A-R/0055/2019
Schnelle Busse verbinden Münster mit dem Münsterland
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a-r-0055-2019-Schnelle Busse verbinden Münster mit dem Münsterland!
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Antrag an den Rat Nr.: A-R/0055/2019 Ratsantrag 25.06.2019 Schnelle Busse verbinden Münster mit dem Münsterland! Der Rat möge beschließen: 1. Zur Verbesserung der Busverbindungen zwischen de n Landkreisen Warendorf, Borken, Coesfeld und Steinfurt sowie der Stadt Müns ter werden die bestehenden Schnellbuslinien verstärkt. 2. Ziel ist es, ab dem nächsten Fahrplanwechsel im Januar 2021 auf den vier Schnellbuslinien S 20 Warendorf – Everswinkel – Münster S 50 Ibbenbüren – FMO – Münster S 70 Vreden – Ahaus/Horstmar – Laer - Münster S 75 Bocholt – Borken – Münster jeweils eine zweite Verbindung je Stunde mit einem Schnellbus einzurichten und dadurch das Angebot auf diesen Linien zu verdoppeln und auf der besonders stark genutzten Schnellbuslinie S 90 Lüdinghausen – Senden - Münster bereits 2019 je Stunde eine dritte Verbindung mit e inem Schnellbus einzurichten und dadurch das Angebot auf dieser Linie um 50 % zu erhöhen. 3. Die Verwaltung wird beauftragt, hierfür in Absti mmung mit den Landkreisen und Anliegergemeinden Verhandlungen mit den zuständigen Gremien der RVM/WVG aufzunehmen. Auch die SWMS sowie der ZVM bzw. der NWL sind soweit erforderlich zu beteiligen. 4. Die Verwaltung wird beauftragt, die Streckenführ ung der Schnellbuslinien innerhalb des Stadtgebietes von Münster durch Busspuren bzw. LSA-Vorrangschaltungen zu beschleunigen. 5. Die Verwaltung wirkt darauf hin, dass sobald als möglich Fahrzeuge mit E-Antrieb eingesetzt werden. 6. Die Stadt erklärt sich bereit, die aus dem Mehra ngebot resultierenden finanziellen Belastungen, die nicht aus dem Verkauf von Tickets refinanziert und durch Fördermittel gem. ÖPNVG NRW abgedeckt werden können , zu einem (regional) angemessenen Anteil durch die Stadt Münster zu tragen. Begründung: Die Pendlerverflechtungen zwischen Münster und dem Münsterland werden immer stärker. Stadt und Stadtwerke gehen inzwischen von täglich 3 80.000 Pendlerfahrten zwischen den Gemeinden in den Kreisen Warendorf, Coesfeld, Steinfurt und Borken und der Stadt Münster aus. Neben dem BerufspendlerInnen sind dies in zune hmendem Maße auch Studien- und AusbildungspendlerInnen. Der Anteil des privaten Kfz als Verkehrsmittel lieg t trotz verbesserter ÖV-Angebote im Pendlerverkehr nach wie vor bei über 80 %. Steigend e Belastungen der AnwohnerInnen in den Gemeinden und in der Stadt Münster durch Lärm, Abgase und Staus auf den Straßen sowie durch erhöhte Unfallgefahren auf der einen un d der PendlerInnen durch immer längere Fahrzeiten auf der anderen Seite, sind die Folge. Eine Verkehrswende durch stärkere Nutzung von Bus u nd Bahn und - im engeren Umfeld der Stadt - durch E-Fahrräder auf Velo-Routen ist a us Gründen des Klimaschutzes und aus volkswirtschaftlichen Gründen dringend erforderlich . Ziel muss es sein, den Anteil der öffentlichen Verkehrsmittel und der E-Fahrräder so schnell wie möglich zu erhöhen. Initiativen der Stadt und der direkt angrenzenden G emeinden einerseits für die Eirichtung von Velo-Routen sowie andererseits der Stadt mit de n vier Landkreisen des Münsterlandes für die Entwicklung einer Münsterland S-Bahn verdeutlichen, welche große Bedeutung dieser Aufgabe beigemessen wird. Wo im Münsterland keine Schienenstrecken zur Verfüg ung stehen, kommt seit Jahren den Schnellbuslinien entscheidende Bedeutung zu. Zurzei t verbinden 7 S-Buslinien die Landkreise des Münsterlandes untereinander und mit der Stadt Münster. Hinzu kommen zwei weitere S-Buslinien, die Warendorf und Ahlen sowie Recke und Osnabrück verbinden. Die verkehrliche Bedeutung dieser S-Buslinien ist e rheblich. Die Linie S 90 von Lüdinghausen nach Münster zählt bspw. täglich mehr als 3.300 Fahrgäste, die S 70 von Vreden über Ahaus/Horstmar nach Münster mehr als 2. 