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2024/0137

Bericht zum Modernisierungskonvoi 2023

Magistratsvorlage 29.04.2024

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2024/0137

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
06.05.2024 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordne tenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Amt für 
Klimaschutz und 
Klimaanpassung  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2024/0137 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Bericht zum Modernisierungskonvoi 2023  
 
Vorlage vom: 29.04.2024 
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Bericht zum Modernisierungskonvoi 2023 wird zur Kenntnis genommen  welcher 
verdeutlicht, dass der Modernisierungskonvoi ein attraktives und niederschwelliges 
Beratungsangebot für Eigentümer*innen von Wohngebäuden in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt ist. Die starke Nachfrage im Kalenderjahr 2023 unterstreicht den Erfolg d es 
bedarfsorientierten, unabhängigen Beratungsangebots und der quartiersorientierten 
Öffentlichkeitsarbeit.  
 
Anlagen: Reporting_Modkonvoi_2023  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:    
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  29.04.2024  
 
 
Hintergrund und Bericht des Modernisierungskonvoi 2023 
Seit dem Jahr 2017 bietet die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit dem sogenannten 
Modernisierungskonvoi kostenlose Initialberatungen für private Eigentümer*innen von 
Wohngebäuden in Darmstadt an. Mit Beschluss der Magistratsvorlage 2021/0228 wurde diese 
Beratungsleistung für vier Jahre ausgeschrieben und durch das federführende Amt für 
Klimaschutz und Klimaanpassung vergeben. Seit dem Jahr 2022 (erste Durchführung nach 
Neuvergabe) ist das Beratungsangebot nicht mehr auf ein oder zwei Quartiere beschränkt, 
sondern kann stadtweit in Anspruch genommen werden.  
Die Beratung im Rahmen des Modernisierungskonvois ist ein niederschwelliges, unabhängiges 
und umfangreiches Angebot für Eigentümer*innen. Es folgt dem Ansatz und den Erfahrungen, 
dass Eigentümer*innen am besten durch persönliche Ansprache erreicht werden. In jährlich 
wechselnden Schwerpunktquartieren werden aktuell zielgruppenspezifische 
Auftaktveranstaltungen durchgeführt. Weiterhin werden alle Eigentümer*innen in den jeweiligen 
Quartieren durch ein personalisiertes Anschreiben informiert und zu Auftaktveranstaltungen 
eingeladen. Ergänzt wird die Öffentlichkeitsarbeit u.a. durch Flyer, Plakate, 
Pressemitteilungen, Straßenbahnwerbung und Social-Media-Beiträge. 
Der Modernisierungskonvoi ist eine zentrale Maßnahme der Wissenschaftsstadt Darmstadt zur 
Erreichung der städtischen Klimaschutzziele im Gebäudesektor durch die Erhöhung der 
Modernisierungsquote der Bestandsgebäude. Ziel ist es, die vielfältigen Vorteile von 
energetischen Sanierungsmaßnahmen aufzuzeigen, Sanierungen vor dem Hintergrund des 
Klimaschutzes und der hierfür notwendigen Wärmewende ganzheitlich zu betrachten und 
Eigentümer*innen zu befähigen, weiterführende Schritte wie Einzelmaßnahmen oder die 
Erstellung eines geförderten Sanierungsfahrplans umzusetzen. 
Ausgangspunkt der städtisch finanzierten Initialberatung ist die Begehung der Immobilie durch 
fachkundige, zertifizierte Energieeffizienz-Expert*innen. Nach einer Bestandsaufnahme des 
Gebäudes hinsichtlich des Energieverbrauchs, der Heiztechnik, des Sanierungszustands und 
weiterer Aspekte erarbeiten die Energieberater*innen zielführende Sanierungsmaßnahmen, 
beraten zum Heizungstausch und weisen auf passende Förderprogramme hin.  
2022 wurde das Beratungsangebot um Th emen wie nachwachsende Baustoffe, 
Solarenergienutzung (v.a. Photovoltaik), Gebäudebegrünung sowie der Beratungsumfang  
erweitert, um Chancen und Synergie-Effekte im Rahmen von baulichen Maßnahmen an 
Gebäuden zu nutzen. Die Beratungsdauer wurde hierfür auf zwei Stunden deutlich erhöht.  
 
