2021/0364
Sanierung Platanenhain - Mehrbedarf
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2021/0364
6659 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
24.11.2021
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Grünflächenamt
OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2021/0364
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 551050
Kostenstelle: 067-010-1100 Investitionsnummer: 18067-4106
Kostenträger: 5510-51 Sachkonto: 0953010
Betreff: Sanierung Platanenhain - Mehrbedarf
Vorlage vom: 18.11.2021
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat beschließt die Bereitstellung der zusätzlich benötigten Mittel zur Umsetzung
der Sanierung des Platanenhains. Die notwendigen Mittel stehen auf der Kostenstelle
067-010-1100, Investitionsnummer 18067 -4106, zur Verfügung.
Anlagen: Gesamtkostenaufstellung einschl. Mehrbedarf
Datenschutzrelevante Anlage: Gesamtkostenaufstellung einschl. Mehr bedarf
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 18.11.2021
Mit Beschluss des Magistrates vom 13.01.2021 und der Stadtverordnetenversammlung vom
11.02.2021 zur Vorlage Nr. 2020/0382 wurde der Planung und Umsetzung der Sanierung des
Platanenhains zugestimmt.
Der Platanenhain ist aufgrund seiner Lage auf der Mathildenhöhe im besonderen Fokus. Ge o-
logisch handelt es sich um einen anspruchsvollen Standort für einen Baumhain. Klimatisch und
für das Wohl der Bürgerschaft ist der Erhalt des Platanenhains unerlässlich. Bei der Sani e-
rungsplanung für den Platanenhain wurden daher wichtige Parameter im Vorfeld getestet und
geprüft, was insgesamt Sicherheit für das Gelingen bringt. Dies bedeutet aber auch e inen er-
höhten personellen und finanziellen Aufwand.
Die Garten- u. Landschaftsbauarbeiten wurden ausgeschrieben, die Ergebnisse liegen vor. Das
Angebot der Firma, die den Zuschlag erhalten soll, liegt über dem von dem beauftragten Lan d-
schaftsarchitekturbüro grün³ ermittelten Kostenanschlag. Die meisten Positionen liegen ca. 10
bis 20 % höher gegenüber dem Kostenanschlag, was eine Folge der allgemeinen Kostensteig e-
rung im Baubereich ist. Der Vergleich zeigt eine gleichmäßige Kostensteigerung, keine Position
schlägt besonders aus. Somit erzeugt das Angebot einen wesentlichen Teil des nun beantrag-
ten zusätzlichen Mittelbedarfs.
In der Kostenberechnung für die o.g. Magistratsvorlage waren Bestandteile enthalten, die nicht
in die Ausschreibung der Garten- u. Landschaftsbauarbeiten einfließen konnten und die daher
auch nicht über das Garten- und Landschaftsbau-Angebot erfasst sind. Dies betrifft die Belüf-
tungsschächte mit Deckel und die Bewässerung für den Platanenhain. Die Belüftungsschächte
benötigen auf Grund des Einbaus in einer denkmalgeschützten Parkanlage im Welterbe En-
semble einer besonderen Ästhetik, die dem historischen Ort gerecht wird. Sie werden daher
extra für den Platanenhain entworfen und hergestellt. Die Bewässerung des Platanenhains
kann erst im letzten Sanierungsabschnitt eingebaut werden. Sie ist bereits geplant, wird aber
erst 2022 separat beauftragt werden. Diese Mittel müssen weiterhin in den Gesamtkosten b e-
rücksichtigt werden.
Das Projekt hat sich bei der durch das Grünflächenamt in Kooperation mit dem beauftragten
Planungsbüro grün³ und unter Begleitung des Baum- u. Bodengutachterteams entwickelten
Ausführungsplanung noch weiter verfeinert. Daraus ergaben sich zum Teil veränderte Rahmen-
bedingungen für die Ausführung.
Zusätzliche Kostenbedarfe entstehen daher noch aus folgenden weiteren Gründen.
Um bei der Entscheidung über das einzubauende Substrat, das den Anforderungen der Bäume,
dem Nutzungsdruck, der Bettung der Sensoren zur Messung der Wasserspannung und dem
Ableiten des Wassers nach Starkregen gerecht werden muss, die richtige Wahl zu treffen,
schlug das Gutachterteam einen Bewässerungsversuch vor. Diesen Versuch hat das Grünflä-
chenamt mit den Planer*innen und Gutachter*innen vorbereitet, durchgeführt und ausgewe r-
tet. Die Sensoren wurden hierbei zum ersten Mal im Substrat getestet, sie haben aussagekräf-
tige Werte geliefert. Der Versuch hat Gewissheit gebracht über die Eignung des Substrates und
war sehr sinnvoll für das weitere Vorgehen.
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Des Weiteren hat sich ergeben, dass die unterirdische Bewässerung sich nicht, wie ursprüng-
lich angenommen, direkt mit den jeweiligen Grabenabschnitten verlegen lässt und am Ende
miteinander verbunden werden kann. Eine passgenaue Verbindung der Teil-Rohre in Lage und
Höhe sowie ein funktionsfähiges, vollständiges Leitungsnetz für die Tröpfchen-Bewässerung
über den gesamten Platanenhain lässt sich nur in einem zusammenhängenden Verlege- und
Einbauvorgang sicher herstellen. Aus diesem Grund kann die Bewässerung erst im dritten S a-
nierungsabschnitt eingebaut werden.
Das bedeutet, alle Gräben werden im obersten Bereich noch einmal geöffnet um die Rohre für
die Tröpfchen-Bewässerung zu verlegen. Bis dahin werden die Gräben im unteren Bereich mit
dem bleibenden Substrat gefüllt, in den oberen ca. 40 cm allerdings vorübergehend mit dem
anstehenden Material der vorhandenen wassergebundenen Decke. Der zukünftige wasserg e-
bundene Belag der Gräben kann daher erst im dritten Sanierungsjahr eingebaut werden. Diese
Interims-Mehrarbeiten tragen erheblich zu den Mehrbedarfen für die Garten- und Landschafts-
bauarbeiten bei.
In Ergänzung zur Bauleitung durch das beauftragte Landschaftsarchitekturbüro wurde eine
baumpflegerische Baubegleitung und die Kontrolle des fachgerechten Einbaus des Substrates
über verschiedene Prüfverfahren nach Vorschlag des Gutachterteams in die Umsetzung der
Sanierung aufgenommen.
Es ergibt sich daher ein Mehrbedarf gegenüber den ursprünglich veranschlagten Kosten für die
Gesamtmaßnahme Sanierung Platanenhain.
Die benötigten Mittel stehen auf der Kostenstelle 067-010-1100, Investitionsnummer 18067-
4106 zur Verfügung. Eine Gesamtkostenaufstellung, einschließlich des beschriebenen Mehrbe-
darfs, ist als datenschutzrelevante Anlage beigefügt.
Die Folgekosten aufgrund der aufwändigeren Unterhaltung wurden bereits in der Magistratsvor-
lage Nr. 2020/0382 benannt und haben weiterhin Bestand.
Dezernat III Dezernat IV
Michael Kolmer André Schellenberg
Stadtrat Stadtkämmerer
Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2021/0364
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 18.11.2021
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00