Mandari Insight

3131/2017

Bericht des Jobcenter Köln

Mitteilung Ausschuss 23.10.2017

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TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln_Anlage 2 AMIP 2018

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Mitteilung Ausschuss

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TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln_Anlage 3_Ergebnismonitoring 08-2017

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TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln_Anlage 1_KFL Bericht 2016_

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TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln zur Sitzung am 09.11.2017

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TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln_Anlage 2 AMIP 2018

25677 Zeichen

Anlage 2 zum Bericht des Jobcenter Köln zur Sitzung des Ausschusses Soziales 
und Senioren am 09.11.2017 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Arbeitsmarkt- und  
Integrationsprogramm ab 2018

Seite 1 
 
 
Stand: 05.10.2017 
 
 
Inhalt 
Vorwort ........................................................................................................... 2 
Handlungsschwerpunkte .............................................................................. 3 
Lebenslanges Lernen .................................................................................... 3 
Nachhaltigkeit in der Integrationsarbeit ...................................................... 6 
Motivation und Partizipation ......................................................................... 9 
Gesellschaft und Migration ......................................................................... 12 
Sozialraumorientierung............................................................................... 15 
Zahlen, Daten und Fakten ........................................................................... 18

Seite 2 
Vorwort

Seite 3 
Handlungsschwerpunkte 
Lebenslanges Lernen 
Die Fachkräfteengpassanalyse zeigt mit Stand Juni 2017 einen bundesweiten 
Fachkräftebedarf in bestimmten Berufsfeldern . Dem gegenüber stehen gering-
qualifizierte und integrationsferne Kundinnen und Kunden, welche stärkeorien-
tiert beruflich auszubilden od er zu qualifizieren sind. Etwa  66 % (Stand Juli 
2017) der erwerbsfähigen Leis tungsberechtigten des Jobcen ter Köln verfügen 
über keine abgeschlossene Berufsausbildung. Die erfolgreiche Absolvierung 
von abschlussorientierten Weiterbildungen stellt jedoch hohe Ansprüche an das 
Durchhaltevermögen von Teilnehmenden, deren Selbstvertrauen in die eigenen 
Fähigkeiten sich über Jahre der Arbeitslosigkei t verringert hat . Dem gilt es mit 
geeigneten Instrumenten zu begegnen, erfolgreiche Weiterbildungen zu ermög-
lichen und nachhaltige Integrationen in den ersten Arbeitsmarkt zu erzielen.     
 
 
 
 
 
Ziele 
 Wir entwickeln uns als Organisation 
stetig weiter 
 
 Wir aktivieren und qualifizieren   
SGB II - Leistungsempfänger 
 
 Wir verbessern  die Durchführungs-
qualität von a bschlussorientierten Wei-
terbildungen 
 
 Wir bilden  Kundinnen und Kunden 
ohne Ab schluss zu  Fachkräften aus 
und integrieren sie

Seite 4 
Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt:  
 
Wir entwickeln… 
 unsere Angebote und Prozesse konsequent weiter. Dabei orientieren wir 
uns an den Erfordernissen des Arbeitsmarktes und den Bedürfnissen der 
Kundinnen und Kunden. Um dies zu gewährleisten, binden wir diese zu-
nehmend in die (Weiter-) Entwicklung unserer Maßnahmen mit ein. 
 
 eine gemeinsame Bildungszielplanung mit der Agentur für Arbeit. Die 
Planung berücksichtigt den quantitativen und qual itativen Qualifizie-
rungsbedarf des regionalen Arbeitsmarktes. 
 
 unsere Qualifizierungsberatung weiter. D ie Anforderungen hierbei sind 
deutlich gestiegen durch einen differenzierten Arbeitsmarkt sowie ein he-
terogenes Bildungsangebot, so dass eine Spezialisie rung der Beratung 
im Jobcenter erforderlich wird.   
 
Wir aktivieren und qualifizieren… 
 unsere Kund innen und  Kunden für die Herausforderungen des Arbeits-
marktes. So wird in 2018 und 2019  der Anteil von Bildungsmaßnahmen 
mindestens 20 % des gesamten Eingliederungstitels entsprechen. 
 
 zielgruppenorientiert und modular. Insbesondere die Gruppe der lang-
zeitarbeitslosen Kundinnen und Kunden zeichnet sich teilweise durch ein 
geringes Durchhaltevermögen aus sowie durch länger zu rückliegende 
Lernerfahrung. Diesen  Herausforderungen begegnen wir durch Anpas-
sung unserer Angebote . So ist es gelungen, Teilnahmeabbrüche durch 
vorgeschaltete Erprobungsmodule erheblich zu verringern.  
Zudem setzt das Jobcenter Köln verstärkt auf modulare Teilqualifizierun-
gen mit dem Ziel ein es Berufsabschlusses. Hierdurch werden die Be-
darfslagen am Arbeitsmarkt sowie unterschiedliche Bildungspotenziale 
der Kundinnen und Kunden berücksichtigt. Die beiden Ansätze Erpro-
bung sowie Teilqualifizierung werden erfolgreich in den Projekten „Kölner 
Bildungsmodell“ sowie „Durchstarten in Köln“ angewandt.

Seite 5 
Wir verbessern… 
 die Qualität der be ruflichen Weiterbildung. Ausdrückliches Ziel des Job-
center Köln ist deshalb eine kontinuierliche und standardisierte Überprü-
fung des Maßnahme- und Angebotsportfolios. Dies erfolgt beispielsweise 
durch eine erhöhte Kontaktdichte mit den Bildungsträgern oder auch 
Sprechstunden für Teilnehmende von Weiterbildungen.  
 
 das Teilnehmendenmanagement während einer Weiterbildung. Wesent-
liche Aspekte sind hierbei die proaktive Ve rmeidung von frühzeitigen Ab-
brüchen, die intensive Begleitung der Teilnehmenden vor Ort sowie die 
Aufnahme erster Integrationsb emühungen noch vor A bschluss einer 
Qualifizierung. Hierbei gilt: „Nachhaltige Integration geht vor Qualifizie-
rung und Qualifizierung geht vor nicht nachhaltiger Integration.“ 
 
Wir bilden… 
 die Grundlagen für den Start einer Weiterbildung: Die Förderung von 
Grundkompetenzen (Lesen, Schreiben, Rechnen, IT ) wird weiterhin an-
geboten, um die erfolgreiche Teilnahme von Kundinnen und Kunden  an 
berufsqualifizierenden Weiterbildungsmaßnahmen bereits im Vorfeld zu 
unterstützen. Die Verstetigung der Maßnahme im Rahmen einer mit Gut-
schein geförderten Qualifizierung ermöglicht einen flexiblen Einstieg und 
entspricht hierdurch den Erfordernissen der Zielgruppe.  
  
 Fachkräfte aus und vermeiden damit Arbeitslosigkeit aufgrund von man-
gelnder Qualifikation. Einstiegsqualifizierungen (EQ) bieten Ausbildungs-
betrieben die Möglichkeit, die Fähigkeiten der jungen Menschen mit dem 
Ziel der anschließenden Über nahme in ein Ausbildungsverhältnis be-
obachten und erproben zu können. Als weiteres Angebot steht die Be-
gleitung der Ausbildung (AbH) zur Verfügung, hier wird beispielsweise 
Nachhilfe parallel zur Ausbildung angeboten.  
Bei sehr hohem Förderbedarf von junge n Menschen erfolgt zunächst die 
Vorbereitung und anschließende Begleitung der Ausbildung (AsA).

Seite 6 
Nachhaltigkeit in der Integrationsarbeit 
Geringqualifizierte Kundinnen und Kunden fassen nur schwer Fuß auf dem  
ersten Arbeitsmarkt. Lediglich 17% derjenigen  Kundinnen und Kunden, die in 
bedarfsdeckende Beschäftigung integriert wurden und auch 12 Monate später 
noch ihren Lebensunterhalt eigenständig bestreiten, haben keinen Berufsab-
schluss (Stand …).  Ausgeprägte Langzeitarbeitslosigkeit destabilisiert zudem 
die Lebensführung und nimmt Einfluss auf angrenzende Lebensbereiche. Der 
Beratungs- und Unterstützungsbedarf der Betroffenen nimmt mit anhaltenden 
Zeiten der Erwerbslosigkeit zu. Von Bedeutung ist somit auch die Vermeidung 
einer erstmaligen Arbeitslosigkeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, 
um einer Verfestigung der Arbeitslosigkeit in frühen Lebensjahren entgegenzu-
wirken. Die Eingliederung in ein unabhängiges Erwerbsleben erfordert damit 
häufig eine enge Begleitung und individuellen Zuschnitt von Unte rstützungsan-
geboten. Dies gilt ebenfalls für die Zeit nach der Integration, um die Arbeitsauf-
nahme zu stabilisieren und einen Abbruch zu vermeiden.  
 
 
 
Ziele 
 
 Wir erzielen  dauerhafte Beschäfti-
gungsverhältnisse und vermeiden 
„Drehtüreffekte“ 
 
 Wir unterstüt zen Jugendliche und 
junge Erwachsene mit Präventivange-
boten, um Arbeitslosigkeit zu vermei-
den und in Ausbi ldung und Arbeit zu 
integrieren 
 
 Wir fördern  individuell und ganzheit-
lich zum Erhalt des Arbeitsver mögens 
von Kundinnen und Kunden

Seite 7 
Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt:  
 
Wir erzielen… 
  
 längerfristige Arbeitsverhältnisse durch beschäftigungsbegleitendes   
Coaching. Dieser in 2014 eingeführte Ansatz hat sich seitdem als 
sehr wirksam erwiesen, findet sich aktuell in 9 Angebote n und Pro-
jekten des JobCenter Köln wieder und wird auch zukünftig verstärkt 
in neue Produkte eingebaut.   
 
 eine höhere Attraktivität unserer Kundinnen und Kunden durch die 
Arbeit des gemeinsamen Arbeitgeber -Service sowie durch Arbeitge-
berveranstaltungen wi e zum Beispiel die bereits etablierten Bewer-
bertage.  
 
 erfolgreiche Integrationen mit der  Fortführung von bewährten Veran-
staltungs- und Kommunikationsformaten. Die  Arbeitgeber- und Be-
werbertage oder auch das prämierte Job -Speed-Dating (ausgezeich-
net mit de m Exzellenzpreis der Bundesagentur für Arbeit ) geben 
Kundinnen und Kunden auch die Möglichkeit, unmittelbar im persön-
lichen Gespräch mit potenziellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern 
zu überz eugen. Das Job -Speed-Dating 2016  erzielte mit 963 teil-
nehmenden Kundinnen und Kunden und mit 3.814  geführten Ge-
sprächen eine Integrationsquote von rund 49 %.   
 
Wir unterstützen… 
 
 benachteiligte Jugendliche unter anderem im Rahmen des Angebots 
„Joblinge“ , bei der Vorbereitung und Suche eines Ausbildungs - oder 
Arbeitsplatzes. Dieses erfolgreiche Produkt  wurde aufgrund der Er-
fahrungen aus anderen Maßnahmen durch eine Ausbildungsbeglei-
tung ergänzt. Bisher konnten über „Joblinge“ mehr als 80 % der Teil-
nehmenden nachhaltig vermittelt werden.

Seite 8 
 Kundinnen und Kunden an a llgemeinbildenden Schulen dabei, den 
Übergang in Ausbildung und Arbeit erfolgreich zu gestalten. Unsere 
Schülerteams kooperieren dabei mit der Berufsberatung sowie mit 
den jeweiligen Schulen.  
 
 die Einrichtung einer Jugendberufsagentur in Köln zur Bündelun g der 
gemeinsamen Bemühungen von Jobcenter, Agentur für Arbeit sowie 
Stadt Köln bei der Integration von jungen Erwachsenen. 
 
 niedrigschwellige Projekte im Kölner Stadtgebiet dabei, die Teilneh-
menden mittelfristig wieder in die Regelsysteme zurückzuführen. 
 
 
Wir fördern… 
  mit kommunal flankierenden Angeboten einen ganzheitlich ausge-
stalteten Integrationsprozess, da nur so komplexen Situationen und 
Problemlagen einer Bedarfsgemeinschaft Rechnung getragen wer-
den kann.  
In 2016 partizipierten mehr als 11.600 Me nschen in Köln an diesen 
Leistungen. Durch die in 2017 erfolgte Aufstockung der Mittel möch-
ten wir auch in Zukunft die hohe Qualität der Angebote mittelfristig 
halten und die bestehenden Bedarfe decken.  
 
 die Gesundheit unserer Kundinnen und Kunden, in dem  wir verstärkt 
Elemente der Gesundheitsförderung in neue Förderangebote invol-
vieren. Beispielhaft sei hier das flankierende Gesundheitscoaching 
im Rahmen von „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ genannt. 
 
 gesundheitlich beeinträchtigte Kundinnen und Kunden d urch gezielte 
Beratung unseres Disability Managements (DiMa), mit der Stabilisie-
rung- und Entwicklungsmaßnahme (SEM -DiMa) sowie mit dem Mo-
dellprojekt „MitArbeit! in Köln“. Durch Wiederherstellung von Tages-
strukturen, psychosoziale Stabilisierung und sozial e Teilhabe werden 
die individuellen Vermittlungschancen verbessert.

Seite 9 
Motivation und Partizipation 
Die bisherigen Betrachtungen von Förderangeboten, die von Teilnehmenden 
frühzeitig abgebrochen wurden, heben Gründe der Motivation und dem daraus 
resultierend geringen Durchhaltevermögen besonders hervor. Bereits der Bera-
tungsprozess nimmt maßgeblich Einfluss auf Akzeptanz und Ablehnung von 
ausgewählten Angeboten. Ferner zeigen bisherige Erfahrungen, dass Bewer-
bungsbemühungen von Kundinnen und Kunden oftmals schon vor einem mög-
lichen Vorstellungsgespräch scheitern. Mit sinnvollen Aktivierungsvarianten wird 
die stärkere Partizipation von Kundinnen und Kunden am Ein gliederungspro-
zess angestrebt, damit Angebote  engagierter und erfolgreich wahrgenom men 
werden. Darüber hinaus gilt es Kundengruppen mit spezifischen Vermittlungs-
hemmnissen, wie beispielsweise Menschen mit Behinderungen, bei der sozia-
len Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben zu unterstützen o der 
Ihnen diese sogar zu ermöglichen. Hierbei bedarf es gezielte r Zuschnitte von 
Angeboten und Projekten, um Kundinnen und Kunden sowie Arbeitgeber ge-
meinsam im Prozess der Eingliederung zu begleiten und zu unterstützen.  
 
 
 
Ziele 
 Wir erzeugen  höhere Akzeptanz für 
die mit Kundinnen und Kunden erarbei-
teten Schritte im Integrationsprozess 
 
 Wir steigern  erfolgreich a bsolvierte  
Qualifizierungen 
 
 Wir gestalten tragfähige Perspektiven 
gemeinsam mit Kundinnen und Kun-
den

Seite 10 
Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt:  
 
Wir erzeugen… 
 eine gute Ausgangslage für den erfolgreichen Integrationsprozess durch 
die stärkenorientierte Ausgestaltung der Förderkette. Werden Erwartun-
gen an ein Förderangebot nicht bestätigt oder erweist sich eine gewähl-
te Maßnahme frühzeitig als nicht geeignet, werden Ursachen gemein-
sam mit den Teilnehmenden beleuchtet und ein alternatives Vorgehen 
vereinbart. Hierbei gilt „keinen Ausstieg ohne neuen Einstieg“. 
 
 Akzeptanz und Initiative von Teilnehmenden durch Angebote der Parti-
zipation in Maßnahmen. So sieht das JobBörsen-Programm den „Work-
shop“ als favorisierte Sozialform interner Schulungsangebote vor, in de-
nen Kundinnen und Kunden die Ergebnisse der gemeinsamen Prozes-
se mit beeinflussen können.  
 
Wir steigern… 
 die Motivation zur erfolgreichen Teilnahme an Weiterbildu ngen. Im Pro-
jekt „Durchstarten in Köln“  werden Prämien  für erfolgreich Prüfungen 
gewährt. Das ESF-Projekt wird in Köln in den Berufsbereichen Fach-
kraft Metalltechnik und Servicekraft Schutz und Sicherheit umgesetzt . 
Die Teilnehmenden werden durch Qualifizi erungscoaches des Jobcen-
ters begleitet und unterstützt.  Ein finanzieller Anreiz reicht in der Regel 
nicht aus als Motivator, eine Weiterbildung zu beginnen, kann jedoch 
aktivierend wirken und zudem im Verlauf der Weiterbildung das Durch-
haltevermögen stärken. Attraktiv für unsere Kundinnen und Kunden ist 
insbesondere die Chance, den Berufsabschluss „etappenweise“ zu er-
langen.  
 
 gruppendynamische Prozesse in verschiedenen Aktivierungsvarianten, 
wie Befit4Job, Jobbörse oder Arbeit@Porz . So  erleben die Kundinne n 
und Kunden die berufliche Eingliederung anderer Teilnehmerinnen und 
Teilnehmer als ein für s ie realistisches und greifbares Ziel. Sie partizi-
pieren am Erfolg der anderen Teilnehmenden, vernetzen sich und

Seite 11 
schöpfen Motivation zur Intensivierung der Eigenbemühungen.  
 
 das Selbstwertgefühl und steigern die Weiterbildungsbereitschaft von 
Teilnehmenden durch schneller erreichbare Ziele mit dem Angebot von 
Teilqualifizierungen. Erfahrungen im Rahmen des Kölner Bildungsmo-
dells zeigen, dass die modulare Qualifizie rung im Idealfall  zu einer Ab-
solvierung aller erforderlichen Module einer Vollqual ifizierung „in Kette“ 
führt.  
 
Wir gestalten… 
 mit Kundinnen und Kunden  individuelle Rahmenbedingungen zur Ver-
einbarkeit von Familie und Beruf, um Erwerbstätigkeit auch bei K inder-
betreuung oder Pflege von Angehörigen zu ermöglichen . Das Förder-
angebot „Kölner Alleinerziehende Im Aufbruch“ unterstützt sei t 2013 Er-
ziehende durch Beratungs- und Qualifizierungsangebote. Handlungsfel-
der sind  die Organisation der Kinderbetreuung  und die Wiedergewin-
nung einer beruflichen Orientierung.  
 
 eine verbesserte Beschäftigungsfähigkeit für Menschen mit Schwerbe-
hinderung sowie die Schaffung einer Anschlussperspektive im Projekt 
„Mitarbeit! In Köln“ . Seit Juni 2015 werden hier  rechtskreisübergreifend 
Teilnehmende innerhalb von drei Jahren aktiviert, qualifiziert und an den 
Arbeitsmarkt herangeführt und/oder vermittelt. Dies kann die Aufnahme 
einer Berufsausbildung, einer abschlussorientierten Qualifizierung oder 
einer beruflichen Rehabilitation sein. Obligatorisch und essentiell ist da-
bei das individuelle Jobcoaching zu bewerten.  
 
 Chancen und Möglichkeiten für geflüchtete Menschen. So werden seit 
2016 Talentscouts eingesetzt, um den besonderen Bedarfen der ju-
gendlichen Menschen mit Fluchterfahrung  gerecht zu werden . Die 
Scouts begleiten, „entdecken“ Fähigkeiten und Potentiale der Jugendli-
chen und fördern diese . Das Modell der Talentscouts ist so erfolgreich, 
dass es in 2016 durch die Agentur für Arbeit prämiert wurde.

Seite 12 
Gesellschaft und Migration 
Das Thema Flucht ist weiterhin sehr relevant in der täglichen Arbeit des Job-
centers. Die Zahl der ankommenden Asylsuchenden ist derzeit rückläufig, je-
doch hat die Vergangenheit gezeigt, dass eine seriöse Aussage zur weiteren 
Entwicklung nur schwer zu treffen  ist. Zudem leben in Köln bereits viele Men-
schen, die aus anderen Gründen nach Deutschland migriert sind und sich durch 
unterschiedlichste Sozialisationserfahrungen und berufliche Perspektiven aus-
zeichnen. Diesen Herausforderungen muss das Jobcenter in seiner Angebots-
planung begegnen. Die soziale und berufliche Integration der zugewanderten 
Menschen erfordert eine zeitlich angemessene und individuelle Gesamtpla-
nung, um Sprac herwerb und kulturelle Anpassung erfolgreich zu gestalten und 
dem Fachkräftebedarf von übermorgen zu begegnen.  
Einen weiteren Schwerpunkt unserer Arbeit stellt die gesellschaftliche Integrati-
on von Personen mit erheblichen Hemmnissen dar. Die Aufnahme einer aus-
kömmlichen Erwerbstätigkeit ist dabei unser generelles Ziel. Für einen Teil der 
Kundinnen und Kunden ist dies jedoch mittelfristig nicht realistisch. Wir sehen 
unsere Verantwortung insbesondere darin, diese Menschen entsprechend ihrer 
Fähigkeiten zu fördern und ihnen somit die Teilhabe am gesellschaftlichen Le-
ben zu ermöglichen.  
 
 
Ziele 
 
 Wir unterstützen  soziale Integration 
durch Erwerb von Sprache und Arbeit  
 
 Wir schaffen Perspektiven durch  An-
erkennung, Ausbildung und  Qualifizie-
rung 
 
 Wir fördern die soziale Teilhabe

Seite 13 
Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt:  
 
Wir unterstützen…  
 Menschen mit Fluchterfahrung im Integration Point Köln . Die gemeinsa-
me Einrichtung von Agentur für Arbeit und Jobcenter unterstützt ankom-
mende Menschen bei der Inanspruchnahme von Angeboten wie Sprach-
förderung, Anerkennungsberatung oder Qualifizierung.  
 
 die frühzeitige Heranführung an den Ausbildungs - und Arbeitsmarkt von 
zugewanderten Kundinnen und Kunden. Das Angebot „Kompetenzfest-
stellung, frühzeitige Aktivierung und Spracherwerb“ (KompAS) verfolgt 
die berufliche Orientierung parallel zur Teilnahme an einem Integrations-
kurs. Da viele Menschen die Voraussetzungen für eine Teilnahme aus 
unterschiedlichen Gründen nicht erfüllten, wurde das Angebot inhaltlich 
angepasst und die Platzzahlen reduziert.  
 
 den Erwerb von deutschen Sprachk enntnissen. Neben den regulären In-
tegrationskursen stehen Kundinnen und Kunden mit Migrationshinter-
grund berufsbezogene Sprachkurse nach der Verordnung über die be-
rufsbezogene Deutschsprachförderung (DeuFöV) zur Verfügung. Hierzu 
ergänzend enthalten zahlre iche Integrationsmaßnahmen wie beispiels-
weise KomBer Sprachförderanteile, da nur mit ausreichenden Deutsch-
kenntnissen eine nachhaltige Integration in die Gesellschaft und in den 
Arbeitsmarkt realistisch ist. 
 
 junge Menschen mit Fluchterfahrungen mit berufspraktischer Orientie-
rung sowie Vorbereitung und Hera nführung an das deutsche Ausbil-
dungssystem mit dem Angebot „Perspektiven für junge Flüchtlinge“ (Per-
juF) und der Ergänzung im Bereich Handwerk (PerjuF -H). Die Sprach-
förderung stellt einen obligatorischen Anteil des Angebotes dar.

Seite 14 
Wir schaffen… 
 gute Grundlagen für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt 
durch Kompetenzfeststellung und Einleitung von Prüfverfahren zur Aner-
kennung vorliegender Au sbildungsnachweise. Im Projekt „Chance plus“ 
werden Betroffene beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk 
„Integration und Qualifizierung“ der Anerkennungsberatung zugeführt. 
 
 Abhilfe in Krisensituationen mit „Guide2work“. Das Förderangebot für 
Menschen mit Migrationshintergrund bietet neben einem be gleitenden 
Coaching eine Soforthilfe, um Betroffenen schnell und unkompliziert Un-
terstützung zu leisten.  
 
Wir fördern… 
 Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen, die aufgrund von gesund-
heitlichen Einschränkungen und/oder eingeschränkten Kinderbetreu-
ungsmöglichkeiten derzeit keine Integrationsperspektive auf dem ersten 
Arbeitsmarkt haben. Im Rahmen des Bundesprogrammes „Soziale Teil-
habe am Arbeitsmarkt“  wurden bis Ende September 2017 bereits 35 9 
sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse im Rahmen des  Projek-
tes gefördert und durch Jobcoaches erfolgreich begleitet. 
 
 die gesellschaftliche Teilhabe unserer Kundinnen und Kunden durch 
Mitwirkung im kommunalen Beschäftigungsprogramm.  Erwerbstätigkeit 
im Hinblick auf die soziale Integration stellt ein wichtiges und notwendi-
ges Instrument dar. Soziale Anerkennung und Vernetzung, geregelte 
Tagesstrukturen und wertschöpfende Arbeit sind hierbei we sentliche As-
pekte.  
 
 Projekte für NEETs (Not in Education, Employment or Training) , die auf-
grund massiver Hemmnisse de rzeit nicht an Regelangeboten von Ju-
gendamt und Jobcenter partizipieren. Ziel ist eine Stabilisierung der Le-
benssituation und Entwicklung von realistischen Perspektiven.

Seite 15 
Sozialraumorientierung 
Als aktiver Kooperationspartner gestalten wir Angebote und M aßnahmen ver-
stärkt im Sozialraum und damit unmittelbar im gesellschaftlichen Lebensraum 
der Kundinnen und Kunden . Das Jobcenter sieht sich in der Mitverantwortung 
bei der Beantwortung sozialer Fragen und versteht sich als aktiver Kooperati-
onspartner vor Ort. Das in Köln kulturtypische und traditionell verankerte Veedel 
bietet hierzu eine räumlich gute Orientierung. Insbesondere für Jugendliche 
stellen räumliche Entfernungen entscheidende Hürden dar, die eine Beratung 
und Förderung ersc hweren oder sogar die Wahrnehmung des Hilfesystems 
gänzlich verhindern . Dieser Herausforderung begegnen wir durch dezentrale 
Beratungs- und Unterstützungsangebote.  
Der Schwerpunkt der sozialen Integration durch s oziale Anerkennung und Ver-
netzung sowie wertschöpfende Arbeit im Sozialraum der Kundinnen und Kun-
den beschreibt weiterhin einen wesentlichen Aspekt für die Förderung öffentli-
cher Beschäftigungen . Die Stärken und Kompetenzen der Menschen stehen 
dabei uneingeschränkt im Fokus.  
 
 
 
Ziele 
 
 Wir unterstützen den Menschen 
dort, wo er lebt 
 
 Wir sind aktiver Netzwerkpartner 
vor Ort 
 
 Wir bauen Zugangsbarrieren für 
Kundinnen und Kunden ab

Seite 16 
Ausgewählte Aktivitäten des Jobcenters zum Handlungsschwerpunkt:  
 
Wir unterstützen… 
 Jugendliche und junge Erwachsene bei der beruflichen und der sozialen 
Integration mit Jugendbüros und Kompetenzagenturen vor Ort. Hier wer-
den Jugendliche in eine angemessene Anschlussperspektive vermittelt, 
zum Beispiel in ei ne sozialversicherungspflichte Arbe it, Ausbildung, er-
neuten Schulbesuch oder Einstiegs qualifizierung. In vier Stadtgebieten 
bieten Kompetenzagenturen umfangreiche Angebote an, um Jugendliche 
sowohl bei der beruflichen als auch sozialen Integration zu unterstützen.  
Die Angebote sind sehr erfolgreich, nicht zuletzt aufgrund der Kooperati-
on mit vor Ort vertretenden Akteure n wie beispielsweise weitere n Bera-
tungsstellen oder ansässige n Arbeitgeber. Aus diesem Grunde sind bei 
einer neuen Ausschreibung der Jugendbüros zwei weitere Standorte in 
Planung, um der sozialräumlichen Komponente des Angebot es noch 
besser gerecht zu werden.    
  
