Regionalrat Köln

2014/0459

Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2014 zum Haushalt 2014

Magistratsvorlage 17.11.2014

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2014/0459

1680 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
19.11.2014 
an den Magistrat 
 
  zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor  
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat IV  an die Stadtverordnetenversammlung 
 
  OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
 
 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. Be- 
schlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2014/0459 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.:        
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:        
 
Betreff: Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2014 zum Haushalt 2014 
 
Vorlage vom: 17.11.2014 
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Magistrat nimmt den beigefügten Finanzcontrolling-Bericht zur Kenntnis und leitet ihn an die 
Stadtverordnetenversammlung weiter. 
 
 
 
 
Anlagen: 2014-11-18 FCB Jan.-Sept. 2014 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 17.11.2014: 
 
 
Nach § 28 Absatz 1 der Verordnung über die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans 
der Gemeinde mit doppelter Buchführung (GemHVO-Doppik) ist die Stadtverordnetenver- 
sammlung mehrmals jährlich über den Stand des Haushaltsvollzugs zu unterrichten. 
 
Den als Anlage beigefügten „Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2014“ kann der 
Stand der Ausführung des Haushalts 2014 zum 30. September 2014 entnommen werden. 
 
Darmstadt, 17. November 2014 
 
Dezernat IV 
 
 
 
 
André Schellenberg 
Stadtkämmerer

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1752 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
19.11.2014 
an den Magistrat 
 
  zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor  
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat IV  an die Stadtverordnetenversammlung 
 
  OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
 
 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
IV 20 
 
Stvv 
 
 
Vorlage-Nr. 2014/0459 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
532 
 
Produkt-Nr.:        
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:        
 
Betreff: Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2014 zum Haushalt 2014 
 
Vorlage vom: 17.11.2014 
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Magistrat nimmt den beigefügten Finanzcontrolling-Bericht zur Kenntnis und leitet ihn an die 
Stadtverordnetenversammlung weiter. 
 
 
 
Anlagen: 2014-11-18 FCB Jan.-Sept. 2014 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
Beschluss des Magistrats vom 26.11.2014 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

Begründung zur Magistratsvorlage vom 17.11.2014: 
 
 
Nach § 28 Absatz 1 der Verordnung über die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans 
der Gemeinde mit doppelter Buchführung (GemHVO-Doppik) ist die 
Stadtverordnetenversammlung mehrmals jährlich über den Stand des Haushaltsvollzugs zu 
unterrichten. 
 
Den als Anlage beigefügten „Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2014“ kann der 
Stand der Ausführung des Haushalts 2014 zum 30. September 2014 entnommen werden. 
 
Darmstadt, 17. November 2014 
 
Dezernat IV 
 
 
 
 
André Schellenberg 
Stadtkämmerer

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Haushalt 2014 
Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2014

1
Inhaltsverzeichnis 
 
 
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht   2 
 
2 Überblick Ergebnishaushalt   3 
2.1 Gesamtergebnisrechnung zum Stand 30.09.2014   3 
2.2 Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen   5 
 
3 Kreditaufnahme und Schuldenstand   8 
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und de r Eigenbetriebe   8 
3.2 Stand der Bürgschaften   8 
 
4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen   9 
4.1 Aufwandsdeckungsgrad   9 
4.2 Steuerertragsquote   9 
4.3 Personalquote   10 
4.4 Zuschuss- und Förderquote   10 
4.5 Transferaufwandsquote   11 
4.6 Transferdeckungsquote   11 
4.7 Zinslastintensität   12

2
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht 
 
Der vorliegende Bericht informiert über den Stand d es Haushaltsvollzugs bis zum 30.09.2014. 
 
Der Stand des Ergebnishaushalts wird tabellarisch d argestellt und die wesentlichen Positionen / Veränd erungen erläutert. 
 
Die Auswertung der Buchhaltung hierfür erfolgte am 10.11.2014. D. h. dieser Stichtag ist im Hinblick a uf das „Ist-Ergebnis“ die Grundlage des 
Berichtes. Weitere ergebnisrelevante Buchungen könn en seither erfolgt, jedoch nicht in den Bericht ein geflossen sein. 
 
Grundlage der Daten „Haushaltsansatz“ sind die Plan werte des Haushaltsplans 2014, teilweise wird eine Anpassung der Ansätze mit dem Nach- 
tragshaushalt 2014 erfolgen. 
 