Schwerpunktquartiere der Öffentlichkeitsarbeit im Kampagnenjahr 2023 waren das 
Pallaswiesen- und Mornewegviertel  sowie das Johannesviertel und das Quartier Am 
Ziegelbusch. Bei den beiden Auftaktveranstaltungen im April 2023 nahmen insgesamt ca. 
350 Personen teil. Bei beiden Veranstaltungen waren Vertreter*innen der unteren 
Denkmalschutzbehörde zur Beratung unterstützend vertreten , ein externer Fachvortrag 
bereicherte die Veranstaltung . Wie im Vorjahr wurden die Auftaktveranstaltungen 
aufgezeichnet und auf Y outube veröffentlicht.  
 
Insgesamt wurden in den letzten Jahren 1817 Initialberatungen durchgeführt, davon 393 im 
Kampagnenzeitraum 2023. Fast die Hälfte der Beratungen im Kalenderjahr 2023 entfiel auf 
Mehrfamilienhäuser, sodass  insgesamt 1987 Wohneinheite n beraten werden konnten.

- 4 - 
Beratungen wurden in allen Postleitzahlbereichen durchgeführt, wobei mit 113 Anmeldungen 
der Schwerpunkt auf dem Postleitzahlbereich 64293 lag, in dem sich auch das 
Johannesviertel, das Pallaswiesen - und das Mornewegviertel befi nden. Zwei Drittel der 
Beratungen stammten aus den restlichen Stadtteilen. Es zeichnete sich außerhalb der 
Schwerpunktquartiere eine relativ gleichmäßige Nachfrage der Beratungen im gesamten 
Stadtgebiet ab.  
 
Hinsichtlich der inhaltlichen Ausrichtung der In itialberatungen bestand bei den Bürgerinnen 
und Bürgern 2023 besonderes Interesse  an den Themen klimafreundliche und zukunftsfähige 
Beheizung mittels Wärmepumpen bzw. Fernwärmeversorgung  sowie Photovoltaik. Die 
präferierten Beratungsthemen standen  somit im Zeichen der Ziele des  
Gebäudeenergiegesetz es bzw. seiner Neuregelungen , welches die Abkehr von fossilen 
Brennstoffen in der Gebäudebeheizung einfordert und viele Eigentümer*innen  vor die Frage 
stellt, wie sie den Wechsel zielführend gestalten kön nen.  
 
Der Modernisierungskonvoi ist ein hoch attraktives und nied erschwelliges Beratungsangebot. 
Die starke Nachfrage auch im Kalenderjahr  2023 unterstreicht den Erfolg de s 
bedarfsorientierten , unabhängigen  Beratungsangebots und der quartiersorientierten 
Öffentlichkeitsarbeit . 
 
 
Dezernat III 
 
 
 
Michael Kolmer  
Stadtrat

anlage 1

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1 
 
 
 
 
 
Reporting des Modernisierungskonvois 2023 
 
 
Initialberatungen zu energetischer Sanierung 
Schwerpunktquartiere: Pallaswiesen-, Morneweg- und Johannesviertel, Am Ziegelbusch 
Anmeldemöglichkeit für interessierte Bürgerinnen und Bürger aus ganz Darmstadt 
 
Darstellung und Auswertung der während der Beratungen und im Laufe des ganzen Prozesses 
gewonnenen Erkenntnisse sowie der Ziele für die kommenden Modernisierungskonvois 
 
 
Darmstadt, im Januar 2024 
 
 
 
Marvin Goetze 
Felix Klotzbach 
 
 
 
