V/1106/2016
Neuordnung der Dezernate
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Ratsantrag
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Antrag an den Rat Nr. A-R/0049/2016 7.11.2016 Ratsantrag zur sofortigen Beschlussfassung Neuordnung der Dezernate Der Rat der Stadt Münster möge aus Anlass der Neubesetzung der Beigeordnetenstelle für das Dezernat III beschließen: Um zu einer gleichmäßigeren und sachgerechteren Verteilung der Aufgaben unter den Beigeordneten zu kommen, wird der Oberbürgermeister beauftragt, dem Rat zu dessen nächster Sitzung einen Vorschlag für einen veränderten Dezernatsgliederungsplan vorzulegen. Bestandteile der neuen Dezernatsgliederung sollen die folgenden Festlegungen sein: 1. Das Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft wird mit dem bisherigen Dezernat für Wohnungsversorgung, Immobilienmanagement und Nachhaltigkeit zu einem Dezernat zusammengelegt. 2. Es wird ein neues Dezernat für Kultur, Sport, Integration und Bürgerbeteiligung gebildet. Zu diesem Dezernat gehören als Kernbereiche: Kulturamt, Sportamt, Rechts- und Ausländeramt, sowie das Amt für Bürger- und Ratsservice. 3. Die bisherige Anzahl von 6 Fachdezernaten wird beibehalten. Begründung: Nach dem Ausscheiden von Stadtdirektor Schultheiß bietet sich aufgrund des nun personell neu zu besetzenden Dezernats die Möglichkeit, aus inhaltlichen Gründen auch eine Neustrukturierung der Dezernate vorzunehmen. Dabei sollen mögliche Aufgabenüberschneidungen soweit als möglich ausgeschlossen werden und die anstehenden Aufgaben möglichst optimal und zukunftsorientiert gelöst werden. Die in dem Antrag vorgeschlagene neue Struktur wird den wesentlichen Aufgaben der Stadt Münster deutlich besser gerecht als die bisherige. Ein finanzieller Mehraufwand entsteht nicht, da es wie bisher bei insgesamt 6 Fachdezernaten bleibt. DIE LINKE. Ratsfraktion Münster Rüdiger Sagel, Fatma Kirgil, Ortrud Philipp, Heiko Wischnewski DIE LINKE. Ratsfraktion Münster Achtermannstraße 19 48143 Münster Telefon 02 51 / 9 81 60 51 An den Oberbürgermeister
Beschlussvorlage
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V/1106/2016 DER OBERBÜRGERMEISTER Dezernent Oberbürgemeister Betrifft Ratsantrag der Ratsfraktion DIE.LINKE Nr. A-R/0049/2016 Neuordnung der Dezernate Beratungsfolge 14.12.2016 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: Der Ratsantrag der Ratsfraktion DIE.LINKE „Neuordnung der Dezernate“ (siehe Anlage) wird nicht aufgegriffen. Begründung: 1. Anlass Die Ratsfraktion DIE.LINKE hatte zur Sitzung des Rates am 16.11.2016 einen Antrag (Antrag Nr. A-R/0049/2016) „Neuordnung der Dezernate“ als Antrag zur sofortigen Beschlussfassung in die Sitzung des Rates eingebracht. In der Ratssitzung hat die Ratsfraktion DIE.LINKE bean- tragt, den Antrag als Ratsantrag nach § 3 Abs. 2 der Geschäftsordnung – im üblichen Verfah- ren – zur Beratung an den Haupt- und Finanzausschuss zu verweisen. 2. Stellungnahme der Verwaltung Die Verwaltung schlägt vor, das Antragsanliegen: 1. Das Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft wird mit dem bisherigen Dezernat für Wohnungsversorgung, Immobilienmanagement und Nachhaltigkeit zu einem Dezernat zusammengelegt 2. Es wird ein neues Dezernat für Kultur, Sport, Integration und Bürgerbeteiligung gebil- det. Zu diesem Dezernat gehören als Kernbereiche: Kulturamt, Sportamt, Rechts- und Ausländeramt sowie das Amt für Bürger- und Ratsservice. 3. Die bisherige Anzahl von sechs Fachdezernaten wird beibehalten.