1073/2025
EHAP Plus Projekt INKA - In Köln Ankommen - Sachstandsbericht für den Zeitraum 01.01. bis 31.12.2024
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage 1_EhAP Plus Projekt INKA_Sachstandsbericht 2024
15132 Zeichen
Seite 1 von 11 Richtlinie Förderung von Migrantischen Organisationen Förderschwerpunkt: Kultursensible Senior*innenberatung Anlage 1 Sachstandsbericht für den Zeitraum 01.01. bis 31.12.2024 für das EhAP Plus Projekt INKA – In Köln Ankommen Seite 2 von 11 Inhaltsverzeichnis 1. Projektbeschreibung 1.1 Ziel, Inhalt und Struktur 1.2 Projektvolumen und Finanzierung 2. Projektumsetzung 3. Projektergebnisse (01.01. bis 31.12.2024) 3.1 Anzahl der beratenen Personen (Outputindikator) 3.2 Anzahl der durchgeführten Beratungsgespräche 3.3 Altersstruktur der beratenen Personen 3.4 Herkunftsländer der beratenen Personen 3.5 Anzahl der beratenen Personen mit Behinderung, mit Zugehörigkeit zu einer marginalisierten Gemeinschaft oder mit Wohnungslosigkeitsproblematik 3.6 In welche Angebote werden die beratenen Personen vermittelt? 3.7 Beratungserfolg (Ergebnisindikator) 4. Fazit des Berichtzeitraums Seite 3 von 11 1. Projektbeschreibung 1.1 Ziel, Inhalt und Struktur Kernstück und inhaltliches Ziel des Projektes sind die niedrigschwellige, gender- und kultursensible Ansprache, (Verweis-) Beratung und Begleitung von besonders benachteiligten neu zugewanderten Unionsbürger*innen sowie Angehörigen von Minderheiten (u. a. marginalisierte Gemeinschaften wie etwa Sinti*zze und Rom*nja) zu weiterführenden Hilfsangeboten. INKA bildet die notwendige, fehlende Verbindungsbrücke zwischen der Zielgruppe und den vorhandenen lokalen sozialen Hilfsangeboten. Räumlich fokussiert sich INKA auf die drei Kölner Stadtbezirke mit den höchsten EU- Zuwanderungsquoten, insbesondere aus Südosteuropa: Mülheim, Kalk und Rodenkirchen-Meschenich. Die Stadt Köln als INKA-Projektträgerin hat gemäß der Förderrichtlinie einen Projektverbund mit drei sozialen Träger*innen als Teilvorhabenpartner*innen gegründet: Caritasverband für die Stadt Köln e. V. / Rodenkirchen-Meschenich Lernende Region-Netzwerk Köln e. V. / Mülheim förderungs- & bildungsgemeinschaft jugend- und altenarbeit vingst/ostheim e. V. / Kalk INKA ergänzt somit auch die bestehenden städtischen Programme für die neu zugewanderten Unionsbürger*innen, wie z. B. das Maßnahmenpaket Humanitäre Hilfen für Menschen aus den Staaten der EU-Osterweiterung (3432/2018), die Clearingstelle für Migration und Gesundheit und die Maßnahme Willkommen und Ankommen in Köln (WAK) (2603/2021). Materielle Unterstützung der Menschen sowie Qualifizierung oder direkte Vermittlung in Arbeit sind gemäß der Förderrichtlinie ausgeschlossen und daher nicht Bestandteil des Projektes. Seite 4 von 11 1.2 Projektvolumen und Finanzierung Das bewilligte Projektvolumen beträgt insgesamt 1.996.333,54 € (01.10.2022 bis 30.09.2026). INKA wird zu 90 % aus ESF-Mitteln sowie 5 % aus Bundesmitteln gefördert. Der städtische Eigenanteil von 5 % wird durch die Personalgestellung für die Projektleitung abgedeckt. Sie nimmt u. a. die projektbezogene finanztechnische Abwicklung wahr, sowie Monitoring, Evaluation, Erstellung der Verwendungsnachweise und Sachberichte. 