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2017/0350

Förderantrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzini-tiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) „Kurze Wege für den Klimaschutz“ „HeinerBike – Ein freies Lastenradverleihsystem für Darmstadt“

Magistratsvorlage 05.10.2017

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2017/0350

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Lieferanschrift 
Stresemannstr. 128 - 130, 10117 Berlin 
Zustellanschrift 
Robert-Schumann-Platz 3, 53175 Bonn 
 Haltestelle S+U Potsdamer Platz 
S-Bahn: 1, 2 U-Bahn: 2 
Bus: M41, M48, M85, 200 
Regionalverkehr: RE3, RE4, RE5 
 
BMUB-Vordr. 0224/12.12 
POSTANSCHRIFT Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, KI III 5, 11055 Berlin Geschäftszeichen (bei Antwort bitte angeben) 
 
Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Postfach 11 10 61 
64225 Darmstadt 
 KII2 -  - 03KKW0194 
  
 Stresemannstr. 128 - 130, 10117 Berlin 
   +49 (0)3018 305 0  (Zentrale) 
  +49 (0)3018 305 4375 (Zentrale) 
  +49 (0)3018 305  
  +49 (0)3018 305  
   E-Mail 
  
 Berlin, 29.06.2017 
 
  Zuwendungsbescheid 
  
BETREFF  Zuwendung aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative,  
Haushaltsjahr 2017, für das Vorhaben:  
"NKI: HeinerBike - Ein freies Lastenradverleihsystem für Darmstadt" 
 Ausführende Stelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt - Stadtplanungsamt 
Förderkennzeichen: 03KKW0194 
Kassenzeichen: 810303639195 
BEZUG  Ihr Antrag vom: 28.10.2016 
In der Fassung vom: 21.04.2017 
Mit Ergänzungen v.: 23.05.2017, 21.04.2017 
 
   
ANLAGE 
 
 - Abdruck "Allgemeine Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung an 
Gebietskörperschaften- ANBest-Gk -" (Stand: November 2016) 
- Gesamtfinanzierungsplan 
- Weitere Nebenbestimmungen und Hinweise 
- Vordruck "Empfangsbestätigung" 
- Vordruck "Zahlungsanforderung" mit Hinweisen für Zahlungsempfänger 
- Vordruck „Antrag profi-online“ 
- Muster der Belegliste als Anlage zum Verwendungsnachweis 
- Terminübersicht

- 2 - 
 
 Sehr geehrte Damen und Herren, 
 1. Höhe der Zuwendung/Fi nanzierungsform und -art/Zweckbindung/Bewilligungszeitraum/ 
Zahlungsplan. 
 
 ich bewillige Ihnen als Projektförderung eine nicht rückzahlbare    Zuwendung von 90,00 v.H. 
der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens jedoch 
 23.627,00 € 
(in Buchstaben:   Zwei-drei-sechs-zwei-sieben Euro), (Anteilfinanzierung). Die Zuwendung ist 
zweckgebunden; sie darf nur für das o. a. Vorhaben  
 entsprechend Ihrem Antrag vom 28.10.2016, in der Fassung vom 21.04.2017, einschließlich 
evtl. Ergänzungen (s. Bezug) und dem beigefügten, von mir im Einvernehmen mit Ihnen, 
geänderten Gesamtfinanzierungsplan verwendet werden. 
 Die Bewilligung setzt voraus, dass die Gesamtfinanzierung des Vorhabens gesichert bleibt. 
 Der Zuwendungsbescheid gilt für den Zeitraum vom 01.07.2017 bis 31.12.2018 
(Bewilligungszeitraum). 
 Die Zuwendung darf nur für die im Bewilligungszeitraum für das Vorhaben verursachten Aus-
gaben abgerechnet werden. 
 Ich beabsichtige, die Zuwendung kassenmäßig wie folgt zur Verfügung zu stellen:  
 0,00 € im Haushaltsjahr 2017 
 22.445,00 € im Haushaltsjahr 2018 
 1.182,00 € im Haushaltsjahr 2019. 
 
 Sollte sich der Mittelbedarf gegenüber Ihrem Antrag zeitlich verschieben, so ist mir das 
unverzüglich mitzuteilen, damit versucht werden kann, den Zahlungsplan anzupassen. 
 
2. Nebenbestimmungen und Hinweise
  
 Die beigefügten ANBest-GK sind nach Maßgabe der nachstehenden Bestimmungen 
Bestandteil dieses Bescheides. 
 Für die Auszahlung der Zuwendung gilt das Anforderungsverfahren nach Nr. 1.3 
ANBest-Gk. Die Frist für die alsbaldige Verwendung der Mittel beträgt 
vorhabenbezogen 6 Wochen. 
 Es gelten die folgenden sowie die als Anlage beigefügten weiteren 
Nebenbestimmungen und Hinweise:
  
 - Abtretung einer Forderung an Dritte 
Die Abtretung einer Forderung aus dem Zuwendungsbescheid an Dritte ist ausgeschlossen.

- 3 - 
 - Genehmigung der Europäischen Kommission 
Diese Zuwendung bedurfte keiner Genehmigung durch die Europäische Kommission. 
 - Auszahlungssperren  
Die Zuwendung in Höhe von 1.182,00 Euro wird kassenmäßig gesperrt. Dies entspricht 
5% der Gesamtzuwendung. Die Auszahlung erfolgt erst nach Prüfung des 
Verwendungsnachweises.  
 - Änderung des Gesamtfinanzierungsplans  
Änderungen des Gesamtfinanzierungsplans, die über die Ermächtigung der Nr. 1.2 
ANBest-GK hinausgehen, bedürfen meiner vorherigen schriftlichen Zustimmung. Dem 
Antrag ist eine Neufassung des Gesamtfinanzierungsplans beizufügen. 
 - Widerrufsvorbehalt  
Ich behalte mir vor, den Bescheid 
– in den Fällen der Nr. 1.6 ANBest-GK 
– in den Fällen einer Auszahlungssperre für Einzelansätze des Gesamtfinanzierungsplans, 
– aus zwingenden Gründen 
zu widerrufen und die Förderung ganz oder teilweise einzustellen (Widerrufsvorbehalt 
nach § 36 Abs. 2 Nr. 3 in Verbindung mit § 49 Abs. 2 Nr. 1 Verwaltungsverfahrensgesetz). 
 - Vergabe von Aufträgen 
Ergänzend zu den Regelungen in den ANBest-GK gilt: 
Aufträge bis zu einem Höchstwert von jeweils 15.000 Euro (ohne USt) dürfen in 
Anwendung von § 3 Abs. 5 Buchstabe i) VOL/A ohne weitere 
Zulässigkeitsvoraussetzungen freihändig vergeben werden. 
Jeder freihändigen Vergabe muss eine Preisermittlung zugrunde liegen, um die 
Wirtschaftlichkeit der vergebenen Leistungen zu gewährleisten. Voraussetzung einer 
sachgerechten Preisermittlung ist eine ausreichende Marktübersicht. Das bedeutet, dass 
die Auswahl der in die Preisermittlung einzubeziehenden Anbieter so erfolgen muss, dass 
die aktuelle Wettbewerbssituation am Markt hinreichend berücksichtigt ist. Bei Bedarf ist 
vor der freihändigen Vergabe ein Teilnehmerwettbewerb (§ 12 VOL/A) durchzuführen. 
Auch bei freihändigen Vergaben sind grundsätzlich mehrere –mindestens drei- Bewerber 
zur Angebotsabgabe aufzufordern (vgl. § 3 Abs. 1 Satz 4 VOL/A). 
 