“ nicht aufzugreifen. Vorlagen-Nr.: V/1106/2016 Auskunft erteilt: Herr Uetz Ruf: 492 60 20 E-Mail: Uetz@stadt-muenster.de Datum: 01.12.2016 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/1106/2016 Eine Zusammenfassung der Ämter, die dem Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft (Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung, Vermessungs- und Katasteramt, Bau- ordnungsamt, Tiefbauamt und Münster-Marketing) mit den Ämtern des Dezernates VI, De- zernat für Wohnungsversorgung, Immobilien und Nachhaltigkeit (zugeordnete Ämter: Amt für Immobilienmanagement, Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung, Amt für Grünflä- chen, Umwelt und Nachhaltigkeit und Abfallwirtschaftsbetriebe Münster) wird dem Ziel einer sachgerechten Aufgabenverteilung nicht gerecht. Die Zusammenfassung der „unbestritten“ wichtigen Aufgaben, die in den Dezernten III und VI derzeit wahrgenommen werde, in einem Dezernat, bringt – angesichts der besonderen Be- deutung dieser Aufgabenbereiche für die wachsende Stadt Münster – eine breite und an- spruchsvolle Fachverantwortung mit sich, die einer sachgerechten und der Bedeutung der Aufgaben angemessenen Dezernatsgliederung kaum möglich erscheinen lässt. Die in der Begründung zum Ratsantrag der Fraktion DIE.LINKE gegebene Zielsetzung, Auf- gabenüberschneidung soweit als möglich auszuschließen und die anstehenden Aufgaben durch die neue Dezernatsverteilung möglichst optimal und zukunftsorientiert zu lösen, wird mit der beantragten Zusammenlegung nach Überzeugung der Verwaltung nicht erreicht. Ange- sichts der Komplexität der Aufgaben einer modernen Großstadtverwaltung ist eine dezernats- übergreifende Abstimmung und Verständigung bei vielen Projekten und Maßnahmen notwen- dig. Diese Abstimmung wird durch geeignete organisatorische Maßnahmen, wie regelmäßige Besprechungen unter Beteiligung der Leitungen der Fachämter und letztlich durch den Ver- waltungsvorstand, der nach § 70 Abs. 2 Ziffer a insbesondere bei den Grundsätzen der Orga- nisation und der Verwaltungsführung und (Ziffer b) der Planung von Verwaltungsaufgaben mit besonderer Bedeutung, mitwirkt. Die unter Beschlussziffer 2 des Ratsantrages vorgeschlagene Bildung eines neuen Dezernats für Kultur, Sport, Integration und Bürgerbeteiligung, dem als Kernbereiche das Kulturamt, das Sportamt, das Rechts- und Ausländeramt sowie das Amt für Bürger- und Ratsservice angehö- ren sollen, ist aus Verwaltungssicht ebenfalls nicht sinnvoll und lässt auch keine klare Struktur erkennen. Die Ämter, die nach diesem Vorschlag als Kernbereich dem neu zu bildenden De- zernat zugeordnet werden sollen, weisen wenig inhaltliche und aufgabenbezogene Bezüge auf. Darüber hinaus bleibt offen, wie mit den übrigen Ämtern aus dem „Bereich Kultur, der Stadtbücherei, der Westfälischen Schule für Musik, dem Stadtmuseum, dem Stadtarchiv und der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Theater Münster sowie der Einrichtung Villa ten Hom- pel“ umgegangen werden soll. Sie sind derzeit sachgerecht zusammen mit dem Kulturamt in einem Dezernat, dem Dezernat für Soziales, Integration, Kultur und Sport unter einer Dezer- natsleitung zusammen gefasst. Es werden daher weder aufgabenbezogene noch organisato- rische Mehrwerte bei der Zusammenfassung der im Ratsantrag der Fraktion DIE.LINKE be- nannten Ämter zu einem neuen Dezernat gesehen. gez. Markus Lewe Oberbürgermeister
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Achtermannstraße 19
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Details
- Aktenzeichen
- V/1106/2016
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 01.12.2016
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37