Die Tabelle enthält neben der Spalte „Haushaltsansa tz“ die Spalte „Budget“. Das „Budget“ zeigt die Sum me der jeweiligen Haushaltsansätze zu- 
züglich eventueller über- und außerplanmäßiger Mitt el, abzüglich der durch eine Haushaltssperre gesper rten Mittel und Mittelverschiebungen, zu- 
züglich eventueller Haushaltsausgabereste, bezogen auf den Berichtszeitraum. Die Spalte „Budget“ stell t also den tatsächlichen Rahmen für die 
Bewirtschaftung der Haushaltsmittel durch die Ämter  und Verwaltungsstellen dar. 
 
Budget = (HH-Ansatz 2014 + ÜPL + APL +/- MVS + HAR 2013 – Sperre) *3 / 4 
 
Die Spalte „Ist“ zeigt die erfolgte Sollstellung de r Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum, die  Spalte „Abweichung Budget / Ist“ die Diffe- 
renz zwischen den tatsächlichen Aufwendungen und Er trägen und den tatsächlich zur Verfügung stehenden Mitteln. Diese Abweichung wird zusätz- 
lich in der Spalte „Ist in %“ als Prozentwert darge stellt. 
 
Der nächste Abschnitt dieses Finanzcontrolling-Beri chtes informiert über den Stand der Schulden. Hier wird die Höhe der Schulden des städtischen 
Haushaltes und der Eigenbetriebe, jeweils unterteil t in Investitionskredite und Kassenkredite zum Ende  des Berichtszeitraumes abgebildet. 
Nachrichtlich wird außerdem der Stand der insgesamt  zu diesem Zeitpunkt vergebenen Ausfallbürgschaften  mitgeteilt. 
 
Zuletzt enthält der Bericht verschiedene finanzwirt schaftliche Kennzahlen, die einen besseren und schn elleren Überblick über die jeweilige Haus- 
haltslage ermöglichen sollen und für die weitere En twicklung als Vergleichsdaten zur Verfügung stehen.

3
2 Überblick Ergebnishaushalt 
 
2.1  Gesamtergebnisrechnung zum Stand 30. September 2014  
 
 
Die Entwicklung im Ergebnishaushalt stellt sich bis  zum 30.09.2014 mit einer Übererfüllung der geplant en ordentlichen Erträge (106%) und einer 
Unterschreitung der geplanten ordentlichen Aufwendu ngen (89%) auch in diesem Jahr wieder positiv dar. Insgesamt liegt das Ergebnis im Be- 
richtszeitraum bei einem Überschuss von 59,1 Mio. € . Selbstverständlich fehlen noch einige große Posit ionen, die erst zum Jahresende abgerech- 
net werden, der Trend ist im Vergleich zu den Vorja hren jedoch eindeutig. 
 
 
Beschreibung HH-Ansatz 
2014  
Budget bis 
30.09.2014  
Ist bis 
30.09.2014  ÜPL  APL  MVS  HAR 2013  Sperre  Abweichung 
Budget / Ist  Ist in %  
privatrechtliche Leistungsentgelte -6.667.640  -5.000.730  -5.090.673       89.943  102%  
öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte -46.208.931  -34.656.698  -31.971.470       -2.685.228  92%  
Kostenersatzleistungen und Kostenerstattungen -15.1 00.598  -11.325.449  -11.363.070       37.621  100%  
Bestandsveränderungen, aktiv. Eigenleistungen -121. 900  -91.425  -676       -90.749  1%  
Steuern und Steuerähnliche Erträge -278.845.400  -209.134.050  -227.379.474       18.245.424  109%  
   davon Gewerbesteuer -160.000.000  -120.000.000  -135.107.113       15.107.113  113%  
   davon Gemeindeanteil an der Einkommensteuer -72. 541.500  -54.406.125  -57.281.542       2.875.417  105%  
   davon Grundsteuer B -30.768.100  -23.076.075  -23.486.952       410.877  102%  
   davon Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer -12.937 .500  -9.703.125  -9.525.823       -177.302  98%  
   davon Vergnügungssteuer/Spielapparate -1.800.000  -1.350.000  -1.200.499       -149.501  89%  
   davon Zweitwohnungssteuer -350.000  -262.500  -265.580       3.080  101%  
Erträge aus Transferleistungen -20.770.190  -15.577.643  -14.532.226       -1.045.417  93%  
   davon SGB II / Hartz IV -10.000.000  -7.500.000  -8.643.411       1.143.411  115%  
Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen -105.275.390  -78.963.668  -87.353.912  -9.500      8.390.244  111%  
   davon Schlüsselzuweisungen -73.000.000  -54.750.000  -56.465.753       1.715.753  103%  
Erträge aus der Auflösung von SoPos -6.940.448  -5.205.336  -4.754.871       -450.465  91%  
sonstige ordentliche Erträge -9.543.950  -7.158.507  -7.666.629  -726      508.122  107%  
Summe der ordentlichen Erträge -489.474.447  -367.113.505  -390.113.001  -10.226      22.999.495  106%

