2016/0374
Obdachlosenunterbringung 'Übergangswohnheim für Frauen und Kinder'
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2016/0374
4564 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
31.08.2016
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat an die Stadtverordnetenversammlu ng
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Amt für Soziales
und Prävention OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
x
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2016/0374
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig x
Produkt-Nr.: 122062
Kostenstelle: 050-002-1010 Investitionsnummer: ./.
Kostenträger: 1220-62 Sachkonto: 6701000
Betreff: Obdachlosenunterbringung "Übergangswohnheim für Frauen und Kinder"
Vorlage vom: 31.08.2016
Beschlussvorschlag :
Beschlussvorschlag :
1.Der Magistrat und die S tadtverordnetenversammlung beschließen die Umsetzung eines
Angebotes zur Unterbringung für obdachlose Frauen mit Kindern im Rahmen des Hessischen
Sicherheits- und Ordnungsgesetzes (HSOG).
2. Die Verwaltung wird mit der Umsetzung beauftragt.
3. Die Mittel f ür die Unterbringung Obdachloser sind im Rahmen der Haushaltsberatungen
bereits etatisiert.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: x Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 31.8.2016
Aktuell leben 174 wohnungslose Menschen in Obdachloseneinrichtungen in Darmstadt, die
von der Obdachlosenbehörde nach dem HSOG untergebracht sind. Die Einweisung durch die
Obdachlosenbehörde umfasst nebe n der Unterbringung auch ein niedrigschwelliges
sozialpädagogisches Beratungsangebot, um insbesondere im Rahmen der Prävention mit
alltagsbezogenen Unterstützungsangeboten der aktuellen Wohnungslosigkeit
entgegenzuwirken, sowie die Befähigung zur Selbsth ilfe aufzubauen beziehungsweise zu
stabilisieren. Teilweise ist zur Verhinderung von Obdachlosigkeit eine Hotelunterbringung
erforderlich. Um dies bei steigenden Zahlen zukünftig soweit als möglich vermeiden und
gleichzeitig die notwendige Betreuung anbiet en zu können, ist eine Erweiterung des
Angebotes erforderlich.
Insbesondere die Situation von Frauen in der Obdachlosigkeit erfordert aufgrund
bestehender Abhängigkeitsverhältnisse, des erhöhten Armutsrisikos und multipler
Problemlagen spezifische Unters tützungsmechanismen, um zielführend aus der
Wohnungslosigkeit herauszufinden. Diese Erfahrungen sind das Ergebnis des bereits seit
vielen Jahren bestehenden speziellen Angebotes für wohnungslose Frauen im
Frauenübergangshaus in der Otto -Röhm-Straße. Dieses Angebot wurde zwischenzeitlich um
10 vollstationäre Plätze im Rahmen der Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer
Schwierigkeiten (Kostenträger Landeswohlfahrtsverband Hessen) erweitert, um dem damit
einhergehenden zusätzlichen Bedarf Rechnung zu tragen und die intensivere Betreuung zu
ermöglichen.
Über das HSOG werden vermehrt Frauen mit Kindern untergebracht. In den letzten drei
Jahren hat sich die Zahl von Müttern mit Kindern von durchschnittlich 15 Müttern im Jahr
2014 auf 22 im Jahr 2015 und auf 13 im ersten Halbjahr 2016 erhöht. Die Unterbringung
von wohnungslosen Frauen mit Kindern oder Hochschwangeren braucht spezielle
Voraussetzungen, um gerade dort präventiv anzusetzen, wo die ersten unterstützenden
Strukturen benötigt werden. Damit können ni cht zuletzt weitergehende kostenintensivere
Maßnahmen verhindert oder minimiert werden.
Eine koordinierte Unterstützung von wohnungslosen Frauen mit Kindern in einem dafür
geeigneten geschützten Rahmen ermöglicht effiziente Zugänge zu den bestehenden
Hilfesystemen auf den verschiedenen Ebenen und hilft den betroffenen Frauen in akuten
Notsituationen gezielt und bedarfsorientiert.
Die Notwendigkeit einer Einrichtung für wohnungslose Frauen mit Kindern ist aufgrund der
Erfahrungen der letzten Jahre deutlic h geworden und wird im Rahmen von 10 Plätzen
empfohlen. Die Finanzierung erfolgt durch die im Haushalt etatisierten Unterbringungskosten
für Obdachlose.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt als Obdachlosenbehörde wird unter Beachtung der
gesetzlichen Vorgaben ein geeignetes Angebot umsetzen, um im Rahmen des
sozialpolitischen präventiven Auftrages der Wohnungsnot gerade für den genannten
Personenkreis entgegenzuwirken.
- 4 -
Darmstadt, 31.08.2016
Dezernat IV Dezernat V
Andre´ Schellenberg Barbara Akdeniz
Stadtrat Stadträtin
Beratungsverlauf (4)
Orte (1)
- Otto-Röhm-Straße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2016/0374
- Typ
- Stadtverordnetenvorlage
- Datum
- 31.08.2016
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00