A-R/0019/2021
Den FMO als Euregio-Airport stärken
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a-r-0019-2021-CDU-FMO als Euregio-Airport stärken
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Antrag an den Rat A-/0019/2021 RATSANTRAG Münster, 04. März 2021 Den FMO als Euregio-Airport stärken Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 1. Die Verwaltung wird beauftragt, in Abstimmung mi t der EUREGIO, dem FMO, den Verkehrsverbünden ZVM und NWL eine Potentialanalyse zur Verbesserung der verkehrlichen Anbindung des Flughafens durchzuführen. Folgende Potentiale sol- len dabei näher untersucht werden: 1.1. Direkte Schnellbuslinie zwischen Enschede und dem FMO. 1.2. Kombinierte Zug/Bus-Verbindung von Enschede bis zu einem geeigneten Bahnhof (z. B. Nordwalde), mit anschließendem Zubringerbus (elektro- oder wasserstoffbetrieben) zum FMO. 1.3. Möglichkeit zum direkten Check-In am Bahnhof Enschede sowie am Bushalt Hauptbahnhof Münster (Linie X50). 2. Im Kontext des S-Bahn Münsterland-Konzeptes wird darauf hingewiesen, dass eine spätere Anbindung des FMO durch eine SPNV-Neubaustrecke für den Fall mittelfristig ausreichender Passagierzahlen integrierbar sein soll. Von daher soll planerisch im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersucht werden, ob ein Stre- ckenneubau nördlich von Sprakel bis zum FMO entlang der Autobahn A1 reali- sierbar ist. Zu prüfen ist, ob der Zug am FMO im Untergeschoss enden kann. Begründung: Die Bedeutung des Flughafens Münster-Osnabrück ist im Kontext der gesamten EUREGIO-Region zu betrachten. Die Bestrebungen der EUREGIO verfolgen das Ziel, die starken Teilregionen sollen zu „einem“ gemeinsamen Gebiet zusammen- wachsen, zu einem zusammenhängenden und starken Lebens- und Wirtschaftsraum werden, in dem die Grenze keine hemmende Wirkung mehr hat. Für eine enge Zu- sammenarbeit in der Grenzregion sind Maßnahmen für die Handlungsfelder Infra- struktur, Fachkräfte, Standortattraktivität und Wirtschaftsfreundlichkeit besonders ge- eignet. Insbesondere eine gut ausgebaute und leistungsfähige Infrastruktur für den Verkehr ist Voraussetzung für einen funktionierenden Wirtschaftsstandort und weiteres Wachstum. Die beantragte Analyse nimmt gezielt die bessere verkehrliche Anbin- dung des FMO an periphere Räume in Grenzregionen, in ländliche Regionen und urbane Zentren in den Fokus. Unterschiedliche Verkehrsmittel aus unterschiedlichen Richtungen sollen besser miteinander vernetzt werden können. Zusätzliches Potential bietet der Verzicht auf den vor zehn Jahren geplanten Aus-/Neubau des Twente Airports in Enschede. In einem Gutachten der EUREGIO aus 2019 werden Maßnahmen zur zukunftssiche- ren Aufstellung des FMO durch Verbesserung der Erreichbarkeit des FMO, u. a. aus den Niederlanden sowie über eine verbesserte ÖPNV-Anbindung insgesamt, Erwei- terung von Flugangeboten zu für die Wirtschaft interessanten Destinationen, Siche- rung der Anbindung an möglichst mehrere internationale Drehkreuze und zuletzt Stärkung der regionalen Identifikation mit dem FMO. Auch der Bund hat dem Flugha- fen Münster/Osnabrück neben den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn als drittem Flughafen in NRW eine besondere Bedeutung zugesprochen. Die von der Flughafen-Geschäftsführung bereits eingeleiteten Schritte zur zusätzli- chen Etablierung des FMO als Standort für die Entwicklung und Erprobung nachhalti- ger und insbesondere CO2-armer/-freier Luftverkehrstechnologien sollten regional vernetzt werden, zum Beispiel durch eine frühzeitige Integration der Hochschule Twente. Der FMO ist für das EUREGIO-Gebiet ein unverzichtbarer Standortfaktor, der dauer- haft gesichert und zukunftsfähig aufgestellt werden sollte. Der FMO stellt über die Zubringerflüge zu den Hub-Flughäfen Frankfurt und München die Verbindung der EUREGIO zu den Wirtschaftsmetropolen weltweit her. Er bietet im Vergleich zur Nut- zung, z. B. des Düsseldorfer Flughafens oder von Amsterdam-Schiphol viele Vorteile, u. a. durch schnelle Erreichbarkeit, kurze Wege am Airport und eine schnelle Abferti- gung. Bei der Sicherung und Weiterentwicklung des FMO ist aus Sicht der Wirtschaft ein besonderes Augenmerk auf die Geschäftsreiseverbindungen zu legen. Das Geschäftsreisendenpotential in den östlichen Niederlanden sollte hierbei stärker als bisher in den Fokus genommen werden. Bereits vor dem Ausbruch der Corona Pan- demie kamen zehn Prozent der Fluggäste aus dem Raum Niederlande. Um die Po- tentiale in den Niederlanden besser zu erschließen, sollte u. a. die ÖPNV-Anbindung aus dieser Richtung verbessert werden. Die EUREGIO-Region bleibt grenzüber- schreitend aufgerufen, auch in Zukunft gemeinsam die Entwicklung des FMO positiv zu begleiten. gez. Stefan Weber und Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- A-R/0019/2021
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 09.03.2021
- Erstellt
- 09.03.2021 14:31