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2650/2019

Vergabe Restmittel Antirassismus-Training 2019

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 21.08.2019

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Beschlussvorlage Rat

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Ansehen

Anlage 1 - kurze Erläuterungen der Projekte

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Ansehen

Beschlussvorlage Rat

7002 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
OB/16/162 
 
Vorlagen-Nummer 
 2650/2019 
Freigabedatum 
21.08.2019  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Vergabe Restmittel Antirassismus-Training 2019 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat der Stadt Köln beschließt die Förderung von Antirassismusarbeit wie folgt: 
 
1. Bildungsprojekt „Brückenbauer“ 
 ein Betrag von 5.000,00 €; Antragsteller: Kölner Flüchtlingsrat e.V.  
 
2. Veranstaltung „AKWAABA 2019- Afrika in Köln: Auf den Spuren der Migration… eine Zeitreise 
ins Licht“ 
 ein Betrag von 5.000,00 €; Antragsteller: Bündnis 14. Afrika  
 
3. Workshops zu Demokratie, Teilhabe und Ausgrenzung,  
 ein Betrag von 3.000,00 €; Antragsteller: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln 
 
4. Workshop und ein Guide „Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln 
kann!“ 
 ein Betrag von 2.600,00 €; Antragsteller: Integrationshaus e.V.  
 
5. Gestaltung Homepage Verbund „Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung“  
 ein Betrag von 1.170,00 €; Antragsteller: Caritas –Integrationsagentur  
 
6. Filmprojekt „Wann ist ein Mann ein Mann?“ 
 ein Betrag in Höhe von 1.100,00 €; Antragsteller: Rubicon 
 
7. Empowerment Workshop  
 ein Betrag von 720,00 €; Antragsteller: DEMASK Kollektiv  
 
8. Lesung und Informationsveranstaltung „Wie gefährlich sind die Neuen Rechten- auch in 
Köln?“  
 ein Betrag in Höhe von 500,00 €; Antragsteller: Kein Veedel für Rassismus  
 
Die Gesamtsumme der aktuell aufgelisteten Projektanträge beträgt 19.090,00 €. 
Integrationsrat 02.09.2019 
Ausschuss Soziales und Senioren 05.09.2019 
Finanzausschuss 23.09.2019 
Rat 26.09.2019

2

3 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  19.090,00 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
 
Begründung 
Seit 2007 fördert die Stadt Köln Maßnahmen aus den Mitteln für Antirassismus-Training. Sowohl die 
zunehmende Sensibilität unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure gegenüber den unterschiedli-
chen Erscheinungsformen von Rassismus und Diskriminierung als auch die positive Bewertung der 
bereits erreichten Ergebnisse führen dazu, dass Maßnahmenträger weitere Präventionsmaßnahmen 
in Form von Fortsetzungs- und Aufbauprojekten planen und in ihrem Vorgehen inhaltliche und me-
thodische Vielfalt sowie innovative Elemente anwenden. Die öffentliche und teilweise sehr polarisie-
rend geführte Debatte um Migration zeigt, dass der Bedarf nach solchen Maßnahmen weiterhin sehr 
hoch ist. 
Im Haushaltsplan 2019 sind 10.000 € für Antirassismus-Projekte veranschlagt. Am 14.02.2019 hat 
der Rat die Aufstockung der Antirassismusgelder im Rahmen des Integrationsbudgets um 40.000 
€/Jahr auch für das Jahr 2019 beschlossen (Vorlage Nr.4173/2018), so dass insgesamt 50.000 €/Jahr 
zur Verfügung stehen. 
Die Aufwendungen sind im Haushaltsplan 2019, Teilergebnisplan 0504 – Freiwillige Sozialleistungen 
und Diversity bei Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen, veranschlagt. 
Zum Zeitpunkt der Erstellung der Beschlussvorlage (August 2019) überstiegen die seitens der Projek-
tantragsteller angefragten Fördermittel das zur Verfügung stehende Budget in Höhe von 50.000,00 €, 
um 21.000,00 €. Die Verwaltung hat mit den Antragstellern Einzel- und Auswahlgespräche geführt, so 
dass die beantragten Maßnahmen modifiziert und die Fördersumme nivelliert wurde.  
Die Maßnahmen zielen auf die Sensibilisierung und Befähigung von unterschiedlichen gesellschaftli-
chen Gruppen, gegen Rassismus und ethnische Diskriminierung tätig zu werden, sowie auf die Stär-
kung (Empowerment) diskriminierter Gruppen. Von den vorgeschlagenen Projekten wird eine präven-
tive Wirkung gegen Rassismus und Diskriminierung in Köln erwartet.  
Die Maßnahmen werden als Schritt auf dem Weg zur Umsetzung des Kölner Konzeptes zur Stärkung 
der integrativen Stadtgesellschaft gewertet.

