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2016/0079

Protokoll 14. Sitzung Gestaltungsbeirat

Magistratsvorlage 01.03.2016

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2016/0079

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P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT 
 
1 
Sitzungstag:   29.01.2016 
 
Beginn:   10.00 Uhr 
 
E n d e :     1 8 . 0 0  U h r  
 
Ort:    Darmstadtium, Saal Aurum, Schloßgraben 1 
 
Teilnehmer: 
 
Mitglieder des  Prof. Christa Reicher 
Gestaltungsbeirats  Prof. Rolf Westerheide 
Prof. Ulrike Kirchner 
    D r .  J ü r g e n  T i e t z  
    S u s a n n e  W a r t z e c k  
     
Magistrat   Cornelia Zuschke, Dezernentin 
 
Verwaltung   Jochen Krehbieh l, Amtsleiter Stadtplanungsamt 
Judith Wilms, Stadtplanungsamt 
    Andrea Feldbusch, Stadtplanungsamt tw. 
    B e r n d  N e u b e r t ,  B a u a u f s i c h t s a m t  
    Tina Klytta, Stadtplanungsamt 
    Stefanie Michels, Stadtplanungsamt 
 
Politik    Ludwig Achenbach tw., Peter Franz tw., CDU 
    Hildegard Förster-Heldmann, Bündnis 90/ Die Grünen 
    K a t r i n  K o s u b ,  S P D  
    G e o r g  H a n g ,  U f f b a s s e  
    M a r t i n a  H ü b s c h e r - P a u l ,  D i e  L i n k e  
    L e i f  B l u m ,  F D P  
Claudia Stricker, Piraten 
    H a n e l o r e  A n t h e s ,  U w i g a  
 
 
Projekte 
 
Wohnbebauung  Anita Köhler, Darmstadt 
Hügelstraße 73-77  Lichthaus GmbH, Darmstadt 
 
Wohnbebauung OFB-Projektentwicklung GmbH, Frankfurt 
Robert-Bosch-Str. 16-18  msm meyer sc hmitz-morkramer main gmbH, Frankfurt 
 
Wohnen/Gewerbe  MAG Mainzer Aufbaugesellschaft mbH, Mainz 
Berliner Allee 7-9 BLFP Frielinghaus Architekten Planungs GmbH, Friedberg 
 
Wohnbebauung  Iber Immobilien, Darmstadt 
Elisabethenstr. 68/  planquadrat, Darmstadt 
Hügelstr. 87

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT 
 
2 
Wohnbebauung GWH Gemeinnützige Wohnungsges. mbH, Darmstadt/  
Kranichsteiner Straße/ Frankfurt 
Wickopweg Hirschmüllerschmidt Architektur GmbH, Darmstadt 
 
 
 
Nicht-öffentlicher Teil (10.00 Uhr – 13.00 Uhr) 
 
Ortsbesichtigung: 
Im nicht-öffentlichen Teil erfolgte zunächst die Ortsbesichtigung Wickopweg 
(Wohnprojekt GWH), Eilsabethenstraße/ Hügelstraße Kleinsche Höfe, (Wohnprojekt 
Iber Immobilien), Berliner Allee (Wohnprojekt MAG) sowie Robert-Bosch-Straße 
(Wohnprojekt OFB). 
 
Frau Michels, Frau Wilms und Frau Feldbusch erläutern bei den jeweiligen Projekten 
die Situation im Bestand, den Ansatz der jeweiligen Entwürfe sowie die stadträumliche 
Einbindung der Standorte. 
 
Anschließend erfolgt die Vorbesprechung der Projekte. 
 
