Mandari Insight

2026/0138

Bestandssanierung der Wilhelm-Leuschner-Schule

Magistratsvorlage 13.04.2026

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

2026/0138

415.4 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 5

416.0 KB · application/pdf

Ansehen

2026/0138

12940 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
27.05.2026 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat IV an die Stadtverordnet enversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Schulamt 
Amt für Klimaschutz und 
Klimaanpassung   
Amt: 
Immobilienmanagement 
der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt (IDA)  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2026/0138 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: --- 
Kostenstelle:  00071 Investitionsnummer:  00368 
Kostenträger:  201 Sachkonto: 0951010 
 
Betreff: Bestandssanierung der Wilhelm -Leuschner-Schule 
 
Vorlage vom: 13.04.2026  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Magistrat nimmt die von der IDA -Betriebskommission am 03.03.2026 beschlossene 
Vorlage zu Kenntnis und leitet diese an die Stadtverordnetenversammlung zur 
abschließenden Beschlussfassung weiter.  
 
2. Die Stadtverordnetenversammlung stimmt der überarbeitete n Planung der 
Gesamtsanierung zu.  
 
 
Anlagen: Finanzierung / datenschutzrelevante Anlage WLS  
Folgekosten WLS  
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:    
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 13.04.2026 
 
Dienstliche Veranlassung und Baubedürfnis:  
 
Beschlüsse 
Magistratsbeschluss vom 01.03.2018 Nr. 2018/0063 Top 92  
BK-Beschluss vom 09.11.2021 BK -IDA-2021/0027 Top 6  
Magistratsbeschluss vom 08.11.2023 Nr. 2023/0363  
Interim BK-Beschluss vom 02.10.2025 Top 8  
 
Die Wilhelm-Leuschner-Schule (WLS) wurde in den Jahren 19 55/56 erbaut und steht als 
Ensemble unter Denkmalschutz.  
2005 wurde die WLS nach den damaligen Anforderungen brandschutztechnisch ertüchtigt.  
2011 wurde der Neubau des Naturwissenschaftlichen Fachklassentraktes in Betrieb 
genommen. 
2015 wurde aus Dringlichkeitsgründen die vorgezogene Sanierung der Turnhalle und der 
Schülertoilettenanlagen umgesetzt.  
Ende März 2026 wird der Neubau mit Mensa und Mediathek fertig gestellt  
 
 
Planstand 2023 Mittelstufenschule siehe Beschluss 0363/2023  
• Incl. Beschreibung des Bestands und Planungskonzept.  
• Herstellung eines 2. Baulichen Rettungsweges  
• Barrierefreie Nutzung  
• Neuorganisation und Digitalisierung der Unterrichtsräume Planung für 
Mittelstufenschule  
 
Die 2023 beschlossene Vorlage 0363 muss nun aufgr und geänderter Planungskonzeption im 
Heizungs-Lüftungsbereich, daraus resultierend eine Änderung der Elektroplanung und 
weiterer im Planungsprozess vertiefter Betrachtungen aktualisiert werden.  
 
 
Technische Änderungen gegenüber dem Planstand 2022/23:  
 
• Erneuerung des kompletten Sanitär ‑ und Heizungsleitungsnetzes  in den 
Bestandsgebäuden D, E und F.  
• Zentrale Luft ‑Wasser‑Wärmepumpe im Außenbereich als Wärmeerzeuger für D, E und 
F; Wärmeerzeugung durch Großwärmepumpe, Klimakonvektoren und neues 
Verteilungsnetz . 
• Die zentrale Luft -Wasser-Wärmepumpe ermöglicht den Einsatz von (R290)  als 
Kältemittel, da fluorierte Kältemittel (R32) aufgrund der F ‑Gase‑Verordnung 2024 
mittelfristig verboten werden. Der Einsatz von R290 bedeutet allerdings erhöhte 
Anforderungen an Si cherheits‑ und Explosionsschutzmaßnahmen im Außenbereich.  
• Reversible Ausführung  der Wärmepumpe zur sommerlichen Bereitstellung von 
Kaltwasser für Temperierung/Kühlung.  
• Reduzierung der Systeme für Beheizung und Lüftungstechnik von 3 auf 2 verbessert 
die Regelungstechnik MSR  
• Sanierungsbedarf am Grundleitungsnetz auf dem Schulgelände ist nach aktualisierter 
Untersuchung höher als vermutet