2. Projektumsetzung Die wichtigsten Projektelemente Niedrigschwellige, zugehende, kultur-, gender- und sprachsensible Kontaktaufnahme an den Aufenthaltsorten sowie Treffpunkten der Zielgruppe Orientierungsberatung und Priorisierung der Handlungsbedarfe der Menschen (Verweis-) Beratung und Begleitung der Menschen hin zu den bestehenden lokalen sozialen Regelangeboten Niedrigschwellige inhaltliche arbeitsmarktbezogene Verweisberatung und Begleitung zu Jobcenter und Agentur für Arbeit Entwicklung und Durchführung neuer niedrigschwelliger bedarfsorientierter Gruppenangebote Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung hinsichtlich der Lebenslagen und Bedürfnisse der Zielgruppe, sowie zu Antidiskriminierung und Antiziganismus Organisation und Durchführung einer Transfertagung mit Fachleuten zum Thema EU-Zuwanderung für Multiplikatoren, Fachpublikum, Bürgerschaft und Politik. Die Erfolgsfaktoren des Projektes Neben den Sprach- und Kulturkenntnissen der Beratungskräfte stellt vor allem die Begleitung der Menschen zu bestehenden Angeboten des Regelsystems einen Schlüssel zum Erfolg dar. Seite 5 von 11 Ebenso wichtig sind die hauseigenen Beratungsstrukturen der Teilvorhabenpartner*innen, in welche die INKA-Beratungskräfte eingebunden sind. Dies ermöglicht oftmals eine direkte Weitervermittlung der Zielgruppe in hausinterne Strukturen und die Nutzung von weiteren Sprachkompetenzen und Fachdiensten. Ein weiterer Vorteil ist die räumliche Nähe zur städtischen Maßnahme WAK – Willkommen und Ankommen in Köln. WAK führt als solitäre kommunale Maßnahme für Menschen, die als Arbeitssuchende keine Ansprüche auf Regelleistungen z. B. des SGB II haben, im Gegensatz zu INKA ganz konkrete Maßnahmen wie Kompetenzfeststellung oder Bewerbungstraining durch und vermittelt Klient*innen direkt in Beschäftigungsverhältnisse. Bei gefestigten Kunden kann durch die INKA-Verweisung zu WAK eine bedarfsgerechte Hilfskette angeboten werden. Gemeinsam mit der Clearingstelle im Gesundheitsamt und den städtischen Humanitären Hilfen bilden die Arbeitsmarktmaßnahme WAK und das EhAP Plus Projekt INKA eine Beratungskette der städtischen Integrationsarbeit bezogen auf Neuzugewanderte aus den Staaten der Europäischen Union. Hierdurch werden die Menschen in prekären Situationen unterstützt, die Zugänge zur Gesundheitsversorgung, wo es geht ermöglicht (s. a. Mobiler Medizinischer Dienst und Anonymer Krankenschein), Eltern und Kinder bei der sozialen Integration unterstützt und in geeigneten Fällen Perspektiven zur Arbeitsmarktintegration entwickelt einschließlich einer Vermittlung in Arbeitsverhältnisse. 3. Projektergebnisse (01.01. bis 31.12.2024) Die Daten aller drei INKA-Teilvorhabenpartner*innen werden zusammengefasst dargestellt. Die Evaluation erfolgt mittels des vom Fördergeber verpflichtend zu verwendenden Beratungsbogens und anhand eigener erhobener Daten, die von den Teilvorhabenpartner*innen in einem halbjährlichen Sachbericht zur Auswertung an die Projektleitung übermittelt werden. 3.1 Anzahl der beratenen Personen (Outputindikator) Insgesamt wurden 633 Menschen beraten, davon 269 männlich (rd. 43 %), 362 weiblich (rd. 57 %) und 2 nicht-binär. Seite 6 von 11 3.2 Anzahl der durchgeführten Beratunsgespräche Im Berichtszeitraum wurden mit 633 Personen insgesamt 1.712 Beratungsgespräche geführt. Diese finden in den INKA Beratungsstellen persönlich und telefonisch statt. 3.3 Altersstruktur der beratenen Personen Aufgrund der Erfassung in den Beratungsbögen werden Daten für fünf Altersstufen aus- gewertet. Die meisten Beratenen sind aus der Altersstufe „30 bis 64 Jahre“ (54,7 %). 