 
 
Öffentlicher Teil (13.30 Uhr – ca. 16.15 Uhr) : 
Diskussion der Projekte im nicht-öffentlichen Teil (16.30 Uhr – 18.00 Uhr) 
 
Begrüßung durch Cornelia Zuschke, Dezernentin und Prof. Christa Reicher, 
Vorsitzende des Gestaltungsbeirates  
 
Es folgt eine kurze Mitteilung über den Stand der Projekte aus der vorangegangenen 
Sitzung, vorgestellt durch Cornelia Zuschke, Dezernentin 
 
Lichtwiesenbahn – Planfeststellungsverfahren hat (inzwischen) begonnen; Unterlagen 
können im Stadtplanungsamt eingesehen werden 
 
Darmstadt 2030 – öffentliche Veranstaltung als Vorbereitung der Formulierung der 
Aufgabenstellung im Februar vorgesehen (inzwischen durchgeführt)  
 
 
Daran anschließend werden die Projekte der Tagesordnung durch die jeweiligen 
Architekten bzw. Bauherren/ Investoren vorgestellt. 
 
Die Empfehlungen des Beirates folgen im Anhang.

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT 
 
3 
 
Als weitere Termine für die nachfolgenden Sitzungen des Gestaltungsbeirats sind 
folgende Termine festgelegt worden: 
 
Fr 20.05.2016  ca. 11.00 – 17.00 Uhr 
Fr 14.10.2016  ca. 11.00 – 17.00 Uhr 
Fr 27.01.2017  ca. 11.00 – 17.00 Uhr 
 
 
Endgültige Zeiten können der Einladung zur Sitzung entnommen werden bzw. werden 
unter 
http://www.darmstadt.de/standort/stadtentwicklung-und-
stadtplanung/stadtplanung/gestaltungsbeirat/index.htm 
veröffentlicht. 
 
 
…………………………………………………………. 
gez. S. Michels 
Geschäftsstelle Gestaltungsbeirat Darmstadt 
Stadtplanungsamt 
Darmstadt, 01.03.2016   
 
 
 
 
…………………………………………………………. 
gez. Prof. Christa Reicher 
Vorsitzende Gestaltungsbeirat 
Aachen, 01.03.2016 
 
 
 
 
Anlage: 
 
Empfehlungen des Gestaltungsbeirates

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
Gestaltungsbeirat 
Darmstadt 
14. Sitzung – 29.01.2016 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
Projekt: Hügelstraße 73 – 77

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  29.01.2016 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser 
Lichthaus GmbH, Loos Architektur, Darmstadt 
 
Bauherr 
Anita Köhler, Darmstadt 
 
 
Beschreibung 
 
Erneute Vorstellung eines Bauvorhabens für Seniorenwohnen auf drei Parzellen der 
Hügelstraße 73-77. In Planung sind 58 Wohneinheiten mit ca. 45 m² - ca. 180 m² und 
zwei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss mit 150 und 350 m². Entlang der Hügelstraße 
wird mit einem durchgängig 5-geschossigen Wohnblock der Blockrand geschlossen. 
Im Blockinneren sind drei weitere Baukörper mit geringerer Geschossigkeit geplant. 
Eine Tiefgarage unter allen 4 Gebäuden stellt 70 Stellplätze zur Verfügung. Die 
Fassade zur Hügelstraße wird durch zahlreiche Vor – und Rücksprünge von ca.1,5m 
Tiefe stark gegliedert. Die Fassade springt gegenüber der Gebäudeflucht der Hügel-
straße vor. 
 
 
 
Empfehlung 
 
Der Gestaltungsbeirat begrüßt die insgesamt positive Weiterentwicklung des 
Projektes. 
 
Der vorgestellte Fassandenentwurf wird als gute Antwort auf die geforderte Gliederung 
und Differenzierung der Fassade empfunden. Die starke Gliederung durch Vor- und 
Rücksprünge sollte jedoch etwas zurückgenommen werden. Als Richtwert wird - in 
Anlehnung an die Regellungen zu untergeordneten Bauteilen in der HBO - das Vor-
springen von max. 1/3 der Fassadenfläche empfohlen. 
 
Der neue zentrale Zugang, abgelöst von der Tiefgaragenzufahrt, wird positiv bewertet. 
Die geplanten öffentlichen Einrichtungen sollten sich gleichermaßen zur Straße als 
auch zum Innenhof öffnen. Es wird empfohlen, die Werbeflächen in die Genehmigungs-
planung einzubeziehen und mit der Bauaufsicht abzustimmen. 
 
