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A-R/0029/2015

Kerngeschäft der Wohn- und Stadtbau GmbH stärken

Antrag an den Rat 28.04.2015

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a-r-0029-2015-Kerngeschäft der Wohn- und Stadtbau GmbH stärken

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a-r-0029-2015-Kerngeschäft der Wohn- und Stadtbau GmbH stärken

4593 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0029/2015 
 
           28.04.2015 
Antrag  
 
Kerngeschäft der Wohn- und Stadtbau GmbH 
stärken 
 
Der Rat möge beschließen: 
 
Für das Gelingen der wachsenden Stadt Münster muss in ausreichendem Umfang 
Wohnraum und so auch preisgünstiger Wohnraum erstellt werden. Diese Aufgabe ist das 
Kerngeschäft der Wohn- und Stadtbau GmbH in städtischem Eigentum, darauf soll sie sich 
konzentrieren. 
 
Heute gelingt dies offenbar unzureichend: So wurden im Jahr 2014 in Münster lediglich 58 
sozial geförderte Wohnungen erstellt. Die Gesellschaft kann in ihrer vorhandenen Struktur 
diesen Aufgabenbereich offenbar derzeit nicht ausreichend wahrnehmen, da neben der 
Gestaltung der Konversionsflächen der Kita-Bau, Flüchtlingsunterkünfte und 
Schwimmbadkonzeptionen einen zu erheblichen Teil der Unternehmenskraft binden. 
 
Deshalb beantragt die CDU-Ratsfraktion: 
1. 
 Die städtische Wohnungsbaugesellschaft W+S übernimmt nur noch in begründeten 
Einzelfällen Aufgaben, die nicht zum Kerngeschäft der W+S gehören (wie der Bau von 
Flüchtlingswohnheimen oder Kitas), um die volle unternehmerische Kraft auf das 
Kerngeschäft der Gesellschaft, der Schaffung von Wohnraum und preisgünstigen 
Wohnraums für Münster, zu konzentrieren. 
2.  Der Bau von Flüchtlingswohnheimen und Kitas soll zukünftig wieder im Wettbewerb 
an private Unternehmen vergeben werden.  
3.  Die Geschäftsführung der W+S wird gebeten, eine Aufstellung aller derzeit geplanten 
oder sich in der Ausführung befindlichen Projekte in zusammengefasster Listenform 
dem Rat zuzuleiten. 
  
Begründung: 
Münster braucht mehr Wohnungen. Dafür sorgt neben den privaten Eigentümern von 
Immobilien, Wohnungsbaugenossenschaften oder gewerblichen 
Wohnungsbauunternehmen auch die städtische Wohnungsbaugesellschaft W+S. Die W+S als 
städtisches Unternehmen ist mit dem Auftrag ausgestattet, bezahlbaren Wohnraum zu 
erstellen, um damit auch marktregulierend in Münster zu wirken. Dieses gelingt jedoch nur, 
wenn eine möglichst hohe Zahl an Wohnungen pro Jahr von der W+S an den Markt gebracht

[Geben Sie Text ein] 
 
wird. Dieses ist das Kerngeschäft der W+S. 
 
Zusätzlich hat die W+S Bauaufgaben übernommen, um den seinerzeit stark anwachsenden 
Kosten beim Bau von Flüchtlingswohnheimen und Kitas für die Stadt Münster 
entgegenwirken zu können. Das ist der W+S gelungen. Gleichzeitig war und ist dies mit dem 
Vorteil verbunden, im kompletten Lebenszyklus des erstellten Gebäudes städtisch planen zu 
können (Nachnutzung von Gebäuden). Diese Baumaßnahmen werden jedoch zusätzlich bei 
gleicher Betriebsstruktur der W+S ausgeführt, um das Kerngeschäft weiterhin 
sicherzustellen. Zusätzlichen Baumaßnahmen bei gleicher Betriebsstruktur können aber nur 
temporär erfüllt werden, ohne das Kerngeschäft der W+S dauerhaft zu gefährden. Die 
seinerzeit regulierende Maßnahme durch die W+S war richtig. Jedoch ist jetzt der richtige 
Zeitpunkt den Bau von Flüchtlingswohnheimen und Kitas wieder im Wettbewerb dem Markt 
anzubieten. Auch mit Blick darauf, dass begonnene Baumaßnahmen längerfristig 
abzuwickeln sind, ist jetzt eine Entscheidung zu treffen. 
 
Das Kerngeschäft der W+S muss dringend nicht nur gestärkt sondern verstärkt werden. So 
wurden im Jahr 2014 nur 58 öffentlich geförderte Wohnungen in Münster gebaut: Im Jahr 
2013 waren es noch 221. Die Anreize des Landes oder weiterer öffentlichen Träger für den 
Bau von Sozialwohnungen sind nicht zuletzt aufgrund der Zinsschwäche auf dem 
Kapitalmarkt zu gering, um privates Handeln zu akquirieren. Auf diesem Aufgabenfeld muss 
die W+S eine Aufgabe vorrangig erfüllen. Auch die anstehende Ausführung von Projekten 
durch die W+S auf den Konversionsflächen ist am möglichen Betriebsauslastungsgrad zu 
messen. 
 
Die Verschiebung des Aufgabenfelds bei der W+S zugunsten zusätzlicher Aufgaben und 
zulasten der Erstellung von Wohnungen ist unter der derzeit angespannten Situation auf 
dem Wohnungsmarkt deshalb nicht weiter möglich. Die W+S muss sich voll auf ihr 
Kerngeschäft konzentrieren und darf nicht mit zusätzlichen Aufgaben belastet werden. Dafür 
gibt es private Unternehmen auf dem Markt. 
 
 
gez.  
Stefan Weber 
Frank Baumann 
Horst Beitelhoff 
Georg Berding 
Dieter von den Berg 
Olaf Bloch 
Peter Börgel 
Heinz-G. Buddenbäumer 
 
 
Olaf Dreßen 
Dr. Dietmar Erber  
Sven Gotthal 
Walter von Göwels 
Richard Halberstadt 
Gilbert Hartmann 
Jens Christian Heinemann 
Bruno Kleine Borgmann 
 
 
Jan Leiße 
Stefan Leschniok 
Christel Loschelder 
Hans Neumann 
Andreas Nicklas 
Karin Reismann 
Josef Schliemann 
Angela Stähler 
Manfred Wenzel

Beratungsverlauf (1)

06.05.2015 Rat
TOP 30.7 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-R/0029/2015
Typ
Antrag an den Rat
Datum
28.04.2015
Erstellt
06.10.2020 14:37