 Lieferungen und Leistungen mit einem geschätzten Auftragswert von 1.000 Euro 
bis 15.000 Euro (ohne USt) können ohne Durchführung eines 
Ausschreibungsverfahrens im Wege der freihändigen Vergabe nach Einholung von 
mindestens drei schriftlichen Angeboten an den Bieter mit dem wirtschaftlichsten 
Angebot vergeben werden. Das Vergabeverfahren ist fortlaufend zu

- 4 - 
dokumentieren (§ 20 VOL/A). Dies umfasst ebenso das Ergebnis der 
Preisermittlung sowie die Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebotes.  
 Lieferungen und Leistungen mit einem geschätzten Auftragswert von 501 
Euro  bis 999 Euro (ohne USt) können nach einer formlosen (auch telefonischen) 
Angebotseinholung bei mindestens drei Unternehmen an den Bieter mit dem 
wirtschaftlichsten Angebot freihändig vergeben werden. Das Vergabeverfahren ist 
fortlaufend zu dokumentieren (§ 20 VOL/A). Dies umfasst ebenso das Ergebnis der 
Preisermittlung sowie die Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebotes.  
 Soweit der geschätzte Auftragswert 499 Euro (ohne USt) nicht übersteigt, kann 
aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung auf einen Vermerk über das Ergebnis 
der formlosen Preisermittlung verzichtet werden.  
Die Zulässigkeit einer freihändigen Vergabe nach den Buchstaben a) bis h) und j) bis l) 
bleibt unberührt. Nr. 3 ANBest-GK ist auch dann zu beachten, wenn mit dem Förderantrag 
bereits potenzielle Auftragnehmer benannt oder Angebote vorgelegt werden. 
 - Hinweise für Zahlungsempfänger  
Die diesem Bescheid beigefügten "Hinweise für Zahlungsempfänger" sind zu beachten. 
 - Teilnahme an „profi-online“  
Sie haben die Möglichkeit, an dem halbelektronischen Hybridverfahren  „profi-online“ 
teilzunehmen. Diesem Bescheid sind  dazu entsprechende Hinweise und ein Antrag 
beigefügt. Bitte senden Sie bei Interesse an einer Teilnahme an „profi-online“ den 
ausgefüllten Antrag an das BMUB oder seinen Projektträger. Diese Stellen stehen Ihnen 
auch für nähere Auskünfte über das Verfahren zur Verfügung. 
 - Nachweis der Verwendung  
 Für die Erstellung des zahlenmäßigen Verwendungsnachweises nach Nr. 6.4 ANBest-GK 
wird Ihnen nach Ablauf des Bewilligungszeitraums ein entsprechender DV-Vordruck 
zugehen. 
 Ist der Zuwendungszweck nicht bis zum Ablauf des Haushaltsjahres erfüllt, ist im Rahmen 
von 6.1 ANBest-GK der zahlenmäßige Zwischennachweis binnen vier Monaten nach 
Ablauf des Haushaltsjahres vorzulegen. 
 Der zahlenmäßige Zwischen- und Verwendungsnachweis muss von einem hierzu 
Befugten rechnerisch festgestellt sein. 
 Nach Nr. 7.2 ANBest-GK ist der Verwendungsnachweis von Ihrer Prüfungseinrichtung zu 
prüfen. Das Ergebnis der Prüfung ist von ihr auf dem Verwendungsnachweis zu vermer-
ken und zu bescheinigen.

- 5 - 
- Veröffentlichungen  
1. Es ist bei allen Veröffentlichungen und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit – 
beispielsweise Publikationen, insbesondere Programmhefte, Broschüren, Websites, 
Briefköpfe sowie bei Plakatwänden, Transparenten und Ähnlichem – der Hinweis 
aufzunehmen bzw. gut sichtbar anzubringen: 
„Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit 
aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages“.  
Bei Zuwendungsbaumaßnahmen ist auf Bauschildern der Hinweis aufzunehmen: 
„Hier entsteht ... gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland…. 
Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und 
Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages“; auf 
Einladungskarten und Ähnlichem ist der Hinweis aufzunehmen: „Gefördert durch die 
Bundesrepublik Deutschland, Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Umwelt, 
Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen 
Bundestages“. Dabei ist jeweils auch das Logo des BMUB zu verwenden. Das Logo 
sowie weitere Informationen zur Beachtung von Logos und Corporate Design des 
Zuwendungsgebers BMUB kann abgerufen werden unter der Internetadresse 
http://www.BMU.de/cd-manual mit dem Benutzernamen: „design“ und dem Passwort: 
„manual8x“. 
Zusätzlich wird für die Erstellung von Drucksachen die Verwendung von RC-
Papieren; zertifiziert nach RAL UZ14 (Blauer Engel) oder gleichwertig gewünscht. Das 
genutzte RC-Papier sollte hinsichtlich der Qualität der DIN EN 12281 oder gleichwertig 
entsprechen. 
2. Bei Veröffentlichungen im Internet sowie bei der Registrierung einer Internetadresse 
ist folgendes zu beachten: 
2.1 Anmeldung 
Die Zieladresse und ggf. die eigens eingerichtete/n Internet-Domain/s der zum 
Vorhaben angelegten Internetseiten sind dem zuständigen Fachreferat/Projektträger 
und der BMUB-Internetredaktion (Mail: internetredaktion@BMUB.bund.de) zu melden. 
Die Anmeldung soll zusätzlich zur Internetadresse auch das Förderkennzeichen 
enthalten.  
2.2 Abmeldung, Domainaufgabe 
Wenn eine Fortnutzung einer Internet-Domain für Projektzwecke im Sinne der 
Ergebnisverwertung nicht verfolgt wird oder zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr 
verfolgt wird und ein Zuwendungsempfänger die für ein Vorhaben gesicherte Internet-
Domain nach Ende des Vorhabens oder zu einem späteren Zeitpunkt aufgeben will, 
hat er das BMUB vor Rückgabe der Domain unter der Mail: 
internetredaktion@BMUB.bund.de darüber so rechtzeitig zu informieren, dass dem 
BMUB die Entscheidung möglich ist, ob es die aufzugebende Domain im Einzelfall