3.4 Herkunftsländer der beratenen Personen Im Berichtszeitraum, wurden Beratungen für Personen aus verschiedenen EU- Herkunftsländern durchgeführt. Die meisten Beratenen kamen aus Bulgarien (57,2 % aller Beratenen), gefolgt von Rumänien (32,9 % aller Beratenen). Dies wurde bei der Projektplanung aufgrund von statistischen Einwohnerzahlen und Erfahrungen aus den vorherigen EhAP-Projekten bereits berücksichtigt. Die erforderlichen Sprachkompetenzen für die Beratung dieser Zugewanderten werden in den INKA- Beratungsstrukturen abgedeckt. Diagramm TOP TEN der Herkunftsländer: Alter Anzahl beratene Personen Kinder bis 7 Jahre 64 8 bis 17 Jahre 53 18 bis 29 Jahre 162 30 bis 64 Jahre 346 65 Jahre und älter 8 Summe 633 Herkunftsland Anzahl beratene Personen Bulgarien 362 Rumänien 208 Italien 17 Polen 11 Kroatien 7 Ungarn 7 Griechenland 5 Spanien 5 Tschechien 3 Portugal 3 Seite 7 von 11 3.5 Anzahl der beratenen Personen mit Behinderung, mit Zugehörigkeit zu einer marginalisierten Gemeinschaft oder mit Wohnungslosigkeitsproblematik Die Angaben zu diesen Themenfeldern im Beratungsbogen sind freiwillig. Sofern sie aber Gegenstand der Beratung oder offensichtlich waren, wurden sie erfasst. Daher geben die nachfolgenden Fallzahlen kein vollständiges Bild ab: 21 Personen hatten eine Behinderung 241 Personen gehören zu einer in Deutschland anerkannten Minderheit (u. a. marginalisierte Gemeinschaften wie etwa Sinti*zze und Rom*nja) 5 Personen sind wohnungslos, aber durch Kommune oder Träger untergebracht 9 Personen sind obdachlos auf der Straße lebend bzw. verdeckt obdachlos 49 Personen sind von Wohnungslosigkeit bedroht Das Thema Wohnen ist bekanntlich ein großes Problem mit weitreichenden Konsequenzen: ohne Wohnung und meldebehördliche Anmeldung ist z. B. eine Anmeldung bei der Krankenkasse oder der Abschluss eines Arbeitsvertrages nicht möglich. Viele EU-Zugewanderte schlafen bei Verwandten und Bekannten, auf der Straße, unter Brücken oder in Wohnungen mit Matratzenlagern. Auf dem Wohnungsmarkt ist für diese Menschen kaum finanzierbarer Wohnraum zu finden. Vorurteile und Stereotype gegenüber der Zielgruppe, insbesondere den marginalisierten Gemeinschaften wieSinti*zze und Rom*nja , erschweren die Wohnungssuche zusätzlich. Insbesondere im Stadtgebiet Mülheim sind zum Teil prekäre Wohnstrukturen seitens der Vermieter*innen vorzufinden. Ausbeuterische Wohnverhältnisse werden selten zur Anzeige gebracht, aus Angst vor Verlust des Wohnraums. Diese prekären Wohnsituationen wirken sich zudem negativ auf die Hygiene und die Gesundheit der Beratenen aus. Seite 8 von 11 3.6 In welche Angebote werden die beratenen Personen vermittelt? TOP TEN der weiterführenden Beratungs- und Unterstützungsangebote, in die vermittelt wurde: 3.7 Beratungserfolg (Ergebnisinidikator) Ziele des EHAP Plus sind die soziale Stabilisierung und eine Verbesserung der individuellen Lebenssituation der Neuzugewanderten durch die Inanspruchnahme von lokal vorhandenen Hilfsangeboten. Im Berichtszeitraum haben von den 633 beratenen Personen insgesamt 625 Personen (entspricht 99 %) ein Vermittlungsangebot infolge einer Beratung und Begleitung angenommen. Das Aufsuchen der Beratungseinrichtung und die Vermittlung in ein passendes weiterführendes Angebot ist ein erster Schritt zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschen. Eine