- 4 - 
Diese Änderungen haben erhebliche Auswirkungen auf Kosten, Termine, Genehmigungs -
anforderungen (insbesondere Brandschutz/Explosionsschutz und Denkmalschutz) und die 
erforderlichen Planungsleistungen. Die bereits zu 90 % abgeschlossene Ausführungsplanung 
Hochbau muss auf die geänderten technischen Anforderungen angepasst werden.  
 
Die Anpassung des Raumprogramms infolge der Umstellung zur Mittelstufenschule sowie die 
zwischenzeitlich veränderten Rahmenbedingungen (Nutzungsentscheidung der Kita, 
technische Vorgaben durch F ‑Gase‑Verordnung) machen eine umfassende Überarbeitung der 
Planung notwendig.  
 
Aus Gründen der Betriebssicherheit, Genehmigungsfähigkeit, Nachhaltigkeit und 
Denkmalpflege sind insbesondere folgende Punkte zwingend:  
 
• Konservatorische Untersuchung und Restaurierungsplanung  für das Sgraffito; 
fachgerechte Ausführung durch qualifizierte Restauratoren.  
• Berücksichtigung denkmalpflegerischer Auflagen  in der Innenraumgestaltung und 
bei technischen Eingriffen; Einschränkungen bei Leitungsführungen, Oberflächen und 
Einbauten möglich.  
• Nachweisführung Brandschutz und Explosionsschutz  bei Propan ‑Einsatz in der 
Großwärmepumpe; Abstimmung des Standortes mit denkmalpflegerischen Belangen 
ist erfolgt. 
• Anpassung der Elektroplanung  im Zuge der Anpassung der HLS -Gewerke, sowie 
Einbezug der Photovoltaikspeicherung  
 
 
Auswirkungen auf Kosten, Termine und Gen ehmigungen 
 
Kosten:  
• Die Kostenberechnungsansätze 2023 wurde mit dem Baupreisindex faktorisiert.  
• Zusätzliche Aufwendungen sind zu erwarten für: konservatorische Untersuchungen, 
Restaurierungsplanung und -ausführung des Sgraffitos, denkmalpflegerische 
Anpassungen im Innenraum, erweiterte Planungsleistungen, sowie die bereits 
beschriebenen technischen Maßnahmen (Leitungsnetz, Wärmepumpe, 
Sicherheitsmaßnahmen).  
• Zwischenzeitlich ermittelte Kosten für die Schadstoffsanierung als bepreistes 
Leistungsverzeichnis f ühren zur Kosten Anpassung in Kgr 200.  
• Die Entsorgung der Schadstoffe erfolgt hier im Pilotprojekt über den EAD  
• Mit BK-Beschluss vom Oktober 2025 wurden auch die Kosten für die 
Interimsmaßnahmen konkretisiert und in der Gesamtkostenbetrachtung 2026 
angepasst.

