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V/0132/2010

Antrag der CDU-Fraktion Nr. A-R/0006/2010 vom 29.01.2010 an den Rat

Vorlagen 16.02.2010

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Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 17.03.2010, TOP 2.7

Anlage_V_0132_2010_00287487

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage_V_0132_2010_00287487

4792 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0006/2010 
 
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
Fraktionsgeschäftsstelle 
Mauritzstraße 7-8 
.
 48143 Münster 
Telefon (0251) 4 18 43-0 
.
 Telefax (0251) 4 31 36 
e-mail fraktion@cdu-ms.de 
.
 http://www.cdu-ms.de 
 
       
          
18. Januar 2010  
  
Antrag   
 
 
Münster als Stadt der Fotografie 
– Erinnerung an den großen Fotografen Friedrich Hundt 
 
 
Der Rat möge beschließen: 
 
 
I. Die Verwaltung wird beauftragt für 2012 die Ausl obung eines Friedrich-Hundt-Preises für 
Fotografie zu formulieren und zu planen. 
Der Preis soll für ein Lebenswerk oder für herausra gende fotografische Leistungen verliehen 
werden. Im Rhythmus von 3 Jahren wird er zum einen als Auszeichnungspreis und zum 
anderen als Förderpreis für einen Nachwuchsfotografe n (bis zum 35. Lebensjahr) vergeben. 
Die Verwaltung wird gebeten, rechtzeitig zur Besetz ung einer Jury und der angemessenen 
Honorierung (materiell oder ideell) der Preisträger Vorschläge zu unterbreiten.  
 
II. Die Verwaltung wird beauftragt die Möglichkeite n aufzuzeigen, in den Jahren der Vergabe des 
Friedrich-Hundt-Preises einen Sommer der Fotografie zu gestalten. Die  Vergabe des Preises 
bildet den Auftakt für alle Museen und Galerien und  alle Ausstellungsstätten für etwa 2 bis 3 
Monate im Sommer die Kunstform  Fotografie in den Vo rdergrund der Ausstellungstätigkeit zu 
stellen. 
Dabei soll geprüft werden, ob die Preisträger die M öglichkeit einer Ausstellung z.B. im 
Stadtmuseum bekommen können.  
 
Begründung: 
 
Friedrich Hundt, geb. 06.05.1807 in Iserlohn, seit 1 833 Bürger der Stadt Münster ist der Pionier der 
Fotografie in Westfalen. Kein Fotograf hat die Fotogra fie in Westfalen, die visuelle Wahrnehmung und 
Umsetzung in ein fotografisches Bild so sehr beeinf lusst wie Friedrich Hundt. Ihm gebührt eine 
Achtung und Anerkennung, wie kaum einer anderen Kün stlerpersönlichkeit Münsters. Sein Andenken 
mit einem entsprechenden Auszeichnungs- oder Förderp reis wach zu halten, würde  die Stadt 
Münster ehren. 
 
Die Fotografie wurde als Daguerreotypie im August 18 39 in Paris der Öffentlichkeit vorgestellt. Ab 
1850 wurde die Talbotypie, das Papierbild gebräuchli ch, das mehrere Abzüge von einer Aufnahme 
ermöglichte. In beiden fotografischen Bereichen war  Friedrich Hundt die Künstlerpersönlichkeit. Er 
hatte bereits ein halbes Jahr nach der Vorstellung der Fotografie seine Lichtbilder „nach der Erfindung 
Daguerres“  in einer Annonce im Mai 1840 im Haus de s Kunstvereins in Münster angekündigt. Durch 
seine ersten wichtigen und bekannten Aufnahmen vom blinden Bischof Caspar Maximilian von Droste 
zu Vischering oder der heute als Inkunabel der Foto grafie bezeichneten Aufnahme der Dichterin 
Annette von Droste-Hülshoff wurde er bekannt. Er wa r der Pionier in Münster und Westfalen und bis 
zum Jahr 1850 der einzige Fotograf in Münster.  
 
Auch mit dem einsetzenden Fotoboom zu Beginn der 186 0er Jahre und beginnender Konkurrenz war 
das Atelier Kreuzstraße 96 die allererste Adresse in  Münster. Bis etwa 1885 war er tätig. In 
ungebrochener Kreativität entstanden originelle Auf nahmen, Doppelbelichtungen, kolorierte Bilder, 
aufwendige Kollagen. 1851 soll ihm auf der Weltauss tellung in London eine Goldmedaille verliehen 
worden sein. Prinz Albert von Sachsen-Coburg-Gotha hat das preisgekrönte Bild einer Gruppe von 
Schachspielern, die als Münsteraner bekannt sind, f ür die Königlichen Sammlungen in London 
erworben.

