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3362/2018

Netzwerk gegen häusliche Gewalt - Statistik 2017

Mitteilung Ausschuss 07.11.2018

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 06.12.2018, TOP 12.4

Mitteilung Ausschuss

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Anlage 2

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Anlage 1 Statistik 2017

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Mitteilung Ausschuss

3134 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
IV/511/10 
 
Vorlagen-Nummer 31.10.2018 
3362/2018 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Integrationsrat 26.11.2018 
Jugendhilfeausschuss 27.11.2018 
Ausschuss für Soziales und Senioren 06.12.2018 
 
Netzwerk gegen häusliche Gewalt - Statistik 2017 
Nach Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes am 01.01.2002 wurden als Bindeglied zwischen Polizei, 
den bestehenden Beratungsstellen und -diensten, den Frauenhäusern, Notschlafstellen und Angebo-
ten der Jugend- und Gefährdetenhilfe im September 2002 zwei Interventionsstellen gegen häusliche 
Gewalt installiert. Eine Interventionsstelle wurde für den linksrheinischen Bereich durch den Sozial-
dienst Katholischer Frauen und eine für den rechtsrheinischen Bereich durch die Diakonie Michaels-
hoven eingerichtet. Die Interventionsstellen werden auf der Grundlage eines Ratsbeschlusses durch 
das Amt für Soziales und Senioren institutionell gefördert. 
 
 
Die Interventionsstellen stehen im Rahmen des „Netzwerk gegen häusliche Gewalt“ in einer kontinu-
ierlichen Kooperation mit den unterschiedlichen Institutionen, die sich zum Ziel gesetzt haben, ein 
effektives Vorgehen im polizeilichen, strafrechtlichen, zivilrechtlichen sowie im sozialen Bereich zu 
erreichen und zu sichern. 
Der Mitteilung beigefügt sind die Jahresstatistik 2017 (Anlage 1) und ein Rückblick der letzten 5 Jahre 
(Anlage 2). 
 
 
Seit 2015 können die bis dahin von der Kölner Polizeibehörde zur Verfügung gestellten Daten auf-
grund von geänderten Landesvorgaben nicht mehr geliefert werden. 
 
 
Im Jahr 2017 ist die Zahl der Beratungsfälle leicht angestiegen. 
Die Anzahl der Faxmitteilungen durch die Polizei blieben gesamtstädtisch stabil. 
 
 
Das Kölner Modell zeichnet sich durch die vielschichtigen Angebote im qualitativen Unterschied zu 
den Angeboten anderer Kommunen und Landkreise aus. In den Gewaltschutzzentren wurden flankie-
rende Hilfen aufgebaut.  
 
 
Darüber hinaus ist die AWO mit dem Angebot für Täter „MannSein ohne Gewalt“ ebenfalls fester Ko-
operationspartner im „Netzwerk gegen häusliche Gewalt“.  
„MannSein ohne Gewalt“ wird als kommunal flankierte Maßnahme über das JobCenter Köln finan-
ziert. Hier wurden im Jahr 2017 im Programm MannSein ohne Gewalt 144 Fälle registriert. 118 Fälle 
wurden neu gemeldet. Von diesen sind 79 Männer tatsächlich erschienen. Mit 26 weiteren Klienten 
wurde die Arbeit aus dem Vorjahr auch 2017 weitergeführt.

2 
 
Aus Mitteln des Justizministeriums werden seit dem Jahr 2011 Projekte freier Träger gefördert, die 
Angebote zur Arbeit mit männlichen Tätern im Rahmen von interinstitutionellen Kooperationsbündnis-
sen gegen Häusliche Gewalt (Täterarbeit) anbieten 
Im Jahr 2017 wurde die Arbeit mit 88 Männern im Angebot „MannSein ohne Gewalt“ durch das Jus-
tizministerium finanziell gefördert. 
Jobcenter und Justizministerium legen Wert auf unterschiedliche statistische Angaben, sodass die 
Angaben der Statistik aus dem Jahr 2017 der AWO „Mann sein ohne Gewalt“ in diesem Jahr nicht mit 
der in der Gesamtstatistik vorgesehenen Tabelle zu vereinbaren sind. 
 
 
 
Gez. Dr. Klein

Anlage 2

692 Zeichen

Anlage 2 
   
   
  Gesamtstadt Gesamtstadt Gesamtstadt Gesamtstadt Gesamtstadt 
  2013 2014 2015 2016 2017 
Interventionsstellen:      
Beratungsfälle 1562        1526 1334 1182 1335 
Faxvermittlung durch 
die Polizei 1222 1135 903 798 804 
Wiederholungsfälle 142 112 102 73 76 
Nichtannahme der 
Kontaktaufnahme  325 308 199 211 239 
Geschlecht der Opfer:      
weiblich 1423 1302 
 
1161 1095 1158 
männlich 139 139 
 
102 87 118 
Geschlecht der Täter:      
weiblich 73 78 
 
68 52 81 
männlich 1029 1057 
 
1054 896 963 
ohne Angabe 320 306 
 
212 234 233 
       
Familien mit minderj. 
Kindern im Haushalt 912 856 
 
777 718 736 
Opfer mit 
Migrationshintergrund 865 755 
 
653 678 727

Anlage 1 Statistik 2017

1423 Zeichen

Jahresstatistik 2017 der Kriseninterventionsarbeit in Fällen von häuslicher Gewalt durch die 
Interventionsstellen SKF (linksrheinisch) und Diakonie Michaelshoven (rechtsrheinisch) und des 
Projektes „MannSein ohne Gewalt“ der AWO. 
  Linksrheinisch Rechtsrheinisch Gesamtstadt Gesamtstadt 
2017 2017 2017 2016 
Interventionsstellen:     
Beratungsfälle insgesamt 566 769 1335 1182 
Faxvermittlung durch die 
Polizei 403 401 804 798 
Wiederholungsfälle 18 58 76 73 
Nichtannahme der 
Kontaktaufnahme durch die 
Interventionsstelle 
145 94 239 211 
Tatsächliche Beratung 
gesamt: 565 711 1276 1182 
Geschlecht der Opfer    1095 
weiblich 497 661 1158 1095 
    90,75% 92,64% 
männlich: 68 50 118 87 
   9,24% 7,36 
Geschlecht der Täter:     
weiblich 43 38 81 52 
    6,34 4,4% 
männlich 384 579 963 896 
    75,5 75,8% 
ohne Angabe 139 94 232 234 
    18,2% 19,8% 
      Familien mit minderjährigen 
Kindern im Haushalt 327 409 736 718 
    57,7% 60,7% 
Opfer mit 
Migrationshintergrund 332 395 727 678 
    57,0% 57,4% 
Forts. Interventionsstellen 
      Linksrheinisch Rechtsrheinisch Gesamtstadt Gesamtstadt

2017 2017 2017 2016 
Täter-Opfer-Konstellation:     
Frauen gegen Männer 43 15 58 29 
    4,5% 2,45% 
Männer gegen Frauen 384 541 925 787 
    72,5% 66,6% 
Sonstige Konstellationen (z.B. 
Eltern gegen Kinder..) 138 155 293 366 
    23,0% 31% 
Summe (erfasst) 565 711 1276 1182 
    
     (100%=1276) (100%=1182)

Beratungsverlauf (3)

26.11.2018 Integrationsrat
TOP 5.6 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung
27.11.2018 Jugendhilfeausschuss
TOP 8.3.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
06.12.2018 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 12.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3362/2018
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
07.11.2018
Erstellt
16.10.2018 11:21