 Kundinnen und Kunden in Krisensituationen. Unsere Joblotsen bieten ei-
ne 1:1-Unterstützung und begleite n Kundinnen und Kunden vor Ort. Ne-
ben der Bewältigung von akuten Schwierigkeiten unterstützen sie bei-
spielsweise den Abbau von Vermittlungshemmnissen oder die Funktion 
als Bindeglied zu Behörden und weiteren Anlaufstellen im Hilfesystem.  
 
 schwer erreichbare junge Menschen in Kooperation mit dem Amt für Kin-
der, Jugend und Familie und der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln 
e.V. mit einem gemeinsamen Streetwork -Angebot. Streetworker errei-
chen Jugendliche in ihrem unmittelbaren Umfeld. Als vertrauensvolle An-
sprechpartner bieten sie Orientierung und Unterstützung bei der be-
darfsgerechten Anbindung an bestehende Hilfesysteme.

Seite 17 
Wir sind… 
 in der Mitverantwortung bei der Beantwortung sozialer Fragen und ver-
stehen uns als aktiver Kooperationspartner. So wirken wir in verschiede-
nen sozialräumlichen Netzwerken mit wie zum Beispiel dem Arbeitskreis 
Chorweiler. 
 
 Kooperationspartner der Stadt Köln im  Rahmen des EFRE/ESF Projek-
tes: “Lebenswerte Veedel“: Kölner Veedelscenter und Klosterwald 2.0 
mit dem Ziel, schwer zu aktivierende Kundinnen und Kunden über einen 
niederschwelligen Ansatz im Sozialraum „abzuholen“ und sozial zu integ-
rieren. Die vor Ort vorhandene Förderstruktur wird beachtet, ergänzt und 
effizient genutzt, um individuell bedarfsumfassend zu unterstützen. 
 
Wir bauen… 
 gezielt Hemmschwellen ab  für unsere Kundinnen und Kunden zur Inan-
spruchnahme von Leistungen und Beratung. H ierzu sind unsere Mitar-
beiterinnen und Mitarbeiter  in den Kölner Veedeln unterwegs und neh-
men beispielsweise am aufsuchenden Angebot des ESF -Projektes 
„Chancen geben – 100 Wege in Beschäftigung“ teil oder informieren 
Teilnehmende im Bundesprojekt „Work 4 You“ über Leistungsgewährung 
und Abläufe im Jobcenter. 
 
 auf dezentrale Anlaufstellen. Der „Hotspot Chorweiler“ als Vor -Ort-
Beratung des Jobcenter Köln im Stadtteil Chorweiler bewährt sich bereits 
im fünften Jahr. Etwa 50 %  der Vorsprachen e rfolgen durch Nic ht-
Leistungsempfänger.  
Die Beratung des Jobcenters im Stadtteil Neubrück wird rege genutzt. 
Hierdurch werden Barrieren abgebaut und Vertrauen sowie Wertschät-
zung gegenüber den Kunden und Kundinnen aufgebaut.

Seite 18 
Zahlen, Daten und Fakten

Mitteilung Ausschuss

542 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/5000 JC 
 
Vorlagen-Nummer 23.10.2017 
 3131/2017 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Soziales und Senioren 09.11.2017 
 
Bericht des Jobcenter Köln 
 
 
Die Verwaltung legt dem Ausschuss für Soziales und Senioren – auf Wunsch des Jobcenter 
Köln- den folgenden Bericht vor.  
 
Anlagen:  
Bericht des Jobcenters 
Anlage 1: Jahresbericht der kommunalen Eingliederungsleistungen 2016 
Anlage 2:  Entwurf des AMIPs 2018-2019 
Anlage 3: Ergebnismonitoring 
 
 
Gez. Dr. Rau

TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln_Anlage 3_Ergebnismonitoring 08-2017

12148 Zeichen

Anlage 3 zum Bericht des Jobcenter Köln zur Sitzung des Ausschusses Soziales und Senioren am 06.11.2017
Zielvereinbarung Jobcenter Köln 2010
Zielvereinbarung Jobcenter Köln 2017
Ergebnismonitoring
August 2017
N:\Ablagen\D35765-JC-Koeln-F-C\Controlling\00_Controlling JC\2017\07_Monitoring\2017-08\2017-08_Monitoring_SoSe_06.11.2017

ErwartungswertPrognose Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt in Tausend EUR -                213.477       211.298 -2.179 -1,0%
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2017 26.810,7        53.684,5        80.663,6        107.521,9      134.338,6      161.135,0      187.754,5      213.477,0      240.167,7      266.850,1      293.458,8      320.037,0      
Ist 2017 26.447,1        53.058,6        79.716,2        106.310,9      132.876,6      159.385,3      185.730,8      211.298,1      -                 -                 -                 -                 
Ist 2016 25.730,0        51.520,7        77.412,3        103.188,0      128.923,8      154.687,0      180.459,1      206.164,7      231.781,3      257.281,2      282.633,7      307.137,3      
Zielmonitoring Jobcenter  Köln Verringerung der Hilfebedürftigkeit August 2017
 -
 50.000,0
 100.000,0
 150.000,0
 200.000,0
 250.000,0
 300.000,0
 350.000,0
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt (ohne LUH ) in T EUR
Ist 2017
 Ist 2016
 Soll 2017
Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit
Seite 2

Erwartungswert Soll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
Integrationsquote 0,0% 14,3% 15,0% 0,75%-Pkte 5,3%
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2017 1,7% 3,6% 5,5% 7,5% 9,1% 10,9% 12,5% 14,3% 16,7% 19,0% 21,1% 23,3%
Ist 2017 1,6% 3,3% 5,3% 7,4% 9,5% 11,2% 13,0% 15,0%
Ist 2016 1,8% 3,6% 5,5% 7,5% 9,2% 11,0% 12,9% 15,2% 18,0% 20,3% 22,1% 23,3%
Anzahl der Integrationen (Jahresfortschrittswert)
Ist 2017 1.343              2.804              4.419              6.231              8.035              9.439              11.002            12.660            -                  -                  -                  -                  
Ist 2016 1.473              3.042              4.647              6.296              7.703              9.227              10.877            12.809            15.139            17.079            18.560            19.537            
Zielmonitoring Jobcenter  Köln Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit August 2017
0,0%
5,0%
10,0%
15,0%
20,0%
25,0%
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Integrationsquote
Ist 2017
 Ist 2016
 Soll 2017
Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit
Seite 3

ErwartungswertSoll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
Bestand an Langzeitleistungsbeziehern -                58.534         57.873 -661 -1,1%
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2017 58.316           58.389           58.398           58.416           58.453           58.519           58.571           58.534           58.536           58.525           58.521           58.536           
Ist 2017 57.855           57.918           57.910           57.931           57.938           57.948           57.955           57.873           -                 -                 -                 -                 
Ist 2016 57.173           57.244           57.253           57.271           57.307           57.364           57.409           57.416           57.421           57.416           57.404           57.388           
August 2017Zielmonitoring Jobcenter  Köln Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug
 56.000
 56.500
 57.000
 57.500
 58.000
 58.500
 59.000
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Bestand an Langzeitleistungsbeziehern - JDW
Ist 2017
 Ist 2016
 Soll 2017
Datenquelle: Controllingbericht SGB II, S2S-Cockpit
Seite 4

Erwartungswert Soll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
Kosten der Unterkunft (kumuliert, in Tausend EUR) 226.365,60     225.430,91 -935 -0,4%
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2017 27.788,0         56.256,7         84.255,9         112.656,0       141.004,1       169.651,3       198.315,4       226.365,6       254.446,1       282.333,6       310.711,5       339.043,0       
Ist 2017 27.572,1         55.005,9         82.866,5         110.810,9       139.602,9       167.395,9       196.388,9       225.430,9       -                  -                  -                  -                  
Ist 2016 26.527,8         53.705,6         80.435,0         107.547,2       134.609,7       161.957,9       189.322,0       216.100,2       242.907,3       269.530,1       296.621,2       323.667,8       
Zielmonitoring Jobcenter  Köln Kosten der Unterkunft August 2017
 -
 50.000,0
 100.000,0
 150.000,0
 200.000,0
 250.000,0
 300.000,0
 350.000,0
 400.000,0
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Kosten der Unterkunft (kumuliert, in Tausend EUR)
Ist 2017
 Ist 2016
 Soll 2017
Datenquelle: ERP
Seite 5

Erwartungswert Soll Berichtsmonat Ist Berichtsmonat Differenz absolut Differenz in %
-                  2.105              2.105 -
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2017 -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  -                  
Ist 2017 2.186              2.181              2.174              2.161              2.150              2.134              2.118              2.105              -                  -                  -                  -                  
Ist 2016 2.224              2.235              2.240              2.246              2.250              2.256              2.251              2.249              2.243              2.222              2.208              2.200              
Zielmonitoring Jobcenter  Köln Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit August 2017
 2.000
 2.050
 2.100
 2.150
 2.200
 2.250
 2.300
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit
(gewichteter Jahresfortschrittswert)
Ist 2017
 Ist 2016
 Soll 2017
Datenquelle: Statistik der BA,  
Seite 6

Mitteilung zur Sitzung des Sozialausschusses am 26.01.2017
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Ist 2017 153                 314                 507                 762                 986                 1.159              1.379              1.542              -                  -                  -                  -                  
Ist 2016 157                 372                 572                 799                 1.009              1.208              1.452              1.654              1.904              2.123              2.316              2.484              
Zielmonitoring Jobcenter  Köln JOB-Offensive KÖLN August 2017
 -
 500
 1.000
 1.500
 2.000
 2.500
 3.000
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Integrationen (Jahresfortschrittswert) der JOB-Offensive KÖLN 
Ist 2017
 Ist 2016
Datenquelle: eigene Auswertung
Seite 7

Erwartungswert Soll akt. Monat Ist akt. Monat Diff. abs. (Soll) Diff % (Soll)
Integration Schwerbehinderte 255                 237                 -18 -7,1%
81596
Daten Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Soll 2017 20                   49                   87                   125                 152                 187                 225                 255                 292                 331                 360                 393                 
Ist 2017 25                   48                   71                   100                 131                 168                 210                 237                 -                  -                  -                  -                  
Ist 2016 20                   48                   86                   123                 150                 185                 222                 252                 288                 327                 355                 388                 
Zielmonitoring Jobcenter  Köln Integration Schwerbehinderte August 2017
 -
 50
 100
 150
 200
 250
 300
 350
 400
 450
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Integration Schwerbehinderte
Ist 2017
 Ist 2016
 Soll 2017
Datenquelle: eigene Auswertung
Seite 8

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit Hochrechnung
Anzahl Bedarfsgemeinschaften zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit
Ist 2017 61.763         62.073            62.234         62.395         62.337           62.396              62.369           62.352           
Ist 2016 62.431         62.559            62.583         62.527         62.499           62.511              62.322           62.000           61.761           61.604           61.441             61.517             
Anzahl Personen in Bedarfsgemeinschaften zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport
Ist 2017 121.149       121.835          122.099       122.588       122.547         
Ist 2016 121.666       122.006          122.100       121.987       121.944         122.000            121.746         121.087         120.654         120.542         120.335           120.640           
Anzahl Regelleistungsberechtigte zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit
Ist 2017 116.888       117.589          117.901       118.450       118.372         118.697            118.745         118.560         
Ist 2016 116.180       116.529          116.642       116.534       116.524         116.645            116.487         116.217         116.049         115.984         115.866           116.230           
Anzahl erwerbsfähige Leistungsberechtigte zweites Sozialgesetzbuch Datenquelle: Arbeitsmarktreport, Hochrechnung: Statistik Bundesagentur für Arbeit
Ist 2017 84.105         84.651            84.892         85.164         85.124           85.253              85.252           85.042           
Ist 2016 83.951         84.257            84.334         84.230         84.209           84.305              84.125           84.039           83.856           83.715           83.525             83.692             
Quote der Leistungsberechtigten nach dem zweiten Sozialgesetzbuch* Datenquelle: Kreisreport,  Daten mit Wartezeit von 3 Monaten
Ist 2017 13,3% 13,4% 13,4% 13,5% 13,5%
Ist 2016 13,3% 13,4% 13,4% 13,4% 13,4% 13,4% 13,3% 13,3% 13,2% 13,2% 13,2% 13,2%
Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug
Anzahl Arbeitslose nach dem zweiten Sozialgesetzbuch gesamt Datenquelle: Arbeitsmarktreport
Ist 2017 35.238         35.052            35.351         35.973         36.180           36.130              35.980           35.887           
Ist 2016 39.627         39.999            39.977         39.769         38.539           37.695              37.667           37.761           37.471           36.953           36.500             35.684             
Kosten der Unterkunft
Kosten der Unterkunft - Veränderungsquote zum kumulierten Vorjahreswert Datenquelle: Finanzen Jobcenter Köln 
Ist 2017 27.572,13      55.005,94         82.866,52      110.810,86    139.602,91      167.395,87         196.388,91      225.430,91      -                   -                   -                     -                     
Ist 2016 26.527,81      53.705,56         84.255,94      112.656,04    141.004,08      169.651,35         198.315,35      226.365,60      254.446,12      282.333,57      310.711,51        339.042,96        
Ist / Ist-Vergleich 3,9% 2,4% -1,6% -1,6% -1,0% -1,3% -1,0% -0,4% - - - -
August 2017Zielmonitoring Jobcenter  Köln Indikatoren
* Zähler = Leistungsberechtigte nach dem zweiten Sozialgesetzbuch (erwerbsfähigeLeistungsberechtigte, nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte, sonstige Leistungsberechtigte [z.B. Bildung und Teilhabe nach § 28 SGB II]) / Nenner = 
Bevölkerung unter 65 Jahre
Seite 9

TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln_Anlage 1_KFL Bericht 2016_

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Anlage 1 zum Bericht des Jobcenter Köln zur Sitzung des Ausschusses 
Soziales und Senioren am 09.11.2017 
 
Die kommunalen 
Eingliederungsleistungen 
 
Jahresbericht 2016

2 
 
 
Inhalt 
 
1 Einleitung    3 
2 Statistische Daten    5 
3 Budget  15 
4 Ergebnisse und Entwicklungen  16 
4.1 Angebote der Kinderbetreuung nach § 16a Nr. 1 SGB II ............................................... 16 
4.2 Angebote der Schuldnerberatung nach § 16a Nr. 2 SGB II ........................................... 18 
4.3 Angebote der psychosozialen Betreuung nach .............................................................. 21 
§ 16a Nr. 3 SGB II .................................................................................................................. 21 
4.3.1 Allgemeine psychosoziale Betreuung ................................................................ 22 
4.3.2 Frauenspezifische Angebote und Angebote für Erziehende .............................. 29 
4.3.3 Angebote im Rahmen des Gewaltschutzes ....................................................... 36 
4.3.4 Psychosoziale Betreuung als flankierende Hilfe in Arbeitsgelegenheiten ......... 38 
4.4 Angebote der Suchtberatung nach § 16a Nr. 4 SGB II .................................................. 40 
5 Fallbeispiele aus dem Bereich der kommunalen Eingliederungsleistungen                         
gemäß § 16a Nr. 3 SGB II  42 
6 Schlusswort  48 
 Anlage  
 Übersicht der Angebote nach § 16a SGB II in Köln  49

3 
 
1 Einleitung 
 
Die Menschen sind individuell – in ihren Zielen, Fähigkeiten und Bedürfnissen. 
Ebenso spezifisch sind auch ihre Wege zur sozialen und beruflichen Teilhabe. 
 
In Zeiten des wirtschaftlichen, digitalen, gesellschaftlichen und sozialen Wandels ändern sich 
die individuellen Bedarfe ebenso wie die Anforderungen an die sozialen und berufliche n 
Kompetenzen fortdauernd und eminent. 
 
Im Rahmen der kommunalen Eingliederungsleistungen konnte indes auch in 2016 eine 
zunehmende Komplexität der Problem- und Belastungslagen konstatiert werden: 
Psychische und physische Erkrankungen, unzureichende Sprachkenntnisse, Schulden, 
familiäre Probleme, Langzeitarbeitslosigkeit und geringe Fach- und Sozialkompetenz  traten 
selten isoliert auf – vielfach bedingten sie einander.  
 
Die flankierenden Leistungen  des § 16a Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) erlauben 
eine passgenaue und flexible , eine umfassende und ganzheitliche  Betreuung bei der 
Eingliederung in das Erwerbsleben.  
 
Oft sind sie jenes Maß an Stabilisierung und Unterstützung, das ein Mensch braucht, um 
Perspektiven entwickeln und einem Weg folgen zu können. 
Zuweilen ermöglichen sie gerade die  letzten Schritte auf dem Weg zur sozialen und 
beruflichen Teilhabe.  
 
2016 waren in Köln rund 117.000 Menschen auf die Hilfen nach dem SGB II angewiesen - 
nahezu 13 % der Kölner Bürgerinnen und Bürger. 
 
Rund 11. 300 Menschen nahmen im Berichtsjahr kommunale Eingliederungsleistungen in 
Anspruch, d.h. jeder 10. Leistungsempfänger konnte partizipieren. 
 
Da das Finanzbudget der Kommunalen Eingliederungsleistungen im städtischen Haushaltsplan 2016/17 
erhöht wurde, konnten die den Angebotsträgern entstandenden Kostensteigerungen der letzten Jahre  
erstmals adäquat berücksichtigt und folglich  das für Köln charakteristische und bewährte Portfolio 
sozialintegrativer Angebote erhalten bleiben. 
 
Die bewährte Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen Kommune  und Jobcenter  wurde im 
Berichtsjahr fortgeführt und war erneut Basis der effizienten  und nachhaltigen  Planung kommunal er 
Eingliederungsleistungen.  
 
Gewiss - oftmals erzielen diese Hilfen  keine unmittelbaren Integrationserfolge und ihre Wirkung ist äu-
ßerst komplex und nur bedingt messbar. Art und Umfang von Veränderungen im  Kontext und Gesamt-
prozess der Integration induzieren jedoch häufig Erfolg und Wirkung. 
 
Insofern stellt d ieser Jahresbericht nicht allein  die statistischen Daten , Entwicklungen und 
Ergebnisse im Rahmen der im Jahre 201 6 erbrachten Angebote kommunaler 
Eingliederungsleistungen nach § 16a Nr. 1 - 4 SGB II dar.

4 
 
Vielmehr illustriert eine Auswahl an Fallbeispielen aus den Angeboten gemäß  
§ 16a Nr. 3 SGB II , wie unverzichtbar und weitreichend sozialintegrative , flankierende  
Leistungen im Rahmen der sozialen und beruflichen Eingliederung sind.  
 
Eine Übersicht des gesamten Portfolio ist dem Anhang zu entnehmen.  
 
Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre. 
Es grüßt Sie herzlichst 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Olaf Wagner       
Geschäftsführer      
des Jobcenter Köln

5 
 
2 Statistische Daten 
Gemäß der vom Amt für Stadtentwicklung und Statistik veröffentlichten  
„Kölner Stadtteilinformation“ für das Jahr 2016 ist die Kölner Bevölkerung in diesem Jahr auf 
1.081.701 Einwohner/-innen gestiegen. Der dort dokumentierte Anteil der Leistungsberechtig-
ten nach SGB II an allen unter 65-jährigen Einwohnerinnen und Einwohnern betrug 13,1 %. 
 
Die „Statistik der Grundsicherung f ür Arbeitsuchende nach dem SGB II“ der 
Bundesagentur für Arbeit wurde im April 2016 einer Revision unterzogen: 
 
Im Vergleich zu den Berichten der Vorjahre ist die Anzahl der sogenannten 
„Regelleistungsberechtigten“ (RLB) rückläufig  bzw. unterschiedlich. Dies liegt am 
neuen, nunmehr angewandten, Zähl- und Gültigkeitskonzept der Bundesagentur 
für Arbeit.  
 
Um die Transparenz der Statistik zu erhöhen, wird die Gruppe der „Kinder ohne Leistungsan-
spruch“ (KOL) nun nicht mehr zur Gruppe der „Regelleistungsberechtigten“ gezählt. Diese 
beinhaltet aktuell einzig die Anzahl der „erwerbsfähigen Leistungsberechtigten“(ELB) und die 
der „nichterwerbsfähigen Leistungsberechtigten“ (NEF). 
 
Die statistischen Daten für die Jahre 2013 bis 2014 wurden ebenfalls rückwirkend angepasst. 
 
Ein direkter Vergleich ist daher lediglich zu den im Sachbericht für das Jahr 2015 genannten 
statistischen Daten möglich. 
 
Im Dezember 2016 erhielten gemäß der Bundesagentur für Arbeit 116.324 Kölner Bürgerin-
nen und Bürger Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Zweiten Buch So-
zialgesetzbuch (SGB II).

6 
 
 
Eine ebenfalls in 2016 erlassene Weisung der Bundesagentur für Arbeit, welche gemäß  
§ 50 Absatz 3 SGB II für die Jobcenter verbindlich ist, hat zur Folge, dass anstelle der bisher 
festgelegten sogenannten „Profillagen“ nunmehr eine Fokussierung auf die sogenannten  
„Handlungsstrategien“ erfolgt. 
Dies ermöglicht eine differenziertere Auswertung von Handlungsstrategien und Kundenstruk-
turmerkmalen sowie eine bessere Abbildung der zunehmend komplexen Problemlagen. 
 
Basis dieser Analyse der Kundenstruktur ist die sogenannte „Integrationsprognose“: Sie ist 
das Ergebnis der vermittlerischen Einschätzung zur Marktnähe der Kundinnen und Kunden: 
 
 Marktnah: Eine Integration ist innerhalb von 6 Monaten zu erwarten (Hierunter fallen 
die bisherigen Markt-, Aktivierungs- und Förderprofile). 
 
 Nicht marktnah: Eine Integration wird voraussichtlich erst nach mehr als 6 Monaten 
gelingen (Hierunter fallen die bisherigen Entwicklungs-, Stabilisierungs- und Unter-
stützungsprofile). 
 
 Die früheren sonstigen Profillagen „Zuordnung nicht erforderlich“ und "Integriert, 
aber hilfebedürftig“ sind weiterhin als Kennzeichnungsoption vorhanden. 
(Hierunter fallen beispielweise Kundinnen und Kunden, die bereits beruflich integriert, 
aber noch hilfebedürftig sind. Oder  solche, bei denen aktuell kein Handlungsbedarf 
besteht, weil beispielsweise eine Familienangehörige/ ein Familienangehöriger ge-
pflegt wird.) 
 
 
Im Dezember 2016 stellte sich die Kundenstruktur im Jobcenter Köln wie folgt dar:

7 
 
Eine Integrationsprognose „nicht marktnah“ impliziert Handlungsstrategien bzw. Strategiebün-
del, welche zumeist auf mehreren Handlungsbedarfen basieren.  
Zwar können und werden kommunale Eingliederungsleistungen im Rahmen sämtlicher Klas-
sifikationen erbracht, gleichwohl indiziert die Prognose „nicht marktnah“ oftmals mehrere bzw. 
komplexere vermittlungshemmende Kriterien. Dazu gehören insbesondere fehlende oder ge-
ringe schulische und berufliche Qualifikationen, sprachliche Defizite, gesundheitliche Ein-
schränkungen, ein höheres Lebensalter, aber auch die alleinige Erziehungsverantwortung . 
 
Der Anteil der Kundinnen und Kunden, bei deren eine Integration frühstens nach 6 Monaten 
erwartet wurde, lag im Jahr 2016 bei 54%. 
 
Für Menschen mit Multiproblemlagen ist das Risiko der Langzeitarbeitslosigkeit besonders 
hoch.  
Auch im Bereich der kommunalen Eingliederungsleistungen waren im Jahr 2016 viele Teil-
nehmende über ein, meist sogar über zwei Jahre arbeitslos: 
 
 
 
Die dauerhafte Exklusion vom Arbeitsmarkt geht häufig mit einer Verschärfung bzw. Versteti-
gung der ohnehin bestehenden Problemlagen einher.  
In Köln ist ein ausdifferenziertes Angebot an flankierenden Leistungen, welches auf die unter-
schiedlichen und zumeist auch ineinandergreifenden  Bedarfe zugeschnitten werden kann , 
vorhanden. Die damit einhergehende Möglichkeit, flexibel und individuell auf die Hilfesuchen-
den einzugehen, ist insbesondere in Bezug auf langzeitarbeitslose Teilnehmende sinnvoll und 
opportun.

8 
 
Die zumeist niedrigschwelligen Angebote stehen oftmals zu Beginn aufeinander aufbauender 
Förderketten, deren Ziel die Integration in Ausbildung oder Arbeit ist. 
 
Auch Menschen, die zuvor noch keinen Zugang zum Hilfesystem hatten, werden ü ber die 
Angebote nach § 16a SGB II in Beratungsprozesse gebracht. 
 
Umfang, Dauer und Inhalte der Beratungs - und Hilfeprozesse unterscheiden sich nicht nur 
von Angebot zu Angebot, sondern auch innerhalb der Angebote selbst. Bedingt durch die 
vielfältigen persönlichen Situationen und Lebensumstände der Kundinnen und Kunden.  
 
 
 
In den Bereichen der Kinderbetreuung und der Schuldnerberatung betrug die Dauer des  
Beratungszeitraums im Berichtsjahr in über 50% der Fälle mehr als sechs Monate. 
In den Bereichen der psychosozialen Betreuung und der Suchtberatung betrug diese hinge-
gen in weniger als 50% der Fälle mehr als sechs Monate. 
 
Zwar ist die Kinderbetreuung im Rahmen der kommunalen Eingliederungsleistungen  
nachrangig gegenüber den Leistungen  nach dem SGB III und SGB VIII, dennoch nahmen 
Kundinnen und Kunden die Betreuung regelmäßig und mit einer hohen Betreuungsdichte in 
Anspruch.

9 
 
Ein Beispiel aus dem Angebot „BiSKids – Betreuung im Stadtteil – Kids in Mülheim“ verdeut-
lich, warum sich die Beratungsdauer über einen längeren Zeitraum erstrecken kann: 
 
Die gleichsam bei BiSKids verortete Arbeitsgelegenheit ( AGH) gemäß §16 d SGB II sowie 
die Angebote „Xenia – Chance für Migrantinnen“  und „M.I.m.i.K. – M.iteinander I.ntegration 
m.eistern i.n K.öln“ ermöglichen eine Kinderbetreuung vor Ort. So können die Teilnehmenden 
unbürokratisch und direkt am Projekt bzw. der AGH teilnehmen. Selbst dann, wenn keine re-
gulären Betreuungsmöglichkeiten bestehen.  Auch dies erklärt die teilweise lange Dauer der 
Angebot-Nutzung. 
 
Die im Durchschnitt  erhebliche Dauer im Kontext der  Schuldnerberatung ist auf die z uneh-
mende Komplexität der zu regulierenden Schuldensituationen zurückzuführen. Die prekäre 
finanzielle Situation vieler Teilnehmer/-innen ist an der oftmals hohen Anz ahl der Gläubiger  
und/oder der zumeist gravierenden Höhe der Schulden erkennbar. Eine Schuldenregulierung 
war oft einzig über ein gerichtliches Insolvenzverfahren möglich. 
 
So legt beispielsweise der Verein für soziale Schuldnerberatung e.V. in seinem Bericht für das 
Jahr 2016 dar, dass die geringste Verschuldung der Kundinnen und Kund en der dortigen 
Schuldnerberatung bei 940 Euro, die höchste bei 4.450.000 Euro lag.  
Weiterhin führt der Träger aus, dass die Verschuldung bei den unter 30jährigen bei durch-
schnittlich 20.000 Euro bis 30.000 Euro, mit teilweise über 60 Gläubigern, lag.  
 
