Hundehaltung in Köln
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 0226/2021 vom 18.02.2021
Stand: Am 04.03.2021 im Ausschuss Klima, Umwelt und Grün beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/57/576 AN/1478/2020 Vorlagen-Nummer 18.02.2021 0226/2021 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 04.03.2021 Hundehaltung in Köln Die FDP -Fraktion stellt mit der Anfrage nach § 4 Geschäftsordnung unter AN/1478/2020 zur privaten Hundehaltung in Köln folgende Fragen, die die Verwaltung nachfolgend beantwortet: Frage 1.: Wie hat sich die Zahl der Hunde, für die Hundesteuer gezahlt wird, in den letzten 20 Jahren in den einzelnen Stadtvierteln von Köln entwickelt (absolut, im Durchschnitt pro Haushalt und – soweit möglich - im Durchschnitt pro m² Wohnflä- che)? Antwort Aus der beigefügten Übersicht (Anlage 1) ergibt sich eine Darstellung der Entwicklung zur Anzahl der Hunde in Köln, für die Hundesteuer gezahlt wird, für die Jahre 2016 bis 2020. Da der zur Auswertung der Daten genutzte Reporter lediglich die Anzahl der Hunde unter den einzelnen Postleitzahlen darstellen kann, wurde die Aufschlüsselung nach Stadtbezirken für die Jahre 2016 bis 2020 händisch unter Zuhilfenahme der Postleitzahlen ermittelt. Der Verwaltung liegen keine Daten zu der Entwicklung der Anzahl der Hunde im Durchschnitt pro Haushalt vor. Eine Ermittlung der Zahlen ist durch Rückgriff auf das statistische Jahrbuch 2019 für die Jahre 2016 bis 2018 (Werte aus Tabellen 2) erfolgt und wurde entsprechend umgerechnet. Für die Jahre 2019 und 2020 sind noch keine entsprechenden Zahlen veröf- fentlicht, so dass sich die Darstellung auf die Jahre 2016 bis 2018 beschränkt. Der Verwaltung liegen keine Daten vor, die eine Ermittlung der Anzahl der Hunde im Durch- schnitt pro m² Wohnfläche möglich machen. Gez. Dr. Rau 2 Entwicklung der gemeldeten Hunde in den einzelnen Stadtbezirken Jahr Innenstadt 1 Rodenkirchen2 Lindenthal 3 Ehrenfeld 4 Nippes 5 Chorweiler 6 Porz 7 Kalk 8 Mülheim 9 Köln 2016 2.053 4.133 4.161 3.763 3.297 3.605 3.773 4.220 4.783 33.788 2017 2.019 4.315 4.355 3.339 3.451 3.677 3.884 4.499 5.035 34.574 2018 2.436 4.397 4.579 3.457 3.526 3.676 4.003 4.587 5.156 35.817 2019 2.600 4.582 4.824 3.570 3.701 3.789 4.104 4.691 5.356 37.217 2020 2.879 4.861 5.353 3.800 3.943 3.886 4.199 4.764 5.534 39.219 Haushalte Innenstadt 1 Rodenkirchen2 Lindenthal 3 Ehrenfeld 4 Nippes 5 Chorweiler 6 Porz 7 Kalk 8 Mülheim 9 Köln 2016 82.111 53.899 81.538 58.179 60.864 36.134 53.888 58.422 75.243 560.278 2017 81.968 54.264 81.883 58.174 61.053 36.093 54.083 58.801 74.752 561.071 2018 82.170 54.934 82.422 58.758 61.455 36.180 54.549 58.851 74.941 564.260 Hunde pro Haushalt Innenstadt 1 Rodenkirchen2 Lindenthal 3 Ehrenfeld 4 Nippes 5 Chorweiler 6 Porz 7 Kalk 8 Mülheim 9 Köln 2016 2,5% 7,7% 5,1% 6,5% 5,4% 10,0% 7,0% 7,2% 6,4% 6,0% 2017 2,5% 8,0% 5,3% 5,7% 5,7% 10,2% 7,2% 7,7% 6,7% 6,2% 2018 3,0% 8,0% 5,6% 5,9% 5,7% 10,2% 7,3% 7,8% 6,9% 6,3% Quelle: statistisches Jahrbuch 2019, 96. Jahrgang Reporter 2019/2020 konnten Haushalte nicht ermittelt werden 3 4 Frage 2.: Die Hundefreilaufflächen haben sich seit ihrer Einführung nicht verändert. Inwie- weit gibt es Hinweise, z. B. von Ordnungsamt, Landschaftswacht oder anderen Quellen, dass sich die Zahl der Verstöße gegen die Leinenpflicht für Hunde in Naturschutzgebieten über die letzten 20 Jahre verändert hat? Gibt es eine Korrelation mit der Zahl der steuerlich gemeldeten Hunde? Antwort Das Ordnungsamt konnte nur die Zahlen der Verstöße gegen die Anleinpflicht der letzten 5 Jahre melden. Es wurde nicht nach Gebieten unterschieden, in denen die Verstöße vorgefallen sind. Ei- ne Korrelation mit der Anzahl der steuerlich gemeldeten Hunde kann nicht gemacht werden. 2016 217 2018 2019 2020 Anleinpflicht 515 1021 487 1326 767 Es wurden 2019 38 und 2020 27 Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen nicht angeleinter Hunde in Naturschutzgebieten eingeleitet. Frage 3.: Inwieweit hat sich die Zahl der in Tierheimen in Köln aufgenommen und abgege- benen Hunde in den letzten 20 Jahren verändert Antwort Von den beiden Kölner Tierheimen, zum einen des Bundes gegen den Missbrauch der Tiere e.V., zum anderen des Konrad -Adenauer-Tierheimes des Kölner Tierschutzvereines von 1886 e.V., wurden die Zahlen der aufgenommenen Hunde der letzten 10 Jahre gemeldet. Die Anzahl der vermittelten Tiere hat eine ähnliche Entwicklung. 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Hunde 1208 1125 1165 1061 935 882 899 854 764 838 689 Die gemeldete Zahl zum Jahr 2020 ist nicht als repräsentativ anzusehen, da aufgrund der Corona - Pandemie weniger Tiere in den Tierheimen abgegeben wurden. 5 Frage 4.: Inwieweit hat sich die Zahl der Mülltonnen mit Hundetütenspender und die Zahl der ausgegebenen Tüten für Hundekot (möglichst nach Stadtviertel oder Stadtbezirk aufge- schlüsselt) in den letzten 20 Jahren entwickelt. Antwort der Abfallwirtschaftsbetriebe (Anlage 2) 1) Historie: In 2005 wurden in Köln die ersten fünf Solo -Hundekottütenspender (1x Bezirk 1 links- rheinisch, 1x Bezirk 3, 2 x Bezirk 4 und 1x Bezirk 9) installiert. In 2010 erfolgte im Rahmen eines Projektes eine Erweiterung. An 100 exponierten Standorten wurden im öffentlichen Straßenland (in der Regel vor den Eingängen der Grünanlagen) weitere Solo-Hundekottütenspender aufgestellt. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit diesen Hundekottütenspendern hat die AWB den das Standardpapierkorbmodell Colonia mit integriertem Hunde kottütenspender weiterentwickelt Die ersten 350 weiterentwickelten Colonia -Papierkörbe (auch Colo- nia-Dog-Papierkorb genannt) wurden bereits in 2011 aufgestellt und jährlich ausge- weitet. In den Jahren 2014/2015 erfolgte auch die Einführung von Hundekottüt enspendern in Kombination mit Papierkörben in Kölner Grünanlagen. Da sich die Kombination Papierkorb/Hundekottütenspender bewährt hat, wurden die Solo-Hundekottütenspender in 2019/2020 gegen Colonia -Dog-Papierkörbe bzw. ge- gen Drahtgitterpapierkörbe mit Rucksack ausgetauscht. 