4
Beschreibung HH-Ansatz 
2014  
Budget bis 
30.09.2014  
Ist bis 
30.09.2014  ÜPL  APL  MVS  HAR 2013  Sperre  Abweichung 
Budget / Ist  Ist in %  
Personalaufwendungen 86.925.910  65.194.433  60.378.788       4.815.645  93%  
Versorgungsaufwendungen 19.779.840  14.834.880  9.667.209       5.167.671  65%  
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 83.415. 257  62.046.267  51.920.467  29.000   -206.660  3.578.320  -4.087.561  10.125.800  84%  
   davon Mieten an IDA aus Mieter-Vermieter-Modell 29.914.395  22.435.796  22.435.796       0 100%  
Abschreibungen 18.530.133  13.897.600  13.545.223       352.377  97%  
Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse 131.095. 913  92.631.413  81.174.901    -158.462  2.031.330  -9.460.231  11.456.512  88%  
   davon Zuweisung Staatstheater 13.922.900  10.442.175  10.442.169       6 100%  
   davon Zuschuss DADINA 5.100.000  3.060.000  3.000.000      -1.020.000  60.000  98%  
   davon Zuschuss HEAG für ÖPNV 12.724.000  7.634.400       -2.544.800  7.634.400   
   davon Zuschuss Darmstadtium 3.373.774  2.530.331  3.362.661       -832.330  133%  
   davon Kita-Zuschuss kirchliche Träger 11.191.345  8.387.290  8.232.537    -8.292    154.753  98%  
   davon Kita-Zuschuss freie Träger 16.193.850  11.333.828  11.656.085    -9.550   -1.072.530  -322.257  103%  
   davon Erstattung HSE Betriebskosten Kläranlagen 21.093.800  15.820.350  16.051.858       -231.508  101%  
   davon Verlustabdeckung EB Kultur 8.922.740  5.353.644  7.100.000      -1.784.548  -1.746.356  133%  
   davon Verlustabdeckung EB Bäder 4.459.522  3.344.642  3.000.000       344.642  90%  
   davon Verlustabdeckung EB Bürgerh. und Märkte 2. 301.628  1.725.977  1.750.000      -326  -24.023  101%  
   davon Verlustabdeckung EB IDA (Kostenerstattung) 7.432.650  4.459.590       -1.486.530  4.459.590   
Steueraufwendungen einschl. Umlagen 61.965.520  46.446.765  46.647.305      -36.500  -200.540  100%  
   davon LWV-Umlage 32.222.520  24.166.890  22.870.143       1.296.747  95%  
   davon Gewerbesteuerumlage 26.540.000  19.905.000  21.679.819       -1.774.819  109%  
Transferaufwendungen 97.253.940  72.940.455  64.659.442       8.281.013  89%  
   davon SGB II / Hartz IV 35.095.000  26.321.250  16.448.998       9.872.252  62%  
   davon Jugendhilfe 18.570.873  13.928.155  16.462.871       -2.534.716  118%  
sonstige ordentliche Aufwendungen 26.370  17.882  11.299      -2.527  6.583  63%  
Summe der ordentlichen Aufwendungen 498.992.882  368.009.693  328.004.634  29.000   -365.122  5.609.650  -13.586.820  40.005.061  89%  
Verwaltungsergebnis 9.518.435  896.188  -62.108.367  18.774    -365.122  5.609.650  -13.586.820  63.004.556  -6930%  
Finanzerträge -8.521.350  -6.391.013  -7.027.652       636.639  110%  
Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 18.807.950  12.813.408  12.130.663      -1.723.406  682.745  95%  
   davon für Kassenkredite 5.819.660  3.928.271  2.590.005      -581.966  1.338.266  66%  
Finanzergebnis 10.286.600  6.422.396  5.103.011          -1.723.406  1.319.385  79%  
Ordentliches Ergebnis 19.805.035  7.318.583  -57.005.356  18.774    -365.122  5.609.650  -15.310.226  64.323.941  -779%