Ähnliches berichtet d er Sozialdienst katholischer Frauen Köln e.V.: 27,09 % der Menschen, 
denen in der dortigen Schuldnerberatungsstelle geholfen wurde, hatten  11 bis 20 Gläubiger, 
ein Anteil von 6,92 % sogar zwischen 21 und 50 Gläubigern. Die dort für 201 6 festgestellte 
durchschnittliche Verschuldung lag bei rund 26.000 Euro. 
 
Die Angebote im Bereich der Suchtberatung haben primär eine Clearingfunktion: So wird bei-
spielsweise der Suchtstatus festgestellt, aktuelle Problemlagen abgeklärt, Handlungsempfeh-
lungen ausgesprochen und in andere Hilfsangebote bzw. Hilfesysteme vermittelt.  
Dies bedingt eine im Vergleich zu den Angeboten der vorgenannten Bereiche kürzere Bera-
tungsdauer. Allerdings handelt es sich um Durchschnittswerte. Auch in den B ereichen der 
Ein alleinerziehender Vater mit zwei Kindern (10 und 12 Jahre), dessen 
Frau verstorben war, hatte jede dritte Woche eine Frühschicht und 
konnte deshalb die Kinder nicht wecken und sie auf den täglichen 
Schulbesuch vorbereiten.  
Die Situation war für den Vater äußerst belastend: Einerseits wollte er 
seine Kinder begleiten und versorgen, andererseits konnten die 
Rahmenbedingungen seiner Arbeitsstelle in einem Serviceunternehmen  
nicht verändert werden.  
Eine Betreuerin von BiSKids kam alle drei Wochen in die Familie, weckte 
die Kinder und brachte sie nach dem Frühstück zur Schule.  
Diese Überbrückung war für die Familie eine wertvolle Hilfe und nach 
einem halben Jahr konnte eine andere Lösung unter Einbezug von 
Nachbarschaftshilfe gefunden werden.

10 
 
Suchtberatung und der psychosozialen Betreuung kann die Beratung im Einzelfall über sechs 
bzw. zwölf Monate dauern.  
Gerade auch das vielfältige und breit gefächerte Portfolio der Angebote im Bereich  der psy-
chosozialen Betreuung bedingt, dass die Beratungsdauer erheblich differiert. 
 
 
 
 
Im Bereich der psycho-sozialen Betreuung gibt es Angebote, die vorwiegend eine  
Clearingfunktion haben, beispielsweise die „JobLotsen“.  
Überdies gibt es Angebote mit Beratungsfunktion wie die „Orientierungsberatung“. 
Solche Angebote haben zweifellos eine kürzere durchschnittliche Beratungsdauer als Ange-
bote, in denen die umfassende, ganzheitliche Beratung und Begleitung im Fokus steht, wie 
etwa in den Frauen- und Erziehendenprojekten.

11 
 
Im Jahr 2016 nahmen 11.263 Kundinnen und Kunden kommunale Eingliederungsleistungen 
in Anpruch.  
 
 
 
Die nachfolgenden statistische Daten in Bezug auf die im Jahre 2016 Teilnehmenden 
verdeutlichen die strukturellen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen. 
 
In 2016 betrug der Frauenanteil mit 52% weiterhin mehr als die Hälfte (2015: 51%). 
 
Auch die familiäre Situation hat sich im Vergleich zu 2015 nicht wesentlich verändert: 
 
Mit 39 % stellten die Alleinstehenden den größten Anteil dar (2015: 38%).  
Die Anzahl der Haushalte mit zwei bis drei Personen ist im Berichtsjahr mit 38 % (2015: 37%) 
minimal gestiegen. 
 
Gleiches gilt für die Haushalte mit vier und mehr Personen, in denen 21% der Teilnehmenden 
lebten (2015: 20%).1 
 
Der Anteil der Alleinerziehenden lag in 2016 bei 22 % (2015: 21%).2 
 
Konstant ist auch die Alterstruktur im Rahmen der kommunalen Eingliederungsleistungen: 
 
Die Teilnehmenden im Alter von 25 bis 44 Jahre stell ten mit unverändert 52% die größte 
Gruppe dar. Hingegen sank der Anteil der Teilnehmenden im Alter von 45 bis 65 Jahre auf  
                                                
1 In 2% der Fälle liegen keine Angaben zur Familiensituation für das Jahr 2016 vor. 
2 In 4% der Fälle liegen keine Angaben für das Jahr 2016 vor.

12 
 
32 % (2015: 34%). 
 
Der Anteil der Teilnehmenden unter 25 Jahre stieg geringfügig auf 12% (2015: 11%).3 
 
Erstmalig, wenn auch nur geringfügig, spiegelte sich  im Berichtsjahr d ie hohe Anzahl der  
Menschen mit Fluchterfahrung  und der Zuwanderer in Bezug auf die Staatsangehörigkeit 
und den Anteil der Teilnehmenden mit einem Migrationshintergrunde im Bereich der 
kommunalen Eingliederungsleistungen wieder: 
 
Der Anteil der Teilnehmenden aus Europa sowi e der Anteil aus Ländern wie beispielsweise 
dem Irak, dem Iran und Syrien stieg im Vergleich zum Vorjahr jeweils um 6 %.  
 
 
 
Der Anteil der Teilnehmenden, die über einen  Migrationshintergrund4 verfügen, stieg im 
Vergleich zum Vorjahr um 5% und machte insgesamt 35% aus.5 
 
Ein wesentlicher Asp ekt hierbei ist, dass viele dieser Menschen erst sukzessive 
anspruchsberechtigt nach dem SGB II  sind. Demgemäß ist mit weiteren Veränderungen der 
Kundenstruktur, auch im Bereich der kommunalen Eingliederungsleistungen, zu rechnen. 
 
Dessen ungeachtet bedingte diese Entwicklung bereits im Jahr 2016 partiell eine Modifikation 
der von den Trägern vorgehaltenen Angebote. So legt der Verein „Frauen gegen 
                                                
3 In 1% der Fälle liegen keine Angaben zum Alter für das Jahr 2016 vor. 
4 Ein Migrationshintergrund liegt vor, wenn Personen in einem anderen Land geboren wurden und in Deutschland 
leben. Oder wenn eine Person in Deutschland geboren wurde und die Eltern einen Migrationshintergrund haben. 
5 In 3% der Fälle liegen keine Angaben zum Migrationshintergrund für das Jahr 2016 vor.

13 
 
Erwerbslosigkeit e.V.“ in seinem Jahresbericht dar, dass die Mehrzahl der teilnehmenden 
Frauen des Projektes „Xenia“ belastende Fluchterfahrungen gemacht hatten, dass sie vielfach 
traumatische Erlebnisse verarbeiten mussten und zum Teil hohe Sprachbarrieren aufwiesen.  
Zwar benötigten alle Teilnehmerinnen eine zusätzliche Sprachförderung. Die Entwicklung hin 
zu einer „Schere“ zwischen zum Teil gut sprechenden Teilnehmerinnen und denjenigen, die 
schlecht oder kaum sprechen, stellte jedoch eine große Herausforderung für die Projektarbeit 
dar. Infolgedessen wurde d ie Sprachförderung im Projekt  neu und noch differenzierter 
organisiert.  
 
Eine weitere Änderung der Kundenstruktur ist evident: 
 
Der Anteil der Teilnehmenden , die keinen Schulabschluss besitzen, hat sich im Vergleich 
zum Vorjahr ebenso wie der Anteil der Teilnehmenden, die nicht alphabetisiert sind, erhöht.  
 
Im Jahre 2015 hatten 26% der Teilnehmenden keinen Schulabschluss und 2% waren nicht 
alphabetisiert.  
 
Im Folgenden die korrespondierenden statistischen Daten für das Jahr 2016: 
 
 
 
Im Bezug auf den Aspekt „Berufsausbildung“ stellt sich die Situation jedoch anders dar:  
 
Wie auch im Jahr 2015 hatten 58 % der Teilnehmenden keine abgeschlossene bzw. 
anerkannte Berufsausbildung, respektive ein abgeschlossenes bzw. anerkanntes Studium.

14 
 
 
 
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung  erklärte in einer Pressemitteilung vom 
28.11.2016, dass rund 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland, die zu einem großen Teil 
einer Erwerbsbeschäftigung nachgehen, nur eingeschränkt lesen und schreiben  können. 
 
In der Tat stellt Analphabetismus in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen ein erhebliches 
Defizit im Kontext der Arbeitsmarktintegration und der gesellschaftlichen Teilhabe dar.  
 
Auch das Thema „Grundbildung“ gewinnt zunehmend an Bedeutung: 
 
In einem engeren Sinne werden unter Grundbildung die Kernkompetenzen Lesen, S chreiben 
und Rechnen verstanden. Sie sind  Voraussetzung für eine selbstbestimmte  kulturelle und 
gesellschaftliche Teilhabe und bilden die Basis, um sich alles Wichtige anzueignen. 
 
Der Begriff Grundbildung wird aktuell jedoch breiter gefasst. 
 
In der „Vereinbarung für eine gemeinsame nationale Strategie für Alphabetisierung und 
Grundbildung Erwachsener in Deutschland“ wurde folgende Definition festgehalten:  
 
„Der Begriff Grundbildung bezeichnet hier Kompetenzen in den Grunddimensionen kultureller 
und gesellschaftlicher Teilhabe, wie: Rechenfähigkeit,  Grundfähigkeiten im IT -Bereich, 
Gesundheitsbildung, finanzielle Grundbildung und soziale Grundkompetenzen.  
Grundbildung orientiert sich somit an der Anwendungspraxis von Schriftsprachlichkeit im 
beruflichen und gesellschaftlichen Alltag.“6  
                                                
6 Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)/Kultusministerkonferenz (KMK)(Hrsg.) (2012): Vereinba-
rung über eine gemeinsame nationale Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener in Deutsch-
land 2012-2016, S. 1

15 
 
 
Derlei Themen werden durch d ie große Anzahl an Menschen mit Fluchterfahrung  in Köln  
voraussichtlich weiter forciert. Und auch  Projekte gemäß § 16a SGB II müssen dies 
zunehmend mehr berücksichtigen. 
 
Bereits jetzt sind entsprechende Bedarfe im Rahmen der kommunalen 
Eingliederungsleistungen unverkennbar: 
 
Beispielsweise konstatiert Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V. für das Jahr  2016, dass die 
Zielgruppe im Projekt „ Miga 40 – Projekt für erwerbslose Migrantinne n ab 40 Jahre “ trotz 
vielfach ähnlicher Problemlagen und sich wiederholender persönlicher und gesundheitlicher 
Belastungen äußerst heterogen war. 
Neben sozialen Faktoren wie Sozialisatio nshintergrund und  Verweildauer in Deutschland 
unterschieden die Frauen  sich beispielsweise zum Teil erheblich in ihrer Sprachkompetenz, 
ihrem kulturellen Hintergrund und ihren  formalen und nicht formalen 
Bildungsvoraussetzungen.  
Dieser Vielfalt wurde insofern Rechnung getragen, als dass die Lernmodule und Seminare auf 
unterschiedliche Level und Bildungsniveaus ausgerichtet wurden. Wöchentlich stattfindende 
Workshops förderten zudem die interkulturelle Kommunikation und Toleranz gegenüber 
Andersdenkenden. 
 
Auch der Caritasverband für Köln stellte fest, dass die Präventionsarbeit - gerade auch im 
Hinblick auf die  zunehmende Anzahl der Ratsuchenden mit Migrationshintergrund bzw. der 
Menschen mit Fluchterfahrung - ein wesentlicher Bestandtteil der Schuldnerberatung ist: 
 
Der Kontakt  zur Familie, zu Freunden und in d ie alte Heimat  ist für Menschen mit 
Fluchterfahrung nahezu unentbehrlich. So hat beispielsweise d er Besitz eines Smartphones 
große Bedeutung . Auch  das World Wide Web  als Kommunikationsmöglic hkeit birgt viele 
Kostenfallen. 
Unlautere Werbe - und Verkausfstrategien, fehlendes Wissen  hinsichtlich Verbraucher -und 
Rechtsschutz, Abschluss von zum Teil unredlichen Kaufverträgen und die Unkenntnis über 
die Folgen bargeldlosen Zahlungsverkehrs haben auch 2016 dazu geführt, dass viele dieser 
Menschen sich bereits verschuldet haben , bevor sie beispielsweise überhaupt Anspruch auf 
Leistungen nach dem SGB II erhalten.  
 
Folgerichtig mussten auch im Rahmen der Schuldnerberatung neue und passgenaue 
Konzepte, die insbesondere mangelnde Sprachkenntnisse und fehlendes finanzielles Wissen 
berücksichtigen, entwickelt werden. 
3 Budget 
Der kommunale Haushaltsplan für die Jahre 2016/2017 sieht ein deutlich größeres Budget für 
die kommunalen Eingliederungsleistungen als für die Jahre 2014 und 2015 vor. 
Erstmals konnten so die Kostensteigerungen, die den durchführenden Trägern entstanden, 
adäquat berücksichtigt werden. Allerdings implizierte dies nicht die bisweilen erforderliche, 
bedarfsgerechte Ausweitung von Projekten. 
 
In den Jahren 2010 bis 2017  stellt sich das Budget für Leistungen gemäß  § 16a SGB II wie 
folgt dar:

16 
 
 
 
4 Ergebnisse und Entwicklungen 
4.1 Angebote der Kinderbetreuung nach § 16a Nr. 1 SGB II  
Das Angebot der Kinderbetreuung wird in den Projekten „M.I.m.i.K. – M.iteinander I.ntegration 
m.eistern i.n K.öln“, „Xenia“ und „BiSKids, Betreuung im Stadtteil – Kids in Mülheim“ vorgehal-
ten.  
Ziele dieser Angebote sind insbesondere die Sicherstellung der Betreuung in Notsituationen 
bzw. während der Teilnahme am Projekt oder der Arbeitsgelegenheit, die Organisation einer 
Regelbetreuung sowie Hilfestellung im Rahmen der Kinderbetreuung und –erziehung. 
 
Exemplarisch werden die Ergebnisse des Angebots „BiSKids“ dargestellt.

17 
 
BiSKids 
 
Ziel des stadtteil- und sozialraumorientierten Projekts „BiSKids“ ist es, ein kurzfristiges und 
flexibles Kinderbetreuungsangebot für Arbeitssuchende, in Arbeit vermittelte Personen sowie 
für Teilnehmende an Qualifizierungsmaßnahmen zur Verfügung zu stellen.  
Im Projekt selbst werden SGB II -Leistungsbezieher/ -innen mit erzieherischem, 
kinderpflegerischem oder pädagogischem Hintergrund im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit  
gemäß § 16 d SGB II (AGH) entsprechend ihren Fähigkeiten im Kinderbetreuungsservice  
eingesetzt. 
 
Im Berichtsjahr  bearbeitete „BiSKids“ etwa 65 Anfragen von  Kundinnen und Kunden des 
Jobcenter Köln sowie von Eltern im Stadtteil. 51 Familien wurden regelmäßig - oftmals  
täglich – durch Mitarbeiter/ -innen des Projektes bei der Kinderbetreuung unterstützt. 
Neben Hol- und Bringdiensten, Ferien -, Randzeiten - und Übermittagsbetreuungen gehörte 
auch die Vermittlung in weiterführende Angebote der Kinderbetreuung oder der Familienhilfe 
zu den Dienstleistungen von BiSKids. 
 
Erheblich war auch der Bedarf der individuellen Kinderbetreuung für die Teilnehmenden der 
AGH selbst: Insgesamt haben 32 Teilnehmende mit Kindern an der AGH teilgenommen.  
22 davon haben zeitweise ihre Kinder bei BiSKids betreuen  lassen, um selbst Zeit für 
Praxiseinsätze zu haben und gleichzeitig ein eigenes Modell der Kinderbetreuung aufbauen 
zu können. 
 
Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der bei der Kinderbetreuung Unterstützten mit 
Migrationshintergrund um 27 % gestiegen und betrug im Berichtsjahr 80 %. Hingegen ist der 
Anteil der Alleinerziehenden auf 29 % gesunken (2015: 66%). 
 
51 Eltern bzw. Alleinerziehende wurden nachhaltig bei der Arbeitsaufnahme, Qualifizierung 
sowie beim Erhalt ihrer Arbeit unterstützt.

18 
 
 
Rund 63% der Familien, die unterstützt wurden, nahmen die Betreuung regelmäßig und mit 
einer hohen Betreuungsdichte von mehr als 4 Tagen pro Woche in Anspruch.  
49% nutzten das Angebot, weil sie Kinder zwischen zwei und vier Jahren hatten, aber keinen 
zeit- und ortsnahen Platz in einer regulären Kindertageseinrichtung fanden.  
23% nahmen an einer Ausbildung bzw. Umschulungsmaßnahme teil. 59% gingen einer Arbeit 
nach. Viele konnten dieser Arbeit nur nachgehen, weil sie durch das Angebot entlastet 
wurden.  
18% hatten für die Inanspruchnahme andere Gründe,  beispielsweise die Entlastung in 
persönlichen Überforderungssituationen.  
 
4.2 Angebote der Schuldnerberatung nach § 16a Nr. 2 SGB II  
Auch in 2016 wurde das System der Budget - und Schuldnerberatung in Köln fortgeführt. 
Hierbei weisen die Integrationsfachkräfte Ratsuchende im SGB II-Bezug bei Bedarf zunächst 
der Budgetberatung zu. 
Diese umfasst eine begrenzte Zahl von Be ratungseinheiten. Nach Klärung der Problemlage 
erfolgt bei weitergehendem Bedarf und bei Vorliegen einer erfolgversprechenden Prognose 
eine Weitervermittlung aus der Budget- in eine Schuldnerberatung.  
 
SGB II -Leistungsempfänger/-innen, die aus unterschiedlichen Gründen die 
Schuldenproblematik im Jobcenter nicht ansprechen  bzw. die Budgetberatung  nicht 
aufsuchen wollen, können sich auch direkt an eine der Schuldnerberatungsstellen wenden.  
 
Das Jobcenter Köln hat  neun gemeinnützige Beratungsstellen mit der Durchführung der 
Schuldnerberatung nach §16a Nr. 2 SGB II beauftragt - fünf dieser Träger zusätzlich mit der 
Durchführung der Budgetberatung:  
 
 Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. 
 Caritasverband für die Stadt Köln e.V. 
 Diakonisches Werk Köln und Region 
 Interfamilia Kreisverband Köln e.V. 
 Internationaler Bund (IB) 
 Schuldnerhilfe Köln e.V. 
 Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) e.V. 
 Sozialdienst katholischer Männer (SKM) e.V. 
 Verein für soziale Schuldnerberatung (VSSB) e.V. 
 
Im Rahmen der Budgetberatung lässt sich im Vergleich zum Vorjahr eine weitere Verkürzung 
der Wartezeit bis zu einem ersten Beratungstermin feststellen: In 90% der Fälle mussten die 
Ratsuchenden weniger als 14 Tage warten (2015: 81,3%). 
Nur selten kam es zu einem deutlich späteren Beratungstermin. Beispielsweise auf grund 
Terminverschiebungen aus Krankheitsgründen. So umfasste die Wartezeit in 0,3 % der Fälle 
mehr als drei Monate (2015: 0,4%). 
 
In der Budgetberatung erfolgt eine erste Beratung und Unterstützung für Menschen mit 
Schuldenproblematik. In der Regel werden zwei bis drei Beratungstermine in Anspruch 
genommen.

19 
 
Diese Kurzberatung gestattet einen validen Überblick über die finanzielle Lage und die Höhe 
der Verbindlichkeiten. Insbesondere auch die Klärung, ob eine weitere Begleitung durch eine 
Schuldnerberatung notwendig ist. 
 
Das Spektrum der Themen reicht von allgemeiner Beratung und Information zu Schulden bzw. 
finanztechnischen Themen, über Krisenintervention (z.B.  bei drohender Energie -Sperrung 
oder Mietschulden) bis hin zur Unterstützung bei der Einrichtung eines Pfändungsschutz -
Kontos. 
Gleichwohl bietet d ie Kurzberatung Raum zur Besprechung anderer wesentlicher Faktoren 
wie beispielsweise familiäre Probleme oder Krankheiten. Die Ratsuchenden erfahren bereits 
durch diesen ersten Schritt Entlastung und Stabilisierung, weil drängende Fragen besprochen 
und gegebenenfalls durch konkrete Lösungsvorschläge bearbeitet werden können. 
 
In 86,1% der Fälle konnte die Beratung innerhalb von drei Monaten abgeschlossen werden 
(2015: 69,2%). 
Hierbei konnten 45,7%  (2015: 46,1%)  der Fälle abschließend in der Bu dgetberatung 
bearbeitet werden. 
54,3% (53,9%) der Fälle benötigten allerdings die weitere Unterstützung und Begleitung einer 
Schuldnerberatung. 
 
Auch hier beträgt die Wartezeit auf einen ersten Beratungstermin in 70% der Fälle unter vier 
Wochen. (2015: 69,9%).  
Anders als in der Budgetberatung betrug die Wartezeit in 12,5% der Fälle jedoch mindestens 
drei Monate (2015: 9,4%).  
Um die hohe Nachfrage an Beratung partiell auffangen, eventuelle Wartezeiten überbrücken 
und Hilfe in Krisensituationen anbieten zu können , halten die meisten Träger der 
Schuldnerberatung telefonische Beratungsmöglichkeiten bzw. Online -Beratungsangebote 
vor. Ratsuchende im SGB II-Bezug werden gegebenenfalls an die Budgetberatung verwiesen.  
 
Steigende Strom - und Energiekosten stellten auch i n 2016 eine große Belastung für 
Menschen mit geringem Einkommen und/oder  Bezug von Transferleistungen dar.  
 
Auch die bereits im Vorjahr offensichtliche Entwicklung der zunehme nden Komplexität der 
vorhandenen Schuldenproblematiken setzte sich im Berichtsjahr fort: 
 
Zunehmende Ver  – bzw. Überschuldung, materielle Armut, Langzeitarbeitslosigkeit oder 
prekäre Arbeitsbedingungen, Sprachprobleme, Gewalterfahrung, Suchtprobleme, soziale 
Isolation, geringes Selbsthilfepotenzial und psychosoziale Folgeerscheinungen bildeten 
vielfältige Problemlagen. 
Viele Ratsuchende  hatte den Überblick über ihre finanzielle und wirtschaftliche  Situation 
verloren. Oftmals fehlte die Kenntnis über die Anzahl der Gläubi ger und  die 
Verschuldungssummen. Häufig gingen damit Frustration und Resignation einher. Bisweilen 
auch massive Krisen, die sich beispielsweise in gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
manifestierten. Insbesondere in solchen Fälle wurden große zeitliche Ressourcen gebunden. 
 
Zwar betrug der Beratungszeitraum auch in 2016 in 11,2% der Fälle unter drei Monate (2015: 
26,9%). Der Anteil jener Kundinnen und Kunden, die über einen lä ngeren Zeitraum hinweg 
Beratung und Unterstützung benötigten, stieg jedoch weiter an.  
In 32,7% der Fälle nahm der Beratungszeitraum über 12 Monate in Anspruch. Ein deutlicher 
Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (20,6%), der sich überwiegend aus den oben genannten 
Aspekten erklärt.

20 
 
 
Im Rahmen sowohl der  Budget- als auch der  Schuldnerberatung kon statierten die Träger 
weitere Tendenzen: 
 
Der Sozialdienst katholischer Männer e.V. (SKM) stellte beispielsweise fest, dass zunehmend 
mehr Ratsuchende, die kurz zuvor noch im Niedriglohnsektor einer Beschäftigung 
nachgingen, aufgrund fehlendem bzw. geringem Anspruchs auf Leistungen nach dem  
SGB III unmittelbar in den Leistungsbezug nach SGB II fielen.  
Überdies nahmen vermehrt Menschen, die zuvor selbstständig oder freiberuflich tätig waren, 
die Beratung des SKM in Anspruch. 
Ebenso stellte der Träger einen Anstieg der Ratsuchenden, die über „betreutes Wohnen“ bzw. 
andere rechtliche Betreuung unterstützt werden, fest. 
 
Die Schuldnerhilfe Köln e.V. hebt in ihrem Jahrebericht 2016 hervor, dass die Vermeidung von 
Überschuldung in Privathaushalten nicht zuletzt auch eine Informations - und Bildungsfrage 
sei.  
Ähnlich beurteilt dies der SKM: Menschen mit Schuldenproblematik setzten sich damit häufig 
erstmals qualifiziert in der Budget- und Schuldnerberatung auseinander. 
Zuvor war ihr Umgang mit der Überschuldungssituation  häufig durch fehlende Perspektiven 
vor dem Hintergrund der anhaltenden Arbeitslosigkeit und von Verdrängungspro zessen 
geprägt. Ebenso durch Fehlinformationen bzw. unzureichende Kenntnisse zu Möglichkeiten 
des Schuldnerschutzes und der Schuldenregulierung. 
 
Die Ergebnisse der Schuldnerberatung im Einzelnen:

21 
 
Zwar kann sowohl die Schuldenregulierung als auch die Klärung eines Unterhaltsanspruchs 
unmittelbar Einfluss auf den Bezug von SGB II -Leistungen nehmen , bisweilen führt die 
Schuldenregulierung jedoch erst mittelbar zu einer Auswirkung auf den Leistungsanspruch. 
Beispielsweise durch Reduzierung der psychosozia len Destabilisierung. Die Betroffenen 
unterliegen aufgrund der Schuldenproblematik einem enormen psychischen Druck und sind 
häufig gesundheitlich beeinträchtigt. Die kritische Situation belastet Partnerschaften schwer 
und wirkt sich negativ auf die Entwick lung der Kinder aus. Ist eine solche Situation geregelt, 
vermindert sich der Druck auf die Betroffenen und ihre Angehörigen und sie können sich 
deutlich unbelasteter auf die für eine Arbeitsaufnahme notwendigen Schritte fokussieren.   
 
 
 
4.3 Angebote der psychosozialen Betreuung nach  
§ 16a Nr. 3 SGB II  
Die Projekte und Angebote im Bereich der psychosozialen Betreuung sind äußerst heterogen 
und vielfältig.  
 
Inhaltlich können die Angebote zu folgenden Gruppen zusammengefasst werden:  
 
 Allgemeine psychosoziale Betreuung 
Hierunter fallen die Projekte „Arbeit sofort“, „Claro“, „Kellerladen“, „JobAktiv“, 
„JobLotsen DiMa“, „JobLotsen Reso“ sowie „Orientierungsberatung“ 
 
 Frauenspezifische Angebote 
Hierunter fallen die Projekte „FrauenLeben“, „Miga 40“, „Strickleiter I“, „Strickleiter II“, 
„Der Wendepunkt“ sowie „Alternative Wege in den Job“

22 
 
 Angebote für Erziehende7 
Hierunter fallen die Projekte „MImiK“ und „Xenia“ 
 
 Angebote im Rahmen des Gewaltschutzes 
Hierunter fallen die Projekte „Mann sein ohne Gewalt“ und „Coolnesstraining“ 
 
 Psychosoziale Betreuung als flankierende Hilfe in Arbeitsgelegenheiten 
Hierunter fallen die Projekte „Müllemer Wäsch- und Kochwiever“, „Gulliver und 
Lore“, „Zweiradwerkstatt 180°“, „HIVissimo“ und „Kölner Feger“. 
 
Im 5. Kapitel dieses Berichts werden einzelne Fallbeispiele aus einigen  dieser Angebote 
geschildert. 
4.3.1 Allgemeine psychosoziale Betreuung  
 
Das Projekt „Arbeit Sofort“ bietet Menschen ohne Wohnung bzw. mit besonderen sozialen 
Schwierigkeiten, aufgrund derer sie nicht vermittelt werden können, einen niedrigschwelligen 
Einstieg in das Thema „Beschäftigung“.  
Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, bestimmte Arbeitsfelder in einem zeitlich 
überschaubaren Zeitrahmen zu erproben, praktische Erfahrungen zu sammeln und sich zu 
orientieren.  
 