Die Erschließung aller Gebäude wird vom Innenhof aus organisiert. Formuliertes Ziel 
ist ein Innenhof, der von alle Bewohner genutzt werden kann und eine hohe Aufent-
haltsqualität hat. Um Hofbildung räumlich auszubilden, wird angeregt, das mittlere 
Hofgebäude zu drehen und falls nötig etwas anders zu dimensionieren. 
 
Der Gestaltungsbeirat weist darauf hin, dass die Qualität der Freiflächen im Block-
inneren einen wesentlichen Einfluss auf die Akzeptanz, Wohnqualität und Vermarkt-
barkeit haben wird. Hier sollte in der weiteren Beabeitung ein qualifizierter Frei-
flächenplan erstellt werden.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  29.01.2016 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Zusammenfassung der Rückmeldung  
 
Eine Wiedervorstellung der Projekts ist nicht notwendig. Die Information zu der 
weiteren Planung erfolgt über die Bauaufsicht/ Stadtplanung. 
 
 
Votum 
 
Susanne Wartzeck

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
Gestaltungsbeirat 
Darmstadt 
14. Sitzung – 29.01.2016 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
Projekt: Wohnenbebauung 
Robert-Bosch-Straße 16-18

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  29.01.2016 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser 
Msm meyer schmitz-morkramer main gmbH, Frankfurt 
 
Bauherr 
OFB-Projektentwicklung GmbH Frankfurt 
 
 
Beschreibung 
 
Das betreffende Baufeld liegt östlich des Bahnhofs, im Europaviertel, zwischen Rhein-
straße im Süden und Robert-Bosch-Straße im Norden. Auf der Fläche zwischen der 
Wohnbebauung des so genannten Epsilon im Westen und dem Bürokomplex Space 20 
im Osten sollen drei Nord-Süd ausgerichtete Gebäuderiegel entstehen. Nachdem 
hierfür zunächst gewerbliche Nutzung vorgesehen war, soll für die zwei östlichen 
Gebäudeblöcke (Bauteil A +C) jetzt Wohnnutzung entwickelt werden. Das westliche 
Bauteil B ist weiterhin für Büronutzung vorgesehen. Damit wird an dieser Stelle die 
Entstehung einer  Mischung von Wohnen und Arbeiten gefördert. 
 
Für das Gebiet existiert ein gültiger Bebauungsplan. Eine Bauvoranfrage ist bereits 
eingereicht. 
 
Als Gebäudehöhe sind B-Plan-konform 25 m, bei 7 Vollgeschossen vorgesehen. Es 
werden vorwiegend 1-3 Zimmer Wohnungen, vereinzelt auch 4 Zimmer-Wohnungen 
entstehen. Durch die Gebäudeanordnung werden 2 Wohnhöfe gebildet, die sich zum 
südlich liegenden Park öffnen.  In diesen liegen Feuerwehrzufahrten und Stellplätze. 
Generell werden die Stellplätze unter den Gebäuden in Tiefgaragen untergebracht, 30 
Stellplätze der beiden Wohnblöcke befinden sich jedoch im Aussenbereich. Die 
Erschließung der Gebäude selber erfolgt je von beiden Seiten, sodass die Durch-
wegung der Häuser möglich, ja sogar gewünscht ist.  
Die Zonierung der Wohnhöfe erfolgt mit Hilfe der Oberflächengstaltung der Er-
schließungsflächen (Pflaster und Rasenpflaster). Im Wohnhof A/C fassen Hecken  
Gartenvorzonen und Terrassen der Erdgeschosswohnungen ein und unterstreichen 
damit Aufenthaltsqualität und Wohncharakter des Raumes. Auf den anderen Seiten 
der Gebäude, in den anderen Höfen und Erschließungsbereichen fehlen diese 
strukturierenden, grünen  Elemente.  
An der Nahtstelle zum öffentlichen Raum, der Robert-Bosch-Straße ist im Erdgeschoss 
des Bauteils A eine gastronomische Nutzung (Café oder Restauarant) vorgesehen, die 
hier zur Belebung des Straßenraums beitragen könnte.  
 