- 5 - 
Dementsprechend ändert sich die Terminplanung:  
 
Gebäudedaten und Termine  
 
1. Termine gemäß Terminplan vom 01/2026  
 Baubeginn Sanierung und Umbau Bestand   III. Quart. 2026  
 Fertigstellung aller Bauabschnitte Bestandssanierung  IV. Quart. 2028  
 
2. Gebäudekenndaten  
Bestand: 
 Bruttogrundfläche EG -3.OG (BGF): 5.345 m² 
 Bruttorauminhalt (BRI):  19.500 m³ 
 Nutzfläche (NUF):  3.604 m² 
 Verkehrsfläche (VF):  958 m² 
 Technikfläche (TF):  157 m² 
 
 
Energetische und haustechnische Sanierung  
Ausführung unter Beachtung der Klimaschutzziele:  
 
Entsprechend dem Stadtverordneten Beschlusses V -Nr. SV-2019/0053 "Höchste Priorität für 
den Klimaschutz" wurde für die Energetische Sanierung dieses Projekt es eine 
Energieberatung beauftragt. In diesem Zuge wird die C O2-Emmission über Bau und Betrieb 
über den Lebenszyklus von 50 Jahren betrachtet. Dabei werden Alternativen in der 
Konstruktion, in der Haustechnik und in der Energiebereitstellung überprüft durc h 
modellhafte Berechnung. Im letzten Quartal 2025 wurde dies durch die Entscheidung für 
eine Großwärmepumpe optimiert . 
Diese Lösung ist aufgrund der Marktentwicklung jetzt erst möglich .  
 
Änderung des energetischen Beheizungskonzepts durch Nutzung erneuerb arer Energien:  
• Großflächige Photovoltaikanlagen auf den flach geneigten Dachflächen des Bestands 
(Bauteil D und F)  
• Beheizung und Temperierung über Konvektoren die über eine Großwärmepumpe 
bedient werden.  
• Dezentrale Belüftung mit Wärmerückgewinnung und hygienische Luftfilterung aller 
Unterrichträume.  
 
Bauliche Verbesserung der Gebäudehüllflächen:  
• Austausch bzw. energetische Sanierung historischer Fenster im Verwaltungstrakt 
Bauteil E 
• Dämmung der oberen Geschossebene im Bestand mit Ertüchtigung der 
Dachkonstruktion als statische Voraussetzung für die Photovoltaikanlagen  
• Wärmedämmung der Nordfassade der Gebäude D/F mit einer Außendämmung 
(WDVS, 140 mm). Dämmung der Stirnseiten der Gebäude D/F mit einer 
Innendämmung und zusätzlich mit  einem Außendämmputz (Aerogel) in bestimmten 
Bereichen der Fassade. Im Bereich des großflächigen Sgraffitos muss die 
Dämmmaßnahme nochmals mit dem Denkmalschutz nach Untersuchung der 
Sanierungsfähigkeit des Sgraffitos abgestimmt werden.

- 6 - 
• Energetische Ertüch tigung der historischen Glasbausteine mit einem innenseitigen 
Fenster als Festverglasung.  
 
Klimatische Verbesserung  
• Durch bodengebundene Fassadenbegrünung der Fluchtsteganlagen wird eine 
deutliche Verbesserung der Aufenthaltsqualität im asphaltierten Auße nbereich und 
den hinter der vertikalen Begrünung liegenden Räumen erwartet.  
 
 
 
 
 
 
Startchancenprogramm  
 
Zwischenzeitlich wurde die Wilhelm -Leuschner-Schule aufgenommen in das Startchancen -
programm, das s allerdings die eigentliche Sanierungsmaßnahme nicht mitfinanzieren kann.  
 
Das Startchancen -Programm Säule 1 in Hessen richtet sich an Schulen mit besonderen 
sozialen Herausforderungen und dient der gezielten Verbesserung der Lern - und 
Entwicklungsbedingun gen im Bereich Mathe und Deutsch von Schülerinnen und Schülern. 
Eine Querfinanzierung anderer Maßnahmen ist dabei ausdrücklich ausgeschlossen.  
 
