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2022/0332

Wasseraufbereitung am Meiereibach

Magistratsvorlage 13.10.2022

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2022/0332

5997 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
20.10.2022 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Mobilitätsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2022/0332 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 552010 
Kostenstelle:  066-160-1000 Investitionsnummer:  08066-4012 
Kostenträger:  5520-11 Sachkonto: 0953010 
 
Betreff: Wasseraufbereitung am Meiereibach  
 
Vorlage vom: 13.10.2022  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Errichtung einer Anlage am Meiereibach zur Wasseraufbereitung wird zugestimmt. 
 
2. Die benötigten Haushaltsmittel werden gemäß datenschutzrelevanter Anlage 2 im Rahmen 
der Haushaltsberatungen 2023 unter der Investitionsnummer 08066 -4012 – Anschluss 
Meiereibach an den Darmbach – in die Mittelfristige Investitionsplanung eingestellt.  
 
 
Anlagen: Anlage 1: Lageplan mit Verbau  
Anlage 2: Kostenzusammenstellung (datenschutzrelevant)  
Anlage 3: Folgekosten (datenschutzrelevant)   
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 13.10.2022 
 
Die Planungen zum  Meiereibach zur Wiederherstellung des Anschlusses an den Darmbach 
sind gemäß Magistratsbeschluss vom 13.11.2013 (Vorlage-Nr. 2013/0243) fortgeführt 
worden. 
Aufgrund der geringen Wassermenge, die der Darmbach vor allem in den Sommermonaten 
führt und der konstanten Wassermenge des Meiereibachs, wird eine Wiederherstellung des 
Anschlusses des Meiereibachs an den Darmbach angestrebt.  
 
Das Projekt ist zudem die Voraussetzung dafür, den Darmbach als „Blaues Band“ in Zukunft 
durch die Stadt führen zu können. Der von den Gremien beschlossene Masterplan DA 2030+ 
sieht dies in einem Handlungsfeld „Darmstadt nutzt seine Ressourcen und Flächen 
verantwortungsvoll“ (Seite 64ff) vor. 
 
Um einen Anschluss des Meiereibachs an den Darmbach erreichen zu können, muss in einem 
ersten Schritt die vorhandene Schwebstofffracht und Phosphorkonzentration reduziert werden. 
Nach Vorgaben des Regierungspräsidiums Darmstadt ist zum Schutz des Badesees Woog als 
Zielwert für den Parameter Gesamtphosphor ≤ 0,04 mg/l festgelegt und von den Gremien mit 
der Vorlage Nr. 2014/0193 beschlossen worden. Ergebnisse vorangegangener 
Forschungsarbeit der Hochschule Darmstadt haben ergeben, dass das Wasser des 
Meiereibachs mittels Schwebstoff- und Adsorptionsfilter mit granuliertem Eisenhydroxid 
aufbereitet und den Zielvorgaben des Regierungspräsidiums entsprochen werden kann.  
 
Hierfür sind folgende Anlagenkomponenten erforderlich:  
• Pumpstation mit zwei Tauchmotorpumpen  
• Ein 20“ Container für die Unterbringung der Kiesfilter als Schwebstofffilter  
• Ein 20“ Container für die Unterbringung der GEH-Filter (GEH Wasserchemie & Co.KG) als   
  Phosphor- Adsorptionsfilteranlage inkl. Rohrleitungen und Armaturen  
 
Das Wasser des Meiereibachs wird mittels Tauchmotorpumpen entnommen und zur 
Filteranlage gepumpt. Das Pumpwerk wird parallel zur Straße „Am Judenteich“ neben dem 
Hotoniagrundstück platziert. Oberirdisch werden nur die Wartungsöffnungen des 
unterirdischen Pumpwerks zu sehen sein. 
 
Aufgrund der Schwebstoffe im Bachwasser wird das Wasser vorgereinigt, damit eine 
Verstopfung des Adsorptionsfilters verhindert wird. Nach der Vorfiltration gelangt das 
Bachwasser zum GEH-Filter, wo Phosphat am Eisenhydroxid adsorbiert. Nach der Reinigung 
wird das gefilterte Wasser in den Judenteich geführt. Die Auslegung der Adsorptionsfilteranlage 
erfolgt unter Berücksichtigung des maximal zu reinigenden Volumenstroms von 12 l/s (~43 
m³/h). 
 
