A-R/0017/2006
Optimierung von Strukturen und Prozessen in der Stadtverwaltung Münster
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Originalantrag
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SPD-Fraktion Antrag Nr. A-R/0017/2006 im Rat der Stadt Münster Antrag 27.03.2006 SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Münzstr. 15 48143 Münster Telefon: 0251/ 45 314 Fax: 0251/ 511 750 mail: spdfrak@muenster.de Internet: www.spd-muenster.de Optimierung von Strukturen und Prozessen in der Stadtverwaltung Münster Der Rat möge beschließen: Um den zukünftigen Anforderungen einer sich verände rnden Stadtgesellschaft gerecht werden und auch weiterhin als Stadt Münster eine selbständige Aufgabenerfüllung wahrnehmen zu können, müssen weit ere Anstrengungen zur Optimierung von Strukturen und Prozessen in der Ver waltung unternommen werden. Ziel muss es dabei u.a. sein, mittel- und langfrist ig zu einer Reduzierung der Kosten zu kommen. In diesem Zusammenhang werden folgende Maßnahmen ergriffen: 1. Die Betreuung der städtischen Immobilien wird im Zuge der Zusammenlegung von Liegenschaftsamt und Amt für Gebäudemanagement vollständig auf das neue Amt übertragen. Diese Maßnahme schließt auch d ie personelle Zuordnung aller Hausmeister in das neue Amt mit ein . Die Verwaltung soll darüber hinaus die Gründung einer Anstalt öffentlic hen Rechts (AÖR) für den Bereich Liegenschaften/Gebäudemanagement prüfen. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, im Rahmen der Er schließung von Rationalisierungsreserven zu prüfen, inwieweit durc h organisatorische Maßnahmen das Aufgabengebiet der Datenerhebung und Statistik in den Fachämtern der Stadtverwaltung stärker in der „Abte ilung für Stadt- und Regionalentwicklung, Statistik“ des Stadtplanungsam tes zusammengeführt werden kann. 3. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, inwiew eit die vorhandenen Bezirksverwaltungsstellen rationeller organisiert w erden können und legt hierzu dem Rat einen Bericht vor. Der Bericht enthä lt neben den Angaben zu den heutigen Dienstleistungsangeboten auch Informationen zu Unterbringung, Personalausstattung und Kostenstruktur. 4. Die Verwaltung legt einen Prüfbericht vor, inwie weit die „historischen Einrichtungen“ der Stadt Münster (Stadtmuseum, Vill a ten Hompel, Stadtarchiv) durch engere Kooperation in den Bereic hen der allgemeinen Verwaltung, der Personalführung, des Personaleinsat zes und der 2 Mittelverwaltung sowie durch Abstimmung der Program mgestaltung Kosteneinsparungen realisieren können. 5. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, inwiew eit Arbeitskräfte durch organisatorische und personalwirtschaftliche Maßnah men noch intensiver auf einen zukünftig veränderten Einsatz innerhalb der S tadt Münster vorbereitet werden können. 6. Die Verwaltung berichtet zur derzeitigen Persona l- und Kostenstruktur sowie zum Investitionsbedarf der städtischen Kantinen in den Stadthäusern 1 und 2 und entwickelt - gemeinsam mit der Personalvertretu ng - Überlegungen zur zukünftigen Gestaltung des Versorgungsangebots. 7. Die Dezernentenstelle für Planungs- und Baukoord ination wird aus Gründen der Haushaltskonsolidierung mit Ausscheiden des der zeitigen Stelleninhabers eingezogen. Begründung: Bereits mit dem finanzpolitischen Ratsantrag aus de m Jahre 2002 „Münster hält zusammen – solidarisch in schwierigen Haushaltszeit en“ hat die SPD-Ratsfraktion im Rahmen der Aufgabenkritik konkrete Sparvorschläg e zur Verwaltungsstruktur und zu Standardabsenkungen in der kommunalen Leistungse rbringung vorgelegt. In diesem Zusammenhang sind auch die hier eingebrachte n Initiativen zu sehen. Einsparungen im Verwaltungshandeln können durch Zus ammenlegung von Ämtern, Vermeiden von unnötigen Doppel- und Mehrfacherbring ungen, Reduzierung der Standards von Verwaltungsleistungen und Schnittstel len sowie durch Aufgabenübertragung an Dritte – evtl. existierende oder zu gründende städtische Gesellschaften – erreicht werden. Voraussetzung für eine qualifizierte Aufgabenkritik ist die Überprüfung der Verwaltungsleistungen auf N otwendigkeit, Umfang, Qualitätsanspruch und der erzielten Wirkung im Verh ältnis zum jeweiligen Ressourcenverbrauch. Die Zusammenlegung des Liegenschaftsamtes und des A mtes für Ge- bäudemanagement bietet die Chance die städtische Gebäudebewirtschaftung neu zu ordnen und die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Auch nach der Umwandlung des städtischen Hochbauamtes in das Amt für Gebäudemana gement werden nicht alle Gebäude von diesem betreut. So werden noch Aufgaben aus dem Bereich des Gebäudemanagements in den Fachämtern Feuerwehr, Sta dtbücherei, Städtische Bühnen und Sport ausgeführt – hier kann eine Zusamm enführung zu einem effizienteren Mitteleinsatz beitragen. Die Betreuun g der städtischen Liegenschaften im Bereich Ausstattung und Möbel ist in anderen Kom munen ebenfalls Bestandteil des Gebäudemanagements: Hier ist zu prüfen, ob eine entsprechende Zuordnung auch in der hiesigen Stadtverwaltung sinnvoll ist. Eine klare Zuordnung ist auch im Bereich der Hausmeister notwendig. Münster ist hier in der Vergangenheit einen Sonderweg gegangen, indem diese Tätigkeit zu ca. 50 % den Schulen und zu ca. 60 % dem Amt für Gebäudemanagement zugeordnet worden i st. Auch hier wird eine Zusammenführung voraussichtlich zu kürzeren Entsche idungswegen und günstigeren Kosten führen. 3 Sinnvoll erscheint daneben eine Überprüfung, ob weitere Serviceleistungen innerhalb der Verwaltung stärker zentral gefasst werden könne n. Über den Weg weiterer Spar- und Optimierungsmaßnahmen in der Verwaltung ist das Ziel anzustreben, die städtischen Dienstleistungen für die Bürgerschaft w eitgehend zu erhalten, Privatisierungen zu vermeiden und die Stadt als soziale Arbeitgeberin zu profilieren. Wolfgang Heuer Ralf Hubert Udo Reiter Alexander Bercht Dr. Michael Jung Moritz von Sch meling Anika Bergner Marianne Koch Anne Schulze Wintzle r Philipp Gabriel Gaby Kubig-Steltig Joachim Tonn Beanka Ganser Kurt Pölling Beate Vilhjalmsson Anne Hakenes Karsten Rahn Holger Wigger Marianne Hopmann
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Münzstraße 15
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Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0017/2006
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 29.03.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37