Die Wilhelm-Leuschner-Schule in Darmstadt ist eine von insgesamt elf Schulen in Darmstadt, 
die an diesem Progra mm teilnehmen. Erste Gespräche zwischen der Schule, dem Staatlichen 
Schulamt und dem städtischen Schulamt sind für das zweite Schulhalbjahr 2026 
vorgesehen, um ein tragfähiges Konzept sowie konkrete Maßnahmen für die Säule 1 zu 
identifizieren. Vor dem Hint ergrund der neu errichteten Mensa und der in diesem Jahr 
beginnenden Gesamtsanierung der Schule bieten sich insbesondere Maßnahmen in den 
Außenanlagen an, da diese einen wichtigen Beitrag zu Bewegung, sozialem Lernen, Erholung 
und damit zu einer insgesamt verbesserten.

- 7 - 
Lernumgebung leisten können, beispielsweise durch eine Calisthenicsanlage  oder ein grünes 
Klassenzimmer. Abschließend ist festzuhalten, dass es sich hierbei noch um erste 
Überlegungen handelt und die anstehenden Gespräche erst Klarheit über die tatsächliche 
Ausgestaltung und Umsetzung der Maßnahmen bringen werden.  
 
 
     
 
 
Ergänzung zur denkmalgerechten Sanierung  
 
An der stirnseitigen Fassade des Klassentraktes ist ein großflächiges Wandbild von Ernst 
Vogel in Putzschnitttechnik (Sgraffito) ausgeführt. Hier wurden bereits Restauratorische 
Untersuchungen an unterschiedlichen P unkten genommen.  
 
Aufgrund dieser Befunde ist in Abstimmung mit dem Landesamt bisher noch keine 
Entscheidung zur Sanierungsfähigkeit möglich. Das Landesamt für Denkmalpflege wird ab 
Frühjahr 202 7 weitere Untersuchungen beauftragen. Dazu wird ein flächendec kendes Gerüst 
aufgebaut, das dann auch für die weitere Bearbeitung der Sgraffito Fläche zur Verfügung 
steht. Da hier auch die bauphysikalischen Einflüsse vom Innenraum auf die Außenwand zu 
beachten sind, ist für diese prägende Situation die Entscheidung im  Bauprozess zu treffen.  
 
Die Restaurierung des Sgraffitos ist mit 160.000 € unter dem Punkt Ausstattung Kunstwerke 
angesetzt. Die weiteren Voruntersuchungen werden vom Landesamt für Denkmalpflege 
durchgeführt. 
 
Über viele weitere Detailpunkte sind Abstimmu ngen erfolgt und in die Planung eingegangen. 
Hier wurde die Bearbeitung des Bauphysikers durch das Passivhausinstitut unterstützt, dass 
für alle kritischen bauphysikalischen Situationen anhand von Simulationen an Wärmebrücken 
konkrete Lösungsvorschläge für  die Ausführungsplanung erstellte.  
 
Die durch den Denkmalschutz verursachten Mehrkosten belaufen sich auf ca. 500.000 €, die 
in den Kostengruppen 300 Fenster und Bodenbeläge Verwaltung und Foyer und 400 
Ertüchtigung bauzeitlicher Leuchten und 600  Kunstwerke siehe Sgraffitto bereits enthalten 
sind. 
 
Interim (gemäß Beschluss BK 02.10.2025 ) 
Die Sanierung der 3 Gebäude soll in einem Bauabschnitt erfolgen , bis auf die 
Schadstoffsanierung vorab, diese erfolgt abschnittsweise.  Für die Bauzeit ab Sommer 20 26 
bleibt Gebäude G, die Turnhalle, der NaWi -trakt und die Mensa mit Mediathek nutzbar.  Der 
Klassentrakt Gebäude D steht bis zu den Herbstferien 2026 zur Verfügung. Verwaltung und

- 8 - 
Klassenstufen 6 -7 sind bereits ab Sommer 2026 im Interimsgebäude auf dem Sch ulhof 
verortet. 
 
