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2019/0271

Verleihung der Johann-Heinrich-Merck-Ehrung der Wissenschaftsstadt Darmstadt an Herrn Prof. Dr. Dieter Bingen

Magistratsvorlage 29.08.2019

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
05.09.2019 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
 an die Stadtvero rdnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
Amt: Dezernat I, 
Abteilung 
Repräsentationen und 
Ehrungen 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0271 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 111070 
Kostenstelle:  711-001-1002 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  1110-71 Sachkonto: 7290100 
 
Betreff: Verleihung der Johann -Heinrich-Merck-Ehrung der Wissenschaftsstadt Darmstadt an 
Herrn Prof. Dr. Dieter Bingen  
 
Vorlage vom: 29.08.2019  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Herrn Prof. Dr. Dieter Bingen  wird in Anerkennung und Würdigung seiner Verdienste um die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Förderung der Deutsch -Polnischen Beziehungen die 
Johann-Heinrich-Merck-Ehrung der Stadt Darmstadt verliehen. 
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 29.08.2019:  
 
Prof. Dr. Dieter Bingen wurde  1952 in Köln geboren. Er studierte von 1973 bis 1978 
Politische Wissenschaft, Verfassungs -, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Soziologie und 
Erziehungswissenschaft an der Rheinischen Friedrich -Wilhelms-Universität Bonn. 1977 
absolvierte er einen Forschungsaufenthalt in Polen (PISM/Warschau, Instytut Zachodni, 
Posen) und promovierte 1979 zum Dr. phil. an der  Universität Bonn.  
 
Seine Forschungsschwerpunkte sind Polnische Zeitgeschichte und Politik, Politisches System 
Polens, Religion und Kirche in Polen nach 1945, Polnische Außen - und Sicherheitspolitik, 
Politische Systeme und Systemtransformation in Ostmittel - und Südosteuropa, Deutsch -
polnische Beziehungen und Integrationspolitik in Europa.  
 
Als Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Wiss. Oberrat) war er im Bundesinstitut für 
ostwissenschaftliche und internationale Studien, Köln (Forschungsbereich II: Ostmittel - und 
Südosteuropa) von 1981 bis 1999 tätig, war Lehrbeauftragter für Politische Wissenschaft an 
der Universität Bonn (1984 bis 1994) und Mitglied der deutschen Delegation auf dem CSCE 
Implementation Meeting on Human Dimension Issues in Warschau im Jahr 1993.  
 
Auf dem Gebiet „Kultureller Wandel und gesellschaftliche Transformationsprozesse in 
Europa“ ist er im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Zittau/Görlitz seit 
2004 als Professor tätig und ist seit 2012 als Gastprofessor für Politikwissensc haft an der 
Technischen Universität Darmstadt aktiv.  
 
Herr Prof. Dr. Bingen war von 1995 bis 1998 ständiger Mitarbeiter der Buchkritik der 
Zeitschrift Internationale Politik.  
 
Des Weiteren ist er  
 
 seit 2003 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des I nstituts für Kulturelle 
Infrastruktur Sachsen  
 seit 2000 Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste  
 seit 2004 Mitglied der Gesellschaft des Instituts für Mittel -Osteuropa (Instytut Europa 
Srodkowo-Wschodniej), Lubin  
 Mitglied der Jury d es Deutsch-Polnischen Preises  
 Mitglied des Kuratoriums des Willy -Brandt-Zentrums für Deutschland - und Europastudien 
der Universität Breslau  
 Mitglied der Societas Jablonoviana, Leipzig  
 Mitglied des Kuratoriums der Freunde und Förderer der Europäischen Akade mie Kreisau 
e. V. (Frankfurt)  
 Mitglied des Kuratoriums der Deutsch -Polnischen Gesellschaft Bundesverband e. V.  
 Mitglied des Kuratoriums der Dokumentationsstelle zur Geschichte und Kultur der Polen 
in Deutschland „Porta Polonica“.  
 
Herr Prof. Dr. Bingen hat  sich durch seine Tätigkeit als Direktor des Deutschen Polen -
Instituts (DPI) seit 1999 auf den Gebieten der Politik und der Kultur zum Wohle der 
Allgemeinheit verdient gemacht. Er hat in seiner Institutsarbeit immer die Wichtigkeit des 
Kulturangebotes für Darmstadt und die Region unterstrichen, war selbst vor Ort aktiv mit 
Vorträgen und Ansprachen und zeigte Präsenz bei gesellschaftlichen und politischen 
Organisationen und Veranstaltungen.