nachhaltige Integration ist nur möglich, wenn die Menschen langfristig beraten und begleitet werden. Ein kleiner Teil der beratenen Personen hat das Vermittlungsangebot nicht angenommen. Teilweise nahmen die Menschen die Beratung ein Mal wahr, ohne dass es zu einer Vermittlung kam. Ein weiterer Grund sind fehlende passende Angebote im Regelsystem. Die Beratungs-leistung endet trotz qualifizierter Beratung ohne Vermittlung wegen fehlender Angebote im Regelsystem. Die Ursache liegt in den oft fehlenden Sprachkompetenzen der Zielgruppe sowie häufig in gesetzlichen Vorgaben und entsprechenden Zugangsbeschränkungen. Weiterführendes Hilfsangebot Anzahl vermittelte Personen Jobcenter 199 Familienkasse 112 Krankenkasse 90 Agentur für Arbeit 67 Sprach-/Integrationskurs 59 Sozialamt 50 Arzt 49 Versorger Strom/Wasser 45 Bürgeramt 42 Projekte zur Unterstützung bei der Arbeitssuche 39 Seite 9 von 11 4. Fazit des Berichtzeitraums Aufbau der Beratungsressourcen Im Jahr 2024 waren die Stellen für die Beratungsfachkräfte bei den INKA- Teilvorhabenpartner*innen durchgängig besetzt. Beratungserfolg Die von der Fördergeberseite erwarteten Output- und Ergebnisindikatoren (siehe Punkte 3.1 und 3.7) konnten mit den begrenzten Beratungsressourcen (rd. 1,6 VZÄ je Teilvorhabenpartner*in) erreicht werden. Nachhaltigkeit bzw. Verstetigungsansätze des Projektes INKA strebt eine verbesserte dauerhafte Zugangsmöglichkeit der Zielgruppe in das landesgeförderte Programm KIM (Kommunales Integrationsmanagement) sowie den Aufbau einer engen Kooperation mit KIM an, damit den EU-Zugewanderten im Be- darfsfall künftig die Möglichkeit der Nutzung des KIM-Casemanagements offensteht. INKA steht zudem in einem regelmäßigen konstruktiven Austausch mit seinen Kooperationspartner*innen, dem Jobcenter und der Arbeitsagentur Köln. Ziel ist hierbei die Vereinfachung und Transparenz der Zugänge der EhAP Plus Zielgruppe sowie der Beratungskräfte zu den beiden Institutionen, auch zukünftig nach Beendigung des Projektes. Außerdem ist INKA Mitglied des im Herbst 2023 neu gegründeten Netzwerkes der NRW-EhAP Plus Projekte. Ziel ist, die während der Projektlaufzeit aufgebauten niedrigschwelligen Angebotsstrukturen nach dem Projektende fortzuführen und generell auf die auch zukünftig bestehenden Integrationsbedarfe der EU- Zugewanderten hinzuweisen (Politik, EhAP Plus Begleitausschuss, BMAS etc.) EhAP Plus Kooperationsprojekte ViaPonto, Zukunft gestalten und neu ab 01.12.2024: ati – ankommen, teilhaben, integrieren Alle vier Kölner EhAP Plus Projekte - INKA, ViaPonto, Zukunft gestalten und ati - stehen im intensiven fachlichen Austausch und nutzen Synergie-Effekte, wie Seite 10 von 11 gemeinsame Fortbildungen für die Beratungsfachkräfte und die träger- und fachspezifischen Expertisen. Sie stellen zusammen mit den städtischen humanitären und medizinischen Versor- gungsangeboten und arbeitsmarktaktivierenden Maßnahmen eine wichtige spezia- lisierte Ergänzung der allgemein bestehenden Beratungsangebote dar und tragen auch zu deren Entlastung bei, wie z. B. Jobcenter, Sozialamt, Jugendamt, MBE/JMD. Herausforderungen Der durch die EhAP Plus Projektstrukturen dauerhaft sichergestellte Zugang zur Zielgruppe ist die Voraussetzung für eine erfolgversprechende Anbindung der Menschen an das Regelsystem und die damit einhergehende soziale Integration in die Gesellschaft. Die