4 
Aus vorgenannten Gründen schlägt die Verwaltung die Förderung der Projekte gemäß dem Be-
schlussvorschlag vor. Die Förderung erfolgt mit der Auflage, dass in einem kurzen Erfahrungsbericht 
erzielte und (längerfristig) erwartete Wirkungen dargestellt werden. 
Die Gesamtsumme der aufgelisteten Projektanträge zu 2019 beträgt 19.090,00 €. 
Finanzmittel stehen im Teilergebnisplan 0504, Freiwillige Sozialleistungen und Diversity, „Antirassis-
mus-Training“ unter Zeile 15, Transferaufwendungen zur Verfügung. 
Im Falle des Beschlusses zu dieser Vorlage stehen für die Förderung von Antirassismus-Projekten 
Haushaltsmittel für 2019 wie folgt zur Verfügung:  
2019/ 1.Teil (Vorlage Nr. 0103/2019)     insgesamt 16.132,- €  
2019/ 1.Teil(Rückzahlung nicht verwendeter Zuschüsse)  insgesamt 748,58,- €  
2019/ 2. Teil (Vorlage Nr. 0556/2019)     insgesamt   6.580,- €  
2019/ 3. Teil (Vorlage Nr. 1371/2019)     insgesamt   8.700,- €  
2019/ Restmittel (aktuelle Vorlage)      insgesamt 19.090 ,- €  
insgesamt 49.753,42,- € 
Rest zu 50.000 €              246,58- € 
 
Im Falle des Beschlusses zu dieser Vorlage sind von den Haushaltsmittel für 2019 in Höhe von 
246,58 € nicht vergeben.  
Die vorgesehene Beratungsfolge ergibt sich aus § 22 Absatz 7 der Hauptsatzung der Stadt Köln in 
der vom Rat der Stadt Köln am 15.03.2016 beschlossenen Fassung: „(7) Der Integrationsrat wirkt an 
den Beratungen über die Haushaltssatzung mit. Er berät über alle Haushaltsansätze, die seine Auf-
gaben betreffen und kann dazu Vorschläge und Anregungen machen. Darüber hinaus weist der Rat 
dem Integrationsrat Mittel zu, die dieser nach der Maßgabe einer vom Rat zu beschließenden Richtli-
nie zur Förderung der Integrationsarbeit in Köln selbständig vergeben kann. Dabei handelt es sich 
insbesondere um Zuschüsse für die Arbeit von Vereinen, Zentren und Initiativen, die in der Migrati-
ons-, Integrations- und Antidiskriminierungsarbeit tätig sind, Verwendung von EU-, Bundes- oder 
Landesmitteln zur Förderung der Integration und des friedlichen, gleichberechtigten Zusammenle-
bens. Die Beschlüsse des Integrationsrates über die Verwendung von Haushaltsmitteln gibt die Ver-
waltung den entsprechenden Fachausschüssen und dem Finanzausschuss unverzüglich zur Kennt-
nis. Der Rat entscheidet abschließend.“ 
 
 
Begründung für die Dringlichkeit: 
Die Projekte werden größtenteils vor der Ratssitzung im November durchgeführt bzw. gestartet. 
Eine Entscheidung des Rates am 26.9.2019 ist daher erforderlich. 
 