- 6 - 
übernimmt. Sollte das BMUB eine Domain im Einzelfall übernehmen, hat der 
Zuwendungsempfänger diese ohne Kosten an das BMUB abzugeben und dazu bei der 
Übertragung (KK-Antrag) mitzuwirken. 
2.3 Erstellung eines Internetauftritts 
Bei der Gestaltung und technischen Umsetzung eines Internetauftritts, aus dem das 
Bundesumweltministerium als Herausgeber hervorgeht, sind die jeweils gültigen 
Bestimmungen der Barrierefreien Informationstechnik Verordnung (BITV) zu beachten. 
Dies schließt auch die Dateien wie PDF-Dokumente, Audio- und Video-Beiträge ein, 
die über den Auftritt zum Herunterladen und Betrachten angeboten werden. Detaillierte 
Hinweise zur Umsetzung der BITV sind auf den Internetseiten des BIK (Arbeitskreis 
„barrierefrei informieren und kommunizieren“) zu finden: http://www.bik-online.info/. 
bzw. http://www.bitvtest.de/index.php?a=di&iid=1125 
2.4 Internetdateien für das BMUB 
Dateien, die im Rahmen des Projektes für das BMUB zum Zwecke der 
Veröffentlichung im Internet erstellt werden (z. B. Projektberichte, Broschüren), fallen 
ebenfalls unter die Vorgaben der BITV. Die abgelieferten Dateien wie WORD-, PDF- 
und Audio-/Video-Dateien müssen den Mindestanforderungen entsprechen, wie sie 
unter der Internetadresse http://www.BMU.de/cd-manual mit dem Benutzernamen: 
„design“ und dem Passwort: „manual8x“ abgerufen werden können. 
 - Rückzahlung der Zuwendung  
Ich behalte mir vor, Zuwendungsteilbeträge, die auf Anforderung ausgezahlt werden, 
kassenmäßig vorläufig zurückzufordern, wenn sie nicht zeitgerecht von Ihnen verwendet 
werden. 
Überzahlungen, die sich nach Abschluss des Vorhabens ergeben, sind unverzüglich und 
unaufgefordert unter Angabe des Kassenzeichens 810303639195 zurückzuzahlen.  
Bitte benutzen Sie dazu folgende Bankverbindung: 
Empfänger/Kontoinhaber: Bundeskasse Halle 
BIC: MARKDEF1860 
IBAN: DE38860000000086001040 
Bank: DEUTSCHE BUNDESBANK Filiale Leipzig 
Die gemäß § 49a Abs. 3 Verwaltungsverfahrensgesetz zu zahlenden Zinsen sind auf das 
vorgenannte Konto der Bundeskasse unter Angabe des Kassenzeichens zu überweisen. 
 - Voraussetzungen zur Auszahlung der Zuwendung  
Die Zuwendung kann erst ausgezahlt werden, wenn der Bescheid nach Ablauf der Rechts-
behelfsfrist bestandskräftig geworden ist und die sonstigen Voraussetzungen erfüllt sind.

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Sie können die Bestandskraft des Zuwendungsbescheides vorher herbeiführen und damit 
die Auszahlung beschleunigen, wenn Sie auf der Empfangsbestätigung erklären, dass Sie 
auf einen Rechtsbehelf verzichten (Vordruck liegt bei). 
Für die Anforderung der Zuwendung nach Nr. 1.3 ANBest-GK liegt der Vordruck dem Zu-
wendungsbescheid bei. Falls Sie auf die Einlegung eines Rechtsbehelfs in der Empfangs-
bestätigung nicht verzichten, müssen Sie den Ablauf der Rechtsbehelfsfrist abwarten und 
der ersten Zahlungsanforderung eine Erklärung beifügen, dass Sie keine Klage beim Ver-
waltungsgericht erhoben haben. 
 - Einschaltung eines Projektträgers  
PT Jülich GmbH, Projektträger Jülich (PtJ), Zimmerstraße 26-27, 10969 Berlin, (Herr Dirk 
Rommeney, Telefon +49 30 20199-3149 und Frau Claudia Golbs, Telefon+49 30 20199-
3205), ist als Projektträger für das Fördergebiet bevollmächtigt, die Zuwendung im Namen 
und für Rechnung des BMUB abzuwickeln und im Rahmen der BMUB-Regelungen die 
hierzu erforderlichen Rechtshandlungen selbständig vorzunehmen. 
Ich bitte daher, alle die Durchführung und Abwicklung des Vorhabens betreffenden Vor-
gänge an den Projektträger zu senden. 
 - Eine Durchschrift des Bescheides habe ich an:  
Wissenschaftsstadt Darmstadt - Stadtplanungsamt, Bessunger Str. 125, 64295 Darmstadt  
zur Kenntnisnahme übersandt. 
 
3. Rechtsbehelfsbelehrung 
  
Gegen diesen Bescheid kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Klage bei dem Ver-
waltungsgericht Köln, Appellhofplatz, 50667 Köln, erhoben werden. 
 Mit freundlichen Grüßen 
Im Auftrag 
 
 
 Dieser Bescheid wurde durch DV erstellt und trägt daher keine Unterschrift

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BR

HEINER
BIKE

HeinerBike

Ein freies Lastenradverleihsystem für Darmstadt

Vorhabenbeschreibung für den Förderantrag
„Kurze Wege für den Klimaschutz“

28. Oktober 2016
Überarbeitet 21. April 2017

Beschreibung des Antragstellers

Antragsteller ist die Wissenschaftsstadt Darmstadt, vertreten durch das Stadtplanungsamt,
Abteilung Mobilität und öffentlicher Raum. Der Antrag wird in Zusammenarbeit mit der
Themengruppe Lebensstil / TransitionTown der Lokalen Agenda 21 Darmstadt
eingereicht.

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt, Oberzentrum in Südhessen, verzeichnete in den
letzten fünf Jahren ein Bevölkerungswachstum von mehr als 10 % und umfasst
mittlerweile eine Stadtbevölkerung von über 157.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Die Stadt hat bereits heute einen überdurchschnittlich hohen Radverkehrsanteil unter den
Hessischen Großstädten. Aufgrund ihrer kompakten Kernstadt und der günstigen
Topographie, sowie des stetig steigenden Anteils junger Menschen in der Stadt —
insbesondere der Studierenden mit einem Bevölkerungsanteil von 26 % im Jahr 2014 —
verfügt die Stadt über gute Voraussetzungen für die wachsende Nachfrage nach
günstiger, flexibler und umweltfreundlicher Mobilität.

Die Themengruppe Lebensstil / TransitionTown der Lokalen Agenda 21 Darmstadt wird
den Lastenradverleih vorbereiten und den laufenden Betrieb durchführen (Wartung der
Homepage, Distribution der Räder zwischen wechselnden Stationen etc.).
In der Untergruppe „Lastenradverleih“ der TransitionTown-Gruppe sind derzeit 8
Personen. Diese Personen haben Erfahrung in folgenden Bereichen:

« Lastenräder (Besitz / regelmäßige Nutzung und Wartung)
Projektmanagement (z.B. Bürgersolaranlage, Permakulturgarten)
Marketing (Bewerbung der eigenen Projekte via Homepage / Flyer / Plakaten)
Gruppendynamik (langjährige Erfahrungen)
Verleihsystem (Aufbau eines Carsharing-Systems für ein Wohnprojekt)
Informatik / Mediadesign (z.B. www.transition-darmstadt.de)

« Finanzen (Gruppenmitglieder sind beruflich in einem eigenen Büro tätig)
Ein vergleichbares Projekt in dieser Größe wurde von der Gruppe noch nicht durchgeführt.
Wir orientieren uns an dem erfolgreichen Lastenradverleih „Kasimir" aus Köln und sind
auch aktiv im „Forum freie Lastenräder“.
Die Darmstädter Lokale Agenda 21 führt seit fast 20 Jahren Projekte in Darmstadt durch.
Die Aktivitäten der TransitionTown-Gruppe konzentrieren sich auf niederschwellige
Angebote zu Nachhaltigkeitsthemen in Darmstadt.

Das Stadtplanungsamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird den Eigenanteil zur
Verfügung stellen und übernimmt die Projektsteuerung sowie die Integration des Projektes
in die städtische Mobilitätsplanung.