 
Darmstadt, 26.05.2026 
 
Dezernat IV  Dezernat V 
 
 
 
André Schellenberg  Holger Klötzner  
Stadtkämmerer  Stadtrat

anlage 5

13034 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
27.05.2026 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat IV an die Stadtverordnet enversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Schulamt 
Amt für Klimaschutz un d 
Klimaanpassung   
Amt: 
Immobilienmanagement 
der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt (IDA)  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
III 69 
IV 65 
V 40 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2026/0138 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
195 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: --- 
Kostenstelle:  00071 Investitionsnummer:  00368 
Kostenträger:  201 Sachkonto: 0951010 
 
Betreff: Bestandssanierung der Wilhelm -Leuschner-Schule 
 
Vorlage vom: 13.04.2026  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Magistrat nimmt die von der IDA -Betriebskommission am 03.03.2026 beschlossene 
Vorlage zu Kenntnis und leitet diese an die Stadtverordnetenversammlung zur 
abschließenden Beschlussfassung weiter.  
 
2. Die Stadtverordnetenversammlung stimmt der überarbeitete n Planung der 
Gesamtsanierung zu.  
 
 
Anlagen: Finanzierung / datenschutzrelevante Anlage WLS  
Folgekosten WLS

- 3 - 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:     
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom 03.06.2026 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 13.04.2026  
 
Dienstliche Veranlassung und Baubedürfnis:  
 
Beschlüsse 
Magistratsbeschluss vom 01.03.2018 Nr. 2018/0063 Top 92  
BK-Beschluss vom 09.11.2021 BK -IDA-2021/0027 Top 6  
Magistratsbeschluss vom 08.11.2023 Nr. 2023/0363  
Interim BK-Beschluss vom 02.10.2025 Top 8  
 
Die Wilhelm-Leuschner-Schule (WLS) wurde in den Jahren 1955/56 erbaut und steht als 
Ensemble unter Denkmalschutz.  
2005 wurde die WLS nach den damaligen Anforderungen brandschutztechnisch ertüchtigt.  
2011 wurde der Neubau des Naturwissenschaftlichen Fachk lassentraktes in Betrieb 
genommen. 
2015 wurde aus Dringlichkeitsgründen die vorgezogene Sanierung der Turnhalle und der 
Schülertoilettenanlagen umgesetzt.  
Ende März 2026 wird der Neubau mit Mensa und Mediathek fertig gestellt  
 
 
Planstand 2023 Mittelstufen schule siehe Beschluss 0363/2023  
• Incl. Beschreibung des Bestands und Planungskonzept.  
• Herstellung eines 2. Baulichen Rettungsweges  
• Barrierefreie Nutzung  
• Neuorganisation und Digitalisierung der Unterrichtsräume Planung für 
Mittelstufenschule  
 
Die 2023 besch lossene Vorlage 0363 muss nun aufgrund geänderter Planungskonzeption im 
Heizungs-Lüftungsbereich, daraus resultierend eine Änderung der Elektroplanung und 
weiterer im Planungsprozess vertiefter Betrachtungen aktualisiert werden.  
 
 
Technische Änderungen ge genüber dem Planstand 2022/23:  
 
• Erneuerung des kompletten Sanitär ‑ und Heizungsleitungsnetzes  in den 
Bestandsgebäuden D, E und F.  
• Zentrale Luft ‑Wasser‑Wärmepumpe im Außenbereich als Wärmeerzeuger für D, E und 
F; Wärmeerzeugung durch Großwärmepumpe, Klimako nvektoren und neues 
Verteilungsnetz.  
• Die zentrale Luft -Wasser-Wärmepumpe ermöglicht den Einsatz von (R290)  als 
Kältemittel, da fluorierte Kältemittel (R32) aufgrund der F ‑Gase‑Verordnung 2024 
mittelfristig verboten werden. Der Einsatz von R290 bedeutet all erdings erhöhte 
Anforderungen an Sicherheits ‑ und Explosionsschutzmaßnahmen im Außenbereich.  
• Reversible Ausführung  der Wärmepumpe zur sommerlichen Bereitstellung von 
Kaltwasser für Temperierung/Kühlung.  
• Reduzierung der Systeme für Beheizung und Lüftungstec hnik von 3 auf 2 verbessert 
die Regelungstechnik MSR

