A-R/0026/2020
IPäd(agogik) in der Kita - Digitale Medienkompetenz in der Frühpädagogik stärken
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
a-r-0026-2020-Digitale Medienkompetenz in der Frühpädagogik
5744 Zeichen
Antrag an den Rat A-R/0026/2020 Ratsantrag 08.06.2020 IPäd(agogik) in der Kita - Digitale Medienkompetenz in der Frühpädagogik stärken Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 1. Die Verwaltung erarbeitet und implementiert in K ooperation mit der citeq ein kindgerechtes, kreatives, kritisches und datenschutzrechtlich sicheres Konzept für den Einsatz von digitalen Medien (IPad, KommunikationsApp etc.) in den städtischen Münsteraner Kitas. 2. Das Konzept hat zum Ziel, auf Grundlage der Bild ungsgrundsätze NRW die Medienkompetenz altersgerecht im Alltag der Kindertageseinrichtungen zu vermitteln und die medienpädagogische Arbeit zu stärken, an der gleichermaßen die Kinder, Eltern und Fachkräfte partizipieren. 3. Im Rahmen des Konzepts werden die pädagogischen Fachkräfte in enger Theorie- Praxis-Verzahnung zur Förderung der Digitalkompetenz regelmäßig fortgebildet. 4. Dem Gesamtkonzept entsprechend ist der Finanzier ungsaufwand darzustellen. 5. Die zu entwickelnden pädagogischen wie technisch en Qualitätsstandards werden regelmäßig evaluiert. Die Ergebnisse werden ebenso wie das zu entwickelnde Gesamtkonzept allen interessierten Trägern zugänglich gemacht. Begründung Die Vermittlung von Medienkompetenz, d.h. Sachkompetenz (das Wissen über die Medien), Rezeptionskompetenz (die Fähigkeit, Medien kritisch zu nutzen) und Partizipationskompetenz (die Fähigkeit, Medien selbstbestimmt zu produzieren) in der Kita ist ein wichtiger Baustein der frühkindlichen Bildung. Aufgrund der rasanten Entwicklung unserer digitalen Gesellschaft ist es nur konsequent, Medienbildung entlang der gesamten Bildungskette, und damit auch in der Kita zu verankern. Kitas sollen zu wichtigen Modellorten für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien werden. Ziel ist es, die Gesamtbetrachtung zu berücksichtigen, d.h. Bildung mit und Bildung über Medien zu vermitteln. Der Nutzung digitaler Medien muss ein medienpädagogisches Konzept zugrunde liegen. Nach den Bildungsgrundsätzen NRW haben medienpädagogische Angebote nicht die Medien zum Gegenstandsbereich, sondern die Kinder, die in lernender, sozialer und gestaltender Beziehung zu den Medien stehen, um sich zu einer medienkompetenten Persönlichkeit zu entwickeln. Medienerlebnisse der Kinder aufzugreifen und ihnen hierfür Verarbeitungsmöglichkeiten anzubieten ist zudem in Anbetracht der Vielzahl von medialen Eindrücken eine wichtige pädagogische Aufgabe. Nach der Stiftung Kindermedienland sind digital kompetente Kinder viel eher vor Risiken geschützt, die die Medien- und Internetnutzung mit sich bringen können. Antrag an den Rat A-R/0026/2020 Für die pädagogischen Leitungs- und Fachkräfte kann die Digitalisierung eine Vereinfachung der Arbeitsabläufe sein. Digitale Anwendungen zur Beobachtung der Kindesentwicklung, Anlegen und Verwalten der Bildung- und Lerndokumentation, eine erleichtere Auswertbarkeit und die pädagogische Planung auf individuellen, Gruppen- oder Kitaebene unter dem aktiven Einbezug von Kindern und Eltern sind Beispiele zur Entlastung der Verantwortlichen im Kitaalltag und Stärkung der digitalen Kompetenz der Fachkräfte sowohl bei ihren organisatorischen als auch pädagogischen Aufgaben. Digitale Kita kann nur dann funktionieren, wenn die Qualifikation der Fachkräfte mit differenzierten und regelmäßigen Fortbildungsangeboten sichergestellt wird. Das geplante Digitallabor zur Förderung der Medien und Digitalkompetenz (vgl. V0077/2020) kann in diesem Zusammenhang auch für die Förderung von erzieherischen Fachkräften in Kitas genutzt werden. Fachkräfte müssen sichere NutzerInnen dieser digitalen Medien sein, damit sie als Zentren der Kommunikation mit Familien und Kindern sicher auftreten und diese in den Prozess einbeziehen und leiten können. Die eingesetzte Technologie soll an den Bedarfen der Kita orientiert sein. Ein Tablet ist mit seinen bedienfreundlichen Eigenschaften ein passendes Medium. Es kombiniert verschiedene Aufnahmesysteme, ist robust, überall einsetzbar und nimmt wenig Platz weg. Die Kinder können einige Aufgaben selbst übernehmen, wie zum Beispiel das Aufnehmen von Fotos. Neben Fotos und Text lassen sich auch Video- und Audioaufnahmen einbinden. Insgesamt ermöglicht diese Form der Dokumentation, ein vollständigeres und lebendigeres Bild von der Entwicklung der Kinder zu erstellen. Per App kann ein vereinfachter Dokumentationsaustausch ermöglicht werden. Die Dokumentationen können direkt mit Eltern geteilt werden. Diese können sich ebenfalls durch Kommentare oder selbst hochgeladenen Inhalte einbringen. Für die Fachkräfte ist gerade dieser Austausch sehr wertvoll und kann zu einem besseren Verständnis und mehr Wertschätzung der pädagogischen Arbeit auf Seiten der Eltern beitragen. Die Eltern erfahren wiederum eine stärkere Teilhabe am Kitaalltag ihrer Kinder, wodurch die Bildungspartnerschaft zwischen Familie und Kita gestärkt wird. Im Rahmen von Elternabenden erhalten Eltern Informationen zu medienpädagogischen Themen, zu den Chancen und Risiken digitaler Medien oder welche familiären Regeln im Umgang mit den digitalen Medien hilfreich sind. Ganz wichtig ist dabei die Vorbildfunktion von Eltern im Umgang mit digitalen Medien. Bundesweit setzen immer mehr Träger von Kindergarteneinrichtungen digitale Medien ein. Hilfreiche Anregungen bieten u.a. der Verein für Medien und Kulturpädagogik Blickwechsel: www.blickwechsel.org , Hessische Medienanstalt: http://www.rananmausundtablet.de/ , Praxisfortbildung für pädagogische Fachkräfte: https://mini-maker.de/ , oder das Portal www.medienkindergarten.wien. gez. gez. Stefan Weber Otto Reiners und Fraktion und Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- A-R/0026/2020
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 17.06.2020
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37