Im Rahmen der Entwicklung des autoarmen Pilotquartiers „Lincoln-Siedlung“ etabliert die
Stadt Darmstadt dort von Anfang an ein Mobilitätsmanagement, das auch die Förderung
von Radverkehr und u.a. ein lastenradverleih. enthält. Dem Stadtplanungsamt obliegt die
Koordination bzw. Projektsteuerung der Umsetzung vor Ort. Betreiberin der derzeit im
Aufbau befindlichen Quartiers-Mobilitätszentrale ist voraussichtlich die HEAG mobilo
GmbH und somit auch zuständig für die Lastenräder in der Lincoln-Siedlung.

Die HEAG mobilo GmbH ist Teil der Darmstädter Stadtwirtschaft und zuständig für den
Betrieb der öffentlichen Verkehrsmittel.

Seite 1

Motivation und Ausgangslage

Lastenräder sind voll im Trend. Viele Darmstädter Haushalte würden gerne ein Lastenrad
für den Transport von Kindern oder Lasten nutzen, haben aber keine gesicherte
Abstellmöglichkeit in der nötigen Größe und sehen deshalb von einem Kauf ab. Auch die
hohen Anschaffungskosten von bis zu 5.000 EUR stehen einem Kauf häufig entgegen.
Einen Lastenradverleih wie in vielen anderen deutschen Städten gibt es in Darmstadt
bisher nicht. Einzelne Fahrradhändler vermieten ein Lastenrad für ca. 30 EUR/Tag.

Ein für die Nutzenden nahezu kostenneutrales Lastenradverleihsystem würde die
Probleme des Flächenbedarfs und des Kaufs beheben und die Nutzung für jede und jeden
zugänglich machen.

Die Stadt Darmstadt hat sich bereits mit einem umfangreichen Maßnahmenprogramm für
den Radverkehr in und um das Konversionsgebiet Lincoln-Siediung herum für das
Programm „Klimaschutz im Radverkehr“ beim Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit beworben. Die Lincoln-Siedlung wird derzeit als
innovatives Quartier mit einem nachhaltigen Mobilitätsmix und reduziertem Pkw-Stellplatz-
Schlüssel mit Fokus auf dem Radverkehr entwickelt. Ein Baustein ist auch der Aufbau
eines quartiersübergreifenden Lastenradverleihs, für das die Förderung der Anschaffung
von Lastenrädern beantragt und mittlerweile genehmigt wurde (Bundeswettbewerb
„Klimaschutz im Radverkehr“). Die Förderung aus diesem Projekt bezieht sich auf die
reinen Anschaffungskosten der Lasternräder.

Um das freie Lastenradverleihsystem in der Startphase erfolgreich zu initiieren und vor
allem auch außerhalb der Lincoln-Siedlung zu betreiben bzw. möglichst vielen
Bürgerinnen und Bürgern anbieten zu können, benötigt die Stadt weitere finanzielle
Unterstützung, weshalb der hiermit vorliegende Förderantrag gestellt wird.

Ziel soll es sein, dass alle Darmstädter BürgerInnen ein Lastenrad nutzen können. Das
vorliegende Projekt versteht sich als Start eines gesamtstädtischen Konzeptes, welches in
der Lincoln-Siediung beginnen und nach und nach in anderen Stadtteilen verbreitet
werden soll. Die Zielgruppe ist somit die gesamte Bürgerschaft (ab ca. 12/14 Jahren).

Die Motivation hinter dem Projekt ist, den Bürgerinnen Alternativen zum Privat-Pkw
aufzuzeigen, und mit Lastenrädern Einkaufs-, Erledigungs- und Freizeitwege vom Pkw auf
die Lastenräder zu verlagern. Das vielfach genannte „Wasserkasten-Problem“ beim
Einkauf mit dem Fahrrad wird somit obsolet.

In Darmstadt sind gemäß der Studie „Mobilität in Deutschland 2008“ die Hälfte der Wege,
die mit dem Pkw zurückgelegt werden, nur bis zu 5 km lang. Da gerade bei den
Wegezwecken Einkauf, Erledigung und Freizeit ein hoher Modal Split-Anteil des
motorisierten Individualverkehrs von jeweils über 40 % besteht, zeigt sich hier großes
Verlagerungspotenzial, der sich auch in bestehenden Lastenradverleihsystemen zeigt (vgl.
folgende Abbildung).

Seite 2

Transportgründe KASIMIR — Dein Lastenrad

Feste’
veranstaltungen

I Einkaufs Aniera
Besurgurigeri

BI unzug

I Ssonsuges

I Kindertranssor.

I Entsorgung

I Internes / Repar

I Damanstration

Flohmarkt

Garten

Screenshot der Auswertung des Kölner-Lastenradverleihs „Kasimir“

Hemmnisse

Gegen die Ausleihe eines Lastenrades könnte sprechen, dass man das Rad überall sicher
anschließen muss, um Versicherungsschutz zu haben. Diese Möglichkeit ist nicht überall
gegeben. Außerdem könnte das Lastenrad zu weit weg vom eigenen Zuhause stationiert
sein. Es könnte außerdem Menschen geben, die sich nicht zutrauen, ein Lastenrad zu
fahren. Die nötige Online-Anmeldung könnte ein weiteres Hemmnis darstellen.

Chancen

Die kostenfreie Ausleihe bietet eine niederschwellige Möglichkeit, ein Lastenrad zu nutzen
bzw. auszuprobieren.

Mit entsprechender Beratung sowie Marketingunterstützung und durch das Angebot von
Probefahrten bei Veranstaltungen (z.B. Darmstädter Mobilitätstage) lassen sich die
Hemmnisse des Handlings minimieren.

Die Standorte in den Bestandsquartieren werden komfortabel fußläufig erreichbar sein. In
der neu entstehenden autoarmen Lincoln-Siedlung werden die Lastenräder bei der derzeit
im Aufbau befindlichen Mobilitätszentrale in der Quartiersmitte verortet sein.

Wenn man sich von den Möglichkeiten eines Lastenrades selbst überzeugt hat, ist man
vielleicht eher bereit — in Verbindung mit den alternativen Mobilitätsangeboten in
Darmstadt (sehr guter ÖPNV, umfangreiches Bike- und Carsharing) — seinen Privat-Pkw
abzuschaffen.

Beschreibung der geplanten Aktivitäten

Der Lastenradverleih hat folgende Merkmale:

e Erist kostenfrei nutzbar, eine Spendenbox steht bereit.

Es gibt in der Stadt verteilte Stationen bei Geschäften und Büros.

Es gibt wechselnde Stationen alle paar Wochen (Ausnahme Lincoln-Siedlung).

Er ist ein Gemeingut: gemeinsame Nutzung statt individuellem Konsum.

Er plädiert für ein Umdenken in der urbanen Mobilität und steht für

Ressourcenschonung und Verkehrsberuhigung.

e  Erfördert über das Stationskonzept nachbarschaftliches Miteinander:
die Entleihe und Rückgabe erfolgt nicht anonym, sondern wechselt zwischen Cafes,
Privatpersonen und sozialen Einrichtungen.

e Erist zum Ausprobieren da und Multiplikator für die Nutzung und Verbreitung von
Lastenfahrrädern in der Stadt Darmstadt.

Seite 3

Hinweis: Der Kauf der 6 E-Lastenräder wird voraussichtlich über das Programm
„Klimaschutz im Radverkehr“ ko-finanziert. Die Anschaffung erfolgt im 2. Quartal 2017.