700 Fahrgäste. Sie werden damit stärker genutzt als manche regionale Schienenstrecke. Das Potential der S-Buslinien ist noch lange nicht ausgeschöpft. Zurzeit bieten 6 der 7 Linien nur eine stündliche Verbindung an. Auf der S 90 von Lüdinghausen über Senden nach Münster besteht ein halbstündliches Angebot je Richtung. Ziel dieses Antrages ist es, die Angebote auf den S chnellbuslinien erheblich zu verbessern. Auf den vier Linien S 20 Warendorf – Everswinkel – Münster S 50 Ibbenbürgen – FMO – Münster S 70 Vreden – Ahaus/Horstmar – Laer - Münster S 75 Bocholt – Borken – Münster soll das Angebot durch Einrichtung jeweils einer zu sätzlichen Verbindung je Stunde verdoppelt werden. Auf der Linie S 90 Lüdinghausen – Senden – Münster soll eine dritte Verbindung je Stunde eingerichtet und das Angebot dadurch um 50 % vergrö ßert werden. Der Antrag greift hier bereits laufende Verhandlungen zwischen dem Kreis C oesfeld, der Stadt Münster und der RVM für eine „X90“ genannte besonders schnelle und komfortable Expressbus-Verbindung auf. Vereinbarungen zur Umsetzung dieser Maßnahmen solle n bis Jahresende abgeschlossen werden. Realisiert werden sollen die Verbesserungen nach Möglichkeit zum nächsten Fahrplanwechsel, der Anfang 2021 stattfinden wird. Auf der S 90-Linie kann der Betrieb der dritten Verbindung dank der Vorarbeiten bereits unt erjährig zum Sommer 2020 aufgenommen werden. Die Verbesserung der Angebote muss durch die Beschl eunigung der Busse im Stadtgebiet von Münster flankiert werden. Bei den genannten Sch nellbussen sind deshalb folgende Streckenführungen durch neue/längere Busspuren bzw. LSA-Vorrangschaltungen soweit als technisch/baulich möglich zu beschleunigen: S20: L 793 mit Busspur ab Abzweig Wolbeck – Münste rstraße – Wolbecker Straße - Servatiiplatz S50: Schifffahrter Damm – Königsberger Straße – Ho her Heckenweg – Gartenstraße – Eisenbahnstraße – Servatiiplatz/Hbf S70: A 1/Münster-Nord - Steinfurter Straße - Neuto r (Schlossplatz Nord) - Altstadt/Bült – Mauritztor – Eisenbahnstraße/Hbf S75: A 43 – Weseler Straße – Moltkestraße – Ludger iplatz – Schorlemer Straße – Herwarthstraße - Bahnhofstraße – Eisenbahnstraße - Altstadt/Bült S90: Wie S75. Aus Gründen des Klimaschutzes und der Luftreinhaltu ng sollen die einzusetzenden Fahrzeuge sobald als möglich – abhängig von der tec hnischen Entwicklung und von der Verfügbarkeit - mit E-Antrieben (vorzugsweise Brenn stoffzellentechnik) ausgerüstet werden. Augenblicklich sind die Herstellerangebote für solc he Fahrzeuge sehr gering bis nicht vorhanden. Deshalb wird es darum gehen, die Schnell bus-Flotte im Laufe der nächsten Jahre schrittweise auf E-Betrieb umzustellen. Die Kosten der Verbesserungen des Angebots durch zusätzliche Fahrzeuge, durch Personal und durch Betrieb werden sich zum Teil über erhöhte Fahrgastzahlen und entsprechenden Ticketverkauf amortisieren lassen. Zur Abdeckung de r Mehrosten können auch die Regionalisierungsmittel herangezogen werden, die den öffentlichen Aufgabenträgern des ÖV gem. § 11 ÖPNVG NRW vom Land NRW zur Verfügung gest ellt werden. Schnellbuslinien gehören ausdrücklich zum Förderumfang. Evtl. verbleibende Restkosten müssten durch die bet eiligten Kreise und Gemeinden aufgebracht werden. Stefan Weber Otto Reiners Walter von Göwels Gerhard Joksch und CDU-Fraktion und GAL-Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Orte (14)
- Wolbecker Straße
- Königsberger Straße
- Gartenstraße
- Eisenbahnstraße
- Steinfurter Straße
- Weseler Straße
- Moltkestraße
- Herwarthstraße
- Bahnhofstraße
- Servatiiplatz
- Schifffahrter Damm
- Heckenweg
- Schlossplatz
- Mauritztor
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Details
- Aktenzeichen
- A-R/0055/2019
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 26.06.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37