 
 
 
 
 
Anlage

Anlage 1 - kurze Erläuterungen der Projekte

10820 Zeichen

Anlage 
Kurze Erläuterungen der Projekte 
 
1. Projekt „Brückenbauer“, Antragsteller Kölner Flüchtlingsrat e.V. beantragt eine 
Fördersumme von 5.000,00 €. 
 
Es gibt eine hohe Nachfrage durch Lehrkräfte und Schulsozialarbeiterinnen und 
Schulsozialarbeiter zum Themenkomplex Flucht und Asyl. Es sollen Workshops für 
Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 3 – 12 zum Themenkomplex Flucht und 
Asyl durchgeführt werde. In den Workshops soll das Wissen durch sensibilisierende 
Methoden, Rollenspiele, Gruppenarbeiten und Filme vermittelt werden. Ziel der 
Workshops an Schulen ist die Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für die 
Lebenssituation von Geflüchteten. Neben der Wissensvermittlung stehen der 
Perspektivwechsel, die Selbstreflexion, Empathie und schließlich das Entwickeln 
eigener Handlungsperspektiven im Vordergrund. Die angesprochenen Themen sind 
dabei nicht abstrakt, sondern knüpfen an die Lebensrealität der Schülerinnen und 
Schüler an: In vielen Schulklassen gibt es mehr oder weniger explizite (teils 
rassistische) Diskriminierungsstrukturen. Die Auseinandersetzung hiermit im Rahmen 
der Workshops trägt dazu bei, diese Strukturen und deren Ursprünge differenziert zu 
reflektieren. 
 
 
2. Projekt „AKWAABA 2019- Afrika in Köln: Auf den Spuren der Migration… eine 
Zeitreise ins Licht“, Antragsteller Bündnis 14. Afrika beantragt eine Fördersumme von 
5.000,00 €. 
 
Dieses Jahr will Bündnis14.Afrika bei AKWAABA2019 die bewusste 
Auseinandersetzung mit den Themen Vorurteile und Rassismus, strukturelle Gewalt, 
Intoleranz und Trauma befördern, um einen Beitrag zu einer noch toleranteren 
Stadtgesellschaft zu leisten. Ein Blick auf die zahlreichen Aktivitäten der afrikanischen 
Diaspora in Köln – ob nun eher mit einem lokalen oder internationalen Bezug – soll 
veranschaulichen, dass diese Gruppe längst integraler Bestandteil Kölns geworden 
ist. Durch diverse Vorträge, Workshops, Seminare und weitere Programmpunkte will 
AKWAABA2019 die Erarbeitung eines gemeinsamen Weges für Empowerment aus 
der Perspektive der von Rassismus und Diskriminierung betroffener Menschen aus 
Afrika und die Aufklärung der privilegierten Mehrheitsgesellschaft über afrikanische 
Migrationsgeschichte. Ziel ist es durch die Vielfalt an Erfahrungsaustausch die 
unterschiedlichen Aspekte der Betroffenheit sichtbar zu machen, zu sensibilisieren 
und die vorherrschenden Afrikabilder nachhaltig zu ändern.  
 
3. Projekt Baustelle Demokratie. Workshops zu Demokratie, Teilhabe und Ausgrenzung, 
Antragsteller NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln beantragt eine 
Fördersumme von 3.000,00 €. 
 
Die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-Dokumen-
tationszentrum (ibs) hält verschiedene Workshopangebote (Rassismus und 
Diskriminierung, Rechtsextremismus usw.) zu unterschiedlichen Themenfeldern 
bereit. Diese Angebote sollen nun um einen Workshop zu Demokratie ergänzt 
werden, der sich in erster Linie an Schulen richtet. Die Auseinandersetzung mit 
demokratischen Prozessen, Teilhabe und Ausgrenzung wird gefördert. Es werden 
mindestens acht Workshops für Schülerinnen und Schüler durchgeführt. Sie 
generieren Wissen zu den genannten Themenbereichen und setzen sich mit der 
Perspektive von Ausgrenzung Betroffener auseinander. Sie erfahren den Wert 
demokratischer Aushandlungsprozesse und berücksichtigen die Vielfalt der

Stadtgesellschaft und sprechen Menschen an, die unterschiedlich gesellschaftlich 
positioniert sind und unterschiedliche biographische Hintergründe mitbringen. Zudem 
sollen Workshops für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren angeboten werden, die 
selbst Demokratie-Workshops in ihren Gruppen durchführen wollen. 
 
 
4. Projekt Veranstaltung „Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln 
kann!“, Antragsteller das Integrationshaus e.V. beantragt eine Fördersumme von 
2.600,00 €. 
 
