen. Zu den Kernaufgaben zählen:  
 
▪ Wirtschaftsförderung: Bestandspflege, Flächenentwicklung, Ansiedlungsförderung, Cluster-
Management, Innovation 
▪ Innenstadtförderung: Immobilien - und Leerstandsmanagement, Veranstaltungen  und 
Kundenbindung 
 
Nach innen tritt die neue Einheit als Partnerin auf Augenhöhe mit Verwaltung und Politik auf, nach 
außen wirtschaftsnah  und innovationsorientiert. Die wesentlichen Erfolgsfaktoren sind 
Gestaltungsfreiheit und Nähe  zu Wirtschaft und Wissenschaft, eine enge Einbindung in 
Verwaltungsprozesse, die Sicherung qualifizierten Personals, eine  tragfähige Finanzierung mit 
schlanker Struktur sowie  eine regelmäßige Evaluation. Zur Umsetzung sind folgende Schritte 
vorgesehen:

10 
 
 
 
 
▪ Beistellung des bisher in der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Amt für Wirtschaftsförderung 
und Stadtentwicklung für den Aufgabenbereich „Wirtschaftsförderung und 
Standortmarketing“ zuständigen Personals an die DaMa, 
▪ rechtliche Anpassungen (Überprüfung Betrauungsakt, Betriebsführungsvertrag), 
▪ Anpassung der inneren Organisation: Umwandlung des „Amts für Wirtschaft und 
Stadtentwicklung“ in ein „Amt für Stadtentwicklung und Sta tistik“ als Schnittstelle zu den 
Zuschussnehmern, 
▪ Entwicklung einer  Finanzierungsstrategie aus Förderungen, städtischen Zuwendungen und 
Eigenerträgen; Sicherung laufender Programme (z. B. Zukunft Innenstadt), 
▪ Erweiterung und strategische Neuausrichtung des Marketingbeirats als „Strategiekreis 
Marketing – Wirtschaft“, 
▪ Erarbeitung eines Handlungsprogramms 2026/2027, 
▪ Einholung der erforderlichen politischen Beschlüsse. 
 
Diese Schritte gewährleisten, dass die Integration nicht nur strukturell, sondern auch inhaltlich 
gelingt und die Wirtschaftsförderung als zukunftsorientierte Schlüsselinstitution handlungsfähig 
bleibt. 
 
Diese Strategie ist jedoch kein einmaliges Dokument, sondern ein dynamischer Prozess, der 
regelmäßig überprüft, weiterentwickelt und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst 
wird. Der Kern besteht  darin, einen fortlaufenden Stakeholder-Prozess zu verankern, der 
Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft einbindet. Zentrale Instrumente sind 
dabei ein regelmäßiges Trendscouting und ein partizipativer Prozess. Dieser umfasst: 
 
▪ Szenarien und Zukunftsbilder: Entwicklung und Fortschreibung qualitativ fundierter 
Szenarien zur wirtschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Entwicklung 
Darmstadts bis 2035. 
▪ Ableitung von Handlungsempfehlungen: Jede Szenarienrunde endet mit umsetzungs-
orientierten Empfehlungen und einer aktualisierten Roadmap für Politik, Verwaltung und 
Wirtschaft. 
▪ Beteiligung von Stakeholdern: Vertreterinnen/Vertreter aus Unternehmen, Hochschule und 
Forschung, Politik und Gesellschaft werden aktiv eingebunden. Sie sichern die Praxisnähe und 
Akzeptanz der Ergebnisse. 
▪ Zielgruppengerechte Aufbereitung: Die Ergebnisse werden so aufbereitet, dass sie in 
Verwaltung, Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit als Wissens - und Entscheidungsgrundlage 
dienen können. 
 
So wird gewährleistet, dass die Strategie 203 5 nicht nur ein langfristiges Zielbild beschreibt, 
sondern sich als lernendes System versteht, das flexibel auf Trends und Krisen reagiert, Chancen 
früh erkennt und Stakeholder aktiv einbindet.