5
Beschreibung HH-Ansatz 
2014  
Budget bis 
30.09.2014  
Ist bis 
30.09.2014  ÜPL  APL  MVS  HAR 2013  Sperre  Abweichung 
Budget / Ist  Ist in %  
Außerordentliche Erträge -25.500  -33.750  -2.045.267  -19.500      2.011.517  6060%  
Außerordentliche Aufwendungen   480      -480   
Außerordentliches Ergebnis -25.500  -33.750  -2.044.787  -19.500          2.011.037  6059%  
Jahresergebnis 19.779.535  7.284.833  -59.050.143  -726    -365.122  5.609.650  -15.310.226  66.334.978  -811%  
 
 
2.2  Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen 
 
Ordentliche Erträge 
 
Die ordentlichen Erträge liegen in Summe um 23 Mio.  € über dem Budget, das bis zum 30.09. erreicht wer den soll, was einem Erfüllungsgrad von 
106% entspricht.  
 
Dabei ist zu berücksichtigen, dass in den „Kostener satzleistungen und Kostenerstattungen“ die Kostener stattung für Leistungen nach dem Unter- 
haltsvorschussgesetz sowie die Gastschulbeiträge gr ößtenteils bereits für das ganze Jahr enthalten sin d, wogegen in den Positionen „privatrechtli- 
che Leistungsentgelte“ und „öffentlich-rechtliche L eistungsentgelte“ Erträge fehlen, die erst zum Jahr esende abgerechnet werden. 
 
Bei den Steuererträgen liegen Gewerbesteuer und Gem eindeanteil an der Einkommenssteuer deutlich über P lan. Auch die Grundsteuer B liegt et- 
was über dem erwarteten Wert und erfüllt zu 102% da s Budget. Dagegen erreichen der Gemeindeanteil an d er Umsatzsteuer (98%) und die 
Spielapparatesteuer (89%) die geplanten Werte nicht  komplett. 
 
 
Ordentliche Aufwendungen 
 
Die Summe der ordentlichen Aufwendungen beläuft sic h im Bewirtschaftungszeitraum auf 328 Mio. € und so mit um 40 Mio. € niedriger als ge- 
plant. 
 
Im Bereich der Personal- und Versorgungsaufwendunge n fehlen die anteiligen Rückstellungsbeträge, die s tets erst zum Jahresabschluss zu buchen 
sind und auch bei den vertraglich festgelegten Aufw endungen für Zuweisungen und Zuschüsse richten sich  die Zahlungen nicht nach fixen Fällig- 
keiten, sondern nach konkretem Finanzbedarf. In bei den Fällen ist davon auszugehen, dass bis zum Ende des Haushaltsjahres die Budgets wei- 
testgehend ausgeschöpft werden.

6
Es sind Haushaltssperren in Höhe von insgesamt 15,3  Mio. € bei der Berechnung des Budgets berücksichti gt. Davon entfallen allerdings 9,5 Mio. € 
auf Zuweisungen und Zuschüsse, die aufgrund vertrag licher Verpflichtungen zu einem großen Teil noch be nötigt werden. 
Bis zum Jahresende wird es jedoch voraussichtlich m öglich sein, über die Sperren eine Verbesserung des  Ergebnisses um ca. 5 Mio. € zu errei- 
chen. 
 
Damit ist die Einhaltung des Schutzschirm-Abbaupfad es, der im ordentlichen Ergebnis einen Fehlbetrag v on maximal 22,17 Mio. € für 2014 vor- 
sieht, nicht in Gefahr. 
 
 
Finanzergebnis  
 
Das Budget der Finanzerträge wurde mit 110% bisher übererfüllt, das der Finanzaufwendungen zu 95% in A nspruch genommen. Damit ist im Fi- 
nanzergebnis das Budget nur zu 79% ausgeschöpft, wo durch das Ordentliche Ergebnis im Berichtszeitraum um 1,3 Mio. € weniger belastet wird. 
 
Die Finanzerträge bestehen neben den Ausschüttungen  verbundener Unternehmen zum Großteil aus der Verzi nsung von Steuernachforderungen 
sowie den Risikoprämien für Bürgschaften. Diese sin d jeweils zu Jahresbeginn fällig und daher bereits für das ganze Jahr enthalten.  
 
