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SV-2026/0051

Antrag Bü 90/Grüne vom 06.08.2026 Kinder- und Jugendbeteiligung verbindlich im Wachstumsplan 2035 verankern

Antrag 07.08.2026

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SV-2026/0051

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Vorlage-Nr. SV-2026/0051 
 
 
Antrag Bü 90/Grüne vom 06.08.2026 
Kinder- und Jugendbeteiligung verbindlich im Wachstumsplan 2035 verankern 
 
 
 
 
 
06.08.2026 
 
Antrag Bündnis 90/DIE GRÜNEN  
 
Kinder- und Jugendbeteiligung verbindlich im Wachstumsplan 2035 
verankern 
 
 
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: 
Der Magistrat wird beauftragt, 
 
1. die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen als eigenständigen Baustein in den 
Beteiligungsprozess zum Wachstumsplan 2035 aufzunehmen.  
2. gemeinsam mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg ein Konzept für eine altersgerechte 
und inklusive Kinder- und Jugendbeteiligung zu entwickeln und umzusetzen.  
3. dabei insbesondere  
- den Kinder- und Jugendbeirat, Jugendplenum der Wissenschaftsstadt Darmstadt, 
- Schulen, Berufsschulen und Hochschulen, Jugendverbände sowie Einrichtungen der 
Kinder- und Jugendarbeit in Stadt und Landkreis aktiv in den Prozess einzubeziehen.  
4. geeignete Beteiligungsformate wie Zukunftswerkstätten, Workshops, Planspiele, 
digitale Beteiligung und Beteiligungsveranstaltungen an Schulen und Jugendzentren 
anzubieten, die eine breite Mitwirkung junger Menschen ermöglichen.  
5. sicherzustellen, dass die Ergebnisse der Kinder- und Jugendbeteiligung dokumentiert, 
ausgewertet und bei der Erarbeitung des Leitbilds sowie des Maßnahmenprogramms 
des Wachstumsplans 2035 berücksichtigt werden. Dabei ist transparent darzustellen, 
welche Vorschläge übernommen wurden und wie mit nicht übernommenen 
Anregungen umgegangen wird.  
6. der Stadtverordnetenversammlung regelmäßig über die Umsetzung und die 
Ergebnisse der Kinder- und Jugendbeteiligung zu berichten.  
Begründung 
Der Wachstumsplan 2035 verfolgt das Ziel, die Zukunft der gemeinsamen Stadtregion 
Darmstadt und Darmstadt-Dieburg langfristig zu gestalten. Die geplanten Maßnahmen in den 
Bereichen Wohnen, Mobilität, Bildung, Klimaschutz, Kultur, Sport und soziale Infrastruktur 
werden insbesondere die Lebensrealität heutiger Kinder und Jugendlicher prägen. Sie werden 
die Folgen der heute getroffenen Entscheidungen am längsten erleben. 
 
Der vorgestellte Prozess misst der Beteiligung der Öffentlichkeit einen hohen Stellenwert bei. 
Gleichzeitig bleiben Kinder und Jugendliche bislang als eigenständige Zielgruppe der 
Beteiligung unberücksichtigt. Die vorgesehenen Beteiligungsformate – öffentliche

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Veranstaltungen, Fachforum und Wachstumskonferenzen – richten sich überwiegend an 
Erwachsene sowie organisierte Interessenvertretungen. Eine altersgerechte Beteiligung junger 
Menschen ist nicht vorgesehen. 
 
Dies steht im Widerspruch zum Anspruch, die Zukunft der Region gemeinsam zu gestalten. 
Kinder und Jugendliche verfügen über eigene Perspektiven auf Mobilität, Freiräume, Bildung, 
Freizeit, Digitalisierung oder Klimaanpassung und bringen wichtige Erfahrungen aus ihrem 
Alltag ein. Eine frühzeitige Beteiligung verbessert die Qualität von Planungen und stärkt 
zugleich demokratische Kompetenzen sowie die Identifikation mit kommunalen 
Entscheidungen. 
 
Darüber hinaus verpflichtet Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention die öffentlichen Stellen, 
Kindern und Jugendlichen bei allen sie betreffenden Angelegenheiten eine angemessene 
Beteiligung zu ermöglichen. Auch § 4c der Hessischen Gemeindeordnung verpflichtet 
Kommunen, Kinder und Jugendliche bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen 
berühren, in angemessener Weise zu beteiligen. 
 
Ein Wachstumsplan, der bis zum Jahr 2035 reicht und ausdrücklich die Lebensqualität 
kommender Generationen sichern will, kann diesem Anspruch nur gerecht werden, wenn 
junge Menschen nicht lediglich als zukünftige Nutzerinnen und Nutzer von Infrastruktur 
betrachtet werden, sondern als aktive Mitgestalterinnen und Mitgestalter der Entwicklung ihrer 
Region. 
 
Die verbindliche Verankerung einer eigenständigen Kinder- und Jugendbeteiligung stärkt die 
Qualität des Wachstumsplans und schafft einen zukunftsorientierten, generationengerechten 
Beteiligungsprozess. 
 
Darmstadt, 8. August 2026 
Eva Bredow-Cordier und Andreas Ewald,  
Fraktionsvorsitzende Bd. 90/Die GRÜNEN

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Details

Vorlagen-Nr.
SV-2026/0051
Typ
Antrag
Datum
07.08.2026
Erstellt
29.09.2026 00:00