Da für die Anschaffung der Lastenräder eine Ausschreibung erfolgen muss, kann derzeit
noch nicht genau gesagt werden ob 5 oder 6 Lastenräder für den Förderbetrag
angeschafft werden könne. Daher wurde in diesem Förderantrag mit dem Maximalwert (6)
gerechnet.

Meilensteine für den Lastenradverleih

Nr. Arbeitspaket Inhalt und Erfolgsindikator Fälligkeit ‚Quartal 2017 Quartal 2018
1 A) Vorbereitung l Design und Einrichtung Homepage / Flyer April 2017 1]
drucken, verteilen / Branding der Räder RS |
Indikator: veröffentlichte Presseartikel |
2 |A)Vorbereitung Start des Testbetriebes | April 2017 a |
3 | B) Betrieb Start des Verleihs, Indikator: Anmeldungen Mai 2017 RB |
4 B)Betrieb Indikator: Die 50. Ausleihe "August 2017 | 2
5 |B)Betrieb Indikator: Die 100. Austeie 2 Ende 14|1.12.18.|
6 C) Abschluss Verleih-Ende, Indikator: Die 450. Ausleihe ‚Oktober 2018 BEL EEE N BE B |
Arbeitspakete

A) „Vorbereitung“
Beginn: April 2017; Ende: Mai 2017

Inhalt: Vorbereitung des laufenden Betriebs

Tätigkeiten / Arbeitsschritte:

«e Konzeptionierung und Programmierung der Homepage
Vorbereitung Öffentlichkeitsarbeit (Erstellung Fiyer/Beachflags/Fahrradbranding)
Erstellung des Materials für die Stationen (Verträge/Spendendose/Materialienkiste)
Test-Ausleihen durch Mitglieder der Agenda 21-Gruppe
Besuch von/Austausch mit Städten, die einen Lastenradverleih aufgebaut haben
Teilnahme an Veranstaltungen vom Forum freier Lastenräder
Organisation des laufenden Betriebs
Organisation der Stationen

«e Abstimmung mit Betreiberin des Mobilitätsmanagements in der Lincoln-Siedlung
Akteur: Agenda-Gruppe Lebensstil / TransitionTown

e Koordinierung der Maßnahmen in der Lincoln-Siedlung und dem innerstädtischen
Lastenradverleih

« Abschließen von Versicherungen

e Öffentlichkeitsarbeit (Presse, Teilnahme an Veranstaltungen, Homepage)

«  Vertragliche Vereinbarungen mit den Stationen/Hosts

Akteur: Stadtplanungsamt, Abteilung Mobilität und öffentlicher Raum

Ergebnisse: Der Lastenradverleih ist vielen Menschen in Darmstadt bekannt, es gibt viele
Anmeldungen auf der Homepage, der Verleih kann beginnen.

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B) „Betrieb“
Beginn: Mai 2017; Ende: Oktober 2018

Inhalt: Durchführung des laufenden Betriebs

Tätigkeiten / Arbeitsschritte:
e regelmäßiges Wechseln der Stationen
Abwicklung von Reparaturen / Wartungen
regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit
Akquise weiterer Stationen
Akquise weiterer ehrenamtlicher Helfer für das Team
regelmäßige Teamtreffen für Evaluation und Stärkung der Gruppe
Austausch mit anderen Lastenradverleihen
Wartung der Homepage

«e Abstimmung mit Betreiberin des Mobilitätsmanagements in der Lincoln-Siedlung
Akteur: Agenda-Gruppe Lebensstil / TransitionTown

e Betrieb der Stationen als Schnittstelle zwischen Nutzer und Rad. Nur im
persönlichen Kontakt können Räder ausgeliehen werden. Das gewählte System
garantiert ein einfaches Handling für die Stationsbetreiber. Das Aufladen der E-
Lastenräder wird gewährleistet.

Akteure: Betreiberin des Mobilitätsmanagements in der Lincoln-Siediung sowie die
Agenda-Gruppe Lebensstil / TransitionTown und Stations-Hosts in anderen Quartieren in
enger Abstimmung.

gewünschtes Ergebnis: Der Lastenradverleih funktioniert zuverlässig und wird gerne
genutzt.

C) „Abschluss und Evaluation“
Beginn/Ende: Oktober 2018

Inhalt: Ende des laufenden Betriebs, Abschluss des Projektes

Tätigkeiten / Arbeitsschritte:
+ Stopp des Verleihs
« Evaluation des Gesamtprojektes
e Beforschung und Evaluation im Rahmen von Abschlussarbeit / Studienprojekt mit
wissenschaftlicher Unterstützung, auch durch Studierende denkbar / möglich
ggf. Weiterführung als ehrenamtliches Projekt mit noch zu findender Finanzierung
ggf. Überführung in ein kommerzielles Projekt mit professionellem Betreiber
ggf. Überführung in Eigenbetrieb über Spenden- und Sponsorengelder.
ggf. Verkauf der Räder
Akteure: Stadtplanungsamt, Abteilung Mobilität und Öffentlicher Raum, Studierende

(Beforschung und Evaluation), Betreiberin des Mobilitätsmanagements in der Lincoln-
Siedlung und ggf. Sponsoren/Spender, weitere Akteure

gewünschtes Ergebnis: Das Projekt „Lastenradverleih“ war ein Erfolg, und es gibt eine
Weiterführung.

Seite 5

Beschreibung der zu erwartenden positiven Umwelteffekte

Aktivität: Betrieb eines frei zugänglichen Lastenradverleihsystems.

Einsatz: Gefördert werden die vorbereitenden Arbeiten (z.B. Material und
Aufwandsentschädigung), sowie die Kosten für den laufenden Betrieb (z.B.
Versicherung, Reparaturen, Aufwandsentschädigung).

Ergebnis: Mehr Wege werden mit Lastenrädern zurückgelegt, der Pkw wird seltener
genutzt. Die Lastenräder werden in der Stadt sichtbar und haben eine hohe
Auslastung.

Wirkung: Die Wirkung durch eine Minderung von Treibhausgasemissionen ist zwar
gegeben, jedoch beim Betrieb von 6 Leihrädern schwer zu kalkulieren.
Allgemein gibt es weniger Schadstoff-Ausstoß, weniger Lärmemissionen.
Bewusstseinswandel: Lasten- und Kindertransport geht auch ohne Pkw.
Lastenradfahren wird „normal“. Durch das Ausprobieren können Anreize zur
Substitution des Privat-Pkw durch ein eigenes Lastenrad gesetzt werden.

Kurzübersicht der geplanten Ausgaben

Die Ausgaben setzen sich aus Personal- und Materialkosten zusammen. Die Akteure der
Agenda-Gruppe arbeiten ehrenamtlich, bekommen aber eine Aufwandsentschädigung.
Die Stationsbetreiber bekommen pro Monat eine Aufwandsentschädigung von 65 EUR.

Finanzierungsübersicht

Die Finanzierung der Gesamtkosten von 19.527 EUR fußt auf drei Säulen:

1) Förderung der Vorbereitung und des laufenden Betriebes durch das Programm „Kurze
Wege für den Klimaschutz“ mit 15.549 EUR.

2) Spenden durch die NutzerInnen: Es wird von einer Spendenbereitschaft von 5 EUR pro
Ausleihe und 75 Ausleihen pro Station und Jahr ausgegangen. Bei 4 Lastenrädern und 1,5
Jahren Laufzeit sind das 2.250 EUR.