 
Empfehlung 
 
Der Beirat begrüßt zunächst die Änderung der Nutzung zu Gunsten des Wohnens in 
diesem Quartier. Der Standort braucht hier Urbanität durch soziale und gebaute 
Dichte. Positiv bewertet wird auch die Stellung der Gebäude mit der das Quartier 
prägenden Öffnung der entstehenden Wohnhöfe zum südlich liegenden Park. Als 
wichtig werden zusätzlich belebende Nutzungen wie ein Café oder Gastronomie im

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  29.01.2016 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
Kopfbau von Teil A, an der Robert-Bosch-Straße gelegen, angesehen, die wesentlich 
zur Qualität des Straßenraumes beitragen können.  
 
Wichtigster Punkt dieses Projektes ist aber die konsequent zu verfolgende Freiraum-
gestaltung. Viele Anfangsfragen nach der Qualität der entstehenden Freiräume – wo ist 
bei den Häusern vorne, wo hinten, wo privat, wo öffentlich, wo die Adressbildung 
möglich, welche Freiraumqualität haben die Höfe? – konnten durch die Planer-
läuterungen und Gestaltungsvorstellungen für den Hof A/C geklärt und letztendlich 
positiv bewertet werden. 
Die Differenzierung der Freiräume mit Angeboten von privaten Gartenzonen bis zu 
halböffentlichen Hofflächen ist mit Hilfe geeigneter Materialien und Grünausstattung 
erkennbar gegliedert. Der Beirat mahnt aber den Anspruch an adäquate Freiraum-
qualitäten auch in den anderen Bereichen jenseits der Blöcke A und C an. Auch hier 
sollten nicht nur Stellplätze, sondern auch mehr Grün und differenziertere Freiräume 
geschaffen werden.  
 
 
Votum 
 
Das Votum des Beirats ist einstimmig.  
 
 
Ulrike Kirchner

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
Gestaltungsbeirat 
Darmstadt 
14. Sitzung – 29.01.2016 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
Projekt: Wohnen und Gewerbe 
Berliner Allee 7-9

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  29.01.2016 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser 
BLFP Frielinghaus Architekten Planungs GmbH, Friedberg 
 
Bauherr 
IMAG Mainzer Aufbaugesellschaft mbH, Mainz  
 
 
Beschreibung 
 
Die Planung sieht eine Wohn- und Gewerbebebauung auf dem Eckgrundstück Berliner 
Allee/Haardtring vor. 
Entsprechend dem vorgestellten Entwurf soll die ortsprägende Bebauung aus den 
1950er Jahren an der Berliner Allee erhalten bleiben. Auf dem anschließenden Bereich 
sind fünf neue Baukörper für Wohnnutzung geplant. Ein riegelartiger Baukörper soll 
dabei das Grundstück nach Norden zur angrenzenden Gewerbenutzung (Daimler 
Benz) abschotten. Zum Haardtring sind vier Baukörper konzipiert, die im schachbrett-
artigen Wechsel von Freiflächen und Bebauung positioniert werden sollen. 
 
 
Stellungnahme 
 
Der Gestaltungsbeirat begrüßt die differenzierte städtebauliche und architektonische  
Herleitung der geplanten Neubebauung. Dies bezieht sich u.a. auf die grundsätzliche 
Entscheidung, an diesem Standtort Wohnungsbau zu verwirklichen sowie auf die freie 
Baukörperpositionierung, die u.a. das Schallgutachten berücksichtigt. 
 
Ganz besonders begrüßt der Beirat die für die Wissenschaftsstadt Darmstadt beispiel-
hafte Entscheidung von Bauherr und Architekt, die qualitätvolle vorhandene Bebauung 
aus den 1950er Jahren zu erhalten. Dieser Zeitschicht kommt für Darmstadt eine be-
sondere, prägende Bedeutung zu. Dem entspricht das Bemühen des Architekten, die 
neuen Gebäudekubaturen und Freiraumstrukturen aus der überlieferten Nachkriegs-
architektur der Stadt abzuleiten. 
 
