A-R/0029/2020
Moderne Verwaltung, moderne Arbeitsformen: Digital Workplace ausweiten
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a-r-0029-2020-Digital Workplace
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Antrag an den Rat A-R/0029/2020 Ratsantrag 28.05.2020 Moderne Verwaltung, moderne Arbeitsformen: Digital Workplace ausweiten Der Rat möge beschließen: 1. Die Verwaltung wird beauftragt, alsbald technisc he und organisatorische Voraussetzungen für mehr digitale Arbeitsplätze/Homeoffice und Flexibilisierung von Arbeitszeiten für Angestellte der Verwaltung und der städtischen Gesellschaften zu schaffen. 2. Eine entsprechende Planung wird dem Rat späteste ns in der letzten Sitzung des Jahres 2020 vorgelegt. Begründung : Digitalisierung und Arbeit weisen auf Veränderungen im gegenwärtigen Arbeitsalltag hin. Auch ein Arbeitsplatz in der Verwaltung unterliegt dem Wandel. Die Bedürfnisse zukünftiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich infolge des Generationenwechsels verändert. Aspekte wie eine Work-Life-Balance ebenso wie Familienfreundlichkeit und neue Formen von Arbeitszeiten und Arbeitsorten gewinnen zunehmend an Bedeutung. Junge Menschen wachsen heutzutage in einer multimedialen, digitalisierten Welt auf. Ihre Erwartungen sind digitalisierte Arbeitsplätze und Prozessabläufe. Für einen regelmäßigen Austausch sind sie bereit, die vielfältigen Kommunikations-Tools zu nutzen, die die Zusammenarbeit auf Distanz ermöglichen. Für die Stadt Münster gilt es, sich bei der Mitarbeiterakquise als attraktiver Arbeitsgeber zu präsentieren, um die Fachkräfte langfristig zu binden und ihr Potenzial optimal zu nutzen. Eine leistungsfähige und bürgerorientierte Kommune trägt als Bindeglied zwischen der in den Kommunen lebenden vielfältigen Gesellschaft und dem Wirtschaftsstandort wesentlich dazu bei, ob sich Familien, Arbeitskräfte und Unternehmen in der Stadt wohlfühlen. Die Stadt kann als Arbeitgeber ganz konkret von dem Arbeitsmodell profitieren, denn sie spart durch MitarbeiterInnen im Homeoffice betriebswirtschaftliche Kosten, u.a. Mieten für teure Büroflächen. Nach Angaben der Wirtschaftsförderung Münster liegt eine Nettokaltmiete für Büroflächen in Münster zwischen 8,50 € und 14,80 € pro qm. Ein Arbeitsplatz in Form eines Digital Workplace kann ein wichtiges Kriterium für die Attraktivität des Öffentlichen Dienstes sein. Mehr Flexibilität bedeutet mehr Gestaltungsmöglichkeit, die nicht an den bisher üblichen starren Zeitrastern und Arbeitsorte ausgerichtet ist. Die Nutzung der modernen Informations- und Kommunikationstechnik bedeutet einen qualitativen Sprung in Richtung individuelle Formen der Arbeitsorganisation. Moderne Arbeitsformen bieten Möglichkeiten, um Organisationen effizienter, die Arbeitsleistung gleichzeitig individueller und bedürfnisgerechter zu formen. Für ihre praktische Entwicklung und Einführung sollen die Personalverwaltung und die Personal- und Betriebsräte einen geeigneten Rahmen schaffen, um zu einem fairen Interessenausgleich zu kommen. Antrag an den Rat A-R/0029/2020 Der dbb Beamtenbund und Tarifunion unterstützen eine weitere Flexibilisierung der Arbeitsmodelle. Anpassungsfähigkeit in diesem zentralen Bereich mindert Bestrebungen, öffentliche Aufgaben aus Gründen der Effizienz und der Effektivität auf private Unternehmen zu verlagern, schafft neue personalwirtschaftliche Spielräume und bindet qualifizierte Kräfte. Flexibel vereinbarte Arbeitszeiten können zudem Personalkosten reduzieren, wobei der Grundsatz der aufgabengerechten Personalausstattung im öffentlichen Dienst zu wahren ist. Unter diesen Maßgaben ermöglichen flexibel gestaltete Arbeitszeiten und –orte einen beschäftigungspolitischen Beitrag des öffentlichen Dienstes. Bereits heute wird in Stellenausschreibungen des öffentlichen Dienstes mit der Möglichkeit des Homeoffice und dessen Vorteile um Personal geworben (z. B. Wissenschaftsstadt Darmstadt, Karriere in Hessen - Telearbeit in der hessischen Landesverwaltung). Voraussetzung für digitale Arbeitsplätze/Homeoffice ist dabei modernste Technikausstattung. Daher beschleunigt sie zwangsläufig die Digitalisierungsprozesse innerhalb der Verwaltung. Der Landesbetrieb IT.NRW hat beispielsweise während des Corona-Shutdowns innerhalb von zwei Monaten mit der Einrichtung von 7100 neuen Zugängen für Home-Office-Plätze in der Landesverwaltung die Zahl der Telearbeitsplätze um 50 Prozent erhöht. Dafür bedarf es leistungsstarker IT-Produkte und einer systematischen Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um ihre Kompetenz und die Qualität der Dienstleistungen zu sichern. diesen Erkenntnissen soll die Strategie der Citeq weiterentwickelt werden. gez. gez. Stefan Weber Otto Reiners und Fraktion und Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- A-R/0029/2020
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 17.06.2020
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37