Viele Menschen glauben, dass rassistisches Handeln beabsichtigt oder an den 
Glauben an eine biologistische Konstruktion von »Rasse« gebunden sein muss. 
Dabei werden häufig ersatzweise »Kultur«, »Ethnie« u.ä. problematische, weil 
ausgrenzende, reduzierende und hierarchisierende Konzepte verwendet. Rassismus 
und Diskriminierung betreffen alle Menschen, wenn auch auf unterschiedliche Weise. 
Wie wir selbst von Rassismus betroffen sind, formt unsere Perspektive auf ihn. Die 
Perspektive wiederum beeinflusst, wie wir mit ihm umgehen, sowie welche 
Möglichkeiten, aber auch Grenzen und Schwierigkeiten damit verbunden sind. Um 
die Perspektive in den Diskursen zu erweitern, möchten wir in Kooperation mit dem 
Rautenstrauch-Joest-Museum Kulturen der Welt ausgestellten Exponate ermöglicht. 
Ferner sollen verschiedener Institutionen sowie der Öffentlichkeit bei der Entwicklung 
von rassismuskritischen Reflexionsprozessen sowie bei der Entwicklung von 
Handlungsstrategien beim Einsatz für eine gerechtere Gesellschaft unterstützt 
werden. Weitere Ziele sind die Durchführung von drei Workshops für 
Multiplikator*innen (insbesondere Mitarbeitende im Museumsdienst) sowie die 
Entwicklung eines Guides für Besucherinnen und Besucher, als auch 
Museumsführende, der einen postkolonialen Blickwinkel auf die im Museum 
Rautenstrauch-Joest-Museum, Kulturen der Welt ausgestellten Exponate ermöglicht.  
 
 
5. Projekt Gestaltung Homepage vom Verbund „Kölner Forum gegen Rassismus und 
Diskriminierung“, der Antragsteller Caritas beantragt eine Fördersumme von  
1.170,00 €. 
 
Die Themen Rassismus und Diskriminierung haben in den letzten Jahren noch 
einmal mehr in ihrer Präsenz zugenommen und dadurch einen höheren 
gesellschaftspolitischen Stellenwert eingenommen. Die eingegangenen Fälle in den 
Antidiskriminierungsberatungsstellen in Köln in den Bereichen Bildung, Ämter und 
Behörden, öffentlicher/nicht öffentlicher Wohnbereich, Arbeit, Güter/Dienstleistungen 
und der Polizei sind deutlich angestiegen. Es ist wichtig, dass die damit verbundenen 
konkreten Themen und Fragestellungen nicht verschwiegen, sondern immer wieder 
aufgegriffen und sichtbar gemacht werden. Dafür steht u.a. das Kölner Forum 
mit seinen Arbeitsaufträgen. Durch eine aussagekräftige Homepage kann das Kölner 
Forum mit seinen Mitgliedsorganisationen und seinen jeweiligen Angeboten auch im 
Internet Präsenz zeigen. Hier haben Betroffene und weitere Interessierte die 
Möglichkeit, sich über ein gut strukturiertes Angebotsspektrum der gesamten 
Mitgliedsorganisationen zu informieren und die für sie wichtigen Kontaktdaten zu 
finden. Die Angebotspalette umfasst Workshops, Infoveranstaltungen, Fachtagungen, 
sowie Kontaktdaten der Träger, die Einzelfallberatungen anbieten. Alle Akteur*innen 
zum Themenbereich Diskriminierung und Rassismus in Köln werden hier benannt 
und stehen weiteren interessierten Netzwerker*innen landes- und bundesweit als 
Fachleute zum Austausch und/oder zur punktuellen Zusammenarbeit zur Verfügung. 
Darüber hinaus kann das Kölner Forum u.a. über die Homepage aktuelle 
Geschehnisse im Bezug zum Themenbereich Diskriminierung und Rassismus 
einstellen und zeitnah dazu Stellung beziehen.