Zustimmung findet zudem der Ansatz, das städtebauliche Konzept für das Grundstück 
prospektiv auch für das benachbarte Grundstück anzudenken, das derzeit von einer 
großen Hallenarchitektur besetzt wird. Ein derartiger Ansatz ermöglicht künftig eine 
ganzheitliche (nachhaltige) städtebauliche Planung, die der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt langfristig zu gute kommen wird. Dies gilt auch für die Kontaktaufnahme 
mit der Bauherrschaft des auf der gegenüberliegenden Seite des Haardtrings liegen-
den Grundstücks im Rahmen der öffentlichen Sitzung des Gestaltungsbeirats am 29. 
Januar 2016. Diese Planung war bereits Gegenstand der Beratungen des Gestaltungs-
beirats (siehe Protokolle der Sitzungen vom 19. September 2014 und 8. Mai 2015). 
 
 
Empfehlung 
 
Der Gestaltungsbeirat empfiehl,  zur stärkeren Konturierung und Qualitätssteigerung 
des Projekts die in den vier punktförmigen Bauten angelegten gläsernen Mittelachsen 
stärker herauszuarbeiten. Dadurch würde die beabsichtigte optische Durchdringung 
der Bauten mit den umgebenden Freiräumen gestärkt werden. Eine Ausrichtung der 
Hauseingänge zueinander fördert darüberhinaus die Quartiersbildung, ebenso wie eine

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  29.01.2016 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
gemeinschaftlich nutzbare grüne Quartiersmitte. Für die Baukörper bedeutet dies, die 
derzeit eher punktförmige Kubatur stärker als eine Addition von Gebäudescheiben zu 
begreifen. 
 
Ausgehend von der vorhandenen Planung regt der Gestaltungsbeirat an, grundsätzlich 
darüber nachzudenken, an welchen Stellen der Stadt eine höhere (Wohn-) Bebauung 
denkbar wäre, bei gleichzeitiger Reduzierung des „Fußabdrucks“ der Gebäude. 
Der Gestaltungsbeirat regt daher eine differenzierte Diskussion über die Höhenent-
wicklung der Bebauung in den unterschiedlichen Arealen der Stadt an (Mollerstadt, 
innenstadtnahe Areale, Außenbereiche). 
 
Dabei weißt der Beirat nachdrücklich daraufhin, dass städtebauliche Dichte ebenso 
wie punktuelle Höhenentwicklungen an sich keineswegs eine Qualität an sich dar-
stellen, sondern stets abhängig von der Gestaltung und dem vorhandenen (histo-
rischen) städtebaulichen Kontext zu betrachten sind. Einer kleinteiligen und differen-
ziert-kritischen Untersuchung zur städtebaulichen Verdichtung (einschließlich 
allfälliger Höhendominaten) steht der Gestaltungsbeirat im Zusammenspiel mit einer 
städtebaulichen Gesamtplanung (Darmstadt 2030) positiv gegenüber. 
 
 
Zusammenfassung der Rückmeldung  
 
Eine Wiedervorstellung der Projekts soll erfolgen, wenn die Planung weiter 
fortgeschritten ist. Der Gestaltungsbeirat freut sich, die weiterentwickelte Planung 
begleiten zu dürfen. 
 
 
Votum 
 
Jürgen Tietz

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
Gestaltungsbeirat 
Darmstadt 
14. Sitzung – 29.01.2016 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
Projekt: „Die Kleinschen Höfe“ 
   Elisabethenstr. 68/ Hügelstraße 87

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  29.01.2016 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser 
Planquadrat, Elfers Geskes Krämer Part.G , Darmstadt 
 
Bauherr 
Iber Immobilien, Darmstadt  
Wilhelm Klein GmbH & Co. KG, Darmstadt  
 
 
Beschreibung 
 
Das Bauvorhaben „Die Kleinschen Höfe“ beschäftigt sich mit der Neuordnung des 
Innenblockbereiches zwischen Elisabethenstraße und Hügelstraße. Das Plangebiet 
liegt im Geltungsbereich der Sanierungssatzung Mollerstadt.  
Die aktuelle Nutzung aus Gewerbe, Künstlerateliers und studentischem Wohnen soll 
durch eine neue Wohnbebauung ersetzt werden. Vorgesehen ist ein Wohnungsmix mit 
Stadthäusern und Wohnungen zwischen 1,5 – 5,0 Zimmer-Wohnungen.  
Neben dem Bebauungsvorschlag für den Innenblockbereich stellen die Entwurfs-
verfasser ein weitergehendes Entwicklungskonzept („Ausblick“) für den erweiterten 
Bereich vor, das perspektivische Überlegungen zur Höhenentwicklung im Umfeld und 
sog. „Kopfbauten“ vorsieht.  
 