Auch in 2016 wiesen die meisten Teilnehmer/-innen vielfältige psychische und soziale 
Problemlagen auf: Sie alle lebten ohne festen Wohnsitz bzw. in prekären Wohnverhältnissen. 
Psychische Auffälligkeiten, vermutete oder offen thematisierte Suchterkrankungen , hohe 
Schulden, soziale Ausgrenzung und andere Aspekte schränkten die Ar beits- und 
Belastungsfähigkeit zu Beginn der Projektteilnahme zum Teil massiv ein. 
 
Auch Kundinnen und Kunden, die wiederholt geltend machen, finanziell mittellos zu sein, 
können dem Projekt zugewiesen werden. Bei „Arbeit sofort“ besteht die Möglichkeit  der 
taggleichen Auszahlung einer Aufwandsentschädigung . So kann auch im Falle der 
Mittellosigkeit der Lebensunterhalt kurzfristig und ohne Aufbau von Schulden gedeckt werden. 
 
Viele Teilnehmende nahmen dieses Angebot zunächst einzig aufgrund dieser 
Zuverdienstmöglichkeit in Anspruch.  
Im Verlauf des Projektes konnten jedoch auch individuelle Hilfen zur Stabilisierung, etwa durch 
Vermittlung in weiterführende Angebote, vermittelt werden. Mitunter wurden integrative 
Perspektiven und Schritte erarbeitet bzw. initiiert. 
 
Dass die Problemlagen auch für Jugendliche und junge Erwachsene zunehmend komplexer 
und vielschichtiger werden, stellte der im Sozialraum Bilderstöckchen verortete „Kellerladen“ 
bereits im Vorjahr fest. 
 
In 2016 beobachtete er jedoch auch eine zunehmende Divergenz im Kontext der 
Ausbildungssuche: Zwar stieg die Anzahl der freien Ausbildungsstellen weiter  an, 
gleichermaßen jedoch auch die Anforderungen an die Auszubildenden.  
                                                
7 Im Jahresbericht über die kommunalen Eingliederungsleistungen für das Jahr 2016 werden diese Angebote im 
Rahmen der frauenspezifischen Angebote dargestellt (Punkt 4.3.2)

23 
 
Vielfach scheiterten d ie Projektteilnehmer/-innen in Auswahlverfahren bereits an den  
schulischen Voraussetzungen. Häufig war ein schulischer Abschluss erst gar nicht vorhanden. 
Insofern war die Suche nach einer Ausbildung, gerade auch bei hoch motivierten junge n 
Menschen, durch Frustration und Resignation gesprägt. 
Derweil stellten die oftmals unentschlossenen, nicht motivierten oder auch unzuverlässigen 
Teilnehmer/-innen die Mitarbeitenden des Projektes vor weitere Herausforderungen. 
 
Durch individuelle Unterstü tzung und Beratung, unterschiedlichste Gruppen - und 
Einzelangebote sowie ein gutes Netzwerk zu Schulen, Ausbildungsbetrieben und sozialen 
Einrichtungen konnten auch in 2016 unterschiedlichste Erfolge erzielt werden: Stabilisierung 
der schulischen Leistung, Steigerung der sozialen und fachlichen Kompetenzen, Vermittlung 
in Praktika, Ausbildung oder Arbeit, u.v.m.  
 
Im Vergleich zu den Vorjahren verzeichnete der Kellerladen  im Berichtsjahr  insgesamt 
weniger aggressive und selbstgefährdende autoaggressive Verh altensweisen oder 
Impulsausbrüche im Rahmen des Projektes. 
Allerdings konstatierte der Träger ein e Steigerung  potentiell suchtgefährdete r Teilnehmer/-
innen sowie eine Zunahme von Fällen mit therapeutischem Handlungsbedarf. 
 
Eine Entwicklung, die häufig bereits während der Schulzeit beobachtet werden konnte.  
 
Einige Teilnehmer/-innen wurden über längere Zeiträume nicht beschult, hatten konfrontative 
Auseinandersetzungen mit Lehrern und Schule  sowie ungenügende Kopfnoten . Manche 
hatten die Schule ohne Abschluss verlassen. Oftmals kam das Konsumieren von Suchtmitteln 
und legalen Drogen sowie delinquentes Verhalten hinzu.  
 
Die von Vertrauen geprägte Beziehungsebene  war folglich  ein wesentlicher Pfeiler der 
Projektarbeit: Sie bildet e das Fundament, auf dem selbst schwierige oder psychiatrisch 
auffällige jungen Menschen stabilisiert und schrittweise an die Ausbildung bzw. Arbeit 
herangeführt werden konnten. 
 
Erneut wurde deutlich, dass das Ergebnis einer solch flankierenden Leistung nicht zwingend 
eine Integration, wohl aber eine Verbesserung der dafür erforderlichen Prämissen ist. 
 
Ähnliche Erfahrungen und Erkenntnisse konnten im Rahmen von „JobAktiv“ erlangt werden. 
Ein ebenfall s für Jugendliche und junge Erwachsene konzipiertes Projekt mit Bezug zum 
Sozialraum Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord.  
 
Der offene und niedrigschwellige  Zugang, der präventive Ansatz, die ganzheitliche 
Unterstützung und ein gut ausgebautes Netzwerk  zu Akteuren und Institutionen in den 
jeweiligen Stadtteilen als signifikante und erfolgreiche Merkmale dieser beiden Angebote für 
junge Menschen haben sich im Berichtsjahr erneut erfolgreich bewährt.

24 
 
 
 
 
 
 
Auch das Projekt „Claro“ bietet psychosoziale Beratung nach § 16 Abs. 2 Nr. 3 SGB II an.  
 
Die Zuweisung in das Projekt wird durch keinerlei Ausschlusskriterien beschränkt. Zwar lag 
der Fokus auch 2016 auf der Clearingfunktion, insbesondere auf der Identifikation und Bear-
beitung bestehender Vermittlungshemmnisse.  
Gleichwohl zeigte sich insbesondere  bei chronifizierten Notlagen , dass allein die Anamnese 
der bestehenden Problemlagen und die Weitervermittlung in Hilfen nicht ausreichten.  
Oftmals bedingten beispielsweise fehlende freie Kapazitäten  anderer Beratungsangebote 
bzw. Einrichtungen, die Beantragung von Kostenübernahmen  oder die fehlende bzw. unzu-

25 
 
reichende Mitwirkungsbereitschaft der Projektteilnehmer/ -innen eine kontinuierliche Betreu-
ung der Betroffenen. So dass in Einzelfällen auch das „Ankommen“ im Hilfesystem  praktisch 
begleitet wurde.  
 
Wie schon in den letzten Jahren stell ten Männer und Frauen mit gesundheitlichen 
Einschränkungen mit 80,4%(2015: 84,5%) die größte Gruppe der Teilnehmenden.  
Davon waren 46,1% ( 2015: 49,3%) in mehrfacher Hinsicht (mindestens zwei bis drei 
Krankheitsbilder) betroffen.  
Bei 18,4% ( 2015: 20,4%) aller abschließend beratenen Teilnehmer/-innen lagen zumindest 
Symptome einer bestehenden oder überwundenen Suchterkrankung vor.  
Nur 19,6% aller Teilnehmenden wiesen  weder psychische und/oder somatische 
Erkrankungen noch eine Suchterkrankung auf. 
 
Insofern hatten die Weitervermittlungen in das Gesundheitssystem den größten Anteil an allen 
Interventionen, gefolgt von den Vermittlungen in psychosoziale Hilfen. 
 
Bei vielen Teilnehmenden  stellte eine - partiell eklatante - Verschuldungsproblematik ein 
weiteres Vermittlungshemmnis dar. 
 
Indes spielten in 2016, a nders als in den Vorjahren , Delinquenz und Inhaftierung keine 
signifikante Rolle.  
 
 
 
Im Jahr 2016 wurde „Claro“ auch erstmals - im Rahmen eines Modellprojektes - in ein beste-
hendes Angebot für alleinerziehende Mütter und Väter im Geschäftsbereich Nord des Jobcen-
ter Köln integriert. Dabei wurden die vom Geschäftsbereich bisher initiierten sogenannten 
„Alleinerziehenden-Treffs“ mit dem „Claro“-Angebot kombiniert:

26 
 
Wesentliche Ziele dieses Angebotes waren die Vernetzung bzw. der Austausch der Alleiner-
ziehenden untereinander sowie eine niedrigschwellige Vermittlung von Informationen zu ver-
schiedenen Themen (z.B.  Rechte und Pflichten im Transferleistungsbezug, Kölner Hilf esys-
tem für Kinder und Familien).  
Die sozialpädagogische Beratung erfolgte durch eine  zeitgleich mit den Integrationsfachkräf-
ten anwesende Mitarbeiterin von „Claro“.  
Überstiegen konkrete Einzelbedarfe die Inhalte der Veranstaltung, erfolgte anschließend eine 
Zuweisung in das Projekt. 
 
Das Angebot wurde gut angenommen und zeigt e bereits erste Erfolge: Verstärkt forderten  
Kundinnen und Kunden schon während der Elternzeit Beratung zu Berufsorientierung und 
Arbeitsplatzsuche ein bzw. nahmen diese in Anspruch. 
 
 
 
Auch i n den Projekten „JobLotse DiMa“ und „JobLotse Reso“  sah man sich  2016 
Teilnehmenden gegenübergestellt, die sich in der Komplexität der Problemlagen vielfach nicht 
mehr zurechtfanden. 
 
Gravierende Veränderungen im Rahmen der statistischen Daten sowie der Ausprägung 
einzelner Problemlagen konnten im Rahmen des Projektes „ JobLotsen DiMa “ nicht 
festgestellt werden. 
Im Fokus standen erneut gesundheitliche Einschränkungen und Problemstellungen in Bezug 
auf die Wohnungssituation.  
 
Hingegen lässt sich im Projekt „JobLotsen Reso“ eine deutliche Entwicklung feststellen: 
Der Anteil der  Teilnehmenden ohne festen Wohnsitz stieg von 70% in 2015 auf 80% im 
Berichtsjahr an.  
Indes sank der Anteil der Teilnehmer/-innen, die in einer Hotelunterkunft untergebracht waren, 
auf rund 20% ( 2015: rund 28%).

27 
 
 
Die Situation der Wohnungslosigkeit erford erte eine abgestimmte Kontaktaufnahme und 
Beziehungsarbeit. Insbesondere im Kontext des Kölner Wohnungsmarktes bedingte diese r 
Aspekt eine höhere Verweildauer im Projekt. 
 
2016 wurden 44% der Teilnehmenden des Projektes „JobLotsen Reso“ maximal drei Monate, 
40 % maximal sechs Monate und 16% länger als sechs Monate betreut. 
 
Im Projekt „JobLotsen DiMa“ wurden 64% der Teilnehmenden maximal drei Monate,  
28 % maximal sechs Monate und 8% länger als sechs Monate betreut.  
 
In beiden „JobLotsen“ -Projekten w urde die Kontaktdichte in jedem Auftrag individuell 
festgelegt. Dies ermöglichte den JobLotsen eine bedarfsgerechte, intentionale und flexible 
Betreuung. 
Bestehende Problemlagen konnten zügig erkannt , bearbeitet und gemeinsam mit den 
Kundinnen und Kunden tragfähige Hilfepläne entwickelt und umgesetzt werden.

28 
 
 
 
Im Projekt „ Orientierungsberatung“ sprachen zunächst viele Kundinnen und Kunden mit 
leistungsrechtlichem Beratungsbedarf vor.  
Beispielsweise, weil ihnen die Leistungs- und Rückforderungsbescheide im Rahmen des  
SGB II -Bezuges nicht verständlich waren oder sie sich mit behördlichen Prozessen und 
Entscheidungen überfordert fühlten.  
Dieser Beratungsbedarf überstieg zumeist die rein leistungsrechtlichen Fragen.  
Häufig fehl ten den Ratsuchenden  grundlegende Informationen  und Strategien zu 
unterschiedlichsten Themen. G esundheitliche, soziale, wirtschaftliche und berufliche 
Fragestellungen und Probleme stellten oftmals eine große Belastung für sie dar. 
 
Parallel bedingten weitere Faktoren wie seit Jahren steigende Miet-, Lebens - und 
Energiekosten oder Langzeitarbeitslosigkeit Zukunftsängste und Resignation der 
Teilnehmenden. Nicht selten hatten die multiplen Problemlagen Auswirkungen auf die 
physische und psychische Gesundheit der Betroffenen und ihrer Familien. 
 
Entsprechend vielfältig waren die Themen bzw. die Ergebnisse der Beratung und der psycho-
sozialen Betreuung.

29 
 
 
 
 
 
4.3.2 Frauenspezifische Angebote und Angebote für 
Erziehende 
 
Die Angebote für Frauen und Erziehende tragen den eigenen Bedürfnissen und Bedarfe n 
dieser Zielgruppen Rechnung.  Wobei d ie einzelnen Angebote unterschiedliche Inhalte und 
Schwerpunkte aufweisen.

30 
 
Zugleich bildeten sich 2016 auch hier die bereits konstatierten Entwicklungen der 
Problemlagen, Erfordernisse und Herausforderungen ab. 
 
Auch in 2016 überstieg der Beratungs - und Betreuungsbedarf oft die vorgehaltenen 
Kapazitäten innerhalb dieser Angebote, so dass Kundinnen regelmäßig an andere An gebote 
verwiesen oder erst zu einem späteren Zeitpunkt im Projekt aufgenommen wurden.  
 
Arbeitsplatzverlust und (Langzeit-) E rwerbslosigkeit sind regelmäßig Risikofaktoren für die 
Gesundheit.  
Insbesondere Frauen neigen aufgrund ihrer Sozialisation, ihres Rollenbildes und der 
individuellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu Bewältigungsmechanismen, 
welche die eigene psychische und physische, Gesundheit beeinträchtigen und schädigen. 
 
Zu den Arbeits schwerpunkten des Kooperationsprojektes der psychosozialen Beratung und 
Betreuung mit der Frauenberatungsstelle „FrauenLeben e.V.“ gehören:  
 
 gestörtes Essverhalten (Magersucht, Bulimie, Binge Eating und Adipositas) 
 Unterstützung bei Gewalterfahrung (häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt, Stalking 
u.a.) 
 Probleme in der Familie und Partnerschaft 
 Trennung/ Scheidung 
 psychische Erkrankungen wie Depressionen und Ängste 
 berufsbezogene Problemlagen 
 Arbeitslosigkeit und deren psychosoziale Folgen 
 Selbstwertprobleme 
 
2016 wurden dabei die folgenden evidenten Belastungslagen eruiert: 
 
 62% psychische Erkrankungen wie Depressionen, Essstörungen, stoffgebundene 
Sucht (2015: 59%) 
 67 % familiäre Probleme wie z.B. Scheidung, Trennung (2015: 51%) 
 40% Gewalterfahrung wie z.B. häusliche, sexualisierte (2015: 36%) 
 33% Überforderung mit der Rolle als Alleinerziehende(2015: 26%) 
 11% soziale Isolation(2015: 15%) 
 
Der Zeitraum der psychosozialen Betreuung divergiert e - entsprechend der zum Teil äußerst 
heterogenen Problem- und Belastungslagen. Im Berichtsjahr konnte die Betreuung 
 
 in 25% der Fälle in einem Zeitraum von bis zu drei Monaten (2015: 28%) 
 in 50% der Fälle in einem Zeitraum von sechs Monaten (2015: 52%),  
 in 19% der Fälle in einem Zeitraum von bis zu zwölf Monaten (2015: 12%) 
abgeschlossen werden. 
 
In 6% der Fälle erstreckte sich die Betreuung über zwölf Monate hinaus (2015: 8%). 
 
Im Projekt „Miga 40“, einem Angebot für erwerbslose Migrantinnen im SGB II-Bezug, die über 
40 Jahre alt sind, war die Heterogenität der Teilnehmerinnen 2016 erneut evident :  
 
Trotz vielfach ähnlicher Problemlagen und sich wiederholender persönlicher und/oder 
gesundheitlicher Belastungen  war die Zielgruppe nicht einheitlich. So ziale Faktoren wie

31 
 
beispielsweise Sozialisationshintergrund, Verweildauer in Deutschland oder Motivationsgrund 
für die Migration unterschieden sich oftmals ebenso wie die Sprachkompetenz, der kulturelle 
Hintergrund, die Religionszugehörigkeit und die Interessen und Begabungen. 
 
Die statistischen Merkmale der Zielgruppe divergieren jedoch im Vergleich zum Vorjahr nur 
geringfügig: 
 
 Über 70% der Frauen hatten zuvor keine Maßnahme besucht (2015: über 80%) 
 Rund 90% der Frauen hatten bislang keine beruflichen Erfahrungen in Deutschland 
gemacht (2015: 85%) 
 Rund 75% besaßen keinen Schulabschluss (2015: 80%) 
 Rund 75% der Teilnehmerinnen befanden sich in kontinuierlicher ärztlicher 
Behandlung (2015: 75%). 
 
Die zugrunde liegenden Krankheitsbilder umfassten  insbesondere orthopädische 
Erkrankungen, chronische Erkrankungen wie Rheuma, Migräne, Arthrose, Diabetes sowie 
psychische Erkrankungen. 
Ebenfalls konstant blieb der Anteil derjenigen, die Schwierigkeiten mit einer  regelmäßigen 
Teilnahme hatten. Die Ursache lag zumeist in der Schwellenangst vor Maßnahme -Eintritten 
bzw. Teilnahme an Angeboten.  
Zudem wurden vorwiegend Frauen  im fortgeschrittenen Alter zugewiesen, bei welchen sich 
altersbedingte, körperliche Beschwerden und Krankheiten bemerkbar  machten. 
 
Viele der Teilnehmerinnen litten unter familiären Konflikten und Beziehungsschwierigkeiten , 
insbesondere unter Trennung, Scheidung, Erziehungs - und Schulproblemen. Es gab einige 
Opfer von Stalking und ein Großteil der Frauen hatte Gewalterfahrung. 
 
Hinzu kamen Aspekte wie Unsicherheit und Ängste, ein geringes Selbstwertempfinden , eine 
auffällig starke  traditionelle Rollenfixierung , soziale  Isolation und Vereinsamung , Ängste in 
Bezug auf PC und „neue Medien“. 
 
Eine vertrauensvolle Beziehungsarbeit mit persönliche r Ansprache war daher auch 2016 ein 
wesentliches Fundament des Projektes.  
Viele der Frauen benötigten eine verstärkte, motivierende Ansprache, um allein die Anbindung 
an das Projekt zu erreichen . Auch während der gesamten Projektdauer nahm die 
Motivationsförderung - je nach individuellem Fallverlauf - einen erheblichen Anteil ein. Oftmals 
ermöglichte erst diese Basis der Zusammenarbeit die Entwicklung einer 
Anschlussperspektive.  
 
„Der Wendepunkt“, welcher psychosoziale Betreuung für Migrantinnen und für von Gewalt 
betroffene Frauen anbietet, konnte ebenfalls erneut kon statieren, dass die Beratung und 
Begleitung von Migrantinnen davon geprägt war, eine Stärkung und Verselbstständigung der 
Frauen zu erreichen.  
 
Eine Zuwanderungsgeschichte war bei 70% der beratenen Frauen zu berücksichtigen.  
 
Bei 45% der Teilnehmerinnen stand zunächst das Thema „Gewalt“ im Vordergrund.  
Frauen, die sich über einen längeren Zeitraum hinweg in gewaltgeprägten Lebensumständen 
befanden, wiesen in der Regel deutliche  physische und/oder psychische 
Belastungssymptome auf. In diesen Fällen wurde häufig bereits im Gespräch mit der

32 
 
Integrationsfachkraft deutlich, dass eine Vermittlung in Ausbildung oder Beschäftigung erst 
nach Bewältigung der oft komplexen und massiven Probleme möglich sein würde. 
 
Auch „Strickleiter I “, ein Angebot zur psychosozialen Betreuung von Opfern häuslicher 
Gewalt, stellte fest,  dass Gewalterlebnisse, häufig über einen längeren Zeitraum ertragen, 
gravierende physische, psychische, soziale und in der Folge oft auch ökonomische 
Auswirkungen hatten. 
 
Viele der betreuten Frauen waren nach der Trennung alleinerziehend.  
 
Viele waren durch Gewalterfahrung existentiell verunsichert, hatten das Gefühl für die eigenen 
Stärken, Ressourcen und Möglichkeiten verloren.  
Zugleich mussten sie ihr Leben neu ausrichten und vieles - von der Wohnsituation, über die 
soziale Absicherung bis hin zur Kinderbetreuung - neu organisieren bzw. den neuen 
Lebensumständen anpassen. 
Schulden oder ein geringes Einkommen schränkten  die Möglichkeiten der Lebensgestaltung 
zusätzlich ein. Überdies belasteten die Teilnehmerinnen familiäre Probleme, die aus dem 
Gewalterleben und /oder einer Trennung resultierten und die Kinder sowie das gesamte 
familiäre und soziale Bezugssystem betrafen. 
 
Zu den virulenten Themen gehörte auch 2016 die Wohnraumversorgung:  
 
Viele der Frauen wollten das Umfeld, in dem sie Gewalt und Demütigung erfahren hatten, in 
dem Nachbarn und Bekannte Zeugen von häuslicher Gewalt wurden, verlassen. Einige 
waren in der gemeinsamen Wohnung nicht sicher. 
Weil viele Opfer von häuslicher Gewalt alleine keine neue Wohnung fanden, mussten sie - 
unter Umständen über Monate - weiterhin mit dem gewalttätigen Partner in einer Wohnung 
leben. 
Insofern hatte die Wohnraumsicherung vielfach erste Priorität. 
 
Ein weiteres zentrales Thema stellte erneut die Existenzsicherung dar:  
Viele Frauen waren mit den Antragsformalitäten überfordert, insbesondere wenn sie nur 
über eingeschränkte Sprachkenntnisse verfügten.  
 
Oftmals waren diese Frauen - durch das Gewaltgeschehen ohnehin psychisch und physisch 
hoch belastet - nicht in der Lage, komplexe Angelegenheiten selbst zu regeln. Allein die 
Menge der einzureichenden Papiere und Nachweise, etwa bei der Erst-Antragstellung auf 
Leistungen nach SGB II, stellte für viele Frauen eine unüberwindliche Hürde dar.  
 
Obschon der Schwerpunkt der Projektarbeit in der Stabilisierung und Krisenintervention liegt, 
konnten auch im Berichtsjahr berufliche Perspektiven geklärt und Teilnehmerinnen in 
Beschäftigungsmaßnahmen oder Sprachkurse vermittelt werden. 
 
Zielgruppe des Angebotes „Strickleiter II“ sind Frauen mit multiplen psycho-sozialen 
Problemlagen. 
 
Auch in diesem Projekt wurde vielfach eine Überforderung der Frauen im Umgang mit Post  - 
insbesondere von Behörden, Institutionen sowie im Kontext der Daseinsvorsorge - 
festgestellt. 
Dem wurde 2016 durch das präventive Angebot „Postsichtung“ Rechnung getragen: Die 
Kundinnen erhielten dadurch die Möglichkeit, sich Schreiben, Antragsformulare e tc. erklären

33 
 
zu lassen sowie Unterstützung bei der Bearbeitung in Anspruch zu nehmen. Vielfach 
konnten so frühzeitig Missverständnisse ausgeräumt und notwendige Maßnahmen 
eingeleitet werden. 
 
Die psycho-soziale Betreuung hatte auch in diesem Angebot unterschiedlichste Inhalte und 
Ziele. Von der Krisenintervention und Existenzsicherung, über die Begleitung der beruflichen 
Entwicklung bis hin zur Weitervermittlung in andere Angebote, therapeutische Maßnahmen 
oder Sprach- und Integrationskurse. 
 
Die Komplexität der Problemlagen und der hohe Unterstützungsbedarf selbst bei alltäglichen 
Fragen und Angelegenheiten ging auch hier mit einer längeren Betreuungszeit einher:  
 
56% der Frauen benötigten Unterstützung und Hilfe für einen Zeitraum von sechs Monaten 
und länger (2015: 60%). 
 
Es sind eben solche Angebote, die durch ein individuelles und flexibles Hilfesetting eine 
Stabilisierung ermöglichen, bei der Bearbeitung der psychosozialen Problemlagen 
unterstützen und den Weg in die soziale und berufliche Teilhabe flankieren bzw. ebnen. 
 
Auch das Projekt „Alternative Wege in den Job“ baut auf den vorhandenen Ressourcen 
der Frauen auf und berücksichtigt sowohl die aktuelle Lebenssituation als auch die bisherige 
individuelle Lebensleistung. 
Die psychosoziale Betreuung ist hier jedoch enger an die berufliche Beratung geknüpft: Mit 
dem Ziel einer realistischen Berufswegeplanung werden sowohl die Ressourcen als auch die 
Hindernisse bei der Entwicklung und Umsetzung beruflicher Ziele benannt. 
 
Die überwiegenden Themen im Rahmen dieser Beratung waren 2016: 
 
 Berufswechsel (Zumeist bestand der Wunsch nach Wechsel von einer geringfügigen 
in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung) 
 Hilfe und Unterstützung bei der Suche nach (Teilzeit-) Beschäftigung 
(Beispielsweise bei der Recherche nach passenden Stellenangeboten oder dem 
Erstellen adäquater Bewerbungsunterlagen. Oftmals nahm hierbei die Vereinbarkeit 
von Familie und Beruf einen hohen Stellenwert ein) 
 Hilfe und Unterstützung bei der Suche nach einer Aus- oder Fortbildung (Häufig 
dann, wenn Frauen Ausbildung/Studium aufgrund früher Schwangerschaft oder 
Erziehungszeiten bislang nicht absolviert bzw. beendet hatten) 
 Hilfe und Unterstützung bei der Klärung der Voraussetzungen im Rahmen 
beruflicher Weiterbildung (Eine Vielzahl der Frauen verfügte nicht über die 
geforderten Voraussetzungen, um eine schulische Ausbildung zu absolvieren. 
Oftmals bestand Beratungsbedarf im Hinblick auf Alternativen wie beispielsweise 
Möglichkeiten der Weiterbildung) 
 
 
Speziell für Erziehende gab es im Berichtsjahr auch weiterhin die nachfolgenden Projekte: 
 
 „M.iteinander I.ntegration m.eistern i.n K.öln (M.I.m.i.K)“ - ein im 
rechtsrheinischen Köln verortetes Angebot für junge (allein-)erziehende Frauen 
unter 25 Jahre mit oder ohne Migrationshintergrund, die Leistungen nach dem  
SGB II beziehen und

34 
 
 
 „Xenia“ – ein im linksrheinischen Köln verortetes Angebot für (allein-)erziehende 
Frauen mit Migrationshintergrund im Alter von 18 bis 35 Jahre, die Leistungen nach 
dem SGB II beziehen 
 
Ein in 2016 weiterhin maßgeblicher Bestandtteil dieser Projekte war die Kinderbetreuung vor 
Ort. Vor allem in Fällen, in denen keine regulären Betreuungsmöglichkeiten vorhanden 
waren, sicherte diese unbürokratische und flexible Kinderbetreuung die Projektteilnahme der 
betroffenen Frauen ab. 
 
Diese Kombination aus psychosozialer Betreuung und Kinderbetreuung hat sich  auch 2016 
bewährt.  
Zumal diese Frauen in andere Angebote oft nur schwer einzubinden sind, da sie auf Grund 
ihrer Erziehungsverantwortung und häuslichen Bindung meist flexibel agieren müssen. 
 