- 4 - 
 
Durch den Einsatz von Prof. Dr. Dieter Bingen war es möglich, promi nente Gäste nach 
Darmstadt zu holen, die viel öffentliche und mediale Aufmerksamkeit erregt haben, etwa die 
Besuche der Bundespräsidenten Johannes Rau, Horst Köhler und Christian Wulff, der 
polnischen Präsidenten Aleksander Kwasniewski und Bronis ław Komorowski. Anlass waren 
die runden Geburtstage des 1980 gegründeten DPI. Bei den sogenannten "Deutsch -
Polnischen Podiumsgesprächen" im Staatstheater durfte Darmstadt weitere prominente 
Gäste begrüßen wie den ehemaligen polnischen Staatspräsidenten und bekannten  
Gewerkschaftsführer Lech Wa łęsa, den ehemaligen polnischen Ministerpräsidenten Tadeusz 
Mazowiecki, den ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments Jerzy Buzek, den 
ehemaligen polnischen Außenminister Bronis ław Geremek und  den ehemaligen polnischen  
Außenminister Władysław Bartoszewski.  
  
In Umbruchzeiten wurde seitens der Politik und der Gremien immer wieder ein neuer 
Standort für das DPI vorgeschlagen, u. a. Berlin und Frankfurt (Oder). Herr Prof. Dr. Bingen 
hat sich immer dafür eingesetzt, das Institut in Darmstadt fest zu verankern und die 
Umzugsdiskussionen zu beenden. Ein klares Bekenntnis zum Standort Darmstadt war ihm 
wichtig. Um dem DPI mehr Strahlkraft in die Darmstädter Stadtgesellschaft hinein zu 
verleihen, wünschte sich Prof. Dr. Binge n einen Umzug von der Mathildenhöhe in die 
Stadtmitte. Dieses Anliegen konnte während seiner Amtszeit mit dem Umzug ins 
Residenzschloss im Jahr 2016 realisiert werden.  
 
Des Weiteren hat sich Prof. Dr. Bingen sehr für die Städtepartnerschaft zwischen Darmst adt 
und Płock eingesetzt. Durch seine Teilnahme an Besuchen in P łock und seine Gespräche mit 
den Stadtpräsidenten von P łock hat er die städtischen Aktivitäten mit den Partnerstädten 
sehr unterstützt.  
 
Herr Prof. Dr. Bingen wurde bereits für folgende herau sragende Verdienste ausgezeichnet:  
 
2006: Diplom des Außenministers der Republik Polen „für herausragende Verdienste um die 
  Promotion Polens in der Welt“  
 
2013: Medaille LAUDE PROBUS der Stadt P łock 
 
2013: Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bu ndesrepublik Deutschland  
 
2013: Wilhelm -Leuschner-Medaille des Landes Hessen  
 
2014: Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen  
 
 
Die Überreichung der Ehrung ist für Donnerstag, 26. September 2019, im Rahmen der 
Verabschiedung in den Ruhestand vo n Herrn Prof. Dr. Bingen vorgesehen.  
 
 
Darmstadt, 29.08.2019  
I/711 hf 
 
 
 
Jochen Partsch  
Oberbürgermeister

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6900 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
05.09.2019 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
 an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
 
Amt: Dezernat I, 
Abteilung 
Repräsentationen und 
Ehrungen 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 711 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0271 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
347 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 111070 
Kostenstelle: 711-001-1002 Investitionsnummer:       
Kostenträger: 1110-71 Sachkonto: 7290100 
 
Betreff: Verleihung der Johann-Heinrich-Merck-Ehrung der Wissenschaftsstadt Darmstadt an 
Herrn Prof. Dr. Dieter Bingen  
 
Vorlage vom: 29.08.2019 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Herrn Prof. Dr. Dieter Bingen wird in Anerkennung und Würdigung seiner Verdienste um die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Förderung der Deutsch -Polnischen Beziehungen die 
Johann-Heinrich-Merck-Ehrung der Stadt Darmstadt verliehen.  
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 3 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 11.09.2019 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 29.08.2019:  
 
Prof. Dr. Dieter Bingen wurde  1952 in Köln geboren. Er studierte von 1973 bis 1978 
Politische Wissenschaft, Verfassungs -, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Soziologie und 
Erziehungswissenschaft an der Rhe inischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 1977 
absolvierte er einen Forschungsaufenthalt in Polen (PISM/Warschau, Instytut Zachodni, 
Posen) und promovierte 1979 zum Dr. phil. an der Universität Bonn.  
 
Seine Forschungsschwerpunkte sind Polnische Zeitges chichte und Politik, Politisches System 
Polens, Religion und Kirche in Polen nach 1945, Polnische Außen - und Sicherheitspolitik, 
Politische Systeme und Systemtransformation in Ostmittel - und Südosteuropa, Deutsch -
polnische Beziehungen und Integrationspolit ik in Europa. 
 
Als Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Wiss. Oberrat) war er im Bundesinstitut für 
ostwissenschaftliche und internationale Studien, Köln (Forschungsbereich II: Ostmittel - und 
Südosteuropa) von 1981 bis 1999 tätig, war Lehrbeauftragter für Polit ische Wissenschaft an 
der Universität Bonn (1984 bis 1994) und Mitglied der deutschen Delegation auf dem CSCE 
Implementation Meeting on Human Dimension Issues in Warschau im Jahr 1993.  
 
Auf dem Gebiet „Kultureller Wandel und gesellschaftliche Transformatio nsprozesse in 
Europa“ ist er im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Zittau/Görlitz seit 
2004 als Professor tätig und ist seit 2012 als Gastprofessor für Politikwissenschaft an der 
Technischen Universität Darmstadt aktiv.  
 