 
Effizienz:Klasse GmbH 
Fritz-Bauer-Straße 1 
64295 Darmstadt

2 
 
Auftaktveranstaltungen 
In den Schwerpunktquartieren „Pallaswiesen- und Mornewegviertel“ und „Johannesviertel und 
Am Ziegelbusch“ gab es jeweils eine ortsgebundene Auftaktveranstaltung, die zusätzlich digital 
aufgenommen und in Form von YouTube -Videos veröffentlicht wurden. Beide Veranstaltun-
gen eröffnete Dr. Patrick Voos, der Leiter des Amtes für Klimaschutz und Klimaanpassung der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt. Weitergehend wurde die interessierte  Bevölkerung durch die 
Effizienz:Klasse, vertreten durch Marvin Goetze , über den Ablauf der Modernisierungskon-
vois, die Inhalte der Beratungen und etwaige Fördermöglichkeiten aufgeklärt. Weitere Gastred-
ner/innen waren Mareike Göddel von der U nteren Denkmalschutzbehörde Darmstadt, Tim 
Gerhard vom Stadtplanungsamt Darmstadt und Dr. Berthold Kaufmann vom Passivhaus Insti-
tut Darmstadt. Die drei Gastredner/innen gaben einen kurzen Überblick über deren Arbeit und 
informierten das interessierte Publikum gezielt zu den jeweiligen fachlichen Themen. 
Aufkommende Fragen konnten direkt während den Präsentationen oder im Anschluss daran bei 
persönlichen Gesprächen mit unter anderem weiteren Expertinnen  und Experten der Effizi-
enz:Klasse beantwortet werden.  Die Auftaktveranstaltung für das Pallaswiesen - und Morne-
wegviertel fand am 24.0 4.2023 im Alten Kreistagssitzungssaal statt und konnte neben einem 
gefüllten Publikum zusätzlich 50 YouTube Aufrufe verzeichnen. Im Justus-Liebig-Haus er-
folgte die zweite Auftaktveranstaltung  für die Schwerpunktquartiere Johannesviertel und Am 
Ziegelbusch. Auf einen restlos gefüllten Saal mit „Zuschauerrekord“ bei einer Auftaktveran-
staltung des Modernisierungskonvois folgten 39 Aufrufe über YouT ube. Beide Veranstaltun-
gen verliefen zufriedenstellend und die eingehenden Anfragen konnten vor Ort gut beantwortet 
werden.

3 
 
Anzahl der Teilnehmenden 
Insgesamt nahmen bei den Modernisierungskonvois der letzten Jahre Bürgerinnen und Bürger 
von 1817 Wohngebäuden mit verschieden Anzahlen von Wohnungen teil, davon 393 im Rah-
men der Kampagne 2023. Mit der Durchführung der Beratungen wurde im Mai 2023 begonnen 
und im Januar 2024 wurden die letzten terminierten Nachzügler energetisch beraten. Die Lauf-
zeit ist also im Vergleich zum Kalenderjahr nahezu abschließend . Auf der folgenden Grafik 
erkennt man, wie sich die Zahlen der t eilnehmenden Gebäude im Laufe der Jahre verändert  
haben. Dabei wird ersichtlich, dass im  Jahr 2022 ein Höchststand von 587 Anmeldungen bei 
insgesamt 2207 Wohneinheiten erreicht wurde. Das sind durchschnittlich 3,8 Wohneinheiten 
für jedes teilnehmende Gebäude . Im Jahr 2023 reduzierte sich die Anzahl der t eilnehmenden 
Gebäude auf 393 mit insgesamt 1987 Wohneinheiten. Pro Gebäude sind dies im Durchschnitt 
5,1 Wohneinheiten. Die Reduzierung der Anmeldungen in 2023 liegt vermutlich an der gerin-
geren Anzahl von Wohngebäuden innerhalb der jeweiligen Q uartiere im Vergleich zu den 
Schwerpunktquartieren aus 2022. Da jedoch in diesen Quartieren vermehrt Gebäude mit einer 
höheren Anzahl von Wohneinheiten teilgenommen haben, reduzierte sich die Gesamtanzahl 
der Wohneinheiten nur geringfügig. Darüber hinaus ist zu vermuten, dass die Energiekrise im 
Jahr 2022, ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine, treibende Wirkung entfaltete, welche im 
Jahr 2023 weniger zu spüren war. 
 