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9. Erfolgsrisiken und Absicherung 
 
Die Wahrnehmung des Aufgabenbereichs „Wirtschaftsförderung und Standortmarketing durch 
die DaMa  bietet große Chancen, erfordert jedoch ein vorausschauendes  Risikomanagement. 
Mögliche Herausforderungen liegen in der Personalgewinnung und im Know-how-Transfer im 
Zuge der organisatorischen Neuordnung. Diese Risiken können durch eine frühzeitige Einbindung 
der Mitarbeitenden und eine klare Kommunikation minimiert werden. Politische Beschlüsse zu 
Satzungsänderungen oder neuen Finanzierungsmodellen können zeitkritisch sein. Hier wird 
durch frühzeitige Abstimmungen mit den Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern 
Planungssicherheit geschaffen. 
 
Auch Abhängigkeiten von Förderprogrammen bergen ein Risiko. Deshalb wird eine  breit 
aufgestellte Finanzierungsstrategie verfolgt, die städtische Mittel, Förderungen und Eigenerträge 
verbindet. Durch diese Risikovorsorge wird die Handlungsfähigkeit der neuen Einheit langfristig 
gesichert. 
 
 
10. Kommunikation und Change Management 
 
Die Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung ist ein Veränderungsprozess, der aktiv begleitet 
werden muss. Eine transparente und kontinuierliche Kommunikation – sowohl nach innen als 
auch nach außen – ist dabei der zentrale Erfolgsfaktor. 
 
Nach innen werden Mitarbeitende frühzeitig einbezogen, um Akzeptanz für die Veränderungen 
zu schaffen und den Wissenstransfer sicherzustellen. Nach außen werden die Vision, Ziele  und 
Mehrwerte der  Integration offensiv kommuniziert – gegenüber Unternehmen, Institutionen, 
Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. 
 
Wichtige Partner wie die IHK, die Handwerkskammer, die Hochschulen, das Citymarketing und 
die Immobilieneigentümer innen und -eigentümer werden als Multiplikatoren in den Prozess 
eingebunden. Ein klares Narrativ – „Wirtschaftsförderung und Marketing aus einer Hand“ – sorgt 
für Wiedererkennbarkeit und Glaubwürdigkeit. 
 
Die neue Struktur wird damit nicht nur organisatorisch umgesetzt, sondern auch kommunikativ 
breit verankert und von allen Stakeholdern positiv wahrgenommen.

2025/0317

2305 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
23.01.2026 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnete nversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Rechtsamt - 
Stadtwirtschaftskoordina
tion 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2025/0317 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Konzeptpapier Wirtschaftsförderungsstrategie 2025 der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt Marketing GmbH  
 
Vorlage vom: 12.01.2026  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Das beigefügte Konzeptpapier Wirtschaftsförderungsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Marketing GmbH wird zur Kenntnis genommen . 
 
 
 
Anlagen: Konzeptpapier Wirtschaftsförderung Darmstadt  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:     
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  12.01.2026  
 
Es wird Bezug genommen auf die Magistratsvorlage Vorlage -Nr. 2025/0316 betreffend die 
„Wahrnehmung des Aufgabenbereichs „Wirtschaftsförderung und Standortmarketing“ des 
Amtes für Wirtschaft und Stadtentwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt durch die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH“.  
 
Dort wird ausgeführt, dass  das Konzept zur Wirtschaftsförderung in einer separaten 
Magistratsvorlage zur Kenntnis gegeben wird.  
 
Dieses ist beigefügt.  
 
 
Dezernat I 
 
 
 
 
Hanno Benz 
Oberbürgermeister

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Details

Vorlagen-Nr.
2025/0317
Typ
Magistratsvorlage
Datum
12.01.2026
Erstellt
29.09.2026 00:00