Herr Prof. Dr. Bingen war von 1995 bis 1998 ständiger Mitarbeiter der Buchkritik der 
Zeitschrift Internationale Politik.  
 
Des Weiteren ist er 
 
 seit 2003 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Instituts für Kulturelle 
Infrastruktur Sachsen 
 seit 2000 Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste  
 seit 2004 Mitglied der Gesellschaft des Instituts für Mittel -Osteuropa (Instytut Europa 
Srodkowo-Wschodniej), Lubin 
 Mitglied der Jury des Deutsch -Polnischen Preises 
 Mitglied des Kuratoriums des Willy -Brandt-Zentrums für Deutschland- und Europastudien 
der Universität Breslau 
 Mitglied der Societas Jablonoviana, Leipzig  
 Mitglied des Kuratoriums der Freunde und Förderer der Europäischen Akademie Kreisau 
e. V. (Frankfurt) 
 Mitglied des Kuratoriums der Deutsch -Polnischen Gesellschaft Bundesverband e. V.  
 Mitglied des Kuratoriums der Dokumentationsstelle zur Geschichte und Kultur der Polen 
in Deutschland „Porta Polonica“.  
 
Herr Prof. Dr. Bingen hat sich durch seine Tätigkeit als Direktor des Deutschen Polen -
Instituts (DPI) seit 1999 auf den Gebieten der Politik und der Kultur zum Wohle der 
Allgemeinheit verdient gemacht. Er hat in seiner Institutsarbeit immer die Wichtigkeit des 
Kulturangebotes für Darmstadt und die Region unterstrichen, war selbst vor Ort aktiv mit

- 5 - 
Vorträgen und Ansprachen und zeigte Präsenz bei gesellschaftlichen und politischen 
Organisationen und Veranstaltungen.  
 
Durch den Einsatz von Prof. Dr. Dieter Bingen war es möglich, prominente Gäste nach 
Darmstadt zu holen, die viel öffentliche und mediale Aufmerksamkeit erregt haben, etwa die 
Besuche der Bundespräsidenten Johannes Rau, Horst Köhler und Christian Wulff, der  
polnischen Präsidenten Aleksander Kwasniewski und Bronis ław Komorowski. Anlass waren 
die runden Geburtstage des 1980 gegründeten DPI. Bei den sogenannten "Deutsch -
Polnischen Podiumsgesprächen" im Staatstheater durfte Darmstadt weitere prominente 
Gäste begrüßen wie den ehemaligen polnischen Staatspräsidenten und bekannten 
Gewerkschaftsführer Lech Wa łęsa, den ehemaligen polnischen Ministerpräsidenten Tadeusz 
Mazowiecki, den ehemaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments Jerzy Buzek, den 
ehemaligen polnischen Außenminister Bronis ław Geremek und  den ehemaligen polnischen 
Außenminister Władysław Bartoszewski. 
  
In Umbruchzeiten wurde seitens der Politik und der Gremien immer wieder ein neuer 
Standort für das DPI vorgeschlagen, u. a. Berlin und Frankfurt (Od er). Herr Prof. Dr. Bingen 
hat sich immer dafür eingesetzt, das Institut in Darmstadt fest zu verankern und die 
Umzugsdiskussionen zu beenden. Ein klares Bekenntnis zum Standort Darmstadt war ihm 
wichtig. Um dem DPI mehr Strahlkraft in die Darmstädter Stad tgesellschaft hinein zu 
verleihen, wünschte sich Prof. Dr. Bingen einen Umzug von der Mathildenhöhe in die 
Stadtmitte. Dieses Anliegen konnte während seiner Amtszeit mit dem Umzug ins 
Residenzschloss im Jahr 2016 realisiert werden.  
 
Des Weiteren hat sich Prof. Dr. Bingen sehr für die Städtepartnerschaft zwischen Darmstadt 
und Płock eingesetzt. Durch seine Teilnahme an Besuchen in P łock und seine Gespräche mit 
den Stadtpräsidenten von P łock hat er die städtischen Aktivitäten mit den Partnerstädten 
sehr unterstützt.  
 
Herr Prof. Dr. Bingen wurde bereits für folgende herausragende Verdienste ausgezeichnet:  
 
2006: Diplom des Außenministers der Republik Polen „für herausragende Verdienste um die 
  Promotion Polens in der Welt“  
 
2013: Medaille LAUDE PROBUS der Stadt Płock 
 
2013: Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland  
 
2013: Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen 
 
2014: Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen  
 
 
Die Überreichung der Ehrung ist für Donnerstag, 2 6. September 2019, im Rahmen der 
Verabschiedung in den Ruhestand von Herrn Prof. Dr. Bingen vorgesehen.  
 
 
Darmstadt, 29.08.2019 
I/711 hf

Jochen Partsch 
Oberbürgermeister

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Details

Vorlagen-Nr.
2019/0271
Typ
Magistratsvorlage
Datum
29.08.2019
Erstellt
29.09.2026 00:00