 
Empfehlung 
 
Der Gestaltungsbeirat differenziert in seiner Stellungnahme zwischen der städtebau-
lichen Fragestellung („Ausblick“) und dem Bebauungskonzept des Innenblock-
bereiches. 
 
Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es noch keine konkreten planerischen Vorschläge zur 
Bebauung des Marienplatzes, so dass es keinerlei fundierte Grundlage für die perspek-
tivischen Überlegungen, insbesondere auch die Vorschläge zu den erhöhten „Kopf-
bauten“, gibt. Aus diesem Grunde wird keine Stellungnahme zu den perspektivischen 
Überlegungen abgegeben.  
 
Der konkrete Entwurfsansatz für die Wohnbebauung im Blockinneren in Form einer 
Hoftypologie wird vom Beirat begrüßt. Die Nutzungsänderung von Gewerbe zu Wohnen 
erfordert adäquate Bautypologien, sodass sich der bauliche Charakter zwangsläufig 
ändern wird. Begrüßt wird der vorgesehene Wohnungsmix aus unterschiedlichen 
Größen und Typologien.  
 
Die städtebaulichen Form des Hofes mit ihrer klaren Differenzierung zwischen 
öffentlich/gemeinschaftlich und privat wird den Anforderungen der direkten Nachbar-
schaft gerecht. Die vorgestellte Visualisierung des Innenblockbereiches läßt eine 
qualitätvolle Gestaltung von Gebäuden und Freiraum erwarten.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  29.01.2016 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
Der Gestaltungsbeirat empfiehlt, die Konzeption mit dem angrenzenden Neubau-
projekt abzustimmen, da der Hof unmittelbar an die geplante Nachbebauung angrenzt 
und eine gegenseitige Bezugnahme der beiden Projekte einen Qualitätsgewinn für den 
gesamten Innenblockbereich bedeuten kann.  
 
Darüber hinaus regt der Beirat an, mit Blick auf den Lebenszyklus von Gebäuden über 
flexible Nutzungsmöglichkeiten im Sinne einer langfristigen Angebotsplanung an 
diesem Standort nachzudenken.  
 
 
Zusammenfassung der Rückmeldung  
 
Eine Wiedervorstellung der Projekts ist nicht notwendig.  
 
 
Votum 
 
Christa Reicher

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
Gestaltungsbeirat 
Darmstadt 
14. Sitzung – 29.01.2016 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
Projekt: Wohnenbebauung 
Wickopweg 16-22, Kranichstein

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  29.01.2016 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser 
Hirschmuellerschmidt Architektur GmbH, Darmstadt 
 
Bauherr 
GWH, Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH, Frankfurt/ Darmstadt 
 
 
Beschreibung 
 
Neubau von 2 Wohngebäuden mit Tiefgarage und Errichtung von 54 Außenstellplätzen 
 
Allgemein: 
Auf dem Grundstück des Wickopwegs in Darmstadt-Kranichstein sollen 2 Wohnge-
bäude mit 64 Ein- bis Fünfzimmer-Wohnungen errichtet werden. Zudem sind die 
Errichtung einer Tiefgarge sowie 54 Stellplätze im Freien geplant. Die Erdgeschosse 
werden nach HBO barrierefrei ausgeführt. 
 