In „Xenia“ setzte sich im Berichtsjahr die Entwicklung fort, dass vermehrt Frauen mit sehr 
angespanntem familiären Hintergrund und/oder psychischen und körperlichen 
Beeinträchtigungen teilgenommen haben, die zudem über wenige Sprachkenntnisse 
verfügten. 
 
Nahezu alle Teilnehmerinnen benötigten eine Sprachförderung.  
Dennoch war das Spektrum der Bedarfe und Problemlagen gerade auch im Bereich der 
Sprachförderung äußerst heterogen. So gab es beispielsweise Frauen mit 
Alphabetisierungsbedarf, in Deutschland aufgewachsene Frauen mit großen Schwierigkeiten 
in Rechtschreibung und Grammatik, Frauen mit fortgeschrittenem Sprachkurs-Abschluss 
ebenso wie mit Anfänger-Niveau.  
Viele Teilnehmerinnen zeigten Schwierigkeiten beim Lesen und Sprechen, häufig sogar 
ausgeprägte Redehemmungen.  
 
Durch ihre biographischen Besonderheiten unterschied sich diese Zielgruppe insgesamt von 
der Gruppe der alleinerziehenden deutschen Frauen und benötigte eine andere, auf ihre 
Bedürfnisse zugeschnittene Ansprache. 
 
Im Fokus der Projektarbeit von „M.I.m.i.K“ stand auch 2016 das besondere Armutsrisiko der 
Alleinerziehenden.  
 
Die Problemlagen dieser Zielgruppe resultieren häufig aus : 
 
 einem hohen Bedarf an psychosozialer Stabilisierung 
 keinen ausreichenden sozialen Netzwerken (soziale Isolierung) 
 fehlenden Schul- und Berufsabschlüssen 
 fehlenden Kenntnissen über Arbeitsmarktzugänge und Berufsbilder 
 unzureichende reguläre Betreuungsmöglichkeiten der Kinder 
 
„M.I.m.i.K“ ist ein niedrigschwelliges, auf die individuelle Lebenssituation ausgerichtetes 
Angebot, das zum Ziel hat, die persönliche und berufliche Entwicklung der Teilnehme rinnen 
zu stärken. Speziell durch: 
 
 Individuelle psychosoziale Stabilisierung

35 
 
(Erkennen der eigenen Ressourcen, Kommunikationstraining, Stärkung der 
persönlichen/ sozialen/ interkulturellen/ fachlichen und organisatorischen 
Kompetenzen) 
 Stärkung der Mutter-Kind-Beziehung  
(auch: Fragen und Hilfestellung bzgl. Kinderbetreung und –erziehung) 
 Erlernen fester Strukturen (auch: Haushaltsplanung und Zeitmanagement)  
 Einbindung in soziale Netzwerke 
 Motivations- und Mobilitätssteigerung  
 Sicherung einer geregelten Kinderbetreuung 
 Gesundheitsförderung 
 Entwicklung einer beruflichen Perspektive in Verbindung mit der Vereinbarkeit von 
Familie und Beruf (z.B. Konkretisierung und Visualisierung einer Berufs - und 
Lebenswegplanung)  
 Abbau von Belastungen (z.B. Regulierung Schuldenabbau, Methoden der 
Stressbewältigung, Seminare Gesundheitsprävention )  
 
Insbesondere d ie zielgruppengerechte Ansprache, die fortwährende Vertrauens - und 
Motivationsarbeit, der ganzheitliche Ansatz und die  individuelle psycho-soziale Stabilisierung 
im Rahmen der Frauen - und Erziehendenprojekte ermöglichte vielen Frauen auch 2016 
Vermittlungshemmnisse abzubauen, berufliche Perspektiven zu entwickeln und zu realisieren.

36 
 
 
4.3.3 Angebote im Rahmen des Gewaltschutzes 
 
Zur Zielgruppe des Projektes „ Mann sein ohne Gewalt “ gehören Männer, die gegen ihre 
Partnerin und/oder ihre Kinder, unter Umständen auch gegen andere Familienmitglieder 
gewalttätig geworden sind, bzw. aktuell noch gewalttätig sind. 
 
Die Erfahrung der  letzten Jahre zeigt, dass die Teilnehmer des Projektes überwiegend der 
Altergruppe zwischen 25 und 45 Jahre angehören (2016: rund 61 % -  2015: rund 57 % ).  
 
2016 konnte zudem erneut festgestellt werden, dass  die vorhandenen Multiproblem-
Konstellationen sowohl intensive Probleme im sozialen Miteinander als auch die Etablierung 
dieser Probleme in unterschiedlichen Sozialräumen verursachen.  
 
 „Coolnesstraining“ ist ein niedrigschwelliges, ganzheitlich konzipiertes Angebot für  Frauen 
und Männer, die gegenüber potentiellen Arbeitgebern  oder Fachkräften des Jobcenter  Köln 
ein unangemessenes (z.B. aggressiv es, grenzüberschreitend es, gewalttätig es) Verhalten  
zeigen. 
 
Das Projekt beinhaltet sowohl Einzel - als auch Gruppenberatung. Im Juni 2016 wurde 
bedarfsgerecht eine zusätzliche Gruppe eröffnet. 
 
Auch 2016 haben viele Teilnehmer/ -innen dieses Gruppentraining als Halt und Struktur  
gebend empfunden.  
 
Im geschü tzten Raum war es ihnen möglich, sich allmählich zu öffnen, alternative 
Verhaltensweisen zu erlernen und anzuwenden. In der Folge konnten sie die Motivation

37 
 
aufbauen, weiterführende Hilfen wie beispielsweise Psychotherapie, Sucht - oder 
Schuldnerberatung in Anspruch zu nehmen.  
 
Gerade d ie individuelle und bedarfsgerechte Ausrichtung des Gruppentrainings , etwa im 
Bezug auf die kleine Gruppengröße und die Freiwilligkeit der Teilnahme , ist ein wesentlicher 
Faktor des Projekts.

38 
 
4.3.4 Psychosoziale Betreuung als flankierende Hilfe in 
Arbeitsgelegenheiten 
 
In den Beschäftigungsprojekten „Müllemer Wäsch- und Kochwiever“, „Gulliver und Lore“, 
„Zweiradwerkstatt 180°“ und „HIVissimo“ fand auch 2016 eine enge Verzahnung zwischen 
den integrativen Leistungen der Arbeitsgelegenheit und der psychosoziale Betreuung statt.  
 
Die kommunale Eingliederungsleistung gemäß § 16a Nr. 3 SGB II wurde 2016 erstmalig auch 
im Projekt „Kölner Feger“ implementiert.  
   
Die im Rahmen der bisher dargelegten Angebote konstatierten multiplen Problemlagen und 
Entwicklungen spiegelten sich auch im Bereich der psychosozialen Betreuung in 
Arbeitsgelegenheiten wieder. 
  
So hatten beispielsweise zunehmend mehr Teilnehmende des Projektes „Müllemer Wäsch- 
und Kochwiever“ Migrationshintergrund (2016: rund 62 % - 2015: rund 57 %) und nur sehr 
geringe Deutschkenntnisse. Darunter auch viele Frauen, die schon seit Jahren in Deutschland 
heimisch sind und die durch Zuweisung in das Proje kt erstmalig ihr häusliches Umfeld 
verließen. 
 
Im Projekt „HIVissimo“ war der Anteil der Suchterkrankten unverändert hoch und die Anzahl 
der Teilnehmenden mit psychischen und physischen Problemen im Vergleich zum  Vorjahr 
ähnlich ausgeprägt. 
 
In „ Gulliver u nd Lore “ ebenso wie in den anderen Beschäftigungsprojekten fanden die 
Teilnehmende durch die psychosoziale Betreuung Entlastung. Oftmals konnten sie in ihrer 
aktuellen Lebenssituation stabilisiert werden, fanden intentionale Hilfe und Unterstützung im 
Kontext ihrer zumeist multiplen Problemlagen und Einschränkungen.

39 
 
Insgesamt lassen sich die Ergebnisse der kommunalen Eingliederungsleistungen gemäß  
§ 16a Nr. 3 SGB II für 2016 wie folgt zusammenfassen:

40 
 
4.4 Angebote der Suchtberatung nach § 16a Nr. 4 SGB II  
In Köln gibt es in der Suchthilfe ein breitgefächertes Hilfeangebot, um die Ausgrenzung 
Betroffener zu verhindern und die Integration in ein Netz gesundheitlicher und sozialer Hilfen 
zu begleiten. Dabei arbeitet das Versorgungssystem Hand in Hand mit der Suchtprävention. 
Mithin besteht eine enge und erfolgreiche Vernetzung mit dem Jobcenter  und Kölner 
Suchthilfeträgern. Sie zielt darauf ab, Menschen mit Suchterkrankungen im SGB II -Bezug in 
das Suchthilfesystem zu integrieren  und ihnen bei Wiedereingliederung in den allgemeinen 
Arbeitsmarkt zu helfen.  
 
Um eine effektive Beratung und Unterstützung der Betroffenen sicherzustellen, haben sich die 
folgenden Suchthilfeträger zum „ Kölner Trägerverbund Suchtberatung “ 
zusammengeschlossen: 
 
 Diakonisches Werk des ev. Kirchenverbandes Köln und Region 
 Sozialdienst katholischer Männer e. V. (SKM) 
 Blaues Kreuz e.V.  
 Psychosomatische Klinik Bergisch Gladbach 
 Drogenhilfe Köln Projekt gGmbH 
 
 
Ein weiteres, schnell einsetzbares Instrument im Rahmen der Suchtberatung nach  
§ 16a Nr. 4 SGB II ist das Angebot „Claro Mobil“.  
Diese aufsuchende und begleitende Hilfe schließt die Lücke zwischen dem Erkennen bzw. 
dem Verdacht einer Suchtproblematik dur ch die Integrationsfachkraft und der tatsächlichen 
Einbindung in die Suchthilfe. 
 
Die Entwicklungen und Problemlagen im Berichtsjahr stimmen weitestgehend mit denen des 
Vorjahres überein. Auch im Bereich der kommunalen Eingliederungsleistungen gemäß  
§ 16a Nr. 4 SGB II sind weiterhin überwiegend multiple Problem- und Bedarfslagen vorhanden 
gewesen. 
 
Nach wie vor evident war d ie Anzahl der psychiatrisch belasteten Kundinnen und Kunden. 
Zumeist unbehandelt als Begleiterkrankung neben der bereits vorhanden en 
Suchtproblematik.

41

42 
 
 
 
 
5 Fallbeispiele aus dem Bereich der kommunalen 
Eingliederungsleistungen gemäß § 16a Nr. 3 SGB II 
 
Wirkung und Erfolg kommunaler Eingliederungsleistungen sind oftmals komplex und nur 
bedingt messbar. Zumeist bewirken sozialintegrative Maßnahmen keine unmittelbaren 
Integrationserfolge, sind jedoch als flankierende Angebote im Integrationsprozess wichtig und 
wesentlich. 
Sie begleiten und unterstützen den Abbau vorhandenerer Vermittlungshemmnisse sowie die 
integrativen Maßnahmen des SGB III. 
Zweifellos erlaubt gerade di e flexible und individuelle Gestaltung und Ausrichtung der 
Angebote die  Verwirklichung des vom Gesetzgeber in § 16a SGB II verankerten Grundsatzes 
der ganzheitlichen und umfassenden Betreuung und Unterstützung bei der Eingliederung in 
Arbeit. 
 
Vielfach bedingt eine berufliche Integration zunächst eine Stabilisie rung in den 
unterschiedlichen Problem- und Belastungslagen der Kundinnen und Kunden.  
Eine solche bemisst sich beispielsweise an folgenden Aspekten: 
 
• Steigerung der Schlüsselkompetenzen 
• Entwicklung von Problemeinsicht 
• Zunahme der Veränderungsbereitschaft 
• Entwicklung neuer Perspektive(n) 
• Beginn weiterführender Maßnahmen 
• Kontrollierter Umgang mit Sucht 
• Aufbau einer Tagesstruktur

43 
 
• Erwerb von Sprachkompetenzen 
• Wohnungserhalt 
• Erhöhung der Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit 
 
 
Erreichte Anschlussperspektiven eröffnen in d er Regel weitere Schritte im 
Integrationsprozess, beispielsweise die Verzahnung mit den Arbeits marktinstrumenten des 
SGB III.  
 
Im Folgenden illustriert eine Auswahl an Fallbeispielen aus dem Bereich der kommunalen 
Eingliederungsleistungen gemäß § 16a Nr. 3 SGB II  individuelle Ergebnisse und Fortschritte. 
 
Projekt „JobLotsen DiMa“ 
 
Frau S. ist 42 Jahre alt und wohnte bis 2013 in Freiburg.  
 
Das dort zuständig Jobcenter hatte ihr eine Umschulung bewilligt, welche sie jedoch 
unmittelbar nach Beginn - Anfang 2013 - aus gesundheitlichen Gründen abbrach: Frau S. wies 
eine massive psychische Instabilität  auf. Sie fühlte sich im Umgang mit behördlichen 
Angelegenheiten, ungeklärten finanzielle Verpflichtungen  und schlichtweg ihrem  Alltag 
überfordert. 
So brach sie n icht nur die Umschulung ab, sondern zog auch überstürzt  nach Köln. In eine 
Wohnung, die für sie - aufgrund des  Wohnumfeldes und des Zustandes der Wohnung - nur 
schwer zu ertragen war.  
 
Im Januar 2016 wurde sie dem Angebot „JobLotsen DiMa“ mit folgendem Auftrag zugewiesen: 
 
 Unterstützung bei der Wohnungssuche 
 Begleitung zu Terminen 
 Anbindung an eine Psychotherapie 
 Klärung der Schuldensituation 
 Begleitung bei der Fortsetzung der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben  
 
Zu Beginn der Projekt-Teilnahme wirkte Frau S. äußerst misstrauisch und resigniert.  
Grundsätzlich hatte sie wenig Hoffnung, dass ihre Situation sich zeitnah ändern würde.  
Nur zögerlich schilderte sie ihren Werdegang, der aus ständigen persönlichen Misserfolgen, 
Gewalterfahrungen in der Kindheit sowie beruflichen Niederschlägen bestand.  
Insofern setzte Frau S. ihre Erwartungen grundsätzlich nur außerordentlich  niedrig an, um 
weitere Rückschläge zu vermeiden.  
Insgesamt war ihr Verhalten durch große Unsicherheit und Ängstlichkeit geprägt. 
 
In den Gesprächen mit dem JobLotsen ging es vorerst um den Aufbau einer vertrauensvollen 
Beziehung und die Stärkung des Selbstwertes von Frau S.  
 
Die Fokussierung auf Ressour cen und Stärken ermöglichten ihr, im weiteren 
Betreuungsverlauf offener und vertrauensvoller über ihre Ängste und Sorgen , ihre Wünsche 
und Ziele zu sprechen. 
 
So berichtete Frau S. auch über ihre Mobbing-Erfahrungen im letzten Arbeitsverhältnis.

44 
 
Schließlich war es ihr aus gesundheitli chen Gründen nicht mehr möglich , zu arbeiten. 
Behandlungsversuche in der Vergangenheit scheiterten an fehlenden Strukturvorgaben im 
Alltag.  
 
Im weiteren Verlauf der Begleitung durch den Jo bLotsen und die zuständige 
Integrationsfachkraft, welche im stetigen und engen Austausch miteinander standen, 
entschloß Frau S. sich, die Umschulung in Köln fortzusetzen. 
 
Um einen angemessenen Lern - und Arbeitsrahmen zu gewährleisten, sollte ein 
Wohnungswechsel erfolgen. 
 
Frau S. stand, begleitet durch den JobLotsen, im regelmäßigen Kontakt zum Amt für 
Wohnungswesen.  
Schon bald konnte das Amt ihr eine geeignete Wohnung vermitteln. Auch bei den weiteren 
Schritten, wie beispielsweise Umzug oder Beantragung einer Erstausstattung, begleitete der 
JobLotse Frau S. in enger Abstimmung mit der zuständigen Integrationsfachkraft.  
 
Gleichzeitig konnte der JobLotse Frau S. an eine Schuldnerberatung anbinden. In der Folge 
konnte Frau S. ihre Schuldensituation ordnen und eine Privat-Insolvenz beantragen. 
 
Der JobLotsen begleitete Frau S.  auch intensiv beim  Antrags- und Bewilligungsprozess im 
Rahmen der Umschulung durch den Rehabilitationsträger.  
Er unterstützte sie zudem bei der Suche nach einem geeigneten Psychotherapie-Platz.  
Die Therapie sollte Frau S. weitere Stabilität vor und während der geplanten Umschulung , 
insbesondere bei eventuellen Krisen, bieten. 
 
Die Umschulung wurde bewilligt, ein Therapie-Platz gefunden. 
 
Der JobLotse beendete die Betreuung erfolgreich nach fünf Monaten. 
 
 
Projekt „M.iteinander I.ntegration m.eistern i.n K.öln (M.I.m.i.K)“ 
 
Frau G. war zu Projektbeginn  21 Jahre alt, alleinerziehend , und hatte eine neun Monate alte 
Tochter.  
Aufgewachsen in Deutschland, lebte sie vom 15. bis zum 20. Lebensjahr beim Vater in Polen.  
Sie hatte dort die 9. Klasse abgeschlossen.  
 
Zum Zeitpunkt der Aufnahme in das Projekt lebte sie seit einem Jahr wieder in Deutschland 
und hatte nur geringe soziale Kontakte.  
Der Vater des Kindes lebte in Polen, es bestand jedoch ein gemeinsames Sorgerecht. 
Das Verhältnis zur hier lebenden Mutter war konfliktreich.  
 
Im Beratungsverlauf schilderte Frau G. ihre schwierige Kindheit und Jugend.  
Im Alter von 13 Jahren erkrankte sie an einer Depression, die ärztlich behandelt wurde.  
Stets fiel es ihr schwer, zu Fremden Kontakt aufzubauen.  
Den Kontakt zum Freundeskreis brach sie in der Schwangerschaft ab, um sich auf die 
Mutterschaft zu konzentrieren und um einen Neuanfang anzustreben.

45 
 
Mit einigen kurzzeitigen Unterbrechungen hat Frau G. regelmäßig am Projekt teilgenommen 
und wurde engmaschig betreut.  
Es gab in dieser Zeit mehrere Krisensituationen, die auch zu kurzzeitigen Rückzügen führten. 
Dennoch konnte der Kontakt langfristig aufrechterhalten und eine fundierte Vertrauensbasis 
geschaffen werden. 
 
Dies ermöglichte eine Betreuung und Beratung insbesondere in Bezug auf folgende Aspekte:  
 
 Intensive Betreuung in der Eingewöhnungsphase der Tochter  
Frau G. wurde in Bezug auf ihre Rolle als Mutter nachhaltig durch Auseinanderset zung mit 
entwicklungspsychologischen Faktoren, Ken ntnisvermittlung, Beratung in Erziehungsfragen 
und zu verschiedenen Modellen der Eingewöhnung unterstützt .  
Die Erzieherinnen-Sprechstunde nutzte sie während der gesamten Projektdauer sehr intensiv.  
Die Eingewöhnung verlief erfolgreich, so dass Frau G. an den Seminaren  im Rahmen des 
Projektes teilnehmen konnte.  
Sie wurde in Bezug auf die reguläre  Betreuung beraten und auch angemeldet: Sie erhielt für 
August 2016 einen Platz in einer Kindertagesstätte. Auch hier fand mit Unterstützung des 
Fachpersonals aus „M.imi.K“ eine erfolgreiche Eingewöhnung ihrer Tochter statt.  
 
 Unterstützung in Konflikt- und Krisensituationen 
Eine für Frau G. äußerst schwierige Zeit begann, als der Kindsvater sie in Deutschland mit der 
Absicht besuchte, in Deutschland Arbeit zu finden.  
Es entwickelte sich eine Beziehung. Zugleich jedoch auch Kon flikte, die Frau G. stark 
belasteten.  
Was dazu führte, dass sie an den Angeboten des Projektes nur noch unregelmäßig teilnahm. 
Als die Konflikte mit dem Kindsvater eskalierten, wurde Frau G. zu r fundierten Beratung des 
„Wendepunkt“ vermittelt.  
Frau G. trennte sich im weiteren Verlauf von ihrem Part ner. Er ging  daraufhin nach Polen 
zurück.  
Ab diesem Zeitpunkt nahm Frau G. wieder täglich am Projekt teil und trat in Kontakt zu einer 
Familienanwältin, um das alleinige Sorgerecht zu beantragen.  
 
 Gesundheitliche Stabilisierung 
Frau G. wurde in Bezug auf therapeutisc he An gebote beraten und an eine Fachstelle 
vermittelt.  
Zudem wurde sie über die Möglichkeit einer  Mutter-Kind-Kur informiert und bei der 
Beantragung einer solchen unterstützt.  
Die Kur wurde bewilligt und Frau G. nahm mit positivem Ergebnis teil. 
 
 Bildung von Netzwerken 
Frau G. lernte durch das Projekt andere Mütter kennen und konnte Kontakte knüpfen, die sich 
über das Projekt hinaus hielten.  
Ihre Teilnahme am  Nähkurs im Vingster Treff ermöglichte ihr, Frauen aus dem Sozialraum 
kennenzulernen.  
Die so aufgebauten Kontakte wirkten in vielerlei Hinsicht: Erfahrungsaustausch, 
Betreuungsoptionen, etc. 
 
 Berufliche Orientierung 
Frau G. setzte sich im Projektverlauf mit verschiedenen Berufsbildern auseinander und 
entwickelte ein besonderes Interesse an sozialen Berufsfeldern.

46 
 
Dadurch wurde ihre Motivation verstärkt, ihren Schulabschluss zu erweitern.  
Sie erhielt einen Platz bei der TAS ab September 2016. Ihr Ziel ist es, die Fachoberschulreife 
nachzuholen. 
 
Projekt „Psychosoziale Betreuung Jugendlicher und junger Erwachsener in Bil-
derstöckchen – Kellerladen“ 
 
D. ist 23 Jahre alt und l ebt seit seiner Geburt in Bilderstöckchen . Er ist dem dortigen 
Jugendbüro bereits seit seiner Grundschulzeit bekannt. 
Schon im Rahmen der Jugendarbeit fiel auf, dass er  ein Einzelgänger ist und sich eher für 
Fachthemen als Gleichaltrige interessiert. 
Zudem ist D. äußerst impulsiv und hat nur eine geringe Frustrationsgrenze.  
 
Er verfügt  über einen nur mäßigen Hauptschulabschluss, hat jedoch  an einer einjährigen, 
berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme im Berufsbereich „Installationstechnik“ 
teilgenommen.  
Im Anschluss an diese Maßnahme hatte er zwar eine Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter mit 
dem Schwerpunkt „Rohrleitungsbau“ begonnen.  Doch na ch der Abschlussprüfung im 2. 
Ausbildungsjahr kündigte die Firma ihm den Ausbildungsvertrag. Die Prüfung hatte er mit der 
Note „ausreichend“ bestanden. 
 
Zu diesem Zeitpunkt traf D. einen Mitarbeiter des Jugendbüros, der ihm vorschlug, den 
„Kellerladen“ aufzusuchen. 
 
Tatsächlich suchte D. den Kontakt zum „Kellerladen“ und wurde dort in den folgenden 
Monaten sehr intensiv betreut. 
 
Im Fokus der Betreuung stand nicht allein die berufliche Beratung. Es bedurfte großer 
Vertrauens- und Beziehungsarbeit, um den jungen Mann regelmäßig zu motivieren und seine 
Einstellung und sein Verhalten partiell zu ändern. 
 
Denn obschon D. sich zu Beginn uneingeschränkt auf die Zusammenstellung von adäquaten 
Bewerbungsunterlagen, den Besuch von Ausbildungsmessen u.ä. einließ, stockte der 
Prozess oftmals. Sei es, weil er sich aus Scham nicht helfen lassen wollte oder seine 
Fähigkeiten überschätzte. Oder au ch, weil er nicht bere it war, eine andere Ausbildungs -
Richtung als die bereits begonnene in Erwägung zu ziehen. 
 
Gerade dies stellte eine große Herausforderung in der Zusammenarbeit mit ihm dar: Er wollte 
um jeden Preis eine Ausbildung im Roh rleitungsbau absolvieren, doch kon nte trotz aller 
Bemühungen kein Betrieb gefunden werden, in dem er sein drittes Ausbildungsjahr hätte 
abschließen können. 
 
Seine Frustration hierüber war beträchtlich. In der Folge zeigte er sich resigniert und 
widerstrebend. 
 
Es bedurfte vieler Gespräche, um erneut Zugang zu ihm zu finden und ihn zu alternativen, 
beruflichen Perspektiven zu ermutigen. 
 
Unterstützt wurde dies dadurch, dass D. weitere Angebote des „Kellerladens“ wie 
beispielweise den „K ompetenzcheck“ in Anspruch nahm.  Das individuelle Herausarbeiten

47 
 
seiner Potentiale, Interessen und Talente stärkten sowohl sein Selbstbewusstsein als auch 
seine Motivation. 
 
Erneut wurden, nunmehr breitgefächerter, Bewerbungsunterlagen versendet, 
Selbstpräsentationstechniken und Vorstellungsgespräche geübt. Mit viel Engagement nahm 
D. am Bewerbungscoaching teil. 
 
Der „Kellerladen“ nahm unter anderem auch Kontakt zu einer Baufirma auf, um die Chancen 
einer entsprechenden Bewerbung als Tiefbau-Helfer im Kontext der eher kritischen 
Voraussetzungen wie schlechte schulische Zeugnisse oder die nur ausreichend bestandene 
Prüfung in der ersten Ausbildung zu eruieren.  Im Nachgang überse ndete D. seine 
Bewerbungsunterlagen an die Firma. 
 
Die Firma stellte ihn im Juni 2016 ein.

48 
 
6 Schlusswort  
 
Die vorgenannten Beispiele verdeutlichen, wie wichtig die flankierenden Leistungen gemäß  
§ 16a SGB II für den Integrationsprozess sind.  
Zweifellos folgt nicht immer eine unmittelbare  Integration in Ausbildung oder Arbeit, doch 
zumeist werden wesentliche Vermittlungshemmnisse reduziert  und entscheidende 
Entwicklungen bewirkt. 
 
Die Vielfalt der Bedarfe und Voraussetzungen bedingt individuelle Hilfen und oftmals äußerst 
ungleiche Wege der sozialen und beruflichen Integration. 
 
Qua Gesetz dienen die kommunalen Eingliederungsleistungen einer ganzheitlichen und 
umfassenden Betreuung.  
In Köln werden sie bedarfsgerecht und intentional in einem bewährten und ausdifferenzierten 
Portfolio bereit gestellt.  
Passgenau und flexibel flankieren und ergänzen sie die Regelinstrumen te des SGB III , 
eröffnen Perspektiven, steigern die Motivation und die Autonomie der Menschen im SGB II -
Bezug. 
 
Das im Jahr 2016 leicht erhöhte Finanzbudget für kommunale Eingliederungsleistungen war 
ein guter und wichtiger Schritt zum Erhalt der bewährten Angebotsvielfalt. 
 
Um diese auch in den kommenden Jahren bewahren und bedarfsgerecht gestalten zu können, 
bedarf es jedoch weiterer Schritte: Der Etat für diese sozialintegrativen Leistungen  
benötigt auch künftig eine adäquate Größe und Ausrichtung.  
 
Zugleich darf das Bestreben aller in Köln handelnder Akteure nicht nachlassen , diese 
Angebote den rasanten, oftmals gravierenden gesellschaftlichen Entwicklungen anzupassen.  
 
Dies impliziert zugleich eine genaue Betrachtung von Projektinhalten und –ergebnissen im 
Kontext der Entwicklung und Eingliederung der Teilnehmenden. 
 