- 5 - 
• Sanierungsbedarf am Grundleitungsnetz auf dem Schulgelände ist nach aktualisierter 
Untersuchung höher als vermutet  
Diese Änderungen haben erhebliche Auswirkungen auf Kosten, Termine, Genehmigungs-
anforderungen (insbesondere Brandschutz/Explosionsschutz und Denkmalschutz) und die 
erforderlichen Planungsleistungen. Die bereits zu 90 % abgeschlossene Ausführungsplanung 
Hochbau muss auf die geänderten technischen Anforderungen angepasst we rden. 
 
Die Anpassung des Raumprogramms infolge der Umstellung zur Mittelstufenschule sowie die 
zwischenzeitlich veränderten Rahmenbedingungen (Nutzungsentscheidung der Kita, 
technische Vorgaben durch F ‑Gase‑Verordnung) machen eine umfassende Überarbeitung der 
Planung notwendig.  
 
Aus Gründen der Betriebssicherheit, Genehmigungsfähigkeit, Nachhaltigkeit und 
Denkmalpflege sind insbesondere folgende Punkte zwingend:  
 
• Konservatorische Untersuchung und Restaurierungsplanung  für das Sgraffito; 
fachgerechte Ausfüh rung durch qualifizierte Restauratoren.  
• Berücksichtigung denkmalpflegerischer Auflagen  in der Innenraumgestaltung und 
bei technischen Eingriffen; Einschränkungen bei Leitungsführungen, Oberflächen und 
Einbauten möglich.  
• Nachweisführung Brandschutz und Expl osionsschutz bei Propan ‑Einsatz in der 
Großwärmepumpe; Abstimmung des Standortes mit denkmalpflegerischen Belangen 
ist erfolgt. 
• Anpassung der Elektroplanung  im Zuge der Anpassung der HLS -Gewerke, sowie 
Einbezug der Photovoltaikspeicherung  
 
 
Auswirkungen auf Kosten, Termine und Genehmigungen  
 
Kosten:  
• Die Kostenberechnungsansätze 2023 wurde mit dem Baupreisindex faktorisiert.  
• Zusätzliche Aufwendungen sind zu e rwarten für: konservatorische Untersuchungen, 
Restaurierungsplanung und -ausführung des Sgraffitos, denkmalpflegerische 
Anpassungen im Innenraum, erweiterte Planungsleistungen, sowie die bereits 
beschriebenen technischen Maßnahmen (Leitungsnetz, Wärmepumpe , 
Sicherheitsmaßnahmen).  
• Zwischenzeitlich ermittelte Kosten für die Schadstoffsanierung als bepreistes 
Leistungsverzeichnis führen zur Kosten Anpassung in Kgr 200.  
• Die Entsorgung der Schadstoffe erfolgt hier im Pilotprojekt über den EAD  
• Mit BK-Beschluss vom Oktober 2025 wurden auch die Kosten für die 
Interimsmaßnahmen konkretisiert und in der Gesamtkostenbetrachtung 2026 
angepasst.

- 6 - 
Dementsprechend ändert sich die Terminplanung:  
 
Gebäudedaten und Termine  
 
1. Termine gemäß Terminplan vom 01/2026  
 Baubeginn Sanierung und Umbau Bestand   III. Quart. 2026  
 Fertigstellung aller Bauabschnitte Bestandssanierung  IV. Quart. 2028  
 
2. Gebäudekenndaten  
Bestand: 
 Bruttogrundfläche EG -3.OG (BGF): 5.345 m² 
 Bruttorauminhalt (BRI):  19.500 m³ 
 Nutzfläche (NUF): 3.604 m² 
 Verkehrsfläche (VF):  958 m² 
 Technikfläche (TF):  157 m² 
 