Das weiterhin niedrige Zinsniveau wirkt sich vor al lem im Bereich der Kassenkredite auf die Zinsaufwen dungen aus, mittlerweile aber auch immer 
mehr auf die Zinsen für neue langfristige Kredite. Gleichzeitig kann jedoch die Zinsentwicklung nie zu verlässig eingeschätzt werden, so dass es in 
diesem Bereich immer Abweichungen zum Ansatz geben wird.

7
Außerordentliches Ergebnis  
 
Im außerordentlichen Ergebnis finden sich im Berich tszeitraum im Wesentlichen nur außerordentliche Ert räge. Dies sind in aller Regel zweckge- 
bundene Erträge aus Spenden, Nachlässen und Schenku ngen sowie Sponsoring. Da es sich oft um besondere Einmaleffekte handelt, ist eine Pla- 
nung in diesem Bereich nicht besonders aussagekräft ig. So ist auch das Budget von 34 T€ mit tatsächlic hen Erträgen von 2 Mio. € weit übererfüllt. 
Die außerordentlichen Aufwendungen sind periodenfre mde Aufwendungen. 
 
 
Jahresergebnis  
 
Im Saldo der Erträge und Aufwendungen sieht das Bud get für den Betrachtungszeitraum durch die gesetzte n Sperren einen errechneten Fehlbetrag 
in Höhe von 7,3 Mio. € vor. Tatsächlich konnte ein Überschuss in Höhe von 59,1 Mio. € erwirtschaftet w erden. 
 
Mit dem Nachtragshaushaltsplan 2014 wird sich der g eplante Jahresfehlbetrag nochmals um ca. 1,5 Mio. €  verbessern. 
Im Haushaltsvollzug ist damit zu rechnen, dass das Rechnungsergebnis auch nach Berücksichtigung sämtli cher Sondereffekte und Jahresab- 
schlussbuchungen diese geplante Verbesserung noch m indestens um die Höhe der realisierbaren Sperren (c a. 5 Mio. €) übertrifft. 
 
Trotz der im Berichtszeitraum positiven Zahlen wird  also im gesamten Jahr zwar voraussichtlich noch ke in Überschuss erwirtschaftet werden kön- 
nen, dennoch bestätigen diese Zahlen die positive E ntwicklung der städtischen Haushaltswirtschaft.

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3 Kreditaufnahme und Schulden 
 
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und de r Eigenbetriebe zum 30.09.2014 
 
 Investitionskredite  Kassenkredite  Gesamt  
Kernhaushalt 256.271.082,39 €  285.000.000,00 €  541.271.082,39 €  
EB Kulturinstitute 8.669.002,69 €  0,00 €  8.669.002,69 €  
EB Bäder 12.108.467,33 €  0,00 €  12.108.467,33 €  
EB Bürgerhäuser und Märkte 6.249.557,99 €  0,00 €  6.249.557,99 €  
EB EAD 28.105.828,74 €  0,00 €  28.105.828,74 €  
EB DWuW 591.917,91 €  0,00 €  591.917,91 €  
EB IDA 83.361.998,61 €  0,00 €  83.361.998,61 €  
Summe 395.357.855,66 €  285.000.000,00 €  680.357.855,66 €  
 
In diesen Summen sind zwei innere Darlehen (Vivariu m an EB Bäder über 711.768 € und Kernhaushalt an ID A über 2.983.860 €) enthalten. 
Durch den Kommunalen Entschuldungsfonds wurden bish er Kredite in Höhe von 137.730.741 € abgelöst. 
 
3.2 Stand der Bürgschaften 
 
Zum 30.06.2014 betrug die Summe der übernommenen Bü rgschaften 349,03  Mio. € (unverändert gegenüber dem Stand zum 31.12.2 013). 
Bis zum Stichtag 30.09.2014 sind zwei weitere Bürgs chaften mit einer Summe von 41,485 Mio. € hinzugeko mmen, so dass sich die Gesamtsumme 
der übernommenen Bürgschaften auf 390,515 Mio. € er höht.

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4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen 
 
4.1 Aufwandsdeckungsgrad 
 
Der Aufwandsdeckungsgrad zeigt an, zu welchem Antei l die ordentlichen Aufwendungen (inkl. Zinsen und s onst. Finanzaufwendungen) durch die 
ordentlichen Erträge (inkl. Zinserträge) gedeckt we rden können. Mehr als 100% bedeuten ein positives o rdentliches Ergebnis. 
 