 
Abbildung 1: Entwicklung der Teilnehmerzahlen der bisherigen Modernisierungskonvois

4 
 
Verteilung der Gebäude nach Postleitzahlen innerhalb Darmstadts 
Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf den Konvoi 2023 im Pallaswiesen-, Morneweg- 
und Johannesviertel sowie dem Quartier Am Ziegelbusch. Die insgesamt 393 teilnehmenden 
Gebäude verteilen sich erwartungsgemäß über ganz Darmstadt.  Anhand der nachfolgenden 
Grafik erkennt man, neben den Schwerpunktquartieren Pallaswiesen-, Morneweg- und Johan-
nesviertel mit insgesamt 113 Gebäuden und abgesehen vom Stadtzentrum mit lediglich 7 Be-
ratungen, eine recht gleichmäßige Verteilung auf die anderen Stadtteile. Diese Stadtteile konn-
ten hierbei zwischen 36 und 55 Gebäudeanmeldungen verbuchen. Ein größerer Teil  der 37 
durchgeführten Beratungen im Postleitzahlbereich 64289 ist  vermutlich auf das Quartier A m 
Ziegelbusch zurückzuführen. 
 
 
Abbildung 2: Geographische Verteilung der Gebäude innerhalb Darmstadts

5 
 
Verteilung der Gebäude nach Wohneinheiten 
Anhand der nachfolgenden Grafik erkennt man die Verteilung der teilnehmenden Gebäude hin-
sichtlich der Anzahl ihrer  Wohneinheiten. Über drei oder mehr Wohneinheiten definiert sich 
ein Mehrfamilienhaus . Aufgrund der allgemeinen Objektgröße erfolgte die Aufteilung der  
Mehrfamilienhäuser in drei separate Bereiche. 
75 % der  teilnehmenden Gebäude im Pallaswiesen-, Morneweg - und Johannes viertel sind 
Mehrfamilienhäuser und dominieren somit die Ein- und Zweifamilienhäuser. Weiterhin befin-
den sich in diesen drei  Stadtteilen meistens Gebäude zwischen 3 und 6 Wohneinheiten. Die 
kleine Anzahl an Gebäuden im Postleitzahlbereich 64283 sind ausschließlich Mehrfamilien-
häuser. Im Postleitzahlbereich 64285 befinden sich im Gesamten betrachtet die meisten Ge-
bäude mit mehr als 10 Wohneinheiten, wobei bezirksbezogen 33 % der Gebäude Ein-  und 
Zweifamilienhäuser darstellen. Im Postleitzahlbereich 64287 überwiegen die Ein- und Zweifa-
milienhäuser, in den Gebieten 64289, 64291, 64295 und 64297 sind nur Ein- und Zweifamili-
enhäuser zu finden. Hier ist zu beachten, dass der Datensatz recht klein ist und keine Rück-
schlüsse auf grundsätzliche Zusammensetzungen der Stadtteile gezogen werden können. 
 
 
Abbildung 3: Verteilung der teilnehmenden Gebäude nach Wohneinheiten im Stadtgebiet

6 
 
Eigentumsverhältnis bei den teilnehmenden Gebäuden 
In der nachfolgenden Grafik erkennt man die Verteilung der teilnehmenden Gebäude hinsicht-
lich des Eigentumsverhältnisses. Bei den teilnehmenden Gebäuden handelt es sich laut Anmel-
dedaten zu 82 % um ein Einzeleigentumsverhältnis (Anmelder-/in oder Partner-/in). Die restli-
chen 18 % sind Eigentümer/innen im Rahmen einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Diese 
Datenlage ist etwas verwässert, da nicht alle Eigentümer/innen einer WEG auch eine WEG als 
Eigentumsverhältnis angegeben haben. 
Die Beratungen in Gebäuden von WEGs erfordern tendenziell einen höheren Zeitaufwand, da 
hier teilweise eine unterschiedliche energetische Qualität der jeweiligen Wohneinheiten im Be-
reich der Außenhülle (vor allem Fenster) sowie der Anlagentechnik (oft dezentrale Wärmeer-
zeugung) vorliegt. Bei den Terminen sind darüber hinaus oft mehrere Eigentümer/innen vertre-
ten, wodurch es neben allgemeinen Fragen zum gesamten Gebäude sowie zu Beratungs - und 
Förderangeboten auch zu wohnungsspezifischen Fragestellungen kommt. Des Weiteren lässt 
sich sagen, dass die Sanierungsumsetzung von Wohnungseigentümergemeinschaften schwieri-
ger vonstattengeht. Unterschiedliche Meinungen und Schwerpunkte (Eigennutzung vs. Vermie-
tung) der Eigentümer /innen führen zu Verzögerungen oder gar der Blockierung von Sanie-
rungsumsetzungen.  
 