 
Energetische und haustechnische Sanierung  
Ausführung unter Beachtung der Klimaschutzziele:  
 
Entsprechend dem Stadtverordneten Beschlusses V -Nr. SV-2019/0053 "Höchste Priorität für 
den Klimaschutz" wurde für die Energetische Sanierung dieses Projektes eine 
Energieberatung beauftragt. In diesem Zuge wird die C O2-Emmission über Bau und Betrieb 
über den Lebenszyklus von 50 Jahren betrachtet. Dabei werden Alternativen in der 
Konstruktion, in der Haustechnik und in der Energiebereitstellung überprüft durch 
modellhafte Berechnung. Im letzten Quartal 2025 wurde dies durch die Entscheidung für 
eine Großwärmepumpe optimiert . 
Diese Lösung ist aufgrund der Marktentwicklung jetzt erst möglich .  
 
Änderung des energetischen Beheizungskonzepts durch Nutzung erneuerbarer Energien:  
• Großflächige Photovoltaikanlagen auf den flach geneigten Dachflächen des Bestands 
(Bauteil D und F)  
• Beheizung und Temperierung über Konvektoren die über eine Großwärmepumpe 
bedient werden.  
• Dezentrale Belüftung mit Wärmerückgewinnung und hygienische Luftfilterung aller 
Unterrichträume.  
 
Bauliche Verbesserung der Gebäudehüllflächen:  
• Austausch bzw. energetische Sanierung historischer Fenster im Verwaltungstrakt 
Bauteil E 
• Dämmung der oberen Geschossebene im Bestand mit Ertüchtigung der 
Dachkonstruktion als statische Voraussetzung für die Photovoltaikanlagen  
• Wärmedämmung der Nordfassade der Gebäude D/F mit einer Außendämmung 
(WDVS, 140 mm). Dämmung der Stirnseiten d er Gebäude D/F mit einer 
Innendämmung und zusätzlich mit einem Außendämmputz (Aerogel) in bestimmten 
Bereichen der Fassade. Im Bereich des großflächigen Sgraffitos muss die 
Dämmmaßnahme nochmals mit dem Denkmalschutz nach Untersuchung der 
Sanierungsfähigke it des Sgraffitos abgestimmt werden.

- 7 - 
• Energetische Ertüchtigung der historischen Glasbausteine mit einem innenseitigen 
Fenster als Festverglasung.  
 
Klimatische Verbesserung  
• Durch bodengebundene Fassadenbegrünung der Fluchtsteganlagen wird eine 
deutliche Verbesserung der Aufenthaltsqualität im asphaltierten Außenbereich und 
den hinter der vertikalen Begrünung liegenden Räumen erwartet.  
 
 
 
 
 
 
Startchancenprogramm  
 
Zwischenzeitlich wurde die Wilhelm -Leuschner-Schule aufgenommen in das Startchancen-
programm, das s allerdings die eigentliche Sanierungsmaßnahme nicht mitfinanzieren kann.  
 
Das Startchancen -Programm Säule 1 in Hessen richtet sich an Schulen mit besonderen 
sozialen Herausforderungen und dient der gezielten Verbesserung der Ler n- und 
Entwicklungsbedingungen im Bereich Mathe und Deutsch von Schülerinnen und Schülern. 
Eine Querfinanzierung anderer Maßnahmen ist dabei ausdrücklich ausgeschlossen.  
 
Die Wilhelm-Leuschner-Schule in Darmstadt ist eine von insgesamt elf Schulen in Darm stadt, 
die an diesem Programm teilnehmen. Erste Gespräche zwischen der Schule, dem Staatlichen 
Schulamt und dem städtischen Schulamt sind für das zweite Schulhalbjahr 2026 
vorgesehen, um ein tragfähiges Konzept sowie konkrete Maßnahmen für die Säule 1 zu 
identifizieren. Vor dem Hintergrund der neu errichteten Mensa und der in diesem Jahr 
beginnenden Gesamtsanierung der Schule bieten sich insbesondere Maßnahmen in den 
Außenanlagen an, da diese einen wichtigen Beitrag zu Bewegung, sozialem Lernen, Erholung 
und damit zu einer insgesamt verbesserten .