Gestaltung: 
Westgebäude: Das Grundstück Wickopweg 16-22 wird durch die geplante Bebauung 
westlich und östlich des Bestandsgebäudes verdichtet. Der westliche Baukörper stellt 
eine kompakte 5-geschossige U-Winkelform dar mit einem 6. Teilgeschoss an der Ecke 
Grund-/Kranichsteiner Straße. Das Dach wird als Flachdach ausgeführt. 
Es erhält zwei barrierefreie Zugänge von Seiten des Wickopweges über den Hofbe-
reich. Ein Zugang zu den 7 Wohneinheiten je Geschoss stellt eine Laubenganger-
schließung mit einer Treppe und einem Aufzug dar. Die zweite Erschließung erfolgt 
über ein geschlossenes, großzügig verglastes Treppenhaus mit Aufzug, das pro 
Geschoss zwei Wohnungen anbindet. Es entstehen Geschosswohnungen. Eine 
Wohnung wird als Maissonettewohnung ausgebildet, wobei das obere Geschoss der 
Maissonette das 6. Teilgeschoss des Gebäudes darstellt. Nach Süden, Westen und 
Norden ordnen sich die in das Gebäude integrierten Loggien mit großzügigen 
Verglasungen an. Die EG-Wohnungen erhalten zusätzliche Terrrassenbereiche. Das 
Grundstück ist im westlichen Bereich komplett durch eine Tiefgarage unterbaut. 
 
Ostgebäude: Der östlich Baukörper stellt eine kompakte L-Winkelform mit ebenfalls 5 
Geschossen dar. Das Dach wird als Flachdach ausgeführt. Die Erschließung erfolgt 
über den Wickopweg, mit einem barrierefreien Zugang. 
Die Wohneinheiten errreicht man über einen Laubengang mit einer Treppe und einem 
Aufzug, jeweils werden 4 Wohneinheiten pro Geschoss angebunden. Zusätzlich erhält 
das Gebäude ein geschlossenes Treppenhaus. Die in das Gebäude integrierten 
Loggien sind nach Osten und Süden orientiert mit bodentiefen großzügigen Vergla-
sungen. Die 3-Zi. EG-Wohnung erhält neben der Loggia einen kleinen Terrassen-
bereich. Die Fassade besteht bei beiden Gebäuden aus Außenputzflächen und partiell 
aus Fassadenplatten. Das Gebäude ist komplett unterkellert und beinhaltet die 
Nebenräume. Die nichtbebauten Flächen werden gärtnerisch angelegt bzw. in Teilen 
befestigt.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  29.01.2016 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
Empfehlung 
 
Der Beirat begrüßt, dass die Entwurfsverfasser sich mit dem gestalterisch prägenden 
und als Zeitzeuge wirkenden Ortsteil Kranichstein auseinandersetzen. Die Planung von 
Ernst May aus den 1960er Jahren definiert sehr heterogene Bereiche und Teilquar-
tiere. Das neue Wohnbauprojekt am Wickopweg soll den  bestehenden Gebäuderiegel 
integrieren und nach Auffassung der Architekten einen eigenständigen Ausdruck 
erhalten.  
 
Die Nachverdichtung wird begrüßt. Der Beirat betont, dass mit der neuen städtbau-
lichen Komposition eine komplexere stadträumliche Situation entsteht, die in Er-
schließung, Gestaltung und Materialität einen eindeutigen und klar erkennbaren 
Ausdruck erhalten muss. Die neue Wohnbebauung ist mit einem bis zwei Geschossen 
deutlich höher als der Bestandsriegel. Der Beirat empfiehlt die Erhöhung der Eck-
bebauung auf 6 Geschosse um 1 Geschoss zurückzunehmen, so dass eine ruhigere 
Gebäudekubatur entsteht.. 
 
Die Erschließung von der Hofseite im westlichen Gebäudeteil sollte eindeutigerer 
werden, d.h. nur eine Erschließungsform, ggfs. über einen rundlaufenden Laubengang. 
Die Qualität der Wohnungen bezüglich Belichtung, Anordnung der Funktionen über-
zeugt noch nicht. Insgesamt wirkt der westliche Hof sehr eng und unruhig, vor allem 
mit der stark inszenierten Treppe und dem Aufzugsturm. Der Beirat empfiehlt,  eine 
einfachere gestalterische Sprache zu suchen. 
 