 
Abbildung 4: Verteilung der Gebäude nach Eigentumsverhältnis

7 
 
Verteilung der Gebäude nach Baualtersklassen 
Die nachfolgend dargestellte grafische Auswertung der teilnehmenden Gebäude erfolgte nach 
einer sinnvollen Aufteilung der Baualtersklassen.  Zuerst wurden Gebäude bis zum Ende des 
zweiten Weltkrieges (1945) betrachtet. Diese Gebäude befinden sich vor allem im Postleitzahl-
bereich Pallaswiesen-, Morneweg- und Johannesviertel, hier wohl überwiegend in letzterem . 
Der nächsten Baualtersklasse entsprechen Gebäude zwischen 1946 und 1976, welche noch ohne 
Einfluss einer Wärmeschutzverordnung errichtet worden sind. Diese Baualtersklasse hat in je-
dem Postleitzahlbereich einen großen Einfluss (bis auf den Bereich 64289, hier nur ca. 30 %). 
Eine weitere Unterteilung erfolgte mit dem Gültigkeitsbereich der Wärmeschutzverordnungen 
(WSchVO) zwischen 1977 und 2001. In den Schwerpunktquartieren entfallen auf diesen Zeit-
bereich 11 Gebäude, welche auf 64289 und 64293 nahezu gleichverteilt sind. In den Anmel-
dungen aus den Stadtbezirken mit der Postleitzahl 64283, 64285, 64289, 64293 und 64295 ist 
diese Baualtersklasse eher geringfügig vertreten, wobei die Gebäude in den Postleitzahlgebie-
ten 64287, 64291 und 64297 zwischen 10 und 15 annähernd gleich verteilt sind. Die letzte 
dargestellte Baualtersklasse entspricht den Gebäuden ab 2002, da dann die Energieeinsparver-
ordnung (EnEV) in Kraft getreten ist  und bei diesen Häusern insbesondere in Bezug auf die 
Hülle deutlich geringere Effizienzpotenziale vorhanden sind. Die  Hälfte der Gebäude dieser  
Baualtersklasse befindet sich im Postleitzahlbereich 64295, wobei die andere Hälfte sich gleich-
mäßig auf die Postleitzahlbereiche 64289 bis 64293 und 64297 aufteil t. Unterm Strich über-
wiegen die Gebäude der Baualtersklassen bis 1945 und zwischen 1946 bis 1976 aufgrund der 
jeweiligen Schwerpunktquartiere. Ein Hauptthema der Beratungen in diesen Quartieren sind 
zukünftige Lösungen für die Heizungs- und Warmwasserversorgung in Kombination mit PV. 
 
 
Abbildung 5: Verteilung der Gebäude nach Baualtersklassen

8 
 
Verteilung der Gebäude nach Ensemble- und Denkmalschutz 
24 % aller teilnehmenden Gebäude sind ensemble- oder denkmalgeschützt und entfallen haupt-
sächlich auf den Postleitzahlbereich 64293, wobei der größte Teil dieser Gebäude vier oder 
mehr Wohneinheiten besitzt. Die restlichen Gebäude verteilen sich auf die Postleitzahlbereiche 
64285 bis 64291 und 64297. Der Gesamtanteil an geschützten Gebäuden stellt eine kleine Stei-
gerung im Vergleich zu allen vorausgegangenen Modernisierungskonvois dar und ist vermut-
lich auf die Schwerpunktquartiere zurückzuführen. Die energetische Beratung dieser Gebäude 
ist umfangreicher und erfordert in der Detailplanung Fachwissen aus dem Bereich des Denk-
malschutzes. Die im Rahmen des Modernisierungskonvois anfallenden Beratungsthemen sind 
aber auch ohne Zusatzausbildung zu leisten. Für  eine detaillierte energetische Beraterleistung 
verweisen wir derzeit noch auf Denkmalschutz spezialisierte Energieberater/innen. 
 