EhAP Plus Projekte sind besonders effektiv und wirkungsvoll, wenn sie die Zielgruppe zeitnah an passende und weiterführende Hilfsangebote des Regelsystems vermitteln können. Die Teilvorhabenpartner*innen bieten in ihren Beratungsräumen in den Sozialräumen Mülheim, Kalk und Meschenich offene Sprechstunden zu festen Beratungszeiten an. Aufgrund der multiplen sozialen Problemlagen sprechen die Menschen häufig mehrfach vor, somit erstrecken sich viele Beratungen über einen längeren Zeitraum bis zu einem Jahr. Unter anderem aufgrund der unzureichenden deutschen Sprachkompetenzen der Zielgruppe erweisen sich Vermittlungen an weitergehende Hilfsangebote teilweise als schwierig, es fehlt oftmals an entsprechenden passenden Angeboten. Dies führt zu längerer Beratungsdauer. Auch stellt die zunehmende Digitalisierung eine Hürde für nicht-alphabetisierte Menschen dar, wenn sie sich um staatliche Leistungen bemühen möchten. Die an sich häufig sinnvolle persönliche Begleitung der Hilfesuchenden zu den weiter- führenden Hilfsangeboten kann aufgrund des Zeitaufwandes und der begrenzten Ressourcen der Projektberatungskräfte nur eingeschränkt erfolgen. Seite 11 von 11 Kontakt Stadt Köln Amt für Integration und Vielfalt Abteilung Fachkoordination EU-Zuwanderung Fach- und Projektkoordination WAK – Willkommen und Ankommen in Köln Gürzenichstraße 6 – 16/Kleine Sandkaul 5 50667 Köln fachkoordinationEU-Zuwanderung@stadt-koeln.de
Mitteilung Ausschuss
5191 Zeichen
Dezernat, Dienststelle OB/16/163 Vorlagen-Nummer 1073/2025 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 06.05.2025 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 08.05.2025 Jugendhilfeausschuss 20.05.2025 EHAP Plus Projekt INKA - In Köln Ankommen - Sachstandsbericht für den Zeitraum 01.01. bis 31.12.2024 Zusammenfassung in einfacher Sprache Viele Menschen aus europäischen Nachbarländern kommen nach Köln. Der Start in einem neuen Land mit anderen Regeln und Gesetzen kann schwer sein. Sie suchen hier Arbeit und eine Wohnung. Die Kinder brauchen Betreuung oder einen Schulplatz. Wenn die Menschen keine Arbeit finden, bekommen sie meistens keine Leistungen. Das bedeutet kein Geld, für den Lebensunterhalt und auch sonst kaum Hilfe. So ist es in unseren Gesetzen für Menschen aus anderen Ländern der Europäischen Union geregelt. Das Projekt INKA – In Köln A nkommen ist ein Projekt der Stadt Köln und unterstützt diese Menschen seit 01.10.2022. Die drei INKA-Beratungsstellen in Mülheim, Kalk und Meschenich beraten viele Menschen bei ihrem Start in Deutschland. Es gibt noch drei weitere Projekte in Köln. Sie heißen Via Ponto von den Vereinen agisra e.V. und Looks e.V. in Ehrenfeld und der Innenstadt, Zukunft gestalten vom Solibund e.V. in Porz und ati – ankommen, teilhaben, integrieren von der eva-gGmbH und Jugendhilfe Köln e.V. in Ehrenfeld. Alle vier Projekte arbeiten zusammen, um die hilfebedürftigen Menschen zu unterstützen. Die vier Projekte haben im Jahr 2024 zusammen 961 Menschen beraten. Davon haben 918 Menschen ein Hilfsangebot angenommen. Für das Projekt der Stadt Köln INKA ist ein Bericht über den Zeitraum 01.01. bis 31.12.2024 in der Anlage 1 beigefügt. Der Sachstandsbericht für den Zeitraum 01.01. – 31.12.2024 für das Projekt „INKA – In Köln Ankommen“ wird zur Kenntnisnahme vorgelegt (Anlage 1). Der Rat hat in seiner Sitzung am 10.11.2022 die Verwaltung mit der Durchführung