2) Aktuelle Kennzahlen: (Anlage 2) 6 Aktuelle Kennzahlen: Die Entwicklung der Papierkörbe sowie der Modelle mit Hundekottütenspender wird im Folgenden zum Stichtag 31.12.2015 sowie 30.11.2020 dargestellt: 2015 (Stand 31.12.) gesamt davon Papierkörbe mit HKTS 2020 (Stand 30.11.) gesamt davon Pa- pierkörbe mit HKTS PK Colonia 13.810 729 PK Colonia 14.569 943 nach Stadtbezirken nach Stadtbezirken Innenstadt 5.014 249 Innenstadt 5.237 279 Rodenkirchen 819 73 Rodenkirchen 896 112 Lindenthal 1.399 69 Lindenthal 1.477 104 Ehrenfeld 1.093 70 Ehrenfeld 1.140 78 Nippes 1.172 74 Nippes 1.243 94 Chorweiler 670 48 Chorweiler 698 59 Porz 1.035 22 Porz 1.053 41 Kalk 1.145 47 Kalk 1.230 65 Mülheim 1.463 77 Mülheim 1.595 111 7 2015 (Stand 31.12.) gesamt davon Papierkör- be mit HKTS 2020 (Stand 30.11.) gesamt davon Papierkör- be mit HKTS PK in Grünanla- gen 4.864 334 PK in Grünanla- gen 7.146 930 nach Stadtbezir- ken nach Stadtbezir- ken Chorweiler 438 31 Chorweiler 820 97 Ehrenfeld 295 15 Ehrenfeld 465 64 Am Rhein 3 2 Am Rhein 3 2 Innenstadt 852 73 Innenstadt 1056 114 Kalk 574 19 Kalk 755 54 Lindenthal 654 66 Lindenthal 978 166 Mühlheim 586 24 Mühlheim 890 108 Nippes 556 36 Nippes 801 145 Porz 427 18 Porz 662 78 Rodenkirchen 479 50 Rodenkirchen 716 102 Zum November 2020 befinden sich insgesamt 21.715 Papierkörbe im Kölner Stadtgebiet, wovon 1.873 bereits mit Hunde- kottütenspender ausgestattet sind. Verbrauch an Hundekottüten: Das Auffüllen der Hundekottütenspender erfolgt bedarfsgerecht im Rahmen der satzungsgemäßen Regelreinigung. Mindestens einmal wöchentlich prüft die AWB im Rahmen der Papierkorblee- rung den Füllstand der Hundekottütenspender und füllt diese wieder auf. Auch die Hundekottütenspender in Grünanlagen werden im Rahmen der Grün- flächenreinigung bedarfsgerecht nachgefüllt. Zum Stand 31.12.2020 beschafft die AWB jährlich rd. 15 Mio. Hundekottüten, so dass im Durchschnitt 250.000 Hundekottüten pro Woche verteilt werden. Frage 5.: Inwieweit sieht sich die Verwaltung in der Lage, die Situation bei anderen, steuerfreien Haustieren einzuschätzen, z. B. über die Zahl der konfiszierten geschütz- ten Tiere oder andere Quellen und Abschätzungen? Antwort Die Verwaltung kann zu der Situation der anderen Haustiere, vor allem zu der Anzahl, keine Angaben machen. Lediglich geschützte und meldepflichtige Tiere wie zum Beispiel einige Vogelarten, Schlangenarten und Schildkröten sind bei der Unteren Landschaftsbehörde ge- meldet. Für die Haustiere ausgenommen der Hunde wie zum Beispiel Katzen, Kaninchen oder Vögel ist bei der Haltung in einem „normalen“ Umfang in der Regel kein zusätzlicher Wohnraum notwendig.
Beratungsverlauf
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04.03.2021
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 1.3.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
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