3) Finanzierung der Restkosten durch Eigenmittel (1.728 EUR) durch die
Wissenschaftsstadt Darmstadt.

Die Förderquote wurde mit 90% angesetzt, da die Stadt Darmstadt sich aktuell unter dem
kommunalen Schutzschirm des Landes Hessens befindet.

Seite 6

Maßnahme/Arbeitspaket Kosten/Ausgaben
(Akteur/Auftragnehmer) (inkl. Mwst.)

A) Designen des Brandings (Agenda 21) - 4 Std. für 30 EUR/Std. 120 € |
A) Branding der Räder (Auftragnehmer noch nicht bekannt) je 60 EUR 360 € |
A) Erstellung/Design eines Flyers (Agenda 21) - 4 Std. a 30 EUR 120 €
A) Druck von Flyern (Auftragnehmer noch nicht bekannt) 350€
A) Designen einer Beachflag (Agenda 21) - 4 Std. 430 EUR 120 €
A) Kauf von 8 / 5/ 6 Beachflags für Laufzeit (Agenda 21) je 205 EUR 1230 €
A) Kauf von 5 / 6 Fahrradschlössern (Agenda 21) je 100 EUR 800 €
A) Kauf von Materialkisten für 6 Stationen (Agenda 21) je 30 EUR 180 € |
A) Mieten einer Internet-Domain (Agenda 21) Preis pro Jahr 33,50 EUR 67€ |
A) Abschluss von Versicherung (Stadt Darmstadt) 2425 € |
A) Einrichten der Homepage (Agenda 21) - 20 Std. a 30 EUR 600 € |

A) Reisen nach Essen: Auslausen, mit Lastenrad- Zonmuniy (Agenda 21)

B) Wartung FlomEpage (Agenda 21) - 5 Std./Monat für. 12 EUR/SIA. für 18 Monate

B) Koordination (Agenda 21) - 5 Std./Monat für 12 EUR/Std. für 18 Monate

B) Material, Papier, Toner für Verträge an Stationen (Agenda 21) - für 18 Monate

B) Betreuung Räder & Stationen (Agenda 21)- 5/6 Pers. 45 Std. pro Monat & 12
EUR/Std. (Laufzeit 18 Monate)

B) Aufwandsentschädigung für 6 Stationsbetreiber
(Auftragnehmer nur teilweise bekannt) a 65 EUR/Monat für 18 Monate

B) Abwicklung von Reparaturen/Wartungen (Agenda 21)
pro Rad 2 Reparaturen pro Jahr & 60 EUR + 4 xTausch von Verschleißteilen je 50
EUR = 640 EUR

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Eu FETT N

C) Abschluss, Evaluation des Projektes

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Pers rer een
Summe der Ausgaben

SEITE TEE

Einnahmen aus Spenden ca. 5 Euro/Ausleihe, bei 75 Ausleihen/Station/Jahr

Ausgaben abzgl. Einnatrmen

Spenden durch Efgenmittel Stadt Darmstadt übernommen

Ausgaben abzgl. Eiinah men

Seite 7

Davon Eigenmittel (10%) Stadt Darmstadt 2.400-€7
Davon Fördermittel (90%) 21,507°€
>

2.6.5, —
23.623,00

Eigeninteresse zur Durchführung des Vorhabens

Die TransitionTown-Gruppe möchte den Lastenradverleih umsetzen, um die
Verkehrswende in Darmstadt voranzutreiben.

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt möchte gemäß Koalitionsvertrag „einen ganzheitlichen
Mobilitätsansatz ermöglichen, der insbesondere den ökologischen Anforderungen genügt
und mehr Lebensqualität ermöglicht“.

Insbesondere in der Konversionsfläche Lincoln-Siediung möchte sie ein innovatives
Mobilitätskonzept umsetzen. Zitat aus dem Koalitionsvertrag: „Zukunftsweisende
Quartierskonzepte wie beispielsweise das Mobilitätsmanagement in der Lincoln-Siedlung
werden wir evaluieren. Sie sollen Vorbild sein, für die Schaffung einer höheren
Wohndichte, die dank innovativer Mobilitätsangebote auf einen geringeren Anteil an
Autoverkehr zielt.“

Ideen zur Verstetigung des Vorhabens

Ein kommerzieller Lastenradverleih mit wenigen Rädern funktioniert derzeit nur mit
Subventionierung. Ein Beispiel ist der kommerzielle Konstanzer Lastenradverleih „Tink“.
Die Kosten für die NutzerInnen wären bei einer Selbstfinanzierung so hoch, dass die
Akzeptanz fehlen würde.

Es ist denkbar, dass die Stadt Darmstadt das Projekt zukünftig vollständig finanziert, oder
dass ein professioneller Betreiber wie z.B. DB Rent das Projekt übernimmt.

Eine Herausforderung wird sein, die ehrenamtlichen Projektmitwirkenden über die
Projektlaufzeit hinaus zur Mitarbeit zu motivieren.

Seite 8

anlage 7

389 Zeichen

Punkt 97: Förderantrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Rahmen der Nationalen 
Klimaschutzini-tiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und 
Reaktorsicherheit (BMUB) „Kurze Wege für den Klimaschutz“ 
„HeinerBike – Ein freies Lastenradverleihsystem für Darmstadt“ 
- Kenntnisnahme - 
 (V-Nr. 2017/0350) 
 
Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

anlage 5

506 Zeichen

Punkt 20: Förderantrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Rahmen der Nationalen 
Klimaschutzini-tiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und 
Reaktorsicherheit (BMUB) „Kurze Wege für den Klimaschutz“ 
„HeinerBike – Ein freies Lastenradverleihsystem für Darmstadt“ 
 (V-Nr. 2017/0350) 
 
Der Ausschuss nimmt von Punkt 1 der Vorlage Kenntnis. 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, dem Punkt 2 der 
Vorlage zuzustimmen. 
  
Stimmenthaltungen: Fraktionen FDP und UWIGA

anlage 6

352 Zeichen

Punkt 52: Förderantrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Rahmen der Nationalen 
Klimaschutzini-tiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und 
Reaktorsicherheit (BMUB) „Kurze Wege für den Klimaschutz“ 
„HeinerBike – Ein freies Lastenradverleihsystem für Darmstadt“ 
 (V-Nr. 2017/0350) 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

anlage 4

371 Zeichen

Punkt 28: Förderantrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Rahmen der Nationalen 
Klimaschutzini-tiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und 
Reaktorsicherheit (BMUB) „Kurze Wege für den Klimaschutz“ 
„HeinerBike – Ein freies Lastenradverleihsystem für Darmstadt“ 
 (V-Nr. 2017/0350) 
- Kenntnisnahme - 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

anlage 3

7025 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
02.11.2017 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Stadtplanungsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
III 61 
IV 20 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2017/0350 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
444 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 511060 
Kostenstelle:  061-004-1000 Investitionsnummer:  16061-6002      
Kostenträger:  5110-61 Sachkonto: 0960010 
 
Betreff: Förderantrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Rahmen der Nationalen 
Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und 
Reaktorsicherheit (BMUB) „Kurze Wege für den Klimaschutz“  
„HeinerBike – Ein freies Lastenradverleihsystem für Darmstadt“  
 
Vorlage vom: 05.10.2017  
 
Beschlussvorschlag : 
1.  Die Inhalte des Förderprojektes „HeinerBike“ werden zur Kenntnis genommen (s. Anlage 1). 
 