 
Abbildung 6: Verteilung der Gebäude nach Ensemble- und Denkmalschutz

9 
 
Verteilung der Kundengewinnung 
Die nachfolgende Grafik stellt die Kundengewinnung für den Modernisierungskonvoi des Jah-
res 2023 dar. Hierbei lässt sich erkennen, dass 36 % der teilnehmenden Kund/innen durch städ-
tische Kommunikation geworben wurden, eine Verminderung um 24 % im Vergleich zum Jahr 
2022. Die dargestellten Punkte „Flyer/Plakat“ und „Internet“ sind aber vermutlich ebenfalls der 
Stadt zuzuordnen, nur auf einem anderen Weg. 13 % der Kund/innen nahmen auf Empfehlung 
anderer teil, was wieder um ein positives Signal in Bezug auf die stattfindende „Mund -zu-
Mund-Propaganda“ darstellt und zum vergangenen Jahr konstant gehalten werden konnte. Ein 
nicht unwichtiges Medium der Kundengewinnung stellt die Zeitung mit 22 % der Anmeldungen 
dar. 
 
 
Abbildung 7: Verteilung der Kundengewinnung

10 
 
Fazit und Learnings aus dem Modernisierungskonvoi 2023 
Insgesamt kann gesagt werden, dass sich die Teilnehmenden an den Modernisierungskonvois 
weiterhin in vier Gruppen einteilen lassen: 
1. Durch politische und mediale Kommunikation verunsicherte Bürgerinnen und Bürger, 
welche eine zukünftige Lösung für die Heizungs- und Warmwasserversorgung suchen.  
2. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, welche bereits Pläne für energetische Sanierun-
gen haben. Hier ist das Interesse an einer Folgeberatung samt Berechnungen sehr 
groß. 
3. Bürgerinnen und Bürger, die teilnehmen, da die Beratungen kostenlos sind („ich 
wollte einfach mal hören“) und im Verlauf des Gespräches Interesse an energetischen 
Sanierungen und einer Folgeberatung entwickeln. 
4. Bürgerinnen und Bürger, die teilnehmen, da die Beratungen kostenlos sind, aber auch 
im Verlauf der Beratung kein Interesse an einer energetischen Sanierung entwickeln. 
 
Gruppe 1 trat in diesem Jahr sehr oft auf, da die Bürgerinnen und Bürger durch die politischen 
Entscheidungen auf Bundesebene und den damit verbundenen Gesetzesänderungen verunsi-
chert und aufgrund der Komplexität des Heizungsthemas ohne fachliche Unterstützung oft 
überfordert sind. Gruppe 4 trat in diesem Jahr nur vereinzelt auf; vermutlich, weil es kaum noch 
Menschen gibt, die aufgrund der externen Faktoren kein wirkliches Interesse am Energiesparen 
haben und auch kein Informationsinteresse zeigen. 
 