dieses Projektes beauftragt (2964/2022). Das Projekt wird von der Europäischen Union gemeinsam mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen des ESF-Programms „EhAP Plus – Eingliederung hilft gegen 2 Ausgrenzung der am stärksten benachteiligten Personen“ gefördert. Im Sinne der Förderrichtlinie ist das Projekt auf die Verbesserung der Lebenssituation und die soziale Eingliederung von besonders benachteiligten neuzugewanderten Unionsbürgern*innen und deren Kindern ausgerichtet. Insbesondere die Menschen, die zwar grundsätzlich freizügigkeitsberechtigt sind, aber von vielen gesetzlichen Leistungsansprüchen ausgeschlossen sind, wenn sie keine Arbeitnehmer*innen sind und Arbeit suchen, sind sehr schnell über alle Lebenslagen hinweg einem hohen Armutsrisiko ausgesetzt. Das Förderprojekt ermöglicht die zusätzliche Schaffung von aufsuchenden, zugehenden und beratenden Strukturen mit dem Ziel, insbesondere die unversorgten und anspruchslosen Menschen an die bestehenden Angebote des Regelsystems heranzuführen. Die Stadt Köln ist Projektträgerin und setzt INKA gemeinsam mit drei sozialen Trägern mit Beratungsstandorten in den jeweiligen Sozialräumen um: • Caritasverband für die Stadt Köln e.V. / Rodenkirchen-Meschenich • Lernende Region-Netzwerk Köln e.V. / Mülheim • förderungs- & bildungsgemeinschaft jugend- und altenarbeit vingst/ostheim e.V. / Kalk Zudem fungiert die Stadt Köln als Kooperationspartnerin für drei weitere Kölner EhAP Plus Projekte: • ViaPonto (Trägerschaft: agisra e.V. und Looks e.V., Beratungsstellen in Ehrenfeld u. Innenstadt) mit stadtweitem Einzugsgebiet, Beratung für weibliche, männliche sowie trans* EU-Personen, die der Notlagenprostitution nachgehen. • Zukunft gestalten (Trägerschaft: Solibund e.V. / Porz), Einzugsgebiet Sozialraum Porz- Mitte. • Neu ab 01.12.2024: ati – ankommen, teilhaben, integrieren (Trägerschaft: eva-gGmbH und Jugendhilfe Köln e.V. / Ehrenfeld), Einzugsgebiet Ehrenfeld und angrenzende Stadtteile. Zusammenfassung der Projektergebnisse für den Zeitraum 01.01.-31.12.2024: Im Projekt INKA wurden 633 Personen bei 1.712 Gesprächsterminen beraten. Von den Beratenen haben 625 Personen ein weiterführendes Hilfsangebot angenommen. Die Vermittlungen in die Angebote des Kölner Hilfesystems erfolgen u.a. zu Jobcenter, Familienkasse, Krankenkassen, Agentur für Arbeit, Sprach-/Integrationskursen, Sozialamt, Ärzten, Energie-Versorgungsunternehmen, Bürgerämtern, Angeboten zur Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt, allgemeinen Migrationsberatung, Angeboten für Kinder und Familien, Angeboten der humanitären Hilfen, Hilfen für Wohnungsnotfälle. In den drei Kooperationsprojekten Via Ponto, Zukunft gestalten und ati wurden 328 Personen bei 668 Gesprächsterminen beraten. Von den Beratenen haben 293 Personen ein weiterführendes Hilfsangebot angenommen (s. o.). Hinweis: Die Projekte sind aufgrund unterschiedlicher Förderumfänge nicht vergleichbar. In den vier Projekten insgesamt wurden somit 961 Personen bei 2.380 Gesprächsterminen beraten und von denen haben 918 Personen ein weiterführendes Hilfsangebot angenommen (s. o.). Gez. Blome
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (2)
- Gürzenichstraße 6
- Kleine Sandkaul 5
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 1073/2025
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 29.04.2025
- Erstellt
- 10.04.2025 12:44