Das Jobcenter Köln und die Stadt Köln sind von der Notwendigkeit und dem Erfolg dieser 
Angebote überzeugt.  
Weit über die soziale und berufliche Integration der Kölner Bürgerinnen und Bürger hinaus 
prägen sie Sozialräume, beeinflussen das gesellschaftliche Leben und tragen wesentlich zum 
sozialen Frieden der Stadt bei.  
 
Insofern sind das Jobcenter Köln und die Stadt Köln  bereit, sich den künftigen 
Herausforderungen zu stellen , erkenntnis - und lösungsorientiert damit umzugehen und 
Verantwortung für und in Köln zu tragen.

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Anlage 
Übersicht der Angebote nach § 16a SGB II in Köln 
1. Angebote der Kinderbetreuung nach § 16a Nr. 1 SGB II  
 
 BiSKids (Betreuung im Stadtteil – Kids in Mülheim) 
 
Das Angebot wird durchgeführt durch die Christliche Sozialhilfe Köln e.V. 
(CSH).  
 
Ziel ist das Vorhalten eines kurzfristigen, flexiblen Kinderbetreuungsangebotes für 
Arbeitsuchende, in Arbeit vermittelte Personen und Teilnehmende an Qualifizie-
rungsmaßnahmen im Stadtbezirk Mülheim (ggf. in angrenzenden Stadtbezirken).  
BiSKids umfasst Dienstleistungen wie: Hol - und Bringdienste, Ferien -, Randzeit- 
und Übermittagsbetreuungen, Vermittlung in weiterführende Angebote der Kinder-
betreuung oder der Familienhilfe.  
Die Eltern werden in der vorübergehenden Bet reuung ihrer Kinder unterst ützt. 
Auch werden neue und nachhaltige Modelle der Kinderbetreuung mit ihnen erar-
beitet. Sie werden über verschiedene Formen der Kinderbetreuung wie Kinderta-
gespflege, OGTS, das Nutzen nachbarschaftlicher Netzwerke informiert.  
Eltern, meist Alleinerziehen de, werden oft, um ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen 
bzw. ei ne Ausbildung machen zu können, allein  durch Wegbegleitungen und 
Randzeitbetreuungen entlastet.  
„BiSKids“ ist zentral in Mülheim verortet. Von 6 bis 20 Uhr – je nach Bedarf der 
Eltern und nach Kapazität der Betreuer /-innen, werden hier Kinder im Alter von 1 
bis 10 Jahre betreut.  
 
2. Angebote der Schuldnerberatung nach § 16a Nr. 2 SGB II  
 
 Die Schuldnerberatung bietet Hilfen für Menschen mit Schuldenproblemen . Sie  
umfasst neben der reinen Schuldenregulierung rechtliche, finanzielle wie auch 
psychosoziale Fragestellungen. 
Grundsätzlich wird in Köln zwischen der Budget- und Schuldnerberatung unter-
schieden.  
 
Themen und Aspekte der Budget- und Schuldnerberatung sind beispielsweise: 
 
 Einnahmen/Ausgaben 
 Haushaltsplanung 
 Mahnverfahren und Vollstreckung 
 Inkassounternehmen und Pfändung 
 Insolvenzverfahren 
 
Ratsuchende im SGB II Bezug werden vom Jobcenter zunächst in die, e ine be-
grenzte Zahl von Beratungseinheiten umfassende, Budgetberatung zugewiesen. 
In jedem Geschäftsbereich des Jobcenter Köln ist eine Budgetberatung verortet.

50 
 
Die folgenden Träger sind mit der Durchführung der Budgetberatung durch das 
Jobcenter Köln beauftragt: 
 
• Diakonisches Werk Köln und Region 
• Interfamilia Kreisverband Köln e.V. 
• Schuldnerhilfe Köln e.V. 
• Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) e.V. 
• Sozialdienst katholischer Männer (SKM) e.V. 
 
Die Budgetberatung beinhaltet unter anderem die 
folgenden Beratungsangebote: 
 
 Informationen rund um das Thema „Schulden“ 
 Einen Überblick über die Schuldensituation verschaffen 
 Prüfung der Einnahmen-/Ausgaben-Situation 
 Krisenintervention insbesondere bei: drohender Energie-Sperrung, 
Konto-Pfändung, Mietschulden 
 Unterstützung bei der Einrichtung eines Pfändungsschutz- 
Kontos 
 Bei Bedarf Weitervermittlung in eine Schuldnerberatung 
 
Nach Klärung der Problemlage erfolgt bei weitergehendem Bedarf und bei Vorlie-
gen einer erfolgversprechenden Prognose eine Vermit tlung in die Schuldnerbe-
ratung. Der Zugang zur Schuldnerberatung ist bei allen Trägern entweder über 
die Vermittlung aus der Budgetberatung oder über den freien Zugang in die offe-
nen Sprechstunden möglich.  
Auch SGB II-Leistungsempfänger/-innen, die aus unterschiedlichen Gründen die 
Schuldenproblematik im Jobcenter nicht ansprechen wollen, können sich über den 
freien Zugang direkt an die Schuldnerberatungsstellen wenden.  
Weitere schnelle Kontaktaufnahmen, um Ratsuchenden erste Hilfestellung zu leis-
ten und Notsituationen zu vermeiden, erfolgen über telefonische Anfragen  
(„Schuldenhelpline“). 
 
In Köln sind neun gemeinnützige Beratungsstellen mit der Durchführung der 
Schuldnerberatung nach §16a Nr. 2 SGB II durch das Jobcenter Köln beauftragt:  
 
• Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V., 
• Caritasverband für die Stadt Köln e.V. 
• Diakonisches Werk Köln und Region 
• Interfamilia Kreisverband Köln e.V. 
• Internationaler Bund (IB) 
• Schuldnerhilfe Köln e.V. 
• Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) e.V. 
• Sozialdienst katholischer Männer (SKM) e.V. 
• Verein für soziale Schuldnerberatung (VSSB) e.V.

51 
 
3. Angebote psychosozialen Betreuung nach § 16a Nr. 3 SGB II 
 
 Alternative Wege in den Job 
 
Dieses Angebot wird von der förderungs - & bildungsgemeinschaft jugend - 
und altenarbeit vingst/ostheim (Vingster Treff) umgesetzt.  
 
Ziel ist es, Frauen zu erreichen, die noch nicht in Maßnahmen bzw. Angebote des 
Jobcenter eingebunden sind, sich aber mit der Frage der beruflichen Orientierung 
befassen.  
Es richtet sich an erwerbslose Frauen mit und ohne Migrationshintergrund, die ih-
ren beruflichen Wiedereinstieg planen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf er-
reichen wollen oder noch keine berufliche Orientierung haben.  
Der systemische Ansatz in der Beratung berücksichtigt die aktuelle Lebenssitua-
tion der Frauen. Es werden sowohl persönliche und familiäre Ressourcen als auch 
allgemeine persönliche Voraussetzungen ( zum Beispiel Schul- und Ausbildungs-
abschlüsse) sowie berufliche Erfahrungen betrachtet. Die Teilnehmerinnen wer-
den aktiviert, unterstützende Netzwerke aufzubauen u nd vorhandene optimal zu 
nutzen.  
Die berufliche Beratung  umfasst beispielsweise die  Analyse der Ausgangssitua-
tion, die Abklärung vorhandener formeller  und persönlicher Ressourcen, die Ent-
wicklung realistischer Zielformulierungen, die Erstellung eines Berufswegeplanes, 
Informationen über weitere (sowohl für die berufliche Entwicklung als auch für die 
psychosoziale Stabilisierung) hilfreiche Anlaufstellen. 
Der Schwerpunkte der individuellen Beratung liegt auf der psychosozialen Stabili-
sierung und Motivationsstärkung.  
Weitere Themen des individuellen Einzelcoachings sind beispielsweise:  die beruf-
liche Orientierung, Berufswegeplanung, Infos über Weiterbildungen/Projekte/Maß-
nahmen sowie unterstützende Fachdienste, Inf os über geeignete Stellenbörsen 
und das Aufzeigen von Orten der Beratung sowie Unterstützung bei Bewerbungen.  
 
 Arbeit sofort 
 
Dieses Angebot wird vom Sozialdienst katholischer Männer e.V. Köln 
(SKM), dem Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln (SKF) und dem In-
ternationale Bund GmbH Köln vorgehalten.  
 
Es richtet sich an SGB II-leistungsberechtigte Personen, die neben den komple-
xen sozialen Problemen häufig von Wohnungslosigkeit betroffen und weder in 
Beschäftigungsangebote noch in Integrationsjobs zu vermitteln sind.  
Die Teilnehmer/-innen rekrutieren sich ausschließlich aus dem Bereich der soge-
nannten „Resodienste“ der Stadt Köln. 
Ziel des Angebotes ist die Heranführung an Arbeit bzw. Beschäftigung durch die 
Bereitstellung eines niederschwelligen Tätigkeitsangebots.  
Die Stabilisierung der Teilnehmenden erfolgt über persönliche und psychosoziale 
Beratung und Betreuung sowie über alltagspraktische Anleitung.

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 Claro 
 
Das Angebot wird in Kooperation der drei Träger Diakonisches Werk des 
evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region (Diakonie), Sozialdienst 
katholischer Frauen e.V. Köln (SKF) und Sozialdienst katholischer Männer 
e.V. Köln (SKM) durchgeführt.  
 
Es richtet sich an SGB II-leistungsberechtigte Personen  mit komplexen, meist 
diffusen Problemlagen, denen die Integrationsfachkräfte kein passgenaues 
Angebot unterbreiten können.  
Claro bietet diesen Kundinnen und Kunden ein Clearing, gibt 
Handlungsempfehlungen und vermittelt in andere Hilfsangebote bzw. 
Hilfesysteme.  
Beispielsweise: Therapeutische Hilfsangebote, Wohnungslosenhilfe, 
Straffälligenhilfe, Schuldnerberatung, Migrationsberatung, Familien - und 
Lebensberatung, frauenspezifische Beratungsstellen. 
 
Das Ausmaß der multiplen Problemlagen vieler Kundinnen und Kunden hat sich 
zunehmend vergrößert. Insofern bietet Claro eine umfassende Beratung und, 
falls erforderlich, Begleitung bis zur Vermittlung in ein weiterführendes Angebot.  
 
 Coolnesstraining 
 
Die Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V. (AWO) bietet für  Kundinnen 
und  Kunden des Jobcenter  Köln ein Angebot an, welches sich mit sozial 
unangemessenem Verhalten als Vermittlungshemmnis beschäftigt.  
 
Die Zielgruppe umfasst Kundinnen und Kunden, die gegenüber potentiellen 
Arbeitgebern oder Fachkräften des Jobcenter  unangemessenes (z.B. 
aggressives, grenzüberschreitend es, gewalttätig es) Verhalten, das einer 
Integration in den ersten Arbeitsmarkt entgegensteht bzw.  diese erschwert, 
zeigen.  
Dies kann sich in impulsiven, teils gewalttätigen Ausbrüchen anlässlich von 
Konflikten mit Vorgesetzten, Kolleginnen/Kollegen und Fachkräften äußern. Aber 
auch in Maß nahmeabbrüchen aus „nichtige m“ bzw. nicht nachvollziehbarem 
Anlass, die auf unterdrückte Aggressionen und Rückzugstendenzen hinweisen.  
 
Das Angebot ist als ganzheitliches Verhaltenstraining konzipiert. Es befasst sich 
mit den Voraussetzungen für ein selbst bestimmtes und gewaltfreies Leben. 
Hierfür bedarf es unter anderem klarer Zielversionen, Selbstvertrauen s und der 
Fähigkeit, mit anderen zu kommunizieren.   
Insofern erfolgt ein i ntensives Arbeiten an eigenen Zielen  und Wünschen sowie 
ein Reflektieren des bisherigen privaten und beruflichen Weges.  
Die Teilnehmenden beschäftigen sich  mit Prozessen und Mustern der 
Kommunikation und Konfliktlösung. Dies wird praxisnah trainiert. Ziel ist hier ein 
sozial kompetentes und damit gesellschaftlich angemessene s Verhalten. Damit 
soll langfristig eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt ermöglicht werden . 
Das niedrigschwellige Angebot ist auch für Kundinnen und Kunden geeignet, die 
über erhebliche Vermittlungshemmnisse verfügen und bei denen  eine 
Arbeitsmarktnähe selbst langfristig nur teilweise oder gar nicht erreichbar scheint.

53 
 
Eine parallele Teilnahme an anderen Maßnahmen oder Angeboten ist kein 
Ausschlusskriterium für das Coolnesstraining. 
 
„Coolnesstraining“ gliedert sich in zwei Phasen: die Anamnese und das Training. 
Letzteres teilt sich in Einzelgespräche und Gruppenangebote.  
 
Vorab wird die Eignung für die Maßnahme geprüft.  
 
 Der Wendepunkt 
 
Träger dieses Angebotes ist die Diakonie Michaelshoven. 
 
Die Frauenberatungsstelle mit Standorten in Kalk, Mülheim und Porz-Finkenberg 
bietet Unterstützung für Migrantinnen und von Gewalt betroffene Frauen. 
 
Von Gewalt betroffene  Frauen zeigen vielfach  physische und/oder psychische 
Belastungssymptome. Eine Vermittlung in Ausbildung oder Arbeit ist oft erst nach 
Bewältigung der zum Teil komplexen Probleme möglich. 
 
Die s ozialräumliche Nä he stellt einen wichtigen Aspekt dar. Gerade n ach 
häuslicher Gewalt und/oder Gewaltandrohung  sowie bei  Alleinerziehenden 
würde eine weite Anfahrt eine zusätzliche Hürde darstellen. 
 
Eine muttersprachliche Beratung ist möglich . I nsbesondere in  Türkisch, 
Russisch, Polnisch sowie in Englisch.  
Eine solche Beratung überwindet sprachliche Hindernisse, profitiert 
darüberhinaus aber  auch vom  gemeinsamen kulturellen Hintergrund. Mithin 
können Sachverhalte dadurch schneller und effizienter geklärt werden . 
Beispielsweise in Bezug auf Probleme im Kontext der familiären Situation. 
Im Angebot werden Problemstellungen aus den Bereichen Wohnung, 
Verschuldung, Trennung, Gewalt sowie Familie bearbeitet. Die Beratung zielt auf 
die Stabilisierung der psychosozialen Gesamtsituation der Frauen und ihrer 
Familien ab und bietet Unterstützung bei der Beseitigung  von 
Vermittlungshemmnissen.  
 
Die Beratung und Begleitung von Migrantinnen ist davon geprägt, eine Stärkung 
und Verselbständigung der Frauen zu erreichen. 
  
 Frauenberatungsstelle (FrauenLeben) 
 
Die Frauenberatungsstelle steht in der Trägerschaft des gemei nnützigen 
Vereins FrauenLeben e.V.  
 
Sie bietet Frauen im SGB II -Bezug, die aufgrund traumatisierender 
Gewalterfahrungen und /oder familiärer Probleme gravierend in ihrer 
Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind, psychosoziale Betreuung an.

54 
 
Die Einrichtung fokussiert sich auf Frauen mit Migrationshintergrund, 
alleinerziehende Frauen, Frauen mit psychischen Auffälligkeiten und Frauen, die 
unangemessenes Verhalten zeigen und/oder im Arbeitskontext überfordert sind.  
 
Damit eine berufliche Integration gelingen kann, wird den betroffenen Frauen Hilfe 
bei der Bewältigung von Konflikten und psychischen Erkrankungen sowie sozialen 
Problemlagen geboten. 
 
Zu den Arbeitsschwerpunkten gehören unter anderem: 
 
 gestörtes Essverhalten (Magersucht, Bulimie, Binge Eating und Adipositas) 
 Unterstützung bei Gewalterfahrung (häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt, 
Stalking u.a.) 
 Probleme in der Familie und Partnerschaft, Trennung/ Scheidung 
 psychische Erkrankungen wie Depressionen, Ängste u.a. 
 berufsbezogene Problemlagen ( Arbeitslosigkeit und deren psychosoziale 
Folgen, Selbstwertprobleme) 
 
Über die Beratung hinaus werden  Krisen- und Orientierungsgespräche, 
themenbezogene Gruppen, Beratung für Angehörige sowie Vortrags - und 
Themenabende angeboten.  
 
Die von der Frauenberatungsstelle angebotenen Gespräche mit Psychologen zur 
therapeutischen Unterstützung in akuten Krisen  erfahren eine hohe Nachfrage. 
Denn diese Gespräche mit Psychologen /-innen helfen gerade auch Frauen, die 
auf einen längerfristigen Therapieplatz warten.  
 
Spezifische Zielsetzungen der Beratung: 
 
 Stärkung des Selbstwertgefühls 
 Aufbau von Selbstwirksamkeitserwartung 
 Bewusstmachen eigener Ressourcen und Fähigkeiten 
 Aufbau von Veränderungsmotivation 
 Krisenintervention 
 Stärkung von gesundheitsförderndem und selbstfürsorgendem Verhalten 
 Stabilisierung/ Klärung der häuslichen und/ oder familiären Situation 
 Förderung von Ich-Stärke und Abgrenzungsfähigkeit 
 Informationsvermittlung zum Gewaltschutzgesetz und Unterstützung im 
Trennungsprozess 
 Abbau von Ängsten und Unsicherheiten und Aufbau selbstsicheren 
Verhaltens 
 Verbesserung von Konflikt- und Problemlösefertigkeiten, 
 Stressmanagement 
 Förderung der Selbstwahrnehmung zur Verbesserung der Individual-, Sozial- 
und Handlungskompetenz 
 Förderung realistischer Selbsteinschätzung 
 Hilfestellung im Umgang mit Depressionen und Ängsten 
 Einleitung und Vermittlung zu weiterführenden therapeutischen Hilfen oder 
anderen Beratungsangeboten

55 
 
 Identifikation spezifischer individueller Verhaltensdefizite, welche die 
Erwerbstätigkeit blockieren und Erarbeitung von Strategien zum Erwerb 
entsprechender Kompetenzen 
 Entwicklung realistischer beruflicher Zukunftsperspektiven 
 Motivation für spezifische Angebote, die notwendige Voraussetzungen zur 
Teilhabe am Erwerbsleben schaffen, z.B. Nachholen von Schulabschlüssen, 
Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen, Praktika. 
 
Die Frauenberatungsstelle bietet zudem Kinder- und Jugendberatung 
(Verarbeitung der miterlebten Gewalt bei den Eltern) an. 
 
 Gulliver und Lore 
 
Es handelt sich um Arbeitsprojekte des Köl ner Arbeitslosenzentrums 
„KALZ“. 
 
Sie richten sich an Menschen, die meist ohne festen Wohnsitz sind und unter 
multiplen Problemlagen wie Sucht, Schulden, physische n und psychische n 
Einschränkungen leiden.  
 
Gulliver ist eine Anlaufstelle für Obdachlose und fungiert als 
Kommunikationszentrum. Das Projekt hat eine Cafeteria, einen Waschsalon und 
einen Aufenthaltsraum.  
Lore ist ein Lobbyrestaurant und bietet zum Beispiel ein gesundes Mittagessen an. 
 
Die psychosoziale Begleitung  in Ergänzung zur hier vorgehaltenen AGH  
ermöglicht den Teilnehmenden eine Stabilisierung der persönlichen, familiären 
oder gesundheitlichen Situation.  
Beispielsweise: die  Kontaktaufnahme zur Familie/zu den Kindern, die Vermittlung 
in Sucht- oder Schuldnerberatungsstellen.  
 
Die Teilnehm enden erwerben  Schlüsselqualifikationen wie Pünktlichkeit, 
Sauberkeit, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Übernahme von Verantwortung.  
 
Überdies erlangen sie fachliche Fertigkeiten und Kenntnisse in den 
Beschäftigungsfeldern: Reinigung, Hauswirtschaft, Gastronomie.  
 
Regelmäßig findet ein Deeskalationstraining statt. Hier können die Kundinnen und 
Kunden Problemlösungsstrategien für schwierige Situationen mit Gästen und/oder 
Kollegen/-innen entwickeln. 
 
Um Beschäftigungsabbrüche zu vermeiden, findet eine intensive 
Krisenintervention bei den Teilnehmenden statt.  
 
Suchtproblematik und geringe Frustrationstoleranz führen immer wieder zu 
Rückschlägen.  
Diese zu überwinden, erfordert ein hohes Maß an Kontinuität und 
Einfühlungsvermögen in der Betreuung.

56 
 
 HIVissimo 
 
Die Zielgruppe des Angebots der „Aidshilfe Köln e.V.“ sind SGB II-leistungsbe-
rechtigte Personen , die HIV -infiziert bzw. an AIDS erkrankt sind und multiple 
Vermittlungshemmnisse aufweisen.  
 
Ein Teil der Zielgruppe hat keine qualifizierte Berufsausbildung. Für den 
beruflichen (Wieder)Einstieg bietet das Arbeits - und Qualifizierungsprojekt 
HIVissimo angemessene Qualifizierungsmöglichkeiten in  den Bereichen : 
Gastronomie, Hauswirtschaft, Hausreinigung und Hausmeisterei.  
 
Parallel zur hier vorgehaltenen AGH erhalten Teilnehmer die für eine erfolgreiche 
Eingliederung notwendige, psychosoziale Betreuung.  
 
 JobAktiv 
 
Träger des Angebots ist das Katholische Jugendwerk e.V. , Fachbereich 
Jugendsozialarbeit.   
 
Das Angebot  richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene von 15 bis 27 
Jahre.  
Es versteht sich als Bindeglied zwischen der Jugendberufshilfe und den 
Jugendzentren im Kölner Norden (Chorweiler, Blumenberg und Seeberg-Nord).  
 
Die Besonderheit des Angebotes besteht im präventiven Ansatz:  
Über den offenen und niederschwelligen Zugang (aufsuchende Arbeit) kommen 
die Mitarbeitenden des Projektes in Kontakt mit Jugendlichen und jungen 
Erwachsenen und helfen ihnen bei der Entwicklung einer realistischen schulischen 
und/oder beruflichen Perspektive, bei der Suche nach Ausbildungsplätzen etc. 
 
Die sozialpädagogische Hilfe basiert auf den Bausteinen Kontaktaufnahme, 
Erfassung der schulischen oder beruflichen Situation, konkrete Hilfestellung und 
begleitende Betreuung.  
  
Im Mittelpunkt der Beratung stehen die Arbeitsschwerpunkte Übergang 
Schule/Beruf, Berufswahlorientierung und die Entwicklung realistischer beruflicher 
Perspektiven. Auch begleiten JobAktiv -Mitarbeiter/-innen geeignete Jugendliche 
zu Ausbildungsmessen und Veranstaltungen, bei denen Firmen Ausbildungs- und 
Praktikumsplätze anbieten.  
 
Das Beratungs- und Betreuungsangebot umfasst beispielsweise: 
 
 Stellenrecherchen 
 individuelle und ressourcenorientierte Beratung 
 Vervollständigung der Bewerbungsunterlagen 
 Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche/Einstellungstests 
 Betriebsbesichtigungen

57 
 
Die ganzheitliche Unterstützung erstreckt sich über die Begleitung im 
Bewerbungsprozess hinaus auch auf die Bewältigung sozialer Bedarfe und 
Problemlagen. 
 
 JobLotsen DiMa 
 
Das Angebot wird vom Träger BTZ Berufliche Bildung Köln GmbH realisiert.  
 
Die Job Lotsen DiMa bieten  zielgruppenspezifische Unterstützung bei der 
Identifizierung von Problemlagen sowie Hilfe im Umgang mit behördlichen 
Angelegenheiten, Finanzen, dem Wohnumfeld, etc. an.  
 
Das Ziel besteht im Erkennen und  Bearbeiten besteh ender 
Vermittlungshemmnisse sowie der  Entwicklung und Umsetzung tragfähiger 
Hilfepläne in enger Zusammenarbeit mit den Kundinnen und Kunden. 
 
Die individuelle, intensive und kontinuierliche Beratung und Begleitung bewirkt  die 
Aktivierung bzw.Reaktivierung der Teilnehmenden. 
 
Die Begleitung der Kundinnen und Kunden zu Angeboten, Behörden, zu Ärzten 
und in Therapie, nimmt diesen die Unsicherheit und Scheu und stärkt so deren 
Selbsthilfepotenzial.  
 
Die Zielgruppe weist beispielsweise folgende Merkmale auf: 
  
 Schwierigkeiten im Umgang mit Geld und/oder Geldinstituten und 
Bankkonten 
 Schulden 
 Schwierigkeiten mit der Wohnung, v.a. in Form einer unzureichenden 
Unterkunft oder Konflikten mit Vermietern 
 Sprachprobleme 
 Unzuverlässigkeit 
 Überforderung mit Strukturierung des eigenen Alltags 
 fehlendes Zeit- und Selbstmanagement 
 Suchtproblematik 
 gesundheitliche Probleme (insb. psychische und körperliche Erkrankungen) 
 familiäre Schwierigkeiten 
 
Im Rahmen der sozialpädagogisch orientierten Intervention arbeiten die JobLotsen 
mit vielen Fachdiensten, Beratungsstellen, Behörden und Ämtern zusammen. 
Dabei spielen der Sozialraum und das darin befindliche Netzwerk eine große Rolle. 
 
So arbeiten sie beispielsweise zusammen mit: 
 
 dem Sozialamt/ der Fachstelle Wohnen 
 diversen Wohnungsbaugenossenschaften 
 Gebrauchtmöbellagern 
 der Handwerkskammer 
 den Sozialpsychiatrischen Zentren 
 Tageskliniken

58 
 
 der Suchtambulanz der LVR Klinik Köln-Merheim 
 der Suchtberatung 
 den Budgetberatungen 
 verschiedenen Bildungsträgern 
 verschiedenen Krankenkassen  
 dem Therapiezentrum für Folteropfer 
 der Flüchtlingsberatung. 
 
 JobLotsen Reso 
 
Das Angebot wird vom Träger BTZ Berufliche Bildung Köln GmbH realisiert. 
 
Die Joblotsen Reso begleiten Menschen ohne festen Wohnsitz.  
 
Die Problemstellungen dieser Kundengruppe erfordern einen spezialisierten Blick  
auf den Be reich Wohnen und Wohnungssuche und eine  auf diese Zielgru ppe 
abgestimmte Kontaktaufnahme bzw. Beziehungsarbeit.  
 
Die Lotsen arbeiten in erster Linie aufsuchend. Häufig wird die sogenannte „warme 
Übergabe“ von den Fallmangern genutzt, d.h. sie übergeben die Kundinnen und 
Kunden unmittelbar an die Lotsin  bzw. den Lotsen. Zusätzlich bieten die 
JobLotsen Reso einmal pro Woche eine offene Sprechstunde an. 
 
Das Ziel besteht im Erkennen und Bearbeiten bestehender 
Vermittlungshemmnisse sowie der Entwicklung und Umsetzung tragfähiger 
Hilfepläne in enger Zusammenarbeit mit den Kundinnen und Kunden. 
 
Die individuelle, intensive und kontinuierliche Beratung und Begleitung bewirkt  die 
Aktivierung bzw. Reaktivierung der Teilnehmenden. 
 
Die Begleitung der Kundinnen und Kunden zu Angeboten, Behörden, zu Ärzten 
und in Therapie, nimmt ihnen Unsicherheit und Scheu und stärkt so das 
Selbsthilfepotenzial des Einzelnen.  
 