Das Rückspülwasser aus den Filtern wird in die Mischwasserkanalisation des nördlich vom 
Judenteich gelegenen Wohngebietes und das aufbereitete Wasser des Meiereibachs in den 
Judenteich geleitet. 
 
Zur Berücksichtigung einer gewissen Durchgängigkeit für Amphibien und Kleintieren zum 
Judenteich wurde in der Planung ein Amphibientunnel berücksichtigt, welcher Pumpwerk und 
Filteranlage umgeht.  
 
Für die Wasserfiltration werden zwei Container mit einer Gesamtgrundfläche von ca. 6,00 m x 
5,00 m benötigt. Die Container werden wetter- und frostsicher inkl. Isolierung, Heizung und 
Belüftung ausgeführt. Zur Anpassung an das Landschaftsbild werden gemäß den

- 4 - 
Empfehlungen des landschaftspflegerischen Begleitplans entsprechende Dach- und 
Fassadenbegrünungen vorgesehen.  
 
Während der Baumaßnahmen und zum Austausch des Filtermaterials sind höhere 
Lastanforderungen an den Oberbau der Straße „Am Judenteich“ als bisher gestellt. Über eine 
Strecke von ca. 40 m liegt derzeit kein asphaltierter Untergrund vor. Dort wird eine 
Asphalttrag- und -deckschicht 10 cm und eine 30 cm Frostschutzschicht als Straßenaufbau 
vorgesehen.  
 
Nach Gremienbeschlussfassung wird ein Genehmigungsantrag mit dem Regierungspräsidium 
Darmstadt abgestimmt und eingereicht. Nach wasserrechtlicher Genehmigung kann die 
Ausführungsplanung erstellt werden. Die Baumaßnahme kann nach Ausschreibung 
voraussichtlich im Jahr 2024/25 umgesetzt werden. 
 
Im Rahmen der Haushaltsberatungen 2023 werden die zusätzlich benötigten Haushaltsmittel 
gemäß datenschutzrelevanter Anlage 2 in die Mittelfristige Investitionsplanung unter der 
Investitionsnummer 08066-4012 – Anschluss Meiereibach an den Darmbach – eingestellt. 
 
Parallele Planungen zum Anschluss des Meiereibach s an den Darmbach mit Querung der 
B26 liegen als Vorplanung bereits vor, werden weiter betrieben und dem Magistrat in 2023 
gesondert vorgestellt.  
 
 
Dezernat III    Dezernat IV 
     i. V. 
 
 
 
Michael Kolmer    Jochen Partsch  
Stadtrat    Oberbürgermeister

anlage 7

380 Zeichen

Punkt 30: Wasseraufbereitung am Meiereibach 
 (V-Nr. 2022/0332) 
 
Hierzu verweist die Vorsitzende auf den Beschluss des Umweltausschusses, der 
heute verteilt wurde.  
Beratung und Abstimmung erfolgt im Sinne des Beschlusses des 
Fachausschusses 
 
Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, 
der Vorlage zuzustimmen. 
 
Stimmenthaltung: Die Linke.

anlage 2

25 Zeichen

Anlage 1 zu 
MV 2022/0332

anlage 5

6067 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
20.10.2022 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Mobilitätsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
III 66 
IV 
 
Stvv  
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2022/0332 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
404 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 552010 
Kostenstelle:  066-160-1000 Investitionsnummer:  08066-4012 
Kostenträger:  5520-11 Sachkonto: 0953010 
 
Betreff: Wasseraufbereitung am Meiereibach  
 
Vorlage vom: 13.10.2022  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Errichtung einer Anlage am Meiereibach zur Wasseraufbereitung wird zugestimmt.  
 
