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Anfrage betreffend integrationspolitische Konsequenzen aus der Lage am Neumarkt / Josef-Haubrich-Hof – Forderung nach koordiniertem Handeln

Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates AN/0688/2025 vom 19.05.2025

Stand: Am 03.06.2025 im Integrationsrat beraten. Ein Ergebnis ist nicht angegeben.

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    Vivian Berhane Datum 16.05.2025 An den Vorsitzenden des Integrationsrates Herrn Tayfun Keltek An die Geschäftsstelle des Integrationsrates Frau Dr. Dikbaş Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates Gremium Datum der Sitzung Integrationsrat 03.06.2025 Anfrage betreffend Integrationspolitische Konsequenzen aus der Lage am Neu- markt / Josef-Haubrich-Hof – Forderung nach koordiniertem Handeln Sehr geehrter Herr Vorsitzender, bezugnehmend auf Ihrer Bitte hin meine mündlich vorgetragene Anfrage schriftlich vorzulegen, komme ich dieser hiermit nach. Die derzeitige Situation am Neumarkt / Josef-Haubrich-Hof – geprägt durch eine offene Drogenszene, Gruppenbildung und Verwahrlosung- wirft nicht nur Ordnung – und si- cherheitspolitische Fr agen auf, sondern offenbart auch gravierende integrationspoliti- sche Defizite. Wie aus der mir vorliegenden Korrespondenz der Interessengemeinschaft Neumarkt e. V., Beobachtungen und Rückmeldungen aus der Nachbarschaft sowie von Gewer- betreibenden hervorgeht, handelt es sich bei einem großen Teil der dort präsenten Gruppen um Menschen in prekären sozialen Lagen. Diese sind in Suchtverhältnissen eingebunden und durch bestehende Hilfesysteme kaum oder gar nicht erreichbar. Dies ist ein klares Anzeichen dafür, dass unsere kommunale Integrationspolitik ihre Ziel- gruppen in Teilen verfehlt. Offenbar fehlen niedrigschwellige, kultursensible Zugänge zu Prävention, Teilhabe und sozialer Stabilisierung. Vor diesem Hintergrund stelle ich folgende Fra gen an die zuständigen Stellen der Stadt Köln: 1. Welche strukturierten Erkenntnisse liegen der Stadt Köln zu den Herkunft-, Auf- enthalts – und Integrationsbiografien der Menschen vor, die sich regelmäßig am Neumarkt / Josef-Haubrich-Hof aufhalten? 2. Wie werden bestehende integrationspolitische Strukturen (z.B. interkulturelle Zentren, Migrationsberatungen, Moscheevereine oder andere migrantische Communities) aktiv in die Prävention und Konfliktprävention einbezogen? 3. Wie wird verhindert, dass integrationspolitische Versäumnisse zu einer sicher- heitspolitischen Eskalation führen – wie derzeit am Neumarkt / Josef-Haubrich- Hof zu beobachten? 4. Gibt es bereichsübergreifende Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Integra- tion und Vielfalt, der Sozialverwaltung und dem Ordnungsamt, um auf die Situ- ation abgestimmte Maßnahme zu ergreifen? Herzlichen Dank gez. Vivian Berhane

Beratungsverlauf

  1. 03.06.2025

    Integrationsrat

    TOP 4.1, Entscheidung.

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