Die Zielgruppe weist beispielsweise folgende Merkmale auf: 
  
 Schwierigkeiten im Umgang mit Geld und/oder Geldinstituten und 
Bankkonten 
 Schulden 
 Schwierigkeiten mit der Wohnung, v.a. in Form einer unzureichenden 
Unterkunft oder Konflikten mit Vermietern 
 Sprachprobleme 
 Unzuverlässigkeit 
 Überforderung mit Strukturierung des eigenen Alltags 
 fehlendes Zeit- und Selbstmanagement 
 Suchtproblematik 
 gesundheitliche Probleme (insb. psychische und körperliche 
Erkrankungen) 
 familiäre Schwierigkeiten

59 
 
Im Rahmen der sozialpädagogisch orientierten Intervention arbeiten die JobLotsen 
mit vielen Fachdiensten, Beratungsstellen, Be hörden und Ämtern zusammen. 
Dabei spielen der Sozialraum und das darin befindliche Netzwerk eine große Rolle.  
 
So arbeiten sie beispielsweise zusammen mit 
 
 dem Sozialamt/ der Fachstelle Wohnen 
 diversen Wohnungsbaugenossenschaften 
 Notschlafstellen 
 den Sozialpsychiatrischen Zentren 
 der LVR-Klinik in Merheim 
 der dortigen Suchtambulanz 
 der Suchtberatung 
 den Budgetberatungen 
 der Bewährungshilfe 
 verschiedenen Krankenkassen  
 verschiedenen Haus- und Fachärzten/-innen 
 
 Kellerladen 
 
Der Kellerladen des Vereins Kellerladen e.V. leistet Jugendarbeit in 
Bilderstöckchen.  
 
Zielgruppe des Vereins sind Jugendliche und junge Erwachsene bis 30 Jahre, die 
im Angebot eine Tagesstruktur erhalten und dabei ihre beruflichen 
(konzeptionellen, kalkulatorischen, handwerklichen) und sozialen Fähigkeiten 
entwickeln können.  
 
Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Prävention. Das Angebot Kellerladen ist 
auf dem Hintergrund de r besonderen sozialräumlichen Ausrichtung und 
Einbindung im Stadtteil ausgerichtet.  
 
Ziel ist die  psychosoziale Stabilisierung und die Verhinderung  drohender 
Nichtbeschäftigung sowie die Einleitung von  Maßnahmen, die an Ausbildun g und 
Arbeitsaufnahme heranführen.  
 
Die Komplexität des Betreuungsangebots umfasst unter anderem: 
 
 psychosoziale, persönlichkeitsstabilisierende Elemente  
 Vermittlung technischer Fertigkeiten (Computer, manuelle Erfahrung mit 
Werkzeugen und Maschinen)  
 schulisch-theoretische Hilfen 
 Einstellungstest-Trainings 
 Telefontraining 
 Verhaltenstraining 
 Erhöhung der Kommunikationsfähigkeit  
 Kompetenzcheck  
 
Der Träger arbeitet intensiv  mit Ausbildungsbetrieben, Schule n und 
Bewerbungscoaches zusammen.

60 
 
 
Neben der täglichen Arbeit bietet der Träger auch verschiedene, oft 
projektorientierte Aktivitäten wie den „Markt der Möglichkeiten“ (Ausbildungsmarkt 
im Altenberger Hof/Nippes), das Suchtprä ventionsprojekt „Stoffwechsel“ oder  
Projektfahrten an. 
 
Der i n 2015 umgestaltete Computerraum im Jugendbüro bietet  mehr Raum für 
„Intimität“. Denn die Beziehungsarbeit hat sich massiv in Richtung psychologischer 
Problematiken verschoben. Häufig ist zunächst das Aufbrechen der auf 
psychologischen Störbilder n, Suchtproblematiken und delinquenten 
Verhaltensauffälligkeiten basierenden Verhaltens - und Abwehrmechanismen wie 
„cooles Gehabe“ oder „wortkarg und zurückhaltend“ erforderlich. Oft ist die Haltung 
der Jugendlichen und jungen Erwchsenen  in Kombination mit Versagensängsten 
und fehlende m Selbstbewusstsein von Misstrauen, Frustration, Demotivation, 
Abwehr und Fassadenverhalten geprägt.  
 
Hier ist zunächst intensive und  vertrauensschaffende Gesprächsarbeit 
erforderlich. Meist finden Bewerbungscoaching und Jobrecherche e rst in einer 
späteren Betreuungsphase statt.  
 
 Kölner Feger 
 
Das Angebot  des Sozialdienst katholischer Männer e.V.  richtet sich 
ausschließlich an Substituierte mit Leistungsansprüchen nach SGB II.  
 
Die Förderung des Projektes „Kölner Feger“ , mithin die psychosoziale Betreuung, 
erfolgt in Anlehnung an die Durchführung der Arbeitsgelegenheiten (AGH)  
gem. § 16d SGB II. 
 
Die Tätigkeitsinhalte bestehen in der Reinigung und Entmüllung von besonders 
durch Drogenabhängige/Wohnungslosen belasteten Orten, (zusätzlich zu den 
Reinigungen durch die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln) und an Orten, die durch die 
Abfallwirtschaftsbetriebe Köln nicht abgedeckt werden (beispielsweise 
Kinderspielplätze, Vorgärten in Wohnkomplexen). 
Die Reinigung erfolgt unter Anleitung auf zwei bis drei festgelegten  Routen. Die 
Routen werden in Absprache mit den Abfallwirtschaftsbetrieben Köln, dem 
Ordnungsamt, den Bezirksämtern und anderen örtlichen Beteiligten entwickelt.  
 
Ziel des Projektes ist es, das Sozial - und Arbeitsverhalten der Teilnehmenden zu 
verbessern. Beispielsweise Konfliktfähigkeit, Pflichtbewusstsein, Zuverlässigkeit 
und Teamfähigkeit. 
Die Teilnehmenden sollen lernen, ihren Alltag zu strukturieren und in Problemlagen 
Lösungen zu entwickeln. 
 
Mit Hilfe intensiver Arbeitsanleitung und Unterstützung im Alltag soll erprobt 
werden, welche Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt bzw. im Rahmen der 
beruflichen Integration möglich sind. 
 
Überdies soll den Teilnehmenden durch ihre aktive Beteiligung an der 
Verbesserung des öffentlichen Erscheinungsbildes bzw. der Re inigung der von

61 
 
Randgruppenangehörigen vermüllten und verdreckten Orte die Möglichkeit der 
gesellschaftlichen Inklusion eröffnet werden. 
 
 Mann sein ohne Gewalt 
 
Dieses Angebot der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V. (AWO)  richtet 
sich nicht an Opfer, sondern an die Täter.  
 
Die Zielgruppe besteht aus Männern, die gegen ihre Partnerin und/oder ihre 
Kinder, unter Umständen auch gegen andere Familienmitglieder , gewalttätig 
geworden sind bzw. aktuell noch gewalttätig sind. 
 
Die Männer werden vom Gericht, von der Staatsanwaltschaft, von 
Beratungsstellen oder von der Polizei zugewiesen. Es gibt jedoch auch 
Selbstmelder. 
Auch Partnerinnen erhalten – sofern realisierbar - Informationen über 
Möglichkeiten und Grenzen des Angebotes sowie eigene Hilfsangebote. 
 
Familienangehörige werden beraten oder an passende Hilfeeinrichtungen 
vermittelt.  
 
„Mann sein ohne Gewalt“  arbeitet nach den Standards und Empfehlungen für die 
Arbeit mit männlichen Tätern im Rahmen von interinstitutionellen 
Kooperationsbündnissen gegen hä usliche Gewalt (Bundesarbeitsgemeinschaft 
Täterarbeit häusliche Gewalt e.V., 2007). 
 
Es beinhaltet sowohl Einzel- als auch Gruppensettings.  
 
Zunächst  erfolgt eine Einzelberatung inklusive psychodiagnostischer Tests zur 
Abklärung schwerwiegender Persönlichkeitsstörungen oder anderer 
Ausschlusskriterien.  
 
In den Einzelterminen werden konkrete Alltagskonflikte und mögliche Lösungen 
erörtert. Die  Kunden sollen für problematische Denk - und Verhaltensweisen 
sensibilisiert werden, um ein Problembewusstsein und eine Motivation zur 
Teilnahme am Trainingsprogramm zu wecken. 
 
Die Mindestteilnahmedauer am Gruppenangebot beträgt 34 Sitzungstermine. Die 
durchschnittliche Teilnahmedauer 9 -11 Monate. 
 
Bei akuten Krisen besteht die Möglichkeit kurzfristiger Gespräche im Einzelsetting, 
mit dem Ziel der Deeskalation und der Vorbeugung neuerlicher Gewalt.  
 
Es findet oft eine sehr enge, fallbezogene Zusammenarb eit mit Einrichtungen des 
Kinder- und Jugendschutzes , der Polizei und Beratungsstellen statt. 
 
 Miga 40 
 
Der Verein Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V. bietet dieses Angebot für 
erwerbslose Migrantinnen ab 40 Jahren an.

62 
 
 
Zielgruppe von „Miga 40“ sind nach Deutschland immigrierte , SGB II-leistungsbe-
rechtigte Frauen. 
  
Der Verein bietet Beratungs -, Qualifizierungs - und Lernangebot e an. Diese 
betreffen berufliche Eingliederungshemmnisse, familiäre Probleme, fehlende 
berufliche Qualifikationen sowie Sprachprobleme.  
 
Die Förderangebote sind überwiegend im niederschwelligen Bereich angesiedelt 
(einfache Sprache, häufige Wiederholungen). 
 
In der Projektarbeit wird ein ganzheitlicher Ansatz genutzt. Die Angebote stehen 
zumeist im engen Bezug zum praktischen Leben der Teilnehmenden.  
 
Elemente der Beratung sind beispielsweise ressourcenorientierte Methoden, 
Biografiearbeit, soziale Gruppenarbeit. Zudem theaterpädagogische Elemente und 
Rollenspiele.  
 
Sprachförderung ist ein wesentliches Element des Angebotes. Teilnehmerinnen 
mit Sprachhemmungen werden durch eine spielerische Herangehensweise 
gefördert (Sprachcafé, Rollenspiele, Alltagsgeschichten).  
 
Überdies bieten Dozentinnen Vorträge, Seminare und I nfoveranstaltungen zu 
verschiedenen Themen an.  
 
Ziele der Projektearbeit sind beispielsweise: 
 
 Verbesserung der Sprachkompetenz (schriftlich/mündlich) 
 Aneignung von Wissen/Kenntnissen im Bereich Arbeitsmarkt, 
Sozialversicherungssysteme, Bildungssystem 
 Übergang in andere weiterführende Maßnahmen wie z.B. 
Arbeitsgelegenheit, Jobbörse, Qualifizierung 
 Anerkennung im Ausland erworbener Zeugnisse 
 Erstellung Lebenslauf/Bewerbungsmappe 
 Bewerbungstraining 
 Motivationstraining 
 Entwicklung/Verbesserung IT-Medienkompetenz 
 Erweiterung des Wissensspektrums über die Stadt Köln und die Nutzung 
ihrer Angebote (Stadtbibliothek, AWB, Museen, Flora) 
 Weiterleitung/Anbindung an andere fachliche Dienste wie z.B. 
psychologische Ambulanzen, Therapeuten, psycho-somatische Kliniken 
 
Der Träger hat ein interkulturelles und interdisziplinäres Team. Die 
Mehrsprachigkeit umfasst z.B. auch persisch/farsi, eritreisch/triginya und kroatisch. 
 
 MImiK 
 
„M.I.m.i.K.– M.iteinander I.ntegration m.eistern i.n K.öln“ ist ein im rechts-
rheinischen Köln  verortetes Angebot der förderungs - &

63 
 
bildungsgemeinschaft jugend - und altenarbeit vingst/ostheim e.V.(Vingster 
Treff). 
 
Das Angebot richtet sich an junge alleinerziehende Frauen im Alter von 16 bis 25 
Jahre, mit und ohne Migrationshintergrund , die aufgrund vielfacher Benachteili-
gung die Integration in das Ausbildungssystem oder in den Arbeitsmarkt nicht voll-
ziehen konnten.  
 
Ziel ist die individuelle Stabilisierung von jungen Frauen in ihrer Persönlichkeit so-
wie in ihrem Umfeld mit der Perspekt ive, sich für eine berufliche Entwicklung zu 
öffnen und diese langfristig zu realisieren. 
 
Die Kinderbetreuung vor Ort sichert jungen Frauen und ihren Kindern unbürokra-
tisch und mit direktem Einstieg die Teilnahme am Projekt, wenn keine regulären 
Betreuungsmöglichkeiten bestehen. 
 
Merkmale der Zielgruppe sind beispielsweise: 
 
 hoher Bedarf an psychosozialer Stabilisierung 
 keine ausreichenden sozialen Netzwerke (soziale Isolierung) 
 fehlende Schul- und Berufsabschlüsse 
 fehlende Kenntnisse über Arbeitsmarktzugänge und Berufsbilder 
 unzureichende reguläre Betreuungsmöglichkeiten der Kinder 
 
Ziele der Beratung und Unterstützung sind insbesondere: 
 
 individuelle psychosoziale Stabilisierung (Erkennen der eigenen Ressourcen, 
Kommunikationstraining, Stärkung der persönlichen/sozialen/interkulturel-
len/fachlichen und organisatorischen Kompetenzen) 
 Stärkung der Mutter-Kind-Beziehung (auch Fragen und Hilfestellungen bezüg-
lich der Kinderbetreuung und –erziehung) 
 Erlernen fester Strukturen/Haushaltsplanung und Zeitmanagement 
 Einbindung in soziale Netzwerke 
 Motivations- und Mobilitätssteigerung 
 Sicherung einer geregelten Kinderbetreuung 
 Gesundheitsförderung 
 Entwicklung einer beruflichen Perspektive in Verbindung mit der Vereinbarkeit 
von Familie und Beruf (z.B. K onkretisierung und Visualisierung einer  Berufs- 
und Lebenswegplanung) 
 Abbau persönlicher Belastungen (z.B. Regulierung Schuldenabbau, Kenntnis-
vermittlung  Methoden Stressbewältigung, Seminare Gesundheitsprävention) 
 
Das Angebot sieht Einzelgespräche und ein zielgruppenorientiertes Seminarange-
bot vor. Überdies  Bewerbungshilfen und Bewerbungs training, den Besuch von 
Ausbildungsbörsen, die Begleitung während eines Praktikums , die Weiterleitung 
sowie die Begleitung zu Fachstellen. 
 
Weitere unregelmäßig stattfindende Angebote und Aktivitäten umfassen beispiels-
weise die „Schreibwerkstatt“, Informationsveranstaltungen zu Energiesparen und 
anderen Themen sowie verschiedenste Exkursionen.

64 
 
 
 Müllemer Wäsch und Kochwiever 
 
Die Christliche Sozialhilfe Köln e.V.  (CSH) bietet mit diesem Angebot 
Unterstützungsleistungen im Hauswirtschafts - und Küchenbereich, Hol - und 
Bringdienste, Begleitung und Betreuung für alte, behinderte und kranke Menschen 
sowie Familien in Not in Mülheim und in angrenzenden Stadtteilen an. 
  
Das niedrigschwellige Beschäftigungsangebot im Bereich  der 
Arbeitsgelegenheiten bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, berufliche 
Erfahrungen in hauswirtschaftlichen Dienstleistungen, der Seniorenbetreuung,  in 
der Küche und im Service zu machen. 
 
Zusätzlich z ur Arbeitsgelegenheit wird eine intensive psychosoziale Begleitung 
und Betreuung für Teilnehmende mit folgenden Merkmalen vorgehalten: 
 
 körperliche und gravierende psychische Erkrankungen 
 Lernbehinderungen oder leichte geistige Behinderungen 
 unsichere Wohnverhältnisse 
 Suchterkrankungen 
 Vorbestrafungen 
 fehlende oder geringe Schreib- und Lesekenntnisse 
 Überschuldung und/oder private Insolvenz 
 fehlende oder geringe Deutschkenntnisse 
 Flucht- und Verfolgungserfahrungen 
 fehlende Schul- und Berufsabschlüsse 
 familiäre Problemlagen 
 
Die intensive sozialpädagogische Betreuung zur Stabilisierung, Unterstützung und 
Aktivierung ist hier notwendig, um die den Integrationsprozess zusätzlich 
belastenden Themen wie beispielsweise die Instabilität der gesundheitlichen 
Situation, geringe Belastbarkeit/hohe Ausfallzeiten, schwere körperliche und 
psychische Erkrankungen (Depressionen, Psychosen und Phobien), 
Verhaltensauffälligkeiten, geringes Vorhandensein von Schlüsselqualifikationen 
wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, b erufliche Orientierungslosigkeit, 
mangelndes Selbstwertgefühl, mangelndes Konfliktmanagement, fehlende 
Kompetenz in der Organisation der eigenen Kinderbetreuung zu bearbeiten.  
Der Träger arbeitet hierbei l ösungsorientiert und ganzheitlich mit der Zielrich tung 
der Heranführung an den allgemeinen Arbeitsmark. 
  
 Orientierungsberatung 
 
Die „Orientierungsberatung“  wird von einem Trägerverbund unter der 
Federführung des Diakonischen Werks Köln und Region  angeboten.  
 
Folgende Vereine sind im Trägerverbund zusammengeschlossen: 
 
 Arbeitsgemeinschaft gegen internationale sexuelle und rassistische 
Ausbeutung (Agisra) 
 Allerweltshaus e.V.

65 
 
 Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e.V. (AWO) 
 Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. 
(BFMF) 
 Caritasverband für die Stadt Köln e.V. 
 Christliche Sozialhilfe Köln e.V. (CSH) 
 Diakonie Michaelshoven e.V. 
 Diakonisches Werk Köln und Region 
 Deutsches Rotes Kreuz (DRK) 
 Pari Sozial Köln gGmbH - Echo e.V. 
 Familienladen Buchheim  
 Förderungs- und Bildungsgemeinschaft, Jugend- und Altenarbeit 
Vingst/Ostheim e.V., (Vingster Treff)  
 Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V. 
 Kölner Arbeitslosenzentrum e.V. (KALZ) 
 Synagogengemeinde Köln  
 Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln (SKF) 
 Sozialdienst Katholischer Männer e.V. (SKM) 
 Veedel e.V. 
 
 
Die Orientierungsberatung hilft bei der Klärung beruflicher Interessen und 
vermittelt Informationen zu beruflichen und qualifizierenden Maßnahmen.  
Überdies gewährleistet das Angebot kurzfristig Beratung und  Soforthilfe bei 
persönlichen Krisen durch die Weiterleitung an entsprechende Fachstellen.  
Im Fokus steht zudem d ie Klärung leistungsrechtlicher und psychosozialer 
Problemlagen. 
Die ganzheitliche Beratung bietet sozialrechtliche Informationen und Hilfe n, leistet 
Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen und  vermittelt sprachliche Hilfen bei 
Konflikten mit Behörden.  
 
Die sozialraumorientierten und zentral gelegenen Beratungsstellen sind über das 
Stadtgebiet verteilt und gewährleisten den Kundinnen und Kunden einen 
wohnortnahen und niederschwelligen Zugang.  
 
 Strickleiter I 
 
Es handelt sich um ein Angebot des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. 
Köln.  
 
Strickleiter I ist ein Angebot für Frauen und Männer, die von häuslicher Gewalt 
betroffen sind oder waren und aufgrund der damit verbundenen körperlichen und 
psychischen Beeinträchtigungen drohen, ihre Erwerbsfähigkeit dauerhaft oder 
zumindest zweitweise zu verlieren. 
Die (oft über einen längeren Zeitraum ertragenen) Gewalterlebnisse haben 
zumeist gravie rende physische, psychische, soziale und ökonomische 
Auswirkungen. Zumeist weisen die Teilnehmenden Multiproblemlagen auf. 
 
Es handelt sich mehrheitlich um Frauen, die durch die Gewalterfahrung existentiell 
verunsichert sind und das Gefühl für die eigenen Stärken, Ressourcen und

66 
 
Möglichkeiten verloren haben. Überwiegend sind diese alleinerziehend, oft mit 
mehreren Kindern. Sie müssen, wenn sie die von Gewalt geprägte Beziehung 
verlassen haben, nahezu ihr gesamtes soziales und berufliches Umfeld neu 
organisieren bzw. den neuen Lebensumständen anpassen (Wohnsituation, soziale 
Absicherung, Kinderbetreuung). Dies führt in der Regel zu einer tiefgreifenden 
Verunsicherung. Häufig werden die Möglichkeiten der Lebensgestaltung von  
Schulden bzw.  geringem Einkommen eingeschränkt.  Überdies sind die Frauen 
vielfach durch f amiliäre Probleme, die aus Gewalterleben/Trennung resultieren 
und die  sowohl die Kinder als auch das gesamte familiäre bzw.  soziale 
Bezugssystem betreffen, zusätzlich belastet. 
 
Das Angebot funktioniert als Lotse in das Hilfesystem: Strickleiter I stellt im 
Rahmen des Casemanagements sicher, dass die Opfer (und deren Kinder ) die 
notwendigen und möglichen Hilfen erhalten.  
So können Prozesse initialisiert und begleitet  werden, die ineinander greifen und 
aufeinander aufbauen. Auch nach einem Einstieg in die Berufstätigkeit sichert eine 
weitergehende Betreuung die erreichte Sta bilität und verhindert ein Scheitern in 
der Arbeitswelt.  
 
 Strickleiter II 
 
Auch dies ist ein Angebot des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. Köln.  
 
Strickleiter II ist ein Angebot für Frauen mit massiven Problemlagen, die einer 
Arbeits- oder Beschäftigungsaufnahme entgegenstehen. Ziel ist die Klärung und 
Bearbeitung der multiplen psychosozialen Problemlagen. 
 
Inhalte und Ziele der Beratung sind beispielsweise: 
 
 Wirtschaftliche bzw.existenzsichernde Stabilisierung (Schuldenermittlung und 
– regulierung, Vermittlung in Schuldnerberatung, Hilfe beim Bezug einer 
neuen Wohnung, Unterstützung bei der Wohnraumsuche) 
 psychische  und psychosoziale Stabilisierung und Entlastung (auch 
psychische/wirtschaftliche Krisenintervention) 
 Erarbeitung von Tagesstruktur 
 Erziehungsthemen (Erziehungsfragen, Klärung Umgangsrecht, 
Zusammenarbeit mit Jugendamt) 
 Klärung medizinisch-therapeutischer Versorgung (medizinische Abklärung, 
notwendige Vermittlung Psychotherapie) 
 berufliche Entwicklung (Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Aufnahme 
geringfügige Beschäftigung, Kontaktaufnahme zu bildungs- und 
berufsfördernden Angeboten, Vermittlung zu Sprach- und Integrationskursen)  
 Rechtsberatung  
 Begleitung bei Behördengängen 
 
Strickleiter II wird überwiegend  von folgenden Personengruppen in Anspruch 
genommen:  
 
 alleinerziehende Frauen, zum Teil mit mehreren Kindern 
 Frauen mit massiven Beziehungsschwierigkeiten

67 
 
 Frauen in Krisen mit einer existenziell unsicheren Lebensperspektive  
 Frauen mit multiplen sozialen Problemlagen  
 Frauen mit noch nicht diagnostizierten Suchterkrankungen, psychischen 
und/oder somatischen Erkrankungen 
 
Die einzelnen Angebote und Aktivitäten  richten sich nach den Bedarfs - und 
Problemlagen der Frauen.  
Die Kontakt - und Beratungstreffen, Kriseneinsätze und alltagspraktischen Hilfen 
wie Begleitung zu Ämtern und Beratungsstellen erfolgen zeitlich flexibel und 
bedarfsgerecht.  
 
 Xenia 
 
„Xenia – Chance für Migrantinnen“ ist ein Angebot des Vereins Frauen gegen 
Erwerbslosigkeit e.V.  
 
 
Das Ziel ist die psychosoziale Stabilisierung und Unterstützung, insbesondere mit 
Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, für (allein)  erziehende 
Migrantinnen im Alter von 18 -35 Jahren (In Ausnahmefällen ist die Teilnahme auch 
für Frauen über 35 Jahre möglich). 
 
Zur Zielgruppe zählen sowohl nach Deutschland immigrierte Frauen als auch 
Frauen mit Migrationshintergrund, die in Deutschland aufgewachsen sind.  
 
Das Projekt bietet  ein ganzheitliches Beratungs -, Qualifizierungs- und 
Orientierungsangebot in Form von Einzelgesprächen, Gruppenangeboten, 
modularen Kursangeboten, Sprachförderung und Kinderbetreuung an.  
 
Die Kinderbetreuung während der Maßnahme ist sichergestellt. 
 
Ziele sind beispielsweise: 
 
 Aufbau einer Struktur im Alltag 
 Aufbau und Ausbau von Freundschaften/Kontakten 
 Bewältigung vonTrennungen/Scheidungen 
 Ordnen/Organisieren von Papieren und Post 
 Organisation/Ausweitung der Kinderbetreuung 
 Verbesserung der Sprachkompetenz 
 Mobilität/Orientierung im Alltag/in Köln 
 Absolvieren eines Praktikums 
 Entwicklung einer Bewerbungsmappe 
 Übergang in andere weiterführende Maßnahmen wie „Kölner Alleinerziehende im 
Aufbruch“ 
 Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung/eines Minijobs  
 
Die Gruppenangebote beinhalten ein modular aufgebautes, flexibles 
Qualifizierungsangebot.  Xenia verfügt unter anderem über folgende Angebote:  
 
 Profiling (Stärkenanalyse und Ressourcentraining)

68 
 
 binnendifferenzierte Sprachförderung 
 Berufsorientierung und Berufswegeplanung 
 Stellenrecherche und Bewerbungstraining inklusive IT-und Medienkompetenz 
 Angebote zur Stressbewältigung 
 Angebote zur aktiven Elternarbeit 
 Angebote im Rahmen kreativen Gestaltens (Dies bietet einerseits Raum für 
zwanglosen Austausch und Gespräche, andererseits aber auch die Möglichkeit, 
eigene Kenntnissen und Fähigkeiten wie Ausdauer, Arbeitsorganisation, 
Konzentration, Sorgfalt, Entwickeln von Problemlösungsstrategien zu entdecken, 
zu stärken und zu entwickeln) 
 Workshops zu Themen wie „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, „Achtsamkeit“, 
„Zeitmanagement“, „Veränderungsprozesse“, „Formen von Arbeit und 
Arbeitszeitmodellen“  
 
 
Referenten aus dem Kölner Hilfs - und Beratungsangebot halten Vorträge zu 
Themen wie „Der Stromsparcheck“, „Frauengesundheit und Verhütung“, 
„Ausbildungswege und –möglichkeiten“.  
 
Überdies finden Exkursionen , wie beispielsweise eine Führung durch das 
Verlagshaus „Neven DuMont“ oder zum Tag der Ausbildung des LVR, statt. 
 
 Zweiradwerkstatt 
 
Die Zweiradwerkstatt 180° wird in Kooperation zwischen der Aidshilfe Köln 
e.V. und der IB-gGmbH West, Arbeitsprojekt, geführt. 
 
Sie bietet für die Zielgruppe der akut Drog engebrauchenden ab 18 Jahren, die 
ihren Wohnort oder ihren ständigen Aufenthalt in Köln haben und Leistungen nach 
SGB II beziehen, Beschäftigung und Qualifizierung an. 
 
Die Zielgruppe besteht aus schwerst und akut drogenabhängigen Menschen, die 
durch handwerkliche Tätigkeiten und sozialpädagogische Begleitung stabilisiert 
werden sollen, so dass eine Beschäftigung erreicht werden kann. 
 
Die Zweiradwerkstatt 180° ist ein regulärer, bei der Handwerkskammer 
eingetragener Zweiradbetrieb, der bewusst als offene Werkstatt mit Kundenkontakt 
konzipiert ist. 
 
Das Arbeitsfeld einer Zweirad - bzw. Fahrradwerkstatt bietet der Zielgruppe die 
Möglichkeit, ihre Arbeits - und Leistungsfähigkeit zu erproben und zu verbessern 
sowie berufsbezogene Interessen und Fähigkeiten herausarbeiten zu können.  
 