2. Die benötigten Haushaltsmittel werden gemäß datenschutzrelevanter Anlage 2 im Rahmen 
der Haushaltsberatungen 2023 unter der Investitionsnummer 08066 -4012 – Anschluss 
Meiereibach an den Darmbach – in die Mittelfristige Investitionsplanung eingestellt.  
 
 
Anlagen: Anlage 1: Lageplan mit Verbau  
Anlage 2: Kostenzusammenstellung (datenschutzrelevant)  
Anlage 3: Folgekosten (datenschutzrelevant)

- 3 - 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 02.11.2022 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 13.10.2022 
 
Die Planungen zum  Meiereibach zur Wiederherstellung des Anschlusses an den Darmbach 
sind gemäß Magistratsbeschluss vom 13.11.2013 (Vorlage-Nr. 2013/0243) fortgeführt 
worden. 
Aufgrund der geringen Wassermenge, die der Darmbach vor allem in den Sommermonaten 
führt und der konstanten Wassermenge des Meiereibachs, wird eine Wiederherstellung des 
Anschlusses des Meiereibachs an den Darmbach angestrebt.  
 
Das Projekt ist zudem die Voraussetzung dafür, den Darmbach als „Blaues Band“ in Zukunft 
durch die Stadt führen zu können. Der von den Gremien beschlossene Masterplan DA 2030+ 
sieht dies in einem Handlungsfeld „Darmstadt nutzt seine Ressourcen und Flächen 
verantwortungsvoll“ (Seite 64ff) vor. 
 
Um einen Anschluss des Meiereibachs an den Darmbach erreichen zu können, muss in einem 
ersten Schritt die vorhandene Schwebstofffracht und Phosphorkonzentration reduziert werden. 
Nach Vorgaben des Regierungspräsidiums Darmstadt ist zum Schutz des Badesees Woog als 
Zielwert für den Parameter Gesamtphosphor ≤ 0,04 mg/l festgelegt und von den Gremien mit 
der Vorlage Nr. 2014/0193 beschlossen worden. Ergebnisse vorangegangener 
Forschungsarbeit der Hochschule Darmstadt haben ergeben, dass das Wasser des 
Meiereibachs mittels Schwebstoff- und Adsorptionsfilter mit granuliertem Eisenhydroxid 
aufbereitet und den Zielvorgaben des Regierungspräsidiums entsprochen werden kann.  
 
Hierfür sind folgende Anlagenkomponenten erforderlich:  
• Pumpstation mit zwei Tauchmotorpumpen  
• Ein 20“ Container für die Unterbringung der Kiesfilter als Schwebstofffilter  
• Ein 20“ Container für die Unterbringung der GEH-Filter (GEH Wasserchemie & Co.KG) als   
  Phosphor- Adsorptionsfilteranlage inkl. Rohrleitungen und Armaturen  
 
Das Wasser des Meiereibachs wird mittels Tauchmotorpumpen entnommen und zur 
Filteranlage gepumpt. Das Pumpwerk wird parallel zur Straße „Am Judenteich“ neben dem 
Hotoniagrundstück platziert. Oberirdisch werden nur die Wartungsöffnungen des 
unterirdischen Pumpwerks zu sehen sein. 
 
Aufgrund der Schwebstoffe im Bachwasser wird das Wasser vorgereinigt, damit eine 
Verstopfung des Adsorptionsfilters verhindert wird. Nach der Vorfiltration gelangt das 
Bachwasser zum GEH-Filter, wo Phosphat am Eisenhydroxid adsorbiert. Nach der Reinigung 
wird das gefilterte Wasser in den Judenteich geführt. Die Auslegung der Adsorptionsfilteranlage 
erfolgt unter Berücksichtigung des maximal zu reinigenden Volumenstroms von 12 l/s (~43 
m³/h). 
 
Das Rückspülwasser aus den Filtern wird in die Mischwasserkanalisation des nördlich vom 
Judenteich gelegenen Wohngebietes und das aufbereitete Wasser des Meiereibachs in den 
Judenteich geleitet. 
 