2.  Der Umsetzung des Förderprojekts „HeinerBike“ (Betrieb eines freien 
Lastenradverleihsystems)  mit einem Gesamtvolumen von 26.252,00 € sowie der Finanzierung 
des Eigenanteils in Höhe von 10 % in einer Gesamthöhe von 2.625,00 € wird zuges timmt. Die 
Mittel stehen unter der Kostenstelle 061 -004-1000, Investitions -Nr. 16061-6002 zur 
Verfügung. Der Zuwendungsbescheid des Fördergebers liegt bereits vor (s. Anlage 2).

- 3 - 
 
Anlagen: Anlage 1 Heinerbike Vorhabenbeschreibung  
Anlage 2 Zuwendungsbescheid  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 08.11.2017 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 05.10.2017  
 
 
Aufgrund der steten Zunahme an Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Pendlerinnen und 
Pendlern von und nach Darmstadt und der daraus resultierenden Zunahme im motorisierten 
Individualverkehr, ist das Straßenverkehrssystem heute schon vielerorts an seine 
Leistungsfähigkeitsgrenze gekommen.  
Vor dem Hintergrund der Überschreitung von Grenzwerten besonder s bei Lärm und 
Stickstoffdioxid, einem drohenden Dieselfahrverbot, sowie dem intensiven Flächenverbrauch 
für Fahr - und Stehzeuge will die Wissenschaftsstadt Darmstadt günstige, flexible und 
umweltfreundliche Mobilität fördern. 
In Darmstadt sind gemäß der S tudie „Mobilität in Städten SrV 2013“  die Hälfte der Wege, die 
mit dem Pkw zurückgelegt werden, kürzer als 5 km, jeder 10. Weg sogar kürzer als ein 
Kilometer. Da gerade bei den Wegezwecken Einkauf, Erledigung und Freizeit ein hoher Modal 
Split-Anteil des motorisierten Individualverkehrs von jeweils über 40 % besteht, zeigt sich hier 
großes Verlagerungspotenzial, der sich auch in bestehenden Lastenradverleihsystemen zeigt  
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich bereits mit einem umfangreichen 
Maßnahmenprogramm für den Radverkehr in und um das Konversionsgebiet Lincoln -Siedlung 
herum im Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ beim Bundesministerium für 
Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit dem Projekt „Lincoln bike“ beworben. Die 
Lincoln-Siedlung wird derzeit als innovatives Modellquartier mit einem nachhaltigen 
Mobilitätsmix und reduziertem Pkw -Stellplatz-Schlüssel mit Fokus auf den  Radverkehr 
entwickelt. Sie soll Vorbild sein, für die Schaffung einer höheren Wohndichte, die dank 
innovativer Mobilitätsangebote auf einen geringeren Anteil an Autoverkehr zielt.  
Ein Baustein des Förderprogramms „Lincoln by bike“ ist auch der Aufbau eines 
quartiersübergreifenden Lastenradverleihs, für das die Förderung die Anschaffung von 
mindestens 4 Lastenrädern vorsieht (siehe MV 2017/0130, Beschluss vom 9.8.2017,).  
Für den Betrieb des Lastenradverleihsystems hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt im 
Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative einen Förderantrag im Rahmen „Kurze Wege für 
den Klimasch utz“ mit dem Titel „HeinerBike – Ein freies Lastenradverleihsystem für 
Darmstadt“ gestellt  (siehe Anlage 1) . Der Zuwendungsbescheid liegt mittlerweile auch vor 
(siehe Anlage 2).  
Lastenräder sind voll im Trend. Viele Darmstädter Haushalte würden gerne ein L astenrad für 
den Transport von Kindern oder Lasten nutzen, haben aber keine gesicherte Abstellmöglichkeit 
in der nötigen Größe und sehen deshalb von einem Kauf ab. Auch die hohen 
Anschaffungskosten von bis zu 5.000 EUR stehen einem Kauf häufig entgegen.  
Das vorliegende Projekt HeinerBike versteht sich als Start eines gesamtstädtischen Konzeptes, 
welches in der Lincoln -Siedlung beginnen und nach und nach in anderen Stadtteilen verbreitet 
werden soll. Die Zielgruppe ist somit die gesamte Bürgerschaft. 
Die Motivation hinter dem Projekt ist, den Bürgerinnen und Bürgern Alternativen zum Privat -
Pkw aufzuzeigen, und Einkaufs -, Erledigungs- und Freizeitwege vom Pkw auf die Lastenräder 
zu verlagern. Das vielfach genannte „Wasserkasten -Problem“ beim Einkauf mit dem  Fahrrad 
wird somit obsolet. 
Das Projekt wird vom Stadtplanungsamt, Abt. Mobilität und öffentlicher Raum, mit 
Unterstützung der Themengruppe Lebensstil / TransitionTown der Lokalen Agenda 21 Darmstadt 
durchgeführt. Die Untergruppe „Lastenradverleih“ der Tr ansitionTown-Gruppe wird den 
Lastenradverleih vorbereiten und den laufenden Betrieb, wie z.B. Distribution der Räder 
zwischen den Stationen, Wartung der Homepage, etc., unterstützen. 
Betrieb des Lastenradverleihsystems: 
Die Lastenräder des Verleihsystems HeinerBike können kostenfrei genutzt werden.

Es gibt in der Stadt verteilte Stationen, die alle paar Wochen wechseln, so dass möglichst viele 
Darmstädter Bürgerinnen und Bürger die Lastenräder ausprobieren können. Für die Stationen 
haben sich Geschäfte, Büros und auch Wohngenossenschaften freiwillig zu Verfügung gestellt. 
Unterstützt werden die Stationsbesitzerinnen und Stationsbesitzer durch sogenannte Paten, 
die von TransitionTown organisiert werden. Die Paten führen die Einweisung der 
Stationsbesitzer durch und stehen ihnen bei Fragen und Problemen zu Verfügung. Das 
Stationskonzept fördert das nachbarschaftliche Miteinander, da die Entleihe und Rückgabe 
nicht anonym erfolgt. 
Am Ende des Förderzeitraumes findet eine Evaluation des Gesamtprojektes statt.  Es soll 
geprüft werden, ob das Lastenradverleihsystem von einem professionellen Anbieter 
übernommen bzw. betrieben werden kann. 
Das Projekt HeinerBike dient zum Ausprobieren und als Multiplikator für die Nutzung und 
Verbreitung von Lastenfahrrädern in der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Es plädiert für ein 
Umdenken in der urbanen Mobilität und steht für Ressourcenschonung und 
Verkehrsberuhigung. 
 
 
Darmstadt, 05. Oktober 2017  
61.4 saa-br 
Nst. 2820 
 
 
 
Die Dezernentin III:      Der Dezernent IV:  
 
 
 
Dr. Barbara Boczek     André Schellenberg  
Stadträtin      Stadtkämmerer

2017/0350

6957 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
02.11.2017 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Stadtplanungsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2017/0350 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 511060 
Kostenstelle:  061-004-1000 Investitionsnummer:  16061-6002      
Kostenträger:  5110-61 Sachkonto: 0960010 
 
Betreff: Förderantrag der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Rahmen der Nationalen 
Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und 
Reaktorsicherheit (BMUB) „Kurze Wege für den Klimaschutz“  
„HeinerBike – Ein freies Lastenradverleihsystem für Darmstadt“  
 
Vorlage vom: 05.10.2017  
 
Beschlussvorschlag : 
1.  Die Inhalte des Förderprojektes „HeinerBike“ werden zur Kenntnis genommen (s. Anlage 1). 
 