Die zusätzlich zur hier vorgehaltenen Arbeitsgelegenheit erfolgende psychosoziale 
Betreuung basiert auf einem konzeptionellen Ansatz und berücksichtigt, dass die 
Abhängigkeit bei einem großen Teil der Betroffenen über lange Jahr e eine 
chronische Rückfallkrankheit ist, aus der diese nur schrittweise „herauswachsen“ 
können.

69 
 
4. Angebote der Suchtberatung nach § 16a Nr. 4 SGB II 
 
 Claro Mobil 
 
Das Angebot wird in Kooperation der Träger  Sozialdienst katholischer Frauen 
e.V. Köln (SKF) und Sozialdienst katholischer Männer e.V. Köln (SKM) durch-
geführt.  
 
Es handelt sich um ein flexibles und schnell einsetzbares Instrume nt im Bereich 
der Suchtberatung. Die  Mitarbeiter/-innen von „Claro Mobil“ sind für die Integrati-
onsfachkräfte des Jobcenter Köln verlässlich und unmittelbar erreichbar.  
Ersttermine können sowohl im Jobcenter als auch im privaten Umfeld der Kundin-
nen und Kunden stattfinden. Die Mitarbeiter/-innen arbeiten ausschließlich aufsu-
chend und begleitend. 
 
Gerade die Flexibilität und  Unmittelbarkeit ist - in Bezug auf die Zielgruppe  - äu-
ßerst zielführend: Besonderes Merkmal der suchtkranken Menschen ist ein gerin-
ges Selbstbewusstsein, eine geringe Ich -Stabilität und häufig eine unzureichende 
Zuverlässigkeit. Daraus folgt, dass notwendige Hilfsangebote zur Überwindung ih-
rer Sucht, auf herkömmlichen Kontakt - und Beratungswegen zumeist nicht ange-
nommen bzw. die Kundinnen und Kunden so nicht erreicht werden.  
 
Claro Mobil identifiziert neben der Suchtproblematik auch die oftmals vorhandenen 
weiteren prekären Problemlagen, ohne dabei das Suchtproblem und eine Anbin-
dung an die Einrichtungen des Suchthilfesystems aus den Augen zu verlieren.  
 
Eine Hierarchisierung der Themen bestimmt die Vorgehensweise. Die Kundinnen 
und Kunden werden nicht nur über Angebote informiert, sondern  auch zur Inan-
spruchnahme der Hilfen begleitet. 
 
Ziel von Claro Mobil  ist die nachhaltige Anbindung der Teilnehmenden an das 
Suchthilfesystem und damit die Vorbereitung der Integrationsfähigkeit der Hilfebe-
dürftigen.  
 
Ziele sind unter anderem: 
 
 Anbindung an Suchtberatungsstellen 
 Vermittlung in weiterführende Therapien 
 Vermittlung in ambulant betreutes Wohnen für Suchtkranke 
 Vermittlung in andere Hilfsangebote, zum Beispiel Schuldnerberatung 
 Hilfe bei Wohnungs- und Wohnraumproblemen 
 
 
 Suchtberatung 
 
Die folgenden Träger sind mit der Durchführung der Suchtberatung für SGB II -
Leistungsempfänger gemäß § 16a Nr. 4 SGB II  beauftragt: 
 
• Diakonisches Werk des ev. Kirchenverbandes Köln und Region,

70 
 
• Sozialdienst katholischer Männer e. V. (SKM), 
• Blaues Kreuz e.V.,  
• Psychosomatische Klinik Bergisch Gladbach, 
• Drogenhilfe Köln Projekt gGmbH 
 
Die Träger haben sich zu einem Verbund zusammengeschlossen.  
 
Über eine zentrale Telefonnummer sind die Erreichbarkeit und eine schnelle 
Terminvergabe gewährleistet. Die Zuweisungen  zum jeweils für die 
Suchterkrankung relevanten Träger  werden intern verteilt. Denn obschon ein 
Trägerverbund, der ein einheitliches Auftreten gewährleistet, besteht, haben die 
einzelnen Träger unterschiedliche Schwerpunkte in fachlicher Hinsicht oder in der 
Präsenz in den Stadtvierteln.  
 
Inhaltlich gliedert die Suchtberatung sich in zwei Phasen: das Clearing sowie die 
eigentliche Betreuung.  
 
Das Clearing stellt den S uchtstatus fest und klärt die aktuellen Problemlagen der 
Kundin bzw. des Kunden, um deren bzw. dessen  Fähigkeit zur 
Auseinandersetzung mit der Suchtproblematik festzustellen.  
 
Die Betreuungsphase umfasst die Erstellung einer detaillierten Suchtanamnese, 
die biographische Anamnese mit Klärung von Arbeitsfähigkeit, Sicherung des 
Lebensunterhaltes, offene juristische Verfahren etc.  
 
In dieser Phase werden Vorbefunde eingeholt, Kundinne und Kunden im 
Ausnahmefall zu wichtigen Terminen begleitet und in weiterführende Angebote des 
Suchthilfesystems vermittelt.  
 
Es wird überprüft, ob die Klientin bzw. der Klient für ein ambulantes Suchtsetting 
geeignet ist oder zunächst stationär behandelt werden muss.  
 
Ebenso wird Hilfestellung im Antragsverfahren gegeben, z.B. auf 
Entwöhnungsbehandlung.  
 
Das Angebot umfasst neben dem Clearing die Beratung, Motivation und 
Begleitung.  
 
Der Fokus liegt hierbei auf den weiterführenden Angebote des Suchthilfesystems, 
in die nach Möglichkeit vermittelt wird.

TOP 8.2 Bericht des Jobcenter Köln zur Sitzung am 09.11.2017

17693 Zeichen

Bericht des Jobcenter Köln 
 
 
1. Die kommunalen Eingliederungsleistungen – Jahresbericht 2016  
 
Das Jobcenter Köln stellt den beigefügten Jahresbericht (Anlage 1) der kommunal 
flankierenden Leistungen für das Jahr 2016 vor.  
 
Die kommunalen Eingliederungsleistungen sind im § 16a des Sozialgesetzbuches 
Zweites Buch (SGB II) verankert. Der § 16a SGB II sieht Leistungen der Kinderbe-
treuung, der Schuldnerberatung, der psychosozialen Betreuung sowie der Suchtbera-
tung vor. Die Erbringung dieser Leistungen ist eine originär kommunale Aufgabe.  
Nur wenige Kommunen und Jobcenter in Deutschland arbeiten dabei so eng zusam-
men wie in Köln.  
 
2016 waren in Köln rund 117.000 Menschen auf Hilfen nach dem SGB II angewiesen. 
Rund 11.300 Menschen nahmen kommunale Eingliederungsleistungen in Anspruch, 
d.h. jeder 10. Leistungsempfänger konnte partizipieren.  
 
Die kommunalen Eingliederungsleistungen ermöglichen eine umfassende und ganz-
heitliche Betreuung, flankieren die integrativen Maßnahmen nach dem SGB III und 
unterstützen passgenau die soziale und berufliche Integration.  
 
Oftmals erzielen diese Hilfen keine unmittelbaren Integrationserfolge. Aus Art und 
Umfang von Veränderungen im Kontext und Gesamtprozess der Integration lassen 
sich jedoch häufig Wirkungen folgern. Dieser Jahresbericht enthält neben den statis-
tischen Daten, Entwicklungen und Ergebnissen, einige Fallbeispiele, welche Zusam-
menhänge, Veränderungen und Ergebnisse veranschaulichen.  
 
Das Jobcenter Köln bedankt sich bei allen beteiligten Trägern für die vertrauensvolle 
Zusammenarbeit. Das von den Trägern fortwährend eingebrachte hohe Maß an fach-
lichem Wissen und Engagement trägt wesentlich zur Kontinuität, Qualität und Vielfalt 
des Kölner Angebots im Rahmen der kommunalen Eingliederungsleistungen bei. 
 
 
2. Arbeitsmarkt-und Integrationsprogramm (AMIP) 2018 – 2019 
 
Das Jobcenter Köln stellt die aktualisierte Fassung des neuen Arbeitsmarkt- und In-
tegrationsprogramms 2018-2019 (AMIP ab 2018) vor. Im Vorfeld wurde das AMIP auf 
Arbeitsebene den Gremien des Jobcenters vorgestellt. Die Wünsche und Änderungs-
vorschläge der Gremien finden sich in der aktualisierten Fassung (Anlage 2) wieder.  
 
Wie bereits in der letzten Sitzung erläutert, handelt es sich um ein mehrjähriges Ar-
beitsmarkt- und Integrationsprogramm, welches einen Zeitraum von zwei Jahren um-
fasst. Hierdurch wird bewusst die Kontinuität der strategischen und geschäftspoliti-
schen Ausrichtung, der „Rote Faden“ des Jobcenter Köln, aufgezeigt. Dieses Format 
ermöglicht, sofern es die Rahmenbedingungen erfordern, Anpassungen für die Folge-
jahre.  
 
 
 
 
Anlage zur Mitteilung „Bericht des Jobcenter 
Köln“ zur Sitzung des Ausschusses für Sozia-
les und Senioren am 09.11.2017

2 
 
3. Aktueller Sachstand zu der gemeinsamen Anlaufstelle der Agentur für Arbeit 
und des Jobcenters Köln für Flüchtlinge – „Integration-Point“ 
 
Personal und Organisation 
Der Integration Point SGB II (Sozialgesetzbuch Zwei) ist aktuell entsprechend der 
Vorgabe des Kapazitätsplans ausgestattet.  
Im Integration Point SGB III (Sozialgesetzbuch Drei) wurden 4,5 Stellen für die Be-
rufsberatung - Integration Point SGB III - ausgeschrieben. Das Besetzungsverfahren 
ist noch nicht abgeschlossen. 
 
Entwicklung der Bedarfsgemeinschaften und Bestandskundinnen und Be-
standskunden 
Der Integration Point des Jobcenters betreut derzeit 4939 Kundinnen und Kunden 
(Stand August 2017). Die Anzahl der neuantragsstellenden Bedarfsgemeinschaften 
ist seit April 2017 kontinuierlich rückläufig. Im August 2017 haben insgesamt 135 Be-
darfsgemeinschaften einen Neuantrag auf Leistungen nach dem SGB II gestellt.  
64 % aller neuantragsstellenden Kundinnen und Kunden im SGB II sind in Unterkünf-
ten, wie beispielsweise Sammelunterkünfte, Wohnheime oder Hotels untergebracht. 
 
Der Integration Point SGB III betreut aktuell 1232 Kundinnen und Kunden (Stand Au-
gust 2017). Der Gesamtkundenbestand im SGB III sinkt weiterhin. Ein Grund hierfür 
könnte der Zuweisungsstopp für Köln sein; dieser wird noch bis Ende des Jahres 
2017 fortbestehen.  
Der Integration Point betreut insgesamt 6171 Menschen mit Fluchthintergrund. Die 
Verteilung im Einzelnen ist wie folgt: 
 
Bestand SGB II  Anteil an gesamt in % 
SGB II SGB III  Anteil an gesamt in % 
SGB III 
Anzahl Gesamt  4939   1232   
Geschlecht männlich 3.059 62% 1029 84% 
Geschlecht weiblich 1.880 38% 203 16% 
Insgesamt (U25) 1300 26% 506 41% 
Insgesamt (Ü25) 3639 74% 726 59% 
 
Tabelle 1: Stand August 2017 (Jahresfortschrittswert)

3 
 
Nach Aufteilung der Herkunftsländer liegt die Gruppe der syrischen Kundinnen und 
Kunden im SGB II weit vorn. Bemerkenswert ist, dass eine Zunahme von Antragsstel-
lenden aus der Türkei zu verzeichnen ist. Es handelt sich bei diesen Menschen um 
anerkannte Asylsuchende. Mit Stand August 2017 wurden bereits 47 türkische Asyl-
suchende im Integration Point betreut. 
 
Im SGB III ist die stärkste Kundengruppe, die der afghanischen Geflüchteten. 
 
In der Zusammensetzung nach den Herkunftsländern gibt es aktuell kaum Verände-
rungen. 
 
Herkunftsländer SGB II SGB III 
Afghanistan 350 387 
Eritrea 196 44 
Irak 1.343 160 
Iran 337 196 
Nigeria 29 79 
Pakistan 6 80 
Somalia 46 25 
Syrien 2.263 144 
Sonstige 369 k.A. 
 Tabelle 2: Aufteilung nach Herkunftsländern, Stand August 2017 (Jahresfortschrittswert) 
 
Maßnahme Besetzung und Integration 
Am 17. Oktober 2017 wird eine weitere Stellenbörse für geflüchtete Menschen stattfin-
den. Die Börse wird durch den gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit 
und dem Jobcenter organisiert. Es konnten bereits 30 Arbeitgeberinnen und Arbeitge-
ber (Stand: 19.09.2017) akquiriert werden. Die Akquise der Teilnehmenden läuft aktu-
ell.  
An dem diesjährigen JobspeedDating des Jobcenters im RheinEnergieStadion am 
06.09.2017 haben auch 22 Kundinnen und Kunden mit Fluchthintergrund teilgenom-
men. Das Feedback der Teilnehmenden war durchweg positiv. Inwiefern die entstan-
denen Kontakte zu Praktika, Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnissen führen werden, 
kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mitgeteilt werden (weitere Informationen siehe 
Nr. 4 Bericht des Jobcenters).    
Im August 2017 hat der Integration Point SGB II erfolgreich 27 Menschen integriert. Bei 
22 Integrationen handelt es sich um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. 
Die Berufsfelder wurden im Einzelnen nicht erhoben.  
Ab November 2017 startet im SGB II Bereich die Maßnahme „eigenArt“. Bei dieser 
Maßnahme handelt es sich um ein Theaterprojekt für junge Menschen (Unter-25-
jährige). Das Besondere ist, dass es kein Angebot ausschließlich für Geflüchtete ist, 
sondern für langzeitarbeitslose junge Leistungsberechtigte.  
Ein Angebot, welches im Integration Point des Jobcenters in letzter Zeit häufig genutzt 
wird, ist das Instrument Guide to Work. Zielgruppe des Angebots sind nicht nur aner-
kannte Geflüchtete, sondern leistungsberechtigte Personen mit Migrationshintergrund.

4 
 
Die Maßnahme besteht aus zwei Komponenten: 
 
1. Soforthilfe: Behebung eines akuten Handlungsbedarfs im Rahmen von maximal 
drei Terminen und  
2. Coaching: längerfristige Heranführung an den Arbeitsmarkt, durch die Feststellung 
und Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen 
Die Maßnahme Guide to Work wird von zwei Trägern (Deutsche Angestellten Akade-
mie [DAA] und Tertia) in den Geschäftsbereichen Kalk, Mitte, Süd und Nord angebo-
ten. 
im Berichtszeitraum vom 15.09.2019 bis zum 20.09.2017 waren folgende Handlungs-
bedarfe laut Trägerrückmeldung zu erkennen:  
 Wohnungssuche 
 Schuldnerberatung 
 Überführung / Beratung zu Sprachkursen 
 Übersetzungshilfe 
 Leistungsangelegenheiten 
 Kinderbetreuung 
Daraus ist ersichtlich, dass das es sich um ein gut aufgestelltes Angebot handelt. Die 
Leistungsteams des Jobcenters nutzten das Angebot der Soforthilfe im Betrach-
tungszeitraum insgesamt 353 Mal.  
Insbesondere hat der Integration Point diese Soforthilfe in Anspruch genommen. Die 
geflüchteten Menschen erhielten durch die Träger beispielsweise Unterstützung beim 
Ausfüllen der erforderlichen Antragsvordrucke. 
Beispiel1 (Integration Point):  Familie mit 4 kleinen Kindern mit rudimentären 
Deutschkenntnissen 
Die Familie benötigte Unterstützung beim Ausfüllen der Formulare für die Antragstel-
lung auf Kindergeld. Die Kinder waren noch nicht in der Schule bzw. in der Kinderbe-
treuung. Der Ehemann hatte noch keinen Integrationskurs aufgenommen.  
Ergebnis der Soforthilfe durch Guide to Work: Der Kindergeldantrag wurde gestellt. 
Die Kinder konnten so in der KITA bzw. in der Schule angemeldet werden. Der Ehe-
mann konnte zeitnah seinen Integrationskurs beginnen. 
Beispiel 2 (Integration Point): Im Erstgespräch sprach ein Familienvater (3 Kinder) 
vor, die Familie wohnte in einer Notunterkunft. Der Kunde wusste nicht, wie er die 
Wohnungssuche bewerkstelligen sollte.  
Ergebnis der Soforthilfe durch Guide to Work: Mit Hilfe von Guide to Work wurde ge-
klärt, dass der Kunde Informationen und Hilfe bei der Wohnungssuche brauchte. Gui-
de to Work hat zusammen mit dem Kunden bei Wohnungsgesellschaften vorgespro-
chen und ihn auf die entsprechenden Listen setzen lassen, so dass der Kunde dieses 
Vermittlungshemmnis angehen konnte. Einer Anmeldung zum Integrationskurs stand 
nichts mehr im Wege.   
Beispiel 3 (Integration Point): Die Kundin sprach am 20.09.17 zum Termin vor und 
hatte eine Anmeldung zum Integrationskurs dabei. Dieser sollte jedoch erst voraus-
sichtlich im November starten. 
Ergebnis der Soforthilfe durch Guide to Work: Am 28.09.17 kam die Rückmeldung 
von Guide to Work, dass die Kundin bereits am 27.09.17 ihren Integrationskurs star-
ten konnte.

5 
 
Schnittstellen zur Stadt Köln 
Das Sozialamt (Asylbewerberleistungsgesetz) der Stadt Köln und der Integration 
Point SGB III arbeiten an einer Kooperation. Gespräche zu einer gemeinsamen Um-
setzung haben bereits stattgefunden. Auf diese Weise sollen die Menschen mit posi-
tiver Bleibeperspektive gezielt an den Integration Point weitergeleitet werden. So 
kann die frühzeitige Integrationsarbeit, insbesondere die frühzeitige Anmeldung zu 
einem Integrationskurs, sichergestellt werden.  
Netzwerke 
Die Teilnahme der Ausländerbehörde an der Ehrenamtsinformationsveranstaltung 
wurde sehr positiv aufgenommen.  
4. Lokale Angebote des Jobcenter Köln – „Jobcenter vor Ort“  
 
Im Folgenden werden die Produkte vorgestellt, mit denen das Jobcenter „vor Ort“ 
seine Kundinnen und Kunden erreichen möchte. Ein Handlungsschwerpunkt des 
Jobcenters ist die soziale Teilhabe und damit verbunden die Überwindung persönli-
cher Hemmnisse. Das Jobcenter geht hier von einem sozialräumlichen Ansatz aus, 
bei dem es darum geht seine Kundinnen und Kunden nicht aus dem sozialen Um-
feld herauszulösen und isoliert zu betrachten, sondern sie in ihren verschiedenen 
sozialen Räumen, ihrer Lebenswelt, zu sehen.  
 
Geschäftsbereich 
des Jobcenters 
Produkt  Produkt-beschreibung Ort 
 
Nord 
Ausbildungsbörse 
Chorweiler 
Teilnahme an der jährlich 
stattfindenden Ausbil-
dungsbörse im CityCenter 
Chorweiler 
Chorweiler 
Nord  Geplante Beratung 
vor Ort 
Im Gesamtkontext und 
unter Federführung der 
Stadt Köln soll in Roggen-
dorf-Tennhoven eine Erwei-
terung des Beratungsange-
botes erfolgen. Sobald dies 
installiert ist, plant der Ge-
schäftsbereich Nord eine 
stundenweise integrative 
sowie leistungsrechtliche 
Beratung.  
Roggen-
dorf/Tennhove
n 
Kalk  Kundenberatung im 
Stadtteil 
Köln-Neubrück (Pro-
jekt „Hin zur Kundin 
und zum Kunden“) 
Allgemeine Beratung in 
leistungsrechtlicher und 
integrativer Hinsicht. Mitar-
beitende stehen an drei 
Montagen im Monat von 
10:00 Uhr bis 13:00 für alle 
Fragen rund um das SGB II 
zur Verfügung.  
 
 
Pavillon des 
Bürger-vereins 
Köln-Brück 
Mitte  Projekt Lucky‘s Haus Das Projekt Lucky‘s Haus 
ist eine Kooperation zwi-
schen dem Geschäftsbe-
reich Mitte, U25 und dem 
Träger SKM. Ziel: den 
Kundinnen und Kunden in 
ihrem Sozialraum zu be-
gegnen; Jugendlichen, die 
den Kontakt zum Jobcenter 
Lucky‘s Haus 
 
Bilderstöck-
chen

6 
 
verloren haben wieder den 
Weg zu einer „normalen“ 
Beratung in den Ge-
schäftsbereichen zu ermög-
lichen; Das Team besteht 
aus einem Mitarbeitenden 
aus dem Schülerteam, 
einer / einem Mitarbeiten-
den aus einem Integrati-
onsteam U25 und einer / 
einem Mitarbeitenden aus 
einem Leistungsteam  
U-25 Hotspot-Chorweiler Der Hotspot- Chorweiler 
unterstützt Jugendliche bis 
25 Jahre bei der  Zielorien-
tierung für eine dauerhafte 
berufliche und soziale In-
tegration,  
initiiert Fortschritte für den 
Integrationsprozess, stabili-
siert den Kundenkontakt 
und hilft Vermittlungs-
hemmnisse abzubauen. 
Beratungsintensive Ju-
gendliche werden ganzheit-
lich und individuell betreut.  
Netzwerke/Anlaufstellen 
des Sozialraums werden 
den Jugendlichen aufge-
zeigt. 
Durch die offene Sprech-
stunde kann eine zeitnahe, 
vorbeugende und effektive 
Unterstützung angeboten 
werden.  
Chorweiler 
Mülheim Klosterwald Maßnahme nach §16a 
SGB II in Kooperation des 
Jobcdenters (Geschäftsbe-
reiche Mülheim & U25) mit 
dem städt. Amt für Soziales 
und Senioren zur Aktivie-
rung von Kunden/innen im 
Programmgebiet und mit 
dem Ziel der Veränderung 
des Wohnumfeldes. Das 
Projekt wird von Stadt und 
Jobcenter durch eine Steu-
erungs- und eine Projekt-
begleitgruppe flankiert. 
 
 
Verortet im 
Programm-
gebiet Koster-
hof/Donewald 
Mülheim Beteiligung an 
KoBAM (Kompetenz-
zentrum Bildung und 
Arbeit für Migrantin-
nen und Migranten in 
Köln)   
Unterstützung von Migran-
tinnen und Migranten bei 
Fragen zu Ausbildung und 
Beruf, Orientierungsbera-
tung mit Lotsenfunktion, 
Netzwerkarbeit. 
Julius-Bau-Str. 
2, 51063 Köln 
 
Neben diesen Angeboten vor Ort steht auch die lokale Netzwerkarbeit im Fokus. Das 
Jobcenter ist ein aktiver Kooperationspartner, der im engen Kontakt zu den Trägern, 
Ehrenamtlichen, der Politik und den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern steht. Bei-

7 
 
spielsweise nehmen die Geschäftsbereichsleitungen am Wirtschaftskreis mit den Ar-
beitgeber/innen Akteuren teil. Die Geschäftsbereichsleitungen pflegen außerdem 
Kontakte zur GAG und stehen im regelmäßigen Austausch mit den Sozialberatungs-
stellen, Jobbörsen sowie den Sozialraumkoordinatoren der Stadt Köln. Zusätzlich 
nehmen die Geschäftsbereichsleitungen regelmäßig an den Sitzungen der Bezirks-
vertretungen teil.  
 
In Eigenregie führen die Geschäftsbereiche Führungen im Zuständigkeitsbereich für 
ihre Mitarbeitenden durch, um so einen besseren Einblick in den Stadtteil und dessen 
soziale und wirtschaftliche Struktur zu erhalten.  
 
Zur Imageverbesserung des Jobcenters beteiligen sich die Geschäftsbereiche an  
Veedels- und Straßenfesten. Die Nähe zu den Kundinnen und Kunden schafft Ver-
trauen und ermöglicht so eine bessere Zusammenarbeit.  
 
5. JobSpeedDating (JSD) Köln 2017 
 
Ausgezeichnet mit dem ersten Platz des Exzellenzpreises der Bundesagentur für Ar-
beit beim Wettbewerb „Erfolge Feiern 2016“ in der Kategorie „Herausragende Leis-
tungen“, startete das Jobcenter Köln am 06.09.2017 in ein weiteres Rennen zum 
JobSpeedDating. Zum siebten Mal nahmen fast 1000 Teilnehmerinnen und Teilneh-
mer sowie mehr als 100 Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber an dieser Großveranstal-
tung im RheinEnergieStadion teil. 
  
Das Stellenspektrum vor Ort war auch in diesem Jahr breitgefächert. Vom Einzelhan-
del bis hin zu Industrie- und Handwerksbetrieben sowie Dienstleistern waren viele 
Branchen vertreten. Die Stadt Köln und das Jobcenter Köln waren selbst als Arbeit-
geber anwesend.  
 
Aufgrund der Erfolge der letzten Jahre konnte für dieses Jahr Herr Alexander Wehrle, 
Geschäftsführer des 1. FC Köln, als Schirmherr gewonnen werden.  
 
Am Veranstaltungstag wurden 4.147 Gespräche geführt. Dies sind im Durchschnitt 
rund 4 Vorstellungsgespräche pro Bewerberin und Bewerber. Die 1000 Teilnehme-
rinnen und Teilnehmer wurden auf einen Vormittags- und Nachmittagsslot verteilt. 
Dabei wurde auf eine Ausgewogenheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beson-
ders geachtet, damit jeder Arbeitgeber vormittags und nachmittags die passenden 
Kundinnen und Kunden für seinen Bereich kontaktieren konnte. 
 
Während der Veranstaltung konnten Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber über eine 
„Jobcloud“ gezielt potenzielle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu einem Ge-
spräch einladen. Dieses Instrument wurde intensiv genutzt, mehr als 1.400 SMS wur-
den versendet.  
 
In diesem Jahr wurde zum zweiten Mal vor dem Stadion das Stellen2Go-Zelt durch 
den gemeinsamen Arbeitgeberservice von Jobcenter und Agentur für Arbeit einge-
richtet. Hier konnten den Bewerberinnen und Bewerbern im Anschluss der Veranstal-
tung in 126 Gesprächen weitere 272 Stellenangebote (die nicht Bestandteil des Job-
SpeedDating waren) mitgegeben werden. 
 
Die Integrationsquote wird sukzessiv bekannt gegeben, da in den meisten Fällen 
nicht aus dem ersten Kontaktgespräch ein Arbeitsverhältnis entsteht. Mitte November 
rechnet das Jobcenter mit ersten validen Daten. Sobald die Ergebnisse bekannt sind, 
wird das Jobcenter diese vorlegen.

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6. Ergebnismonitoring zu den vereinbarten Zielen mit dem Bundesministerium für 
Arbeit und Soziales (Bundesziele) und der Stadt Köln (Kommunale Ziele) – 
Stand: August 2017  
 
Das Jobcenter Köln geht in dem Ergebnismonitoring-Bericht für den Monat August 
2017 (Anlage 3) auf die Zielerreichung bezüglich der mit dem Bund und mit der Stadt 
Köln vereinbarten Ziele für das Jahr 2017 ein. 
 
 
 gez. Wagner 
 
 
 Anlagen:   
 
1)  Jahresbericht der kommunalen Eingliederungsleistungen 2016 
2)  Entwurf des AMIPs 2018-2019 
3) Ergebnismonitoring

Beratungsverlauf (1)

09.11.2017 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 8.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3131/2017
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
23.10.2017
Erstellt
10.10.2017 09:41