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
Fraktionsgeschäftsstelle 
Mauritzstraße 7-8 
.
 48143 Münster 
Telefon (0251) 4 18 43-0 
.
 Telefax (0251) 4 31 36 
e-mail fraktion@cdu-ms.de 
.
 http://www.cdu-ms.de 
 
(s. Volker Jakob, Westfälische Forschungen 58/2008 – Fotografie in Westfalen: Das 19. Jahrhundert) 
Einen Fotopreis auszuloben und mit diesem Namen zu belegen, bietet sich geradezu an. 
 
Die Fotografie wird in den kommenden Jahren als Auss tellungsthema noch stärker an Gewicht 
gewinnen. Die Stadt hat mit dem Namen Friedrich Hund ts die Möglichkeit einen Akzent kulturellen 
Schaffens zu setzen, der bisher recht unbeachtet geblieben ist. Hier wird gerade zwischen den großen 
Skulpturenausstellungen  die Stadt eine große Beachtung erfahren. 
 
gez. 
H.-Dieter Sellenriek 
Gilbert Aldejohann 
Frank Baumann 
Sybille Benning 
Georg Berding 
Dieter von den Berg 
Meik Bolte 
Heinz-Georg Buddenb äumer 
Olaf Dre ßen 
Edgar Dr üge 
 
 
Wolfhard Ediger 
Dr. Dietmar Erber 
Walter von G öwels 
Gilbert Hartmann 
Horst Kisnat 
Rolf Klein 
Bruno Kleine Borgmann 
Karl Kleine-Wilke 
Marliese Kosmider 
Franz-Pius Graf von Merveldt 
 
 
Andreas Nicklas 
Jürgen Ohm 
Robert Otte 
Karin Reismann 
Josef Rickfelder 
Stefan-Alexander Roth 
Florian Steinforth 
Barbara Stober  
Stefan Weber 
Helga Welker 
Simone Wendland

Beschlussvorlage

1549 Zeichen

V/0132/2010 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Kulturamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Antrag der CDU-Fraktion Nr. A-R/0006/2010 vom 29.01.2010 an den Rat 
Münster als Stadt der Fotografie - Erinnerung an den großen Fotografen Friedrich Hundt 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
17.03.2010 Hauptausschuss Entscheidung
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
Der Antrag der CDU-Fraktion Nr. A-R/0006/2010 vom 19.01.2010 an den Rat „Münster als Stadt 
der Fotografie - Erinnerung an den großen Fotografen Friedrich Hundt“ wird zur weiteren Beratung 
an den Kulturausschuss verwiesen. 
 
II. Kosten/Folgekosten 
Mit dieser Vorlage entstehen keine Kosten und Folgekosten. 
 
Begründung: 
Mit dem Antrag wird die Verwaltung beauftragt, die Auslobung eines Friedrich-Hundt-Preises für 
Fotografie bis zum Jahre 2012 zu formulieren und zu planen. Der Preis soll dann im Rhythmus von 
drei Jahren als Auszeichnungspreis einerseits und als Förderpreis für einen Nachwuchsfotografen 
andererseits vergeben werden. 
Es sollen die Möglichkeiten aufgezeigt werden, in den Jahren der Preisvergabe jeweils einen 
Sommer der Fotografie zu gestalten, an dem die Museen und Galerien in der Stadt beteiligt sein 
sollen. 
 
Das Anliegen wird an den Kulturausschuss verwiesen und dort nach Vorliegen erster Prüfungser-
gebnisse erörtert. 
 
I. V. 
 
gez. 
Dr. Hanke 
Stadträtin 
 
Anlagen: 
Antrag A-R/0006/2010 
 
 
  
Vorlagen-Nr.: 
V/0132/2010 
Auskunft erteilt: 
Herr Ermeling 
Ruf: 
492 41 03 
E-Mail: 
Ermeling@stadt-muenster.de  
Datum: 
25.02.2010 
Öffentliche Beschlussvorlage

Beratungsverlauf (1)

17.03.2010 Hauptausschuss
TOP 2.7 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Mauritzstraße 7
  • Kreuzstraße 96

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0132/2010
Typ
Vorlagen
Datum
16.02.2010
Erstellt
06.10.2020 14:37