2.  Der Umsetzung des Förderprojekts „HeinerBike“ (Betrieb eines freien 
Lastenradverleihsystems)  mit einem Gesamtvolumen von 26.252,00 € sowie der Finanzierung 
des Eigenanteils in Höhe von 10 % in einer Gesamthöhe von 2.625,00 € wird zuges timmt. Die 
Mittel stehen unter der Kostenstelle 061 -004-1000, Investitions -Nr. 16061-6002 zur 
Verfügung. Der Zuwendungsbescheid des Fördergebers liegt bereits vor (s. Anlage 2).

- 2 - 
 
Anlagen: Anlage 1 Heinerbike Vorhabenbeschreibung  
Anlage 2 Zuwendungsbescheid  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 05.10.2017 
 
 
Aufgrund der steten Zunahme an Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Pendlerinnen und 
Pendlern von und nach Darmstadt und der daraus resultierenden Zunahme im motorisierten 
Individualverkehr, ist das Straßenverkehrssystem heute schon vielerorts an seine 
Leistungsfähigkeitsgrenze gekommen.  
Vor dem Hintergrund der Überschreitung von Grenzwerten besonder s bei Lärm und 
Stickstoffdioxid, einem drohenden Dieselfahrverbot, sowie dem intensiven Flächenverbrauch 
für Fahr - und Stehzeuge will die Wissenschaftsstadt Darmstadt günstige, flexible und 
umweltfreundliche Mobilität fördern. 
In Darmstadt sind gemäß der S tudie „Mobilität in Städten SrV 2013“  die Hälfte der Wege, die 
mit dem Pkw zurückgelegt werden, kürzer als 5 km, jeder 10. Weg sogar kürzer als ein 
Kilometer. Da gerade bei den Wegezwecken Einkauf, Erledigung und Freizeit ein hoher Modal 
Split-Anteil des motorisierten Individualverkehrs von jeweils über 40 % besteht, zeigt sich hier 
großes Verlagerungspotenzial, der sich auch in bestehenden Lastenradverleihsystemen zeigt  
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich bereits mit einem umfangreichen 
Maßnahmenprogramm für den Radverkehr in und um das Konversionsgebiet Lincoln -Siedlung 
herum im Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ beim Bundesministerium für 
Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit dem Projekt „Lincoln bike“ beworben. Die 
Lincoln-Siedlung wird derzeit als innovatives Modellquartier mit einem nachhaltigen 
Mobilitätsmix und reduziertem Pkw -Stellplatz-Schlüssel mit Fokus auf den  Radverkehr 
entwickelt. Sie soll Vorbild sein, für die Schaffung einer höheren Wohndichte, die dank 
innovativer Mobilitätsangebote auf einen geringeren Anteil an Autoverkehr zielt.  
Ein Baustein des Förderprogramms „Lincoln by bike“ ist auch der Aufbau eines 
quartiersübergreifenden Lastenradverleihs, für das die Förderung die Anschaffung von 
mindestens 4 Lastenrädern vorsieht (siehe MV 2017/0130, Beschluss vom 9.8.2017,).  
Für den Betrieb des Lastenradverleihsystems hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt im 
Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative einen Förderantrag im Rahmen „Kurze Wege für 
den Klimasch utz“ mit dem Titel „HeinerBike – Ein freies Lastenradverleihsystem für 
Darmstadt“ gestellt  (siehe Anlage 1) . Der Zuwendungsbescheid liegt mittlerweile auch vor 
(siehe Anlage 2).  
Lastenräder sind voll im Trend. Viele Darmstädter Haushalte würden gerne ein L astenrad für 
den Transport von Kindern oder Lasten nutzen, haben aber keine gesicherte Abstellmöglichkeit 
in der nötigen Größe und sehen deshalb von einem Kauf ab. Auch die hohen 
Anschaffungskosten von bis zu 5.000 EUR stehen einem Kauf häufig entgegen.  
Das vorliegende Projekt HeinerBike versteht sich als Start eines gesamtstädtischen Konzeptes, 
welches in der Lincoln -Siedlung beginnen und nach und nach in anderen Stadtteilen verbreitet 
werden soll. Die Zielgruppe ist somit die gesamte Bürgerschaft. 
Die Motivation hinter dem Projekt ist, den Bürgerinnen und Bürgern Alternativen zum Privat -
Pkw aufzuzeigen, und Einkaufs -, Erledigungs- und Freizeitwege vom Pkw auf die Lastenräder 
zu verlagern. Das vielfach genannte „Wasserkasten -Problem“ beim Einkauf mit dem Fahrrad 
wird somit obsolet. 
Das Projekt wird vom Stadtplanungsamt, Abt. Mobilität und öffentlicher Raum, mit 
Unterstützung der Themengruppe Lebensstil / TransitionTown der Lokalen Agenda 21 Darmstadt 
durchgeführt. Die Untergruppe „Lastenradverleih“ der Tra nsitionTown-Gruppe wird den 
Lastenradverleih vorbereiten und den laufenden Betrieb, wie z.B. Distribution der Räder 
zwischen den Stationen, Wartung der Homepage, etc., unterstützen. 
Betrieb des Lastenradverleihsystems: 
Die Lastenräder des Verleihsystems HeinerBike können kostenfrei genutzt werden.  
Es gibt in der Stadt verteilte Stationen, die alle paar Wochen wechseln, so dass möglichst viele 
Darmstädter Bürgerinnen und Bürger die Lastenräder ausprobieren können. Für die Stationen 
haben sich Geschäfte, Büros und auch Wohngenossenschaften freiwillig zu Verfügung gestellt.

- 4 - 
Unterstützt werden die Stationsbesitzerinnen und Stationsbesitzer durch sogenannte Paten, 
die von TransitionTown organisiert werden. Die Paten führen die Einweisung der 
Stationsbesitzer durch und stehen ihnen bei Fragen und Problemen zu Verfügung. Das 
Stationskonzept fördert das nachbarschaftliche Miteinander, da die Entleihe und Rückgabe 
nicht anonym erfolgt. 
Am Ende des Förderzeitraumes findet eine Evaluation des Gesamtprojektes statt.  Es soll 
geprüft werden, ob das Lastenradverleihsystem von einem professionellen Anbiete r 
übernommen bzw. betrieben werden kann. 
Das Projekt HeinerBike dient zum Ausprobieren und als Multiplikator für die Nutzung und 
Verbreitung von Lastenfahrrädern in der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Es plädiert für ein 
Umdenken in der urbanen Mobilität und steht für Ressourcenschonung und 
Verkehrsberuhigung. 
 
 
Darmstadt, 05. Oktober 2017  
61.4 saa-br 
Nst. 2820 
 
 
 
Die Dezernentin III:      Der Dezernent IV:  
 
 
 
Dr. Barbara Boczek      André Schellenberg  
Stadträtin      Stadtkämmerer

Beratungsverlauf (5)

TOP 20
TOP 444
TOP 52
TOP 28
TOP 97 zur Kenntnis

Orte (3)

  • Stresemannstraße 128
  • Zimmerstraße 26
  • Bessunger Straße 125

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Details

Vorlagen-Nr.
2017/0350
Typ
Magistratsvorlage
Datum
05.10.2017
Erstellt
29.09.2026 00:00