Um eine möglichst hohe Klimaschutzwirkung zu erzielen, sollte der Fokus auf die Gruppen 1 
bis 3 gelegt werden. Damit vor allem die Gruppe  1 noch besser an gesprochen werden k ann, 
gibt es neben den Beratungsthemen der Effizienz:Klasse seitens der Stadt Darmstadt noch In-
formationspotenzial bzgl. der kommunalen Wärmeplanung und der damit zukünftig verbunde-
nen Heizungs- und Warmwasserversorgung in den jeweiligen Quartieren. Bei den Beratungen 
in den Mehrfamilienhäusern wurde der Fokus auf die Gesamtheit des Objekts hinsichtlich ther-
mischer Hülle und Anlagentechnik konzentriert. Die Beratungsdauer betrug hierfür maximal 
zwei Stunden pro Gebäude. Um die komplexen energetischen Themengebiete weiterhin adä-
quat beraten zu können, wurde das Know-how der teilnehmenden Berater/innen kontinuierlich 
erweitert und geschärft.  Großes Interesse bestand bei den Bürgerinnen und Bürgern zu  den 
Themen Fernwärmeversorgung, Wärmepumpe und Photovoltaik. Aufgrund der Gesetzesände-
rungen bzgl. des zukünftigen Umgangs mit fossilen Brennstoffen im Bereich der Wärmever-
sorgung interessierten sich die Bürger/innen vermehrt für einen Heizungswechsel weg von den 
fossilen Brennstoffen erst mal für eine Erläuterung, was das Gebäudeenergiegesetz 2024 für 
ihre jeweilige Situation bedeutet. Aufgrund der infrastrukturellen Gegebenheiten in den jewei-
ligen Schwerpunktquartieren kombiniert mit den teilweise schwierigen Sanierungsmöglichkei-
ten der thermischen Hülle der Mehrfamilienhäuser gilt Fernwärme als eine attraktive Lösungs-

11 
 
möglichkeit. Eine Wärmepumpe in Kombination mit Photovoltaik ist teilweise schwierig um-
zusetzen und nicht immer effizient, ohne entsprechende energetische Sanierungen an der ther-
mischen Hülle durchzuführen.  
 
Intern gab es bei der Effizienz:Klasse kontinuierlich weitere Änderungen, um der großen Nach-
frage wieder gerecht zu werden. Dies war zum einen die Akquirierung von neuem Personal und 
zum anderen die Verteilung der Terminorganisation auf eine größere Anzahl von Mitarbeitern. 
Hierdurch konnte der Prozess der Terminvergabe von Beginn an optimiert und beschleunigt  
werden, sodass kein Terminverzug bei der Kontaktaufnahme stattgefunden hat. Durch den be-
reits im Jahr 2022 digitalisierten Anmeldevorgang konnte der interne Arbeitsaufwand gemin-
dert, der organisatorische Überblick beibehalten und die Erstellung des Reportings vereinfacht 
werden, da die Daten einfacher abgefragt werden können.  Personelle Veränderungen machten 
stetige Anpassungen und dauerndes Personalmanagement erforderlich, was unterm Strich aber 
dazu führt, dass die Effizienz:Klasse den Modernisierungskonvoi 2024 mit größerer und einge-
spielter Beratungskapazität startet. 
 
Folgende Ziele hat sich die Effizienz:Klasse für die nächsten Modernisierungskonvois gesetzt:  
Der aktuelle Standard hinsichtlich Wartezeiten bei der Terminvergabe soll beibehalten werden. 
Hierfür soll das bestehende Personal für die Terminorganisation beibehalten und ggf. erweitert 
werden. Außerdem soll der Beratungsbericht hinsichtlich neuer Förderbedingungen überarbei-
tet und um weiterführende Infos, wie beispielsweise der Ausbau von Nah- und Fernwärme oder 
Links zu Broschüren und Artikeln, ergänzt werden, damit sich interessierte Bürgerinnen und 
Bürger auch nach der Initialberatung selbstständig ein (größeres) Bild über energetische Mög-
lichkeiten und Sanierungen machen können. Des Weiteren versucht die Effizienz:Klasse wei-
tere konkrete Informationen zu den zukünftigen Gebieten der Fernwärmeversorgung zu erhal-
ten, um die Kunden noch gezielter zu den Möglichkeiten der zukünftigen Wärmeversorgung 
informieren zu können. Zusätzlich wird intern das Know-how im Bereich Denkmalschutz wei-
ter ausgebaut und voraussichtlich ein Mitarbeiter in diesem Bereich zertifiziert.

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193 Zeichen

Punkt 8: Bericht zum Modernisierungskonvoi 2023 
 (V-Nr. 2024/0137) 
- Kenntnisnahme - 
 
Der Ausschuss für Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Umwelt und Stadtplanung nimmt 
von der Vorlage Kenntnis.

Beratungsverlauf (2)

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Orte (1)

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Details

Vorlagen-Nr.
2024/0137
Typ
Magistratsvorlage
Datum
29.04.2024
Erstellt
29.09.2026 00:00