6. Projekt „Wann ist ein Mann ein Mann?“, Antragsteller Rubicon beantragt eine 
Fördersumme von 1.100,00 €. 
 
Menschen, die sich weder dem weiblichen, noch dem männlichen Geschlecht 
zuordnen, waren in den Augen der gesellschaftlichen Mehrheit schlicht nicht existent. 
Allen war gemein, dass sie in Öffentlichkeit, Gesundheitswesen, Rechtsstaat und 
Alltag von Gewalt gegen sich bedroht waren. Der Paragraph 175 der StGB stellte 
„sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts“ bis in das Jahr 
1994 unter Strafe. Heute ist Homophobie sowohl ein Massenphänomen, als auch als 
gesellschaftliches Problem erkannt. Der Hass gegen Menschen, die außerhalb der 
tradierten, binären Geschlechterordnung leben, hinkt dieser Anerkennung deutlich 
hinterher. Angelehnt an die Filmreihe der von BBC III mit dem Titel „Things not to say 
to people with…“, soll ein 4-5 Minütiger Film Spot gedreht werden. Darin werden 
verschiedene Menschen vor der Kamera jeweils in Gruppen von 2-3 Personen 
gezeigt. Diese ziehen aus einer Auswahl blind einen typischen Spruch oder eine 
typische Frage, die Vorurteile und Stereotypien über sie widerspiegelt. Die Personen 
sind aufgefordert, sich über diese zu unterhalten. Wichtig dazu sind die anderen 
Diskriminierungserfahrungen, die dabei eine große Rolle spielen werden. 
 
 
7. Projekt Empowerment-Workshop, Antragsteller DEMASK Kollektiv beantragt eine 
Fördersumme von 720,00 €. 
 
Angesichts der tagtäglichen Diskriminierungserfahrungen, die queere Schwarze 
Menschen, People of Color und Geflüchtete in Deutschland machen, ist es wichtig, 
Räume zu schaffen, in denen Erlebnisse unter Menschen mit ähnlichen Erfahrungen 
geteilt werden können. Diese Chance, Community und Unterstützung zu erfahren, 
kann einen wichtigen Teil zum Verarbeiten traumatischer Ereignisse beitragen. Viele 
Projekte, die Räume für queere Erfahrungen schaffen, spezialisieren sich nicht auf 
Flucht- und Rassismuserfahrungen. Andersherum sind viele Räume in denen 
Letzteres thematisiert wird, nicht offen für die intersektionalen Diskriminierungs-
erfahrungen von QT*I*BIPoC. Unter dem Titel “Rassistische, sexuelle und 
geschlechtliche Diskriminierung durch künstlerischen Ausdruck verstehen und 
angehen” soll mit einer Dozentin in einem ganztägigen Workshop einen 
Begegnungsort für QT*I*BIPoC1 geschaffen werden, in dem sie über Probleme und 
schmerzvolle Erfahrungen im Zusammenhang mit Diskriminierungserfahrungen 
sprechen und Strategien zur Bewältigung und Heilung entwickeln können. 
 
 
8. Projekt „Wie gefährlich sind die Neuen Rechten –auch in Köln?“, Antragsteller 
Initiative Kein Veedel für Rassismus beantragt eine Fördersumme von 500,00 €. 
 
Nicht nur der Fall des erschossenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke 
zeigt, wie präsent Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft ist. Gerade erst hat der 
Verfassungsschutz auch die Identitäre Bewegung als gesichert rechtsextrem 
eingestuft. Der Verfassungsschutz wirft ihr geistige Brandstiftung vor, die nicht mit 
dem Grundgesetz vereinbar ist und Grundlage für Übergriffe und Gewalttaten werden 
kann. Sie ist gewichtiger Teil der Neuen Rechten. Auf der Lesung und 
Informationsveranstaltung wird der Zeit-Journalist und Autor des Buches Das 
Netzwerk der Neuen Rechten (Rowohlt Polaris) Christian Fuchs mit Texten, Bildern 
und Videos enthüllen, wer und wie viele die Neuen Rechten sind –und warum sie 
nicht nur ein Problem des Ostens sind. Christian Fuchs wird erläutern, wer das 
Netzwerk lenkt, wer es finanziert und wie es die Gesellschaft verändert. Ferner sollen 
auf der Veranstaltung folgende Fragen auch diskutiert werden: Wie erkennt man die 
Neuen Rechten und was können wir einzelnen gegen Rechtextremismus tun?

Beratungsverlauf (4)

02.09.2019 Integrationsrat
TOP 8.8 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
05.09.2019 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 4.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
23.09.2019 Finanzausschuss
TOP 10.7 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
26.09.2019 Rat
TOP 10.5 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2650/2019
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
21.08.2019
Erstellt
01.08.2019 13:59