Noch nicht gelöst erscheint dem Beirat der Einsatz des vorgeschlagenen Farbspiels. 
Es wir empfohlen, zurückhaltender, mit eher monochromen Farben in der Fassaden-
gestaltung umzugehen. Das unmittelbare städtebauliche Umfeld ist deutlich ruhiger in 
der Verwendung von Farbe.  
 
Der Beirat sieht in dem Bauprojekt die Chance, ein Stück Kranichstein weiterzubauen. 
Dies erfordert bei dem neuen Bauprojekt eine deutliche  Zurücknahme gestalterischer 
Beliebigkeit.  
 
Der Beirat würde es begrüßen, wenn seitens der Stadt Darmstadt  für die sehr unter-
schiedlichen und heterogenen Teile Kranichsteins eine Art Gestaltungs-Repertoire für 
Teilbereiche entwickelt würde, dass die in Zukunft zu erwartenden Umbau- , 
Ergänzungs-, Nachverdichtungs- und Neubaumaßnahmen in ihrem Umfeld städte-
baulich, bautypologisch definieren würde, umso eine Art Einfügungsrahmen für 
Planungen und Bauvorhaben zu setzen, damit das Gesamtensemble Kranichstein 
nicht überformt wird.  
 
 
Zusammenfassung der Rückmeldung  
 
Eine Wiedervorstellung der Projekts wird gewünscht.  
 
Votum 
 
Rolf Westerheide

2016/0079

2889 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
08.03.2016 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlu ng 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Stadtplanungsamt  
 OBW bei abschl . 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2016/0079 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Protokoll 14. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Vorlage vom: 01.03.2016  
 
Beschlussvorsch lag: 
 
Das Protokoll der 14. Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
 
 
 
Anlagen: Protokoll 14. Sitzung  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
Beschluss des M agistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 01.03.2016 
 
 
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung 
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491).  
 
Die 14. Sitzung des Gestaltungsbeirats  fand am 29.01.2016 statt.  
 
An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, die Baudezernentin, Vertreterinnen und 
Vertreter der politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie die 
Geschäftsstelle teil.  
Im öffentlichen Teil ware n interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend, ebenso waren 
Interessengruppen und Verbände vertreten.  
 
 
Zu Beginn der Sitzung begrüßte die Baudezernentin Frau Zuschke sowie die Vorsitzende des 
Gestaltungsbeirates Frau Prof. Reicher die Mitglieder des Ge staltungsbeirates sowie die 
Gäste im Plenum.  
Es folgt eine kurze Rückmeldung  von Frau Zuschke zum Stand der Projekte und städtischen 
Konzepte aus der vorangegangenen Sitzung.  Dies war zum einen die Lichtwiesenbahn und 
das Stadtentwicklungskonzept Darmstadt  2030. Die Vorstellung erfolgt ebenfalls durch Frau 
Zuschke. 
 
Im Anschluss erfolgte die Vorstellung der Projekte „Wohnbebauung Hügelstraße 73 -77“, 
„Wohnbebauung Robert -Bosch-Straße 16-18“, „Wohnen und Gewerbe Berliner Allee 7 -9“, 
„Wohnbebauung Elisabethenstraße 68/ Hügelstraße 87 (Kleinsche Höfe)“ und „Wohnen 
Wickopweg 16-22“; es folgten Rückfragen und  eine Diskussion mit den wieder zahlreich 
erschienenen Gästen.  
 
Im darauf folgenden nicht -öffentlichen Sitzungsteil wurden die Projek te diskutiert und 
besprochen.   
 
 
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ersichtlich.  
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.  
 
 
Die Dezernentin III  
 
 
 
 
Cornelia Zuschke  
Stadträtin  
 
Darmstadt, den 01.03.2016  
61.1.0 mi 
Nst. 2590

Beratungsverlauf (1)

TOP 133

Orte (8)

  • Hügelstraße 73
  • Robert-Bosch-Straße 16
  • Berliner Allee 7
  • Elisabethenstraße 68
  • Kranichsteiner Straße
  • Schlossgraben 1
  • Wickopweg 16
  • Haardtring

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2016/0079
Typ
Magistratsvorlage
Datum
01.03.2016
Erstellt
29.09.2026 00:00