Formel: 
 ordentliche Erträge + Finanzerträge 
 ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen 
      Berechnung (Ist): 397.140.653 €  
   340.135.297 €  
   
      Wert zum  30.09.14  116,76%  (30.09.13:  109,94%)  
 
 
4.2 Steuerertragsquote 
 
Die Steuerertragsquote zeigt den Anteil der Steuere rträge an den ordentlichen Erträgen des Ergebnishau shaltes. Je höher der Anteil der Steuerer- 
träge, umso höher ist die Unabhängigkeit gegenüber Zuweisungen des Bundes oder Landes. 
 
Formel: 
 Steuererträge 
 ordentliche Erträge + Finanzerträge 
      Berechnung (Ist): 227.379.474 €  
   397.140.653 €  
   
      Wert zum  30.09.14  57,25%  (30.09.13:  56,28%)

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4.3 Personalquote 
 
Die Personalquote gibt Aufschluss darüber, welcher Teil der Aufwendungen auf den Personalbereich entfä llt; insbesondere im Hinblick auf den in- 
terkommunalen Vergleich. Zielwerte liegen für Kommu nen allerdings noch nicht vor. 
 
Formel: 
 Personal- und Versorgungsaufwendungen 
 ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen 
      Berechnung (Ist): 70.045.997 €  
   340.135.297 €  
   
      Wert zum  30.09.14  20,59%  (30.09.13:  21,22%)  
 
 
4.4 Zuschuss- und Förderquote 
 
Die Zuschuss- und Förderquote zeigt den Teil der Au fwendungen, der an Vereine, verbundene Unternehmen,  Träger von Kindertageseinrichtungen 
usw. als Zuweisung und Zuschuss gezahlt wird. In Ze iten unausgeglichener Haushalte ist diese Quote mög lichst niedrig zu halten. Die in den Zu- 
schüssen enthaltenen freiwilligen Leistungen sind e inzuschränken. 
 
Formel: 
 Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse 
 ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen 
      Berechnung (Ist): 81.174.901 €  
   340.135.297 €  
   
      Wert zum  30.09.14  23,87%  (30.09.13:  24,95%)

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4.5 Transferaufwandsquote 
 
Mit der Transferaufwandsquote lässt sich beurteilen , in welchem Umfang kommunale Zahlungen an Leistung sempfänger erfolgen (Sozialtransfer). 
Das Ziel sollte sein, die Quote möglichst zu halten , bzw. im Laufe der Jahre zu senken. 
 
Formel: 
 Transferaufwendungen 
 ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen 
      Berechnung (Ist): 64.659.442 €  
   340.135.297 €  
   
      Wert zum  30.09.14  19,01%  (30.09.13:  21,30%)  
 
 
4.6 Transferdeckungsquote 
 
Die Transferdeckungsquote zeigt an, zu welchem Ante il die Transferaufwendungen durch Erträge aus Trans ferleistungen gedeckt sind 
 
Formel: 
 Erträge aus Transferleistungen 
 Transferaufwendungen 
      Berechnung (Ist): 14.532.226 €  
   64.659.442 € 
   
      Wert zum  30.09.14  22,48%  (30.09.13:  25,74%)

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4.7 Zinslastintensität 
 
Die Zinslastintensität setzt die Finanzaufwendungen  zu den ordentlichen Erträgen (inkl. Finanzerträgen ) ins Verhältnis. Sie zeigt an, welcher Teil 
der Erträge für Zinszahlungen gebunden ist. Je höhe r die Quote ausfällt, umso mehr Erträge sind durch Zinszahlungen gebunden. Eine niedrige 
Quote ist daher anzustreben. 
 
Formel: 
 Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 
 ordentliche Erträge + Finanzerträge 
      Berechnung (Ist): 12.130.663 €  
   397.140.653 €  
   
      Wert zum  30.09.14  3,05%  (30.09.13:  2,59%)  
 
 
 
 
Darmstadt, 12.11.2014 
 
 
 
 
 
André Schellenberg 
Stadtkämmerer

anlage 3

149 Zeichen

Punkt 79:  Finanzcontrolling-Bericht Januar bis September 2014 zum Haushalt 2014 
 (V-Nr. 2014/0459) 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

Beratungsverlauf (3)

TOP 89
TOP 532 zur Kenntnis
TOP 79

Details

Vorlagen-Nr.
2014/0459
Typ
Magistratsvorlage
Datum
17.11.2014
Erstellt
29.09.2026 00:00