- 8 - 
Lernumgebung leisten können, beispielsweise durch eine Calisthenicsanlage  oder ein grünes 
Klassenzimmer. Abschließend ist festzuhalten, dass es sich hierbei noch um erste 
Überlegungen handelt und die anstehenden Gespräche erst Klarheit über die tatsächliche 
Ausgestaltung und Umsetzung der Maßnahmen bringen werden.  
 
 
     
 
 
Ergänzung zur denkmalgerechten Sanierung  
 
An der stirnseitigen Fassade des Klassentraktes ist ein großflächiges Wandbild von Ernst 
Vogel in Putzschnitttechnik (Sgraffito) ausgeführt. Hier wurden bereits Restauratorische 
Untersuchungen an unterschiedlichen P unkten genommen.  
 
Aufgrund dieser Befunde ist in Abstimmung mit dem Landesamt bisher noch keine 
Entscheidung zur Sanierungsfähigkeit möglich. Das Landesamt für Denkmalpflege wird ab 
Frühjahr 202 7 weitere Untersuchungen beauftragen. Dazu wird ein flächendec kendes Gerüst 
aufgebaut, das dann auch für die weitere Bearbeitung der Sgraffito Fläche zur Verfügung 
steht. Da hier auch die bauphysikalischen Einflüsse vom Innenraum auf die Außenwand zu 
beachten sind, ist für diese prägende Situation die Entscheidung im  Bauprozess zu treffen.  
 
Die Restaurierung des Sgraffitos ist mit 160.000 € unter dem Punkt Ausstattung Kunstwerke 
angesetzt. Die weiteren Voruntersuchungen werden vom Landesamt für Denkmalpflege 
durchgeführt. 
 
Über viele weitere Detailpunkte sind Abstimmu ngen erfolgt und in die Planung eingegangen. 
Hier wurde die Bearbeitung des Bauphysikers durch das Passivhausinstitut unterstützt, dass 
für alle kritischen bauphysikalischen Situationen anhand von Simulationen an Wärmebrücken 
konkrete Lösungsvorschläge für  die Ausführungsplanung erstellte.  
 
Die durch den Denkmalschutz verursachten Mehrkosten belaufen sich auf ca. 500.000 €, die 
in den Kostengruppen 300 Fenster und Bodenbeläge Verwaltung und Foyer und 400 
Ertüchtigung bauzeitlicher Leuchten und 600  Kunstwerke siehe Sgraffitto bereits enthalten 
sind. 
 
Interim (gemäß Beschluss BK 02.10.2025 ) 
Die Sanierung der 3 Gebäude soll in einem Bauabschnitt erfolgen , bis auf die 
Schadstoffsanierung vorab, diese erfolgt abschnittsweise.  Für die Bauzeit ab Sommer 2026 
bleibt Gebäude G, die Turnhalle, der NaWi -trakt und die Mensa mit Mediathek nutzbar.  Der 
Klassentrakt Gebäude D steht bis zu den Herbstferien 2026 zur Verfügung. Verwaltung und

Klassenstufen 6 -7 sind bereits ab Sommer 2026 i m Interimsgebäude auf dem Schulhof 
verortet. 
 
 
Darmstadt, 26.05.2026 
 
Dezernat IV  Dezernat V 
 
 
 
André Schellenberg  Holger Klötzner  
Stadtkämmerer  Stadtrat

Beratungsverlauf (5)

TOP 4
TOP 5
TOP 36
TOP 3
TOP 195

Details

Vorlagen-Nr.
2026/0138
Typ
Magistratsvorlage
Datum
13.04.2026
Erstellt
29.09.2026 00:00