RAT/219/2025
Bericht aus der Kleinen Kommission Smart City
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Berichtsvorlage
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RAT/219/2025 X öffentlich nicht öffentlich Bericht Betrifft: Bericht aus der Kleinen Kommission Smart City Fachbereich: 04/0 - Dezernat für Personal, Organisation, Digitalisierung und Bürgerservice Dezernentin / Dezernent: Beigeordneter Olaf Wagner Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Rat 10.07.2025 Kenntnisnahme Sachdarstellung: Bericht aus der Kleinen Kommission Smart City vom 04. Juni 2025 Eröffnung der Sitzung Am 4. Juni 2025 kam die Kleine Kommission Smart City zu ihrer turnusmäßigen Sitzung zusammen. Tagungsort war dieses Mal der Hauptsitz der Rheinbahn AG. Der Vorsitzende der Kommission, Herr Cardeneo, eröffnete die Sitzung, begrüßte die Teilnehmenden und bat um Zustimmung zur Tagesordnung, die ohne Gegenstimmen angenommen wurde. Vorstellung des Projekts „Calo“ durch die Rheinbahn AG Im Zentrum des ersten Tagesordnungspunkts stand das Projekt „Calo“, das von der Rheinbahn AG im Rahmen eines praktischen Vor-Ort-Termins präsentiert wurde. Die Teilnehmenden hatten die Gelegenheit, einen entsprechend ausgestatteten Linienbus zu besichtigen, der exemplarisch die künftige Infrastruktur für papier- und bargeldloses Ticketing demonstrierte. Projektziel ist es, bis Anfang 2027 den Ticketverkauf in Fahrzeugen vollständig bargeldlos abzuwickeln. In der Praxis bedeutet dies eine Umstellung auf digitale, sogenannte „ID-Based Ticketing“- Lösungen, bei denen Fahrgäste sich mittels digitaler NFC-basierter Zahlungsmittel anonymisiert identifizieren und die Abrechnung automatisch im Hintergrund erfolgt. Für Personen entsprechender digitaler Zahlungsmittel ist die Einführung einer anonym nutzbaren aufladbaren Guthabenkarte an zentralen Verkaufsstellen geplant. Durch diese technologischen Neuerungen soll nicht nur der Zugang zum ÖPNV Seite 2 erleichtert, sondern auch der Betriebsablauf effizienter und sicherer gestaltet werden. Besonders hervorgehoben wurden die barrierearmen Gestaltungsmöglichkeiten sowie die geplante Einführung von dezentralen Validierungspunkten in den Türbereichen der Fahrzeuge. Zur Vor-Ort Begehung wurde im Nachgang zur Sitzung eine weiterführende Informations-Präsentation an die Teilnehmer zur Verfügung gestellt. Bericht zum Projektabschluss der Smart City Teststrecke Fürstenwall Im zweiten Tagesordnungspunkt berichtete Herr Lutz über die Ergebnisse des inzwischen abgeschlossenen Projekts „Smart City Teststrecke Fürstenwall“. Ziel des Projekts war die Gewinnung von technologischen, organisatorischen und rechtlichen Erkenntnissen, die es der Stadt und den Stadtwerken zukünftig ermöglichen sollen, nützliche und funktionierende weiterführende skalierbare Projekte stadtweit umzusetzen. Zum Einsatz kamen unter anderem adaptive LED- Beleuchtungsmastsysteme, Wetter- und Umweltsensoren, ein optisches System zur Parkraumüberwachung, Wärmebild- und WLAN-basierte Verkehrsflusserkennung sowie erste Ladesäulen für Elektrofahrzeuge an Laternenmasten. U.a. wird das in dem Projekt erprobte Mastmodell bereits als Standardmodell zur Erneuerung und zum Ausbau der Beleuchtungsinfrastruktur in Düsseldorf eingesetzt. Die Validität und Qualität der erhobenen und generierten Daten sowie deren spätere Nutzbarkeit sind zentrale Fragestellungen, die bei einer etwaigen Fortentwicklung der einzelnen Technologienutzungen zu berücksichtigen sind. Die detaillierten Erkenntnisse, Anforderungen und Herausforderungen zu den einzelnen erprobten Technologien wurden in einem separaten Abschlussbericht im Nachgang zur Sitzung den Teilnehmern bereitgestellt. Zukunftsimpuls durch Andreas Steinle (Zukunftsinstitut) Als dritter Tagesordnungspunkt stand ein virtueller Impulsvortrag des Zukunftsforschers Andreas Steinle auf dem Programm. In seinem Beitrag beleuchtete er die langfristigen Megatrends und gesellschaftlichen Entwicklungen, die den Rahmen für smarte Stadtentwicklung bilden. Im Zentrum seiner Ausführungen standen Aspekte wie Konnektivität, demografischer Wandel und die Rolle digitaler Zwillinge in urbanen Infrastrukturen. Anhand internationaler Beispiele – etwa aus Shanghai, wo eine Brücke mit über 1.000 Sensoren in Echtzeit überwacht wird – zeigte Herr Steinle das Potenzial datengestützter Steuerung und präventiver Wartung auf. Er plädierte zudem für eine menschenzentrierte Perspektive auf Smart City – also für eine sogenannte „Soft City“, in der technologische Innovation nicht Selbstzweck ist, sondern konkret zur Verbesserung der Lebensqualität beiträgt. Workshop zum Thema Sensoriknutzung in der Stadt Den Abschluss der Sitzung bildete ein interaktiver Workshop, in dem die Kommissionsmitglieder mögliche Anwendungsfelder für Sensorik im städtischen Raum diskutierten. In zwei Arbeitsgruppen wurden aus den Perspektiven „Verwaltung und Politik“, „Wirtschaft und Unternehmen“ sowie „Bürgerinnen und Bürger“ Ideen gesammelt, in welchen Prozessen der Sensorikeinsatz einen Mehrwert bieten könnte. Seite 3 Die Ergebnisse der Gruppenarbeit wurden fotodokumentarisch festgehalten. Sie bilden die Grundlage für einen vertieften Dialog mit den Fachämtern der Stadt, um dort anhand Aufgaben und Bedarfe konkrete Anwendungsfälle zu identifizieren, zu bewerten und ggf. weiterzuentwickeln. Eine Einbindung der Bürgerschaft über geeignete Beteiligungsformate wurde in der Teilnehmerrunde betont und ist in der Folge vorgesehen. Nächster Sitzungstermin Ein Folgetermin für die nächste Sitzung der Kleinen Kommission Smart City wurde noch nicht festgelegt und ist mit Vorsitzenden noch abzustimmen.
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- RAT/219/2025
- Typ
- Berichtsvorlage
- Datum
- 23.06.2025
- Erstellt
- 12.06.2025 07:56