Zur Berücksichtigung einer gewissen Durchgängigkeit für Amphibien und Kleintieren zum 
Judenteich wurde in der Planung ein Amphibientunnel berücksichtigt, welcher Pumpwerk und 
Filteranlage umgeht.  
 
Für die Wasserfiltration werden zwei Container mit einer Gesamtgrundfläche von ca. 6,00 m x 
5,00 m benötigt. Die Container werden wetter- und frostsicher inkl. Isolierung, Heizung und

Belüftung ausgeführt. Zur Anpassung an das Landschaftsbild werden gemäß den 
Empfehlungen des landschaftspflegerischen Begleitplans entsprechende Dach- und 
Fassadenbegrünungen vorgesehen.  
 
Während der Baumaßnahmen und zum Austausch des Filtermaterials sind höhere 
Lastanforderungen an den Oberbau der Straße „Am Judenteich“ als bisher gestellt. Über eine 
Strecke von ca. 40 m liegt derzeit kein asphaltierter Untergrund vor. Dort wird eine 
Asphalttrag- und -deckschicht 10 cm und eine 30 cm Frostschutzschicht als Straßenaufbau 
vorgesehen.  
 
Nach Gremienbeschlussfassung wird ein Genehmigungsantrag mit dem Regierungspräsidium 
Darmstadt abgestimmt und eingereicht. Nach wasserrechtlicher Genehmigung kann die 
Ausführungsplanung erstellt werden. Die Baumaßnahme kann nach Ausschreibung 
voraussichtlich im Jahr 2024/25 umgesetzt werden. 
 
Im Rahmen der Haushaltsberatungen 2023 werden die zusätzlich benötigten Haushaltsmittel 
gemäß datenschutzrelevanter Anlage 2 in die Mittelfristige Investitionsplanung unter der 
Investitionsnummer 08066-4012 – Anschluss Meiereibach an den Darmbach – eingestellt. 
 
Parallele Planungen zum Anschluss des Meiereibach s an den Darmbach mit Querung der 
B26 liegen als Vorplanung bereits vor, werden weiter betrieben und dem Magistrat in 2023 
gesondert vorgestellt.  
 
 
Dezernat III    Dezernat IV 
     i. V. 
 
 
 
Michael Kolmer    Jochen Partsch  
Stadtrat    Oberbürgermeister

anlage 8

165 Zeichen

Punkt 41: Wasseraufbereitung am Meiereibach 
 (V-Nr. 2022/0332) 
 
Der Vorlage wird im Sinne des Beschlusses des Fachausschusses zugestimmt.  
 
Stimmenthaltung: AfD

anlage 6

938 Zeichen

Punkt 8: Wasseraufbereitung am Meiereibach 
 (V-Nr. 2022/0332) 
 
Die FDP-Fraktion stellt folgenden Ergänzungsantrag: 
„Die Vorlage 2022/0332 wird um einen dritten Punkt ergänzt: 
Bevor der Meiereibach an den Darmbach - sei es direkt, sei es indirekt - 
angeschlossen wird, ist durch wiederholte Messungen sicher zu stellen, dass im 
Meiereibach die Konzentration der Gesamtkoliformen und der E.Coli deutlich 
außerhalb des gesundheitsgefährdeten Bereichs liegt.“ 
 
Nach kurzer Diskussion wird der Antrag der FDP-Fraktion als Antrag der 
Fraktionen Bü 90/Grüne, CDU, Volt, SPD und FDP übernommen. 
 
Dem Antrag wird zugestimmt. 
 
Stimmenthaltung: Fraktionen Die Linke. und UFFBASSE 
  
Der Ausschuss für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz empfiehlt der 
Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage mit dem Antrag der Fraktionen Bü 
90/Grüne, CDU, Volt, SPD und FDP zuzustimmen. 
 
Stimmenthaltungen: Fraktionen Die Linke. und UFFBASSE

Beratungsverlauf (4)

TOP 404
TOP 30
TOP 41
TOP 8

Orte (1)

  • Am Judenteich

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Details

Vorlagen-Nr.
2022/0332
Typ
Magistratsvorlage
Datum
13.10.2022
Erstellt
29.09.2026 00:00